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Arianas Adventslesen …

 … oder genauer gesagt Arianas „Advent, Advent … Vorweihnachts-Lesewochen“. Ich zitiere mal einen Teil von Arianas Ankündigungsbeitrag:

„Wie schon im letzten und vorletzten Jahr wird es bei mir auch dieses Jahr wieder die Aktion “Advent, Advent … Vorweihnachts-Lesewochen” geben. Ich möchte wieder bewusst dem üblichen Jahresend-Stress in der Vorweihnachtszeit gegensteuern, versuchen, in der “staaden Zeit” ein wenig zur Ruhe zu kommen, und mich mit passender Literatur und passenden Unternehmungen auf Weihnachten einstimmen – damit ich nicht erst an Heiligabend merke, dass Advent war und Weihnachten ist. Und natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn sich mir dabei wieder ein paar Leute anschließen möchten.

Wie sieht die Aktion konkret aus?

Die Vorweihnachts-Lesewochen gehen vom ersten Adventswochenende (also vom 28.11.) bis Weihnachten. Wie schon in den letzten Jahren entscheidet jede(r) Mitleser(in) für sich, wie er/sie die Adventswochen gestalten möchte, ob er/sie sich konkrete (Lese-)Ziele setzt oder einfach nur bewusst Zeit zur Entspannung und Besinnung einplant. Schließlich kann man die “staade Zeit” auf so viele verschiedene Arten interpretieren, da soll wirklich jede(r) für sich festlegen, wie die persönlichen Vorweihnachts-Lesewochen aussehen sollen. Allerdings wäre es schön, wenn ihr irgendeinen Bezug zur Advents- und Weihnachtszeit herstellen könntet – das ist ja immerhin der Grundgedanke der Aktion.“

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Ich versuche grundsätzlich die letzten Wochen des Jahres so gemütlich wie möglich zu verbringen – und in diesem Jahr sollte das auch klappen, da ich (soweit ich das bislang sagen kann) keine dringenden Verpflichtungen oder Termine habe und mir die Zeit frei einteilen kann. Was meine Lektüre für das Adventslesen angeht, so habe ich noch ein paar Märchen und märchenhafte Bücher auf dem SuB und werde noch einmal schauen, ob ich wieder eine nett klingende Weihnachtsgeschichte für meinen eReader finde. Ich habe gerade das Bedürfnis nach etwas Kitsch – da sollte sich doch was auftreiben lassen. Ansonsten gibt es da ja immer noch den „Krampus“ auf meinem SuB …  Auf jeden Fall wird es an den Adventswochenenden einen Post von mir geben, in dem ich über das (in der Woche) Gelesene plaudern werde. Die Beiträge werden nicht so ausführlich wie beim Herbstlesen, aber ich freu mich schon auf die Möglichkeit zum Austauschen mit den anderen Teilnehmern.

Mira Grant: Feed (The Newsflesh Trilogy 1)

Ich hätte wissen müssen, dass Seanan McGuire keine „normale Zombiegeschichte“ schreiben würde und trotzdem bin ich um „Feed“ (veröffentlicht unter dem Pseudonym Mira Grant) schon eine ganze Weile herumgeschlichen, weil Zombies eigentlich so gar nicht mein Ding sind. Aber „Feed“ ist genau genommen keine Zombiegeschichte (zumindest nicht in „Splatterfilm“-Tradition, die mir als erstes in den Sinn kommt) , „Feed“ ist eine solide und überzeugende Auseinandersetzung mit der Frage, was passiert, wenn moderne Heilmittel „unvorhersehbare Nebenwirkungen“ haben, und was mit einer Gesellschaft geschieht, die sich einer Bedrohung ausgesetzt sieht, die so sehr von innen kommt, wie man es sich nur vorstellen kann. Außerdem beschäftigt sich „Feed“ mit Politik, mit journalistischer Ethik und mit so vielen anderen Themen, dass ich immer wieder fasziniert davon war, wie die Autorin diese Elemente aufgegriffen und betrachtet hat.

Die Handlung wird in „Feed“ von Georgia „George“ Mason erzählt, eine der vielen Waisen, die nach dem Ausbruch der Infektion, aufgewachsen ist. Die Infektion ist übrigens durch das unglückliche Zusammenspiel zweier Heilmittel (eines gegen Krebs, eines gegen Grippe) entstanden und sorgt dafür, dass Säugetiere ab einer bestimmten Körpermasse nach ihrem Tod (oder durch „normales“ Ausbrechen der Infektion oder durch die Übertragung durch Körperflüssigkeiten) zu Zombies oder zumindest zu Überträgern der aktiven Infektion werden können. Die Tatsache, dass jeder das Virus passiv in sich trägt, führt zu einer besondere Brisanz, denn egal wie sehr sich die Menschen vorsehen, es gibt keine absolute Sicherheit.

Trotzdem haben die Menschen 30 Jahre nach Ausbruch dieser Seuche zu einer gewissen Normalität gefunden. Die Gesellschaft hat sich in manchen Bereichen radikal geändert, so sind gesellschaftliche Ereignisse, bei denen man aus dem Haus geht und mit anderen Menschen zusammentrifft selten geworden, Blogger haben einen gewissen Status erlangt, da sie direkt nach dem Auftauchen der ersten Zombies die einzigen waren, die diese absurd wirkende Situation ernsthaft behandelt haben, Bluttest gehören zum Alltag, ebenso wie die Tatsache, dass man jederzeit damit rechnen muss einen geliebten Menschen zu verlieren.

