Megaera C. Lorenz: The Shabti

Über „The Shabti“ von Megaera C. Lorenz habe ich schon beim letzten Lese-Sonntag einiges geschrieben. Die Geschichte spielt 1934 in den USA und wird aus der Sicht von Dashiel Quicke erzählt. Dashiel war bis vor wenigen Jahren als „Medium“ unterwegs und verdient sich nun – mehr schlecht als recht – seinen Lebensunterhalt damit, dass er Vorträge über die Tricks und Methoden seiner ehemaligen Kolleg*innen hält. Während eines seiner Vorträge trifft er auf Hermann Goschalk, der als Professor für Ägyptologie nicht nur für das Unterrichten von Student*innen, sondern auch für das kleine Museum des College verantwortlich ist – und Hermann ist davon überzeugt, dass dieses Museum über ein Artefakt verfügt, das von einem Geist besessen ist.

„The Shabti“ ist ein ungewöhnlicher Roman, und es fällt mir sehr schwer, die Geschichte einem einzelnen Genre zuzuschreiben. Der Anfang, bei dem man mehr über Dashiel und seine Vergangenheit als „Medium“ (und die damit zusammenhängenden Betrugsmaschen) erfährt, fühlt sich sehr nach einem roman noir an. Dann kommen dazu die Elemente rund um den realen Spuk, die der Handlung einen Anstrich von altmodischen Horrorfilmen verleihen, und zuletzt ist da noch die Beziehung, die sich zwischen Dashiel und Hermann entwickelt. Diese Liebesgeschichte zwischen dem (ehemaligen) Schwindler und dem sehr respektablen und unauffälligen Professor ist überraschend süß zu verfolgen und der Grund, wieso Dashiel bei all den Herausforderungen, die er im Roman durchstehen muss, nicht wieder in alte Verhaltensweisen zurückfällt und davonläuft.

Die ersten zwei Drittel von „The Shabti“ habe ich sehr langsam und genussvoll gelesen, während ich mich gleichzeitig immer wieder fragte, wie weit Megaera C. Lorenz wohl den Horror- oder Krimianteil der Geschichte treiben würde. Gleichzeitig fand ich es spannend, von der Autorin, die unter anderem Ägyptologin ist, mehr über Hermanns Tätigkeit als Professor und Museumskurator – und natürlich über die Ausstellungstücke in seiner Obhut, zu denen das verfluchte Shabti gehört – zu erfahren. Überraschenderweise gab es auch so einige amüsante Momente in dieser Geschichte voller (für die Charaktere) gruseliger und aufreibender Ereignisse, und zu meinem eigenen Erstaunen musste ich an einem Punkt sehr laut auflachen, weil ich mich so über eine unerwartete Enthüllung amüsierte. Nach dieser Wendung in der Handlung konnte ich den Roman dann auch nicht mehr aus der Hand legen, bis ich ihn beendet hatte, weil ich wirklich wissen wollte, wie die Figuren damit umgehen würden.

Am Ende war die Lösung für Dashiels und Hermanns Probleme dann doch recht offensichtlich, aber es fühlte sich sehr stimmig an, wie die Autorin die verschiedenen Puzzleteile der Handlung zu einer schlüssigen Auflösung zusammenbrachte. Nach dem Lesen habe ich das Buch rundum befriedigt aus der Hand gelegt, was ich nicht so oft sagen kann. Mit „The Shabti“ hat Megaera C. Lorenz eine wirklich ungewöhnliche und sehr reizvolle Geschichte erzählt, in der verschiedene Genre-Elemente gelungen miteinander verwoben werden. Wer sich für Ägyptologie, roman noir, eine mlm-Liebesgeschichte oder (relativ harmlosen) Horror interessiert, findet hier auf jeden Fall einen interessanten und unterhaltsamen Roman. Ich bin mir sicher, dass ich das Buch nicht zum letzten Mal gelesen habe, und vor allem bin ich neugierig darauf, was die Autorin (hoffentlich) in Zukunft noch veröffentlicht wird.

Lese-Sonntag Januar 2026

Die ersten drei (eher 2 1/2 Wochen) in diesem Jahr habe ich irgendwie mein Zeitgefühl verloren. Auf der einen Seite ist die eine Urlaubswoche, die wir zum Jahresanfang hatten, sehr, sehr schnell vergangen, auf der anderen Seite bin ich schon wieder so im Alltag versunken, dass es sich anfühlt, als wäre das Jahr schon ein paar Monate alt. Wenn auch – zum Glück – immer noch winterliches Wetter herrscht … *g*

Konkrete Pläne habe ich für den heutigen Lese-Sonntag nicht – eventuell legen mein Mann und ich wieder eine Brettspielrunde ein. Das ist in den letzten Wochen mit all den Filmen, die er geschaut hat, etwas zu kurz gekommen. Dann werde ich bestimmt etwas Zeit mit „Animal Crossing“ verbringen, wo es vor ein paar Tagen ein kostenloses Update gab. Außerdem sind da noch die Bücher, wobei ich gerade beim Lesen in der Luft hänge. Ich habe gestern Abend mein aktuelles eBook beendet und mit „The Shabti“ von Megaera C. Lorenz habe ich gerade einen Roman am Wickel, den ich zwar mag, aber den ich nicht längere Zeit am Stück lesen mag. Ich finde die beiden Protagonisten sympathisch und ihr Problem reizvoll, aber wenn ich ein paar Kapitel mit ihnen verbracht habe, ertappe ich mich dabei, dass ich das Buch zur Seite lege und erst einmal etwas anderes mache als lesen. Vielleicht schaue ich mal, ob ich nicht eins von meinen ungelesenen Sachbüchern aus dem Regal ziehe … Aber vorher – wie immer – erst einmal Wachwerden und etwas Pflichtkram erledigen.

Update 11:00 Uhr

Uh, heute ist irgendwie ein müder Tag und ich komme gar nicht so richtig in den Schwung. Aber ich habe meinen Pflichtkram erledigt und danach noch ein bisschen auf dem Sofa gedöst, in der Hoffnung, dass ich mich danach endlich wacher fühlen würde. Was irgendwie nicht funktioniert hat … ich mag ja graue Tage, aber heute ist es so dunkel, dass ich gleich wohl erst einmal Licht anmachen muss, damit mein Körper nicht weiterhin denkt, dass es Zeit zum Ruhen ist. 😉 Was mein Lesen angeht, so bin ich weiterhin unentschlossen. Ich werde bestimmt ein paar Kapitel in „The Shabti“ lesen, aber das Buch ist für nicht das richtige, um den Tag über darin zu versinken. Und bei einem Blick auf meine Sachbücher hat mich gerade keines so richtig gereizt (dafür muss ich mich wohl wacher fühlen *g*), vielleicht sollte ich mich erst einmal auf die Comics konzentrieren, die ich zu Geburtstag und Weihnachten bekommen und noch nicht gelesen habe. Oder ich spiele erst einmal „Animal Crossing“ und schaue da, ob ich all die Sachen neu habe, die ich gerade bei meinem Mann gesehen habe. (Da er in den letzten Tagen Amiibos gescannt hat, könnte es sein, dass er darüber die Sachen in den Katalog bekommen hat, was bedeuten würde, dass ich im Zweifelsfall noch scannen müsste …)

Update 14:00 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich wirklich erst einmal zur Switch gegriffen und „Animal Crossing“ gespielt. Ich mag das neue Hotel, das es seit dem letzten Update am Steg gibt, und die Tatsache, dass damit einige neue Aufgaben verbunden sind. So habe ich ein neues Hotelzimmer eingerichtet und Items zum Versand hergestellt, außerdem endlich die Amiibos gescannt, die ich für die neuen (Zelda- und Splatoon-)Möbelserien benötige. Dazu kommt, dass die Urlauber, die im Hotel übernachten, an allen möglichen Ecken der Insel rumlaufen – und wenn es ehemalige Nachbarn sind, dann verweisen sie auch darauf, dass sie schon mal auf meiner Insel gewohnt haben. Das alles sorgt dafür, dass das Spiel endlich wieder ein „nur noch eben diese eine Sache“-Gefühl vermittelt – und das finde ich nach all den Jahren wirklich sehr nett, führt aber auch dazu, dass ich wieder deutlich mehr Zeit mit „Animal Crossing“ verbringe und nun mehr als meine täglichen zehn Minuten damit einplanen muss. *g*

