Kategorie: Lese-Tage

Herbstlesen im Oktober 2023 (Sonntag, 15.10.)

Das Logo füs 2023er Herbstlesen zeigt unten eine Baumreihe mit gelben Blättern, an der linken Seite einen Baum mit dunkelroten Blättern und einen leicht bewölkten Himmel auf den der Text "Herbstlesen im Oktober 2023" geschrieben wurde.Gestern klang der Abend dann noch ganz entspannt mit einer Runde „Fae Farm“ aus und auch heute starte ich eher gemütlich in den Tag. Es ist (endlich!) kühl genug, dass ich mich in meiner Decke auf dem Sofa einrollen kann und ich freue mich schon auf kuschelige Lesestunden. Mit etwas Glück beende ich heute „The Twisted Ones“ und dann kann ich mir überlegen, ob ich neben „The Ministry of Unladylike Activity“ noch ein neues Buch anfange (oder doch mal einen der vielen angefangenen Romane beende). Aber erst einmal muss ich noch etwas wacher werden und dann werde ich meine nächtliche Timeline auflesen.

 

Update 12:30 Uhr

Drei leicht aufgefächerte Comics mit dem Titel "Castle Full of Blackbirds" von Angela Slatter und Mike Mignola, daneben eine große Tasse mit Tee.

Nur ein kurzes Update, weil ich mich heute den ganzen Vormittag über online rumgetrieben habe und nun eine kleine Auszeit (und etwas zu Trinken!) brauche, bevor ich mich in die nächste Kommentarrunde stürze. Immerhin habe ich das Gefühl, ich bin wieder einigermaßen auf dem aktuellen Stand, was das Weltgeschehen angeht, auch wenn ich das lieber nicht wäre. Jetzt also statt Laptop und Smartphone eine Runde Comics und Tee und dann schaue ich mal weiter.

 

Update 15:00 Uhr

Ich habe meine vier Comics gelesen und bin nicht so sicher, was ich davon halten soll. Ich war neugierig auf „Castle Full of Blackbirds“, weil ich nach dem Lesen von „All the Murmuring Bones“ gesehen hatte, dass Angela Slatter als Autorin an den Comics beteiligt war. Aber ich bin (noch lange!) nicht so weit im Hellboy-Universum, dass ich die Geschichte und Charaktere wirklich in einen Zusammenhang mit anderen Ereignissen hätte bringen können, was dazu führt, dass ich das Gefühl hatte, dass mir Hintergrundwissen fehlt. Auch war ich nicht so überzeugt vom Zeichenstil von Valeria Burzo, den ich als relativ belanglos empfand, auch wenn es hier und da Elemente gab, bei denen der Einfluss von Mike Mignola durchschimmerte. Als ich mich nach dem Lesen mit meinem Mann darüber unterhielt, meinte er, dass er inzwischen auch nur noch vom Großteil der Comics enttäuscht ist, die in den letzten Jahren veröffentlicht wurden und auf Mike Mignolas Welt basieren. Es ist einfach sehr große Glückssache, ob die Handlung und die Zeichnungen der Qualität der Originalgeschichten gerecht werden. Wobei ich das Gefühl hatte, dass Angela Slatter eine ziemlich coole Geschichte hätte erzählen können, wenn sie die Handlung nicht passend zu schon vorhandenen Handlungssträngen hätte schreiben müssen. Mal schauen, wie ich das Ganze beurteile, wenn ich jemals mit den Hellboy-Veröffentlichungen so weit bin, dass ich mich durch all diese Extras arbeite. *g*

Links am Bildrand ist ein angeschalteter eReader zu sehen, rechts davon ein Holzbrettchen mit zwei Butterbroten, auf denen Gurkenscheiben liegen, im Hintergrund eine Glasschale mit Gurkenscheiben und Möhrenstücken.

Nach den Comics habe ich mir erst einmal Frühstück gemacht und dabei zu „The Twisted Ones“ von T. Kingfisher gegriffen. Es ist lustig, aber diesen Roman musste ich mit einigen Pausen und bei Tageslicht lesen, obwohl er eigentlich nicht so unheimlich ist. Aber es gibt schon einen Grund, warum ich so selten Horror lese und mich wenn dann auf gruselige Kinderbücher beschränke. Meine Fantasie ist einfach viel zu gut darin sich das Schlimmste auszumalen, dass die Kapitel (in diesem Fall 70% des Buches), in denen langsam Spannung aufgebaut wird, für mich nur häppchenweise erträglich sind. Wie immer, wenn ich eine Geschichte von T. Kingfisher lese, bin ich fasziniert davon welche Dinge Ursula Vernon sich für ihre Romane ausdenkt und wie sie die weiter entwickelt. Die Motive der Person, die dafür sorgt, dass die Protagonistin Mouse so richtig in Schwierigkeiten landet, fand ich relativ offensichtlich. Aber die genaueren Details rund um die unheimlichen, übernatürlichen Vorgänge waren schon sehr spannend, weil die Autorin da Elemente miteinander verknüpft hat, die ich so noch nie miteinander in Zusammenhang gebracht gesehen habe. (Uff, das ist schwierig, wenn ich nicht zu viel verraten will!) Solche Sachen – und ihre großartigen Charaktere! –  sind es dann, die mich doch dazu bringen ihre Veröffentlichungen zu lesen, obwohl ich eigentlich keinen Horror lese … Nachdem ich das Buch gerade beendet habe, drehe ich jetzt erst einmal eine Blogrunde und dann schaue ich, ob ich gleich zu Robin Stevens greife oder erst noch etwas anderes mache.

 

Update 18:00 Uhr

Links die Taschenbuchausgabe von "The Ministry of Unladylike Activity", rechts eine große Tasse mit Milchschaumhaube, dahinter eine kleine Schale aus dem ein Schokoriegel ragt.

Nach meiner Blog- und Kommentarrunde habe ich dann wirklich zu „The Ministry of Unladylike Activity“ gegriffen. Ich mag, wie sich die Passagen von May und Fionnuala ergänzen und wie wir mit jedem Absatz mehr über die Personen erfahren, die sich in Elysium Hall eingefunden haben. Die Grundsituation erinnert sehr an Agatha Christie: ein älterer (Groß-)Vater, der eine wichtige Position innehält, seine zweite Ehefrau und ihr Sohn aus erster Ehe, die zwei gemeinsamen Söhne plus eine dazugehörige Ehefrau mit Tochter und natürlich die frisch verwitwete Tochter des Hauses, die Fionnualas Mutter ist, und alle haben ihre Eigenheiten und wirken auf ihre Weise verdächtig. Was den großen Unterschied macht, ist die Erzählweise aus der Sicht von zwei 10/11jährigen Mädchen (wobei beide für mich oft etwas jünger klingen), die natürlich eine ganz andere Perspektive auf diese Personen und ihre Motive haben, als es ein Hercule Poirot oder eine Miss Marple hätten. Ich fühle mich auf jeden Fall sehr gut unterhalten mit der Geschichte und werde vermutlich nach dem Abendessen darin weiterlesen.

 

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Eine Pfanne, in der ein Haufen ungekochte Nudeln, Kichererbsen, Tomatenmarkund Gewürze zu sehen sind.

Heute gab es zum Abendessen „One Pot Chickpea Pasta“ und ich finde es immer wieder sehr angenehm, dass ich nur einen Haufen Zutaten mit einem halben Liter Wasser in einen Topf (oder wie in diesem Fall eine Pfanne) werfen muss, um ein nicht sehr attraktives, aber sehr leckeres Essen zu bekommen. Wobei ich zugeben muss, dass ich das Essen heute etwas zu lange gekocht habe, weil ich noch den Abwasch fertig machen wollte. Trotzdem war es lecker, wenn auch nicht ganz so soßig wie sonst.

Eine Schale mit rötlich verfärbten Nudeln und Kichererbsen.

Zum Essen haben wir eine weitere Folge von „Indian Matchmaking“ geschaut und dabei darüber spekuliert, ob Sima Auntie einige Personen bewusst erst einmal mit unpassenden Kandidat*innen zusammen bringt, damit sie etwas realistischere Erwartungen an potenzielle Partner*innen entwickeln. *g* Danach hat mein Mann für sich einen Film („Star Crash“ u.a. mit David Hasselhoff Oo – und allein schon die wenigen Bilder, die ich mitbekomme, zeugen von … geringer Handlungsqualität) gestartet, während ich weiter in „The Ministry of Unladylike Activity“ gelesen habe. Da ich vermutlich nach meiner Blogrunde ins Bett gehe, ist das hier mein letztes Update für heute.

Ich hoffe, ihr hattet ein genauso angenehmes Wochenende wie ich – ich fand es auf jeden Fall wieder sehr nett, dass ich meine (Lese-)Zeit wieder „mit euch“ verbringen konnte! Habt einen guten Start in die Woche! Vielleicht lesen wir uns ja am kommenden Wochenende wieder. 🙂

 

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Heutige Mitleser*innen:

Neyasha
JED
Natira
Birthe
Anette
Kiya (Urlaubs-herbstlesend 😉 )

Herbstlesen im Oktober 2023 (Samstag, 14.10.)

Das Logo füs 2023er Herbstlesen zeigt unten eine Baumreihe mit gelben Blättern, an der linken Seite einen Baum mit dunkelroten Blättern und einen leicht bewölkten Himmel auf den der Text "Herbstlesen im Oktober 2023" geschrieben wurde.Schon wieder ein Herbstlesetag – diese Woche ist überraschend schnell vergangen, wenn ich bedenke, dass ich so gut wie nichts getan habe. *g* Mein Mann hatte noch eine Woche Urlaub und nachdem wir in der ersten Oktoberwoche durchgehend unterwegs waren, haben wir es uns in den vergangenen Tage zuhause gemütlich gemacht. Eigentlich hatten wir ein paar Brettspielrunden geplant, aber die Tatsache, dass mein Rücken weiterhin muckte und dass mein Mann zu seinem Geburtstag lauter Filme geschenkt bekommen hatte, die er gucken wollte, hat dazu geführt, dass das Brettspielen dann ausgefallen ist. Stattdessen hat mein Mann sehr viel Zeit mit Kopfhörern auf den Ohren vor dem Fernseher verbracht, während ich versucht habe den Bildteppich vor mir zu ignorieren und mich auf mein Buch zu konzentrieren. Was nicht sooo gut lief, weshalb ich deutlich mehr Zeit mit der Switch und „Fae Farm“ verbracht habe als mit Lesen. Immerhin kann ich so sagen, dass das Spiel – zumindest für Personen wie mich, die am Ende gern alles in so einem Spiel gemacht und erreicht haben wollen – auch nach dem Ende der Handlung noch so einiges zu bieten hat. Ich bin wirklich gespannt, was dann im Dezember die Erweiterung von „Fae Farm“ noch bringen wird …

Für heute steht erst einmal eine Frühstücksverabredung mit der ehemaligen Nachbarin (und einer Freundin von ihr) an. Was bedeutet, dass ich so langsam mal in Bewegung kommen und mich fertig machen muss, damit wir flexibel auf die kurzfristigen Störungsmeldungen des Öffentlichen Nahverkehrs reagieren können. Aktuell fallen so viele Straßenbahnen aus, dass es wirklich schwierig ist aus unserem Viertel herauszukommen, und Bauarbeiten am Ende der heutigen Route sorgen dafür, dass „unsere“ Tram nicht bis zu unserer Zielhaltestelle fahren wird und wir in eine – ebenfalls von den Bauarbeiten betroffene – andere Bahn umsteigen müssen. Mal schauen, ob das alles einigermaßen klappt! Ich melde mich hier wieder, wenn wir wieder zuhause sind. Ich hoffe, ihr verbringt bis dahin einen entspannten Vormittag! 🙂

 

Update 15:00 Uhr

Ein bewölkter Himmel über einem Wohnhaus. Während unten noch dunkelgraue Wolken zu erahnen sind, zeigt der obere Teil des Himmels viel Blau hinter den aufreißenden Wolken.

