Kategorie: Uncategorized

Karen Rose: Todesbräute (Vartanian 2)

Auf diese Buch kam ich – mal wieder – durch einen Blog. Blöderweise dauert es immer so lange bis mir die Bibliothek die vorgemerkten Bücher zur Verfügung stellen kann, dass ich bis dahin vergessen habe, auf wessen Anregung ich es überhaupt vormerkte. Wenn also einer meiner Leser in den letzten Wochen „Todesbräute“ rezensiert haben sollte: Du bist schuld daran, dass ich den Roman gelesen habe! 😉 Oh, und natürlich habe ich erst mitten im Buch festgestellt, dass es der Mittelteil einer „Todes“-Trilogie ist. Wer also die Geschichten gern der Reihe nach lesen möchte, der sollte sich zuerst „Todesschrei“, dann „Todesbräute“ und zuletzt „Todesspiele“ schnappen. Allerdings kann ich versichern, dass zumindest der zweite Teil sich ohne Probleme lesen lässt, wenn man den Vorgänger nicht kennt.

Hauptfiguren in diesem Buch sind Alex(andra) Fallon und Daniel Vartanian. Alex wurde in Dutton in Georgia geboren und lebte dort bis zu ihrem sechzehnten Lebensjahr. Doch dann wurde ihre Zwillingsschwester Alicia missbraucht und ermordet und ihre Mutter brachte sich um, weil sie den Tod der Tochter anscheinend nicht verkraften konnte. Nach diesen Schicksalsschlägen wurde Alex von ihrer Tante Kathy adoptiert und zog deshalb nach Ohio. Jetzt – dreizehn Jahre später – wird Alex Stiefschwester Bailey vermisst. Diese war lange Zeit drogensüchtig gewesen, so dass der Kontakt zwischen ihr und Alex abbracht. Doch trotzdem fühlt sich Alex Bailey soweit verpflichtet, dass sie nun zurück nach Dutton reist, sich um Baileys Tochter Hope kümmert und alle Hebeln in Bewegung setzt, damit die Polizei nach ihrer vermissten Schwester sucht.

Auch Daniel Vartanian wurde in Dutton geboren und verließ in jungen Jahren die Stadt. Inzwischen ist er als Special Agent für Mordermittlungen zuständig – und hat gerade erst vor zwei Wochen seine Eltern begraben müssen, die von einem Serienmörder getötet wurden (und ja, wenn man diesen zweiten Teil liest, dann weiß man, dass es eine Verbindung zwischen Daniel und dem Mörder gab, aber ich will lieber nicht spoilern). Aufgrund der Familientragöde war Daniel für zwei Wochen im Urlaub gewesen, doch an seinem ersten Arbeitstag danach wird eine Frauenleiche gefunden. Die Art der Ermordung, der Fundort und andere Hinweise bilden eine Verbindung zu dem Mord an Alicia – und so könnte es sein, dass das Verschwinden von Bailey mit diesem Mord in Zusammenhang steht.

Ich muss zugeben, dass es mir sehr schwer fällt genau zu sagen, warum mir dieser Thriller so gut gefallen hat, denn wirklich herausragend oder nervenzerreiben war er nicht. Die Charaktere waren zum Großteil sympathisch und mehr oder weniger überzeugend gezeichnet worden, der Krimianteil war spannend, ohne dass ich nun beim Lesen wirklich mitgefiebert habe. Ich glaube, es hat mir gefallen, dass mir die Autorin das Gefühl vermittelte, sie wolle einfach eine gute Geschichte erzählen, ohne dass sie dabei auf überzogene (oder gar besonders ekelige) Gewaltdarstellungen benutzte. Man bekommt zwar im Laufe des Buches das Gefühl, dass in der kleinen Stadt Dutton so gut wie jeder Mensch korrupt, pervers oder feige ist, aber auch das passiert in einem – für mich – unterhaltsamen Maße. Doch vor allem mochte ich die Nebenfiguren wie einen alten Englischlehrer, der gerade mal zwei Auftritte hatte, und den ich gleich ins Herz geschlossen habe oder Mama Papa, die nicht mal wirklich in Erscheinung tritt, sondern von der man nur erzählt bekommt.

