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Herbstlesen – verlängert

Nachdem es die letzten drei Wochenenden so nett war beim Herbstlesen und diese „gemeinsamen“ Wochenenden auch noch so schön in die Woche nachklingen, wird das Herbstlesen nun offiziell verlängert.

Wie schon an den vergangenen Wochenenden, geht es auch im Oktober darum sich die Wochenenden bewusst gemütlich einzurichten und die Zeit auch zum Lesen zu nutzen. Gerade in stressigeren Zeiten verdamelt man die freien Stunden doch eher, statt sie intensiv zu nutzen – zumindest geht es mir so.

Stattdessen möchte ich auch im Oktober den Samstag und Sonntag mit Lesen, Backen, Kochen und darüber Bloggen verbringen. Wobei ich zugeben muss, dass ich auch Zeit mit dem DS verbringen werde, weil ich ja mein neues Spiel nutzen muss. 😉 Ich hoffe, dass sich der eine oder andere mir anschließen wird (Natira und Hermia haben schon mal Interesse bekundet) und dass wir wieder viel Spaß haben werden!

Herbstlesen im September (6)

Sonntag und ich starte theoretisch ausgeschlafen in den Tag. (Sollte jemand eine Erklärung dafür finden, warum ich davon träumte, ich müsste in einem Schwimmbecken zusammen mit einem Hai und einem Kraken, der elektrische Stöße ausstoßen konnte, schwimmen, wäre ich sehr dankbar!) Ich scheine gerade seltsame Träume abonniert zu haben …

Das Herbstlesen geht für mich heute mit „Carniepunk“ weiter – vielleicht schaffe ich ja heute die restlichen vier Kurzgeschichten – und dann teste ich mal „The Liar Society“ an. Das Buch habe ich gestern erst bekommen und es scheint durch das gleiche Grundthema ein passender Titel nach „Das Böse vergisst nie“ zu sein. Vorher schaue ich aber noch, ob die anderen heute schon ein Lebenszeichen von sich gegeben haben. 😉

Update 14:00 Uhr

Heute morgen habe ich mich ganz schön durch meine Blog- und Kommentarrunde vom Lesen abhalten lassen, aber genau das finde ich ja so schön am „gemeinsam“ verbrachten Lesewochenende. 🙂 Nicht nur online, sondern auch ganz real hatte ich dabei bezaubernde Gesellschaft:

Beim Frühstück bin ich dann ein bisschen in „The Liar Society“ voran gekommen. Bislang habe ich verschiedene Figuren, einschließlich der Ich-Erzählerin Kate und ihre Freundinnen Grace und Maddie, kennengelernt, ebenso wie die Schule und einige mit der Schule verbundenen Gepflogenheiten. Die Geschichte wird auf der einen Seite „heute“ erzählt, beginnend mit dem Tag, an dem Kate mysteriöserweise von der – vor einem Jahr verstorbenen! – Grace eine Mail bekommt. Auf der anderen Seite gibt es Erinnerungen an Szenen, die im vergangenen Herbst passiert sind, als Grace noch lebte und die drei Freundinnen noch neu an der Schule waren. Bislang liest sich die Geschichte wirklich gut und ich bin neugierig auf all die Dinge, die Kate über ihre Freundinnen und ihre Mitschüler herausfinden wird.

Trotzdem werde ich jetzt erst einmal zu „Carniepunk“ wechseln, um eine weitere Kurzgeschichte zu lesen. Schließlich will ich etwas Abstanz zwischen den verschiedenen Geschichten haben, um sie richtig würdigen zu können. Die passende „unheimliche“ Gesellschaft habe ich auch. 😉

Update 16:30 Uhr

The Inside Man“ von Nicole Peeler scheint wieder Teil eines größeren Werkes zu sein – zumindest steht in der Autoreninfo, dass Nicole Peeler die Jane-True-Serie schreibt und der Untertitel zur Kurzgeschichte besagt, dass dies eine „Jane True“-Geschichte ist. Ich muss zugeben, dass mir das in diesem Fall erst einmal egal war, dafür packte mich die Autorin gleich im ersten Absatz mit „They don’t tell you about the killer clowns.“ – ich gebe zu, ich bin leicht zu beeinflussen. 😉 Ansonsten finde ich schon die Grundidee nett: Ein Mantikor-Mafiaboss gibt drei Privatdetektiv-Halblingen (halb Mensch, halb irgendwas Übernatürliches) den Auftrag herauszufinden, warum seine Schwester sich in den letzten Monaten so gravierend verändert hat. Mit einer Mischung aus Detektiv- und UF-Geschichte kann man mich ja schnell erfreuen und auch dieser hier fand ich sehr unterhaltsam. Unterhaltsam genug, um die Serie mal im Hinterkopf zu behalten – und sei es nur, um herauszufinden, ob es einen Grund gibt, dass die Autorin in einer Urban-Fantasy-Welt voller übernatürlicher Wesen ständig popkulturelle Anspielungen verwendet, die in unsere Welt gehören.

„The Liar Society“ hingeegen gibt mir so ein Veronica-Mars-Gefühl beim Lesen – ich mag das! 🙂 Es erinnert mich allerdings auch daran, dass ich noch einen Veronica-Mars-Roman auf dem SuB haben. Naja, vielleicht am nächsten Wochenende … 😀

Update 18:00 Uhr

Von allen Katzen verlassen habe ich mir heute Nachmtittag Zimt- und Schokoschneckchen gegönnt – aufgetaute Vorräte von vorletztem Wochenende. Das Cover der „Liar Society“ finde ich wirklich schön gemacht – vor allem das angedeutete pinke Schottenmuster in der Schrift. 🙂 Ich weiß nicht, wie weit ich mit dem Buch heute noch komme – jetzt gibt es erst einmal wieder eine Kurzgeschichte -, aber ich bin mir sicher, dass ich es bis zum kommenden Wochenende durchlesen werde. 🙂

Update 20:45 Uhr

„A Chance in Hell“ von Jackie Kessler ist nicht schlecht geschrieben, aber zwei Sukkubus-Geschichten hintereinander (auch wenn keiner wirklich Sex hat), ist mir etwas zu viel. Ich mag meine Urban-Fantasy-Geschichten lieber mit weniger Sex und mehr Action. Wenn ich Sexszenen lesen will, dann greife ich zu einem Erotikroman. Und die Grundidee (Ex-Dämon, der von den ehemaligen Kollegen ständig in Versuchung geführt oder bedroht wird, weil er die Seiten gewechselt hat) ist auch nicht gerade neu. Ich glaube, ich hätte das Ganze netter gefunden, wenn ich von Jackie Kessler nicht mehr erwartet hätte – dabei kenne ich gar nicht so viel von der Autorin. *g*

Die vorletzte „Carniepunk“-Geschichte ist „Hell’s Menagerie“ von Kelly Gay. Auch diese Geschichte scheint zu einer Serie zu gehören, aber ich hatte nicht das Gefühl, das mir irgendwelches Vorwissen fehlen würde. Stattdessen fand ich es sehr angenehm durch die Augen der zwölfjährigen Emma und ihres … hm … Vaterersatzes. Sehr niedlich ist der Anfang, bei dem deutlich wird, dass Rex von Emma komplett um den Finger gewickelt wurde, während er das Gefühl hat, dass es doch seine Aufgabe sei standhaft und vorbildhaft zu sein. Die beiden besuchen in dieser Geschichte einen – wortwörtlich – höllischen Jahrmarkt, auf der Suche nach Höllenhunden und ich mochte sowohl Rex, als auch Emma sehr gern.

