Herbstlesen im September (4)

Für heute habe ich den Beitrag schon gestern Abend vorbereitet, damit ich schön ausschlafen kann und eventuelle Mitleser trotzdem auf diesen Text verlinken können. 😉

Nachdem ich gestern die erste Hälfte von „Die kleine Souvenirverkäuferin“ gelesen habe, hoffe ich, dass ich das Buch heute beenden kann. Außerdem werde ich bestimmt weiter in „The Gatehouse Mystery“ lesen und mir vermutlich auch noch eine weitere „Carniepunk“-Kurzgeschichte zu Gemüte führen. Ich bin mir sicher, dass wird wieder ein sehr entspannter Lesetag!

Update 9:30 Uhr

So, wach! Naja, relativ. *g* Die Brötchen backen im Ofen, die erste Blogrunde ist gedreht und ich beginne den Tag mit „Die kleine Souvenirverkäuferin“ von Francouis Lelord. Das Buch würde ich heute gern noch beenden.

Meine Mitleser verlinke ich wie immer am Ende des Beitrag, wenn sie den Post für den heutigen Tag angefangen haben (bzw. bei Kiya bleibt es bei dem Post von gestern, weshalb sie schon in der Liste steht). Ich freu mich aufs Lesen und Austauschen heute! 🙂

Update 12:30 Uhr

Inzwischen gab es Frühstück für mich und noch ein paar Kapitel in „Die kleine Souvenirverkäuferin“. Mir fallen immer mehr Figuren ins Auge, die mich an die „Dr. Siri“-Romane von Colin Cotterill erinnern. Diese Männer, die sich in ihrer Jugend aus Idealismus freiwillig gemeldet haben, die an die Ideen des Kommunismus glaubten und die nun desillusioniert vor einer starren Gesellschaft stehen, der die Ideale schon lange verloren gingen und der es in erster Linie darum geht das Gesicht zu waren. Diese Männer balancieren zwischen dem täglichen Vortäuschen von Linientreue und dem Ausreizen ihrer kleinen Freiheiten, um doch noch etwas für die Menschen bewegen zu können.

Jetzt erst einmal eine Stunde Katzenfüttern (und das tägliche Haushaltminimum) und dann geht es weiter mit dem Lesen. 🙂

(Ts, sagt mir doch mal Bescheid, dass ich Souvenir immer falsch schreibe! 😉 )

Update 15:15 Uhr

Nur noch wenige Seiten, dann ist „Die kleine Souvenirverkäuferin“ beendet. Ich mag das Buch, ich weiß nicht, ob ich es noch einmal lesen würde, dafür berührt es mich nicht tief genug, aber es ist so angenehm leise und melancholisch und irgendwie gerade genau richtig. Jetzt mache ich aber erst einmal eine kleine Pause und esse ein Stück Kuchen und versuche die Geräusche vom Nachbarkind zu ignorieren. Unglaublich, wie viel Lärm ein einziges Kind machen kann, während es in der Wohnung über uns mit Lego spielt.

Ach ja, falls ihr euch gefragt habt, warum es an diesem Wochenende so wenige Katzenfotos auf dem Blog gibt: Entweder sind die Katzen ganz weit weg oder so nah, dass das mit dem Fotografieren auch nichts wird.

Es dauert einfach seine Zeit, bis ich Baltimore etwas weiter weggeschoben habe und er still genug hält, dass ich mal ein Foto machen kann. *g*

Nach dem Kuchen drehe ich eine Blogrunde und schaue mal, wie es euch so ergangen ist – und dann beende ich mein Buch. 🙂

Update 18:30 Uhr

Kuchen gegessen, Blogrunde gedreht, „Die kleine Souvenirverkäuferin“ ausgelesen, noch einen Tee getrunken und eine Kurzgeschichte gelesen. Meine Meinung zur Souvenirverkäuferin bleibt bestehen. Ein schönes Buch, eine leise Geschichte vor einer interessanten Kulisse und ich bin froh, dass ich den Roman gelesen habe.

Was die (mal eben nachschauen) siebte Kurzgeschichte aus „Carniepunk“ angeht: „A Duet with Darkness“ von Allison Pang kommt mir wie ein Prolog vor. Ich kann es nicht so recht beurteilen, weil ich vorher nichts von ihr gelesen habe, aber ich hatte das Gefühl, ich würde die oder zumindest eine Vorgeschichte zu ihrer Abby-Sinclair-Reihe lesen. Die Kurzgeschichte für sich genommen, fand ich nicht ganz so überzeugen wie den Großteil der anderen Texte in dieser Anthologie. Auf der anderen Seite hat sie mich sehr neugierig auf die Welt, in der die Abby-Sinclair-Romane spielen, gemacht, obwohl ich befürchte, dass die männliche Hauptfigur (zumindest die im ersten Band) mir nicht zusagen wird. Vielleicht setze ich den ersten Band mal auf meine Wunschliste und teste den mal an … Das ist die schlimmste Folge von Anthologien. 😉

Jetzt werde ich erst mal das Essen für heute Abend fertig machen – nachdem wir von gestern noch so viele Kartoffeln übrig hatten, gibt es einen Curry-Rübli-Auflauf. *mmmh* Und da der Auflauf seine 45 Minuten im Ofen benötigt, bekomme ich vor dem Essen bestimmt noch eine Kurzgeschichte gelesen. 🙂

Update 23:00 Uhr

Nach dem Abendessen habe ich noch eine weitere Kurzgeschichte gelesen (vorher hatte es natürlich nicht mehr geklappt, weil ich mich vom Internet ablenken ließ). „Recession of the Divine“ von Hillary Jacques brachte mir weniger Jahrmarkt-Atmosphäre als erhofft, aber dafür eine nette – wenn auch leider nicht ganz neue – Grundidee rund um griechische Mythologie. Aber ich mochte die Protagonistin Olivia und ihre Bemühungen sie selbst zu bleiben. Außerdem habe ich noch etwas „Animal Crossing“ gespielt und dabei ein Foto gemacht, das zeigt, was ich bei den Katzen mit „zu nah“ meine, wenn es ums Fotografieren geht. 😉

