Da die letzten Katzenfotos schon wieder über zwei Monate her sind, belästige ich euch mal wieder mit Bildern meiner Mitbewohner. 😉 Während Logan jeden Sonnenstrahl mitnimmt, den er erhaschen kann, genießen Baltimore und Christie ausgiebigst die endlich mal wieder von Aktenordnern befreite Fläche auf dem Büroschrank.
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Julie Campbell: Trixie Belden – The Secret of the Mansion
Neyasha ist Schuld daran, dass ich mir vor ein paar Tagen spontan den ersten Trixie-Belden-Band, „The Secret of the Mansion“, in der Originalausgabe bestellt und gleich gelesen habe. Die Serie gehört zu den ersten Reihen, die ich als Kind gelesen habe, auch wenn ich damals selbst keinen der Romane besaß. Dafür hatte aber meine beste Freundin fast alle Bücher (ebenso wie die Internatsgeschichten rund um die Jungs von der Burg Schreckenstein), und so konnte ich die Geschichten immer wieder lesen. Und auch wenn mir hier und da Ungereimtheiten aufgefallen sind, so war mir als Kind nicht bewusst, dass die Serie für die deutsche Veröffentlichung extrem gekürzt und bearbeitet wurde.
In „The Secret of the Mansion“ lernt man Trixie Belden und ihr Umfeld erst einmal langsam kennen. Die Dreizehnjährige lebt außerhalb des kleinen Ortes Sleepyside (auf Deutsch Lindenberg), und in der Nähe gibt es keine Kinder in ihrem Alter. So liegen sehr lange Sommerferien vor ihr, vor allem, da ihre beiden älteren Brüder Brian und Mart (für mich erst einmal weiterhin Klaus und Martin) in ein Sommercamp gereist sind und Trixie nur der vierjährige Bobby zur Gesellschaft bleibt. Doch so langweilig wie befürchtet werden die Ferien dann doch nicht. Erst macht Trixie die Bekanntschaft von Honey Wheeler (Brigitte Willer), die gerade erst mit ihren Eltern (sowie Gouvernante, Dienstmädchen und Pferdepfleger) in das benachbarte Anwesen gezogen ist, dann entdecken die beiden Mädchen auch noch einen Ausreißer in der Nachbarschaft.
Jim Frayne (der Held meiner Kindheit hieß allerdings Uli Frank) war aus der Obhut seines geldgierigen Stiefvaters ausgerissen und hatte im Haus seines Großonkels Unterschlupf gesucht. Blöderweise war der Großonkel allerdings kurz vor Jims Eintreffen ernsthaft erkrankt und ins Krankenhaus gebracht worden. Da zu befürchten ist, dass der Großonkel verstirbt, bevor er erfährt, dass Jim überhaupt in der Nähe ist (und der Großonkel dem Jungen sagen kann, wo er sein Testament und das – gerüchteweise vorhandene – Vermögen versteckt hat), durchwühlen die drei Kinder in den folgenden Tagen das Haus. Nebenbei gibt es noch viele andere Abenteuer für die beiden Mädchen zu erleben wie zum Beispiel das Reitenlernen für Trixie, einen Vorfall mit einer giftigen Schlange, aufregende Picknicks, Badeunfälle und Honeys erste Fahrradtour.
Ich muss gestehen, dass ich beim Lesen des Buchs die ganze Zeit erstaunt war, weil ich im Hinterkopf hatte, dass die Geschichte 1948 geschrieben wurde, sie sich aber deutlich moderner anfühlte. Trixie und Honey sind zwar meinem Empfinden nach „unschuldiger“, als es Mädchen heute wären, während Trixie auf der anderen Seite ganz selbstverständlich Aufgaben übernimmt, die eine Dreizehnjährige heute nicht in jeder Familie übertragen bekäme, aber insgesamt fühlte es sich nicht so altmodisch an wie viele andere Serien, die ich kenne und die zur selben Zeit veröffentlicht wurden.