Irgendwie gibt mir dieses unifarbene Foto zu denken …

Die restliche Abendgestaltung sieht übrigens kein Buch mehr vor, wenn ich nicht nach dem Sonntagabendkrimi noch die letzte Kurzgeschichte (Seanan McGuire! :D) lese. Stattdessen werde ich ab 22 Uhr „Inspektor Barnaby“ schauen – mal sehen, wie sich die Serie mit dem neuen Inspektor macht – und parallel dazu ein paar Notizen aufarbeiten, DS spielen und ein paar Reihen stricken. Bei den Socken bin ich schon ziemlich lange dabei, weil ich in den letzten Wochen ziemlich wenig Fernsehzeit hatte und so simpel das Muster der „Hermines Alltagssocken“ ist, so muss ich doch ein bisschen mitzählen, damit ich mich nicht vertue.

Wenn ich vor dem Schlafengehen keine Blogrunde mehr schaffe, dann schau ich morgen, wie es euch den restlichen Abend so ergangen ist. Ansonsten wünsche ich allen einen wunderschönen und möglichst stressfreien Start in die Woche! 🙂

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Heutige Mitleser:

Kiya
Melli
Sayuri
Natira
Hermia

Herbstlesen im September (5)

Irgendwie bringen mich diese Herbstlesewochenenden dazu, dass ich auch in der Woche immer wieder lese. Ohne es mir wirklich bewusst zu machen, fresse ich zur Zeit ein dünnes Buch nach dem anderen, weil ich hier und da ein paar Seiten lesen, während ich darauf warte, dass das Wasser kocht oder ich im Arztwartezimmer sitze oder ähnliche Überbrückungszeiten habe. Wenn ich sonst viel um die Ohren habe, dann neige ich eher dazu, dass ich in diesen Zeiten vor mich hin glubsche und gar nichts auf die Reihe bekomme.

Trotzdem habe ich es in dieser Woche nicht geschafft mich auf einer weitere „Carniepunk“-Geschichte einzulassen – da möchte ich heute auf jeden Fall wieder weiterlesen -, aber ich habe „The Gatehouse Mystery“ beendet. Ich glaube, bei den Kinder- und Jugendbüchern bleibe ich noch etwas weiter. Ich habe aus der Bibliothek endlich „Das Böse vergisst nie“ von Kjetil Johnsen ausleihen. Das ist der erste Band einer Reihe, die die Wörterkatze bei der letzten „7 Days – 7 Books“-Aktion empfohlen hatte. Band 2 und 3 hatte ich in der Bibliothek recht schnell bekommen, aber nicht gelesen, weil ich hoffte, dass der erste Teil auch irgendwann bei mir eintreffen würde. Inzwischen konnte ich die anderen beiden Bücher nicht mehr verlängern und musste sie wieder abgeben. Manchmal dauert es eben sehr, sehr lange bis die Bibliothek mir die Vormerkungen auch zur Verfügung stellen kann – häufig so lange, dass ich mich kaum noch erinnern kann, warum ich das Buch vorgemerkt hatte. 😀

Aber bevor es mit dem Lesen weitergeht, muss ich noch den Wochenendeinkauf hinter mich bringen (und die Wohnung saugen und die Wäsche anstellen … ).

Update 12:15 Uhr

Inzwischen haben sich Kiya, Natira, Sayuri und Hermia wieder beim Herbstlesen angeschlossen – ich finde es toll, dass wir die Wochenenden so „miteinander“ verbringen. 🙂 Ich habe die jeweiligen Tages- bzw. Wochenendposts wieder am Ende des Beitrags verlinkt. Ansonsten glubsche ich gerade auf den Fernseher, wo irgendeine Kochsendung läuft, und versuche wach genug zu werden, um mir endlich Frühstück zu machen. Heute brauche ich anscheinend eine sehr lange Anlaufphase – dabei war ich gestern so früh im Bett. 😉

Update 13:45 Uhr

Richtig wach bin ich noch immer nicht, aber der Haushalt ist erledigt, die Katzen sind gefüttert und mein Frühstück steht inzwischen auch vor mir. Jetzt geht es auch endlich mit dem Lesen los!

Oh, und Melli hat sich uns an diesem Wochenende auch angeschlossen! 🙂

Update 16:30 Uhr

„Das Böse vergisst nie“ beginnt schon mal sehr nett mit einem namenlosen Pärchen an einem Waldsee. Sie ist bis über beide Ohren verliebt, aber auch etwas unsicher, von seiner Perspektive bekommt man erst nicht so viel mit – bis die beiden eine Mädchenleiche finden. Nach diesem Prolog geht die Handlung drei Wochen vor dem Mord los, in dem man die vier Freundinnen Nora, Trine, Vilde und Benedicte kennenlernt. Die vier kenne sich von klein an und sind auch mit 15 immer noch gut befreundet, obwohl sie sich unterschiedlich entwickelt haben. So nach und nach findet man als Leser heraus, dass jedes Mädchen Geheimnisse hat, die sie ihren Freundinnen nicht mitteilt. Außerdem sind da noch eine Lehrerin, die nicht ganz koscher ist, und ein neuer Mitschüler, der ebenfalls ein Geheimnis hat, von dem er nicht möchte, dass jemand es herausfindet. Dazu kommen noch viele kurze Kapitel und eine flüssig zu lesende Schreibweise – und so kommt es, dass ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen habe. Den zweiten und dritten Band habe ich auch noch einmal in der Bibliothek vorgemerkt und hoffe, dass es dieses Mal nicht so lange dauert. 😉

 Meine heutige Lesebegleitung sieht übrigens so aus:

Jetzt drehe ich eine Blogrunde, dann gibt es erst einmal eine Tee- und Kuchenpause und danach schaue ich, welches Buch ich als nächstes aus dem Stapel zupfe.

Update 19:30 Uhr

Zum Kuchen gab es dann endlich wieder eine „Carniepunk“-Kurzgeschichte. Auf den Beitrag von Jennifer Estep hatte ich mich schon gefreut, vor allem, da ich ja gerade erst fünf der „Elemental Assassin“-Romane gelesen hatte. So spielt auch „Parlor Tricks“ von Jennifer Estep in der Welt der Spinne – genau genommen sollte man die ersten fünf Bücher der Serie kennen, bevor man die Kurzgeschichte liest, da man sonst gespoilert wird. Die Geschichte selber ist nicht mehr als nett. Für sich genommen hätte ich sie vermutlich nicht so gut gefunden, aber mit Kenntnis der Serie fand ich es angenehm mal einen relativ stressfreien Tag mit Gin und Bria zu erleben. Dabei begleitet Gin die Polizistin zu einem Jahrmarkt, um nach einer verschwundenen Teenagerin zu suchen, die dort zuletzt gesehen worden war.

