Alle Artikel von Konstanze

November-SuB 2018

Irgendwie war in meinem letzten „Monatsanfangsbeitrag“ der Satz „Ich habe eigentlich auch keinen weiteren Buchkauf für die letzten drei Monate des Jahres geplant, …“ gelandet. Was auch stimmte – zumindest solange bis ich dann wieder über Bücher von meinem Wunschzettel stolperte, die von ihren Verlagen aus dem Programm genommen und in den letzten Wochen günstig über moderne Antiquariate angeboten wurden. Nur gut, dass ich inzwischen wieder regelmäßig lese und mir auch mehr Zeit dafür gönnen kann. Überhaupt haben das Herbstlesen und diverse Fahr- und Wartestunden im Oktober dafür gesorgt, dass mein Lesepensum wieder auf ein „normales“ Maß gestiegen ist und das fühlt sich sehr gut an. Im November (und Dezember) wird es trotzdem wieder zu einem deutlichen Anwachsen des SuBs kommen, da ich einen gute gefüllten Bücherwunschzettel habe, der hoffentlich von meinen Lieben in den nächsten Wochen geplündert wird. Ich bin gespannt, wie sich Geburtstag, Weihnachten und vermehrte Lesestunden auf den SuB-Stand auswirken. *g*

  1. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  2. Kelly Barnhill: Dreadful Young Ladies and Other Stories (Anthologie)
  3. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  4. Tracy Baptiste: Rise of the Jumbies (The Jumbies 2)
  5. Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown
  6. Lila Bowen: Wake of Vultures (Shadow Series 1)
  7. Rhys Bowen: Royal Flush (Royal Spyness 3)
  8. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  9. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  10. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  11. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  12. Marie Brennan: Within the Sancutary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  13. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  14. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  15. Patricia Briggs: River Marked (Mercy Thompson 6)
  16. Stephanie Burgis: Masks and Shadows
  17. Stephanie Burgis: Congress of Secrets
  18. Stephanie Burgis: The Girl with the Dragon Heart
  19. Rachel Caine: Ink and Bone (The Great Library 1)
  20. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  21. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  22. Vivien Chien: Death by Dumpling
  23. Deborah Crombie: Beklage deine Sünden (Kincaid und James 17)
  24. Abi Elphinstone: Sky Song
  25. Louise Erdrich: The Birchbark House
  26. Catherine Fischer: The Clockwork Crow
  27. Jasmine Gower: Moonshine
  28. Mira Grant: Into the Drowning Deep
  29. Mira Grant: Feedback (Newsflash #4)
  30. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 3)
  31. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  32. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  33. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  34. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  35. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  36. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  37. Rachel Hartman: Seraphina
  38. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  39. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  40. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  41. D. B. Jackson: Thieve’s Quarry (Thieftaker #2)
  42. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  43. Diana Wynne Jones: The Dark Lord of Derkholm
  44. Diana Wynne Jones: Year of the Griffin
  45. Diana Wynne Jones: Cart and Cwidder (The Dalemark Quartet 1)
  46. Diana Wynne Jones: The Spellcoats (The Dalemark Quartet 3)
  47. Diana Wynne Jones: Drowned Ammet (The Dalemark Quartet 2)
  48. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  49. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  50. Diana Wynne Jones: Power of Three
  51. Diana Wynne Jones: The Game
  52. Mary Robinette Kowall: The Calculating Stars
  53. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  54. Kelly McCullough: Der Zorn der Klinge
  55. Kelly McCullough: Die erste Klinge
  56. Kelly McCullough: Der Schwur der Klinge
  57. Seanan McGuire: Tricks for Free (InCryptid 7)
  58. Seanan McGuire: The Brightest Fell (October Daye 11)
  59. Seanan McGuire: Deadlands – Boneyard
  60. Kelly Meding: Stray Magic
  61. Kate Milford: The Boneshaker
  62. Kate Milford: Ghosts of Greenglass House
  63. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  64. Bishop O’Connell: The Stolen
  65. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  66. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  67. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  68. S. A. Patrick: A Darkness of Dragons
  69. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  70. Cindy Pon: Serpentine
  71. Philip Reeve: Larklight
  72. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  73. John Scalzi: Fuzzy Nation
  74. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  75. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  76. Robin Stevens: Jolly Foul Play (A Murder Unladylike Mystery 4)
  77. Robin Stevens: A Spoonful of Murder (A Murder Unladylike Mystery 5)
  78. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  79. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  80. Charles den Tex: Die Zelle
  81. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  82. Sarah Tolcser: Song of the Current
  83. Tiffany Trent: Unnaturalist
  84. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  85. Catherynne M. Valente: The Refrigerator Monologues
  86. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  87. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  88. Xinran: Gerettete Wort
  89. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

72 Titel auf dem SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

 

Herbstlesen im Oktober 2018 – Halloween-Lesetag

Auch wenn die Oktober-Wochenenden vorbei sind, gönne ich mir noch einen „Herbstlesen-Nachschlag“ am heutigen Tag. Selbst wenn meine Buch-(und Film-)Auswahl nicht perfekt zu Halloween passt, habe ich mir immerhin ein paar Sachen vorgenommen, die entweder in den Bereich „Horror“ gehören oder zumindest zu einem kleinen Teil „halloweenhafte“ Szenen beinhalten. 😉 Da mein Mann schon zur Arbeit gegangen ist, gibt es tagsüber keinerlei Ablenkungen, und ich habe Montag und Dienstag genügend Kram erledigt bekommen, dass ich mir heute wirklich viel Freizeit gönnen kann. Und ganz ehrlich, nachdem ich gestern wieder vier Stunden unterwegs war für einen 10-Minuten-Termin am anderen Ende der Stadt und ich mich auch am Freitag wieder mit Bus, Schienenersatzverkehr und Straßenbahn herumschlagen darf, habe ich das Gefühl, ich habe mir diesen freien Tag mitten in der Woche wirklich verdient. Durch das viele Umsteigen kann ich in dieser Woche die Fahrzeiten nicht mal zum Lesen nutzen, weil der Schienenersatzverkehr für mich immer nur für zwei Stationen nutzbar ist, bevor ich wieder das Fahrzeug wechseln muss. Nun aber genug genörgelt! Bevor ich mich mit meintem Buch auf dem Sofa einrolle, hüpfe ich eben mit einem Rucksack voller Bücher zum Bücherschrank – der war gestern nämlich so leer, dass sich der Gang endlich mal wieder lohnt! 🙂

Update 11:00 Uhr

Natürlich hatten in der Zwischenzeit auch andere Leute festgestellt, dass der Bücherschrank gestern nicht so voll war und hatten etwas dagegen unternommen. Aber mit etwas umsortieren habe ich meine Bücher auch noch hineingequetscht bekommen und nun hoffe ich, dass jemand von der fünfteiligen Reihe auch alle Bände haben mag – Teil 4 einer anderen Reihe, die ich vor kurzem eingestellt hatte, steht nämlich immer noch im Schrank. Und wie so oft, wenn ein Tag mit sehr viel Freizeit vor mir liegt, habe ich mich nach meiner Heimkehr erst einmal online rumgetrieben, bevor ich dann doch mal zu „Into the Drowning Deep“ von Mira Grant (Seanan McGuire) gegriffen habe. Seit dem Wochenende hängen mir immer noch diese Szenen im Kopf, die von einem Kameramann der „Atargatis“ gesendet wurden, bevor die Verbindung zum Schiff ganz abbrach. Gerade weil die Szenen relativ neutral/wissenschaftlich und nicht durch detailiertere Ausmalung Horror- oder Ekel-erzeugend beschrieben wurden, fand ich sie sehr eindrucksvoll. Außerdem ist es schon cool, dass man so früh im Buch einen kleinen Einblick in die „Meerjungfrauen“-Variante bekommt, die die Autorin hier verwendet.

Zum Frühstück habe ich aber dann aber doch lieber zum eBook gegriffen und weiter in „Fake Geek Girl“ von Tansy Rayner Roberts gelesen. Die 70seitige Geschichte ist der erste Teil der „Belladonna University“-Reihe, die sich um die Zwillinge Hebe und Holly Hallow und ihren Freundeskreis dreht. Ich hatte gehofft, ich würde vor Ende Oktober so weit kommen, dass ich heute den vierten Teil, „Halloween is Not a Verb“, lesen könnte, aber das hat nicht geklappt. So ganz sicher bin ich bei dieser Universität noch nicht, was es mit „real“ und „unreal“ (magisch und nichtmagisch) auf sich hat, aber ich mag die Charaktere und die Erzählweise und den Humor der Autorin. Vielleicht lese ich die Geschichte noch zuende, bevor ich mich um Christies Futter und die eine oder andere Kleinigkeit im Haushalt kümmern muss.