Mir hat „The Secret of the Mansion“ auf jeden Fall viel Spaß gemacht, obwohl ich von all den Namensänderungen etwas verwirrt war, und das Englisch war gut zu verstehen. Es war schön, zu verfolgen, wie Trixie und Honey sich anfreunden, obwohl die beiden Mädchen so unterschiedlich sind, und wie sie gemeinsam versuchen, Uli Jim zu helfen. Auch wenn viele Szenen relativ alltäglich wirken, gibt es doch einige kleine und große Momente, in denen die Mädchen Schwierigkeiten bewältigen müssen oder durch Trixies Impulsivität in die Klemme geraten, so dass es nie langweilig wird. Und am Ende gibt es eine Wendung, die dafür sorgt, dass ich mir am liebsten jetzt sofort den zweiten Band besorgen würde, weil ich mich nicht mehr daran erinnern kann, wie es weitergeht …
Zuletzt noch eine kuriose Sache: Irgendwie war ich mir als Kind nie sicher, ob die Serie in Deutschland spielt oder in Holland. Ich war mir bis vor kurzem sicher, dass gelegentlich Den Haag als ein Ort, den die Jugendlichen als bei Tagesausflügen mit dem Auto angesteuert haben, in der Serie erwähnt wurde. Nun frage ich mich, ob mir meine Erinnerung da einen Streich spielt oder ob in den alten deutschen Ausgaben wirklich so etwas vorkam. Schließlich gab es bei der Eindeutschung der Reihe die eine oder andere Unachtsamkeit, da wäre das gar nicht so unwahrscheinlich. Auf der anderen Seite kann man in dem Wikipedia-Artikel lesen, dass die Reihe im Deutschen vermutlich in der Nähe der Lüneburger Heide spielen sollte … Vielleicht gibt es unter euch ja Leute, die die alten deutschen Ausgaben bei der Hand haben oder sich noch gut an die Trixie-Belden-Reihe erinnern und meiner Erinnerung auf die Sprünge helfen können.
Die Küche II
Ich verspreche, dass dies (erst einmal) der letzte Küchenpost ist, aber ich wollte euch doch noch einmal die gesamte Pracht zeigen. Und da Bibendum gestern eine Runde Fotos gemacht hat, um der Verwandschaft die neue Küche zeigen zu können, nutze ich die Bilder auch gleich für meinen Blog.
Den neuen Essplatz haben wir auch gründlich genutzt und zu dritt sitzt es sich da wirklich bequem – was ich ursprünglich gar nicht erwartet hätte, weil die Küche früher mit den Regalen neben dem Kühlschrank viel kleiner wirkte.
Jetzt habe ich nur noch ein einziges Problem mit der Küche: Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich mich mehr über die große Spüle oder den Ofen freue. 😉 Den Ofen haben wir in den letzten Tagen gründlich genutzt und ich habe nicht nur schon zwei Kuchen und zwei Runden Muffins (die Standardmuffins haben dabei erst einmal gezeigt wie sehr ich aus der Übung bin) gebacken, sondern auch die ersten Aufläufe und leckeres Grillgemüse (Umluft mit Grillfunktion ergibt großartiges Grillgemüse!) damit gemacht.
Auf der anderen Seite ist diese Spüle einfach toll, um nach den ganzen Backaktionen die Formen und Bleche darin einzuweichen und zu schrubben. Sagte ich schon, dass ich gerade befremdliche Tendenzen zum Putzteufel zeige? *g*
In den nächsten Tagen will ich noch ein paar weitere Rezepte aus „Glück ist backbar“ ausprobieren und dann schreibe ich hier auf dem Blog mal ein paar Zeilen zu dem Buch. Eins kann ich aber jetzt schon sagen: Bibendum hat aus dem Buch lauter Rezepte rausgesucht, die wirklich sehr gehaltvoll waren! Ein einziger Chocolate Cheesecake Cupcake seit dem Frühstück und ich habe das Gefühl, dass ich heute nichts mehr essen könnte! 😉
Nicholas Drayson: Kleine Vogelkunde Ostafrikas
Nachdem ich Natiras Meinung zu „Kleine Vogelkunde Ostafrikas“ gelesen hatte, wollte ich den Roman unbedingt lesen. Also war Natira so lieb und hat mir das Buch geliehen – und dann lag es endlos lange in meiner Leihschublade. So nett die Inhaltsangabe klang, so hübsch der Umschlag war, ich hatte immer das Gefühl, ich sei nicht in der rechten Stimmung für diese Geschichte – bis ich dann doch mal zu dem Buch griff und bis in die Nacht las, weil ich wissen wollte wie es mit Mr. Malik weitergeht.
