Herbstlesen im Oktober (7) – Sonntag

Gestern habe ich mich zwischendurch viel zu viel ablenken lassen (und das Nickerchen hat auch nicht gerade geholfen), um besonders weit mit meinem Buch zu kommen. Aber schön war der Tag. Mal schauen, wie es mir heute mit „The Cuckoo’s  Calling“ so ergeht und ob ich zwischendurch doch noch mal zu „Home Improvement: Undead Edition“ greifen werde. So richtig Lust habe ich zur Zeit auf fantastische Geschichten nicht, aber diese Kurzgeschichten passen trotzdem erstaunlich gut und machen Spaß beim Lesen.

Wie schon an den vorhergehenden Wochenenden schalte ich diesen Beitrag recht früh frei, damit ihr bei Bedarf darauf verlinken könnt und aktualisiere ihn dann, wenn ich wach genug bin, etwas zu erzählen habe und ein paar Mitleser-Beiträge verlinken kann. 🙂

Update 12:30 Uhr

Mein Vormittag bestand bislang aus dem Beantworten und Hinterlassen von Kommentaren, der Recherche nach Dick-Francis-Titeln (dummerweise habe ich jetzt wieder unglaublich viel Lust auf den Autor und natürlich keine Ahnung in welchem Karton die Romane stecken *seufz*), einem Telefonat mit meiner Mutter (die sich jetzt auch mal einen Dick-Francis-Krimi aus dem Bestand meines Vater schnappen wird, um den Autor anzutesten :D), dem Beschmusen diverser Kater und dem Lesen eines – wie ich finde sehr rührenden – Interviews in der Zeit über das Alter (bei Interesse HIER zu finden). Jetzt muss ich wohl erst einmal die Viecher füttern, dann gibt es Frühstück für mich und endlich die ersten Seiten zum Lesen … Wieso gehen diese Vormittagsstunden immer so schnell vorbei? 😉

Update 15:45 Uhr

Eine Runde Katzenfüttern, ein Frühstück, ein paar Minute DS spielen und eine Kurzgeschichte später … Inzwischen habe ich „Woolsley’s Kitchen Nightmare“ von E.E. Knight gelesen. Die Geschichte wird von Sean Woolsley erzählt, der als Koch für die übernatürliche Gesellschaft einen hohen Ruf genießt. Leider war er so erfolgreich in seinem Gebiet, dass die Konkurrenz neidisch wurde und ihm ein paar Templer auf den Hals gehetzt hat. Also hat er seine Restaurants verkauft und zieht nun durch die Gegend und berät andere Restaurantbetreiber bei ihrem Geschäft. So verschlägt es ihn zu Beginn dieser Geschichte in den Mittleren Westen der USA, wo überraschenderweise ein Mensch seinen Service angefragt hat, um sein Restaurant für übernatürliche Kundschaft erfolgreicher zu machen. So ganz kommen Sean und sein neuer Auftraggeber aber nicht auf einen Nenner, was recht amüsant, wenn auch stellenweise etwas vorhersehbar zu lesen war.

Allerdings irritiert mich der erste Satz der Geschichte, der da lautet: „There’s a joke over in Europe that if you find yourself in America’s Upper Midwest, it’s time to switch your GPS.“ Überraschenderweise kennt mein Teil von Europa diesen Witz nicht, wie ist es bei euch so? 😉

Ansonsten muss ich mich gerade zurückhalten, damit ich nicht anfange nach Rezepten für vegetarische herzhafte Brotaufstriche ohne Sojaprodukte zu suchen. Momentan finde ich mein Frühstück nämlich ziemlich langweilig, mag aber die meisten Supermarkt-Alternativen nicht und will auch nicht auf „süß“ umschwenken, weil ich da momentan auch keine Lust drauf habe. Aber bevor ich mich jetzt weiter von allem möglichen ablenken lasse, greife ich wohl besser wieder zu „The Cuckoo’s Calling“ … und dann ist da noch das Kuchenstück, das mein Mann gerade vor mich gestellt hat. 😉

Update 19:30 Uhr

Inzwischen ist der Kuchen gegessen und ich habe sogar endlich etwas weiter in „Cuckoo’s Calling“ gelesen. Dafür, dass ich die Geschichte eigentlich mag, habe ich erstaunlich wenig Lust gehabt wieder zum Buch zu greifen. Immerhin glaube ich inzwischen zu wissen, warum das so ist. Ich habe ja sehr lange nichts auf Englisch gelesen, bis ich vor einiger Zeit mit amerikanischen Urban-Fantasy-Romanen wieder damit angefangen habe. Bei Fantasygeschichten habe ich nicht das Gefühl, ich müsse jedes einzelne Wort verstehen, und die Schreibweise ist oft genug so flüssig, dass die Geschichten auch sprachlich relativ einfach zu lesen sind. Die Krimis, die ich danach gelesen habe, waren in der Regel Cozies und auch da war die Handlung selten so richtig komplex und es ging eher um die Charaktere, den Humor und das Setting. Bei „The Cuckoo’s Calling“ hingegen habe ich das Gefühl, ich müsse jeden Satz bewusst lesen, um den Details der Handlung folgen zu können (Harry Potter fand ich da als Jugendbuch doch deutlich einfacher 😉 ) und das ist nicht nur anstrengender, sondern erfordert auch einen Grad an Konzentration, der mir gerade schwer fällt. Da stört es doch ziemlich, dass die Nachbarn über uns an diesem Wochenende Besuch haben und die Geräuschkulisse mich ganz kirre macht, und sogar mein Mann ist mir gerade in der Hinsicht zu viel, denn vom Nachbarsofa kommen regelmäßig Geräusche oder er lässt den Fernseher laufen, um „Gesellschaft“ zu haben. Aber nun gut, ich bin etwas weiter gekommen und nun mache ich erst einmal eine Pause zum Kochen. 😉

Update 21:30 Uhr

Mhhh, so ein leckeres Abendessen. Ofengemüse und Grillkäse, beides heute von mir sehr gut gewürzt (das ist bei mir ja immer so Glückssache 😉 ) und somit wirklich lecker. 🙂 Vom Kochen abgesehen, habe ich nicht so viel gemacht und nun werde ich mich mit dem Strickzeug auf dem Sofa einrollen und nur noch die heutige „Barnaby“-Folge schauen (womit es dann auch erst einmal mit den neuen Folgen dieser Serie vorbei ist). Ich bin mir sicher, dass Baltimore mir weiterhin Gesellschaft leisten wird, der Kerl scheint heute etwas Bauchweh zu haben und ist deshalb etwas bedürftig.

Vor dem Schlafengehen drehe ich dann noch eine Blogrunde, um zu schauen wie es den anderen heute Abend so ergangen ist. 🙂

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Heutige Mitleser:

Ariana
Mila
Neyasha
Ina
Anorielt
Natira
Sunny

Herbstlesen im Oktober (6) – Samstag

Nachdem am letzten Wochenende am Sonntag nicht so gut lief, habe ich immerhin in der Woche ein bisschen gelesen. So habe ich „Zelot“ von Reza Aslan genau rechtzeitig zum Abgabetermin beendet und sogar noch rezensiert bekommen. Endlich ist mal wieder ein Titel für die Sachbuch-Challenge geschafft – ich sollte nicht immer so viele Sachbücher parallel lesen!

