Sachbuch-Challenge 2014 – Ein Anstupser!

Inzwischen läuft meine Sachbuch-Challenge schon seit vier Monaten und so langsam denke ich, dass es Zeit wird, einigen Teilnehmern (zu denen ich mich auch zählen darf) einen kleinen Anstupser zu geben.

Bis zum 30.06.2014 sind es nur noch knapp zwei Monate, und bis zu diesem Zeitpunkt sollten fünf Sachbücher gelesen und mit einer Rezension oder zumindest mit einem kurzen Leseeindruck auf dem jeweiligen Blog bedacht worden sein.

Wer also hinterherhinkt – und sei es nur wie ich mit dem Schreiben von Rezensionen -, der sollte so langsam schon mal seinen Endspurt bis zum Zwischenziel planen, damit die Challenge nicht schon zum Ende des ersten Halbjahres in Stress ausartet.

Ich habe Ende April mal alle teilnehmenden Blogs besucht und meine Liste aktualisiert, wobei ich nur die Titel aufgenommen habe, die auch schon rezensiert wurden. Schaut doch bitte einmal nach, ob ich etwas übersehen habe oder ob mein Stand so korrekt ist:

Ariana

  1. Ronald Reng: Gebrauchsanweisung für London
  2. Anna Regeniter: Ein Jahr in London
  3. Ditte und Giovanni Bandini: Das Vampirbuch

Birthe

BücherFähe

  1. Charles River Editors: Calico Jack, Anne Bonny and Mary Read – The Lives and Legacies of History’s most famous Pirate Crew
  2. Alan Greenspan: Mein Leben für die Wirtschaft
  3. Luise Schmidt: Canarisches Tagebuch 1904-1906
  4. Richard Louv: Das Prinzip Natur – Grünes Leben im digitalen Zeitalter

Hermia

  1. Margaret C. Sullivan: The Jane Austen Handbook – Proper Life Skills from Regency England
  2. Thomas de Padova: Leipniz, Newton und die Erfindung der Zeit
  3. Rebecca Skloot: Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks
  4. Roberta S. Kremer: Zerissene Fäden

DieJai

  1. Jinaika Jakuszeit und Miriam Dornemann: Die kreative Manufaktur: Schönheit aus der Natur – Naturkosmetik selbst herstellen
  2. Daniela Matijevic: Mit der Hölle hätte ich leben können – Als deutsche Soldatin im Auslandseinsatz

Marie L.

  1. Ina Jung und Christoph Lemmer: Der Fall Peggy – Die Geschichte eines Skandals

Natira

  1. Lena Gorelik: Lieber Mischa
  2. Richard P. Feynman: Es ist so einfach: Vom Vergnügen, Dinge zu entdecken
  3. E.H. Gombrich: Die Geschichte der Kunst
  4. Charles Darwin: Reise um die Welt (Hörbuch)
  5. Maggie Lane: Understanding Austen

Neyasha

  1. Alberto Angela: Vom Gladiator zur Hure – Die Reise einer Münze durch das Römische Reich
  2. Reinhold Messner: Der nackte Berg. Nanga Parbat – Bruder, Tod und die Einsamkeit
  3. Axel N. Halbhuber: Ich geh dann mal heim

Nina

  1. Sabrina Fox: Mrs. Fox will heim
  2. Gayle Tuffs: Miss Amerika
  3. Linda Lovelace: Ich packe aus!

Rachel
Sayuri
Winterkatze

  1. Sina Trinkwalder: Wunder muss man selber machen

Wörterkatze

Einige von euch liegen ja fantastisch in der Zeit wie Natira mit ihren fünf gelesenen und rezensierten Titeln, ein paar haben zwar schon viel gelesen, aber noch keine Besprechung verlinkt (huhu, Wörterkatze), von anderen habe ich seit der Anmeldung zur Challenge nichts mehr gehört.

Selbst wenn ihr es bis zum 30.06. nicht mit den 5 Büchern schaffen solltet, so würde ich mich doch freuen, wenn ihr die Challenge nicht endgültig aufgebt, sondern in den kommenden Monaten weiterhin einen Versuch mit Sachbüchern und dazugehörigen Rezensionen startet.

Ich wünsche euch noch viel Spaß beim Lesen! Erzählt mir weiterhin von euren gelesenen Sachbüchern (auch wenn das regelmäßig meine Neugier auf die erwähnten Titel weckt, was meinem Sachbuch-SuB so gar nicht gut tut).

Mai-SuB 2014

So richtig intensiv habe ich im April nur rund um die „7 Days – 7 Books“ gelesen (und dabei ging ein Großteil der Zeit eher für die Blogrunde als für meine Bücher drauf). Dafür habe ich viele Stunden mit Hörbüchern verbracht, was zu einer ziemlich stolzen Anzahl gehörter Geschichten führt. Insgesamt habe ich im April 10 Bücher und 4 Manga gelesen und 8 Hörbücher/Hörspiele (mit insgesamt ca. 50 Stunden Laufzeit) gehört. In der letzten Woche war ich dann abends oft zu müde zum Lesen und habe doch einige Zeit mit dem DS und dem Fernseher (bzw. DVD gucken) verbracht.

