Alle Artikel von Konstanze

Katzenfotos gehen doch immer …

Bevor ihr nach einer Woche ohne neuen Beitrag auf den Gedanken kommt, dass ich in der Versenkung verschwunden wäre, gibt es zum bevorstehenden Wochenende noch ein paar Katzenfotos. Denn Katzenfotos gehen doch immer, oder? 😉

In den nächten Tagen bin ich dann hoffentlich weniger von Stress und Frühjahrsmüdigkeit in Anspruch genommen und schaffe dann wieder die eine oder andere Rezension. Wenn man überlegt, dass ich in diesem Monat ein Buch nach dem anderen verschlungen habe, dann findet sich bestimmt ein Roman, über den ich was schreiben könnte.

Bruderliebe

Baltimore und Logan in Reih und Glied

Schlafende Schönheit

Hier zeigt sie ihre wahre Natur!

Nur Shandy hat sich in den letzten Tagen wieder nicht fotowillig gezeigt. Eben hätte er mir zwar das Fotografieren seiner nachmittäglichen Schmuseeinheit erlaubt, aber da mussten natürlich die Kamera-Akkus schlapp machen, bevor ich mehr als ein paar schwarze Schehmen festhalten konnte.

Ich wünsche euch allen ein schönes Wochenende!

SuB-Zuwachs im April

Auch wenn ich noch dabei bin meine März-Bücher „abzuarbeiten“, so hat heute wieder der Paketbote geklingelt, um meinen SuB wieder etwas anwachsen zu lassen.

1. Jackie Kessler und Caitlin Kittredge: Das Ikarus-Projekt 2 – Im Zwielicht

Auf dieses Buch habe ich mich sehr gefreut, da mir schon der erste Teil sehr gut gefallen hat. Ich bin eben mit den amerikanischen Superhelden aufgewachsen und kann diese Hommage an die Comic-Klassiker rundum genießen.

2. Kerstin Herrnkind: Mein Mann der Mörder

Ich hatte vor sehr vielen Jahren mal ein Kinderbuch gelesen, in dem der Vater eines Mädchens verdächtigt wurde ein Mörder zu sein und fand diese „Krimi-Nebengeschichte“ sehr spannend. Umso neugierigier bin ich jetzt auf die Perspektive einer Ehefrau, deren Mann ein Mörder ist.

3. Alan Dean Foster: Quofum

Der Band wird nicht in mein „innerhalb von sechs Wochen lesen“-Vorhaben aufgenommen, sondern darf sich zu den anderen Alan-Dean-Foster-Büchern gesellen, die ich in diesem Jahr noch lesen will. Vielleicht sollte ich mir das (vorläufige) Beenden der Reihe für den Juni vornehmen?

4. Caroline Vermalle: Denn das Glück ist eine Reise

Ein 83jähriger, der mit einem Freund die Tour-de-France-Strecke nachfährt und dabei per SMS mit seiner Enkelin in Verbindung bleibt. Ich hoffe auf schöne und unterhaltsame Lesestunden.

5. Sarah Waters: Der Besucher

Altes Haus, gruselige Geschichte – das kann ein wunderbarer Roman werden oder ein schreckliches Leseerlebnis. Manchmal muss man eben ein paar Risiken eingehen. 😉

Und für die Ohren gab es noch:

1. Raymond Chandler: Das Gesetz der Straße

Eine Sammlung von fünf Hörspielen nach den Geschichten „Straßenbekanntschaft“, „Die Tote im See“, „Der Mann, der Hunde liebte“, „Der Bleistift“ und „Gesteuertes Spiel“ von Raymond Chandler. Ich liebe Chandler-Geschichten, habe aber immer etwa Angst vor gekürzten Hörspielumsetzungen. Trotzdem hoffe ich, dass diese hier gut gemacht wurden und mir viel Spaß beim Hören machen werden.

2. Mary Ann Shaffer: Deine Juliet (Club der Guernseyer Frunde von Dichtung und Kartoffelschalenauflauf)

Ein Briefroman, den die Autorin mit über siebzig Jahren schrieb und dessen Erfolg sie nicht mehr erleben durfte. Mich hat die Geschichte einfach neugierig gemacht – ich hoffe, es ist das perfekte Hörbuch für einen entspannten Sommernachmittag.