Mr. Malik wirkt auf den ersten Blick etwas betulich. Er scheint zwar liebenswert, aber etwas langweilig zu sein, und so ist der Einstieg in die Geschichte zwar nett geschrieben, aber nicht gerade mitreißend. Doch je näher ich Mr. Malik kennenlernte, je mehr unerwartete Seiten er zeigte, desto mehr wuchs mir der kleine indischstämmige Mann ans Herz. Schon zu Beginn des Romans erfährt der Leser, dass der 61-Jährige Mr. Malik seit drei Jahren auf seine stille und zurückhaltende Art bis über beide Ohren in Rose Mbikwa verliebt ist. Diese Dame leitet jeden Dienstagvormittag eine Tour der Ostafrikanischen Ornithologischen Gesellschaft, deren Mitglied Mr. Malik ist, seitdem ihm ein Arzt geraten hat, sich ein entspannendes Hobby – wie Vogelbeobachten – zuzulegen.
In diesem Jahr hat sich Mr. Malik fest vorgenommen, Rose – übrigens eine Britin, die sich als junge Frau in einen Kenianer verliebte und in Nairobi blieb – zu einem jährlich stattfindenden Ball einzuladen. Doch bevor der ältere Herr aktiv werden kann, findet er heraus, dass Harry Khan, sein alter Rivale aus Internatszeiten, ebenfalls ein Auge auf Rose geworfen hat und sie zum Ball einladen will. Harry Khan ist das komplette Gegenteil von Mr. Malik. Er ist kein erfolgreicher Geschäftsmann, aber dafür ein charismatischer, attraktiver und selbstsicherer Mann, der das Leben mit einer anziehenden Leichtigkeit genießt. Mit einem solchen Rivalen vor Augen entwickelt der zurückhaltende Mr. Malik auf einmal Kampfgeist, und so kommt es dazu, dass er sich – angespornt von den wettbegeisterten Mitgliedern seines Herrenclubs – auf eine ungewöhnliche Vereinbarung einlässt.
Mr. Malik und Harry Khan sollen eine Woche lang einen Wettstreit austragen und der Sieger darf am Ende Rose zum Ball einladen (wobei natürlich nicht sicher ist, dass die Dame auch zusagen wird). Dabei dreht sich der Wettstreit angesichts der Tatsache, dass dies Roses großes Interesse ist, natürlich um das Vogelbeobachten. Wer die meisten ostafrikanischen Vögel sichtet, die beobachteten Vögel täglich bis zu einer bestimmten Uhrzeit im Asadi Club vor Zeugen bekannt gibt und in dieser Woche keinen Kontakt zu Rose hat, der wird zum Gewinner gekürt. So ziehen die beiden Männer Tag für Tag los, um die heimische Vogelwelt zu dokumentieren. Und während sich Mr. Malik vor allem auf Nairobi konzentriert, gewinnt Harry (nicht ganz regelgerecht) zwei Ökotouristen als Verbündete und reist auf der Suche nach Vögeln im Schnellverfahren quer durch das Land.
Ich fand es einfach unglaublich, was den beiden auf ihren Vogelbeobachtungstouren so zustieß und welche Hindernisse sich aus manchmal alltäglichen Begebenheiten ergaben. Doch vor allem haben mich die verschiedenen Charaktere in ihren Bann gezogen. Mr. Malik ist ein wirklich liebenswerter und überraschend engagierter Mann, der ein Gespür für Gerechtigkeit hat, sich um seine Mitmenschen kümmert und auf seine Art versucht, etwas in seinem Land zu bewegen. Und auch Harry, der anfangs sehr oberflächlich wirkt, entpuppt sich als netter Kerl, während die vielen Nebenfiguren die Geschichte auf fantastische Weise abrunden.
Obwohl Nicholas Drayson auch viele kritische/ernste Themen wie den Umgang mit Aids, kenianische Politik, Kriminalität und Korruption anschneidet, habe ich mich wunderbar mit dieser bezaubernden Geschichte amüsiert. Ich habe gekichert und laut aufgelacht, ich war gerührt, habe um Mr. Malik gebangt, einiges Neues über Kenia gelernt und einfach eine gute Zeit mit diesem Buch gehabt. Der Roman ist kein spannungsgeladener Pageturner, aber dafür eine liebevolle und detailliert erzählte Geschichte mit so vielen Facetten, dass ich am Ende das Buch aus der Hand legte und ausnahmsweise einmal vollkommen zufrieden und glücklich mit dem gerade Gelesenen war.
Der erste Kuchen
… in der neuen Küche wurde heute Vormittag von mir gebacken.
Insgesamt waren die letzten Tage – oder sollte ich Wochen sagen? – ziemlich stressig. Durch die neue Küche musste ich mich durch Umzugskartons wühlen, die seit drei Jahren nicht mehr geöffnet wurden. Dann hieß es alles säubern, einräumen, noch einmal umräumen und natürlich wollten die ersten Koch- und Backexperimente gemacht werden. Gestern haben wir dann endlich ein Bild und den Vorhang aufgehängt, den neuen Küchentisch zusammengebaut und platziert sowie andere Kleinigkeiten erledigt. Und im Laufe der Woche besorgen wir noch passende Stühle und können dann in der Küche gemütlich essen und sitzen.
Weil ich durch die neue Küche endlich wieder meinen Schreibtisch auch als solchen verwenden kann, musste ich im Wohnzimmer noch umräumen – ganz ideal ist es noch nicht, aber immerhin habe ich endlich wieder einen Arbeitsplatz, der auch wirklich diesen Namen verdient.
Zuletzt war es durch das ganze Umräumen möglich, zwei Regale, eine Kommode und das Schreibtischprovisorium ins zukünftige Gästezimmer zu stellen, was wiederum einige weitere Umräumaktionen zur Folge hatte. Ganz am Ende bin ich mit der Aktion noch nicht, aber jetzt gibt es erst einmal für ein paar Tage eine Pause, weil in ungefähr vier Stunden lieber Besuch eintreffen wird.
Und da Bibendum nicht nur vor ein paar Tagen Geburtstag hatte, sondern auch ein Werder-Bremen-Fan ist, habe ich heute Vormittag mit einem Zitronen-Blechkuchen experimentiert:
Genau genommen habe ich zwei Kuchen gebacken und den einen mit weißem Zuckerguss und den anderen mit grünem Zuckerguss gefärbt. Aus dem weißen Kuchen habe ich dann die Ws mit der Werder-Bremen-Keksform ausgestochen und auf den noch flüssigen grünen Zuckerguss gesetzt.
Ideal ist das Ergebnis noch nicht, aber zumindest die Reste vom weißen Kuchen schmecken sehr gut (davon habe ich mir nämlich eine Portion zum Frühstück gegönnt :D).
Nächste Woche habe ich hoffentlich wieder etwas mehr Zeit für den Blog und die Bücher – in diesem Monat habe ich noch kein einziges Buch gelesen! – und ihr bekommt dann wieder etwas mehr von mir zu sehen.
SuB-Zuwachs August 2012
Gestern klingelte mal wieder der Paketbote und brachte ein paar neue Bücher für mich. Praktischerweise hatte ich im Juli schon alle meine Neuzugänge gelesen, so dass ich mich nun direkt auf die neuen Sachen stürzen kann. 🙂
Ariette Aerts: Zwischenwelten
(Nachdem mir „Hexenheide“ von der Autorin so gut gefallen hatte, bin ich neugierig auf diese Geschichte von ihr.)
Tim Akers: Das Herz von Veridon
(Etwas für die Fantasylust.)
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
(Der dritte Band rund um den Privatdetektiv Mallory – der zweite Teil war zwar nicht so gut wie der Auftaktband, aber ich mag die Serie bislang.)
Quentin Bates: Kalter Trost
(Krimilust – und ich sollte endlich mal das andere Buch von dem Autor lesen …)
Cindy Spencer Pape: Steam & Magic – Feuerspiel
(Und noch etwas Steampunk zur Abwechslung …)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
(Heiß ersehnte Fortsetzung!)
Elizabeth Woods: Caras Schatten
(Klang interessant – und ich gestehe, dass mir die Aufmachung gefällt. :D)
Das macht sieben Bücher, die ich bis zum 12. September 2012 gelesen haben will, um meine persönliche Challenge zu schaffen.
Außerdem gab es (natürlich) wieder ein paar Manga für mich und „Glück ist backbar“, damit ich in nächster Zeit den neuen Ofen so richtig nutzen kann. 😀
August-SuB 2012
Trotz diverser (Handwerker-)Termine, der Aufregung um die neue Küche und vieler anderer Ablenkungen habe ich im Juli 12 Bücher, 2 Hörbücher und 5 Manga geschafft. Nicht gezählt habe ich dabei ein paar Re-reads wie zum Beispiel „Der magische Dieb – Stein der Macht“, da das erste Lesen der Titel noch nicht so lange her ist. Besonders freut es mich, dass ich trotz der Re-reads und der (nicht zum SuB gezählten) Leihbücher am Anfang des August weniger Titel auf dem SuB habe als Anfang Juli (und im Juli weniger als im Juni). Wenn das so weitergeht, dann wird mein SuB langfristig wirklich schrumpfen – eine Vorstellung, die mir sehr gefällt. Außerdem habe ich es zum zweiten Mal in diesem Jahr geschafft meine Neuzugänge vor Ablauf der selbstgesetzten Zeit zu lesen. Wenn ich es jetzt noch hinbekomme auch regelmäßig etwas zu den gelesenen Büchern zu schreiben, dann kann ich wieder mit mir zufrieden sein. 😉
A (0)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Ariette Aerts: Zwischenwelten
Tim Akers: Das Herz von Veridon
B (8)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Quentin Bates: Kalter Trost
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud
C (2)
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
D (4)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
Rebecca Drake: Still sollst du sterben
E (0)
–
F (11)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Gayle Forman: Wenn ich bleibe
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym
Earlene Fowler: Tödliche Schatten
G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord
H (3)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River
J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod
K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung
L (1)
Siri Lindberg: Nachtlilien
M (3)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Boris Meyn: Die Schattenflotte
N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter
O (0)
–
P (4)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund
Ursula Poznanski: Saeculum
Q (0)
–
R (11)
Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre
S (8)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Cindy Spencer Pape: Steam & Magic – Feuerspiel
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
T (10)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 3 – Der gläserne Fluch
P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
P.J. Tracy: Memento
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
U (0)
–
V (0)
–
W (3)
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Elizabeth Woods: Caras Schatten
X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter
Y (1)
Rick Yancey: Der Fluch des Wendigo
Z (0)
–
81 Titel auf dem SuB
Englischer SuB:
Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
3 Titel auf dem englischen SuB
(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)
Dies und Das (8)
Am Freitag habe ich einen Umschlag von Mila in meinem Briefkasten gefunden, in dem sich eine liebevoll gebastelte Überraschung befand. 🙂
Mila hat ein ganz besonderes Notizbuch angefertigt für die „Winterkatze“ und dabei habe ich es ihr mit meinem Nickname nicht so ganz einfach gemacht. *g* Auch wenn ich noch nicht so recht weiß, welche Verwendung das Notizbuch bei mir finden wird, so habe ich mich sehr über die tolle Überraschung gefreut! Vielen lieben Dank, Mila! 🙂
Ansonsten versuche ich mich seit Donnerstag an meine Küche zu gewöhnen, durchwühle Kisten, die in den letzten zwei Jahren nicht geöffnet wurden, feiere ein Wiedersehen mit meinem Backzubehör und wusel eifrig durch die Gegend.
Ich liebe meinen neuen Backofen und da es bei uns am Wochenende ein paar Tiefkühl-Angebote gab, habe ich mir auch die langvermisste Tiefkühlpizza (ja, es ist barbarisch! :D) gegönnt. Um diejenigen zu beruhigen, die denken, dass ich nur noch Packungen öffne und warm mache: Gestern gab es ein sehr leckeres Ofengemüse (Kartoffeln, Paprika, Zucchini mit Kräutern, Knoblauch und Schafskäse) und es war toll ausreichend Arbeitsfläche zu haben, so dass mein Mann und ich gemeinsam kochen konnten.
Allerdings habe ich mich noch nicht im großen Stil ausgetobt, weil ich die Küchentür immer noch nicht fertig gestrichen habe. Morgen Abend – so hoffe ich – kann ich sie endlich wieder einhängen und dann wird die Küche auch wieder katzenfrei sein, so dass ich nicht mit beiden Händen die neugierigen Biester vom Schafskäse fernhalten muss.
Und Montag in einer Woche machen wir noch einmal einen Ausflug zum Möbelhaus, um ein paar Sachen zurückzugeben, die doch nicht bei der Montage gebraucht wurden, um eine Gutschrift (unsere Arbeitsplattenkante hat eine kleine Macke) entgegen zu nehmen und um neben einem Tisch und Stühlen noch ein paar Kleinigkeiten zu besorgen. Dann müsste die Küche wirklich fertig sein und ich stürze mich auf meine gehorteten Rezepte. Scones, Muffins, Kuchen – ich komme! ;D
Die Küche I
Eigentlich wollte ich diesen Beitrag schon gestern verfassen, aber dann zog sich der „Feierabend“ deutlich länger hin als erwartet, und ich war einfach zu kaputt, um mich noch für ein paar Zeilen an den PC zu setzen.
Gestern war ja der große Tag, an dem wir endlich die neue Küche bekommen sollten. Die Straße hatten wir schon am Sonntag mit Hinweiszetteln versehen, die Küche war ausgeräumt und alle anderen Arbeiten waren auch erledigt (abgesehen davon, dass ich es nicht mehr geschafft habe, die Tür zu streichen, was ich gern noch gemacht hätte). Das Montage-Team kam etwas später als erwartet und während mein Mann den Tag vor allem mit den Katzen im Wohnzimmer eingesperrt verbracht hat, habe ich dem Entstehen der Küche zugeguckt und alle Änderungsvorschläge absegnen dürfen. So wurde innerhalb von sechs Stunden aus diesem Küchenprovisorium …
… so eine hübsche helle Küche (auch wenn dieses Foto nun so gar nicht hell ist *g*):
Mehr Details gibt es, wenn ich alles gesäubert, eingeräumt und „dekoriert“ habe. Auf jeden Fall hat alles geklappt, die Elektrogeräte funktionieren, die Spüle hat eine zufriedenstellende Größe und ich darf in den nächsten Wochen Experimente mit dem Gasherd machen, in der Hoffnung, dass ich mich schnell an das stufenlose Kochen gewöhne.
Eigentlich wollte ich ja schon gestern Abend mit der Arbeit anfangen, um heute dann damit fertig zu werden, aber nach einem kurzen Trip zum Supermarkt ließ sich die Beifahrerscheibe von unserem Auto nicht wieder schließen. Natürlich haben wir das erst nach 18 Uhr festgestellt und die einzige Werkstatt, die bis 19 Uhr geöffnet hatte, wollte unseren Wagen gar nicht erst annehmen (angeblich, weil sie keine Ersatzteile dafür bekommen …). Also musste ich mich heute erst einmal darum kümmern, dass ich eine Autowerkstatt finde, die in der Lage ist, mit einem Mazda fertig zu werden, und hoffen, dass das Problem schnell gelöst werden kann.
Aktuell warte ich auf den Anruf, dass das Ersatzteil geliefert wurde und bezahlbar wird die Reparatur vermutlich auch. Zum Glück hat man mir heute morgen schon mal die Beifahrertür auseinandergenommen und die Scheibe wieder hochgezogen. Es fühlte sich nicht gerade gut an, als das Auto mit geöffneter Scheibe unbeobachtet über Nacht auf der Straße stand … Auf der anderen Seite wäre es ja auch zu einfach gewesen, wenn dieser Tag problemlos verlaufen wäre, nachdem alle Herausforderungen der Küche von den Handwerkern so gut gemeistert wurden!
Vikram Seth: Eine gute Partie
Mila und ihre 100-Bücher-Liste haben mich auf diesen Titel gebracht, und ich bin wirklich froh darüber, auch wenn die 2000 Seiten manchmal eine Herausforderung waren. Ohne Milas liebevolle Beschreibung von Mrs. Rupa Mehra und ihrer Familie hätte ich vermutlich gar nicht mit „Eine gute Partie“ angefangen, und dann hätte ich nicht nur viel Wissenswertes über Indien, sondern auch eine Menge liebenswerter, ehrbarer, verzweifelter, hilfsbereiter und egozentrischer Figuren verpasst. Oh, und noch ein Tipp für das Lesen eines so umfangreichen Romans: Ich habe mir täglich kleine Portionen vorgenommen, und da die Geschichte in viele Unterkapitel unterteilt ist, klappte das so wirklich gut. Allerdings sollte man zwischen den einzelnen Abschnitten nicht zu viel Zeit verstreichen lassen, weil es sonst irgendwann schwierig wird, die vielen Personen in allen Details auseinanderzuhalten.
Vikram Seth erzählt in „Eine gute Partie“ die Geschichte von vier miteinander verbundenen Familien, wobei das Hauptthema Mrs. Rupa Mehras Versuche sind, ihre neunzehnjährige Tochter Lata mit einem passenden Mann zu verheiraten. Dabei zeichnet der Autor ein detailliertes Bild von der indischen Gesellschaft in den Jahren 1951/52. Indien ist gerade mal seit vier Jahren unabhängig und leidet unter der Abspaltung Pakistans. Während Konflikte zwischen den verschiedenen Religionen schwelen und ein neues Gesetz eine Landreform einleiten soll, schwankt bereits die junge indische Demokratie aufgrund von kurzsichtigen oder bestechlichen Politiker, von Idealen, die in der Realität nicht bestehen können, und vor allem aufgrund von sozialer Ungerechtigkeit in diesem überbevölkerten Land.
Vor diesem Hintergrund kann der Leser die großen und kleinen Wendungen im Leben der verschiedensten Personen verfolgen. Die bereits erwähnte Mrs. Rupa Mehra und ihre Tochter Lata haben zum Beispiel sehr persönliche Probleme. Während die Mutter für ihre Tochter eine gute Partie sucht, möchte Lata die Wahl haben, ob und wen sie heiratet. Sie ist noch mitten in ihrem Studium und sperrt sich gegen den liebevollen (und sehr aufdringlichen) Einfluss ihrer Mutter – auch wenn sie anhand ihrer älteren Schwester Savita und ihrem Mann Pran sieht, dass so eine arrangierte Ehe auch sehr liebevoll sein kann. Prans Vater Maresh Kapoor hingegen beschäftigt sich mit der großen Politik. Er ist federführend für die geplante Enteignung der Großgrundbesitzer verantwortlich und versucht so gerechtere Eigentumsverhältnisse in Indien einzuführen, auch wenn das zum Beispiel bedeuten würde, dass einer seiner besten Freunde – der Moslem Nawab Sahib – einen Großteil seines Besitzes verlieren würde.
Ich muss gestehen, dass ich die politischen Aspekte der Geschichte (die erst gegen Ende wirkliche Tragweite bekommen, wenn man schon so in der Handlung drin ist, dass auch längere Beschreibungen von Gesetzesdiskussionen einen nicht rausreißen) deutlich fesselnder fand, als ich erwartet hatte. Vikram Seth hat ein Händchen dafür, die landesweiten Ereignisse mit den kleinen persönlichen Schicksalen zu verknüpfen, so dass es einfach spannend wird. So wird der Tunichtgut Maan Kapoor aufgrund seiner einnehmenden Persönlichkeit in den Wahlkampf seines Vaters Maresh gezogen und bekommt auf diese Weise hautnah mit, welche verheerende Folgen die sozialistischen Ideale seines Freundes Rasheed auf die Ärmsten in seinem Heimatdorf haben.
Die allgemein aufgeheizte Stimmung (und die Tatsache, dass die Hindus eine Mehrheit im Parlament haben) führt auch immer wieder zu Zwischenfällen auf den Straßen der fiktiven Stadt Brahmpur, bei denen Mitglieder der vier Familien in Gefahr geraten oder sogar einen andersgläubigen Freund vor einem unkontrollierbaren Mob retten müssen. Gerade weil in diesem Roman – trotz der einen oder anderen großen Katastrophe – eher die kleinen Begebenheiten und Schicksalsschläge erzählt werden, finde ich ihn so reizvoll. Zu lesen, dass bei einer religiösen Feierlichkeit hunderte Pilger getötet und verletzt werden, ist erschütternd, aber viel eindrucksvoller ist der Moment, in dem eine junge Mutter spürt, wie ihr in der hysterischen Menge die Hand ihres neunjährigen Sohns entgleitet.
So habe ich 2000 Seiten lang über die Ereignisse, die die Familien Mehra, Kapoor, Khan, Chatterji und ihre Freunde erleben, geschmunzelt, den Kopf geschüttelt und sogar ein paar Tränchen verdrückt. Ich wollte Lata in ihrer ersten Verliebtheit ermutigen, Maan zur Vernunft bringen, seinen Freund Firoz vor einem Unglück bewahren und Latas älteren Bruder regelmäßig schütteln, weil mir seine Arroganz so auf die Nerven fiel. Ich fühlte mich als ein Teil dieser Familien, wollte ihnen Ratschläge erteilen und die freudigen Momente mit ihnen feiern. Und auch wenn ich nur wenige Monate ihres Lebens ganze 2000 Seiten mit ihnen verbracht habe, so habe ich „Eine gute Partie“ am Ende mit großem Bedauern zugeklappt. Diese Charaktere sind für mich während der Tage, in denen ich diesen Roman gelesen habe, erstaunlich real geworden und selbst die, die mir nicht sympathisch geworden sind, lassen mich auch im Nachhinein nicht gleichgültig.
Ich bin mir sicher, dass „Eine gute Partie“ – allein schon aufgrund des Umfangs – nicht für jeden Leser geeignet ist. Aber wer sich gern einmal kopfüber in eine andere Zeit und Kultur stürzen möchte, wer die kleinen und großen Ereignisse im Leben vierer liebenswerter Familien verfolgen mag und wer so wie ich eine Schwäche für indische Romane hat, der soll auf jeden Fall einen Versuch wagen. Wenn man jeden Tag um die hundert Seiten liest, dann ist diese Geschichte viel zu schnell vorbei. Ich hoffe sehr, dass Vikram Seth nach „Eine gute Partie (A Suitable Boy)“ wirklich im Jahr 2013 wie angekündigt die Fortsetzung „A Suitable Girl“ veröffentlicht und dass das Buch dann auch in Deutschland erscheinen wird. Ich würde wirklich gern wieder von Lata und ihren Angehörigen und Freunden lesen und mitverfolgen, wie sie diesmal diejenige ist, die eine passende Partie für ihren Enkel sucht …
Eine Sache noch zur Sprache und Erzählweise: Dieser Roman ist nicht nur, was den Umfang angeht, sondern auch in Bezug auf die Erzählweise sehr üppig. Gerade die etwas emotionaleren Charaktere können sich seitenweise in einem Gespräch über ihre Gefühle auslassen, die Sprache ist blumig, überbordend und doch genau richtig für die Atmosphäre. Ich finde es ja immer wieder faszinierend, dass mir einige Länder sprachlich so viel näher liegen als andere. Bei indischen Romanen stören mich die blumigen Umschreibungen so gar nicht, weil ich das Gefühl habe, dass die Kernaussage immer noch sehr direkt zum Ausdruck gebracht – und der Rest nicht ohne eine gewisse (Selbst-)Ironie formuliert wird. Mit französischen Autoren hingegen habe ich in der Regel Probleme, weil ich da das Gefühl habe, dass die Blumigkeit dazu benutzt wird, etwas so zu umschreiben, dass die eigentliche Aussage möglichst gut versteckt wird. 😉