Für den Mai möchte ich mir weiter den Leih-SuB vornehmen. Viele Titel sind da zwar nicht mehr drauf, aber auch die sollte ich langsam mal lesen. Außerdem sollte ich endlich die Rezensionen für die Sachbuch-Challenge in Angriff nehmen und werde dafür auch wieder ein Buch lesen, ebenso wie einen englischen Titel für meine persönliches Vorhaben. Dazu plane ich noch 3 Titel vom SuB zu befreien und wieder mehr Manga zu lesen. Jetzt muss ich für all das nur noch die Zeit finden. 😉

A (2)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (12)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Quentin Bates: Kalter Trost
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
Michael Boccacino: Charlotte und die Geister von Darkling
P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud  
Brom: Krampus
Jim Butcher: Im Schatten des Fürsten (Codex Alera 2)

C (1)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)

D (3)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

E (0)

F (9)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Thomas Finn: Schwarze Tränen
Alex Finn: Beastly
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (12)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
Kim Harrison: Blutschwur (Rachel-Morgan-Serie)
Kim Harrison: Blutsbande (Rachel-Morgan-Serie)
Kim Harrison: Bluteid (Rachel-Morgan-Serie)
Kim Harrison: Blutdämon (Rachel-Morgan-Serie)
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Will Hill: Department 19 – Die Wiederkehr
Mark Hodder: Der wundersame Fall des Uhrwerkmannes
Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
Daniel Holbe: Giftspur

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (0)

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (1)
Siri Lindberg: Nachtlilien

M (3)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)

P (3)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund

Q (0)

R (10)
Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Phoebe Rivers: Saranormal – Die Geisterstadt
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (8)
Courtney Schafer: Die Chroniken von Ninavel 2 – Stadt der Magier
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Amanda Stevens: Totenlichter
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (5)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (5)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriella Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)

Sonstige (0)

87 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

Amber Benson: Death’s Daughter (A Calliope Reaper-Jones-Novel)
Marie Brennan: A Natural History of Dragons
Sarah Rees Brennan: Unspoken
Jim Butcher: Proven Guilty (Harry Dresden #8)
Jim Butcher: White Night (Harry Dresden #9)
Jim Butcher: Small Favor (Harry Dresden #10)
Jim Butcher: Turn Coat (Harry Dresden #11)
Julie Campbell: The Gatehouse Mystery (Trixie Belden #4)
Gail Carriger: Changeless (Parasol Protectorate #2)
Gail Carriger: Blameless (Parasol Protectorate #3)
Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #4)
Gail Carriger: Timeless (Parasol Protectorate #5)
Jennifer Estep: Web of Lies (Elemental Assassin #2)
Mira Grant: Feed
Tanya Huff: The Wild Ways
Lynn Kurland: Star of the Morning
Seanan McGuire: Chimes at Midnight (October Daye #7)
Seanan McGuire: Half-Off Ragnarok (InCryptid #3)
Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
Julia Quinn: Dancing at Midnight
Julia Quinn: Splendid
Julia Quinn: Minx
Julia Quinn: Everything and the Moon
Julia Quinn: Brighter Than the Sun
Philip Reeve: Larklight

Sonstiges:
West Ward Weird
Home Improvement: Undead Edition
Carniepunk

27 Titel auf dem englischen SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Lese- und Höreindrücke im März und April

„Dylan and Gray“ von Katie Kacvinsky gehört zu den Büchern, über die viele Blogger begeistert geschrieben haben und die mich trotzdem nicht wirklich interessierten. Aufmerksam wurde ich dann doch irgendwann über Irina, die von dem Roman hingerissen war (wie man HIER nachlesen kann) – und ihn mir inzwischen geliehen hat. Ich wäre übrigens neugierig, ob sie das Buch immer noch in so guter Erinnerung hat. 😉 Ich persönlich bin nach dem Lesen nicht ganz so enthusiastisch wie Irina, obwohl mir die Geschichte wirklich sehr gut gefallen hat. Es ist eindeutig ein Wohlfühlbuch mit tollen Charakteren, stimmigen Problemen und Reaktionen, schönen Dialogen und tollen Schauplätzen. Obwohl ich kein Mensch für heiße Temperaturen bin, habe ich die Beschreibungen der Wüste und der diversen größeren und kleineren Naturmomente genossen. Im Gegensatz zu Irina, mochte ich auch Dylan, die ich weniger als egoistisch empfunden habe als als jemanden, der manchmal sehr klug und manchmal sehr jung ist. Und mir gefällt das Ende, gerade weil es kein klassisches Happy End beschreibt, sondern eine Zwischenstation, aus der sich eigentlich alles entwickeln kann …

***

„Lady meines Herzens“ von Maya Rodale war eine weitere Leihgabe von Irina und ist der erste Teil einer Serie, die sich um vier Freundinnen dreht, die ihren Unterhalt damit verdienen, dass sie skandalöserweise für eine Zeitung schreiben. Die Hauptfigur dieses Romans ist Sophia, eine junge Frau aus dem eher niedrigen Landadel, die zu Beginn der Geschichte von ihrem Verlobten auf dem Weg zum Altar (wortwörtlich) verlassen wurde. Um über diesen Skandal hinwegzukommen zieht sie zu einer Freundin nach London und arbeitet als Hochzeitsberichterstatterin für die „London Weekley“, obwohl sie es fast unerträglich findet Hochzeiten zu besuchen. Während einer Artikelreihe über DIE Hochzeit des Jahres verliebt sich Sophia in den Bräutigam, der ebenfalls Gefühle für sie entwickelt.

Ganz ehrlich, ich fand die Gründe des Herren, warum er seine Verlobung nicht auflösen kann, ziemlich an den Haaren herbeigezogen, und dass am Ende seine Mutter in die Geschichte eingreifen muss, möchte ich gar nicht weiter kommentieren. Aber trotzdem wimmelt dieses Buch von liebenswerten Charakteren, hübschen Dialogen und unterhaltsamen Szenen. So habe ich den Roman in einer Nacht (genaugenommen ungefähr 3 Stunden) durchgelesen, weil die Geschichte so nett war und die kurzen Kapitel dazu verlockten nur noch eben ein bisschen weiter zu lesen. Nett fand ich auch, dass jeder Kapitelanfang einen Countdown bis zur geplanten Hochzeit beinhaltete. Das Ganze war also weder neu, noch komplett überzeugend, aber so niedlich und amüsant, dass ich sie wirklich gern gelesen habe.

