Alle Artikel von Konstanze

Herbstlesen im Oktober 2025 (Sonntag, 05.10.)

Einige herbstlich verfärbte Bäume unter einem leicht bewölktem blauem Himmel. Über dem Himmel der Text: Herbstlesen im Oktober 2025 und die Adresse des Blogs.

Auch wenn ich – dank eines überraschenden Nachmittagsschlaf – weniger von meinem Lesetag hatte, als ich gehofft hatte, habe ich den gestrigen Samstag doch sehr genossen. Heute werde ich definitiv weiter in „A Thousand Steps into Night“ lesen (und vermutlich zu „A Honeymoon of Grave Consequence“ greifen, wenn ich die Hände beim Lesen freihaben will).

Ansonsten werde ich im Laufe des Tages die Suppe kochen, die gestern schon auf dem Essensplan stand, und mit meinem Mann eine weitere Brettspielrunde einlegen. Mal schauen, ob ich sonst noch etwas auf die Reihe bekomme, aber mit der stehenden Planung für heute bin ich schon ganz zufrieden. Bevor ich aber zum Buch greife, brauche ich erst einmal wieder Zeit zum Wachwerden und dem Erledigen von etwas täglichem Pflichtkram.

Update 10:45 Uhr

Uh, heute ist einer dieser Tage, an denen es sich anfühlt, als ob ich alles in Zeitlupe erledigen würde. Aber ich habe meinen Pflichtkram hinter mich gebracht, die Suppe für heute Abend gekocht und sitze nun mit Tee auf dem Sofa und bin bereit in den vergnüglichen Teil des Tages zu starten! Wobei ich vermutlich nur ein bisschen in meinem eBook lesen werde, während ich meinen Tee trinke, um dann erst einmal ein bisschen mit der Switch zu spielen. Da spiele ich seit einigen Monaten jeden Morgen eine Runde „Stitch“, was ein nettes Knobelspiel ist, bei dem es täglich eine kleine neue Aufgabe gibt. Ich bin fest entschlossen meine 365-Tage-Auszeichnung zu erlangen – auch wenn das noch ein paar Monate hin ist. 😉

Update 13:45 Uhr

In der Zwischenzeit habe ich nicht nur ein bisschen mit der Switch gespielt und in meinen beiden Büchern gelesen, sondern auch gefrühstückt. Heute gab es mein übliches Porridge statt mit Zimt mit Backkakao, weil die etwas sehr reife Banane definitiv etwas ergänzendende Bitterkeit gebrauchen konnte. Beim Frühstück habe ich zu „A Honeymoon of Grave Consequence“ gegriffen und bin bei einer Begegnung, die die Protagonistin Margaret in einem Gasthaus hat, über den Begriff Nachzehrer gestolpert. Was natürlich bedeutete, dass ich – da mir die Bezeichnung noch nicht untergekommen war – erst einmal schauen musste, ob es so eine Kreatur wirklich unter den deutschen Sagengestalten existiert. Wenn ich allerdings Wikipedia glauben darf, dann soll ein Nachzehrer traditionell eher so etwas wie ein Vampir sein, während Stephanie Burgis den Begriff für einen Ghul benutzt.

Eine zartgrüne Schale mit goldbraunem Porridge, Bananenscheiben und darauf verstreut ein paar Schokotropfen.

Dieser Ghul Nachzehrer – mit dem Namen Leonie – und Margaret gehen sich bei ihrer ersten Begegnung gegenseitig schrecklich auf die Nerven. Aber nachdem Lord Riven seiner Frau mehr über Leonies Hintergrund erzählt hat, bereut sie gerade ein bisschen, dass sie so harsch war. Margaret ist nicht gerade gut darin mit anderen Personen Umgang zu pflegen, aber dafür ist sie ja mit einem in der Gesellschaft deutlich geschickterem Vampir verheiratet. 😉

Miuko hingegen hat in „A Thousand Steps into Night“ inzwischen gelernt, dass sie ihre Gefühle im Griff behalten muss, wenn sie das Voranschreiten ihres Fluchs nicht beschleunigen will. Aber es ist sehr schwierig sich nicht bei jedem Schritt darüber zu ärgern, wie sehr sie als Mädchen in ihrer Bewegungsfreiheit begrenzt wird. Unterhaltsam werden diese Elemente vor allem durch Geiki, den Elster-Gestaltwandler, der überhaupt kein Verständnis für menschliche Verhaltensweisen hat, aber trotzdem als der Mann ihrer kleinen Reisegruppe für Miuki alle Interaktion mit anderen Personen übernehmen muss. Das ist überraschend nett zu lesen und ich genieße die Geschichte weiterhin. Bevor ich aber weiterlesen kann, gibt es erst einmal eine Brettspielrunde mit meinem Mann.

Update 17:00 Uhr

Wir haben heute eine zweite Runde „Heat“ gespielt, da wir ja noch eine Strecke hatten, die wir nicht ausprobiert hatten. Ich muss zugeben, dass ich nach der Hälfte des Spiels das Gefühl hatte, ich hätte schon verloren und würde nie wieder aufholen können. Denn während mein Mann (mit dem orangen Auto) relativ sehr viel Glück mit seinem Zug hatte, hatte ich (mit dem grünen Auto) sehr viel Pech und landete nach dem gleichen Zug im Prinzip eine Runde hinter ihm – und so blieb es dann für den Großteil des restlichen Spiels. Lustigerweise drehte sich die Situation dann beim vorletzten Zug (siehe Foto), so dass wir danach gleichauf lagen und der Ausgang des Spiels nun auf einmal von unserem Kartenglück beim letzten Zug abhing. Am Ende hatte ich drei Punkte mehr als er und konnte ungläubig vor mich hinkichernd als erste über die Ziellinie fahren.

Nach dem Brettspiel ging es zurück aufs Sofa und zu meinen Büchern. Da ich durch Birthes Beitrag daran erinnert wurde, dass ich ja zum Monatsanfang eigentlich ein Sachbuch anfangen wollte, habe ich zu meinem neusten SuB-Titel gegriffen. „The Barbizon“ erzählt die Geschichte des gleichnamigen Hotels und seiner Bewohnerinnen von 1928 bis 1981, als der erste männliche Bewohner in das Barbizon aufgenommen wurde. Gebaut wurde das Hotel, um den vielen alleinstehenden, jungen, weißen Frauen aus der Mittel- und Oberschicht ein Zuhause zu bieten, die nach New York gekommen waren, um dort ihr Glück zu machen. So ist es nicht verwunderlich, dass neben so einigen Sekretärinnen auch berühmte Journalistinnen, Schauspielerinnen, Schriftstellerinnen, Bildhauerinnen und andere Künstlerinnen dort gewohnt haben. Ich muss zugeben, dass ich bislang „The Bell Jar“ von Sylvia Plath nicht gelesen habe, aber sie hat das Barbizon – in dem sie selbst einige Zeit gelebt hat – wohl als „The Amazon“ in diesem Roman verewigt. Bislang habe ich gerade mal die Einleitung und das erste Kapitel, das „The Unsinkable Molly Brown“ – eine Titanic-Überlebende – als Aufhänger hat, gelesen.

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Heute gibt es das letzte Update relativ früh, da ich morgen früh aufstehen muss. Bis zum Abendessen habe ich „A Honeymoon of Grave Consequence“ ausgelesen und kann sagen, dass die Geschichte bis zum Ende sehr nett – und eine passende Fortsetzung zum ersten Teil – war. Zur Kartoffelsuppe gab es dann „Das Phantom von Soho“ – mein Mann hat von einem Kollegen eine Box mit Edgar-Wallace-Filmen geliehen bekommen, die er bald wieder zurückgeben möchte. Allerdings ist es so, dass diese Filme nicht wirklich auf Geschichten von Edgar Wallace basieren, sondern (wenn auch zum Teil nur dem Namen nach) nach Ideen seines Sohns Bryan Edgar Wallace gedreht wurden. Außerdem ist die Produktionsfirma nicht Rialto gewesen, sondern CCC – weshalb diese Filme auch nicht ständig früher im Fernsehen liefen, als meine Mutter die noch begeistert gesehen hatte. Es ist überraschend amüsant die von früher vertrauten Schauspieler wiederzusehen und auf die vielen kleinen Berliner Elemente zu achten, die verraten, dass der Drehort definitiv nicht in Großbritannien lag. Aber ich schaue die Filme vor allem deshalb mit, weil es Kommentare von britischen Filmkritikern und ähnlichen Personen gibt, deren Anmerkungen zu den alten deutschen Produktionen ich wirklich unterhaltsam finde. Danach habe ich noch ein bisschen in „A Thousand Steps into Night“ gelesen, aber das war es dann auch mit meinem Abend.

Ich habe dieses erste Herbstlesen-Wochenende wieder sehr genossen und fand es schön, dass wir heute so viele waren. Ich hoffe, ihr hattet auch eine angenehme Zeit und wir lesen uns an einem der nächsten Wochenenden wieder!

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Heutige Mitleser*innen:

Herbstlesen im Oktober 2025 (Samstag, 04.10.)

Einige herbstlich verfärbte Bäume unter einem leicht bewölktem blauem Himmel. Über dem Himmel der Text: Herbstlesen im Oktober 2025 und die Adresse des Blogs.

