Seishi Yokomizo: The Honjin Murders

„The Honjin Murders“ ist ein Kriminalroman des japanischen Autors Seishi Yokomizo, der im Original im Jahr 1973 veröffentlicht wurde. Erzählt wird die Handlung von einem (namenlosen) Schrifsteller, der viele Jahre später die rätselhaften Ereignisse, die im November 1937 stattfanden, für die Leser festhält. Diese Erzählweise sorgt für eine relativ sachliche, chronologische Darstellung der verschiedenen Vorkommnisse vor dem Mord, der anschließenden Ermittlungen und der Auflösung des Falls durch den Privatdetektiv Kosuke Kindaichi. So bekommen die verschiedenen Charaktere zwar nicht gerade viel Tiefe, aber es ermöglicht ein faszinierendes Mitermitteln beim Lesen. Seishi Yokomizo erwähnt in dem Roman immer wieder klassische US-amerikanische und britische Kriminalroman-Autor*innen, die vom Anfang bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts den Markt beherrschten und die für ihre unterschiedlichen „locked-room“-Mysteries berühmt waren. Deren Romane werden von seinem Erzähler zum Vergleich für den vorliegenden Fall herangezogen.

Schauplatz des Verbrechens ist das Anwesen der wohlhabenden Familie Ichiyanagi, deren ältester Sohn Kenzo am 25. November 1937 die deutlich jüngere Katsuko heiratet. In der Hochzeitsnacht werden die Familienmitglieder des Brautpaars (ebenso wie die Bediensteten) durch schreckliche Schreie und den Klang einer Koto aus dem Schlaf gerissen. Wenig später werden Kenzo und Katsuko tot aufgefunden – ihre Körper weisen Wunden auf, die von einem Katana verursacht wurden. Der Mord selbst fand in einem von innen fest verschlossenem Nebengebäude des ziemlich großen Anwesens der Ichiyanagi statt.

Zu Beginn der Geschichte scheint es fast zu viele verschiedene Details rund um den Verlauf der Tat zu geben. Aber nachdem ich mich einfach darauf eingelassen hatte und gemeinsam mit den Polizisten (und etwas später mit Kosuke Kindaichi) die verschiedenen Informationen betrachten konnte, gab es so einige interessante Hinweise. Insgesamt hat das dafür gesorgt, dass ich als Leserin ständig das – sehr befriedigende – Gefühl hatte, ich wäre bei der Auflösung immer einen kleinen Schritt weiter als die Polizei. Es macht sich schon deutlich bemerkbar, dass „The Honjin Murders“ kein aktueller Kriminalroman ist, und ich vermute, dass jemand, der keine Freude an dieser Art von (inzwischen) altmodischen Krimis hat, auch mit diesem Titel nichts anfangen kann.

Ich persönlich brauche jedoch keine detailiert ausgearbeiteten Charaktere, wenn ich so wie hier beim Lesen ein kniffliges Rätsel vorgelegt bekomme, obwohl ich zugeben muss, dass einige Elemente – eben weil sie immer wieder in dieser Art von „locked-room“-Geschichten vorkommen – für mich wenig überraschend waren. Aber ich fand es faszinierend herauszufinden, wo ihr Platz in dieser Handlung war. Was für mich diesen Roman von vergleichbaren Titeln seiner Zeit definitiv unterscheidet, ist die Tatsache, dass die Geschichte in Japan spielt und von einem japanischen Autor geschrieben wurde. Seishi Yokomizo hat die Zeit selbst erlebt, die er in seinen Romanen beschreibt, und es gab für mich beim Lesen immer wieder kleine Details rund um das Leben in Japan in den 1930er Jahren zu entdecken. Mich unterhielt diese Mischung aus solider „locked-room“-Mystery-Handlung und kleinen Einblicken in das Leben in Japan wirklich sehr, und ich bin froh, dass schon fünf weitere Kosuke-Kindaichi-Romane ins Englische übersetzt wurden. Wer hingegen lieber die deutsche Übersetzung lesen würde, findet immerhin schon drei veröffentlichte Titel, und ein vierter Band ist für das Frühjahr 2025 angekündigt.

Kalynn Bayron: This Poison Heart (und This Wicked Fate)

„This Poison Heart“ (und die Fortsetzung „This Wicked Fate“) von Kalynn Bayron hatte ich schon im April gelesen, aber ich wollte hier unbedingt noch eine Rezension zu dem Titel hinterlassen. Die Handlung wird aus der Sicht der siebzehnjährigen Briseis (Brie) erzählt, die gemeinsam mit ihren beiden Adoptivmüttern in New York lebt. So lange Brie sich erinnern kann, hat sie so etwas wie einen „grünen Daumen“ – nur dass ihr Daumen so grün ist, dass sie selbst verdorrte Pflanzen innerhalb von Sekunden wieder zur üppigen Blüte bringen kann. In den vergangenen Jahren ist ihre Macht über Pflanzen so stark geworden, dass sie jede Minute des Tages aufpassen muss, um nicht ungewollte Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, weil sich zum Beispiel Alleebäume auf sie zubewegen oder sich ein verdorrter kleiner Vorgarten mal eben in einen üppig wuchernden Dschungel verwandelt. Erst als Brie von ihrer leiblichen Tante ein Herrenhaus auf dem Land erbt, erfährt sie, dass ihre Pflanzenmagie eine Fähigkeit ihrer Geburtsfamilie ist, hinter der sich mehr verbirgt, als sie jemals hätte ahnen können.

Kalynn Bayron vermischt in „This Poison Heart“ eine ganze Menge von Themen von Botanik über griechische Mythologie bis zur der Frage, was eine Familie eigentlich ausmacht. Es gibt immer wieder dramatische oder bedrohliche Szenen, wenn Brie mit gefährlichen Pflanzen zu tun hat oder mit Personen, die ihre Fähigkeiten ausnutzen wollen. Aber was bei mir den stärksten Eindruck hinterlassen hat, ist Bries Verhältnis zu Pflanzen und ihre Faszination, wenn es um die Hege und Pflege des zum Herrenhaus gehörenden Giftgartens sowie um die (medizinische oder magische) Verwendung der dort wachsenden Pflanzen geht. Diese Passagen sind in der Regel deutlich ruhiger und eher alltäglich. Sie bieten Brie die Möglichkeit, in ihrem neuen Zuhause anzukommen und es zu genießen, dass sie endlich einmal ihrer Pflanzenmagie freien Lauf lassen kann, und das ist sehr schön zu lesen.

