Wenn sich die Bücher stapeln …

… und ich es nicht mal auf die Reihe bekomme, die vor Wochen gelesenen Titel wegzuräumen, dann ist das immer ein untrügliches Anzeichen dafür, dass ich Probleme habe, mich aufs Lesen zu konzentrieren. Genäht habe ich in den letzten zehn Tagen übrigens auch nicht mehr, was der Grund dafür ist, dass die noch nicht gesäumten Taschentücher unter dem Buchstapel regelrecht verschwinden. *g* Dabei hatte ich eigentlich sogar Lust aufs Lesen und Nähen (wenn auch nicht gerade beides gleichzeitig, das wäre dann doch selbst für mich etwas viel), aber so richtig hat es in den letzten Wochen damit nicht klappen wollen. Weshalb ich natürlich fast jeden Tag ein weiteres Buch aus dem Regal gezogen und auf den Stapel gelegt habe, in der Hoffnung, dass mich genau dieser Titel jetzt endlich wieder packen würde.

Mit Charlotte MacLeod hat das am vergangenen Sonntag dann sogar wirklich geklappt, und ich habe gestern den dritten Band der „Sarah Kelling und Max Bittersohn“-Reihe beendet, nur um im Anschluss zum vierten Teil der Reihe zu greifen. Ich finde die in Boston spielenden Krimis der Autorin momentan so erholsam und genieße diese Mischung aus solidem Kriminalfall, skurril-sympathischen Charakteren, amüsanten Szenen und wunderbar treffenden Beschreibungen. Jetzt hoffe ich nur, dass mich die Leselust nach Beenden der Reihe nicht wieder verlässt (und dass ich meinen Buchstapel vor Sonntag wieder aufgeräumt bekomme, wenn ich die Ablagefläche für meine Lese-Sonntag-Fotos benötige). 😉

Amy Wilson: Shadows of Winterspell

„Shadows of Winterspell“ von Amy Wilson ist mir im Oktober 2019 regelmäßig vor die Nase gekommen, als der Roman veröffentlicht wurde. Irgendwann bin ich dann doch neugierig genug geworden, um das Buch auf meine Wunschliste zu setzen, und passend zum herbstlich-winterlichen Thema habe ich die Geschichte dann an einem trüben und regnerischen Januarnachmittag angefangen. Protagonist ist die zwölfjährige Stella (Estelle) Briggs, die gemeinsam mit ihrer Großmutter in einem kleinen Häuschen am Rande des Waldes Winterfell lebt. Lange Zeit war Stella zufrieden mit ihrem Leben, aber so langsam sehnt sie sich nach der Gesellschaft anderer und nach einem „normalen“ Leben mit täglichem Schulbesuch und Freunden, mit denen sie ihre Freizeit verbringen kann.

Dabei ist ihr bewusst, dass sie zu viele Geheimnisse hütet, um unbefangen Freundschaft mit Menschen schließen zu können. So ist Stellas Großmutter ein (wenn auch einigermaßen stofflicher) Geist, ihr Mitbewohner ist ein Imp, und Stella selbst hat von klein auf den Gebrauch von Magie gelernt. Dazu kommt noch, dass Stella die Tochter des Königs der Schatten ist, dessen Fluch auf dem Wald Winterspell liegt und dessen Schatten dafür sorgen, dass die Fae Tag für Tag um ihr Überleben kämpfen müssen. Doch Stellas Sehnsucht nach Abwechslung und Freundschaft ist so groß, dass sie sich trotz all der damit verbundenen Risiken (und der Zorn ihrer Großmutter ist darunter nicht das geringste) bei der örtlichen Schule anmeldet. Dort warten allerlei Herausforderungen und Überraschungen auf Stella, die ihr nicht nur die langersehnten Freunde bringen, sondern auch dafür sorgen, dass sie über sich hinauswächst und am Ende den Kampf gegen den König der Schatten aufnimmt.

Ich mochte dieses Buch so sehr, dass ich direkt nach dem Lesen drei weitere Titel der Autorin auf meine Merkliste gesetzt habe, obwohl mir die Klappentexte das Gefühl vermittelten, dass ihre Geschichten sich immer um sehr ähnlich Themen drehen. Aber mir gefiel die Erzählweise von Amy Wilson sehr, die dafür sorgt, dass die Handlung zwar relativ gradlinig und einfach erzählt wird, auf der anderen Seite aber immer Untertöne mitschwingen, die bei eigentlich amüsanten oder gemütlichen Szenen eine gewisse Traurigkeit oder Hilflosigkeit mit sich bringen, während man selbst bei den wirklich traurigen Momenten immer noch schmunzeln muss oder diese Geborgenheit spürt, die Wohlfühlbücher vermitteln. Auch bei ihren Charakteren findet man viele verschiedene Facetten, und selbst die Figuren, die auf den ersten Blick etwas schwierig zu sein scheinen, sind so stimmig beschrieben, dass sie einem im Laufe der Geschichte ans Herz wachsen.

Am Ende fiel es mir schwer, das kleine Häuschen am Waldrand zu verlassen, weil ich Stella, ihre Großmutter und all die anderen Charaktere so mochte und Winterspell selbst mit all seinen fantastischen Kreaturen ein großartiger Ort ist, den ich gern noch besser kennengelernt hätte. Außerdem habe ich einfach eine Schwäche für gut beschriebene gemütliche Häuser mit wohnlichen Küchen, behaglichen Schlafzimmern und einer Bibliothek voll alter Bücher. Ich mochte die verschiedenen fantastischen Wesen, die in Winterspell lebten, ebenso wie die Vorstellung, dass die Nähe zu einem „Feenwald“ eben auch die Bewohner des angrenzendes Ortes beeinflusst. Ein bisschen hat mich „The Shadows of Winterfell“ an „The Darkest Part of the Forest“ von Holly Black erinnert, nur das die Geschichte auf ein jüngeres Publikum zielt und sich deshalb – trotz aller Gefahren – nicht ganz so bedrohlich anfühlt (und die Liebesgeschichten wegfallen).

Katherine Woodfine: The Clockwork Sparrow (The Sinclair’s Mysteries 1)

Ich habe keine Ahnung, warum ich so lange um „The Clockwork Sparrow“ von Katherine Woodfinde rumgeschlichen bin (vielleicht, weil es der Auftakt einer vierteiligen Reihe ist?), aber nachdem ich den Roman angefangen hatte, konnte ich ihn nicht mehr aus der Hand legen. Lustigerweise habe ich parallel dazu das Sachbuch „Maud West, Lady Detective“ gelesen und fand in beiden Büchern Elemente, die mich an den anderen Titel erinnerten. Das führt dazu, dass ich mir schon beim Lesen sicher war, dass die Handlung in „The Clockwork Sparrow“ zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielt, auch wenn im ganzen Buch keine Jahresangabe zu finden war – erst am Ende fand ich dann die Bestätigung in einem Anhang der Autorin, in der sie auf die Eröffnung von Selfridges im Jahr 1909 verweist.