Während es heute morgen kurz heftig gestürmt und geregnet hat, riss der Himmel schon wieder auf als wir uns auf den Weg machten (und aktuell ist kaum noch eine Wolke zu sehen). Ich muss zugeben, dass ich das uselige Herbstwetter in der Früh wirklich schön fand, aber nicht so böse war, dass ich nicht im strömenden Regen auf eine fahrende Bahn warten musste. Denn wie erwartet fielen gleich mehrere Straßenbahnen aus, so dass wir deutlich verspätet im Café eintrafen.

Ein marrokanischer Pfannkuchen, der mit Banane gefüllt und mit Mandelcreme und Haselnusssplittern überzogen ist. Daneben steht ein sehr hübscher Pink Latte mit herzförmiger Latte-Art.

Das Café hatte die ehemalige Nachbarin entdeckt und wollte es unbedingt ausprobieren. Die Speisekarte war auch (für mich) überraschend verlockend und so hatte ich heute einen „marokkanischen Pfannkuchen“ (den genauen Begriff habe ich schon wieder vergessen) mit Banane (innen), Mandelcreme und Haselnuss-Splittern zum Frühstück, der sehr lecker war! Allerdings war er auch nicht so wahnsinnig sättigend, weshalb ich etwas später noch ein Stück Brownie-Cheesecake bestellt habe.*g*

Ein grauer Teller mit einem sehr schmalem Stück dunkelbraunem Kuchen, daneben steht ein Latte auf einem Holzuntersetzer.

Es war wieder sehr nett mit unserer ehemaligen Nachbarin, wir verschwatzen uns jedes Mal. 😀 Dieses Mal wurde es sogar noch etwas später als sonst, weil wir noch auf ihre Freundin warteten, deren Zug etwas Verspätung hatte, und die wir auch noch wiedersehen wollten. Nach all dem Gerede und dem Gewusel im Café bin ich aber froh, dass jetzt der ruhigere Teil des Wochenendes startet und greife nach einer kurzen Blogrunde gleich endlich zum Buch. 🙂

 

Update 18:15 Uhr

Die Taschenbuchausgabe von "The Ministry of Unladylike Activity" von Robin Stevens, die an der Lehne eines dunkelbraunen Sofas gelehnt wurde. Aus dem Buch schaut ein graues Lesezeichen, das einen Drachen darstellt, der in einem Buch liest.

Später habe ich dann zu „The Ministry of Unladylike Activity“ von Robin Stevens gewechselt und da den Anfang gelesen, in dem May Wong (die kleine Schwester von Hazel, die in der „A Murder Most Unladylike“-Reihe die Erzählerin war) versucht als Spionin engagiert zu werden. Das läuft nicht ganz so flüssig, wie sie es sich erhofft hat, aber sie findet Hinweise auf eine Person, die den Deutschen aus dem Herrenhaus Elysium Hall heraus geheime Informationen zuspielen soll. Also geben sich May und ihr neugewonnener Freund Eric als evakuierte Kinder aus, um in dem Herrenhaus einquartiert zu werden. Bislang amüsiere ich mich sehr über Mays Unverfrorenheit und freue mich darüber, dass dieser Band nicht nur aus Mays Sicht, sondern auch aus der von Fionnuala, die seit einigen Monaten bei ihren Großeltern in Elysium Hall wohnt und damit nicht sehr glücklich ist, erzählt wird. Bevor ich mich heute Abend wieder mit May, Eric und Finnuala einrolle, muss ich aber erst einmal in die Küche wandern und Abendessen kochen.

 

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Eine Schale mit einem grünen, nach links zeigendem Griff, in der sich ein Eintopf mit Kohl, Kartoffeln- und Möhrenstücken befindet. Rechts daneben liegt ein Löffel.

Zum Abendessen gab es heute Spitzkohl-Eintopf, der einfach perfekt ist, wenn ich etwas Leckeres für ungemütliches Wetter haben, aber beim Kochen nicht viel denken will. 😉 Zum Essen haben wir eine Folge „Indian Matchmaking“ gesehen und ich finde es immer wieder faszinierend, mit welcher Haltung die verschiedenen Personen an die Suche nach jemandem zum Heiraten herangehen. Noch spannender ist der Vergleich von Erwartungen an die potenzielle Partnerin in Bezug auf das, was eine paar dieser Herren selbst zu bieten haben. Auf der anderen Seite gibt es diese wirklich sympathischen Personen, bei denen es so wenig nachvollziehbar ist, dass keiner sie als potenzielle Ehepartner*innen in Betracht zieht, und bei denen wir dann beim Schauen hoffe, dass sie doch noch jemanden finden, der sie zu schätzen weiß. Das ist alles erschreckend unterhaltsam und stellenweise ziemlich faszinierend, wenn es um kulturelle Dinge geht, die mir vollkommen fremd vorkommen.

Danach habe ich noch ein bisschen in „The Ministry of Unladylike Activity“ gelesen und mich an Fionnualas Kapiteln erfreut. Das Mädchen ist sich nämlich ziemlich sicher, dass etwas an den  beiden Neuankömmlinge (May und Eric) suspekt ist, und versucht natürlich herauszufinden, was das sein könnte. Dabei schreibt Fionnuala all ihre Gedanken und Vermutung in ihr Tagebuch, was Robin Stevens nutzt, um ziemlich viele Informationen zu den Bewohnern von Elysium Halls zu liefern. Das Ganze fühlt sich sehr nach einem klassischen „Mord im Herrenhaus“-Krimi an, auch wenn der Aufhänger eine Zweite-Weltkrieg-Spionage-Geschichte ist. Bislang habe ich das Gefühl, die Autorin hat es ziemlich gut hinbekommen eine Balance zwischen cozy mystery und den Dingen, die Kinder während des Zweiten Weltkriegs beschäftigt haben könnnten, zu finden.

Bevor ich ins Bett falle, werde ich jetzt noch ein bisschen „Fae Farm“ spielen. Aber da es darüber nicht so viel zu erzählen gibt, ist das hier mein letzte Update für heute – morgen geht es mit einem neuen Beitrag weiter. Ich hoffe, ihr hattet einen schön entspannten Tag und schaue gleich noch einmal, ob ihr noch etwas dazu geschrieben habt.

 

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Heutige Mitleser*innen:

JED
Natira
Anette

 

Herbstlesen im Oktober 2023 (Sonntag, 08.10.)

Das Logo füs 2023er Herbstlesen zeigt unten eine Baumreihe mit gelben Blättern, an der linken Seite einen Baum mit dunkelroten Blättern und einen leicht bewölkten Himmel auf den der Text "Herbstlesen im Oktober 2023" geschrieben wurde.Gestern Abend habe ich vor dem Schlafengehen noch „The Promise Witch“ beendet und kann sagen, dass mir die Trilogie insgesamt wirklich sehr gut gefallen hat. Es war schön mal eine mehrteilige Reihe zu lesen, bei der ich nicht das Gefühl hatte, dass ein Teil nur ein „Lückenfüller“ war oder qualitativ nicht mit den anderen mithalten konnte. 🙂

Theoretisch habe ich einen ganzen Haufen angefangener Bücher, auf die ich für heute zurückgreifen könnte, aber ich bin mir noch nicht sicher, ob mich eins davon gerade reizt. Ich starte also wieder mit dem Abwasch (und ein paar anderen alltäglichen Dingen) in den Tag und überlebe mir dabei, was ich später gern lesen würde.

 

Update 11:30 Uhr

Eine Yogamatte aus Kork, die vor einem Fernsehschrank auf dem Boden liegt. Der angeschaltete Fernseher zeigt eine Auswahl von Yoga-Videos.

Der Abwasch und ein paar andere Dinge sind erledigt und ich habe mich eine Runde gedehnt. Ich wünschte mir oft, unsere Wohnung wäre groß genug, um die Yoga-Matte einfach liegen zu lassen, dann könnte ich über den Tag verteilt häufiger kleine Einheiten machen. Aber da ich die Matte nur an einer Stelle in der Wohnung platzieren kann, wenn ich noch genug Platz haben will, um genug Bewegungsfreiheit für meine Arme und Beine zu haben, und ich dafür auch jedes Mal einen Sessel wegräumen muss, bin ich schon sehr stolz auf mich, wenn ich das einmal am Vormittag auf die Reihe bekomme. 😉

Ein Stapel auf vier Büchern, der von unten nach oben aus folgenden Titeln besteht: "There's no such Thing as an easy Job" von Kikuko Tsumura, "The Undetectables" von Courtney Smyth, "The Red Leather Diary" von Lily Koppel und "One for All" von Lillie Lainoff. Im Vordergrund ist rechts eine große Tasse zu erahnen, im Hintergrund sind zwei Fenster mit orangen Vorhängen und ein schmaler Streifen eines gut gefüllten Bücherregals zu sehen.

Da ich eigentlich nicht erwartet hatte, dass ich an diesem Wochenende noch mehr lesen würde als die „The Wild Magic“-Trilogie, habe ich mir keine großen Gedanken über weitere Lektüre gemacht. Aber ich habe gestern vor dem Schlafengehen schon mal vier Titel aus dem Stapel neben dem Sofa gezogen, die ich eigentlich gern in den nächsten Tagen lesen würde. So ganz kann ich mich aber noch nicht für einen davon entscheiden, weshalb ich wohl einfach mal schauen muss, welcher davon meine Aufmerksamkeit fesseln wird.