Auch fand ich es sehr nett mitzuverfolgen, wie Brie sich im Laufe der Zeit mit Karter, einem Jungen aus dem Ort, anfreundet und mit Marie, einer jungen Frau aus der Nachbarschaft, jemanden kennenlernt, mit dem sie sich mehr als Freundschaft vorstellen kann. Doch natürlich bleibt es nicht lange so harmonisch, dafür gibt es zu viele Geheimnisse rund um die Verbindung von Bries Geburtsfamilie zu der legendären Medea. Außerdem gibt ein einige Personen, die hinter diesen Geheimnissen und Bries Magie her sind und die keinerlei Skrupel haben, wenn es um das Erreichen ihrer Ziele geht. Das alles führt dazu, dass „This Poison Heart“ nach so einigen dramatischen Ereignissen mit einem Cliffhanger endet und die Geschichte erst mit Bries weiteren Erlebnissen in „This Wicked Fate“ einen Abschluss findet. Während ich diese Mischung aus griechischer Mythologie und Fantasyelementen in der Geschichte sehr unterhaltsam fand und mich die spannenderen Passagen sehr fesselten, fand ich das offene Ende ein bisschen frustrierend.

Immerhin war „This Wicked Fate“ schon erschienen, so dass ich relativ zeitnah weiterlesen konnte, wobei ich dann feststellte, dass sich die beiden Romane für mich überraschend unterschiedlich angefühlt haben. Die Handlung in „This Poison Heart“ hat sich eher gemächlich entwickelte, da sich Kalynn Bayron Zeit nahm um Brie, ihre Familienverhältnisse und die mit ihrem Erbe verbundenen Elemente vorzustellen. Außerdem gab es – abgesehen von der Identität der drahtziehenden Person, die wirklich früh auf der Hand lag, – die eine oder andere Überraschung in der Geschichte, die mich neugierig auf die weitere Entwicklung machte. Insgesamt fühlte sich dieser erste Band trotz Bries Pflanzenmagie (und ein paar anderer übernatürlicher Figuren) weniger fantastisch an als „This Wicked Fate“. In dem zweiten Teil ist Brie mit einigen anderen Personen in Europa unterwegs, um die Dinge, die am Ende von „This Poison Heart“ geschehen sind, wieder in Ordnung zu bringen, was zu einer durch und durch von Göttern und Magie durchsetzten fantastischen Handlung führt, die ich so zu Beginn des ersten Teils nicht erwartet hatte. Ich habe mich auch damit sehr gut unterhalten gefühlt, aber es hätte mir noch ein kleines bisschen besser gefallen, wenn Bries Leben etwas „alltäglicher“ geblieben wäre und wir stattdessen noch mehr über ihren neuen Wohnort und ihr Erbe gelernt hätten.

Lese-Sonntag Dezember 2024

Heute ist nicht nur der 3. Advent, sondern auch der dritte Sonntag im Monat und somit „Lese-Sonntag“. Ich schwanke momentan zwischen „das war ein ganz schön langes Jahr“ und „wie kann das Jahr schon fast vorbei sein“. Vor allem aber freue ich mich gerade darauf, dass die nächsten 2 1/2 Wochen für mich – wenn alles wie geplant läuft – einen entspannten Jahresausklang und ziemlich viel Freizeit mit sich bringen werden. Heute starte ich schon mal entspannt mit den für einen Lese-Sonntag üblichen Plänen, die dieses Mal aus einer Brettspiel-Runde, einem kurzem Puzzle-Abstecher und viel Lesen bestehen. Bevor ich aber zum Buch (heute werde definitiv viel Zeit mit October Daye verbringen) greife, gönne ich mir ein langsames Wachwerden und entspanntes Rumwuseln in der Wohnung.

Update 11:00 Uhr

Eine grüne Puzzlematte, auf der in der oberen Hälfte ein weihnachtliches Puzzle zu erkennen ist. Darunter liegt ein Blatt, auf dem mehrere Puzzleteile verteilt wurden, neben dem Blatt steht eine kleine Schachtel mit der Nummer 15. Auf einer Ecke des Puzzles liegt zusätzlich noch ein Buch mit dem Titel "The Biggest Christmas Secret Ever".

Mein Vormittag ist bislang sehr angenehm vergangen. Ich habe das Geschirr von gestern Abend abgespült, etwas aufgeräumt und mich online rumgetrieben. Außerdem habe ich das heutige Stück meines Adventskalender-Puzzles gepuzzelt. Das Puzzle ist ehrlich gesagt nicht besonders hübsch und auch die Teile sind von ziemlich schlechter Qualität, aber ich finde es gerade sehr nett mich morgens für ein paar Minuten hinzusetzen und ein bisschen zu puzzeln. Dieses portionsweise Vorgehen passt mir gerade ziemlich gut, weil es verhindert, dass ich nicht von meinem Puzzle loskomme und stundenlang daran hängenbleibe, wenn ich doch eigentlich andere Dinge tun will. 😉 Ich denke, ich werde in den nächsten Monaten die Augen nach einer hübscheren Variante eines Adventskalender-Puzzles aufhalten und dann mein aktuelles im nächsten Herbst im Tauschladen abgeben. Außerdem habe ich das aktuelle Kapitel in meinem – wirklich sehr niedlichem – Adventskalenderbuch gelesen. Jetzt gibt es erst einmal Frühstück (Porridge) für mich und dann spielen mein Mann und ich wieder „Keep the Heroes Out!“. Da sind wir inzwischen bei der Boss-Battles-Erweiterung angekommen, was neue Gegner und neue Siegesbedingungen bedeutet – das war am vergangenen Wochenende schon sehr lustig und ich bin gespannt, wie es damit weitergeht!

Update 14:00 Uhr

Eine Ansammlung von Karten auf einem Tisch. Davor liegt eine blaue Holzfigur, die einen doppelköpfigen Troll darstellt.

Bei unserer heutigen „Keep the Heroes Out!“-Runde habe ich zum ersten Mal einen Steintroll gespielt. Der Troll war im letzten Szenario unser Bossgegner und dadurch, dass wir ihn besiegt hatten, haben wir ihn als neues Mitglied in unserer Dungeon-Besatzung gewonnen. Beim heutigen Szenario ging es mal wieder um ein Konzert, das in unserem Dungeon stattfand. Die auftretende Künstlerin war eine Medusa und unter den üblichen eindringenden Helden befanden sich dieses Mal auch besonders extreme Fans der Sängerin, die in der Nähe ihres Idols extra Fähigkeiten entwickelten. Ich finde es lustig, dass durch die Erweiterung etwas Abwechslung – und neue Monster – in das Spiel kommt, aber bislang (also mit den beiden „schwächeren“ Bossen, die wir bisher bekämpft haben) fühlt es sich auch so an, als ob die zweite Angriffswelle überraschend schnell vorbei geht. Ich weiß nicht, ob wir einen weiteren Angriff überstanden hätten, aber ich hätte es trotzdem spannend gefunden, noch mehr von den Sonderfähigkeiten der Bossgegner zu erleben. So oder so haben wir weiterhin viel Spaß mit „Keep the Heroes Out!“ – was nach inzwischen 27 Runden (bzw. 22 erfolgreich bestandenen Szenarien) ein großes Lob für das Spiel ist! Jetzt rolle ich mich aber erst einmal unter meiner Decke auf dem Sofa ein und greife zu meinem Roman.

