Nach einer wirklich anstrengenden Woche freue ich mich wirklich sehr darüber, dass ich ein entspanntes Wochenende geplant habe. Die einzige „Pflichtaufgabe“, die heute ansteht, ist, dass ich meine am Donnerstag mit der Hand gewaschenen Schals und Handschuhe noch wegräumen muss, wenn sie denn jetzt endlich trocken sein sollten … oh, und natürlich muss ich heute Abend kochen. Ansonsten bleibe ich einfach den gesamten Tag mit Büchern und Häkelzeug auf dem Sofa. 🙂 Ich bin mir noch nicht sicher, mit welchem Buch ich in den Vormittag starte. Ich lese auf dem eReader gerade „Scales and Sensibility“ von Stephanie Burgis und gestern Abend habe ich den zweiten Band der Strangeworlds-Travel-Agency-Romane („The Edge of the Ocean“) angefangen. Mal schauen, ob ich mit einem der beiden Bücher gleich weitermache oder ob mich doch einer der anderen Titel, die neben dem Sofa gestapelt sind, noch anlacht.
Update 10:00 Uhr
Bislang habe ich den Vormittag vor allem mit „Dümpeln“ verbracht. 😉 Genau genommen habe ich mich auf Twitter ein wenig mit einer Person ausgestauscht, die es fertiggebracht hat ihren Animal-Crossing-Speicherstand zu löschen (und die natürlich keine Sicherung davon in der Cloud hat). Dann habe ich meine Wollsachen weggeräumt, was bedeutet, dass ich nicht nur bereit für einen eventuellen Winter bin, sondern mir nun auch überlegen muss, was ich mit den Löchern in dem einem Tuch mache. Vermutlich werde ich einfach fünf Zentimeter aufribbeln und einen neuen Abschluss stricken, aber ich ärgere mich, dass das überhaupt nötig ist. Vor allem weiß ich nicht, was die Löcher in dem Tuch verursacht hat. Ich habe keinerlei Spuren von Motten gefunden und die anderen Wollsachen, die daneben lagen, sind alle heile. Es kann aber auch kein Problem mit der Wolle gewesen sein, denn dafür sind die Löcher zu häufig und regelmäßig über die gesamte Diagonale des Dreiecktuchs verteilt … Immerhin ist das Tuch groß genug, dass ich auf ein Stück davon verzichten kann, aber es ist trotzdem ärgerlich.
Dann hat der Kindle ein Update runtergeladen, das dafür sorgt, dass ich total genervt bin, weil so viele Sachen, die vorher intuitiv gingen, für mich nun nicht mehr zu finden sind. (Wie komme ich zur zuletzt gelesenen Seite zurück, wenn ich im Buch über die Kapitelübersicht geblättert habe? Und wie bekomme ich es hin, dass ich nur einen Titel vom Kindle, aber nicht aus meinem Bestand gelöscht bekomme?). Während das Update runterlud, habe ich einen schnellen Blogbeitrag für Dienstag geschrieben, ein paar Kommentare beantwortet und das Foto von meinem Tuch geknipst (und mich dann geärgert, weil selbst die Handykamera bei dem dunklen Gewebe nicht richtig scharfstellen wollte).
Oh, und ich hatte heute morgen eine Mail im Postfach, die mir sagte, dass ich über Patreon den neuen Roman von Ursula Vernon (T. Kingfisher) runterladen konnte – ich muss gestehen, ich bin sehr versucht gleich zu dieser Geschichte zu greifen, weil ich die Paladin-Bücher so wunderbar wohltuend finde! Die Autorin schreibt so wunderbar fluffige, romantische High Fantasy voller abgetrennter Köpfe, Dämonen und anderer lebensbedrohlicher Elemente. 😀 Wobei meine beiden angefangenen Bücher ja auch gut und amüsant und fantastisch sind … Vielleicht greife ich doch erst einmal zum Häkelzeug.*g*
Update 13:00 Uhr