Auch mit „Home Improvement: Undead Edition“ ging es in der Woche weiter, irgendwie hatte ich nachmittags immer gerade genug Zeit für die nächste Geschichte aus der Anthologie, aber nicht genügend Zeit, um in Ruhe einen Roman anzufangen. Die dritte Kurzgeschichte war von Patricia Briggs und trug den Titel „Gray“. Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, ich habe selten eine so rührende Vampir-Geist-Geschichte gelesen. Dabei hatte ich nach dem Einstieg, bei dem die Hauptfigur Elyna etwas melancholisch gestimmt über all die Erinnerungen, die für sie mit einer Wohnung in einem Apartmenthaus verbunden sind, nicht mit so einer hübschen Handlung gerechnet. Schnell steht fest, dass Elyna einmal dort mit ihrem Liebsten Jack gelebt hat, bis etwas Schreckliches passierte, das die beiden für immer trennte. Doch sehr hübsch gemacht.

Die vierte Kurzgeschichte „Squatter’s Rights“ von Rochelle Krich hingegen begann besser als sie endete. Die Handlung dreht sich um Eve und Joe, ein junges Ehepaar, das sich gerade ein Haus gekauft hat und es nun renovieren möchte. Das Haus war günstig, weil dort ein Verbrechen verübt wurde, bei dem die vorherige Bewohnerin erst ihren Mann und dann sich selbst getötet hat. Als nun Eve die erste Nacht in dem Haus verbringt, hört sie beunruhigende Geräusche … Die Grundidee der Geschichte mochte ich eigentlich, aber das Ende fand ich leider unbefriedigend.

Dafür hat mir „Blood on the Wall“ von Heather Graham zugesagt. Die Geschichte beginnt damit, dass sich der Privatdetektiv DeFeo Montville darüber ärgert, dass der Sektenführer Austin Cramer schon wieder Blut in dem Mausoleum von DeFeos Familie vergossen hat. Kurz darauf wird DeFeo von der Polizei von New Orleans um Hilfe gebeten, weil diese die zerstückelte und anscheinend angekaute Leiche einer jungen Frau auf einem Friedhof gefunden haben. Trotz dieser brutalen Vorkommnisse (und eines etwas arg vorhersehbaren Endes) ist mir vor allem der Humor in dieser Kurzgeschichte aufgefallen. Den mochte ich ebenso wie die New-Orleans-Atmosphäre.

In „The Mansion of Imperatives“ von James Grady nimmt ein Haus seine potentiellen neuen Besitzer gefangen, weil es Menschen benötigt, die es in einem guten Zustand erhalten. Eine böse kleine Geschichte, die mich eigentlich ganz gut unterhalten hat. Bei der mir aber auch auffiel, dass ich mich auch bei den Kurzgeschichten wohler fühle, wenn der Autor einen Humor durchschimmern lässt, der mir zusagt – was hier nicht so der Fall war.

Besser lief es dann wieder mit Melissa Marr und „The Strength Inside“, diese Geschichte war angenehm böse. Dabei beginnt sie ganz harmlos mit den beiden Schwestern Chastity und Alison, die gerade ein Haus gekauft haben und sich nun mit einer Nachbarschaftsorganisation rumschlagen müssen, die darauf achtet, dass alle baulichen Veränderungen im Rahmen der von ihnen aufgestellten Regeln stattfinden. Vor allem die Vorsitzende dieser Organisation hat ganz genaue Vorstellungen davon, wie ein Haus in diese Straße auszusehen hat und welche Verschönerungen die Bewohner vornehmen dürfen – oder eben auch nicht. Während die Schwestern wiederum unterschiedliche Vorstellungen davon haben, wie man mit einer solchen Nachbarin umzugehen hat … 😀

Bevor ich mich nun auf dem Sofa einrollen und den Nachmittag mit einem Buch verbringen kann, muss ich wieder den Wochenendeinkauf hinter mich bringen und den Kuchen fertig machen, den sich mein Mann schon vor einiger Weile gewünscht hatte. Oh, und wenn ich schon den Kuchen erwähne: Es gibt heute wieder Fotos! 😀 Eine liebe Freundin hat mir ihre „kleine“ Kamera geschickt, die sie selber nicht mehr genutzt hat. Das Gerät hat deutlich mehr Funktionen als meine alte Kamera und es wird noch etwas dauern bis ich mich damit vertraut gemacht habe, aber das hindert mich ja trotzdem nicht daran, meine ersten Fotoversuche mit dem Schätzchen online zu stellen. 😉

Update 14:30 Uhr

Irgendwie dauert bei mir ja immer alles länger als geplant, aber jetzt ist alles (abgesehen vom Kochen des Abendessens) erledigt und ich kann frühstücken und anfangen zu lesen. Für heute habe ich mir „The Cuckoo’s Calling“ von Robert Galbraith (J.K. Rowling) rausgelegt. Den Roman will ich schon eine ganze Weile lesen (und nun habe ich nur noch eine Woche bis zum Abgabetermin :D), hatte aber nicht die Ruhe, um mit einem englischen Kriminalroman anzufangen. Heute klappt es hoffentlich endlich!

Update 16:30 Uhr

Während sich Shandy und Baltimore notgedrungen miteinander arrangiert haben, weil sie beide unbedingt auf dem Büroschrank sitzen wollen (man sieht aber wunderschön, dass keiner von beiden wirklich glücklich mit der Nahe des anderen ist), kuscheln sich Logan und Christie in die Sonne. Logan ist natürlich ganz Kavalier und wärmt unsere kleine Arthrosekatze dabei schön mit seinem Puschelschwanz – allerdings nicht Kavalier genug, um ihr den letzten Sonnenplatz zu überlassen. 😉

Ich hingegen habe die letzten zwei Stunden schön mit meinem Buch auf dem Sofa verbracht (abgesehen von den Momenten, in denen ich Fotos gemacht habe, meinen Mann bei der Farbe seiner Autos – er spielt gerade Gran Turismo – beraten und sonstige Sachen gemacht habe 😉 ). Inzwischen habe ich die Grundsituation kennengelernt (eine Model starb nach einem Sturz oder Sprung von einem Balkon – die Polizei ist zu dem Schluss gekommen, dass es ein Suizid war, während ihr Bruder von Mord ausgeht), ebenso wie den Privatdetektiv Cormoran Strike und seine neue Sekretärin Robin Ellacott, die ich bislang beide auf ihre Art sympathisch finde. Cormoran hatte eine harte Nacht, denn er hat sich nicht nur mit seiner Geliebten gestritten und dabei ein Veilchen verpasst bekommen, sondern er ist auch mit einem kleinen Köfferchen in seinem Büro gelandet und kann nun davon ausgehen, dass die Dame seines Herzens gerade dabei ist, seinen restlichen Besitz zu vernichten. Robin hingegen hat sich am Vorabend mit ihrem Freund verlobt, der ihr einen wunderbar romantischen Antrag gemacht hatte. So glücklich ist sie gerade, dass nicht mal das etwas schmerzhafte erste Zusammentreffen mit Cormoran, der Zustand seines Büros oder seine offenkundigen Probleme etwas an ihrer guten Laune ändern können.