Und da der Paketbote klingelte, während ich noch mit Lesen beschäftigt war, habe ich mich zwischendurch erst einmal mit meiner aktuellen Seifenlieferung beschäftigt. Ich liebe die Seifen und Solid Shampoos von der Soaparella wirklich sehr und bin inzwischen komplett darauf umgestiegen. Diese Lieferung wird vermutlich wieder für ein halbes Jahr ausreichen – vor allem, da ich noch Shampoo in Reserve habe. Es ist wirklich unglaublich, wie lange ein solches Stück hält – man muss nur damit leben können, dass es etwas ölig wird, wenn es länger im Schrank liegt. Aber das ist kein Problem mehr, wenn man es dann in Benutzung nimmt.

Dummerweise weiß ich aber immer noch nicht, welches Buch ich nun als nächstes in Angriff nehme, deshalb lege ich eine Pause ein zum Wäsche zusammenlegen und Abendessen kochen …

Update 21:40 Uhr

Pasta mit scharfer Möhrencreme

Gekocht und gegessen habe ich inzwischen – mal wieder sehr lecker!. Für ein Buch kann ich mich aber immer noch nicht entscheiden. Also drehe ich jetzt erst einmal eine Blogrunde und dann lese ich vielleicht noch eine Kurzgeschichte oder spiele ein bisschen mit dem DS.

Und weil der alte Herr so süß ist und es immer noch eine Seltenheit ist, wenn er tagsüber ruhig auf einem Menschen sitzt, gibt es noch ein Loganfoto:

Update 0:15 Uhr

Eigentlich wollte ich ja noch mehr lesen, als „nur“ eine „Carniepunk“-Kurzgeschichte, aber dann habe ich  mich etwas von Kelly Meding irritieren lassen. Ich mag sowohl die „Dreg City“-, als auch die „Cornerstone Run“-Romane der Autorin sehr gern und hatte mich deshalb sehr auf „Freak House“ gefreut. Dann las ich den Untertitel „A Strays Short Story“ und fragte mich, ob ich etwas verpasst hätte, denn eigentlich dachte ich, ich würde all ihre Bücher kennen (okay, die „Metawars“ habe ich noch nicht gelesen, aber so grundsätzlich …). Also musste ich erst einmal recherchieren, um herauszufinden, dass die Geschichte in einer Welt spielt, mit der sie bislang nur experimentiert hat, aber in der noch keine Romane von ihr spielen. (HIER Kelly Medings Info dazu.)

Ansonsten kann ich sagen, dass mir „Freak House“ wirklich gefallen hat. Shiloh sucht ihren Vater, der vermisst wird, und begegnet dabei zwei Männern, die ebenfalls nach einem Vermissten suchen – und vermuten, dass dieser in einer Freak Show gefangen gehalten wird. Soweit ich die Welt in dieser Kurzgeschichte kennengelernt habe, finde ich sie sehr vielversprechend. Ich hoffe sehr, dass Kelly Meding irgendwann dorthin zurückkehrt und mehr über Shiloh und die frisch gegründete Para-Polizei erzählt.

Jetzt geht es aber erst einmal ins Bett – und morgen wird ausgeschlafen! Gute Nacht!

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Heutige Mitleser:

Kiya
Natira
Sayuri
Hermia
Melli

Julie Campbell: Trixie Belden 3 – The Gatehouse Mystery

Nachdem ich beim Lesen des ersten Bandes entdeckt hatte, was für riesige Unterschiede es zwischen den deutschen „Trixie Belden“-Romanen meiner Kindheit und den Originalausgaben gibt, wollte ich noch mehr dieser Bücher auf Englisch lesen. Besonders fällt mir natürlich ins Auge, wie seltsam es ist, wenn die vertrauten Figuren andere Namen haben als ich es gewohnt bin. Aber es ist auch unübersehbar wie viel stimmiger viele Szenen sind, wenn man weiß, dass sie im Bundesstaat New York in den 40ern und 50ern Jahren spielen.

In „The Gatehouse Mystery“ finden Trixie und ihre Freundin Honey in einem seit vielen Jahren verlassenen Torhaus einen großen geschliffenen Diamanten. Während Honey ihn gleich zur Polizei bringen will, möchte Trixie das Geheimnis um den kostbaren Stein natürlich ganz allein lösen. Sie ist sich sicher, dass der Diamant gestohlen worden sein muss und das der Dieb ihn im Streit mit einem Komplizen verloren hat. Dazu beschäftigt sie sich noch mit dem neuen Chauffeur der Familie Wheeler, der anscheinend mit jedem gut auskommt, nur nicht mit ihr. Und auch ihre beiden großen Brüder, die inzwischen aus dem Sommercamp zurückgekommen sind, halten das Mädchen auf Trab.

Es gibt (unabhängig davon, ob es sich um die deutsche oder englische Ausgabe handelt) viele Elemente, die diese Serie für mich immer noch unterhaltsam machen und die dafür sorgen, dass mir die Bücher auch nach all den Jahren noch am Herzen liegen. Erst einmal finde ich eigentlich alle Figuren sehr sympathisch, jede von ihnen hat Stärken und Schwächen – was sich besonders bei Trixie und ihren eigenmächtigen Aktionen und ihren vorschnellen Schlüssen zeigt. Dann mag ich es, dass es zwar immer wieder spöttische Kommentare über Trixies wenig mädchenhaftes Verhalten gibt (vor allem von Seiten ihres Bruders Mart), dass es aber genügend Szenen gibt, in denen die Jungen sich um das Kochen und den Abwasch kümmern, während die Mädchen beim Handwerken zugreifen. Ebenso gibt es die ehemalige Gouvernante und jetzige Hausverwalterin, die einfach großartig mit Autos umgehen kann, während der Pferdepfleger alles andere lieber tut als sich hinter ein Steuer zu setzen.

Mir gefällt es auch wie die (anfangs) fünf Teenager miteinander umgehen. Da wird geärgert und gespöttelt, aber einander auch gegenseitig geholfen. Ich habe beim Lesen nie das Gefühl, dass die Jungen und Mädchen zu gut sind, um real zu sein. Alle haben feste tägliche Aufgaben, die sie mal mehr, mal weniger pflichtbewusst erfüllen, und Eltern, die sie mal mehr, mal weniger an ihre Verantwortung erinnern. Obwohl Honey und Jim aus reichem Haus kommen, was allen fünf Figuren viele Möglichkeiten eröffnet, müssen sie sich viele Dinge erarbeiten. Das führt dazu, dass die Fälle, die Trixie und ihre Freunde lösen wollen, sich oft dem Alltag der Teenager unterordnen müssen. Was eben manchmal auch zu ganz neuen Herausforderungen führt.