Update 18:30 Uhr

Eine weiße Untertasse mit einigen Keksen und zwei Marzipankartoffeln. Dabei stechen besonders zwei Kekse ins Auge, die wie die Kleine Mü (von den Mumin-Geschichten) und ein Elch geformt sind. Rechts neben der Untertasse steht eine rot-weiß gestreifte Tasse mit köstlich-schaumiger Heißer Schokolade, auf deren Oberfläche einige kleine Marshmallows schwimmen. Links hinter den Keksen ist eine kleine brennende Sturmlatern zu sehen und im Hintergrund liegen zwei Mass Paperbacks aufeinander gestapelt.

Die Zeit seit dem letzten Update habe ich mit so einigen gelesenen Seiten und einem kleinen Nickerchen verbracht. Ich muss zugeben, dass ich „Sleep No More“ gerade überraschend unangenehm zu lesen finde, weil am Ende des vorherigen Bandes etwas passiert ist, das … die Welt, in der Toby lebt, auf den Kopf gestellt hat. Es ist schwierig sehr viel mehr dazu zu sagen, ohne zu spoilern, aber die Ereignisse haben dazu geführt, dass ich in diesem Buch der Perspektive einer Person folge, die davon überzeugt ist, dass sie aufgrund ihrer Geburt eine Person zweiter Klasse ist. Ich empfinde schon fast körperliches Unbehagen, wenn ich das lese, obwohl bislang nichts wirklich Schlimmes passiert ist. Trotzdem will ich unbedingt herausfinden wie es weitergeht und natürlich auch wie es Toby und all den anderen Charakteren in ihrem Umfeld ergeht – vor allem, da ich weiß, dass der nächste Roman diesen Geschichte noch einmal aus einer anderen Perspektive erzählt. (Außerdem habe ich noch eine Kurzgeschichte Novelle einen kurzen Roman [einen Text mit ungefähr 60.000 Wörtern] über Patreon bekommen, die der – soweit ich weiß – Teile dieser Handlung noch einmal aus der Sicht einer dritten Person erzählt.) Ich werde also noch eine Weile mit dieser unangenehmen Lebensrealität beschäftigt sein, was definitiv okay ist, weil ich sehr gespannt auf die Unterschiede in diesen verschiedenen Versionen bin. Bevor ich aber weiterlesen kann wird es Zeit, dass ich in die Küche gehe und das Abendessen koche.

Update 22:30 Uhr (letztes Update)

Der Abend ist wieder einmal überraschend schnell rumgegangen. Nach dem letzten Update habe ich erst einmal gekocht (Kartoffel-Erbsen-Auflauf – sehr lecker, aber nicht sehr fotogen 😉 ) und zum Essen gab es dann eine der aktuellen „Is It Cake?“-Folgen. Danach habe ich weiter in „Sleep No More“ gelesen und mehr über den aktuellen Zustand der Welt herausgefunden. Ich finde es spannend die Figuren, die ich in den letzten Jahren durch Tobys Abenteuer kennengelernt habe, nun in ganz neuem Zusammenhang zu sehen. Aber es fühlt sich auch seltsam an – ein bisschen als ob ich einen sehr vertrauten Film auf einmal mit einem leicht anderen Soundtrack schauen würde … Ich bin auf jeden Fall neugierig, was dieser Roman (plus die Fortsetzung und natürlich die weitere Geschichte) in den nächsten Tagen noch für mich bereit halten werden.

Aber erst einmal wird es so langsam Zeit den Tag zu beenden. Ich habe den heutigen Lese-Sonntag wieder sehr genossen – ich mag solch entspannte Tage wirklcih gern! – und es war wirklich nett, dass sich Kiya mir wieder angeschlossen hat. Ich hoffe, ihr hattet ebenfalls einen angenehmen 3. Advent! Gute Nacht! 🙂

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Heutige Mitleser*in:

Hwang Bo-Reum: Welcome to the Hyunam-Dong Bookshop

„Welcome to the Hyunam-Dong Bookshop“ von Hwang Bo-Reum habe ich im Juli wirklich genossen. Schauplatz des Romans ist eine neu eröffnete Buchhandlung in einem eher altmodischem Viertel von Seoul. Besitzerin dieser Buchhandlung ist Yeongju, und der Hyunam-Dong Bookshop ist für sie die Erfüllung eines Traums, ohne dass sie sich vorher Gedanken über die alltäglichen praktischen Dinge gemacht hat, die eigentlich dazugehören. Solch eine Grundvoraussetzung für eine Geschichte würde mich normalerweise ziemlich frustrieren, aber hier ist es überraschenderweise für mich kein Problem gewesen. Denn von Anfang an steht fest, dass Yeongju aus einer persönlichen Ausnahmesituation heraus die Buchhandlung gegründet hat und dass sie – zumindest zu Beginn – damit hätte leben können, wenn ihr Laden keine langfristige Zukunft hätte.

Genauere Details über Yeongjus Vergangenheit gibt der Roman erst im Laufe der Zeit preis (auch wenn der Klappentext schon einiges andeutet). Währenddessen lernen wir die verschiedenen Personen kennen, die regelmäßig in der Buchhandlung auftauchen. Viele kleine untereinander verflochtene Episoden erzählen von dem jungen Mann, den Yeongju als Barista für das Buchhandlungs-Café anheuert, von der Kundin, die sich regelmäßig Gedanken um ihren antriebslosen Sohn macht, von den verschiedenen Leser*innen, die auf der Suche nach dem richtigen Buch für sich sind, und von kleinen und größeren Ereignissen, die im Laufe der Zeit rund um die Buchhandlung passieren. Dabei zieht sich durchgehend eine entspannte und wohltuende Atmosphäre durch die Geschichte, die verschiedenen Figuren reden sehr viel miteinander, und immer mal wieder gibt es kleine Momente, in denen spürbar wird, dass sich einer der Charaktere erst einmal gedanklich mit dem auseinandersetzen muss, was eine andere Person im Gespräch gesagt hat.

Wer „Welcome to the Hyunam-Dong Bookshop“ in die Hand nimmt, sollte nicht davon ausgehen, dass es im Laufe des Romans zu großen, einschneidenden Veränderungen im Leben von Yeongju und den anderen Figuren kommt. Stattdessen gibt es viele kleine Momente, die lose miteinander verknüpft sind und in denen man die verschiedenen Charaktere und ihr Leben besser kennenlernt. Sie alle beschäftigen ganz persönliche Probleme, und häufig würde die Lösung dieser Probleme bedeuten, dass die jeweilige Figur die Erwartungen, die sie selbst in sich setzt, die ihre Familie ihr gegenüber hat oder die durch die Gesellschaft vorgegeben werden, enttäuscht. So sind es in der Regel nur sehr kleine Schritte, die von den Charakteren in den verschiedenen Kapiteln gemacht werden, aber gerade diese langsame Entwicklung und dieses Fehlen von „Lösungszwang“ fand ich sehr entspannend und erholsam zu lesen. Dabei hat es natürlich auch nicht geschadet, dass all diese Ereignisse vor der Kulisse einer sehr idealistisch dargestellten Buchhandlung geschehen und dass immer wieder die Liebe zum Lesen oder ein bestimmtes Buch in der Geschichte ein Gespräch oder ein Umdenken bei einer Figur auslösten. Viel mehr gibt es über die Handlung eigentlich nicht zu sagen – der Roman war nett und erholsam, und ich freue mich darauf, ihn irgendwann noch einmal zu lesen.

Kalynn Bayron: You’re Not Supposed to Die Tonight

Ich fürchte, es macht sich gerade bei meinen Rezensionen bemerkbar, dass ich versuche, vor dem Jahresende all die Titel zu besprechen, zu denen ich eigentlich schon vor Monaten etwas schreiben wollte. „You’re Not Supposed to Die Tonight“ habe ich im Juli gelesen, und es ist wirklich das perfekte Buch für eine Sommernacht, in der einen die Hitze nicht schlafen lässt. Die Geschichte dreht sich um Charity Curtis, die seit Jahren während der Sommerferien im Camp Mirror Lake arbeitet. Camp Mirror Lake ist ein ganz besonderes „Ferienlager“, in dem sich die Gäste für eine Nacht fühlen dürfen, als wären sie Teil der Handlung eines Horrorfilms. Die Mitarbeiter von Camp Mirror Lake sind dabei sowohl für die special effects zuständig, mit denen die Gäste geschockt werden, als auch als „Schauspieler*innen“ unterwegs, die dafür sorgen, dass es eine Art Handlung gibt, die die Gäste durch eine Nacht voller Schrecken führt.

Dabei verkörpert Charity in diesem Jahr zum ersten mal das final girl, was nicht nur bedeutet, dass sie jede Nacht die Hauptrolle in der jeweiligen Horrorgeschichte spielt, sondern auch für das richtige Timing all der verschiedenen Schreckmomente für die Gäste verantwortlich ist. Doch in der Nacht, in der die Romanhandlung beginnt, beschleicht Charity der Verdacht, dass jemand anders im Hintergrund die Fäden zieht und nicht jede Blutlache künstlich erzeugt wurde. Gemeinsam mit den anderen Mitarbeitern versucht Charity, mehr über die unheimlichen Gerüchte rund um den Mirror Lake herausfinden, und natürlich tun sie alles, um irgendwie ihre Zeit im Camp zu überleben. Doch das ist gar nicht so einfach, wenn eine Person nach der anderen verschwindet, während ein geheimnisvoller Angreifer es auf sie und ihre Freunde abgesehen hat.

Kalynn Bayron hat mit „You’re Not Supposed to Die Tonight“ eine Horrorgeschichte für Jugendliche geschrieben – was den Roman perfekt für Personen wie mich macht, die normalerweise keinen (Slasher-)Horror konsumieren. Es gibt sehr viele Anspielungen auf Horrorfilme, die auch für mich gut verständlich (und oft genug sogar zuordbar) waren und die ich unterhaltsam fand. Überhaupt habe ich es sehr genossen, in der ersten Hälfte des Buchs von Charitys Begeisterung für dieses Camp zu lesen und von all den (praktischen und künstlerischen) Aspekten, die in die Gestaltung einer solchen Horrornacht für die Gäste einfließen. Ich mag solche „hinter den Kulissen einer Veranstaltung“-Momente in Romanen, und hier sorgte das zusätzlich dafür, dass anfangs nicht genau greifbar war, was nur „Show-Horror“ und was eine aktuelle Bedrohung für die Charaktere war. Außerdem bot dies der Autorin genügend Platz, um die Beziehungen zwischen den verschiedenen Figuren und ihre unterschiedlichen Eigenschaften vorzustellen.

In der zweiten Hälfte ging es für Charity und die anderen dann nur noch darum, zu überleben und mehr über ihre/n Gegner herauszufinden, was die Handlung in eine ganz neue Richtung lenkte. Es gibt einige drastische Szenen, aber nichts davon war so heftig, dass es mir beim Lesen zu viel wurde. Ich war vor allem neugierig darauf, ob (und wenn ja, wie) die jeweiligen Charaktere aus Situationen herauskommen würden, in denen ihr Leben auf dem Spiel stand. Dabei muss ich zugeben, dass ich die eine oder andere Wendung recht vorhersehbar fand, da Kalynn Bayron einige (mehr oder weniger dezente) Hinweise in die vorhergehenden Kapiteln eingebaut hatte. Was mich hingegen überrascht hat, war die Wendung am Ende der Geschichte, und ich bin mir bis heute nicht sicher, was genau ich davon halten soll. Ich denke, es wäre mir lieber gewesen, wenn die Autorin auf diese eine letzte Entwicklung verzichtet hätte. Das wäre dann meinem Gefühl nach auch passender für das Genre gewesen. Auf der anderen Seite ist dieses Ende stimmig, wenn ich all die (weniger realistischen) Elementen in der zweiten Hälfte des Romans in Betracht ziehe, so dass es vielleicht doch der richtige Abschluss für diese Geschichte war.

Insgesamt finde ich es schwierig, eine klare Empfehlung für „You’re Not Supposed to Die Tonight“ auszusprechen. Es gab sehr viele Elemente, die ich bei diesem Roman genossen habe, obwohl ich normalerweise keine Horror-Leserin bin. Ich lese den Schreibstil von Kalynn Baron sehr gern, ich mag, wie sie LGBTQIA+- und Schwarze Charaktere in ihre Geschichten einbaut, und dieser Horrorroman bot mir ein paar überraschend unterhaltsame Lesestunden. Aber wer sich auf dieses Buch einlässt, sollte damit leben können, dass sich die erste und die zweite Hälfte der Geschichte ziemlich unterschiedlich anfühlen. Mir persönlich lagen die realistischeren und alltäglicheren Details rund um die Arbeit in einem solchen „Themen-Champ“ mehr als die sich eher „übernatürlich“ anfühlenden Passagen rund um die Motive, die hinter den Angriffen auf die Camp-Mirror-Lake-Mitarbeiter standen. Wer aber mit diesen sehr unterschiedlichen Schwerpunkten leben kann oder wer eine Schwäche für Slasher-Filme und dementsprechende Anspielungen hat, wird meiner Meinung nach mit „You’re Not Supposed to Die Tonight“ viel Spaß habe.

Lese-Eindrücke November 2024

Nachdem ich in den ersten zwei Novemberwochen so gut wie gar nicht gelesen hatte, habe ich es in der zweiten Monatshälfte immerhin noch geschafft, mich in ein paar Bücher zu vertiefen und dementsprechend auch ein paar Lese-Eindrücke zu sammeln.