Bevor ich „The Cuckoo’s Calling weiterlese, gibt es aber erst einmal ein großes Stück Schoko-Birnen-Torte und dazu eine kleine Blogrunde, um zu schauen wie es den anderen bislang so ergangen ist. 🙂

Update 21:00 Uhr

So viel habe ich seit dem letzten Update nicht gelesen, dafür habe ich tief und fest auf dem Sofa geschlafen. Die Nächte sind dank Husten immer noch kürzer als mir lieb ist, auch wenn die Erkältung eigentlich schon fast wieder weg ist. Außerdem habe ich Pastinakensuppe gekocht, die heute ein bisschen schärfer geworden ist, als beabsichtigt. Aber trotzdem ist sie sehr lecker gewesen! 🙂

Jetzt gibt es erst einmal wieder eine Blogrunde und dann greife ich noch einmal zum Buch, etwas weiter möchte ich heute damit doch noch kommen – und ausgeschlafen haben ich ja jetzt erst einmal. 😉

Update 0:30 Uhr

Obwohl hier von verschiedenen Seiten alles getan wird, um mich von meinem Buch fernzuhalten oder zumindest meine Sicht aufs Buch zu behindern, bin ich noch ein paar Seiten weiter gekommen. So langsam könnte mal etwas mehr passieren, aber noch bin ich nicht so ungeduldig mit der Handlung

Außerdem habe ich mich zwischendurch, wie ich dann doch zugeben muss, noch etwas von John-Oliver-Videos ablenken lassen. Jetzt drehe ich noch eine abschließende Blog- und Kommentarrunde für heute und dann geht es wohl so langsam ins Bett. Ich hoffe, ihr hattet alle einen entspannten und angenehmen (Lese-)Tag! 🙂

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Heutige Mitleser:

Ina
Ariana
Anorielt
Natira
Sunny
Neyasha

Buchtipps gesucht!

Meine Mutter hat Ende des Monats Geburtstag und ausnahmsweise habe ich absolut keine Idee, was ich ihr schenken soll. Sie wünscht sich Bücher, kann mir aber kein Genre nennen, auf das sie Lust hätte. Auch merkt sie sich keine Titel oder Autoren, die ihr gefallen haben, so dass ich auch nicht von derartigen Infos ausgehen kann, um nach „ähnlichen“ Büchern zu suchen.

Es wäre also toll, wenn ihr ein paar Buchempfehlungen für mich hättet (wenn genügend Tipps zusammenkommen, könnten meine Schwester und mein Vater auch noch darauf zurückgreifen – und dann steht ja auch noch irgendwann Weihnachten an 😉 ). Meine Mutter liest Allgemeine Belletristik, Kriminalromane und „Frauenromane“, und das ausschließlich auf Deutsch. Mit fantastischen Elementen kann sie überhaupt nichts anfangen, egal wie dezent sie in eine Geschichte eingebaut sind. Schwierig ist auch, dass sie Bücher benötigt, die sich flüssig lesen lassen und nicht zu anstrengend, aber auch nicht zu oberflächlich geschrieben sind.
Bei den Kriminalromanen wären sowohl Cozies (aber keine Regionalkrimis) als auch Thriller geeignet, aber bei den letzteren mag sie es nicht, wenn es zu blutrünstig ist oder die Motive des Täters zu wenig realistisch sind. Krimis mit politischem oder wirtschaftlichem Schwerpunkt mag sie nicht, außerdem könnte sie da auf den Bestand meines Vaters zurückgreifen.
Bei den „Frauenromanen“ hat sie ein paar Jahre lang gern Titel gelesen, die sich um Freundschaft und Tod drehten. Aber da es in letzter Zeit einige Todesfälle und ernsthafte Erkrankungen in unserer Familie gab, wäre das gerade zu aufwühlend. Ich hätte lieber Geschichten, die sie von gerade diesen Themen ablenken und aufheitern. Wenn es bei „Die Listensammlerin“ nicht die Passagen rund um die an Alzheimer erkrankte Großmutter gäbe, hätte ich den Titel in Betracht gezogen. Ich habe auch schon über historische Romane nachgedacht, aber da ich selbst so gut wie nichts mehr in dem Bereich lese, fällt mir auch kein passendes Buch ein.
Ihr seht, es ist recht schwierig das passende Buch für meine Mutter zu finden. Gerade deshalb wäre es großartig, wenn ihr mir den einen oder anderen Tipp geben könntet! 🙂

Dies und Das (9)

Wenn ich mir diese Empfehlungen, basierend auf meinen bisherigen Hörbuch-Downloads anschaue, bin ich überraschend glücklich. Noch so viele Stunden mit Mrs. Pollifax liegen vor mir! 😀 Aber wo kommt der Tad-Williams-Titel her?

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Seit Sonntag  muss Shandy zweimal am Tag Tabletten verabreicht bekommen und ich bin wieder einmal froh, dass das mit diesem Kater so problemlos funktioniert. Bei den anderen drei Katzen ist es oft ein Kampf, bis Tabletten geschluckt werden, und nicht selten sind wir am Ende alle miteinander genervt und mich zieren im schlimmsten Fall so einige Kratz- und Biss-Spuren. Shandy hingegen schluckt von klein auf brav alles, was ich ihm in die Schnauze lege, solange ich dabei ein Leckerli in der Hand halte, das er danach auch fressen darf.

Gestern habe ich dann Leckerli und Tabletten auf der Flurkommode bereit gelegt und mich umgedreht, um den Kater zu suchen, als ich aus dem Augenwinkel mitbekam, wie er schon von selbst auf die Kommode sprang, Tabletten und Leckerli fraß, als ob es keinen Unterschied gäbe, und mich dann anschaute, als ob er nach mehr fragen wollte. Seitdem lege ich nur noch ein Häufchen mit Medizin und Leckerchen auf die Kommode, passe dann auf, dass die anderen Katzen keine Leckerli klauen, und schaue zu, wie Shandy mit Begeisterung seine Tabletten frisst.

Ihm geht es übrigens deutlich besser, auch wenn er immer noch viel schläft. Wenn das so weitergeht, dann sehen wir den Tierarzt – zumindest wegen Shandy – wohl wirklich erst zur Kontrolle der Nierenwerte im Dezember wieder. 🙂

Reza Aslan: Zelot – Jesus von Nazaret und seine Zeit

Ich weiß nicht mehr, wo ich über „Zelot – Jesus von Nazaret und seine Zeit“ von Reza Aslan gestolpert bin, glaube aber, dass es auf einem Blog war. Auf jeden Fall habe ich die Aussage im Hinterkopf, dass in dem Buch die Zeit, in der Jesus lebte, sehr interessant dargestellt wurde – und das reizte mich genug, um den Titel in der Bibliothek vorzumerken. Reza Aslan leitet das Buch mit zwei Abschnitten ein, in denen er einmal erklärt, wie er überhaupt auf das Thema kam, und in denen er erläutert, welche Quellen er für seine Forschung herangezogen hat.

Dies beides fand ich schon einmal sehr interessant. Der Amerikaner Reza Aslan entstammt einer nicht besonders gläubigen muslimischen Familie und entdeckte als Teenager in einem Jugendcamp das Christentum für sich. Wie es sich für frisch missionierte Gläubige gehört, versuchte er in den folgenden Jahren andere Menschen für das Christentum zu begeistern und ging sogar soweit, dass er anfing Religionswissenschaften zu studieren. Was wiederum dazu führte, dass er feststellen musste wie viele Widersprüche in der Bibel zu finden sind – was ihn an seinem Glauben zweifeln ließ und letztendlich dazu führte, dass er als sich weniger als Christ, als als Wissenschaftler und Historiker mit der Bibel beschäftigte (und sich wieder dem Islam zuwandte). Die aus dieser Beschäftigung gewonnenen Erkenntnisse verarbeitete er dann in diesem Sachbuch, wobei immer wieder auch Argumente aufgeführt werden, die von anderen Bibelforschern aufgestellt wurden und die gegen seine Ansichten und Theorien sprechen, nur um dann anhand von Zitaten und historisch belegten Ereignissen in Zweifel gezogen zu werden.