Protagonistin der Geschichte ist die vierzehnjährige Sophie Taylor(-Cavendish), eine Tochter aus gutem Hause, die nach dem plötzlichen Tod ihres Vaters einen Weg finden musste, um auf eigenen Füßen zu stehen. So ist es für Sophie ein großer Glückfall, dass sie eine Anstellung als Verkäuferin in der Hutabteilung des bald neu eröffnenden Sinclair’s Department Store in London gefunden hat. Das Leben als Verkäuferin ist zwar ungewohnt und anstrengend, aber die Arbeit macht Sophie Spaß und die Vorfreude auf die Eröffnung des Kaufhauses sorgt für eine aufgeregte Spannung unter den Angestellten. Umso erschütternder ist es, als kurz nach der Eröffnung Schaustücke gestohlen werden, die in einem der Räume ausgestellt worden waren. Zu den gestohlenen Objekten gehört auch der einzigartige „Clockwork Sparrow“, ein mit Juwelen geschmückter mechanischer Vogel, der bei jedem Aufziehen eine andere Tonfolge von sich gibt.

Gemeinsam mit ihren neuen Freunden – Lilian Rose (die als Mannequin bei Sinclair’s arbeitet und gerade ihre erste Bühnenrolle ergattern konnte), Bobby Parker (der eine Ausbildung als „Porter“ bei Sinclair’s begonnen hat) und Joe (dessen Vergangenheit als Gangmitglied ihn jederzeit einholen könnte) – versucht Sophie mehr über den Diebstahl herauszufinden. Mehr möchte ich hier gar nicht über die Handlung verraten, weil es immer wieder Momente gibt, in denen Sophie in Gefahr gerät (und diese geht nicht immer von den Kriminellen aus, die den Diebstahl verübt haben,) und bei denen es gerade die nicht so spektakulären Wendungen sind, die einen als Leser mit der Geschichte mitfiebern lassen. Ich fand es wunderbar, wie Katherine Woodfine von der ersten Seite an Sophies Leben beschreibt und wie man anhand all der vielen kleinen Nebenbemerkungen ein gutes Bild davon bekommt, wie schwierig es ist, unter den Umständen zu überleben, in denen sie sich nach dem Tod ihres Vaters befindet. Umso wichtiger ist für Sophie der Arbeitsplatz bei Sinclair’s und der Rückhalt, den sie im Laufe der Geschichte durch ihre Freunde bekommt.

Ich mochte in „The Clockwork Sparrow“ diese Mischung aus Realismus und Elementen, die man eher in einem Groschenroman von Edgar Wallace erwartet hätte, und fand, dass ein übermächtig wirkender Gangsterboss ebenso wie die später in der Geschichte auftauchenden Spionage-Elemente gerade deshalb so gut in die Handlung passten, weil sie auf Sophie ebenso absurd wirken wie auf den Leser. Außerdem hat es mir gefallen, dass die Autorin es geschafft hat, dass ich regelmäßig um Sophie und ihre Freunde gebangt habe, weil ich mir nicht sicher sein konnte, dass alle heil aus der ganzen Angelegenheit herauskommen. Stattdessen habe ich nach den ersten Kapiteln jederzeit befürchten müssen, dass diesen vier Personen Dinge zustoßen, die vielleicht nicht ihr Leben, aber doch ihre Existenz bedrohen könnten.

Ich habe dieses Mitfiebern beim Lesen sehr genossen, vor allem, da es zwischendurch immer wieder die schönen Momente rund um die Freundschaften, die sich da aufbauten, und den Zauber, den so ein luxuriöses Kaufhaus ausstrahlen konnte, zum Erholen und Genießen gab. Insgesamt haben mich die Charaktere, die Erzählweise, die Handlung und die Atmosphäre in „The Clockwork Sparrow“ so sehr überzeugt, dass ich mir noch vor Beenden des Romans die drei Fortsetzungen der Reihe bei meinem Buchhändler bestellt habe, weil ich einfach nicht wollte, dass ich Sophie und ihr Leben als Verkäuferin in Sinclair’s Hutabteilung so schnell hinter mir lassen musste.

Matthias Heine: Verbrannte Wörter – Wo wir noch reden wie die Nazis und wo nicht

Ebenso wie „exit Racism“ hatte ich „Verbrannte Wörter“ von Matthias Heine im vergangenen Herbst in der Bibliothek vorgemerkt und erst zum Jahresende zur Verfügung gestellt bekommen. Das Sachbuch beschäftigt sich – wie man dem Untertitel schon entnehmen kann – mit dem Einfluss der Nazis auf unsere heutige Sprache. In seiner Einleitung betont Matthias Heine, dass es seiner Erfahrung nach zwei Gruppen von Menschen gibt: Die, die sich sicher sind, dass es Naziwörter gibt, und die, die Existenz nationalsozialistisch geprägten Vokabulars bestreiten und fürchten, man wolle ihnen vorschreiben, wie sie zu reden hätten. Die Philologen aber, die während der Herrschaft der Nationalsozialisten ihrer Arbeit nachgingen, hegten keinerlei Zweifel daran, dass diese sich einer ganz eigenen Sprache und Ausdrucksweise bedienten. So verweist der Autor in diesem Buch auch regelmäßig auf Victor Klemperer, der nach der Machtergreifung der Nazis Belege für die „Sprache des Dritten Reichs“ sammelte, und andere Veröffentlichungen dieser Zeit, die sich mit der Veränderung der deutschen Sprache aufgrund des Einfluss der Nationalsozialisten beschäftigten.

Matthias Heine zeigt in diesem Vorwort auch auf, wie die Nationalsozialisten gezielt durch eigene Wörterbücher und die Lehre der nationalsozialistischen Ideologie und des dementsprechenden Vokabulars im Schulunterricht an einer Änderung der deutschen Sprache arbeiteten. So ist es natürlich nicht verwunderlich, dass diese Begriffe auch ihren Einzug in allgemeinere Wörterbücher wie den Brockhaus, den Duden oder Meyers Lexikon fanden (Letzteres war so von der Ideologie der Nazis durchzogen, dass es von den Alliierten nach dem Zweiten Weltkrieg aus den Bibliotheken entfernt und vernichtet wurde). Schon kurz nach dem Krieg wurden deshalb Schriften veröffentlicht, die aufzeigen sollten, wie sehr die deutsche Sprache von den Nationalsozialisten beeinflusst wurde und welche Wörter man nicht weiter nutzen sollte. In „Verbrannte Wörter“ beschäftigt sich Matthias Heine mit 87 Begriffen – von „Absetzbewegung“ bis „zersetzen“, die (teils zu Recht, teils zu Unrecht) mit den Nazis in Verbindung gebracht werden, erklärt die Herkunft der verschiedenen Wörter und beendet den jeweiligen Abschnitt dann mit einer Einschätzung darüber, ob man diesen Begriff heutzutage unbedenklich verwenden kann oder ihn besser (mit dem Wissen um die Hintergründe) aus seinem Vokabular streichen sollte.

Es gibt so einige Wörter in diesem Buch, die nicht zu meinem Wortschatz gehören und über die ich mir vorher nie Gedanken gemacht hätte, weil sie für sich genommen „unschuldig“ klingen. Ein Beispiel dafür ist der Begriff „alttestamentarisch“, den ich ohne Hintergrundwissen so verstanden hätte, wie er Anfang des 19. Jahrhunderts verwendet wurde, nämlich um auf etwas aus dem Alten Testament zu verweisen. Doch im Laufe der folgenden Jahrzehnte bekam dieses Wortes – mit Verweis auf die angeblich grausamen Inhalte des Alten Testaments – eine andere Bedeutung zugeschrieben, bis es während der Nazizeit gehäuft Verwendung fand, um gegen Juden zu hetzen. So schließt sich Matthias Heine in „Verbrannte Wörter“ der Deutschen Bibelgesellschaft an und empfielt stattdessen den Begriff „alttestamentlich“ zu verwenden, wenn man auf diesen Teil der Bibel verweisen möchte.