Da Karen Rose auch mehrere Perspektiven einbringt, die zeigen was verschieden Figuren (die alle etwas auf dem Kerbholz haben) während der ganzen Geschichte machen, bekommt man als Leser ziemlich viele Informationen über die Bösewichte. Aber es gibt nie genügend Hinweise, dass man sich je sicher sein kann, wer nun was aus welchen Motiven getan hat. Dabei hatte ich nicht das Gefühl (wie vor kurzem bei „Mein Mann der Mörder“), dass mich die Autorin künstlich dumm hält, sondern es wirkte soweit ganz stimmig. Natürlich erwähnt jemand, der nachts vor der Tür seiner Schwester Wache hält, weil seine Komplizen diese bedrohen, nicht seinen Namen (warum sollte er sich auch selbst benennen). Aber da der Leser die Stadt nicht so gut kennt wie die beteiligten Charaktere, führt das eben dazu, dass man im Dunklen tappt und sich seine Gedanken zu der Identität des Beobachters machen kann.

Eine Liebesgeschichte zwischen Alex und Daniel gibt es in dem Buch auch, die hätte für mich nicht sein müssen, bot aber der Autorin die eine oder andere Gelegenheit, um mehr über diese beiden Figuren zu erzählen und auf ihre – jeweils sehr schwierige – Kindheit einzugehen. Diese Passagen waren zum Teil schon grenzwertig kitschig, haben mich aber trotzdem nicht von einem genussvollen Lesen abgehalten. 😉 Ich habe mir nun die anderen beiden Titel auch noch in der Bibliothek vorgemerkt und freue mich auf entspannte Leseabende, wenn die Bücher bei mir eingetroffen sind.

[fantastische Blogparade] Bücherfragen zum Welttag des Buches

Blogparade ausgedacht und ich finde jetzt auch endlich Zeit, um auf die Fragen zu antworten. Ganz einfach finde ich das nicht, aber ich habe mich bemüht. 😉

1. Wenn du eine Aktion oder Veranstaltung zum Welttag des Buches ausrichten könntest, wie sähe diese aus?

Ich würde gern eine Nachbarschafts-Buchparty ausrichten. Zumindest einige meiner Nachbarn scheinen gern zu lesen, wenn ich nach der Menge der typischen Amazon-Päckchen, die ich für sie in Empfang nehme, gehen kann. Und neugierig wie ich bin, würde ich gern erfahren, was für Bücher meine Nachbarn so bevorzugen. Eine Nachbarschafts-Buchparty könnte so aussehen, dass einige Leute ihre Wohnung für die Party öffnen, so dass man sich auch ihre Bücherregale angucken kann. Außerdem könnte man in den Gärten und auf den Gehwegen kleine Tische mit Leckereien aufbauen, Sitzgruppen zum (über Bücher) Schwatzen und Vorlese-Ecken einrichten. So könnte ich meine Nachbarn besser kennenlernen, etwas über ihren Buchgeschmack erfahren und einen schönen Tag rund um Bücher mit ihnen verbringen.

2. Was macht für dich ein gutes Buch aus?

Ein gutes Buch muss etwas haben, das noch eine Weile nach dem Lesen in mir nachklingt. Sei es eine schöne Sprache, in der man sich verlieren kann, eine fesselnde oder amüsante Geschichte, eine besondere Atmosphäre oder besonders ungewöhnliche Idee, etwas muss dieses Buch für mich zu etwas besonderem machen. Das bezieht sich nicht nur auf Romane, sondern auch auf Bilder- oder Sachbücher.

Für mich kann ein Buch „gut“ sein, obwohl die Handlung nicht neu oder die Sprache holprig oder sonst ein „Makel“ vorhanden ist, wenn es etwas hat, um dieses Manko auszugleichen. Eine nicht so schöne Erzählweise kann für mich auch durch eine spannende Geschichte soweit ausgeglichen werden, dass ich das Buch als gut empfinde. Oder eine eher belanglose Handlung kann durch eine ungewöhnliche Präsentation, schönen Humor oder eine bezaubernde Atmosphäre „gut“ werden.