Ich habe wirklich erst einmal zum Häkelzeug gegriffen und da mein Mann zu der Zeit NHK laufen hatte, habe ich beim Häkeln einiges über Katastrophenschutz und Windströmungen gelernt. *g* Immerhin weiß ich jetzt, wieso es auf einem bestimmten Platz hier in Frankfurt immer entsetzlich windig ist (Hochhäuser leiten extreme Winde aus Höhenlagen in Richtung Boden, wo die niedrigere Umgebungsbebauung und freie Flächen wie Parkanlagen dafür sorgen, dass die Windstärke weiter erhalten bleibt bzw. der Wind neu verwirbelt wird). Da im Treppenhaus ziemlich viel Unruhe war (wir werden wohl demnächst neue Nachbarn bekommen), habe ich mich danach nur etwas von meinem Mann unterhalten lassen, der von seinem Animal-Crossing-Spiel erzählte. *g*

So gegen 12 Uhr habe ich mir dann Frühstück gemacht und zu „Scales and Sensibility“ gegriffen. Ich mag Stephanie Burgis‘ Schreibweise, fühle mich aber stellvertreten für die Protagonistin gerade überraschend unwohl beim Lesen. Genau genommen hat Elinor vor gerade mal 24 Stunden das Haus ihres Onkels – gemeinsam mit dem Schoßdrachen ihrer Cousine Penelope – verlassen, nachdem es zu einem Streit mit Penelope kam. Sechs Monate lebte Elinor als arme Verwandte bei ihrem Onkel und ihr wurde nicht nur die ganze Zeit vorgehalten, dass man sie ja nur widerwillig und aus Mitleid aufgenommen hätte, sie musste auch all die kleinen und größeren Temperamentsausbrüche ihrer Cousine ausgleichen. Als diese nun aber ihren kleinen Drachen Sir Jessamyn beinah verletzt hätte, weil dieser vor lauter Nervosität ihr Kleid beschmutzt hatte, platze Elinor der Kragen – was dazu führte, dass sie das Haus verlassen musste. Und natürlich konnte sie den kleinen Drachen nicht in der Obhut von Penelope lassen, auch wenn das nun dazu führt, dass sie nicht nur einen Weg finden muss, um sich und das Tierchen zu ernähren, sondern auch dazu, dass ihr Onkel ihr den Diebstahl eines kostbaren Drachen vorwirft. Zum Glück verfügt Sir Jessamyn über eine (bis zu diesem Zeitpunkt unbekannte) Fähigkeit, die Elinor theoretisch das Leben leichter machen könnte – wenn sie denn nur schnell genug lernen würde damit umzugehen. Die Geschichte ist nett und lustig, aber ich gestehe, dass ich sehr mit Elinor mitleide, die eigentlich viel zu rechtschaffend und brav ist, um in so eine schwierige Situation zu geraten. Immerhin hat sie schon einen sehr sympathischen Herren kennengelernt, der zwar selbst von sich sagt, dass er ein Mitgiftjäger sei, aber da ich durchaus nachvollziehen kann, wieso er plant Elinors Cousine Penelope (und ihr Vermögen) zu heiraten, und davon ausgehe, dass aus diesem Plan am Ende eh nichts wird, genieße ich einfach die Szenen mit dieser Figur.
Update 16:30 Uhr
Ich habe nach dem letzten Update noch eine Weile in „Scales and Sensibility“ gelesen und die arme Elinor kommt von einer unangenehmen Situation in die nächste. Während sie auf der einen Seite versucht jemandem die Wahrheit zu gestehen, wird sie nun auf der anderen Seite von einem Dienstmädchen erpresst. Ich habe ein bisschen Angst davor, wie es mit ihr weitergeht, amüsiere mich aber auch ziemlich gut beim Lesen. Vor allem aber mag ich die Protagonistin und den Herren, in den sie sich auf gar keinen Fall verlieben darf, weil er doch eine reiche Erbin heiraten muss. Was ihn zum Glück nicht davon abhält ein wirklich netter Kerl zu sein. 🙂

