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Leah Moore/John Reppion/Sally Jane Thompson: Conspiracy of Ravens (Comic)

Vor einiger Zeit war ich über eine Ankündigung zu diesem Comic gestolpert, und da der Klappentext gut klang, habe ich den Titel bei unserem Comic-Händler bestellt. Als er dann mit der Oktober-Lieferung bei uns eintraf, habe ich erst einmal nur einen kurzen Blick auf die Zeichnungen von „Conspiracy of Ravens“ werfen wollen und bin prompt bei der Geschichte hängengeblieben. Die Grundidee entstand, nachdem Sally Jane Thompson (die Zeichnerin des Comics) online eine Zeichnung verloste und der Gewinner (John Reppion) sich etwas „Viktorianisches mit Rabenvögeln“ wünschte. Aus der ersten Skizze entstand eine Geschichte rund um Anne, die ein magisches Erbe antritt, und deshalb gemeinsam mit einigen anderen Mädchen ganz ungewöhnliche Fähigkeiten entwickelt.

Es gab eine Menge, was ich an dem Comic mochte. Die Zeichnungen von Sally Jane Thompson sind relativ schlicht und ausschließlich in schwarz, weiß und blau gehalten, aber gerade deshalb passen sie sehr gut zur Geschichte und zur Atmosphäre von „Conspiracy of Ravens“. Auch die Figuren mochte ich gern, von der sympathischen Anne, die vor allem damit zu kämpfen hat, dass ihre geschiedenen Eltern ihr nicht zuhören, über ihre kluge Freundin Binky, das einzigartige Hausmädchen Eve, das schon für Annes verstorbene Großtante gearbeitet hat, bis zur kämpferischen Jenny. Es gibt so viele Elemente in der Geschichte, die ich wirklich mochte. Es war schön mitzuerleben, wie Anne erfährt, dass sie die Erbin ihrer verstorbenen Großtante ist, wie sie das alte Gebäude besichtigt und nach und nach die Geheimnisse, die damit verbunden sind, aufdeckt.

Ich fand es spannend, wie sie – dank der Recherchefähigkeiten von Binky – mehr über die Frauen erfährt, mit denen ihre Großtante zusammengearbeitet hat, und deren Nachfahren aufspürt. Dabei steht von Anfang an fest, dass es mindestens eine Person gibt, die unbedingt verhindern will, dass Anne ihr Erbe antritt, was zu ein paar fantastischen und gruseligen Szenen führt. Doch je weiter die Handlung voranschreitet, desto hastiger und unstimmiger wird dieser Part in meinen Augen erzählt, genauso wie spätere Figuren nicht gerade gründlich eingeführt werden. Irgendwann hatte ich einen Punkt erreicht, wo ich zurückblättern und noch einmal nachlesen musste, was es denn mit einem der Charaktere wohl auf sich hat. Ich bin eigentlich sonst ganz gut darin, solche „Erzähllücken“ bei Comics selbst zu füllen, aber hier hat es mich irritiert, weil auf einmal wichtige Elemente so überhastet dargestellt wurden, dass sie sich nicht mehr richtig anfühlten. Da wäre es schöner gewesen, wenn der Comic mehr Seiten – und somit mehr Raum für die Handlung – gehabt hätte, oder wenn auf die eine oder andere zusätzliche Wendung verzichtet worden wäre, um dafür die restliche Geschichte etwas stimmiger zu erzählen.

Trotz dieser Kritikpunkte mochte ich „Conspiracy of Ravens“ sehr. Es ist eine niedliche Geschichte rund um ein paar Mädchen, die gemeinsam eine Aufgabe erfüllen und langfristig gute Freundinnen werden können und deren Leben dank Annes Erbe in Zukunft wohl sehr spannend sein wird. Ich mochte die Grundidee, mir waren die Charaktere sympathisch (weshalb ich wirklich gern noch mehr über sie erfahren hätte) und ich fand die Vorstellung von einem Haus wie Ravenhall inklusive all der damit verbundenen Geheimnisse toll. Ich habe definitiv eine Schwäche für Geschichten, in denen es um starke Frauenfiguren, Magie und Automaten geht. Allerdings wäre der Comic noch besser gewesen, wenn all diese Elemente ihren angemessenen Anteil bekommen hätten und in einem passenderen Tempo aufgegriffen worden wären.

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 2/Sonntag

Nachdem ich gestern Abend so früh so müde und im Bett war, hatte ich gehofft, dass ich heute nach dem Aufstehen etwas wacher wäre – so ganz hat das aber mit dem „Wachsein“ bislang noch nicht geklappt. Ansonsten will ich mal schauen, ob es heute was mit mir und „The Witch’s Boy“ wird, wobei mich „The Girl in the Green Silk Gown“ auch sehr lockt  – ich weiß schon, warum ich das Parallellesen normalerweise nicht so ausarten lasse. *g* Heute Nachmittag steht wieder eine Brettspielrunde mit meinem Mann an, aber davon abgesehen habe ich eigentlich nur so viel wie möglich lesen geplant. Wir werden ja sehen, wie gut das hinhaut. 😉

Update 11:00 Uhr

Ich habe seit dem Aufstehen (also neben dem Surfen und Rumwuseln in der Wohnung) und während des Frühstücks in „The Witch’s Boy“ von Kelly Barnhill gelesen. Wenn ich so recht drüber nachdenke, habe ich noch nicht viel von dem Buch erzählt, dabei mag ich die Geschichte unheimlich gern. Die Handlung beginnt auf der einen Seite mit den eineiigen Zwillingsbrüdern Ned und Tam, die von klein auf von den Dorfbewohner verglichen wurden, um herauszufinden, wer der „bessere“ von beiden sei. Als dann Tam bei einem Unfall ums Leben kam, waren sich alle sicher, dass der Vater der beiden Brüder den „falschen“ Sohn gerettet hat, denn seit diesem Tag scheint Ned verstummt zu sein. Seine Weigerung zu sprechen, seine Probleme beim Lesen und all die anderen Dinge, die ihm das Leben schwer machen, hindern den Jungen aber nicht daran ein guter Beobachter zu sein und sich Sorgen um seine Mutter zu machen, die den letzten Rest Magie bewacht.

Auf der anderen Seite gibt es noch die Perspektive von Áine, die bis zum Tod ihrer Mutter ein gutes Leben mit ihren Eltern in einem kleinen Fischerort führte. Doch nach dem Tod der Mutter verändert sich ihr Vater und wenig später sind die beiden gezwungen in den Wald zu flüchten, vor dem jeder andere Mensch sich fürchtet. In den folgenden Jahren könnte Áine eigentlich mit ihrem friedlichen Leben im Wald zufrieden sein, wäre da nicht das Wissen, dass ihr Vater ihren Unterhalt als Banditenkönig verdient … Ich finde es schön, dass eigentlich ziemlich schnell feststeht, dass Ned und Áine eigentlich den selben Widersacher haben. Denn Ned will verhindern, dass der Banditenkönig die Magie in die Hände bekommt, während Áine ihren liebevollen Vater wiederhaben will und alles versucht, um ihn von seinem Leben als Bandit abzubringen. Sprachlich finde ich die Geschichte genauso gut erzählt wie „The Girl Who Drank the Moon“, aber ich muss zugeben, dass „The Witch’s Boy“ bislang etwas weniger Gelegenheiten für diese wunderschönen poetischen Momente bietet. Dafür genieße ich diese Passagen dann umso mehr, wenn sie dann auftauchen. 🙂

Update 14:00 Uhr

In den letzten Stunden habe ich weiter in „The Witch’s Boy“ gelesen – nachdem Ned eine schwierige Entscheidung treffen musste, die ich heute morgen „hinter mich“ gebracht hatte, ist sein Leben definitiv nicht einfacher geworden. Große Magie bringt – wie ihm und seiner Familie nur zu gut bewusst ist – auch große Gefahren mit sich, doch der Banditenkönig sieht natürlich nur die Macht und die Möglichkeiten, die ihm die Magie bieten würde … Außerdem haben wir schon „Animal Crossing“ gespielt und als wir zum Füttern der Katze in der Küche waren, habe ich danach noch den Kuchen zusammengerührt, der gerade im Ofen backt. Ich bin gespannt, ob der was wird, denn wieder einmal habe ich vergessen, dass ich gar keine große Kranzform mehr habe. Da ich keine Lust hatte, den Teig in zwei Runden zu backen, habe ich einfach alles in meine normale Springform geworfen … Momentan baut mein Mann schon „Gloomhaven“ auf und sobald ich eine kurze Blog- und Kommentarrunde gedreht habe, geht es mit dem Spiel los.