So brachte mir dieser SuB-Zuwachs vier Bücher, die ich bis zum 2. Juni 2011 gelesen haben möchte.

Sommer im April

Nachdem Natira vor kurzem um ein paar Gartenfotos gebeten hatte, habe ich heute Mittag beim Wäscheaufhängen mal die Kamera mit rausgenommen. Die Osterglocken sind leider schon verblüht, aber die Tulpen halten trotz der Trockenheit noch tapfer durch.

Blick zur Nachbarin – bei ihr blüht gerade nichts mehr.

Obwohl ich eigentlich die Zwiebeln gemischt hatte, haben sich die Tulpen farblich gut aufgeteilt …

Neben den hübschen Tulpen sieht man hier auch den Teil der Beete, die ich im Herbst unkrautfrei hatte …    
… und so sieht es dann aus, wenn man das Unkraut nicht vollständig entfernt bekam. Weiß jemand, was das eigentlich für eine Pflanze ist?

Noch etwas mir Unbekanntes, aber ich finde die Blüten ungemein niedlich und hübsch!    
Nächste Woche wird dann zum ersten Mal in diesem Jahr der Rasen gemäht.
Auch hier weiß ich nicht, was das ist. Aber die Knospen versprechen Farbe nach der Tulpenblüte. 

Und heute Abend schlafen wir in duftenden Betten. 🙂

Jim Butcher: Grave Peril (Dresden Files 3)

„Grave Peril“ ist der dritte Teil der Dresden-Files-Romane und hat sich auf Englisch ebenso gut lesen lassen wie schon „Fool Moon“. Wenn das so weitergeht, dann werde ich den Rest der „English“-Challenge mit den Abenteuern von Harry Dresden bewältigen, denn mir machen diese Geschichten wirklich Spaß. In „Grave Peril“ sehen sich der Magier Harry Dresden und der „Ritter des Kreuzes“ Michael (ich habe keine Ahnung, wie der in der deutschen Übersetzung bezeichnet wird, aber das ist meiner Ansicht nach der kürzeste – und treffenste – Begriff dafür) Geisteraktivitäten von ungewohnten Ausmaß gegenüber. Normalerweise können Geister nicht viel Schaden auf Erden anrichten, doch seit zwei Wochen kommt es jede Nacht zu gefährlichen Vorfällen bei denen Geister Menschen bedrohen.

So auch in der Nacht, in der der Roman beginnt: Der Geist von Agatha Hagglethorn spukt in der Säuglingsstation eines Krankenhauses und nur unter Einsatz all ihrer magischen und von Gott verliehenen Kräfte können Harry und Michael das Leben der Neugeborenen retten. Nach zwei Wochen, in denen die beiden jede Nacht ihr Leben riskierten und all ihre Fähigkeiten einsetzen mussten, sind der Magier und der Ritter inzwischen sehr erschöpft und doch haben sie noch immer nicht die Ursache für die bedrohlichen Geistererscheinungen gefunden.

Auch das Privatleben der beiden Männer leidet sehr unter der Unruhe in der Geisterwelt: Während Michaels Frau hochschwanger ist und eigentlich Unterstützung und Hilfe mit den Kindern gebrauchen könnte, hat Harry seine Freundin Susan schon viel zu lange nicht mehr gesehen. Ihr Beziehung besteht zur Zeit fast nur aus Telefonaten, bei denen die Journalistin und der Magier Informationen austauschen, was zu erkennbaren Spannungen zwischen den beiden führt. Doch Harry hat keine Zeit für ein Privatleben, denn neben den Geisteraktivitäten muss er sich auch als Repräsentant des „White Council“ mit einer Einladung der Vampir-Fürstin Bianca beschäftigen. Die Vampirin hat noch eine Rechnung mit Harry offen, seitdem er (im ersten Band der „Dresden Files“) den Tod einer ihrer Anhängerinnen verursacht hatte – und so könnte die Party zu einer unschönen Angelegenheit werden, auch wenn Harry durch den Kodex der Vampire eigentlich geschützt sein müsste.