Nach dem Spielen wurde es Zeit für mein Frühstück und ich bin wirklich glücklich mit dem Sauerteig-Bagel-Rezept, das ich am Donnerstag ausprobiert habe. Ich backe wirklich gern meine Sauerteigbrote, aber ich habe nicht mal alle zwei Wochen Bedarf für ein 1-kg-Brot. Was bedeutet, dass mein Sauerteig regelmäßig (gerade im Sommer) mehr Zeit im Kühlschrank verbringt, als ihm gut tut. Ich sehe es aber auch nicht ein ihn zu füttern, nur um ihn zu füttern – weshalb ich immer wieder neue Rezepte für kleine Dinge mit Sauerteig ausprobiere. Diese Bagel sind sehr, sehr lecker, brauchen gerade mal zwanzig Minuten im Ofen (wobei ich beim nächsten Mal vermutlich die Backzeit noch weiter verkürzen kann, wenn ich mir die dunklere Hälfte von meinem Bagel so anschaue) und lassen sich gut einfrieren und nach dem Auftauen auf dem Toaster knusprifizieren. Jetzt muss ich mir nur neuen Sesam besorgen, damit ich fürs nächste Bagel-Backen welchen im Haus habe …

Update 17:00 Uhr

Meinen Nachmittag habe ich mit ein paar Kapiteln in „The Shabti“ begonnen. Die Geschichte spielt 1934 in den USA und wird aus der Sicht von Dashiel Quicke erzählt. Dashiel war bis vor wenigen Jahren als „Medium“ unterwegs und verdient sich nun – mehr schlecht als recht – seinen Lebensunterhalt damit, dass er Vorträge über die Tricks und Methoden seiner ehemaligen Kolleg*innen hält. Während eines seiner Vorträge trifft er auf Hermann Goschalk, der als Professor für Ägyptologie nicht nur für das Unterrichten von Student*innen*, sondern auch für das kleine Museum des College verantwortlich ist – und Hermann ist davon überzeugt, dass dieses Museum über ein Artefakt verfügt, das von einem Geist besessen ist. Ich mochte den Anfang sehr, in dem Dashiel alles tut, um Hermann davon zu überzeugen, dass es so etwas wie echte Geister nicht gibt und dass es natürliche Erklärungen für die Ereignisse geben muss. Inzwischen bin ich an dem Punkt, an dem aber Hermann Dashiel davon überzeugt hat, dass sie es mit einem echten Spuk zu tun haben – und beide Männer sind momentan angemessen eingeschüchtert, aber auch wild entschlossen das Problem zu lösen. Mir gefällt die Erzählweise, ich mag die Charaktere, aber es ist für mich kein Roman, von dem ich viel am Stück lesen mag. Weshalb ich dann zu dem Comic „Morgana and Oz“ gegriffen habe, den mein Mann mir zum Geburtstag geschenkt hat (auch wenn er erst vor ein paar Tagen bei uns ankam).

Von dem Comic habe ich im vergangenen Herbst das erste Mal erfahren und da ich niedliche Hexen-Geschichten mag, dachte ich, dass er was für mich sein könnte. Morgana ist die Tochter einer berühmten Hexenfamilie, die seit langer Zeit in einer Fehde mit dem Vampirclan steckt, zu dem Oz gehört. Als bei einem Friedensverhandlungs-Treffen zwischen den beiden Gruppen so ziemlich alle schief geht, was schief gehen kann, verwandelt Morgana Oz aus Versehen in eine Katze. Die 320 Comicseiten ließen sich überraschend schnell lesen und bislang habe ich das Gefühl, ich habe die beteiligten Personen gerade mal kennengelernt. Aber ich finde Morgana und Oz sympathisch und bin neugierig darauf, was hinter dem Konflikt zwischen Hexen und Vampiren steckt, wer die Person ist, die auf der letzten Seite eingeführt wurde, und ob es Morgana irgendwann gelingt ihre Magie genug in den Griff zu bekommen, um Oz wieder zurück zu verwandeln.

Beim Kaffeetrinken habe ich dann darüber nachgedacht, was ich als nächstes Lesen soll und habe deshalb eine Auswahl von Büchern angelesen. Bei „The Golden Thread“ bin ich ein bisschen hängengeblieben und habe die Einleitung und den Anfang des ersten Kapitels gelesen – ich denke, das wird mein nächstes Sachbuch. „The Conductors“ fand ich auch sehr reizvoll, aber ich glaube, dass das kein gutes Buch wäre, um es neben „The Shabti“ zu lesen. Ich würde vermutlich „The Shabti“ einfach liegenlassen, bis ich „The Conductors“ beendet habe und das ist nicht das, was ich gerade möchte. Weshalb ich beschlossen habe, dass ich lieber zu „Witchwood“ greifen werde. Die Ravenfall-Romane von Kalyn Josephson lese ich zwar auch relativ schnell, aber als Middle-Grade-Titel befriedigt das Buch andere Lesegelüste als die anderen beiden Romane. (Oh, und bei „Winter Lost“ hatte ich das Gefühl, ich müsste mir erst einmal die Ereignisse im letzten Band der Reihe in Erinnerung rufen.) Mal schauen, wie viel Lesezeit ich vor dem Kochen noch unterbringen kann, nachdem ich gerade fast eine Stunde für dieses Update gebraucht habe. Oo

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Da es heute zum Abendessen Erbsensuppe gab, hat das Kochen etwas länger gedauert, aber die Suppe war lecker und wir haben auf jeden Fall noch genug davon für das morgige Abendessen. Nach dem Essen habe ich weiter in „Witchwood“ gelesen und mich über das Wiedersehen mit Anna, Colin, Max und natürlich dem Inn Ravenfall gefreut. Die Ereignisse des vorhergehenden Bandes sind nicht spurlos an all diesen Figuren vorbeigegangen und das Haus hat etwas Probleme sich an die Veränderungen anzupassen. Ich bin gerade mal ein paar Kapitel drin und freu mich schon darüber, dass ich noch (mindestens) ein weiteres Buch in der Reihe vor mir habe. Auch wenn es vermutlich wieder bis zum Herbst dauern wird, bis die Taschenbuchausgabe von „Ravenguard“ erscheint. Was mich zu der Frage bringt, für welches Alter wohl der neuste Roman der Autorin („The Library of Amorlin“) gedacht ist – der Klappentext klingt, als ob die Geschichte eher für … und das war der Moment, an dem ich sah, dass das Buch als „aduld fantasy debut“ beworben wird. *g* Mal schauen, ob ich die Leseprobe anteste, wenn der Roman erst einmal erschienen ist.

Für heute war es das aber erst einmal mit mir, ich werde bald ins Bett gehen und vorher nur noch eine Blogrunde drehen und schauen wie es euch den Abend über ergangen ist. Auch wenn ich heute den halben Tag gebraucht habe, um einigermaßen wach zu werden, fand ich, dass das ein schöner erster Lese-Sonntag für 2026 war. Ich habe mich gefreut, dass ihr mitgemacht habt, und hoffe, dass ihr den Tag genießen konntet! Habt einen guten Start in die Woche – und wir lesen uns hoffentlich bald wieder! 🙂

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Heutige Mitleser*innen:

Martha Wells: The Cloud Roads (Books of the Raksura 1)

Vor einigen Jahren dachte ich, ich sollte endlich mal einen Roman von Martha Wells lesen. Da ich normalerweise Fantasy zugänglicher finde als Science Fiction, habe ich mir also „The Cloud Roads“, den Auftaktband der „Books of the Raksura“-Reihe, gekauft. Und dann habe ich das Buch fast sechs Jahre auf dem SuB liegen lassen (ebenso wie den ersten Murderbot-Band „System Red“, den ich 2019 geschenkt bekommen hatte). Nachdem ich im letzten Jahr endlich die Murderbot-Geschichten gelesen und sehr genossen hatte, wurde es jetzt Zeit, „The Cloud Roads“ vom SuB zu ziehen und zu schauen, ob mich Martha Wells mit dieser Reihe ebenso begeistern kann. Das war dann leider nicht der Fall, obwohl ich die Charaktere mochte und den Weltenbau wirklich faszinierend fand.