Nachtrag: Inzwischen hat sich Kiya meinem „Halloween-Lesetag“ angeschlossen! 🙂

Update 14:00 Uhr

In der Zwischenzeit habe ich „Fake Geek Girl“ beendet (so viele Seiten waren es ja nicht mehr) und ich mochte die Geschichte wirklich. Sehr viel passiert auf diesen 70 Seiten nicht – eigentlich lernt man vor allem die Charaktere und ihr Verhältnis zueinander kennen. Es gibt einige Perspektivwechsel, so dass man mehr über die verschiedenen Figuren erfährt (ich mochte besonders Junipers Listen) und einige Nebenbemerkungen, die einem nach und nach eine bessere Vorstellung von der Welt bringen. Ich mochte die Zuneigung, die all diese Charaktere füreinander empfunden haben, die Haltung, mit der Hebe es hinnimmt, dass sie ständig mit ihrer berühmten Schwester Holly, die Sängerin der Band „Fake Geek Girl“ ist, verwechselt wird und das Studenten-WG-Leben mit einem Haufen nerdiger Personen. Ich freu mich auf jeden Fall, dass ich noch ein paar Geschichten mit Hebe, Holly, Sage und all den anderen vor mir habe. 🙂

Nachdem ich dann noch kurz zur Apotheke geflitzt bin, um meine Bestellung von gestern abzuholen, habe ich brav etwas Sport gemacht. Am Wochenende drücke ich mich ja immer davor, aber in der Woche versuche ich gerade wieder meine halbe Stunde am Tag auf die Reihe zu bekommen. Lustigerweise habe ich bei den aktuellen Übungen immer das Gefühl, ich würde nicht wirklich etwas tun – bis dann am nächsten Tag der Muskelkater kommt. *g* Ansonsten ging es für mich erst einmal weiter mit „Into the Drowning Deep“ (und einer schönen Tasse heißem Tee – durch den Regen fühlt es sich auch in der Wohnung gerade deutlich kühler an, vielleicht muss ich heute Nachmittag wohl doch mal die Heizung im Wohnzimmer anwerfen). Ich mag diese Mischung aus Wissenschaft (Meeresbiologie, Klimawandel, Sonartechnik usw.) und Grusel (Boote, deren Besatzung nicht mehr aufgefunden werden konnte, das Wissen, dass da in den Tiefen des Meeres unheimliche Lebewesen existieren könnten). Das man als Leser von Anfang an weiß, dass es diese Meerjungfrauen wirklich gibt, ändert nichts daran, dass die Vorstellung von dem, was die Meere noch an unbekannten Gefahren beinhalten könnten, wirklich unheimlich ist. Ich muss beim Lesen die ganzen Zeit an die Reihe von Meeresdokumentationen denken, die mein Mann und ich vor einiger Zeit gesehen haben, und wie deutlich dabei wurde, dass der Mensch so wenig über die tiefen Schichten des Meers weiß (und wie sehr die Klimaveränderungen und andere Einflüsse das Gleichgewicht der Meere zerstören).

Nachtrag: Auch Ina hat noch Zeit für eine letzte Runde Herbstlesen gefunden und ist nun mit dabei! Wie nett! 🙂

Update 17:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich nicht weiter gelesen, sondern stattdessen eine DVD in den Player geworfen. Es ist Jahre her, seitdem ich „Zauberhafte Schwestern“ das letzte Mal gesehen habe, aber ich fand den Film immer nett. Außerdem habe ich in den letzten Jahren immer wieder an zwei Szenen gegen Ende (den Hexenkreis und die Halloween-Dach-Szene) denken müssen und fand dann vor einigen Wochen, dass das Grund genug sei, um die DVD endlich mal zu kaufen. Nebenbei habe ich dann noch zum Nähzeug gegriffen und angefangen das Schrägband, das ich in der vergangenen Woche endlich in der Stadt besorgt hatte, an mein Nachthemd zu nähen. Ich hoffe, so hält das gute Stück noch ein Weilchen. Ich weiß nicht, ob es an Halloween liegt oder einfach daran, dass meine aktuelle Nähnadel ein kleines bisschen verbogen ist, aber ein Blutopfer habe ich beim Nähen gleich auch noch gebracht. 😉 Ich brauche noch ungefähr eine halbe Stunde, bis ich damit fertig bin, aber da ich mein Nähzeug eh zur Seite legen musste, um dem Paketboten zu öffnen, wollte ich mich hier noch mal melden. Ärgerlicherweise hat mir der Bote die beiden heiß ersehnten Tassen nicht in einem Stück gebracht …

Update 19:30 Uhr

Ich muss gestehen, dass ich mich immer noch über die kaputten Tassen ärgere. Ich finde diese großen Tassen nicht vor Ort und hatte mich nun endlich durchgerungen welche online zu bestellen – vor allem, weil die nicht nur die gewünschten 600 ml Füllmenge, sondern auch die perfekte Form haben, damit man sie selbst gefüllt gut mit einer Hand nutzen kann (außerdem hatte ich welche in schön schlichtem Schwarz-Weiß gefunden). Dummerweise bringt es meiner Erfahrung nach nichts, wenn man solche Schäden reklamiert, weil Post und Absender sich nur gegenseitig die Schuld zuschieben und überhaupt ist der Wert der Sendung ja zu gering, als dass sich jemand dafür verantwortlich fühlen würde.

Um nicht länger über Tassen zu reden: Mein Nachthemd ist fertig repariert! Und ich habe in der Zwischenzeit noch eine längere Runde „Animal Crossing“ gespielt und mich wieder einmal von Jakob dazu erpressen lassen, meine Nachbarn zu erschrecken, damit sie mir Süßigkeiten gebe, die der Kürbiskopf dann bei mir einsammeln kann. 😉 Da ich so langsam wirklich Hunger bekomme, wandere ich jetzt in die Küche und koche mir etwas. Mein Mann ist heute noch nach der Arbeit in der Firma geblieben, weil er sich dort mit Kollegen zum Brettspielen treffen wollte (morgen ist in Hessen zwar kein Feiertag, aber er wird trotzdem frei haben), und da er bis jetzt noch nicht da ist, gehe ich davon aus, dass es nichts mehr mit dem geplanten Film („Die Frau in Schwarz“) heute wird. Also werde ich wohl nach dem Essen wieder zum Buch greifen und mich mit Meerjungfrauen beschäftigen können.

Update 22:00 Uhr

Heute wurde es mal wieder Zeit für eine Portion „Schweizer Käsemakkaroni“ – sehr lecker, auch wenn ich auf die angekratzten Fingerspitzen beim Käsereiben hätte verzichten können. (Irgendwie ist das heute mein Tag der kleinen Ärgernisse, fürchte ich langsam.) Danach habe ich noch etwas in „Into the Drowning Deep“ gelesen, aber da mein Mann inzwischen daheim ist, habe ich dann zu „Unmagical Boy Story“, der zweiten der Belladonna-University-Geschichten, gewechselt.

Das ist für heute auch mein letztes Update – es war wieder sehr nett den Tag mit euch gemeinsam zu verbringen. Ich habe das Herbstlesen auch in diesem Jahr sehr genossen!

[Kulinarisches] Linsen-Bolognese

Nachdem Sayuri am vergangenen Sonntag nach dem Rezept gefragt hat, gibt es hier also meine Variante von „Linsen-Bolognese“. Genau genommen ist es eine Mischung aus drei Rezepten, die ich online gefunden hatte und die ich an die Zutaten angepasst habe, die ich bei uns im Viertel immer finde. Alle drei Original-Rezepte waren sich nämlich einig, dass man unbedingt Staudensellerie verwenden müsse.

Zutaten für 4 großzügige Portionen:

1 kleine Zwiebel
2 Knoblauchzehen
3 Karotten
500 ml Gemüsebrühe
200 g getrocknete rote Linsen
500 ml passierte Tomaten
3 EL Tomatenmark
1 Bund Frühlingszwiebeln
Salz
Pfeffer
getrockneter Thymian
Rosenpaprika

Als erstes die Zwiebel und die Knoblauchzehen schälen und fein würfeln und dann andünsten. Währenddessen die Karotten schälen, fein würfeln und zu den Zwiebeln geben, dann das Gemüse mit der Brühe angießen und köcheln lassen, bis die Karotten bissfest gegart sind. In der Zwischenzeit die Frühlingszwiebeln putzen und in Ringe schneiden und die Linsen abwiegen. Sobald die Karotten so weit sind, die Linsen, die passierten Tomaten, das Tomatenmark und die Frühlingszwiebeln in den Topf geben und das Ganze ungefähr 10 Minuten kochen lassen, bis die Linsen gegart sind. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer, Rosenpaprika und großzügig Thymian abschmecken und die Linsen-Bolognese vor dem Servieren noch etwas ziehen lassen.