W.R. Gingell: The Clockwork Magician (The Two Monarchies 4)

Erst einmal ging es für mich weiter mit der „Two Monarchies“-Serie von W.R. Gingell, und ich muss zugeben, dass mir dieser Band nicht so gut gefallen hat wie all die anderen zuvor. Das lag vor allem daran, dass der Protagonist Peter mir entsetzlich auf die Nerven ging. Das war schon so, als er nur eine Nebenfigur in „Blackfoot“ war, aber da spielte er keine so große Rolle und die Geschichte wurde aus Annabels Perspektive erzählt, was sein Verhalten erträglicher machte. Auf der anderen Seite lagen meine Probleme mit „The Clockwork Magician“ daran, dass es fast durchgehend um das Thema Zeitreise und die dahinterstehende Magietheorie ging – und ich bin weder ein Fan von Zeitreisegeschichten, noch verfügte ich beim Lesen über die notwendige Geduld und Konzentration, um mich mit Magietheorie zu beschäftigen. Außerdem wusste ich durch die ganzen Andeutungen in den vorhergehenden Romanen schon, wie Peters Geschichte enden wird, was dazu führte, dass ich nicht einmal darauf neugierig war. Lieber hätte ich die Ereignisse aus der Perspektive der Person gelesen, die von Peter in die ganze Angelegenheit hineingezogen wurde, das hätte es vermutlich für mich amüsanter gemacht. Nur gut, dass beim nächsten Band der Serie Annabels Freundin Isabella im Mittelpunkt steht, die ich bislang bei jedem ihrer Auftritte sehr mochte!

Lyssa Kay Adams: The Bromance Book Club

Auf der Suche nach einem netten, unterhaltsamen Roman, der von mir nicht viel Denkfähigkeit erfordert, bin ich bei „The Bromance Book Club“ gelandet. Die Geschichte beginnt damit, dass der Baseballspieler Gavin Scott von seiner Frau Thea um die Scheidung gebeten wird. Er ist total verzweifelt und will alles tun, um seine Ehe zu retten, und zum Glück eilen ihm einige andere Männer (u.a. aus seinem Team) zur Hilfe. Diese anderen Männer sind Mitglieder eine Buchclubs, in dem sie Liebesromane lesen, weil diese in der Regel von Frauen für Frauen geschrieben werden und sie so herausfinden können, was die Frauen in ihrem Leben wirklich wollen. Ich muss zugeben, dass mir Gavin und Thea als Figuren ziemlich egal waren, außerdem fand ich es ziemlich nervig, dass die beiden nicht nur ständig auf die körperlichen Vorzüge des anderen fixiert waren, sondern auch im Rahmen des Liebesromanlesens lauter Klischees reproduziert wurden, die mich irritierten. Aber es gab auch so einige Szenen mit den Buchclub-Mitgliedern, die ich überraschend amüsant oder gar berührend fand. Alles in allem kein Roman, den ich weiterempfehlen würde (wo kommen all die guten Bewertungen dafür her?!), aber ich ärgere mich jetzt auch nicht übermäßig über die damit verbrachte Zeit.

W.R. Gingell: Masque (The Two Monarchies 5)

Wie erwartet hat mir dieser Band wieder deutlich besser gefallen als „The Clockwork Magician“! In „Masque“ ermittelt Isabelle in einer Reihe von rätselhaften (und vermutlich magisch ausgeführten) Morden, was zu einem überraschend spannenden fantastischen Kriminalroman führt. Eigentlich wollte Isabelle nur ihren Vater, der der Abgesandte der neuen Königin von New Civet ist, unterstützen, während dieser mit dem Nachbarland einen Kooperationsvertrag aushandelt. Aber da sie nicht nur diejenige ist, die während eines Balls das erste Opfer des Mörders entdeckt, sondern dieses Opfer auch noch ihr Kindheitsfreund war, mischt sie sich – entgegen aller Vorbehalte des örtlichen Anführers der Wache – in die Ermittlungen ein. Ich fand es nicht nur überaus unterhaltsam, aus Isabelles Sicht die ganze Geschichte zu verfolgen, sondern habe mich auch darüber amüsiert, dass W. R. Gingell es geschafft hat, diese Handlung in eine „Beauty and the Beast“-Variante einzubetten. Besonders unterhaltsam war, dass das dazu führte, dass Isabelle einen nicht unerheblichen Teil der Handlung als Gefangene der Wache verbringt – und diese Zeit erst reicht nutzt, um mehr über die Morde und die verschiedenen Verdächtigen herauszufinden. Oh, und dann gibt es da noch die Liebesgeschichte mit dem Anführer der Wache … Jetzt finde ich es wieder sehr schade, dass ich nur noch einen einzigen Teil der Reihe vor mir habe, freue mich aber darüber, dass dieser Band dann aus der Perspektive von Isabelles jüngerer Schwester erzählt wird.

Zayaan Schroeder: A Grumpy Witch’s Guide to Finding Love (Hemlock Harbor 1)

Ein Fall von „ich mag den Titel, ich mag (oft genug) paranormal romance – mal schauen, was das für eine Geschichte ist“. „A Grumpy Witch’s Guide to Finding Love“ dreht sich um die Hexe Zoe und den Werwolf Daniel. Zoe ist vor einiger Zeit von ihrem Coven verbannt worden, weshalb ihre Magie kurz davor ist zu verschwinden, während Daniel gerade erst (nach einem Vorfall mit seiner Familie) von London in die kleine amerikanische Hafenstadt Hemlock Harbor gezogen ist. Beide fühlen sich von Anfang an zueinander hingezogen, aber natürlich gibt es Gründe, wieso sie dieser Anziehung nicht nachgeben können. Puhhh … Ich mochte die Grundidee, ich mochte sehr viele der (Neben-)Figuren, ich kann im Prinzip sagen, dass ich all die Urban-Fantasy-Elemente in der Geschichte mochte, auch wenn die nicht immer besonders gründlich/logisch ausgearbeitet wurden. Eigentlich war sogar die Liebesgeschichte ganz nett zu lesen, abgesehen davon, dass mich (mal wieder) die ganzen Szenen, in denen sich Zoe und Daniel über die körperlichen Vorzüge der anderen Person Gedanken machten, ebenso wie der größte Teil der Sexszenen genervt haben. Das alles gab mir das Gefühl, dass für die beiden Protagonisten die Persönlichkeit des anderen eher Nebensache neben all den sexy Äußerlichkeiten war. Vor allem aber wäre es eher nach meinem Geschmack gewesen, wenn all der Aufwand der Autorin, der in die unterschiedlichen Beschreibungen von Muskelpaketen und sexy Körperteilen geflossen ist, stattdessen in Weltenbau und stimmigere Fantasyelemente investiert worden wären.