Mir gefällt dieser Realismus, der dadurch entsteht. Bei Enid Blyton haben sich die „Juniordetektive“ oft in extremen Situationen wiedergefunden und dadurch ohne jeglichen Einfluss von Erwachsenen ihre Abenteuer erlebt. Das ist bei Trixie Belden so gut wie nie der Fall. Wenn Trixie einen Verdächtigen beobachten will, dann muss sie vorher die Hühner gefüttert haben oder dafür sorgen, dass jemand ihr diesen Job abnimmt. Bei einer Jugendbuchreihe rund um einen Haufen Teenager zwischen 13 und 16 Jahren entwickeln sich im Laufe der Zeit auch einige Zuneigungen. Auch den Teil finde ich hier schön dargestellt, es gibt wenig Drama – obwohl mindestens zwei Figuren zu Jähzorn neigen -, dafür Freundschaft und gegenseitigen Respekt, woraus sich manchmal eben mehr entwickelt.

Auch die Fälle, mit denen Trixie, Honey, Jim, Mart und Brian sich beschäftigen, sind relativ realistisch und (abgesehen von Jims Geschichte) nur selten wirklich tragisch. Da gibt es Betrüger und Diebe oder Jugendliche, die sich durch Einbrüche Extrataschengeld „verdienen“. Oft geht es um Kleinkriminalität und Dinge, die in dem ruhigen Ort, in dem die fünf Teenager leben, vorgefallen sind. Ich finde die relative Alltäglichkeit der Fälle angenehm, da es auf der einen Seite so verständlicher ist, dass Trixie und die anderen sich da einmischen, und auf der anderen Seite so immer wieder deutlich gemacht wird, dass auch so kleine kriminelle Vorfälle das Leben der Betroffenen sehr beeinflussen können. Viele andere Jugendbücher würden das groß thematisieren, hier hingegen habe ich das Gefühl, dass eher nebenbei und in kleinen Szenen deutlich gemacht wird, dass Vorverurteilungen und Vorurteile unangebracht sind.

So oder so, es macht mir auch heute noch einen riesigen Spaß gemeinsam mit Trixie, Honey, Jim, Mart und Brian Fälle zu lösen, mich über die Streiche des kleinen Bruders Bobby zu amüsieren und mit ihnen all die alltäglichen Begebenheiten zu erleben, die ihr Leben nun einmal ausmachen.

Dorothy Gilman: A Palm for Mrs. Pollifay (Hörbuch)

Mit „A Palm for Mrs. Pollifax“ bekommt Emily Pollifax zum ersten Mal einen Auftrag, der über eine reine Kuriertätigkeit hinausgeht. Ihr Vorgesetzter bei der CIA, Mr. Carstairs, ist – ebenso wie sein Kollege Schönbeck von Interpol – besorgt über zwei Diebstähle, die in den letzten Tagen stattgefunden haben. In beiden Fällen wurde waffenfähiges Plutonium gestohlen, aber es gelingt den Behörden nicht herauszufinden, wohin das brisante Diebesgut geschafft wurde. Allerdings gibt es einen vagen Hinweis auf ein Klinik-Hotel in der Schweiz und einen ermordeten Agenten, der diesem Hinweis nachging.

Da Mr. Carstairs der Meinung ist, dass dieser Fall weniger Erfahrung als ein gewisses Gespür für Menschen erfordert, schickt er seine Mrs. Pollifax in die Schweiz. Getarnt als erholungsbedürftige Schwiegermutter, die nach einem schweren Fall von Hongkong-Grippe wieder auf die Beine kommen soll, soll Mrs. Pollifax sich das Klinik-Hotel inklusive der Angstellten, Gäste und Patienten anschauen. Ausgerüstet wird sie dafür mit einem – als Schmuckkoffer – getarnten Geigerzähler und ihre Absicherung besteht in einem Kellner, der für Interpol arbeitet, und einem „Kontaktmann“, mit dem sie jeden Abend Lichtsignale austauscht. Schließlich will Mr. Carstairs kein Risiko eingehen, wenn er eine so unerfahrene und impulsive Agentin in einen solchen Einsatz schickt.

Während Mrs. Pollifax nachts in Pyjama und Pantoffeln durch das Gebäude schleicht und versucht mit ihrem Geigerzähler eine Spur von dem verschwundenen Plutonium zu finden, knüpft sie tagsüber enge Kontakte zu den Gästen. Dabei lernt sie eine ziemlich gemischte Gruppe von Menschen kennen, von der zurückhaltenden Court, die Tag für Tag in den Bergen rund um den Genfer See wandert, über den Playboy Robin, der in dem Klinik-Hotel etwas fehl am Platz wirkt, über den ehemaligen Chef der Sûreté bis zu einem kleinen umtriebigen Jungen, der auf der Suche nach Freunden zu sein scheint.

Ich mag an diesem Roman gleich zwei Aspekte: Auf der einen Seite scheint Mrs. Pollifax in relativer Sicherheit zu agieren. Sie hat Agenten, die sie im Auge behalten, sie beschäftigt sich mit dem Klinikalltag und den anderen Gästen und nachts stapft sie durch menschenleere Korridore und hält ihren Geigerzähler im Blick. Auf der anderen Seite gibt es diese Mischung aus Untertönen und Humor. Als Leser weiß man halt, dass irgendwas an diesem Klinik-Hotel nicht koscher ist und so wirkt jeder Gast verdächtig. Dazu kommen die Momente, in denen z.B. Marcel, der Interpol-Mann, der als Kellner im Hotel arbeitet, Mrs. Pollifax als unprofessionelle alte Dame abtut, die sich von ihren Muttergefühlen vom  Job ablenken lässt, oder in denen andere Gäste Aspekte über Emily herausfinden, die sie von einer älteren Amerikanerin so nicht erwartet hätten.

Natürlich bleibt es nicht aus, dass die umtriebige Rentnerin in Gefahr gerät und den einen oder anderen schrecklichen Moment durchmachen muss, aber – wie es sich für einen Mrs.-Pollifax-Roman gehört – sie findet auch immer wieder ungewöhnliche Lösungen für ihre Probleme. Ich amüsiere mich so sehr bei diesen Geschichten, dass ich sie einfach nur jedem ans Herz legen möchte, der mal humorvolle Cozy-Spionageromane ausprobieren mag. Und ich kann versichern, dass die Geschichten auch beim wiederholten Lesen oder Hören immer noch genauso gut funktionieren wie beim ersten Mal.

Zu Barbara Rosenblat muss ich ja nach den vorherigen Rezensionen eigentlich gar nichts mehr sagen, kann aber auch hier noch einmal wiederholen, dass die Sprecherin ihre Sache ganz wunderbar macht. Sie verleiht Mrs. Pollifax eine glaubwürdige „Alte Dame“-Stimme, kann aber auch als neunjähriger Junge oder leichtlebiger Playboy überzeugen. Ich freu mich jetzt schon auf den Oktober, der mir „Mrs. Pollifax on Safari“ bringen wird – eine Geschichte, in der Emily einen Auftragsmörder stellen muss und einen überraschenden Verbündeten findet.