Schwierig fand ich an diesem Buch die Erwähnung verschiedener aktueller Ereignisse, die Matthias Heine in einige seinen Empfehlungen zur Verwendung der diversen Wörter einbaute. Natürlich hat der Autor recht damit, wenn er damit darauf verweist, dass in den letzten Jahren erschreckend viele Vorfälle bekannt wurden und Reden zu hören waren, die beweisen, dass das Gedankengut und die Sprache der Nazis immer noch in Deutschland aktiv sind. Aber wenn ich beim Lesen von „Verbrannte Wörter“, obwohl der Titel nicht einmal ein Jahr alt ist, Probleme habe, eine Anspielung einem (auf Lokalebene stattgefunden habenden) Ereignis oder einem bestimmten Vorfall zuzuordnen, dann hat diese so nichts in einer Veröffentlich zu suchen, die ein so wichtiges Thema behandelt und eigentlich langfristig lesbar sein müsste. In diesen Fällen hätte Matthias Heine vielleicht besser Beispiele genannt, die auf Bundesebene Aufsehen erregten, oder ganz auf diese Anspielungen verzichtet.

Insgesamt fand ich „Verbrannte Wörter“ sehr interessant, wenn auch nicht immer einfach zu lesen, weil man nun einmal keinen Titel über die Sprache der Nazis schreiben kann, ohne auf die Taten und die Propaganda dieser einzugehen. Bei einigen Einträgen war ich überrascht, dass Matthias Heine mit dem Hinweis endete, dass die Wörter eigentlich nur noch ironisch und mit dem Wissen um ihre ursprüngliche Bedeutung verwendet werden, weshalb ihr Gebrauch in Ordnung sei. Bei anderen Begriffen wiederum war ihre Verwendung während der Nazizeit ebenso offensichtlich wie die Tatsache, dass sich deshalb jede heutige Nutzung von vornherein verbietet. Hier und da bin ich über Begriffe gestolpert, bei denen ich die Verbindung zu den Nationalsozialisten nie hergestellt hätte. So hätte ich zum Beispiel nicht gedacht, dass das Wort „Eintopf“ erst durch die häufige Anwendung während des Zweiten Weltkriegs und die Einführung des „Eintopfsonntags“ so einen selbstverständlichen Platz in unserem Wortschatz eingenommen hat. Sehr viel wird sich durch das Lesen von „Verbrannte Wörter“ wohl nicht an meinem persönlichen Wortschatz ändern, aber ich habe das Gefühl, dass mich das Buch aufmerksamer gegenüber einigen Formulierungen gemacht hat und mir noch stärker deutlich wurde, wie sehr Sprache etwas über denjenigen verrät, der sie benutzt.

Februar-SuB 2020

Der Januar verlief bei mir zum Großteil recht gemütlich, was bedeutete, dass ich mir auch relativ viel Lesezeit einräumen konnte. Allerdings hatte ich zum Monatsende dann doch eher eine Phase, in der ich weniger gelesen und stattdessen meine Freizeit mit kitschigen koreanischen Serien verbracht habe. Immerhin habe ich dabei festgestellt, dass ich bei diesen Serien sogar nebenbei nähen kann ohne Untertitel zu verpassen. 😉 Die Serien haben dann auch dafür gesorgt, dass ich mit ein paar angefangenen Büchern in den Februar starte, die ich demnächst mal beenden sollte. Ich mag es nicht, wenn ich einen angefangenen Titel zu lange liegen lasse, und den SuB würde ich auch gern wieder etwas mehr schrumpfen lassen. Ansonsten habe ich schon ein paar Pläne für die kommenden Wochenenden und bin gespannt, wie viel Lesezeit mir daneben noch bleibt.

  1. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  2. Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
  3. Hanna Alkaf: The Weight of our Sky
  4. Kelley Armstrong: A Royal Guide to Monster Slaying
  5. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  6. Tracy Baptiste: Rise of the Jumbies (Jumbies 2)
  7. Tracy Baptiste: The Jumbie God’s Revenge (Jumbies 3)
  8. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
  9. Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown
  10. Juliet Blackwell: Bewitched and Betrothed (Witchcraft Mystery 10)
  11. Lawrence Block (Hrsg.): In Sunlight or in Shadow – Stories Inspired by the Paintings of Edward Hopper
  12. Lila Bowen: Conspiracy of Ravens (The Shadow 2)
  13. Rhys Bowen: Naughty in Niece (Royal Spyness 5)
  14. Rhys Bowen: The Twelve Clues of Christmas (Royal Speyness 6)
  15. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  16. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  17. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  18. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  19. Marie Brennan: Within the Sanctuary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  20. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  21. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  22. Patricia Briggs: Storm Cursed (Mercy Thompson 11)
  23. Stephanie Burgis: The Princess Who Flew with Dragons
  24. Rachel Caine: Ink and Bone (The Great Library 1)
  25. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  26. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  27. Soman Chainani: Quests for Glory (The School for Good and Evil 4)
  28. David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
  29. David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
  30. Sarah Beth Durst: Fire and Heist
  31. Louise Erdrich: The Birchbark House
  32. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
  33. Jasmine Gower: Moonshine
  34. Mira Grant: Feedback (Newsflash #4)
  35. Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
  36. Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
  37. Mira Grant: Chimera (Parasitology 3)
  38. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 2)
  39. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  40. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  41. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  42. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  43. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  44. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  45. Rachel Hartman: Seraphina
  46. Michelle Harrison: A Pinch of Magic
  47. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  48. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  49. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  50. Sarah Jean Horwitz: The Dark Lord Clementine
  51. Tanya Huff: Wizard of the Grove
  52. Tanya Huff: Valor’s Choice (Confederation Novel 1)
  53. D. B. Jackson: Thieves‘ Quarry (Thieftaker #2)
  54. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  55. Diana Wynne Jones: The Dark Lord of Derkholm
  56. Diana Wynne Jones: Year of the Griffin
  57. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  58. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  59. Diana Wynne Jones: Power of Three
  60. Diana Wynne Jones: Black Maria
  61. Diana Wynne Jones: Fire and Hemlock
  62. Diana Wynne Jones: Archer’s Goon
  63. Diana Wynne Jones: Wilkins‘ Tooth
  64. Celine Kiernan: Geisterpfade
  65. Celine Kiernan: Königspfade
  66. Celine Kiernan: Begone the Raggedy Witches (The Wild Magic Trilogy 1)
  67. Mary Robinette Kowall: The Calculating Stars
  68. R. F. Kuang: The Poppy War
  69. Sarah Kuhn: Heroine’s Journey (Heroine Complex 3)
  70. Cixin Liu: The Three-Body Problem
  71. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  72. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  73. Seanan McGuire: Tricks for Free (InCryptid 7)
  74. Seanan McGuire: This Ain’t Witchcraft (InCryptid 8)
  75. Seanan McGuire: Imaginary Numbers (InCryptid 9)
  76. Seanan McGuire: The Brightest Fell (October Daye 11)
  77. Seanan McGuire: Night and Silence (October Daye 12)
  78. Robin McKinley: Sunshine
  79. Anna-Marie McLemore: Blanca and Roja
  80. Kelly Meding: Stray Magic
  81. Kelly Meding: Stray Moon
  82. Kate Milford: The Boneshaker
  83. Kate Milford: Bluecrowne
  84. Maya Montayne: Nocturna
  85. Bishop O’Connell: The Stolen
  86. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  87. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  88. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  89. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  90. C.E. Polk: Witchmark (Kingston Cycle 1)
  91. Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
  92. Philip Reeve: Larklight
  93. Kat Richardson: Greywalker
  94. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  95. John Scalzi: Fuzzy Nation
  96. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  97. Barbara Sleigh: Carbonel
  98. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  99. Robin Stevens: A Spoonful of Murder (A Murder Unladylike Mystery 6)
  100. Robin Stevens: Death in the Spotlight (Murder Most Unladylike 7)
  101. Robin Stevens: Top Marks for Murder (Murder Most Unladylike 8)
  102. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  103. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  104. Charles den Tex: Die Zelle
  105. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  106. Sarah Tolcser: Song of the Current
  107. Jessica Townsend: Wundersmith – The Calling of Morrigan Crow
  108. Tiffany Trent: Unnaturalist
  109. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  110. Renee Watson: Piecing Me Together
  111. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  112. Martha Wells: All Systems Red (Murderbot Diaries 1)
  113. Darcie Wilde: A Purely Private Matter (Rosalind Thorne Mystery 2)
  114. Katherine Woodfine: The Jewelled Moth (The Sinclair’s Mysteries 2)
  115. Katherine Woodfine: The Painted Dragon (The Sinclair’s Mysteries 3)
  116. Katherine Woodfine: The Midnight Peacock (The Sinclair’s Mysteries 4)
  117. Xinran: Gerettete Worte
  118. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