Jetzt noch eine kleine Kommentarrunde und ein paar Seiten „The Gatehouse Mystery“ und dann geht es für mich wohl auch ins Bett. Es war wieder sehr nett gemeinsam zu lesen und ich freu mich schon auf das kommende Wochenende! 🙂

***

Heutige Mitleser:

Kiya
Natira
Hermia

Herbstlesen im September (3)

Ich hatte ja schon am letzten Wochenende mit „Carniepunk“ angefangen und in der Woche habe ich noch ein paar weitere Kurzgeschichten aus der Anthologie gelesen. (Und wie immer denke ich, ich sollte mich häufiger daran erinnern, dass Kurzgeschichten perfekt für Stressphasen sind, wenn man abends nur ein paar Seiten lesen möchte.)

Die fünfte Kurzgeschichte in diesem Band war „The Werewife“ von Jaye Wells – und ich fand schon den Anfang ansprechend, wo beschrieben wird, wie ein Mann nach Hause kommt und ihm erst beim Anblick seiner Frau bewusst wird, dass heute Vollmond ist – und dass er kein Steak mit nach Hause gebracht hat und dass er sich nun schnellstens im Keller einschließen sollte … Doch, die Geschichte hat mir gefallen. 🙂

Auch „The Cold Girl“ von Rachel Caine hat mich gut unterhalten. Die Geschichte beginnt theoretisch ganz harmlos mit einem High-School-Pärchen, das zu einem Jahrmarkt geht, aber schon schnell wird klar, dass Kiley deutlich weniger über ihren Freund Jamie weiß, als ihr bewusst ist. Nett geschrieben, ein paar atmosphärische Szenen und eine der wenigen Geschichten mit einem Happy End.

Diese Woche habe ich das Wochenende übrigens schon Freitagabend mit meinem Mann eingeläutet, indem wir sehr lecker Essen gegangen sind. Knusprige Kartoffelchips, appetitlicher Salat und zum Nachtisch habe ich den besten Karottenkuchen (mit Vanilleeis und Erdbeersauce) gegessen, den ich je hatte. Wenn ich das richtig geschmeckt habe, dann wurde der mit Öl gebacken und er war total fluffig!

Mit „Zelot“ bin ich in der Woche nicht weitergekommen und ich glaube auch nicht, dass ich an diesem Wochenende zu dem Buch greifen werde. Ich hätte lieber etwas Entspannenderes zum Lesen, weiß aber noch nicht genau was. Aber bevor ich mich mit einem Buch aufs Sofa zurückziehen kann, muss ich eh noch den Wochenendeinkauf hinter mich bringen (und will noch einen Kuchen backen). 😉

Update 11:30 Uhr

Der Kuchen ist im Ofen (Apfel-Sandkuchen) und ich habe eine verzweifelte Suche nach meinem Trixie-Belden-Roman hinter mir. Gefunden habe ich das Buch natürlich nicht – das kommt davon, wenn man seine Stapel vor Besuchsankunft umbauen und irgendwie verstauen muss. Es gibt noch zwei Möglichkeiten, wo der Roman sein könnte, aber ich habe keine Lust weiter zu suchen und mich deshalb umentschieden. Zum Frühstück (viel zu viel Zimt-Milchreis von vorgestern mit Apfelmus) gibt es also die ersten Seiten von „Die kleine Souvenirverkäuferin“ von Francois Lelord. Ich habe keine Ahnung mehr, worum es in dem Roman geht, weiß aber noch, dass Ariana (oder war es doch jemand anders?) den so schön fand, dass ich das Buch in der Bibliothek vorgemerkt habe. *g* Heute lesen übrigens auch Natira, Kiya und Hermia mit – ich freu mich schon auf den Austausch und bin gespannt, ob sich uns noch jemand anschließt.

Update 15:15 Uhr

„Die kleine Souvenirverkäuferin“ finde ich bislang wirklich bezaubernd. Schöne kleine Vietnamszenen, die ein angenehm alltägliches Bild auf das Land werfen, eine süße und melancholische Geschichte – doch, das gefällt mir. Ich weiß zwar noch nicht, ob ich den ganzen Tag bei dem Buch bleibe, aber ich genieße es die Charaktere und das Land kennenzulernen.

Oh, und wie ich gerade sehe, hat sich Sayuri uns heute auch wieder angeschlossen! 🙂

Update 16:30 Uhr

Mein Roman liest sich wirklich gut. Viele kleine Kapitel, viele kleine Begebenheiten, sehr atmosphärisch und sehr viel über Vietnam (im Jahr 1996, aber auch über die Vergangenheit des Landes). Sehr viel passiert eigentlich, man lernt die verschiedenen Personen kennen – allen voran den französischen Arzt Julien, der in Hanoi arbeitet. Außerdem steht die Befürchtung im Raum, dass sich im Norden des Landes eine tödliche Virusinfektion ausbreitet, aber noch gibt es keine konkreten Erkenntnisse und die Entscheidungsträger wollen die mögliche Gefahr bislang nur vertuschen. Trotz dieses Aspekts ist das Buch sehr ruhig geschrieben und oft verfolgt man nur Juliens Gedanken über das Land, die Menschen, denen er begegnet, und sich selbst.

Da ich beinah die Hälfte der gut 300 Seiten schon gelesen habe, gibt es jetzt eine Tee- und Kuchenpause mit „Trixie Belden – The Gatehouse Mystery“ – nachdem der gutmütigste Mann der Welt das Buch für mich gesucht hat.