Trotz des rasanten Auftakts habe ich diesen Harry-Dresden-Roman als deutlich ruhiger empfunden als „Fool Moon“. Harry muss sich zwar immer wieder mit den Geistern und einem damit zusammenhängenden „Albtraum“ herumschlagen, aber vor allem geht es um die Schwierigkeiten zwischenmenschliche Aktivitäten mit den Aufgaben eines Magiers zu verbinden und herauszufinden, was alles hinter dem unheimlichen Spuk steckt. Von der ersten Seite an wird von Jim Butcher betont, wie erschöpft Harry ist und wie sehr seine Magie unter den Kämpfen in den letzten Nächten gelitten hat. Diese Erschöpfung muss dann auch dafür herhalten, dass der Magier die eine oder anderer Verbindung zwischen den verschiedenen Ereignissen übersieht, obwohl sie dem Leser regelrecht ins Auge springt.

Trotzdem fand ich diese Geschichte wieder spannend und gut zu lesen. Der Humor, die wunderbaren Charaktere und die Herausforderungen, mit denen sich Harry und Michael auseinandersetzen müssen, haben mich über den einen oder anderen Schwachpunkt der Handlung locker hinwegsehen lassen. Allerdings muss ich auch zugeben, dass ich durch den schon gelesenen fünften Band wusste, dass entweder in diesem oder im nächsten Teil etwas entscheidendes passieren muss – und die Befürchtung, dass es in diesem Roman (und bei einem ganz bestimmten Ereignis) so kommen würde, hat mich beim Lesen besonders kribbelig gemacht. Uff, ist es blöd, wenn man sich so vage ausdrücken muss, um nichts zu verraten. *g*

Jim Butcher: Fool Moon (Dresden Files 2)

Ich habe in den letzten Monaten aus der Bibliothek den ersten und den fünften Teil der „Dresden Files” aus deutsch ausleihen können – und beide Bücher hatten mir so gut gefallen, dass ich mehr von Jim Butcher lesen wollte. Blöderweise waren das die einzigen beiden Bände, die von dem Autor in der Bibliothek zu bekommen waren. Angesichts der „English“-Challenge (und weil Irina und Natira mir versicherten, dass die Geschichten auch auf Englisch gut zu verstehen sind) habe ich mich im März dann an „Fool Moon“, den zweiten Dresden-Files-Teil, gewagt. Ich muss zugeben, dass die beiden recht hatte! Jim Butchers Englisch ist ganz einfach zu verstehen und so hatte ich das Buch an einem Wochenende ausgelesen. Bevor ich mich aber für den April an den dritten Band der Reihe mache, sollte ich endlich mal die März-Rezension für die Challenge verfassen. 😉

Harry Dresden ist einer der wenigen Menschen, die öffentlich zu ihrer besonderen Begabung stehen. Auch wenn er immer wieder als Spinner abgetan wird, weil er sich als Magier bezeichnet und als solcher auch im Branchenverzeichnis steht, so kann Harry nicht anders als offen mit der übernatürlichen Seite seines Leben umzugehen. Blöderweise bekommt man auf diese Art und Weise aber nur selten einen Job – vor allem, wenn man seine Ansprechpartnerin (Murphy) bei der Chicagoer Polizei so sehr verärgert, dass sie einen seit Monaten nicht mehr für die ungewöhnlichen Kriminalfälle als Berater engagiert hat. So ist Harry mehr als bereit sich mit einer seiner „Zauberschülerinnen“ zu treffen, als diese ihm dafür ein Essen in McAnally’s Pub anbietet. Doch Kim Delaney will im Gegenzug von Harry etwas über einen Zauber wissen, der eindeutig über ihre Fähigkeiten geht und sie in große Gefahr bringen könnte.

Während sich Harry noch darüber Gedanken macht, in was für eine Angelegenheit Kim da geraten ist, meldet sich Murphy nach langer Zeit wieder bei ihm. Die Polizistin beschäftigt sich mit einer Reihe von Morden, bei denen die Opfer aussehen, als wären sie von großen Wölfen zerfleischt worden. Da das FBI schon seine Finger in die Ermittlungen gesteckt hat, befürchtet Murphy, dass die eventuell vorhandene übernatürliche Ursache für die Todesfälle übersehen und deshalb der Täter niemals gestoppt wird. So muss Harry von einem Tag auf den anderen sein Wissen um die verschiedenen Arten von Werwölfen deutlich erweiteren – und legt sich dabei mit dem kriminellen Oberhaupt von Chicago, einer unheimlichen Gang, der Polizei und dem FBI und noch einigen weiteren Parteien an.

