Heute ist der dritte Sonntag im Monat und somit wieder Lesetag und so langsam kommt es mir vor, als ob ich jeden Lese-Sonntag-Post so beginne. 😉 Die vergangene Woche war sehr schön, aber auch sehr anstrengend. Vor allem habe ich meine Zeit damit verbracht durch die Gegend zu fahren und durch die Wohnung zu rennen und wenn ich weder das eine noch das andere gemacht habe, habe ich schwere Kartons gehoben (oder gezogen, geschoben und verflucht). Außerdem waren wir gestern beim ersten Roller-Derby-Spiel der Saison – und da nicht nur das offizielle Liga-Spiel stattfand, sondern nacher auch noch eine Gastmannschaft gegen ein Mix-Team antrat, war damit fast der gesamte Tag ausgebucht. Heute plane ich also wieder sehr viel Zeit mit einem Buch auf dem Sofa zu verbringen – nur unterbrochen von der sonntäglichen Gloomhaven-Runde (wenn wir denn an das Spiel herakommen, da davor Bücher gestapelt sind). Ganz sicher bin ich mir noch nicht, was ich gleich lesen werde. Auf der einen Seite habe ich eine Anthologie, die gerade erst bei mir eingezogen ist und mich reizen würde, dann gibt es da noch zwei Titel aus der Bibliothek, Lust auf einen Krimi hätte ich auch mal wieder und dann ist mir noch „Der Hexenladen“ in den letzten Tagen in die Finger gefallen … Irgendwas zum Lesen werde ich also wohl finden. 😉
Update 9:45 Uhr
Inzwischen habe ich in die „Underwater Ballroom Society“-Anthology (herausgegeben von Stephanie Burgis und Tiffany Trent) reingelesen, aber ich war eindeutig zu müde, um in die erste Geschichte („The Queen of Life“ von Ysabeau S. Wilce) reinzukommen. Beim Zurückblättern bin ich über „The Baronet’s Bride“ von Emily Larkin gestolpert und fand den Anfang schon sehr nett. Es ist der zweite Teil (bzw. dritte Teil, wenn man die dazugehörige Kurzgeschichte als für sich stehenden Band zählt) der „Midnight Quill“-Bücher der Autorin und erzählt die Geschichte eines Paares, das frisch verheiratet (und verliebt) ist. Die Handlung beginnt in der Hochzeitsnachts und während sie – die als Witwe schon mal Sex hatte – diese unappetitliche Sache einfach hinter sich bringen will, würde er – der in Waterloo einen Arm verloren hat – am Liebsten ganz auf den Sex verzichten, weil er nach der Amputation nicht weiß, wie das funktionieren soll und überhaupt fühlt er sich so unwohl mit seinem veränderten Körper, dass er sich eigentlich niemandem mehr nackt zeigen will. Da die gesamte Geschichte nur 100 Seiten lang ist, werde ich sie wohl erst einmal beenden, bevor ich mir was Neues suche (und dabei gegen die aufziehenden Halsschmerzen meinen Tee trinken).
Update 12:45 Uhr
Die 100 Seiten bei „The Baronet’s Bride“ waren dann doch eher 50 Seiten plus Leseproben, aber ich mochte diese kleine Geschichte rund um die Hochzeitsnacht der beiden Protagonisten und wie sie gemeinsam all ihre Befürchtungen überwinden. Emily Larkins große Stärke ist für mich immer wieder, dass sie wunderbar realistische Figuren schreibt, denen man ihre Ängste abnimmt und die (häufig) angenehm pragmatisch mit ihren Einschränkungen umgehen.
Beim Fühstück habe ich dann die ersten Seiten von „Der Hexenladen“ von Tanya Huff gelesen, aber so sehr ich mich freute, als ich den Roman in den letzten Tagen wieder in die Finger bekam, so bin ich mir gerade nicht sicher, ob es die richtige Art von Geschichte für den heutigen Tag ist. Aktuell schauen wir eh gerade die Abschlussfeier der Paralympischen Spiele (von denen ich in den letzten Tagen wirklich gern mehr mitbekommen hätte, als nur die sporadische Berichterstattung im ZDF). Danach schaue ich mal, zu welchem Buch (oder Comic?) ich greife. 🙂
Update 17:30 Uhr
In der Zwischenzeit habe ich weiter in „Der Hexenladen“ gelesen und doch noch in die Geschichte reingefunde. Ich finde den Anfang immer etwas anstrengend, weil man da so viele Personen kennenlernt – die sind zwar wichtig, um ein Gefühl für die Familienverhältnisse zu bekommen, aber es ist auch etwas anstrengend, wenn man müde und matt ist.
Außerdem habe ich endlich zu „Slam!“ gegriffen. Den Comic habe ich im November geschenkt bekommen und wartete ein wenig auf die richtige Stimmung. Nachdem wir aber gestern beim Roller Derby waren, hatte ich endlich Lust ihn zu lesen. Es ist spannend die Unterschiede zwischen Steilbahn und Flat Track zu sehen (letzteres ist inzwischen deutlich verbreiteter und auch das, was man in Deutschland zu sehen bekommt), aber vor allem dreht sich der Comic um die Freundschaft zwischen zwei Frauen, die sich beim Probelaufen fürs Roller Derby kennenlernen. Die Handlung mochte ich sehr (auch wenn ich auf den Konflikt zwischen den Protagonistinnen hätte verzichten können), die Charakterentwicklung auch und ebenso die Zeichnungen. Im September gibt es den nächsten Band, der jetzt schon auf meiner Wunschliste steht. 😉
Update 21:00 Uhr
Seit dem letzten Update habe ich weiter in „Der Hexenladen“ gelesen und genieße das erneute Entdecken der Geschichte sehr – irgendwie ist es doch nett, wenn man bestimmte Entwicklungen schon im Hinterkopf hat und deswegen die Hinweise in den früheren Kapiteln ganz anders einordnen kann. Nach dem Abendessen (Curry mit Süßkartoffeln und Erbsen – sehr lecker!) habe ich wieder eine Runde Animal Crossing gespielt – heute hat es im Spiel geregnet, dummerweise muss ich in dieser Version trotzdem meine Blumen gießen, damit sie nicht vertrocknen. 😉
Ein weiteres Update wird es nicht geben, aber abgesehen davon, dass ich noch die letzten Seiten in meinem Roman lesen werde, wird hier eh nichts mehr passieren.











