„The Decagon House Murders“ von Yukito Ayatsuji wurde im Original 1987 veröffentlich und hat – zumindest laut Klappentext – zu einem erneuten Aufleben des klassischen Detektivromans in Japan geführt. Die Geschichte spielt im Jahr 1986, wobei ein Teil der Handlung auf der Insel Tsunojima (die während dieser Zeit keinen Kontakt zum Festland hat) passiert und der anderer Teil der Handlung parallel dazu an verschiedenen Orten in und rund um Osaka stattfindet. Es steht von Anfang an fest, dass es zwei dramatische Ereignisse rund um die Familie Nakamura gab, der die Insel bis vor Kurzem gehörte. Außerdem wird schon auf den ersten Seiten deutlich, dass es ein Mörder auf sieben Student*innen abgesehen hat, die eine Woche auf der Insel verbringen.
Alle sieben Student*innen sind Angehörige des Krimiclubs ihrer Universität, und sie reden sich – wie es in ihrem Club üblich ist – mit Spitznamen an, die auf den Namen berühmter Krimiautoren basieren. „Leroux“, „Carr“, „Agatha“, „Ellery“, „Van“, „Orczy“ und „Poe“ wohnen auf Tsunojima in einem Haus, das von dem berühmten und sehr eigenwilligen Architekten Nakamura Seiji entworfen wurde und dessen Grundriss aus einem gleichseitigen Zehneck besteht. Dieser Architekt lebte zurückgezogen auf der Insel – bis er, seine Frau und ihre Dienstboten vor einigen Monaten dort grausam ermordet wurden. Diese erschütternde Tat hat in den Medien zu vielen Spekulationen rund um die Identität des Täters geführt, und auch die sieben Student*innen sind fest entschlossen, während ihres Aufenthalts nach Hinweisen zu suchen. Doch dann wird wenige Stunden nach ihrem Eintreffen auf Tsunojima das erste der Clubmitglieder umgebracht.
Yukito Ayatsuji macht keinen Hehl daraus, dass sein Roman von „And Then There Where None“ von Agatha Christie inspiriert wurde, aber ich fand es reizvoll, dass es zusätzlich zu den Ereignissen auf der Insel noch den Handlungsstrang auf dem Festland gab. Dort bekommen zwei weitere Mitglieder des Krimiclubs (Kawaminami Taka’aki und Morisu Kyōichi) Briefe, die sie des Mordes an ihrer vor einem Jahr verstorbenen Kommilitonin Chiori beschuldigen. Diese Briefe sorgen dafür, dass Kawaminami Taka’aki gemeinsam mit Shimada Kiyoshi, einem Freund von Chioris Onkel, versucht, mehr über den Tod der jungen Frau herauszufinden. Ich gebe zu, dass diese beiden Handlungsstränge dazu führen, dass die Geschichte aus sehr vielen Perspektiven erzählt wird, aber es gelingt dem Autoren durchgehend, deutlich zu machen, wer gerade zu Wort kommt. So fand ich es wirklich spannend, all die verschiedenen Gedanken zu verfolgen und mehr über die einzelnen Figuren, ihr Verhältnis zueinander und die Ereignisse aus der Vergangenheit herauszufinden.
Außerdem hat es mir viel Spaß gemacht, die vielen verschiedenen Hinweise zu sammeln und meine eigenen Schlüsse zu ziehen, und ich fand es überraschend raffiniert, wie Yukito Ayatsuji durch den Einsatz der Spitznamen dafür gesorgt hat, dass es ziemlich herausfordernd wurde, die verschiedenen Informationen den jeweiligen Krimiclub-Personen zuzuordnen. Es gibt nur einen winzig kleinen Punkt, der mich am Ende der Geschichte irritiert hat, weil es da um einen Aspekt geht, der nicht erwähnt wurde. Ich kann nicht mehr dazu sagen, ohne die Auflösung zu spoilern, aber es geht um etwas, was meiner Meinung nach eine Erwähnung hätte bekommen müssen – gerade weil Yukito Ayatsuji ansonsten so viel Detailliebe in diesen Kriminalroman gesteckt hat. Lustigerweise hätte mich das normalerweise nicht gestört, wenn es nicht genau dieses eine Element gewesen wäre, das dafür sorgte, dass ich beim Lesen den Täter/die Täterin dann doch ausgeschlossen hatte. Trotz dieses einen kleinen Kritikpunkts habe ich „The Decagon House Murders“ sehr genossen und bin wild entschlossen, in Zukunft mehr Romane von Yukito Ayatsuji zu lesen.
Auch wenn es sich dafür (mal wieder) zu früh anfühlt, ist heute der dritte Sonntag im März und somit Lese-Sonntag. Da ich endlich wieder regelmäßig lese, hoffe ich, dass ich heute ein paar Seiten in meinen aktuellen Büchern schaffe. Auf der anderen Seite haben mein Mann und ich am Donnerstag ein neues Brettspiel bekommen, das wir noch nicht ausprobiert haben (und von dem wir deshalb nicht wissen, wie lange eine Runde dauern wird). Außerdem werde ich mit großer Wahrscheinlichkeit wieder etwas Zeit mit der Switch verbringen, da ich immer noch viel Spaß mit „Hello Kitty Island Adventure“ habe. Bevor ich mich aber ins Vergnügen stürze, muss ich erst einmal richtig wach werden (und ein paar Pflichten hinter mich bringen).
Update 10:00 Uhr
Der Morgen ist bislang recht entspannt vergangen. Ich habe meinen Pflichtkram hinter mich gebracht und sorgar schon ein paar Seiten in meinem einem meiner aktuellen Romane gelesen – genau genommen in „Die Hexenprinzessin“ von Susan Dexter. Ich weiß nicht, wann ich die Bücher das letzte Mal gelesen habe, aber es ist definitiv mehr als 15 Jahre her. (Mein Mann behauptet, dass er sich nicht erinnern kann, dass ich die Romane je in seiner Gegenwart gelesen hätte, was – wenn er recht hat – bedeuten würde, dass ich die Bücher in den letzten 25 Jahren nicht in der Hand hatte.) Auf jeden Fall bin ich gerade sehr fasziniert von der deutschen Übersetzung (von Gabriele Fröba), die ich inzwischen als etwas sperrig empfinde. Etwas, das mir früher definitiv nicht aufgefallen wäre. Da ich gestern entdeckt habe, dass es einen vierten Band gibt, der nie auf Deutsch veröffentlicht wurde, werde ich vermutlich beim Frühstück da einen Blick in die englische Leseprobe werden. Ansonsten haben mein Mann und ich geplant, dass wir heute Vormittag noch unsere Brettspielrunde in Angriff nehmen.
Update 13:45 Uhr
Nach dem letzten Update und einer kleinen Kommentarrunde gab es erst einmal Frühstück für mich. Dazu habe ich – wie geplant – die ersten Seiten von „The Wandering Duke“ von Susan Dexter gelesen und kann nun sagen, dass die Erzählweise zwar zeigt, dass die Geschichte schon vor zwanzig Jahren geschrieben wurde, aber es liest sich deutlich runder als die deutsche Übersetzung von „Die Hexenprinzessin“. Wenn mir die sechs Susan-Dexter-Titel, die ich in meinem Regal habe, auch nach diesem Reread immer noch gefallen (und momentan sieht es danach aus), dann muss ich mal schauen, ob noch andere Bücher der Autorin auf Englisch zu kaufen sind. Nach meinem Frühstück ging es dann zum Brettspielen.
