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Patrycja Spychalski: Heute sind wir Freunde

Über dieses Buch bin ich bei Tine gestolpert und war nach ihrer begeisterten Rezension neugierig genug geworden, um „Heute sind wir Freunde“ von Patrycja Spychalski in der Bibliothek vorzumerken. Die Geschichte dreht sich um fünf vollkommen unterschiedliche Schüler, die während eines Unwetters allein in ihrer Schule zurückbleiben und die Nacht dort verbringen. Ich muss gestehen, dass ich die Figuren (und die Grundsituation) anfangs wenig kreativ fand. Gerade die Charaktere lassen sich doch sehr leicht in eine Schublade stecken. Anton ist der Streber, der keine Freunde hat, Leo ist der Coole mit der Lederjacke, Valeska die unnahbare Schöne, die von allen beneidet wird, und Nell und Chris sind die „Normalen“ (wobei beide eine künstlerische Begabung haben).

Obwohl sich die fünf zumindest vom Sehen kenne, haben sie nie zuvor miteinander zu tun gehabt. Aber jeder von ihnen glaubt, dass er die anderen einschätzen kann – und dass sie nichts miteinander gemein haben. Im Laufe der miteinander verbrachten Stunden stellt sich dann natürlich heraus, dass es nicht so einfach ist, sich ein Bild von einem Menschen zu machen. Jeder von ihnen hat Facetten, die die anderen nicht erwartet hätten und die für unerwartete Sympathien sorgen. Dabei lässt die Autorin Patrycja Spychalski jeden der fünf Schüler zu Wort kommen, so dass der Leser auch die Gedanken mitbekommt, die die Teenager – trotz der im Laufe der Zeit aufkommenden Offenheit und Nähe – für sich behalten.

Wie gesagt, ich fand die Figuren etwas arg „schubladig“ dargestellt und die Ausgangssituation auch etwas abgenutzt, aber das ändert nichts daran, dass ich die Geschichte trotzdem sehr süß fand und gern gelesen habe. Die Charaktere werden einem schnell sympathisch (auch wenn Leo mir in der Realität vermutlich schnell auf die Nerven gegangen wäre), haben ihre Schwächen und Stärken und es ist schön mitzuerleben, wie sie sich gegenseitig besser kennenlernen. Auch fand ich es stimmig, dass diese eine Unwetternacht und die Nähe zu den anderen nicht jeden im gleichen Maße beeinflusst. Für Anton und Valeska bieten diese Stunden die Möglichkeit, loszulassen und Dinge auszuprobieren, die sie sich sonst nie wagen würden. Auch für Nell und Chris entstehen durch dieses Unwetter viele Chancen, aber da sie als Figuren nicht so extrem angelegt waren wie die anderen drei Protagonisten, hatte ich das Gefühl, sie würden nur einen Stups bekommen, um danach offener und ein bisschen mutiger durch die Welt zu gehen. Leo hingegen ist in erster Linie jemand, der anstößt und Veränderungen auslöst …

Schön finde ich, dass Patrycja Spychalski es offen gelassen hat, wie es nach dieser Nacht mit den fünf Schülern weitergeht. Obwohl sie sich im Laufe dieser gemeinsam verbrachten Stunden so gut kennengelernt und zum Teil so eine intensive Zeit miteinander verbracht haben, ist allen Beteiligten bewusst, dass ihre frisch aufgekeimte Freundschaft vielleicht gerade mal bis zum kommenden Montag halten wird. Aber selbst wenn es so ist, ist es gut. Und es gibt ja immer noch die Möglichkeit, dass der eine oder andere sein gewohntes Verhalten auch im Alltag abstreifen und die während des Unwetters entdeckten Facetten seiner Persönlichkeit zeigen kann. Mir hat es auf jeden Fall viel Spaß gemacht, nach dem Ende des Romans noch darüber nachzudenken, wie es nach dieser Nacht in der Schule am kommenden Montag mit den fünf Figuren, ihren Eltern und ihrem Verhältnis zu ihren Mitschülern weitergehen könnte.

Wenn ich …

… schon so frustriert aus der Woche gehe, dann bin ich froh, wenn ich meinen Frust wenigstens ein bisschen wegbacken kann. Also habe ich gestern etwas Zeit in der Küche verbracht, Teig geknetet, Eier verquirlt, Äpfel geschnitten, Bagels geformt und in warmem Wasser gebadet und den Fladenbrotteig für das heutige Abendessen vorbereitet. Nach der Backrunde gab es ein leckeres Stück Apfelkuchen, die Aussicht auf Bagels zum Abendessen und die Gewissheit, dass ich für das heutige Essen nur noch den Teig gehen lassen und in den Ofen schieben muss.