 

Update 14:20 Uhr

Draufsicht auf einen Buchstapel, der oberste Titel ist "The Red Leather Diary" von Lily Koppel und das Cover zeigt ein schwarzweiß Foto einer jungen Frau in Kleidung aus den 1930er Jahren, die mit einem kleinen Hund an der Leine auf einem Bürgersteig in New York City steht. Neben dem Buchstapel steht eine blassgrüne Schale mit Schoko-Porridge und Bananenscheiben.

Ich bin – nachdem ich noch ein bisschen mit meinen Büchern auf dem Sofa gedöst habe – dann bei „The Red Leather Diary“ von Lily Koppel hängen geblieben. Das im Titel erwähnte Tagebuch war ein sogenanntes „Mile Stones Five Year Diary“ und gehörte Florence Wolfson, die das Buch am 11. August 1929 zu ihrem vierzehnten Geburtstag geschenkt bekommen hatte. In den folgenden fünf Jahren hat Florence jeden Tag in einem kurzen Eintrag festgehalten, was sie beschäftigte, aber in den folgenden Jahren geriet das Buch in Vergessenheit. Erst im Oktober 2003 wurde es in einem Überseekoffer gefunden, der in dem Keller eines New Yorker Mehrparteienhauses stand, in das die Journalistin Lily Koppel gerade erst gezogen war. Im April 2006 konnte Lily Koppel Kontakt mit der inzwischen über 90jährigen Florence aufnehmen und so entstand aus den Tagebucheinträgen von 1929 bis 1934 und den Interviews, die die Autorin mit Florence führen konnte, dieses Buch. Ich finde es wirklich spannend diese Mischung aus kurzen Tagebuchzeilen und Szenen, die aus der Erinnerung von Florence stammen, zu lesen und so mehr über das alltägliche Leben eines Teenager-Mädchen zu dieser Zeit zu erfahren.

 

Update 18:30 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich erschreckend viel Zeit damit verbracht ein bisschen vor mich hinzudösen, bis ich mich dann endlich aufraffen konnte, um mir einen Kaffee zu kochen. Milchkaffee und Pistazienschokolade haben mich dann wach genug gemacht, um noch eine Zeitlang in „The Red Leather Diary“ zu lesen. Ich mag die Erzählweise von Lily Koppel, die eine für mich passende Mischung aus den Erinnerungen von Florence und Informationen rund um das Leben einer relativ wohlhabenden Familie aus dem New Yorker Bildungsbürgertum in den 1920er Jahren beinhaltet.

Rechts eine große Tasse mit Milchschaumhaube, links ein Buchstapel, auf dem eine Untertasse mit zwei schmalen, hellgrünen Schokoladenriegeln (Pistazienschokolade) steht.

Zwischendurch habe ich auch einen kurzen Blick in „The Undetectables“ geworfen, weil Kiya das im Kommentar erwähnt hatte, aber obwohl ich den Anfang schon mal reizvoll fand, war ich nicht so recht in der Stimmung für eine solche Geschichte. Ich denke, ich werde später eher noch einmal zu „The Red Leather Diary“ greifen, aber vorher heißt es für mich in die Küche zu wandern und das Abendessen in Angriff zu nehmen. Das Kochen wird heute etwas mehr Zeit in Anspruch nehmen, weil ich zwei unterschiedliche Saucen kochen werde. Ursprünglich sollte es heute (und morgen) eine klassische Lasagne (für meinen Mann) und eine vegetarische Lasagne (für mich) geben, aber da wir vergessen haben Lasagneplatten zu kaufen, werden es eher zwei verschiedene Varianten Nudelauflauf.

 

Update 23:00 Uhr (letztes Update)

Das Kochen hat heute Abend wirklich sehr lange gedauert, aber dafür war das Essen auch lecker (wenn auch nicht sehr fotogen 😉 ). Nach dem Abendessen habe ich etwas Zeit online verbracht, während ich versuchte die ersten Hochrechnungen für die Landtagswahlen in Bayern und Hessen zu verarbeiten. Diese Wahlergebnisse sind so frustrierend und machen mich so wütend und hilflos und sprachlos. Ich hätte nie gedacht, dass in meiner Lebzeit aus der Frage „Wie konnte es passieren, dass Nazis an die Macht kamen?“ ein „So fühlt es sich also an …“ werden könnte.

Als ich soweit war, dass ich mich wieder etwas ablenken wollte, habe ich wieder zu „The Red Leather Diary“ gegriffen. Ich finde Florence, die als Vierzehnjährige schon so viele Freiheiten hatte, weil ihre Eltern auf der einen Seite gut verdienten und sie auf der anderen Seite ziemlich viel allein ließen, wirklich faszinierend. Florence interessierte sich für Kunst, Bücher und Musik, sie ging in Bühnenshows, Museen, Konzerte, gab ihr Geld für die neuste Mode aus und schwärmte, küsste und schlief mit einigen junge Männer und Frauen – und hielt das alles in gerade mal vier kurzen Zeilen pro Tag in ihrem Tagebuch fest …

Ich denke, ich werde mit dem Buch in den nächsten Tage noch so einige faszinierende Lesestunden verbringen, aber für heute ist erst einmal Schluss. Für mich gibt es jetzt nur noch eine kleine Blogrunde und dann falle ich ins Bett. Ich hoffe, ihr hattet einen schönen und entspannten Tag und könnt morgen gut in die neue Woche starten! Es war schön, dass ihr mir wieder beim Herbstlesen Gesellschaft geleistet habt. 🙂

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Heutige Mitleser*innen:

Neyasha
Birthe
Kiya
JED

Herbstlesen im Oktober 2023 (Samstag, 07.10.)

Das Logo füs 2023er Herbstlesen zeigt unten eine Baumreihe mit gelben Blättern, an der linken Seite einen Baum mit dunkelroten Blättern und einen leicht bewölkten Himmel auf den der Text "Herbstlesen im Oktober 2023" geschrieben wurde.Nach einer sehr schönen, aber auch etwas anstrengenden Woche mit Besuch, bin ich bereit für ein entspanntes Wochenende mit viel Sofa- und Lesezeit. Etwas ärgerlich ist, dass mein angeschlagener Rücken die Woche überraschend gut verkraftet hatte und ich gestern eigentlich das Schmerzmittel absetzen wollte, nur um mich dann morgens im Bett beim Räkeln erneut zu verletzen … Ich werde mich also auch in den nächsten Tagen vorsichtig bewegen und mich vermutlich heute Mittag eine Zeitlang hinlegen müssen, damit mein Rücken sich etwas erholen kann. Das ist schon etwas frustrierend, lässt sich aber nicht ändern. Ansonsten werde ich gleich mal das Geschirr vom Abendessen abwaschen und dann kann ich meine Nase ins Buch („The Little Grey Girl“ von Celine Kiernan) stecken, während ich darauf warte, dass die (wegen des Feiertags erst heute kommende) Gemüsekiste geliefert wird.

 

Update 11:15 Uhr

Eine Yogamatte, die vor einem Fernsehschrank steht. Der Fernseher ist angeschaltet und zeigt eine Auswahl von Yoga-Videos, neben dem Fernseher ist ein ganzer Stapel DVD- und BluRay-Schachteln zu sehen.

Nach einem gemütlichen Vormittag mit etwas Haushalt, Feedreader leeren, nächtlicher Timeline auflesen und Kommentaren schreiben, habe ich eine sehr sanfte und vorsichtige Runde Dehnen mit einem Yoga-Video eingelegt. Ich glaube, ich war das letzte Mal im Mai, als ich auf dem Sofa meiner Eltern schlief, so verspannt wie jetzt. Es stört mich wirklich sehr, dass ich nach den vergangenen Monaten in so einem miesen körperlichen Zustand bin – gerade weil ich mich in diesem Frühling so gut gefühlt habe und angefangen hatte mit Gewichten zu trainieren … Aber genug gejammert, nach dem Vormittag bin ich jetzt definitiv bereit für einen Lesetag mit Mup und all den Bewohnern des Glittering Land!

Eine große, grüne Tasse mit dampfendem Tee neben einem Stapel mit Büchern, im Hintergrund ein geöffnetes Fenster, durch den ein grauer Himmel über Wohnhäusern zu sehen ist.

In „Begone the Raggedy Witches“ ging es darum, dass Mup mit ihrer Familie aus unserer Welt ins Glittering Land kam. Genau gesagt wurde ihr Vater entführt, um damit ihre Mutter dazu zu bringen die Königin des Landes zu stürzen. In gewisser Weise ist das auch gelungen und nun muss Mups Mutter einen Weg finden, um mit den verschiedenen Parteien im Land fertig zu werden. Währenddessen beobachtet Mup immer wieder rätelhafte Vorgänge im Schloss und ist natürlich wild entschlossen herauszufinden, was es damit auf sich hat.

 

Update 15:00 Uhr

Eine weiße, eckige Auflaufform, die mit Kürbisstücken, geviertelten Zwiebeln und Knoblauchzehen gefüllt ist. Auf dem Gemüse liegen mehrere Zweige Rosmarin.

Seit dem letzten Update habe ich schön viel Zeit mit Lesen verbracht, bis ich von der Lieferung der Gemüsekiste unterbrochen wurde. Die hat dafür gesorgt, dass ich erst einmal das Abendessen vorbereitet habe – eine Kürbissuppe, für die ich das Gemüse vorher im Ofen garen muss. Eigentlich hatte ich geplant, das ich bei der Gelegenheit einen Kuchen backen würde, aber mit dem schmerzenden Rücken habe ich den Teil meiner Essensplanung lieber gestrichen. (Dafür hat mein Mann heute beim Bäcker Kuchen besorgt. 😉 ) Nachdem ich den Kürbis in den Ofen geschoben hatte, habe ich mir erst einmal Frühstück gegönnt und dazu das Video einer Booktuberin geschaut, was dazu geführt hat, dass ich meinen Zettel mit „Büchern, die ich mir irgendwann kaufen möchte“ etwas ausgemistet und neu gefüllt habe.

Ein Teller mit zwei Brötchenhälften, von denen eine mit Frischkäse und die andere mit Erdbeermarmelade bestrichen wurden. Neben dem Brötchen liegen noch zwei geputzte Möhren und hinter dem Teller steht eine dampfende Tasse mit Tee, während links im Hintergrund ein Buchstapel zu erkennen ist.