Dezember-SuB 2024

Der November war überraschend terminreich und ebenso überraschend arm an Lesezeit. Nicht, dass ich nicht mehr Zeit zum Lesen gehabt hätte, aber mein Kopf war mit anderen Dingen beschäftigt. Dazu habe ich zum Geburtstag wieder ein paar neue Bücher bekommen (so schöne Bücher! :D) und so ist es kein Wunder, dass der SuB angewachsen ist, während ich bei meinem Vorhaben die Titel, die ich in diesem Jahr bis zum 31. Oktober neu angeschafft hatte, auch noch in diesem Jahr zu lesen etwas hinterher hinke. Aber das ist ja auch „nur“ ein Vorhaben und keine Pflicht, die ich erfüllen muss … 😉

Was den Dezember angeht, so freue ich mich auf einen sehr entspannten Monat! Die Dinge, die ich in diesem Jahr unbedingt erledigt haben wollte, habe ich geschafft (inklusive neuem Wasserhahn in der Küche und funktionierenden Deckenlampen in allen Räumen – es ist auf einmal so hell in der Wohnung! *g*). Was jetzt noch ansteht sind eher „wäre schön, wenn das auch noch erledigt wäre“-Dinge, bei denen ich mir keinen Stress machen muss. Ich hoffe also auf sehr, sehr viele gemütliche Lesestunden mit neuen und alten Schätzen und einen entspannten Ausklang aus einem (mal wieder) eher anstrengendem Jahr.

Belletristik-SuB:

  1. Julie Abe: Tessa Miyata is no Hero
  2. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  3. Sufiya Ahmed: Rosie Raja – Churchill’s Spy
  4. Yukito Ayatsuji: The Decagon House Murders
  5. Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
  6. Hanna Alkaf: The Weight of our Sky
  7. Kaia Anderson: Sisters in Arms
  8. Sophie Anderson: The Thief Who Sang Storms
  9. Michiko Aoyama: What your are looking for is in the library
  10. Kelley Armstrong: The Gryphon’s Lair (A Royal Guide to Monster Slaying 2)
  11. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  12. Kelly Barnhill: The Ogress and the Orphans
  13. Kelly Barnhill: When Women Were Dragons
  14. Alice Bell: Grave Expectations
  15. Alice Bell: Displeasure Island (Grave Expectations 2)
  16. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
  17. Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown
  18. Aliette de Bodard: A Fire Born of Exile
  19. Lila Bowen: Conspiracy of Ravens (The Shadow 2)
  20. Natasha Bowen: Skin of the Sea
  21. Nicholas Bowling: Song of the Far Isles
  22. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  23. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  24. Marie Brennan: Within the Sanctuary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  25. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  26. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  27. Stephanie Burgis: The Raven Throne (The Raven Heir 2)
  28. Rachel Caine: Paper and Fire (The Great Library 2)
  29. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  30. Jennifer Carson: To Find a Wonder
  31. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  32. Amber Chen: Of Jade and Dragons
  33. David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
  34. David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
  35. Rin Chupeco: Wicked as You Wish (A Hundred Names for Magic 1)
  36. Rin Chupeco: The Bone Witch
  37. Dhonielle Clayton: The Marvellers
  38. Orlagh Collins: All the Invisible Things
  39. Alyssa Colman: The Gilded Girls (Gilded Magic 1)
  40. Helen Corcoran: Daughter of Winter and Twilight
  41. Leah Cypess: Thornwood (Sisters Ever After 1)
  42. April Daniels: Dreadnought (Nemesis 1)
  43. Benjamin Dean: Me, My Dad and the End of the Rainbow
  44. Sarah Driver: Once we were Witches
  45. Sarah Beth Durst: Race the Sands
  46. Joseph Elliott: The Good Hawk (Shadow Skye 1)
  47. Louise Erdrich: The Birchbark House
  48. Catherine Fisher: The Velvet Fox (The Clockwork Crow 2)
  49. Francesca Gibbons: A Clock of Stars 1 – The Shadow Moth
  50. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
  51. Nicole Glover: The Conductors
  52. Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
  53. Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
  54. Mira Grant: Chimera (Parasitology 3)
  55. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 2)
  56. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  57. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  58. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  59. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  60. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  61. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  62. Rachel Hartman: Seraphina
  63. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  64. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  65. Tanya Huff: Wizard of the Grove
  66. D. B. Jackson: Thieves‘ Quarry (Thieftaker #2)
  67. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  68. Sharna Jackson: The Good Turn
  69. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  70. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  71. Diana Wynne Jones: Power of Three
  72. Diana Wynne Jones: Fire and Hemlock
  73. Kalyn Josephson: Hollowthorn (Ravenfall 2)
  74. Toshikazu Kawaguchi: Before We Forget Kindness
  75. Michelle Ruiz Keil: All of Us with Wings
  76. Celine Kiernan: Geisterpfade
  77. Celine Kiernan: Königspfade
  78. Mary Robinette Kowall: The Calculating Stars
  79. Sarah Kuhn: Heroine’s Journey (Heroine Complex 3)
  80. Sarah Kuhn: From Little Tokyo with Love
  81. R. F. Kuang: The Poppy War
  82. Lillie Lainoff: One for All
  83. L. D. Lapinski: The Biggest Christmas Secret Ever
  84. E. Latimer: Escape to Witch City
  85. Patrice Lawrence: The Elemental Detectives
  86. Yoon Ha Lee: Dragon Pearl
  87. Y.S. Lee: The Body at the Tower (The Agency 2)
  88. Y.S. Lee: The Traitor in the Tunnel (The Agency 3)
  89. Y.S. Lee: Rivals in the City (The Agency 4)
  90. Julie Leong: The Teller of Small Fortunes
  91. Elizabeth Lim: Six Crimson Cranes
  92. Ann Sei Lin: Rebel Fire (Rebel Skies 2)
  93. Ann Sei Lin: Rebel Dawn (Rebel Skies 3)
  94. Judy I. Lin: A Magic Steeped in Poison
  95. Darcie Little Badger: Elatsoe
  96. Cixin Liu: The Three-Body Problem
  97. Emily Lloyed-Jones: The Drowned Woods
  98. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  99. Janelle McCurdy: Mia and the Lightcasters (Umbra Tales 1)
  100. Seanan McGuire: Middlegame
  101. Seanan McGuire: Angel of the Overpass (Ghost Roads 3)
  102. Seanan McGuire: Sleep No More (October Daye 17)
  103. Seanan McGuire: The Innocent Sleep (October Daye 18)
  104. Skye McKenna: Hedgwitch
  105. Robin McKinley: Dragonhaven
  106. Anna-Marie McLemore: Blanca and Roja
  107. Wendy McLeod MacKnight: The Copycat
  108. Sangu Mandanna: Kiki Kallira Conquers a Curse (Kiki Kallira 2)
  109. Karen M. McManus: Two can Keep a Secret
  110. Kate Milford: The Boneshaker
  111. Kate Milford: Bluecrowne
  112. Kate Milford: The Thief Knot
  113. Shion Miura: The Easy Life in Kamusari
  114. Maya Montayne: Nocturna
  115. Bethany C. Morrow: A Song Below Water
  116. Tamsyn Muir: Gideon the Ninth
  117. Julie Murphy: Faith – Taking Flight
  118. Julie Murphy: Faith – Greater Hights
  119. Bishop O’Connell: The Stolen
  120. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  121. Mark Oshiro: The Insiders
  122. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  123. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  124. S. A. Patrick: A Vanishing of Griffins (Song of Magic 2)
  125. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  126. C. L. Polk: Stormsong (Kingston Cycle 2)
  127. C. L. Polk: Soulstar (Kingston Cycle 3)
  128. Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
  129. Sarah Prineas: Dragonfell
  130. Philip Reeve: Larklight
  131. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  132. Rebecca Roanhorse: Race to the Sun
  133. John Scalzi: Fuzzy Nation
  134. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  135. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  136. A. G. Slatter: The Briar Book of the Dead
  137. Barbara Sleigh: The Kingdom of Carbonel
  138. Jessica Spotswood/Tess Sharpe: Toll and Trouble – 15 Tales of Women and Witchcraft (Anthologie)
  139. Lucy Strange: Sisters of the Lost Marsh
  140. Esme Symes-Smith: Sir Callie and the Champions of Helston
  141. Emily J. Taylor: Hotel Magnifique
  142. Charles den Tex: Die Zelle
  143. Aiden Thomas: Cemetery Boys
  144. Angie Thomas: Nic Blake and the Remarkables – The Manifestor Prophecy
  145. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  146. Sarah Tolcser: Song of the Current
  147. Hana Tooke: The Unadoptables
  148. Adrienne Tooley: Sweet & Bitter Magic
  149. Tiffany Trent: Unnaturalist
  150. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  151. Anne Ursu: Breadcrumbs
  152. Dominique Valente: Witchspark
  153. Renee Watson: Piecing Me Together
  154. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  155. Martha Wells: All Systems Red (Murderbot Diaries 1)
  156. Martha Wells: The Cloud Roads
  157. Jen Williams: The Ninth Rain (The Winnowing Flame Trilogy 1)
  158. Amy Wilson: Angel and Bavar
  159. Katherine Woodfine: The Midnight Peacock (The Sinclair’s Mysteries 4)
  160. Katherine Woodfine: Peril in Paris (Taylor and Rose 1)
  161. Katherine Woodfine: Spies in St. Petersburg (Taylor & Rose 2)
  162. Katherine Woodfine: Villains in Venice (Taylor & Rose 3)
  163. Katherine Woodfine: Nightfall in New York (Taylor & Rose 4)
  164. Xinran: Gerettete Worte
  165. Jy Yang: The Black Tides of Heaven
  166. Kelly Yang: Front Desk
  167. Seishi Yokomizo: Death on Gokumon Island
  168. Damaris Young: The Switching Hour
  169. Katie Zhao: The Dragon Warrior
  170. Xiran Jay Zhao: Iron Widow
  171. Xiran Jay Zhao: Zachary Ying and the Dragon Emperor
  172. Amélie Wen Zhao: Song of Silver, Flame Like Night
  173. Ibi Zoboi: Pride