Ich koche die Linsen-Bolognese meist schon am Vormittag, wenn wir sie abends essen wollen, weil sie aufgewärmt einfach besser schmeckt. Für uns reicht die Menge für zwei großzügige Mahlzeiten, und da sich die Sauce gut einfrieren lässt, mache ich regelmäßig gleich die doppelte Portion, um einen leckeren Vorrat im Gefrierschrank zu haben.

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 4/Sonntag

Nach dem letzten Update gestern und einer gefühlt kleinen Kommentarrunde, bin ich dann doch wieder erst nach 23 Uhr ins Bett gefallen. (Dabei bemühe ich mich zur Zeit wirklich darum, dass ich nicht immer so spät schlafen gehe. 😉 ) So richtig weiß ich noch nicht, womit ich heute in den Tag starte. Bei „Der Besucher“ von Sarah Waters muss ich erst einmal über die Hundeszene hinwegkommen, bevor ich weiterlese. Bislang gefällt mir die Atmosphäre in der Geschichte gut genug, dass ich sie definitiv weiterlesen will, aber eben mit etwas mehr Abstand zu dieser Szene. Bei „Ghosts of Greenglass House“ von Kate Milford habe ich gestern Abend dann doch beschlossen, dass ich das Buch zurück auf den SuB packe, weil es einfach zu gut in die Vorweihnachtszeit passt. Wer weiß, vielleicht habe ich ja dann Glück und das Wetter ist frostig genug, dass ich bei mir die gleiche gemütliche „Schnee in der Luft, Tasse mit Heißer Schokolade in den Händen“-Atmosphäre schaffen kann beim Lesen. 😉

Da meine Stimmung gerade auch nicht zu „Weave a Circle Round“ von Kari Maaren passt, muss ich mir wohl für heute eine neue Lektüre suchen. Vielleicht greife ich zu einem der Sachbücher, da hängt es bei mir in der Regel weniger an der Stimmung als an der Konzentrationsfähigkeit, ob ich sie lesen mag. Oder ich beginne (sozusagen als Vorgeschmack auf meinen „halloweenigen Herbstlesetag“ am Mittwoch) mit einem der Horrorromane, die ich noch gehamstert habe. Wobei ich vermutlich besser nicht zu „Feedback“ greife, wenn ich Natira den Tag nicht verderben will. 😉

Update 12:00 Uhr

Uff, das war ein Vormittag! Seit dem Aufstehen habe ich zwei Bücher aus dem Regal gefischt, dann in Ruhe geduscht und wollte mich danach gemütlich zum Lesen auf dem Sofa einrollen, als der erste Marathon-Lärm begann. Wir hatten wegen des Marathons, der an unserer Straße vorbeiführt, ja schon Briefwahl gemacht (sehr geschickt, die beiden Termine auf den selben Tag zu legen), aber irgendwie verdrängen wir jedes Mal, wie viel Lärm so eine Sportveranstaltung mit sich bringt. Neben den kreisenden Hubschraubern von den Fernsehssendern gibt es auch noch den Vorwegwagen, der laut Musik spielt und per Durchsage auf den Beginn der Veranstaltung aufmerksam macht, und die begeisterten Menschen am Rand der Laufstrecke, die mit Trillerpfeife, Kuhglocken und Klatschen die Läufer anfeuern. Also habe ich mich erst einmal in die Küche begeben und mich um die Spülmaschine und den Abwasch gekümmert, das Essen für heute Abend (Linsen-Bolognese) vorgekocht und das Kätzchen gefüttert. Dann habe ich noch mit meiner Mutter telefoniert und jetzt sitze ich wirklich endlich mit Frühstück und Tee auf dem Sofa, werde gleich eine kleine Blogrunde drehen und danach doch noch zum Buch greifen!

Ich habe „Into the Drowning Deep“ von Mira Grant und „Coward & Company“ von Richard Briers aus dem Regal gefischt. „Into the Drowning Deep“ ist – soweit ich weiß – Wissenschaftshorror mit mörderischen Meerjungfrauen und ich habe mir den Roman ein bisschen aufgehoben, weil von „Mira Grant“ (Seanan McGuire) relativ wenige finanzierbare Bücher veröffentlicht werden. „Coward & Company“ hingegen habe ich mir vor sehr, sehr vielen Jahren gekauft und dann anlässlich eines Umzugs ungelesen verstaut und erst vor ein paar Wochen wiederentdeckt. Ich hatte damals von einer Freundin eine Kassette überspielt bekommen, mit Liedern von Noël Coward und Gertrude Lawrence, die ich sehr amüsant fand. Dabei fiel mir auf, wie wenig ich über Noël Coward und sein Umfeld wusste und hoffte, dass mir dieses Buch auf unterhaltsame Weise mehr darüber erzählen wird. Ich bin gespannt, ob es wirklich so „Light-hearted“ und liebevoll geschrieben ist, wie es der Klappentext aussagt. Vor allem hoffe ich aber, dass der Lärm da draußen demnächst ein bisschen abklingt – der führende Läufer ist gerade ins Ziel eingelaufen (wie mir die tonlose Fernsehübertragung, die mein Mann gerade laufen hat), aber der größte Teil des Feldes wird ja noch einige Zeit brauchen.

Update 16:00 Uhr

Gelesen habe ich nach dem letzten Update nur andere Blogs und den einen oder anderen Tweet, der Lärm von draußen wurde zwischenzeitlich wirklich unerträglich. Mehrstimmige Kuhglocken, die eine Stunde lang durchläuten, sind wirklich nicht mein Ding! Zum Glück war damit so gegen 13:30 Uhr Schluss und da sich der Griff zum Buch dann eigentlich nicht mehr lohnte, haben wir gleich mit „Gloomhaven“ angefangen. Die heutige Runde war lustig – mein Mann hatte überraschend große Schwierigkeiten sich wieder auf seinen Tinkerer einzulassen, während ich mit meinem Brut einfach ins Getümmel gelaufen bin. Dieses Mal konnten wir unsere Gegner ziemlich ignorieren und musste nur zwei bestimmte Felder an unterschiedlichen Ecken des Gebiets erreichen. Zwischendurch lief es so schlecht, dass mein Mann schon über einen Neustart nachdachte, aber am Ende haben wir dann doch erstaunlich entspannt siegen können. Noch ein Stadtszenario und ich kann meinen Brute in Rente schicken und da es von der Story her passt, wenn wir das direkt im Anschluss machen, werde ich wohl nur noch eine Runde mit dem Charakter (am kommenden Sonntag) genießen können. Ich bin gespannt darauf, welche Figur ich damit dann freischalte. Jetzt werde ich aber erst einmal wirklich zum Buch greifen – auch wenn es vorher wieder einen Blogrunde gibt.

Update 19:45 Uhr:

Irgendwann bin ich dann doch mal zum Lesen gekommen und habe den ersten Abschnitt („Don’t Put Your Daughter on the Stage, Mrs. Worthington“)  in „Coward & Company“ gelesen und mich dabei gut amüsiert. Zwar kann ich einen Großteil der erwähnten Schauspieler und Schauspielerinnen nicht zuordnen, aber der Abriss über Noël Cowards Karriere war interessant und einige der Anekdoten konnte ich wirklich genießen – zum Beispiel die Geschichte über Laurence Olivier, der wohl zu Beginn seiner Karriere vor lauter Nervosität zu heftigen Kicheranfällen neigte, was ihn auch schon mal eine Rolle kostete. Einige dieser Geschichten sind selbst für Theaterlegenden so absurd, dass ich sie mich schon frage, wie es der Autor fertig gebracht hat, sie in seinem Buch unterzubringen. Auf der anderen Seite macht diese Unglaubwürdigkeit diese Legenden nicht weniger amüsant zu lesen, also wird das wohl der Grund für ihr Auftauchen in diesem Titel gewesen sein. 😉