Als ich damit fertig war, habe ich weiter in „The Little Grey Girl“ von Celine Kiernan gelesen, bis ich gerade eben das Buch beendet habe. Ich mochte auch den zweiten Band der Wild-Magic-Trilogie sehr gern, obwohl natürlich dieses erste Kennenlernen einer fantastischen Welt wegfällt, das immer besonders schön ist. Stattdessen erzählt die Autorin mit einer Handlung, die nur wenige Tage umfasst, von dem Umgang mit Trauer, davon wie viel Mut es eine Person kosten kann, einfach nur sie selbst zu sein, und wie wichtig es ist, dass die Schandtaten der Vergangenheit nicht einfach nur unter den Teppich gekehrt werden. All das ohne erhobenen Zeigefinger, ohne allzu plakativ vorzugehen und trotzdem kindgerecht zu sein und mit überraschend vielen Momenten, die mich zum Schmunzel gebracht haben, obwohl diese Themen ja nun nicht gerade heiter sind. Ich glaube, was ich bei diesen Romanen ganz besonders mag, ist die Tatsache, dass Celine Kiernan ihren jungen Leser*innen zutraut, dass sie auch mit komplizierteren und düsteren Themen umgehen können.

Ich drehe jetzt erst einmal eine Blog- und Kommentarrunde und lege mich dann etwas hin, damit sich mein Rücken etwas entspannen kann.

 

Update 18:45 Uhr

Ein gemusterter Teller mit einem Stück Apfel-Pudding-Kuchen. Rechts dahinter ist eine große Tasse mit Milchschaumhaube zu sehen, links dahinter ein Stapel aus zwei Büchern, von denen das oberste "The Promise Witch" von Celine Kiernan ist.

Nach meinem „Nachmittagsschläfchen“ gab es erst einmal eine große Tasse Milchkaffee und ein Stück Kuchen zum Wachwerden, danach habe ich dann zu „The Promise Witch“, dem letzten Band der „The Wild Magic“-Trilogie gegriffen. Nachdem sich „Begone the Raggedy Witches“ sehr herbstlich und „The Little Grey Girl“ eher winterlich angefühlt haben, spielt dieser Band im Mai und eine große Dürre hat das Land rund um das Schloss von Mups Familie befallen. Trotzdem fühlt sich der Beginn der Geschichte überraschend hoffnungsvoll an, auch wenn neben der Dürre schon wieder andere Katastrophen ihren Schatten voraus werfen. Bevor ich aber mehr über das weitere Schicksal von Mup, ihren Freunden und ihrer Familie lese, koche ich erst einmal das Abendessen fertig und dann gibt es etwas Filmzeit mit meinem Mann.

 

Update 22:30 Uhr (letztes Update)

Nach der abendlichen Blogrunde habe ich erst einmal gemeinsam mit meinem Mann das Abendessen gekocht und dann haben wir gemeinsam zum Essen die aktuelle Folge von „Glow Up!“ geschaut. Ich muss zugeben, dass ich die deutsche Variante im Vergleich zum britischen Original (vor allem wegen der beiden Stammjuroren) etwas frustrierend finde. Aber grundsätzlich ist es schon spannend mal einen Einblick in ein Themengebiet zu bekommen, mit dem ich mich normalerweise so gar nicht auseinandersetze.

Eine grüngemusterte große Tasse mit cremiger Kürbissuppe, dahinter ein Teller mit zwei gebutterten Brötchenhälften.

Nach Kürbissuppe und Fernsehen habe ich dann wieder zu „The Promise Witch“ gegriffen und ich denke, dass ich mich damit auch den restlichen Abend bis zum Schlafengehen beschäftigen werde. Aber bevor ich weiterlese, drehe ich erst einmal eine letzte Blog- und Kommentarrunde! Ich hoffe, ihr hattet alle einen schönen Tag, und freu mich schon darauf, dass wir uns morgen wieder lesen werden. 🙂

 

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Heutige Mitleser*innen:

Neyasha
Birthe
Kiya

Herbstlesen im Oktober 2023 (Sonntag, 01.10.)

Das Logo füs 2023er Herbstlesen zeigt unten eine Baumreihe mit gelben Blättern, an der linken Seite einen Baum mit dunkelroten Blättern und einen leicht bewölkten Himmel auf den der Text "Herbstlesen im Oktober 2023" geschrieben wurde.Ich bin definitiv bereit für den Herbst und kühlere Temperaturen (und nicht für die für morgen angekündigten 27 Grad!). Trotzdem fühlt es sich für mich im Moment noch gar nicht nach Oktober und „das Jahr geht langsam zuende“ an. Was vermutlich daran liegt, dass die vergangenen zwölf Monate aus einer ganzen Reihe von Ausnahmesituationen bestanden und ich noch immer nicht wieder so richtig in meinen Alltag zurückgefunden habe. Das mit dem „Zurückfinden in den Alltag“ schiebe ich auch noch eine weitere Woche, denn heute reist erst einmal die Schwiegerfamilie an und wir werden uns im Laufe des Nachmittags in ihrem Hotel treffen, um dann gemeinsam abends in einem Restaurant zu essen. Bis es soweit ist, starte ich erst einmal mit einer Abwaschrunde in den Tag, nehme eine Dusche und rolle mich dann mit einem Buch auf dem Sofa ein.

 

Update 10:45 Uhr

Ein kleiner Stapel aus zwei Büchern, der oberste Titel lautet "Begone the Raggedy Witches", daneben eine große Tasse mit dampfendem Tee. Im Hintergrund ein geöffnetes Fenster, das auf Wohngebäude schaut.

So langsam wird es Zeit für Buch, Tee und Sofa! Ich habe das Geschirr abgewaschen, geduscht, vorsichtig ein paar Dehnübungen für den Rücken gemacht und mich eine Zeitlang online rumgetrieben, um meine nächtliche Timeline aufzulesen. Außerdem haben mein Mann und ich einen Coronatest gemacht, um ein letztes Mal sicher zu gehen, dass unsere „lästige Erkältung“ auch wirklich nichts anderes war. Zum Glück sind wir beide schon wieder ziemlich fit, nur bei mir ist noch ein lästiger Husten vorhanden. Aber ich bin mir sicher, dass ich nicht mehr ansteckend bin und mich ohne Bedenken heute mit der Schwiegerfamilie treffen kann. Vorher gibt es für mich jetzt aber erst einmal ein paar Stunden mit „Begone the Raggedy Witches“ von Celine Kiernan. Das Buch habe ich vor … drei Jahren (Wieso ist das so lange her?!) schon einmal gelesen und habe es in guter Erinnerung! Ich weiß gar nicht mehr, zu welcher Jahreszeit die Geschichte spielt, aber es gibt lauter düstere Szenen, sehr viele Erwähnungen von Wald und Bäumen und insgesamt fühlt sich der Roman für mich nach „Herbst“ an. Außerdem will ich endlich die beiden Fortsetzungen lesen, die ich auf dem SuB liegen habe, und da passt es doch, wenn ich vorher meine Erinnerungen auffrische.

 

Update 15:00 Uhr

Ein Teller mit zwei Brötchenhälften (einmal Erdbeermarmelade, einmal Pistaziencreme) und zwei Möhren, rechts davon eine rot-weiß-geringelte Tasse mit dampfendem Pfefferminztee.

Da wir uns vermutlich innerhalb der nächsten halben Stunde auf den Weg machen, ist das hier für heute Nachmittag mein einziges Update. Aber ich werde mich auf jeden Fall noch einmal hier melden, wenn wir heute Abend vom Restaurant zurückkommen! Ich habe den Großteil der letzten Stunden mit „Begone the Raggedy Witches“ verbracht und genieße die Geschichte wieder sehr. Erzählt wird die Handlung aus der Sicht von Mup (Pearl), die gemeinsam mit ihrem kleinen Bruder Tipper (Robert), ihrer Mutter Stella, ihrem Vater Daniel und Tante Boo in einem kleinen Haus am Waldrand aufwächst. Zu Beginn des Romans kommen Mup, Tipper und ihre Mutter gerade aus dem Krankenhaus zurück, wo Tante Boo im Sterben liegt, als Mup während der Autofahrt (weibliche und männliche) Hexen in den Baumwipfeln entdeckt. Diese Hexen versuchen Mups Mutter zurück ins „Glittering Land“ zu bringen, wo sie die Thronerbin ist. Von Anfang an steht fest, dass Tante Boo mit Mups Mutter vor vielen Jahren aus dem Glittering Land geflüchtet ist, weil die Königin grausam ist und Stella Gefahr vor ihr drohte. Es dauert nicht lange bis sich die Handlung ins Glittering Land verlagert und dort herrschen ganz eigene Regeln für die Personen, die dort leben. Die Königin verbreitet Angst und Schrecken, die Hexen sind ihre Handlanger und die Bewohner der Landes müssen immer extremere Regeln einhalten, um den Gesetzen der Königin zu entsprechen.

Für Mup, die in einem liebevollen und sicheren Haus aufgewachsen ist, sind all diese Regeln und Gesetze vollkommen unverständlich. Sie will ihren Vater wiederfinden, der ins Glittering Land entführt wurde und sie will, dass ihre Mutter sich wieder wie früher verhält. Ich mag es sehr wie Celine Kiernan Mup als die Person in der Geschichte darstellt, die Dinge hinterfragt oder bestehende Regeln nicht einfach hinnimmt. Während auf der anderen Seite für Stella all diese seltsamen Sachen vollkommen normal sind und sie in einer Mischung aus Trauer und Überforderung bereitwillig ihre Verantwortung für ihre Kinder abzustreifen scheint und es genießt, dass sie in der magischen Welt des Glittering Lands über Macht verfügt, die sie in unserer Welt nicht hatte. Es ist für mich faszinierend, dass „Begone the Raggedy Witches“ so eine ganz eigene Geschichte ist, mich Celine Kiernans Erzählweise aber trotzdem an die eher düsteren Veröffentlichungen von Astrid Lindgren erinnert. Ich mag das sehr und freue mich darüber, dass ich bei diesem erneuten Lesen auch ganz andere Elemente wahrnehme als beim ersten Mal.

Und jetzt habe ich so lange zum Schreiben gebraucht, dass wir auch schon losmüssen! Wir lesen uns später noch einmal! Habt einen schönen Nachmittag! 🙂

 

Update 23:30 Uhr (letztes Update)

Eine Collage aus drei Bilder. Links ein Blick auf das Schloss Höchst mit einer Kopfsteinpflaster-Auffahrt und etwas Grün hinter dem Gebäude. Rechts oben ein großer Teller mit Gnocchi in Tomaten-Käse-Sauce und unten rechts ein Teller mit dunklem Tartufo.