Wie schon bei den anderen beiden Dresden-Files-Romanen fand ich den Einstieg in die Geschichte interessant und war neugierig darauf, was sich hinter den Morden verbarg, wurde aber nicht von der ersten Seite an gepackt. Ich mag Harry und die wenigen Leute, die er zu seinen Freunden zählt, ich mag die magische Parallel-Gesellschaft in Chicago und dazu kommt noch, dass Jim Butchers Schreibstil sich (auf deutsch und auf englisch) einfach flüssig lesen lässt. Harry ist ironisch, seine Magie fordert ihre Opfer und lässt sich nicht mal eben aus dem Ärmel schütteln und viel zu oft wird er von den übernatürlichen Wesen – ebenso wie von der Polizei – in ernsthafte Auseinandersetzungen verwickelt. Erst ab der Mitte der Geschichte bin ich immer so weit in der Handlung drin, dass ich das Buch kaum zur Seite legen mag und dann – wenn möglich – in einem Zug zu Ende lesen.

Aber auch wenn sich die Spannung langsam aufbaut, so führt das bei mir bei diesen Büchern eher dazu, dass ich umso neugieriger auf die weitere Entwicklung werde und mich nicht – wie bei schlechteren Autoren – gelangweilt fühle. Jim Butchers Humor liegt einfach auf meiner Wellenlänge und seine Actionszenen sind packend geschrieben. Doch vermutlich gefällt mir an den Büchern vor allem, dass sie mich an die hardboiled novels von Raymond Chandler, Dashiell Hammet und Cornell Woolrich erinnern. Harry Dresdens Chicago ist eine schmutzige kleine Stadt, in der die Kriminellen mehr zu sagen haben als die vermeintlich „Guten“ und in der man schneller um sein Überleben kämpfen muss, als dem durchschnittlichen Bürger bewusst ist. Der Magier folgt nur seinem eigenen Rechtsempfinden und lässt sich weder von den menschlichen, noch von den übernatürlichen „Ordnungshütern“ vorschreiben was rechtens ist, was mich doch sehr an Philip Marlowe & Co. erinnert – für mich eine der besten Assoziationen, die eine Geschichte und ihr „Held“ in mir wecken können. 😉

Logan trinkt

Vor kurzem erst hatte ich versucht Baltimore bei seiner üblichen Trinkmethode mit der Pfote zu fotografieren, was aber nicht klappte. Um so schöner war es für mich, dass Logan in der letzten Woche mal wieder einen Versuch wagte – sein Bruder hat auch gut aufgepasst, ob Logan alles richtig macht!

Buchrausch und Leseeindrücke

Donnerstagabend habe ich folgenden Satz getwittert: „Ich hab in 32 Stunden neben Arbeit, Haushalt und normalem Schlafpensum drei Bücher mit insgesamt 1428 Seiten gelesen. Ich brauch nen Entzug.“ Und dann setzte ich mich hin und las vor dem Schlafengehen noch ein Kinderbuch … Anscheinend hatte irgendein Teil von mir mal wieder das Bedürfnis nach einem Buchrausch, und den habe ich in den letzten Tagen auch – dank einem Haufen Bibliotheksbücher – befriedigt.

Angefangen habe ich Mittwochmittag (zu meiner normalen „Frühstückszeit“) mit „Tage wie diese“ von John Green, Maureen Johnson und Lauren Myracle. Das Buch hatte ich schon auf mehreren Blogs besprochen gesehen und am Ende hatte mich Katrin von den BuchSaiten dazu gebracht, es in der Bibliothek vorzubestellen.

Drei Autoren (darunter John Green, dessen „Eine wie Alaska“ mir so gut gefallen hatte), die drei (Liebes-)Geschichten für Jugendliche schreiben, die alle miteinander verknüpft sind, das klang reizvoll und war gut zu lesen. Hilfreich war auch, dass Mittwoch mein „PC-freier“ Nachmittag ist und dass ich mir – dank eines eingeklemmten Nervs, der gerade die rechte Hand etwas einschränkt, – auch nichts Dringendes vorgenommen hatte. So habe ich meine üblichen Mittwochsaufgaben erledigt und immer, wenn die Hand muckte, dann habe ich mich wieder meinem Buch widmen können.