Bei der Angabe der Quellen betont Reza Aslan immer wieder, dass er sich bei der Bibel auf die ältesten Teile bzw. die Schriften, auf denen diese Passagen basieren, bezogen hat. Wobei auch klar wird, dass die ersten schriftlichen Zeugnisse erst ca. zwanzig Jahre nach Jesus Tod entstanden sind und von seinen Anhängern stammen, die seinen Widerstand wollten und dafür eine Galionsfigur benötigten, was zu einer nicht unerheblichen Verklärung führte. Weitere Quellen sind zum Beispiel Passagen aus Werken jüdischer Historiker, von denen die ältesten Schriftstücke ungefähr hundert Jahre nach den geschilderten Ereignissen entstanden sind. Interessant fand ich hier die Erwähnung, dass die Historiker sich damals weniger mit Jesus als Person beschäftigt haben, als mit den Ereignissen rund um seine Widerstandsbewegung.

Nach diesen einleitenden Seiten teilt sich „Zelot“ in drei Abschnitte. Der erste Teil beginnt um 63 v. Chr. als Judäa (und somit auch Jerusalem, das Zentrum des jüdischen Glaubens) – nach einer sehr langen Phase unter Führung von Priesterkönigen – römisches Protektorat wurde. Reza Aslan umreißt in diesen Kapiteln, welche religiösen, wirtschaftlichen und gesellschaftliche Auswirkungen die römische Besatzung auf die Juden hatte, welche Aufstände und Kämpfe es sowohl zwischen Römern und Juden, aber auch zwischen jüdischen Gläubigen und den jüdischen Priestern gab und wie dies die Welt formte, in der Jesus seine Kindheit verbracht hat. So faszinierend ich die verschiedenen Passagen darüber fand, wer wann wie viel Macht über das Gebiet hatte und welcher römische Statthalter welchen Einfluss auf das Leben der Einheimischen hatte, so war es doch etwas anstrengend bei all den Namen, Daten und Verbindungen zwischen den unterschiedlichen Personen noch den Ereignissen zu folgen.

Spannend fand ich dann im zweiten Teil die Passagen über den vermutlichen Anfang von Jesus „Karriere“ als Wanderprediger, Wunderheiler und Aufständischen, über den Einfluss, denn Johannes der Täufer anscheinend auf ihn hatte, und darüber wie in historischen Schriften über ihn berichtet wird. All diese Aussagen laufen laut Resa Aslan letztendlich darauf hinaus, dass der historische Jesus ein Aufrührer war, der zu einer Revolution aufrief, die die Machtverhältnisse des Landes auf den Kopf stellen sollte.

Die Reichen, die Priester, die Römer sollten entmachtet werden und das Land und seine Güter sollten zurückkehren in die Hand der – unter römischer Herrschaft verarmten – Juden. Mit diesem Bedürfnis nach einem Aufstand war Jesus nicht allein, es gab eine Menge Widerstandsgruppen, die sich gegen die Besatzer und die Priester, die mit ihnen zusammenarbeiteten, auflehnten. So geht der Autor davon aus, dass Jesus kein besonders friedsuchender Mensch war, sondern dass diese biblische Darstellung auf einem Ideal der frühchristlichen (und von griechischen und römischen Denken beeinflussten) Kirche basierte. Auch betont Resa Azlan, dass Jesus Jude war und verschiedene seiner Aussagen – in diesem religiösen und zeitlichen Zusammenhang gesehen – die Juden über alle anderen Volks- und Religionsgruppen erheben würden, womit in diesen Anfangsjahren des „Christentums“ nicht viel von dem menschenfreundlichem Gedankengut vorhanden war, das heute doch als so elementar für diese Religon gesehen wird.

Der dritte Part beschäftigt sich hingegen mit der Zeit nach Jesus Tod und auch hier betont Reza Aslan immer wieder, dass die schriftlichen Überlieferungen von Jesus Taten nicht von seinen frühen Jüngern oder sonstigen Menschen seiner Zeit und Herkunft niedergeschrieben wurden, sondern häufig von gebildeten, griechischsprachigen Städtern, deren Sicht auf die Ereignisse davon beeinflusst wurde, dass sie mit ihren Schriften Jesus Messias-Status festigen wollten. Dazu kam anscheinend in den Jahrzehnten nach der Kreuzigung noch einer Feindschaft zwischen den Jesus-Anhängern, die von seinem Bruder Jakobus vertreten wurden, und denen, die von Paulus angeführt wurden. Wobei die Lehren des letzteren nicht mehr viel mit dem gemein hatten, was Jesus zu Lebzeiten selbst verkündet hat – widersprachen Paulus Aussagen doch in der Regel dem jüdischen Glauben.

Zum Schluss kommen noch ungefähr hundert Seiten mit Anmerkungen des Autors, in denen Reza Aslan auf Veröffentlichungen hinweist, die er herangezogen hat, um seine Theorien zu Jesus Leben aufzustellen. Wobei ich es interessant fand, dass er zu einigen Passagen zwar mehrere Werke herangezogen hat, diese aber oft alle von einem Autoren stammten. Mir ist bewusst, dass es grundsätzlich schwierig ist Konkretes über eine Zeit zu sagen, die schon so lange her ist, noch schwieriger ist es natürlich, wenn man Informationen zu einer bestimmten Person sammeln möchte, die einer niedrigen Gesellschaftsschicht angehörte.

Obwohl das alles beweist, dass es wirklich wenig greifbare oder gar belegbare Informationen zu dieser Zeit existieren, gibt wirklich ungemein viele Elemente, die ich an diesem Buch spannend finde. Stellenweise habe ich mich zwar auch gefragt, wie weit die persönliche Geschichte des Autors seine Interpretation der verschiedenen Quellen und Ereignisse beeinflusst haben könnte, aber vor allem habe ich „Zelot“ als eine faszinierende Möglichkeit wahrgenommen mich der Geschichte einer Region zu nähern, über die ich viel zu wenig weiß. Zusätzlich zu all den Namen und Daten, die zeigen welche Machtverhältnisse rund um das Jahr Null herrschten und welche Veränderungen welche Auswirkungen auf das Leben der einfachen Menschen hatten, fand ich auch den Umgang mit den (oft aus verschiedenen Gründen fragwürdigen) Quellen, die Überlegungen zum Thema Sprache und Übersetzung und die Gedanken rund um die Intentionen der verschiedenen Verfasser historischer Schriften sehr fesselnd. Stellenweise fühlte ich mich mit all den Zitaten aber auch etwas überfordert, denn das Buch erfordert schon Zeit und Konzentration und davon hatte ich in den letzten zwei Monaten nicht ganz so viel wie gewünscht, aber insgesamt war es ein sehr faszinierendes Leseerlebnis.