Als sich die nächste kritische Situation für Elinor anbahnte, habe ich aber doch erst einmal lieber zum zweiten Teil der Strangeworlds-Travel-Agency-Reihe gegriffen und Flick, Jonathan und seine Cousine Avery in die Welt The Break begleitet. Natürlich haben die drei gleich zu Beginn ihren Koffer verloren (genau genommen ist er ihnen gestohlen worden) und nun sitzen sie in einer Welt fest, die in absehbarer Zeit aufhören wird zu existieren. Ich mag, dass The Break eine Scheibenwelt ist, in der sich die Bewohner durchaus darüber bewusst sind, das so eine Welt nur aufgrund von Magie funktionieren kann. Genau genommen ist es eine Scheibenwelt voller Piraten und Meer-Personen und mit nur sehr wenig Landmasse, was natürlich für eine ganz eigene Kultur sorgt. *g* Außerdem gefällt es mir, dass Flick und Avery sich noch nicht so ganz sicher sind, was sie voneinander halten. Sie haben sich gerade erst kennengelernt und es gibt Dinge an Avery, die Flick sympathisch findet, und welche, die ihr nicht gefallen. Vor allem aber ist ihr bewusst, dass sie etwas eifersüchtig ist, weil sie nun die Aufmerksamkeit ihres einzigen Freundes teilen muss, und sie versucht sich davon nicht beeinflussen zu lassen. 🙂

Bevor ich weiterlese gibt es aber erst einmal eine Heiße Schokolade mit Marshmallows und ein paar Pralinen. Die Schachtel sieht schon etwas angeschlagen aus, aber das liegt daran, dass mein Mann die Pralinen von einem Freund zum Geburtstag geschickt bekommen hat. Er war so lieb und hat uns die Leckereien in einer Konditorei in Göttingen besorgt, in der wir uns – als wir da noch wohnten – ab und an Trüffel, Pralinen oder gar ein Stück Kuchen gegönnt haben. Das waren seltene, aber immer absolut köstliche Genüsse und es ist ein bisschen schade, dass wir nun schon seit über zehn Jahren nicht mehr da waren.
Update 18:00 Uhr

In der letzten Stunde habe ich nur „Animal Crossing“ gespielt und ich muss zugeben, dass ich – von einer schnellen Angelrunde abgesehen – das Angelturnier ziemlich ignoriert habe. Aber es ist ja auch schon mein zweites Jahr auf der Insel und Lomeus hat mir momentan nichts Neues zu bieten. Stattdessen bin ich wie jeden Tag über meine Insel geflitzt, habe mit den Nachbarn gesprochen, Wespen aus den Bäumen geschüttelt, Fossilien eingesammelt und etwas aufgeräumt. Bevor ich gleich zum Kochen in die Küche wandere, drehe ich noch eine Blog- und Kommentarrunde und schaue, wie es euch heute Nachmittag ergangen ist. 🙂
Update 21:45 Uhr

Zum Abendessen haben wir heute das letzte Drittel der aktuellen „The Taste“-Folge gesehen. Ich muss gestehen, dass mich damit eine Hass-Liebe verbindet, weil ich einerseits spannend finde, was die Kandidaten so kochen und welche Punkte zu beachten sind, wenn man sein gesamtes Essen auf einen einzigen Löffel reduzieren muss, auf der anderen Seite die Kritikpunkte, die Masse an Werbung, das Benehmen einiger „Coaches“, sowie einige Kandidaten unerträglich finde. Wenn wir die Folgen aber aufnehmen, auf drei Abende verteilt gucken und dabei sämtliche Werbung vorspulen, finde ich die Sendung deutlich erträglicher. *g*
Danach habe ich dann noch etwas gedümpelt und mich dann dazu aufgerafft das Geschirr abzuwaschen. Und da ich jetzt wirklich müde bin, werde ich wohl nur noch das neuste Video von Bernadette Banner („Rainy Days are for Tailoring Dramatic Victorian Skirts“) anschauen und bin danach vermutlich so entspannt, dass ich einfach ins Bett fallen werde.
Ich wünsche euch eine gute Nacht und hoffe, dass wir uns morgen wieder lesen! 🙂
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Heutige Mitleserinnen:
JED
Natira
Anette