***

„Morpheus“ von Jillian Hoffman war eine Leihgabe von Natira für die Hörbuch-Challenge, aber eine lange Rezension mag ich zu dem Titel nicht schreiben. Ich hatte von der Autorin schon „Cupido“ (ihren Debütroman und Vorgänger von „Morpheus“) und auch „Vater unser“ gelesen – beide hatte ich als „ganz unterhaltsam, aber mit ein paar Kritikpunkten“ abgespeichert. In „Morpheus“ kamen nun aber genau die Dinge gehäuft vor, die ich gar nicht an den Romanen mochte. Die weibliche Hauptfigur, die Staatsanwältin C.J. Townsend, hatte in „Cupido“ eine zweifelhafte Entscheidung getroffen, die nun in „Morpheus“ auf sie zurückfällt. Hatte ich in „Cupido“ diese Entscheidung noch tolerieren können, hat mich hier ihr Schweigen gegenüber der Polizei und ihren Kollegen wirklich geärgert und mit jedem Schritt schien sie sich tiefer reinzureiten. Dazu kamen noch ein vorhersehbarer Täter (ich verkneife mir mal detaillierte Beschwerden, weil ich dann spoilern würde) und die Beziehungsprobleme zwischen C.J. und ihrem Verlobten (können diese Leute nicht einfach mal miteinander reden?!) und die Geschichte hatte mich verloren. Christiane Paul als Sprecherin hat ihre Sache allerdings gut gemacht und die Figuren stimmig dargestellt, auch wenn ich die eine oder andere Betonung an ihrer Stelle vielleicht anders gewählt hätte. Aber da gab es nichts, was ich groß kritisieren könnte.

***

Noch eine Leihgabe von Natira hat es in diesem Monat auf meinen mp3-Player geschafft. „Die Saat“ von Guillermo del Toro und Chuck Hogan hätte ich mir sonst so schnell nicht angehört, obwohl ich den Sprecher David Nathan sehr mag. Die Geschichte beginnt mit einem Flugzeug, das nach der Landung in New York leblos auf der Landebahn stehen bleibt. Nach diversen Sicherheitsmaßnahmen steht fest, dass sämtliche Leute an Bord auf rätselhafte Weise verstorben sind, weshalb ein Team des Seuchenschutzes hinzugerufen wird. Da ich wusste, was für ein Genre hinter der Geschichte steckt, gab es recht wenig Überraschungen bei der Handlungsentwicklung. Der Erzählstil ging mir – gerade zu Beginn des Hörbuchs – häufig auf die Nerven, wenn das Flugzeug und seine Umgebung zu malerisch beschrieben wurden. Ich brauche da keine diversen abstrusen Vergleiche, um mir die Situation vorstellen zu können. Auch mit den meisten Charakteren konnte ich nicht so viel anfangen, da sie mir zu klischeebehaftet waren. Einzig der Schädlingsvernichter, der allerdings erst spät in der Handlung auftaucht, war mir auf Anhieb sympathisch. Trotzdem fand ich das Hörbuch unterhaltsam und habe David Nathans Stimme mit Genuss gelauscht.

***

Eine weitere Leihgabe war „Meister der Angst – Der seltsame Fall von Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ nach R. L. Stevenson. Das Hörspiel wurde unter anderem von Andreas Fröhlich, Patrick Bach und Frank Glaubrecht gesprochen und hat mich gut unterhalten. Die Geschichte habe ich zuletzte als Teenager gelesen und hatte nur noch grobe Erinnerungen daran, so dass ich nicht genau sagen kann, ob es an mir oder an der Hörspielversion lag, dass ich nichts vermisst habe. Die Sprecher waren insgesamt wirklich glücklich und passend zu den jeweiligen Charakteren gewählt und haben für eine atmosphärische und unterhaltsame Umsetzung der Geschichte gesorgt, auch wenn Mr. Hyde mich – dank der Tatsache, dass mich seine Stimme immer an den Film-Gollum erinnerte – eher belustigte als ängstigte.

[Kurz und knapp] Agatha Christie: Ruhe unsanft (Hörbuch)

Wer meinen Blog etwas aufmerksamer verfolgt, wird jetzt vermutlich stutzen und sich fragen, warum ich nach gerade mal sieben Monaten schon wieder eine Rezension von Agatha Christies „Ruhe unsanft“ veröffentliche. Aber da ich mit der Version, die von Katharina Thalbach eingelesen wurde, nicht so glücklich war, habe ich dankbar die Chance ergriffen, als mir Natira eine Variante lieh, die von Gabriele Blum gelesen wurde. Wer sich über den Inhalt informieren will, kann gern auf die oben verlinkte Rezension zurückgreifen, ansonsten möchte ich hier nur kurz auf die Unterschiede zwischen beiden Versionen und auf die Leistung von Gabriele Blum eingehen.

Diese Version von „Ruhe unsanft“ ist nicht nur ungekürzt – was ganz wunderbar ist, weil so die verschiedenen Charaktere erst richtig vom Hörer erfasst werden können -, sondern transportiert auch eine ganz andere Stimmung als das Hörbuch mit Katharina Thalbach. „Ruhe unsanft“ ist eine recht ruhige Geschichte, bei der sehr viele Szenen zwischen Gwenda und Giles, einem jungen Ehepaar aus Neuseeland, und wechselnden dritten Personen spielen. In diesen Gesprächen versucht das Paar Informationen über Geschehnisse zu erhalten, die schon 18 Jahre in der Vergangenheit liegen. Das führt dazu, dass ihnen ihre Gesprächspartner auf der einen Seite mit Verwunderung und Irritation begegnen, aber auf der anderen Seite auch neugierig oder gar erfreut darüber, dass sie mal wieder über frühere Zeiten sprechen können.