Herbstlesen im Oktober (5) – Sonntag

Gestern Abend habe ich „Inselgrab“ von Johan Theorin ausgelesen und nach einer ziemlich unruhigen Nacht sitze ich nun da und habe keine Ahnung, was ich heute lesen soll. Ich glaube, ich greif heute morgen erst einmal zum DS, mach vielleicht noch mal ein Nickerchen und überlege mir in Ruhe, mit welchem Buch es weitergeht.

Ach ja, „Home Improvement: Dead Edition“ hab ich nicht vergessen, ich weiß nur nicht, ob ich mich nach „Inselgrab“ so leicht auf eine fantastische Kurzgeschichte einlassen mag. 😉

Update 14:30 Uhr

Bislang habe ich wirklich nicht mehr gemacht als ein paar Kommentare zu schreiben, „Fantasy Life“ zu spielen (ich entdecke gerade eine neue Insel :D) und mit meiner Mutter zu telefonieren. Außerdem sind die Katzen versorgt (der kranke Kerl hat heute schon wieder einmal markiert, was irgendwie ein gutes Zeicheen ist, und brav seine Tabletten geschluckt), gefrühstückt haben wir auch und nun sitze ich mit Christie auf den Füßen auf dem Sofa und werde wohl doch endlich zu „Home Improvement: Undead Edition“ greifen. Aber vorher werde ich noch eine kurze Runde bei den anderen vorbeischauen. 🙂

Update 18:00 Uhr

Ich habe bislang weder gelesen, noch geschlafen, stattdessen ist der Nachmittag irgendwie vergangen, während ich vor mich hingeglubscht habe. Jetzt geht es erst einmal in die Küche, um das Abendessen zu kochen und ich fürchte, auch danach wird es eher ein „Fernsehabend“ als der Abschluss eines Lesewochenendes. Aber so ist das eben manchmal. 🙂 Immerhin haben meine Mitleser heute anscheinend eine gute Mischung aus Lesen, Erholen und anderen Unterhaltungen gefunden.

Ich vermisse übrigens meine Kamera … kein Tee-Keks-Buch-Foto bedeutete heute nämlich auch keine Kekse und kein Buch. 😉

Update Montag

Irgendwie war ich gestern Abend dann zu weggetreten, um hier noch einmal ein Lebenszeichen zu hinterlassen. Wir haben den Tatort laufen lassen (überraschend unterhaltsam, aber wieso haben die beim Teletext eingeblendeten Twitterer die Anspielung auf „Spiel mir das Lied vom Tod“ als Tarantino-Anspielung verstanden? Hat keiner von denen die Westernklassiker gesehen?) und danach die aktuelle Barnaby-Folge (zwischendurch bin ich eingenickt, aber grundsätzlich mag ich die Veränderungen, die mit dem Schauspielerwechsel kamen. Die Serie wirkt so weniger verstaubt, ohne den altmodischen Charme zu verlieren.) und dann bin ich nur noch ins Bett gewankt. Die Nacht verlief gar nicht so schlecht, es gab sogar ein paar Stunden, die ich durchschlafen konnte. 🙂 Ich gehe also davon aus, dass ich auf dem Weg der Besserung bin und am kommenden Wochende wieder „richtig“ lesen kann. 🙂

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Heutige Mitleser:


Ariana
Kiya
Melli
Hermia
Sayuri
Neyasha

Herbstlesen im Oktober (4) – Samstag

Am Dienstag habe ich den am letzten Wochenende angefangenen Roman „Mord im Park“ von Cynthia Harrod-Eagles beendet. Der Krimi war jetzt nicht der ganz große Wurf und ich muss die Reihe definitiv nicht weiterverfolgen, aber die Geschichte war so weit ganz nett zu lesen. Ein bisschen mehr dazu gibt es am Monatsende, wenn ich bis dahin genügend Leseeindrücke für einen ganzen Beitrag zusammen bekomme. 😉

Ansonsten habe ich in dieser Woche zwar recht viel Zeit auf dem Sofa verbracht, da ich mich wegen einer heftigen Erkältung selber „krankgeschrieben“ habe, aber viel lesen konnte ich so nicht. Immerhin habe ich inzwischen „Zelot“ beinah beendet (das Buch hatte ich ja schon vor über einem Monat während des ersten Herbstlesen-Wochenende angefangen), mir fehlen da nur noch die Anmerkungen zu den diversen Details, während ich in der Anthologie „Home Improvement: Undead Edition“ seit dem letzten Wochenende nicht weiter gelesen habe.

Für heute habe ich vor allem „Inselgrab“ von Johan Theorin ins Auge gefasst. Ich mag den Autor, ich mag seine Öland-Reihe und es wird Zeit, dass ich endlich den letzten Teil davon lese. Aber erst einmal geht es zum Wochenendeinkauf – bis später! 🙂

Update 12:00 Uhr

Da wir heute auch Katzenfutter einkaufen mussten, waren wir etwas später im Supermarkt als uns lieb ist und durften uns mit sehr vielen planlosen Menschen rumschlagen. Ich bin auf jeden Fall froh, dass ich jetzt wieder Zuhause bin, mich auf dem Sofa einrollen und es mir gemütlich machen kann. Während des Frühstücks schau ich schon mal die ersten Seiten von „Inselgrab“ an.

Das hier sind übrigens leider die letzten Fotos, die ihr für einige Zeit auf meinem Blog sehen werdet, denn die Kamera ist gerade kaputt gegangen. Das Objektiv lässt sich nicht mehr einfahren und das Gerät meldet einen Systemfehler. Ich habe keine Ahnung, ob sich das noch einmal richten lässt, aber nach dem Tierarzt-Termin von gestern kann ich mir eine Reparatur eh so schnell nicht leisten.

Update 15:45 Uhr

„Inselgrab“ beginnt schon wieder wunderbar atmosphärisch mit einem Begräbnis im Jahr 1930, bei dem ein Mann zweimal begraben werden musste, nachdem beim ersten Versuch Klopfgeräusche aus dem Sarg zu hören waren. Wie immer erzählt Johan Theorin die Geschichte aus mehreren Perspektiven und verwendet dabei mehrere Zeitebenen, worauf man sich am Anfang etwas einlassen muss. Zumindest geht es mir so, dass ich immer das Bedürfnis habe, die verschiedenen Personen zuordnen zu wollen, was aber bei diesen Romanen nicht auf Anhieb geht und was eben auch einen Teil des Reizes ausmacht. Ich freu mich Gerlof wieder zu treffen, der sich inzwischen ein Hörgerät besorgt hat, mit dem er wieder die Klänge der Vögel hören kann, befürchte aber auch irgendwie, dass dies sein letzter Sommer auf Öland sein könnte. Nach dem Herbst, Winter und Frühling finde ich es spannend zu erleben, wie sehr sich die Insel durch den Ansturm der Mittsommer-Touristen verändert, und ein Teil von mir sträubt sich gegen diese Invasion und sehnt sich nach der Einsamkeit des Winters.