3. Wenn du drei literarische Wünsche frei hättest, welche wären das?

– Da ich gerade erst so liebevoll an die Balaclava-Reihe gedacht habe: Eine Neuauflage (gerne als gute Übersetzung) der Romane, die mir von Charlotte MacLeod noch fehlen.
– Eine Sammlung von „The Enchanted Forest“-Kurzgeschichten aus der Feder von Patricia C. Wrede.
– Dass Robert Asprin seine Schreibprobleme überwindet und irgendwann einmal wieder ein Buch schreibt, das so amüsant ist wie seine ersten Romane. Mit Co-Autoren lässt sich das Niveau einfach nicht erreichen …
– Dass Tamore Pierce wieder produktiver wird … Oh, Moment, ich durfte ja nur drei Wünsche äußern. 😉

4. Gibt es ein Buch in deinem Regal, auf das du besonders stolz bist?

Äh, nein. Es gibt Bücher in meinem Regal mit veröffentlichten Texten von mir, aber „Stolz“ verbinde ich damit nicht. Auch auf andere Bücher in meinem Regal bin ich nicht stolz: Ich freu mich, dass ich sie in meinem Besitz habe und immer wieder betrachten oder lesen kann, aber stolz wäre da das falsche Wort.

5. Welche Geschichte sollte unbedingt noch geschrieben werden?

Die von dem Goggeldupp!

(Oder was sonst soll man auf so eine Frage antworten? 😉 )

[Figurenkabinett] Peter Shandy

In meinem „Figurenkabinett“ werde ich euch immer mal wieder eine Romanfigur vorstellen, die mir besonders ans Herz gewachsen ist. Den Anfang macht Peter Shandy – der Mann, nach dem ich meinen schwarzen Kater benannt habe. Peter Shandy stammt aus den Büchern der Autorin Charlotte MacLeod und ist Professor an dem „Balaclava Agricultural College“ in Massachusetts. In insgesamt neun (oder eher zehn, aber „The Curse of the Giant Hogweed“ hat es meines Wissens nach nicht nach Deutschland geschafft) Romanen ist er mir – ebenso wie das ungewöhnliche College mitsamt dem dazugehörigen Ort und seinen Bewohnern – ans Herz gewachsen.

Vor allem in dem ersten Band „Schlaf in himmlischer Ruh“ lernt man Peter Shandy von seiner ungnädigsten Seite kennen. Es ist kurz vor Weihnachten und das College wurde, ebenso wie die dazugehörigen Häuser, großzügig und geschmackvoll mit Weihnachtsdekoration bestückt. Nur ein Häuschen steht kahl in der weißen Schneepracht: Das von Peter Shandy. Der Professor kann dem ganzen Deko-Rummel einfach nichts abgewinnen und je mehr ihn seine Nachbarn – allen voran Jemima Ames, die Frau eines Kollegen – bedrängen, desto störrischer wird er. Bis ihm eines Tages der Kragen platzt und er eine auswärtige Firma mit der Dekoration seines Grundstücks beauftragt. Noch bevor ihn seine Nachbarn wegen all der glitzernden, lärmenden, leuchtenden Weihnachtselemente inklusive Rentieren auf dem Dach und geschmackloser Musikbeschallung ansprechen können, flüchtet Peter Shandy aus dem Ort und verbringt friedliche Feiertage fern von Zuhause.

Doch kurze Zeit später juckt ihn sein schlechtes Gewissen und das wird nicht besser, als er bei seiner Heimkehr Jemima Ames tot in seinem Wohnzimmer findet. Anscheinend ist seine Nachbarin – beim Versuch, einen Teil der Fensterdekoration abzuhängen – von der Leiter gestürzt und umgekommen. Doch Peter Shandy ist, wie es sich für einen guten Landwirt gehört, ein hervorragender Beobachter und so fallen ihm gleich einige Ungereimtheiten bei diesem „Unfall“ auf, die ihn dazu animieren, eigene Ermittlungen anzustellen.