Obwohl das Wetter in den letzten Tagen angemessen herbstlich war, fühlt es sich an, als wäre der Oktober in diesem Jahr besonders früh dran. Aber ich freue mich auf ein paar entspannte Wochenenden in diesem Monat mit gemütlichen Lesestunden, Brettspielrunden und anderen angenehmen Tätigkeiten. 🙂

In den letzten Tagen habe ich kaum gelesen, da mein Mann eine Woche Urlaub hatte und ich mit gemeinsamen Vorhaben, Geburtstagskuchen backen und ähnlichem gut beschäftigt war. Was bedeutet, dass ich kein aktuelles Buch habe, auf das ich heute zurückkommen kann, sondern heute Vormittag erst einmal schauen muss, worauf ich so Lust habe. Außerdem werden wir heute vermutlich eine Brettspielrunde einlegen, denn dazu sind wir in der letzten Woche nicht gekommen, obwohl wir so viel spielen wollten. Doch vorher brauche ich erst einmal ein bisschen Zeit zum Wachwerden und für den morgendlichen Kram, den ich erledigt haben will, bevor ich zum entspannten Teil des Tages übergehe.

Update 10:30 Uhr

Abgesehen davon, dass ich noch auf die Lieferung der Gemüsekiste warte, damit ich die dann verstauen kann, bin ich für heute Vormittag erst einmal mit allem Pflichtkram durch. Allerdings hoffe ich, dass die Kiste heute nicht so spät kommt, weil von der Lieferung mein Frühstück abhängt … es sei denn, ich werde vorher schon so hungrig, dass ich mir was anderes überlegen muss. *g*

Nach einem Blick auf all die Bücher, die ich in den nächsten Wochen noch lesen will, habe ich gerade „A Thousand Steps into Night“ (Wieso will ich den Titel immer mit einem „the“ schreiben? Da sollte ich mal schauen, bei wie vielen SuB-Listen ich das falsch geschrieben habe …) von Traci Chee vom Stapel gezogen. Von dem Roman fand ich die Leseprobe wirklich wunderbar atmosphärisch und ich glaube, das könnte die richtige Geschichte für den heutigen Tag sein.

Update 14:00 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich erst einmal gemütlich in „A Thousand Steps into Night“ gelesen und auch wenn ich kaum mehr Seiten geschafft habe, als die schon bekannte Leseprobe hatte, habe ich diese Kapitel wieder sehr genossen. Die Geschichte dreht sich um die siebzehnjährige Otori Miuko, deren Vater ein Gasthaus in einem runterkommenen Dorf betreibt. Miuko ist zu laut und zu unbeholfen für ein Mädchen und die Tatsache, dass ihre Mutter vor einigen Jahren ein Pferd gestohlen und die Familie verlassen hat, wirft einen weiteren Schatten auf ihr Leben. Aber grundsätzlich ist sie damit zufrieden sich um ihren Vater und das Gasthaus zu kümmern. Doch an dem Tag an dem die Handlung beginnt, häufen sich auf einmal übernatürliche Ereignisse rund um Miuko und führen dazu, dass sie verflucht wird. Bislang freue ich mich sehr über all die Auftritte von japanischen übernatürlichen Wesen und über die Ausdrucksweise der Autorin – ich glaube, mit dem Roman werde ich später noch einige nette Stunden verbringen.

Aber erst einmal musste ich das Lesen unterbrechen, um die Gemüsekiste zu verstauen und mir mein Frühstück zu machen. Da ich davon ausging, dass die Gemüsekiste zu spät kommen würde, hatte ich schon eine Scheibe von meinem Brot aufgetaut – weshalb es ein Brot mit Butter, ein paar übriggebliebene Falafel von Donnerstag und zwei Möhren zum Frühstück gab. Außerdem wechselte ich zu „A Honeymoon of Grave Consequence“ von Stephanie Burgis, nachdem ich gestern den ersten Teil der „Unexpected Adventures of Lady and Lord Riven“ gelesen hatte. Die Honeymoon-Geschichte ist erst in dieser Woche erschienen und nachdem im erstem Band („A Marriage of Undead Inconvenience“) aus einer Vernunftehe zwischen dem existenzmüden Vampir Lord Riven und der um ihr Erbe gebrachten Gelehrten Margaret eine liebevolle Partnerschaft wurde, dreht sich dieser Band nun um die Hochzeitsreise der beiden Figuren. Wobei Lord und Lady Riven dieses Mal Großbritannien verlassen haben, damit Margaret übernatürliche Elemente im Schwarzwald studieren kann. Die erste Geschichte war etwas vorhersehbar, aber auch sehr unterhaltsam und nachdem ich bislang die Ankunft der beiden in einem abgelegenen Gasthaus im Schwarzwald miterlebt habe, bin ich gespannt, welche Gefahren auf die beiden warten und was für unerwartete neue Verbündete Margaret (wenn ich nach dem Klappentext gehen kann) finden wird.

Update 17:00 Uhr

Der Nachmittag ist überraschend schnell mit dem Spielen von „Heat“ rumgegangen. Wir haben schon im Frühling eine Erweiterung für das Spiel (mit zwei neuen Rennstrecken und einigen weiteren Spielkarten) bekommen, die wir bislang noch nicht gespielt hatten. Heute haben wir dann endlich die erste der beiden Strecken (Niederlande) gespielt und mit den vielen Kurven und der sehr langen Geraden (rechte und untere Brettseite) war die überraschend herausfordernd zu spielen. Wobei ich bis zum vorletzten Zug richtig, richtig viel Glück hatte! Nur um mich dann beim vorletzten Zug zu verrechnen und danach nicht mehr richtig Tempo zu gewinnen. Was bedeutet, dass mein Mann heute mit einer Runde Vorsprung gewonnen hat. Mein einziger Trost ist, dass die automatisch vom Spiel gesteuerten Autos mich nicht mehr überholen konnten. 😉

Da ich mich nun etwas verfroren und müde fühle, krabbel ich jetzt mit einer Heißen Schokolade unter meine Sofadecke und lasse mich vermutlich ein bisschen berieseln.

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Nach meinem Nachmittagsupdate habe ich ein Video von Bernadette Banner über die Herstellung mittelalterlicher Schuhe geschaut und dann noch ein bisschen in „A Honeymoon of Grave Consequence“ gelesen. Ich finde die Geschichte wirklich nett, aber sie ist nicht gerade spannend und so ist es wohl kein Wunder, dass ich wenig später über meinem Buch eingeschlafen bin und erst kurz vor 19:00 Uhr wieder wach wurde. Was mir etwas zu spät für das Kochen der geplanten Suppe war, weshalb ich die für Mittwoch geplante One-Pot-Pasta vorgezogen habe. Die benötigt gerade mal zwanzig Minuten und so wenig Aufmerksamkeit, dass ich nebenbei noch das Geschirr, das im Laufe des Tages angefallen war, abwaschen konnte.

Zum Essen haben wir eine Folge von „Next Gen Chef“ geschaut, was ein Kochwettbewerb auf Netflix ist, bei der einige Köche um ein Preisgeld von 500.000 Dollar kämpfen. Bislang sind wir von der Unterschiedlichkeit und Fairness der Challenges angenehm überrascht, ebenso wie von der Nachvollziehbarkeit bei den Jury-Urteilen. Nachdem die Folge beendet war, habe ich endlich wieder zu „A Thousand Steps into Night“ gegriffen. Ich mag die Geschichte – ebenso wie die Protagonistin Miuko – bislang sehr. Der Klappentext bezeichnet den Roman als „Ghibli-esque“ und ich weiß nicht, ob sich das nur auf die japanischen Elemente oder auch auf die Figuren bezieht, kann aber (mit etwas Mühe) bei den verschiedenen Geistern und Dämonen Ähnlichkeiten mit Figuren aus „Spirited Away“ und in dem Elster-Gestaltwandler, der Miuko inzwischen begleitet, Züge von Howl erkennen. Es ist auf jeden Fall sehr unterhaltsam zuzusehen, wie die Protagonistin mehr über die übernatürliche Welt (der sie nun – solange sie den auf ihr liegenden Fluch nicht gebrochen hat – zwangsläufig angehört) erfährt. Ich freue mich darauf morgen darin weiter zu lesen. Aber erst einmal gibt es für mich noch eine entspannte halbe Stunde mit der Switch und dann wird es wohl Zeit ins Bett zu gehen. Wir lesen uns morgen wieder – bis dahin gute Nacht! 🙂

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Heutige Mitleser*in:

Oktober-SuB 2025

Der September brachte weniger Lesezeit, als ich mir gewünscht hätte, aber das ist ja häufig so. Immerhin habe ich es – trotz ein paar Neuzugänge – geschafft, meinen SuB ein bisschen zu reduzieren. Genau genommen habe ich den Belletristik-SuB reduziert, während mein Sachbuchbestand weiter wächst (und ich immer noch keine vollständige Liste auf die Reihe bekommen habe). Außerdem habe ich – dank der gemeinsamen Aktion mit Neyasha – meinen „noch rezensieren“-Stapel deutlich reduziert, was sich überraschend gut anfühlt.

