Schon das vierte – und somit vorletzte – Herbstwochenende! Bislang haben mir diese ruhigen Wochenenden wirklich gut getan und ich gehe mal davon aus, dass das auch den Rest des Monats so sein wird.
Am letzten Sonntag habe ich nach dem letzten Update die letzten Seiten aus „Bewitching Season“ von Marissa Doyle gelesen. Ich fand den Roman wirklich unterhaltsam und entspannend und habe die Stunden mit der Geschichte wirklich genossen.
In der Woche ging es dann am Montag weiter mit den letzten beiden Kapiteln aus „Sturm im Mumintal“ von Tove Jansson und der nächsten Kurzgeschichte aus „Westward Weird“. „Maybe Another Time“ von Dean Wesley Smith ist eine Zeitreisegeschichte rund um eine Goldmine im Wilden Westen – die Grundidee fand ich nett, aber so richtig gut unterhalten fühlte ich mich nicht.
Die nächste Geschichte hingegen hat mir sehr gut gefallen – so langsam gibt es mir zu denken, dass ich bei dieser Anthologie vor allem die Geschichten mag, die von Autoren geschrieben wurde, die ich schon kenne. „Renn and the Little Men“ ist von Kristine Kathryn Rusch und erzählt von einer jungen Frau, die ihrem kleinen Bruder (der nun als Revolverheld einen Namen hat) das Schießen beigebracht hat und die sich von drei kleinen Männern anheuern lässt, um ein Duell auszufechten. Ich mag die Erzählweise, ich mag die Pointe und ich mag die Figuren! 🙂
Auch „Showdown at High Noon“ von Jennifer Brozek hat mir gut gefallen, auch wenn eine Wendung der Geschichte etwas vorhersehbar war. Aber ich mochte es, dass dieses Mal ein Gaunerpaar im Mittelpunkt der Handlung stand. Mena und Will rauben normalerweise Kutschen aus, um an Geld zu kommen, mit dem sie sich Haus und Boden kaufen können. Doch dieses Mal werden die beiden von ungewöhnlichen Auftraggebern engagiert, um gezielt etwas sehr Kostbares zurückzustehlen. Sympathische Figuren und interessante und untypische Elemente – da kann ich eventuelle Vorhersehbarkeiten locker verzeihen.
Geschichte Nummer 11 ist „Clockwork Cowboy“ von J. Steven York und dreht sich um einen kriegsmüden „Tin-man“, dessen Zuflucht von einem geldgierigen Mann und seinem Steam-man bedroht wird. Wieder eine Geschichte, deren Grundidee und Figuren ich mochte, die ich aber zu vorhersehbar fand.
Jeff Mariotte nimmt sich etwas mehr Zeit, um seine Geschichte „Black Train“ zu erzählen als die anderen Autoren (zumindest fühlt es sich so an, Seitenzahlen habe ich nicht gezählt). Mir hat die Idee rund um eine Pumajagd, die sich zu einem Kampf gegen eine sich rasch ausbreitende Zombie-Seuche entwickelt, sehr zugesagt, ebenso wie die Entwicklung des Erzählers, der zu Beginn der Geschichte noch mit dem Gedanken spielt seinen Nachbarn zu ermorden und dies wie einen Jagdunfall aussehen zu lassen, und der Schluss wird bei mir vermutlich noch etwas nachwirken …
Heute werde ich mir noch die letzte Geschichte aus „Westward Weird“ vornehmen (und wenn ich in den nächsten Tagen noch Lust auf weitere Kurzgeschichten habe, dann kann ich auf „Dead Man’s Hand“ zurückgreifen) und wieder einen Roman von Marissa Doyle lesen, da mir „Courtship and Curses“, das ich mit „Bewitching Season“ zusammen bestellt hatte, doch noch geliefert wurde. Aber erst einmal geht es zum Einkaufen …
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Update 9:00 Uhr
Der Einkauf ist erledigt und verstaut und die Brötchen für mein Frühstück backen im Ofen auf. Wenn die soweit sind, werfe ich noch einen Birnen-Clafoutis in den Ofen, damit wir heute Nachmittag wieder Kuchen haben (das war dann auch der letzte auf der „müssen wir in diesem Herbst unbedingt backen“-Liste) und wandere dann für den Rest des Tages auf mein Sofa! So schön gerade das kühle Wetter und der blaue Himmel sind (den Sonnenaufgang fand ich allerdings noch schöner, so richtig pink-orange über den Herbstbäumen), so habe ich nach dem gestrigen Rasen-Hecken-Laub-Marathon das Bedürfnis die Natur lieber mit etwas Abstand zu genießen. 😉
Bis die Brötchen so weit sind, greife ich schon mal zum Buch und lese die ersten Seiten von „Courtship and Curses“ von Marissa Doyle. Nachdem ich in der Woche etwas recherchiert und einen ersten Blick in das Buch geworfen habe, kann ich sagen, dass es im Jahr 1815 spielt, England gerade wieder mit Napoleon im Krieg liegt und die Hauptfigur nichts mit den Leland-Schwestern aus „Bewitching Season“ zu tun hat, aber ihre in London gefundene neue Freundin eines Tages mal die Mutter der Schwestern sein wird. Eine Verbindung, die nicht wirklich relevant ist für die Geschichte. 😉
Update 12:45 Uhr
Inzwischen ist der Kuchen fertig und mein Frühstück gegessen (ich scheine gerade im Raupenmodus zu sein – nur fürchte ich, dass der eher zu Winterspeck als zur Schmetterlingsentwicklung führt ;D) und ich mag mein aktuelles Buch wieder sehr! Die Protagonistin Sophie freut sich schon seit Jahren auf ihre Einführung in die Londoner Gesellschaft. Allerdings ist vor zwei Jahren ihre Mutter an der selben Krankheit gestorben, die dafür gesorgt hat, dass Sophie nun ein lahmes Bein hat (und nicht mehr zaubern kann). So vermisst sie regelmäßig den Beistand ihrer Mutter, mit der sie schon viele Pläne für diese Zeit geschmiedet hatte, und ist anfangs sehr unsicher im Umgang mit all den Personen, die sie trifft, – vor allem, als sie mitbekommt, dass es Gerüchte gibt, dass sie nur eingeschränkte geistige Fähigkeiten hätte.