Update 19:00 Uhr

Wie immer bei den ersten Kapiteln eines Trixie-Belden-Romans, habe ich gerade das Bedürfnis die Namen in „The Gatehouse Mystery“ mit einem Kugelschreiber zu korrigieren! Honey klingt einfach nicht richtig, und Brian heißt doch Klaus und Jim ist Uli und … *g* Aber ich werde mich auch dieses Mal daran gewöhnen. Vielleicht sollte ich mir zu Weihnachten einen ganzen Schwung dieser Bücher zulegen, damit ich nicht immer so große Abstände zwischen den einzelnen Bänden habe. Ansonsten finde ich es wieder schön mit Trixie und Brigitte Honey Abenteuer zu erleben. Bislang haben die Mädchen einen Diamanten in einem seit Jahren verlassenen Torhaus gefunden, wurden von einer unbekannten Gestalt belauscht und Trixie ist mal wieder in Giftefeu gelaufen. Natürlich ist sich Trixie sicher, dass der Diamant gestohlen wurde und will nun gemeinsam mit ihrer Freundin nach Hinweisen suchen! Allerdings muss sie sich vorher noch gegen die Auswirkungen des Giftefeus schützen … 😉

Ich mag den altmodischen Charme dieser Kinderbücher wirklich sehr, bin aber gerade etwas zu müde, um weiterzulesen. Es macht sich doch etwas bemerkbar, dass ich heute Nacht erst gegen drei eingeschlafen bin (und dabei ständig träumte, ich müsste Pferdeställe ausmisten Oo) und heute Morgen um halb acht den Wecker hörte. Morgen werde ich dafür definitiv ausschlafen! Jetzt aber erst einmal in die Küche und Abendessen kochen. Heute gibt es einen Zucchini-Kartoffel-Gratin – nicht sehr fotogen, aber dafür sehr lecker!

Geht es euch eigentlich auch so, dass ihr bestimmte Gerichte mit bestimmten Gegebenheiten verbindet? Dieses Gratin erinnert ich immer an die alte Wohnung, an eine Sendung mit Johan Lafer (aus der ich das Rezept habe) und an eine Curling-WM, bei der wir die kanadische Damenmannschaft recht intensiv verfolgt haben (da wir bei einem der Wettkämpfe das Gratin zum ersten Mal gegessen haben). Schon seltsam, dass sich solche Erinnerungen manchmal so lange halten … *g*

Update 21:15 Uhr

Da mein Mann jetzt „Schlag den Raab“ schaut und ich zu müde bin, um neben der Geräuschkulisse zu lesen, werde ich noch ein bisschen mit dem DS spielen und heute wohl nicht mehr zu Buch greifen. Aber ich schau bestimmt vor dem Schlafengehen noch bei meinen Mitlesern vorbei und schaue wie sie den Abend so verbracht haben. 🙂

Update 23:00 Uhr

Jetzt wird es wirklich Zeit ins Bett zu fallen! Ich habe noch ein bisschen in meinem aktuellen Miss-Daisy-Roman gelesen – da ich die auf dem Kindle habe, kann ich die Schriftgröße genügend hochdrehen, um auch mit übermüdeten Augen noch etwas weiterzukommen. 😉

Ich fand es heute wieder sehr schön mit euch gemeinsam zu lesen und hüpfe noch kurz bei euren Blogs vorbei und schaue, ob ihr noch etwas geschrieben habt. Ansonsten gibt es von mir morgen wieder einen Beitrag zum Herbstlesen. Gute Nacht!

***

Heutige Mitleser:

Natira
Kiya
Hermia
Sayuri

Dorothy Gilman: The Elusive Mrs. Pollifax (Hörbuch)

Ich dachte ja eigentlich, dass zwei Rezensionen zu den Mrs.-Pollifax-Hörbüchern auf meinem Blog vollkommen ausreichen würden – mehr liest doch eh niemand zu einer schon älteren Reihe. Aber es macht mir so viel Spaß über Mrs. Pollifax und ihre Abenteuer zu schreiben und ich freue mich jeden Monat darauf die nächste Geschichte im Original hören zu können, dass es nun doch mehr Texte zu dieser ungewöhnlichen Spionin geben wird.

Zu Beginn von „The Elusive Mrs. Pollifax“ wird Mr. Carstairs von seinem Assistenten daran erinnert, dass er Mrs. Pollifax nie wieder einsetzen wollte, weil sie alle Regeln brechen würde, weil sie nicht einmal wüssten, an welche Regeln sie sich als Agentin zu halten hätte und weil Carstairs jedes Mal um zehn Jahre altern würde, wenn sie im Einsatz wäre. Sie sei all die Sorgen einfach nicht wert, hätte Carstairs gesagt – doch der erfahrene CIA-Mitarbeiter wischt alle diese Einwände beiseite und ist sich sicher, dass dieses Mal mit Mrs. Pollifax alles glatt laufen würde. Es ist ja nur ein simpler Kurierjob … 😀

So reist Emily Pollifax hinter den Eisernen Vorhang nach Bulgarien, um in einem wunderschönen Vogelnest-Hut für eine bulgarische Widerstandsgruppe acht Pässe ins Land zu schmuggeln – ohne zu wissen, dass die CIA aus Sparsamkeit die Gelegenheit nutzt und heimlich Geldbündel in ihren Steppmantel eingenäht hat. Doch es wird nicht so einfach für den Empfänger an dieses Geld zu kommen, da Mrs. Pollifax aufmerksam genug ist, um jedes Eindringen in ihr Hotelzimmer zu bemerken und eventuelle Eindringlinge in die Flucht zu schlagen. Neben all den unerwarteten Einbrechern, muss sich Emily auch noch mit Nevana von der bulgarischen Tourismusbehörde herumschlagen, die ganz genaue Vorstellungen davon hat, welche Sehenswürdigkeit Mrs. Pollifax unter welchen Umständen zu besichtigen hat – und die gar nicht glücklich darüber ist, dass diese dickköpfige amerikanische Touristen gegen all ihre Anweisungen handelt.