„Tage wie diese“ habe ich einfach so runterlesen können, ich mochte alle drei Geschichten, trotz einer gewissen Vorhersehbarkeit, auch wenn ich nicht mit jeder Hauptfigur etwas anfangen konnte. Vor allem das Mädchen, um das es in der letzten Geschichte ging, wäre mir normalerweise schrecklich auf die Nerven gegangen – und ich halte es der Autorin zugute, dass sie so über Addie schreibt, dass ich die Handlung trotz der Egozentrik des Mädchens genießen konnte. Der Erzählstil hat mir bei allen drei Autoren gefallen, ebenso wie die verschiedenen seltsamen Ereignisse und das Einflechten der Figuren, die man schon aus den jeweils anderen beiden Geschichten kannte. Das war ein schöner, entspannter Nachmittag mit drei – mehr oder weniger – ungewöhnlichen Liebesgeschichten.

Und weil ich mich danach in einer Stimmung befand, in der ich „nett, dümpelig und vielleicht etwas romantisch“ lesen wollte, habe ich am Mittwoch nach dem Abendessen dann zu „Märchenprinz“ gegriffen. Das war eine Empfehlung von SusiB von Susis Bücherblog und ich habe das Buch schon seit Januar hier rumliegen. So langsam wurde es Zeit, den Roman endlich der Bibliothek zurückzugeben, aber vorher musste ich ja noch einen Blick reinwerfen, um zu entscheiden, ob ich es bis zum Samstag (Abgabetag) noch lesen wollte oder nicht.

So recht konnte mich das Buch anfangs nicht fesseln. In „Märchenprinz“ von Marian Keyes dreht sich alles um die Verlobung von Paddy de Courcy, einem irischen Politiker, und wie vier Frauen auf die Nachricht seiner bevorstehenden Hochzeit reagieren. Diese Frauen sind Lola (seine Freundin, aber nicht seine Verlobte), Grace (eine Journalistin, die Paddy vor langer Zeit kannte), Marnie (Graces Schwester und frühere Freundin von Paddy) und Alicia (Paddys Verlobte, die von ihrer bevorstehenden Ehe erst aus der Presse erfahren hatte). Die ersten 300 Seiten lang habe ich immer wieder überlegt, ob ich das Buch zur Seite lege, weil ich das Gefühl hatte, die Handlung würde mich nicht packen. Lola war so schrecklich jämmerlich, und gerade als ich mich einigermaßen an sie gewöhnt hatte, kam der erste Perspektivwechsel, aber auf der anderen Seite war ich auch neugierig darauf, was die anderen Frauen mit Paddy verband und was hinter den kleinen Untertönen steckte, die zwischen den Zeilen zu lesen waren. So habe ich nicht nur den Rest des Mittwochabends mit dem Buch verbracht, sondern es Donnerstag weitergelesen, bis ich es durchhatte (wobei ich nachmittags etwas mehr Zeit zum Lesen hatte als sonst, weil ich eine gute Stunde auf den Typen gewartet hatte, der sich unseren Obstbaum ansehen sollte). Und bei den letzten Kapiteln, die ich kurz nach dem Abendessen konsumierte, hatte mein Mann auch keine Chance mehr, mit mir ein Gespräch zu führen, weil ich dann in der Geschichte zu sehr drin war. Blöderweise hatte ich den Roman schon so gegen 20 Uhr durch und somit brauchte ich für den Rest des Abends ja noch weitere Lektüre. Aber da gab es ja noch das Buch, über das ich bei Grete (Buchjunkie) gestolpert war …