Das war heute unsere erste Runde mit „Critter Kitchen“. Das Spiel ist von der selben Firma (und der selben Illustratorin), die auch „Flamecraft“ gemacht hat, und da uns „Flamecraft“ so gut gefallen hatte, hatten wir bei „Critter Kitchen“ den Kickstarter unterstützt. Die Spieler*innen betreiben jeder ein eigenes Restaurant und die drei verschiedenen Köche, die einem zur Verfügung stehen, werden zu Beginn einer Runde losgeschickt, um Lebensmittel einzukaufen. Jeder der Köche hat verschiedene Fähigkeiten, so dass gut überlegt werden muss, welcher Koch welches Geschäft aufsucht. Mit den besorgten Lebensmitteln (deren Auswahl vom Glück abhängt) sollten dann nach den ersten drei Runden drei Gerichte zusammengestellt werden, mit denen vorgegebene Aufgaben erfüllt werden müssen. Insgesamt gibt es sieben Runden (zweimal drei Runden für das Zusammenstellen von Gerichten und in der letzten Runde muss ein Restaurantkritiker zufriedengestellt werden). Auf den ersten Blick ist die Menge an Karten und kleinen Dingen, die auf dem Tisch liegen, schon etwas überwältigend, aber im Spiel selber fühlt es sich stimmig und überraschend einfach an (zumindest nachdem wir zweimal zwei kleine Regelunklarheiten nachgeschlagen hatten). Ich fürchte, dass das Spiel mit mehreren Personen mehr Spaß macht als zu zweit, aber auch so war es wirklich sehr nett zu spielen. Ich bin gespannt, wie sich das im Laufe der Zeit noch entwickelt – heute hatten wir erst einmal die einfachste Variante ausprobiert.
Update 17:00 Uhr
Bis ca. 16 Uhr habe ich weiter in „Die Hexenprinzessin“ gelesen und fühle mich davon gut unterhalten. Die Geschichte wird vor allem aus der Sicht von Leith erzählt, der ein Prinz ist, auf dem ein Fluch liegt. Dieser Fluch hat dafür gesorgt, dass er – als einziger Überlebender einer Schiffsreise (womit m. M. nach die Frage im Raum steht, ob es wirklich ein Fluch ist) – an die Küste von Esdragon gespült wurde. Ohne jeglichen Proviant stieß er dort auf den magischen Hengst Valadan, dank dessen Fähigkeiten er wenig später einen gläsernen Berg erklimmen konnte. Was ihm theoretisch die Hand der örtlichen Prinzessin einbrachte – nur, dass diese Prinzessin (Kess) alles andere als bereit zur Hochzeit ist. Gemeinsam machen die beiden sich auf den Weg, um Kess‘ verschwundene Eltern zu finden – und bislang hat sie Leith tagelang ziemlich fies an der Nase rumgeführt, vergiftet, mehrfach heftig getreten und auch sonst muss er vor seiner Reisegefährtin mindestens ebenso sehr auf der Hut sein wie vor seinem Fluch. (Überraschenderweise finde ich Kess bei all ihrer Boshaftigkeit trotzdem irgendwie sympathisch … auf jeden Fall macht sich bemerkbar, dass Susan Dexter mit ihren Geschichten typische High-Fantasy-Elemente auf den Kopf stellen wollte.) Wenn ich überlege, dass ich den Roman gestern kurz vor dem Schlafengehen angefangen habe, bin ich ein bisschen überrascht davon, wie zügig ich die Geschichte lese.
Die letzte Stunde habe ich dann mit „Hello Kitty Island Adventure“ verbracht und in Ruhe etwas gebastelt und Geschenke an meine Nachbarn verteilt. Als nächstes organisiere ich noch einen Bandauftritt für Tuxedosam und dann greife ich wieder zum Buch. Heute kann ich entspannt lesen bis es Abendessen gibt, denn wir haben beschlossen, dass es endlich mal wieder indisches Lieferessen geben wird! 🙂
Update 20:00 Uhr
Uff, bin ich satt! *g* Nach dem letzten Update habe ich weiter in „Die Hexenprinzessin“ gelesen, bis unser Essen geliefert wurde. Es war wieder sehr lecker und ich habe dieses Mal daran gedacht, dass das indische Restaurant am Wochenende schärfer würzt als in der Woche, weshalb ich mir auch nur einen halben Samose von meinem Mann habe geben lassen. Es ist nicht so, dass ich scharfes Essen nicht mag, aber es schmeckt halt nicht so gut, wenn ich Atemprobleme bekomme. 😉
Nach dem Essen war mir nach Abwechslung, weshalb ich zu meinem aktuellen eBook gegriffen habe. „The Shoemaker’s Wife“ von Celia Lake ist der zweite Band der „Mysterious Arts“-Reihe – wobei alle Bände laut der Autorin unabhängig voneinander gelesen werden können. Dieser Roman spielt (wie alle Bucher der Autorin) in einem alternativen Großbritannien, in dem ein Teil der Bevölkerung über Magie verfügt, was aber den nicht-magischen Teil der Bevölkerung verborgen bleibt. Genau genommen dreht sich diese Geschichte auf der einen Seite um den Schuhmacher Owen, der nach Ende des Ersten Weltkriegs wieder nach Hause kommt und nach einigen Fehlschlägen einen Handwerkerjob beim Theater ergattern kann. Auf der anderen Seite ist da noch seine Frau Clara, der erst jetzt so richtig bewusst wird, dass sie ihren Mann eigentlich gar nicht richtig kennt, die in Abwesenheit ihrer Tante deren Apotheke führt, und die einen hartnäckigen Kunden hat, der anscheinend mehr von ihr will. Ich mag wie Celia Lake das Zusammenleben zwischen Owen und Clara beschreibt, die beide herausfinden müssen, wie ein Ehealltag für sie überhaupt ausschauen kann. Ich finde die Theaterleute großartig, die überraschend sensibel damit umgehen, dass Owens Kriegserfahrungen eben Spuren hinterlassen haben, und ich liebe all die Details rund um die professionelle Herstellung von Schuhen. Diese Mischung aus gut recherchierten Themen und sympathischen Charakteren mit nachvollziehbaren und realistischen Problemen sorgt dafür, dass ich bald Celia Lakes gesamte Backlist in meinem Besitzt habe. *g*
Update 23:00 Uhr (letztes Update)
In den vergangenen drei Stunden habe ich weiter in „The Shoemaker’s Wife“ gelesen und bin mit dem Roman beinah durch. Mal schauen, ob ich die letzten Seiten noch schaffe, während ich darauf warte, dass das Badezimmer frei wird. Ich habe mich auf jeden Fall sehr gut von der Geschichte unterhalten gefühlt. Celia Lake gelingt es sehr gut eine für mich funktionierende Mischung aus wohltuenden Elementen und Problemen, die die Handlung interessant machen, zu schaffen. Hier gab es jetzt nicht nur eine überraschend wenig dramatische Lösung für Claras aufdringlichen Kunden, sondern auch ein amüsantes „dritte Akt“-Element im Theater, bei dem allen Beteiligten ständig Anspielungen auf Bühnenstück-Timing und dem, was die Charaktere gerade selbst erlebten, machten. Wie gesagt, ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Das war alles in allem ein netter Abend.