Außerdem macht sich Emily Gedanken um den jungen Phil Trenda – ein Student, der gemeinsam mit einer ganzen Gruppe von jungen Rucksacktouristen unterwegs ist und der bei der Einreise nach Bulgarien von der Geheimpolizei inhaftiert wurde. Spionage wird dem jungen Mann vorgeworfen und die amerikanische Botschaft in Sofia scheint nicht besonders hilfreich zu sein. Zwischen ihren Versuchen mit den bulgarischen Widerstandskämpfern in Kontakt zu treten und den Diebstahl ihres Hab und Guts zu verhindern, muss Mrs. Pollifax also auch noch dafür sorgen, dass der amerikanische Botschafter sich um das Wohlergehen von Phil kümmert.

An dieser Geschichte mag ich nicht nur, dass ihre gesamte Umgebung an Mrs. Pollifax verzweifelt, weil sie so unberechenbar handelt (oft natürlich nur aus Unwissen um die eigentliche Situation heraus), sondern auch, dass verschiedenen Handlungsstränge, die definitiv nichts miteinander zu tun haben, durch Emily verbunden werden. Dass geschmuggelte Geld, der inhaftierte Student und die Pässe für die Widerstandsgruppe werden nur durch Mrs. Pollifax zu einer Geschichte – und führen so langfristig zu ungewöhnlichen und unvorhersehbaren Bündnissen, die für den Hörer mehr als amüsant zu verfolgen sind.

Emily bringt eine neue Sicht auf vertraute Vorgänge und sorgt so dafür, dass auch ihre Mitstreiter umdenken, sich mehr zutrauen und ungewöhnliche Wege gehen. Ich mag es einfach, dass sie selten etwas als gegeben hinnimmt, aber auf der anderen Seite auch weiß, wann sie die Entscheidung eines Menschen akzeptieren muss. Dazu kommt noch, dass sie in diesem Teil der Serie etwas persönlicher gezeigt wird. Man erfährt von ihrer Einsamkeit nach dem Tod ihres Mannes und es gibt eine wunderschöne kleine Szene, in der deutlich wird, dass sie sich wieder auf einen anderen Mann einlassen könnte, wenn die Umstände nicht so wären wie sie sind.

Ach ja, Barbara Rosenblat liest die Geschichte gewohnt gut. Ich mag die Sprecherin wirklich und ich finde es wunderbar, wie gut ich sie verstehen kann! 😉

Herbstlesen im September (2)

Sonntag ist Ausschlaftag! Dementsprechend lange habe ich mich heute morgen im Bett aufgehalten und fühle mich jetzt angenehm wach. Naja, relativ wach, denn morgens bin ich normalerweise nicht so fit. 😉

Lustigerweise hat mich der eine oder andere Jahrmarkt in meine Träume begleitet – zum Glück waren sie trotzdem nicht ganz so finster, wie sie dadurch eigentlich hätten sein müssen. *g*

Trotzdem werde ich heute Vormittag erst einmal mit „Zelot“ weitermachen, bevor ich überlege, ob ich noch eine Kurzgeschichte aus „Carniepunk“ lese. Miss Daisy wollte ich ja eigentlich erst einmal zur Seite legen, aber auf der anderen Seite bin ich da so kurz vor dem Ende des ersten Bandes, dass ich vermutlich im Laufe des Tages doch noch weiterlesen werde. Für das entspannte Lesen in der Woche hätte ich ja noch Teil 2 und 3 der Reihe, die ich beide ebenfalls schon auf Deutsch kenne.

Außerdem bin ich gespannt, wer sich heute mir wohl wieder anschließen wird. Kiya hat schon ihren ersten Eintrag zum heutigen Sonntag geschrieben und wurde dementsprechend von mir am Ende des Posts verlinkt. 🙂

Update 14:50 Uhr

Da ich zwischendurch das Netbook nicht nutzen konnte, gibt es jetzt erst ein Update. Zum Frühstück und danach habe ich weiter „Zelot“ gelesen. Ich hatte ja gehofft, dass ich einige Passagen weniger verwirrend finde, wenn ich mehr am Stück lese, aber diese Namensflut erschlägt mich. Allein das Kapitel über die fünf hintereinander von Rom eingesetzten Stadthalter und die Folgen ihrer Politik für Jerusalem und die gesamte Region ist so mit Namen gefüllt – die sich zum Teil dann auch noch ähneln, weil Vater und Sohn -, dass ich immer wieder innehalten und bewusst schauen musste, wer wer ist und was gerade tat. Dabei ist das nur ein Kapitelchen … Aber interessant ist das Buch trotzdem. Über den Teil der Welt weiß ich einfach viel zu wenig (und den Teil römischer Geschichte ebenso), dabei sind die Ereignisse bis heute relevant.

Trotzdem ist es Zeit jetzt zu „Carniepunk“ zu wechseln und etwas weniger Daten-Fakten- und Namen-gespicktes zu lesen. 😉  Vorher schaue ich aber mal, was Kiya bislang gemacht hat, und beantworte ein paar Mails. Ach ja, so sieht es übrigens gerade bei mir aus, während ich tippe:

Update 16:45 Uhr

Das Beantworten von ein paar Mails (und Reaktion auf ein paar Tweets und …) hat natürlich mal wieder länger gedauert. Deshalb gibt es zu Tee und Zimtschnecken doch nicht „Carniepunk“, sondern ein paar Seiten mit Miss Daisy. 🙂

Natira und Sayuri sind inzwischen wieder auch dabei und ich finde es schön, wie nett und ungezwungen das Wochenende mit meinen Mitlesern so verläuft (und wie viele appetitliche Essensfotos ich dadurch zu sehen bekomme :D).