François Lelord: Die kleine Souvenirverkäuferin

Den Roman „Die kleine Souvenirverkäuferin“ von François Lelord hatte ich letztes Wochenende beim „Herbstlesen“ gelesen und sehr genossen. Eigentlich hatte ich in den dazugehörigen Beiträgen schon einiges über die Geschichte verraten, aber ich habe das Bedürfnis noch mehr zu dem Buch zu schreiben. Laut der Inhaltsangabe geht es in dem Roman um eine Liebesgeschichte zwischen einem französischen Arzt und einer vietnamesischen Souvenirverkäuferin, doch für mich war das Buch eher eine Liebeserklärung an Vietnam.

Der größte Teil der Handlung wird aus der Sicht von Julien erzählt. Julien ist ein relativ junger französischer Arzt, dessen Prinzipien verhindert haben, dass er in Paris Karriere in der Wissenschaft machte, und der deshalb einen Posten als Arzt in der französischen Botschaft in Hanoi angenommen hat. Jede Woche lernt er mit einer vietnamesischen Studentin die Landessprache und macht sich dabei nicht nur Gedanken über die gelernten Vokabeln, sondern auch darüber, was die Sprache und die Wörter über ein Volk aussagen.

Die titelgebende Souvenirverkäuferin Minh Thu (Herbstlicht) lernt Julien kennen, während sie illegalerweise am Ufer eines Sees in Hanoi Souvenirs verkauft, aber man bekommt auch ihre Sicht der Dinge mit, lernt ihre Familie kennen und die Umstände, die die junge Frau gezwungen haben in die Stadt zu gehen und Geld zu verdienen. Daneben gibt es auch noch Passagen aus der Perspektive eines schon älteren vietnamesischen Arztes und einer britischen Ärztin, die sich ebenso wie Julien in das Land (aber auch in den französischen Arzt) verliebt hat.

Den roten Faden bildet das Auftreten einer Virusinfektion, die zu Beginn der Geschichte zum Tod einer älteren Nonne führt. Schnell steht die Befürchtung im Raum, dass die Erkrankung der Nonne hochgradig ansteckend und tödlich wäre und man erlebt als Leser wie die vietnamesischen Entscheidungsträger diesen „Vorfall“ unter den Teppich kehren, während die Mediziner den Ursprung der Krankheit erforschen und natürlich eine weitere Ausbreitung verhindern wollen. Das Ganze klingt jetzt sehr dramatisch und es gibt auch weitere Todesfälle, aber eigentlich bildet es nur den Rahmen für Juliens Betrachtungen des Landes, seine Gedanken über die Personen, denen er begegnet, und auch sich selbst.

Julien selber ist mir nicht übermäßig sympathisch. François Lelord hat den Arzt so gestaltet, dass er anscheinend unwiderstehlich für Frauen ist, aber selber Probleme damit hat sich auf einen anderen Menschen einzulassen. Diese emotionalen Probleme werden mir etwas zu sehr thematisiert, aber immer auf eine sehr unaufgeregte Weise. Überhaupt ist der Roman sehr ruhig, sehr leise, sehr melancholisch, aber auch sehr liebevolle geschrieben. Man merkt, dass François Lelord Vietnam liebt und sich bemüht hat viele kleine atmosphärische Elemente in seine Geschichte einzubauen, die den Leser nicht unbeeinflusst lassen. Ich fand es sehr spannend nebenbei so viel über die Vergangenheit des Landes zu erfahren.

Einige Rezensenten haben kritisiert, dass Julien in dem Roman immer wieder auffällt, dass die Vietnamesen sehr in der Vergangenheit verhaftet sind und Ausländer bedauerlicherweise immer noch als „Kolonialherren“ wahrnehmen – während der Arzt selber regelmäßig eine Kolonialherrenmentalität durchschimmer lässt, obwohl er sich doch selber als so fortschrittlich und modern wahrnimmt. Ich persönlich sehe da keinen Widerspruch, sondern ein Spiel des Autors mit der Selbstwahrnehmung und dem eigentlichen Verhalten Juliens, aber eben auch einen Hinweise darauf, welche Probleme es gibt, wenn Menschen verschiedener Völker nach so vielen Jahren gemeinsamer, aber eben nicht gleichberechtigter Vergangenheit einen Umgang miteinander finden muss.

„Die kleine Souvenirverkäuferin“ gehört für mich zu den Romanen, bei denen die eigentliche Handlung fast irrelevant ist. Dafür habe ich es genossen all die kleinen und atmosphärischen Beschreibungen zu lesen, habe immer wieder innegehalten, um mir den See mit dem kleinen Teepavillon in Hanoi und die alten Kolonialbauten vorzustellen und mich über die vielen Nebenfiguren gefreut, die mir das Gefühl haben, ich könnte einen kleinen Blick in auf die vietnamesische Perspektive werfen.

Von Katzen und Socken

Seitdem ich Arianas Strickblog verfolge, habe ich nur noch mehr Lust darauf, mal etwas anderes als Socken zu stricken. Also wird es mal wieder Zeit, mich daran zu erinnern, warum ich eigentlich nur noch Socken mache!

Wenn die Katzen mit mir auf dem Sofa liegen, dann gibt es drei Hauptpositionen, die sie einnehmen.

Position Nr. 1 wird von den Coon-Katern häufig eingenommen: Ein Kater liegt schräg hinter mir auf der Sofalehne und krallt eine Pfote in meine Schulter, um besseren Halt zu haben. Die Folge sind hübsche kleine Löcher in meinen Shirts im Schulterbereich.

Shandys Pfote (die Coons haben größere Krallen!)

Postion Nr. 2 mögen sie alle vier: Katze oder Kater sitzt auf meinem Schoß, hat die Pfoten auf meinen Bauch- oder Brustbereich gestemmt und schaut mir tief in die Augen. Gern wird dabei dann angefangen zu treteln. Bis ich es schaffe, die „Samtpfote“ anders zu platzieren, haben meine Shirts oft genug wieder ein Loch dazugewonnen.

Position Nr. 3 ist eigentlich die kleidungsschonendste Haltung und wird vor allem von Shandy und Christie eingenommen: Die Katze oder der Kater liegt mit dem Hintern zu mir auf meinen ausgestreckten Beinen. Dabei ist die Katze so weit ausgestreckt, dass ihre Pfoten auf meinen Knöcheln oder Füßen zu liegen kommen. Solange das Tier entspannt ist, ist alles in Ordnung. Schwierig wird es, wenn es sich erschreckt …

Ein Klingeln an der Tür reicht schon …

Außerdem springen alle vier gern auf meine hochgelegten Füße, wenn sie aufs Sofa oder zur Fensterbank wollen, weil die ja so einen sicheren Halt bieten – vor allem dann, wenn man die Krallen in die Socken schlagen kann. Das Ganze ist übrigens mit fortschreitendem Alter der Katzen schlimmer geworden. Je ungeschickter und unsicherer sie sind, desto mehr Löcher in meiner Kleidung – und die Coons sind von Anfang an zerstörerischer als die anderen beiden gewesen, da sie nicht nur größer und kräftiger, sondern auch deutlich unkoordinierter sind als Christie und Shandy.