Gabriele Blum hat bei all den vielfältigen Reaktionen, bei den unterschiedlichen Charakteren und in den verschiedenen Szenen meinem Gefühl nach so gut wie immer den richtigen Ton getroffen. Anfangs fand ich ihre Miss Marple ein klein wenig zu bedächtig, aber so ist es mir lieber, als wenn sie zu forsch klingt. Auch bei Gwenda hätte ich mir die eine oder andere kleine Nebenbemerkung etwas lebhafter vorstellen können, aber insgesamt bin ich sehr zufrieden mit der Sprecherin. Ganz dezent hat sie den Figuren unterschiedliche Facetten verliehen und die Atmosphäre des Romans wunderbar für dieses Hörbuch umgesetzt. Oh, und an ihrer englischen Aussprache hatte ich auch nichts auszusetzen. 😉 Ich fand ihre Interpretation der Geschichte wirklich wunderbar und habe jede Minute genossen und hoffe sehr, dass mir noch mehr Hörbücher mit der Sprecherin unterkommen.

(Bei meiner Suche nach weiteren Hörbüchern mit Gabriele Blum, bin ich darüber gestolpert, dass sie anscheinend eine ungekürzte Jane-Eyre-Version eingelesen hat. Wenn also einer von euch Audible-Abo-Besitzern damit mal einen Versuch wagen würde, wäre ich sehr neugierig darauf, wie das geworden ist.)

Dies und Das (4)

Irgendwie bringt es nichts, wenn man diverse Blogbeiträge vorbereitet hat, wenn man diese nicht auch irgendwann freischaltet. Um wieder etwas in Schwung zu kommen, gibt es den obligatorischen Jammer- „Dies und Das“-Beitrag. Blöderweise gibt es gerade neben Arbeit, Haushalt und Katzen nur zwei Dinge, über die ich zur Zeit reden kann:

Für dieses Jahr habe ich mir zwei Projekte vorgenommen. Einmal will ich den Garten fast vollständig roden und die neue Bepflanzung planen (und spätestens im Herbst angehen) und dann steht die Flurrenovierung an. Ich habe immer noch keine Ahnung, wie ich mit vier Katzen in der Wohnung die Türrahmen lackieren soll, ohne dass Katzen festkleben oder die Rahmen bis auf Hüfthöhe mit Haaren verziert werden, aber irgendwann muss ich das ja in Angriff nehmen.

Blöderweise splittet sich die Tapete auf, wenn man sie von der Wand entfernen will, was bedeutet, dass ich stellenweise erst die obere Schichte abziehe, dann die Holzsplitter der Rauhfasertapete entferne, um zuletzte winzige Papierfitzelchen abzukratzen. Aber ich habe ja Zeit, höre dabei ein Hörbuch und kann mir währenddessen Gedanken darüber machen, was ich mit all den entdeckten Macken, die bislang unter der Tapete versteckt waren, mache. Faszinierend finde ich die großen Löcher in der Wand oder die hügelartig zugespachtelten Dübel, die von den Vormietern nicht aus der Wand geholt wurden. Aber auch die Fugen zwischen Türrahmen und Wand sind nicht uninteressant … Lustig wird es auch noch, wenn ich die Tapete endlich vollständig abgekratzt habe (was noch einige Regentage dauern wird, weil ich mir damit keinen Stress mache) und das Abreißen der Holzdecke vor mir liegt. Aber ich habe noch ein paar Monate Zeit, ich will erst mit dem Verputzen und Lackieren anfangen, wenn die sommerlichen Temperaturen für eine kurze Trockenzeit sorgen können.

Was den Garten angeht, so habe ich inzwischen einige nachbarliche Hilfsangebote bekommen. Komischerweise alle für „demnächst“ oder „nicht heute“ … Im Moment stehe ich immer zwei Stunden lang da und bearbeite mit Rosen- und Astschere, sowie einem Fuchsschwanz die Thuja (es geht doch nichts über geeignetes Werkzeug 😉 ). Nach zwei Vormittagen habe ich dann genügend tragbare Stücken beieinander, um meinen Kofferraum vollzuladen und den „Strauchschnitt“ zum Recyclinghof zu fahren. Noch zwei solcher Vormittage und ich müsste endlich das hintere Drittel meines Gartens – zumindest oberirdisch – freigelegt haben. Abgesehen von den Stammresten der Thuja … sehr dicke Stämme … direkt am Zaun … irgendwie bezweifel ich, dass ich die mit dem Fuchsschwanz problemlos bewältigt bekomme, aber ich werde es natürlich trotzdem demnächst versuchen.

Da es in den letzten zwei Tagen endlich ein bisschen geregnet hat (und hoffentlich in den nächsten Tagen noch etwas regnen wird), kann ich dann vielleicht ans Ausgraben der Wurzeln gehen. Bislang bin ich nämlich weder mit dem Spaten, noch mit der Spitzhacke in den Boden gekommen. Irgendeine Lösung muss ich da aber in den nächsten Wochen noch finden …

Ach ja, natürlich würde ich schneller vorankommen, wenn ich mehr als zwei Stunden pro Tag arbeiten würde. Aber dank meiner (relativ neu entdeckten) Pollenallergie huste ich nach einiger Zeit im Garten, als ob ich meine Lungen loswerden wollte. Ich bin mir sicher, dass ich dabei von der Geräuschentwicklung mit jedem Langzeitraucher mithalten kann. Zwei Stunden hingegen halte ich ganz gut durch (vor allem, wenn ich danach sofort unter die Dusche hüpfe) und bin den Rest des Tages trotzdem noch einsatzfähig.