Uff, der „Nachmittag“ mit der Schwiegerfamilie wurde dann doch etwas länger als ich erwartet hatte. *g* Wir sind nach ein paar kleineren Schwierigkeiten mit ausfallenden Bahnen zum Hotel gefahren und haben dort eine Weile geplaudert, bis es Zeit wurde zum Abendessen zu fahren. Da mein Mann ursprünglich dachte, dass wir vermutlich alle gemeinsam von unserer Wohnung aus fahren würden (was eine Fahrt mit dem Bus vor unserer Haustür bis zum Restaurant bedeutet hätte), hatten wir ein Restaurant gewählt, das etwas weiter entfernt, aber eben an „unserer“ Buslinie liegt. Der Italiener war meinem Mann von einem Arbeitskollegen ans Herz gelegt worden und ich muss zugeben, dass das Essen absolut köstlich war. Aber die Fahrt dahin war dann doch vom Hotel aus etwas umständlicher und zeitraubender als ursprünglich gedacht. Trotzdem waren wir so früh, dass wir die letzten Meter sehr gemütlich zum Restaurant schlendern und typische Touristenfotos machen konnten. Das Essen war – wie schon erwähnt – wirklich sehr lecker (wir werden bestimmt noch einmal da essen, wenn wir mal Termine in der Ecke der Stadt haben sollten), allerdings fand ich es schrecklich laut, was doch sehr anstrengend ist, wenn man sich etwas unterhalten möchte. Danach haben wir die Schwiegerfamilie wieder zurück zum Hotel begleitet und sind dort noch etwas mit ihnen versackt, bevor wir uns auf den Heimweg gemacht haben.

Da wir morgen wieder früh los müssen, weil wir einen Tisch fürs Frühstück im früheren Lieblingscafé reserviert haben, drehe ich jetzt auch nur noch eine Blogrunde und falle dann ins Bett. Ich bin gespannt, womit ihr euch den Nachmittag und Abend so vertrieben habt! Auch wenn ich heute nur wenig anwesend war, fand ich es schön, dass so viele beim ersten Herbstlesetag dabei waren! Ich hoffe, ihr habt den Tag genossen und und wir lesen uns an den nächsten Wochenenden wieder! 🙂

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Heutige Mitleser*innen:

JED
Kiya
Anette
Natira

Herbst-Bucket-List (Zwischenstand Nr. 1)

Da ich dazu neige, mir Sachen vorzunehmen und das Ganze dann nach einer Weile wieder zu vergessen, gibt es hier von mir am Ende des ersten der drei Herbstmonate einen Zwischenstand zu meiner „Herbst-Bucket-List“. Ich muss gestehen, dass mir die viel zu warmen Temperaturen in den ersten Septemberwochen nur wenig Lust auf meine Herbstvorhaben gemacht haben, und in den letzten Tagen haben mir sowohl ein eingeklemmter Nerv als auch eine hartnäckige Erkältung das Leben etwas vermiest, aber ein paar Sachen habe ich trotzdem genießen können:

Eine Collage aus vier Fotos. Oben links ein Teller mit Pfannkuchen, die mit Schokoladensauce übergossen und mit Erdnüssen garniert wurden. Daneben eine kleine Schale mit Melonenstreifen und eine große Tasse mit Tee. Oben rechts eine orange Platte, auf der viele mit Zuckergus überzogene Muffins stehen. Unten links ein einzelner Muffin auf einem Teller. Unten rechts ein einzelner Muffin auf einer Untertasse. rechts davon eine große Tasse mit Milchschaumhaube, links davon ein Stapel aus zwei Büchern.

Auf Apple Pie, Zimtschnecken oder Zwiebelkuchen hatte ich bei den Temperaturen wenig Lust, aber ich habe immerhin ein paar Zitronenmuffins gebacken und mir an einem Tag Pancakes zum Frühstück gegönnt.

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Die BluRay-Hülle von "Ghost Storie" mit einem schwarz-weißem Cover, das ein altmodisches Haus und einen Vollmond in weiß vor einem schwarzen Hintergrund zeigt.

Ich hatte nur wenig Zeit zum Filme gucken, aber ich denke, dass das sowieso eher im Oktober oder November passieren wird. Immerhin habe ich meine DVD-Kisten schon durchgewühlt und ein paar passenden Filme bereitgelegt. Und dann gab es ja noch das Anschauen von „Ghost Story“ am Lese-Sonntag, was eine ganz eigene Art von Horror war … 😉

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Eine Collage aus vier Fotos. Oben links ein Blick auf das Flamecraft-Brettspiel mit lauter süßen Drachen. Oben rechts der Titelbildschirm des Switch-Spiels Fae Farm mit einer Gruppe niedlicher Personen und einer heimelig wirkenden Ortschaft im Hintergrund. Unten links ein Blick auf meine Farm im Spiel und unten rechts ein Gespräch mit der Figur Cinder, die erzählt welche Gemüse im Winter angebaut werden können.

Was mein Vorhaben, „Fae Farm“ zu spielen angeht: Ich war sooooo erfolgreich! *g* Genau genommen habe ich mir das erste Wochenende nach Erscheinen des Spiels dafür freigenommen und kaum etwas anderes getan. In den vergangenen Wochen reizte mich das Spiel dann immer noch sehr, aber ich habe meine Zeit damit auf die (gute) Stunde vor dem Schlafengehen beschränkt. Trotzdem habe ich inzwischen schon fast zwei Spieljahre in Azoria verbracht. Zum Puzzeln oder Brettspielen kam es nach einer Runde „Flamecraft“ am Monatsanfang nicht mehr, weil mein Rücken muckte. Aber wir planen für die Zeit nach der ersten Oktoberwoche weitere Brettspiel-Termine, und da mein Mann da noch Urlaub hat, können wir sogar mal in der Woche gemeinsam spielen.

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Eine Collage aus zwei Fotos: Links die Taschenbuchausgabe von "The Witchstone Ghosts", rechts zwei hohe Buchstapel mit insgesamt 19 ungelesenen Büchern.

Eine richtige Herbst-Leseliste habe ich noch nicht angefangen, aber ich habe mir meinen älteren SuB angeschaut und ein paar Bücher für die nächsten Wochen ins Auge gefasst. Dazu gibt es noch einen Stapel mit den 2023er-Neuzugängen neben dem Sofa und eine spontane Buchbestellung, weil ich das Gefühl hatte, dass das ein netter Titel für die nächsten Wochen sein könnte.

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Eine Collage aus sieben Fotos. In der Mitte ein großer Baum, dessen Spitze sich gelb verfärbt. Rechts davon drei verschiedene Blumenbilder, links davon ein Baum, der zwischen Häusern hervorragt, ein riesiger Farn rund um eine Litfaßsäule und eine weitere Hibiskusblüte.

Obwohl ich nicht gerade jemand bin, der Spazierengehen genießt, habe ich mich im September immer mal wieder dazu aufgerafft – und dabei sogar ab und an Fotos von den Dingen gemacht, die mir ins Auge gefallen sind. Nach diesem Monat kann ich definitiv behaupten, dass ich eine Schwäche für Baumwipfel habe – was nicht gerade die spannendsten Motive sind. Außerdem habe ich mir an einem Tag ein Café-Frühstück gegönnt und wir waren an einem Samstagvormittag mit unserer ehemaligen Nachbarin zum Frühstück verabredet. Alles in allem habe ich schon das Gefühl, dass die Tatsache, dass ich hier eine „Herbst-Bucket-List“ veröffentlicht habe, dafür sorgt, dass ich mir bewusster schöne Dinge vornehme und die dann auch wirklich durchführe!

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Ich bin gespannt, wie es im Oktober mit meinen Herbstvorhaben weitergeht, und hoffe sehr, dass die Temperaturen dann auch endlich kühl genug werden, damit ich mich auf dem Sofa einkuscheln oder entspannt backen kann. Bevor es aber dazu kommt, gibt es für mich erst einmal in der kommenden Woche sehr viele Café- und Restaurantbesuche und so einige touristische Aktivitäten mit der besuchenden Schwiegerfamilie. 🙂

Ankündigung: Herbstlesen im Oktober 2023

Nur noch zehn Tage, bis auch der September vorbei ist, und somit wird es langsam Zeit, einen offiziellen Ankündigungsbeitrag fürs diesjährige Herbstlesen zu veröffentlichen! Wie schon in den vergangenen Jahren nehme ich mir vor, dass ich an den Wochenenden im Oktober so viel Zeit wie möglich mit den Dingen verbringen werde, die mir Freude bereiten. Natürlich wäre es schön, wenn ich das nicht allein tun würde, sondern wenn sich ein paar Mitleser*innen fänden, die sich mir an dem einen oder anderen Wochenende anschließen würden.

Das Logo füs 2023er Herbstlesen zeigt unten eine Baumreihe mit gelben Blättern, an der linken Seite einen Baum mit dunkelroten Blättern und einen leicht bewölkten Himmel auf den der Text "Herbstlesen im Oktober 2023" geschrieben wurde.

In diesem Jahr startet das „Herbstlesen im Oktober“ am 1. Oktober (Sonntag) und endet am 29. Oktober (ebenfalls ein Sonntag). Das bietet uns vier Wochenenden und einen extra Sonntag zu Beginn des Monats, um möglichst viel Zeit mit Büchern, Spielen, Puzzles, Handarbeiten und all den anderen unterhaltsamen und entspannenden Dingen zu verbringen. Von mir gibt es wieder an jedem Samstag und an jedem Sonntag einen neuen Beitrag, in dem ich davon erzähle, was ich an dem jeweiligen Tag so machen werde. Aber natürlich ist es auch möglich, einen Sammelbeitrag für das Herbstlesen (oder vielleicht einen Beitrag pro Wochenende) zu verfassen – wichtig wäre es mir nur, dass ihr an den Tagen, an denen ihr mitmacht, einen Kommentar mit einem Hinweis auf eure Teilnahme unter meinem aktuellen Post hinterlasst, damit ich euch verlinken kann. Der Austausch mit den anderen „Herbstleser*innen“ ist schließlich immer einer der nettesten Aspekte dieser Aktion, und wenn es einen zentralen Ort gibt, an dem alle Links gesammelt werden, geht das am besten.

Ich muss zugeben, dass ich mich schon sehr auf diese gemütlichen Wochenenden freue, und ich hoffe, es geht euch genauso!