Ausnahmsweise sogar relativ unauffällig gestopft.

Ach ja, diejenigen von euch, die keine Haustiere haben, fragen sich vielleicht, warum ich mir so eine Behandlung durch die Katzen gefallen lasse. Ganz einfach: Ich habe die vier ja im Haus, um Zeit mit ihnen zu verbringen. Und nichts ist schöner, als wenn diese kleinen Raubtiere schmusend auf mich zukommen oder friedlich auf oder neben mir schlafen. Da lebe ich dann auch – bei aller Jammerei 😉 – damit, dass ich daheim eigentlich nur noch mit löchrigen Shirts und Hosen rumlaufe und mir keine schönen Pullover für Wintertage stricken kann.

Herbstlesen im September (4)

Für heute habe ich den Beitrag schon gestern Abend vorbereitet, damit ich schön ausschlafen kann und eventuelle Mitleser trotzdem auf diesen Text verlinken können. 😉

Nachdem ich gestern die erste Hälfte von „Die kleine Souvenirverkäuferin“ gelesen habe, hoffe ich, dass ich das Buch heute beenden kann. Außerdem werde ich bestimmt weiter in „The Gatehouse Mystery“ lesen und mir vermutlich auch noch eine weitere „Carniepunk“-Kurzgeschichte zu Gemüte führen. Ich bin mir sicher, dass wird wieder ein sehr entspannter Lesetag!

Update 9:30 Uhr

So, wach! Naja, relativ. *g* Die Brötchen backen im Ofen, die erste Blogrunde ist gedreht und ich beginne den Tag mit „Die kleine Souvenirverkäuferin“ von Francouis Lelord. Das Buch würde ich heute gern noch beenden.

Meine Mitleser verlinke ich wie immer am Ende des Beitrag, wenn sie den Post für den heutigen Tag angefangen haben (bzw. bei Kiya bleibt es bei dem Post von gestern, weshalb sie schon in der Liste steht). Ich freu mich aufs Lesen und Austauschen heute! 🙂

Update 12:30 Uhr

Inzwischen gab es Frühstück für mich und noch ein paar Kapitel in „Die kleine Souvenirverkäuferin“. Mir fallen immer mehr Figuren ins Auge, die mich an die „Dr. Siri“-Romane von Colin Cotterill erinnern. Diese Männer, die sich in ihrer Jugend aus Idealismus freiwillig gemeldet haben, die an die Ideen des Kommunismus glaubten und die nun desillusioniert vor einer starren Gesellschaft stehen, der die Ideale schon lange verloren gingen und der es in erster Linie darum geht das Gesicht zu waren. Diese Männer balancieren zwischen dem täglichen Vortäuschen von Linientreue und dem Ausreizen ihrer kleinen Freiheiten, um doch noch etwas für die Menschen bewegen zu können.

Jetzt erst einmal eine Stunde Katzenfüttern (und das tägliche Haushaltminimum) und dann geht es weiter mit dem Lesen. 🙂

(Ts, sagt mir doch mal Bescheid, dass ich Souvenir immer falsch schreibe! 😉 )

Update 15:15 Uhr

Nur noch wenige Seiten, dann ist „Die kleine Souvenirverkäuferin“ beendet. Ich mag das Buch, ich weiß nicht, ob ich es noch einmal lesen würde, dafür berührt es mich nicht tief genug, aber es ist so angenehm leise und melancholisch und irgendwie gerade genau richtig. Jetzt mache ich aber erst einmal eine kleine Pause und esse ein Stück Kuchen und versuche die Geräusche vom Nachbarkind zu ignorieren. Unglaublich, wie viel Lärm ein einziges Kind machen kann, während es in der Wohnung über uns mit Lego spielt.

Ach ja, falls ihr euch gefragt habt, warum es an diesem Wochenende so wenige Katzenfotos auf dem Blog gibt: Entweder sind die Katzen ganz weit weg oder so nah, dass das mit dem Fotografieren auch nichts wird.

Es dauert einfach seine Zeit, bis ich Baltimore etwas weiter weggeschoben habe und er still genug hält, dass ich mal ein Foto machen kann. *g*

Nach dem Kuchen drehe ich eine Blogrunde und schaue mal, wie es euch so ergangen ist – und dann beende ich mein Buch. 🙂

Update 18:30 Uhr

Kuchen gegessen, Blogrunde gedreht, „Die kleine Souvenirverkäuferin“ ausgelesen, noch einen Tee getrunken und eine Kurzgeschichte gelesen. Meine Meinung zur Souvenirverkäuferin bleibt bestehen. Ein schönes Buch, eine leise Geschichte vor einer interessanten Kulisse und ich bin froh, dass ich den Roman gelesen habe.

Was die (mal eben nachschauen) siebte Kurzgeschichte aus „Carniepunk“ angeht: „A Duet with Darkness“ von Allison Pang kommt mir wie ein Prolog vor. Ich kann es nicht so recht beurteilen, weil ich vorher nichts von ihr gelesen habe, aber ich hatte das Gefühl, ich würde die oder zumindest eine Vorgeschichte zu ihrer Abby-Sinclair-Reihe lesen. Die Kurzgeschichte für sich genommen, fand ich nicht ganz so überzeugen wie den Großteil der anderen Texte in dieser Anthologie. Auf der anderen Seite hat sie mich sehr neugierig auf die Welt, in der die Abby-Sinclair-Romane spielen, gemacht, obwohl ich befürchte, dass die männliche Hauptfigur (zumindest die im ersten Band) mir nicht zusagen wird. Vielleicht setze ich den ersten Band mal auf meine Wunschliste und teste den mal an … Das ist die schlimmste Folge von Anthologien. 😉

Jetzt werde ich erst mal das Essen für heute Abend fertig machen – nachdem wir von gestern noch so viele Kartoffeln übrig hatten, gibt es einen Curry-Rübli-Auflauf. *mmmh* Und da der Auflauf seine 45 Minuten im Ofen benötigt, bekomme ich vor dem Essen bestimmt noch eine Kurzgeschichte gelesen. 🙂

Update 23:00 Uhr

Nach dem Abendessen habe ich noch eine weitere Kurzgeschichte gelesen (vorher hatte es natürlich nicht mehr geklappt, weil ich mich vom Internet ablenken ließ). „Recession of the Divine“ von Hillary Jacques brachte mir weniger Jahrmarkt-Atmosphäre als erhofft, aber dafür eine nette – wenn auch leider nicht ganz neue – Grundidee rund um griechische Mythologie. Aber ich mochte die Protagonistin Olivia und ihre Bemühungen sie selbst zu bleiben. Außerdem habe ich noch etwas „Animal Crossing“ gespielt und dabei ein Foto gemacht, das zeigt, was ich bei den Katzen mit „zu nah“ meine, wenn es ums Fotografieren geht. 😉

Jetzt noch eine kleine Kommentarrunde und ein paar Seiten „The Gatehouse Mystery“ und dann geht es für mich wohl auch ins Bett. Es war wieder sehr nett gemeinsam zu lesen und ich freu mich schon auf das kommende Wochenende! 🙂

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Heutige Mitleser:

Kiya
Natira
Hermia

Herbstlesen im September (3)

Ich hatte ja schon am letzten Wochenende mit „Carniepunk“ angefangen und in der Woche habe ich noch ein paar weitere Kurzgeschichten aus der Anthologie gelesen. (Und wie immer denke ich, ich sollte mich häufiger daran erinnern, dass Kurzgeschichten perfekt für Stressphasen sind, wenn man abends nur ein paar Seiten lesen möchte.)

