Neuzugänge: Juli, August und September 2018

Normalerweise finde ich einen 3-Monats-Beitrag für meine Neuzugänge vollkommen angemessen, da meine Buchkäufe relativ überschaubar ausfallen. Geburtstag und Weihnachten sind noch mal eine andere Sache, aber so zum Jahresende ist es ja auch gar nicht schlecht, wenn man ein paar Bücher für die eventuell kommenden mageren Zeiten des nächsten Jahres auf Vorrat hat. 😉

In den letzten Monaten hingegen gab es nicht nur ein paar Überraschungen bei den Lieferzeiten (normalerweise braucht mein Buchhändler 2 bis 4 Wochen für den Import von englischsprachigen Büchern, was ich natürlich bei meinen Bestellungen einkalkuliere), sondern auch ein paar (geplante und ungeplante) Budget-Aufstockungen. Und da ich während der heißen Phasen im Juli und August so gut wie nicht gelesen habe, habe ich diesen Mangel an Lesezeit eben mit spontanen Bestellungen gefüllt. 😉

1. Jen Wang: The Prince and the Dressmaker (Comic)
Dieser Comic ist mir vor einiger Zeit in meiner englischen Timeline auf Twitter begegnet, und die Geschichte rund um einen jungen Prinzen, der sich eine zweite Identität zulegt, um in Frauenkleidern an Bällen teilzunehmen, klang einfach nur zuckersüß, weshalb er auf meinem Wunschzettel landete. Eine Freundin hat ihn dann Ende Juni spontan vom Zettel gefischt und mir zugeschickt – auch hier noch einmal vielen lieben Dank dafür, ich hatte viel Spaß mit dem Comic! 🙂

2. Jaye Wells: Dirt Magic (Prospero’s War 1)
Das Buch war eine spontane Anschaffung, da der Roman keine 3 Euro kostete, als ich einem Link (schon wieder bei Twitter *seufz*) folgte, um zu schauen, worum es darin geht. Die Geschichte klang interessant und der Preis war schrecklich verlockend, also habe ich spontan zugeschlagen.

3. Kelly McCullough: Der Zorn der Klinge
Beim Sortieren und Einräumen meiner Bestände bin ich auch über einige Reihen gestolpert, von denen ich noch Fortsetzungen kaufen wollte. Da diese Reihe von Kelly McCullough mit insgesamt sechs Bänden abgeschlossen ist, habe ich mir den vierten Teil gegönnt – noch zwei, und ich habe alle Geschichten rund um die Klinge im Regal stehen. 😉

4. Stephanie Burgis: Mask and Shadows
Seitdem ich die Autorin für mich entdeckt habe, war ich noch von keinem der gelesenen Bücher enttäuscht, und so versuche ich, nach und nach die noch fehlenden Titel in meinen Besitz zu bringen. Ihre Jugendbücher habe ich vollständig, „Mask and Shadows“ ist mein erster Roman für Erwachsene von Stephanie Burgis.

5. Ines Korth: Massu Schmiedstochter (Comic)
Vor ein paar Jahren war ich online über den Comic gestolpert, hatte aber damals keine Geduld, eine längere Geschichte in dieser Veröffentlichungsform zu verfolgen. Nachdem „Massu Schmiedstochter“ inzwischen als gedruckte Version vorliegt, habe ich mir den Band gegönnt, um endlich Massus Abenteuer lesen zu können.

6. Seanan McGuire: The Girl in the Green Silk Gown
Der zweite Band rund um Rose aus „Sparrow Hill Road“ – ich mag die Geschichten um den „Hitchhiker Ghost“ so gerne und freue mich, dass es nach all der Zeit noch einen weiteren Band rund um diese Figur gibt.

7. Kate Milford: Ghosts of Greenglass House
Uuuund noch eine Fortsetzung – ich glaube, ich warte mit dem Lesen, bis es draußen schön kalt ist. (Auf Schnee werde ich aber lieber nicht warten, denn irgendwann möchte ich die Geschichte schon lesen. 😉 )

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Der August war eigentlich relativ harmlos, wenn man nicht in Betracht zieht, dass ich viele der im September gelieferten Titel in diesem Monat bestellt habe. Ich glaube, das größte Problem ist zur Zeit, dass ich keine richtige Balance finde zwischen „Reihen fortsetzen/beenden“ und „neue Autoren ausprobieren“. Außerdem kann ich dank der ausgeräumten Bücherkartons endlich sehen, wo ich noch Lücken in meinem Bücherbestand habe. Sehr gefährlich!

8. Seanan McGuire: Sparrow Hill Road
Mit etwas Verspätung kam dann auch die Neuauflage von „Sparrow Hill Road“ – ein Teil von mir kann immer noch nicht fassen, dass ich mir diesen Roman doppelt gekauft habe, damit er äußerlich zum zweiten Band passt.

8. Patricia Briggs: River Marked (Mercy Thompson 6)
Noch eine Reihe, die ich endlich mal weiterlesen will. So viele schöne Reihen, so wenig Geld, um Fortsetzungen zu kaufen. 😉

9. Janine Beacham: Rose Raventhorpe Investigates 3 – Hounds and Hauntings
Nachdem mir der erste Band rund um Rose Raventhorpe so gut gefallen hatte, habe ich mir die folgenden beiden Bücher bestellt – da der dritte Teil bei meinem Buchhändler vorhanden war, während der zweite importiert werden musste, wurde mir der Titel gerade mal einen Tag nach Bestellung per Fahrradkurier geliefert.

10. Stephanie Burgis: Congress of Secrets
Noch ein Roman für Erwachsene von der Autorin. Damit müsste ich eigentlich die Backlist von Stephanie Burgis vollständig haben – gerade rechtzeitig, bevor die nächsten Titel von der Autorin erscheinen, die auf der Wunschliste stehen.

111. Janine Beacham: Rose Raventhorpe Investigates 2 – Rubies and Runaways
Zur Zeit finde ich es etwas undurchsichtig, in welchem Rhythmus mein Buchhändler von seinem Importeuer beliefert wird, und angesichts der Tatsache, dass so eine Lieferung per Fahrradkurier ja auch was kostet, wäre es mir eigentlich lieber, wenn ich nicht jedes Buch einzeln gebracht bekäme. Auf der anderen Seite sind wöchendliche Bücherlieferungen auch irgendwie sehr nett … 😉

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Eigentlich hatte ich ja gehofft, dass es im September endlich wieder richtiges Lesewetter für mich geben würde. Aber es war immer noch ziemlich warm (30 Grad und Sonnenschein bekommen unserer Wohnung nicht so gut), so dass ich in den ersten Wochen des Monats abends mit meinem Mann vor allem Serien und Dokus schaute. Immerhin kam so langsam die Lust aufs Lesen wieder zurück – zusammen mit vielen weiteren (zum Teil schon vor längerer Zeit bestellten) Neuzugängen. *hüstel*

12. Diane Zahler: Baker’s Magic
Diese Autorin hatte ich eine Zeitlang aus den Augen verloren und musste nun feststellen, dass sie nicht nur demnächst ein neues Buch veröffentlicht, sondern auch seit meiner letzten Recherche einen Titel veröffentlicht hat, der für mich interessant klingt. „Baker’s Magic“ war mein erstes Buch von der Autorin, das keine Märchenneuerzählung ist, und obwohl es nett und unterhaltsam war, hätte man meiner Meinung nach mehr aus der Geschichte rausholen können.

13. Tiffany Trent: Unnaturalist
Tiffany Trents Geschichte in „The Underwater Ballroom Society“ hatte mir so gut gefallen, dass ich noch mehr von der Autorin lesen wollte. Mal schauen, wie mir ein Roman von ihr so gefällt …

14. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
Native-American-Urban-Fantasy mit gut klingendem Klappentext – auf diese Veröffentlichung habe ich gewartet, seitdem der Roman in meiner Timeline angekündigt wurde.