Peter Shandy ist eine ganz wunderbare Figur und gehört zu den Romancharakteren, die ich gern in meinem realen Bekanntenkreis hätte (er dürfte sich auch liebevoll meines Gartens annehmen 😀 ). Mit über fünfzig Jahren blickt er auf ein bislang eher ereignisloses Leben zurück, das vor allem von seiner Zuneigung zu seiner Nichte Alice und seiner wissenschaftlichen Forschung geprägt ist. So kann Peter Shandy auf so einige Aufsehen erregende Züchtungen zurückblicken, wie zum Beispiel eine schnell wachsende Futterrübe oder ungewöhnlich gefärbte Veilchen, die ihm und dem College einen gewissen Wohlstand eingebracht haben. Doch auch wenn er die letzten Jahre hauptsächlich als Professor und Forscher gearbeitet hat, so weiß Peter Shandy immer noch mit einer Mistgabel umzugehen und steht im Zweifelsfall auf jedem Bauernhof seinen Mann.

Im Laufe von „Schlaf in himmlischer Ruh“ lernt der Professor mit der Bibliothekarin Helen Marsh eine Frau kennen und lieben, die ganz wunderbar zu ihm passt – und auch in den folgenden neun Romanen mal mehr oder weniger große Rollen bei den Ermittlungen übernimmt. Mit ihr wird sein Leben deutlich lebhafter, auch weil er nun jemanden hat, mit dem er über Literatur reden und gesellschaftliche Veranstaltungen des College besuchen kann. Obwohl Peter Shandy von Natur aus ein sparsamer Mensch ist, liebt er es, für seine Helen Geld auszugeben. Eine weitere kleine „Macke“ von ihm ist seine Leidenschaft fürs Zählen, sehr liebenswert und harmlos – und sehr praktisch, wenn man wissen will, wie viele Murmeln ursprünglich in einer Schale lagen. 😀 Achja, Peter und Helen sind übrigens Katzenliebhaber, und als eine kleine Grautigerdame bei ihnen einzieht, wird sie nach Jane Austen benannt!

Eine Figur wie Peter Shandy würde allerdings nicht so gut wirken, wenn sie nicht in einer so außergewöhnlichen Umgebung zuhause wäre. Das Balaclava College wird von Thorkjeld Svenson geleitet, der – wie so viele andere in Balaclava County – schwedische Wurzeln hat. Der College-Präsident ist ein wahrer Riese, dessen konsequente Führung die landwirtschaftliche Ausbildungsstätte zu einer einzigartigen Institution gemacht hat. An diesem College wird praktische Arbeit großgeschrieben und die Studenten werden hart rangenommen. Doch wer sich während seines Studiums beweist, der bekommt auch großzügige Unterstützung durch das College, wenn er einen eigenen Hof aufbauen will. Svenson war es auch, der dafür gesorgt hat, dass das College (ebenso wie die anliegende Ortschaft) durch ein Biogaskraftwerk beheizt wird, welches aufgrund der College-eigenen Nutzvieh-Zuchtbetriebe und Landwirtschaft immer genug Treibstoff hat.

Zu Peter Shandys Bedauern sorgt Svensons praktische Denkweise auch dafür, dass Peter sehr schnell zum College-Detektiv ernannt wird, so dass nun jede vermisste Zuchtsau (die arme hochtragende Sau Belinda!), jeder mysteriöse Vorfall (warum schleppt Kater Edmund Professor Ungleys Toupet ins Haus?) und jedes kriminelle Vergehen (wer hat die Seifenfabrik gesprengt?) von ihm untersucht werden muss. Mir haben die Bücher rund um Peter Shandy immer ungemein viel Spaß gemacht – und ich kann sie auch nach all den Jahren immer wieder lesen! Leider kann man die Romane nur noch gebraucht bekommen, da „DuMonts Kriminal-Bibliothek“ (in der man noch so viele andere tolle Autoren finden konnte) nicht mehr veröffentlicht wird. Aber wenn ihr mal (vielleicht über die Bibliothek?) einen der Bände in die Finger bekommt, dann erwarten euch viele liebenswerte Charaktere, skurrile Szenen, unterhaltsame Kriminalfälle und wunderbar amüsante Lesestunden!