Ich mag es, dass das Leben für Sophie zwar nicht einfach ist und sie oft genug am Rande der Tanzfläche sitzt und sich wünscht, sie könnte einfach mittanzen, dass sie aber auch sehr viel Rückgrad hat und Kontra geben kann, wenn ihr jemand quer kommt. Wobei sie sich als Debütantin leider höflicher benehmen muss, als meiner Meinung nach oft angemessen wäre. Dazu kommt noch ihre neu gefundene Freundin Lady Parthenope, die Sophie gut tut, und deren flottes Mundwerk mir wirklich Spaß macht. Wie schon bei „Bewitching Season“ ist der Magieanteil bislang recht dezent gehalten und die Geschichte konzentriert sich auf Sophies Einführung in die Gesellschaft, auch wenn es schon einen potentiell gefährlichen Vorfall gab.
Update 16:15 Uhr
Heute habe ich schon einige Zeit angenehm konzentriert mit meinem Buch verbracht. Sophie vermutet inzwischen, dass jemand magische Attentate auf die Mitglieder des Kriegsministeriums ausübt, und sie hat einen netten jungen Mann kennengelernt. Allerdings ist sie sich nicht sicher, ob er sie wirklich mag oder ob er nur Mitleid mit ihr hat – dazu kommt, dass seine Mutter (eine alte Freundin ihrer verstorbenen Mutter) ihn bat, sich während dieser Saison um Sophie zu kümmern. Parthenope hingegen scheint sich sehr gut mit einem berüchtigten Mitgiftjäger zu unterhalten …
Da mein Mann gern einen Film schauen wollte, haben wir dann noch zwei Folgen „Pretender“ geschaut (- dieses Mal sehr familienthematisch) und ich habe dazu ein bisschen an meinem nächsten Sockenpaar gestrickt. So gern ich nähe und häkel, so hat Stricken doch immer wieder den Vorteil, dass ich da nicht auf meine Nadeln schauen muss. 🙂
Jetzt drehe ich erst einmal eine Blog- und Kommentarrunde. Online war ich heute noch nicht sehr lange, „Courtship and Curses“ ist dafür einfach viel zu nett. Mir gefällt der Band bislang besser als „Bewitching Season“, wobei ich nicht genau sagen kann, woran das liegt.
Update 20:30 Uhr
Heute hangele ich mich eindeutig von Essensfoto zu Essensfoto. 😀 Aber das Blumenkohl-Erbsen-Curry war wieder so lecker, dass ich es definitiv fotografieren musste – und sei es nur, um häufiger daran zu denken, dass ich es koche! Ansonsten habe ich mein Buch inzwischen fast durchgelesen. Nur noch wenige Kapitel trennen mich vom vorherbestimmten Happy End. 😉 Auch wenn hier ebenfalls wieder der „Bösewicht“ erahnbar ist, mag ich die Geschichte sehr. Sophie hat es inzwischen nach Belgien verschlagen und sie steht kurz vor einem illustren Ball – inklusive Lord Wellington und seinen tanzenden „staff officers“ -, bei dem es vermutlich zur endgültigen Entlarvung des Attentäters kommt. Hach, so eine nette Geschichte! *hüpf*
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| Das obligatorische Kuschel-Christie-Foto! |
Während mein Mann „Schlag den Raab“ schaut, lese ich jetzt noch die letzten Seiten von „Courtship and Curses“ und wenn ich den Roman beendet habe, werde ich vermutlich für den Rest des Abends zum DS greifen. Aber vor dem Schlafengehen schaue ich bestimmt noch einmal, wie es euch heute ergangen ist. 🙂
Update 23:45 Uhr
Hach, das war ein schönes Buch! So ein hübsches Ende, so eine hübsche Ballsaalszene, so nett! Jetzt frage ich mich nur, was ich morgen lesen soll. *g*
Für heute ist aber erst einmal Schluss! Ich hoffe, ihr hattet Spaß und seid (wenn möglich) morgen wieder dabei. 🙂
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