Zum Buch gibt es jetzt übrigens einen weiteren großen Pott mit heißem Tee und Kekse (Haferkekse für mich, Prinzenrolle für meinen Mann). 😉

Update 18:30 Uhr

Ach, ich mag die Romane von Johan Theorin so gern! In „Inselgrab“ finde ich den Kontrast zwischen dem fröhlichen Touristenleben, den Mittsommerfeiern und dem entspannten Sommeralltag auf der einen Seite und den schlimmen Vorkommnissen, einem verstörten Jungen und den Erzählungen aus den 30er Jahren wirklich wunderbar gemacht. Auch spielt der Autor ganz großartig mit den Erwartungen des Lesers, in dem er einen Punkt in der Geschichte nicht ausspricht und so in der Mitte des Romans einem eine ganz neue Denkrichtung vorgeben kann. Das hat bei mir wirklich für einen Aha-Effekt gesorgt, den ich so schon lange nicht mehr beim Lesen eines Romans hatte. Ich mag es auch, dass es immer ein paar kleine Geistergeschichten-Elemente gibt. Selbst dann, wenn Gerlof genau erklären kann wie manche Sagen entstanden sind, tragen diese Passagen so ungemein zur Öland-Atmosphäre bei. Bislang würde ich behaupten, dass dieser Band mit meinem bisherigen Lieblingsteil „Nebelsturm“ locker mithalten kann, wenn es um die Handlung und die Atmosphäre geht. 🙂

Jetzt unterbreche ich aber erst einmal und drehe eine Blogrunde und koche dann das Abendessen. Wenn das so weitergeht, werde ich aber nach dem Essen wieder zum Buch greifen. Der Roman macht mir gerade so viel Spaß, dass ich ihn vermutlich heute noch beende, wenn ich nicht später zu müde zum Lesen bin.

Update 0:00 Uhr

Das war ein sehr gutes Buch! 🙂 Ich muss gestehen, dass ich von Anfang an die Befürchtung hatte, dass Gerlof im Laufe dieser Geschichte sterben würde, aber diese letzten Seiten … Und auch sonst hat Theorin hier wieder einige eindrucksvolle Elemente miteinander vermischt, die einem die Inselvergangenheit näher bringen. Dieses Mal erzählt der Erzählstrang, der in der Vergangenheit beginnt, die wirklich erschütternde Geschichte eines schwedischen Auswanderers – und die trockene und sachliche Erzählweise sorgte dafür, dass das Grauen umso eindringlicher auf mich wirkte, während ich auf der anderen Seite genügend Distanz hatte, um die verschiedenen Handlungsstränge zu verfolgen und Stück um Stück das Gesamtbild zusammenzusetzen.

Doch, das war ganz eindeutig das richtige Buch für den heutigen Tag!

Auch wenn ich eigentlich davon ausging, dass es für das Wochenende reichen würde und nun keine Ahnung habe, was ich morgen lesen soll. 😉

Jetzt aber erst einmal eine Blogrunde, um zu schauen, wie es den anderen in den letzten Stunden so gegangen ist.

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Heutige Mitleser:

Ariana
Kiya
Melanie
Hermia

„Ausflug“ mit Shandy

Irgendwie schaffen es Katzen ja grundsätzlich so krank zu werden, dass der Tierarzt gerade nicht erreichbar ist. Gestern Abend habe ich beim Wegwischen einer seiner Pfützen feststellen müssen, dass Shandy Blut im Urin hatte – natürlich zu einer Zeit, als der Tierarzt schon geschlossen hatte. Aber so dringend, dass ich nun in die Notfallklinik hätte fahren müssen, war es zum Glück nicht. Der Kater benahm sich relativ normal, hat gut gefressen, bewiesen, dass er pinkeln konnte, mit mir gekuschelt und schien sein ganz normales grumpiges Selbst zu sein. Trotzdem waren wir natürlich die Nacht über unruhig und da ich (dank Erkältung) gerade eh nicht gut schlafen kann, habe ich immer mal wieder ein Ohr auf seine Aktivitäten gehabt.

Heute morgen habe ich dann eine Minute nach Öffnung in der Praxis angerufen, mir einen Termin geben lassen (zum Glück klappte es noch am späten Vormittag) und ausnahmsweise war ich sogar relativ froh über die Pfütze, die ich kurz vor der Abfahrt im Badezimmer fand – so konnte ich immerhin gleich eine Urinprobe mit zum Tierarzt nehmen. Auch das Einladen ging gut, Shandy hatte anscheinend nicht erwartet, dass er dieses Mal einen Ausflug machen würde und ließ sich problemlos in den Transportkorb setzen, und ab ging es auf die Autobahn. Dort hatte ich wieder eine Menge Glück, denn wenige Fahrzeuge vor mir löste sich ein LKW-Reifen in seine Bestandteile auf. Reifenfetzen flogen über die Fahrbahn (die sind selbst kaputt überraschend groß), es kam auf zwei gut gefüllten Fahrbahnen zur kollektiven Vollbremsung, aber es passierte kein einziger Auffahrunfall. Der LKW landete am Ende auf dem Standstreifen (wo er zwei Stunden später immer noch war), der Rest von uns fuhr vorsichtig und langsam an den Reifenresten vorbei und niemandem ist was geschehen – das hätte auch anders ausgehen können.

Beim Tierarzt wurde Shandy dann von Kopf bis Pfote durchgecheckt inklusive Urinuntersuchung und großem Blutbild. Er hat eine Blasenentzündung, die Nierenwerte sind leicht erhöht (was bei seinem Alter häufiger der Fall ist) und müssen im Auge behalten werden (im Dezember gibt es also noch einmal Bluttests). Wenn er gut auf die Tabletten anspricht, die wir mitbekommen haben, dann ist die Sache mit der Blasenentzündung in ein paar Tagen erledigt. Während er die gesamte Fahrt hindurch in einer Tonlage seinen Unmut in die Welt hinausbrüllte, dass mir die Ohren klingelten, war er beim Tierarzt erstaunlich ausgeglichen und ließ alles mit sich machen. Überhaupt scheint es ihm überraschend gut zu gehen, wenn man bedenkt, dass er heute beim Tierarzt war. Seine Hauptsorge bei der Heimkehr war die kurz darauf folgende Fütterung, die natürlich wieder viel zu spät erfolgte und viel zu wenig Futter für ihn versprach, und danach hat er sich auf mir zusammengerollt und ein Verdaungsnickerchen genossen. Irgendwie hatte ich mir die Ergebnisse der heutigen Untersuchung etwas dramatischer vorgestellt und bin sehr erleichtert, dass der Kater so gut beieinander ist.

Gut genug beieinander, um sogar die Aufmerksamkeit bei einer kleinen Fotorunde zu genießen (und irgendwann hätte ich gern eine Kamera, die auch bei diesem Licht schnell genug ist, um seine „auf dem Rücken liegen und das Bauchkraulen genießen“-Bewegungen einzufangen):

Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax on Safari (Hörbuch)

Auch in diesem Monat gab es für mich ein neues Mrs.-Pollifax-Hörbuch – dieses Mal bekam meine Lieblingsspionin den Auftrag nach Afrika zu reisen und die Mitglieder einer Fotosafari-Gruppe zu fotografieren. Ganz ungefährlich für die ältere Dame, so ist sich ihr Auftraggeber Mr. Carstairs sicher. Und wenn sie schon mal in Sambia ist, dann kann sie auch gleich die Augen nach John Sebastian Farrell aufhalten und den – inzwischen aus dem Dienst ausgetretenen – Geheimagenten überreden erneut für den CIA zu arbeiten.