Für den Oktober nehme ich mir vor, dass ich nicht nur für die letzten drei noch zu besprechenden Titel Beiträge schreiben, sondern auch mal all die angelesenen Bücher angehe, die sich in den letzten Wochen angesammelt haben. So viele Romane, die mir eigentlich gut gefallen haben, die aber dann für einen anderen Titel zur Seite gelegt wurden … Außerdem wäre es nett, wenn ich bis zum Jahresende die drei noch ungelesenen Sachbücher, die ich mir 2025 gekauft habe, noch lesen würde – was bedeutet, dass ich damit in den nächsten Tagen auch mal anfangen sollte.

Belletristik-SuB:

  1. Julie Abe: Tessa Miyata is no Hero
  2. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  3. Sufiya Ahmed: Rosie Raja – Churchill’s Spy
  4. Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
  5. Hanna Alkaf: The Weight of our Sky
  6. Charlie Jane Anders: Lessons in Magic and Disasters
  7. Kaia Anderson: Sisters in Arms
  8. Sophie Anderson: The Thief Who Sang Storms
  9. Kelley Armstrong: The Gryphon’s Lair (A Royal Guide to Monster Slaying 2)
  10. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  11. Kelly Barnhill: The Ogress and the Orphans
  12. Kelly Barnhill: When Women Were Dragons
  13. Alice Bell: Displeasure Island (Grave Expectations 2)
  14. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
  15. Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown
  16. Aliette de Bodard: A Fire Born of Exile
  17. Lila Bowen: Conspiracy of Ravens (The Shadow 2)
  18. Natasha Bowen: Skin of the Sea
  19. Nicholas Bowling: Song of the Far Isles
  20. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  21. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  22. Marie Brennan: Within the Sanctuary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  23. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  24. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  25. Stephanie Burgis: The Raven Throne (The Raven Heir 2)
  26. Rachel Caine: Paper and Fire (The Great Library 2)
  27. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  28. Jennifer Carson: To Find a Wonder
  29. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  30. Becky Chambers: A Closed and Common Orbit (Wayfarers 2)
  31. Becky Chambers: Record of Spaceborn Few (Wayfarers 3)
  32. Becky Chambers: The Galaxy, and the Ground Within (Wayfarers 4)
  33. Becky Chambers: To Be Taught, If Fortunate
  34. Traci Chee: A Thousand Steps into Night
  35. Amber Chen: Of Jade and Dragons
  36. David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
  37. David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
  38. Rin Chupeco: Wicked as You Wish (A Hundred Names for Magic 1)
  39. Rin Chupeco: The Bone Witch
  40. Dhonielle Clayton: The Marvellers
  41. Orlagh Collins: All the Invisible Things
  42. Alyssa Colman: The Gilded Girls (Gilded Magic 1)
  43. Leah Cypess: Thornwood (Sisters Ever After 1)
  44. April Daniels: Dreadnought (Nemesis 1)
  45. Benjamin Dean: Me, My Dad and the End of the Rainbow
  46. Sarah Driver: Once we were Witches
  47. Sarah Beth Durst: Race the Sands
  48. Joseph Elliott: The Good Hawk (Shadow Skye 1)
  49. Louise Erdrich: The Birchbark House
  50. Catherine Fisher: The Velvet Fox (The Clockwork Crow 2)
  51. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
  52. Nicole Glover: The Conductors
  53. Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
  54. Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
  55. Mira Grant: Chimera (Parasitology 3)
  56. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 2)
  57. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  58. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  59. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  60. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  61. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  62. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  63. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  64. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  65. Tanya Huff: Wizard of the Grove
  66. D. B. Jackson: Thieves‘ Quarry (Thieftaker #2)
  67. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  68. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  69. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  70. Diana Wynne Jones: Power of Three
  71. Diana Wynne Jones: Fire and Hemlock
  72. Michelle Ruiz Keil: All of Us with Wings
  73. Celine Kiernan: Geisterpfade
  74. Celine Kiernan: Königspfade
  75. Mary Robinette Kowal: The Fated Sky (Lady Astronaut 2)
  76. Sarah Kuhn: Heroine’s Journey (Heroine Complex 3)
  77. Sarah Kuhn: From Little Tokyo with Love
  78. R. F. Kuang: The Poppy War
  79. Lillie Lainoff: One for All
  80. L. D. Lapinski: The Whispering World (Artezans 2)
  81. E. Latimer: Escape to Witch City
  82. Patrice Lawrence: The Elemental Detectives
  83. Yoon Ha Lee: Dragon Pearl
  84. Y.S. Lee: The Body at the Tower (The Agency 2)
  85. Y.S. Lee: The Traitor in the Tunnel (The Agency 3)
  86. Y.S. Lee: Rivals in the City (The Agency 4)
  87. Ann Sei Lin: Rebel Fire (Rebel Skies 2)
  88. Ann Sei Lin: Rebel Dawn (Rebel Skies 3)
  89. Judy I. Lin: A Magic Steeped in Poison
  90. Darcie Little Badger: Elatsoe
  91. Cixin Liu: The Three-Body Problem
  92. Emily Lloyed-Jones: The Drowned Woods
  93. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  94. Janelle McCurdy: Mia and the Lightcasters (Umbra Tales 1)
  95. Seanan McGuire: Middlegame
  96. Seanan McGuire: Angel of the Overpass (Ghost Roads 3)
  97. Skye McKenna: Hedgwitch
  98. Robin McKinley: Dragonhaven
  99. Wendy McLeod MacKnight: The Copycat
  100. Sangu Mandanna: Kiki Kallira Conquers a Curse (Kiki Kallira 2)
  101. Karen M. McManus: Two can Keep a Secret
  102. Kate Milford: The Boneshaker
  103. Kate Milford: Bluecrowne
  104. Kate Milford: The Thief Knot
  105. Maya Montayne: Nocturna
  106. Bethany C. Morrow: A Song Below Water
  107. Tamsyn Muir: Gideon the Ninth
  108. Julie Murphy: Faith – Taking Flight
  109. Julie Murphy: Faith – Greater Hights
  110. Bishop O’Connell: The Stolen
  111. Molly O’Neill: Greenteeth
  112. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  113. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  114. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  115. S. A. Patrick: A Vanishing of Griffins (Song of Magic 2)
  116. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  117. Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
  118. Sarah Prineas: Dragonfell
  119. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  120. Rebecca Roanhorse: Race to the Sun
  121. John Scalzi: Fuzzy Nation
  122. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  123. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  124. A. G. Slatter: The Briar Book of the Dead
  125. A. G. Slatter: The Crimson Road
  126. Jessica Spotswood/Tess Sharpe: Toll and Trouble – 15 Tales of Women and Witchcraft (Anthologie)
  127. Robin Stevens: A Stocking Full of Spies (The Ministry of Unladylike Activity 3)
  128. Lucy Strange: Sisters of the Lost Marsh
  129. Esme Symes-Smith: Sir Callie and the Champions of Helston
  130. Emily J. Taylor: Hotel Magnifique
  131. Charles den Tex: Die Zelle
  132. Aiden Thomas: Cemetery Boys
  133. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  134. Sarah Tolcser: Song of the Current
  135. Hana Tooke: The Unadoptables
  136. Adrienne Tooley: Sweet & Bitter Magic
  137. Tiffany Trent: Unnaturalist
  138. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  139. Anne Ursu: Not Quiet a Ghost
  140. Renee Watson: Piecing Me Together
  141. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  142. Martha Wells: The Cloud Roads
  143. Jen Williams: The Ninth Rain (The Winnowing Flame Trilogy 1)
  144. Amy Wilson: Angel and Bavar
  145. Katherine Woodfine: The Midnight Peacock (The Sinclair’s Mysteries 4)
  146. Katherine Woodfine: Peril in Paris (Taylor and Rose 1)
  147. Katherine Woodfine: Spies in St. Petersburg (Taylor & Rose 2)
  148. Katherine Woodfine: Villains in Venice (Taylor & Rose 3)
  149. Katherine Woodfine: Nightfall in New York (Taylor & Rose 4)
  150. Jy Yang: The Black Tides of Heaven
  151. Kelly Yang: Front Desk
  152. You Yeong-Gwang: The Rainfall Market
  153. Katie Zhao: The Dragon Warrior
  154. Xiran Jay Zhao: Iron Widow
  155. Xiran Jay Zhao: Zachary Ying and the Dragon Emperor
  156. Ibi Zoboi: Pride

155 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Sachbuch-SuB (noch immer unvollständig):

  1. Zeinab Badawi: An African History of Africa – From the Dawn of Humanity to Independence
  2. Bernadette Banner: Make, Sew and Mend
  3. Paulina Bren: The Barbizon
  4. Francis Burney: Journals and Letters
  5. Caroline Criado Perez: Invisible Women – Exposing Data Bias in a World Designed for Men
  6. Brunhilde Dähn: Berlin Hausvogteiplatz
  7. Lydia Edwards: How to Read a Suit – A Guide to Changing Men’s Fashion from the 17th to the 20th Century
  8. Ruth Goodman: How to be a Victorian
  9. Molly Guptill Manning: When Books Went to War
  10. Lindsey Fitzharris: The Butchering Art – Joseph Lister’s Quest to Transform the Grisly World of Victorian Medicine
  11. Kameron Hurley: The Geek Feminist Revolution
  12. Jennifer Kloester: Georgette Heyer’s Regency World
  13. Bea Koch: Mad & Bad – Real Heroines of the Regency
  14. Natalie Livingstone: The Mistresses of Cliveden
  15. Philip Mansel: Prince of Europe – The Life of Charles-Joseph de Ligne
  16. Catherine Ostler: The Duchess Countess – The Woman who Scandalised a Nation
  17. Tom Reiss: The Orientalist – In Search of a Man Caught Between East and West
  18. Hallie Rubenhold: Lady Worsley’s Whim – An Eigtheenth-Century Tale of Sex, Scandal and Divorce
  19. Hallie Rubenhold: Story of a Murder
  20. Lauren Stowell/Abby Cox: The American Duchess Guide to 18th Century Dressmaking
  21. Kimberley Wilson: Unprocessed – What Your Diet is Doing to Your Brain

