Nach einem Monat „Sommerpause“ freue ich mich richtig darüber, dass ich den heutigen Lese-Sonntag über bloggen (und mich hoffentlich dabei mit ein paar Leuten austauschen) werde. Nachdem ich am Donnerstagvormittag meinen (soweit ich es im Moment sagen kann) letzten Termin des Monats erledigt hatte, habe ich mich einfach mal nur aufs Entspannen konzentriert. Dabei habe ich immer wieder aus dem Fenster geschaut, um zu gucken, ob doch noch der vorhergesagte Regen eintreffen würde (was er nicht tat), und ansonsten die Füße hochgelegt, den Ventilator laufen gehabt und meine Nase in den eReader gesteckt. Aktuell habe ich drei angefangene eBooks, wobei ich bei zwei davon – der erste Teil der Veröffentlichung der Tagebücher von Anne Lister aus den Jahren 1816 bis 1824 und „The Witch King“ – noch nicht sehr weit gekommen bin und mich heute vermutlich vor allem auf „The Empress of Xytae“ von Effie Calvin konzentrieren werde. Das ist der vierte Teil der „Tales of Inthya“-Romane (HIER ist die Rezension zu „The Queen of Ieflaria“, dem ersten Band der Reihe,) und ich finde momentan diese Mischung aus (zum Großteil) sympathisch-skrupellosen Figuren, Humor und von Göttern verliehenen Magie sehr unterhaltsam. Ansonsten planen wir heute Vormittag eine Brettspielrunde (dieses Mal „Steampunk Rally“) und bis mein Mann dafür bereit ist, nehme ich mir Zeit zum „Wachwerden“. 🙂
Update 9:30 Uhr
In den letzten 2 1/2 Stunden habe ich richtig viel gelesen – allerdings keine einzige Buchseite. 😉 Genau genommen habe ich mir den Feedreader vorgenommen, in den ich seit Beginn meiner „Sommerpause“ keinen Blick mehr geworfen hatte, und die dort gesammelten Blogbeiträge der letzten Wochen durchgelesen. Ich habe einige Kommentare geschrieben, wenn auch weniger, als wenn ich die Beiträge zeitnah gelesen hätte, und nun das Gefühl, ich bin wieder auf dem Laufenden, was eure Blogaktivitäten so angeht.
Da mein Mann ist inzwischen auch aufgewacht ist und gefrühstückt hat, werden wir gleich mit unserer Brettspielrunde anfangen. Die hintere Wohnungsseite ist momentan noch erträglich, obwohl wir da noch nicht verdunkelt haben, aber so langsam müssen wir uns beeilen, damit wir mit dem Spielen fertig sind, bevor die Sonne so weit rumgewandert ist.
Update 13:00 Uhr

Uff, das war heute eine ungewöhnlich lange, aber auch sehr lustige Runde „Steampunk Rally“. Wir haben zum ersten Mal ein Rennen auf dem Mars gespielt und da gab es einige Zusatzschwierigkeiten für unsere Erfinder zu bewältigen. Ich habe Anne Easley gespielt und meine Rennmaschine wurde sehr schnell sehr groß – und es gab lange Zeit kaum Fortschritt, was die Bewegungen angingen. Allerdings habe ich es geschafft trotzdem den Großteil des Spiels vor meinem Mann zu liegen, der dann aber in der allerletzten Runde mit einem unglaublichen Zug an mir vorbeirauschte. Ich hatte eigentlich einen wunderschönen letzten Zug geplant, der mir theoretisch den Sieg hätte bringen müssen, aber die 20 Schritte, die er (auch durch einen Glücksfall beim Kartenziehen) noch geschafft hat, konnte ich dann doch nicht mehr einholen. Es war auf jeden Fall sehr lustig und wir werden am kommenden Sonntag definitiv eine weitere Runde mit diesem Aufbau spielen. (So langsam müssen wir gut überlegen, was wir in den nächsten Wochen spielen, denn die Auslieferung von „Flamecraft“ ist schon angelaufen, so dass wir das Spiel hoffentlich im Laufe des Septembers bekommen werden.) Ich flitze jetzt einmal schnell bei euch vorbei und dann mache ich mir Frühstück! 🙂
Update 16:30 Uhr