Genau genommen war der gesamte Tag wunderbar entspannt und ich bin sehr zufrieden mit den verschiedenen Sachen, die ich heute gemacht habe, (und definitiv nicht böse darüber, dass ich heute nicht kochen musste). Ich hoffe, ihr konntet den Sonntag auch genießen – es war schön, dass ihr heute wieder dabei gewesen seid!
Habt einen guten Start in die Woche und wir lesen uns (spätestens) in einem Monat wieder. 🙂
„Still Chosen – Another Unwanted Adventure“ von Stephanie G. Olson ist mir zufällig Anfang des Jahres auf Bluesky vor die Nase gekommen. Nachdem ich die Leseprobe gelesen hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie es weitergeht, weshalb dieser Roman dann meine erste eBook-Anschaffung für 2025 wurde. „Still Chosen“ wird aus der Sicht von Phoebe erzählt, die vor zwanzig Jahren – gemeinsam mit einer Handvoll Gefährten – den bösen Zauberer Zaletor besiegte und danach zur Königin gekrönt wurde. Seitdem war Phoebe damit beschäftigt, ihr Königreich zu führen, und obwohl sie so einiges Gutes für ihre Bevölkerung erreichen konnte, wird zu Beginn des Romans deutlich, wie unbefriedigend und frustrierend dieses Leben für die Protagonistin ist.
Kaum jemand in ihrem Umfeld nimmt sie als reale Person mit Wünschen und Bedürfnissen wahr. Ihre früheren Gefährten haben längst neue Wege eingeschlagen, die „Liebe ihres Lebens“ hat sie wenige Jahre nach ihrer Krönung verlassen, und nur ihr Pflichtgefühl sorgt dafür, dass Phoebe weiterhin so gut, wie sie es vermag, ihren Tätigkeiten als Königin nachkommt. Umso schlimmer ist es für sie, als zwanzig Jahre nach ihrem hart erkämpften Sieg gegen den bösen Zauberer der Göttinnen-Bote Mercury erscheint und von einem erneuten Auftauchen Zaletors berichtet. Da sie immer noch die Auserwählte der Göttinnen ist, ist es auch dieses Mal Phoebe, die sich auf den Weg machen muss, um den Zauberer zu besiegen. Doch Phoebe ist kein Teenager mehr, sie ist älter und zynischer geworden, sie hat in den vergangenen Jahren ihre Magie kaum noch eingesetzt, und zu ihren ehemaligen Gefährten besteht so gut wie kein Kontakt mehr.
Dieser Debütroman von Stephanie G. Olson hat mir beim Lesen wirklich viel Spaß gemacht. In vielen Dingen ist „Still Chosen“ eine klassische Fantasygeschichte, bei der die Protagonistin nach und nach Begleiter für ihre Quest aufsammelt, um am Ende einen Kampf gegen das Böse zu bestreiten. Aber da Phoebe all das schon einmal vor zwanzig Jahren durchgemacht hat und nun deutlich lebenserfahrener und desillusionierter ist, gibt es immer wieder Beobachtungen und Anmerkungen, die kritisch mit dieser Art von klassischer Fantasy umgehen. Dazu kommen all die kleinen amüsanten Momente, in denen der Göttinen-Bote Mercury fassungslos feststellen muss, dass die in der Zwischenzeit gealterte Phoebe nicht mehr klaglos all seinen Anweisung folgt, Probleme damit hat, Nacht für Nacht auf bloßer Erde zu schlafen, und ihre Kontrolle über ihre Magie ziemlich eingerostet ist.
Ich mochte es sehr, wie Phoebe im Laufe ihrer Reise feststellen muss, dass die Personen, die ihr früher am nächsten standen, über Facetten verfügen, die sie damals nicht gesehen hat. Außerdem bekommt sie endlich die Gelegenheit, all die traumatischen Dinge zu verarbeiten, die sie bei ihrer ersten Heldenreise erlebt und nie thematisiert hat. Zudem findet sie in all den Wochen unterwegs Dinge über ihr Königreich heraus, die ihr in ihrer Rolle als Königin verschwiegen wurden und die sie in Zukunft ändern muss – wenn sie denn diese Quest überleben sollte. Für mich ist „Still Chosen“ eine überraschend stimmiger Blick auf die Frage, was wohl der Erwachsenen-Alltag für all die Fantasyfiguren bereithält, die als Jugendliche Heldentaten vollbracht haben – wobei es eben viel darum geht, dass diese „Helden“den Rest ihres Lebens mit den während ihrer Erlebnisse gewonnenen Fähigkeiten und Erinnerungen zurechtkommen müssen.
Alles in Allem sorgen diese Themen weniger für Spannung und dafür mehr für nachdenkliche Momente auf Phoebes Seite. Aber da ich Phoebes Gedanken und Erinnerungen gern verfolgt habe, habe ich mich beim Lesen wirklich sehr gut unterhalten gefühlt. Ich fand es faszinierend, diese Art von Geschichte mal aus einer solch ungewöhnlichen Perspektive zu erleben, und dazu gab es viele amüsante Szenen, die die Handlung auflockerten. Für sich genommen ist „Still Chosen – Another Unwanted Adventure“ streng genommen nur „sehr nett“, aber als Ergänzung zu all die High-Fantasy-Romanen, die ich in meinem Leben gelesen habe, fand ich Stephanie G. Olsons Debüt ungewöhnlich reizvoll. Ich bin auf jeden Fall neugierig, was die Autorin in Zukunft noch für Geschichten veröffentlichen wird.
Nachdem ich schon die „Starfell“-Bücher von Dominique Valente sehr genossen hatte, hatte ich mir natürlich auch den aktuellsten Titel der Autorin vorbestellt. „Witchspark“ ist der Auftakt einer neuen Reihe und spielt in einem alternativen (fantastischen) Großbritannien im Jahr 1833. Nachdem einem Erdbeben vor ungefähr 100 Jahren sogenannte isle-sparks freisetzte, entwickelte ungefähr die Hälfte der Bevölkerung der britischen Inseln die Fähigkeit, Magie zu wirken. Das hat nicht nur zu einigen gesellschaftlichen Veränderungen – wie z. B. mehr Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern und weniger Rassismus – geführt, sondern die isle-sparks erweckten auch noch einige mystische Kreaturen (und magische Häuser) zum Leben. In dieser Welt leben die beiden Protagonistinnen, aus deren Sicht die Handlung von „Witchspark“ erzählt wird.
Auf der einen Seite ist da die zwölfjährige Lady Eglantine Bury, die gemeinsam mit ihrem Vater und dem Wyvern-Butler Arthur in dem magischen Haus Huswyvern lebt und die befürchten muss, dass ihr Mangel an Magie dafür sorgen wird, dass sie Huswyvern verliert. Auf der anderen Seite droht der vierzehnjährigen Prinzessin Victoria der Verlust der Krone, wenn bekannt würde, dass sie über Magie verfügt, die sie nicht kontrollieren kann. Denn nach einem Vorfall mit einem von Victorias Vorfahren hatte das Parlament ein Gesetz erlassen, das bestimmt, dass kein Mitglied der königlichen Familie jemals wieder über Magie verfügen darf.
Beide Mädchen sind so verzweifelt, dass sie auf eine Anzeige für den postalischen Hexenkurs von Miss Hegotty reagieren, in dem vollen Bewusstsein, dass dieser Kurs ganz oben auf der Liste mit von der Regierung gebannter Magie steht. Ich muss zugeben, ich liebe die Anzeige für Miss Hegottys Kurs (ebenso wie die vielen wunderbaren Illustrationen von Eleonora Asparuhova in den verschiedenen Kapiteln).