Update 17:30 Uhr

Uff, nach der Spielrunde habe ich mir meinen Kuchen redlich verdient. 😉 Unsere Spielfiguren waren für diese Mission am unteren Level und so war das Überleben dieses Gebiets doch etwas herausfordernd. Dabei klang der Auftrag am Anfang so gut: Lauf durch das Gebiet, plündere die Schatztruhen und komm als Team heil wieder zum Ausgang. Letzteres hätte für mich keine Runde länger dauern dürfen, denn dann hätten wir verloren. Dafür hat mein Mindthief erstaunlich erfolgreich gegen die Monster gekämpft, die zwar nicht zahlreich, aber dafür sehr stark und mit fiesen Angriffen ausgestattet waren. Es hat Spaß gemacht, war aber auch anstrengend und nun bin ich wild entschlossen etwas Zeit auf dem Sofa zu verbringen und mich mit Kuchen und Buch zu entspannen – also gleich nach der Blogrunde. Der Kuchen ist besser geworden als erwartet und weil ich ja nicht einfach so spontan „normalen“ Marmorkuchen backen kann, hatte ich heute Mittag noch spontan etwas Espresso in den Schokoteig getan, was nicht nur gut duftet, sondern auch beim ersten Testbissen überzeugen konnte. 😉

Update 22:00 Uhr

Bis zum Kochen habe ich noch in „The Girl in the Green Silk Gown“ von Seanan McGuire gelesen und finde es sehr spannend, wie die Autorin die Geschichte nun entwickelt, nachdem sie sich nicht mehr auf einzelne Episoden „beschränkt“. Ich muss aber auch zugeben, dass es bei ihren Werken wiederkehrende Elemente (wie Halloween) gibt, die mir langsam schon fast zu oft vorkommen – immerhin gelingt es Seanan McGuire jedes Mal eine überraschende Variante ins Spiel zu bringen, so dass sich auch diese vertrauten Dinge nicht zu ähnlich sind. Das Abendessen war heute „Pasta Surprise“ – was eindeutig besser klingt als „Nudeln mit Resten, die ich in die Pfanne geworfen habe“. 😉 Genau gesagt habe ich Blumenkohl angebraten, mit Knoblauch, Salz und Pfeffer gewürzt und am Ende noch etwas Nudelwasser und geriebenen Parmesan dazu getan, um eine Sauce zu bekommen. Das Ergebnis war erstaunlich lecker, was mit ein Grund ist, um die Zubereitung hier festzuhalten, damit ich das noch mal machen kann. Danach gab es eine Folge „Hilda“, bei der ich meinen Schal weitergestrickt habe, und das war es dann eigentlich auch schon fast für heute. Ich drehe jetzt noch eine Blogrunde und schaue, wie die anderen den Abend verbracht haben. Ansonsten wünsche ich euch einen schönen Start in die Woche! Geht es langsam an und gönnt euch die eine oder andere Lesestunden in den nächsten Tagen. 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Neyasha
Natira
Ina

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 2/Samstag

Obwohl ich nicht so viel zum Lesen kam, habe ich in der vergangenen Woche „Ich habe auch gelebt – Briefe eine Freundschaft“ beendet (und gleich besprochen) und auch in „Urban Enemies“ und „Sparrow Hill Road“ habe ich weitergelesen, ebenso wie in „The Witch’s Boy“. Und weil ich ja mein Parallel-Lesen reduzieren wollte, habe ich prompt noch mehr Titel angefangen – es wäre ja langweilig, wenn ich mich mal an meine Vorhaben halten würde. 😉 Genau genommen habe ich den Comic „Conspiracy of Ravens“ gelesen, der am Montag mit der monatlichen Comiclieferung eintraf, und aus einer Kiste mit aussortierten Büchern habe ich „Der Besucher“ von Sarah Waters gefischt, weil ich nach einem gelesenen Blogpost an den Titel denken musste und mir dachte, dass ich ihm vielleicht doch noch eine Chance geben sollte, bevor ich den Roman an die Bibliothek weiterreiche.

Bibliothek ist überhaupt so ein Stichwort, denn da habe ich auch noch ein paar Ausleihen herumliegen, die ich mal anfangen sollte … Hilfe! *g* Da mein Mann heute wieder mit Kollegen zum Brettspielen verabredet ist, sollte der Nachmittag für mich auf jeden Fall ein paar ruhige Stunden zum Lesen bringen, ohne dass Godzilla, Varan oder Megalon ihre ganz eigene Atmosphäre im Wohnzimmer schaffen. Aber vorher muss ich noch wach genug werden, damit sich der Griff zum Buch überhaupt lohnt … 😉

Update 11:00 Uhr

Ich finde es immer wieder faszinierend, wie wenig ich am Wochenende vormittags auf die Reihe bekomme, weil mein Mann zuhause ist. *g* Seit dem letzten Update habe ich den Einkauf weggeräumt, mit meinem Mann geschwatzt und eine Episode in „Sparrow Hill Road“ gelesen, bei der Rose es mit einer Gruppe von Geisterjägern zu tun bekam, die unbedingt „The Girl in the Diner“ (Rose) fangen wollten, ohne natürlich eine Ahnung davon zu haben, dass sie ihren Geist schon vor der eigentlichen Jagd gefunden hatten. Außerdem gab es Frühstück für mich und die ersten Kommentare zu beantworten. In zwei Stunden geht mein Mann aus dem Haus und bis dahin werde ich erst einmal eine Runde „Animal Crossing“ spielen (damit wir das wie immer gemeinsam machen können) und vermutlich meine neue Wolle rausholen und ein wenig stricken.

Update 15:00 Uhr

In der Zwischenzeit habe ich nicht nur „Animal Crossing“ gespielt und meinen zukünftigen Schal soweit angestrickt, dass ich ihn demnächst beim Fernsehen weiterstricken kann, sondern auch „Sparrow Hill Road“ von Seanan McGuire beendet, während Christie sich einen Platz auf meiner Sofadecke eroberte. Obwohl ich das Buch ja schon einmal gelesen hatte und mich an viele Episoden noch detailliert erinnern konnte, haben mich die Geschichten rund um Rose Marshall sehr berührt. Besonders die Episode, in der noch einmal etwas über das Leben von Gary erzählt wird, mit dem sie an dem Abend, an dem sie starb, auf den Schulball gehen wollte, ist so süß und so traurig und am Ende so richtig … Eigentlich wäre ich ja nun in der richtigen Stimmung für die Fortsetzung „The Girl in the Green Silk Gown“, auf der anderen Seite mag ich auch endlich mal ein paar Kapitel am Stück in „The Witch’s Boy“ lesen. Bevor ich mir aber überlege, mit welchem Buch es weitergeht, koche ich mir erst einmal einen Tee, schnappe mir meinen Möhrenkuchen und drehe eine Blog- und Kommentarrunde, um zu schauen wie es den anderen bislang so ergangen ist. 🙂

Update 18:30 Uhr

Nachdem ich meine Blogrunde gedreht und meinen Kuchen gegessen hatte, habe ich natürlich erst einmal zu „The Girl in the Green Silk Gown“ von Seanan McGuire gegriffen und mich darüber gefreut, dass es mit der Geschichte von Rose Marshall weiterging. Dummerweise beschloss mein Nachbar dann, dass es Zeit sei zur Bohrmaschine zu greifen und mir wurde es zu laut zum Lesen – in letzter Zeit mag ich wirklich keine Nebengeräusche mehr, wenn ich mich in ein Buch vertiefen will, früher war es eher so, dass ich von den Nebengeräuschen einfach nichts mitbekommen habe, wenn ich meine Nase in einen Roman steckte. Auf jeden Fall habe ich erst einmal wieder zum Strickzeug gegriffen und damit weitergemacht, was auch nett war. Inzwischen ist es zwar wieder ruhig in der Nachbarwohnung, aber so langsam meldet sich mein Magen, weshalb ich erst einmal in die Küche wandere, bevor ich wieder zum Buch greife. Ich hoffe, ihr hattet bislang auch einen schönen Nachmittag! 🙂

Update 21:45 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich nicht viel gemacht und ein weiteres Udpate wird es heute auch nicht geben, da ich gerade richtig müde bin. Nach dem Kochen (Ananas-Curry *lecker*), habe ich zum Essen Youtube angeworfen, weil ich mich etwas beschallen lassen wollte. In den letzten Wochen haben sich ein paar neue John-Oliver-Videos angesammelt, die ich geschaut habe. Außerdem musste ich Christie bespaßen, die nicht fassen konnte, dass nicht jeder Gang in die Küche Futter für sie mit sich bringt. Das arme Kätzchen ist zur Zeit wirklich sehr, sehr hungrig! Eine letzte Kommentar- und Blogrunde habe ich auch schon gedreht und wenn mein Mann gleich nach Hause kommt und wir uns gegenseitig auf den aktuellsten Stand gebracht haben, wird es für mich auch schon Zeit ins Bett zu fallen. Es war wieder schön mit euch heute! Ich hoffe, wir sehen uns morgen wieder! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Natira
Ina
Neyasha
Kiya

Astrid Lindgren und Louise Hartung: Ich habe auch gelebt – Briefe einer Freundschaft

Im vergangenen Jahr habe ich „Ich habe auch gelebt – Briefe einer Freundschaft“ zum Geburtstag bekommen. In diesem Buch wurde ein großer Teil der noch erhaltenen Briefe zwischen Astrid Lindgren und Louise Hartung (wenn auch zum Teil gekürzt) veröffentlicht, wobei die Briefe, die im Original zum Großteil auf Schwedisch (von Astrid Lindgren) und Deutsch (von Louise Hartung) geschrieben wurden, hier natürlich durchgehend übersetzt vorliegen. Kennengelernt haben sich Louise Hartung und Astrid Lindgren im Oktober 1953, als Louise Hartung im Rahmen ihrer Arbeit für das Berliner Jugendamt Astrid Lindgren für eine Rede einlud. Während der drei Tage, die Astrid Lindgren zu diesem Anlass in Berlin war, hat sie bei Louise Hartung gewohnt und die beiden Frauen haben – wenn man nach all den Verweisen in den Briefen auf diese Tage geht – eine intensive Zeit miteinander verbracht.

Ich fand die Briefe sehr faszinierend zu lesen – nicht nur, weil man durch sie sehr viel über Astrid Lindgren als Privatperson erfährt (deutlich mehr, als zum Beispiel durch ihre Tagebucheinträge), sondern auch, weil ich Louise Hartung als eine sehr spannende Person empfand, von der ich vor dem Lesen ihrer Briefe kaum etwas wusste. Es war sehr fesselnd, den Austausch diese beiden Frauen zu verfolgen, wobei die Themenvielfalt von ihrem Privatleben und ihren Gefühlen (Louise Hartung hat für Astrid Lindgren mehr als Freundschaft empfunden) über ihre Arbeit und Reisen bis zu den verschiedenen kulturellen Bereichen reichte. Immer wieder gibt es Verweise auf die damals aktuelle politische Lage, auf Bücher, die sich die beiden Frauen gegenseitig besorgt oder empfohlen haben, und auf die kleinen Alltäglichkeiten, die das Leben der Schreiberinnen ausmachten. Sehr lustig fand ich zum Beispiel mitzuverfolgen, wie die beiden eine Zeitlang fleißig Wein von Deutschland nach Schweden schmuggelten und welche Hindernisse das vor allem für Louise Hartung so mit sich brachte.

