Nachdem es in der vergangenen Woche mit der täglichen Lesestunde durch das gemeinsame Lesen mit Neyasha so gut geklappt hat, geht es heute gleich damit weiter. Ich weiß noch nicht so recht, welches Buch ich lesen mag, nachdem ich heute Vormittag „Feedback“ beendet habe. Ich brauche jetzt eindeutig eine Geschichte, die keinerlei Ähnlichkeit mit dem Roman von Mira Grant (Seanan McGuire hat), bin aber noch nicht sicher in welche Richtung ich als nächstes gehen möchte. Nur gut, dass der SuB noch groß genug ist. 😉
(Eine Stunde später 😉 )
Eigentlich hatte ich nach einem Blick auf die SuB-Liste beschlossen, dass ich „Bewitched and Betrothed“ von Juliet Blackwell lesen würde. Den Roman hatte ich vor kurzem schon mal auf den „demnächst lesen Stapel“ gepackt, nur um ihn doch wieder im Regal zu verstauen – dieses Mal so gründlich, dass ich auf meiner Suche nach dem Titel erst einmal über „The Moving Finger“ von Agatha Christie stolperte und deshalb spontan diesen Krimi angefangen habe. Die Geschichte ist mir so vertraut (vertraut genug, um sie neben dem Motorsport-Film, den mein Mann gerade schaut, zu schauen), aber ich habe sie noch nie auf Englisch gelesen. Bislang fühlt es sich nicht anders an und ich bin auch noch über keine Stelle gestolpert, bei der ich dachte, dass da in der deutschen Übersetzung etwas geändert worden wäre. Die Suche nach Unterschieden zwischen Original und Übersetzung ist ja gerade für mich fast das Spannenste, wenn ich meine neuen englischen Agatha-Christie-Ausgaben lese. 😉 Auf jeden Fall fühle ich mich schon wieder sehr wohl in dem kleinen Ort Lymstock und bin genauso wie alle anwesenden Personen darüber schockiert, dass ein Schreiber von anonymen Briefen die Idylle stört, auch wenn ich natürlich schon weiß, welche Beweggründe die Person hat. Ich werde heute bestimmt noch ein paar Seiten in dem Roman lesen, aber vorher muss ich mich der Waschmaschinenladung widmen, die noch darauf wartet, dass ich sie zusammenlege und verstaue.
Dienstag (31. März)
Tja, irgendwie ist das dann gestern doch nichts geworden mit dem Weiterlesen nach dem Wäschezusammenlegen und heute Mittag habe ich in meiner Frühstückspause erst einmal zu „Nur wenn du mir vertraust“ von Deborah Crombie gegriffen, damit ich die nächsten Kapitel mal hinter mich bringe. Schon erstaunlich, dass ich die Krimis eigentlich mag, aber beim Reread doch einiges zu Kritisieren finde und die beiden Bände, die ich eh als schlecht in Erinnerung hatte, noch weniger mag als ich erwartet hatte. Umso mehr freue ich mich jetzt auf „The Moving Finger“ und die vertrauten Ereignisse in Lymstock.
(Und wieder ist die Stunde rum …)
Ganz so entspannt war mein abendliches Lesestündchen heute nicht, da mein Mailfach ständig neue Nachrichten signalisierten, aber ich habe doch einige Seiten in „The Moving Finger“ genießen können. Ich finde es wirklich spannend gemacht wie Agatha Christie ihren Protagonisten so langsam bewusst werden lässt, dass die anonymen Briefe, die im Städchen umgehen, nicht so harmlos sind, wie er dachte. Nicht, weil die Briefe brisante Themen ansprechen, sondern weil solche Briefe die Atmosphäre vergifte, weil sie Misstrauen zwischen Menschen säen, die einander zugetan sein sollten, und weil auch ein blinder Schuss mal eine tödliche Stelle treffen kann. Ansonsten genieße ich Agatha Christies Beschreibungen der verschiedenen Figuren sehr wie die des göttlichen Kindermädchens, dessen ganzer Zauber verfliegt, sobald es anfängt zu sprechen. 😉
Mittwoch (1. April)
Ich muss gestehen, dass meine Freizeit heute komplett von „Animal Crossing“ und den ersten Vorbereitungen zum „Häschentag“ gefressen wurde, aber jetzt bin ich doch ganz froh eine Spielpause einlegen zu können (und meinem Mann die Gelegenheit zu bieten, dass er auch mal eine Runde mit meiner Switch spielen kann) und etwas zu lesen. Die Ereignisse in Lymstock ziehen an und wenn ich mich recht erinnere, dann dürfte es nicht mehr lange sein, bis die Anwaltsgattin stirbt …
(Ein überraschend entspanntes Stündchen später)
In den letzten Tagen war es immer so, dass prompt nach 20 Uhr mein Maileingang ständig neue Nachrichten meldete und oft genug welche, bei denen ich gleich antworten musste. Heute hingegen konnte ich recht ungestört mein Buch genießen. Ich mag es einfach so sehr, wie Agatha Christie Figuren vorstellt – besonders ist es mir gerade bei der (inzwischen verstorbenen) Anwaltsgattin aufgefallen, von der man erst einen allgemeineren Eindruck präsentiert bekommt, dann die Meinung des Erzählers und nun gibt es all das Geschwätz rund um ihren Tod. So bekommt man in diesem Fall erst einmal die Seite der Person zu sehen, die sie der Außenwelt zeigt, dann die kleinen verräterischen Dinge, die andere Facetten ihrer Persönlichkeit zeigen, und zuletzt lernt man anhand all der Gerüchte mehr über ihr Umfeld und über die Nachbarn und Familienmitglieder. Ich mag diese kleinen Elemente, die dem Leser am Ende einen zwar nicht wenig klischeehaften, aber stimmigen Charakter präsentieren.