Dies und Das (7)

Die erste Augustwoche ist bei uns ja immer Besuchswoche, da Bibendum jedes Jahr zu dieser Zeit zu Besuch kommt. Zum ersten Mal war es sogar kühl genug, dass wir theoretisch mehr hätten unternehmen können als sonst. Aber der andauernde Regen hat uns dann doch wieder den einen oder anderen Plan umwerfen lassen. Trotzdem hatten wir wieder schöne und gemütliche Tage miteinander, haben es uns gut gehen lassen, viel miteinander geschwatzt, (Karten) gespielt und ganz traditionell das Lieblingsrestaurant zum Burgeressen (für mich superleckere und knusprige Kartoffelscheiben und Salat, weil der vegetarische Burger leider nicht so umwerfend ist) und das Lieblingscafé zum ausgedehnten Frühstück aufgesucht. Heute Morgen ging es für Bibendum wieder auf den Heimweg (netterweise fungiert sie wieder als Kurier und somit ging auch ein großer Karton voller Leihgaben auf den Weg zurück zu Natira).

Leider hat es vor Bibendums Abreise nicht geklappt unser – seit zwei Wochen nicht anspringendes – Auto zu überbrücken, so dass wir weiterhin ohne fahrbaren Untersatz sind. Nun wird es wohl langsam Zeit, ernst zu machen und den Wagen zu entsorgen. Da er eh Ende Dezember den TÜV nicht mehr geschafft hätte, haben wir schon länger darüber nachgedacht, hätten ihn aber gern noch bis zum Jahresende genutzt. Überhaupt gibt es in der kommenden Woche ein paar unangenehme Termine und lästige Wege, die wir hinter uns bringen müssen, was mich nicht gerade freudig auf die nächsten Tage blicken lässt. Doch heute gönne ich mir noch eine Auszeit mit einer großen Tasse Tee und Sophies und Agathas Abenteuern an „The School for Good and Evil“. Und zwischendurch schaue ich, was die anderen Teilnehmer von Andreas „Samstagsplausch“ so zu erzählen haben und leere den in den letzten Tagen sehr vernachlässigten FeedReader mal wieder.

Stuart Jaffe: Southern Bound (Max Porter Paranormal Mystery 1)

Auch „Southern Bound“ von Stuart Jaffe ist eine Neuentdeckung, die ich dem Modern-Magic-Bundle zu verdanken habe. Während der vorhergehende Roman („Touch a Dark Wolf“ von Jennifer St. Giles) mich nicht ganz so begeistern konnte, hat mir diese Geschichte sehr viel Spaß bereitet. Die Handlung wird erzählt aus der Perspektive von Max Porter, der gerade erst mit seiner Frau nach Winston-Salem in North Carolina gezogen ist, weil er dort einen Job bekommen hat. Beide stammen aus Michigan und hatten in den letzten Monaten große finanzielle Probleme, die vor allem dadurch entstanden, dass Max von der Universität, an der er lehrte, gekündigt wurde.

Max ist zwar etwas skeptisch in Bezug auf seinen neuen Job, aber die Tätigkeit ist gut bezahlt und er und seine Frau sind langsam verzweifelt. Sein Auftraggeber hat ihn für Recherchezwecke angestellt, was nicht weiter befremdlich wäre, wenn es nicht einige mit seiner Tätigkeit verbundene merkwürdige Bedingungen gäbe. So wird Max ein Büro in einem größeren Büro- und Wohnkomplex zur Verfügung gestellt – mit der Auflage, dass er kein Möbelstück verrücken und keinen Gegenstand entfernen oder an einen anderen Platz legen darf. Es ist ihm auch nicht erlaubt, einen Laptop mit in dieses Büro zu nehmen; stattdessen soll er sämtliche Online-Recherche in der Bibliothek der nahegelegenen Universität durchführen. Auch kennt er weder den Namen noch das Aussehen seines Auftraggebers, da dieser alle Anweisungen durch den unsympathischen Mr. Modesto geben lässt. Dieser ist es auch, der Max bei all seinen Arbeitsschritten beobachten lässt und ihn regelmäßig über seine Fortschritte aushorcht.

Das alles führt dazu, dass Max sich sicher ist, dass mit seinen eigentlich harmlosen Rechercheaufträgen irgendetwas Dubioses verbunden sein muss. Bestätigt wird er in seiner Meinung durch die Entdeckung, dass der Geist eines in den 40er-Jahren ermordeten Privatdetektivs in seinem Büro haust. Marshall Drummond wurde erschossen und sein Geist an sein Büro gebunden, nachdem er in einem Fall ermittelte, bei dem sieben deutsche Kriegsgefangene aus einer überwachten Umgebung entführt und später gefoltert und getötet wurden. Der Detektiv ist sich sicher, dass er nur deshalb ermordet wurde, damit er nicht tiefer in die Hintergründe rund um diese rätselhafte Entführung der Kriegsgefangenen eindringen konnte.