Interessant fand ich auch zu sehen, wie unterschiedlich die beiden Frauen waren. In Astrid Lindgrens Briefen kann man immer wieder von Melancholie lesen, von einem Gefühl der Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung angesichts der politischen Lage der Welt, von dem Bedürfnis, all den Anforderungen, die an ihre Person gestellt werden, gerecht zu werden und von ihrer Flucht in ihr Sommerhäuschen, wo sie Ruhe findet. Louise Hartung hingegen scheint sehr viel kämpferischer auf viele Widerstände reagiert zu haben als die Freundin, sehr viel fordernder gewesen zu sein, egal, ob es um ihr Privatleben oder ihren Beruf ging, und gerade deshalb hat sie wohl auch sehr viel in Bewegung setzen können. Auf der anderen Seite hat auch Louise Hartung eindeutig Zeiten gekannt, in denen sie verzweifelt war – weniger an der Welt, als an Astrid Lindgren, deren zurückhaltendes Verhalten sie wohl immer wieder als Abweisung ihrer Person interpretierte.

Für beide Frauen scheint diese Freundschaft zu Beginn nicht leicht gewesen zu. Während Astrid Lindgren mit den extremen Seiten der Freundin (die sich mal in einer Flut von Geschenken, mal in dem Vorwurf, ihre Gefühle für Louise wären nicht innig genug, äußerten) fertig werden musste, hatte Louise Hartung damit zu leben, dass ihre Liebe nicht auf die gleiche intensive Weise erwidert wurde und dass Astrid Lindgren ihre Freundschaft zwar sehr schätzte, aber nicht bereit war, die anderen Menschen in ihrem Leben zugunsten Louises zu vernachlässigen. Trotzdem haben beide Frauen ihre Freundschaft so sehr geschätzt, dass sie elf Jahre lang erstaunlich häufig und offenherzig Briefe ausgetauscht haben, und gerade in den letzten Jahren scheinen sie auch die Eigenheiten der anderen so weit akzeptiert zu haben, dass sie einander nur noch Unterstützung und Zuneigung entgegenbrachten. Und obwohl beide nicht gerade zurückhaltend in ihren Aussagen über andere Menschen waren, fand ich es auch spannend zu verfolgen, wie spitz einige Bemerkungen waren und wie viel schlagfertiger die Briefe wurden, je vertrauter sich die beiden Frauen waren.

Ich gebe zu, dass es sich auch ein wenig voyeuristisch anfühlt, die Briefe der beiden Frauen zu lesen. Auch wenn einige Schriftstücke von Louise Hartung nicht veröffentlicht wurden, um sie nach ihrem Tod nicht zu sehr bloßzustellen, so erfährt man doch so viel über das Leben, die Gedanken und Wünsche dieser vielseitigen und faszinierenden Frau. Es ist schon spannend, dass ich zu dem Buch griff, weil ich mehr über Astrid Lindgren – die ich aufgrund ihrer Bücher und der wenigen Reden und Artikel, die ich von ihr kenne, als kluge Frau empfinde – erfahren wollte und am Ende vor allem von der mir bis dahin fast unbekannten Louise Hartung so gefesselt war. Egal also, ob man sich für Astrid Lindgren an sich interessiert, Texte über eine ungewöhnliche Freundschaft verfolgen möchte oder grundsätzlich ein Interesse für die vielen Facetten des Lebens zweier Künstlerinnen hat, ich kann diese Briefe wirklich empfehlen. „Ich habe auch gelebt“ ist eine berührende, faszinierend, anregende und sehr fesselnde Lektüre, die mein ganz persönliches kleines Leben definitiv bereichert hat.

Noch etwas zur Aufbereitung der Briefe in der deutschen Ausgabe von Ullstein: Wie schon erwähnt, sind die Briefe ins Deutsche übersetzt, hier und da gibt es Verweise auf den originalen Wortlaut oder darauf, dass ein bestimmter Begriff aus einer zusammen erlebten privaten Situation (wie zum Beispiel einem gemeinsamen Urlaub) entstanden ist. Dazu kommt noch ein Vorwort von Jens Andersen und Jette Glargaard, die die Briefe ausgewählt und herausgegeben haben. Dieses Vorwort gewährt einem schon mal einen groben Überblick über das Leben der beiden Frauen und begründet, warum manche Passagen oder Schriftstücke ausgelassen wurden. Für mich war dies vor allem hilfreich, um Louise Hartungs Arbeit im „Amt“ einzuschätzen, weil ich nicht gerade viel Ahnung von dem Amtsaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und der Rolle des Berliner „Jugendamtes“ in Deutschland hatte.

Zwischen den Briefen findet man immer wieder Fotos von den beiden Frauen, Faksimiles von den Briefen oder Abbildungen von Dingen, die eine Rolle im Austausch zwischen Astrid Lindgren und Louise Hartung spielten, und in einem Nachwort von Antje Rávic Strubel wird noch einmal auf die Beziehung der beiden Frauen eingegangen. Während ich die Fotos sehr schön fand, kam mir das Nachwort ehrlich gesagt etwas überflüssig vor, da ich ja gerade erst diesen intensiven Briefwechsel gelesen und mir ein eigenes Bild gemacht hatte. Richtig geärgert habe ich mich allerdings über die „editorische Notiz“, in der unter anderem darauf verwiesen wird, dass die Fußnoten „für die bessere Lesbarkeit“ ans Ende des Buches gesetzt wurden. Was bitte ist an Endnoten besser lesbar? Keine dieser Anmerkungen war besonders lang (in der Regel gerade mal eine bis zwei schmale Zeilen), und ich hasse es, wenn ich mit zwei Lesezeichen arbeiten muss, um während des Lesens zu den Endnoten blättern zu können. Noch ärgerlicher wird es, wenn ich dann feststelle, dass die Fußnote nur auf eine frühere Anmerkung verweist, die ich noch gut in Erinnerung hatte, und ich deshalb ganz umsonst das Buch aus der Hand legen und blättern musste, während mich ein kurzer Blick zum Seitenende deutlich weniger gestört hätte.

Neuzugänge: Juli, August und September 2018

Normalerweise finde ich einen 3-Monats-Beitrag für meine Neuzugänge vollkommen angemessen, da meine Buchkäufe relativ überschaubar ausfallen. Geburtstag und Weihnachten sind noch mal eine andere Sache, aber so zum Jahresende ist es ja auch gar nicht schlecht, wenn man ein paar Bücher für die eventuell kommenden mageren Zeiten des nächsten Jahres auf Vorrat hat. 😉

In den letzten Monaten hingegen gab es nicht nur ein paar Überraschungen bei den Lieferzeiten (normalerweise braucht mein Buchhändler 2 bis 4 Wochen für den Import von englischsprachigen Büchern, was ich natürlich bei meinen Bestellungen einkalkuliere), sondern auch ein paar (geplante und ungeplante) Budget-Aufstockungen. Und da ich während der heißen Phasen im Juli und August so gut wie nicht gelesen habe, habe ich diesen Mangel an Lesezeit eben mit spontanen Bestellungen gefüllt. 😉

1. Jen Wang: The Prince and the Dressmaker (Comic)
Dieser Comic ist mir vor einiger Zeit in meiner englischen Timeline auf Twitter begegnet, und die Geschichte rund um einen jungen Prinzen, der sich eine zweite Identität zulegt, um in Frauenkleidern an Bällen teilzunehmen, klang einfach nur zuckersüß, weshalb er auf meinem Wunschzettel landete. Eine Freundin hat ihn dann Ende Juni spontan vom Zettel gefischt und mir zugeschickt – auch hier noch einmal vielen lieben Dank dafür, ich hatte viel Spaß mit dem Comic! 🙂

2. Jaye Wells: Dirt Magic (Prospero’s War 1)
Das Buch war eine spontane Anschaffung, da der Roman keine 3 Euro kostete, als ich einem Link (schon wieder bei Twitter *seufz*) folgte, um zu schauen, worum es darin geht. Die Geschichte klang interessant und der Preis war schrecklich verlockend, also habe ich spontan zugeschlagen.

3. Kelly McCullough: Der Zorn der Klinge
Beim Sortieren und Einräumen meiner Bestände bin ich auch über einige Reihen gestolpert, von denen ich noch Fortsetzungen kaufen wollte. Da diese Reihe von Kelly McCullough mit insgesamt sechs Bänden abgeschlossen ist, habe ich mir den vierten Teil gegönnt – noch zwei, und ich habe alle Geschichten rund um die Klinge im Regal stehen. 😉

4. Stephanie Burgis: Mask and Shadows
Seitdem ich die Autorin für mich entdeckt habe, war ich noch von keinem der gelesenen Bücher enttäuscht, und so versuche ich, nach und nach die noch fehlenden Titel in meinen Besitz zu bringen. Ihre Jugendbücher habe ich vollständig, „Mask and Shadows“ ist mein erster Roman für Erwachsene von Stephanie Burgis.

5. Ines Korth: Massu Schmiedstochter (Comic)
Vor ein paar Jahren war ich online über den Comic gestolpert, hatte aber damals keine Geduld, eine längere Geschichte in dieser Veröffentlichungsform zu verfolgen. Nachdem „Massu Schmiedstochter“ inzwischen als gedruckte Version vorliegt, habe ich mir den Band gegönnt, um endlich Massus Abenteuer lesen zu können.

6. Seanan McGuire: The Girl in the Green Silk Gown
Der zweite Band rund um Rose aus „Sparrow Hill Road“ – ich mag die Geschichten um den „Hitchhiker Ghost“ so gerne und freue mich, dass es nach all der Zeit noch einen weiteren Band rund um diese Figur gibt.