Donnerstag (02. April)
Heute wieder ein bisschen später als geplant, aber die „wir unterstützen die örtliche Pizzeria mit den essbaren Pizzen“-Bestellung 😉 brauchte auch ziemlich lange und dann haben wir noch in Ruhe gegessen. Jetzt aber geht es weiter mit „The Moving Finger“, ich hatte heute zum Frühstück ein bisschen weitergelesen – mal schauen, ob ich mit dem Roman heute fertig werde oder mir die letzten Seiten bis morgen noch aufhebe. Falls ich das Buch heute beende, habe ich (natürlich *g*) auch schon einen weiteren Roman in Reichweite, den ich lesen mag … 🙂
(Schon 21:20 Uhr …)
Ich genieße weiterin mein Buch und das Gerätsel um die Identität des Briefschreibers und wieso die Person das kleine Dienstmädchen ermordet hat (und natürlich die Anwaltsgattin, aber das wird weiterhin als Selbstmord abgetan), auch wenn ich heute in meiner Lesestunde realtiv häufig durch Mails und DMs unterbrochen wurde. Aber da mein Mann noch ein wenig meine Switch nutzen will (morgen bekommt er hoffentlich endlich seine eigene, die eigentlich schon am 20. April eintreffen sollte), nutze ich die Gelegenheit und lese ich noch ein bisschen weiter.
Freitag (03. April)
„The Moving Finger“ habe ich gestern Abend noch beendet und als ich das Buch weglegte, ging mir durch den Kopf, dass ich es nicht so recht verstehe, dass es Menschen gibt, die behaupten, dass das kein „richtiger Miss Marple-Roman“ sei. Dabei finde ich es spannend, dass man hier Miss Marple mal aus der Sicht einer Person kennenlernt, die überhaupt keine Ahnung hat, dass diese nette alte Dame mit all den neugierigen Fragen eben nicht nur ihre Klatschsucht befriedigen will, sondern versucht den Mörder zu finden. Nur die Tatsache, dass der Erzähler engeren Kontakt zur Polizei hat (und persönlich an einer der betroffenen Personen interessiert ist) und die Pfarrersfrau am Ende alle noch einmal zu einem „Abschlussgespräch versammelt, sorgt dafür, dass er überhaupt mitbekommt wie sehr Miss Marple ihre Finger in der Auflösung stecken hat. Oh, und obwohl ich diese Geschichte schon so oft gelesen habe, habe ich mich erst dieses Mal gefragt, was wohl aus den beiden kleineren Jungen wird, nachdem ihre Eltern sich beide nicht mehr um sie kümmern können …
So, nun aber zu „The Goblin Emperor“ – das Buch mochte ich vor einigen Jahren schon auf Deutsch sehr, sehr gern und ich freu mich darauf die Geschichte jetzt im Original zu lesen.
(Kurz nach 21 Uhr)
Irgendwie sind meine Abende gerade ganz schön verplant, aber obwohl ich nur eine gute halbe Stunde zum Lesen kam, habe ich es genossen Maia wiederzutreffen und mich mit ihm den ersten Herausforderungen am Hof zu stellen. Ich mag, dass er zwar in einem abgeschiedenen Eckchen des Kaiserreichs aufgewachsen ist, aber eine solide (wenn auch lieblose) Erziehung genossen hat, die ihn dazu befähigt als Kaiser zu regieren, obwohl niemand je erwartete, dass gerade er den Titel seines Vaters erben würde. Mal schauen, ob ich übers Wochenende noch das eine oder andere Lesestündchen einlegen kann, Pläne mag ich gerade für die kommenden Tage nicht machen. *g*
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Gemeinsam lesen mit
Neyasha
Kiya




