Ich weiß nicht, wie Dominique Valente es jedes Mal schafft, aber ich habe jede einzelne Seite von „Witchspark“ genossen. Mir sind Victoria (und ihr Stallbursche Eoin) ebenso ans Herz gewachsen wie Eglantine, ihr Butler Arthur und ihr großartiges Haus Huswyvern. Ich habe mich bei all den kleinen und größeren Katastrophen im Leben der beiden Protagonistinnen hervorragend amüsiert, ohne dabei aus den Augen zu verlieren, dass für beide Mädchen sehr viel auf dem Spiel steht. Es gab so viele fantastische Ideen rund um die Magie in dieser Welt, die der ganzen Geschichte einen frischen Anstrich gaben, obwohl die Grundidee ehrlich gesagt nicht so ungewöhnlich ist. Aber gerade diese Mischung aus Vertrautem und Überraschenden hat dafür gesorgt, dass ich mich mit dem Roman so wohl gefühlt habe.
Mir gefiel auch die Tatsache, dass Eglantine und Victoria zwei vollkommen gegensätzliche Gründe haben, um sich in Miss Hagottys Kurs einzuschreiben. So war es Dominique Valente möglich, die verschiedenen Gefahren, die mit einem Mangel an Kontrolle über die Magie einhergehen, oder eben die Herausforderungen, die das Fehlen von Magie für eine Person in einer magisch geprägten Gesellschaft mit sich bringen, darzustellen. Doch vor allem waren es die vielen sympathischen Charaktere (zu denen definitiv auch das magische Haus Huswyvern gehört!), die dafür gesorgt haben, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen mochte. Gerade Eglantine, die schon von klein auf gelernt hat, dass sie besonders hartnäckig sein muss, um Dinge zu erreichen, die anderen Personen deutlich leichter fallen, ist eine wunderbare Protagonistin.
Die Beziehung zwischen Eglantine und Arthur ist, ebenso wie die zwischen ihr und Huswyvern, wirklich herzerwärmend. Und bei Victoria war es wunderbar zu verfolgen, wie all die Aufgaben, die mit Miss Hegottys Kurs einhergehen, dafür sorgen, dass die junge Prinzessin eine Menge Einfallsreichtum beweisen muss. Lustigerweise ist eine der für mich wichtigsten Figuren in der Geschichte Miss Hegotty, obwohl sie (fast) ausschließlich in ihren Briefen zu Wort kommt. Aber ihr Optimismus, ihr Vertrauen in ihre Schülerinnen und ihre ermutigenden Worte an Eglantine und Victoria zeugen von einer wunderbaren Lehrerin, und ich hoffe, dass sie im nächsten Band einen größeren Teil der Handlung einnimmt. Das Einzige, worüber ich mich nach dem Lesen von „Witchspark“ beschweren kann, ist, dass ich keinerlei Informationen zum Erscheinungstermin der Fortsetzung finden kann. 😉
Nachdem ich Ende 2020 „The Creature Keeper“ von Damaris Young gelesen hatte, hatte ich mir im folgenden Januar den Debütroman der Autorin, „The Switching Hour“ gekauft. Vier Jahre saß das Buch dann auf meinem SuB und wartete darauf, dass ich es – passend zur Atmosphäre der Geschichte – „im Sommer“ endlich lesen würde. „Im Sommer“ passte es aber nie so recht, und nachdem ich den Roman jetzt endlich gelesen habe, bin ich froh, dass ich nicht parallel zum Lesen auch noch in der Realität mit – für mich – viel zu viel Hitze zu kämpfen hatte. Da die Handlung während einer anhaltenden Dürre in einem Land spielt, das von der Kindheit der Autorin in Südafrika inspiriert wurde, wäre das für mich vermutlich zu viel gewesen, um die Geschichte noch genießen zu können.
Damaris Young ist erschreckend gut darin, zu beschreiben, wie unerträglich das Leben bei solch hohen Temperaturen und ohne einen Hauch von Regen ist. Ihre Protagonistin, die zwölfjährige Amaya, lebt seit dem Tod ihrer Mutter mit ihrem kleinen Bruder Kaleb bei ihrer Großmutter Uma. Jeden Tag bringt sie die drei Ziegen auf die Weide und verbringt dann bis kurz vor der Abenddämmerung den Tag am See. Doch von Woche zu Woche wird der See kleiner, immer mehr Menschen versuchen, die wenigen Fische, die noch im Wasser zu finden sind, zu fangen, und Amayas Chancen, selbst mit einem Fang nach Hause zu kommen, werden immer geringer. Auch der kleine Garten ihrer Großmutter Uma bringt kaum noch einen Ertrag, was bedeutet, dass es mit jedem Tag schwieriger wird, genügend Lebensmittel für eine Mahlzeit zusammenzubekommen.
Dazu kommt noch das Gerücht, dass die Dürre – nach fast hundert Jahren – für ein erneutes Auftauchen von Badeko gesorgt hat. Badeko ist ein sagenhaftes Ungeheuer, das nach Einbruch der Dämmerung kleine Kinder entführt, um sich von ihren Träumen zu ernähren. Zehn Kinder sind in den umliegenden Orten schon verschwunden, und als auch Kaleb von Badeko entführt wird, macht sich Amaya auf, um ihren kleinen Bruder zu retten. Drei Tage hat sie Zeit, bevor die sorrow sickness sie erfassen und dafür sorgen wird, dass sie Kaleb für immer vergisst. Doch glücklichweise wird Amaya auf ihrem Weg von ihrer dickköpfigen Ziege Tau begleitet und findet wenig später auch noch in der gleichaltrigen Molly eine Gefährtin, die Amaya bei ihrer Suche unterstützt.
Die Handlung in „The Switching Hour“ streift so viele verschiedene Themen, aber vor allem dreht sie sich um Verlust und Trauer und um die häufig komplizierten Gefühle, die Familienmitglieder füreinander empfinden können. Dabei fand ich, dass Damaris Young mit Amaya die perfekte Protagonistin für diese Geschichte geschaffen hat. Das Mädchen liebt seinen kleinen Bruder und seine Großmutter, aber es ist auch of überfordert mit all den Veränderungen in seinem Leben. Dazu kommt, dass Amaya um ihre Mutter trauert, die bei einem Feuer umkam, und befürchten muss, dass sie sich irgendwann nicht mehr ausreichend an die Verstorbene erinnern kann. Als Kaleb dann auch noch verschwindet, ist Amaya wild entschlossen, ihn zu retten. Doch um das zu erreichen, muss sie all ihren Mut zusammennehmen und gemeinsam mit ihren Gefährten einige Herausforderungen überwinden.