Trotzdem waren die letzten Wochen ganz schön anstrengend, da die Gartenarbeit und das Tapetenkratzen zusätzlich zu meinen anderen täglichen Verpflichtungen geschafft werden wollten. Dazu kommt noch, dass sich die Katzen etwas vernachlässigt fühlen, weil ich mich mehrmals die Woche vormittags verkrümel und sie ganz allein lasse. Bei Logan führt das dazu, dass er sich mitten in der Nacht in den Kopf setzt, dass er jetzt sofort dringend Aufmerksamkeit benötigt. Diese verschafft er sich, in dem er auf uns rumhüpft bis wir wach genug sind, um ihn aus dem Bett zu werfen. Während Shandy auf anderem – nicht weniger anstrengendem – Weg zeigt, dass Frühling ist, er sich vernachlässigt fühlt und die Nachbarkater viel zu häufig vor unseren Fenstern rumlungern …

Nachdem ich in der Nacht von Sonntag auf Montag (also heute) insgesamt elf ungestörte Stunden am Stück geschlafen habe, um dann einen Großteil des heutigen regnerischen Tages mit Hörbuch hören („Tote Beete“ ist endlich beendet!), Katzen schmusen und DS spielen zu verbringen, fühle ich mich besser als seit Wochen. Ich hoffe, dass das erst einmal so bleibt, vor allem da sich schon wieder ein paar anstrengendere Arbeitstage ankündigen.

Und jetzt überfliege ich noch ein paar der -theoretisch fertigen – Blogbeiträge und plane die Freischaltung für die nächsten Tage! 😉

SuB-Zuwachs im April (3)

Wenn die Bücher weiterhin so schubweise und überraschend bei mir eintreffen, dann muss ich mir wohl mal Monats-Sammelposts angewöhnen. *g* Ein Foto von den Büchern hatte ich zwar schon bei den „7 Days – 7 Books“ gezeigt (und sogar zwei der Romane schon gelesen), aber hier kommt noch einmal ein separater Beitrag für die Statistik:

Jim C. Hines: Die Buchmagier
[Ich habe schon die „Prinzessinnen“-Reihe von ihm gern gelesen und sowohl die Details, die ich über den Autoren-Blog über das Buch mitbekommen habe als auch den ersten Leseeindruck mochte ich sehr. 🙂 – schon gelesen und für gut befunden]
Garth Nix: Das Imperium der Prinzen
[Die Inhaltsangabe erinnert mich an ein paar amüsante SF-Romane, die ich vor ein paar Jahren gelesen habe. Außerdem wird es mal wieder Zeit für mich Science Fiction zu lesen. – schon gelesen und ebenfalls für gut befunden]
Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
[Reihenfortsetzung, an der ich nicht vorbeikam, da mir der erste Teil so gut gefallen hatte. Jetzt sollte ich nur bald zu diesem und dem Vorgängerband greifen!]
Ein paar Manga und einen Comic gab es auch noch, aber die zählen ja nicht zum SuB. 😉

[Comic] Jim Henson und Jerry Juhl: Jim Henson’s Tale of Sand

Diesen Comic hatte ich schon im März bei der letzten „7 Days – 7 Books“-Aktion gelesen, war aber bislang noch nicht dazu gekommen, mehr zu dem Titel zu schreiben. „Tale of Sand“ basiert auf einem Drehbuch, an dem Jim Henson und sein Schreibpartner Jerry Juhl zwischen 1967 und 1974 gearbeitet haben. Bevor aus diesem Skript ein abendfüllender Film werden konnte, wandte sich Jim Henson der „Sesamstraße“ und der „Muppet Show“ zu. Dort hatte er anscheinend genügend Möglichkeiten, seiner Kreativität freien Lauf zu lassen, so dass „Tale of Sand“ in der Schublade verschwand und erst einmal vergessen wurde.

Um die skurrile Geschichte doch noch der Öffentlichkeit zu präsentieren, entstand unter der Leitung von Jim Hensons Tochter Lisa gemeinsam mit dem Künstler Ramón K. Pérez eine Comicumsetzung des Originalmanuskripts. Ich muss gestehen, dass ich zwar bislang alles mochte, was ich von Jim Henson gesehen habe, sich meine Kenntnis seines Werks aber vor allem auf die Sachen, die nach 1974 entstanden sind, beschränkt. Umso neugieriger war ich auf „Tale of Sand“, als ich von der deutschen Ausgabe hörte.

Die Handlung wird vor allem durch die Bilder erzählt, es gibt nur wenige Dialoge. Dafür wurden immer wieder Passagen des Originaldrehbuchs für die Gestaltung der Seiten verwendet – diese Elemente fand ich richtig spannend und würde zu gern mal das Skript in den Händen halten, mitsamt den ganzen Änderungen und Anmerkungen im Text. Die Handlung selbst ist recht bizarr, wenn auch nicht vollkommen „neu“, da ich einige Elemente schon in anderen Geschichten gesehen habe. Zu Beginn erreicht ein Mann eine kleine Westernstadt in der Wüste, wo gerade eine rauschende Feier stattfindet.