Peter-Shandy-Romane von Charlotte MacLeod:

1) Schlaf in himmlischer Ruh‘
2) … freu dich des Lebens
3) Über Stock und Runenstein
4) Der Kater lässt das Mausen nicht
5) Stille Teiche gründen tief
6) Wenn der Wetterhahn kräht
7) Eine Eule kommt selten allein
8) Miss Rondels Lupinen
9) Aus für den Milchmann

Es blüht …

Wenn man den Bildausschnitt sorgfältig auswählt, dann kann man fast übersehen, dass in unserem Garten wohl vor allem der Hahnenfuß gedeiht. 😉

Ihr letzter Sommer …
Zum Teil noch Knospen …
…  zum Teil schon voll erblüht.
Diese Pfingsrose lässt sich allerdings noch Zeit.
Etwas verschwommen: Der unidentifizierte Strauch.
Wieder eingefügt: Ein besserer Blick auf die Blüten.
Wieder eingefügt: Unbekannter rosablühender Strauch
Der Teppichphlox trotz dem Feind. Hübsch, oder?
Und noch einmal etwas detaillierter. 🙂
So niedlich kann der Fluch in meinem Garten sein …

Dies und Das (5): Gelbe Blumen, Ameisen, Katzen- und Päckchenfotos

Gelbe Blumen

Eigentlich wollte ich ja für Mikage die kleinen gelben Blüten von Ende April noch einmal fotografieren, aber die sind inzwischen verblüht. Und dank des plötzlich wuchernden Unkrauts habe ich nicht mal einen anständigen Blick auf das Blattwerk werfen können. Dafür konnte ich – da das wuchernde Unkraut in den letzten Tagen angefangen hat gelb zu blühen – das Zeug endlich identifizieren: Es ist kriechender Hahnenfuß! (In den nächsten Tagen gibt es auch mal wieder einen Beitrag mit Gartenfotos, da ist der dann auch gut drauf zu sehen.)

Es gibt anscheinend Chemie dagegen, aber dazu werde ich mich wohl nicht überwinden können. Also werde ich mir weiterhin die Finger wund zupfen, versuchen jedes noch so kleines Wurzelchen zu finden, daran verzweifeln, dass das Zeug auch zwischen den hübschen Blumen und Sträuchern wuchert und überlegen, ob ein totaler Kahlschlag und eine fette Mulchschicht an manchen Stellen nicht die einfachste Lösung wäre. *seufz*

Oh, Bodendecker sollen auch dagegen helfen – deshalb haben die Vormieter wohl so viele gepflanzt. Blöderweise wuchert der Hahnenfuß auch zwischen den Bodendeckern und lässt sich da noch schwieriger entfernen als an den anderen Stellen der Beete …

Ameisen

Gestern Abend hat mein Mann auf einmal Ameisen im Flur entdeckt. Rund um die Wohnungstür und um die danebenliegende Fußmatte wuselten – seiner Schätzung nach – so um die vierzig Ameisen. Eine „Quelle“ für die Eindringlinge haben wir nicht finden können, zwar waren auch einige unter der Tür und auf der Schwelle, aber im Flur war nicht ein einziger Krabbler zu sehen. Somit könnten die Biester entweder aus der neben uns liegenden Wohnung kommen oder direkt durch die Wände. Die Wohnung nebenan wird seit einiger Zeit nur „gehütet“ und die Housesitterin war Freitag erst da – ich denke, dass ihr eine Ameisenkolonie aufgefallen wäre. Im Keller ist mir nichts aufgefallen und wenn die Biester durch die Wände kommen, dann könnte ich das nur herausfinden, wenn ich die Fußleisten und das Laminat abmontiere – und ob die Erfolgschancen da so groß sind …

Erst einmal gehen wir also kurzfristig vor: Mein Mann hat die Ameisen gestern eingesaugt und den Staubsaugerbeutel gleich entsorgt und ich habe den Flur großzügig mit Essig gewischt (das Laminat ist eh in keinem guten Zustand – immerhin habe ich mit dem puren Essig ein paar Vormieterflecken wegbekommen, die bislang jedem Reinigungsversuch getrotzt haben!). Danach wurden nur noch einzelne Ameisen gesichtet, die wir gleich entsorgt haben. Heute morgen hingegen wuselte es wohl wieder rund um die Tür – mein Mann war so nett und hat mich erst geweckt, nachdem er die Biester schon entfernt hatte – und seitdem suche ich halbstündlich den Boden, Fußleisten und Wände ab und zücke den Essig.

