Dieses Jahr war wirklich seltsam und schrecklich und aufreibend und es ist kaum zu glauben, dass heute schon der letzte Lese-Sonntag 2020 und gleichzeitig der vierte Adventssonntag ist. In den vergangenen Wochen hatte ich viel um die Ohren und trotzdem habe ich es geschafft relativ viel (wenn auch wenig gehaltvoll) zu lesen und ein paar Rezensionen zu schreiben. Für heute stehen die üblichen Sachen auf dem Programm: Lesen, Brettspielen und „Animal Crossing“, wobei ich mich beim Videospielen momentan etwas zurückhalten muss, weil meine linke Hand in den letzten Wochen ein bisschen gemuckt hat und nicht so gern für länger Zeit den JoyCon halten mag. Das Handarbeiten ist deshalb in diesem Monat auch komplett weggefallen, was mich sehr geärgert hat, aber es lässt sich nun einmal nicht ändern … Wie immer starte ich mit dem lästigen Pflichtkram, bevor ich mit „A Spoonful of Murder“ von Robin Stevens den gemütlichen Teil des Tages beginnen lasse.
Update 11:00 Uhr
Wie immer zieht sich am Sonntagmorgen alles so lange hin, dass ich erst sehr spät zum Lesen komme – genau genommen fange ich damit erst an, wenn ich gleich dieses Update beendet habe. *g* Dafür habe ich inzwischen nicht nur den lästigen Haushaltskram hinter mich gebracht und mich mit meinem Mann unterhalten, der sich fragte, ob es in Nordamerika Großstädte gegeben hat, bevor die weißen Eroberer den Kontinent einnahmen. (Unser Fazit war, dass wir grundsätzlich viel zu wenig über das Leben der native americans wissen, aber die Dinge, die wir wissen, sprechen gegen Städte mit zehntausenden Einwohnern …), sondern auch endlich die Kommentare der letzten Tage beantwortet und den Feedreader geleert. Dabei habe ich entdeckt, dass Neyasha zum Jahreswechsel eine Leseaktion plant, an der ich wohl teilnehmen werde. Außerdem bin ich kurz bei „Animal Crossing“ reingegangen, um Rüben zu kaufen, damit ich damit die Woche über wieder spekulieren kann. Jetzt wird es aber wirklich Zeit, dass ich zum Buch greife (und irgendwann muss ich mir auch noch ein Frühstück machen)! Oh, und ob es mit dem Brettspielen heute klappt, müssen wir auch noch sehen, da das Wetter heute so düster ist, dass wir (da wir immer noch keine Deckenlampen haben) wohl nicht genügend Licht in dem kleinen Zimmer haben werden.
Update 14:00 Uhr
Seit dem letzten Update habe ich doch wirklich in „A Spoonful of Murder“ von Robin Stevens gelesen! Das Buch ist der sechste Teil der „Murder Most Unladylike“-Reihe rund um Hazel Wong und Daisy Wells und inzwischen sind die beiden Mädchen schon vierzehn Jahre alt – und Hazel war seit zwei Jahren in Hongkong. Doch nun ist ihr Großvater gestorben und sie wird von ihrem Vater für die Trauerfeierlichkeiten zurück nach Hause gerufen. Auf der Reise wird sie von Daisy begleitet, für die es ein ganz neues Erlebnis ist, dass ihre Umgebung so fremdartig ist und so viele Regeln unterliegt, die ihr unvertraut sind. Ich finde es schön, dass auf einmal Hazel diejenige ist, die sich Zuhause (und relativ selbstbewusst) fühlt, während Daisy immer wieder überraschende Unsicherheiten zeigt.
Dabei ist die Heimkehr für Hazel nicht ungetrübt, denn ihr Verhältnis zu ihrer Mutter ist angespannt und ihr Vater schenkt ihr kaum Beachtung, da sie (überraschenderweise) einen kleinen Bruder bekommen hat, der – allein schon aufgrund seiner Bedeutung für die Familie – die Aufmerksamkeit des Vaters vollkommen auf sich zieht. Bislang ist noch kein Mord passiert, auch wenn der Anfang der Geschichte schon verraten hat wer an welchem Mord ermordet wird, und so amüsiere ich mich momentan damit die verschiedenen Figuren kennenzulernen und jeden kritisch bezüglich seines Verhältnisses zum Mordopfer zu betrachten. So sehr ich in den letzten Wochen meine „fluffigen“ Romantasyromane und fantastischen Kinder- und Jugendbücher gebraucht habe, so sehr genieße ich es gerade mal wieder einen Kriminalroman (wenn auch ebenfalls für ein jugendliches Publikum geschrieben) zu lesen.