114 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Was schön war (1)

An einem sonnigen (und viel zu warmen) Januartag
in die Innenstadt fahren und eine Ausstellung besuchen,
bevor diese ihre Pforten schließt.

Aus dieser Perspektive sehe ich den Main sehr selten.

Die Ausstellung „Meisterstücke – Vom Handwerk der Maler“ im Historischen Museum Frankfurt
hatte zwar leider etwas weniger Handwerkshintergründe zu bieten,
als ich mir nach dem Text der Ausstellungsbeschreibung erhofft hatte,
aber es war trotzdem interessant, die verschiedenen Exponate zu sehen.

„Ein Stück von allerhand Wildvögeln“, Andreas Held (vor 1700) / Ein Ausschnitt aus „Verkündigung an die Hirten“, Johann Heinrich Roos (1668) – um mal die Bandbreite der Kunstwerke zu zeigen

„Der Brand der Stadt Frankfurt“, Josef Schmidt (1797)

Kein „Meisterstück“, aber eine der wenigen Frauen, die in dieser Ausstellung einen Platz fand – wenn auch nur, weil Ursula Magdalena Reinheimer einen anderen Maler porträtierte

Immer wieder wurde dabei betont,
dass ein „Meisterstück“ nicht unbedingt auch ein „Meisterwerk“ sein muss,
da der Maler schließlich nicht seine Qualitäten als Künstler damit beweisen sollte,
sondern die Tatsache, dass er sein Handwerk beherrscht
– beide Punkte waren bei dem einen oder anderen Ausstellungstück unübersehbar. 😉

Ganz unten der Malstock, besonders hübsch fand ich die Form der Palette.

Lustigerweise gab es immer wieder Momente,
wo mich die Exponate an meine eigene Ausbildung oder mein Studium erinnerten.
So ein Malstock war das erste Werkzeug, das ich während der Ausbildung angefertigt habe,
und die ganzen – eher technisch anmutenden – Perspektivzeichnungen kamen mir auch überraschend vertraut vor.

Halber Harnisch – Meisterstück des Ätzmalers Hans Keiser im Jahr 1610 (Nürnberg, Germanisches Nationalmuseum)

Entwurf einer Hausfassade von einem unbekannten Weißbinder-Meister im Jahr 1738

Was ich besonders nett fand, war, dass nicht nur die Gemälde,
die als Meisterstücke in Frankfurt (und anderen Städten) eingereicht wurden, zu sehen waren,
sondern auch (Meister-)Stücke anderer Schwerpunkte der Malergilden
oder gar anderer Handwerksbereiche.

Schokoladenkuchen im Museumscafé

Abgerundet habe ich dann meinen Musumsbesuch
– ganz traditionell – mit einem Stück Kuchen
und mir wieder einmal vorgenommen,
dass ich doch häufiger all die Museumsangebote der Stadt nutzen möchte.

Ben Guterson: Winterhouse

Über „Winterhouse“ von Ben Guterson bin ich in den letzten Monaten immer wieder gestolpert, und nachdem ich das Buch zu Weihnachten geschenkt bekommen hatte, habe ich es mir gleich gegriffen und gelesen. Die Geschichte wird aus der Sicht der elfjährigen Elizabeth Somers erzählt, die seit ihrem vierten Lebensjahr bei ihrer Tante Purdy und ihrem Onkel Burlap lebt. Besonders glücklich ist sie dort nicht, da ihre Verwandten ihr das Gefühl geben, sie sei nur eine (kostenintensive) Last. Umso überraschender ist es, als die beiden über Weihachten allein in den Urlaub fahren, während für Elizabeth ein dreiwöchiger Aufenthalt in einem anderen Hotel gebucht wird. Obwohl sich Elizabeth von ihrem Hotel, dem Winterhouse, nicht viel verspricht, fühlt sie sich auf Anhieb wohl in dem beeindruckenden großen Gebäude mit den freundlichen Angestellten und dem etwas exentrisch erscheinenden Besitzer Norbridge.

Zu ihrer großen Überraschung freundet sie sich schon an ihrem ersten Tag mit dem gleichaltrigen Freddy an, der nicht nur ebenso große Freude an Anagrammen und (Wort-)Puzzles hat wie Elizabeth, sondern ebenfalls über die Feiertage allein im Winterhouse weilt. So verbringen die beiden einen Großteil ihrer Zeit in dem Hotel gemeinsam, fordern sich gegenseitig mit Rätseln und Wortleitern heraus und genießen die diversen Winteraktivitäten in der verschneiten Landschaft rund um das Winterhouse. Dass es diverse rätselhafte Dinge im Hotel zu entdecken gibt, wie das Geheimnis um das Porträt von Nestor Falls, dem Gründer des Winterhouses, oder die Gründe hinter Norbridges seltsamem Verhalten in der Bibliothek des Hotels, macht den Aufenthalt für Elizabeth nur noch reizvoller. Weniger angenehm ist ihr allerdings das Verhalten des rätselhaften Ehepaars Selena und Marcus Q. Hiems, da ihr die beiden Personen regelrecht unheimlich sind und sie nichts Gutes im Schilde zu führen scheinen.