Martha Wells hat für diesen Roman eine fantastische Welt erschaffen, in der ganz eigene Regeln gelten und die durchgehend von nicht-menschlichen Rassen bewohnt wird (was mir mal wieder bewusst gemacht hat, wie selten das der Fall ist). Der Protagonist Moon ist ein Gestaltwandler, der seit seiner Kindheit allein ist und keine Ahnung hat, zu welcher Rasse er gehört. Da er keine anderen Wesen kennt, die so wie er sind, versucht er immer wieder von Neuem, bei den verschiedenen Groundling-Rassen ein Zuhause zu finden. Doch jedes Mal passiert etwas, das dafür sorgt, dass er verstoßen wird. So auch zu Beginn des Romans, als die Cordans, bei denen Moon einige Zeit gelebt hat, herausfinden, dass er ein Gestaltwandler ist. Doch dieses Mal hat Moon das Glück, dass er kurz darauf über einen Raksura namens Stone stolpert, der den jungen Mann darüber aufklären kann, dass auch er zu dieser Rasse gehört.

Dieses Zusammentreffen führt dazu, dass Moon sich bereit erklärt, Stone zu begleiten, der auf der Suche nach Raksura-Kämpfern für den Indigo Cloud court ist, da dieser von den Fell bedroht wird. Die Fell sind die eine Rasse in den Three Worlds, die von allen anderen gefürchtet wird, da sie jede Ansiedlung, mit der sie Kontakt haben, vernichten (und ihre Anwohner fressen). Doch natürlich ist es nicht so einfach für Moon, sich in eine bestehende Raksura-Ansiedlung einzufinden – vor allem, da es diverse politische Strömungen im Indigo Cloud court gibt, die Moons Auftauchen für ihre Zwecke nutzen wollen. Und dann gibt es noch all die Personen, die gegenüber einem unbekannten Raksura-Einzelgänger misstrauisch sind …

Wie schon gesagt, ich mochte den Weltenbau sehr und fand es faszinierend, wie Martha Wells spannende Details dazu in kleine Begegnungen zwischen Moon und (für mich) neuen Groundling-Rassen einbaute. Dazu kommt der Indigo Cloud court mit all den verschiedenen Raksura-Varianten, die alle ihre ganz eigenen Aufgaben und Fähigkeiten haben. Ich habe mich beim Lesen über all diese ungewöhnlichen Elemente gefreut und mich neugierig auf jede neue Gesellschaft eingelassen, in die ich beim Lesen einen kleinen Blick werfen konnte. Oft hätte ich gern noch mehr über die verschiedenen Orte und Personen erfahren, aber das hätte nicht zu der Dringlichkeit, mit der Moon den Großteil der Handlung über unterwegs ist, gepasst.

Allerdings muss ich zugeben, dass meine Neugier auf mehr Details rund um die Three Worlds dann doch nicht so groß ist, dass ich zu den Fortsetzungen greifen würde, da die Handlung selbst mich deutlich weniger packen konnte als der Weltenbau. Ich mochte Moon und viele der anderen Figuren, die er im Laufe der Geschichte kennengelernt hat. Aber ich fand die Handlung relativ wenig überraschend, und ich war – stellvertretend für Moon – beim Lesen regelmäßig frustriert über all die Dinge, die er nicht wusste und die das Verhalten der anderen Charaktere gravierend beeinflussten. Auch fühlte sich „The Cloud Road“ beim Lesen häufig überraschend altmodisch an, wenn es zum Beispiel um die verschiedenen klaren Rassenmerkmale und um die Gewichtung zwischen Weltenbau und Handlung ging. Was definitiv nichts Schlechtes ist – aber nicht mehr die Art von Fantasy, die ich heutzutage bevorzuge.

Julie Leong: The Teller of Small Fortunes

„The Teller of Small Fortunes“ von Julie Leong ist ein Roman, dem das Label „cozy fantasy“ meinem Gefühl nach nicht gutgetan hat, weil so viele Leser*innen damit Erwartungen verknüpften, die die Geschichte dann nicht erfüllt hat. Ich habe vor einiger Zeit eine Rezension zu dem Titel gelesen, die besagte, dass dieser Roman insofern cozy sei, dass all die schlimmen Dinge, die geschehen könnten (und von denen die Figuren befürchten, dass sie passieren werden), eben nicht eintreffen – und das trifft es meiner Meinung nach sehr gut. Das bedeutet aber auch, dass die Handlung in „The Teller of Small Fortunes“ ein wenig vor sich hin dümpelt und ein/e Leser*in halt bereit sein muss, sich darauf einzulassen.

Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive von Tao, die mit ihrem kleinen Wagen durch Eshtera reist und als Wahrsagerin arbeitet. Wobei sie nur kleine Dinge vorhersagt, denn die großen sind – Taos Erfahrung nach – zu gefährlich. Obwohl von Anfang an feststeht, dass Tao sehr einsam ist und sich nach ihrem Geburtsland Shinara sehnt, erfahren wir erst nach und nach, wie es kam, dass sie als kleines Mädchen mit ihrer Mutter nach Eshtera ausgewandert ist. Als Shinn begegnet sie auf den Straßen des Landes viel Misstrauen, genießt als reisende Wahrsagerin aber auch viele Freiheiten – was es ihr ermöglicht, den beiden Reisenden Silt und Mash zur Seite zu stehen, die auf der Suche nach Mashs verschwundener kleiner Tochter sind. Gemeinsam reisen die drei (plus die später dazukommende Bäckerin …) durch das Land und versuchen, mehr über den Verbleib des Kindes herauszufinden.

Es passiert wirklich relativ wenig in der Geschichte, auch wenn die kleine Reisegruppe in den verschiedenen Orten immer wieder anderen Personen begegnet, die – wie Menschen nun mal sind – mal herzlich, mal feindselig oder misstrauisch auf die Fremden reagieren. Dabei befürchtet Tao die ganze Zeit, von der Magiergilde aufgespürt zu werden, falls diese von ihrer Fähigkeit als Wahrsagerin erfahren sollten, während sich Mash natürlich große Gedanken um das Wohlergehen seiner Tochter macht. Doch vor allem bringen diese gemeinsame Reise und die Gespräche, die sie führen, die Reisenden dazu, dass sich diese unterschiedlichen Charaktere mit ihren Hoffnungen und Sorgen auseinandersetzen. Das ermöglicht es Julie Leong, viele verschiedene ernsthaftere Themen aufzugreifen, ohne dass die Lektüre belastend oder bedrückend würde.

So dreht sich ein Teil von Taos Problemen zum Beispiel darum, dass sie aufgrund ihrer Shinn-Abstammung als Fremde in dem Land gesehen wird, in dem sie aufgewachsen ist. Gleichzeitig weiß sie zu wenig über ihr Geburtsland und spricht die Sprache nicht ausreichend gut, um zu versuchen, über das Meer zurück nach Shinara zu gehen. Obwohl das natürlich ein ernsthaftes Problem für die junge Frau ist, fühlt es sich beim Lesen nicht so schlimm an, weil es auf der Hand liegt, dass sie zu Beginn der Geschichte schon auf genau die richtigen Personen für eine wohltuende Wahlfamilie gestoßen ist. Für mich war „The Teller of Small Fortunes“ deshalb trotz der verschiedenen ernsthaften Themen ein überraschend entspannender Roman. Ich habe die Geschichte in vielen kleinen Häppchen gelesen, wenn ich ein bisschen Zeit mit sympathischen Figuren und den kleinen Herausforderungen, die der nächste Handlungsort mit sich bringen würde, verbringen wollte. Doch auch wenn der Roman keine besonders mitreißende Geschichte erzählt hat, so verbinde ich damit doch kleine Szenen und Eindrücke, an die ich gern zurückdenke.