7. Kate Milford: Ghosts of Greenglass House
Uuuund noch eine Fortsetzung – ich glaube, ich warte mit dem Lesen, bis es draußen schön kalt ist. (Auf Schnee werde ich aber lieber nicht warten, denn irgendwann möchte ich die Geschichte schon lesen. 😉 )

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Der August war eigentlich relativ harmlos, wenn man nicht in Betracht zieht, dass ich viele der im September gelieferten Titel in diesem Monat bestellt habe. Ich glaube, das größte Problem ist zur Zeit, dass ich keine richtige Balance finde zwischen „Reihen fortsetzen/beenden“ und „neue Autoren ausprobieren“. Außerdem kann ich dank der ausgeräumten Bücherkartons endlich sehen, wo ich noch Lücken in meinem Bücherbestand habe. Sehr gefährlich!

8. Seanan McGuire: Sparrow Hill Road
Mit etwas Verspätung kam dann auch die Neuauflage von „Sparrow Hill Road“ – ein Teil von mir kann immer noch nicht fassen, dass ich mir diesen Roman doppelt gekauft habe, damit er äußerlich zum zweiten Band passt.

8. Patricia Briggs: River Marked (Mercy Thompson 6)
Noch eine Reihe, die ich endlich mal weiterlesen will. So viele schöne Reihen, so wenig Geld, um Fortsetzungen zu kaufen. 😉

9. Janine Beacham: Rose Raventhorpe Investigates 3 – Hounds and Hauntings
Nachdem mir der erste Band rund um Rose Raventhorpe so gut gefallen hatte, habe ich mir die folgenden beiden Bücher bestellt – da der dritte Teil bei meinem Buchhändler vorhanden war, während der zweite importiert werden musste, wurde mir der Titel gerade mal einen Tag nach Bestellung per Fahrradkurier geliefert.

10. Stephanie Burgis: Congress of Secrets
Noch ein Roman für Erwachsene von der Autorin. Damit müsste ich eigentlich die Backlist von Stephanie Burgis vollständig haben – gerade rechtzeitig, bevor die nächsten Titel von der Autorin erscheinen, die auf der Wunschliste stehen.

111. Janine Beacham: Rose Raventhorpe Investigates 2 – Rubies and Runaways
Zur Zeit finde ich es etwas undurchsichtig, in welchem Rhythmus mein Buchhändler von seinem Importeuer beliefert wird, und angesichts der Tatsache, dass so eine Lieferung per Fahrradkurier ja auch was kostet, wäre es mir eigentlich lieber, wenn ich nicht jedes Buch einzeln gebracht bekäme. Auf der anderen Seite sind wöchendliche Bücherlieferungen auch irgendwie sehr nett … 😉

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Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass es im September endlich wieder richtiges Lesewetter für mich geben würde. Aber es war immer noch ziemlich warm (30 Grad und Sonnenschein bekommen unserer Wohnung nicht so gut), so dass ich in den ersten Wochen des Monats abends mit meinem Mann vor allem Serien und Dokus schaute. Immerhin kam so langsam die Lust aufs Lesen wieder zurück – zusammen mit vielen weiteren (zum Teil schon vor längerer Zeit bestellten) Neuzugängen. *hüstel*

12. Diane Zahler: Baker’s Magic
Diese Autorin hatte ich eine Zeitlang aus den Augen verloren und musste nun feststellen, dass sie nicht nur demnächst ein neues Buch veröffentlicht, sondern auch seit meiner letzten Recherche einen Titel veröffentlicht hat, der für mich interessant klingt. „Baker’s Magic“ war mein erstes Buch von der Autorin, das keine Märchenneuerzählung ist, und obwohl es nett und unterhaltsam war, hätte man meiner Meinung nach mehr aus der Geschichte rausholen können.

13. Tiffany Trent: Unnaturalist
Tiffany Trents Geschichte in „The Underwater Ballroom Society“ hatte mir so gut gefallen, dass ich noch mehr von der Autorin lesen wollte. Mal schauen, wie mir ein Roman von ihr so gefällt …

14. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
Native-American-Urban-Fantasy mit gut klingendem Klappentext – auf diese Veröffentlichung habe ich gewartet, seitdem der Roman in meiner Timeline angekündigt wurde.

15. Kari Maaren: Weave a Circle Round
Ein Jugendbuch mit einer Geschichte, die entweder großartig oder schrecklich ist. Nachdem das Buch eine Weile auf meiner Wunschliste saß, wollte ich nun endlich wissen, was von beidem der Fall ist. 😉

16. Seanan McGuire: The Brightest Fell (October Daye 11)
So sehr ich mich für Seanan McGuire freue, dass ihre October-Daye-Romane inzwischen als Hardcover veröffentlicht werden, so hat das doch für mich bedeutet, dass ich ein Jahr länger auf die Fortsetzung warten musste. Weil ich so ungeduldig war, hatte ich die Taschenbuchausgabe dann sogar vorbestellt, obwohl ich das normalerweise nicht mache. Ich bin gespannt, wie es mit Toby, Tybalt und all den anderen weitergeht … 🙂

17. Kelly Meding: Stray Magic
Bislang mochte ich eigentlich alle Romane der Autorin, die ich gelesen habe, und finde es sehr schade, dass sie nicht erfolgreicher ist. So erscheinen inzwischen einige ihrer Titel nur noch als eBooks oder im Eigenverlag, während sie gleichzeitig nicht mehr so gut darin ist, ihre Homepage auf dem aktuellen Stand zu halten. Das macht es schwierig für mich, überhaupt ihren Veröffentlichungen zu folgen. Aber wenn ich dann mal mitbekomme, dass es was Neues von ihr (sogar in gedruckter Form) gibt, geht meine Bestellung raus, ohne groß drüber nachzudenken. Sehr viel weiß ich deshalb über „Stray Magic“ nicht, abgesehen davon, dass es Urban Fantasy ist und zum Jahresende eine Fortsetzung veröffentlicht werden soll.

18. Kelly McCullough: Die erste Klinge
19. Kelly McCullough: Der Schwur der Klinge
Irgendwie hat es mich geärgert, dass ich die Reihe nicht gleich vervollständigt hatte, nachdem ich im Juli den vierten Band bestellt hatte. Als ich für mehrere anstehende Geburtstage Buchbestellungen aufgab, habe ich die Gelegenheit genutzt und für mich diese beiden zwei Bücher mit in den Einkaufswagen gepackt. Die Beauftragung des Fahrradkuriers durch meinen Buchhändler sollte sich schließlich mal richtig lohnen! 😉 Jetzt habe ich also die Geschichte rund um die Klinge vollständig und kann mich demnächst für ein paar Tage einrollen und die sechs Bücher am Stück lesen. Ich weiß gar nicht, warum gerade diese Romane mir so gefallen, aber sie gehören zu den wenigen High-Fantasy-Titeln, die ich noch lesen mag.

20. Pamela Ribon/Marina Julia: Slam! The Next Jam (Comic)
Den Comic hatten mein Mann und ich vorbestellt, als er angekündigt wurde. Was bedeutet, dass ich die Bestellung schon fast wieder vergessen hatte, als der Band mit der monatlichen Comiclieferung ankam. 😉 Den ersten Teil mochte ich gern – wobei ich zugeben muss, dass ich dank des Themas „Roller Derby“ auch über die eine oder andere Schwäche in der Erzählweise hinwegsehen kann.

21. Kate Leth/Megan Levens: Mysticons (Comic)
Für diesen Comic (und die folgenden Titel) kann ich die Schuld meinem Mann zuschieben, denn als ich ihm erzählte, dass einige englische Ausgaben von meinem Merkzettel in der letzten Zeit deutlich im Preis gesenkt wurden, meinte er, dass ich sie doch dann einfach bestellen sollte. Hier geht es um vier Superheldinnen, die gegen magiestehlende Biker-Zwillinge antreten müssen … *g*

22. Hope Larson/Brittany Williams: Goldie Vance(Comic)
Hier kann sich mein Mann die Schuld mit Rike teilen, deren „Comics kurzgefasst“-Beitrag dazu beigetragen hat, dass ich den Titel auf der Wunschliste deutlich nach oben geschoben habe. Goldie klingt nach der Sorte weiblicher jugendlichen Detektivinnen, von denen ich gerne lese.

23. Diana Wynne Jones: Power of Three
Die Diana-Wynne-Jones-Bücher finde ich in der Regel ziemlich teuer, als dieser Titel dann auf einmal für gerade mal ein Drittel des ursprünglichen Preises zu bekommen war, musste ich ihn spontan für meine Sammlung mitnehmen.

24. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
Noch ein Buch, das es überraschend günstig gab, als ich Anfang August meine Merkliste durchging. Die Lieferung dauerte dann zwar fast zwei Monate, aber dafür habe ich eine weitere Anthologie auf dem SuB (mit vielen Autoren, die ich mag oder auf die ich neugierig bin).

25. Tracy Baptiste: Rise of the Jumbies (The Jumbies 2)
Der zweite Band von „The Jumbies“. Nachdem ich sah, dass das Hardcover nur noch übers moderne Antiquariat zu beziehen war und kein Taschenbuch bislang angekündigt wurde, musste ich mir den Roman schnell sichern, bevor er gar nicht mehr zu bekommen ist. Ich hasse es, wie schnell Bücher von den Verlagen wieder aus dem Programm genommen werden …

26. Rachel Caine: Ink and Bone (The Great Library 1)
Eine der Reihen, um die ich seit Längerem drumherumschleiche. Aber da ich die bislang von der Autorin gelesenen Bücher mochte, habe ich mich im August dann doch durchgerungen, diesen Band zu bestellen – Ende September kam er dann auch bei mir an.

27. Jasmine Gower: Moonshine
Flapper-Urban-Fantasy in einem alternativen Chicago, in dem Magier von Kopfgeldjägern gejagt werden. Beim 20er-Jahre-Setting konnte ich nicht widerstehen – ich bin sehr gespannt, wie die Autorin das umsetzt und wie mir überhaupt die Handlung gefällt.