So spannend es auch war, von den größeren Gefahren wie den Raubtieren und dem Wassermangel zu lesen, so mochte ich doch vor allem die kleinen, persönlichen Momente, die Amaya erlebt. Für mich fühlte sie sich wie eine reale Person mit allen möglichen Stärken und Schwächen an, die sich im Laufe ihrer Suche immer wieder den kleinen Lügen, die sie sich selbst erzählt hat, stellen muss. Ihre Begleiterin Molly fand ich etwas weniger überzeugend gestaltet (da ihre Hintergrundgeschichte für mich zu offensichtlich war), aber ich mochte das Zusammenspiel der beiden Mädchen und die – nicht ganz einfache – Freundschaft, die sich im Laufe der drei Tage zwischen ihnen entwickelt. Die Ziege Tau hingegen ist der heimliche Star der Geschichte, da das Tier nicht nur immer wieder für kleine amüsante Momente sorgt, sondern auch deutlich dazu beiträgt, dass die beiden Mädchen ihre Suche zu Ende bringen können. Doch vor allem bleibt mir nach dem Lesen von „The Switching Hour“ die Atmosphäre der Geschichte in Erinnerung. Damaris Young beschreibt die Dürre, den Durst der Figuren und die Ängste, die Badeko auslöst, so eindringlich, dass all diese Elemente nach dem Beenden des Romans noch eine ganze Weile in mir nachklangen.
Der Februar bot recht wenig Anlässe für Fotos – dafür habe ich jedes „Keep the Heroes Out!“-Szenario gleich zweimal fotografieren dürfen, weil wir beim ersten Versuch immer gescheitert sind. *g*
Uhhh … lasst uns einfach nicht über den Februar reden, okay? Wobei ich zum SuB anmerken kann, dass er etwas angewachsen ist. Was kein Wunder ist, da drei Vorbestellungen eintrafen, während ich es gerade mal geschafft habe einen Titel vom SuB zu lesen. Immerhin war es ein Roman, der schon seit vier Jahren darauf wartete, dass ich ihn in die Hand nehme! Oh, und ich habe ein weiteres Buch angefangen (und werde es hoffentlich auch nicht wieder halb gelesen zur Seite legen), das seit vermutlich 15 Jahren auf dem SuB lag … Mal schauen, ob der März meine Leselust wiederbringt oder ob das noch eine Weile mit mir so weitergeht.
Belletristik-SuB:
Julie Abe: Tessa Miyata is no Hero
Katherine Addison: The Tombs of the Dragons (The Cemeteries of Amalo 3)
Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
Sufiya Ahmed: Rosie Raja – Churchill’s Spy
Yukito Ayatsuji: The Mill House Murders
Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
Hanna Alkaf: The Weight of our Sky
Kaia Anderson: Sisters in Arms
Sophie Anderson: The Thief Who Sang Storms
Michiko Aoyama: What your are looking for is in the library
Kelley Armstrong: The Gryphon’s Lair (A Royal Guide to Monster Slaying 2)
Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
Kelly Barnhill: The Ogress and the Orphans
Kelly Barnhill: When Women Were Dragons
Alice Bell: Displeasure Island (Grave Expectations 2)
T. J. Berry: Space Unicorn Blues
Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown
Aliette de Bodard: A Fire Born of Exile
Lila Bowen: Conspiracy of Ravens (The Shadow 2)
Natasha Bowen: Skin of the Sea
Nicholas Bowling: Song of the Far Isles
Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
Marie Brennan: Within the Sanctuary of Wings – A Memoir by Lady Trent
Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
Sarah Rees Brennan: In Other Lands
Stephanie Burgis: The Raven Throne (The Raven Heir 2)
Stephanie Burgis: Wooing the Witch Queen
Rachel Caine: Paper and Fire (The Great Library 2)
Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
Jennifer Carson: To Find a Wonder
Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
Amber Chen: Of Jade and Dragons
David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
Rin Chupeco: Wicked as You Wish (A Hundred Names for Magic 1)
Rin Chupeco: The Bone Witch
Dhonielle Clayton: The Marvellers
Orlagh Collins: All the Invisible Things
Alyssa Colman: The Gilded Girls (Gilded Magic 1)
Leah Cypess: Thornwood (Sisters Ever After 1)
April Daniels: Dreadnought (Nemesis 1)
Benjamin Dean: Me, My Dad and the End of the Rainbow
Sarah Driver: Once we were Witches
Sarah Beth Durst: Race the Sands
Joseph Elliott: The Good Hawk (Shadow Skye 1)
Louise Erdrich: The Birchbark House
Catherine Fisher: The Velvet Fox (The Clockwork Crow 2)
Francesca Gibbons: A Clock of Stars 1 – The Shadow Moth
Laura Ann Gilman: Silver on the Road
Nicole Glover: The Conductors
Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
Mira Grant: Chimera (Parasitology 3)
Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 2)
Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
Rachel Hartman: Seraphina
Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
Jim C. Hines: Terminal Alliance
Tanya Huff: Wizard of the Grove
D. B. Jackson: Thieves‘ Quarry (Thieftaker #2)
D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
Sharna Jackson: The Good Turn
Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
Diana Wynne Jones: Dogsbody
Diana Wynne Jones: Power of Three
Diana Wynne Jones: Fire and Hemlock
Michelle Ruiz Keil: All of Us with Wings
Celine Kiernan: Geisterpfade
Celine Kiernan: Königspfade
Mary Robinette Kowall: The Calculating Stars
Sarah Kuhn: Heroine’s Journey (Heroine Complex 3)
Sarah Kuhn: From Little Tokyo with Love
R. F. Kuang: The Poppy War
Lillie Lainoff: One for All
L. D. Lapinski: The Whispering World (Artezans 2)
E. Latimer: Escape to Witch City
Patrice Lawrence: The Elemental Detectives
Yoon Ha Lee: Dragon Pearl
Y.S. Lee: The Body at the Tower (The Agency 2)
Y.S. Lee: The Traitor in the Tunnel (The Agency 3)
Y.S. Lee: Rivals in the City (The Agency 4)
Julie Leong: The Teller of Small Fortunes
Elizabeth Lim: Six Crimson Cranes
Ann Sei Lin: Rebel Fire (Rebel Skies 2)
Ann Sei Lin: Rebel Dawn (Rebel Skies 3)
Judy I. Lin: A Magic Steeped in Poison
Darcie Little Badger: Elatsoe
Cixin Liu: The Three-Body Problem
Emily Lloyed-Jones: The Drowned Woods
Kari Maaren: Weave a Circle Round
Janelle McCurdy: Mia and the Lightcasters (Umbra Tales 1)
Seanan McGuire: Middlegame
Seanan McGuire: Angel of the Overpass (Ghost Roads 3)
Seanan McGuire: Adrift in Currents Clean and Clear (Wayward Children)
Skye McKenna: Hedgwitch
Robin McKinley: Dragonhaven
Anna-Marie McLemore: Blanca and Roja
Wendy McLeod MacKnight: The Copycat
Sangu Mandanna: Kiki Kallira Conquers a Curse (Kiki Kallira 2)
Karen M. McManus: Two can Keep a Secret
Kate Milford: The Boneshaker
Kate Milford: Bluecrowne
Kate Milford: The Thief Knot
Maya Montayne: Nocturna
Bethany C. Morrow: A Song Below Water
Tamsyn Muir: Gideon the Ninth
Julie Murphy: Faith – Taking Flight
Julie Murphy: Faith – Greater Hights
Bishop O’Connell: The Stolen
Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
Mark Oshiro: The Insiders
Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
S. A. Patrick: A Vanishing of Griffins (Song of Magic 2)
Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
C. L. Polk: Stormsong (Kingston Cycle 2)
C. L. Polk: Soulstar (Kingston Cycle 3)
Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
Sarah Prineas: Dragonfell
Philip Reeve: Larklight
Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
Rebecca Roanhorse: Race to the Sun
John Scalzi: Fuzzy Nation
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
A. G. Slatter: The Briar Book of the Dead
A. G. Slatter: The Crimson Road
Barbara Sleigh: The Kingdom of Carbonel
Jessica Spotswood/Tess Sharpe: Toll and Trouble – 15 Tales of Women and Witchcraft (Anthologie)
Lucy Strange: Sisters of the Lost Marsh
Esme Symes-Smith: Sir Callie and the Champions of Helston
Emily J. Taylor: Hotel Magnifique
Charles den Tex: Die Zelle
Aiden Thomas: Cemetery Boys
Angie Thomas: Nic Blake and the Remarkables – The Manifestor Prophecy
Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
Sarah Tolcser: Song of the Current
Hana Tooke: The Unadoptables
Adrienne Tooley: Sweet & Bitter Magic
Tiffany Trent: Unnaturalist
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
Anne Ursu: Breadcrumbs
Dominique Valente: Witchspark
Renee Watson: Piecing Me Together
Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
Martha Wells: All Systems Red (Murderbot Diaries 1)
Martha Wells: The Cloud Roads
Jen Williams: The Ninth Rain (The Winnowing Flame Trilogy 1)
Amy Wilson: Angel and Bavar
Katherine Woodfine: The Midnight Peacock (The Sinclair’s Mysteries 4)
Katherine Woodfine: Peril in Paris (Taylor and Rose 1)
Katherine Woodfine: Spies in St. Petersburg (Taylor & Rose 2)
Katherine Woodfine: Villains in Venice (Taylor & Rose 3)
Katherine Woodfine: Nightfall in New York (Taylor & Rose 4)
Xinran: Gerettete Worte
Jy Yang: The Black Tides of Heaven
Kelly Yang: Front Desk
Seishi Yokomizo: Death on Gokumon Island
Katie Zhao: The Dragon Warrior
Xiran Jay Zhao: Iron Widow
Xiran Jay Zhao: Zachary Ying and the Dragon Emperor
Amélie Wen Zhao: Dark Star Burning, Ash Falls White
Ibi Zoboi: Pride
166 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang
Sachbuch-SuB (noch immer unvollständig):
Bernadette Banner: Make, Sew and Mend
Francis Burney: Journals and Letters
Caroline Criado Perez: Invisible Women – Exposing Data Bias in a World Designed for Men
Brunhilde Dähn: Berlin Hausvogteiplatz
Lydia Edwards: How to Read a Suit – A Guide to Changing Men’s Fashion from the 17th to the 20th Century
Ruth Goodman: How to be a Victorian
Molly Guptill Manning: When Books Went to War
Lindsey Fitzharris: The Butchering Art – Joseph Lister’s Quest to Transform the Grisly World of Victorian Medicine
Kameron Hurley: The Geek Feminist Revolution
Jennifer Kloester: Georgette Heyer’s Regency World
Bea Koch: Mad & Bad – Real Heroines of the Regency
Natalie Livingstone: The Mistresses of Cliveden
Philip Mansel: Prince of Europe – The Life of Charles-Joseph de Ligne
Catherine Ostler: The Duchess Countess – The Woman who Scandalised a Nation
Tom Reiss: The Orientalist – In Search of a Man Caught Between East and West
Hannah Ritchie: Not the End of the World
Hallie Rubenhold: Lady Worsley’s Whim – An Eigtheenth-Century Tale of Sex, Scandal and Divorce
Hallie Rubenhold: Story of a Murder
Lauren Stowell/Abby Cox: The American Duchess Guide to 18th Century Dressmaking
Kimberley Wilson: Unprocessed – What Your Diet is Doing to Your Brain
Schon der zweite Lese-Sonntag in diesem Jahr und mir ist gerade bewusst geworden, dass ich seit dem im Januar kaum etwas gelesen habe. Mein Stapel mit angefangenen Büchern hat sich nicht bewegt und wenn mich nicht am vergangenen Dienstag überraschenderweise eine Leseprobe (die Indranan-War-Trilogie von K.B. Wagers) gepackt hätte, hätte ich in diesem Monat bislang gar nichts gelesen. Aber ich kann vermelden, dass mir das Offline-Sein gut tut, ebenso wie die Tatsache, dass ich in den vergangenen zwei Wochen meine Abende mit dem Spiel „Hello Kitty Island Adventure“ verbracht habe. Ewig kann ich (und will ich) mich nicht vor der Welt verstecken, aber für die nächsten zehn Tage werde ich dabei bleiben …
Was den heutigen Tag angeht, so starte ich erst einmal mit den üblichen Sachen, die ich zum Wachwerden nutze. Ansonsten steht wieder eine „Keep the Heroes Out!“-Runde an, ich habe – nachdem ich Freitag die Trilogie beendet hatte – gestern mit „Demon World Boba Shop“ (einen entspannten isekai-Roman rund um jemanden, der einen Bubble-Tea-Shop in einer Fantasywelt eröffnet) angefangen und dann werde ich gewiss auch noch Zeit mit Hello Kitty und all den anderen Figuren auf der Ferieninsel verbringen. Ich hoffe, wir können heute alle einen erholsamen Sonntag verbringen!
Update 10:00 Uhr
Der Morgen ist wieder einmal viel zu schnell rumgegangen. Aber immerhin fühle ich mich so langsam wach genug, um über etwas zu Trinken und über die nächste Aktivität nachzudenken. Genau genommen werden wir jetzt unsere „Keep the Heroes Out!“-Runde in Angriff nehmen, damit mein Mann heute noch genügend Zeit für die beiden Brettspiele, die er am Wochenende allein spielt, hat. Danach gönne ich mir dann ein Frühstück und schaue, ob mich mein Buch nicht locken kann …
Update 13:00 Uhr
Unsere „Keep the Heroes Out!“-Runde war heute wieder sehr lustig. Wir hatten das gleiche Szenario schon vor zwei Wochen gespielt und waren daran gescheitert, dass unser Markt keinerlei Tränke im Angebot hatte. Während wir gleichzeitig dringend Tränke brauchten, um die Feen, mit denen unser Dungeon befallen war, zu vertreiben. Ich muss gestehen, dass ich diese „Ungeziefer tummelt sich im Dungeon“-Aufgabe sehr lustig fand – gerade weil mein Mann wieder die Spinnen spielte, die heute dann auch erfolgreich den Feen-Befall beseitigt haben. Da wir dieses Mal genau wussten, dass die Tränke entscheiden für den Spielverlauf sind, habe ich sehr viele Karten geopfert, um den Markt auffrischen zu können, und am Ende waren wir so dann überraschend schnell erfolgreich. Ich bin gespannt, wie es beim nächsten Mal wird, wenn einer von uns die Feen spielen wird.
Nach unserer Brettspielrunde habe ich mir Milchreis gekocht und beim Essen etwas in „Demon World Boba Shop“ gelesen. Der Protagonist Arthur hatte gerade seinen allerersten Tag als Betreiber eines Bubble-Tea-Shops und nach einem etwas holprigen Start hat er so viel verkauft, dass er gleich drei Level als „Teamaster“ dazugewonnen hat. Was ich an dieser Geschichte mag, ist, dass die Figuren nicht nur wie im klassischen RPG aufleveln, wenn sie Erfahrungen sammeln, sondern dass sie auch aufleveln, wenn jemand anders ihre Produkte verwendet. Arthur zum Beispiel benötigte für seinen Shop Metallstrohhalme und Becher und so haben seine Freunde (ein Schmied und eine Töpferin) an diesem ersten Shoptag ebenfalls aufgelevelt. Außerdem ist es nett, dass die ganze Geschichte in einer Welt spielt, die darauf eingerichtet ist, dass Personen aus anderen Welten bei ihnen auftauchen und keine Ahnung von der Gesellschaft und den Strukturen hat – weshalb es klare Regeln für den Umgang mit und finanzielle Unterstützung für diese/n neuen Bürgern gibt.