Bevor er sich noch orientieren kann, bekommt er eine Karte in die Hand gedrückt und wird darüber informiert, dass man ihm zehn Minuten Vorsprung gewährt. Er weiß genauso wenig wie die Leser, was es mit dieser ganzen Aktion auf sich hat, stellt aber schnell fest, dass er mit Überschreiten seiner „Startlinie“ zum Gejagten wird. Doch statt einfach nur eine Menschenjagd durch die Wüste zu verfolgen, bekommt man als Leser diverse skurrile Situationen präsentiert, die dieser Mann erlebt. Dabei sind die einzelnen Elemente an sich nicht immer besonders innovativ. Der Hai in der Wüste ist mir ebenso vertraut wie das Spiel mit kleinen Hütten, die ein umfassendes und vielseitiges Innenleben bergen, aber gerade das macht diesen Comic auf die charmanteste Art retro.

Pérez‘ Zeichnungen passen wunderbar zu so einer bizarren und in gewisser Weise altmodisch anmutenden Handlung, und auch wenn ich die eher zarten Farben anfangs etwas gewöhnungsbedürftig fand, unterstreichen sie die Atmosphäre des Comics gelungen. Von dem Panelaufbau bin ich sehr angetan und das Charakterdesign ist toll und erinnert mich an die Western und Krimis meiner Kindheit, die ich in den 70er Jahren gesehen habe. Mir hat „Tale of Sand“ richtig viel Spaß gemacht, und der Band hat mir persönlich eine weitere Facette von Jim Henson gezeigt. Dazu kommt noch, dass der Comic als liebevoll gestaltete Hardcover-Ausgabe mit zusätzlichen Charakter-Skizzen des Zeichners auf den Markt gebracht wurde, was mir besonders zusagt, da ich eine Schwäche für Skizzen habe.

7 Days – 7 Books (Oster-Spezial): Fazit

Schon sind die acht Tage der „7 Days – 7 Books“-Osteraktion wieder vorbei und es ist Zeit ein Fazit zu schreiben. Erst einmal ganz herzlichen Dank an Melli und Mandy, die die Idee zu der Aktion hatten. Ich glaube, wir waren alle in diesem Jahr von der Teilnehmer-Anzahl erschlagen – und bei so einer großen Menge war es kein Wunder, dass eine Blogrunde, bei der man fast überall einen kleinen Kommentar hinterlassen hat, auch schon mal fünf Stunden dauern konnte. Da war es fast eine Erleichterung, dass zu den Feiertagen bei einigen die Familienfeiern doch etwas größere Priorität als das Lesen und das Bloggen darüber hatten. 😉 In den nächsten Tagen werde ich nochmal eine Abschlussrunde ziehen und mir Notizen zu all den Büchern machen, die in der vergangenen Woche meine Aufmerksamkeit geweckt haben. Zugunsten meines Kontos hoffe ich, dass nicht alle interessanten Romane auf der Liste diese Runde überleben.

Wenn ich sehe, welche Bücher ich mir für die Aktion vorgenommen hatte und welche ich dann tatsächlich gelesen habe, muss ich schmunzeln. Dann auf diese Auswahl habe ich nur für zwei Bücher zurückgegriffen, ansonsten habe ich mich von meinen Neuzugängen und einem Krimi verlocken lassen – und ich hatte verflixt viel Spaß dabei! 🙂

Insgesamt habe ich folgende Bücher gelesen:

  1. A.C.H. Smith und Brian Froud: Jim Henson’s Labyrinth – The Novelisation (288 Seiten)
  2. Margaret C. Sullivan: The Jane Austen Handbook – A Sensible Yet Elegant Guide to Her World (224 Seiten)
  3. Jim C. Hines: Die Buchmagier (464 Seiten)
  4. Garth Nix: Das Imperium der Prinzen (384 Seiten)
  5. Cay Rademacher: Der Trümmermörder (336 Seiten)

„Die Hüterin der Gewürze“ habe ich nach 88 Seiten abgebrochen, weil mir nicht nach diesem Roman mit seiner speziellen Erzählweise war. Insgesamt macht das 1696 (+88) Seiten und fünf ziemlich unterhaltsame Bücher!

Vielen Dank für die vielen Kommentare zu meinen Beiträgen und die vielen unterhaltsamen Blogbeiträge der anderen Teilnehmer. Es hat mal wieder viel Spaß gemacht „gemeinsam“ mit so einer netten Truppe zu lesen! 🙂

7 Days – 7 Books (Oster-Spezial): (Zusatz-)Tag 8

Ostermontag und somit der letzte Tag der „7 Days – 7 Books“-Aktion. Nachdem ich gestern noch „Das Imperium der Prinzen“ beendet habe, weiß ich nicht so recht, was ich heute lesen soll. Auf der einen Seite würde ich wirklich gern endlich die Rachel-Morgan-Romane lesen, auf der anderen Seite habe ich nach den letzten Tagen auch Lust auf einen nichtfantastischen Roman. Ich werde wohl heute Vormittag ein wenig meine Bücher anlesen, vielleicht auch noch einen Blick in den SuB oder meine Bibliotheksbücher werfen und mich dann entscheiden. Auf jeden Fall wird es wieder ein gemütlicher Tag werden, denn abgesehen vom Lesen und der Blogrunde ist für heute nichts geplant.

Update 13:30 Uhr

Es hat ein bisschen gedauert, bis ich mich für ein Buch entscheiden konnte. Nun aber habe ich zu „Der Trümmermörder“ von Cay Rademacher gegriffen. Der Krimi muss bei irgendeiner Sonderaktion auf meinen Kindle gewandert sein und wurde von mir bislang noch nicht gelesen. Auf jeden Fall sollte der Roman Abwechslung zu meinen anderen gelesenen Titeln bieten. Die Geschichte spielt 1947 in Hamburg und dreht sich angeblich um einen authentischen Kriminalfall.