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 1/Sonntag

Nachdem ich gestern ja den Vormittag über gar nicht so recht ins „Herbstlesen“ hineinkam, bin ich gespannt wie es heute morgen läuft. 😉 „Herbst im Mumintal“ von Tove Jansson habe ich gestern ausgelesen und in „Urban Enemies“ bin ich über die nächste Hürde gekommen (aber zum Wachwerden passen diese ganzen Antagonisten nicht so recht). Damit bliebe entweder ein weiteres Kapitel in „Sparrow Hill Road“ von Seanan McGuire, das Buch hatte ich seit Donnerstag nicht mehr in der Hand, oder „Ich habe auch gelebt“ – darin habe ich allerdings in den letzten Tagen so viel gelesen, dass ich schon mehr als die Hälfte bewältigt habe und mich nun langsam das Gefühl überkommt, ich müsse mir den Rest etwas aufbewahren. Oder ich fange einen neuen Titel an, obwohl ich mein Parallellesen eigentlich wieder etwas runterfahren wollte, weil ich bei so vielen Büchern immer etwas frustriert bin, weil ich in keinem so richtig voranzukommen scheine … Erst einmal gibt es einen Tee und dann sehe ich weiter! Ich hoffe, ihr habt einen schönen Start in den Sonntag! 🙂

Update 10:45 Uhr

Irgendwie bekomme ich es gerade nicht so richtig hin gemütlich in einen Lesetag zu starten. Aber das ist auch okay, ich muss ja nicht lesen, wenn mir andere Dinge durch den Kopf gehen. 😉 Den Tee gab es nicht, weil ich nach den Mumins Lust auf ein märchenhafteres Buch hatte als schon auf dem Tisch bereit lag, also habe ich mich vor den SuB gesetzt und ein bisschen gestöbert. Dabei habe ich mich bei „The Witch’s Boy“ von Kelly Barnhill festgelesen und meinen Plan Tee zu kochen vollkommen vergessen. Die Frau kann einfach mit Worten umgehen! Die Einführungsszene ist so kurz, aber man lernt die Dorfbewohner, die unbedingt die Zwillinge der Hexe irgendwie unterscheiden will, so gut kennen, dass es einen nicht verwundert, dass sie nach dem Tod des einen Jungen davon überzeugt sind, dass der „falsche“ Zwilling ums Leben kam. Dabei wissen sie noch nicht einmal, was die Hexe tat, um wenigstens ihrem zweiten Sohn das Leben zu retten …

Als ich mich von dem Buch losreißen musste (weil es mir in meiner „Stöberposition“ doch etwas zu unbequem und zu kalt wurde), wollte ich nur eben online etwas schauen und habe daraufhin meine nächtliche Twitter-Timeline nachgelesen. So viel Wut und so viel Verzweiflung bei den Amerikanern, die ich verfolge, wegen Brett Kavanaughs Ernennung zum Obersten Richter. Und in meiner deutschen Timeline Bilder von „Nachrufen“ für Geflüchtete, die vor der Küste Maltas ertranken, berechtigte Aufregung über „AfD-freundliche“ Rechtssprechung durch eine Richterin mit AfD-Verwandtschaft und viele andere Dinge, die ich inzwischen ehrlich gesagt nur noch portionsweise aufnehmen und verarbeiten kann, wenn ich in meinem Alltag weiter funktionieren will. Nebenbei hat mir mein Mann einen Überraschungs-Ei-Beipackzettel unter die Nase gehalten, bei dem all die Schlümpfe Berufe wie Pilot, Arzt usw. haben, während Schlumpfine Blümchen verkaufen und shoppen darf … Ansonsten haben wir gemeinsam deutsche Bundesländer plus Hauptstädte aufgezählt, um zu schauen, ob wir das ohne Nachgucken können (können wir, auch wenn ich bei Thüringen die Hauptstadt nur mit Nachdenken auf die Reihe bekomme, während er bei Potsdam nicht sicher war, ob er richtig liegt *g*), und dann wurde es doch mal Zeit Frühstück zu machen.

Update 14:00 Uhr

Nach dem Frühstück habe ich weiter in „The Witch’s Boy“ gelesen und bin immer noch hingerissen von den Formulierungsfähigkeiten von Kelly Barnhill. Ich weiß nicht, ob und wie man ihre Texte übersetzen könnte, weil es sich anfühlt, als ob die einzelnen Sätze nur genauso wie sie sind funktionieren könnten. Oh, und die Figuren und die Handlung – soweit ich sie bislang kenne – gefallen mir mindestens ebenso gut wie in „The Girl Who Drank the Moon“. Leider wurde es dann Zeit Christie zu füttern und als das erledigt war, habe ich mich erst einmal nicht wieder aufs Sofa geworfen, auch wenn es noch so sehr lockte. 😉

Stattdessen habe ich ein paar Briefe erledigt, die Anfang der Woche auf den Weg müssen (unter anderem die Beantragung von Briefwahlunterlagen), und dann habe ich mein kaputtes Nachthemd rausgekramt und überlegt, ob und wie ich das Ganze wieder in Ordnung bringen kann. Ohne die Häkelspitze (die ich noch nie mochte) gehen die Nähte am Kragen auf, auf der anderen Seite ist die Häkelspitze kaputter, als mir bewusst war, so dass ich die nicht einfach wieder annähen kann. Da ich am Besten alles in Ruhe auftrennen und die Kanten dann neu umfassen (oder zumindest sorgfältig umnähen) muss, habe ich das Ganze dann doch verschoben und stattdessen zu „Ich habe auch gelebt“ gegriffen. Aktuell baut mein Mann nämlich schon alles für unsere heutige „Gloomhaven“-Runde auf und da bleibt nicht genügend Platz, um ein Update zu schreiben UND kopfhüber in „The Witch’s Boy“ zu versinken. 😉 Jetzt versuche ich noch eine schnelle Blogrunde auf die Reihe zu bekommen und dann flitze ich auch schon wieder zum Brettspielen.

Update 18:00 Uhr

Das heutige Gloomhaven-Spiel hat (inklusive Aufräumen am Ende) doch erstaunlich lange gedauert, dafür sind wir siegreich aus dieser Kampagne herausgegangen. Unsere Aufgabe war es einen Bereich zu durchqueren, sämtliche aufgedeckten Monster zu killen und eine Schatztruhe zu öffnen. Da die Gegner ziemlich heftig waren, bin ich mit meiner Figur einige Risiken eingegangen und zum Glück hat sich das dann auch bezahlt gemacht. Am Ende hatten wir beide zwar nur noch jeweils einen Lebenspunkt, aber alle Monster waren besiegt und in der Schatztruhe fanden wir eine Landkarte, die uns zu einem versunkenen Schiff führen wird. Bei meinem Mann hat dieser Sieg dazu geführt, dass er nun seinen „Cragheart“ in Rente schicken konnte und wir deshalb nun mit einen „Vermling Beast Tyrant“ freigeschaltet haben. Er hat sich aber für die nächste Runde für eine andere Rasse entschieden – mal schauen wie das so wird. *g* Für meine Sofazeit bis zum Kochen habe ich mir „The Witch’s Boy“ bereitgelebt – mal schauen, ob ich da wirklich noch einen Blick reinwerfe oder ob die Blogrunde zu lange dauert (oder ich mich von den von Kiya verlinkten Kurzgeschichten ablenken lasse). Später am Abend schaffe ich aber hoffentlich noch ein paar Seiten.

Update 22:00 Uhr

Natürlich habe ich dann doch erst einmal die von Kiya verlinkten Kurzgeschichten zur „Lynburn Legacy“ gelesen und mich dann ein wenig mit Christie beschäftigt, die den auf einmal doch noch schmusig wurde. 🙂 Zum Abendessen gab es dann Pasta Alfredo (zum ersten Mal mit Bärlauch-Nudeln, was wirklich großartig passte) und danach habe ich erst einmal Animal Crossing gespielt. Da einer meiner Nachbarn eine Petition hatte und ich dafür in eine Nachbarstadt reisen musste, habe ich also noch kurz meinen Mann besucht. 😉 Da mein Mann gerade „Befehl aus dem Dunkel“ schaut und die Geräuschkulisse dieses japanischen Monsterfilms nicht ganz zu der Atmosphäre von „The Witch’s Boy“, werde ich erst einmal wieder zu „Ich habe auch gelebt“ greifen – vorher drehe ich aber noch eine letzte Blog- und Kommentarrunde. Auf jeden Fall war das mein letztes Update für morgen. Ich fand es an diesem Wochenende wieder sehr nett mit euch und hoffe sehr, dass wir im Laufe des Monats noch einmal gemeinsam lesen werden. Habt einen guten Start in die Woche und in den kommenden Tagen möglichst wenig Stress! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Ina
Anette
Natira
JED
Sayuri

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 1/Samstag

Nachdem ich am Mittwoch schon gemütlich  ins Herbstlesen gestartet bin, geht es heute „offiziell“ los. Ich bin gespannt, ob ich heute auch wieder ein paar Mitleser habe und wenn ja, womit diese sich den Tag vertreiben und welche Bücher gelesen werden.

Bei mir hat sich seit Mittwoch nicht so viel getan. Ich habe weiterhin „Ich habe auch gelebt – Briefe einer Freundschaft“ von Astrid Lindgren und Louise Hartung, die Anthologie „Urban Enemies“ (herausgegeben von Joseph Nassise) und „Sparrow Hill Road“ von Seanan McGuire neben dem Sofa liegen. Dazu kommt noch „Herbst im Mumintal“ von Tove Jansson, das mich so sehr gelockt hat, als ich vorgestern diesen Beitrag über Herbstbücher vorbereitet habe. Mal schauen, bei welchem Titel ich zum „Wachwerden“ hängenbleibe – nur gut, dass mein Mann den Wochenend-Einkauf übernimmt, so dass ich gemütlich in den Tag starten kann. 😉 Neben dem Lesen (und vielleicht einer nachmittäglichen Brettspielrunde) habe ich eigentlich keine Pläne für den Tag, allerdings wäre es vermutlich nicht schlecht, wenn ich mich dazu aufraffen könnte das Nähzeug rauszuholen, um etwas Flickarbeit hinter mich zu bringen.