21 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

A. J. Lancaster: How to Find a Nameless Fae

Von A. J. Lancaster mochte ich schon die „Stariel“-Romane (soweit ich sie bislang gelesen habe), und so war ich neugierig genug, als „How to Find a Nameless Fae“ angekündigt wurde, um den Titel direkt vorzubestellen. Die ungewöhnliche Rumpelstilzchen-Variante wird aus der Perspektive von Prinzessin Gisele erzählt. Diese hat an ihrem vierzigsten Geburtstag die Nase voll davon, darauf zu warten, dass der Fae, mit dem ihre Mutter vor ihrer Geburt einen Handel abgeschlossen hatte, sie abholt. Gisele ist sich sicher, dass ihre einzige Chance, in Zukunft ein einigermaßen normales Leben zu führen, darin besteht, dass sie den unbekannten Fae tötet, um endlich von ihrem Fluch befreit zu werden. Doch als sie im Feenreich ankommt und auf den Fae – von ihr Malediction genannt – trifft, stellt sich heraus, dass er nicht der skrupellose Bösewicht ist, als der er immer dargestellt wurde. Stattdessen ist Malediction ein etwas planloser Gelehrter, der von Giseles Fluch ebenso betroffen ist wie sie. So scheint es nur logisch zu sein, dass Gisele bei Malediction bleibt und ihm dabei hilft, den Zauber zu lösen.

„How to Find a Nameless Fae“ beinhaltete so viele Elemente, die ich wirklich mochte. Erst einmal war es schön, mit Gisele eine schon etwas ältere Prinzessin als Protagonistin zu haben. Ihr Leben war ziemlich herausfordernd, da ihr Fluch dafür sorgte, dass kaum jemand ihre Gesellschaft für längere Zeit aushalten konnte. Aber sie hat versucht, das Beste aus der Situation zu machen, und im Laufe der Jahre allerlei hilfreiches Wissen gesammelt. Es ist nicht einfach für Gisele herauszufinden, dass nicht alles, was ihre Mutter ihr erzählt hat, wahr ist. Aber sie geht mit einem liebenswerten Pragmatismus an die Herausforderungen heran, die durch all die unbekannten Elemente im Feenland auf sie warten. Malediction hingegen war sich nicht bewusst, dass Gisele ebenso durch den Fluch litt wie er, weshalb er ein schrecklich schlechtes Gewissen ihr gegenüber hat. Der Fae ist ein wirklich liebenswerter Charakter, auch wenn er anfangs etwas gedankenlos und oberflächlich wirkt. Aber es ist wirklich wunderbar zu sehen, wie er sich um sein (über eine großartige Persönlichkeit verfügendes) Haus kümmert und wie er versucht, aufmerksam mit Gisele umzugehen.

Die sich im Laufe der Zeit entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Malediction und Gisele ist sehr süß und voller kleiner Missverständnisse, die ich überraschenderweise nachvollziehbar und deshalb eher berührend fand. Da das Aufeinanderzugehen der beiden Charaktere eher langsam vonstatten ging, muss ich zugeben, dass ich die – relativ frühe – Sexszene in der Geschichte etwas irritierend fand. Wobei „Sexszene“ auch nicht der richtige Begriff ist, da es sich um einen Traum handelt. Das war für mich ein überraschender Bruch in einer ansonsten eher zurückhaltenden (und beinahe jugendfreien) Liebesgeschichte, aber immerhin hat diese Szene einige wichtige Informationen übermittelt, mit denen am Ende die Handlung ein paar Schritte vorwärts machen konnte. Ansonsten konnte „How to Find a Nameless Fae“ nicht nur mit den beiden liebenswerten Protagonisten und einem wunderbaren Haus aufwarten, sondern auch noch mit einem ganzen Haufen ungewöhnlicher – und häufig sehr sympathischer – Nebencharaktere. Ich hoffe sehr, dass A. J. Lancaster noch mehr Geschichten in dieser Welt schreiben wird, in denen wir dann noch mehr über die verschiedenen Nebenfiguren erfahren, und dass diese Romane dann ebenso amüsant und wohltuend sein werden wie „How to Find a Nameless Fae“.

Naomi Kuttner: The Retired Assassin’s Guide to Country Gardening

Ich bin mir nicht mehr sicher, wie ich über „The Retired Assassin’s Guide to Country Gardening“ gestolpert bin. Aber als ich am Sonntag vor zwei Wochen auf der Suche nach einem „netten“ Roman meine gespeicherten Leseproben durchstöberte, hat mich der „New Zealand Paranormal Cozy Mystery“ so gut unterhalten, dass ich ihn direkt gekauft und innerhalb von 24 Stunden ausgelesen hatte. Das hätte ich definitiv nicht erwartet, da die Grundidee hinter diesem Roman auf eine Art und Weise absurd ist, die normalerweise nicht meinem Geschmack entsprechen würde. Aber Naomi Kuttners Erzählweise und die Perspektive von Dante (eine von drei Hauptfiguren) haben überraschenderweise für mich so gut funktioniert, dass ich „The Retired Assassin’s Guide to Country Gardening“ wirklich amüsant fand.

Die Handlung beginnt aus der Perspektive von Dante, der gerade seine Karriere als Auftragsmörder für eine Regierungsorganisation beendet hat. Um seinen Ruhestand so fern wie möglich von seinen ehemaligen Auftragsorten zu verbringen, beschließt er, sich in dem kleinen Ort Te Kohe in Neuseeland niederzulassen. Dante selbst möchte eigentlich nur in Ruhe gelassen werden und so wenig Kontakt wie möglich mit anderen Menschen haben. Aber er hat definitiv nicht mit der Freundlichkeit/Neugier seiner Kleinstadt-Nachbarn gerechnet – außerdem verfügt sein neues Haus über einen beeindruckenden Garten mit seltenen Pflanzen, was dazu führt, dass er den Gärtner der Vorbesitzerin „erbt“. Charlie ist ein wirklich netter junger Mann, dessen offensichtlicher Naivität und Begeisterungsfähigkeit Dante nichts entgegenzusetzen hat. Als es dann noch bei einer Veranstaltung im Hotel des Ortes zu einem Mord kommt, bei dem Dante und Charlie die Hauptverdächtigen sind, fangen die beiden – gemeinsam mit Eleanor, die ebenfalls auf dieser Veranstaltung war – zu ermitteln an.

Was den Krimianteil dieses Romans angeht, so lag eigentlich von Anfang an auf der Hand, wer der Täter ist, so dass die Herausforderung vor allem darin bestand, herauszufinden, wie die Tat vollbracht wurde und wie sie dem Täter nachgewiesen werden kann. Aber der Fall war auch nicht das, was mich bei diesem Roman so gut unterhalten hat, es waren die Charaktere mit all ihren Eigenheiten (und die Tatsache, dass es hier endlich mal einen „cozy mystery“ ohne Liebegeschichte für mich zu lesen gab). Charlie ist ein wirklich netter junger Mann, der bei seiner verwitweten Mutter wohnt, als Gärtner seinen Lebensunterhalt verdient und Geister sehen kann. Das hat ihn sein Leben lang – also gerade mal zwanzig Jahre – in Schwierigkeiten gebracht, da die Leute um ihn herum nicht glauben, dass er wirklich über diese Fähigkeit verfügt. Eleanor ist eine elegante Frau in den 60ern, die sich in den diversen Vereinen von Te Kohe engagiert, über überraschende Verbindungen verfügt und sehr viel Menschenkenntnis hat. Sowohl Charlie als auch Eleanor mochte ich sehr gern, aber so richig genossen habe ich Dantes Perspektive.