15. Kari Maaren: Weave a Circle Round
Ein Jugendbuch mit einer Geschichte, die entweder großartig oder schrecklich ist. Nachdem das Buch eine Weile auf meiner Wunschliste saß, wollte ich nun endlich wissen, was von beidem der Fall ist. 😉

16. Seanan McGuire: The Brightest Fell (October Daye 11)
So sehr ich mich für Seanan McGuire freue, dass ihre October-Daye-Romane inzwischen als Hardcover veröffentlicht werden, so hat das doch für mich bedeutet, dass ich ein Jahr länger auf die Fortsetzung warten musste. Weil ich so ungeduldig war, hatte ich die Taschenbuchausgabe dann sogar vorbestellt, obwohl ich das normalerweise nicht mache. Ich bin gespannt, wie es mit Toby, Tybalt und all den anderen weitergeht … 🙂

17. Kelly Meding: Stray Magic
Bislang mochte ich eigentlich alle Romane der Autorin, die ich gelesen habe, und finde es sehr schade, dass sie nicht erfolgreicher ist. So erscheinen inzwischen einige ihrer Titel nur noch als eBooks oder im Eigenverlag, während sie gleichzeitig nicht mehr so gut darin ist, ihre Homepage auf dem aktuellen Stand zu halten. Das macht es schwierig für mich, überhaupt ihren Veröffentlichungen zu folgen. Aber wenn ich dann mal mitbekomme, dass es was Neues von ihr (sogar in gedruckter Form) gibt, geht meine Bestellung raus, ohne groß drüber nachzudenken. Sehr viel weiß ich deshalb über „Stray Magic“ nicht, abgesehen davon, dass es Urban Fantasy ist und zum Jahresende eine Fortsetzung veröffentlicht werden soll.

18. Kelly McCullough: Die erste Klinge
19. Kelly McCullough: Der Schwur der Klinge
Irgendwie hat es mich geärgert, dass ich die Reihe nicht gleich vervollständigt hatte, nachdem ich im Juli den vierten Band bestellt hatte. Als ich für mehrere anstehende Geburtstage Buchbestellungen aufgab, habe ich die Gelegenheit genutzt und für mich diese beiden zwei Bücher mit in den Einkaufswagen gepackt. Die Beauftragung des Fahrradkuriers durch meinen Buchhändler sollte sich schließlich mal richtig lohnen! 😉 Jetzt habe ich also die Geschichte rund um die Klinge vollständig und kann mich demnächst für ein paar Tage einrollen und die sechs Bücher am Stück lesen. Ich weiß gar nicht, warum gerade diese Romane mir so gefallen, aber sie gehören zu den wenigen High-Fantasy-Titeln, die ich noch lesen mag.

20. Pamela Ribon/Marina Julia: Slam! The Next Jam (Comic)
Den Comic hatten mein Mann und ich vorbestellt, als er angekündigt wurde. Was bedeutet, dass ich die Bestellung schon fast wieder vergessen hatte, als der Band mit der monatlichen Comiclieferung ankam. 😉 Den ersten Teil mochte ich gern – wobei ich zugeben muss, dass ich dank des Themas „Roller Derby“ auch über die eine oder andere Schwäche in der Erzählweise hinwegsehen kann.

21. Kate Leth/Megan Levens: Mysticons (Comic)
Für diesen Comic (und die folgenden Titel) kann ich die Schuld meinem Mann zuschieben, denn als ich ihm erzählte, dass einige englische Ausgaben von meinem Merkzettel in der letzten Zeit deutlich im Preis gesenkt wurden, meinte er, dass ich sie doch dann einfach bestellen sollte. Hier geht es um vier Superheldinnen, die gegen magiestehlende Biker-Zwillinge antreten müssen … *g*

22. Hope Larson/Brittany Williams: Goldie Vance(Comic)
Hier kann sich mein Mann die Schuld mit Rike teilen, deren „Comics kurzgefasst“-Beitrag dazu beigetragen hat, dass ich den Titel auf der Wunschliste deutlich nach oben geschoben habe. Goldie klingt nach der Sorte weiblicher jugendlichen Detektivinnen, von denen ich gerne lese.

23. Diana Wynne Jones: Power of Three
Die Diana-Wynne-Jones-Bücher finde ich in der Regel ziemlich teuer, als dieser Titel dann auf einmal für gerade mal ein Drittel des ursprünglichen Preises zu bekommen war, musste ich ihn spontan für meine Sammlung mitnehmen.

24. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
Noch ein Buch, das es überraschend günstig gab, als ich Anfang August meine Merkliste durchging. Die Lieferung dauerte dann zwar fast zwei Monate, aber dafür habe ich eine weitere Anthologie auf dem SuB (mit vielen Autoren, die ich mag oder auf die ich neugierig bin).

25. Tracy Baptiste: Rise of the Jumbies (The Jumbies 2)
Der zweite Band von „The Jumbies“. Nachdem ich sah, dass das Hardcover nur noch übers moderne Antiquariat zu beziehen war und kein Taschenbuch bislang angekündigt wurde, musste ich mir den Roman schnell sichern, bevor er gar nicht mehr zu bekommen ist. Ich hasse es, wie schnell Bücher von den Verlagen wieder aus dem Programm genommen werden …

26. Rachel Caine: Ink and Bone (The Great Library 1)
Eine der Reihen, um die ich seit Längerem drumherumschleiche. Aber da ich die bislang von der Autorin gelesenen Bücher mochte, habe ich mich im August dann doch durchgerungen, diesen Band zu bestellen – Ende September kam er dann auch bei mir an.

27. Jasmine Gower: Moonshine
Flapper-Urban-Fantasy in einem alternativen Chicago, in dem Magier von Kopfgeldjägern gejagt werden. Beim 20er-Jahre-Setting konnte ich nicht widerstehen – ich bin sehr gespannt, wie die Autorin das umsetzt und wie mir überhaupt die Handlung gefällt.

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 1/Sonntag

Nachdem ich gestern ja den Vormittag über gar nicht so recht ins „Herbstlesen“ hineinkam, bin ich gespannt wie es heute morgen läuft. 😉 „Herbst im Mumintal“ von Tove Jansson habe ich gestern ausgelesen und in „Urban Enemies“ bin ich über die nächste Hürde gekommen (aber zum Wachwerden passen diese ganzen Antagonisten nicht so recht). Damit bliebe entweder ein weiteres Kapitel in „Sparrow Hill Road“ von Seanan McGuire, das Buch hatte ich seit Donnerstag nicht mehr in der Hand, oder „Ich habe auch gelebt“ – darin habe ich allerdings in den letzten Tagen so viel gelesen, dass ich schon mehr als die Hälfte bewältigt habe und mich nun langsam das Gefühl überkommt, ich müsse mir den Rest etwas aufbewahren. Oder ich fange einen neuen Titel an, obwohl ich mein Parallellesen eigentlich wieder etwas runterfahren wollte, weil ich bei so vielen Büchern immer etwas frustriert bin, weil ich in keinem so richtig voranzukommen scheine … Erst einmal gibt es einen Tee und dann sehe ich weiter! Ich hoffe, ihr habt einen schönen Start in den Sonntag! 🙂

Update 10:45 Uhr

Irgendwie bekomme ich es gerade nicht so richtig hin gemütlich in einen Lesetag zu starten. Aber das ist auch okay, ich muss ja nicht lesen, wenn mir andere Dinge durch den Kopf gehen. 😉 Den Tee gab es nicht, weil ich nach den Mumins Lust auf ein märchenhafteres Buch hatte als schon auf dem Tisch bereit lag, also habe ich mich vor den SuB gesetzt und ein bisschen gestöbert. Dabei habe ich mich bei „The Witch’s Boy“ von Kelly Barnhill festgelesen und meinen Plan Tee zu kochen vollkommen vergessen. Die Frau kann einfach mit Worten umgehen! Die Einführungsszene ist so kurz, aber man lernt die Dorfbewohner, die unbedingt die Zwillinge der Hexe irgendwie unterscheiden will, so gut kennen, dass es einen nicht verwundert, dass sie nach dem Tod des einen Jungen davon überzeugt sind, dass der „falsche“ Zwilling ums Leben kam. Dabei wissen sie noch nicht einmal, was die Hexe tat, um wenigstens ihrem zweiten Sohn das Leben zu retten …

Als ich mich von dem Buch losreißen musste (weil es mir in meiner „Stöberposition“ doch etwas zu unbequem und zu kalt wurde), wollte ich nur eben online etwas schauen und habe daraufhin meine nächtliche Twitter-Timeline nachgelesen. So viel Wut und so viel Verzweiflung bei den Amerikanern, die ich verfolge, wegen Brett Kavanaughs Ernennung zum Obersten Richter. Und in meiner deutschen Timeline Bilder von „Nachrufen“ für Geflüchtete, die vor der Küste Maltas ertranken, berechtigte Aufregung über „AfD-freundliche“ Rechtssprechung durch eine Richterin mit AfD-Verwandtschaft und viele andere Dinge, die ich inzwischen ehrlich gesagt nur noch portionsweise aufnehmen und verarbeiten kann, wenn ich in meinem Alltag weiter funktionieren will. Nebenbei hat mir mein Mann einen Überraschungs-Ei-Beipackzettel unter die Nase gehalten, bei dem all die Schlümpfe Berufe wie Pilot, Arzt usw. haben, während Schlumpfine Blümchen verkaufen und shoppen darf … Ansonsten haben wir gemeinsam deutsche Bundesländer plus Hauptstädte aufgezählt, um zu schauen, ob wir das ohne Nachgucken können (können wir, auch wenn ich bei Thüringen die Hauptstadt nur mit Nachdenken auf die Reihe bekomme, während er bei Potsdam nicht sicher war, ob er richtig liegt *g*), und dann wurde es doch mal Zeit Frühstück zu machen.

Update 14:00 Uhr

Nach dem Frühstück habe ich weiter in „The Witch’s Boy“ gelesen und bin immer noch hingerissen von den Formulierungsfähigkeiten von Kelly Barnhill. Ich weiß nicht, ob und wie man ihre Texte übersetzen könnte, weil es sich anfühlt, als ob die einzelnen Sätze nur genauso wie sie sind funktionieren könnten. Oh, und die Figuren und die Handlung – soweit ich sie bislang kenne – gefallen mir mindestens ebenso gut wie in „The Girl Who Drank the Moon“. Leider wurde es dann Zeit Christie zu füttern und als das erledigt war, habe ich mich erst einmal nicht wieder aufs Sofa geworfen, auch wenn es noch so sehr lockte. 😉

Stattdessen habe ich ein paar Briefe erledigt, die Anfang der Woche auf den Weg müssen (unter anderem die Beantragung von Briefwahlunterlagen), und dann habe ich mein kaputtes Nachthemd rausgekramt und überlegt, ob und wie ich das Ganze wieder in Ordnung bringen kann. Ohne die Häkelspitze (die ich noch nie mochte) gehen die Nähte am Kragen auf, auf der anderen Seite ist die Häkelspitze kaputter, als mir bewusst war, so dass ich die nicht einfach wieder annähen kann. Da ich am Besten alles in Ruhe auftrennen und die Kanten dann neu umfassen (oder zumindest sorgfältig umnähen) muss, habe ich das Ganze dann doch verschoben und stattdessen zu „Ich habe auch gelebt“ gegriffen. Aktuell baut mein Mann nämlich schon alles für unsere heutige „Gloomhaven“-Runde auf und da bleibt nicht genügend Platz, um ein Update zu schreiben UND kopfhüber in „The Witch’s Boy“ zu versinken. 😉 Jetzt versuche ich noch eine schnelle Blogrunde auf die Reihe zu bekommen und dann flitze ich auch schon wieder zum Brettspielen.

Update 18:00 Uhr

Das heutige Gloomhaven-Spiel hat (inklusive Aufräumen am Ende) doch erstaunlich lange gedauert, dafür sind wir siegreich aus dieser Kampagne herausgegangen. Unsere Aufgabe war es einen Bereich zu durchqueren, sämtliche aufgedeckten Monster zu killen und eine Schatztruhe zu öffnen. Da die Gegner ziemlich heftig waren, bin ich mit meiner Figur einige Risiken eingegangen und zum Glück hat sich das dann auch bezahlt gemacht. Am Ende hatten wir beide zwar nur noch jeweils einen Lebenspunkt, aber alle Monster waren besiegt und in der Schatztruhe fanden wir eine Landkarte, die uns zu einem versunkenen Schiff führen wird. Bei meinem Mann hat dieser Sieg dazu geführt, dass er nun seinen „Cragheart“ in Rente schicken konnte und wir deshalb nun mit einen „Vermling Beast Tyrant“ freigeschaltet haben. Er hat sich aber für die nächste Runde für eine andere Rasse entschieden – mal schauen wie das so wird. *g* Für meine Sofazeit bis zum Kochen habe ich mir „The Witch’s Boy“ bereitgelebt – mal schauen, ob ich da wirklich noch einen Blick reinwerfe oder ob die Blogrunde zu lange dauert (oder ich mich von den von Kiya verlinkten Kurzgeschichten ablenken lasse). Später am Abend schaffe ich aber hoffentlich noch ein paar Seiten.

Update 22:00 Uhr

Natürlich habe ich dann doch erst einmal die von Kiya verlinkten Kurzgeschichten zur „Lynburn Legacy“ gelesen und mich dann ein wenig mit Christie beschäftigt, die den auf einmal doch noch schmusig wurde. 🙂 Zum Abendessen gab es dann Pasta Alfredo (zum ersten Mal mit Bärlauch-Nudeln, was wirklich großartig passte) und danach habe ich erst einmal Animal Crossing gespielt. Da einer meiner Nachbarn eine Petition hatte und ich dafür in eine Nachbarstadt reisen musste, habe ich also noch kurz meinen Mann besucht. 😉 Da mein Mann gerade „Befehl aus dem Dunkel“ schaut und die Geräuschkulisse dieses japanischen Monsterfilms nicht ganz zu der Atmosphäre von „The Witch’s Boy“, werde ich erst einmal wieder zu „Ich habe auch gelebt“ greifen – vorher drehe ich aber noch eine letzte Blog- und Kommentarrunde. Auf jeden Fall war das mein letztes Update für morgen. Ich fand es an diesem Wochenende wieder sehr nett mit euch und hoffe sehr, dass wir im Laufe des Monats noch einmal gemeinsam lesen werden. Habt einen guten Start in die Woche und in den kommenden Tagen möglichst wenig Stress! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Kiya
Ina
Anette
Natira
JED
Sayuri

Herbstlesen im Oktober 2018 – Wochenende Nr. 1/Samstag

Nachdem ich am Mittwoch schon gemütlich  ins Herbstlesen gestartet bin, geht es heute „offiziell“ los. Ich bin gespannt, ob ich heute auch wieder ein paar Mitleser habe und wenn ja, womit diese sich den Tag vertreiben und welche Bücher gelesen werden.

Bei mir hat sich seit Mittwoch nicht so viel getan. Ich habe weiterhin „Ich habe auch gelebt – Briefe einer Freundschaft“ von Astrid Lindgren und Louise Hartung, die Anthologie „Urban Enemies“ (herausgegeben von Joseph Nassise) und „Sparrow Hill Road“ von Seanan McGuire neben dem Sofa liegen. Dazu kommt noch „Herbst im Mumintal“ von Tove Jansson, das mich so sehr gelockt hat, als ich vorgestern diesen Beitrag über Herbstbücher vorbereitet habe. Mal schauen, bei welchem Titel ich zum „Wachwerden“ hängenbleibe – nur gut, dass mein Mann den Wochenend-Einkauf übernimmt, so dass ich gemütlich in den Tag starten kann. 😉 Neben dem Lesen (und vielleicht einer nachmittäglichen Brettspielrunde) habe ich eigentlich keine Pläne für den Tag, allerdings wäre es vermutlich nicht schlecht, wenn ich mich dazu aufraffen könnte das Nähzeug rauszuholen, um etwas Flickarbeit hinter mich zu bringen.

Update 11:00 Uhr

Hihi, so richtig wurde das heute nichts mit dem gemütlichen Wachwerden und dabei lesen. Als ich mir Tee kochen wollte, musste ich feststellen, dass die Spülmaschine noch lief (die programmiere ich immer abends und hatte mich wohl gestern mit der Zeit vertan), weshalb ich spontan unter die Dusche sprang. Dann kam mein Mann wieder und schwatzte mit mir, während Christie verzweifelt an der Küchentür scharrte, weil sie sooooooolchen Hunger hatte. (Wenn das mit dem Cortison-gepimpten Kätzche so weitergeht, dann geht uns das Futter aus, bevor die Nachlieferung kommt!) Also haben wir beschlossen, dass es eine Extra-Futterrunde für Christie gibt, doch bevor sie was zu Essen bekommen konnte, mussten wir erst einmal die Näpfe abwaschen, die Wassernäpfe reinigen und das Katzenklo ebenso und als das alles erledigt war, hatte ich solchen Hunger, dass ich mir Frühstück gemacht habe. Statt dann beim Frühstück in einem meiner Bücher zu lesen, habe ich online rumgedümpelt und so war das irgendwie nicht geplant. *g* Ich klappe jetzt also erst einmal den Laptop zu, damit ich wirklich auch etwas Zeit mit Lesen verbringe. 😉

Update 13:45 Uhr

Gerade mal 62 Seiten sind es in „Herbst im Mumintal“ geworden, was auch daran liegt, dass ich meinem armen Mann regelmäßig Passagen vorlese. Beim Hemul fühlte ich mich ein bisschen ertappt und als ich meinem Mann vorlas, wie der Hemul morgens aufwacht, meinte er (wenn auch mit einem Schmunzeln), dass das das Deprimierenste gewesen wäre, das er je gehört hätte. Ähm … nun … bei aller Niedlichkeit sind die Mumingeschichten doch nicht ohne Melancholie … und ich mag es sehr, wie der Hemul zumindest für einen kleinen Moment aus seinem Alltag ausbricht und ihn das so glücklich macht.

Nachdem ich in den letzten Minuten einige Kommentare beantwortet und hinterlassen habe, werde ich jetzt wieder den Laptop zuklappen. Ich bin für 14 Uhr mit meinem Mann für eine „Obsession“-Runde verabredet. Wir haben am Mittwoch gemerkt, dass wir noch nicht ganz regelsicher sind und beschlossen, dass wir etwas häufiger spielen müssen, um nicht nur all unsere Brettspiele angemessen zu würdigen, sondern auch etwas sicherer spielen zu können. 😉

Update 16:15 Uhr

Uff, so langsam denke ich, dass mir das Spiel nicht liegt – was nichts daran ändert, dass es mir wirklich viel Spaß macht. Aber dreimal hintereinander zu verlieren, selbst wenn es nur knapp ist, ist doch ein bisschen frustrierend. Genau gesagt war es heute ein bisschen frustrierend, weil ich relativ wenige Möglichkeiten hatte (wenig Geld, wenig gute Gäste, wenig Sachen, bei denen sich der Kauf gelohnt hätte) und jedes Mal, wenn ich mir dann doch eine gute Kombination überlegt hatte, kam mein Mann vor mir dran und schnappte sich genau das Teil, das ich dringend gebraucht hätte. Nun gut, beim nächsten Mal läuft es hoffentlich anders! (Wenn wir aber morgen spielen sollten, wäre eh erst einmal wieder „Gloomhaven“ dran.)

Jetzt gibt es erst einmal Tee und Kuchen (ein halbes Stück Rhabarber-Käsekuchen mit Streuseln und ein halbes Stück Schoko-Kirsch-Käsekuchen), während mein Mann „Assault – Anschlag bei Nacht“ schaut (den Film hat er gerade erst zum Geburtstag bekommen) und ich bei den anderen Herstleserinnen vorbeischaue. Danach geht es wieder ins Mumintal, das genieße ich gerade so sehr. 🙂

Update 19:00 Uhr

Christie und ich haben uns wirklich noch etwas Zeit im Mumintal gegönnt, dann allerdings meldete der Wäschetrockner, dass er geleert werden wollte und ich habe mich ans Zusammenlegen gemacht. (Irgendwie verdränge ich immer gern, dass nach dem Wäschewaschen das Zusammenlegen kommt – geht euch das auch so?) Währendessen habe ich darüber nachgedacht, dass es doch albern ist, dass ich heute den ganzen Tag erzähle, dass ich wegen der letzten Geschichte gerade wenig Lust auf die Anthologie habe. Also habe ich mir dann „Urban Enemies“ geschnappt und „The Naughtiest Cherub“ von Kevin Hearne gelesen. Die Geschichte spielt nach dem achten Roman rund um den Eisernen Druiden und beschreibt eine Besuch Lokis in der Hölle. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass ich den Eisernen Druiden nicht besonders gut kenne (halt nur von Kurzgeschichten), an Kevin Hearnes Erzählweise (die mir nicht wirklich liegt) oder an der Handlung, aber so richtig konnte mich diese Kurzgeschichte nicht überzeugen. Mal schauen, wie es dann mit der nächsten Geschichte wird – immerhin kann ich da schon sagen, dass ich schon einige nette Texte von Caitlin Kittredge gelesen. 🙂

Nach der Kurzgeschichte habe ich mir noch ein paar Seiten in „Herbst im Mumintal“ gegönnt und nun drehe ich eine Blogrunde, bevor ich in die Küche wandere, um zu kochen. Ich hoffe, ihr hattet bislang einen schönen Tag und habt all eure Tätigkeiten genossen! 🙂

Update 22:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich gekocht (und nebenbei „Animal Crossing“ gespielt, das passt immer gut, wenn man Garzeiten zu überbrücken hat). Ich muss gestehen, ich bin gerade etwas „kulinarisch“ frustriert. Seitdem ich versuche frisches Obst und Gemüse nur noch bio und regional zu kaufen, bin ich dank der naheliegenden Supermärkte gezwungen mir sehr viele Varianten mit Kartoffeln und Möhren zu überlegen … Ich hoffe, ich kann demnächst häufiger meinen Mann in den neueröffneten Biomarkt schicken, um etwas mehr Abwechslung auf den Tisch zu bekommen.

Nach dem Essen habe ich „Herbst im Mumintal“ beendet und ja, die Geschichte ist schon stellenweise sehr melancholisch, aber auch wunderschön. Ich liebe allein schon die Szenen mit dem Onkelschrompel, der sehr alt ist und fast alles vergessen hat – abgesehen von ein paar schönen Kleinigkeiten – und der eine sehr schöne Zeit mit dem Urahn verbringt, der aus unerklärlichen Gründen im Kleiderschrank lebt, ebenso höflich wie der Onkelschrompel ist, nie spricht und – aber verratet es dem alten Herren nicht – das Spiegelbild des Onkelschrompel sein könnte. 😉

Außerdem habe ich eine Rede von Deniz Yücel gelesen, die mit dem Titel „Ein Lob der Zerrissenheit zum Tag der Einheit“ in der Welt veröffentlicht wurde (wer Interesse daran hat, dürfte mit diesen Angaben bei einer Suchmaschine erfolgreich sein – ich hasse diese ganzen Einschränkungen beim Verlinken, die durch die „neuen“ Gesetze entstanden sind) und die ich an der einen oder anderen Stelle augeöffnend empfand (und die mir viele andere Dinge in Erinnerung gerufen haben, die mir nicht mehr ganz so bewusst waren). Jetzt werde ich nur noch eine Blogrunde drehen, Kommentare beantworten und die zweite Ladung Wäsche zusammenlegen. Morgen sehen wir uns hoffentlich hier wieder – es war wieder schön mit euch! Habt noch einen angenehmen Abend! 🙂

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Heutige Mitleserinnen:

Natira
JED
Kiya
Ina

[Stöckchen] Herbstliebe: Ein Herbst & fünf Fragen

Über diesen Tag von Katriona bin ich bei Rike gestolpert und fand ihn so nett, dass ich ihn gleich mitnehmen musste. Dass ich mich jedes Jahr wie verrückt auf den Herbst freue und ihn den ganzen Sommer herbeisehne, sollte ja niemanden verwundern, der meinen Blog schon eine Weile verfolgt, und dass mein Leben sich sehr um das Lesen dreht, noch weniger. 😉

1. Welche Bücher möchtest du diesen Herbst unbedingt lesen?

Schrecklich viele Titel stehen in diesem Herbst ganz oben auf meiner Leseliste. Mit dem Reread von „Sparrow Hill Road“ von Seanan McGuire habe ich schon angefangen, damit ich in den nächsten Tagen zur Fortsetzung „The Girl in the Green Silk Gown“ greifen kann. Auf diesen zweiten Band habe ich mich seit Ankündigung gefreut, und solch eine Geistergeschichte passt doch gut in den Herbst. Außerdem möchte ich endlich „Feedback“ und „Into the Drowning Deep“ von Mira Grant lesen (ja, schon wieder Seanan McGuire – von ihr mag ich sogar Horror lesen), die beiden Titel liegen schon viel zu lange auf dem SuB. Des Weiteren haben ich „Ghost of the Greenglass House“ von Kate Milford im Auge (welches allerdings auch gut in den Winter passen würde) und wenn mir weniger nach Geistern und Grusel zumute sein sollte, werde ich vermutlich zu „Masks and Shadows“ und „Congress of Secrets“ von Stephanie Burgis greifen – ich mag fantastische Historicals und erwarte bei der Autorin unterhaltsame, berührende und amüsante Geschichten.

2. Was magst du am Herbst am liebsten?

Dass die Sommerhitze vorbei ist, die Nächte kälter werden und die ganze Welt ein wenig ruhiger zu werden scheint. Für mich ist der Herbst das, was für viele Menschen der Frühling ist. Herbst bedeutet für mich, dass ich wieder aktiver und kommunikativer werde (auch wenn das bei all den Lesestunden auf dem Sofa nicht so zu sein scheint 😉 ). Ich liebe das wechselhafte Wetter, das Licht und die frühe Dunkelheit. Der Herbst ist so wunderbar vielversprechend. Auf die ersten Herbsttage folgen viele weitere Wochen, in denen ich mich über die Verfärbung der Blätter und die sich versammelnden Zugvögel freuen kann und in denen all diese Menschen, die den Sommer wie verrückt rumgerannt sind, um das „gute Wetter“ zu genießen, ruhiger werden und wieder Zeit für gemütliche gemeinsame Stunden finden. Und wenn der Herbst zu Ende geht, dann hoffentlich mit diesem wunderbaren Hauch von Frost in der Luft, der in einem die Hoffnung auf einen Winter mit einer dicken Schneedecke weckt.

3. Über welche herbstlichen Themen liest du am liebsten?

Richtig „herbstliche“ Themen könnte ich gar nicht benennen, auch wenn es das eine oder andere Buch gibt, das ich mit einem „Herbstgefühl“ in Verbindung bringe. Allerdings mag ich mit der früher einsetzenden Dunkelheit eher mal zu einer Geistergeschichte (oder Horror) greifen, wobei ich dann zum Ausgleich auch wieder einen Cozy Mystery oder eine eher märchenhafte Geschichte brauche. Oh, und für Sachbücher (quer durch alle möglichen Themengebiete) habe ich im Herbst dann auch wieder Geduld, während mir im Sommer dafür in der Regel die Konzentration fehlt.

4. Wo liest du im Herbst am liebsten?

Ganz klar auf dem Sofa! Wir werfen eigentlich erst im Winter die Heizung an und so brauche ich, wenn die Temperaturen fallen, dann doch meine Sofadecke, wenn ich länger stillsitzen und lesen will. Ich finde es auch einfach praktisch, dass ich mit Decke und Katze bequem auf dem Sofa liegen und auf dem Tisch daneben einen Stapel Bücher, eine große Tasse Tee und vielleicht sogar ein paar Kekse lagern kann. Hinter mir steht auf einem weiteren Tisch eine Leselampe, die nicht nur für das richtige Licht sorgt, sondern auch den Nacken etwas wärmt, und wenn es von der Atmosphäre her passt, kann ich sogar noch die Stereoanlage anwerfen und etwas leise Musik beim Lesen genießen. Und wenn mir doch mal der Lesestoff ausgehen sollte, ist das Regal mit dem SuB auch nicht weit weg …

5. Welches Buch kannst du allen, die etwas Herbstliches lesen möchten, empfehlen?

Da ich nun mal bin, wie ich bin, gibt es natürlich nicht nur ein Buch, das mir spontan eingefallen ist. Grundsätzlich mag ich gemütliche Krimis im Herbst wie zum Beispiel „Das Album“ von Mary Roberts Rinehart. Diese Geschichte beginnt zwar im August, aber durch die gesamte Handlung zieht sich eine Atmosphäre von Abschied, von Vergänglichkeit und Melancholie, die ich sehr passend für den Herbst finde. Auch bei Agatha Christie gibt es einige Krimis, die ich passend für den Herbst finde, wenn auch vielleicht nicht gerade „Das Böse unter der Sonne“ oder eine der anderen Geschichten, die in heißen Gefilden spielt. Eine weitere Empfehlung von mir wäre die Jugendbuchreihe „Murder Most Unladylike“ von Robin Stevens, diese Krimis greifen nicht nur großartig die Atmosphäre der eher gemütlichen Krimiklassiker auf, sondern bieten mit einer chinesischen Protagonistin mal eine andere Perspektive auf das „traditionelle britische Leben“. Überhaupt fällt mir gerade auf, dass ich bei meinen (herbstlichen) Krimis dazu neige, Geschichten auszuwählen, die in einer bestimmten Zeitspanne spielen. Aber grundsätzlich passt ein ruhiger Krimi, bei dem man viel über die Menschen und ihre Zeit erfährt, in Ruhe den einzelnen Hinweisen nachgehen und sich an der Erzählstimme erfreuen kann, eben auch sehr gut zu einer gemütlichen Lesestunde mit Tee und Keksen auf dem Sofa.

Unheimliche Geschichten oder gar Geistergeschichten sind für mich im Herbst ein Thema, weil sie selbst dann, wenn sie im Sommer spielen, die für mich passende Atmosphäre mitbringen, und da fallen mir gleich drei Titel ein, die ich empfehlen mag: „The Woman in White“ von Wilkie Collins braucht etwas Ausdauer, aber am Ende wird man mit einer atmosphärischen Geschichte voller detailliert ausgearbeiteter Charaktere und Spannung belohnt, während man bei „Sparrow Hill Road“ ebenso wie bei „Dusk or Dark or Dawn or Day“ (beide Titel sind von Seanan McGuire) sympathische Geister, gruselige Elemente, herzzerreißende Momente und ungewöhnliche Perspektiven auf die Welt, das Leben als Geist und all das Drumherum geboten bekommt.

Oder soll es etwas „märchenhaftere“ Lektüre für den Herbst sein? Dann kommen hier zwei Titel, die sich nicht nur nach Herbst anfühlen, sondern sogar wirklich mal in dieser Jahreszeit spielen. 😉 Der erste Roman ist „Unspoken“, der erste Teil der Lynburn-Legacy-Trilogie von Sarah Rees Brennan, Die Geschichte kann man als eine „märchenhafte YA-Urban-Fantasy-Geschichte mit Schauerromanelementen“ bezeichnen, die mir – vor allem aufgrund vieler kleiner Szenen innerhalb des Familien- und Freundeskreises der Protagonistin und der dazu im Gegensatz stehenden unheimlichen Elemente –  gut gefallen hatte und um die ich deshalb schon seit ein paar Tagen herumschleiche und über einen Reread nachdenke. Der zweite Titel, den ich empfehlen möchte, ist voller wunderschöner Gedanken und Sätze rund um den Herbst, die man zitieren und genießen möchte. Es gibt eigentlich kaum ein Buch, das ich als so durch und durch „Herbst“ empfinde wie „Herbst im Mumintal“ von Tove Jansson – aber ich bin ja eh der Meinung, man sollte regelmäßig die Mumin-Bücher (vor)lesen und sich dabei ganz auf diese ganzen wunderbaren Beschreibungen, Sätze und Figuren einlassen.

Herbstlesen im Oktober 2018 – Feiertag

Auch wenn das Herbstlesen „offiziell“ nur an den Wochenenden stattfindet, dachte ich mir, dass ich schon heute einen Beitrag dazu schreiben könnte. Schließlich werde ich den Tag wohl vor allem mit einem Buch vor der Nase verbringen und nachtmittags mit meinem Mann wieder eine Brettspielrunde einlegen. Draußen ist es gerade noch regenwolkig und grau und ich freu mich schon darauf heute gemütlich mit einer Decke auf dem Sofa zu lesen. In den letzten Tagen habe ich eigentlich gar nicht sooooo wenig Lesezeit gehabt, wenn man bedenkt, dass ich gut zu tun hatte, aber es hat sich nach „nicht lesen“ angefühlt, weil ich in meinen aktuellen Büchern so langsam vorankomme. Einem Teil von mir ist bewusst, dass das daran liegt, dass ich gerade so gut wie jeden Tag in drei Büchern parallel lese, aber es fühlt sich trotzdem etwas unbefriedigend an. Mal schauen, wie sich das an den kommenden Lesetagen entwickelt. Heute morgen greife ich auf jeden Fall erst einmal zu „Sparrow Hill Road“. Das Buch habe ich vor gut drei Jahren schon mal gelesen, aber da inzwischen die Fortsetzung bei mir eingetroffen ist und eine Geistergeschichte für mich so schön in den Herbst passt, freu ich mich sehr auf ein Wiedersehen mit Rose Marshall.

Update 10:45 Uhr

So richtig kann sich das Wetter gerade nicht zwischen „bewölkt mit drohendem Regen“ und „sonnig“ entscheiden – ersteres wäre mir lieber, aber ich mag auch dieses wechselnde Schauspiel am Himmel sehr gern. 🙂 „Sparrow Hill Road“ hat mich wieder richtig erwischt. Ich liebe gerade diese erste Episode, bei der man als Leser genau weiß, dass der Trucker, den Rose in einem Diner trifft, die nächste Fahrt nicht überleben wird – schließlich ist es ihr Job diejenigen, die auf den Highways sterben, ein Stück zu begleiten. Mit diesem Wissen ist es wirklich herzzerreißend zu lesen, was für ein netter Kerl Larry ist und wie freundlich er sich um ein Mädchen kümmert, dessen vermeintliche Hilflosigkeit er genauso gut ausnutzen könnte.

Da ich zu meinem Frühstück (Porridge mit getrockneten Äpfeln und Zimt) die Hände nicht für mein Buch frei hatte, habe ich online eine Kurzgeschichte von Stephanie Burgis gelesen. Die Autorin hatte „Clasp Hands“ in den vergangenen Tagen auf Twitter verlinkt und ich hatte bislang noch keine Ruhe dafür. Umso mehr habe ich nun heute die Geschichte genossen, in der es um eine kleine Hexe, ihre Mutter und ihre Tanten geht, um Alleinsein und Magie. Sehr atmosphärisch und sehr berührend! 🙂 Da ich nicht direkt von dieser Geschichte zurück zu Rose gehen mag, greife ich erst einmal zu „Ich habe auch gelebt“ – ist ja nicht so, dass ich keine Auswahl bei meinen angefangenen Büchern hätte. *g*

Update 12:45 Uhr

Während mein Mann in den letzten Stunden einen seiner neusten japanischen Monsterfilme („Varan“) genossen hat, habe ich weiter in „Ich habe auch gelebt“ gelesen. Mir fällt es immer schwer das Buch aus der Hand zu legen, weil ich diese beiden Frauen so faszinierend finde. Ein Austausch ist mir heute besonders ins Auge gesprungen, der nicht nur die Charaktere der beiden Freundinnen gut beschreibt, sondern mich auch deshalb berührt, weil ich das Gefühl habe, dass sich in all den Jahren in der Welt viel zu wenig geändert hat.

Astrid Lindgren klagte in einem Brief vom 31. Oktober 1956: „Sonst herrschen kalter Herbst und Blut und Qualen auf der Erde. Ungarn und Ägypten wirbeln von morgens bis abends in meinem armen Kopf herum, schreib mir, was Du von alldem hältst, du Kluge!“ (In Ungarn gab es damals einen Aufstand gegen die sowjetischen Besatzer, der mindestens 20.000 Menschen das Leben kostete, in Ägypten kam es zur Suezkrise.) Louise Hartung antwortete am 5. November 1956: „Astrid – wenn auch Ungarn und Ungarns Unglück unser ganzes Denken ausfüllt, so hilft doch alles nichts, die täglichen Dinge müssen immer weiter getan werden, als sei nichts sonst auf der Welt. Leider kenne ich das seit zu vielen Jahren und weiß, dass man nur dadurch Elend und Qual und Leiden aushalten kann. Wenn ich also nicht klug schwätze und alle möglichen Kombinationen, von denen keine stimmt, von mir gebe, so glaube nicht, dass ich im täglichen Krimskrams untergehe, sondern glaube mir, dass gar nichts anderes hilft, als dass jeder Einzelne eine unbeirrbare Haltung einnimmt, sich dem Guten zuwendet und wo auch immer hilft, wenn einer in Not ist. Was könnte sonst der Einzelne tun als sich zerreiben?“

Jetzt lege ich das Buch aber erst einmal zur Seite und versorge das arme hungrige Kätzchen, das sich zum Glück ganz gut vom gestrigen Tierarzt-Tag inklusive Vollnarkose erholt hat. Jetzt muss Christie sich nur noch Winterspeck anfressen und wir können vorerst zufrieden mit ihrem Zustand sein. Nach dem Füttern geht es erst einmal weiter mit der Brettspielrunde – nachdem wir am vergangenen Sonntag endlich mal wieder „Gloomhaven“ gespielt haben, ist heute „Obsession“ dran. Wirklich schlimm, wenn man so viele Brettspiele hat, die Spaß machen. 😉

Update 16:00 Uhr

Ohje, das war mal wieder eine Brettspielrunde! Dieses Mal habe ich die Familie York gespielt, was bedeutet, dass ich einen „Footman“ extra hatte – was mir aber nichts brachte, weil mein Mann sich schon sehr, sehr früh die gesamten Kammerdiener sicherte. Das wiederum bedeutete, dass ich meine „gehobenen“ männlichen Gäste nicht ausspielen konnte und mich auf die Frauen konzentrieren musste. Die zwar theoretisch auch viel Reputation, Geld und Gäste einbringen konnten, aber ebenfalls nur dann, wenn ich auch das nötige Personal aufbrachte, um sie zu bedienen. Glück beim Ziehen neuer Gäste hatte ich auch nicht (all diese amerikanischen Erbinnen mit dem schlechten Ruf und die jungen Herren, die man in der besseren Gesellschaft eigentlich nicht sehen will! *g*) und erst als meine Familie einen neuen Hengst anschaffte, den sich diverse Gäste anschauen wollten, ging es so langsam mit ihr aufwärts. Leider zu spät, um noch eine Chance auf den Sieg zu haben. 😀

Mir hat das Spielen wieder sehr viel Spaß gemacht. Allerdings bin ich jetzt auch sehr durchgefroren (ohne Heizung wird es eben doch etwas kalt, wenn man so lange stillsitzt, da hilft auch keine heiße Schokolade) und freue mich darauf, dass ich jetzt erst einmal wieder unter der Decke auf dem Sofa verschwinden kann. Bevor ich wieder zu Rose („Sparrow Hill Road“) greife, beantworte ich aber erst einmal Kommentare und drehe eine kleine Online-Runde.

Update 19:30 Uhr

Meine „kleine Online-Runde“ wurde dann doch etwas länger (Twitter ist Schuld!), außerdem habe ich ein wenig mit meinem Mann geschwatzt, die Mahlzeiten für die kommende Woche vorgeplant, ein paar Ideen notiert und die To-do-Liste für morgen bearbeitet. Als Christie sich dann aber an mich heranpirschte und beschloss, dass es Zeit für etwas Ruhezeit auf meiner Sofadecke wäre, habe ich mir doch noch einmal „Sparrow Hill Road“ gegriffen und weitergelesen. Gerade die ersten Geschichten finde ich immer wieder so berührend, dass mir regelmäßig die Tränen in die Augen treten. Aber genau das ist auch der Grund, warum ich dieses Buch nicht am Stück lesen mag, sondern es gern zur Seite lege und die einzelnen Episoden und Figuren noch etwas nachklingen lasse. Jetzt aber wird es Zeit in die Küche zu wandern und das Abendessen zu kochen – vermutlich werde ich mich zwischen 22 und 23 Uhr hier noch einmal melden, bevor es Zeit wird ins Bett zu fallen, um morgen fit genug für die To-do-Liste zu sein. 😉

Update 22:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich nur gekocht und gegessen, nebenbei etwas „Animal Crossing“ gespielt (das geht ganz gut, während man darauf wartet, dass der Reis gar wird *g*) und am Ende noch etwas die Nase in „Ich habe auch gelebt“ gesteckt. Ich finde es so spannend, welche Details man über das private und berufliche Leben der beiden Frauen erfährt, über die Zeit und über ihre Beziehung zueinander. Die eine (Louise Hartung) wirft der anderen vor, dass sie zu prüde, zu zurückhaltend, zu ängstlich sei, die andere (Astrid Lindgren) sagt, sie kann die Erwartungen der anderen nicht erfüllen, sie fühlt nicht so intensiv, sie kann sich nicht so absolut auf einen Menschen einlassen, nur eine gute Freundin sein … Es ist sehr berührend, wie viel diese Briefe erzählen (obwohl einige besonders „offen“ Briefe von Louise Hartung bewusst nicht veröffentlicht wurden, um die Würde dieser Frau nicht noch so viele Jahre nach ihrem Tod zu verletzten).

Für mich geht es bald ins Bett, aber vorher dreh ich noch eine kleine Runde und schaue, wie der Abend für Helma und Natira endete. Ich habe diesen Lesetag wieder sehr genossen und mich darüber gefreut, dass die beiden mir heute Gesellschaft geleistet haben. 🙂

***

Heutige Mitleserinnen:

Helma
Natira
Sayuri

Oktober-SuB 2018

Im September ist der SuB irgendwie weiter gewachsen und ich habe natürlich absolut keine Ahnung, wie das passieren konnte. 😉 Immerhin habe ich die Hoffnung, dass das „Herbstlesen“ und der eine oder andere muckelige Abend auf dem Sofa schon dafür sorgen werden, dass ich in den kommenden Wochen genügend lese, um meiner Neuzugänge Herr zu werden. Ich habe eigentlich auch keinen weiteren Buchkauf für die letzten drei Monate des Jahres geplant, was auch helfen sollte. Aber erst einmal müssen die ausstehenden Bestellungen noch eintreffen … *g*

  1. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  2. Kelly Barnhill: The Witch’s Boy
  3. Kelly Barnhill: Dreadful Young Ladies and Other Stories (Anthologie)
  4. Tracy Baptiste: Rise of the Jumbies (The Jumbies 2)
  5. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  6. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  7. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  8. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  9. Marie Brennan: Within the Sancutary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  10. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  11. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  12. Patricia Briggs: River Marked (Mercy Thompson 6)
  13. Stephanie Burgis: Masks and Shadows
  14. Stephanie Burgis: Congress of Secrets
  15. Jim Butcher u.a.: Urban Enemies (Anthologie)
  16. Rachel Caine: Ink and Bone (The Great Library 1)
  17. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  18. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  19. Deborah Crombie: Beklage deine Sünden (Kincaid und James 17)
  20. Jasmine Gower: Moonshine
  21. Mira Grant: Into the Drowning Deep
  22. Mira Grant: Feedback (Newsflash #4)
  23. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 3)
  24. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  25. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  26. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  27. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  28. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  29. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  30. Rachel Hartman: Seraphina
  31. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  32. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  33. D. B. Jackson: Thieve’s Quarry (Thieftaker #2)
  34. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  35. Diana Wynne Jones: The Dark Lord of Derkholm
  36. Diana Wynne Jones: Year of the Griffin
  37. Diana Wynne Jones: Cart and Cwidder (The Dalemark Quartet 1)
  38. Diana Wynne Jones: The Spellcoats (The Dalemark Quartet 3)
  39. Diana Wynne Jones: Drowned Ammet (The Dalemark Quartet 2)
  40. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  41. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  42. Diana Wynne Jones: Power of Three
  43. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  44. Kelly McCullough: Der Zorn der Klinge
  45. Kelly McCullough: Die erste Klinge
  46. Kelly McCullough: Der Schwur der Klinge
  47. Seanan McGuire: Tricks for Free (InCryptid 7)
  48. Seanan McGuire: The Brightest Fell (October Daye 11)
  49. Seanan McGuire: The Girl in the Green Silk Gown
  50. Kelly Meding: Stray Magic
  51. Kate Milford: The Boneshaker
  52. Kate Milford: Ghosts of Greenglass House
  53. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  54. Bishop O’Connell: The Stolen
  55. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  56. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  57. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  58. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  59. Cindy Pon: Serpentine
  60. Philip Reeve: Larklight
  61. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  62. John Scalzi: Fuzzy Nation
  63. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  64. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  65. Robin Stevens: First Class Murder (Murder Most Unladylike 3)
  66. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  67. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  68. Charles den Tex: Die Zelle
  69. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  70. Sarah Tolcser: Song of the Current
  71. Tiffany Trent: Unnaturalist
  72. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  73. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  74. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  75. Xinran: Gerettete Wort
  76. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

75 Titel auf dem SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

 

Was schön war (4)

Endlich richtiges Herbstwetter erleben.
Aufwachen und hören, wie der Regen gegen das Fenster klopft.
Zum ersten Mal seit März wieder Socken anziehen,
weil die Zehen kalt werden.