Update 11:00 Uhr

Hihi, so richtig wurde das heute nichts mit dem gemütlichen Wachwerden und dabei lesen. Als ich mir Tee kochen wollte, musste ich feststellen, dass die Spülmaschine noch lief (die programmiere ich immer abends und hatte mich wohl gestern mit der Zeit vertan), weshalb ich spontan unter die Dusche sprang. Dann kam mein Mann wieder und schwatzte mit mir, während Christie verzweifelt an der Küchentür scharrte, weil sie sooooooolchen Hunger hatte. (Wenn das mit dem Cortison-gepimpten Kätzche so weitergeht, dann geht uns das Futter aus, bevor die Nachlieferung kommt!) Also haben wir beschlossen, dass es eine Extra-Futterrunde für Christie gibt, doch bevor sie was zu Essen bekommen konnte, mussten wir erst einmal die Näpfe abwaschen, die Wassernäpfe reinigen und das Katzenklo ebenso und als das alles erledigt war, hatte ich solchen Hunger, dass ich mir Frühstück gemacht habe. Statt dann beim Frühstück in einem meiner Bücher zu lesen, habe ich online rumgedümpelt und so war das irgendwie nicht geplant. *g* Ich klappe jetzt also erst einmal den Laptop zu, damit ich wirklich auch etwas Zeit mit Lesen verbringe. 😉

Update 13:45 Uhr

Gerade mal 62 Seiten sind es in „Herbst im Mumintal“ geworden, was auch daran liegt, dass ich meinem armen Mann regelmäßig Passagen vorlese. Beim Hemul fühlte ich mich ein bisschen ertappt und als ich meinem Mann vorlas, wie der Hemul morgens aufwacht, meinte er (wenn auch mit einem Schmunzeln), dass das das Deprimierenste gewesen wäre, das er je gehört hätte. Ähm … nun … bei aller Niedlichkeit sind die Mumingeschichten doch nicht ohne Melancholie … und ich mag es sehr, wie der Hemul zumindest für einen kleinen Moment aus seinem Alltag ausbricht und ihn das so glücklich macht.

Nachdem ich in den letzten Minuten einige Kommentare beantwortet und hinterlassen habe, werde ich jetzt wieder den Laptop zuklappen. Ich bin für 14 Uhr mit meinem Mann für eine „Obsession“-Runde verabredet. Wir haben am Mittwoch gemerkt, dass wir noch nicht ganz regelsicher sind und beschlossen, dass wir etwas häufiger spielen müssen, um nicht nur all unsere Brettspiele angemessen zu würdigen, sondern auch etwas sicherer spielen zu können. 😉

Update 16:15 Uhr

Uff, so langsam denke ich, dass mir das Spiel nicht liegt – was nichts daran ändert, dass es mir wirklich viel Spaß macht. Aber dreimal hintereinander zu verlieren, selbst wenn es nur knapp ist, ist doch ein bisschen frustrierend. Genau gesagt war es heute ein bisschen frustrierend, weil ich relativ wenige Möglichkeiten hatte (wenig Geld, wenig gute Gäste, wenig Sachen, bei denen sich der Kauf gelohnt hätte) und jedes Mal, wenn ich mir dann doch eine gute Kombination überlegt hatte, kam mein Mann vor mir dran und schnappte sich genau das Teil, das ich dringend gebraucht hätte. Nun gut, beim nächsten Mal läuft es hoffentlich anders! (Wenn wir aber morgen spielen sollten, wäre eh erst einmal wieder „Gloomhaven“ dran.)

Jetzt gibt es erst einmal Tee und Kuchen (ein halbes Stück Rhabarber-Käsekuchen mit Streuseln und ein halbes Stück Schoko-Kirsch-Käsekuchen), während mein Mann „Assault – Anschlag bei Nacht“ schaut (den Film hat er gerade erst zum Geburtstag bekommen) und ich bei den anderen Herstleserinnen vorbeischaue. Danach geht es wieder ins Mumintal, das genieße ich gerade so sehr. 🙂

Update 19:00 Uhr

Christie und ich haben uns wirklich noch etwas Zeit im Mumintal gegönnt, dann allerdings meldete der Wäschetrockner, dass er geleert werden wollte und ich habe mich ans Zusammenlegen gemacht. (Irgendwie verdränge ich immer gern, dass nach dem Wäschewaschen das Zusammenlegen kommt – geht euch das auch so?) Währendessen habe ich darüber nachgedacht, dass es doch albern ist, dass ich heute den ganzen Tag erzähle, dass ich wegen der letzten Geschichte gerade wenig Lust auf die Anthologie habe. Also habe ich mir dann „Urban Enemies“ geschnappt und „The Naughtiest Cherub“ von Kevin Hearne gelesen. Die Geschichte spielt nach dem achten Roman rund um den Eisernen Druiden und beschreibt eine Besuch Lokis in der Hölle. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich den Eisernen Druiden nicht besonders gut kenne (halt nur von Kurzgeschichten), an Kevin Hearnes Erzählweise (die mir nicht wirklich liegt) oder an der Handlung, aber so richtig konnte mich diese Kurzgeschichte nicht überzeugen. Mal schauen, wie es dann mit der nächsten Geschichte wird – immerhin kann ich da schon sagen, dass ich schon einige nette Texte von Caitlin Kittredge gelesen. 🙂

Nach der Kurzgeschichte habe ich mir noch ein paar Seiten in „Herbst im Mumintal“ gegönnt und nun drehe ich eine Blogrunde, bevor ich in die Küche wandere, um zu kochen. Ich hoffe, ihr hattet bislang einen schönen Tag und habt all eure Tätigkeiten genossen! 🙂

Update 22:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich gekocht (und nebenbei „Animal Crossing“ gespielt, das passt immer gut, wenn man Garzeiten zu überbrücken hat). Ich muss gestehen, ich bin gerade etwas „kulinarisch“ frustriert. Seitdem ich versuche frisches Obst und Gemüse nur noch bio und regional zu kaufen, bin ich dank der naheliegenden Supermärkte gezwungen mir sehr viele Varianten mit Kartoffeln und Möhren zu überlegen … Ich hoffe, ich kann demnächst häufiger meinen Mann in den neueröffneten Biomarkt schicken, um etwas mehr Abwechslung auf den Tisch zu bekommen.

Nach dem Essen habe ich „Herbst im Mumintal“ beendet und ja, die Geschichte ist schon stellenweise sehr melancholisch, aber auch wunderschön. Ich liebe allein schon die Szenen mit dem Onkelschrompel, der sehr alt ist und fast alles vergessen hat – abgesehen von ein paar schönen Kleinigkeiten – und der eine sehr schöne Zeit mit dem Urahn verbringt, der aus unerklärlichen Gründen im Kleiderschrank lebt, ebenso höflich wie der Onkelschrompel ist, nie spricht und – aber verratet es dem alten Herren nicht – das Spiegelbild des Onkelschrompel sein könnte. 😉

Außerdem habe ich eine Rede von Deniz Yücel gelesen, die mit dem Titel „Ein Lob der Zerrissenheit zum Tag der Einheit“ in der Welt veröffentlicht wurde (wer Interesse daran hat, dürfte mit diesen Angaben bei einer Suchmaschine erfolgreich sein – ich hasse diese ganzen Einschränkungen beim Verlinken, die durch die „neuen“ Gesetze entstanden sind) und die ich an der einen oder anderen Stelle augeöffnend empfand (und die mir viele andere Dinge in Erinnerung gerufen haben, die mir nicht mehr ganz so bewusst waren). Jetzt werde ich nur noch eine Blogrunde drehen, Kommentare beantworten und die zweite Ladung Wäsche zusammenlegen. Morgen sehen wir uns hoffentlich hier wieder – es war wieder schön mit euch! Habt noch einen angenehmen Abend! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Natira
JED
Kiya
Ina

[Stöckchen] Herbstliebe: Ein Herbst & fünf Fragen

Über diesen Tag von Katriona bin ich bei Rike gestolpert und fand ihn so nett, dass ich ihn gleich mitnehmen musste. Dass ich mich jedes Jahr wie verrückt auf den Herbst freue und ihn den ganzen Sommer herbeisehne, sollte ja niemanden verwundern, der meinen Blog schon eine Weile verfolgt, und dass mein Leben sich sehr um das Lesen dreht, noch weniger. 😉

1. Welche Bücher möchtest du diesen Herbst unbedingt lesen?

Schrecklich viele Titel stehen in diesem Herbst ganz oben auf meiner Leseliste. Mit dem Reread von „Sparrow Hill Road“ von Seanan McGuire habe ich schon angefangen, damit ich in den nächsten Tagen zur Fortsetzung „The Girl in the Green Silk Gown“ greifen kann. Auf diesen zweiten Band habe ich mich seit Ankündigung gefreut, und solch eine Geistergeschichte passt doch gut in den Herbst. Außerdem möchte ich endlich „Feedback“ und „Into the Drowning Deep“ von Mira Grant lesen (ja, schon wieder Seanan McGuire – von ihr mag ich sogar Horror lesen), die beiden Titel liegen schon viel zu lange auf dem SuB. Des Weiteren haben ich „Ghost of the Greenglass House“ von Kate Milford im Auge (welches allerdings auch gut in den Winter passen würde) und wenn mir weniger nach Geistern und Grusel zumute sein sollte, werde ich vermutlich zu „Masks and Shadows“ und „Congress of Secrets“ von Stephanie Burgis greifen – ich mag fantastische Historicals und erwarte bei der Autorin unterhaltsame, berührende und amüsante Geschichten.