Da ich im Moment gerade zu gierig nach herzhaftem Essen bin (und das in der Woche schon dazu geführt hat, dass ich mir zum Frühstück gesalzene Erdnüsse gegönnt habe), gab es heute Udon-Nudeln mit Ei und Gurke. Außerdem habe ich endlich ein bisschen weiter in „The Empress of Xytae“ gelesen. Die Protagonistin Ioanna ist die älteste Prinzessin des Landes, aber im Gegensatz zum Rest ihrer Familie wurde sie nicht von der Kriegsgöttin Reygmadra gesegnet, sondern von dem Gott Iolar – was bedeutet, dass sie keine Kriegerin ist, sondern ein regelorientierter, wissensdurstiger Mensch ist. Außerdem ist Ioanna in der Lage zu sagen, wenn eine Person lügt, zumindest solange diese Person bewusst die Unwahrheit sagt. Da all das nicht gerade als erstrebenswerte Eigenschaften für die Kaiserin eines Landes, das seit langer Zeit Reygmadra dient, angesehen werden, versucht Ionnas jüngere Schwester Netheia nach dem Tod ihres Vaters den Thron an sich zu bringen. Bislang ist Ioanna (gemeinsam mit der Prinzessin eines der Nachbarländer, die zum Zeitpunkt des Putschversuchs im Palast war,) auf der Flucht, aber ich bin gerade in dem Kapitel angelangt, in dem sie sich mit Verbündeten darüber berät, wie sie die Bevölkerung hinter sich bringen und ihre Schwester besiegen kann. Ich mag die Charaktere, die Effie Calvin für ihre Geschichten entwickelt wirklich gern, und mir gefällt es, dass sich ihre Romane zwar häufig um große Entwicklungen in den jeweiligen Ländern drehen, aber dabei vor allem von den kleinen (und dafür umso entscheidenderen) Momente mit den Figuren erzählen.

Obwohl ich – dank des Klappentextes des nächsten Bandes – schon weiß, wie die Geschichte am Ende grob ausgehen wird, macht es mir wirklich Spaß all diese kleinen Szenen mit den Figuren zu lesen und ich bin weiterhin neugierig darauf, welche Elemente für welche Entscheidungen bei den Charakteren führen. Bevor ich aber weiterlese, gönne ich mir jetzt erst einmal einen geeisten Kaffee und Cantaloupe-Melonen-Stücke – und eine Blog- und Kommentarrunde. 🙂
Update 21:15 Uhr (letztes Update)

Nach dem letzten Update habe ich noch ein bisschen gelesen und dann eine Runde „Animal Crossing“ gespielt. Am Wochenende dient diese Spielzeit zwar nicht dem gemeinsamen „Feierabend-Einläuten“ für meinen Mann und mich, aber irgendwie gehört es einfach für mich zum späten Nachmittag dazu. Danach bin ich in die Küche gewandert und habe mich ans Kochen (Linguine mit roter Kräuterbutter und Parmesan) gemacht und zum Essen haben wir dann einen Film geschaut.

„Beyond the Infinite Two Minutes“ hatten wir vor einem Jahr im Rahmen der Nippon Connection geschaut und seitdem mein Mann den Film im Herbst gekauft hatte, wollten wir ihn noch einmal sehen. Heute haben wir es dann endlich auf die Reihe bekommen und wie beim letzten Mal fand ich es auch jetzt wieder faszinierend zu sehen, wie die Handlung mit all den verschiedenen Zeitsträngen erzählt wird. Es ist schon zu spüren, dass das Team normalerweise auf Theaterbühnen spielt, denn das Ganze hat schon etwas von einem Kammerspiel, aber natürlich ließe sich auf einer Bühne die Geschichte nicht genau so mit den ganzen Zeitverschiebungen erzählen. Da ich jetzt noch eine Blogrunde drehen und dann noch ein bisschen lesen will (und hoffentlich mein Buch beenden werde), bevor ich ins Bett gehe, haben wir heute auf die Extras verzichten und beschlossen, dass wir die morgen anschauen. Ich hoffe sehr, dass wir dann noch etwas mehr zu den Dreharbeiten erfahren und wie das Team es geschafft hat, dass sie den Film in solch langen Takes drehen konnten.
Da ich nicht denke, dass ich noch genug für ein weiteres Update erleben werde, ist das hier meine letzte Aktualisierung des Beitrags für heute. Es war schön den Tag wieder gemeinsam mit euch zu erleben und sich mit euch über die Dinge austauschen zu können, die dafür gesorgt haben, dass dieser Sonntag (hoffentlich) wieder rundum erholsam wurde. Ich wünsche euch einen schönen Start in die Woche und hoffe, dass wir uns (spätestens) an einem der nächsten Lese-Sonntage wieder lesen werden! 🙂
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Heutige Mitleserinnen:
Neyasha
Birthe
Anette
Jacquy