Lese-Sonntag im September 2023

Schon wieder ein Lese-Sonntag und traditionell beginne ich auch heute mit einer Runde Jammern übers Wetter. 😉 Ich weiß, dass es im September dafür noch zu früh ist, aber ich bin so langsam wirklich bereit für den ersten Frost! Wobei ich zugeben muss, dass die aktuellen hohen Tagestemperaturen sogar erträglich sind. Aber ich mag nicht mehr nach Hause kommen und das Bedürfnis nach einer Dusche statt einer heißen Schokolade und Kuscheldecke haben …

Ansonsten habe ich gerade ein bisschen das Gefühl, dass das hier der letzte entspannte Tag für die kommenden drei Wochen sein wird. Denn in den nächsten 14 Tagen will ich versuchen die Unordnung, die sich seit Ende April in unserer Wohnung ausgebreitet hat, in den Griff zu bekommen. Um dann in der ersten Oktoberwoche ein paar nette Tage mit Besuch verbringen können … Heute also noch einmal ein Sonntag auf dem Sofa mit Büchern und der Switch und gemütlichem Bloggen und morgen wartet auf mich eine ordentliche To-do-Liste. 😉

 

Update 11:00 Uhr

Der Vormittag ist überraschend schnell mit etwas Hausarbeit und online rumtreiben vergangen. Ich finde es immer wieder spannend zu sehen, worüber ich so stolpere, während ich meinen Feedreader leere. Heute war es das australische „Indigenous Voice to Parliament referendum“, zu dem ich dann noch ein bisschen mehr gelesen habe. Aber jetzt wird es langsam Zeit zu meinen Büchern zu greifen und die Tatsache auszunutzen, dass wir inzwischen auch tagsüber die Wohnung nicht mehr vollständig verdunkeln müssen. Es ist zwar nicht mehr so schön bewölkt wie noch vor einer Stunde, als ich das Foto gemacht habe, aber die Sonne ist soweit rumgewandert, dass wir im Wohnzimmer mit Tageslicht sitzen können!

Blick aus einem geöffneten Fenster auf einen bewölkten Himmel über Wohnblöcken, im Vordergrund sind zwei Bücher auf einem kleinen Tisch zu sehen.

Was meine Bücher angeht, so werde ich heute vermutlich bei „The Woman all Spies Fear“ (eine Biografie über Elizebeth Smith Friedman von Amy Butler Greenfield) und „Soul Taken“ von Patricia Briggs bleiben. Ich habe in den letzten Tagen so viele Bücher angefangen, um dann am nächsten Tag zu einem anderen Titel zu greifen, dass ich es ausnutzen muss, dass mich gestern Abend „Soul Taken“ so gut unterhalten hat. Ich finde es wirklich lästig, dass ich so viele gute Romane in Reichweite habe, die mich beim Lesen gut unterhalten, die aber nicht zu meiner aktuellen Stimmung passen und deshalb von mir erst einmal zur Seite gelegt werden. Der Stapel mit den angefangenen Titeln wächst so ins unendliche und das ist unbefriedigend. Aber nun gut, der Herbst ist in Reichweite und spätestens ab der zweiten Oktoberwoche werde ich mir sehr, sehr viele Lesestunden gönnen!

 

Update 13:30 Uhr

Die Hardcoverausgabe von "The Woman All Spies Fear".

Bei „The Woman All Spies Fear“ bin ich gerade erst im September 1940 angekommen. Elizebeth Smith Friedman und ihr Mann arbeiteten zu dieser Zeit für unterschiedliche (konkurrierende) Regierungsorganisationen der USA und waren bis über beide Ohren damit beschäftigt das Kriegstreiben der verschiedenen Länder zu beobachten, auch wenn die USA zu diesem Zeitpunkt noch nicht offiziell in den Zweiten Weltkrieg involviert war. Was ich bei diesem Buch besonders spannend finde, ist die Tatsache, dass Elizebeth Smith Friedman sich ihre Fähigkeiten als Codebreakerin vor allem während der Prohibition angeeignet hat, weil sie für die Küstenwache arbeitete, die gegen den Alkoholschmuggel vorging. Das bedeutet, dass Elizebeth Smith Friedman jahrelang (und ganz allein) massenhaft Nachrichten von Schmugglern entziffern musste, während diese viel Geld für Profis ausgaben, die dafür sorgten, dass die Morsenachrichten der Verbrecher aufwändig verschlüsselt wurden. Ich glaube, das ist das erste Mal, dass ich in einem Sachbuch unabhängig von Krieg und Spionage über Codes und Codebreaking lese. Und da ich gerade erst „Between Silk and Cyanide“ beendet habe, wo Leo Marks Arbeit auf schon bestehenden Codingsystemen basiert, ist es natürlich besonders beeindruckend von diesem Ehepaar zu lesen, das ohne größeres Vorwissen in diesen Bereich geriet. Was mir bei dem Buch nicht ganz so gut gefällt, ist, dass die Autorin immer wieder zukünftige Ereignisse andeutet – womit ich in einem Roman leben kann, wenn es gut gemacht wird, aber bei einer Biografie fühlt sich das für mich nach schlechtem Stil an …

 

Update 16:00 Uhr

Uff, nach dem letzten Update ist bei mir erst einmal einige Zeit dafür draufgegangen, mich durch Linienpläne des Öffentlichen Nahverkehrs zu arbeiten. Mein Mann reserviert gerade Tische in den Restaurants, in denen wir Anfang Oktober mit dem Besuch essen gehen wollen, und wollte dafür Fahrpläne und Ankunftszeiten wissen. Was dazu führte, dass wir uns mit Haltestellenverlegungen, Ersatzverkehrplanung und abweichender Linienführung für Hin- und Rückwege beschäftigt haben. Und ganz ehrlich, die App des RMV ist nicht immer optimal, wenn bestimmte Bedingungen bei der Suche erfüllt sein, oder wir in Betracht ziehen müssen, dass eine der Person nach längerer Krankheitsphase nicht besonders gut zu Fuß sein wird. (Außerdem ist es manchmal anstrengender, wenn der Besuch keine Umstände machen will und deshalb nicht genau sagt, was gewünscht/möglich ist oder nicht, weil wir so versuchen die verschiedenen unausgesprochenen Aspekte mitzudenken.)

Because household help was in short supply in wartime Washington, Elizebeth did a second shift when she got home. It was a time of shortage and limited labor-saving devices, and housework could take hours. As a farmer's daughter, Elizebeth had the skills to be self-reliant, but it was hard to find the time – and the supplies. It would be a cinch to make the blouse [I need],“ she wrote once, „if I ever had five minutes – plus the hours it would take to find the material.“ At one point, she had a local restaurant drop off daily dinners for her teenage son, just to be sure he got fed. Under pressure at work and at home, Elizebeth often worried about her family. William was at the top of her list ...

Aber zurück zu „The Woman All Spies Fear“: Ich war schon zu Beginn von Elizebeth Smith Friedmans Karriere darüber gestolpert, dass sie nur deshalb Vollzeit arbeiten konnte, weil die Haushälterinnen die Erziehung der Kinder übernommen hatten – und dass das nur kurz angerissen wurde. Sonst wird viel erwähnt, dass sie trotz ihrer Arbeit so viel Zeit wie möglich mit ihrer Familie und Freunden verbracht hätte, und erst auf Seite 194 ist die Doppelbelastung wieder ein Thema, weil der Krieg durch den damit einhergehenden Personalmangel das Ganze verschärft. Ich verstehe, dass hier Elizebeth Smith Friedmans Arbeit und ihre Erfolge im Bereich des (De-)Coding das Wichtige sind, habe aber das Gefühl, dass das Ganze vielleicht noch etwas mehr in einen zeitlichen/gesellschaftlichen Kontext hätte eingeordnet werden müssen. Überhaupt hege ich beim Lesen (so spannend ich das Buch finde) immer wieder den Gedanken, ich hätte das Lesen der Original-Tagebücher deutlich mehr genossen. Gern in einer Fassung wie bei denen von Anne Lister, wo kleine Anmerkungen helfen die erwähnten Figuren oder Ereignisse einzuordnen – selbst wenn das bedeuten würde, dass ich tagelang die selben kleinlichen Gedanken zu irgendwelchem Alltagskram lesen müsste. Dieser Alltagskram ist nämlich überraschend oft wirklich interessant, weil da Aspekte erwähnt werden, die sonst keinen Einzug in die Geschichtsbücher finden …

Links zwei gestapelte Bücher, im Vordergrund rechts eine weiße Untertasse mit ein paar kleinen Stückchen karamellfarbender Schokolade, dahinter eine sehr große Tasse mit Milchschaumhaube.

Obwohl ich nicht mehr so viele Seiten in der Biografie vor mir habe, habe ich jetzt erst einmal das Bedürfnis nach weniger Information und mehr Vergnügen und werde jetzt zu „Soul Taken“ greifen. Ich finde es lustig, dass ich bei jedem Band der Mercy-Thompson-Reihe am Ende das Gefühl habe, dass erst einmal alles gut ist, und dann am Anfang des nächsten Teils die Stimmung ganz schnell von amüsant zu bedrohlich umschlägt. Jetzt also Milchkaffee, Salz-Karamell-Schokolade und sehr unterhaltsame Urban Fantasy!

 

Update 18:30 Uhr

Bevor ich gleich zum Kochen in die Küche wandere und dann zum Essen mit meinem Mann einen Film schaue, gibt es hier noch ein kurzes Update von mir. Den restlichen Nachmittag habe ich mich sehr gut von „Soul Taken“ unterhalten gefühlt. Wobei ich zugeben muss, dass die Abstände zwischen den einzelnen Bänden immer wieder dazu führen, dass ich Details oder Figuren vergesse und erst beim Lesen dann wieder darüber stolpere. Aber Patricia Briggs ist in der Regel ganz gut darin diese Elemente so auftauchen zu lassen, dass ich nicht das Gefühl habe, sie würde Umwege gehen um Hintergründe zu erklären – und trotzdem gibt es genügend Hinweise, damit ich das Vergessene wieder einordnen kann. Ich denke, ich werde mit dem Roman in den nächsten Tagen noch viel Spaß haben. 🙂

Das nächste Update gibt es wohl erst kurz vor meinem Schlafengehen, aber dann kann ich noch ein bisschen von dem Film („Ghost Story“ von 1981, der letzte Film mit Fred Astaire! Oo) erzählen, den wir heute Abend schauen, und für Kiya Fotos von meinem Hof in „Fae Farm“ machen.

 

Update 23:30 Uhr (letztes Update)

Eine Schale mit goldgelber Suppe, in der ein paar Kräuter schwimmen.

Heute gab es zum Abendessen eine Suppe mit pürriertem Mais und auch wenn es sehr lecker war, so finde ich den Aufwand im Vergleich zum Ergebnis ziemlich unbefriedigend. Ich glaube nicht, dass ich die Suppe noch einmal machen werden … Während des Essens haben wir dann mit „Ghost Story“ angefangen und der Film, den ein Kollege meinem Mann geliehen hat, ist überraschend schlecht! Kein Wunder, dass keiner von uns bislang von dem Film gehört hatte, obwohl mein Mann eine Schwäche für ältere Horrorfilme hat und ich eine Zeitlang eine Schwäche für unbekanntere Fred-Astaire-Filme hatte.