Wenn einer von euch noch eine Idee hat, wie man den Ameisen in der Wohnung katzenfreundlich zu Leibe rücken kann, dann bitte her damit! Inzwischen sind die Biester nämlich auch im Schlafzimmer aufgetaucht …

Oh, laut wikipedia hilft Backpulver nur, wenn Hirschhornsalz dabei ist und das könnte wiederum für die Katzen schädlich sein. Online habe ich zwar bislang nur Aussagen gefunden, die meinten, dass eine Katzen sowas nie fressen würde, aber die Leute haben anscheinend keinen Shandy (zu gierig, um vorsichtig zu sein) oder Baltimore (zu neugierig, um Gefahren zu erkennen) in der Wohnung.

Nachtrag: Anderen Informationen nach sollen stark riechende Kräuter wie Oregano und Majoran helfen – dann werde ich wohl heute Abend mal das Schlafzimmer und den Flur würzen. Ob wir dann von Pizza träumen werden?

Überraschungspäckchen

Vor einigen Tagen kam ein Überraschungspäckchen bei mir an, auf dessen Inhalt ein paar Leute neugierig waren. Hier also ein Foto zu dem Päckchen:

Viel leckere Schokolade, Chai-Tee und Marmelade. Und dabei lag noch ein langstieliger Löffeln, damit man die Marmelade auch aus dem hohen schmalen Glas bekommt – die Absenderin hat wirklich mitgedacht! 🙂 Die Schachtel wird vermutlich demnächst einen festen Platz auf dem Wohnzimmertisch bekommen. Sie ist dekorativ und darin sollten Kopfhörer und andere kleine Dinge katzensicher genug verstaut sein.

Und da ich schon beim Thema „katzensicher“ bin:

Dies und Das (4): Internationaler Anti-Diät-Tag

„Internationaler Anti-Diät-Tag“

Heute ist wieder der Internationale Anti-Diät-Tag und wie im letzten Jahr, habe ich diesen Tag mit einer großen Tasse Heißer Schokolade begangen. Blöderweise kann ich davon genauso wenig Fotos liefern wie von dem Überraschungspaket, das vor einigen Tagen bei mir eintraf. Dabei will ich mich endlich an den (schokoladigen) Inhalt wagen und mir den Abend mit einer weißen Erdbeerschokolade versüßt.

Die Fotos liefere ich nach (wenn von der Schokolade dann noch ein paar Krümel da sein sollten), wenn wir neue Akkus für die Kamera besorgt haben. Momentan lade ich nämlich stundenlang und nach drei Fotos war es das schon wieder. Sehr lästig und frustrierend!

Bibliotheksbücher

Ansonsten habe ich in den letzten Tagen wieder ein paar Bibliotheksbücher gelesen. Mein Leserausch scheint einfach nicht enden zu wollen, dafür hat mich die Schreibunlust gepackt. Und so wenig Probleme ich normalerweise mit einem nicht so schönen Zustand von Bibliotheksbüchern habe (zum Glück kann man die dank der Folierung ja gründlich abwaschen, bevor man mit dem Lesen anfängt), so widerlich finde ich es, wenn die Bücher nach Zigarettenrauch riechen.

So auch meine aktuelle Lektüre, „Todesbräute“ von Karen Rose, was dazu führt, dass ich regelmäßig eine Pause machen muss, weil meine Nase sich zuzieht und die Augen jucken auch beim Lesen. Da ich normalerweise keinen Heuschnupfen habe, bleibt nur das Buch als Auslöser. Wobei ich so eine extreme Reaktion eigentlich nur von den Besuchen bei meinen Eltern kenne, die beide Raucher sind. Zusätzlich habe ich ständig das Bedürfnis meine Hände waschen zu wollen, weil sie nach dem Anfassen des Buches so riechen. Blöderweise gefällt mir die Geschichte bislang so gut, dass ich den Roman auch nicht abbrechen will …