Auch „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“ von Haruki Murakami sollte ich so langsam wieder in die Bibliothek bringen (auch wenn ich den Titel eigentlich noch verlängern könnte), schön dünn ist das Buch auch und ich brauchte dringend eine Abwechslung von den (mehr oder weniger) tragischen Liebesgeschichten. Bei gerade mal 164 Seiten dauerte es auch nicht lange, das Buch zu lesen, um 22.15 Uhr war ich damit fertig – und ich hatte nicht einmal das Gefühl, ich hätte mich damit beeilt. Im Gegenteil, immer wieder bin ich über Passagen gestolpert, die ich meinem Mann gezeigt habe, die ich ihm vorlas oder bei denen mir Dinge einfielen, die ich ihm erzählen wollte. Oder ich hing einfach nur meinen Gedanken nach und habe für mich etwas aus Murakamis Gedanken zu seiner Einstellung zum Laufen und zum Schreiben gezogen. Vielleicht sollte ich dazu noch sagen, dass ich von Murakami noch nie einen Roman gelesen habe und dass ich kein Mensch bin, der jemals eine Langstrecke laufen wird. Trotzdem haben mich die Gedanken des Autors in diesem Buch, gerade weil sie oft so schlicht formuliert wurden oder gar unstrukturiert wirkten, so sehr beeindruckt, dass der Titel nun auf meine Wunschliste gewandert ist.

Nach dieser intensiven Lesephase hatte ich das Bedürfnis nach einer Auszeit, ich wanderte kurz an den PC, rechnete Seiten zusammen („Tage wie diese“ = 400 Seiten, „Märchenprinz“ = 864 Seiten, „Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede“ = 164 Seiten -> insgesamt 1428 Seiten), twitterte, fuhr den PC runter, wuselte durch die Wohnung und bemerkte, dass ich so noch nicht ins Bett gehen konnte. Auf der einen Seite war der Kopf noch zu voll, auf der anderen Seite juckte es in den Fingern schon wieder nach einem Buch.

So kam ich auf den Gedanken, noch einen Blick in „Der magische Dieb – Auf der Jagd nach dem Stein der Macht“ zu werfen. Eigentlich wollte ich nur herausfinden, ob es der richtige Frühstücksbegleiter ist – und dann konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Ich weiß übrigens nicht mehr, wer mich auf dieses Kinderbuch gebracht hat, aber nach dem ersten Kapitel war mir die Hauptfigur schon so ans Herz gewachsen, dass ich noch ein bisschen weiterlesen wollte. Um halb eins bin ich dann übrigens ins Bett gegangen, hatte den Kopf voller magischer Theorien, ein weiteres Buch mehr auf meinem Wunschzettel, noch einmal 304 Seiten gelesen und das schöne Gefühl, dass ich mal wieder ein paar richtig schöne und entspannte Lesestunden hinter mir liegen hatte.

Trotzdem muss ich zugeben, dass ich nach 1732 Seiten in knapp zwei Tagen, doch eine kleine Leseauszeit benötige. Und dass ich am Freitag endlich „Nachtgeister“ angefangen habe, hat nur damit zu tun, dass ich beim Frühstück ungern einfach so in die Gegend gucke … 😉

Schnappschüsse

Eigentlich wollte ich versuchen, Baltimores eigenartige Trinkmethode zu fotografieren. Er steckt nämlich immer seine Plüschpfote in den Wassernapf und schleckt die dann ab, statt seine Schnute direkt in dem Behälter zu versenken.

Doch Logan war der Meinung, dass ich auf gar keinen Fall ungestört fotografieren darf – außerdem ist seine Schnauze viel schöner als Baltimores nasse Pfote!

Christie hingegen hatte vor kurzem das große Problem, dass ihr Ball – mit dem sie doch gerade noch so schön gespielt hatte – auf einmal nicht mehr aufzufinden war. Manchmal stellt sich unsere Süße doch etwas unbeholfen an …

Frühling – und wenn man nicht so genau auf die Beete guckt, dann kann man einfach die vielen Blüten im Garten genießen. 😉

Sogar die Magnolie ist inzwischen eine Augenweide! 

Mein liebstes Arbeitshindernis hat sich in den letzten Tagen auch mal wieder ablichten lassen. Wenn man genau hinguckt, dann sieht man die beiden rosa Stellen an seiner Schnauze, wo er sich seit der Zahnoperation ständig mit den verbleibenden Reißzähnen selber erwischt. Trotzdem finde ich diese dicke Schnauze jeden Tag wieder von neuem hinreißend!
Ich wünsche euch einen schönen Start in die Woche! 🙂

Videospiel: Elite Beat Agents (DS)

Nachdem ich mich vor ein paar Tagen erst mit jemandem über DS-Spiele unterhalten und dabei „Elite Beat Agents“ empfohlen habe, hatte ich Lust, mal eine alte Rezension von mir zu dazu rauszukramen. Vielleicht macht das ja einem von euch Lust auf das Spiel – vor allem, da es momentan bei Amazon zu einem sehr günstigen Preis zu bekommen ist. 😉