Ich habe ja schon häufiger erwähnt, dass die Mrs.-Pollifax-Romane mich immer wieder dazu animiert haben, mich intensiver mit den Ländern auseinanderzusetzen, in denen die Geschichten spielen. So war auch „Mrs. Pollifax an Safari“ für mich vor vielen Jahren der Anlass, mich mit etwas intensiver mit der Geschichte Afrikas zu beschäftigen – auch wenn mein Wissen da immer noch riesige Lücken aufweist. Der Stand der Autorin ist der Mitte der 1970er Jahre und dementsprechend bewegt sich sehr viel im Land, da die Unabhängigkeit von Großbritannien gerade erst vor zehn Jahren zustande kam. Während Mrs. Pollifax sich also darüber freut, dass sie die faszierende Tierwelt Afrikas sehen wird, nimmt sie während ihrer Reise auch immer wieder die kleinen Dinge wahr, die zeigen, wie sehr das Land im Umbruch ist. Aber sie erfährt auch viel über die Kämpfe an den Grenzen, die Rebellen, die in den Nachbarländern aktiv sind und deren Aktivitäten auch Auswirkungen auf Sambia haben, und ein wenig über das Zusammenleben der verschiedenen Volksgruppen im Land. Das alles ist sehr dezent in die Geschichte eingebaut, wenn es nicht gerade direkten Handlungsbezug hat, aber gerade das mag ich an dieser Serie.

Daneben gibt es natürlich auch noch die Haupthandlung rund um Emily Pollifax und ihr Wissen darum, dass einer ihrer Mitreisenden ein gefürchteter Auftragsmörder ist. So kann sie es sich natürlich nicht verkneifen neue Bekanntschaften zu schließen, muss sich aber bei jedem Gespräch fragen, ob ihr Gegenüber vielleicht ein Söldner ist, der skrupellos für Geld tötet. Dazu kommen noch ihre – vergeblichen – Bemühungen mit John Sebastian Farrell Kontakt aufzunehmen und all die wunderbaren kleinen Begebenheiten rund um diese ungewöhnliche Seniorin.

Ich liebe ihre kleinen Eigenheiten wie ihre Leidenschaft für Hüte. So bedauert sie es sehr, als ihr mitgeteilt wird, dass in Afrika keine Tropenhelme mehr getragen werden – nur um beim Einkauf vor der Reise doch noch einen Hut zu ergattern, dessen Form zumindest dem eines Tropenhelm ähnelt. Dass der Hut eine rote Feder hat, die sich von hinten bis zur vorderen Krempe spannt, und dass so eine Feder perfekt mit dem riesigen regenbogenfarbenden Regens (alles eine Frage der Perspektive!) Sonnenschirm harmoniert, versteht sich ja von selbst. Ebenso ist es natürlich vorherzusehen, dass es mit dem entzückenden Hut einen amüsanten Zwischenfall geben wird, der seine Eleganz ein wenig beeinträchtigt.

Auch dieses Hörbuch wird wieder wunderbar von Barbara Rosenblat gelesen – auch wenn ich mir den ehemaligen Richter Cyrus etwas anders vorgestellt hätte. Ich muss vermutlich nicht noch einmal betonen, wie viel Spaß mir diese Hörbuchversionen der Mrs.-Pollifax-Romane machen … 😉

Level-5-Fangirling

Als mein Mann und ich uns kennenlernten, stellten wir relativ schnell fest, dass wir beide gerne spielen. Wir haben uns einen Haufen 2-Personen-Brettspiele gekauft, er hat mir ein paar PC-Spiele geliehen und ich habe ihm von den Videospielen erzählt, die ich bei einer Freundin begeistert gespielt habe. Da war es kein Wunder, dass in die erste gemeinsame Wohnung relativ schnell auch eine Playstation 2 einzog.

Eines der ersten Spiele, die mich so richtig gepackt haben, war „Dark Cloud“ – entwickelt von Level-5. „Dark Cloud“ ist eine Mischung aus Adventure, Rollenspiel und Aufbausimulation und die Handlung ist relativ einfach, aber sehr niedlich. Die Geschichte beginnt mit der Erweckung eines bösen Dschinns, der sofort damit beginnt, die Städte der Welt zu zerstören, während der Feenkönig alles daran setzt, um die angegriffenen Bestandteile der Städte zu erhalten. Als Spieler bekommt man die Aufgabe, die verlorenen Städte wieder aufzubauen – und um das zu tun, muss man die verschiedensten Elemente und Bewohner wiederfinden. Dass es bei der Suche nach den verlorenen Teilen zu diversen Kämpfen kommt und man sich in verschiedenen Dungeons bewähren muss, versteht sich ja wohl von selbst.

Ich habe das Spiel wirklich geliebt und bestimmt ein Jahr lang regelmäßig damit gespielt. Ich mochte die knuffige Optik, die manchmal etwas skurrilen Elemente, das relativ einfache Kampfsystem (ich bin schnell frustriert, wenn das Kämpfen zu herausfordernd wird), die klassische Gut-gegen-Böse-Geschichte und das Sammeln und Bauen, das mit der Wiederherstellung der Städte im „Georama“-Modus einherging. Unter diesen Umständen wird es euch vermutlich nicht wundern, dass ich auch die indirekte Fortsetzung „Dark Chronicle“ sehr mochte und ebenfalls viele Monate lang gespielt habe. Ach, allein, wenn ich daran denke, dass alle Dungeons auch als Golfplatz genutzt werden konnten, würde ich am liebsten wieder von vorne anfangen!

Einige Jahre später kam „Rogue Galaxy“. Das ist Spiel ist ein bisschen weniger niedlich und beinhaltet sowohl Science-Fiction- als auch Fantasyelemente. Der Georama-Modus fiel hier weg, dafür gab es die Möglichkeit, alchemistische Experimente zu machen, was zu einigen seltsamen und witzigen Ergebnissen führte. Auch dieses Spiel brachte so viele Elemente mit sich, dass ich einige Monate lang immer wieder etwas Neues entdecken konnte und eine Menge Spaß damit hatte.

Die nächste Level-5-Entdeckung gab es für mich dann für den DS mit den „Professor Layton“-Spielen. Ganz so viel Zeit wie mit den Playstation-Spielen habe ich damit nicht verbracht, aber wieder konnte mich das knuffige Design, die skurrile Geschichte und in diesem Fall auch die mehr oder weniger herausfordernden Rätsel überzeugen. „Dragon Quest“ fand ich supersüß und mochte sowohl die – eher klassische – Fantasy-Geschichte, das niedliche Figuren- (und Monster-)Design, als auch die vielen verschiedenen Aufgaben, die man in dem Spiel erledigen konnte.

„White Knight Chronicles“ hat mich dann wieder zur Playstation gebracht. Dieses Spiel ist deutlich weniger niedlich als die vorher aufgeführten, sondern entspricht eher dem „klassischen epischen“ Rollenspiel. Für mich gab es damit nur ein Problem: Dadurch, dass ich Teil 1 und 2 in einem Bundle bekam, habe ich manche Aufgaben nicht erfüllen können, wenn ich schon zu weit in der Handlung vorangeschritten war, während andere mich überforderten, weil ich dafür erst kräftig hätte leveln müssen. Alles in allem muss ich gestehen, hat „White Knight Chronicles“ bei mir – trotz vieler Stunden Spielzeit – kein so intensiven Eindruck hinterlassen wie die anderen Spiele von Level5.