Auch „Into the Drowning Deep“ von Mira Grant hat mich auf den ersten Seiten gut unterhalten (und ich gehe davon aus, dass das weiterhin der Fall sein wird). Ein bisschen ärgert es mich ja, dass ich wohl nie „Rolling in the Deep“ lesen werde – das erste Buch, das in dieser Welt spielt und in dem die Vorgeschichte von „Into the Drowning Deep“ erzählt wird. Aber da der Titel in einer ziemlich teuren Sammlerausgabe erschienen ist und das eBook nicht in Deutschland erhältlich ist, lässt sich das nicht ändern. (Ich muss trotzdem ein bisschen darüber grummeln, weil mich all diese überteuerten Supterranean-Ausgaben unfassbar ärgern.) „Into the Drowning Depp“ beginnt mit Berichten, die von der Entstehung des Imagine Networks erzählen, dass sich auf Dokumentationen spezialisiert hat, die mythischen Wesen nachspüren und in der Regel nur Beweisen, dass es keine greifbaren Belege für die Existenz dieser Kreaturen zurückkomme. Bis zu dem Tag, an dem sich das Boot „Atargatis“ aufmachte, um die Legende von Meerjungfrauen zu überprüfen. Sechs Wochen, nachdem die „Atargatis“ vom Radar verschwand, wurde das Schiff gefunden – ohne ein Leichen oder sonst eine Spur der Besatzung … „Into the Drowning Deep“ setzt sieben Jahre später ein und dreht sich um ein Team, das die Vorgänge rund um die „Atargatis“ untersuchen soll. Ich mochte den Anfang schon mal sehr gern, ein bisschen erinnert er mich an „Feed“ mit all den unterschiedlichen Berichten und Textauszügen, die einem eine Vorstellung von den früheren Ereignissen bringen sollen, und ich bin neugierig auf die verschiedenen Personen, die ich noch (besser) kennenlernen werden. 🙂 Aber bevor ich weiterlese, gibt es erst einmal eine kleine Blogrunde und das Abendessen, das mein Mann gerade fertig macht.

Update 22:00 Uhr

Auch wenn ich selber gekocht habe, muss ich sagen, dass das Abendessen ganz schön lecker war. 😉 Zum Essen gab es eine weitere Folge „Hilda“ (ich mag den Lindwurm!) und danach habe ich meine Blogrunde beendet, „Animal Crossing“ gespielt und noch ein paar Kommentare beantwortet. Da es auch bei uns langsam kühl wird, hätte ich auch im realen Leben nichts gegen ein hübsches Holzfeuerchen. Mein Mann schaut jetzt „Godzilla – Attack All Monsters“, während ich wieder zum Buch greife. Der japanische Ton wird mich hoffentlich nicht so sehr ablenken, dass ich nicht lesen kann.

Da ich nicht davon ausgehe, dass sich viele/jemand mir am Mittwoch zum Halloween-Herbstlesen anschließen wird. verabschiede ich mich schon mal von euch für dieses Herbstlesen-Jahr. Es war schön zu sehen, wie viele von euch sich Zeit für das gemeinsame Lesen genommen haben, und spannend mitzuverfolgen, was ihr alle so zur Entspannung und Erholung an den Wochenenden gemacht habt. Ich habe mich sehr darüber gefreut!

Für mich gibt es am Mittwoch – wie gesagt – noch einen Halloween-Lesetag und bevor die Sehnsucht nach einem Lesetag in den kommenden Wochen zu groß werden kann, steht auch schon wieder der 18. November an, der als dritter Sonntag im Monat ebenfalls wieder ein Lesetag sein wird. Egal, ob ihr an einem der Lesetage teilnehmt oder nicht: Passt gut auf euch auf und gönnt euch ab und an eine erholsame Auszeit! 🙂

***

Heutige Mitleserinnen:

Sayuri
Kiya
Natira
Neyasha
Anette
Ina
JED

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 4/Samstag

Ich weiß immer noch nicht, wie aus meinem „geruhsamen Oktober“ ein Monat voller Termine werden konnte, aber immerhin habe ich ja meine freien Wochenenden zum Entspannen. In den letzten Tagen habe ich „Urban Enemies“ beendet und sowohl „Die Ladenhüterin“ von Sayaka Murata, als auch „Schrei unter Wasser“ von Jeanette Øbro und Ole Tornbjerg gelesen – die letzten beiden Titel hatte ich aus der Bibliothek ausgeliehen und in der Bahn bzw. in Wartezimmern gelesen. Da die Bauarbeiten an der Straßenbahn-Weiche in der kommenden Woche fertig sein sollten, werde ich hoffentlich in den nächsten Tagen nicht ganz so viel Zeit finden, um in der Bahn meine Bibliotheksbücher zu lesen, auch wenn ich wieder viel unterwegs sein werde. 😉

Weiterhin liegt „Der Besucher“ von Sarah Waters auf dem Tisch, ebenso wie „Weave the Circle Round“ von Kari Maaren und „Ghosts of Greenglass House“ von Kate Milford – auf alle drei Titel habe ich Lust, bei allen drei Büchern habe ich die ersten Seiten angelesen, aber so richtig kann ich mich nicht für einen Roman entscheiden und weiter parallellesen wollte ich in den nächsten Tagen eigentlich auch nicht. Mal gucken, ob mich gleich eine der Geschichten anspringt oder ob ich noch ein weiteres Buch aus dem SuB ziehe. Immerhin sollte das Wetter heute perfekt für einen Lesentag werden, denn da draußen ist es aktuell grau, (relativ) kalt und wunderbar ungemütlich. Ganz eventuell werden ich am Nachmittag sogar mal die Heizung anwerfen, weil es sonst im Durchgangszimmer zu kühl für unsere Brettspielrunde sein könnte. 😀

Update 10:45 Uhr

Erst einmal habe ich heute zu „Der Besucher“ gegriffen. Ich mag die Erzählweise und den Doktor, weiß aber noch nicht so recht, was ich von den anderen Personen zu halten habe, denen ich bislang begegnet bin. Ein bisschen habe ich mich beim Frühstück (endlich mal wieder Karamell-Brioche 🙂 ) auch vom Internet ablenken lassen und ich bin gespannt, wie gleich die Geräuschkulisse von „SRI und die unheimlichen Fälle“ – heute schaut mein Mann die Folge „Der Kopf, der einen Spaziergang machte“ – zu „Der Besucher“ passt. So ganz bin ich von der Kompatibilität noch nicht überzeugt. *g*

Update 14:00 Uhr

Dank der Geräuschkulisse (nach der Folge SRI hat mein Mann entdeckt, dass es die Serie „Shaka Zulu“ auf Netflix gibt und musste unbedingt herausfinden, ob die gut gealtert ist, was dann dazu führte, dass er mir lang und breit erzählte, dass er den ganzen britischen Kolonialkram überhaupt nicht mehr in Erinnerung hatte) hatte ich mich nach dem letzten Update dann doch vor allem auf den Feedreader konzentriert. Den hatte ich die ganze Woche über nicht geöffnet und so hatten sich einige Blogbeiträge angesammelt, die ich jetzt aber gelesen und zum Teil kommentiert habe. Ein bisschen Zeit konnte ich danach noch für „Der Besucher“ aufbringen, wobei ich zugeben muss, dass ein Teil meines Gehirns bei all den Beschreibungen des verfallenen Herrenhaus britische Renovierungssendungen abspielt, was ein kleines Bisschen irritierend ist beim Lesen. 😉 Bevor ich wieder zum Buch greife, gibt es jetzt aber erst einmal eine Brettspielrunde mit „Bargain Quest“. Es ist schon wieder eine Weile her, dass wir das Spiel gespielt haben und zuletzt waren wir dabei zu dritt, so dass wir gleich erst einmal herausfinden müssen, wie das noch mit den Zwei-Spieler-Regeln war. *g*

Update 16:15 Uhr

„Bargain Quest“ war lustig, auch wenn ich (mal wieder) gegen meinen Mann verloren habe. Irgendwie hatte ich kein Glück mit meinen Kunden und so landeten immer die Helden in meinem Geschäft, die kein Geld für ihre Ausrüstung ausgeben konnten oder für die ich nicht die passende Ausrüstung auf Lager hatte. Kein Wunder, dass die arme Abenteurer einen schlechten Stand gegen den Garbage Troll, die Wicked Witch und den Demon Prince hatten. Wobei ich sagen muss, dass mein Geschäft sich am Ende eine schöne Reputation erarbeitet hatte, nur war der Ruf meines Konkurrenten leider noch besser. 😉

Bevor ich wieder zum Buch greife, gibt es jetzt erst einmal Kuchen und eine Folge „Hilda“. Ich finde die Serie so knuffig, dass wir uns die Folgen momentan regelrecht fürs Wochenende aufsparen. *g*