Update 19:00 Uhr

„Death at Wentwater Court“ habe ich inzwischen beendet und die Geschichte auch beim zweiten Lesen sehr genossen. 🙂 Nun wird es Zeit zum Kochen. Heute Abend gibt es Paprika-Linsensuppe – wenn auch heute nicht mit roten Linsen, denn davon habe ich doch nicht mehr genug im Haus. Mal schauen, wie es mit einer anderen Linsensorte schmeckt. Oo

Update 21:15 Uhr

Ganz so gut passte unsere Suppe mit den Berglinsen nicht, aber es war trotzdem lecker. Jetzt greife ich doch noch zu „Carniepunk“  und danach werde ich vermutlich nur noch ein bisschen „Animal Crossing“ spielen (die Blumen im Dorf welken halt, wenn man nicht einmal am Tag gießt *g*). Vor dem Schlafengehen – was heute hoffentlich nicht so spät sein wird, da ich morgen wieder viel zu tun habe – schau ich noch kurz, ob es bei meinen Mitlesern noch Aktualisierungen gab. 🙂

Update 23:45 Uhr

Die Handlung von „The Sweeter The Juice“ von Mark Henry aus „Carniepunk“ muss ich definitiv noch etwas sacken lassen. Nicht wegen des Geschlechtsumwandlungsthemas (das ist mal ein interessanter Ansatz), sondern wegen der Zombies … Ich kann besser mit Gewalt in Romanen umgehen, als mit unappetitlichen Beschreibungen. Allerdings finde ich es immer wieder faszinierend, dass ich mich bei Kurzgeschichten eher auf Themen einlasse, die ich sonst meiden würde, weil die Handlung ja nur wenige Seiten lang ist.

Vor dem Schlafengehen brauche ich jetzt definitiv noch etwas Netteres und werde noch ein oder zwei Kapitel im zweiten Miss-Daisy-Band lesen! Es war heute wieder sehr nett mit euch gemeinsam den Tag zu verbringen. Gute Nacht! 🙂

Noch 19 Tage … 😉

***

Heutige Mitleser:

Kiya
Sayuri
Natira

Herbstlesen im September (1)

In der Woche bin ich wirklich nicht viel zum Lesen gekommen. Hier und da schleppe ich den Kindle mit mir rum und lese ein paar Absätze in „Death at Wentwater Court“. Da ich den ersten Miss-Daisy-Roman schon auf Deutsch gelesen hatte, kann ich bei dem Buch ganz gut unterbrechen, ohne dass ich bei der Geschichte den Faden verliere. Deshalb werde ich das Buch auch fürs Wochenende pausieren lassen und stattdessen heute zu zwei anderen Titeln greifen.

„Carniepunk“ ist eine Kurzgeschichtensammlung, in der einige Autorinnen veröffentlicht wurden, die ich gern lese. Ich bin gespannt, ob mir die Kurzgeschichten so gut gefallen wie die Romane dieser Schriftstellerinnen. Außerdem möchte ich endlich mal die drei Anthologien von meinem englischen SuB befreien. Das ist – wie bei den Sachbüchern – ein Genre, das ich wohl kaufe, aber bei dem ich die Bücher dann nicht so schnell anfangen zu lesen.

Apropo Sachbücher, „Zelot“ habe ich mir auch bereit gelegt. Das will ich schon so lange lesen und habe bislang gerade mal die Einleitung des Autors gelesen … vor ein paar Wochen … Am 16. ist der nächste Abgabetermin der Bibliothek und es wäre schön, wenn ich das Buch bis dahin gelesen hätte. Mal schauen, wie weit ich heute damit komme! 🙂

Ansonsten habe ich heute morgen mit meinem Mann den Wochenendeinkauf erledigt und danach den Hefeteig für die Zimt- und Schokoladenschnecken angesetzt. Während der Teig geht, kann ich ja schon mal mit dem Lesen anfangen (und Frühstücken).

Ach ja, eventuelle heutige Mitleser werde ich am Ende des Posts mit ihrem Beitrag verlinken.

Update 14:30 Uhr 

Bis jetzt sah mein Lesen so aus, dass ich einen Absatz gelesen habe und dann fing mein Mann an mir etwas zu erzählen. Einige Zeit später las ich den selben Absatz noch einmal und dann klingelte der Küchenwecker … 😀 Aber nun sind die Katzen gefüttert, die Zimt- und Schokoschnecken gebacken (mit Temperatur und Zeit muss ich noch mal experimentieren, dass passten die Rezeptangaben nicht zu meinem Schnecken) und mein Mann widmet sich der Playstation.

Ich greife also wieder zum Buch und fange an mit dem Satz „Love is a bitch“ und einer großen Tasse Tee …

Update 16:30 Uhr

So, die erste Kurzgeschichte ist gelesen. „Painted Love“ von Rob Thurman hat mir schon einmal sehr gut gefallen. Ein Jahrmarkt, ungewöhnliche Ansichten über Pudel und Clowns, ein pädophiler Psychopath und eine „Tigerin“. Vor allem hat es mich wirklich beschäftigt herauszufinden, wer mir diese Geschichte erzählt. 🙂

Nach der Geschichte habe ich eine kleine Schnecken- (lecker!) und Animal-Crossing-Pause eingelegt. Jetzt überlege ich, ob ich mir noch eine Kurzgeschichte gönne oder einen Blick in „Zelot“ werfe.

Oh, und ich habe gerade gesehen, dass nicht nur Kiya, sondern inzwischen auch Sayuri mitliest! 🙂

Update 18:15 Uhr

Ich hatte schon an anderer Stelle erwähnt, dass ich mit Religon nicht viel am Hut habe. Ich habe eine grundlegende Vorstellung vom Christentum, die vor allem auf Schul- und Konfirmationsunterricht basiert, aber mir persönlich ist Religion sehr fern. Umso spannender finde ich gerade Reza Aslans Ausführungen über die politische Situation in der Zeit rund um Jesus Geburt und über die Stimmung, die gegenüber dem Römischen Reich herrschte. Das gibt mir das Gefühl, dass ich mal wieder ein faszinierendes Puzzelstückchen zu meinem Geschichtswissen zufügen kann.