Mary Robinette Kowal: The Calculating Stars (Lady Astronaut 1)

Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich „The Calculating Stars“ von Mary Robinette Kowal gelesen habe – und normalerweise würde ich mir nach einem halben Jahr nicht noch die Mühe machen, eine Rezension zu schreiben, wenn ich nicht so recht weiß, was genau ich zu einem Buch sagen soll. Denn eigentlich dachte ich, ich hätte nur zwei Sachen zu dem Roman sagen, aber da irrte ich mich wohl … Die eine Sache war, dass mir die Geschichte gut gefallen hat und ich mich darauf freue, dass ich noch ein paar Fortsetzungen vor mir habe. Das andere war, dass die Leseprobe bei mir einen Eindruck hinterlassen hatte, der relativ wenig mit dem eigentlichen Erzählstil der Geschichte gemein hat. Denn die ersten Kapitel erzählen, wie im Jahr 1952 ein Meteorit auf die Erde fällt und die Protagonistin Elma und ihr Mann Nathaniel verzweifelt versuchen, aus einer kleinen Ferienhütte in den Bergen zurück in ein sicheres Gebiet zu kommen. Während die beiden über unwegsames Gelände fliehen, um die kleine Landebahn zu erreichen, wo ihr Flugzeug steht, ist ihnen gleichzeitig bewusst, dass vermutlich ein Großteil ihrer Familien durch den Einschlag des Meteoriten und seine Folgen getötet wurde.

Dieser Teil ist wirklich herzzerreißend, und ich habe beim Lesen mitgefiebert, während Elma und Nathaniel um ihr Überleben ringen, versuchen, irgendwie an Informationen zu kommen und dabei die ganze Zeit Angst um ihre Lieben haben müssen. Was bedeutet, dass ich zu Beginn des Romans einen Haufen Tränen vergossen habe, während danach der Teil der Handlung begann, der erzählt, wie der Alltag nach einer solchen Katastrophe ausschaut. Dieser Teil erstreckt sich über Jahre, während die verschiedenen Parteien an einer Lösung für das Überleben der Menschheit arbeiten – und dabei bewerten sie oft genug die eigenen Interessen höher als das gemeinsame Ziel. Diesen Bruch zwischen der Katastrophe und den folgenden Jahren fand ich wirklich überraschend, aber nachdem ich mich erst einmal darauf eingelassen hatte, dass „The Calculating Stars“ eine weniger emotionale Geschichte als erwartet war, war ich sehr fasziniert von diesem Gedankenspiel rund um die Auswirkungen eines solchen Meteoriten-Einschlags auf eine Gesellschaft, die auf der einen Seite schrecklich konservativ (und rassistisch, mysogyn, ableistisch) ist und auf der anderen Seite kurz vor einem wissenschaftlichen Durchbruch steht, der den Menschen den Aufenthalt im All ermöglicht.

Es war nicht schön zu lesen, mit welchen Widerständen und Vorurteilen Elma zu kämpfen hat – gerade weil sie immer wieder beweist, dass sie sowohl als ehemalige WASP-Pilotin als auch als Computer für das Space-Programm durchaus geeignet ist. Aber gerade weil es eine alternative Realität ist, in der die Geschichte spielt, fand ich all die (leider für Frauen recht alltäglichen) Herausforderungen, mit denen Elma fertigwerden muss, deutlich einfacher zu lesen, als bei realen (historischen oder aktuellen) Ereignissen. Dabei muss Elma nicht nur gegen die Vorurteile angehen, die in einer männerdominierten Arbeitswelt gegenüber Frauen herrschen, sondern auch gegen ihr eigenes (anerzogenes) Verhalten und gegen ihren eigenen verinnerlichten Rassismus. Dabei fand ich es realistisch, dass sie sich mehr als einmal bewusst machen musste, dass sie sich gerade rassistisch gegenüber den Schwarzen Pilotinnen, die sie kennenlernt, verhält, um ihr Benehmen zu ändern. Solche Veränderungen brauchen nun einmal leider Zeit, egal wie sehr wir uns alle wünschten, es würde ein einziger Hinweis auf ein solches Fehlverhalten reichen.

Was ich nach dem Lesen spannend fand, waren die diversen Kritikpunkte, die ich in anderen Rezensionen zu dem Roman gelesen habe. Die hatten dazu geführt, dass ich ursprünglich so viele kleine Punkte in meiner eigenen Rezension aufgreifen wollte, die ich hier nun gar nicht erwähnt habe. Aber ich denke, dass diese Kritikpunkte mehr mit den Personen zu tun hatten, die die Rezensionen geschrieben haben, als mit dem Buch selbst. Wenn jemand es unglaubwürdig findet, dass ein Ehemann liebevoll und unterstützend ist und damit leben kann, dass seine berufstätige Frau keine Kinder möchte, dann tut es mir leid um diese Person. Und wenn jemand kritisiert, dass Elma auf der einen Seite behauptet, dass sie aus einer armen Familie stammt und auf der anderen Seite priviligiert genug war, um zu studieren, dann muss ich daraus schließen, dass die Person all die Passagen rund um Elmas Familie (und die Unterschiede zwischen der armen mütterlichen Verwandtschaft und dem Status ihres Vaters als General) nicht bewusst wahrgenommen hat. Wenn ich etwas kritisieren müsste, dann vor allem den Umstand, dass Elma schon als Kind ein Mathematik-Genie war. Das ist, wie ich zugeben muss, die Grundvoraussetzung für ihren Lebensweg und somit überhaupt für ihre Rolle in der Handlung, aber es gibt mir mal wieder das Gefühl, dass selbst in fiktiven Geschichten eine Frau schon ein Genie sein muss, um nach den Sternen greifen zu dürfen.

Sachbücher 2025

Nachdem mein erster Buchkauf im Januar 2025 ein Sachbuch war, hatte ich gehofft, ich würde in diesem Jahr regelmäßig Sachbücher lesen. Grundsätzlich bin ich auch nicht unzufrieden mit der Menge an gelesenen Sachbüchern, ich wünschte nur, ich hätte nicht immer so schrecklich lange für jedes Buch gebraucht. Aber da ich in diesem Jahr ständig mehrere Titel parallel gelesen habe, sind die Sachbücher oft länger liegen geblieben, als sie es verdient gehabt hätten.

Januar – April 2025

Charlie Jane Anders: Never Say You Can’t Survive – How to Get Through Hard Times by Making Up Stories (Hörbuch)

„Never Say You Cant’s Survive“ ist eigentlich ein Schreibratgeber, in dem die Autorin nicht nur Ratschläge rund ums Schreiben vermittelt, sondern auch darauf eingeht, wie hilfreich das Spinnen von Geschichten in aufreibenden Zeiten sein kann. Ich muss zugeben, dass ich von Charlie Jane Anders noch nie etwas gelesen habe und deshalb auch nicht immer etwas mit den diversen Verweisen auf ihre veröffentlichten Geschichten anfangen konnte. Aber ich fand es ermutigend und wohltuend, ihren Worten zu folgen, und ich habe mir beim Zuhören meine eigenen Gedanken zum Aufbau von (gerade gelesenen) Geschichten gemacht. Außerdem war es angenehm, Charlie Jane Anders, die das Hörbuch selbst eingesprochen hat, zuzuhören. Der einzige Grund, wieso ich das Hörbuch nicht deutlich zügiger beendet habe, lag daran, dass ich zwischen Ende Januar und Anfang April relativ wenig Zeit fürs aufmerksame Hören hatte.

Januar – Mai 2025

Hannah Ritchie: Not the End of the World (abgebrochen)

„Not the End of The World“ war mein erster Sachbuchkauf im Januar 2025. Der Titel war mir als ermutigende Veröffentlichung rund um das Thema „Klimawandel“ empfohlen worden, und ich mochte die Leseprobe, die ich vor dem Bestellen angeschaut hatte. Erst einmal möchte ich betonen, dass Hannah Ritchie in ihrem Buch wirklich viele Informationen gesammelt hat, die Mut machen und darauf hinweisen, dass eine Klimakatastrophe definitiv noch abwendbar ist. Unter anderem zeigt die Autorin all die Erfolge auf, die es in den vergangenen Jahrzehnten schon gab und die beweisen, dass ein Wandel möglich ist. Dummerweise stolperte ich beim Lesen über so viele Kritikpunkte, dass ich das Buch nach nicht einmal der Hälfte für einige Wochen unterbrechen musste, weil ich so frustriert war – was genau das Gegenteil von dem war, was ich mir von dem Titel erhofft hatte! – und im Mai habe ich mir dann eingestanden, dass ich das Buch wirklich nicht weiterlesen möchte.