Update 19:00 Uhr

Seit dem letzten Update und nach dem Schauen von „Hilde“, habe ich weiter in „Der Besucher“ gelesen und habe nun eine Szene (mit dem Hund) miterlebt, die mir schwer im Magen liegt. Ich habe zwar schon eine (und hoffentlich die schlimmste) Folge dieses Moments hinter mich gebracht, mag aber jetzt erst einmal nicht wieder zur Geschichte greifen. Unheimliche Elemente sind okay, aber solche Handlungsentwicklungen – gerade wenn Tiere involviert sind, sind für mich wirklich schwierig zu lesen. Ansonsten mag ich die ambivalente Haltung des Erzählers zur Familie Ayres und die Melancholie, die bislang über der gesamten Geschichte liegt. Zur Ablenkung habe ich dann zu „Animal Crossing“ gegriffen und mein Dorf gepflegt, und wenn mein Mann gleich mit dem Kartoffelschälen fertig ist, werde ich in die Küche wandern und das Abendessen fertigstellen. Christie ist schon beleidigt weggewandert, nachdem ich es wagte den Laptop zu ihr auf die Decke zu stelen. *g*

Update 21:45 Uhr

Zum Abendessen gab es Kartoffelbrei mit „Gemüseküchlein“ – die Kartoffeln waren nicht ideal für Kartoffelbrei und die Küchlein wollten nicht so wirklich zusammenhalten, aber beides war trotzdem sehr lecker. Außerdem gab es zum Essen eine Folge von „Somebody Feed Phil“ (Kopenhagen) und weil die Sendung länger war, als wir zum Essen brauchten, habe ich noch mein Strickzeug rausgekramt. Inzwischen bin ich beim letzten Drittel des Schals und ich frage mich wirklich, ob es je wieder kalt genug wird, damit ich den Schal auch tragen kann. Christie war in der Zwischenzeit gut damit beschäftigt mein Wollknäuel im Auge zu behalten, damit es nicht einfach aus der Schale hüpft und flüchtet oder sie gar angreift. 😉 Außerdem habe ich noch ein paar Seiten in „Ghosts of Greenglass House“ gelesen – ich mag die Geschichte jetzt schon so gern wie den Vorgänger, aber bei all den Beschreibungen von Frost und Vorweihnachtsstimmung habe ich das Gefühl, ich sollte das Buch doch noch für ein paar Wochen auf den SuB zurücklegen. Ich schau morgen mal, ob ich das wirklich mache oder ob ich doch weiter in dem Roman lese, weil die Atmosphäre so wunderbar behaglich ist. Jetzt aber wird es so langsam Zeit für mich an mein Bettchen zu denken, vorher drehe ich aber noch eine Blogrunde und schaue, wie es den anderen heute Abend so ergangen ist. Es war wieder schön mit euch und ich freu mich schon auf morgen! 🙂

***

Nachdem ich den Eintrag gerade erst im Feedreader gefunden habe, verlinke ich hier noch JEDs Rückblick auf das vergangenen Herbstlesen-Wochenende.

Heutige Mitleserinnen:

Natira
Kiya
Neyasha
Anette
Sayuri

Kelly Barnhill: The Witch’s Boy

Nachdem mir vor einem Jahr „The Girl Who Drank the Moon“ so gut gefallen hatte, hatte ich Kelly Barnhills gesamte Backlist (bei gerade mal fünf veröffentlichten Titeln klingt es nach mehr, als es ist *g*) auf meine Merkliste gesetzt. „The Witch’s Boy“ ist nun der zweite Titel der Autorin, den ich gelesen habe, und er gefiel mir auf seine Art genauso gut wie „The Girl Who Drank the Moon“. Die Geschichte in „The Witch’s Boy“ wird vor allem aus der Perspektive von Ned und Áine erzählt, die mir beide von Anfang an sehr ans Herz gewachsen waren. Ned lebt seit seiner Geburt in einem kleinen Dort am Rande des Königreichs, direkt angrenzend an den großen Wald, den jeder einzelne Bewohner des Landes fürchtet. Angeblich leben Monster in dem Wald, die jeden Menschen töten, und überhaupt sind sich alle sicher, dass es keinen Grund gibt, den Wald zu betreten, denn hinter ihm kommt nur noch das Gebirge und nach dem Gebirge endet die Welt.

Ned und sein Zwillingsbruder Tam sind die Söhne der Hexe, die das letzte bisschen Magie auf der Welt hütet. Von Geburt an wurden die beiden Jungen immer miteinander von den Dorfbewohnern verglichen, weil jeder versuchte, einen Unterschied zwischen den beiden festzustellen. Selbst bei eineiigen Zwillingen muss doch einer der klügere, hübschere oder sonst irgendwie etwas Besonderes sein – dessen war sich das ganze Dorf einig. Als es dann zu einem Unfall kam, bei dem Tam verstarb, waren sich alle sicher, dass der falsche Junge überlebt hat, und diese Ansicht schien durch die Tatsache bestätigt zu werden, dass Ned von diesem Tag an schwächlich und klein blieb, nicht mehr lesen und schreiben konnte und kein Wort ohne Stottern von sich gab. Erst als es eine Bedrohung für die Magie gibt, die von seiner Mutter gehütet wird, entdeckt Ned selbst, dass er zu mehr fähig ist, als ihm irgendjemand – ihn selbst eingeschlossen – zugetraut hätte.

Áine hingegen ist auf der anderen Seite des Waldes aufgewachsen, und solange ihre Mutter noch am Leben war, war sie sehr glücklich. Ihre Mutter hat Áine alles beigebracht, was man als erfolgreiche Fischerin wissen muss, ihr Vater war liebevoll und verdiente als Angestellter in einem Geschäft genügend, damit es der Familie gut ging. Doch dann wurde Áines Mutter krank, und nach ihrem Tod veränderte sich auch ihr Vater so sehr, dass das Mädchen ihn kaum wiedererkannte. Egal, wie sehr sich Áine einredete, dass doch alles wieder gut werden würde, so wusste sie doch tief im Inneren, dass ihr Vater kein guter Mensch mehr war und dass er als König der Banditen Pläne schmiedete, die kein gutes Ende nehmen würden.

Kelly Barnhill nimmt sich auch in diesem Roman wieder die Zeit, ausführlich die Vorgeschichte der verschiedenen Personen zu erzählen und zu erklären, wie die Welt inklusive der beiden Königreiche, die nichts voneinander wissen, so geworden ist, wie sie ist. Dabei verwebt sie diese Elemente mit den Ereignissen rund um Ned und Áine, die sich ebenfalls sehr geruhsam zu entwickeln scheinen, während gleichzeitig sehr viel innerhalb der beiden Charaktere passiert. Ich mochte das Märchenhafte an dieser Welt, in der fast jeder Mensch Angst vor dem Wald zu haben scheint, der seit langer, langer Zeit die beiden Königreiche trennt. Genaus gefielen mir wieder einmal die Charaktere, die Kelly Barnhill für ihre Geschichte geschaffen hat, denn keiner von ihnen ist einfach nur gut oder böse. Jede Figur hat gute Gründe für ihr Handeln, jeder muss gegen Versuchungen ankämpfen und einen Weg finden, um das „Richtige“ zu tun (oder um sein Tun vor sich selbst zu rechtfertigen).

Auch ist die Sprache, die Kelly Barnhill für „The Witch’s Boy“ verwendet, auf ihre Art genauso poetisch, wie es bei „The Girl Who Drank the Moon“ der Fall war. „Auf ihre Art“ deshalb, weil die Welt, in der Ned und Áine leben, eine andere und weniger magische Welt ist. Dementsprechend ist die Erzählweise der Autorin an diese Welt angepasst. Trotzdem gab es so einige Passagen, bei denen ich hängenblieb, bei denen ich den gekonnten Umgang der Autorin mit Wörtern genoss und bei denen ich hingerissen war von dem Bild, das Kelly Barnhill mit ihren wenigen Sätzen erschuf. Obwohl es eigentlich sehr viele traurige Momente in diesem Roman gibt, habe ich mich mit „The Witch’s Boy“ sehr wohlgefühlt, denn all diese negativen Elemente werden durch wunderbar warmherzige Szenen und den großartigen Humor (der besonders bei der Königin von Neds Heimatland deutlich wird) so sehr ausgeglichen, dass ich das Lesen einfach nur genießen konnte. Ich muss aber auch zugeben, dass ich für Kelly Barnhills feine Erzählweise Ruhe beim Lesen benötige, damit ich mich auf all die wunderbaren kleinen Details einlassen und nicht nur die Handlung, sondern auch die Sprache richtig würdigen kann.