Ich muss gestehen, dass ich mich ein bisschen zwiespältig fühle, wenn es um „Winterhouse“ geht, denn ich mochte die Geschichte zwar sehr gern, aber das Buch hat mich nicht so mitgerissen wie einige andere, die ich in den letzten Wochen gelesen habe. Das wäre jetzt nicht so schlimm, denn normalerweise reicht es mir, wenn ein Roman einfach nur „nett“ ist und ich stundenlang in Beschreibungen von gemütlich-besonderen Häusern oder Hotels schwelgen kann. Aber beim „Winterhouse“ gab es das eine oder andere Element, das ich unstimmig fand, und so gern ich sonst von Rätseln lese, so konnte ich Elizabeths und Freddys Begeisterung für Wortleitern nicht so ganz nachvollziehen. Auch habe ich sonst kein Problem mit Magie, aber hier hätte es für mich gereicht, wenn sich der magische Anteil auf Elizabeths „vorahnungsähnliche Gefühle“ beschränkt hätte, denn mit all den Rätseln und Puzzles hätte die Geschichte auch ohne dieses zusätzliche Element (und die dramatische Szene in der Bibliothek am Ende) funktioniert.

Insgesamt habe ich mich von „Winterhouse“ aber gut genug unterhalten gefühlt, dass ich die Fortsetzung nach dem Lesen auf meine Merkliste gesetzt habe. Ich mochte das Hotel und mir gefielen Details wie das riesige Puzzle in der Lobby und die beiden Herren, die seit Jahren immer wieder gemeinsam daran arbeiten, oder natürlich die überraschend große Hotelbibliothek mit der liebenswerten Bibliothekarin. Und obwohl die Enthüllungen bezüglich Elizabeths Familie am Ende des Romans nicht so überraschend kamen, bin ich doch neugierig darauf, wie es mit ihr und all den anderen Charakteren weitergeht. Irgendwann werde ich also ins „Winterhouse“ zurückkehren und weitere Abenteuer mit Elizabeth und Freddy erleben, auch wenn mir der nächste Teil nicht so wichtig ist, dass ich sofort die Fortsetzung hätte bestellen müssen.

Marieke Nijkamp (Hrsg.): Unbroken (Anthologie)

„Unbroken“ ist eine Anthologie mit „13 stories starring disabled teens“ herausgegeben von Marieke Nijkamp. Wie immer, wenn ich eine Sammlung von Kurzgeschichten lesen, versuche ich hier einen spoilerfreien Beitrag mit meiner Meinung zu den einzelnen Texten zu verfassen, damit ich mich auch in ein paar Jahren noch an die Autor*innen und die Geschichten erinnere. 😉

1. Heidi Heilig: The Long Road
Die erste Geschichte wird aus der Sicht von Lihua erzählt, die gemeinsam mit ihren Eltern die Seidenstraße gen Westen bereist, da ihre Eltern dort eine Heilung für den Fluch zu finden hoffen, der auf ihrer Tochter liegt. Lihua selbst leidet vor allem unter all den Amuletten, die ihr wohlmeinende Menschen umgehängt haben, unter der Aufmerksamkeit, die diese auf sie ziehen, und unter der Tatsache, dass ihre Eltern ihr gesamtes Hab und Gut verkaufen mussten, um diese Reise zu finanzieren. Ich mochte es sehr, wie Heidi Heilig es geschafft hat, im Laufe der Geschichte aufzuzeigen, dass Lihuas „Fluch“ zwar nichts ist, was heilbar ist, dass sie aber lernen kann, damit umzugehen, und dass die Behinderung, die mit ihren psychischen Problemen einhergeht, vor allem von außen kommt und dass sie nicht alles hinnehmen muss, was ihr erzählt wird. Ebenso gefiel mir die Vorstellung von einer sich gegenseitig unterstützenden Gemeinschaft von Menschen, die ihre vermeintlichen Schwächen voreinander nicht verstecken, sondern sich gegenseitig helfen, damit zu leben.

2. Kody Keplinger: Britt and the Bike God
Kody Keplingers Protagonistin Britt ist eine begeisterte Fahrradfahrerin, die aufgrund ihrer Augenprobleme darauf angewiesen ist, dass jemand mit ihr auf einem Tandem fährt. Ich mochte die Begeisterung, die Britt für das Fahrradfahren aufbringt, mir gefiel es, dass man als Leser miterlebt, wie Britt einen neuen Tandem-Captain „einarbeitete“, und ich habe die süße Liebesgeschichte zwischen ihr und einem anderen Mitglied des Fahrradclubs genossen. „Britt and the Bike God“ war eine wunderbare und amüsante Geschichte, die mir viel Freude bereitet hat.

3. Kayla Whaley: The Leap and the Fall
„The Leap and the Fall“ erzählt von den beiden Freundinnen Eloise und Gemma, die sich schon seit so vielen Jahren kennen. Doch Gemma hat sich in den Monaten, die seit ihrem sechzehnten Geburtstag vergangen sind, sehr verändert, während Eloise damit zu kämpfen hat, dass sie in Gemma inzwischen mehr als nur eine Freundin sieht. Mir gefiel, dass Kayla Whaley aus dieser Grundlage eine Geistergeschichte gemacht hat, in der Eloise am Ende sowohl um Gemmas als auch um ihr eigenes Leben kämpfen muss. Das bot mir eine hübsche Mischung aus unheimlich und süß und hat mich gut unterhalten.

4. Katherine Locke: Per Aspera Ad Astra
Eine Science-Fiction-Geschichte, in der die Protagonistin Lizzie mit ihrem inneren Krieg fertigwerden muss, um zu verhindern, dass ihre Stadt und ihre Familie bei einem feindlichen Angriff zerstört werden. Ich fand es beeindruckend, wie die Autorin Lizzies lähmende Angst, die seit Monaten ihr gesamtes Leben bestimmt, dargestellt hat und wie es trotzdem stimmig war, dass Lizzie sich aufmacht, um ihre Stadt zu retten. Ich mochte die unerwartete Unterstützung, die sie im Laufe der Geschichte bekam, und dass es ihr am Ende zwar nicht gutgeht, aber sie (zumindest für den Moment) gelernt hat, dass es reicht, wenn man ein kleines Problem nach dem anderen angeht, statt sich von der Masse der Probleme überwältigen zu lassen.

5. William Alexander: Found Objects
Das hier ist die erste Geschichte in der Anthologie, mit der ich einige Probleme hatte, weshalb ich hier leichte Spoiler verwenden muss, um deutlich zu machen, warum ich damit hadere. Die Handlung wird von einer namenlosen Person einer anderen namenlosen Person erzählt – wobei die adressierte Person nicht der Leser ist, denn beide Charaktere gehen auf dieselbe Highschool und sind Teil desselben Theaterclubs. Dass der Erzähler das Erlebte nicht dem Leser berichtet, hat mich beim Lesen irritiert, weil ich mich durch das verwendete „you“ direkt angesprochen gefühlt habe, ohne gemeint gewesen zu sein. Die erzählende Person verfügt über ererbte Magie, die in dieser Geschichte dafür sorgt, dass die Rolle, die sie am Abend gespielt hatte, zum Leben erweckt wurde. Um diese magische Kreatur zu bekämpfen, formt die Person aus den Schmerzen, die sie in ihrer Krücke gespeichert hat, ein Schwert. Das Ganze war für mich ehrlich gesagt etwas zu abstrakt, obwohl ich die Handlung an sich und theoretisch auch die Erzählweise mochte (wenn nur dieses irritierend „you“ nicht gewesen wäre).