163 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Sachbuch-SuB (noch immer unvollständig):

  1. Bernadette Banner: Make, Sew and Mend
  2. Francis Burney: Journals and Letters
  3. Caroline Criado Perez: Invisible Women – Exposing Data Bias in a World Designed for Men
  4. Brunhilde Dähn: Berlin Hausvogteiplatz
  5. Lydia Edwards: How to Read a Suit – A Guide to Changing Men’s Fashion from the 17th to the 20th Century
  6. Ruth Goodman: How to be a Victorian
  7. Molly Guptill Manning: When Books Went to War
  8. Lindsey Fitzharris: The Butchering Art – Joseph Lister’s Quest to Transform the Grisly World of Victorian Medicine
  9. Kameron Hurley: The Geek Feminist Revolution
  10. Jennifer Kloester: Georgette Heyer’s Regency World
  11. Bea Koch: Mad & Bad – Real Heroines of the Regency
  12. Natalie Livingstone: The Mistresses of Cliveden
  13. Philip Mansel: Prince of Europe – The Life of Charles-Joseph de Ligne
  14. Catherine Ostler: The Duchess Countess – The Woman who Scandalised a Nation
  15. Molly Peacock: The Paper Garden – An Artist Begins Her Life’s Work at 72
  16. Tom Reiss: The Orientalist – In Search of a Man Caught Between East and West
  17. Hallie Rubenhold: Lady Worsley’s Whim – An Eigtheenth-Century Tale of Sex, Scandal and Divorce
  18. Lauren Stowell/Abby Cox: The American Duchess Guide to 18th Century Dressmaking
  19. Kimberley Wilson: Unprocessed – What Your Diet is Doing to Your Brain

19 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Hisashi Kashiwai: The Kamogawa Food Detectives

Ich finde es einfach wunderbar, dass der seit ein paar Jahren laufende Trend nach „Cozy Alltagsgeschichten“ dafür sorgt, dass so viele (häufig schon etwas ältere) japanische Geschichten ins Englische (oder gar ins Deutsche) übersetzt werden. „The Kamogawa Food Detectives“ wurde im Original 2013 veröffentlicht und beinhaltet sechs Episoden, in denen Personen auf der Suche nach einem ganz bestimmten Gericht sind, weshalb sie die „Food Detectives“ Nagare und Koishi Kamogawa beauftragen. Nagare Kamogawa ist ein ehemaliger Polizist, der nach seiner Pensionierung seine Leidenschaft fürs Kochen zum Beruf gemacht und ein Restaurant eröffnet hat. Währenddessen ist seine Tochter Koishi auf der einen Seite für die Bedienung der Restaurantgäste zuständig und auf der anderen Seite ist sie diejenige, die die Kunden interviewt, die ihren Vater in seiner Funktion als „Food Detektive“ engagieren wollen.

Jeder dieser sechs Kunden hat unterschiedliche Beweggründe, um Nagare Kamogawa zu beauftragen, aber egal, ob es um das Wiederauflebenlassen einer Kindheitserinnerung oder die Suche nach einem ganz bestimmten Rezept geht, so drehen sich die Geschichten doch eigentlich immer nur um den Genuss von Essen und die Erinnerungen, die wir mit bestimmten Gerichten verbinden. Ich muss zugeben, dass mich japanisches Essen so gar nicht reizt (und das nicht nur, weil das vegetarische Angebot in dieser Küche nicht so üppig ist), aber ich liebe es, wenn es in japanischen Romanen/Filmen/Serien ums Essen geht, weil da häufig eine ganz besondere Detailverliebtheit und Wertschätzung durchschimmert. So ist es auch in „The Kamogawa Food Detectives“, was all die Passagen rund um das Essen von Gerichten für mich wirklich angenehm zu lesen macht.