2. Was magst du am Herbst am liebsten?

Dass die Sommerhitze vorbei ist, die Nächte kälter werden und die ganze Welt ein wenig ruhiger zu werden scheint. Für mich ist der Herbst das, was für viele Menschen der Frühling ist. Herbst bedeutet für mich, dass ich wieder aktiver und kommunikativer werde (auch wenn das bei all den Lesestunden auf dem Sofa nicht so zu sein scheint 😉 ). Ich liebe das wechselhafte Wetter, das Licht und die frühe Dunkelheit. Der Herbst ist so wunderbar vielversprechend. Auf die ersten Herbsttage folgen viele weitere Wochen, in denen ich mich über die Verfärbung der Blätter und die sich versammelnden Zugvögel freuen kann und in denen all diese Menschen, die den Sommer wie verrückt rumgerannt sind, um das „gute Wetter“ zu genießen, ruhiger werden und wieder Zeit für gemütliche gemeinsame Stunden finden. Und wenn der Herbst zu Ende geht, dann hoffentlich mit diesem wunderbaren Hauch von Frost in der Luft, der in einem die Hoffnung auf einen Winter mit einer dicken Schneedecke weckt.

3. Über welche herbstlichen Themen liest du am liebsten?

Richtig „herbstliche“ Themen könnte ich gar nicht benennen, auch wenn es das eine oder andere Buch gibt, das ich mit einem „Herbstgefühl“ in Verbindung bringe. Allerdings mag ich mit der früher einsetzenden Dunkelheit eher mal zu einer Geistergeschichte (oder Horror) greifen, wobei ich dann zum Ausgleich auch wieder einen Cozy Mystery oder eine eher märchenhafte Geschichte brauche. Oh, und für Sachbücher (quer durch alle möglichen Themengebiete) habe ich im Herbst dann auch wieder Geduld, während mir im Sommer dafür in der Regel die Konzentration fehlt.

4. Wo liest du im Herbst am liebsten?

Ganz klar auf dem Sofa! Wir werfen eigentlich erst im Winter die Heizung an und so brauche ich, wenn die Temperaturen fallen, dann doch meine Sofadecke, wenn ich länger stillsitzen und lesen will. Ich finde es auch einfach praktisch, dass ich mit Decke und Katze bequem auf dem Sofa liegen und auf dem Tisch daneben einen Stapel Bücher, eine große Tasse Tee und vielleicht sogar ein paar Kekse lagern kann. Hinter mir steht auf einem weiteren Tisch eine Leselampe, die nicht nur für das richtige Licht sorgt, sondern auch den Nacken etwas wärmt, und wenn es von der Atmosphäre her passt, kann ich sogar noch die Stereoanlage anwerfen und etwas leise Musik beim Lesen genießen. Und wenn mir doch mal der Lesestoff ausgehen sollte, ist das Regal mit dem SuB auch nicht weit weg …

5. Welches Buch kannst du allen, die etwas Herbstliches lesen möchten, empfehlen?

Da ich nun mal bin, wie ich bin, gibt es natürlich nicht nur ein Buch, das mir spontan eingefallen ist. Grundsätzlich mag ich gemütliche Krimis im Herbst wie zum Beispiel „Das Album“ von Mary Roberts Rinehart. Diese Geschichte beginnt zwar im August, aber durch die gesamte Handlung zieht sich eine Atmosphäre von Abschied, von Vergänglichkeit und Melancholie, die ich sehr passend für den Herbst finde. Auch bei Agatha Christie gibt es einige Krimis, die ich passend für den Herbst finde, wenn auch vielleicht nicht gerade „Das Böse unter der Sonne“ oder eine der anderen Geschichten, die in heißen Gefilden spielt. Eine weitere Empfehlung von mir wäre die Jugendbuchreihe „Murder Most Unladylike“ von Robin Stevens, diese Krimis greifen nicht nur großartig die Atmosphäre der eher gemütlichen Krimiklassiker auf, sondern bieten mit einer chinesischen Protagonistin mal eine andere Perspektive auf das „traditionelle britische Leben“. Überhaupt fällt mir gerade auf, dass ich bei meinen (herbstlichen) Krimis dazu neige, Geschichten auszuwählen, die in einer bestimmten Zeitspanne spielen. Aber grundsätzlich passt ein ruhiger Krimi, bei dem man viel über die Menschen und ihre Zeit erfährt, in Ruhe den einzelnen Hinweisen nachgehen und sich an der Erzählstimme erfreuen kann, eben auch sehr gut zu einer gemütlichen Lesestunde mit Tee und Keksen auf dem Sofa.

Unheimliche Geschichten oder gar Geistergeschichten sind für mich im Herbst ein Thema, weil sie selbst dann, wenn sie im Sommer spielen, die für mich passende Atmosphäre mitbringen, und da fallen mir gleich drei Titel ein, die ich empfehlen mag: „The Woman in White“ von Wilkie Collins braucht etwas Ausdauer, aber am Ende wird man mit einer atmosphärischen Geschichte voller detailliert ausgearbeiteter Charaktere und Spannung belohnt, während man bei „Sparrow Hill Road“ ebenso wie bei „Dusk or Dark or Dawn or Day“ (beide Titel sind von Seanan McGuire) sympathische Geister, gruselige Elemente, herzzerreißende Momente und ungewöhnliche Perspektiven auf die Welt, das Leben als Geist und all das Drumherum geboten bekommt.

Oder soll es etwas „märchenhaftere“ Lektüre für den Herbst sein? Dann kommen hier zwei Titel, die sich nicht nur nach Herbst anfühlen, sondern sogar wirklich mal in dieser Jahreszeit spielen. 😉 Der erste Roman ist „Unspoken“, der erste Teil der Lynburn-Legacy-Trilogie von Sarah Rees Brennan, Die Geschichte kann man als eine „märchenhafte YA-Urban-Fantasy-Geschichte mit Schauerromanelementen“ bezeichnen, die mir – vor allem aufgrund vieler kleiner Szenen innerhalb des Familien- und Freundeskreises der Protagonistin und der dazu im Gegensatz stehenden unheimlichen Elemente –  gut gefallen hatte und um die ich deshalb schon seit ein paar Tagen herumschleiche und über einen Reread nachdenke. Der zweite Titel, den ich empfehlen möchte, ist voller wunderschöner Gedanken und Sätze rund um den Herbst, die man zitieren und genießen möchte. Es gibt eigentlich kaum ein Buch, das ich als so durch und durch „Herbst“ empfinde wie „Herbst im Mumintal“ von Tove Jansson – aber ich bin ja eh der Meinung, man sollte regelmäßig die Mumin-Bücher (vor)lesen und sich dabei ganz auf diese ganzen wunderbaren Beschreibungen, Sätze und Figuren einlassen.

Herbstlesen im Oktober 2018 – Feiertag

Auch wenn das Herbstlesen „offiziell“ nur an den Wochenenden stattfindet, dachte ich mir, dass ich schon heute einen Beitrag dazu schreiben könnte. Schließlich werde ich den Tag wohl vor allem mit einem Buch vor der Nase verbringen und nachtmittags mit meinem Mann wieder eine Brettspielrunde einlegen. Draußen ist es gerade noch regenwolkig und grau und ich freu mich schon darauf heute gemütlich mit einer Decke auf dem Sofa zu lesen. In den letzten Tagen habe ich eigentlich gar nicht sooooo wenig Lesezeit gehabt, wenn man bedenkt, dass ich gut zu tun hatte, aber es hat sich nach „nicht lesen“ angefühlt, weil ich in meinen aktuellen Büchern so langsam vorankomme. Einem Teil von mir ist bewusst, dass das daran liegt, dass ich gerade so gut wie jeden Tag in drei Büchern parallel lese, aber es fühlt sich trotzdem etwas unbefriedigend an. Mal schauen, wie sich das an den kommenden Lesetagen entwickelt. Heute morgen greife ich auf jeden Fall erst einmal zu „Sparrow Hill Road“. Das Buch habe ich vor gut drei Jahren schon mal gelesen, aber da inzwischen die Fortsetzung bei mir eingetroffen ist und eine Geistergeschichte für mich so schön in den Herbst passt, freu ich mich sehr auf ein Wiedersehen mit Rose Marshall.

Update 10:45 Uhr

So richtig kann sich das Wetter gerade nicht zwischen „bewölkt mit drohendem Regen“ und „sonnig“ entscheiden – ersteres wäre mir lieber, aber ich mag auch dieses wechselnde Schauspiel am Himmel sehr gern. 🙂 „Sparrow Hill Road“ hat mich wieder richtig erwischt. Ich liebe gerade diese erste Episode, bei der man als Leser genau weiß, dass der Trucker, den Rose in einem Diner trifft, die nächste Fahrt nicht überleben wird – schließlich ist es ihr Job diejenigen, die auf den Highways sterben, ein Stück zu begleiten. Mit diesem Wissen ist es wirklich herzzerreißend zu lesen, was für ein netter Kerl Larry ist und wie freundlich er sich um ein Mädchen kümmert, dessen vermeintliche Hilflosigkeit er genauso gut ausnutzen könnte.

Da ich zu meinem Frühstück (Porridge mit getrockneten Äpfeln und Zimt) die Hände nicht für mein Buch frei hatte, habe ich online eine Kurzgeschichte von Stephanie Burgis gelesen. Die Autorin hatte „Clasp Hands“ in den vergangenen Tagen auf Twitter verlinkt und ich hatte bislang noch keine Ruhe dafür. Umso mehr habe ich nun heute die Geschichte genossen, in der es um eine kleine Hexe, ihre Mutter und ihre Tanten geht, um Alleinsein und Magie. Sehr atmosphärisch und sehr berührend! 🙂 Da ich nicht direkt von dieser Geschichte zurück zu Rose gehen mag, greife ich erst einmal zu „Ich habe auch gelebt“ – ist ja nicht so, dass ich keine Auswahl bei meinen angefangenen Büchern hätte. *g*

Update 12:45 Uhr

Während mein Mann in den letzten Stunden einen seiner neusten japanischen Monsterfilme („Varan“) genossen hat, habe ich weiter in „Ich habe auch gelebt“ gelesen. Mir fällt es immer schwer das Buch aus der Hand zu legen, weil ich diese beiden Frauen so faszinierend finde. Ein Austausch ist mir heute besonders ins Auge gesprungen, der nicht nur die Charaktere der beiden Freundinnen gut beschreibt, sondern mich auch deshalb berührt, weil ich das Gefühl habe, dass sich in all den Jahren in der Welt viel zu wenig geändert hat.