Update 17:30 Uhr
Nach meinem Frühstück habe ich erst einmal eine ganze Weile „Hello Kitty Island Adventure“ gespielt. Ich hatte gestern Abend einen neuen Bereich freigeschaltet, den ich mir heute erst einmal in Ruhe angeschaut habe. Außerdem gibt es jeden Tag eine Menge einzusammeln, zu basteln und neue Quests zu erfüllen. Ich finde das Spiel wirklich wunderbar entspannend und bin mir sicher, dass ich da noch so einige Zeit mit zu tun habe. Ich habe ein paar kleinere Kritikpunkte, was die (mangelnde) Ordnung im Inventar angeht, aber ansonsten haben sich die Entwickler wirklich sehr viel Mühe gegeben das Spiel so hindernisfrei und selbsterklärend wie möglich zu gestalten. Und je größer das Gebiet wird, das einem zur Verfügung steht, und je besser die Freundschaft zu den anderen Personen wird, desto mehr Möglichkeiten gibt es auch das Ganze komfortabler zu gestalten. Besonders nett ist es auch, dass es ein Gebiet unter Wasser gibt, das von fast allen Inseln zugänglich ist und in dem frei geschwommen werden kann. So lassen sich unter Wasser ein Piratenschiff, ein Algenlabyrinth oder ein Comedy Club entdecken … 😉
Danach wurde es dann Zeit für Kekse und Milchkaffee und einige Kapitel in „Demon World Boba Shop“. Der Protagonist Arthur hatte zu Beginn des Romans (nachdem er in unserer Welt an einem Herzinfakt gestorben war) darum gebeten, dass er sein zweites Leben in einer Umgebung verbringen kann, die „nice“ ist. Und genau das passt auch hervorragend zu der Stadt in der er gelandet ist – inklusive all der Personen, die er bislang kennengelernt hat. Es gibt zwar den typischen Abenteurer-/Dungeon-Hintergrund aus klassischen Fantasy-Spielen, aber für Arthur spielt das kaum eine Rolle, da für ihn schnell feststeht, dass das nicht die richtige Art von Job für ihn ist. Was ihn dann relativ schnell dazu bringt, dass er Erfahrungen im Teebrühen, dem Herstellen von kleinen Teigkugeln und – nach der Eröffnung seines Standes – dem Umgang mit Kunden sammelt. Inzwischen hat er eine Assistentin eingestellt, die vor allem als Spülkraft arbeitet. Mir macht es viel Spaß die vielen kleinen Details dieser Welt – gemeinsam mit Arthur – zu entdecken. Sehr nett fand ich z.B. die Szene, in der ihm der Unterschied zwischen „Chef“ und „Cook“ in dieser Welt erklärt wurde. Der Chef ist jemand, dem es darum geht seine Gerichte zu perfektionieren, der „Cook“ jemand, dem es darum geht, dass sein Gast das für ihn perfekte Gericht bekommt. 😉
Update 22:30 Uhr (letztes Update)
Nach dem letzten Update habe ich erst einmal eine Kommentarrunde gedreht und bin dann in die Küche gewandert, um drei verschiedene Beete (rote, gelbe und geringelte) für mein heutige Abendessen zu machen. Damit sich die Mühe lohnt, habe ich gleich noch eine Portion für morgen mitgemacht, die ich dann zusätzlich zum Kräuterquark noch mit Panko-Kräuter-Bröseln versehen werde. Ich bin gespannt, wie das zusammenpasst. 🙂
Bei „Demon World Boba Shop“ habe ich inzwischen mehr als die Hälfte des Buchs gelesen und der Protagonist hat gerade zum ersten Mal eine mehrtägige Monsterwelle miterlebt, die die Stadt angriff. Das Leben in dieser Welt ist nicht nur rundum nett und gemütlich. Aber da Arthur nichts passiert ist und er am zweiten Tag eine Idee hatte, wie er die anderen Verteidiger der Stadt mit seinem Tee unterstützen könnte, war auch dieser Teil beim Lesen überraschend wohltuend. Ich genieße es sehr all die Gedanken, die sich R.C. Joshua rund um die kleinen Details seiner Fantasywelt gemacht hat, zu lesen. Allein schon die Szene, in der Arthur sich durch einen Haufen (für ihn) unbekannter Früchte testet, um herauszufinden, was zu seinem Tee passen könnte und was ihn an Früchte und Beeren in unserer Welt erinnert, fand ich überraschend faszinierend. Nichts davon ist ausführlich beschrieben und es gibt in der Regel sehr schnelle Lösung für Arthurs Produktionsprobleme, aber ich finde es unterhaltsam und gut gemacht. Ich bin gespannt, was Arthur morgen in meiner Frühstückspause so erleben wird. 😉
Jetzt aber wird es Zeit eine letzte Blogrunde zu drehen und dann den Tag so langsam zum Ende zu bringen. Ich hatte heute einen wunderbar entspannten Tag und hoffe, dass es euch ebenso erging! Habt einen guten Start in die Woche! Schön, dass ihr wieder dabei gewesen seid. 🙂
Hier sind wieder die Lese-Eindrücke zu den Büchern, zu denen ich wenigstens ein bisschen was schreiben wollte. Das betrifft im Januar den Großteil der Romane, die ich gelesen habe. *g*
Celia Lake: Complementary
„Complementary“ war der erste Roman, zu dem ich in diesem Jahr gegriffen habe. Celia Lakes Geschichten mochte ich bislang alle, und so war es auch mit diesem Titel. Die Handlung spielt 1910 in einer fantastischen Variante von Großbritannien und dreht sich um zwei Frauen, die im Auftrag der Wache in einer nicht-magischen Künstler-Gemeinschaft nach einem magischen Objekt suchen. Dabei ist Elizabeth ein offizielles Mitglied der Wache (und arbeitet als eine Art magische Spurensucherin), während Rosemary eine Hebamme mit Heilmagie ist.
Ich fand es reizvoll, mal eine Geschichte von Celia Lake zu lesen, in der die Protagonistinnen unter allen Umständen vermeiden müssen, dass jemand herausfindet, dass Magie existiert – während sie natürlich gleichzeitig Magie einsetzen müssen, um ihren Auftrag erledingen zu können … Außerdem habe ich wirklich gern verfolgt, wie Elizabeth (die ich schon aus anderen Romanen kannte) und Rosemary einander näherkamen. Das war eine sehr schöne Liebesgeschichte zwischen zwei Personen, die schon etwas älter und lebenserfahrener sind. Mir gefiel es auch sehr, dass beide Frauen nach einer ersten Annäherung erst einmal jede für sich überlegen mussten, ob sie bereit sind, ihren behaglichen Alltag so weit umzukrempeln, dass eine andere Person darin Platz findet.