Obwohl Max seinen neuen Job am liebsten hinschmeißen würde und nicht wenig Angst um seine Frau (und sein eigenes Leben) hat, kann er doch nicht einfach weglaufen. Nicht nur deshalb, weil seine Finanzen das nicht zulassen, sondern auch, weil er der Meinung ist, dass es wichtig ist, die Wahrheit rund um all die seltsamen Vorfälle aufzudecken. Dabei muss er feststellen, dass Drummond nicht das einzige übernatürliche Element in Winston-Salem ist und dass es deutlich mehr unheimliche und bedrohliche Dinge in der Welt gibt, als er es sich vor kurzem noch hätte vorstellen können.

Ich mochte an „Southern Bound“ sehr, dass die Geschichte – trotz des modernen Settings, der übernatürlichen Elemente und der Tatsache, dass Max definitiv kein typischer Protagonist für dieses Genre ist – sich beim Lesen so nach hard boiled novel angefühlt hat. Schon nach wenigen Tagen in Winston-Salem ist Max sich sicher, dass er allein (na ja, mit Hilfe eines verstorbenen Detektivs) gegen eine korrupte Gesellschaft angehen muss, um sich und Sandra zu retten. Diese Mischung aus Hoffnungslosigkeit, Standhaftigkeit, skurrilen Charakteren und dem Hangeln von Hinweis zu Hinweis hat mir wirklich Spaß gemacht. Stuart Jaffe erzeugt eine wirklich tolle Atmosphäre und diese tolle „Detektivgeschichten“-Stimmung, ohne dass es sich anfühlt, als ob er es krampfhaft darauf angelegt hätte. Nur bei der Charakterisierung von Drummond gibt es hin und wieder Momente, die wie Anspielungen auf Sam Spade und andere Vertreter des Genres wirken, aber auch hier wirkte es stimmig und natürlich, weil der verstorbene Detektiv eben ein Zeitgenosse seiner berühmten literarischen Vorbilder war.

Oh, und nachdem ich so gern kritisiere, wenn die Frauen in den Romanen nur als hilflose und beschützenswerte Wesen dargestellt werden: Sandra löst zwar in Max auch einen gewissen Beschützerinstinkt aus, was dazu führt, dass er ihr ständig wichtige Dinge verschweigen will. Aber als er schließlich mit ihr über die ganze Angelegenheit redet und sie endlich ehrlich zueinander sind, beweist sie, dass sie ihm locker ebenbürtig ist. Er ist zwar immer noch derjenige, der die Prügel einsteckt, aber Sandra geht nicht weniger Risiken ein als ihr Mann und trägt entscheidend zur Lösung des Falls bei.

August-SuB 2016

Wenn ich in den Nächten eh nicht schlafen kann, weil mir zu warm ist, und am Tag den fehlenden Schlaf nicht nachholen kann, weil die Umbauarbeiten in der Nachbarwohnung zu laut sind, kann ich die „gewonnene“ Zeit auch zum Lesen nutzen … So habe ich im Juli 18 Bücher und 3 Comics gelesen. Für die Hörbücher war es mir bei meinen diversen Beschäftigungen in der Regel wieder zu laut, aber ich habe immerhin in den letzten Tagen „Ein Mann namens Ove“ angefangen. Nachdem ich das Buch vor einiger Zeit gelesen habe, freu ich mich gerade über das Wiederentdecken der Geschichte mit einem passenden Sprecher. Wie im Juni bestand der Großteil der gelesenen Titel im Juli aus Bibliotheks- und Leihbüchern, weshalb ich den SuB weiterhin vernachlässigt habe. Mal schauen, ob sich das im August ändern wird.