Update 20:30 Uhr

Nach dem Abendessen werde ich jetzt noch einmal schauen, was Kiya, Sayuri und Natira (die sich uns inzwischen angeschlossen hat), noch von ihrem Lesetag erzählt haben. Danach geht es weiter mit „Zelot“ und „Carniepunk“. Da mein Mann jetzt schön über Kopfhörer Musik hört, kann ich mich nun ganz auf meine Bücher konzentrieren. 🙂

Update 01:00 Uhr

Bei „Zelot“ muss ich ganz schön aufpassen, um den Sprüngen, die der Autor – zeitlich und gedanklich – macht, auch folgen zu können. Ich finde die politische und religiöse Situation von Jerusalem in den Jahrzehnten vor unserer Zeitrechnung spannend und erhellend, aber hier und da finde ich den Stil des Autors (oder Übersetzers) mit vielen eingeschobenen Nebensätzen anstrengend. Und die Flut der Namen sorgt dafür, dass ich immer wieder Passagen noch einmal lesen muss, um zu verstehen wer mit wem verwandt war, wer an der Macht war, durch wen eingesetzt worden war und wer in welcher Position welche Relevanz hatte. Trotzdem bin ich heute ein paar Kapitel weit gekommen und werde morgen bestimmt weiterlesen.

Die zweite Kurzgeschichte in „Carniepunk“ ist von Deliah S. Dawson. Die Autorin beschreibt sehr atmosphärisch einen glitzernden, überwältigenden und gefährlichen Jahrmarkt, was ich sehr genossen habe. Auf der anderen Seite hatte ich anfangs aus irgendeinem Grund das Gefühl, dass sie voraussetzt, dass ich als Leser Lydia (die Protagonistin in „The Three Lives of Lydia“) schon kenne. Und damit meine ich nicht den üblichen abrupten Beginn einer Kurzgeschichte. Die Handlung entwickelt sich dann zwar zu etwas vollkommen Eigenständigem mit einem netten bösem Ende, aber das hat mich auf den ersten Seiten wirklich irritiert. Ach ja, das war der erste Text, den ich von Deliah S. Dawson gelesen habe.

Zwischendurch habe ich dann doch noch etwas in „Death at Wentwater Court“ gelesen. Mit dem Wissen um die Auflösung bin ich ganz irritiert, dass ich trotz all der Ereignisse und Gespräche erst bei 20% bin, genieße aber trotzdem jedes Gespräch und jeden Gedanken, den Daisy und ihr Polizist übereinander haben. (Und während ich das hier schreibe, fällt mir ein, dass ich ein 4er-Bundle auf dem Kindle haben – somit sollten 20% schon der größte Teil des ersten Romans gewesen sein. :D)

Zuletzt gab es noch die Kurzgeschichte „The Demon Barker of Wheat Street“ von Kevin Hearne für mich. Die Geschichte ist Teil einer Serie rund um den Druiden Atticus und ich mochte den etwas Harry-Dresden-haften Ton und den Wolfshund (auch wenn er stellenweise etwas zu Bob-artig war). Ein bisschen frage ich mich aber, was die Autoren dieser Anthologie eigentlich immer mit Pudeln haben. Oo

Jetzt noch mein abendliches Spiele-Kalender-Schokostück* naschen und ein paar Seiten „Death at Wentwater Court“ lesen und dann geht es ab ins Bett.

* Anscheinend habe ich meine extreme Vorfreude auf das DS-Spiel „Fantasy Life“ in den letzten Wochen so oft zum Ausdruck gebracht, dass mein Mann sich genötigt sah mir – nach Vorbild eines Adventskalenders – einen Spiele-Kalender zukommen zu lassen. Jetzt gibt es jeden Abend ein Stück Schokolade bis die (noch 20 *seufz*) Tage bis zum Erscheinungstermin vorbei sind.

***

Heutige Mitleser:


Kiya
Sayuri
Natira

Herbstlesen im September

Wie schon in meinem „September-SuB“-Post erwähnt, wird dieser Monat ziemlich arbeitsintensiv für mich. Ich gehe momentan nicht davon aus, dass ich abends noch die Konzentration und die Lust zum Lesen und Bloggen haben werde (auch wenn die Ankündigung einer beitragsarmen Zeit oft genau die richtige Voraussetzung ist, um gerade dann intensiv loszulegen :D). Stattdessen möchte ich mir die Wochenenden zum Erholen, Lesen, Bloggen und vielleicht sogar Kochen und Backen freihalten.

Da ich die zwanglosen Lesewochenenden mit den anderen Bloggern bislang immer so genossen habe, mache ich eine Aktion daraus, damit ich mir auch wirklich die Zeit dazu nehme. Also werde ich im September hier auf dem Blog von meinen Wochenenden berichten. Es gibt je einen Post am Samstag und am Sonntag, in dem ich von meiner aktuellen Lektüre erzähle und hier und da ein paar Fotos einstelle. Ihr kennt das ja schon von anderen Aktionen. 😉

Vielleicht hat ja jemand von euch Lust, sich mir an dem einen oder anderen Wochenende im September anzuschließen und darüber zu bloggen, was gerade gelesen wird und wie man sich sonst so den Tag gemütlich und erholsam einrichtet. Wenn ja, dann würde ich mich freuen, wenn ihr mir in den Kommentaren (hier oder an dem betreffenden Tag) eine Nachricht hinterlasst.

September-SuB 2014

Bevor ich mein übliches „Monatsfazit“ inklusive Vorhaben für die kommenden Wochen schreibe, möchte ich mich bei meinen Lesern bedanken. Als ich Anfang August meine Gedanken zu „Wie viel muss ich über einen Autor wissen, bevor ich seine Bücher lesen darf“ veröffentlichte, ging ich zwar davon aus, dass die meisten Kommentatoren auf meinem Blog ruhig und überlegt über so ein Thema diskutieren würden, aber so ein Beitrag hätte ja auch andere Reaktionen hervorrufen können. Deshalb noch einmal ein ganz großes Danke dafür, dass ihr euch ernsthaft mit meinen Gedanken und respektvoll den Ansichten der anderen Kommentatoren auseinandergesetzt habt!