Sehr gut lassen sich die sw-Cover auf dem Display nicht fotografieren, aber das muss erst mal reichen. 😉

Update 15:25 Uhr

Bislang habe ich gut ein Viertel von „Der Trümmermörder“ gelesen und mir gefällt der Krimi sehr gut. Zwei Tote gab es bislang, die anscheinend nichts verbindet – abgesehen von der Art und Weise, in der sie umgebracht wurden. Dazu gibt es sehr viel Nachkriegsatmosphäre – kein Strom, kein Holz zum Heizen, keine Nahrungsmittel. Nur wenige Bezugsscheine und noch weniger Dinge, die man dafür erstehen kann. Der Schwarzmarkt blüht und als Polizist steht der Polizeiinspektor Stave tagtäglich vor der Frage, ob er ein Auge zudrücken oder aktiv werden soll. Die Zusammenarbeit mit den beiden neuen „Kollegen“ ist nicht ganz einfach. Der Brite, der ihm zur Seite gestellt wurde, ist sympathisch, aber oft auch etwas naiv und als Besatzer nicht immer gerade hilfreich, wenn es darum geht Vertrauen zu einem Zeugen aufzubauen, der Kollege von der Sitte hingegen ist noch schwer einzuschätzen. Desillusioniert wirkt er und er macht oft hämische Bemerkungen, in gewisser Weise ein Ruhestörer, aber nicht so dumm, dass er aktiv gegen den MacDonald oder seinen Vorgesetzten vorgehen würde. Mal schauen, wo das noch hingeht.

Die Blogrunde leidet etwas darunter, dass mir mein Roman so gut gefällt, aber die Beiträge laufen mir ja nicht weg. 😉

Kurzer Katzeneinschub: Ich finde es gerade so schön wie Christie und die Coon-Brüder die Sonne genießen und ihre alten Knochen wärmen. 🙂

Update 19:00 Uhr

Soeben habe ich die heutige Blogrunde auch noch zu Ende gebracht. Da so einige Teilnehmer über Ostern nicht ganz so viel Zeit zum Lesen und Bloggen haben, geht es ja inzwischen ein bisschen schneller. 😉 Jetzt mache ich erst mal eine „Internet- und Lesepause“, um Nachrichten zu gucken, Abendessen zu kochen und vielleicht sogar ein bisschen mit dem DS zu spielen (auch heute wollen wieder Blümchen in meinem Dorf gegossen werden! *g*). Danach lese ich dann wohl den Roman fertig, bevor ich ins Bett gehe – mal schauen, ob ich das vor oder erst nach Mitternacht schaffe. Wie ich mich kenne, werde ich aber zwischendurch noch auf den einen oder anderen Kommentar reagieren und vielleicht noch ein paar Bemerkungen zum Buch machen.

Update 22:25 Uhr

Eben habe ich „Der Trümmermörder“ beendet und noch ein bisschen zum realen Fall recherchiert. Wobei der Autor in einem Nachwort schon ein wenig dazu schreibt, welche Aspekte des Romans damals wirklich so passiert sind und in welchen Bereichen er sich Freiheiten erlaub hat. Der Täter und seine Moitvation, so wie ihn Cay Rademacher entworfen hat, war ab einem relativ frühen Punkt in der Geschichte erahnbar, auch wenn ich mich da noch nicht auf bestimmte Details aus der Kriegszeit hätte festlegen wollen. (Ui, schwierig zu schreiben, wenn man nicht zu viel verraten möchte). Aber das hat mich nicht gestört, weil ich die Nachkriegszeit sehr stimmig und atmosphärisch beschrieben fand. Mir fallen sonst eher Bücher in die Hände, die ein bisschen später spielen oder die für Jugendliche geschrieben wurden und da fallen dann doch viele Details des alltäglichen Lebens weg. Aber gerade das fand ich hier sehr gut dargestellt. Auch fand ich es reizvoll zu verfolgen wie die Polizei ihre (sehr mageren) Spuren verfolgt, welche Wege gegangen werden müssen, um Ermittlungen anzustellen und wo welche Verflechtungen am Werk sind (zum Beispiel, wenn die Briten ihre Hand über eine Institution halten oder wenn Ausländer verdächtigt werden). Insgesamt hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ich werde wohl Ausschau nach den anderen beiden Krimis rund um Frank Stave halten. Ich frage mich, ob die dann auch auf wahren Fällen basieren …

Übersicht:

Tag 1:
Jim Henson’s Labyrinth (144/288 Seiten)

Tag 2:
Jim Henson’s Labyrinth (288/288 Seiten)
Die Hüterin der Gewürze (88/416 Seiten)
The Jane Austen Handbook (55/224 Seiten)

Tag 3:
Jim Henson’s Labyrinth (beendet)
Die Hüterin der Gewürze (abgebrochen)
The Jane Austen Handbook (106/224 Seiten)

Tag 4:
Jim Henson’s Labyrinth (beendet)
Die Hüterin der Gewürze (abgebrochen)
The Jane Austen Handbook (106/224 Seiten)
Die Buchmagier (135/464)

Tag 5:
Jim Henson’s Labyrinth (beendet)
Die Hüterin der Gewürze (abgebrochen)
The Jane Austen Handbook (106/224 Seiten)
Die Buchmagier (464/464)

Tag 6:
Jim Henson’s Labyrinth (beendet)
Die Hüterin der Gewürze (abgebrochen)
The Jane Austen Handbook (224/224 Seiten)
Die Buchmagier (beendet)
Das Imperium der Prinzen (16/384)

Tag 7:
Jim Henson’s Labyrinth (beendet)
Die Hüterin der Gewürze (abgebrochen)
The Jane Austen Handbook (beendet)
Die Buchmagier (beendet)
Das Imperium der Prinzen (384/384)