Deutscher SuB:

  1. Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
  2. Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
  3. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  4. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  5. Brom: Krampus
  6. Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)
  7. Jim Butcher: Der Protektor von Calderon (Codex Alera 4)
  8. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  9. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  10. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  11. Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
  12. Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
  13. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  14. Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
  15. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  16. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  17. Charles den Tex: Die Zelle
  18. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  19. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  20. Xinran: Gerettete Wort
  21. Xinran: Wolkentöchter
  22. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

22 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

  1. Holly Black: The Darkest Part of the Forest
  2. Julie Blackwell: A Toxic Trousseau
  3. Marie Brennan: The Tropic of Serpents – A Memoir by Lady Trent
  4. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  5. Soman Chainani: The School for Good and Evil 3 – The Last Ever After 
  6. Agatha Christie: Curtain – Poirot’s Last Case
  7. Jennifer Estep: The Spider (Elemental Assassin #10)
  8. Mira Grant: Deadline (Newsflesh #2)
  9. Mira Grant: Blackout (Newsflesh #3)
  10. Kate Griffin: The Madness of Angels (Matthew Swift #1)
  11. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  12. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  13. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  14. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  15. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  16. D. B. Jackson: Thieve’s Quarry (Thieftaker #2)
  17. Diana Wynne Jones: House Of Many Ways
  18. Diana Wynne Jones: Enchanted Glass
  19. Morgan Keyes: Darkbeast Rebellion
  20. Lynn Kurland: Star of the Morning
  21. Moira J. Moore: Resenting the Hero
  22. Julia Quinn: The Sum of All Kisses (Smythe-Smiths #3)
  23. Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
  24. Cindy Pon: Serpentine
  25. Philip Reeve: Larklight
  26. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  27. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  28. Holly Webb: Emily Feather and the Chest of Charms (Emily Feather #3)
  29. Holly Webb: Emily Feather and the Starlit Staircase (Emily Feather #4)
  30. Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child

28 Titel auf dem englischen SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Leseeindrücke im Juli

Da ich noch ein paar weitere Leihgaben von Natira im Haus hatte, begann der Juli für mich mit dem Comic „Der Araber von morgen – Eine Kindheit im Nahen Osten (1978-1984)“ von Riad Sattouf. Ich hatte von dem Comic vorher nichts gehört, kann mich auch nicht erinnern, dass Natira mir irgendetwas darüber erzählt hätte und bin deshalb recht unbefangen an die Geschichte herangegangen. Grundsätzlich war ich davon ausgegangen, dass es interessant sein müsste mehr über den Nahen Osten zu dieser Zeit zu erfahren. Dummerweise beginnt der Autor die Geschichte nicht nur mit dem Kennenlernen seiner Eltern, sondern man bekommt als Leser in diesem ersten Teil alle Ereignisse aus der Perspektive eines Kleinkindes erzählt. So gibt es zwar Textblöcke, die über die jeweilige aktuelle politische Situation informieren, aber der Autor selber kann darüber nicht viel anderes sagen als wie die Leute gerochen haben, dass er nicht aus dem Haus gehen durfte, dass er kein Arabisch (oder kein syrisches Arabisch) verstehen konnte, dass die anderen Kinder ihn schikaniert haben, weil er blond war, und ähnliches. Wäre er wenigstens wirklich in den jeweiligen Gebieten aufgewachsen und hätte aus der Sicht eines direkt Betroffenen (wie z.B. Marjane Satrapi mit „Persepolis“) erzählen können, dann wäre es vermutlich interessanter geworden. Aber so war er zu jung und zu sehr Außenseiter, als dass ich seine Erfahrungen wirklich interessant gefunden hätte.

***

Auch „Moresukine – Wöchentlich aus Tokyo“ von Dirk Schwieger ist ein Comic aus Natiras Bestand, wobei ihre Rezension dazu etwas zwiespältig klang. Aber das hat mich natürlich nicht davon abgehalten mir eine eigen Meinung dazu bilden zu wollen. In dem Band wurden Blogbeiträge veröffentlicht, die der Autor während seines Aufenthalts Japan verfasst (und gezeichnet) hatte, in denen er beschreibt, wie er sich den verschiedenen Aufgaben, die ihm seine Blogleser aufgetragen hatten, gestellt hatte. Ich muss gestehen, dass ich das Ganze nur bedingt unterhaltsam und den Zeichenstil nicht wirklich ansprechend fand. Viele dieser Aufgaben drehten sich um Klischees, die mit Japan verbunden werden, und das fand ich eher langweilig. Außerdem hat es mich beim Lesen wirklich kirre gemacht, dass in der vorliegenden Ausgabe regelmäßig die unteren Sprechblasen abgeschnitten wurden. Selbst bei den Blasen, bei denen ganz deutlich zu erkennen war, dass man den Inhalt nicht lesen muss, weil er nur als Beispiel für etwas dient, hat mich das ungemein gestört. Insgesamt ein Comic, den man meiner Meinung nach nicht gelesen haben muss …

***

Bislang haben die Romane aus dem Modern-Magic-Bundle ja immer eine vollständige Rezension bekommen, aber zu „Touch a Dark Wolf“ von Jennifer St. Giles fällt mir nicht genug ein, um einen längeren Text zu rechtfertigen. Der Titel ist der Auftaktband zur vierteiligen Shadowmen-Reihe und eine „Romantasy“-Geschichte. Während ich die Grundidee etwas verschwurbelt, aber ganz reizvoll fand, weil dadurch eine wirklich erfrischende Variante des Vampir-Werwolf-Themas verwendet wurde, fand ich die Protagonisten und die vielen Sexszenen nicht sehr überzeugend. Es fehlte den beiden Hauptfiguren definitiv an Ecken und Kanten, die sie interessant gemacht hätten. Das Ganze hat sich schnell lesen lassen, was nicht nur an dem Umfang von gerade mal 200 Seiten, sondern auch an der flüssigen Erzählweise lag, aber am Ende stand ich da und fragte mich, ob das alles an Handlung gewesen sei. Hätte die Autorin die Sexszenen ansprechender geschrieben und die Geschichte nur als verbindendes Element dazwischen verwendet, wäre es okay gewesen. Noch lieber wäre es mir gewesen, wenn sie die ungewöhnliche Grundidee tiefer ausgearbeitet und innovativer für die Handlung genutzt hätte. Auch hätte ich auf das unbefriedigende, da zu abrupte Ende und auf 2/3 der Sexszenen verzichten können. Wirklich neugierig haben mich eigentlich nur die Nebenfiguren gemacht, aber ich befürchte, dass diese in den Fortsetzungen (in denen sie dann der Reihe nach die Hauptfiguren spielen dürfen) keine tiefere Charakterisierung erleben werden.

Julia Korbik: Stand up – Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene

Über „Stand up – Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene“ von Julia Korbik bin ich im Rahmen der Sachbuch-Challenge gestolpert. Der Titel war von Hermia im ersten Jahr der Challenge gelesen worden. Natira hat auch noch 2014 zu dem Buch gegriffen, Julia hatte den Titel dann 2015 gelesen, während ich das Buch zwar Ende letzten Jahres angefangen, aber nach dem ersten Drittel erst einmal eine Pause eingelegt hatte. Die Pause wurde dann etwas länger als geplant, so dass ich jetzt erst wieder zu „Stand up“ gegriffen und es dafür dann in einem Zug ausgelesen habe.

Julia Korbik schreibt locker und informativ über den Feminismus und geht dabei auf die Entstehung und Geschichte des Feminismus ebenso ein wie auf die verschiedenen Strömungen und Meinungen, wobei sie auch nicht verschweigt, dass der Feminismus heutzutage – ebenso wie Alice Schwarzer, die in Deutschland vor allem mit dem Begriff verbunden wird – kein gutes Image hat, obwohl sich viele Menschen mit den Zielen des Feminismus eigentlich identifizieren können. Dabei fand ich es angenehm, wie wenig wertend die Autorin mit den verschiedenen Strömungen des Feminismus umging und wie sehr sie betonte, dass es auch bei zum Teil gegensätzlichen Ansichten bezüglich der Details und Methoden doch im Feminismus grundsätzlich darum geht, ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Das Ganze ist flüssig geschrieben und so angenehm lesbar formuliert, dass es wirklich auch für Anfänger geeignet ist. Die Kapitel sind relativ kurz und werden von Grafiken und Einschüben unterbrochen, ohne dass man dadurch aus dem Text gerissen wird. Stattdessen hat es den Effekt, dass man „nur noch eine Seite oder einen Abschnitt“ liest, bevor man das Buch aus der Hand legt. So lesen sich die 416 Seiten schnell weg und man bekommt eine Menge Tipps für den Fall, dass man sich intensiver mit dem Thema oder den verschiedenen Feministinnen (und Feministen) – nicht nur – in Deutschland beschäftigen möchte.

Ich fand es spannend, dass ich erstaunlich viele der in dem Buch erwähnten (deutschsprachigen) Bloggerinnen schon regelmäßig verfolge und wie viele Details aus „Stand up“ mir schon vertraut waren, obwohl ich mich nie aktiv mit dem Thema auseinandergesetzt habe und das Gefühl hatte, ich wäre relativ uninformiert. Aber gerade dadurch, dass ich den Großteil der genannten Bloggerinnen schon kenne, ist in mir der Verdacht entstanden, dass es sich dabei um Personen handelt, die alle in derselben kleinen Filterblase existieren. Vielleicht täusche ich mich da, aber mir fällt oft auf, dass sich diese Bloggerinnen immer wieder gegenseitig zitieren und verlinken – was natürlich verständlich ist, schließlich scheinen sie die gleichen Ansichten zu teilen und möchten diese natürlich auch verbreiten. Aber ich frage mich, ob dadurch nicht auch ein gewisser Tunnelblick entsteht, der es schwierig macht, all die unterschiedlichen Aspekte eines solch komplexen Themas zu erfassen. Von dieser kleinen persönlichen Abschweifung abgesehen fand ich, dass das Buch eine angenehm gut lesbare und allgemein verständliche Übersicht über den Feminismus von seinen Anfängen bis heute bietet.