Die „Elite Beat Agents“ basieren auf den beiden aus Japan stammenden „Osu! Tatakae! Ouendan!“-Spielen. Doch da diese für den amerikanischen Markt zu speziell waren, wurde die Grundidee für die USA neu umgesetzt – und dieser Version kam es dann 2007 auch auf den deutschen Markt. Als Mitglied der „Elite Beat Agents“ muss man mittels anfeuernder Tanzschritte Leuten bei der Bewältigung ihrer – in der Regel eher seltsamen – Problemen helfen. Dabei trifft man unter anderem auf eine Babysitterin, der man dabei hilft, Kinder zu hüten und dabei noch einen Footballspieler zu beeindrucken, zeigt einem verirrten Hund den Weg nach Hause oder hilft einem Taxifahrer, rechtzeitig eine Frau in den Wehen ins Krankenhaus zu bringen. Egal worum es geht, die „Elite Beat Agents“ stehen den Menschen zur Seite und feuern sie mit einem gekonnten Hüftschwung an.

Obwohl das Spiel wie ein normales Rhythmusspiel wirkt, unterscheidet es sich deutlich von anderen Veröffentlichungen in dieser Richtung. Natürlich ist es auch hier wichtig, mit dem richtigen Timing einen Song so perfekt wie möglich „nachzuspielen“, indem man mit dem Stylus im perfekten Rhythmus Punkte treffen, Drehscheiben aktivieren oder Linien nachzieht. Aber die damit verbundenen Geschichten und die Songauswahl machen das Spiel einfach nur wunderbar, amüsant und großartig – und ich bin sonst nicht so schnell so überschwänglich, wenn es um DS-Spiele geht. 😉

Am Anfang eines jeden Songs bekommt man eine kleine Hintergrundgeschichte präsentiert, die einem zeigt, welche Person aus welchem Grund Hilfe benötigt. Dann leitet Commander Kahn, Vorgesetzter der „Elite Beat Agents“, den Hilferuf an seine Männer weiter, die sich natürlich sofort auf den Weg machen. Die drei Herren in den schwarzen Anzügen tauchen am Ort des Geschehens auf und geben als männliche, gut angezogene und geschmeidige „Cheerleader“ ihr Bestes. Ich muss zugeben, dass mich der Anblick die ersten Male doch etwas vom eigentlichen Spiel abgelenkt hat, während ich mit einem breiten Grinsen die Anfeuerungsversuchen der Herren betrachtete.

Der Schwierigkeitsgrad steigert sich bei „Elite Beat Agents“ relativ schnell, aber trotzdem fand ich das nicht frustrierend, weil die Steuerung so sensibel ist, dass es eindeutig an mir liegt, wenn es schiefläuft (bei anderen Spielen brülle ich dann schon gern mal den DS an, weil die nicht gut genug auf den Stylus reagieren 😉 ). Außerdem ist die Musik gut und die Geschichten sind so unterhaltsam, dass auch ein wiederholtes Spielen Spaß macht. Und wenn man die Songs (gelungene Coverversionen alter und neuer Hits, die man sofort mitsummen muss :D) über Kopfhörer hört, dann ist auch die Klangqualität ziemlich gut, wenn man bedenkt, dass der DS nun nicht in erster Linie zum Abspielen von Musik gedacht ist.

Oh, und auch die Multiplayervariante fand ich sehr nett. Auch wenn dafür jeder Spieler ein eigenes Modul benötigt, so habe ich (mit Bibendum) ein paar wirklich lustige Stunden verbracht, während wir gegeneinander spielten.