Sayaka Murata: Die Ladenhüterin

Über „Die Ladenhüterin“ von Sayaka Murata bin ich gleich auf mehreren Blogs gestolpert, unter anderem bei Natira, die den Roman im Rahmen eines Lesesonntags gelesen hatte. In der vergangenen Woche kam mir das Buch dann in der Bibliothek unter die Nase, und da es so kurz ist (gerade mal 145 Seiten), war es auch schnell gelesen. Die Handlung wird aus der Sicht von Keiko Furukura erzählt, die – obwohl sie schon Mitte Dreißig ist – als Aushilfe in einem Konbini arbeitet und sich deshalb immer wieder vor Freunden und Verwandten rechtfertigen muss. Dabei ist diese Arbeit für Keiko perfekt, da ihr die vorgegebenen Regeln und die immer wiederkehrenden Tätigkeiten die Sicherheit geben, die ihr sonst im Umgang mit Menschen fehlt.

Schon früh haben Keiko und ihre Familie festgestellt, dass sie nicht „normal“ ist. Was in diesem Fall bedeutet, dass Keiko jegliche Empathie fehlt und es ihr nicht möglich ist, die vielen ungeschriebenen Gesetze, die es beim menschliche Zusammenleben gibt, zu erkennen oder nachzuvollziehen. Im Klappentext (und auch im Buch) wird es häufig so formuliert, als seien Keiko Gefühle fremd, aber das habe ich beim Lesen der Geschichte nicht so empfunden – ihre Gefühlswelt ist eben nur anders als die ihrer Umgebung. Ihr ist durchaus bewusst, dass sie „anders“ ist und nicht den Erwartungen ihrer Familie entspricht, was in einer Gesellschaft, in denen die Anpassung des Individuums an die Norm sehr hoch geschätzt wird, nicht einfach ist. Umso schöner war es zu lesen, dass Keiko weiß, dass ihre Familie sie liebt und alles tut, um ihr zu helfen. Auch wenn ihre Familie sie genauso wenig versteht, wie Keiko das „normale“ Verhalten der Personen um sie herum nachvollziehen kann.

Da Keiko alles versucht, um die Erwartungen ihrer Umgebung zu erfüllen, kommt es im Laufe der Geschichte von „Die Ladenhüterin“ zu einigen Entwicklungen, die dazu führen, dass Keiko sich in ihrem Leben nicht mehr wohlfühlt. Obwohl sie alles tut, um ein in den Augen ihrer Mitmenschen „normales“ Leben zu führen, wird durch jede ihrer Entscheidungen zugunsten einer solchen „Normalität“ nur noch deutlicher, dass diese Art von Leben überhaupt nicht Keikos Art entspricht. Was umso unangenehmer zu verfolgen war, weil sie ja eine Nische für sich gefunden hatte, in der sie sich wohl und sicher fühlte. Dabei gelingt es Sayaka Murata wunderbar, Keikos Perspektive in den verschiedenen Momenten ihres Lebens darzustellen: Von der Liebe, die sie für ihren Konbini zu fühlen scheint, über die Scham, die sie jedes Mal empfindet, wenn sie es mal wieder nicht geschafft hat, „normal“ zu wirken, bis zu ihrer anfänglichen Erleichterung, als sie einen Weg gefunden zu haben glaubt, um sich auf neue Art und Weise den Anschein von Normalität zu verleihen.

Dass man Keikos Motive jederzeit nachvollziehen kann, sorgt dafür, dass sie einem sehr ans Herz wächst. Obwohl ihre Handlungen auf andere Personen schnell „unmenschlich“ oder „seltsam“ wirken, sind die Überlegungen, die sie zu ihren Aktionen bewegen, für den Leser eigentlich immer nachvollziehbar. Auch wenn ich froh bin, dass sie nicht jedem Gedanken Folge leistet, so mochte ich ihre praktische Art ebenso wie ihre Sicht auf das Leben als Konbini-Aushilfe. Obwohl ihre Umgebung (ebenso wie der neue Angestellte zu Beginn der Geschichte) sehr verächtlich auf diesen Art von Tätigkeit blickt, zeigt Sayaka Murata dem Leser deutlich, dass selbst hinter dieser vermeintlich simplen Arbeit sehr viel stecken kann. Nach achtzehn Jahren in dem Job weiß Keiko genau, welche Elemente das Kaufverhalten ihrer Kunden beeinflussen, welche Waren auf welche Weise präsentiert werden müssen und wie man Dinge verkauft, die von der Zentrale für Sonderaktionen vorgegeben wurden. Über Keikos Gedanken und die Gespräche mit den Kunden gelingt es der Autorin aufzuzeigen, wie komplex die Vorgänge hinter den Kulissen eines Konbinis sein können und welch eine Rolle so ein Geschäft für ein Viertel spielen kann.

Am Ende von „Die Ladenhüterin“ war ich fasziniert davon, wie viel Sayaka Murata in gerade mal 140 Seiten gepackt hat. Ich mochte ihre Art, die japanische Gesellschaft zu kritisieren, ich fand es spannend, mehr über die Arbeit in einem Konbini zu lernen (solch einen Morgenappell vor der Arbeit fände ich in Deutschland zum Beispiel sehr befremdlich) und Keikos Sicht auf die verschiedenen Dinge hat mich ebenso oft zum Schmunzeln gebracht wie nachdenklich gemacht. Ich weiß nicht, ob die Geschichte länger bei mir in Erinnerung bleiben wird. Aber während ich „Die Ladenhüterin“ gelesen habe, habe ich mich gut unterhalten gefühlt, den einen oder anderen Gedankenanstoß mitgenommen und wieder ein kleines Bisschen mehr über eine der vielen Facetten der japanischen Gesellschaft gelernt.

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 3/Sonntag

Da heute nicht nur der dritte Sonntag im Monat ist, sondern auch das Herbstlesen stattfindet, ist es vermutlich wenig überraschend, dass ich auch den heutigen Tag so gemütlich wie möglich verbringen und darüber bloggen will. 😉 Gestern Abend habe ich noch „The Witch’s Boy“ von Kelly Barnhill ausgelesen und mochte das Buch auf seine Weise genauso wie „The Girl Who Drank the Moon“. Die Sprache ist stellenweise ebenso poetisch, es gibt immer wieder überraschende Wendungen und Verwendungen von „klassischen“ Fantasy- oder Märchenelementen und die Charaktere sind wunderbar. Aber „The Witch’s Boy“ ist schon eine ganz eigene Geschichte, klarer und in manchen Aspekten minimalistischer erzählt als „The Girl …“ und obwohl die Autorin viele Elemente einsetzt, die mir schon an dem anderen Roman gefallen haben, kann man die Geschichten eigentlich nicht miteinander vergleichen.

Und während ich mich sonst gern schon beim Schreiben des morgendlichen „Herbstlesen“-Beitrags vom Internet ablenken lasse, habe ich heute morgen nur einen kurzen Blick in „Urban Enemies“ werfen wollen und so mal eben nebenbei die Geschichte „Unexpected Choices“ von Diana Pharaoh Francis gelesen. Dabei kam es mir allerdings zugute, dass diese Kurzgeschichte in der Welt der Hornblade Witches spielt und ich diese Reihe kenne (auch wenn es ungefähr fünf Jahre her ist, seitdem ich die Bücher gelesen habe), was bedeutet, dass ich die Charaktere schon kannte und mich ganz auf die Handlung rund um einen viel zu hochmütigen Engel und eine skrupellose Hexe konzentrieren konnte. Obwohl ich einige Elemente, die sie in ihren Büchern verwendet, kritisch sehe, fühle ich mich von der Autorin eigentlich immer gut unterhalten und so war es auch hier wieder.

Ich habe noch keine Ahnung, womit ich den Vormittag verbringen werde, aber heute Nachmittag gibt es auf jeden Fall wieder eine „Gloomhaven“-Runde mit meinem Mann. Bis dahin schau ich mal, ob mich ein Buch packen kann oder ob ich doch endlich mal meinen Feedreader in Angriff nehme. 😉

Update 12:00 Uhr

Den Vormittag habe ich wirklich mit dem Feedreader, Bloglesen und Kommentarschreiben verbracht, während ich meine neue CD hörte – nicht nur, weil ich die sehr mag, sondern auch um den telefonierenden Nachbarn zu übertönen. Außerdem habe ich zwischendurch meinen Mann nach Hauptstädten von US-Bundesstaaten gefragt. Gemeinerweise ist er so viel besser beim Lernen als ich (er hatte heute morgen nur noch fünf Städte, die ihm nicht eingefallen sind). Und Christie wurde auch schon beschmust, bespaßt und gefüttert. Für mich ist es so langsam Zeit zum Frühstücken, obwohl mir seit dem Eis gestern (genaugenommen seit den insgesamt vier Löffeln mit viel zu hohem Salzanteil) etwas übel ist, habe ich so große Lust auf Heiße Schokolade, dass ich mir welche gemacht habe. Mal schauen, wie gut ich die vertrage. *g*

Mein Mann schaut nun einen Godzilla-Film („Frankenstein und die Ungeheuer aus dem Meer“) und je nachdem, ob ich mich bei der Geräuschkulisse auf ein Buch konzentrieren kann oder nicht, werde ich gleich entweder die ersten Seiten von „Weave a Circle Round“ von Kari Maaren lesen oder zum Strickzeug greifen.