Rick Gualtieri: Bill The Vampire (The Tome of Bill 1)

Auch „Bill The Vampire“ ist ein Modern-Magic-Bundle-Titel und so spannend es auch ist, dass ich keine Ahnung habe, was mich bei all den Romanen erwartet, die ich in dem Bundle gekauft habe: Auf „Bill The Vampire“ hätte ich doch recht gut verzichten können. Ich wundere mich im Nachhinein nur, wo all die guten Bewertungen auf den diversen Portalen herkommen. Auch Rick Gualtieri hat seine Geschichte anscheinend für den typischen nerdigen spätpubertierenden männlichen Leser geschrieben. Doch während ich „Hard Day’s Night“ unterhaltsam und die Protagonisten auf ihre unbeholfene Art sympathisch fand und auch mit „Days Gone Bad“ – von ein paar Kleinigkeiten abgesehen – in dieser Beziehung gut zurechtkam, fühle ich mich von Bill, seinen „schlagfertigen“ Bemerkungen, seinen Unterhaltungen mit seinen ebenso nerdigen Mitbewohnern und vor allem von seiner Sicht auf Frauen wirklich genervt.

Nachdem Bill an einem Samstagnachmittag einen Haufen Geld bei seinem Dealer für Miniaturen und D&D-Regelwerk-Erweiterungen ausgegeben hat, wird er in der U-Bahnstation von einem Mädchen angesprochen. Genauer gesagt von einem dieser Mädchen, die einen Typen wie ihn normalerweise nicht einmal sehen würden. Kurz darauf lädt Sally ihn sogar noch zu einer Party ein, die am gleichen Abend in SoHo stattfinden wird. Während Bill zwischen „Was will sie von mir? Wieso habe ich heute so ein Glück?“ und „Wie bekomme ich sie flachgelegt?“ schwankt, stellt er fest, dass auf der Party vor allem Leute zugegen sind, die den optischen Anforderungen eines TV-Serien-Casting-Teams entsprechen. Nur er und eine Handvoll anderer Männer sehen aus, als ob sie nicht dazugehörten – und schau an, wenig später stellt Bill fest, dass er und die anderen Außenseiter weniger als Gäste denn als abendlicher Snack zu einer Vampirparty eingeladen wurden.

Da es Bill aber gelingt, einen besonders einflussreichen Vampir bei seinem Fluchtversuch zu erheitern, bekommt er eine Gnadenfrist. 90 Tage lang steht er nun unter dem Schutz dieses Vampirs und muss seinen Nutzen für die Vampire von SoHo beweisen – was gar nicht so einfach ist, wenn man bedenkt, dass er den Anführer genau dieser Vampire gerade sehr blöd hat dastehen lassen. Wenn man mal davon absieht, dass Bill nun etwas stärker als früher ist, Blut zum Überleben benötigt und bei direkten Sonnenlicht in Flammen aufgeht, ändert sich für ihn eigentlich nicht viel. Er kann weiterhin seinem Job als Games-Programmierer nachgehen, während seine Mitbewohner Tom und Ed herauszufinden versuchen, welchen Regeln Bill von nun an unterworfen ist. (Die Sache mit der Kirche funktioniert übrigens nicht, während Bill nun anfängt zu kokeln, wenn er die Optimus-Prime-Actionfigur seines Freundes anfasst.)

Die Geschichte hätte nett und unterhaltsam werden können, wenn Bill nicht so unglaublich nervig gewesen wäre. Abgesehen davon, dass er regelmäßig den Leser anspricht (was ich wirklich nicht mag), ständig auf alles mit „witzigen“ Einzeilern reagiert (die definitiv nicht amüsant, sondern eher ein Armutszeugnis bezüglich seines Intellekts sind) und er bei jedem Gespräch mit einer Frau zwischen „oh, sie nimmt mich wahr“ und „wie bekomme ich sie nackt auf den Rücken?“ schwankt, entwickelt er keinerlei Eigeninitiative. Jeder einzelne Schritt in der Geschichte wird durch äußere Umstände (der Anführer der SoHo-Vampire will ihn loswerden) erzwungen und ohne die Einsatzbereitschaft seiner Freunde Tom und Ed oder die vorausschauende und intrigante Art von Sally wäre Bill innerhalb der ersten 24 Stunden seines Vampirdaseins draufgegangen. Was mir einige Stunden voller „Boah, ist das bescheuert!“- und „Ich hasse den Protagonisten“-Momente erspart hätte.