Ich habe einfach Schwierigkeiten, eine Autorin ernst zu nehmen, die Atomkraft als die große Lösung gegen den Klimawandel sieht, ohne dabei auch nur einmal darauf einzugehen, dass es keine sichere Entsorgung für Atommüll gibt. Außerdem finde ich es nicht ermutigend, wenn all die hoffnungsmachenden Absätze zu den verschiedenen Themengebieten im Prinzip darauf hinauslaufen, dass eine Wende möglich ist, solange der Großteil der Regierungen dementsprechende Gesetze und Regelungen erlässt. Angesichts der aktuellen politischen Entwicklungen ist das etwas, wodurch ich mich beim Lesen nur umso hilfloser fühlte (und all das war mir schon bewusst, bevor ich zu diesem Sachbuch gegriffen habe). Dazu kamen dann noch ein Haufen Diagramme und Graphen, die in meinen Augen wirklich schlecht gemacht waren und bei denen ich zwar in den Anhängen Verweise auf die jeweilige Studie, aus der die Daten stammten, finden konnte, aber bei denen ich gern Hinweise zu der Datensammlung gesehen hätte. Ein Beispiel dafür war ein Diagramm, bei dem die Luftverschmutzung in London von 1700 bis 2016 aufgezeigt wurde, und ich hätte gern gewusst, woher die historischen Daten kommen (und wieso da ein komischer Graph über der London-Linie in der Luft hängt, der vermutlich die Luftverschmutzung in Delhi in irgendeinem Zeitraum in den 2000ern anzeigen sollte?). Alles in allem stellte sich dieses Sachbuch, von dem ich mir eine hoffnungsvolle Lektüre versprochen hatte, beim Lesen für mich als ziemlich ärgerlich heraus.

Februar – April 2025

Xinran: Gerettete Worte – Reise zu Chinas verlorener Generation (Rezension)

Oktober 2025

Paulina Bren: The Barbizon – The New York Hotel That Set Women Free

Nach den ersten Seiten, in denen es darum ging, wer und wieso das „Barbizon“ gebaut hat, drehte sich das Buch vor allem um die Frauen, die (eine Zeitlang) in dem Hotel gelebt haben. Das führte zu einem spannenden Überblick über das Leben (in der Regel) intellektueller und/oder wohlhabender Frauen in den USA in der Zeit zwischen 1930 und 1960. So erzählt dieses Sachbuch vor allem einen Haufen faszinierender Anekdoten rund um die Zeitschrift Mademoiselle und ihre Gast-Editorinnen, die Models der Ford Modeling Agency und die Schülerinnen der Katharine Gibbs Secretarial School – was nicht nur viel über die (wenigen) Möglichkeiten von Frauen, selbstständig zu leben, verriet, sondern sich auch wirklich gut lesen ließ.

November – Dezember 2025

Zeinab Badawi: An African History of Africa – From the Dawn of Humanity to Independence

Alle paar Jahre wieder suche ich nach Sachbüchern über afrikanische Geschichte, weil mir durchaus bewusst ist, dass das eine Region ist, über die ich viel zu wenig weiß. Allerdings habe ich bislang nur sehr wenige Bücher gefunden, die ich wirklich informativ und gut lesbar fand. „An African History of Africa“ von Zeinab Badawi hingegen war (soweit das bei einer solchen Informationsdichte möglich ist) wirklich gut lesbar. Auch fand ich den Aufbau des Buchs für mich stimmig und – aufgrund der Tatsache, dass ich mehr über Nordafrika weiß als über die restlichen Regionen – leicht zugänglich. Die Autorin beginnt mit der Geschichte von Nordafrika und arbeitet sich dann über den Osten, die Mitte, den Süden bis in den Westen des Kontinents vor, was für mich die Entwicklung der verschiedenen Regionen nachvollziehbar machte. Spannend fand ich z. B. auch die Verweise auf gegensätzliche Darstellungen von Ereignissen zwischen den mündlichen (regionalen) und schriftlichen (häufig von europäischen Händlern/“Entdeckern“) Überlieferungen oder die Beschreibungen von archäologischen Funden, die durch Zitaten aus Dokumenten von Zeitzeugen (auch hier in der Regel europäische Händler/“Entdecker“/Kolonialherren) ergänzt wurden. Mehr als einen Überblick kann solch ein Buch nicht bieten, aber das macht es deutlich besser als andere Titel, die ich bislang über Afrika angeschaut habe. Am Ende hatte ich nicht nur das Gefühl, ich hätte viel gelernt, sondern auch ausnahmsweise nicht einen Haufen unzusammenhängender Wissensfragmente zu einer Region bekommen, sondern eine Landkarte voller Querverweise und Zusammenhänge, die ein gutes Fundament bilden, um mich mehr (und detaillierter) mit Afrikas Geschichte auseinanderzusetzen.

Januar-SuB 2026

Ich wünsche euch allen ein frohes neues Jahr und hoffe, dass ihr einen guten Start in den heutigen Tag hattet! Das vergangene Jahr war für mich voller Höhen und Tiefen und das hat sich natürlich auch im Blog widergespiegelt, aber insgesamt würde ich sagen, dass 2025 okay war. Was mich eben angenehm überraschte, ist die Tatsache, dass ich (obwohl ich den Großteil meiner Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke noch nicht gelesen habe) mit einem etwas kleineren SuB in dieses Jahr starte. Mal schauen, ob das so weitergeht …

Ich bin auf jeden Fall fest entschlossen mich mehr meinen älteren Büchern auf dem SuB zu widmen. Auch wenn das in den vergangenen Monaten regelmäßig dazu geführt hat, dass ich nach dem Lesen eines solchen älteren Titels noch die dazugehörigen Reihenfortsetzungen oder weitere Romane von der selben Person gekauft habe. *g* Außerdem wäre es schön, wenn ich mal wieder mehr Sachbücher lesen würde. 2025 waren es gerade mal fünf Stück, was angesichts meines Sachbuch-SuBs nicht gerade viel ist – und ja, auch in diesem Jahr nehme ich mir vor mal endlich meinen Sachbuch-Bestand durchzusortieren und endlich eine aktuelle SuB-Liste dafür anzulegen. Ich bin gespannt, ob ich das in den kommenden Monaten auf die Reihe bekomme.

Belletristik-SuB:

  1. Julie Abe: Tessa Miyata is no Hero
  2. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  3. Sufiya Ahmed: Rosie Raja – Churchill’s Spy
  4. Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
  5. Hanna Alkaf: The Weight of our Sky
  6. Charlie Jane Anders: Lessons in Magic and Disasters
  7. Kaia Anderson: Sisters in Arms
  8. Sophie Anderson: The Thief Who Sang Storms
  9. Sophie Anderson: The Snow Girl
  10. Kelley Armstrong: The Gryphon’s Lair (A Royal Guide to Monster Slaying 2)
  11. Yukito Ayatsuji: The Labyrinth House Murders
  12. Yukito Ayatsuji: The Clock House Murders
  13. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  14. Kelly Barnhill: The Ogress and the Orphans
  15. Kelly Barnhill: When Women Were Dragons
  16. Alice Bell: Displeasure Island (Grave Expectations 2)
  17. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
  18. Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown
  19. Aliette de Bodard: A Fire Born of Exile
  20. Lila Bowen: Conspiracy of Ravens (The Shadow 2)
  21. Natasha Bowen: Skin of the Sea
  22. Nicholas Bowling: Song of the Far Isles
  23. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  24. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  25. Marie Brennan: Within the Sanctuary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  26. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  27. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  28. Patricia Briggs: Winter Lost (Mercy Thompson 14)
  29. Stephanie Burgis: The Raven Throne (The Raven Heir 2)
  30. Rachel Caine: Paper and Fire (The Great Library 2)
  31. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  32. Jennifer Carson: To Find a Wonder
  33. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  34. Becky Chambers: The Galaxy, and the Ground Within (Wayfarers 4)
  35. Becky Chambers: To Be Taught, If Fortunate
  36. Amber Chen: Of Jade and Dragons
  37. David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
  38. David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
  39. Traci Chee: Kindling
  40. Rin Chupeco: Wicked as You Wish (A Hundred Names for Magic 1)
  41. Rin Chupeco: The Bone Witch
  42. Dhonielle Clayton: The Marvellers
  43. Orlagh Collins: All the Invisible Things
  44. Alyssa Colman: The Gilded Girls (Gilded Magic 1)
  45. April Daniels: Sovereign (Nemesis 2)
  46. Benjamin Dean: Me, My Dad and the End of the Rainbow
  47. Sarah Driver: Once we were Witches
  48. Sarah Beth Durst: Race the Sands
  49. Louise Erdrich: The Birchbark House
  50. Hafsah Faizal: A Steeping of Blood (Blood and Tea 2)
  51. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
  52. Nicole Glover: The Conductors
  53. Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
  54. Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
  55. Mira Grant: Chimera (Parasitology 3)
  56. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 2)
  57. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  58. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  59. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  60. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  61. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  62. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  63. Rachel Hartman: Shadow Scale (Seraphina 2)
  64. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  65. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  66. Tanya Huff: Wizard of the Grove
  67. D. B. Jackson: Thieves‘ Quarry (Thieftaker #2)
  68. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  69. Anna James: Chronicles of Whetherwhy – The Age of Enchantment
  70. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  71. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  72. Diana Wynne Jones: Power of Three
  73. Diana Wynne Jones: Fire and Hemlock
  74. Kalyn Josephson: Witchwood (Ravenfall 3)
  75. Michelle Ruiz Keil: All of Us with Wings
  76. Celine Kiernan: Geisterpfade
  77. Celine Kiernan: Königspfade
  78. Mary Robinette Kowal: The Fated Sky (Lady Astronaut 2)
  79. Sarah Kuhn: Heroine’s Journey (Heroine Complex 3)
  80. Sarah Kuhn: From Little Tokyo with Love
  81. R. F. Kuang: The Poppy War
  82. Lillie Lainoff: One for All
  83. L. D. Lapinski: The Whispering World (Artezans 2)
  84. E. Latimer: Escape to Witch City
  85. Patrice Lawrence: The Elemental Detectives
  86. Yoon Ha Lee: Dragon Pearl
  87. Y.S. Lee: The Body at the Tower (The Agency 2)
  88. Y.S. Lee: The Traitor in the Tunnel (The Agency 3)
  89. Y.S. Lee: Rivals in the City (The Agency 4)
  90. Elizabeth Lim: The Dragon’s Promise (Six Crimson Cranes 2)
  91. Elizabeth Lim: Her Radiant Curse
  92. Ann Sei Lin: Rebel Fire (Rebel Skies 2)
  93. Ann Sei Lin: Rebel Dawn (Rebel Skies 3)
  94. Judy I. Lin: A Magic Steeped in Poison
  95. Darcie Little Badger: Elatsoe
  96. Cixin Liu: The Three-Body Problem
  97. Megaera C. Lorenz: The Shabti
  98. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  99. Janelle McCurdy: Mia and the Lightcasters (Umbra Tales 1)
  100. Seanan McGuire: Middlegame
  101. Seanan McGuire: Angel of the Overpass (Ghost Roads 3)
  102. Skye McKenna: Hedgwitch
  103. Robin McKinley: Dragonhaven
  104. Wendy McLeod MacKnight: The Copycat
  105. Sangu Mandanna: Kiki Kallira Conquers a Curse (Kiki Kallira 2)
  106. Karen M. McManus: Two can Keep a Secret
  107. Kate Milford: The Boneshaker
  108. Kate Milford: Bluecrowne
  109. Kate Milford: The Thief Knot
  110. Maya Montayne: Nocturna
  111. Bethany C. Morrow: A Song Below Water
  112. Tamsyn Muir: Gideon the Ninth
  113. Julie Murphy: Faith – Taking Flight
  114. Julie Murphy: Faith – Greater Hights
  115. Bishop O’Connell: The Stolen
  116. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  117. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  118. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  119. S. A. Patrick: A Vanishing of Griffins (Song of Magic 2)
  120. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  121. Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
  122. Sarah Prineas: Dragonfell
  123. Mary Roberts Rinehart: The Wall
  124. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  125. Rebecca Roanhorse: Race to the Sun
  126. John Scalzi: Fuzzy Nation
  127. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  128. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  129. A. G. Slatter: The Briar Book of the Dead
  130. A. G. Slatter: The Crimson Road
  131. Jessica Spotswood/Tess Sharpe: Toll and Trouble – 15 Tales of Women and Witchcraft (Anthologie)
  132. Esme Symes-Smith: Sir Callie and the Champions of Helston
  133. Emily J. Taylor: Hotel Magnifique
  134. Charles den Tex: Die Zelle
  135. Aiden Thomas: Cemetery Boys
  136. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  137. Sarah Tolcser: Song of the Current
  138. Hana Tooke: The Unadoptables
  139. Adrienne Tooley: Sweet & Bitter Magic
  140. Tiffany Trent: Unnaturalist
  141. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  142. Anne Ursu: Not Quiet a Ghost
  143. Dominique Valente: Witchlight (Witchspark 2)
  144. Renee Watson: Piecing Me Together
  145. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  146. Martha Wells: The Cloud Roads
  147. Jen Williams: The Ninth Rain (The Winnowing Flame Trilogy 1)
  148. Amy Wilson: Angel and Bavar
  149. Katherine Woodfine: The Midnight Peacock (The Sinclair’s Mysteries 4)
  150. Katherine Woodfine: Peril in Paris (Taylor and Rose 1)
  151. Katherine Woodfine: Spies in St. Petersburg (Taylor & Rose 2)
  152. Katherine Woodfine: Villains in Venice (Taylor & Rose 3)
  153. Katherine Woodfine: Nightfall in New York (Taylor & Rose 4)
  154. Jy Yang: The Black Tides of Heaven
  155. Kelly Yang: Front Desk
  156. Seishi Yokomizo: The Village of Eight Graves
  157. Katie Zhao: The Dragon Warrior
  158. Xiran Jay Zhao: Iron Widow
  159. Xiran Jay Zhao: Zachary Ying and the Dragon Emperor
  160. Ibi Zoboi: Pride

158 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Sachbuch-SuB (noch immer unvollständig):

  1. Bernadette Banner: Make, Sew and Mend
  2. Francis Burney: Journals and Letters
  3. Caroline Criado Perez: Invisible Women – Exposing Data Bias in a World Designed for Men
  4. Brunhilde Dähn: Berlin Hausvogteiplatz
  5. Lydia Edwards: How to Read a Suit – A Guide to Changing Men’s Fashion from the 17th to the 20th Century
  6. Ruth Goodman: How to be a Victorian
  7. Molly Guptill Manning: When Books Went to War
  8. Lindsey Fitzharris: The Butchering Art – Joseph Lister’s Quest to Transform the Grisly World of Victorian Medicine
  9. Kameron Hurley: The Geek Feminist Revolution
  10. Jennifer Kloester: Georgette Heyer’s Regency World
  11. Bea Koch: Mad & Bad – Real Heroines of the Regency
  12. Natalie Livingstone: The Mistresses of Cliveden
  13. Philip Mansel: Prince of Europe – The Life of Charles-Joseph de Ligne
  14. Catherine Ostler: The Duchess Countess – The Woman who Scandalised a Nation
  15. Tom Reiss: The Orientalist – In Search of a Man Caught Between East and West
  16. Hallie Rubenhold: Lady Worsley’s Whim – An Eigtheenth-Century Tale of Sex, Scandal and Divorce
  17. Hallie Rubenhold: Story of a Murder
  18. Kassia St. Clair: The Golden Thread – How Fabric Changed History
  19. Lauren Stowell/Abby Cox: The American Duchess Guide to 18th Century Dressmaking
  20. Kimberley Wilson: Unprocessed – What Your Diet is Doing to Your Brain

20 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Jahresausklang 2025 (2)

Sonntag, 28.12.