Wenn also einer von euch Lust auf ein entspannendes Spiel mit skurrilen Geschichten, passender Musik, einer gelungenen Grafik, einer tollen Steuerung und der einen oder anderen Herausforderung hat, dann würde ich an eurer Stelle bei dem aktuellen günstigen Angebot auf jeden Fall zuschlagen. ;D

Gelesen: Januar, Februar und März 2011

Bücher:

  1. Sharon Ashwood: Vampirdämmerung
  2. Katja Brandis, Hans-Peter Ziemek: Ruf der Tiefe
  3. Jim Butcher: Fool Moon (Harry Dresden 2)
  4. Jim Butcher: Die dunklen Fälle des Harry Dresden 5 – Silberlinge
  5. Richard Castle: Heat Wave
  6. Agatha Christie: Passenger to Frankfurt
  7. Bruce Coville: Die Einhorn-Chroniken 4 – Die Erfüllung der Prophezeiung
  8. Janet Evanovich: Einmal ist keinmal
  9. Stefan Gemmel: Der Schattengreifer 3 – Die Zeitenfestung
  10. Kerstin Gier: Smaragdgrün
  11. Jean G. Goodhind: Mord nach Drehbuch
  12. Ann Granger: Stadt, Land, Mord (Jessica Cambells erster Fall)
  13. Kim Harrison: Madison Avery – Totgeküsste leben länger
  14. Rachel Hawkins: Hex Hall 2 – Dunkle Magie
  15. Jonathan E. Howard: Jonathan Cabal – Seelenfänger
  16. Tatjana Kruse: Nadel, Faden, Hackebeil (Kommissar Seifferheld ermittelt 2)
  17. Francisco González Ledesma: Gott wartet an der nächsten Ecke
  18. Jens Lossau, Jens Schumacher: Der Elbenschlächter
  19. Susan Mallery: Frisch verheiratet
  20. Matthew Pearl: Das letzte Kapitel
  21. T. A. Pratt: Hexengift
  22. Julia Quinn: Hochzeitsglocken für Lady Lucy (Bridgerton 8)
  23. Hagen Röhrig: Kai Flammersfeld und die Transsylvanischen Schicksalskekse
  24. Annie Sanders: Die Rache-Agentur
  25. Lynsay Sands: Im siebten Himmel mit einem Vampir (Argeneau-Vampire 9)
  26. Lynsay Sands: Vampire sind die beste Medizin (Argeneau-Vampire 10)
  27. Ernst Solèr: Staub im Paradies
  28. Jeff Stone: Flammenklaue
  29. Johan Theorin: Nebelsturm
  30. Harald Tonollo: Die Rottentodds 3 – Ach, du faules Ei!
  31. Harald Tonollo: Die Rottentodds 4 – Ohrwürmer und Quallenpest!
  32. Harald Tonollo: Die Rottentodds 5 – Oh Schreck, die Miesbachs kommen!
  33. Brenna Yovanoff: Schweigt still die Nacht

Comic/Manga:

– Arata Kangatari 2 (Manga)
– Arata Kangatari 3 (Manga)
– Arisa 1 (Manga)
– Arisa 2 (Manga)
– Code:Breaker 4 (Manga)
– Code:Breaker 5 (Manga)
– Detektiv Conan 68 (Manga)
– Doubt 1 (Manga)
– Doubt 2 (Manga)
– Night Head Genesis 1 (Manga)
– Oh, diese Mädchen (HC-Comic)
– Otomen 3 (Manga)
– Pride and Prejudice (Graphic Novel)
– Shugo Chara! 10 (Manga)
– Shugo Chara! 11 (Manga)
– Spiral – Gefährliche Wahrheit 9 (Manga)
– Spiral – Gefährliche Wahrheit 10 (Manga)
– The Devil Within 1 (Manga)
– Twinkle Stars 1 (Manga)

Hörbücher/Hörspiele:

– John Sinclair – Verlorene Seelen (4 CDs)
– John Sinclair 53 (1 CD)
– Henry Kolarz: Die Gentlemen bitten zur Kasse (3 CDs)
– Michael Kosler: Professor van Dusen 1 – Eine Unze Radium (1 CD)
– Michael Kosler: Professor van Dusen 2 – Das sicherste Gefängnis der Welt (1 CD)
– Robert Jordan: Das Rad der Zeit 2 (6 CDs)
– Bernd Perplies: Tarean 1 – Sohn des Fluchbringers (Audible 11:39 Stunden)

Irgendwie neige ich dazu Rezensionen sehr verspätet auf den Blog zu stellen – zu einigen Titel werde ich bestimmt in den nächsten Wochen noch was schreiben. 😉

Achja, angefangene und abgebrochene Bücher zähle ich in der Monatsstatistik ebenso wenig mit wie Titel, die ich zum wiederholten Male lese oder höre.