Die BluRay-Hülle von "Ghost Storie" mit einem schwarz-weißem Cover, das ein altmodisches Haus und einen Vollmond in weiß vor einem schwarzen Hintergrund zeigt.

Die Handlung basiert auf einem Roman von Peter Straub und dreht sich um vier ältere Männer, die befürchten, dass sie von dem Geist einer Frau verfolgt werden. Wieso sie von ihrem Geist verfolgt werden, liegt auf der Hand, aber es dauert fast zwei Stunden mit einem Rückblick nach dem anderen bis der Film auf den Punkt kommt. Dazu kommt die schlechteste Schauspielerleistung, die ich je von Fred Astaire, Melvyn Douglas, Douglas Fairbanks Jr., John Houseman, Craig Wasson and Alice Krige gesehen habe – und ich muss zugeben, dass mir Craig Wasson nur als Nebendarsteller diverser Serien aus den 80er und 90er Jahren ein Begriff ist. Ich hoffe sehr, dass all die alten Schauspieler richtig gut dafür bezahlt wurden, dass sie ihre Karriere mit diesem Machwerk beendeten.

Zwei Fae-Farm-Screenshots. Link mit ein paar abgeernteten Gemüsebeeten und einem ganz nett gestalteten Bereich rund um einen Pflanztisch, rechts eine ziemlich chaotische Farm mit Blumenbeeten und Geräten, die wild verstreut rumstehen.

Zum Abschluss des Tages habe ich noch eine gute Stunde „Fae Farm“ gespielt. Ich finde das Spiel wirklich entspannend und wusel momentan jeden Abend noch eine Runde auf meiner Farm rum oder sammel in den Dungeons Edelsteine ein, bevor ich ins Bett gehe. Der „Storyteil“ des Spiels ist ziemlich einfach und ich bin da schon ziemlich weit gekommen, wenn ich bedenke, dass es erst vor zehn Tagen veröffentlicht wurde. Aber es gibt so viele kleine Nebenquests und Dinge, die ich noch machen will, dass ich vermutlich bis zum DLC im Dezember gut damit beschäftigt sein werde. Ich mag die niedliche Optik und dass alles so stressfrei ist, auch wenn es schön wäre, wenn die Zeit im Spiel anhalten würde, während die Spieler*innen im Menü beschäftigt sind.

Ich habe heute wieder einen sehr schönen, entspannenden Sonntag, auch wenn ich den Abend lieber mit einem unterhaltsameren Film verbracht hätte. 😉 Es war auf jeden Fall wieder nett heute den Tag gemeinsam mit euch zu verbringen! Habt einen guten Start in die Woche! 🙂

 

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Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Anette

„September Stroll“

Da ich die einzige Überschrift, die für diesen Beitrag passender wäre, nicht verwenden wollte, nehme ich euch heute später mit auf einen „September Stroll“. Also gleich nachdem ich alle anderen Sachen, die heute Vormittag noch so anstehen, erledigt habe … Die passendere Überschrift wäre übrigens „Warten auf Fae Farm“ gewesen, aber ich weiß nicht, ob ich in ein paar Jahren noch darüber auf meinem Blog stolpern möchte, dass ich mich hier wie ein kleines Kind vor Weihnachten benehme. 😉 Ich freue mich wirklich extrem auf dieses Spiel und kann aus Erfahrung sagen, dass es dann am Besten ist, wenn ich mir auch wirklich Zeit freischaufeln, um mich an den ersten Tagen aufs Spielen zu konzentrieren.

Zum Glück habe ich momentan keine dringenden Aufträge und auch sonst läuft es bei uns gerade relativ entspannt. Ich werde also heute Vormittag eine etwas intensivere Haushaltsrunde einlegen und den Teig für das Sauerteigbrot, das ich heute Abend backe, vorbereiten. Und dann werde ich einen Spaziergang machen, weil ich davon ausgehe, dass ich mich in den kommenden drei Tage nicht sehr viel bewegen werde. Außerdem kann ich so etwas Zeit rumbringen, damit die Stunden bis Mitternacht (wenn mein Fae-Farm-Download zum Spielen freigegeben wird) nicht so lang werden.

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So, die Wohnung ist sauber genug, dass ich theoretisch meine Mutter einladen könnte, und das Brot geht brav in der warmen Küche. Die etwas ungewöhnliche Konstruktion (unten rechts im Bild) habe ich mir angewöhnt, weil mir schon zweimal bei dem warmen Wetter der Teig so sehr aufgegangen ist, dass er den Deckel von der Schüssel gesprengt hat. Und ich bin nicht so scharf darauf die Oberfläche des Wäschetrockners von klebrigen Brotteig zu befreien.

Eine Collage aus vier Fotos: Oben links ein kleines Schraubglas mit Sauerteigansatz, rechts davon eine Schüssel mit Vorteig, links unten eine Küchenmaschine, die Teig knetet, und rechts unten eine silberne Schüssel mit einem grünen Deckel, der von einem gusseisernem Topf beschwert wird.

Es ist für mich immer wieder faszinierend, mit wie wenig Mitteln sich aus 40 g Sauerteigansatz ein leckeres Brot backen lässt – und dafür muss ich nur einen Tag vorher einen Vorteig ansetzen, verschiedene Mehle und ein paar andere Sachen verkneten (zum Glück inzwischen mit der Maschine und nicht mehr per Hand) und das Ganze dann ein paar Stunden gehen lassen … und da der Teig das mit dem Gehen ganz allein hinbekommt, gehe ich jetzt endlich los und mache meinen Spaziergang. Wobei ich vermutlich nicht nur bei der Buchhandlung vorbeigehe (die mir eben per Mail mitgeteilt hat, dass ein vorbestellter Manga eingetroffen ist), sondern auch für Frühstück im Café vorbeischauen werde.

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Eine Collage aus drei Fotos. Links ein knorriger Baum vor einem wolkenlosen blauen Himmel. Die obersten Blätter sind leuchtend Gelb, die restlichen Blätter noch grün. Unten rechts beigefarbende Wohngebäude, zwischen denen ein Baum wächst. Oben rechts eine vollständig geöffnete rosafarbende Hibiskusblüte.

Es ist wirklich unglaublich heiß gerade für September! Nur gut, dass die Tage nicht mehr so lang sind und der Sonnenstand für deutlich mehr Schatten sorgt, als es im Hochsommer der Fall wäre. Ich habe mich von Schatten zu Schatten bewegt und die Augen nach etwas Grün aufgehalten und zu meiner Überraschung sogar einen blühenden Busch vor einem der Wohnhäuser in der Nachbarschaft gefunden. Außerdem habe ich meinen Manga aus der Buchhandlung abgeholt und mir ein leckeres Frühstück gegönnt. Und weil ich schon mal in dem Café war, in dem es so gute hausgemachte Kuchen gibt, habe ich auch noch welchen für heute Nachmittag mitgenommen. Da mein Mann heute im HomeOffice ist, kann er so auch von meinem Gang durchs Viertel profitieren. 😉

Eine große belgische Waffel, die großzügig mit Fruchtsauce übergossen wurde und auf der eine Kugel Eis platziert wurde. Links davon ein angeschalteter eReader mit dem Cover von "The Twisted Ones" von T. Kingfisher. Im Hintergrund liegt eine Brille und daneben steht ein Glas mit Eiskaffee.

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Ein Teller mit drei halben Kuchenstücken. Der vordere besteht aus sehr vielen dünnen Teigschichten mit Creme dazwischen, hinten links ist eine Schokoladenmousse-Torte und rechts davon ein Stückchen Schoko-Kirsch-Cremetorte.

Uff, das war dann vielleicht doch etwas viel Kuchen … ich hätte vielleicht nicht auf die Person hinter der Theke hören und auch noch ihren Lieblingskuchen mitnehmen sollen. *g* Den Nachmittag über habe ich nicht so viel getan, ich habe etwas gedöst, Kuchen gegessen, meinem Mann beim Telefonieren zugehört und mich mit meiner Tante und meiner Mutter ausgetauscht. Bei meiner Seite der Familie geht es gerade viel um kleine Unfälle und Krankenhausaufenthalte, bei meinem Mann in der Familie gibt es dafür bessere Nachrichten und die Aussicht darauf, dass wir Anfang Oktober Besuch bekommen.

Ein ungebackener Brotlaib in einem dichtbemehlten Gärkorb, der mit einem Tuch ausgekleidet ist.

Außerdem habe ich mein Brot geknetet und von der Schüssel ins Gärkörbchen verfrachtet, wo es weiter gehen darf, bis wir (heute definitiv deutlich später als sonst!) Abendessen machen – wobei ich schon Lust darauf habe endlich was Herzhaftes zu essen. *g* Für die Pizza, die es heute Abend gibt, müssen wir den Ofen sowieso soweit hochheizen, dass sich auch das Brotbacken lohnt, weshalb ich das im Moment alle 14 Tage mache. Auf jeden Fall ist es gut, dass ich heute sowieso geplant habe lange aufzubleiben und mein Mann erst dann ins Bett gehen will, wenn er zugeschaut hat, wie ich die ersten Minuten in meinem Spiel verbracht habe …

***

Ein Brot mit appetitlich aufgerissener und deutlich bemehlter Kruste auf einem Gitter.

Um den gestrigen Tag hier noch zum Abschluss zu bringen, gibt es noch zwei Fotos. Einmal mein Sauerteigbrot (das ich gleich zum Frühstück anschneiden werde), dass wieder einmal sehr hübsch geworden ist. Wobei ich fürchte, dass mein Experimentieren mit Mehlsorten dieses Mal dazu geführt hat, dass es etwas sehr kompakt geworden ist. Und dann noch den Startbildschirm von Fae Farm, weil ich wie eine vernünftige und erwachsene Person bis morgens um drei Uhr gespielt haben. Ich glaube, es war sehr klug von mir, dass ich dafür gesorgt habe, dass ich bis Sonntagabend nichts anderes tun muss (mein Mann übernimmt liebenswürdigerweise sogar das Kochen für diese drei Tage), so dass ich mich gleich wieder ins Spiel stürzen kann. 😀

Ein Bild mit dem Fae-Farm-Logo, auf dem vier gezeichnete Personen zu sehen sind, die rund um ein Blumenbeet versammelt sind. Eine der Personen streckt einen Zauberstab in die Luft. Im Hintergrund sind weitere Personen zu sehen, die Flügel haben, und die gesamte Szene wirkt wie aus einem liebenswerten Bilderbuch.