Gestern Abend habe ich vor dem Schlafengehen wirlich noch zu „Thornwood“ von Leah Cypess gegriffen und die Geschichte sogar noch beendet. Ich mochte diese Dornröschen-Variante überraschend gern, gerade weil sie so viele ungewöhnliche Aspekte in das Märchen einbrachte. So gibt es nicht nur Briony, aus deren Sicht die Handlung erzählt wird, sondern auch noch Edwin, der sich aus ganz eigenen Gründen ins Schloss geschlichen hatte, um dank des Fluchs 100 Jahre zwischen sich und sein aktuelles Leben zu bringen. Nun bin ich neugierig, was die Autorin noch aus anderen Märchen gemacht hat – auch wenn ich nicht vorhabe, zeitnah die weiteren fünf Bände der „Sisters Ever After“-Reihe zu bestellen. Aber ich gehe momentan davon aus, dass ich irgendwann noch einmal auf die Reihe zurückkommen werde. Da die Nacht wenig erholsam war, habe ich morgens erst einmal gründlich ausgeschlafen – was dazu führte, dass ich den ganzen Tag über aus dem Tritt war. So habe ich auch erst am späten Nachmittag zu „An African History of Africa“ von Zeinab Badawi gegriffen und mein tägliches Pensum darin gelesen.

Nach dem Abendessen ging es dann für mich mit „The Coldest Girl in Coldtown“ von Holly Black los. Ich habe vor Jahren (2017) von der Autorin „The Darkest Part of the Forest“ gemocht und mir deshalb auch noch einen weiteren Titel von ihr geholt. Der lag dann natürlich jahrelang auf dem SuB, ohne dass ich ihn gelesen hätte (was auch daran lag, dass ich den Klappentext eher abschreckend finde – keine Ahnung, wieso ich mir gerade diesen Titel besorgt hatte *g*). Nachdem ich mich aber in den letzten Wochen mit den „Altlasten“ auf meinem SuB beschäftigt habe und grundsätzlich im Hinterkopf hatte, dass ich irgendwann mehr von Holly Black lesen will, wurde es jetzt definitiv Zeit für dieses Buch. Bis zum Schlafengehen habe ich ungefähr das erste Drittel der Handlung gelesen und war dabei vor allem damit beschäftigt, mich an die Welt zu gewöhnen sowie Tanas Verhältnis zu ihrer Familie und ihrem Ex-Freund Aiden zu verstehen.

Montag, 29.12.

Der Vormittag verging mit diversen Pflichten, und erst gegen Mittag war ich so weit, dass ich wieder zu „An African History of Africa“ greifen konnte. Nachdem ich mein Tagespensum darin gelesen hatte, habe ich erst einmal eine Lesepause eingelegt und mich mit der Switch vergnügt, bis ich zum Abendessenkochen in die Küche wandern musste. Nach dem Essen ging es weiter mit „The Coldest Girl in Coldtown“, worin ich gelesen habe, bis die Protagonistin Tana in der Coldtown angekommen war (was bedeutet, dass ich jetzt ungefähr die Hälfte des Romans gelesen habe). Tana ist eine dieser coolen YA-Hauptfiguren (mit einer tragischen Vergangenheit), die einem ziemlich schnell auf die Nerven gehen können, aber bei dieser Geschichte komme ich überraschend gut mit ihr als Protagonistin zurecht. Ich bin gerade wirklich fasziniert davon, dass es so viele klischeebehaftete Elemente und kleine vorhersehbare Wendungen gibt – und ich trotzdem gern weiterlese, weil ich keine Ahnung habe, worauf die Geschichte eigentlich hinauslaufen soll. Ich würde aber gern ein Wörtchen mit der Person reden, die für Schriftart und Größe bei meinem Taschenbuch verantwortlich war, denn beides finde ich ziemlich anstrengend – was bei über 400 Seiten dann doch etwas unangenehm ist.

Dienstag, 30.12.

Der Vormittag verging mit Haushaltskram und erst gegen Mittag habe ich mich mit Hörbuch und Puzzle hingesetzt, damit mein Mann wieder einen Film schauen konnte. Dummeweise war mein Puzzle schneller fertig als erwartet, weshalb ich mir dann noch die Switch geholt habe, bis ich wieder gefahrlos ins Wohnzimmer konnte. Leider habe ich es nicht geschafft „The Adventures of Amina Al-Sirafi“ zu beenden (und habe die Geschichte an einer Stelle unterbrechen müssen, als Amina gerade Schiffbruch erlitt), weshalb ich den Titel also mit ins nächste Jahr nehme, da ich nicht davon ausgehe, dass ich morgen noch Zeit finde, um über vier Stunden Hörbuch zu hören. Nachdem ich am Nachmittag meinen Brotteig ins Gärkörbchen gepackt hatte, habe ich aber noch „An African History of Africa“ beendet, so dass ich immerhin dieses Sachbuch von meinem SuB streichen kann, bevor das nächste Jahr beginnt. (Und ich bin wild entschlossen, einige Zeit verstreichen zu lassen, bevor ich mir eines der Bücher anschaffe, die dank dieses Titels auf meiner Merkliste gelandet sind. *g*) Dummerweise war ich abends zu müde, um noch zu meinem Roman zu greifen – mal schauen, ob ich den morgen noch beendet bekomme oder auch das Buch mit ins nächste Jahr nehmen muss.

Mittwoch, 31.12.

Wie immer am 31. Dezember bin ich jetzt schon so genervt von der Böllerei in den letzten Tagen, dass ich grumpig bin, bevor das Feuerwerk in der Silvesternacht überhaupt losgeht. Ohnehin hatte ich keine besonders gute Nacht, was nicht nur dazu geführt hat, dass ich heute morgen (viel zu) lange geschlafen habe, sondern auch dazu, dass ich am Nachmittag ständig eingenickt bin. Neben dem Kochen für heute und morgen Abend und einer Runde Wäsche blieb dann nur noch etwas Zeit, um mit der Switch zu spielen. Erst später am Nachmittag habe ich etwas in „The Retired Assassin’s Guide to Orchid Hunting“ gelesen – und erst jetzt fällt mir auf, dass ich das Buch in den letzten Tagen gar nicht mehr erwähnt hatte, obwohl ich immer wieder in kleinen Häppchen darin gelesen habe. Ich mag die Figuren wirklich sehr und ich amüsiere mich über die wirklich absurde Handlung. Ich wüsste zu gern, wieso manche absurden Geschichten bei mir so gut funktionieren, während mich andere die Wände hochtreiben … ich vermute, es hängt damit zusammen, ob die Autor*innen all die abwegigen Elemente in ihrer Handlung mit einem Augenzwinkern erzählen oder mir das Gefühl geben, dass sie erwarten, dass ich das Ganze ernst nehme (oder dass sie beim Schreiben die ganze Zeit dachten, wie lustig sie doch sind). Wie auch immer, ich fühle mich von Naomi Kuttners Erzählweise gut unterhalten und mag ihren pensionierten Assassinen, der solche Probleme damit hat, in einer zivielen Umgebung zu funktionieren.

Da ich mir gerade nicht vorstellen kann, dass ich heute noch sehr viele Seiten lesen werde, beende ich meinen „Jahresausklang“ hiermit. Den kläglichen Rest des Jahres werde ich vermutlich damit zubringen, all meine Listen und Statistiken anzupassen und den Blog für das neue Jahr aufzustellen. Wenn ich danach noch Kapazität zum Lesen haben sollte, bleibe ich vermutlich bei Dante, Charlie und Eleanor, die unter lauter Orchideen-Enthusiasten nach einem Mörder suchen. Aber beenden werde ich den Roman in diesem Jahr definitiv nicht mehr. Auch wenn ich es etwas schade finde, dass ich drei aktuelle (Hör-)Bücher habe, die ich in den letzten Tagen gern noch ausgelesen/-gehört hätte, so fand ich es doch nett, wieder diese entspannten Tage „zwischen den Feiertagen“ zu verbloggen. Nun bleibt mir nur noch zu hoffen, dass den Nachbarn relativ früh das Feuerwerk ausgeht. 😉

Ich wünsche euch einen guten Rutsch ins neue Jahr! Ich hoffe, es liegt eine gute Nacht vor euch, und das nächste Jahr bringt viele angenehme Überraschungen für euch mit sich! 🙂

Jahresausklang 2025 (1)

Da ich es im vergangenen Jahr so nett fand, meinen Jahresausklang zu verbloggen, habe ich mir das für dieses Jahr wieder vorgenommen. Wie schon 2024 möchte ich in den nächsten Tagen viel lesen und mich dabei vor allem von meiner aktuellen Leselust lenken lassen – wobei ich immer noch vorhabe, zumindest mein angefangenes Sachbuch bis zum Jahresende auszulesen. Ich finde „An African History of Africa“ von Zeinab Badawi wirklich interessant, aber es ist halt immer leichter, mal eben zu einem Roman zu greifen, und so landet dieses Sachbuch regelmäßig im unteren Bereich meines „aktuellen“ Bücherstapels …

Mittwoch, 24.12.