Im August hatte ich teilweise wenig Zeit zum Lesen – dafür gab es eine sehr schöne Woche mit Besuch. 🙂 Trotzdem habe ich insgesamt 9 Bücher, 1 Kurzgeschichte und 2 Comics – einer davon mit 720 Seiten – gelesen, darunter viel „Fast Food“-Lektüre, die ich dafür sehr genossen habe. Bei den Hörbüchern gab es nur eins, das ich beendet habe. Das liegt ein wenig daran, dass ich das Gefühl habe, ich sollte die geliehenen Hörbücher vorziehen – und dann hatte ich prompt genau auf diese keine Lust. Es wird Zeit, dass ich ein paar Leihgaben (im Zweifelsfall ungehört oder ungelesen) zurückgebe, um dieses „Pflichtgefühl“ loszuwerden.

Für den September habe ich einige Arbeit vor mir und werde wohl abends selten zum Lesen (oder Schreiben) kommen. Trotzdem möchte ich mindestens ein Hörbuch hören, endlich wieder ein Sachbuch beenden und mindestens ein englisches Buch lesen. Vielleicht sollte ich mir gezielt die Wochenenden zum Lesen und Bloggen vornehmen. Außerdem freue ich mich total darauf, dass Ende des Monats mit „Fantasy Life“ ein Spiel für den 3DS erscheint, das mir – hoffentlich – sehr viel Spaß machen wird. Seit Dezember 2013 ist bei mir kein neues Spiel eingezogen und so langsam wird es wirklich Zeit für etwas Neues!

A (2)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (12)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Quentin Bates: Kalter Trost
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
Michael Boccacino: Charlotte und die Geister von Darkling
P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud  
Brom: Krampus
Jim Butcher: Im Schatten des Fürsten (Codex Alera 2)

C (1)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)

D (3)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

E (0)

F (9)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Thomas Finn: Schwarze Tränen
Alex Finn: Beastly
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (7)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Will Hill: Department 19 – Die Wiederkehr
Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
Daniel Holbe: Giftspur

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (0)

K (4)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade

L (1)
Siri Lindberg: Nachtlilien

M (3)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)

P (3)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund

Q (0)

R (10)
Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (8)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (5)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (5)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriella Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)

Sonstige (0)

82 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

Marie Brennan: A Natural History of Dragons
Sarah Rees Brennan: Unspoken
Jim Butcher: Side Jobs (Harry Dresden Kurzgeschichten)
Julie Campbell: The Gatehouse Mystery (Trixie Belden #3)
Gail Carriger: Changeless (Parasol Protectorate #2)
Gail Carriger: Blameless (Parasol Protectorate #3)
Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #4)
Gail Carriger: Timeless (Parasol Protectorate #5)
Soman Chainani: The School for Good and Evil 2
Jennifer Estep: Spider’s Revenge (Elemental Assassin #5)
Mira Grant: Feed
Tanya Huff: The Wild Ways
Lynn Kurland: Star of the Morning
Seanan McGuire: Chimes at Midnight (October Daye #7)
Seanan McGuire: The Winter Long (October Daye #8)
Seanan McGuire: Sparrow Hill Road
Anthony Minghella: Jim Henson’s The Storyteller
Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
Julia Quinn: Dancing at Midnight
Julia Quinn: Splendid
Julia Quinn: Minx
Julia Quinn: Everything and the Moon
Julia Quinn: Brighter Than the Sun
Philip Reeve: Larklight
Lisa und Laura Roecker: The Liar Society
A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line

Sonstiges:
West Ward Weird
Home Improvement: Undead Edition
Carniepunk

32 Titel auf dem englischen SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

SuB-Zuwachs im August

Im August waren meine Neuzugänge mal wieder etwas übersichtlicher (was gar nicht so schlecht ist, wenn ich eh wenig Zeit zum Lesen habe). Vor allem habe ich mich (wieder) darauf konzentriert ein paar Kindheitserinnerungen aufzufrischen.

Soman Chainani: The School for Good and Evil 2 – A World Without Princes
[Fortsetzung, da mir der erste Band rund um Agatha und Sophie so gut gefallen hatte.]

Anthony Minghella: Jim Henson’s The Storyteller
[Noch eins für die Jim-Henson-Sammlung – leider dieses Mal mit Illustrationen von verschiedenen Zeichnern und nicht ganz so bezaubernd wie die von Brian Froud.]

Der erste Teil der Elfquest-Gesamtausgabe ist nichts für den SuB, aber dafür die Erfüllung eines Jugendtraumes. Eine Freundin von mir hatte vor vielen, vielen Jahren die deutschen Comicalben und ich fand die Geschichten rund um die Wolfsreiter einfach toll. Aber irgendwie habe ich es nie geschafft, mir die Reihe selber zuzulegen – auch weil die Alben irgendwann nur noch zu Mondpreisen zu bekommen waren. Jetzt gibt es eine finanzierbare US-Gesamtausgabe und der erste Band beinhaltet den ersten großen Handlungsbogen. 720 Seiten mit ansprechenden Schwarz-Weiß-Zeichnungen, tollen Figuren und einer wunderschönen Fantasygeschichte … *hach* Allerdings liegt der Band doch erstaunlich schwer in der Hand, was eine längere Lesezeit unmöglich macht. 😉

Carola Dunn: Manna from Hades (Cornish Mystery 1)

Nachdem ich einige der „Miss Daisy“-Romane von Carola Dunn (da muss ich mir unbedingt noch weitere Bände besorgen) mit so viel Vergnügen gelesen habe, habe ich in diesem Monat den ersten Versuch mit ihren „Cornish Mysteries“ gestartet. Diese Geschichten spielen nicht in den 1920er Jahren, sondern in den 60ern in einem kleinen (fiktiven) Ort in Cornwall. Protagonistin ist die schon ältere Eleanor Trewynn, dazu werden einige Kapitel aus der Perspektive ihrer Nichte Megan Pencarrow erzählt, die als einer der ersten weiblichen Polizisten in Cornwall arbeitet.