Tag 8:
Jim Henson’s Labyrinth (beendet)
Die Hüterin der Gewürze (abgebrochen)
The Jane Austen Handbook (beendet)
Die Buchmagier (beendet)
Das Imperium der Prinzen (beendet)
Der Trümmermörder (336/336 Seiten)

7 Days – 7 Bookes (Oster-Spezial): Tag 7

Erst einmal wünsche ich euch allen frohe Ostern! 🙂 Nur noch zwei Lesetage lang dauern die „7 Days – 7 Books“ und ich habe bislang drei Bücher beendet, eins abgebrochen und einen vierten Roman angefangen. Dieses Mal läuft es für mich ganz schön ungewöhnlich, aber solange es Spaß macht, ist ja alles erlaubt. 😉 Heute ist auf jeden Fall wieder eine ausführliche Blogrunde fällig und sonst werde ich ganz viel Zeit mit Lesen verbringen (und ein bisschen mit dem DS).

Update 12:00 Uhr

Mit „Das Imperium der Prinzen“ komme ich so langsam etwas voran. Und da der Protagonist Prinz Khemri in den ersten Kapiteln feststellt, wie wenig er über das Imperium, sein zukünftiges Leben (und und die damit verbundenen Überlebenskämpfe) als Prinz und überhaupt weiß, ist es ganz gut, dass er mit Haddad einen fähigen Assassinen-Priester an seiner Seite hat. Bislang kenne ich von diesem Universum nicht mehr als den Tempel, in dem Khemri aufgezogen wurde (inklusive diverser körperlicher Manipulationen, um zu optimieren) und bekam ein paar kleine Einblicke in die Raumakademie, der er sich anschließen musste, um ein bisschen sicherer vor Anschlägen zu sein. Außerdem wird von den Prinzen erwartet, dass sie führende Positionen im Imperium einnehmen, während sie um ihren Rang kämpfen. Alles noch ein bisschen verwirrend, aber sehr faszinierend. Mit eventuellen Dummheiten von Khemri kann ich bislang auch gut leben, weil immer wieder durchschimmert, dass er aus der Rückschau heraus kaum fassen kann, wie naiv und unbeholfen er doch zu Beginn seiner Prinzenzeit war. Doch, der Roman gefällt mir und wird vermutlich heute durchgelesen. Aber jetzt erst einmal eine Pause zum Katzenfüttern, Clafoutis backen und Frühstück essen. 😉

Update 18:00 Uhr

Bislang ist der Nachmittag wirklich gemütlich verlaufen. Ich lese ein paar Kapitel, besuche dann ein paar Blogs und dann lese ich wieder. Alles ganz ruhig und eher träge – was daran liegt, dass ich heute unglaublich müde bin. „Das Imperium der Prinzen“ gefällt mir gut. Viel passiert eigentlich nicht und die Geschichte wird sehr episodenhaft erzählt, aber das Kennenlernen der Welt durch Prinz Khemris Augen sagt mir sehr zu. Vor allem, da es einen sehr triftigen Grund gibt, warum er so unwissend ist, aber auch einen sehr wichtigen Grund, warum er mehr lernen soll als die meisten der anderen Prinzen. Wobei immer wieder deutlich gemacht wird, dass er zwar eine besondere Chance erhält, aber nichts besonderes ist. Wenn er sich dumm anstellt oder sich gegen die Dinge entscheidet, die für ihn vorgesehen sind, dann wird er eben entsorgt und einer der anderen 10 Millionen Prinzen wird getestet, ob er für den Job geeignet ist.

Nachdem Khemri die ersten 17 Jahre seines Lebens dazu erzogen wurde, sich als das wichtigste Wesen des Universums zu betrachten, ist diese Desillusionierung immer wieder der nötige Schuss Realität, der es ihm ermöglicht überhaupt zu überleben. 😉 Ich lese dann mal weiter, ich amüsiere mich nämlich …

Update 23:00 Uhr

Hach, schönes Buch! Wirklich schön! Mit einem tollen Ende! 🙂

Jetzt schaue ich noch, dass ich die Blogrunde beende und dann geht es ab ins Bett. Morgen starte ich dann einen erneuten Ausschlafversuch! Drückt die Daumen, dass der Puschelkater nicht wieder beschließt, dass er morgens um halbe sieben dringend eine Schmuseeinheit und Menschenbett zum Ruhen benötigt!

Übersicht:

Tag 1:
Jim Henson’s Labyrinth (144/288 Seiten)

Tag 2:
Jim Henson’s Labyrinth (288/288 Seiten)
Die Hüterin der Gewürze (88/416 Seiten)
The Jane Austen Handbook (55/224 Seiten)

Tag 3:
Jim Henson’s Labyrinth (beendet)
Die Hüterin der Gewürze (abgebrochen)
The Jane Austen Handbook (106/224 Seiten)

Tag 4:
Jim Henson’s Labyrinth (beendet)
Die Hüterin der Gewürze (abgebrochen)
The Jane Austen Handbook (106/224 Seiten)
Die Buchmagier (135/464)

Tag 5:
Jim Henson’s Labyrinth (beendet)
Die Hüterin der Gewürze (abgebrochen)
The Jane Austen Handbook (106/224 Seiten)
Die Buchmagier (464/464)

Tag 6:
Jim Henson’s Labyrinth (beendet)
Die Hüterin der Gewürze (abgebrochen)
The Jane Austen Handbook (224/224 Seiten)
Die Buchmagier (beendet)
Das Imperium der Prinzen (16/384)

Tag 7:
Jim Henson’s Labyrinth (beendet)
Die Hüterin der Gewürze (abgebrochen)
The Jane Austen Handbook (beendet)
Die Buchmagier (beendet)
Das Imperium der Prinzen (384/384)