6. Karuna Riazi: Plus One
In „Plus One“ begleitet der Leser die Schülerin Hafsah bei einer Haddsch, die sie gemeinsam mit ihrer Familie unternimmt. Dabei schwingt von Anfang an die Hoffnung mit, dass Hafsah auf dieser Reise das namenlose Etwas loswird, das von Klein auf an ihr hängt und dafür sorgt, dass sie sich fehl am Platz fühlt, dass sie mutlos und ungeschickt ist, dass sie nicht so funktioniert, wie sie es tun sollte. Ein Teil dieser Geschichte hat mich wütend gemacht, der Teil, in dem Hasfah versichert wird, dass dieses Etwas nur eine Teenager-Phase sei, dass sie nur brav genug, religiös genug sein müsse, um es loszuwerden. Hier und da hingegen gibt es kleine Hinweise darauf, dass sie in ihrer Schule zum Beispiel Unterstützung bekommt (auch wenn sie nicht in der Lage zu sein scheint, diese anzunehmen) und am Ende scheint das Mädchen durch die Pilgerfahrt immerhin den Mut gefunden zu haben, weiter gegen das sie begleitende Etwas anzukämpfen, nicht auf eine Art Wunderheilung zu hoffen, sondern darauf zu setzen, dass sie langfristig immer wieder die Oberhand über dieses Etwas bekommen kann.

7. Marieke Nijkamp: The Day the Dragon Came
„The Day the Dragon Came“ ist eine wunderschöne Geschichte, die in Gent spielt, die von einem Mädchen handelt, das die Stadt unbedingt verlassen will, von einem Zimmermann, der an dem größten Glockenturm der Stadt baut, und von einem Drachen, der darauf wartet, seine Position als Wächter der Stadt einzunehmen. So eine schöne Geschichte rund um die Blütezeit der Stadt, um Träume, um die Suche nach Zugehörigkeit und (etwas mehr als) Freundschaft.

8. Francisco X. Stork: Captain My Captain
„Captain, My Captain“ wird aus der Sicht von Alberto erzählt, der gemeinsam mit seiner Schwester Lupe und ihrem Baby Chato lebt und für Lupes Freund Wayne als Maler arbeitet. Seit ein paar Wochen hört Alberto die Stimme von Captain America in seinem Kopf, der ihm erzählt, dass er seine Familie verlassen und auf der Straße leben müsse, dass er frei und glücklich sein müsse – und so richtig sich das für Alberto anhört, so schwer fällt es ihm, Lupe zu verlassen. Ich muss gestehen, dass ich nach dem ersten Absatz ziemliche Angst um Alberto hatte und am Ende sehr froh bin, dass er (vermutlich) jemanden gefunden hat, der ihm zur Seite steht. Ich fand die Geschichte sehr berührend und sehr nachdenklich machend.

9. Dhonielle Clayton: Dear Nora James, You Know Nothing About Love
Ich muss zugeben, dass ich nicht so recht weiß, was ich am Ende von dieser Geschichte halten soll. Nora James‘ Leben wird von ihren Ängsten und ihren Magenproblemen bestimmt. Sie ist wütend auf ihren Vater, der ihre Mutter verlassen hat. Sie verbringt einen Großteil ihrer Freizeit damit, eine Beziehungs-Ratgeber-Kolumne zu schreiben, obwohl sie selbst noch nie in einer Beziehung oder gar verliebt war, und nun soll sie auch noch ihre beste Freundin zu einem Doppel-Date begleiten. Es gibt sehr viel glaubwürdige Elemente in dieser Geschichte, gerade rund um Noras Umgang mit ihrer Krankheit, und ich weiß, dass Kurzgeschichten nun mal ein offenes Ende haben, aber hier hatte ich am Schluss das Gefühl, mir fehlt eine Entwicklung, ein Zwischenhalt, ein kleine Ausblick auf Noras Zukunft – irgendetwas, das diese Geschichte für mich abrundet und dafür sorgt, dass ich Nora nicht nur als anstrengenden Teenager empfinde.

10. Fox Benwell: A Play in Many Parts
„A Play in Many Parts“ erzählt von E., von dem ersten Schritt mit einer Krücke in einen Bühnenraum, von dem Aufbau eines Stücks, von der Liebe zu Wörtern, von der Leidenschaft fürs Theater und von all dem, was es kostet, wenn man seine Seele für eine gelungene Aufführung gibt. Ich muss gestehen, dass ich durch die Erzählweise (teils Bühnenstück, teils die Gedanken von E.) etwas Probleme hatte in die Geschichte reinzukommen, am Ende haben mich aber die Intensität der erzählenden Person und die Vielschichtigkeit des Stücks gefangen genommen.

11. Kristine Wyllys: Ballad of Weary Daughters
Kristine Wyllys erzählt hier eine berührende Geschichte vom Funktionieren trotz psychischer Probleme, Extrastress und Medikamenten, die nicht richtig eingestellt sind, und von einer langjährigen Freundschaft, die der Protagonistin River als Anker in einer schweren Zeit dient. Ich mochte nicht nur die Sprache und die Charaktere, sondern auch, dass River trotz all ihrer Schwierigkeiten Verantwortung übernimmt und im Alltag gut genug funktioniert, obwohl es ihr so schwerfällt.

12. Keah Brown: Mother Nature’s Youngest Daughter
Die Geschichte wird erzählt aus der Sicht von Millie, der jüngsten Tochter von Mutter Natur, die in der Schule gemobbt wird und so gern etwas dagegen unternehmen würde, aber nicht riskieren darf, dass jemand dahinterkommt, welche Fähigkeiten ihre Familie besitzt. Ich mochte diese Mischung aus Magie und Verantwortungsgefühl bei Millie, ebenso die Tatsache, dass sie sich am Ende doch an den Mädchen rächt, die ihr das Leben tagtäglich so schwer machen. Aber ich glaube, langfristig wird bei mir vor allem die Grundidee mit den magischen Kindern von Mutter Natur nachklingen, die fand ich hübsch und sie bietet so schön viel Urban-Fantasy-Potenzial. 😉

13. Corinne Duyvis: A Curse, A Kindness
Ich mochte diese Geschichte so sehr! Die Handlung wird erzählt aus der Sicht von Mia und Sienna, die vor einem Supermarkt ineinanderstolpern. Und weil Mia dabei nett zu Sienna ist, muss diese ihr drei Wünsche erfüllen. Corinne Duyvis bastelt aus der klassischen Dschinn-Grundidee eine süße (und nachdenklich machende) Liebesgeschichte, die ich rundum genossen habe. Ich mochte Mia in all ihrer Unsicherheit und ihrer Liebenswürdigkeit, und ich mochte Sienna mit all ihren Problemen und ihren Versuchen, sich vor weiteren negativen Erfahrungen zu schützen. Doch besonders hübsch fand ich die Lösung, die Mia am Ende für ihren dritten Wunsch fand, und welche Möglichkeiten sich daraus für die beiden Teenager ergaben.