Eleanor Trewynn hat ihr Leben lang gemeinsam mit ihrem Mann Peter im Ausland für eine gemeinnützige Organisation gearbeitet, doch nach Peters Tod ist sie nach Cornwall zurückgekehrt, hat ein kleines Haus gekauft und einen Geschäft aufgemacht, in dem Gebrauchtwaren für einen guten Zweck verkauft werden. Gemeinsam mit ihrer Hündin Teazle führt sie ein relativ ruhiges, aber nicht langweiliges Leben, organisiert Spenden für das Geschäft, übt regelmäßig für ihre Gesundheit Aikido und verbringt Zeit mit ihren Freunden und Nachbarn. Doch dann findet sie eines Morgens eine Leiche im Lager des Geschäfts: Ein junger Mann, der eindeutig ermordet wurde und den keiner je zuvor im Ort gesehen hat.

Mir gefällt es sehr, dass Eleanor sich nicht als Ermittlerin betätigt, sondern die Suche nach dem Mörder der Polizei (darunter auch ihre Nichte Megan) überlässt. Natürlich trägt sie trotzdem ihren Teil zur Lösung des Falles bei, indem sie als Zeugin von Dingen berichtet, die sie gesehen hat oder die ihr aufgefallen sind. Dabei gibt es immer wieder amüsante Szenen, in denen Eleanor und Detective Inspector Scumble aneinandergeraten, weil der Polizist klare und strukturierte Aussagen erwartet, während Eleanor sich von seiner Art Fragen zu stellen aus dem Tritt gebracht fühlt und nicht alle Informationen auf die Reihe bekommt, die sie ihm eigentlich mitteilen wollte.

Ich mag es, wie Carola Dunn Eleanor dargestellt hat. Sie ist eine patente Frau, deren Prioritäten und Ansichten sich durch die lange Zeit im Ausland von denen ihrer Nachbarn häufig unterscheiden. Während sie auf der einen Seite auf viele Personen etwas tüdelig wirkt, weil sie zum Beispiel nie weiß, wo sich ihre Schlüssel befinden oder weil sie mal wieder vergessen hat ihr Auto oder ihre Wohnung abzuschließen, bekommt man als Leser mit, dass Eleanor einfach nur andere Dinge deutlich wichtiger findet und sich lieber darauf konzentriert. So ist sie vielleicht nicht so effizient wie es sich der Inspektor wünscht oder so energisch wie die Pfarrersfrau, aber dafür ist es für den Leser immer wieder nett ihre Gedankengänge zu verfolgen und ihre Ansichten zum Verhalten verschiedener Personen nachzuvollziehen.

Der Fall an sich ist – wie so oft bei den Cozies – jetzt nicht so komplex, bietet der Autorin aber viele Gelegenheiten die 60er Jahre darzustellen (inklusive junger Hausbesetzer) oder die wunderschönen Landschaften von Cornwall zu beschreiben. Dabei artet das Ganze nicht in endlose atmosphärische Absätze aus, sondern wird angenehm in die Handlung eingebettet. Im Vergleich zu den „Miss Daisy“-Romanen fand ich „Manna from Hades“ ruhiger, da Eleanor zwar eine aktive, aber eben auch nicht mehr ganz junge Frau ist, die ein normalerweise ruhiges Leben auf dem Land führt. Mir persönlich hat diese Ruhe sehr gut getan und ich habe den Roman als kleinen „Urlaubsersatz“ empfunden. Ich kann mir aber auch gut vorstellen, dass diese Ruhe und die nicht so wahnsinnig spannende Handlung – trotz des wunderbaren Humors – dem einen oder anderen zu langweilig wird.

[Kurz und knapp] Emma Goodwyn: Tod im Tower (John Mackenzies erster Fall)

In den letzten Wochen hatte ich relativ viele Zahnarzttermine und dementsprechend einen großen Bedarf an „Wartezimmerlektüre“. „Tod im Tower“ war perfekt für die Wartezeit beim Zahnarzt – atmosphärisch geschrieben, sympathische Charaktere und der Fall war zwar jetzt nicht superspannend, aber unterhaltsam geschrieben. Mit John Mackenzie hat die Autorin Emma Goodwyn eine reizvolle Figur geschaffen. Der ehemalige Armeepsychologe ist seit neustem Mitglied der königlichen Wachtruppe des Towers und als der Beefeater eines Abends seinen Dienst antritt, vermissen kurz darauf seine Kollegen eine Besucherin der Schlüsselzeremonie.

Als wenig später die Leiche der jungen Dame gefunden wird, steht schnell fest, dass als Mörder nur einer der Besucher oder ein Kollege von John in Frage kommt. Neben den Ermittlungen der Polizei (unter der Führung von Johns verhasstem Cousin Simon Whittington) soll John auf Anweisung seines Vorgesetzten nach möglichen Verdächtigen suchen. Seine Erfahrungen als Psychologe, so Johns Vorgesetzter, sollte ihm dabei von Vorteil sein und dabei helfen den Täter einzugrenzen.

„Tod im Tower“ ist kein besonders spannender Krimi, die Lösung ist recht vorhersehbar, die Schreibweise eher schlicht und die Figuren sind nicht besonders komplex dargestellt. Trotzdem habe ich mich von dem Roman wunderbar unterhalten (und vom Zahnarzttermin abgelenkt) gefühlt. Es gibt viele nette kleinen Szenen, sei es zwischen den verschiedenen Figuren oder rund um die Orte, an denen John sich aufhält. John selber ist ein netter und hilfsbereiter Familienmensch, die Arbeit im Tower wird atmosphärisch beschrieben (wobei ich nicht beurteilen kann wie realistisch die Darstellung ist) und obwohl ich das Buch bei 30 Grad Außentemperatur gelesen habe, habe ich die Vorweihnachtsstimmung der Geschichte genossen.

Ich bin jetzt nicht so hingerissen von dem Roman, dass ich mir sofort die Fortsetzungen besorgen muss, bereue die Zeit, die ich mit dem Buch verbracht habe, aber definitiv nicht. Es war einfach mal wieder eine unterhaltsame, wenn auch wenig aufsehenerregende Lektüre. Manchmal reicht es eben, wenn ein Buch nur „ganz nett“ ist.