Update 17:00 Uhr

Natürlich habe ich nach dem letzten Update weder gelesen, noch zum Strickzeug gegriffen, stattdessen bin ich gemütlich eingeschlafen, während auf dem Fernseher Segelboote, unbekannte Inseln, ein Safeknacker und ein tanzender Godzilla zu sehen war – ein sehr seltsamer Film! *g* Meine Heiße Schokolade habe ich übrigens gut vertragen und inzwischen frage ich mich, ob die leichte Übelkeit plus Müdigkeit vielleicht auch eine Nebenwirkung meiner am Freitag bekommenen Grippeimpfung sein könnten. Das war meine erste Grippeimpfung und da ich am Freitag so viel um die Ohren hatte, hatte ich die schon wieder ganz vergessen. Was auch immer es ist, ich fühle mich nicht schlecht, sondern einfach nur so ein bisschen kuddelig und hätte nichts gegen ein paar weiter Stunden Schlaf. 😉

Mein Mann hat mich dann geweckt, als es Zeit für „Gloomhaven“ wurde und dieses Mal haben wir eine etwas seltsame Brettspielrunde damit verbracht. Vor dem eigentlichen Szenario hatten wir sehr viel Glück und haben auf dem Weg zu unserem Zielort nicht nur überraschend Geld verdient (weil wir einen Job als Wächter für die Lieferung eines Händlers angenommen haben), sondern auch bei einer Begegnung auf der Straße einen neuen Ort für weitere Abenteuer entdeckt. Dann haben wir uns auf ein gesunkenes Schiff gestürzt, von dessen Existenz wir vor einiger Zeit erfahren hatten, und durften uns mit allerlei Monstern rumschlagen. Das Ganze lief so gut, dass mein Mindthief so richtig, richtig viel Erfahrung gesammelt hat, während der Sunkeeper meines Mannes ein wertvolles Item in einer Schatztruhe fand. Etwas schade war es, dass wir so viel Geld liegenlassen mussten, weil unsere Züge etwas knapp wurden. Diese Sidequest werden wir wohl irgendwann noch einmal machen müssen. 😉

Jetzt werde ich erst einmal schauen, wie es den anderen den Nachmittag über so ergangen ist, und dann sehe ich weiter …

Update 21:45 Uhr

Als ich gerade den Beitrag öffnete, um ein letztes Update für heute zu schreiben, habe ich mich doch prompt gefragt, was ich eigentlich in den letzten Stunden gemacht habe. Nur gut, dass mich heute die Kamera ständig begleitet hat … 😉 Nach einer kleinen Onlinerunde haben wir Animal Crossing gespielt, während gleichzeitig eine Folge „Wer weiß denn sowas?“ lief. Mein Mann sammelt im Laufe der Woche immer Quizsendungen, die er mag, um sie dann laufen zu lassen, wenn er Lust darauf hat. Danach habe ich ein Geburtstagsgeschenk eingepackt, damit es morgen auf den Weg gehen kann. Der Geburtstag ist zwar erst in einer Woche, aber da mein Mann morgen sowieso zur Post gehen muss (um eine Lieferung für mich abzuholen :D), kann er das dann gleich mitnehmen.

Beim Kochen des Abendessens gab es gleich zwei ärgerliche Dinge. Einmal waren das vor zwei Tagen gekaufte Gemüse schimmelig, was bedeutete, dass ich auf unser „Notfallessen“ Nudelauflauf umschwenken musste, und dann ist meine (Käse)Reibe zerbrochen. Ich glaube, jeder hat dieses eine alte Küchengerät, das er fast jeden Tag verwendet, und bei mir war das diese Reibe. Ich schaue schon seit Jahren nach einem Ersatz, weil das Teil wirklich alt war und der Kunststoff bei jeder Benutzung deutlich ächzte, aber bislang habe ich einfach kein Gerät gefunden, das so praktisch und effektiv ist … *grummel* Zum Abendessen gab es noch eine Folge „Hilda“ (Netflix) und das war es für heute eigentlich auch schon. Ich drehe gleich noch eine Blogrunde und dann werde ich bis zum baldigen Schlafgehen wohl nichts mehr auf die Reihe bekommen. Auch wenn ich heute etwas matt war, war es wieder schön mit euch den Tag zu verbringen! Habt einen schönen Start in die Woche und vielleicht lesen wir uns ja am kommenden Wochenende wieder. 🙂

***

Heutige Mitleserinnen:

Natira
Neyasha
Anette

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 3/Samstag

Diese Woche war schrecklich voll. Voller ungeliebter, aber notwendiger Aktivitäten und Termine, bei denen ich froh bin, dass ich sie nun hinter mich gebracht habe. Dazu kam, dass meine Nächte ein winziges Bisschen kurz waren, weil ich viele Albträume hatte, mich „The Girl in the Green Silk Gown“ von Seanan McGuire nicht losgelassen hat (und ich nur spät am Abend zum Lesen kam) und ich an einigen Tagen wegen Terminen früher raus musste als normal. „The Girl in the Green Silk Gown“ ist inzwischen beendet und dank langer Wartezeit und Bahnfahrten am Freitagvormittag habe ich auch noch einen der Bibliothekskrimis, („Tausendschön“ von Kristina Ohlsson) am Stück gelesen. Für „The Witch’s Boy“ von Kelly Barnhill war ich nicht in der Stimmung, dafür brauche ich Ruhe und die Muße, um Geschichte und Sprache genießen zu können. Mal schauen, ob ich heute mit dem Roman weiterkomme, aber vorher muss ich wachwerden, noch etwas durch die Wohnung wuseln und zumindest eine schnelle Grundreinigung vornehmen – dafür war in der Woche keine Zeit. Oh, und wer mag, kann noch JEDs letztes „Herbstlesenwochenende“ nachlesen, denn sie hat am Montag einen Rückblick auf ihr Wochenende veröffentlicht, und auch Sayuri hat sich die Zeit genommen und geschrieben, warum es bei ihr am zweiten Wochenende mit dem Herbstlesen nicht so gut geklappt hat!

Update 13:15 Uhr

Die Wohnung ist nun sauber genug für ein Wochenende zu zweit, der Wäschetrockner arbeitet vor sich hin und meine Sofadecke habe ich auch gleich mal neu bezogen. Eigentlich ist es noch warm genug, um ohne Decke hier zu sitzen, aber für Kuschelzeiten mit Christie ist die Decke doch immer besser und sei es nur, weil sie mich vor Madamchens Krallen schützt. 😉 Gefrühstückt habe ich in der Zwischenzeit ebenfalls und dazu aus „Urban Enemies“ die Kurzgeschichte „Chase the Fire“ von Jon F. Merz gelesen. Die Geschichte konnte mich nicht so recht überzeugen, denn sie funktioniert meiner Meinung nach nicht ohne das Hintergrundwissen aus den Romanen des Autors. So hat mich der Protagonist ebenso kalt gelassen, wie die Dinge, die er tat und die ihm zustießen und das fühlt sich dann ein bisschen nach Zeitverschwendung an.

Da ich gerade richtig müde und kaputt bin, haben wir beschlossen, dass wir das nachmittägliche Spielen auslassen. Ich werfe stattdessen jetzt den DS an und gieße entspannt ein paar Blümchen, danach sehe ich dann weiter. Mein Mann hat zum Glück noch ein Spiel, das er allein spielen kann und das er schon lange nicht mehr gemacht hat, so dass er immerhin nicht ganz aufs Brettspielen verzichten muss. 😉

Update 16:00 Uhr

Ein bisschen hatte ich mich nach dem letzten Update bei Twitter verschwatzt, aber nebenbei klappte es trotzdem mit dem Animal-Crossing-Spielen – ich bin fast ein bisschen neidisch auf meine Spielfigur, denn einen liebevoll zubereiteten Milchkaffee könnte ich auch gerade gebrauchen, bin aber zu faul ihn selber zuzubereiten. 😉 Ansonsten habe ich mich ein bisschen von einer Kochsendung im Fernsehen berieseln lassen, während ich weiter an meinem Schal strickte. Immerhin hatte ich ihn heute mal bei Tageslicht in der Hand, so dass ich ihn auch so fotografieren konnte, dass das Muster mal zu sehen ist.