Astrid Lindgren klagte in einem Brief vom 31. Oktober 1956: „Sonst herrschen kalter Herbst und Blut und Qualen auf der Erde. Ungarn und Ägypten wirbeln von morgens bis abends in meinem armen Kopf herum, schreib mir, was Du von alldem hältst, du Kluge!“ (In Ungarn gab es damals einen Aufstand gegen die sowjetischen Besatzer, der mindestens 20.000 Menschen das Leben kostete, in Ägypten kam es zur Suezkrise.) Louise Hartung antwortete am 5. November 1956: „Astrid – wenn auch Ungarn und Ungarns Unglück unser ganzes Denken ausfüllt, so hilft doch alles nichts, die täglichen Dinge müssen immer weiter getan werden, als sei nichts sonst auf der Welt. Leider kenne ich das seit zu vielen Jahren und weiß, dass man nur dadurch Elend und Qual und Leiden aushalten kann. Wenn ich also nicht klug schwätze und alle möglichen Kombinationen, von denen keine stimmt, von mir gebe, so glaube nicht, dass ich im täglichen Krimskrams untergehe, sondern glaube mir, dass gar nichts anderes hilft, als dass jeder Einzelne eine unbeirrbare Haltung einnimmt, sich dem Guten zuwendet und wo auch immer hilft, wenn einer in Not ist. Was könnte sonst der Einzelne tun als sich zerreiben?“

Jetzt lege ich das Buch aber erst einmal zur Seite und versorge das arme hungrige Kätzchen, das sich zum Glück ganz gut vom gestrigen Tierarzt-Tag inklusive Vollnarkose erholt hat. Jetzt muss Christie sich nur noch Winterspeck anfressen und wir können vorerst zufrieden mit ihrem Zustand sein. Nach dem Füttern geht es erst einmal weiter mit der Brettspielrunde – nachdem wir am vergangenen Sonntag endlich mal wieder „Gloomhaven“ gespielt haben, ist heute „Obsession“ dran. Wirklich schlimm, wenn man so viele Brettspiele hat, die Spaß machen. 😉

Update 16:00 Uhr

Ohje, das war mal wieder eine Brettspielrunde! Dieses Mal habe ich die Familie York gespielt, was bedeutet, dass ich einen „Footman“ extra hatte – was mir aber nichts brachte, weil mein Mann sich schon sehr, sehr früh die gesamten Kammerdiener sicherte. Das wiederum bedeutete, dass ich meine „gehobenen“ männlichen Gäste nicht ausspielen konnte und mich auf die Frauen konzentrieren musste. Die zwar theoretisch auch viel Reputation, Geld und Gäste einbringen konnten, aber ebenfalls nur dann, wenn ich auch das nötige Personal aufbrachte, um sie zu bedienen. Glück beim Ziehen neuer Gäste hatte ich auch nicht (all diese amerikanischen Erbinnen mit dem schlechten Ruf und die jungen Herren, die man in der besseren Gesellschaft eigentlich nicht sehen will! *g*) und erst als meine Familie einen neuen Hengst anschaffte, den sich diverse Gäste anschauen wollten, ging es so langsam mit ihr aufwärts. Leider zu spät, um noch eine Chance auf den Sieg zu haben. 😀

Mir hat das Spielen wieder sehr viel Spaß gemacht. Allerdings bin ich jetzt auch sehr durchgefroren (ohne Heizung wird es eben doch etwas kalt, wenn man so lange stillsitzt, da hilft auch keine heiße Schokolade) und freue mich darauf, dass ich jetzt erst einmal wieder unter der Decke auf dem Sofa verschwinden kann. Bevor ich wieder zu Rose („Sparrow Hill Road“) greife, beantworte ich aber erst einmal Kommentare und drehe eine kleine Online-Runde.

Update 19:30 Uhr

Meine „kleine Online-Runde“ wurde dann doch etwas länger (Twitter ist Schuld!), außerdem habe ich ein wenig mit meinem Mann geschwatzt, die Mahlzeiten für die kommende Woche vorgeplant, ein paar Ideen notiert und die To-do-Liste für morgen bearbeitet. Als Christie sich dann aber an mich heranpirschte und beschloss, dass es Zeit für etwas Ruhezeit auf meiner Sofadecke wäre, habe ich mir doch noch einmal „Sparrow Hill Road“ gegriffen und weitergelesen. Gerade die ersten Geschichten finde ich immer wieder so berührend, dass mir regelmäßig die Tränen in die Augen treten. Aber genau das ist auch der Grund, warum ich dieses Buch nicht am Stück lesen mag, sondern es gern zur Seite lege und die einzelnen Episoden und Figuren noch etwas nachklingen lasse. Jetzt aber wird es Zeit in die Küche zu wandern und das Abendessen zu kochen – vermutlich werde ich mich zwischen 22 und 23 Uhr hier noch einmal melden, bevor es Zeit wird ins Bett zu fallen, um morgen fit genug für die To-do-Liste zu sein. 😉

Update 22:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich nur gekocht und gegessen, nebenbei etwas „Animal Crossing“ gespielt (das geht ganz gut, während man darauf wartet, dass der Reis gar wird *g*) und am Ende noch etwas die Nase in „Ich habe auch gelebt“ gesteckt. Ich finde es so spannend, welche Details man über das private und berufliche Leben der beiden Frauen erfährt, über die Zeit und über ihre Beziehung zueinander. Die eine (Louise Hartung) wirft der anderen vor, dass sie zu prüde, zu zurückhaltend, zu ängstlich sei, die andere (Astrid Lindgren) sagt, sie kann die Erwartungen der anderen nicht erfüllen, sie fühlt nicht so intensiv, sie kann sich nicht so absolut auf einen Menschen einlassen, nur eine gute Freundin sein … Es ist sehr berührend, wie viel diese Briefe erzählen (obwohl einige besonders „offen“ Briefe von Louise Hartung bewusst nicht veröffentlicht wurden, um die Würde dieser Frau nicht noch so viele Jahre nach ihrem Tod zu verletzten).

Für mich geht es bald ins Bett, aber vorher dreh ich noch eine kleine Runde und schaue, wie der Abend für Helma und Natira endete. Ich habe diesen Lesetag wieder sehr genossen und mich darüber gefreut, dass die beiden mir heute Gesellschaft geleistet haben. 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Helma
Natira
Sayuri

Oktober-SuB 2018

Im September ist der SuB irgendwie weiter gewachsen und ich habe natürlich absolut keine Ahnung, wie das passieren konnte. 😉 Immerhin habe ich die Hoffnung, dass das „Herbstlesen“ und der eine oder andere muckelige Abend auf dem Sofa schon dafür sorgen werden, dass ich in den kommenden Wochen genügend lese, um meiner Neuzugänge Herr zu werden. Ich habe eigentlich auch keinen weiteren Buchkauf für die letzten drei Monate des Jahres geplant, was auch helfen sollte. Aber erst einmal müssen die ausstehenden Bestellungen noch eintreffen … *g*

  1. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  2. Kelly Barnhill: The Witch’s Boy
  3. Kelly Barnhill: Dreadful Young Ladies and Other Stories (Anthologie)
  4. Tracy Baptiste: Rise of the Jumbies (The Jumbies 2)
  5. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  6. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  7. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  8. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  9. Marie Brennan: Within the Sancutary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  10. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  11. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  12. Patricia Briggs: River Marked (Mercy Thompson 6)
  13. Stephanie Burgis: Masks and Shadows
  14. Stephanie Burgis: Congress of Secrets
  15. Jim Butcher u.a.: Urban Enemies (Anthologie)
  16. Rachel Caine: Ink and Bone (The Great Library 1)
  17. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  18. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  19. Deborah Crombie: Beklage deine Sünden (Kincaid und James 17)
  20. Jasmine Gower: Moonshine
  21. Mira Grant: Into the Drowning Deep
  22. Mira Grant: Feedback (Newsflash #4)
  23. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 3)
  24. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  25. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  26. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  27. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  28. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  29. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  30. Rachel Hartman: Seraphina
  31. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  32. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  33. D. B. Jackson: Thieve’s Quarry (Thieftaker #2)
  34. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  35. Diana Wynne Jones: The Dark Lord of Derkholm
  36. Diana Wynne Jones: Year of the Griffin
  37. Diana Wynne Jones: Cart and Cwidder (The Dalemark Quartet 1)
  38. Diana Wynne Jones: The Spellcoats (The Dalemark Quartet 3)
  39. Diana Wynne Jones: Drowned Ammet (The Dalemark Quartet 2)
  40. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  41. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  42. Diana Wynne Jones: Power of Three
  43. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  44. Kelly McCullough: Der Zorn der Klinge
  45. Kelly McCullough: Die erste Klinge
  46. Kelly McCullough: Der Schwur der Klinge
  47. Seanan McGuire: Tricks for Free (InCryptid 7)
  48. Seanan McGuire: The Brightest Fell (October Daye 11)
  49. Seanan McGuire: The Girl in the Green Silk Gown
  50. Kelly Meding: Stray Magic
  51. Kate Milford: The Boneshaker
  52. Kate Milford: Ghosts of Greenglass House
  53. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  54. Bishop O’Connell: The Stolen
  55. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  56. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  57. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  58. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  59. Cindy Pon: Serpentine
  60. Philip Reeve: Larklight
  61. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  62. John Scalzi: Fuzzy Nation
  63. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  64. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  65. Robin Stevens: First Class Murder (Murder Most Unladylike 3)
  66. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  67. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  68. Charles den Tex: Die Zelle
  69. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  70. Sarah Tolcser: Song of the Current
  71. Tiffany Trent: Unnaturalist
  72. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  73. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  74. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  75. Xinran: Gerettete Wort
  76. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

75 Titel auf dem SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)