Weshalb ich meinen Roman auch erst zur Seite gelegt habe, als mein Magen einfach nicht mehr zu überhören war. Zum Frühstück gab es mal wieder Porridge (genau gesagt diverse Flocken gemischt mit gepopptem Amaranth, Zimt und Erdnussbutter und für die Süße eine Banane – nicht sehr ästhetisch, aber lecker!) und dazu habe ich Kommentare beantwortet und Blogbeiträge gelesen. Da ich davon ausgehe, dass in der letzten Viertelstunde nicht viel auf euren Blogs passiert ist, greife ich einfach wieder zum Buch und lese weiter. Sehr lange kann es bis zum Mord nicht mehr sein …
Update 17:00 Uhr
Seit dem letzten Update habe ich etwas online rumgedamelt und dann meine Nachmittagsrunde bei „Animal Crossing“ gedreht, um die wichtigsten täglichen Dinge auf die Reihe zu bekommen. (Und ja, es wäre nicht wirklich unbedingt nötig, aber irgendwie gehören diese zwanzig Minuten mit Bäume schütteln, Nachbarn ansprechen, neuerdings Schneemann bauen und ähnlichem nun mal zu meinem Alltag. *g*) Außerdem habe ich gelesen und mich dabei so über die Entwicklung der Handlung und der beiden Protagonistinnen gefreut! Inzwischen gab es einen Mord und eine Entführung und es sieht so aus, als ob Hazel von den Tätern als Mörderin präsentiert werden soll, da ein Erbstück, das sie gerade erst von ihrem verstorbenen Großvater bekommen hat, als Mordwaffe eingesetzt wurde. Ich mag weiterhin, dass Hazel dieses Mal diejenige ist, die die Verdächtigen und die Umgebung kennt, während Daisy – auf ihre ganz spezielle Art – Hazel so gut es ihr möglich ist unterstützt und für sie da ist.
Bevor ich wieder zum Buch greife, gönne ich mir aber erst einmal einen Milchkaffee und die gestern von meinem Mann ergatterten Dominosteine und schaue nach euren Updates. Dominosteine sind definitiv nicht mein Lieblingsweihnachtsgebäck, aber das einzige „Weihnachtliche“, was wir seit Oktober hier im Viertel noch kaufen können – und zu meiner eigenen Überraschung habe ich das in den letzten Tagen ein bisschen vermisst. Dabei habe ich bewusst aufs Plätzchenbacken verzichtet, um mir keinen Stress zu machen, und auch das bisschen Weihnachtsdeko, das ich sonst aufstelle, war mir die Mühe in diesem Jahr nicht wert, was alles vollkommen okay ist, auch wenn ich meine Spekulatius in dieser Woche vermisst habe. *g*
Update 21:30 Uhr (letztes Update)
Meine Lesezeit zwischen „Updates lesen“ und Kochen wurde dann leider von unserem Vermieter verhindert, der aus unserem Keller heraus anrief, weil die Heizung eine Störung meldete. Da mein Mann und ich uns im vergangenen Winter direkt nach dem Einbau um die Heizung gekümmert hatten, durften wir dann erst einmal schauen, was das Problem war und dann unserem Vermieter erklären, wie er ausreichend Druck auf den Kessel bekommt, um die Fehlermeldung wieder weg zu bekommen. Dabei gab es dann ein paar interessante Informationen über die Hinterhaus-Nachbarn, die gerade ausgezogen sind, und die Erdgeschoss-Nachbarn, die in diesem Jahr schon mehrfach gewechselt haben. Dann ging es für mich in die Küche, um mal wieder Rote-Beete-Risotte zuzubereiten (lecker, wenn auch nicht ganz so schlotzig, wie ich es gern habe, aber ich wollte nicht noch extra Brühe erhitzen). Beim Kochen hat mein Mann mir Gesellschaft geleistet, während wir einen Adventskalender-Podcast gehört haben (das hat sich in den letzten Wochen bei uns so eingebürgert) und zum Essen gab es dann die vorletzte Folge (Mississippi-Delta) der aktuellen „Somebody Feed Phil“-Staffel, die wir uns wirklich sehr gut aufgeteilt haben, weil wir die Sendung so mögen. Danach habe ich dann eine Blog- und Kommentarrunde gedreht und beendet nun mit diesem Update meinen „Onlinetag“, um noch etwas Zeit ungestört mit Lesen verbringen zu können. 😉
Schön, dass ihr mir heute wieder Gesellschaft geleistet habt, ich habe mich sehr darüber gefreut und hoffe, dass wir uns auch im kommenden Jahr wieder an den Lese-Sonntagen wiedersehen werden! Kommt gut in die neue Woche und passt weiterhin auf euch und eure Lieben auf, damit ihr gesund durch die Feiertage und ins neue Jahr kommt! 🙂
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Heutige Mitleserinnen:










