Es ist wirklich unglaublich, wie viel besser es mir geht, seitdem die Temperaturen deutlich unter 30 Grad gefallen sind. In den letzten Tagen habe ich so viel auf die Reihe bekommen und nebenbei noch Zeit gehabt, um zu Puzzeln und zu Lesen – das war wirklich schön! Es gibt nichts Netteres als Nachmittags auf dem Sofa zu sitzen, den Regen zu hören und dabei mit der Nase im Buch zu versinken. Ich habe sogar schon meine Sofadecke und die Wollsocken wieder rausgeholt, auch wenn es nur ein bisschen Sonneneinstrahlung benötigt, damit es dafür wieder deutlich zu warm wird. *g* Was den heutigen Tag angeht, so werde ich hoffentlich einige Zeit mit meinem aktuellen Roman („The Grief of Stones“ von Katherine Addison) verbringen, vormittags mit meinem Mann eine Runde spielen und nachmittags eine schnelle Backrunde einlegen. Aber erst einmal gönne ich mir einen langsamen Start in den Tag … 🙂
Update 10:00 Uhr
Der Morgen ist überraschend schnell vergangen, dabei habe ich doch nur geduscht, meine nächtliche TL aufgelesen und den Abwasch erledigt, der von gestern Abend übrig geblieben ist. Außerdem habe ich mich einige Zeit mit meinem Mann über Spiele unterhalten, was nicht nur spannend war, sondern auch dazu führte, dass wir heute kein Brettspiel spielen werden, weil wir nicht so recht wissen, welches wir spielen sollen. Die meisten „schnellen“ Spiele haben wir in letzter Zeit ziemlich oft gespielt und eins von den komplexeren Spielen wollen wir gerade nicht wieder neu anfangen, weil wir beide ein bisschen darauf warten, dass uns „Flamecraft“ geliefert wird und wir dafür dann alle anderen Spiele erst einmal liegen lassen würden. Und ja, uns ist schon bewusst, dass es etwas absurd ist, dass wir nicht spielen, weil wir auf ein Spiel warten, von dem wir nicht einmal wissen, wann es bei uns ankommt. 😉
Ich werde mich jetzt also erst einmal mit „The Grief of Stones“ und einer Tasse Chai auf dem Sofa einrollen und gemütlich lesen …
Update 12:00 Uhr
Oh, ich mag dieses Buch wirklich gern! „The Grief of Stones“ schließt inhaltlich direkt an „The Witness for the Dead“ (die Rezension dazu ist für den 21. geplant *g*) an. Der Protagonist Thara Celehar ist ein Geistlicher, der in der Lage ist Erinnerungen und Informationen von Verstorbenen zu bekommen. Also, solange der Tod noch nicht zu lange her ist und die eventuell gesuchten Informationen der verstorbenen Person noch relativ präsent waren. Außerdem übernimmt er in seiner Aufgabe als Witness for the Dead eine Art Ermittlerrolle in seiner Fantasywelt, wobei er dafür einen Auftrag von einem Familienangehörigen oder einer anderen Person bekommen muss. Der Großteil des Romans, den ich gerade lese, beschäftigt sich mit eher unschönen Dingen wie dem Mord an einer alten Herzogin, den Lebensumständen von Waisenkindern – gerade die Mädchen haben in dieser Welt relativ wenig Möglichkeiten – und (Kinder-)Pornografie, aber trotzdem liest sich die Geschichte erstaunlich behaglich, weil Celehar so ein wunderbar sympathischer Charakter ist. Außerdem gibt es immer wieder kleine Szenen, die das Ganze auflockern, wie die Passage, die ich gerade gelesen habe, in der Celehar versuchen sollten von einem verstorbenen Bäcker das Geheimnis seiner berühmten Scones zu erfahren.
Bevor ich mir Frühstück mache und dann weiterlese, drehe ich erst einmal eine Blogrunde – inzwischen haben sich ja doch wieder einige Personen meinem Lese-Sonntag angeschlossen. Schön! 🙂
Update 15:30 Uhr
Zum Frühstück (Porridge mit einer leider sehr grünen Banane) habe ich eine Kurzgeschichte gelesen. „Blood Dance“ von Vela Roth gehört zur „Once Upon a Forbidden Desire“-Anthologie, die vor kurzem erst erschienen ist, und so gern ich mich von den unterschiedlichen Märchenvarianten überraschen lasse, die es in den Once-Upon-Anthologien zu finden gibt, so gewinne ich langsam den Eindruck, dass ich auf den „Desire“-Schwerpunkt dieser Anthologie hätte verzichten können. 😉 „Blood Dance“ liest sich wie ersten „sexy“ Vampirgeschichten, die vor einigen Jahren den Markt überschwemmten, und ich muss gestehen, dass ich davon ziemlich die Nase voll habe. Weshalb ich sehr froh war, dass ich nach dem Essen wieder die Hände frei hatte für mein Taschenbuch und weiter in „The Grief of Stones“ gelesen habe. Inzwischen gab es so einige Ereignisse, die dramatisch gewesen wären, wenn sie nicht in Celehars sachlich-distanzierter Erzählweise geschildert worden wären, und es fühlt sich an, als stehe die Geschichte kurz vor ihrem Ende. Allerdings habe ich noch siebzig Seiten vor mir, ich bin also gespannt, was da noch kommt …
Zwischendurch habe mein Lesen noch unterbrochen, um Apple Crumble zu machen. Den habe ich gerade aus dem Ofen gezogen und sobald er ausreichend abgekühlt ist, gönnen wir uns den. Vorher drehe ich aber noch eine Blog- und Kommentarrunde und schaue, wie es euch heute Nachmittag bislang so ergangen ist.
Update 18:30 Uhr
Obwohl ich ja das Gefühl hatte, dass der große Handlungsstrang in „The Grief of Stones“ eigentlich schon abgeschlossen wäre, gab es in den folgenden Kapiteln noch so viele Dinge, die dafür gesorgt haben, dass ich das Buch nur widerstrebend aus der Hand gelegt habe, als mein Mann den Apple Crumble servierte. Ich liebe es sehr, dass es in diesen Romane von Katherine Addison weniger darum geht, dass Verbrechen aufgeklärt werden, als darum wie die Figuren mit all den Dingen fertig werden, die sie sehen und erleben. Es gibt so viele Dinge, die außerhalb von Celehars Einfluss liegen, sowohl deshalb, weil er als Geistlicher einen relativ niedrigen Rang hat, als auch weil die fantastische Welt in diesen Büchern so sehr von Hierachien und Regeln dominiert wird, die er nicht missachten kann. Aber obwohl das alles so viele Herausforderungen für Celehar mit sich bringt, geht er mit so viel Würde und Ernsthaftigkeit und so viel Respekt für Personen um sich herum durch sein Leben. Stellenweise sogar zu respektvoll gegenüber anderen, weil dies dafür sorgt, dass er sich und sein Leben geringer schätzt als er es verdient hätte. So dreht sich „The Grief of Stones“ in gewisser Weise auch darum, dass der Protagonist lernt sich seine eigene Trauer/seinen Kummer über vergangene Ereignisse einzugestehen – und das war am Ende sehr bewegend (und weiterhin überraschend wohltuend) zu lesen.
Update 22:00 Uhr (letztes Update)
Nach dem letzten Update (und der darauf folgenden Blogrunde) bin ich erst einmal in die Küche gewandert und habe das heutige Abendessen gekocht. Da die Paprika, die es in dieser Woche mit der Gemüsekiste gab, ziemlich klein waren, war das Füllen heute etwas herausfordernd, aber das Ergebnis war sehr lecker. Gefüllt wurden die Paprika mit einer Mischung aus Reis und Mais, die ich mit einer etwas schärferen Sweet-Chili-Sauce, Salz und Pfeffer gewürzt hatte, und dann wurde das Ganze noch mit Käse überbacken. 😀 Nach dem Essen fiel mir erst auf, dass ich heute gar nicht „Animal Crossing“ gespielt hatte, aber da ich momentan nur ungern nach 18 Uhr spiele, fiel das heute dann also mal aus. Stattdessen habe ich mir ein paar Bücher aus dem Regal gezogen und – nach dem Anlesen von „The Midnight Howl“ – noch einmal zu „The Midnight Hour“ gegriffen. Die Geschichte hatte ich im vergangenen Jahr schon gelesen, aber ich glaube, es ist einfacher wenn ich den Roman noch einmal lese, um dann für den zweiten und dritten Teil alle Details wieder präsent zu haben. Die nette und dezent unheimliche Handlung ist auf jeden Fall ein ziemlich starker Kontrast zu „The Grief of Stones“ und genau das habe ich nach dem intensiven Nachmittag gesucht.
Sehr lange werde ich heute aber nicht mehr aufbleiben, da ich morgen früh einen Arzttermin habe, weshalb das hier mein letztes Update für heute ist. Es war wieder sehr schön den Tag mit euch gemeinsam zu verbringen und ich hoffe, ihr habt euch gut entspannt!
Habt einen guten Start in die Woche – und wenn ihr Lust habt, können wir uns im Oktober ja etwas häufiger lesen. 🙂
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