(U)FO-Liste

Vor zwei Monaten hatte ich eine UFO-Liste veröffentlicht, um mich mal dazu zu bringen, wieder regelmäßiger an all den angefangenen und geplanten Projekten zu arbeiten. Da ich inzwischen viele kleine (und zum Teil lästige) und größere Dinge erledigt habe, gibt es hier mal eine aktualisierte Liste. 😉 Die noch ausstehenden Sachen sahen am 20. November 2019 so aus:

1. An dem Geschenk für meine Freundin, das sich in der geschlossenen Box befindet, war ich in der Zwischenzeit immer noch nicht dran. Aber das ist auch eine größere Sache, die ich in den vergangenen Jahren immer wieder umgestürzt habe, und ich hatte in dem Bereich nicht gerade große Erwartungen. Vielleicht schaffe ich es ja bis zum Ende des Jahres … 😉

2. Da ich mir in den Tagen nach dem Veröffentlichen der UFO-Liste in meiner „Mittagspause“ immer ein Paar Socken vorgenommen hatte, hatte ich am 28.11. den letzten lästigen Faden vernäht. Zu dem Zeitpunkt, als ich das Foto machte, hatte ich noch zwei Paar Socken vor mir, während mein Mann schon seit ein paar Tagen eins der fertiggestellten Ringelsocken-Paare trug.

3. Mehrere Versuche, eine Art „Schwamm-Ersatz“ nach Mustern, die ich online gefunden hatte, anzufertigen. Genau gesagt hatte ich einmal eine Anleitung für eine gestrickte Version (rechts oben) gefunden, die ich aber schon beim Anfertigen nicht rau genug und nach dem Antesten mit dem doppelt gelegten Gewebe zu steif fand. Die runde gehäkelte Version (links oben) hat immer noch ein leichte Wölbung, aber so finden meine Finger besseren Halt beim Abwaschen, während mein nächster Versuch mit einer Online-Anleitung zu dem gehäkelten „Rippentuch“ (unten rechts) geführt hat. Da gefiel mir die Struktur auf Anhieb, aber es fühlte sich verkehrt an, dass die Rippen längst statt quer verlaufen. Was natürlich dazu führte, dass ich ein weiteres Tuch gehäkelt habe, bei dem die Rippen dann über die schmale Seite des Gewebes verliefen. Die vier Teile hatte ich bis zum 03. Dezember fertiggestellt und danach habe ich sie beim täglichen Abwasch ausprobiert, um ihren Nutzen direkt vergleichen zu können.

Am Ende haben sich die Rippentücher (unabhängig davon, wie die Rippen verlaufen *g*) als durchaus akzeptabler Schwamm-Ersatz herausgestellt. Wenn doch mal etwas in einem Topf so sehr festsitzt, dass ich es damit oder mit meiner Spülbürste beim Abwaschen nicht entfernt bekomme, dann kann ich immer noch den Topf mit Wasser und Natron erhitzen oder auf den Topfkratzer aus Metall zurückgreifen – das war aber bislang nicht notwendig. Ansonsten trocknen die Tücher innerhalb von einem halben Tag, was ich bei dem festen Gewebe okay finde, aber nicht so unglaublich hygienisch, weshalb ich mir den Luxus von fünf weitere Rippentücher gegönnt habe (ausreichend Garn hatte ich ja noch im Haus), damit ich genügend davon habe, dass ich die nach einmaligem Gebrauch in die Wäsche werfen kann. In meiner wöchentlichen Maschine Kochwäsche fallen die jetzt nicht so sehr ins Gewicht, und so kann ich sicher sein, dass ich da keine Bakterien kultiviere.

 

4. Da ich die feine und sehr weiche Wolle, aus der ich die „Marktfrauen-Handschuhe“ gestrickt hatte, zwar sehr gern trage, aber sehr ungern vernähe, dauerte es bis zum 02. Dezember, bis ich die in Angriff nahm. Dafür habe ich sie dann gleich am folgenden Tag das erste Mal getragen und war sehr zufrieden mit dem Sitz.

5. Noch einmal dieselbe Wolle wie bei den „Marktfrauen-Handschuhen“, und da die leicht filzt, ist es immer sehr lästig, Knäule aus den Strängen zu wickeln, aber am 02. Dezember war ich damit dann auch fertig und habe am 04. Dezember angefangen, an meinem Tuch zu stricken. Das Halstuch war am 14. Januar fertig und ist am Ende sehr schlicht geworden, aber so passt es gut zu der Jacke, zu der ich es haben wollte.

6. Es bleibt dabei, dass Bügeln und Zuschneiden nicht gerade meine Lieblingstätigkeiten sind, wenn es ums Nähen geht. Ursprünglich wollte ich die Taschentücher fertig haben, bevor mich in diesem Winter eine Erkältung erwischt – das hat so nicht ganz geklappt. Nachdem ich aber wieder fit war, habe ich mich am 04. Januar doch mal zusammengerissen und die Taschentücher zugeschnitten. Noch sind nicht alle gesäumt (3 von 16 sind fertig), aber da das mit der Hand sowieso immer endlos dauert, bin ich mit meinem bisherigen Fortschritt sehr zufrieden.

Am Ende bleibt mir – mal wieder – die Erkenntnis, dass ich wohl häufiger Projektlisten und Vorhaben hier öffentlich verkünden sollte, damit ich da auch regelmäßig dran bleibe. 😉

Lese-Sonntag im Januar 2020

Kaum zu glauben, dass das Jahr schon wieder fast drei Wochen alt ist und bei uns theoretisch seit einer Woche wieder Alltag herrschen sollte. Eigentlich wollte ich die erste Arbeitswoche meines Mannes nutzen, um meinen normalen Tagesrhythmus aufzunehmen, aber so ganz klappte das nicht. Immerhin habe ich trotz des einen oder anderen überraschend stressigen Tages in der vergangenen Woche einen Museumsbesuch untergebracht und gestern hatten wir wieder eine sehr schöne und lustige Frühstücksverabredung mit der ehemaligen Nachbarin. Gelesen habe ich in den letzten Wochen weniger als erwartet, aber insgesamt sind natürlich immer noch eine Menge Seiten zusammengekommen (ebenso wie einige fertiggestellte Blogbeiträge, die ich inzwischen bis Mitte Februar vorausgeplant habe *g*).

Heute beginne ich auf jeden Fall „Magic For Nothing“ von Seanan McGuire, da ich meine Erinnerung auffrischen will, bevor ich zu den beiden weiteren Bänden rund um Antimony Price greife, die auf noch auf meinem SuB ruhen. Große Pläne gibt es ansonsten nicht für den Tag, auch wenn mein Mann schon angekündigt hat, dass er seinen „Japanische Monsterfilme“-Marathon mit einem weiteren Film fortsetzen wird (alle geplanten 36 Filme hatte er natürlich nicht während seiner zwei Wochen Urlaub geschafft) und ich dann wohl zum Nähzeug greifen werde. Aber erst einmal starte ich in den Tag mit einer Kurzgeschichte aus meiner aktuellen Anthologie (immer noch „Hex Life“) und etwas Haushaltskram.

