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Tamie Dearen: Her Best Match (The Best Girls Series 1)

Ich finde es immer wieder faszinierend zu sehen, dass manche Geschichten mich so auf die Palme bringen, während ich mich von anderen so gut unterhalten fühle. Während „Love Like You’ve Never Been Hurt“ mich wirklich geärgert hat, habe ich „Her Best Match“ von Tamie Dearen wirklich genossen. Protagonistin des Romans (den es in den letzte Wochen umsonst als eBook gab) ist Anne Best, eine 45jährige Witwe aus Texas mit zwei erwachsenen Töchtern, die vor 15 Jahren ihren geliebten Mann bei einem Autounfall verloren hat. In den Jahren nach dem Tod von Tom war Anne damit beschäftigt ihre beiden Töchter Emily und Charlie (Charlotte) aufzuziehen. Doch nun, da die beiden Mädchen aus dem Haus sind, sucht Anne neue Herausforderungen und hat sich deshalb mit ihrem Lebenslauf bei einer Personalvermittlung registrieren lassen.

Überraschenderweise bekommt sie daraufhin eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch in New York, wo bei einer international agierenden Firma die Stelle der Chefsekretärin neu besetzt werden soll. Obwohl Anne sich keine Chancen ausmalt und sich nicht erklären kann, wieso sie zu dem Gespräch geladen wurde, tritt sie die Reise an, weil es nun mal eine Gelegenheit ist, sich New York anzuschauen, ohne einen Cent für den Flug ausgeben zu müssen. Natürlich bekommt sie den Job als Sekretärin und stürzt sich wenig später in die Herausforderungen, die die neue Arbeitsstelle so mit sich bringt. Zusätzlich betätigt sie sich bei all ihren neuen Bekannten und Arbeitskollegen als Beziehungsvermittlerin – schließlich ist sie sich sicher, dass sie ein hervorragendes Händchen hat, wenn es darum geht einzuschätzen, wer zu wem passen würde.

Während für den Leser von Anfang an klar ist, dass ihr neuer Boss Steven der perfekte Partner für Anne wäre, braucht sie etwas, um ihn überhaupt sympathisch zu finden. Abgesehen davon ist Anne fest davon überzeugt, dass sie nur die Augen aufhalten muss, um eine passende potenzielle Frau für Steven zu finden. Dabei hat Tamie Dearen meiner Meinung nach ein überraschend gutes Händchen für Situationen, in denen er mal privat mit Anne reden möchte, während sie mit den Gedanken vollkommen woanders ist (in der Regel, weil sie so sehr darum kreist, dass sie ihren neuen Job – trotz fehlender schulischer Qualifikationen – richtig machen möchte). Außerdem gibt es da noch Henri, einen attraktiven französischen Geschäftspartner von Steven, der hemmungslos mit Anne flirtet und ihr zum ersten Mal seit 15 Jahren das Gefühl gibt, sie könne sich doch vielleicht irgendwann einmal wieder auf einen Mann einlassen.

Nach ca. 3/4 des Buches gibt es eine kurze Phase, in der Steven Anne gern näher kommen würden, während sie lauter Gründe findet, warum sie sich nicht auf ihn einlassen sollte, warum er es mit ihr nicht ernst meinen könnte und überhaupt. Aber das ist zum Glück wirklich nur eine kurze Phase und hat mich nicht so sehr gestört, auch wenn mir lieber gewesen wäre, wenn Tamie Dearen darauf verzichtet hätte. Danach kommen allerdings lauter Szenen, in denen Anne so sehr mit sich und ihrem Gefühlschaos beschäftigt ist, während alle die Menschen, mit denen sie sich in den letzten Wochen angefreundet hat, alles daran setzen, um sie und Steven zusammen zu bringen. Für mich brachte dies viele weitere Szenen, bei denen ich fröhlich vor mich hingekichert habe, während rund um Anne mit liebevollen Hintergedanken intrigiert und manipuliert wurde.

Insgesamt war „Her Best Match“ ein wunderbar unterhaltsamer und entspannender Liebesroman, bei dem für mich der größte Kritikpunkt eigentlich darin liegen würde, dass dem Leser all die Szenen in den ersten Tagen in New York unterschlagen werden, in denen Anne die verschiedensten Menschen kennenlernt, so dass es am Anfang so wirkt, als ob von einem Kapitel auf das nächste auf einmal lauter neue Leute auftauchen. Aber da man sich auch daran schnell gewöhnt, habe ich mit diesem Roman genau die leichte Ablenkungslektüre gefunden, die ich gesucht habe.

Susanne Kippenberger: Das rote Schaf der Familie

Durch Hermias Rezension bin ich vor ein paar Wochen auf „Das rote Schaf der Familie – Jessica Mitford und ihre Schwestern“ von Susanne Kippenberger gestoßen und konnte die Biografie dann auch recht schnell aus der Bibliothek ausleihen. „Das rote Schaf“ ist die Bezeichnung, die Jessica „Decca“ Mitford für sich selber passend gefunden hatte und auch gern für ihre erste Autobiografie als Titel verwendet hätte – und um sie dreht sich diese Biografie. Aber man kann nicht über Decca Mitford schreiben, ohne dabei auch über die restliche Familie Mitford zu reden. Ich finde es spannend, dass mir bis vor kurzem der Name Mitford so gar nichts sagte, (auch wenn ich jetzt im Nachhinein einige Anspielungen auf die Familie in britischen Veröffentlichungen wiedererkenne), obwohl die Familie in Großbritannien aus gutem Grund überaus bekannt ist.

Decca wurde 1917 geboren und erlebte so nicht nur den Spanischen Bürgerkrieg, den Zweiten Weltkrieg, die Kommunistenhatz und die Rassenunruhen in den USA, ebenso wie den Protest gegen den Vietnamkrieg und vieles andere, das das vergangene Jahrhundert politisch geprägt hat, sondern sie hatte auch zu all diesen politischen Ereignissen eine ausgeprägte Meinung. Als Sprössling einer – nicht gerade reichen (der Vater hatte kein Händchen für Geschäfte) – britischen Adelsfamilie wuchs Decca inmitten einer großen und turbulenten Familie und unter nicht ganz gewöhnlichen Umständen auf. So verweigerten die Eltern ihren sechs Töchter den Schulbesuch (während der einzige Sohn selbstverständlich ein Internat besuchte) und schotteten sie insgesamt von der Außenwelt ab (wenn man von den Besuchen der weitläufigen Verwandtschaft absieht) bis es Zeit wurde für die Präsentation als Debütantin in der Londoner Gesellschaft.

Vielleicht ist es angesichts dieser Kindheit nicht verwunderlich, dass sich die sechs Mädchen (großteils) recht extrem entwickelten. Während sich die älteste Mitford-Schwester Nancy einen Namen als Autorin machte (und ihr Leben lang verzweifelt versuchte Beziehungen mit Männern zu führen, die sie nicht liebten,) und die zweite Schwester Pam als Kind davon träumte ein Pferd zu sein, wurde die dritte Schwester Diana zur Geliebten (und späteren Ehefrau) des Gründers der ersten nationalistischen Partei Großbritanniens und zur großen Verehrerin Hitlers. Letzteres führte dann wohl auch dazu, dass die vierte Schwester Unity sich zu einem der größten „It-Girls“ der Nazis entwickelte und alles tat, um ihre Freundschaft zu Hitler und seinen Bundesgenossen zu fördern. Im Gegensatz zu diesen beiden Schwestern setzte sich Decca schon früh für kommunistische Ideen ein, was letztendlich dazu führte, dass sie – noch nicht einmal volljährig – mit ihrem Cousin und späteren Ehemann Esmond davon lief, um über den Spanischen Bürgerkrieg zu berichten. Um die jüngste Schwester dieser Familie nicht unter den Tisch fallen zu lassen, sei hier auch noch erwähnt, dass Debo (Deborah) einen Herzog heiratete und maßgeblich daran beteiligt war einen der größten und bekanntesten Herrensitze Englands zu erhalten.

Ich fand diese Mischung aus privaten Details über Decca, aber auch den ganzen großen Rest ihrer Familie (weil man eine Mitford-Schwester eben nicht ohne die anderen porträtieren kann), und politischen Engagement und Ereignissen sehr spannend zu lesen. Dabei hatte ich nicht das Gefühl, dass Susanne Kippenberger etwas beschönigen würde. Decca Mitford muss eine faszinierende, aber auch sehr schwierige Person gewesen sein. Eine Frau, der ihr politisches Engagement extrem wichtig war, während sie in vielen anderen Bereichen des Lebens eine unbekümmerte Haltung an den Tag legte, und ein Mensch, der nicht so leicht verzeihen konnte. So hat sie zum Beispiel während des Zweiten Weltkriegs den Kontakt zu ihrer Schwester Diana und ihrem Vater abgebrochen und nie wieder richtig aufgenommen, weil diese mit den Nazis sympathisierten, hatte aber trotzdem – solange diese lebte – ein überraschend gutes Verhältnis zu Unity, der sie ihre Heldenverehrung für die deutschen Kriegstreiber anscheinend problemlos verzeihen konnte.

Ihr politisches Engagement und ihre (oft überspitzten) Veröffentlichungen sorgen dafür, dass man anhand von Deccas Leben ein überraschend umfassendes Bild der Zeit von 1935 bis in die 90er bekommt. Spannend fand ich auch die Zusammenarbeit zwischen Decca und ihrem zweiten Mann Bob Treuhaft, der ein jüdischer Anwalt und – ebenso wie Decca – während der McCarthy-Ära Mitglied der kommunistischen Partei war und später die Bürgerrechtsbewegung mit seiner Arbeit unterstützte. Hermia schrieb in ihrer Rezension, dass man bei einem Roman ein solches Leben als unrealistisch abgetan hätte und sie hat da natürlich recht. Aber bei einer Biografie ist es nur faszinierend, wie viel diese Frau erlebt hat und wie viele Menschen sie gekannt hat, deren Namen aus den Geschichtsbüchern nicht mehr wegzudenken sind. Dabei gelingt es Susanne Kippenberger in der Regel ganz gut mit all den Informationen und Personen zu jonglieren, ohne den Leser zu überfordern (nur Anfangs hatte ich etwas Probleme dank der vielen Spitznamen, die die Mitford-Schwestern auch füreinander hatten), und ein realistisch wirkendes Bild von den verschiedenen Menschen zu zeichnen, ohne sie zu sehr zu verteufeln oder zu erhöhen.

Meine beiden größten Kritikpunkt an der Autorin sind vielleicht die, dass Susanne Kippenberger 1. Agatha Christies Miss Marple anscheinend nur in der Filmversion von Margaret Rutherford kennt und sich in der zweiten Hälfte des Buches regelmäßig darauf bezieht, ohne dabei deutlich zu machen, dass sie sich eben auf diese Filmfigur und nicht auf die Romanfigur stützt (was allerdings in all den Beispielen, die sie verwendet schrecklich deutlich wird). Und dass ich 2. selten so viel Namedropping erlebt habe, ohne dass die Namen der erwähnten Personen wirklich genannt wurden, wenn sie nicht gerade häufiger in dieser Biografie vorkamen oder eine wichtige (politische) Rolle im Weltgeschehen spielten. Oft heißt es nur „die Cousine von“, „der Schwager von“ oder „die Frau von“ (zum Beispiel als es um Dianas Bekanntschaft zu der „Frau von James-Bond-Erfinder Ian Fleming“ ging), aber eigene Namen haben diese Personen – wenn ich nach diesem Buch gehen kann – wohl nicht gehabt. 😉

[Kulinarisches] Mangold-Tarte

(Für 4 Personen bzw. für eine 28er Springform)

Teig:

150 g Mehl (Typ 550)
100 g Hartweizengrieß
1/4 Päckchen Trockenhefe
5 g Salz
ca. 140 ml lauwarmes Wasser
1,5 EL (Oliven-)Öl

Die trockenen Zutaten gründlich mischen, dann mit Wasser und Öl verkneten und zwei Stunden bei Zimmertemperatur gehen lassen.

Füllung:

500 g Mangold
150 g geriebenen Gouda (mittelalt)
4 Eier Größe M (oder 3 Eier Größe L)
200 ml Sahne
Salz
Pfeffer

Den Mangold putzen, Blätter und Stiele trennen, die Stiele kleinschneiden und in einer Pfanne andünsten. Währenddessen die Mangoldblätter in „mundgerechte“ Stücke schneiden und kurz in die noch warme Pfanne werfen. (Ich mache das in der Regel, wenn ich den Teig angesetzt habe und lasse das Gemüse dann einfach bis zum Fertigstellen der Tarte in der Pfanne.)

Wenn der Teig gegangen ist, muss er noch einmal kräftig durchgeknetet werden. Die Springform einfetten, dann den Teig grob ausrollen, so dass er deutlich größer ist als der Springformboden. Den Teig lose in die Springform legen (er muss nicht überall auf dem Boden liegen und die Ränder müssen noch nicht ausgeformt sein – wenn man das als erstes macht, wird es nur nervig, weil der Teig ohne Füllung an den Rändern immer nach innen fällt) und das Gemüse auf den Teig geben und gleichmäßig verteilen. Dann den Rand lose einschlagen, bis er nur noch ca. 1 cm oberhalb der Gemüsefüllung endet. Den geriebenen Käse auf das Gemüse geben und in einer Schüssel die Eier mit der Sahne gründlich verquirlen (einfacher ist es, wenn man erst die Eier gründlich durchmischt und dann die Sahne zugibt). Die Eier-Sahne-Mischung kräftig mit Salz und Pfeffer würden und über den Käse gießen.

Das Ganze dann ca. 45 Minuten bei 200 Grad (Ober-/Unterhitze) im unteren Drittel des vorgeheizten Ofens backen, bis die Tarte goldbraun ist und ein Holzstäbchen bei einer Stäbchenprobe sauber aus der Mitte der Tarte gezogen werden kann.

Diana Wynne Jones: Reflections (On the Magic of Writing)

Die Schriftstellerin Diana Wynne Jones sollte inzwischen allen ein Begriff sein, die regelmäßig meinen Blog lesen, nachdem ich in letzter Zeit wieder regelmäßig über ihre Bücher geredet habe. Leider ist die Autorin 2011 an Krebs gestorben, aber sie hatte vor ihrem Tod noch genügend Zeit, um über ihr literarisches Erbe nachzudenken. Ein Ergebnis dieser Überlegungen ist die Veröffentlichung von „Reflections (On the Magic of Writing)“ gewesen. In dem Buch hat Diana Wynne Jones diejenigen ihrer Aufsätze, Artikel und Reden gesammelt, die sich rund um Bücher und das Schreiben (speziell um das Schreiben von fantastischen Kinderbüchern) drehen und von denen sie glaubte, dass sie für eventuelle Leser interessant sein könnten.

In der Inhaltsangabe meiner Ausgabe ist von „über 25 Texten“ die Rede und ich muss gestehen, dass ich es auch schwierig finde eine genaue Anzahl zu nennen, weil zum Beispiel ein Text aus 3 Teilen einer Rede besteht und weil es zusätzlich noch Texte gibt, die über Diana Wynne Jones geschrieben wurden. So ist das Vorwort (in meiner Ausgabe) zum Beispiel von Neil Gaiman, der über die Autorin als Person und über die Qualität ihrer Arbeit schreibt, dazu gibt es noch einen weiteren Text über Diana Wynne Jones und ihre Bücher von Charles Butler als Einleitung und natürlich eine kurze Einleitung von der Autorin selber. Außerdem wird diese Sammlung noch durch ein Interview mit ihr (zu dieser Veröffentlichung) und zwei Texte von ihren Söhnen, die nach ihrem Tod geschrieben wurden, ergänzt. Bei so vielen kürzeren und längeren Texten fällt es mir schwer eine allgemeine Meinung abzugeben, denn natürlich schwanken die Qualität und der Nutzen dieser Texte für mich ganz persönlich. Auch gibt es bestimmte Elemente, die in dieser Sammlung immer wieder vorkommen – gerade wenn Diana Wynne Jones auf ihre Kindheit eingeht -, weil die Autorin natürlich nicht davon ausgehen konnte, dass jemand, der eine Rede von ihr hört oder einen Artikel liest, schon einmal Hintergrundinformationen über ihre Arbeit bekommen hat.

Aber selbst bei den Passagen, die mich weniger interessierten oder die für mich zu sehr in die Theorie abdrifteten, um mich wirklich packen zu können, fand ich es spannend, welche Aspekte Diana Wynne Jones in ihrer Arbeit beachtet hat und auf welche Elemente sie bei anderen Autoren Wert legte. Doch vor allem wird in all diesen Texten ihre Liebe zum Schreiben und ihre Lust am Erschaffen magischer Welten deutlich und die Sorgsamkeit, mit der sie Geschichten für Kinder kreiert. Überhaupt ruft sie in ihren Texten immer wieder dazu auf, dass man Kinder nicht unterschätzen soll – in dem Zusammenhang fand ich es spannend, dass Diana Wynne Jones der Meinung war, dass man bei Romane für Erwachsene viel mehr wiederholen muss, weil diese nicht so aufmerksam lesen wie Kinder – und dass man beim Schreiben von Kinderbüchern eine hohe Verantwortung hat, weil Kinder auch durch das Lesen so viel lernen und es zum Beispiel schrecklich ist, wenn man sie durch bestimmte Wendungen in Geschichten entmutigt ihre Fantasie zu benutzen. Interessant fand ich dabei, dass sie der Meinung war, dass zu ihren Anfängerzeiten in Fantasybüchern für Kinder ganz oft betont wurde, dass nur Kinder solch fantastische Abenteuer erleben könnten, während Erwachsenen der Zugang (z.B. nach Narnia) verboten ist – bei mir hat das die Frage aufgeworfen, ob es deshalb für viele Leute vollkommen akzeptabel ist, dass Kinderbücher fantastische und magische Elemente enthalten, während Fantasyromane für Erwachsene von den selben Personen gern als Schund abgetan werden.

Selbst ohne die immer wieder auftauchenden Erwähnungen ihrer eigenen Romane (als Beispiele für bestimmte Erzähl-Elemente oder wenn sie über eine Grundidee spricht), habe ich jetzt nach dem Lesen von „Reflections“ unglaublich große Lust mich noch einmal mit den Geschichten von Diana Wynne Jones auseinanderzusetzen, weil ich es so fesselnd finde, wie viele Gedanken sich die Autorin über die verschiedenen Elemente und Figuren gemacht hat und weil ich mir sicher bin, dass das, was beim Lesen so nett und leicht aussieht, nur durch sehr viel Arbeit (und Freude) entstehen konnte. Lustig finde ich auch, dass sie viele Aspekte in ihren Geschichten erwähnt, die ich ganz anders wahrgenommen habe, die aber trotzdem für mich genau richtig funktionieren. In Zukunft werde ich mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit nach dem Lesen eines Diana-Wynne-Jones-Roman diesen Titel zücken und all die Textstellen nachschlagen, in denen die gerade gelesene Geschichte erwähnt wird, und schauen, was die Autorin selber zu dem Buch zu sagen hatte und welche Ebenen in ihrer Erzählung mir vielleicht durchgegangen sind.

(Und nachdem ich dies geschrieben hatte, griff ich zu einem Diana-Wynne-Jones-Roman – „Deep Secret“ -, zu dem ich dann nach dem Lesen so gut wie keine Erwähnung in „Reflections“ finden konnte … *g*)

Jiro Taniguchi: Die Sicht der Dinge (Manga)

Obwohl Jiro Taniguchi die Handlung aus „Die Sicht der Dinge“ frei erfunden hat, gibt es doch sehr viele persönliche Elemente, die der Mangaka in dieser Veröffentlichung verarbeitet hat. So spielt die Geschichte in Tottori – der Stadt, in der Jiro Taniguchi aufgewachsen ist – und er hat für viele Szenen auf Kindheitserinnerungen oder Gefühle, die er Jahre später so empfunden hat, zurückgegriffen. So gab es für den Mangaka ebenso wie für den Protagonisten Yoichi eine Spanne von 15 Jahren, in der er seine Heimatstadt nicht besuchte und erst wieder das Vertraute zwischen all den Veränderungen, die es in dieser langen Zeitspanne gegeben hat, neu entdecken musste.

Für Yoichi ist der Anlass für die Heimkehr an seinen Geburtsort sehr traurig, da er an der Totenwache für seinen Vater teilnehmen soll. Dabei wird für den Leser von Anfang an deutlich, dass sich der Mann seinem verstorbenen Vater nicht sehr nahe gefühlt hat und eigentlich gar nicht erst die Reise antreten möchte. Doch je länger er all den Menschen auf der Totenwache zuhört, die von ihren Erinnerungen an seinen Vater erzählen, desto mehr denkt auch er über seine Familie nach. Es kommen ihm Szenen und Ereignisse in den Sinn, an die er seit vielen Jahren nicht gedacht hat und die er – aus der Sicht des Erwachsenen und mit mehr Wissen über seine Eltern – auf einmal ganz anders wertet als früher.

So kann der Leser nach und nach mehr über Yoichi und seine Familie herausfinden, was nicht nur zu einer wunderschönen (wenn auch häufig melancholischen) und sehr sensibel erzählten Familiengeschichte führt, sondern auch einen faszinierenden Einblick in das Leben dieser japanischen Küstenstadt in den 50er Jahren bietet. Dabei sticht ein Ereignis besonders hervor: Das große Feuer vom 17. April 1952, das einen Großteil der Stadt in Schutt und Asche legte. Ein historisches Foto von diesem Feuer ist auch zu Beginn des Buches zu finden und es ist erschreckend, wie wenig nach diesem Brand von der Stadt noch vorhanden war. Für Yoichis Familie bedeutet dieses unglaubliche Feuer nicht nur den Verlust aller Besitztümer, sondern auch die allmähliche Zerrüttung der Ehe seiner Eltern. Dabei fand ich es sehr spannend, wie die einzelnen Familienmitglieder mit allen der Veränderungen umgingen und wie nach und nach die ganze Stadt wieder aufgebaut wurde.

Wie so oft bei einem Jiro-Taniguchi-Manga sind es aber vor allem die kleinen Szenen und Details, die mich besonders berühren. Die kleinen Elemente, die mir das Gefühl geben, ich bekäme einen Einblick in den (historischen) japanischen Alltag, faszinieren mich einfach besonders. Wobei ich es hier spannend fand, dass es eine Erinnerung von Yoichi gibt, in der es um die Amerikaner als Besatzungsmacht in Japan geht. So ist mir das bislang weder in Filmen, noch in Manga untergekommen, auch wenn die amerikanischen Soldaten – gerade in Veröffentlichungen aus den 50er und 60er Jahren – immer mal wieder auftauchen. Aber normalerweise stolpere ich eher entweder über Kriegsschiffe in den Häfen (und Bemerkungen dazu) oder feiernde US-Soldaten in Clubs und weniger über so eine kleine Szene, die den Besatzungsalltag deutlich macht.

Über Jiro Taniguchis Zeichenstil muss ich vermutlich nicht mehr viel sagen. Auch hier legt er Wert auf eine realistische und detaillierte Darstellung und ich bin immer wieder fasziniert davon, wie fein er die Gefühlsregungen bei den verschiedenen Personen darstellt. Sein einziger Schwachpunkt ist das Zeichnen von (geöffneten) Mündern, die sind oft nicht hübsch anzuschauen, aber damit kann ich definitiv leben. 😉

SuB-trahiert (5)

Nachdem es im April eigentlich ganz gut mit dem SuB-trahieren lief, geht es seitdem nur schleppend voran.  Aber ich will mir ja damit auch keinen Druck mehr machen. Ich denke weiterhin regelmäßig an den SuB, lese auch relativ zeitnah die Neuzugänge (was ja für mich auch schon ein Erfolg ist) und habe nicht mehr so viele ungelesene Titel im Regal stehen, dass mir mit der Anzahl unwohl ist. Auch wenn die Zahl der „Alt-SuB“-Titel im Juli deutlich angestiegen ist, weil das der Monat war, ab dem auch die noch nicht gelesenen Geburtstags- und Weihnachtsgeschenke auf einmal zu den „Altlasten“ zählten.

1. Bernd Perplies: Magierdämmerung 3 – In den Abgrund

Der dritte Teil der „Magierdämmerung“-Reihe von Bernd Perplies. Ich mochte den ersten Band sehr gern – vor allem den recht rasanten Anfang -, beim zweiten Teil ist dann mein Interesse erstaunlich schnell erlahmt und deshalb stand der Abschlussband so lange im Regal und wartete darauf, dass ich mir entweder noch einmal den Auftakt anschaue oder irgendwann Lust hätte, auch ohne eine Auffrischung des Hintergrundwissens einen Versuch mit dem Abschlussband zu wagen. Da ich keine Lust hatte in den Tiefen meiner Kartons nach Band 1 zu suchen, ist es dann letzteres geworden. Überraschenderweise kam ich dann ganz gut wieder in die Handlung und konnte sogar die verschiedenen Personen relativ problemlos den unterschiedlichen Parteien zuordnen. In gewisser Weise hat es mir anfangs vermutlich sogar geholfen, dass ich bei einer Figur nicht mehr genau wusste, ob der nun ein treuer Mitstreiter oder ein Verräter ist, denn das hat mich auf einen Handlungsstrang neugierig gemacht, bei dem ich im zweiten Band das Interesse schon verloren hatte. Insgesamt war „In den Abgrund“ nett zu lesen, aber trotzdem ist für mich Bernd Perplies inzwischen ein Autor, bei dem ich die Grundideen oft toll finde, dem es aber nicht gelingt mein Interesse bis zum Ende einer Trilogie zu fesseln.

(gelesen im Juni)

2. Silvia Roth: Querschläger (Hendrik Verhoeven und Winnie Heller 2)

Der Roman war mal als eine Aufmerksamkeit von einem Arbeitskollegen bei mir eingezogen. Obwohl ich ab und an deutsche Krimis lese, hat mich die Geschichte rund um einen Amoklauf an einer Schule jahrelang nicht genügend gereizt, um das Buch auch zu lesen. Nachdem ich dann zum Sommeranfang so viele Kriminalromane gelesen hatte, dachte ich Anfang Juli, dass es Zeit wird sich diesem Roman zu widmen. Nach einer etwas zähen Anfangsphase, in der ich erst einmal mit den Figuren warm werden musste, hat sich die Geschichte flüssig lesen lassen. Nichts besonderes, aber unterhaltsam, solide erzählt und definitiv besser, als die meisten deutschen Krimis, die ich in den letzten Monaten in der Hand hatte. Besonders die Charaktere mochte ich im Laufe der Zeit immer lieber. Sie haben ihre Ecken und Kanten, sind aber nicht übertrieben dargestellt. Und auch wenn im Leben der Protagonistin Winnie Heller einiges schief gelaufen ist und sie deshalb einige Altlasten mit sich schleppt, so fand ich die Frau stimmig und – bei aller Kratzbürstigkeit – sympathisch dargestellt. Da „Querschläger“ der zweite Band der „Hendrik Verhoeven und Winnie Heller“-Reihe ist, habe ich mir nach dem Lesen noch den ersten Teil der Reihe in der Bibliothek vorgemerkt und ebenfalls als unterhaltsam und solide gemacht empfunden.

(gelesen im Juli)

3. Alfred Bekker: Drachenerde-Saga 2 – Drachenring
4. Alfred Bekker: Drachenerde-Saga 3 – Drachenthron

Ich mochte den ersten Band der „Drachenerde Saga“, als ich ihn 2008 gelesen hatte, obwohl die Geschichte nicht gerade innovativ war und ich ein paar Kritikpunkte hatte. Trotzdem habe ich mich in den letzten Jahren immer für andere Bücher entschieden statt die Fortsetzungen zu lesen. Nachdem ich mich in diesem Sommer dabei ertappt habe, dass ich die beiden Romane drei Monate lang von einem Leseplatz zum nächsten räumte und immer wieder an der Einleitung des zweiten Bandes scheiterte, wurde es Zeit die Titel auszusortieren. So langsam sollte ich mir merken, dass mich nur noch sehr, sehr wenige High-Fantasy-Romane reizen.

(aussortiert im September)

5. Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street

Es kommt mir komisch vor, dass dieses Buch zu den „Altlasten“ gehört. Aber ich habe nun mal beschlossen, dass sechs Monate die Zeitspanne sind, die ein Buch meines SuBs zur „Altlast“ machen. Beim ersten Anlesen war ich nicht in der richtigen Stimmung für die Geschichte, beim Herbstlesen hat es hingegen gut mit mir und Oona gepasst.

(gelesen im Oktober)


6. Holly Webb: Emily Feather and the Chest of Charms (Emily Feather 3)

Auch bei diesem Titel kommt es mir seltsam vor, dass ich ihn beim „SuB-trahieren“ auflisten kann. Aber ich habe so lange auf den zweiten Band gewartet, dass „Emily Feather and the Chest of Charms“ nun über ein halbes Jahr auf dem SuB ruhte. Ich mag die Serie wirklich gern. Emily lebt in einem Haus voller Magie, hat eine tolle Familie und ihre Erlebnisse sind eine Mischung aus Alltagsproblemen und fantastischen Elementen – eindeutig Wohlfühllektüre.

(gelesen im Oktober)

Neuzugänge Oktober

Ich muss gestehen, dass ich in den letzten zwei Monaten den Buchetat etwas raufgesetzt habe, weil ich das Bedürfnis nach Frustkäufen hatte. Außerdem will die „Reihenvervollständigungsliste“ so gar nicht kleiner werden, wenn man nur 20 Euro pro Monat ausgibt. Dass ich die Liste regelmäßig ergänze, hat hingegen selbstverständlich keinen Einfluss auf ihre Länge … 😉

Im Oktober gab es also folgende Neuzugänge für mich:

1. Diana Wynne Jones: Deep Secret
2. Diana Wynne Jones: The Merlin Conspiracy

Im Moment versuche ich mich beim Kauf von Diana-Wynne-Jones-Titeln auf die Bücher zu beschränken, die sich weder als deutsche Kinderbücher in meinem Besitz befinden, noch von mir früher als Bibliotheksausleihen gelesen wurden. Diese beiden Bände kannte ich noch nicht und da ich die Ausgaben so hübsch finde, wanderten sie doch recht schnell in meinen Einkaufskorb. „Deep Secrets“ habe ich dann in den letzten Tagen gelesen, mit „The Merlin Conspiracy“ habe ich erst angefangen.

3. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes (A Memoir by Lady Trent)

Der vierte Band rund um Lady Trent und ihr abenteuerliches Leben als Drachenforscherin. Damit habe ich die Reihe (vorerst) vollständig.

Für den November habe ich schon „Shadowed Souls“ vorbestellt, aber sonst werde ich mich angesichts der zu erwartenden Buchgeschenke in den nächsten Wochen hoffentlich wieder mehr zurückhalten. Auf der anderen Seite habe ich da noch einen Bücherscheck, der natürlich dringen eingelöst werden müsste, wenn ich das nächste Mal in die Stadt komme … 😉

November-SuB 2016

Obwohl ich wieder viel um die Ohren hatte, habe ich im Oktober auch wieder eine Menge gelesen. Für mich gilt zur Zeit anscheinend, dass ich bei Stress nicht weniger, sondern nur deutlich weniger anspruchsvoll lese. Das hat regelmäßig auch bedeutet, dass der Schlaf etwas kurz kam, aber mit dem hat es in den letzten Monaten eh nicht so gut geklappt und da schiebe ich die kurzen Nächte lieber auf ein nettes Buch als auf einen Kopf voller Gedanken. 😉 Insgesamt habe ich also im Oktober 18 Bücher, 2 Kurzgeschichte, 8 Comics, 4 Manga und 1 Hörbuch verschlungen. Für den November habe ich keine besonderen (Lese-)Pläne, aber es wäre schön, wenn ich vor dem zu erwartenden SuB-Zuwachs der nächsten Wochen noch ein paar Titel vom SuB gelesen bekäme.

Deutscher SuB:

  1. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  2. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  3. Brom: Krampus
  4. Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)
  5. Jim Butcher: Der Protektor von Calderon (Codex Alera 4)
  6. Jim Butcher: Die Befreier von Canea (Codex Alera 5)
  7. Jim Butcher: Der erste Fürst (Codex Alera 6)
  8. Kim Harrison: Bluthexe (Rachel Morgan 12)
  9. Kim Harrison: Blutfluch (Rachel Morgan 13)
  10. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  11. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  12. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  13. Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
  14. Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
  15. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  16. Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
  17. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  18. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  19. Charles den Tex: Die Zelle
  20. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  21. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  22. Xinran: Gerettete Wort
  23. Xinran: Wolkentöchter
  24. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

21 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

  1. Holly Black: The Darkest Part of the Forest
  2. Marie Brennan: The Tropic of Serpents – A Memoir by Lady Trent
  3. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  4. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  5. Stephanie Burgis: Kat, Incorrigible
  6. Jim Butcher (Hrsg.)/Kerrie L. Hughes (Hrsg.): Shadowed Souls
  7. Agatha Christie: Curtain – Poirot’s Last Case
  8. Mira Grant: Deadline (Newsflesh #2)
  9. Mira Grant: Blackout (Newsflesh #3)
  10. Alex Grecian: The Yard
  11. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  12. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  13. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  14. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  15. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  16. D. B. Jackson: Thieve’s Quarry (Thieftaker #2)
  17. Diana Wynne Jones: The Merlin Conspiracy
  18. Diana Wynne Jones: The Islands of Chaldea
  19. Diana Wynne Jones: A Tale of Time City
  20. Morgan Keyes: Darkbeast Rebellion
  21. Lynn Kurland: Star of the Morning
  22. Kate Milford: Greenglass House
  23. Moira J. Moore: Resenting the Hero
  24. Shawn Thomas Odyssey: The Magician’s Tower
  25. Cindy Pon: Serpentine
  26. Philip Reeve: Larklight
  27. Jewell Parker Rhodes: Bayou Magic
  28. John Scalzi: Fuzzy Nation
  29. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  30. Robin Stevens: Murder Most Unladylike
  31. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  32. Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child
  33. Patricia C. Wrede: A Matter of Magic

22 Titel auf dem englischen SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Halloween-Lesetag

Das Herbstlesen ist vorbei und viel Zeit werden ich heute nicht haben, um die Nase ins Buch zu stecken oder es mir sonst irgendwie gemütlich zu machen. Aber da zumindest Kiya und Natira den heutigen (und morgigen) Tag noch ganz im Sinne des Herbstlesens nutzen wollen, gibt es von mir einen“Halloween“-Beitrag. Vielleicht finden sich ja noch weitere Mitleser, um sich auszutauschen.

Für diesen Post habe ich das ursprüngliche Halloween-Lesen-Logo recycelt. Wie garstig mein Shandy darauf aussieht, dabei hat er doch in dem Moment nur gegähnt. Kaum zu glauben, dass er nun schon fast ein Jahr nicht mehr bei uns ist. Wir vermissen ihn sehr, aber Christie hält uns auch ganz gut auf Trab. 😉 Die werde ich heute viel durch die Wohnung scheuchen, während ich mein To-do-Liste abarbeite.

Allen, die heute den Tag mit Beschäftigungen verbringen, die zu Halloween oder zur Entspannung besser passen als meine To-do-Liste, wünsche ich viel Vergnügen. Ich bin jetzt schon gespannt, was ihr heute machen werdet!

Update 11:15 Uhr

Während Natira und Kiya den Vormittag etwas entspannter verbringen als ich, war ich in den letzten Stunden brav und fleißig. 😉 Seit einiger Zeit habe ich mir angewöhnt meinen Handywecker zu stellen, um mich daran zu erinnern, dass ich regelmäßig trinken muss. Wenn ich das nicht mache, dann bringe ich es fertig erst wieder ans Trinken zu denken, wenn mein Kreislauf mir signalisiert, dass er innerhalb der nächsten Minuten komplett runterfährt, wenn ich mich nicht sofort hinsetze und erhole. Das Handy in der Hosentasche hat mich dann dazu gebracht, darüber nachzudenken, dass ich darüber eigentlich so gut wie nie kommuniziere, allerdings erst nachdem eine eintreffende SMS mir einen riesigen Schrecken eingejagt hat. *g* Ich bin es definitiv nicht gewöhnt, dass das Gerät einen anderen Ton als das Wecksignal von sich gibt. Ansonsten habe ich gerade in meiner Trinkpause die letzten Seiten von „Deep Secret“ von Diana Wynne Jones ausgelesen und bleibe dabei, dass ich ihre Kinderbücher bezaubernder finde, auch wenn mich dieser Titel ganz gut unterhalten hat.

Update 14:30 Uhr

Inzwischen gab es dann auch mal Frühstück für mich … oder Mittagessen … auf jeden Fall Reste von gestern. 😉 Dabei habe ich weiter meinen eReader durchwühlt, auf der Suche nach der nächsten „Unterwegslektüre“. Etwas genervt war ich von dem Vorwort zu einem Cozy, bei dem ich das Gefühl hatte, dass mir der Schreiber 1. die ganze Zeit erzählt, dass die Autorin viel besser ist, als andere Cozy-Autorinnen (die ab den 20er Jahren in England Krimis geschriebne hätten) und vollkommen zu unrecht vergessen, nur weil ihre Bücher nie neu aufgelegt wurden und 2. gab es gefühlte sechs Seiten mit mit welchen blaublütigen Personen die – ebenfalls adelige – Dame alles verwandt gewesen wäre (inklusive der Erwähnung, dass ihre Cousine auf der Hochzeit von King George VI. gewesen sei). Die Geschichte selber habe ich dann gar nicht erst angelesen. *g*

Jetzt geht es mit dem Hörbuch (stimmt, hatte ich noch gar nicht erwähnt, ich höre gerade „Die große Agatha Christie Geburstags-Edition“  genauer gesagt „Die Kleptomanin“) auf den Ohren wieder an die Arbeit.

Update 17:30 Uhr

Nur ein kleines Lebenszeichen von mir … Inzwischen höre ich „Karibische Affäre“ von Agatha Christie bei der Arbeit, bin ziemlich geschafft und habe natürlich trotzdem noch nicht alles erledigt bekommen. Ich dreh jetzt aber erst einmal eine kleine Kommentarrunde und dann ist mein Mann, der gerade nach Hause gekommen ist, so liebt und hilft mir ein bisschen. Was ich heute nicht schaffe, kommt halt wieder auf die morgige To-do-Liste …

Update 21:30 Uhr

Heute wurde es dann doch etwas sehr spät mit dem Essen. Erst vor einer halben Stunde war ich fertig mit dem Kochen – dafür haben wir alles geschafft, was ich heute zu erledigen hatte. Unser heutiges Abendessen düfte JED eigentlich vertraut vorkommen. Durch ihren Herbstlesenbeitrag bin ich auf das Rezept mit dem „mediterranen Sauerkraut und Schupfnudeln“ gekommen. Es war sehr lecker und wird bestimmt noch einmal gemacht. 🙂

Jetzt gieße ich gerade unter etwas erschwerten Bedingungen meine Blümchen und wenn ich damit fertig bin, schauen wir endlich die letzten drei Folgen der zweiten „iZombie“-Staffel. Ich weiß nicht, ob ich heute noch einmal online gehen werde, aber morgen schaue ich bestimmt noch einmal, was ihr heute so gemacht habt. Ich hoffe, ihr hattet heute einen schönen Tag. 🙂

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Heutige Mitleser:

Kiya
Natira
Ina

Herbstlesen im Oktober (11) – Sonntag

Heute ist also schon der letzte „Herbstlesen“-Tag gekommen – der Monat ist wieder überraschend schnell vorbei gegangen … Lasst uns diesen letzten Tag noch rundum genießen und möglichst viel entspannende und unterhaltsame Dinge tun. 🙂

Für mich bleibt heute noch die letzte Kurzgeschichte aus „Urban Allies“ und ich werde auf jeden Fall „Deep Secret“ von Diana Wynne Jones beenden. Ansonsten habe ich keine weiteren Pläne (vom Wäschewaschen und Kochen einmal abgesehen) und schaue einfach, worauf ich Lust habe.

Ein bisschen ärgert es mich, dass ich momentan nichts zum Handarbeiten habe. Aber ich habe viele UFOs erst einmal stillgelegt, weil sie für die aktuelle Wohnung gedacht waren – und es sich deshalb nicht lohnt daran weiter zu arbeiten – und neue Sachen will ich gerade nicht anfangen. Ich denke aber, ich werde mit meinen Büchern, Spielen und eventuellen Filmen genügend Dinge finden, mit denen ich mir die Zeit angenehm vertreiben kann. Ich wünsche euch jetzt schon mal einen schönen Start in den Tag und bin gespannt, was ihr heute alles so machen werdet. 🙂

Update 11:30 Uhr

Die Wäsche ist inzwischen in den Trockner gewandert, mein Frühstück habe ich auch gegessen und dabei weiter in „Deep Secret“ gelesen. Ich muss zugeben, dass mir das ganze Chaos bei der Fantasy-Convention deutlich mehr Spaß macht, als der Weg dahin. Auch die Protagonisten werden mir langsam sympathischer, seitdem sie mehr mit anderen Menschen interagieren müssen. Und auch wenn „Urban Allies“ schon bei der Hand liegt, werde ich wohl doch noch etwas länger bei „Deep Secret“ bleiben, bis es Zeit wird die Katze zu füttern und den Teig für das heutige Abendessen vorzubereiten.

Besteht eigentlich interesse daran, dass ich morgen einen „Halloween“-Beitrag veröffentliche, damit ihr dort verlinkt werden könnt? Viel zum Lesen werde ich nicht kommen, aber bei all der Arbeit gibt es immer noch kleine Pausen, in denen ich eh zu Laptop und Buch greife.


Update 17:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich nicht nur noch etwas in „Deep Secret“ gelesen (solange es um die Convention geht, amüsiere ich mich prächtig, sobald es in eine andere Welt geht, erlahmt mein Interesse rapide, obwohl ich das dortige „Personal“ eigentlich sympathisch finde – faszinierend), Chistie gefüttert, das Abendessen vorbereitet, etwas mit dem DS gespielt, die Wäsche zusammengelegt und verstaut, Christie fotografiert, einen Mini-Marmorkuchen gegessen und „Waponized Hell“, die letzte Kurzgeschichte aus „Urban Allies“, von  Jonathan Maberry und Larry Correia gelesen. In der Geschichte müssen Captain Joe Ledger (der zu einer Spezialabteilung der US-Armee gehört, die sich sonst gegen Terroristen mit biologischen Waffen vorgehen) und Special Agent Franks (der zu einer Monster bekämpfenden Spezialabteilung der selben Armee gehört) zusammenarbeiten, um eine ungewöhnliche Bedrohung in der Nähe von Mosul zu bekämpfen. Das war nicht so schlecht zu lesen, aber wie ich schon bei Larry Correias ersten Roman rund um die Monsterbekämpfenden „Elitesoldaten“ feststellen musste, macht mich das Ganze einfach nicht mehr so recht an.

Damit habe ich auch die letzte Geschichte aus „Urban Allies“ gelesen und finde es wieder einmal spannend, dass ich die Figuren und Ideen von Urban-Fantasy-Autorinnen häufig deutlich reizvoller finde als von ihren männlichen Kollegen. Ein paar Autorinnen und Reihen sind auf meine Merkliste gewandert – mal schauen, ob und wann ich darauf zurückgreife. Jetzt aber drehe ich erst einmal eine Blog- und Kommentarrunde und schaue, was die anderen so heute Nachmittag gemacht haben. 🙂

Update 21:15 Uhr

Nach der Blogrunde blieb nicht mehr so viel Zeit bis zum Kochen und während die Mangold-Tarte im Ofen war, habe ich schon mal grob den morgigen Tag geplant und danach noch ein bisschen mit dem DS gespielt. Beim Essen gab es eine Folge „Alpha Alpha“ – eine sehr skurrile Serie von 1972, die mein Mann vor einiger Zeit für sich entdeckt hat. Die schaut er jetzt auch weiter, während ich wieder zum Buch greife. Vor gibt es aber wieder eine Runde durch die Blogs … 🙂

Update 23:45 Uhr

Dank sehr ausgiebiger Blog- und Kommentarrunde hatte ich nicht mehr sehr viel Zeit zum Lesen und nun ist der Tag für mich auch vorbei. Ich möchte mich noch einmal dafür bedanken, dass ihr an den letzten Wochenenden so viel Zeit mit mir verbracht und euer Wochenende mit mir geteilt habt. Es war wieder sehr schön mehr über Leben, eure Bücher und all die anderen Dinge, die euch in diesem Monat beschäftigt haben, zu erfahren. Ich wünsche euch einen wunderbaren Start in die Woche – ein paar von euch haben ja an den kommenden zwei Tagen frei und verlängern die erholsame Lesezeit noch ein bisschen – und hoffe, dass wir uns in einem Jahr hier wieder zum Herbstlesen treffen! 🙂

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Heutige Mitleser:

Sarah
Kiya
Sam
Elena
JED
Natira
Anette
Ina