Der ehemalige Assassine ist so sehr von seinem früheren Beruf geprägt, dass sein erster Impuls in jeder Situation ist, darüber nachzudenken, wie er sein Gegenüber töten kann. Aber er ist auch stolzes Mitglied der AA (Anonyme Assassinen) und hat seit über 100 Tagen niemanden mehr ermordet – was bedeutet, dass er mit Hilfe seines Therapeuten neue Wege finden muss, um mit Herausforderungen umzugehen, und sich dabei häufig etwas hilflos anstellt. Ich muss zugeben, dass alle drei Figuren sehr unglaubwürdig sind, und bei Dante ist der absurde Anteil besonders extrem, aber ich habe es trotzdem gerade deshalb genossen mitzuverfolgen, wie hilflos er in normalen sozialen Situationen ist und wie schwer es ihm fällt, nicht einfach zur Waffe zu greifen, um seine Probleme zu lösen. „The Retired Assassin’s Guide to Country Gardening“ ist durch und durch absurd und dabei wirklich sehr unterhaltsam zu lesen. Ich mochte die Protagonisten und ihre unterschiedlichen Erzählstimmen sehr und habe beim Lesen meinem armen Mann immer wieder ganze Passagen vorgetragen, weil ich sie so amüsant fand. Es gab vor dem großen Finale einen kleinen Teil, in dem sich die Handlung für mich etwas hinzog, was auch daran lag, dass Dante da relativ wenig zu Wort kam. Aber alles in allem habe ich die Geschichte wirklich genossen und freue mich jetzt schon auf die im Dezember erscheinende Fortsetzung „The Retired Assassin’s Guide to Orchid Hunting“.

Lese-Sonntag September 2025

Willkommen zum ersten Lese-Sonntag nach meiner Sommerpause! Ich bin gerade zu grauem Himmel und Regen aufgewacht und freue mich darüber, dass die heutige Höchsttemperatur 12 Grad kühler werden soll als die gestrigen 30 Grad. Es klingt nach dem perfekten Tag zum auf dem Sofa einrollen und lesen! Da mein Mann heute Nachmittag mit Kollegen zum Spielen verabredet ist, weiß ich noch nicht, ob ich heute überhaupt brettspielen werde. Auf der anderen Seite ist es schon wieder eine Weile her, seitdem ich gespielt habe und unser neustes Spiel („A Place for All My Books“) verfügt über einen Solo-Modus, den ich sehr mag … Mal schauen, wozu ich mich im Laufe des Tages durchringen kann. Ich werde auf jeden Fall etwas Zeit mit meinem aktuellen eBook („Claiming the Tower“ von Celia Lake) verbringen. Außerdem lese ich gerade „Hedgewitch“ von Skye McKenna (nett, aber an der Stelle, an der ich Donnerstag pausierte, war es mir gerade etwas zu klischeehaft) und ich habe am Freitag mit „Lessons in Magic and Disaster“ von Charlie Jane Anders ein neues Buch geliefert bekommen.

Ich denke, ich habe so einige nette Dinge, mit denen ich mich den Tag über beschäftigen kann! Aber vorher heißt es wie immer Wachwerden und etwas morgendlichen Pflichtkram auf die Reihe bekommen …

Update 11:00 Uhr

Es ist immer wieder erschreckend wie schnell mein Vormittag vergeht, wenn ich „nur noch eben“ das eine oder andere erledigen muss. Jetzt ist der Pflichtkram aber wirklich erledigt, ich fühle mich (einigermaßen *g*) wach und mein Magen knurrt. Also werde ich erst einmal Frühstück machen und dabei zum eBook greifen. „Claiming the Tower“ ist die neuste Veröffentlichung von Celia Lake und der Auftakt der „Council Mysteries“. Die Handlung beginnt im April 1854 in London und dreht sich um Hereswith, die für den magischen Teil der britischen Gesellschaft im Diplomatischen Dienst arbeitet, und Bess, die als Gesellschafterin arbeitet. Die beiden Frauen treffen sich in dem Clubhaus der magischen Vereinigung, der beide angehören. (Mir wird gerade bewusst, wie vielschichtig diese magische Parallelgesellschaft inzwischen ist, die Celia Lake für ihre Geschichten geschaffen hat.) Ich habe gestern Abend erst die beiden ersten Kapitel des Romans gelesen, kann aber jetzt schon sagen, dass Hereswith ziemlich frustriert damit ist, dass sie als Frau nur gehört wird, wenn sie als „Anhängsel“ eines Mannes die diplomatische Bühne betritt. Aktuell bedeutet das, dass sie in den Augen der nichtmagischen Öffentlichkeit mit ihrem – ebenfalls in diplomatischer Mission aktiven – Cousin Marcus zusammenwohnt und ihm den Haushalt führt. Obwohl sie diejenige ist, die den Überblick über ihre aktuelle Mission und die verschiedenen Spieler auf dem Feld hat. Laut Klappentext dreht sich „Claiming the Tower“ auf der einen Seite darum, dass Hereswith im Laufe der Geschichte eine wichtige Position in der magischen Gesellschaft erlang und auf der anderen Seite um ihre Liebesgeschichte mit Bess, deren Unterstützung ihr hilft diesen Posten zu erreichen. Ich bin gespannt und nach meinem ersten Eindruck gehe ich davon aus, dass ich gern einen Teil meines Tages mit diesen beiden sympathischen Charakteren verbringen werde.

Update 14:00 Uhr

Zum Frühstück gab es wie vorgenommen weitere Kapitel in „Claiming the Tower“, was bedeutet, dass es nun erste Anzeichen dafür gibt, dass Hereswith mit der Versorgung der Soldaten an der Front im Krim-Krieg – und der Tatsache, dass sie wenig Einfluss darauf hat – sehr unzufrieden ist, während ich auf Bess‘ Seite mehr über ihre – nicht gerade angenehmen – Lebensumstände als Gesellschafterin gelernt habe. Die beiden Frauen sehen sich (wenn es Hereswith‘ Kalender zulässt) einen Nachmittag in der Woche und es entwickelt sich eine vorsichtige Freundschaft zwischen den beiden, die ich wirklich nett finde. Bess hat schon signalisiert, dass sie grundsätzlich ein romantisches Interesse an Frauen hat (auch um herauszufinden, ob das der Grund ist, wieso Hereswith ihre Gesellschaft zu suchen scheint), während Hereswith einfach ein anregendes Gespräch außerhalb ihrer üblichen Kreise genießt. Außerdem hat sie festgestellt, dass es ihr gefällt, dass sie mit einer einfachen Einladung zum Tee (und Heißer Schokolade!) einer anderen Person einen schönen Moment in einer ansonsten aufreibenden Woche bescheren kann. Bislang ist das alles sehr nett und entwickelt sich langsam genug, dass ich das Buch aber auch problemlos zur Seite legen kann.

Was ich genutzt habe, um nach dem Frühstück mit „Lessons in Magic and Disaster“ von Charlie Jane Anders anzufangen. Ich kenne bislang von der Autorin nur ein Sachbuch über das Schreiben, das ich als Hörbuch gehört habe, und mochte da ihre Art und Weise an Geschichten heranzugehen. Da mich der Klappentext ihres neusten Romans angesprochen hat, habe ich ihn mir also vorbestellt. Ich bin noch nicht sehr weit in dem Buch und noch dabei die verschiedenen Figuren kennenzulernen, aber die Handlung dreht sich um Trauer (und vermutlich noch etwas anderes, was das Leben von Serena, der Mutter der Erzählerin Jamie, negativ beeinflusst hat) und um das Verhältnis zwischen Serena und Jamie. Noch fühle ich mich etwas haltlos beim Lesen, aber ich finde Charlie Jane Anders Erzählweise interessant und bin neugierig wie lange ich brauche, um mich in der Geschichte nicht mehr fremd zu fühlen.

Update 18:00 Uhr

Der Nachmittag ist mit einer Solo-Runde „A Place for All My Books“ und weiterer Lesezeit gut rumgegangen. Bei der Solo-Version des Spiels wird gegen „Penelope“ gespielt, deren verschiedenen Aktionen durch die Karten rechts von ihrer Charakterkarte gesteuert werden. Jedes Mal, wenn ich einen Zug gemacht habe, ziehe ich eine neue Karte für Penelope und führe die jeweilige Aktion für sie aus. Was dazu sorgt, dass sie Bücher, Projektkarten oder ähnliches aus dem Stadtbereich entfernt und in ihren Besitz bringt. Ich verliere automatisch, wenn ich keine Aktionskarte mehr für Penelope ziehen kann, weshalb es wichtig ist, dass ich ihre Karten immer wieder zurücksetze. Dieses Zurücksetzen passiert, wenn ich „Little Projects“ erfülle, die nicht nur Punkte für mich bringen, sondern es mir auch ermöglichen einen Teil von Penelopes Karten wieder in ihren Stapel zu mischen.

Es gibt sehr viele unterschiedliche Projektkarten, die entweder durch das Ausruhen im eigenen Apartment (das persönliche Spielfeld einer Person) oder durch die Besorgung von Büchern in der Buchhandlung zu bekommen sind. Und es gibt für die Spieler die Zug-Option „Admire“, bei der diese Projektkarten dann eingelöst werden können, wenn in den vorherigen Zügen die Bedingungen dafür hergestellt wurden. Bei der Runde, die ich fotografiert habe, habe ich es geschafft die wenigen Bücher, die ich zu Beginn des Spiels hatte, so anzuordnen, dass ich alle drei Projektkarten erfüllen konnte. Womit ich dann genügend „Social Battery Points“ gewonnen hatte, dass ich eine Runde in die Stadt gehen konnte, um neue Bücher zu besorgen und andere Dinge zu erledigen. *g* Insgesamt lief die heutige Runde für mich heute richtig gut und ich habe zum ersten Mal, seitdem wir das Spiel haben, gegen Penelope gewonnen – auch wenn sie gerade mal zwei Punkte weniger hatte als ich. Danach wurde es dann Zeit mit wieder mit meinen Büchern auf dem Sofa einzurollen und weiter zu lesen.

Update 22:00 Uhr (letztes Update)

Seit dem letzten Update habe ich weiter Zeit mit meinen beiden Büchern verbracht, mir Abendessen (Nudeln mit einer Sauce aus Tomatenmark und Kräutern) gekocht und mich später mit meinem zurückkehrenden Mann über seinen Nachmittag und meine Spielerunde ausgetauscht. Ich mag meine beiden Romane immer noch sehr. „Lessons in Magic and Disaster“ ist erfrischend anders als die Geschichten, die ich sonst so lese, und die Interaktionen zwischen der Protagonistin und ihrer Mutter machen mich neugierig auf weitere Details ihrer Beziehung. „Claiming the Tower“ hingegen ist bislang einfach nur sehr nett zu lesen, auch wenn Bess inzwischen ihren Job verloren hat und das einen unangenehmen Nachgeschmack mit sich brachte. Aber auf der anderen Seite erlaubt ihr das gerade herauszufinden, wie es sich anfühlt ein einem Haushalt zu leben, in dem Arbeitgeber*innen und Angestellte sich gegenseitig respektieren. Alles in allem war das ein sehr netter Abend, aber so langsam werde ich ziemlich müde und da ich in den nächsten Tagen viel um die Ohren habe, sollte ich heute zu einer vernünftigen Zeit ins Bett gehen.

Ich fand es nett nach der Sommerpause endlich mal wieder einen Lese-Sonntag mit euch zu verbringen und hoffe, ihr konntet den Tag ebenso genießen wie ich! Habt einen guten Start in die Woche und vielleicht lesen wir uns ja beim Herbstlesen im Oktober wieder. 🙂

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Heutige Mitleser*innen:

Ankündigung: Herbstlesen im Oktober 2025!

Es ist euch vermutlich schon aufgefallen, dass es auch in diesem Jahr einen „Lese-Tage/Herbstlesen 2025“-Reiter in meiner Kopfzeile gibt, aber ich wollte die Sache hier lieber noch einmal offiziell ankündigen. Auch in diesem Jahr gibt es also wieder das „Herbstlesen“ im Oktober, bei dem ich an jedem Wochenende möglichst viel Zeit mit den Dingen verbringen werde, die mir besonders viel Freude bereiten. An erster Stelle stehen da bei mir eigentlich immer Bücher, aber natürlich werde ich meine Wochenenden nicht nur mit Lesen verbringen, sondern auch mit Brettspielen, Handarbeiten und anderen Dingen, über die ich dann hier auch schreiben werde.

Es wäre schön, wenn sich auch in diesem Jahr wieder ein paar Mitleser*innen fänden, die sich mir an dem einen oder anderen Wochenende anschließen und sich mit mir (und untereinander) austauschen mögen. Ich lesen einfach so gerne davon, was ihr so tut, um ein möglichst entspanntes und erholsames Wochenende zu verbringen. Und wer weiß, vielleicht bekomme ich darüber ja den einen oder anderen Anstoß für eine neue Lektüre – nachdem mein SuB sich gerade so langsam verkleinert, muss ich ja bald Gegenmaßnahmen ergreifen. 😉

Einige herbstlich verfärbte Bäume unter einem leicht bewölktem blauem Himmel. Über dem Himmel der Text: Herbstlesen im Oktober 2025 und die Adresse des Blogs.

Das „Herbstlesen im Oktober“ startet in diesem Jahr am 4. Oktober (Samstag) und endet am 26. Oktober (Sonntag). Das bietet uns vier Wochenenden, um möglichst viel Zeit mit Büchern, Spielen, Puzzles, Handarbeiten, Spaziergängen, Backen und allen möglichen anderen Dingen zu verbringen. Es wird von mir wie immer an jedem Samstag und an jedem Sonntag einen neuen Beitrag hier auf dem Blog geben, in dem ich im Laufe des Tages davon erzähle, womit ich meine Zeit verbracht habe. Das könnt ihr selbst auch gern so handhaben, aber natürlich ist es auch möglich, einen Sammelbeitrag für das Herbstlesen oder einen Beitrag pro Wochenende zu verfassen.

Wichtig wäre es mir, dass ihr an den Tagen, an denen ihr mitmacht, einen Kommentar mit einem Hinweis auf eure Teilnahme (und einem Link zum dementsprechenden Beitrag) unter meinem aktuellen Post hinterlasst, damit ich euch verlinken kann. Der Austausch mit den anderen „Herbstleser*innen“ ist schließlich immer einer der nettesten Aspekte dieser Aktion, und wenn es einen zentralen Ort gibt, an dem alle Links gesammelt werden, geht das am besten. (Und da zumindest in meinem Feedreader meine Posts immer mit einigen Stunden Verzögerung angezeigt werden, hier der Hinweis: Ich veröffentliche meine Beiträge an den Herbstlesen-Tagen vor 8 Uhr! Schaut bitte im Zweifelsfall direkt auf dem Blog nach, auch wenn euer Feedreader keinen Beitrag anzeigen sollte!)

Ich freue mich schon sehr auf diesen gemütlichen (und hoffentlich lesestundenreichen) Start in den Herbst – und ich hoffe, es geht euch genauso!

Review Run (15.09.-30.09.2025)

Nach einem Blick auf den viel zu hohen Stapel mit „Büchern, die ich eigentlich noch rezensieren wollte“ habe ich mich mit Neyasha für die zweite Septemberhälfte verabredet, damit wir uns gegenseitig zum Rezensieren anspornen. Ich habe hier so einige Bücher, die ich schon vor Monaten besprechen wollte und bei denen ich schauen muss, ob ich überhaupt noch einen sinnvollen Text auf die Reihe bekomme. Dazu kommen noch die Titel, die ich den Sommer über gelesen und bislang noch nicht besprochen habe. Vom 15. bis zum Ende des Monats versuche ich also, so viel wie möglich von meiner Liste abzuarbeiten, wobei ich diesen Beitrag immer wieder aktualisieren werde.

Rezensionen (8/13):

  1. Ngozi Ukazu/Mad Rupert: Bunt! – Striking Out on Financial Aid (Comic) (gelesen im März 2024)
  2. Mizuki Tsujimura: Lonely Castle in the Mirror (gelesen im Juni 2024)
  3. Molly Knox Ostertag: The Deep Dark (Comic) (gelesen im Dezember 2024)
  4. Helen Corcoran: Daughter of Winter and Twilight (gelesen im Dezember 2024)
  5. Shion Miura: The Easy Life in Kamusari (gelesen im Dezember 2024)
  6. Mark Oshiro: The Insiders (gelesen im Juni 2025)
  7. Anna-Marie McLemore: Blanca and Roja (gelesen im Juli 2025)
  8. Julie Leong: The Teller of Small Fortunes (gelesen im Juli 2025)
  9. A. J. Lancaster: How to Find a Nameless Fae (gelesen im Juli 2025)
  10. Mary Robinette Kowal: The Spare Man (gelesen im Juli 2025)
  11. Elizabeth Lim: Six Crimson Cranes (gelesen im August 2025)
  12. Mary Robinette Kowal: The Calculating Stars (Lady Astronaut 1) (gelesen im August 2025)
  13. Naomi Kuttner: The Retired Assassin’s Guide to Country Gardening (gelesen im September)

Bei den ganzen Titeln vom vergangenen Jahr, bin ich mir nicht sicher, ob ich sie noch rezensieren will. Aber da ich mir bei jedem Stapelaufräumen dachte, dass ich dazu noch etwas sagen könnte, habe ich sie mit auf die Liste gesetzt. Wenn ich die Bücher im Rahmen dieser Aktion nicht bespreche, dann wandern sie eben unbesprochen ins Regal.

Dienstag (16.09.)

Statt Rezensionen zu schreiben, packe ich weitere Titel auf die Liste. So hatte ich mir das nicht gedacht. *g*

Donnerstag (18.09.)

Es hat nur vier Tage gedauert, aber ich habe meine erste Rezension („How to Find a Nameless Fae“) geschrieben und im Anschluss noch die für „The Retired Assassin’s Guide to Country Gardening“.

Samstag (20.09.)

Da ich davon ausgehe, dass ich morgen (da Lese-Sonntag) und in der kommenden Woche (da mehrere Zahnarzttermine) nicht so viel zum Schreiben kommen werde, habe ich mich heute zu zwei weiteren Rezensionen („Six Crimson Cranes“ und „The Spare Man“) aufgeraffte. Ich hoffe, am nächsten Wochenende geht es so weiter! 🙂

Samstag (27.09)

Wie erwartet war ich in der Woche zu sehr mit dem ganzen Drumherum rund um meine Zahnarzttermine beschäftigt, um noch eine Rezension zu schreiben. Und ein Teil von mir wollte sich heute einfach nur einrollen und berieseln lassen … Aber auf der anderen Seite möchte ich auch gern noch ein paar Titel von der Liste streichen, weshalb ich mich dann doch zu einer Rezension zu „The Easy Life in Kamusari“ und einer zu „Blanca & Roja“ aufgerafft habe. Da jetzt eine Urlaubswoche vor mir liegt, in der ich mir so viel Freizeit wie möglich gönnen möchte, bekomme ich bis Dienstagabend hoffentlich noch ein paar Texte mehr auf die Reihe.