Bevor ich gleich doch mal zum Buch greife, dreh ich noch eine kleine Blogrunde. Ich muss nur aufpassen, dass ich nicht beim vernachlässigten Feedreader hängen bleibe. 😉

Update 19:00 Uhr

Die letzten Stunden habe ich sehr gemütlich mit meinem Buch zugebracht, während Christie es sich wiederum auf mir gemütlich gemacht hatte – und die Nachbarin uns mit Musik beschallte. Inzwischen hat die Handlung in „The Witch’s Boy“ deutlich angezogen. Die Hexe wurde eingesperrt, Ned und Áine werden gejagt und während an dem einen Königshof intrigiert wird, bereitet sich der andere Königshof auf einen Krieg vor. Mir gefällt es besonders gut, dass Ned und Áine zwar Reisegefährten, aber keine Freunde sind. Sie wissen beide, dass sie dem anderen nur ein kleine Stück weit vertrauen können und dass es Dinge gibt, die außerhalb ihrer Macht liegen und die dafür sorgen können, dass aus dem Reisegefährten in Sekundenbruchteilen ein Feind wird …

Da ich so langsam wieder Hunger bekomme (die Kekse heute Nachmittag waren gleich in mehrerer Hinsicht unbefriedigend), schicke ich meinen Mann jetzt zum Essenholen, während ich selber noch ein bisschen online rumwusel. Keine Ahnung, was wir nach dem Essen machen werden, aber wenn die Geräuschkulisse so bleibt wie sie gerade ist, werden wir wohl auch irgendwelche Töne produzieren müssen. So toll ist diese Mischung aus Musik (aus der Wohnung unter uns) und Fernsehen (vom Nachbarn neben uns) nicht, da wird es angenehmer, wenn wir selber auch den Fernseher anmachen und einen Film schauen oder ähnliches. Nur gut, dass mich mein Schal noch ein bisschen beschäftigt halten wird.

Update 22:00 Uhr

Die Zeit seit dem letztem Update verging mit Katze schmusen, Abendessen („Lieferpizza“) und Nachtisch (HD Peanutbutter Crisp – nicht ganz so überzeugend) verspeisen und dabei „Ninja Warrior Germany“ im Schnellvorlauf sehen. Genau genommen nehmen wir die Sendung auf, damit wir Werbung und Kommentatoren vorspulen können – womit die Sendung nicht nur erheblich kürzer, sondern auch deutlich erträglicher wird. 😉 Außerdem habe ich noch etwas gestrickt und weiter in „The Witch’s Boy“ gelesen – letzteres nicht während der Fernseher lief, aber zwischendurch gab es Badezimmer- und Katzenfütterpausen, die ich genutzt habe. Denn jetzt fehlen mir nur noch wenige Seite und ich will wirklich wissen wie die Geschichte ausgeht. Was bedeutet, dass ich nach dem Posten dieses letzten Updates und der letzten kleinen Blogrunde für heute, nur noch „The Witch’s Boy“ auslesen und dann ins Bett fallen werde. Es war wieder nett und gemütlich mit euch! Habt eine gute Nacht und ich bin gespannt, wen ich morgen wieder beim Herbstlesen treffe. 🙂

***

Heutige Mitleserinnen:

Natira
Anette

Seanan McGuire: The Girl in the Green Silk Gown (Ghost Roads 2)

Als im Mai 2014 „Sparrow Hill Road“ von Seanan McGuire veröffentlicht wurde, sah es nicht so aus, als ob es jemals weitere Geschichten zu Rose Marshall zu lesen gäbe, was ich sehr schade fand, denn ich mochte den Hitchhiker Ghost und seine Welt sehr gern. In diesem Jahr ist dann mit „The Girl in the Green Silk Gown“ doch noch eine Fortsetzung erschienen, und im Gegensatz zu „Sparrow Hill Road“ wird hier die Handlung nicht in einzelnen und nur locker zusammenhängenden Episoden erzählt. Während man im ersten Teil Rose und ihre Art des Zwielichts kennengelernt und mehr über die wenigen Fixpunkte in ihrem Leben nach dem Tod herausgefunden hat, dreht sich die Geschichte in „The Girl in the Green Silk Gown“ um eine Auseinandersetzung mit dem Mann, der vor über sechzig Jahren für Rose‘ Tod verantwortlich war.

Bobby Cross (auch Diamond Bobby genannt) hatte Rose an dem Abend in einen tödlichen Unfall verwickelt, an dem sie auf dem Weg zu ihrem Abschlussball war. Statt ihre Seele zu fangen, wie er es eigentlich geplant hatte, konnte Rose ihm entkommen. Seitdem wird sie von ihm gejagt. Doch je länger Rose im Zwielicht unterwegs ist, je mehr Straßen sie als Hitchhiker Ghost bereist und je mehr sie über Bobby Cross und sein Geschäft mit den Crossroads lernt, desto entschlossener ist sie, ihm das Handwerk zu legen. Als Verbündete bei diesem Vorhaben stehen ihr die Routewitches zur Seite – allen voran Apple, die Königin der Routewitches von Nordamerika. Aber selbst so mächtige Verbündete können nicht verhindern, dass Rose zu Beginn von „The Girl in the Green Silk Gown“ in eine Falle tappt, die Bobby Cross ihr gestellt hat.

So dreht sich eigentlich die gesamte Handlung des Romans um das, was Bobby Cross Rose angetan hat, und um ihre Anstrengungen, die Folgen von Bobbys Falle wieder rückgängig zu machen. Dabei hat Rose zwar mächtige Freunde und Verbündete an ihrer Seite, aber Bobby hatte viel Zeit, seine Pläne zu schmieden, sämtliche Schritte von Rose vorherzusehen und ihr dementsprechende Hindernisse in den Weg zu legen. All diese Widernisse haben mir manchmal das Gefühl gegeben, dass gar nicht so viel in diesem Roman passiert, aber das war nicht schlimm, denn wie so oft sind es vor allem die ungewöhnlichen Details, die Beziehungen der Charaktere zueinander und der grandiose Umgang mit vertrauten Legenden und Mythen, die den Unterhaltungswert bei Seanan McGuires Büchern für mich ausmachen. Auch sorgt die Veränderung der Erzählform nicht nur dafür, dass die Autorin in „The Girl in the Green Silk Gown“ mehr Raum hat für die kleinen Alltäglichkeiten in Rose‘ Leben als Hitchhiker, die in „Sparrow Hill Road“ nicht zur Sprache kamen, sondern auch dafür, dass man den Roman wirklich zügig durchlesen kann.

Am Ende ist Rose‘ Auseinandersetzung mit Bobby Cross nicht endgültig besiegelt, was mich hoffen lässt, dass noch mehr Geschichten rund um den Hitchhiker Ghost von Seanan McGuire veröffentlicht werden. Mit jeder Veröffentlichung wird die Welt, in der Rose lebt, größer und detaillierter, und ich mag dieses unerbittliche und doch so viel schöne Momente und faszinierende Charaktere mit sich bringende Zwielicht. Ich mag die Melancholie, die Rose‘ Leben nach dem Tod durchzieht, ebenso wie die unglaublich traurigen Szenen, wenn sie einen Menschen nicht von seinem Weg abbringen und ihn am Ende nur noch ein Stückchen begleiten kann. Und weil eine Geschichte mit Melancholie und Traurigkeit nicht allein funktionieren kann, gibt es noch all die amüsanten Momente rund um Rose und ihr Umfeld und die vielen großen und kleinen überraschenden Wendungen in der Handlung, mit denen Seanan McGuire einen jedes Mal wieder erwischt.

Noch eine kleine Anmerkung zur veränderten Erzählform: Egal, ob Rose‘ Geschichte in einer Sammlung von einzelnen Episoden oder in einer durchgehenden Handlung erzählt wird, ich mag beide Varianten. Ich muss aber zugeben, dass mein Herz ein kleines bisschen mehr an den Kurzgeschichten aus „Sparrow Hill Road“ hängt. Denn dort mochte ich ganz besonders die Abwechslung, die vielen unvertrauten Figuren und das Gefühl, das Buch eine Weile aus der Hand legen zu können und ein Detail oder eine Idee noch etwas zu genießen, ohne mich die ganze Zeit zu fragen, wie es wohl weitergeht.