Celia Lake: Bound to Perdition (Mysterious Arts 1)
Da ich nach „Complementary“ weiter Lust auf Celia Lake hatte, habe ich mir (für ganze 95 Cent) noch den Roman „Bound to Perdition“ gegönnt. Die Geschichte spielt 1917 und dreht sich vor allem um die Vorgänge in einer magischen Forschungseinrichtung der Regierung. Die Protagonistin Lynet ist Buchbinder-Meisterin und hat den Auftrag, ein magischen Journal zu entwickeln, das sich in größeren Mengen herstellen lässt. Diese Journale sollen u. a. die zeitnahe und direkte Kommunikation mit der Front ermöglichen, was für den Kriegsverlauf eine entscheidende Wende bringen könnte. Umso mehr verwirrt es Lynet, dass ihr von allen Seiten Hindernisse in den Weg gelegt werden. Einzig ihr Assistent Reggie (der aufgrund einer Verletzung nicht mehr an die Front zurückkehren kann) scheint kein Problem damit zu haben, dass sie einen Handwerks-Hintergrund hat, während er gleichzeitig ihre Arbeit genauso wichtig nimmt, wie sie es tut.
Ich fand es spannend, mal eine (Liebes-)Geschichte zu lesen, die sich mit den Problemen rund um Materialbeschaffung, Forschung und Ethik in Kriegszeiten beschäftigt. Reggies Teil der Handlung zeigt immer wieder, wie sehr Krieg einen Menschen (und seine Prioritäten) verändern kann, während Lynets Perspektive mich – stellvertretend für ihre Figur – häufig frustrierte. Trotzdem mochte ich, wie die Autorin mit den vielen verschiedenen „herausfordernden“ Themen umgegangen ist. Ich habe auch hier die Charaktere sehr schnell ins Herz geschlossen und ich habe es ungemein genossen, so viele Passagen rund ums Buchbinden und die damit verbundenen Techniken zu lesen.
Kat Richardson: Storm Waters
Von Kat Richardson hatte ich die Greywalker-Reihe wirklich gern gelesen, und so habe ich mich sehr gefreut, als ein neuer Roman der Autorin angekündigt wurde. „Storm Waters“ ist eine „noir urban fantasy“-Geschichte, die im Jahr 1934 in Hollywood beginnt. Der Protagonist Marty Storm besitzt gemeinsam mit seinem Partner Peter eine Firma, die sich auf Frachtschifffahrt spezialisiert hat. In dieser Firma taucht zu Beginn der Handlung ein Geist auf, der behauptet, dass er der Kapitän eines untergegangenen Schiffs gewesen sei. Marty selbst verfügt über Wassermagie, und schnell steht fest, dass hinter der Geistererscheinung etwas Größeres steckt – etwas, das dazu führt, dass er sich mit der Familie seiner Mutter in New Orleans auseinandersetzen muss.
Der Erzählton der Geschichte war anfangs wirklich sehr faszinierend, denn Kat Richardson gelingt es erstaunlich gut, die Atmosphäre eines klassischen Privatdetektiv-Romans heraufzubeschwören. Aber in der Mitte des Buchs – als sich die Handlung von Los Angeles wegbewegt – hat mich die Autorin trotzdem eine Zeitlang verloren. Den Teil, der in der Nähe von New Orleans spielt, fand ich so unrund, dass ich das Buch Anfang Dezember zur Seite gelegt und erst Mitte Januar wieder in die Hand genommen habe (um dann erleichtert festzustellen, dass sich die Handlung wieder auf L.A. zubewegte). Am Ende bin ich etwas zwiegespalten, weil ich den Anfang und den Schluss eigentlich mochte, mich der Mittelteil aber so sehr rausgerissen hatte. Aber ich würde vermutlich einem weiteren Band um Marty Storm eine Chance geben, um zu schauen, ob der dann von Kat Richardson durchgehend stimmig geschrieben wurde.
Annie Bellet: Harper’s Tale (The Twenty-Sided Sorceress 7.5)
Ein relativ kurzes Buch, das ich über Kickstarter mitfinanziert hatte, weil ich die „Twenty-Sided Sorceress“-Geschichten der Autorin gern gelesen hatte. Außerdem wollte ich wissen, wie es der Protagonistin Harper nach einem bestimmten Ereignis in der Serie ergangen war. Dieser Roman spielt zwischen zwei Bänden der Haupthandlung und dreht sich um das Verschwinden (und die Ermordung) von Youtuberinnen. Das Ganze ist eine klassische Urban-Fantasy-Geschichte, bei der die Protagonistin während der Ermittlungen weniger davon profitiert, dass sie eine Fuchs-Gestaltwandlerin ist, als davon, dass sie einen Namen und Beziehungen in der Gamer*innen-Szene hat. Obwohl der/die Bösewicht/e im Prinzip beim ersten Auftritt schon offensichtlich war/en, habe ich mich beim Lesen gut unterhalten gefühlt. Wobei ich zugeben muss, dass Geschichten, die rund um Conventions, Videospiele und Cosplay spielen, von mir immer ein paar Sentimentalitäts-Bonuspunkte bekommen.
S. Usher Evans: Fiends and Festivals (The Weary Dragon Inn 2)
Der zweite Band der „The Weary Dragon Inn“-Reihe war genauso nett wie „Drinks and Sinkholes“. Neben den schon vertrauten Figuren gab es ein paar neue Besucher in Pigsend, und das große Ereignis war dieses Mal das Herbst-Festival inklusive der dazugehörigen unterschiedlichen Wettbewerbe, bei denen auch Personen aus anderen Orten mit ihren Erzeugnissen (oder Backwaren) antreten. Was bedeutet, dass Bev unbedingt herausfinden musste, wer das Festival sabotiert (und so vielleicht dafür sorgt, dass es zukünftig in den Nachbarort verlegt wird). Ich gebe zu, dass die Identität des Saboteurs von Anfang an wirklich offensichtlich war. Aber da ich keine Ahnung hatte, was das Motiv dieser Person sein könnte, und mich ansonsten gut genug mit den größeren und kleineren Katastrophen rund ums Festival unterhalten gefühlt habe, habe ich auch diesen Band wieder genossen.
Ich weiß noch nicht, ob ich die Reihe fortsetzen werde, wenn ich den dritten Teil, den ich schon als eBook besitze, gelesen habe. Die Geschichten sind halt nur „nett“ – aber ich bereue die Anschaffung definitiv nicht. Es ist angenehm, mal einen fantastischen cozy mystery zu lesen, bei dem es nicht um Mord geht und bei dem das Scheitern der „Ermittlerin“ eher ärgerlich als dramatisch wäre. Oh, und ich mochte den „Hund“, der Bev im Laufe der Geschichte zugelaufen ist. Magische Hunde sind doch immer nett, auch wenn die Protagonistin endlos lange benötigte, um herauszufinden (oder sich einzugestehen), dass Mr. Biscuit kein normaler Streuner ist. Die Tatsache, dass S. Usher Evans mir das Gefühl gibt, dass die Protagonistin die ganze Zeit mit Scheuklappen rumläuft und nur aufgrund ihrer Hartnäckigkeit irgendwann die Lösung des jeweiligen Rätsels findet, ist mein größter Kritikpunkt an den Geschichten. Aber solange mich der Rest der Handlung gut unterhält, kann ich damit leben.
Wenn ich so zurückblicke, dann sehe ich so einige Brettspiel- und Puzzle-Stunden und überraschend viele Café- und Restaurantbesuche … Das ist gar nicht so schlecht für einen Monat!
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