Ich frage mich nun nicht nur, wie es diese Geschichte überhaupt zur Veröffentlichung durch einen Verlag geschafft hat, sondern auch, was für Leser es sind, die auch noch ganze sechs Bände mit dieser Hauptfigur ertragen haben. Vor allem, da ich bei meiner Suche nach einer Erklärung für all die guten Wertungen über eine Diskussion gestolpert bin, die davon zeugt, dass es in all diesen Fortsetzungen (weiterhin) keinerlei Charakterentwicklung geben wird. „Bill The Vampire“ ist für mich bislang eindeutig der Tiefpunkt des Modern-Magic-Bundles.

SuB-timierung – 1. Halbjahr 2016

Okay, ich gebe zu, dass der Titel wirklich ein blödes Wortspiel für „SuB-Optimierung“ darstellt. Aber irgendwie mochte ich das Wort, als es mir im Januar in den Sinn kam, also durfte es bleiben.

Eines meiner Vorhaben für dieses Jahr war herauszufinden, wie mein SuB beschaffen sein muss, damit er sich für mich genau richtig anfühlt. Dabei geht es mir nicht nur um die Anzahl der ungelesenen Bücher, sondern auch um die Genremischung. Um das Ganze etwas detaillierter festzuhalten, gibt es diesen Beitrag.

Durch das SuB-trahieren hatte ich in den letzten 1,5 Jahre die Gelegenheit, mir genau anzuschauen, welche Titel langfristig auf meinem SuB liegengeblieben sind. Darunter gibt es mehrere Kategorien:
– die Autoren, die ich ausprobieren will, die mich aber – zum Teil jahrelang – nie spontan gereizt haben,
– Genres oder Autoren, die ich früher gern gelesen habe und denen ich eine weitere Chance eingeräumt hatte, und
– Fortsetzungen von Reihen, die ich mochte und bei denen ich die ersten Bände auch genossen habe, aber bei denen das Lesen nie eilig schien, weil ich die Titel ja schon sicher im Regal stehen hatte.

Um nun auf den „idealen“ SuB zu kommen, hatte ich mir erst überlegt, ich müsste mir anschauen, was für Neuzugänge ich mir in diesem Jahr gönnen würde. Bei meinem Halbjahresbeitrag mit den Neuzugängen ist mir dann aufgefallen, dass ich vor allem Reihenfortsetzungen und Neuerscheinungen gekauft habe. Bei den Reihen habe ich die neu gekauften Bände in der Regel gleich gelesen, ebenso die Neuerscheinungen, solange es sich dabei um Titel handelte, für die ich nicht noch vorhergehende Teile lesen musste. So sind – abgesehen von dem Wühltischkauf und Fortsetzungen, bei denen mir frühere Teile noch fehlen, – nur sehr wenige Titel neu auf dem SuB gelandet. Das liegt aber vermutlich auch daran, dass ich mich bei meinen Buchkäufen vor allem auf Titel konzentriert habe, die für mich „Wohlfühlbücher“ sind. Genau genommen waren es alles Romane, bei denen ich beim Lesen nicht viel nachdenken muss und die sich auch in Stresszeiten leicht weglesen lassen. Aber natürlich fallen auch einige Titel, die schon ewig auf meinem SuB ruhen, in diese Kategorie und wurden trotzdem bislang nicht gelesen …

Vielleicht sollte ich also eher schauen, was für Bücher ich in diesem Jahr bislang so gelesen habe:

Der Januar wurde von mir vor allem mit Geburtstags- und Weihnachtsbüchern bestritten – kein Wunder, schließlich gab es zu den beiden Ereignissen so viele tolle neue Bücher für mich, dass ich mich kaum entscheiden konnte, welchen Titel ich als erstes lesen soll. Im Februar mischten sich dann die ersten Leihgaben und Bibliotheksbücher in meine Leseliste, ansonsten ging es weiter den Neuzugängen an den Kragen. Insgesamt waren das vor allem Fantasybücher und zur Abwechslung gab es Jugendbücher, historische Romane und zwei Krimis.

Im März und April habe ich mich dann endlich mal etwas entschlossener auf den SuB gestürzt, wobei ich abgesehen von „Twisted River“ wieder vor allem Fantasybücher aus dem Regal gezogen habe. Dazu kamen dann noch zwei Krimis aus der Bibliothek, ein Historical, ein Roman über Nigeria und eine biografisch angehauchte Geschichte – anscheinend brauchte ich so langsam wieder deutlich mehr Abwechslung beim Lesen.