Die fünfte Kurzgeschichte in diesem Band war „The Werewife“ von Jaye Wells – und ich fand schon den Anfang ansprechend, wo beschrieben wird, wie ein Mann nach Hause kommt und ihm erst beim Anblick seiner Frau bewusst wird, dass heute Vollmond ist – und dass er kein Steak mit nach Hause gebracht hat und dass er sich nun schnellstens im Keller einschließen sollte … Doch, die Geschichte hat mir gefallen. 🙂

Auch „The Cold Girl“ von Rachel Caine hat mich gut unterhalten. Die Geschichte beginnt theoretisch ganz harmlos mit einem High-School-Pärchen, das zu einem Jahrmarkt geht, aber schon schnell wird klar, dass Kiley deutlich weniger über ihren Freund Jamie weiß, als ihr bewusst ist. Nett geschrieben, ein paar atmosphärische Szenen und eine der wenigen Geschichten mit einem Happy End.

Diese Woche habe ich das Wochenende übrigens schon Freitagabend mit meinem Mann eingeläutet, indem wir sehr lecker Essen gegangen sind. Knusprige Kartoffelchips, appetitlicher Salat und zum Nachtisch habe ich den besten Karottenkuchen (mit Vanilleeis und Erdbeersauce) gegessen, den ich je hatte. Wenn ich das richtig geschmeckt habe, dann wurde der mit Öl gebacken und er war total fluffig!

Mit „Zelot“ bin ich in der Woche nicht weitergekommen und ich glaube auch nicht, dass ich an diesem Wochenende zu dem Buch greifen werde. Ich hätte lieber etwas Entspannenderes zum Lesen, weiß aber noch nicht genau was. Aber bevor ich mich mit einem Buch aufs Sofa zurückziehen kann, muss ich eh noch den Wochenendeinkauf hinter mich bringen (und will noch einen Kuchen backen). 😉

Update 11:30 Uhr

Der Kuchen ist im Ofen (Apfel-Sandkuchen) und ich habe eine verzweifelte Suche nach meinem Trixie-Belden-Roman hinter mir. Gefunden habe ich das Buch natürlich nicht – das kommt davon, wenn man seine Stapel vor Besuchsankunft umbauen und irgendwie verstauen muss. Es gibt noch zwei Möglichkeiten, wo der Roman sein könnte, aber ich habe keine Lust weiter zu suchen und mich deshalb umentschieden. Zum Frühstück (viel zu viel Zimt-Milchreis von vorgestern mit Apfelmus) gibt es also die ersten Seiten von „Die kleine Souvenirverkäuferin“ von Francois Lelord. Ich habe keine Ahnung mehr, worum es in dem Roman geht, weiß aber noch, dass Ariana (oder war es doch jemand anders?) den so schön fand, dass ich das Buch in der Bibliothek vorgemerkt habe. *g* Heute lesen übrigens auch Natira, Kiya und Hermia mit – ich freu mich schon auf den Austausch und bin gespannt, ob sich uns noch jemand anschließt.

Update 15:15 Uhr

„Die kleine Souvenirverkäuferin“ finde ich bislang wirklich bezaubernd. Schöne kleine Vietnamszenen, die ein angenehm alltägliches Bild auf das Land werfen, eine süße und melancholische Geschichte – doch, das gefällt mir. Ich weiß zwar noch nicht, ob ich den ganzen Tag bei dem Buch bleibe, aber ich genieße es die Charaktere und das Land kennenzulernen.

Oh, und wie ich gerade sehe, hat sich Sayuri uns heute auch wieder angeschlossen! 🙂

Update 16:30 Uhr

Mein Roman liest sich wirklich gut. Viele kleine Kapitel, viele kleine Begebenheiten, sehr atmosphärisch und sehr viel über Vietnam (im Jahr 1996, aber auch über die Vergangenheit des Landes). Sehr viel passiert eigentlich, man lernt die verschiedenen Personen kennen – allen voran den französischen Arzt Julien, der in Hanoi arbeitet. Außerdem steht die Befürchtung im Raum, dass sich im Norden des Landes eine tödliche Virusinfektion ausbreitet, aber noch gibt es keine konkreten Erkenntnisse und die Entscheidungsträger wollen die mögliche Gefahr bislang nur vertuschen. Trotz dieses Aspekts ist das Buch sehr ruhig geschrieben und oft verfolgt man nur Juliens Gedanken über das Land, die Menschen, denen er begegnet, und sich selbst.

Da ich beinah die Hälfte der gut 300 Seiten schon gelesen habe, gibt es jetzt eine Tee- und Kuchenpause mit „Trixie Belden – The Gatehouse Mystery“ – nachdem der gutmütigste Mann der Welt das Buch für mich gesucht hat.

Update 19:00 Uhr

Wie immer bei den ersten Kapiteln eines Trixie-Belden-Romans, habe ich gerade das Bedürfnis die Namen in „The Gatehouse Mystery“ mit einem Kugelschreiber zu korrigieren! Honey klingt einfach nicht richtig, und Brian heißt doch Klaus und Jim ist Uli und … *g* Aber ich werde mich auch dieses Mal daran gewöhnen. Vielleicht sollte ich mir zu Weihnachten einen ganzen Schwung dieser Bücher zulegen, damit ich nicht immer so große Abstände zwischen den einzelnen Bänden habe. Ansonsten finde ich es wieder schön mit Trixie und Brigitte Honey Abenteuer zu erleben. Bislang haben die Mädchen einen Diamanten in einem seit Jahren verlassenen Torhaus gefunden, wurden von einer unbekannten Gestalt belauscht und Trixie ist mal wieder in Giftefeu gelaufen. Natürlich ist sich Trixie sicher, dass der Diamant gestohlen wurde und will nun gemeinsam mit ihrer Freundin nach Hinweisen suchen! Allerdings muss sie sich vorher noch gegen die Auswirkungen des Giftefeus schützen … 😉

Ich mag den altmodischen Charme dieser Kinderbücher wirklich sehr, bin aber gerade etwas zu müde, um weiterzulesen. Es macht sich doch etwas bemerkbar, dass ich heute Nacht erst gegen drei eingeschlafen bin (und dabei ständig träumte, ich müsste Pferdeställe ausmisten Oo) und heute Morgen um halb acht den Wecker hörte. Morgen werde ich dafür definitiv ausschlafen! Jetzt aber erst einmal in die Küche und Abendessen kochen. Heute gibt es einen Zucchini-Kartoffel-Gratin – nicht sehr fotogen, aber dafür sehr lecker!