Dann aber kam „Ni no kuni“ und brachte mir wieder all das, was ich an Level-5-Spielen mag: Eine bezaubernder Geschichte, niedliches Design, ein stellenweiser schräger Humor, viele verschiedene Aufgaben, die man erfüllen muss, und sehr, sehr viele Stunden Spielzeit. Sehr cool war es auch, dass man bei diesem Spiel zwischen einer realen und einer „fantastischen“ Welt wechseln konnte, um die verschiedenen Herausforderungen zu erfüllen. Ich habe „Ni no kuni“ noch lange nicht beendet, es gäbe noch einiges in diesem Spiel zu tun, aber da ich die Story durchgespielt habe, die Playstation mit meinem Mann geteilt werden muss und nach so vielen Stunden Spielzeit die Lust nach etwa Abwechslung aufkam, habe ich irgendwann nicht mehr weitergespielt.

Trotzdem war da dieser Wunsch nach Abwechslung und es gab das eine oder andere DS-Spiel, mit dem ich seitdem viel Spaß hatte, aber so richtig hat mich eigentlich  nichts gepackt. Umso toller war es, als ich mitbekam, dass von Level-5 „Fantasy Life“ für den 3DS in Europa veröffentlicht werden sollte. Wie sehr ich mich auf das Spiel gefreut habe, konnte man in meinem Blog ja doch ganz gut mitbekommen. 😉 Ich habe es extra so eingerichtet, dass ich in der Erscheinungswoche Zeit für das Spiel habe – und dann auch prompt in den ersten drei Tagen 30 Stunden damit verbracht.

Die Story von „Fantasy Life“ ist nicht gerade ungewöhnlich oder hat gar einen großen Umfang, aber die Handlung ist nett, kindgerecht und bietet einen schönen Rahmen für das eigentlichen Ziel des Spiels, nämlich viele verschiedene „Leben“ auszuprobieren. Leben heißen die zwölf verschiedenen Berufe, die man im Spiel annehmen kann. Jeder Beruf bekommt seine eigene kleine Einführung, bei der man die Personen kennenlernt, die einem das nötige Wissen für den Job beibringen (oder zumindest dafür sorgen, dass man die nötige Ausrüstung hat, um sich alles selbst beizubringen). In einigen Rezensionen wird kritisiert, dass es bei den Handwerksberufen wenig Abwechslung gäbe, weil man die Mini-Spiele, mit denen man Items für seinen Charaktere (oder zum Verkauf) herstellen kann, nur in drei verschiedenen Varianten spielen kann – aber gerade das finde ich überraschend herausfordernd.Wenn man eine Zeitlang einem Beruf nachgegangen ist, erfordert es doch ein bisschen Konzentration, um sich auf ein anderes Handwerk einzustellen. Und wenn man als Spieler nicht den leichten Weg geht und sich einfach alle verfügbaren Materialien zusammenkauft, sondern loszieht und die Sachen in den verschiedenen Regionen sammelt oder selber abbaut, dann wird es zu einer angenehmen Herausforderung, all die kleinen Zwischenziele im Spiel zu erreichen.

Und wie so oft zeigt auch dieses Level-5-Spiel ein ungewöhnliches Figuren- (und Monster-)Design – dieses Mal erinnern mich die verschiedenen Charaktere an die Professor-Layton-Spiele – und einen angenehmen Humor. Ich liebe es, dass mir das Spiel so viele Freiheiten bietet. Theoretisch könnte ich die ganze Geschichte mit einem einzigen „Leben“ durchspielen oder ich kann eben – so wie ich es gerade tue – versuchen, die verschiedenen Berufe parallel entwickeln und dadurch die vielfältigen Möglichkeiten des Zusammenspiels zwischen den unterschiedlichen Jobs nutzen.

Ich liebe es, wenn ich durch eine Region gehe, dass ich nicht nur Monster jagen und so Wolle und Leder für meine Schneiderin erbeuten kann, sondern auch (Heil-)Pflanzen, Früchte und ähnliches sammeln kann, die ich entweder als Alchemistin verarbeiten oder als Köchin zubereiten kann. Dazu gibt es natürlich noch die Abbaustellen, die ich als Schürferin nutze, um Metalle und Edelsteine zu gewinnen – die wiederum von mir als Schmiedin (oder Alchemistin) verarbeitet werden können. Dass ich als Holzfäller die Materialien besorge, mit denen ich als Schreinerin dann Werkzeuge und Möbel anfertigen kann, muss ich vermutlich nicht mehr erwähnen, während mein Leben als Angler selbstverständlich die Auswahl in meiner Küche erweitert. Ich finde es toll, dass ich, wenn ich als Schreinerin nicht genügend Stoffe für mein Sofa habe, mal eben in die Schneiderwerkstatt gehen und Fasern verweben kann. (Ich fürchte, man merkt hier deutlich, dass ich die kämpfenden Jobs nicht ganz so spannend finde wie die Handwerker.)

Außerdem gibt es unzählige nichtspielbare Charaktere, die Aufträge für mich bereithalten und viele davon sind mit einer skurrilen oder niedlichen Geschichte verbunden. Manchmal bin ich fast etwas überfordert, wenn ich das Spiel starte, weil ich mich nicht entscheiden kann, was ich als erstes machen soll. Ich könnte in einen Dungeon gehen und dort ein Monster jagen, Materialien sammeln, angeln oder Holz fällen. Ich könnte aber auch versuchen, ein „Leben“ weiter auszubauen, indem ich gezielt die diesbezüglichen Aufgaben erfülle, oder ich könnte schauen, ob ich nicht inzwischen neue Items gesammelt habe, die mir das Erstellen bislang unbekannter Gegenstände ermöglichen könnten.

Oder wenn mein Mann auch gerade im Spiel ist, dann gibt es die Möglichkeit, dass einer den anderen besucht und wir gemeinsam Abenteuer in Reveria erleben. So habe ich meinen Mann anfangs in Gebiete geführt, die er in seinem Spiel noch nicht betreten konnte, damit er Gegenstände sammeln und erbeuten kann, die er für seine Aufgaben benötigte. Und da er als Angler sein Leben begann, konnte ich davon profitieren, indem ich von ihm Fische abgreifen konnte. Es ist wirklich nett, so zusammen spielen zu können. Wir haben gerade zu Beginn sehr viel ausgetauscht oder den anderen darum gebeten, gezielt einen Gegenstand herzustellen, den man für eine Aufgabe benötigt.

Es wäre auch möglich, gemeinsam die Boss-Gegner in Angriff zu nehmen, aber bislang lasse ich mir mit den großen Kämpfen noch Zeit. Ich will das Spiel schließlich genießen und nicht in Rekordzeit beendet bekommen! Obwohl ich mich als Jägerin inzwischen vom Laien über Anfänger, Lehrling, Geselle und Experte zum Meister hochgearbeitet habe, habe ich allein in diesem Beruf noch so einige Ausbaustufen vor mir – und das ist nur einer von zwölf! Und ich freu mich schon auf all die weiteren Stunden, die ich mit „Fantasy Life“ verbringen werde, bis ich dann doch irgendwann einmal alle Möglichkeiten, die das Spiel bietet, ausgenutzt habe.

Ich glaube nicht, dass es ein anderes Entwicklerstudio gibt, von dem ich so viele Spiele mit solcher Begeisterung gespielt habe, und ich hoffe sehr, dass auch weitere Level-5-Spiele nach Europa kommen und  mich mit ihrem Charme und den vielseitigen Möglichkeiten bezaubern können.