Auch der Mai war recht abwechslungsreich mit Jugendbüchern, Fantasytiteln, Kriminalromanen und Sachbüchern – und so langsam beschleicht mich der Verdacht, dass ich bei vielen Genres mit Leihgaben (entweder von Freunden oder aus der Bibliothek) vollkommen zufrieden bin, während meine bevorzugten Fantasybücher wirklich bei mir im Regal landen müssen, damit ich immer wieder auf sie zurückgreifen kann. Gerade bei den Jugendbüchern reicht es mir vollkommen, wenn ich meine Neugier durch Bibliotheksausleihen befriedigen kann. Denn selbst wenn ich das Lesen wirklich genieße und die Protagonisten mir am Herzen liegen, so habe ich nicht das Gefühl, ich müsste diese Romane besitzen.

Der Juni war mengenmässig ein unglaublicher Lesemonat, wobei von 26 gelesenen Büchern 18 Titel Kriminalromane waren – und wieder kann ich sagen, dass es mir vollkommen ausgereicht hat, dass ich diese Krimis ausgeliehen hatte. Kriminalromane, die in meinem Bestand landen, müssen mir nicht nur besonders gut gefallen, sondern sie dürfen anscheinend auch nicht in der Bibliothek verfügbar sein.

Nach dem halben Jahr könnte ich vielleicht sagen, dass ich nur noch Fantasybücher kaufen muss, denn die lese ich sehr viel und bekomme sie in der Regel nicht in der Bibliothek. Aber so ganz passt das auch nicht. Denn auch wenn ich sehr oft zu Fantasytiteln greife, so würden mir die allein definitiv nicht reichen, selbst wenn ich meine Bibliotheksausleihen (Kriminalromane, Jugendbücher, Sachbücher, allgemeine Romane) dazurechne. Es gibt immer noch genügend Lesebedürfnisse, die nicht mit Fantasytiteln und Bibliotheksausleihen abgedeckt werden können. Außerdem ist mir bewusst, dass mein Leseverhalten in den letzten Monaten vor allem davon geprägt war, dass ich Ablenkung und Entspannung suchte. Doch vor allem frage ich mich auch nach einem Blick auf die Leseliste immer noch, warum bestimmte Titel auf dem SuB verbleiben, obwohl sie doch theoretisch zu denen gehören müssten, die ich sofort und mit Begeisterung lesen sollte.

Ich habe mir in den letzten Monaten wirklich viele Gedanken um meinen SuB gemacht und weiß immer noch nicht so recht, wie mein „idealer SuB“ aussehen müsste. Vielleicht gibt es sowas wie den idealen SuB ja für mich nicht, weil die Anforderungen an meinen SuB stimmungsabhängig sind, aber noch will ich diese Überlegungen nicht aufgeben und beobachte lieber noch ein paar weitere Monate die Entwicklungen auf meinem SuB, was ich in der Regel lese und welche Neuzugänge es zu mir schaffen.

Das Einzige, was ich nach den bisherigen SuB-trahiert-Beiträgen sicher sagen kann, ist, dass Romane, die ich gekauft habe, weil ich den Autor ausprobieren wollte (nur um endlich mal wieder einen neuen Autor auszuprobieren), entweder sofort von mir gelesen werden oder sehr, sehr lange auf dem SuB ruhen. Erschreckenderweise trifft das inzwischen sogar schon auf die ersten englischen Titel zu. Vielleicht sollte ich mir die gezielt für August vornehmen …

Ich lese ja immer wieder gern …

… wenn andere Menschen über ihre Bibliothekserfahrungen schreiben. So habe ich selbst vor Jahren schon einmal einen Beitrag darüber gebloggt, wie sehr Bibliotheken zu meinem Leben gehören (und wie schade ich es finde, dass der persönliche Kontakt zu den Bibliotheksmitarbeitern durch Elemente wie die Selbstverbuchung abnimmt).

In den letzten Jahren ist mir aufgefallen, wie häufig doch in den regionalen Nachrichten von Bibliotheks- (und Schimmbad)-Schließungen die Rede ist. Die kommunalen Finanzen müssen für viele Aufgaben reichen und anscheinend setzen einige Politiker darauf, dass eine Zweigstelle weniger nicht schaden wird oder es reicht, wenn es eine Bibliothek in der Nachbarstadt gibt.

All diesen Entscheidungsträgern würde ich jetzt gern einen Artikel der Autorin Hatice Akyün (veröffentlicht in der „Zeit“) unter die Nase halten, über den ich am Donnerstag gestolpert bin. Da mir das nicht möglich ist, möchte ich zumindest für euch diesen tollen Text hier verlinken:

„Der Bus, mit dem ich die Welt entdeckte“