Dazu kommen dann noch die Erklärungen von Nagare, wie es ihm genau gelungen ist, das gesuchte Gericht nachzukochen und welche Faktoren noch eine Rolle gespielt haben, um für den Kunden das gewünschte Erlebnis heraufzubeschwören. Diese Passagen fand ich in der Regel besonders spannend, weil da nicht nur – im Nachhinein dann häufig auf der Hand liegende – Überlegungen zu den Zutaten geteilt wurden, sondern auch Nagares Schlussfolgerungen zu den jeweiligen Kunden. Denn natürlich gibt es bei jeder einzelnen Geschichte Elemente, die von den verschiedenen Kunden nicht erzählt werden, die aber relevant für Nagares Arbeit als „Food Detective“ sind und die er – wie es sich für einen anständigen Romandetektiv gehört – aufgrund winziger Hinweise während der Interviews dann trotzdem in Betracht zieht. So ist „The Kamogawa Food Detectives“ zwar keine klassische Detektivgeschichte, aber es finden sich trotzdem immer wieder dazu passende Elemente in den verschiedenen Kapiteln, was für mich zu wunderbar unterhaltsamen Geschichten rund um die verschiedensten Charaktere und ihre Erinnerungen an ganz besondere Gerichte geführt hat. Ich habe diesen Band so sehr genossen, dass ich mir definitiv auch die im April 2025 erscheinende Fortsetzung besorgen werde.

T. Kingfisher: A Sorceress Comes to Call

„A Sorceress Comes to Call“ von T. Kingfisher (Ursula Vernon) habe ich im August gelesen und ertappe mich bis heute immer wieder dabei, dass ich an die Geschichte zurückdenke. Der Roman ist grob an das Märchen „Die Gänsemagd“ angelehnt, doch statt von einer Prinzessin zu erzählen, die auf dem Weg zu ihrer Hochzeit von ihrer Zofe betrogen wird, dreht sich die Geschichte um die 14jährige Cordelia. Cordelia lebt zusammen mit ihrer Mutter, der Zauberin Evangeline, und schon von der ersten Seite an wird deutlich, dass Cordelia in keinem normalen oder gar gesunden Umfeld aufwächst. Seit vielen Jahren gehört zum Beispiel „obedient“ sein zu ihrem Leben – was in diesem Fall bedeutet, dass Evangeline die Kontrolle über Cordelias Körper übernimmt, während das Mädchen nur hilflos zuschauen kann. Nur während ihrer Ausritte mit Evangelines Pferd Falada fühlt sich Cordelia, als wäre sie der steten Beobachtung ihrer Mutter entkommen, und so sind diese Stunden – ebenso wie die dabei stattfindenden seltenen Treffen mit ihrer ehemaligen Schulfreudin Ellen – die einzigen Höhepunkte in ihrem Leben. Nach einem Vorfall in Cordelias Heimatort beschließt Evangeline, dass es Zeit wird, sich einen vermögenden Ehemann zu suchen, und so lädt sie sich (gemeinsam mit Cordelia) in das Haus des älteren Squire Samuel Chatham und seiner Schwester Hester ein.

Erzählt wird die Geschichte sowohl aus Cordelias als auch aus Hesters Sicht, und während Cordelias Perspektive fast schon schmerzhaft zu verfolgen ist, habe ich mich bei Hesters Kapiteln großartig amüsiert. Hester ist eine selbstbewusste ältere Frau mit so einigen Wehwechen und einem scharfen Verstand. Von Anfang an steht für sie fest, dass Evangeline (die von ihr in Gedanken nur als „Doom“ bezeichnet wird) eine Bedrohung für ihren Bruder Samuel darstellt. Dabei geht es ihr nicht darum, ihre Position im Haushalt ihres Bruders zu sichern, sondern sein Vermögen (und sein Leben) vor einer offensichtlich gierigen und gefährlichen Person zu beschützen. Außerdem sieht Hester ziemlich schnell all die kleinen Anzeichen, die davon zeugen, dass Cordelia von ihrer Mutter misshandelt wird. Beides führt dazu, dass sich – wie es sich für einen T.-Kingfisher-Roman gehört – eine ungewöhnliche Gruppe voller sehr individueller Persönlichkeiten rund um Hester (und Cordelia) sammelt, die alles in ihrer Macht stehende tun, um gegen Evangeline und ihre Zauberkräfte anzugehen.

Ich liebe all die vielen verschiedenen älteren und sehr pragmatischen Frauen in T. Kingfishers Romanen, und mit Hester und ihrer besten Freundin Imogene hat die Autorin ein ganz besonders wunderbares Duo davon geschaffen. All die gemeinsamen Teestunden mit diesen beiden Frauen, in denen sie Informationen sammeln, Strategien planen und ihren Verbündeten Anweisungen geben, stehen im starken Kontrast zu den eher gruseligen und zum Teil ziemlich dramatischen Szenen rund um Evangelines Magie. Ich muss zugeben, dass diese Teestunden der Teil des Romans ist, der den stärksten Eindruck bei mir persönlich hinterlassen hat, weil ich den Austausch zwischen all den verschiedenen Figuren so mochte – obwohl es auch schön zu lesen war, wie Cordelia mit der Hilfe von Hester und dem Dienstmädchen Alice immer mehr das Verhalten ihrer Mutter hinterfragt und im Laufe der Zeit anfängt, eigenständig zu denken und zu handeln. Aber Geschichten, in denen misshandelte junge Frauen lernen, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen, sind halt deutlich weniger ungewöhnlich, als Geschichten rund um ältere, selbstbewusste Frauen, die ihre Freundschaften, ihren Pragmatismus und ihre Lebenserfahrung nutzen, um die Personen in ihrem Umfeld zu beschützen.

„A Sorceress Comes to Call“ ist in vielen Bereichen düsterer als die anderen Märchen-Neuerzählungen, die ich bislang von T. Kingfisher gelesen habe. Aber trotz der unheimlichen Elemente bietet dieser Roman wieder eine großartige Mischung aus realistischen und sehr sympathischen Charakteren, skurrilen Situationen und ungewöhnlichen fantastischen Elementen. Außerdem gibt es in dieser Geschichte wieder so viele Sätze und Aussagen, die auch noch Wochen nach dem Lesen in mir nachklingen und die mich nachdenklich gemacht haben. Ich mag es sehr, dass die Autorin es immer wieder schafft, dass ich mich beim Lesen wunderbar amüsiere, während sie mir gleichzeitig so viele Denkanstöße zu den verschiedensten unerwarteten Themen präsentiert. Unter diesen Umständen bin ich auch immer wieder gern bereit, mich auf die eher düsteren Geschichten (oder gar Horror-Veröffentlichungen) von T. Kingfisher einzulassen.