Montag (29.09.)

Ich habe mich heute dabei ertappt, dass ich etwas quengelig aufs Sofa fiel und mir dachte, dass ich jetzt eigentlich lieber lesen würde … Auf der anderen Seite möchte ich diese Aktion nicht beenden und nicht mal die Hälfte meiner vorgenommenen Rezensionen geschrieben haben. 😉 Also habe ich mich zu einer Besprechung von „The Insider“ aufgerafft – und hoffe, dass ich nach dem Abendessen vielleicht noch einen weiteren Text schreiben kann.

Dienstag (30.09.)

Gestern Abend hatte ich noch die Rezension zu „Lonely Castle in the Mirror“ angefangen, als unser Internet ausfiel und ich nicht länger auf meinen Blog zugreifen konnte. (Und natürlich kam ich erst beim Einschlafen darauf, dass ich den Text ja offline hätte weiterschreiben können. *g*) Außerdem habe ich gestern Abend beschlossen, dass ich „Bunt!“ und „Daughter of Winter and Twilight“ nichts mehr schreiben werden. Zu „Daughter of Winter and Twilight“ habe ich im Prinzip nichts mehr zu sagen, als das, was ich während es Lesens schon hier auf dem Blog dazu geschrieben hatte, während ich bei „Bunt“ immer noch nicht weiß, wie ich „das war nett, aber auch etwas unrund“ konkreter formulieren soll. 😉

Zu „The Calculating Stars“, „Teller of Small Fortunes“ und „The Deep Dark“ wird es vermutlich noch Rezensionen geben, aber ich weiß nicht, ob ich die heute noch geschrieben bekomme. Wenn nicht, ist es auch nicht so schlimm, da diese Aktion auf jeden Fall dafür gesorgt hat, dass ich meinen Stapel etwas abgearbeitet habe und mir (mal wieder) gezeigt hat, dass Rezensionen schreiben relativ schnell geht, wenn ich mich nur mal darauf konzentriere. *g*

Khenal: Dungeon Life – An Isekai LitRPG

„Dungeon Life“ von Khenal war mein erstes Buch im August – und direkt im Anschluss habe ich dann Band 2 und 3 der Reihe gelesen und Band 4 vorbestellt. Da ich weiterhin auf der Suche nach Isekai-Geschichten bin, die mir gefallen könnten, hatte ich mir in den letzten Monaten ein paar Leseproben besorgt, die ich so nach und nach anteste. Während die meisten bisher gelesenen Proben meinem Gefühl nach vor allem mit bemühtem Humor und eher schablonenhaften Geschichten aufwarteten, hat mich „Dungeon Life“ direkt gut unterhalten. Vor allem fand ich es faszinierend, dass die gesamte Handlung aus der Sicht eines Dungeons erzählt wird. Genau genommen beginnt die Geschichte damit, dass der namenlose Protagonist bei einem Unfall stirbt und nach seinem Tod vor die Wahl gestellt wird, ob er weitergehen oder ein neues Leben anfangen möchte. Die verschiedenen Optionen für ein neues Leben reizen ihn nicht so sehr, bis er – zu seiner eigenen Überraschung – zustimmt, eine Existenz als Dungeon zu beginnen.

Wenig später findet sich der Protagonist als Teil eines verlassenen Herrenhauses wieder – genau genommen umspannt sein Bewusstsein einen staubigen Kellerraum – und er muss feststellen, dass er Bewohner (Ratten und Spinnen) und Eindringlinge (Kakerlaken und Fliegen) hat und über einen winzigen Core verfügt, der von seinen Bewohnern gegen die Eindringlinge verteidigt wird. Nach einigen Tests bekommt er eine Vorstellung davon, welchen Einfluss er auf seine Bewohner hat und wie seine eigene Entwicklung davon abhängt. Ich muss zugeben, ich fand es überraschend faszinierend, gemeinsam mit dem Protagonisten zu sehen, was genau es mit seiner Existenz als Dungeon auf sich hat und welche Wege es für ihn gibt, sich zu verändern. So geht es anfangs relativ viel um das Aufleveln und die verschiedenen Ausbauten des Dungeons, ohne dass es je langweilig wird, weil die Art und Weise, wie das Dungeon seine Veränderungen angeht, wirklich amüsant zu lesen ist.

Ich fand es spannend zu sehen, mit welchen Mitteln es dem Autor gelungen ist, meine Aufmerksamkeit zu fesseln, und ich habe es genossen, eine fantastische Geschichte aus dieser ungewöhnliche Perspektive zu verfolgen. Der Protagonist entwickelt sich im Laufe des ersten Romans von einem heruntergekommenen Haus voller Ratten und Spinnen zu sowas wie einem ernstzunehmenden, aber nicht tödlichen Dungeon. Dabei gibt es immer wiederkehrende Figuren, deren Weg ich gern verfolgt habe, weil sie (fast) alle so sympathisch waren. Da sind zum Beispiel die beiden Kinder, die mit Hilfe der Materialien, die sie im Keller des Dungeons finden, einen Ausbildungsplatz ergattern können, und die im Laufe der nächsten Monate zu so etwas wie Experten für unser (für diese Fantasywelt sehr ungewöhnliches) Dungeon werden. Außerdem taucht immer wieder der Dungeon-Inspektor auf, der für die örtliche Gilde den Gefahrengrad des Dungeons einschätzt und für Abenteurer in einem Infoblatt zusammenfasst, welche Schätze gefunden werden könne und welche Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden müssen. Und natürlich finden sich im Laufe der Zeit immer neue Bewohner im Dungeon ein, deren Entwicklung (und später in den Büchern auch deren Perspektive) unterhaltsam zu verfolgen sind.

Ich fand es überraschend, wie erholsam diese Romane zu lesen waren. Natürlich gibt es immer wieder Gefahren, aber da das Dungeon in der Regel sehr wissenschaftlich (er war vor seinem Ableben Ingenieur) mit all diesen Herausforderungen umgeht und jederzeit bereit ist jemandem zu helfen, sind selbst diese Aspekte der Geschichte vor allem fesselnd zu lesen, ohne dass ich das Gefühl hatte, eine Situation würde am Ende nicht gut ausgehen. Der Ingenieurs-Hintergrund des Protagonisten sorgt dafür, dass er bzw. seine Bewohner sehr ungewöhnliche Ansätze für die Anwendung von Magie haben, und das führt zu überraschend vielen physikalischen Erklärungen in der Geschichte. Ich muss zugeben, ich wüsste gern, wie dieser Teil bei Leser*innen ankommt, die deutlich mehr mit Physik anfangen können als ich. Für mich war diese Mischung aus Naturwissenschaft und Magie in der Regel unterhaltsam (und wenn ich dann doch mal mit einer Anspielung nichts anfangen konnte, habe ich sie problemlos ignorieren können). Nachdem ich anfangs dachte, dass „Dungeon Life“ einfach nur ein „netter“ Roman sein würde, war es umso erfreulicher festzustellen, dass ich diese drei Bände kaum aus der Hand legen konnte, weil ich mich so gut damit amüsiert habe. Dummerweise muss ich jetzt noch bis Dezember warten, bis ich weiterlesen kann. Aber vielleicht nutze ich die Zeit einfach und lese die ersten drei Teile noch einmal …

Lese-Eindrücke August 2025

Nachdem ich im Juni und Juli schon fast alle für den Sommer gekauften Celia-Lake-eBooks gelesen hatte, habe ich im August meine Abende mit einer etwas bunteren Mischung an Romanen verbracht. Was bedeutet, dass ich auch wieder so einige Lese-Eindrücke sammeln konnte …

Kara Buchanan: Magica Riot (Maidensong Magica 1)

„Magica Riot“ ist eine „magical girl“-Geschichte, die mich wirklich gut unterhalten hat. Die Handlung wird aus der Sicht von Claire Ryland erzählt, die nach einem aufregenden Abend – inklusive einer Schlägerei in einer Seitengasse – in die Band „Magica Riot“ aufgenommen wird. Doch „Magica Riot“ ist nicht nur eine Band, sondern auch Teil der „Starlight Alliance“, deren Kämpferinnen die Welt (oder – wie im Fall von „Magica Riot“ – die Stadt Portland) vor Monstern beschützen. Ich habe Claire gern dabei begleitet, wie sie sich mit den anderen Bandmitglieder angefreundet und mehr über ihre Aufgabe als magical girl gelernt hat. Die trans Keytar-Spielerin ist natürlich anfangs ziemlich überwältigt von all den Veränderungen in ihrem Leben, aber ich habe es wirklich genossen mitzuverfolgen wie Claire immer mehr zu sich selbst und ihren Platz zwischen den anderen vier magical girls findet. Der Roman ist mit etwas über 200 Seiten relativ kurz, verfügt aber über all die Elemente, die zu einer „magical girl“-Geschichte gehören. Das führte dazu, dass ich mich beim Lesen nicht nur gut unterhalten gefühlt habe, sondern auch auf angenehme Weise an die diversen Manga und Anime erinnert wurde, die ich eigentlich mal wieder lesen/sehen könnte.