Nach viel zu langer Zeit wieder
mit einer guten Freundin telefoniert
und debei regelmäßige „Telefon-Termine“ verabredet,
damit die Pausen zwischen den Telefonaten in Zukunft
nicht mehr so lang werden.

Das erste Roller-Derby-Spiel seit Saison-Start gesehen –
„unser“ Team spielt zwar in derselben Liga
wie die heutigen Gegner, aber nicht auf demselben Niveau.
Das Zuschauen hat trotzdem Spaß gemacht!

Was schön war (4)

Endlich richtiges Herbstwetter erleben.
Aufwachen und hören, wie der Regen gegen das Fenster klopft.
Zum ersten Mal seit März wieder Socken anziehen,
weil die Zehen kalt werden.

Nach viel zu langer Zeit wieder
mit einer guten Freundin telefoniert
und debei regelmäßige „Telefon-Termine“ verabredet,
damit die Pausen zwischen den Telefonaten in Zukunft
nicht mehr so lang werden.

Das erste Roller-Derby-Spiel seit Saison-Start gesehen –
„unser“ Team spielt zwar in derselben Liga
wie die heutigen Gegner, aber nicht auf demselben Niveau.
Das Zuschauen hat trotzdem Spaß gemacht!

Was schön war (4)

Endlich richtiges Herbstwetter erleben.
Aufwachen und hören, wie der Regen gegen das Fenster klopft.
Zum ersten Mal seit März wieder Socken anziehen,
weil die Zehen kalt werden.

Nach viel zu langer Zeit wieder
mit einer guten Freundin telefoniert
und debei regelmäßige „Telefon-Termine“ verabredet,
damit die Pausen zwischen den Telefonaten in Zukunft
nicht mehr so lang werden.

Das erste Roller-Derby-Spiel seit Saison-Start gesehen –
„unser“ Team spielt zwar in derselben Liga
wie die heutigen Gegner, aber nicht auf demselben Niveau.
Das Zuschauen hat trotzdem Spaß gemacht!

Livia Day: A Trifle Dead (Café La Femme 1)

Ich habe keine Ahnung mehr, wie „A Trifle Dead“ auf meinen Reader gekommen ist – ich fürchte, es kam während der vergangenen Sommermonate bei mir zu dem einen oder anderen spontanen Angebotskauf. Diese spontane Anschaffung könnte allerdings davon motiviert gewesen sein, dass sich hinter „Livia Day“ die Autorin Tansy Rayner Roberts verbirgt, deren „A Castle Charming“-Titel ich sehr mochte. Auch dieser Cozy rund um Tabitha Darling – stolze Besitzerin eines Hipster-Cafés und eigentlich überhaupt nicht daran interessiert, ihre Nase in einen Mordfall zu stecken – hat sich gut lesen lassen und eine unterhaltsame, skurrile Geschichte geboten. Ein Pluspunkt war dabei der Schauplatz Hobart in Australien, da dieser Handlungsort dem Ganzen eine etwas andere Note verlieh, als sie die für mich üblicheren britischen oder amerikanischen Cozies sonst beherrscht.

Für Tabitha beginnt die Geschichte an dem Tag, an dem im Obergeschoss des Gebäudes, in dem sie ihr Café betreibt, eine Leiche gefunden wird. Anfangs wird noch vermutet, dass der Tote bei einem missglückten Streich (oder gar PR-Gag) der dort wohnenden Band „Crash Velvet“ umgekommen sei. Aber da er erstens an einer Überdosis starb und zweitens nicht an dem Ort sein Leben aushauchte, an dem er gefunden wurde, scheint etwas mehr hinter dem Tod des Mannes zu stecken. Wenig später bringen Polizei und Presse den Toten mit anderen seltsamen Ereignissen in Verbindung, die sich in Hobart zugetragen haben, während Tabitha sich darüber wundert, was ihren Freunden und Familienmitgliedern in den letzten Tagen alles zugestoßen ist. Angetrieben von ihrer Neugier (und der Tatsache, dass sie sehr stolz darauf ist, über jeglichen Klatsch in der Stadt Bescheid zu wissen), versucht Tabitha, mehr über die Vorfälle rund um den mysteriösen „Trapper“ und den Toten herauszufinden.

Dabei ist Tabitha eindeutig keine professionelle Ermittlerin, und gerade das macht „A Trifle Dead“ so nett zu lesen. Tabitha backt wunderbare Leckereien (die Beschreibungen allein machen schon Lust auf eine Kuchenrunde), und während Kunden und Bekannte davon kosten, erfährt die Protagonistin so einige Details über die ungewöhnlichen Vorfälle, die dem „Trapper“ zugeschrieben werden. Unterstützung erhält sie dabei von dem Schotten Stewart, der für einen erfolgreichen Blog schreibt, der sich mit lokalen Ereignissen beschäftigt, während der Polizist (und ehemalige Kollege von Tabithas Vater) Leo Bishop nicht so begeistert davon ist, dass sie ihre Nase in seine Ermittlungen steckt. Während ich sonst eher genervt davon bin, wenn sich in einem Cozy eine Dreiecksgeschichte anbahnt, so fand ich hier das Verhältnis zwischen Tabitha und den beiden Männern, denen ihr Interesse gilt, wirklich nett zu verfolgen. Für Bishop schwärmt sie, seitdem sie ein Teenager ist, aber da er sie nur als Tochter seines verstorbenen Kollegen und (ehemals) beste Freundin seiner kleine Schwester sieht, ist zwischen den beiden nie etwas gelaufen. Stewart hingegen ist vor allem ein netter (und gutaussehender) Kerl, der viel Geduld mit Tabithas Macken aufbringt und sich trotz der Kürze ihrer Bekanntschaft als guter Freund erweist.

Überhaupt entsteht ein Großteil der amüsanten Szenen durch Tabithas Freundes- und Bekanntenkreis und durch die Selbstverständlichkeit, mit der die Autorin die verschiedenen Figuren in ihrer Geschichte auftauchten lässt. Tabithas feste Angestellte im Café ist eine furchteinflößende Person, die kein Verständnis für die Marotten ihrer Chefin hat, ihre ehemals beste Freundin beherrscht mehrere Kampfsportarten und befindet sich auf einem Rachefeldzug gegen ihren Exfreund, Tabithas Vermieter hat auch diverse exzentrische Eigenarten und ihr Mitbewohner Ceege ist nicht nur ein begeisterter Gamer, sondern tauscht auch gern mit Tabitha Kleidung und Make up. Dabei werden die extremeren Charaktereigenschaften der Figuren eigentlich nur dann betont, wenn es um die Frage geht, ob Tabithas Freunde vielleicht irgendwie in den Fall verwickelt sein könnten.

Ein wenig schade fand ich es, dass der Täter und sein Motiv für mich doch ziemlich früh schon auf der Hand lagen, aber da der Kriminalfall nicht das Wichtigste an der Geschichte ist, konnte ich damit leben. Genau genommen konzentriert sich die Handlung in „A Trifle Dead“ mehr auf die verschiedenen Charaktere rund um Tabitha als auf den Kriminalfall, aber da all diese kleinen Szenen rund um die Beziehungen zwischen Tabitha und ihren Freunden, das Backen (und Essen) und den Schauplatz Hobart so liebevoll geschrieben sind, habe ich mich gut unterhalten gefühlt. Dieser Cozy ist kein absoluter „must read“, aber eine wunderbare Lektüre für entspannte Stunden und hat mir so gut gefallen, dass ich mir auch noch die beiden anderen Teile rund um das „Café La Femme“ besorgt habe.