Lese-Sonntag im August 2023

Puhhh … das war wieder eine unangenehm heiße Nacht mit wenig Schlaf! Ich hoffe, ich habe aus diesem Sommer gelernt, dass ich im kommenden Jahr offiziell eine Sommerpause einplanen werde. Denn – wie hier eindeutig in den letzten Wochen zu sehen war – ich bin nicht gerade kommunikativ während der Sommerzeit, nicht einmal, wenn es (wie zu Beginn dieses Monats) eine kurze Phase mit kühleren Temperaturen gibt … Immerhin habe ich mich in den letzten Tagen intensiv darauf konzentriert Pläne für den Herbst zu machen, um meine Stimmung zu heben – und die Aussicht auf lauter gemütliche Sachen, auf die ich mich freue, hat wirklich für eine Verbesserung meiner Laune gesorgt. Ich habe eine sehr lange Liste mit Punkten wie „Apple Pie backen“ und „Fae Farm spielen“ (und „alle angefangen Bücher beenden, die sich neben dem Sofa stapeln“ 😉 ).

Bevor es aber Zeit wird diese Liste abzuarbeiten müssen wir wohl oder übel noch einige schwül-heißen Tage überstehen. 🙁 Da es gestern selbst am späten Abend mit fast 30 Grad viel zu heiß in der Wohnung war, um noch den Abwasch zu erledigen, darf ich den heute als erstes in Angriff nehmen. Was etwas Zeit dauern wird, denn mir ist gerade ständig schwindelig und ich muss mich bei stehenden Tätigkeiten alle paar Minuten hinsetzen, um nicht umzukippen. Danach schaue ich mal, was für ein Buch ich mir heute schnappen werde. Meine aktuellen eBooks sind alle nicht so packend, dass ich gerade große Lust aufs Weiterlesen habe. Vielleicht werde ich heute Vormittag auch einfach etwas Zeit mit Leseproben verbringen und schauen, ob mich davon dann etwas genügend reizt, um dann dabei zu bleiben …

 

Update 9:30 Uhr

So, der Abwasch ist erledigt (mein Mann ist zum Glück aufgewacht und hat mir noch geholfen), die Wohnung ist rundum verdunkelt und der Ventilator läuft. Den Rest des Tages muss ich das Sofa (und den Ventilator) nur verlassen, wenn ich was zu Essen holen will. 😉 Außerdem habe ich gerade mal geschaut, welche eBooks ich mir in diesem Jahr gekauft, aber noch nicht gelesen habe, und welche davon gerade interessant ausschauen. Ich denke, ich werde gleich einmal einen Blick auf „All the Murmuring Bones“ von Angela Slatter, „Bitter Medicine“ von Mia Tsai, „Glass Girl“ von Dorothy Winsor und „The Twisted Ones“ von T. Kingfisher werfen. Wenn mich davon keins packt, habe ich noch so einige weitere Titel auf dem eReader, aber diese vier Titel schauen gerade am vielversprechensten aus.

 

Update 13:00 Uhr

Ein angeschalteter eReader, auf dessen Bildschirm in schwarzweiß das Cover von "All the Murmuring Bones" zu sehen ist. Neben dem Titel stechen vor allem eine "Meerjungfrauenschwanzflosse", die am unteren Rand des Covers zu sehen ist und ein Hintergrundmuster, das an Schuppen oder Wellen erinnert, hervor.

Nach dem letzten Update habe ich erst einmal die Leseprobe von „All the Murmuring Bones“ von Angela Slatter gelesen und muss zugeben, dass ich jetzt noch ein Stückchen neugieriger auf den Roman bin, als ich es schon beim Kauf war. Zumindest der Anfang lässt sich sehr gut lesen mit einer sehr klaren, aber auch etwas überraschenden Bildhaftigkeit. Die Geschichte scheint fantastischer zu sein, als ich es ursprünglich erwartet hatte (zumindest gab es schon ein paar Erwähnungen von Zaubern, die vor einer Beerdigung oder zur Erhöhung des Ertrags des Küchengartens gesprochen wurden,) und sorgte dafür, dass ich mir dann einen Youtube-Kanal suchte, der sich um die richtige Aussprache von irischen Namen drehte. 😉

Zwei Animal-Crossing-Figuren an einem Strand, die vor einer Gruppe von Olmekischen Kolossalköpfen für ein Selfie posieren.

Nach der Leseprobe habe ich erst einmal eine Runde bei „Animal Crossing“ gedreht, weil mein Mann ins Spiel gegangen war und wir schon länger mal wieder Items austauschen wollten. Seitdem ich rund um die Fahrt zu meinen Eltern einige Wochen Pause eingelegt hatte, klappt es nicht mehr so recht mit dem regelmäßigen spielen bei mir. Was ich ehrlich gesagt etwas schade finde, ich mochte meine tägliche kleine Runde über die Insel, auf der anderen Seite ist halt schon vor längerer Zeit Alltag ins Spiel eingekehrt und den bekomme ich gerade nicht so gut auf die Reihe. 😉

Das Cover von "Bitter Medicine" auf dem schwarzweißen eReader-Bildschirm. Es sind zwei Figuren zu sehen, die einander lose im Arm halten. Die männliche Figur hat deutlich erkennbare Elfenohren, die weibliche Figur wehende lange Haare.

Nach dem Spielen habe ich mir Frühstück (Porridge) gemacht und beim Essen dann die Leseprobe von „Bitter Medicine“ von Mia Tsai gelesen. Ich mag die vielen kleinen magischen Elemente, die schon auf den ersten Seiten rund um die Kalligrafie, die die Protagonistin Elle beherrscht, erwähnt werden, muss aber zugeben, dass ich gerade keine Lust auf Fantasy habe, bei der Inhaltsangabe (und Cover) deutlich auf eine Liebesgeschichte hinweisen. Bevor ich mich entscheide, ob ich zu „All the Murmuring Bones“ greife oder vorher noch die anderen beiden Leseproben anteste, drehe ich erst einmal eine kleine Blogrunde.

 

Update 18:15 Uhr

Das schwarzweiße Cover von "Glass Girl" auf meinem eReader-Bildschirm, das einen Torbogen zeigt, der den Eindruck erweckt, das er ins Nichts führt, und aus dem Lichtstrahlen fallen.

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie viel wählerischer ich im Laufe der Zeit bei der Wahl meiner Lektüre geworden bin (und wie wenig Hemmunge ich trotzdem habe Romane zu lesen, von denen ich von Anfang an weiß, dass sie im besten Fall „nett“ sind). Als Jugendliche habe ich mich systematisch durch jedes Buch „gefressen“, das mir vor die Nase kam und auch nur einigermaßen interessant vorkam. Heute hingegen lese ich eine Leseprobe (in diesem Fall „Glass Girl“ von Dorothy Winsor) und denke, dass das zwar nett geschrieben ist und ich es schön finde, dass die Autorin direkt zu Beginn deutlich macht, dass Glasfenster ein Luxusobjekt in ihrer Welt sind, dass ich aber jetzt in diesem Moment keine Lust auf diese Art von siebzehnjährige Protagonistin habe. (Mit „diese Art“ meinte ich hier, dass eine gewisse Naivität durchschimmert, die bei der gleichaltrigen Protagonistin von „All the Murmuring Bones“ definitiv nicht zu spüren war.)

Das Cover von "The Twisted Ones" ist auch im Original schwarz weiß und wirkt mit seiner etwas verwirrt aussehenden Schriftart und den schwarzen Schatten, die von oben herabwuchern, passenderweise schon sehr nach einem Horrorroman.

Und weil ich dann nur noch eine von den heute morgen geöffneten Leseproben ungelesen hatte, habe ich mir auch noch die von „The Twisted Ones“ angeschaut (die sich gut lesen lies und mir grundsätzlich gefällt) und dann beschlossen, dass ich doch zu „All the Murmuring Bones“ greifen werde, weil es atmosphärischer ist und mich am meisten reizt. Das hätte ich auch etwas kürzer halten können, aber ich habe es genossen mir heute mal ein paar von meinen gehorteten eBooks genauer anzuschauen und sie ein bisschen mehr in die passenden Leselaunen-Schubladen zu stecken.

Zitat aus "All the Murmuring Bones": Other families might have stories of curses, cold lads and white ladies, but we have old gods, merfolk and monsters. I never doubted, when I was little, that these stories were true. Now, less a child, I'm not so sure.

So viel habe ich dann leider doch nicht gelesen, weil mich die Müdigkeit überwältigte und ich lieber eine Runde Sofaschlaf eingelegt habe. Aber ich kann sagen, dass mir der Roman bislang gut gefällt, ich mag es die Perspektive der Protagonistin Miren zu verfolgen und ich glaube, dass dieser Absatz aus dem Buch die Atmosphäre – soweit ich das bislang sagen kann – sehr gut einfängt. Es fühlt sich (sehr entfernt!) nach „The Fall of the House of Usher“ an, aber aus einer weiblichen Perspektive und in einer fantastischen Welt und mit tödlichen Meerwesen …

Ich denke, ich werde später am Abend weiterlesen, aber jetzt drehe ich erst einmal eine Blogrunde und dann wird es Zeit fürs Abendessen.

 

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Seit dem letzten Update habe ich die nachmittags vorbereitete Focaccia gebacken, die wir dann zusammen mit einem Salat zum Abendessen hatten. Dazu haben wir die erste Folge von „The Big Nailed It! Baking Challenge“ geschaut, wobei es mir gefiel, dass hier die Kandidat*innen (im Gegensatz zu „Nailed It!“ zwei Profis zur Seite gestellt bekommen, die ihnen etwas auf die Finger schauen und mit Backtipps helfen). Das Ganze war am Ende genauso chaotisch und lustig wie das Original, aber durch die Profi-Hilfe deutlich befriedigender zu gucken. Danach habe ich dann noch weiter in „All the Murmuring Bones“ gelesen und mich sehr gut damit unterhalten gefühlt. Ich bin sehr gespannt wie die Geschichte weitergeht und werde heute Abend aufpassen müssen, dass ich mich davon nicht zu lange vom Schlafengehen abhalten lasse. Nachdem ich in den letzten Tagen etwas unzufrieden mit meiner Lektüre war, bin ich froh, dass ich jetzt mal wieder etwas erwischt habe, das mir so viel Spaß macht.

Bevor ich aber wieder zum Buch greife, möchte ich noch diesen Blogbeitrag beenden und sagen, dass ich es wieder sehr schön fand heute gemeinsam mit euch den Lese-Sonntag zu verbringen. Egal wie wenig kommunikativ ich gerade bin, so ein Plauderbeitrag und der Austausch mit euch heben doch immer meine Laune! Ich hoffe, ihr habt morgen einen guten Start in die Woche und haltet die kommenden heißen Tage noch durch (bis es am Ende der Woche hoffentlich zur heute vorhergesagten Abkühlung kommt)! Passt gut auf euch auf! 🙂

 

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Heutige Mitleserinnen:

Birthe
Neyasha
Kiya