Geht es euch eigentlich auch so, dass ihr bestimmte Gerichte mit bestimmten Gegebenheiten verbindet? Dieses Gratin erinnert ich immer an die alte Wohnung, an eine Sendung mit Johan Lafer (aus der ich das Rezept habe) und an eine Curling-WM, bei der wir die kanadische Damenmannschaft recht intensiv verfolgt haben (da wir bei einem der Wettkämpfe das Gratin zum ersten Mal gegessen haben). Schon seltsam, dass sich solche Erinnerungen manchmal so lange halten … *g*

Update 21:15 Uhr

Da mein Mann jetzt „Schlag den Raab“ schaut und ich zu müde bin, um neben der Geräuschkulisse zu lesen, werde ich noch ein bisschen mit dem DS spielen und heute wohl nicht mehr zu Buch greifen. Aber ich schau bestimmt vor dem Schlafengehen noch bei meinen Mitlesern vorbei und schaue wie sie den Abend so verbracht haben. 🙂

Update 23:00 Uhr

Jetzt wird es wirklich Zeit ins Bett zu fallen! Ich habe noch ein bisschen in meinem aktuellen Miss-Daisy-Roman gelesen – da ich die auf dem Kindle habe, kann ich die Schriftgröße genügend hochdrehen, um auch mit übermüdeten Augen noch etwas weiterzukommen. 😉

Ich fand es heute wieder sehr schön mit euch gemeinsam zu lesen und hüpfe noch kurz bei euren Blogs vorbei und schaue, ob ihr noch etwas geschrieben habt. Ansonsten gibt es von mir morgen wieder einen Beitrag zum Herbstlesen. Gute Nacht!

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Heutige Mitleser:

Natira
Kiya
Hermia
Sayuri

Dorothy Gilman: The Elusive Mrs. Pollifax (Hörbuch)

Ich dachte ja eigentlich, dass zwei Rezensionen zu den Mrs.-Pollifax-Hörbüchern auf meinem Blog vollkommen ausreichen würden – mehr liest doch eh niemand zu einer schon älteren Reihe. Aber es macht mir so viel Spaß über Mrs. Pollifax und ihre Abenteuer zu schreiben und ich freue mich jeden Monat darauf die nächste Geschichte im Original hören zu können, dass es nun doch mehr Texte zu dieser ungewöhnlichen Spionin geben wird.

Zu Beginn von „The Elusive Mrs. Pollifax“ wird Mr. Carstairs von seinem Assistenten daran erinnert, dass er Mrs. Pollifax nie wieder einsetzen wollte, weil sie alle Regeln brechen würde, weil sie nicht einmal wüssten, an welche Regeln sie sich als Agentin zu halten hätte und weil Carstairs jedes Mal um zehn Jahre altern würde, wenn sie im Einsatz wäre. Sie sei all die Sorgen einfach nicht wert, hätte Carstairs gesagt – doch der erfahrene CIA-Mitarbeiter wischt alle diese Einwände beiseite und ist sich sicher, dass dieses Mal mit Mrs. Pollifax alles glatt laufen würde. Es ist ja nur ein simpler Kurierjob … 😀

So reist Emily Pollifax hinter den Eisernen Vorhang nach Bulgarien, um in einem wunderschönen Vogelnest-Hut für eine bulgarische Widerstandsgruppe acht Pässe ins Land zu schmuggeln – ohne zu wissen, dass die CIA aus Sparsamkeit die Gelegenheit nutzt und heimlich Geldbündel in ihren Steppmantel eingenäht hat. Doch es wird nicht so einfach für den Empfänger an dieses Geld zu kommen, da Mrs. Pollifax aufmerksam genug ist, um jedes Eindringen in ihr Hotelzimmer zu bemerken und eventuelle Eindringlinge in die Flucht zu schlagen. Neben all den unerwarteten Einbrechern, muss sich Emily auch noch mit Nevana von der bulgarischen Tourismusbehörde herumschlagen, die ganz genaue Vorstellungen davon hat, welche Sehenswürdigkeit Mrs. Pollifax unter welchen Umständen zu besichtigen hat – und die gar nicht glücklich darüber ist, dass diese dickköpfige amerikanische Touristen gegen all ihre Anweisungen handelt.

Außerdem macht sich Emily Gedanken um den jungen Phil Trenda – ein Student, der gemeinsam mit einer ganzen Gruppe von jungen Rucksacktouristen unterwegs ist und der bei der Einreise nach Bulgarien von der Geheimpolizei inhaftiert wurde. Spionage wird dem jungen Mann vorgeworfen und die amerikanische Botschaft in Sofia scheint nicht besonders hilfreich zu sein. Zwischen ihren Versuchen mit den bulgarischen Widerstandskämpfern in Kontakt zu treten und den Diebstahl ihres Hab und Guts zu verhindern, muss Mrs. Pollifax also auch noch dafür sorgen, dass der amerikanische Botschafter sich um das Wohlergehen von Phil kümmert.

An dieser Geschichte mag ich nicht nur, dass ihre gesamte Umgebung an Mrs. Pollifax verzweifelt, weil sie so unberechenbar handelt (oft natürlich nur aus Unwissen um die eigentliche Situation heraus), sondern auch, dass verschiedenen Handlungsstränge, die definitiv nichts miteinander zu tun haben, durch Emily verbunden werden. Dass geschmuggelte Geld, der inhaftierte Student und die Pässe für die Widerstandsgruppe werden nur durch Mrs. Pollifax zu einer Geschichte – und führen so langfristig zu ungewöhnlichen und unvorhersehbaren Bündnissen, die für den Hörer mehr als amüsant zu verfolgen sind.

Emily bringt eine neue Sicht auf vertraute Vorgänge und sorgt so dafür, dass auch ihre Mitstreiter umdenken, sich mehr zutrauen und ungewöhnliche Wege gehen. Ich mag es einfach, dass sie selten etwas als gegeben hinnimmt, aber auf der anderen Seite auch weiß, wann sie die Entscheidung eines Menschen akzeptieren muss. Dazu kommt noch, dass sie in diesem Teil der Serie etwas persönlicher gezeigt wird. Man erfährt von ihrer Einsamkeit nach dem Tod ihres Mannes und es gibt eine wunderschöne kleine Szene, in der deutlich wird, dass sie sich wieder auf einen anderen Mann einlassen könnte, wenn die Umstände nicht so wären wie sie sind.

Ach ja, Barbara Rosenblat liest die Geschichte gewohnt gut. Ich mag die Sprecherin wirklich und ich finde es wunderbar, wie gut ich sie verstehen kann! 😉