Shandy-Fotos

Shandy war so gnädig und hat sich vor ein paar Tagen doch mal von mir fotografieren lassen. Zwei Bilder davon sind sogar einigermaßen ansehnlich geworden. 🙂

Mai-SuB

Nachdem ich Anfang April in einen „Buchrausch“ geraten bin, habe ich auch den Rest des Monats nicht aufhören können zu lesen. So eine intensive Lesephase habe ich schon lange nicht mehr hinter mich gebracht – und komischerweise scheint es noch immer nicht zuende zu sein. So habe ich im April 19 Bücher und 12 Manga gelesen und zwei Hörbücher gehört. Bei den Hörbüchern macht es sich eindeutig bemerkbar, dass ich mit den neuen Kopfhören für meinen mp3-Player nicht so ganz glücklich bin. Ich verbringe deutlich weniger Zeit damit darüber zu hören und beschränke mich auf die Hörbücher, die ich auf CD vorliegen habe. Und da ich im April auch nicht so viele neue Bücher auf dem SuB begrüßen konnte, scheint ein „unter 100“-SuB für Ende Mai in greifbarer Nähe zu sein. Eine erfreuliche Aussicht!

A (2)
Robert Asprin: Des Dämons fette Beute
Robert Asprin: Ein Dämon schafft noch keine Ordnung

B (8)
Sina Beerwald: Die Goldschmiedin
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Ruth Berger: Gretchen – Ein Frankfurter Kriminalfall
Jacques Bonnet: Meine vielseitigen Geliebten
Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud

C (4)
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
James Collins: Zauberberg für Anfänger
Colin Cotterill: Totentanz für Dr. Siri (Dr. Siri 3)

D (5)
John Dickinson: Die Schlange am Rande der Welt
Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
Rebecca Drake: Still sollst du sterben

F (13)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Jennifer Fallon: Kind der Götter (Das Dämonenkind 2)
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Gayle Forman: Wenn ich bleibe
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Earlene Fowler: Tödliche Schatten
Peter Freund: Laura und das Siegel des Mondes
Luca di Fulvio: Die Rache des Dionysos

G (4)
Francois Gantheret: Das Gedächtnis des Wassers
Michele Giuttari: Rachefeuer
Thomas Görden: Der Mönch und die Jüdin
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (4)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Frederik Hetmann: Zeitenwende
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung

I (2)
Greg Iles: Leises Gift
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (2)
P.D. James: Ein makelloser Tod
Alaya Johnson: Moonshine – Stadt der Dunkelheit

K (6)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Jackie Kessler und Caitlin Kittredge: Das Ikarus-Projekt 2 – Im Zwielicht
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (4)
Marc Levy: All die ungesagten Worte
Siri Lindberg: Nachtlilien
Michaela Link: Der Spiegel der Kaiserin
Sergej Lukianenko: Trix Solier

M (5)
Christoph Marzi: Lyra
Seanan McGuire: October Daye – Winterfluch
Richelle Mead: Dark Swan – Sturmtochter
Kai Meyer: Hex
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (3)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter
Elle Newmark: Der Granatapfeldieb

P (4)
Renata Petry: Hilgensee
Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)

Q (0)

R (14)
Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)
Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators – Ein Krimi aus dem Alten Rom
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Brian Ruckley: Winterwende (Die Welt aus Blut und Eis 1)
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (10)
Régis de Sá Moreira: Das geheime Leben der Bücher
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Emma Smith: Der Ruf der Ferne
Veronica Stallwood: Böses Spiel in Oxford
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (10)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon
Rob Thurman: Mondgeister
P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Aino Trosell: Eine grenzenlose Liebe
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

V (1)

Caroline Vermalle: Denn das Glück ist eine Reise

W (5)
Sarah Waters: Der Besucher
Winifred Watson: Miss Pettigrews großer Tag
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut

X (1)
Xinran: Gerettete Worte

Y (0)

107 Titel zum Monatsanfang
(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)
(blau markierte Titel habe ich für Aktionen vorgesehen)
(rot markierte Titel möchte ich bis zum 02. Juni 2011 gelesen haben)