Becky Chambers: The Long Way to A Small Angry Planet (Wayfarers 1)

Nachdem ich „Monk & Robot“ von Becky Chambers so mochte, dachte ich, es wäre Zeit, auch die Wayfarers-Romane auszuprobieren. Auch diese Reihe gehört zu den Büchern, über die so viel gesprochen wurde, dass ich erst einmal Abstand vom Hype brauchte, um überhaupt Lust auf ein erstes Antesten zu haben. Als ich dann also endlich damit anfing, habe ich die Handlung rund um das Raumschiff Wayfarer und seine Crew sehr genossen. Beginnend mit der Ankunft des neusten Crewmitglieds Rosemary Harper, begleitet die Geschichte die Wayfarer auf ihrem Weg in eine erst kürzlich befriedete Zone – und auf der langen Reise gibt es viele Details rund um die verschiedenen Personen, ihre Vergangenheit und ihre Planeten zu entdecken. Das war – trotz der diversen Gefahren – wunderbar wohltuend zu lesen, und ich freue mich, dass ich noch vier weitere Bücher von Becky Chambers auf dem SuB habe. Allerdings habe ich auch festgestellt, dass ich – aufgrund des Perspektiv- und Schauplatzwechsels – etwas Zeit zwischen den einzelnen Romanen benötige und deshalb „A Closed and Common Orbit“ nach einem ersten Anlesen erst einmal zur Seite gelegt habe. Mal schauen, ob ich im September damit weitermache …

Sharna Jackson: The Good Turn

Nachdem ich die „High Rise„-Mysteries von Sharna Jackson so mochte, hatte ich mir „The Good Turn“ direkt mit der Veröffentlichung im Mai 2022 gekauft. Bei einem ersten Anlesen bin ich dann aber nicht mit der Protagonistin Josie warm geworden, und so lag der Roman erst einmal eine Zeitlang auf meinem SuB. Nachdem ich „The Good Turn“ nun endlich zu Ende gelesen habe, muss ich zugeben, dass ich die Geschichte zwar mochte, aber Josies Perspektive weiterhin ungern verfolgt habe. Sie entwickelt sich (natürlich) im Laufe des Buchs weiter, und grundsätzlich würde ich sagen, dass Josies Verhalten realistisch und nachvollziehbar für eine Elfjährige ist, aber ich habe sie – im Gegensatz zu den Figuren aus „High Rise“ – nicht so sehr ins Herz geschlossen. Von Josie abgesehen gab es aber so einiges, was ich an der Handlung genossen habe. So ist es zum Beispiel immer wieder beeindruckend, wie es Sharna Jackson gelingt, die liebenswerten Seiten einer heruntergekommenen Gegend zu beschreiben, ohne dabei jemals unrealistisch zu werden. Auch Josies – nicht immer einfache – Freundschaft zu Wallace und Margot, die beide in Josies Nachbarschaft leben, fand ich stimmig. Außerdem sind die Herausforderungen für die Kinder (wie Rassismus, Einwanderungspolitik, Armut, Überforderung eines alleinerziehenden Elternteils), die Sharna Jackson in „The Good Turn“ aufgreift, leider ziemlich aktuell und somit Dinge, die wohl so einige (nicht nur) jugendliche Leser*innen beschäftigen. Grundsätzlich bin ich also immer noch überzeugt von Sharna Jacksons Erzählweise, aber ich weiß nicht, ob ich noch weitere Romane aus Josies Perspektive lesen möchte.

M. J. May: Perfectly Imperfect Pixie (Perfect Pixie 1)

Von „Perfectly Imperfect Pixie“ hatte ich vor einiger Zeit eine Leseprobe gelesen, die ich wirklich nett fand. Und da ich während der heißesten Tage im August kaum etwas auf die Reihe bekommen habe, das anstrengender war, als meinen eReader zu halten, hatte ich auch Bedarf an neuen Romanen, die wenig Konzentrationsfähigkeit erforderten. „Perfectly Imperfect Pixie“ (der Titel ist schon etwas lästig zu tippen) ist eine süße Geschichte, deren beiden Protagonisten dringende Probleme in ihrem Leben haben. Phil(odendron) ist ein Pixie, dessen ungewöhnliche Größe dafür sorgt, dass er nicht für die traditionellen Jobs eines Haus-und-Herd-Pixies engagiert wird, während der Werwolf Sed(rick) sich nach dem Tod seines Bruders und dessen Frau um seine Nichte Ruthie und seinen Neffen Dillon kümmern muss. Außerdem steckt Sed mitten in einem Sorgerechtsstreit, da der skrupellose Großvater der beiden Kinder das Testament der verstorbenen Eltern angefochten hat. Um zu beweisen, dass er sich gut um Dillon und Ruthie kümmert, empfielt Seds Anwalt ihm, einen Haus-und-Herd-Pixie zu engagieren. So dreht sich die Handlung in „Perfectly Imperfect Pixie“ vor allem darum, wie sich Phil und Sed um Dillon und Ruthie kümmern, Phil mit den diversen Herausforderungen rund um Seds Haushalt fertig wird und Sed sich mit all den Intrigen, die der Großvater der Kinder spinnt, auseinandersetzen muss. Ich mochte die verschiedenen Figuren, und das Ganze ist überraschend amüsant und wohltuend zu lesen. Natürlich gibt es immer wieder gefährliche Situationen, die durchgestanden werden müssen, aber da es recht schnell abzusehen ist, dass es für Sed und Phil (die sich am Ende endlich eingegestehen müssen, dass sie Gefühle füreinander entwickelt haben) gut ausgeht, haben diese Gefahren vor allem dafür gesorgt, dass die Geschichte nicht zu zuckersüß wurde.

Alice Coldbreath: The Unlovely Bride (Brides of Karadok 2)

Über „The Unlovely Bride“ von Alice Coldbreath bin ich in einem YT-Video gestolpert. Nach dem Lesen der Leseprobe war ich mir ziemlich sicher, dass ich die Warnung der Autorin („Please do not purchase if you are offended by strong language and or sex scenes.“) ignorieren konnte und stattdessen viel Spaß mit der Liebesgeschichte haben würde. Die Handlung dreht sich um Lenora, deren gefeierte Schönheit nach einer Pocken-Erkrankung verschwunden ist, und um Garman, der bei jedem Turnier den Preis des unbeliebtesten Ritters gewinnen könnte. Da selbst Lenoras Eltern der Meinung sind, dass sie ohne ihre ehemalige Makellosigkeit besser an ihrer Krankheit verstorben wäre, bietet Lenora Garman an, dass er über ihre großzügige Mitgift verfügen kann, wenn er mit ihr durchbrennt. Von Anfang an ist klar, dass Garman eigentlich ein netter – wenn auch etwas ungehobelter – Kerl ist, und ich fand es sehr schön zu verfolgen, wie er und Lenora sich besser kennenlernen. Ich muss zugeben, dass ich eine etwas weniger derbe Ausdrucksweise von seiner Seite bevorzugt hätte, aber nichts davon war so irritierend, dass es mich beim Lesen wirklich gestört hätte. Stattdessen habe ich mit Vergnügen verfolgt, wie Lenora nach dem Verlust ihrer Schönheit entdeckt, dass sie eine ziemlich willenstarke und einfallsreiche Person ist, der es Freude bereitet, sich für andere einzusetzen. Garman hingegen muss ziemlich schnell mit der Erkenntnis fertigwerden, dass er sich Hals über Kopf in seine Frau verliebt hat, obwohl das doch so gar nicht in seine Pläne passt. Das war sehr süß und amüsant zu lesen, und ich bin mir sicher, dass ich in Zukunft noch weitere Titel der „Brides of Karadok“-Reihe ausprobieren werde.

C. L. Polk: Soulstar (Kingston Cycle 3)

Im August habe ich mit „Soulstar“ endlich auch den dritten Band des Kingston-Cycle gelesen. Dieser Teil gefiel mir deutlich besser als „Stormsong“, weil trotz aller bedrückenden Ereignisse so viele Personen vorkamen, die sich für eine gerechtere Gesellschaft engagierten. Außerdem mochte ich die Perspektive von Robin, die in den vorhergehenden Büchern zwar als sympathische Nebenfigur vorkam, von deren Leben aber bislang nicht sehr viel erzählt worden war. Insgesamt war dieser Roman ein wirklich befriedigender Abschluss für die Trilogie – und trotzdem überlege ich, ob ich die drei Bücher aussortieren soll. Ich kann mir momentan nicht vorstellen, dass ich die Romane noch einmal lesen möchte, weil der zweite Teil für mich so unfassbar frustrierend beim Lesen war. Für die Trilogie-übergreifende Handlung waren all diese frustrierenden Elemente gut und richtig (wenn ich von dieser einen offensichtlichen und ärgerlichen Auflösung eines bestimmten Aspekts absehe). Aber obwohl ich die Figuren und die Welt sehr mochte und definitiv der Meinung bin, dass C. L. Polk sehr gut darin ist, ihren Geschichten Leben einzuhauchen, schrecke ich momentan bei der Vorstellung zurück, „Stormsong“ noch einmal zu lesen. Wenn ich den zweiten Band des Kingston Cycle aber nicht noch einmal lesen möchte, dann muss ich „Witchmark“ und „Soulstar“ eigentlich auch nicht im Regal stehen lassen, obwohl sie mir wirklich gut gefallen haben.