Update 9:45 11:45 Uhr

Wenn man sich während des Update-Schreibens ablenken lässt und vergisst den Beitrag zu aktualisieren, dann gibt es eben nur ein Update am Vormittag … Ich habe den Morgen damit verbracht ein bisschen durch die Wohnung zu wuseln und den Abwasch zu erledigen. Als ich damit dann soweit war, habe ich mich mit meinem Tee auf dem Sofa eingerollt und zu meiner Kurzgeschichte gegriffen. „The Deer Wife“ von Jennifer McMahon wird aus der Sicht von Jules erzählt, die sich schon vor Jahren in die Hexe, die tief im Wald lebt, verliebt hat. Sie weiß nicht, ob die Hexe sie verzaubert hat oder ob die namenlose Frau die Antwort auf eine Frage war, die sie sich selbst nicht zu stellen traute, aber sie kann nicht von ihr lassen. Doch ewig kann dieses Leben zwischen Familie und Wald nicht weitergehen und so fällt Jules am Ende eine Entscheidung, die sie nicht wird rückgängig machen können. Ich mochte es, wie Jules an ihre gemeinsame Zeit mit ihrer Liebsten dachte, wie sie sich daran erinnert, was ihr die Hexe des Waldes alles in den vergangenen Jahren beigebracht hat. Ich mochte es weniger, wie Jules vor einigen Wahrheiten die Augen verschließt oder Charaktereigenschaften ihrer Freundin hinnimmt, weil sie so von dieser Frau fasziniert ist. Insgesamt würde ich aber sagen, dass die Geschichte nicht lange bei mir hängenbleiben wird, weil sie nicht mehr als „nett“ war.

Nach dem Lesen meiner Kurzgeschichte, etwas Online-Rumtreiben und etwas Schwatzen mit meinem Mann wurde es auch schon Zeit fürs Frühstück, wozu ich „Magic for Nothing“ angefangen habe. Der Roman ist für mich ein „ich mochte es, aber“-Buch, weil ich beim ersten Lesen mit meinen eigenen Erwartungen zu kämpfen hatte und deshalb die Geschichte nicht so genießen konnte, wie ich es normalerweise tue. So ist dieser Reread nicht nur dazu da, um meine Erinnerungen wieder aufzufrischen, bevor ich die weiteren beiden Bände lese, sondern auch um zu schauen, wie mir die Handlung gefällt, nachdem ich weiß, was genau mich erwartet. Ich finde es selber merkwürdig, wie wenig ich mich mit dem Covenant of St. George beschäftigen mag, obwohl dieser von Anfang an eine so große Rolle in den InCryptid-Romanen spielte … Bevor ich wieder zum Buch greife, drehe ich aber erst einmal eine Kommentarrunde. 🙂

Update 15:00 Uhr

Ich hatte ganz vergessen wie lange es dauert, bis Antimony (Annie) sich wirklich im Covenant einschleicht, und wie viel „Vorgeplänkel“ von Seanan McGuire davor gesetzt wurde. Eigentlich genieße ich mein Wiedersehen mit all den Familienmitgliedern der Price-Familie und die Anspielungen auf vorhergehende Romane der Reihe. Aber auf der anderen Seite hätte ich gern den Teil in England schon hinter mich gebracht, um mit Annie die Leute die Schausteller kennenzulernen, denen sie sich später in der Geschichte anschließt. Ich fürchte, es lag nicht nur an meiner Stimmung beim ersten Mal, dass das Tempo in „Magic for Nothing“ nicht ganz meinem Geschmack entspricht – ich freu mich trotzdem weiterhin auf die beiden noch ungelesenen Bände, in denen Annie die Protagonistin ist. *g*

Um kurz nach 13 Uhr hat mein Mann dann mit seinem Film angefangen. „Destroy all Monsters“ ist der zwanzigste Monsterfilm von Toho und sollte auch der Abschied der Firma von den Monster-Kinofilmen sein, weil man 1968 der Meinung war, dass dank des Fernsehens solche Filme auf der großen Leinwand keinen Erfolg mehr haben könnten. Die Handlung ist nicht gerade ausgereift: Außerirdische bringen all die japanischen Monster unter ihre Kontrolle und wollen so die Menschheit dazu bringen sich ihnen zu ergeben. Grundsätzlich ging es Toho wohl darum all die Monster der vorherigen Filme noch einmal auf die Leinwand zu bringen (selbst wenn einige der Anzüge schon in so schlechtem Zustand waren, dass man die dementsprechenden Monster nur aus größerer Entfernung filmen konnte *g*). Wer mehr Details zu diesem Machwerk lesen möchte, kann sich gern den Wikipedia-Eintrag zu „Frankenstein und die Monster aus dem All“ anschauen – immer wieder faszinierend, was die deutschen Filmverleih-Firmen sich damals für Titel ausgedacht haben! Obwohl ich den Großteil der Zeit auf meine Näharbeit geschaut habe und mein Mann mit japanischer Tonspur und englischen Untertiteln den Film schaute, konnte ich der Handlung locker folgen, wenn ich nur alle paar Minuten mal einen Blick auf den Bildschirm warf. 😉

Update 18:30 Uhr

Da ich noch Lust hatte weiter zu nähen, habe ich heute Nachmittag noch etwas Musik gehört, bis mein Taschentuch fertig umsäumt war. Danach habe ich spontan zu meinem aktuellen „Unterwegsbuch“ gegriffen und es weitergelesen, während ich Kekse geknabbert habe. Mein „Unterwegsbuch“ ist der zweite Band der Innkeeper Chronicles von Ilona Andrews (ihr erinnert euch vielleicht daran, dass ich den Auftaktband im Dezember gelesen habe) und wenn Dienstag wieder einige Zeit unterwegs sein werde, werde ich vermutlich den dritten Teil der Serie anfangen – so viele Seiten habe ich in „Sweep in Peace“ nicht mehr vor mir. Auf jeden Fall ist „Sweep in Peace“ gerade genau die richtige Art leichte Unterhaltung (soweit man das sagen kann, wenn es um Friedensverhandlungen geht, diverse Morde schon passiert sind und überhaupt sehr viele Personen gerade sehr verzweifelt sind) für mich und unterhält mich besser als „Magic for Nothing“. Auch wenn ich genau weiß, dass letzteres nur wegen des verflixten Covenant so ein Problem für mich darstellt und mir die Geschichte wieder deutlich mehr Freude bereitet, sobald ich den hinter mich bringe – was ich nicht tun werde, wenn ich zwischendurch 1 – 50 ander Bücher lese. 😉 Bis ich in die Küche wandern muss, um das heutige Abendessen in den Ofen zu werfen, werde ich vermutlich nur noch eine Kommentarrunde auf die Reihe bekommen. Mal schauen, womit ihr den Nachmittag so verbracht habt. 🙂

Update 21:30 Uhr

Mein Buch habe ich sogar noch vor dem Kochen beenden können und zum Essen (Ofengemüse mit Feta) gab es nur noch eine Folge „Zumbo’s Just Desserts“ – wir sind bei der zweiten Staffel gerade beim Halbfinale und obwohl ich die beiden Finalisten mag, muss ich sagen, dass ich diese Staffel nicht so interessant und unterhaltsam fand wie die erste. Die Kandidaten waren weniger sympathisch und es gab deutlich weniger Details zum Thema Dessert-Herstellung als in den Folgen vom vergangenen Jahr. Aber die Sendung ist immer noch unterhaltsam genug, dass wir jeden Abend eine Folge davon zum Essen schauen. 😉 Da sich so langsam die kurze Nacht bemerkbar macht, werde ich nur noch meine heutige Runde Animal Crossing beenden und eine Blogrunde drehen und dann ins Bett fallen. Ich hoffe, ihr hattet heute alle einen schönen Tag und startet morgen gut in die neue Woche! 🙂

 

Heutige Teilnehmerinnen:

Ariana
Natira
Neyasha
JED
Sunny