Katzenfotos gehen doch immer …

Bevor ihr nach einer Woche ohne neuen Beitrag auf den Gedanken kommt, dass ich in der Versenkung verschwunden wäre, gibt es zum bevorstehenden Wochenende noch ein paar Katzenfotos. Denn Katzenfotos gehen doch immer, oder? 😉

In den nächten Tagen bin ich dann hoffentlich weniger von Stress und Frühjahrsmüdigkeit in Anspruch genommen und schaffe dann wieder die eine oder andere Rezension. Wenn man überlegt, dass ich in diesem Monat ein Buch nach dem anderen verschlungen habe, dann findet sich bestimmt ein Roman, über den ich was schreiben könnte.

Bruderliebe

Baltimore und Logan in Reih und Glied

Schlafende Schönheit

Hier zeigt sie ihre wahre Natur!

Nur Shandy hat sich in den letzten Tagen wieder nicht fotowillig gezeigt. Eben hätte er mir zwar das Fotografieren seiner nachmittäglichen Schmuseeinheit erlaubt, aber da mussten natürlich die Kamera-Akkus schlapp machen, bevor ich mehr als ein paar schwarze Schehmen festhalten konnte.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

SuB-Zuwachs im April

Auch wenn ich noch dabei bin meine März-Bücher „abzuarbeiten“, so hat heute wieder der Paketbote geklingelt, um meinen SuB wieder etwas anwachsen zu lassen.

1. Jackie Kessler und Caitlin Kittredge: Das Ikarus-Projekt 2 – Im Zwielicht

Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, da mir schon der erste Teil sehr gut gefallen hat. Ich bin eben mit den amerikanischen Superhelden aufgewachsen und kann diese Hommage an die Comic-Klassiker rundum genießen.

2. Kerstin Herrnkind: Mein Mann der Mörder

Ich hatte vor sehr vielen Jahren mal ein Kinderbuch gelesen, in dem der Vater eines Mädchens verdächtigt wurde ein Mörder zu sein und fand diese „Krimi-Nebengeschichte“ sehr spannend. Umso neugierigier bin ich jetzt auf die Perspektive einer Ehefrau, deren Mann ein Mörder ist.

3. Alan Dean Foster: Quofum

Der Band wird nicht in mein „innerhalb von sechs Wochen lesen“-Vorhaben aufgenommen, sondern darf sich zu den anderen Alan-Dean-Foster-Büchern gesellen, die ich in diesem Jahr noch lesen will. Vielleicht sollte ich mir das (vorläufige) Beenden der Reihe für den Juni vornehmen?

4. Caroline Vermalle: Denn das Glück ist eine Reise

Ein 83jähriger, der mit einem Freund die Tour-de-France-Strecke nachfährt und dabei per SMS mit seiner Enkelin in Verbindung bleibt. Ich hoffe auf schöne und unterhaltsame Lesestunden.

5. Sarah Waters: Der Besucher

Altes Haus, gruselige Geschichte – das kann ein wunderbarer Roman werden oder ein schreckliches Leseerlebnis. Manchmal muss man eben ein paar Risiken eingehen. 😉

Und für die Ohren gab es noch:

1. Raymond Chandler: Das Gesetz der Straße

Eine Sammlung von fünf Hörspielen nach den Geschichten „Straßenbekanntschaft“, „Die Tote im See“, „Der Mann, der Hunde liebte“, „Der Bleistift“ und „Gesteuertes Spiel“ von Raymond Chandler. Ich liebe Chandler-Geschichten, habe aber immer etwa Angst vor gekürzten Hörspielumsetzungen. Trotzdem hoffe ich, dass diese hier gut gemacht wurden und mir viel Spaß beim Hören machen werden.

2. Mary Ann Shaffer: Deine Juliet (Club der Guernseyer Frunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf)

Ein Briefroman, den die Autorin mit über siebzig Jahren schrieb und dessen Erfolg sie nicht mehr erleben durfte. Mich hat die Geschichte einfach neugierig gemacht – ich hoffe, es ist das perfekte Hörbuch für einen entspannten Sommernachmittag.

So brachte mir dieser SuB-Zuwachs vier Bücher, die ich bis zum 2. Juni 2011 gelesen haben möchte.