Der Vormittag verging auch in diesem Jahr damit, dass mein Mann und ich etwas aufwändiger für den Abend vorgekocht haben. Danach habe ich mich erst einmal gemütlich auf dem Sofa eingerollt und mit Frühstück, Videos und der Switch entspannt. Deshalb habe ich erst am späten Nachmittag zu „An African History of Africa“ gegriffen und eine Zeitlang darin gelesen. Da mein Mann noch beschäftigt war, als ich mit meinem „täglichen Sachbuchpensum“ durch war, bin ich mit meinem aktuellen eBook auf den Mini-Stepper gewandert, den ich mir in diesem Jahr zu Weihnachten gegönnt habe. „The Retired Assassin’s Guide to Orchid Hunting“ von Naomi Kuttner ist nach „The Retired Assassin’s Guide to Country Gardening“ der zweite Band rund um den ehemaligen Assassinen Dante, Gärtner Charlie und ihre ältere Freundin Eleanor, und dieses Mal beginnt die Geschichte mit einem Mord bei einer Orchideen-Convention. Ich habe das Gefühl, dass die Handlung bei diesem Band ein bisschen schneller anzieht, weil die Autorin die Figuren nicht mehr vorstellen muss, und ich amüsiere mich bislang sehr gut beim Lesen. Kurz vor dem Schlafengehen habe ich noch zu „The Drowned Woods“ von Emily Lloyd-Jones gegriffen. Den Roman hatte ich vor zwei Wochen an einem Abend angefangen und dann aus Zeitmangel nach gerade mal drei Kapiteln nicht weitergelesen. Ich hoffe, dass ich in den nächsten Tagen mal ein paar Stunden am Stück mit der Geschichte verbringen kann.

Donnerstag, 25.12.

Aufräumen, Abwaschen, Familientelefonat und ähnliche Dinge benötigten so viel Zeit, dass ich erst am Nachmittag wieder zu „An African History of Africa“ griff. Was bedeutete, dass ich mein tägliches Pensum dank Sekundenschlaf nicht ganz geschafft habe, aber ich hoffe trotzdem, dass ich das Buch vor Jahresende gelesen bekomme. Ich finde es wirklich faszinierend, so viel über die Geschichte Afrikas zu lernen, aber bei Passagen, in denen sehr viele Namen und Jahreszahlen vorkommen, neigen meine Gedanken dann doch leider zum Abschweifen. Nach einer Runde mit der Switch habe ich dann weiter in „The Drowned Woods“ gelesen und die Geschichte hat mich dann so gepackt, dass ich die letzten 2/3 des Romans (von einer Pause fürs Abendessen inklusive einer Folge „Culinary Class Wars“ abgesehen) in einem durchgelesen habe. Die Handlung dreht sich um die letzte lebende water diviner, um den obersten Spion des Prinzen, einen Ironfetch und eine Diebin (und ein bisschen um einen Gelehrten und einen Mann, der weder ein Söldner noch ein Spion ist).

All diese Figuren machen sich auf, um einen magischen Schatz (und einem Prinzen seine Macht) zu stehlen, und sie alle haben ganz eigene Motive für ihr Handeln. Die Geschichte wird aus mehr als einer Sicht erzählt und alle Charaktere, deren Perspektive ich beim Lesen mitverfolgen konnte, mochte ich sehr. Bei allen hat es mich sehr berührt, dass sie in der Regel nur die Wahl hatten zwischen zwei Übeln, von denen sich hoffentlich eines als das geringere herausstellen würde. Das alles hätte mich schon sehr zufrieden mit „The Drowned Woods“ gemacht – und dann gab es im letzten Teil der Handlung eine für mich überraschende Wendung, die ich einfach großartig fand, auch wenn ich zugeben muss, dass dieses Element letztendlich zu einem unnötig guten Ende geführt hat, ohne das der Roman für mich genauso befriedigend gewesen wäre. Der Tag ging für mich dann damit zuende, dass ich die Taschenbuchausgabe von „The Huntress“ von Emily Lloyd-Jones, die im kommenden Jahr erscheint, vorbestellt habe. *g*

Freitag, 26.12.

Da mein Mann über die Feiertage etwas Zeit haben wollte, in der er (Horror-)Filme gucken kann, von denen ich definitiv nichts mitbekommen will, habe ich mich vormittags mit Hörbuch und Puzzle in das andere Zimmer verzogen. Mein aktuelles Hörbuch („The Adventures of Amina Al-Sirafi“ von Shannon Chakraborty) habe ich irgendwann im Sommer angefangen – ich kann definitiv sagen, dass ich es das letzte Mal am 4. Oktober gehört habe, und seitdem habe ich nicht mehr gepuzzelt und dementsprechend auch nicht weitergehört. Mir hatte die Geschichte der Piratenkapitänin, die ihren Ruhestand für einen letzten großen Auftrag unterbricht, schon von Anfang an gefallen, aber es war faszinierend weiterzuhören, während ich gleichzeitig die Daten und Fakten von „An African History of Africa“ im Hinterkopf hatte. Das hat dazu geführt, dass ich Orte, Legenden, Völker und den Einfluss von Religion deutlich besser zuordnen konnte. Nachdem mein Mann seinen ersten Film beendet hatte, habe ich mich auf dem Sofa mit der Switch wieder aufgewärmt und danach noch ein weiteres Kapitel in meinem Sachbuch gelesen.

Am Nachmittag habe ich dann noch eine Runde mit Hörbuch und Puzzle verbracht, während mein Mann einen zweiten Film guckte – und da Puzzles nun mal die Eigenschaft haben, mich sehr in ihren Bann zu ziehen, habe ich erst damit aufgehört, als mein Mann das Abendessen servierte. *g* Nach dem Essen habe ich dann mit „Thornwood“ von Leah Cypess einen neuen Roman angefangen. Das Kinderbuch wird erzählt aus der Perspektive von Briony, der kleinen Schwester von „Dornröschen“ (Rosalin), und die eigentliche Handlung beginnt an dem Tag, an dem das Schloss aus seinem Schlaf erwacht – dummerweise scheint der Fluch nicht ganz gebrochen zu sein …

Samstag, 27.12.

Auch heute Vormittag habe ich mit Puzzle und Hörbuch verbracht, damit mein Mann einen Film schauen konnte. Was bedeutet, dass ich inzwischen ungefähr bei der Hälfte des Hörbuchs von „The Adventures of Amina Al-Sirafi“ bin. Amina und ein Teil ihrer Crew haben gerade eine Höhle betreten, die eine Vergangenheit als Begräbnisstätte hat. So kam mein Mann gerade dazu, als Amina beschrieb, wie sie über Skelette kletterte – was ihn zu der Bemerkung veranlasste, dass sein gerade gesehener Film deutlich weniger gruselig war als mein Hörbuch. Ich hingegen kann dazu sagen, dass ich gesehene unangenehme Bilder regelmäßig mit in meine Träume nehme, während mir das beim Lesen sehr viel weniger passiert – vor allem, wenn das Buch eher unterhaltsam ist als unheimlich. Dann wurde es Zeit fürs Sofa mit Frühstück, Videos und Switch, und da ich anschließend noch das Tageslicht zum Lesen nutzen wollte, habe ich mein heutiges Sachbuch-Pensum gelesen. Später am Nachmittag habe ich noch eine weitere Puzzle-Runde eingelegt – danach habe ich jetzt nur noch sechs Stunden in der Geschichte vor mir. Erstaunlich, wie viel ich in den letzten zwei Tagen gehört habe! Aber es ist auch schön, mal wieder so intensiv ein Hörbuch zu hören. Gleich muss ich erst einmal kochen, und ich denke, dass ich vor dem Schlafengehen noch einmal zu „Thornwood“ greifen werde.