George, ihr Adoptivbruder Shaun und ihre Kollegin Georgette (genannt „Buffy“) gehören zu den Bloggern, die sich mit ihrer Seite in den letzten Jahren einen guten Ruf erarbeitet habe. George ist für die sachlichen und informativen Artikel zuständig, Shaun für die Action (er fährt mit Vorliebe in gefährdete Gebiete und setzt sich mit dem dortigen Zombiebefall auseinander), während Buffy für die Technik und Romantik (Geschichten und Gedichte) zuständig ist. Ihr Ruf ist inzwischen so gut, dass sie eingeladen werden die Präsidentschaftskandidatur von Senator Peter Ryman zu begleiten und darüber zu berichten. Dieses Setting bietet der Autorin nicht nur eine gute Gelegenheit kritisch mit dem politischen Moloch (nicht nur in den USA) umzugehen, sondern auch eine gute Spur Thriller in die Handlung einzubauen, nachdem es schon recht früh während der Wahlkampfkampagne zu einem Anschlag auf den Kandidaten und sein Team kommt.

Ich mag es, wie sachlich der Ton in der Geschichte zum Großteil ist. Es gibt auch sehr berührende oder amüsante Momente, aber George erzählt von dem Erlebten in der Regel in dem gleichen Tonfall, in dem auch ihre Artikel gehalten werden, so dass viele Passagen informativ, wissenschaftlich und so objektiv beobachtend wie möglich erzählt werden. Das bedeutet nicht, dass George ohne Gefühle wäre, sie nutzt ihre journalistische Sicht eindeutig, um sich abzuschirmen und zu beschützen, aber eben auch, um die bestmögliche Arbeit abzuliefern, die sie leisten kann.

Dieser Ton hat bei mir dazu geführt, dass ich das Buch relativ langsam gelesen haben. Auf der einen Seite fand ich es spannend die verschiedenen Entwicklungen zu verfolgen und die Hintergründe der dargestellten Welt zu entdecken, auf der anderen Seite musste ich mir auch etwas Zeit nehmen, um all diese Informationen zu verarbeiten (und mir immer wieder vorzustellen, wie nah unsere Realität an der von George und ihrem Team ist). Und gerade weil der Grundton sachlich mit einem Spritzer Sarkasmus und Freundschaft ist, fand ich die Geschichte besonders berührend. Denn irgendwann reicht dieser sachliche Filter nicht mehr aus, um den Leser von den Ereignissen abzuschirmen, und ab einem bestimmten Punkt in der Handlung schaffen es selbst die besten Journalisten nicht mehr objektiv von dem Geschehenen zu berichten – und ab diesem Zeitpunkt konnte ich meine Tränen gar nicht schnell genug wegblinzeln, um die nächsten Sätze zu lesen.

Wenn eine Geschichte mir am Ende das Gefühl gibt, ich habe eine emotionale Achterbahn mit lauter sympathischen und realistisch gestalteten Charakteren hinter mir, und dazu bekomme ich mit der Handlung noch lauter Informationen, Ideen und Details geliefert, die auf erschreckend stimmige Weise unsere Realität aufgreifen und weiterdenken, dann ist irgendwie alles gut, egal, ob es bei einer „Zombiegeschichte“ ein Happy End geben kann oder nicht …

Leseeindrücke im September und Oktober

„Wer im Dunklen bleibt“ von Deborah Crombie ist schon der sechzehnte Roman rund um die beiden Ermittler Duncan Kincaid und Gemma James und bietet gewohnt-qualitative Krimikost. Ich mag die Figuren, ich mag dieses Gefühl von Realismus, das mir die Serie vermittelt, und ich mag wie die Fälle aufgebaut sind und erzählt werden. Mit den Titeln werde ich mich allerdings nie anfreunden, ich kann daran nie sagen, welcher Band welcher ist und worum es darin geht. Irgendwann muss ich einmal ausführlicher über die Reihe schreiben, hier möchte ich nur kurz festhalten, dass es mir gut gefällt, wie abwechslungsreich die Fälle sind und wie sich die Charaktere im Laufe der Zeit entwickelt haben. Bei einigen Rezensionen wird kritisiert, dass der Roman mehr „Familiengeschichte“ als Kriminalfall wäre, aber für mich fühlt sich das stimmig an. Wenn eine Reihe schon so lange läuft und im Laufe der Zeit immer mehr Figuren hinzukommen, muss diesen Charakteren eben auch immer wieder Raum in der Geschichte zugesprochen werden. Ebenso finde ich es gut, dass manchmal die Polizeiarbeit unter den aktuellen Familienereignissen leidet oder die Arbeit – zumindest in Gedanken – mit nach Hause genommen wird. Gemma und Duncan sind eben zwei ganz normale Menschen, mit mehr oder weniger normalen Problemen, die einem herausfordernden Job nachgehen, und genau das lese ich gern.

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„Ein Gentleman für Mma Ramotswe“ von Alexander McCall Smith musste ich mir aus der Bibliothek aus leihen, nachdem ich „Ein Krokodil für Mma Ramotswe“ schon so unterhaltsam fand. Im Prinzip lässt sich alles, was ich zum ersten Band gesagt habe, hier wiederholen, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass im zweiten Band weniger Fälle eine kritische Entscheidung von Mma Ramotswe verlangen. Aber es kann sein, dass mir das nur so vorkam, weil ich diese Art von Wendung am Ende einer Episode schon erwartet habe. Schön fand ich es auf jeden Fall wie es mit der Beziehung zwischen ihr und ihrem Verlobten weiterging und welche Gedanken sich die beiden über ihr zukünftiges Zusammenleben gemacht haben. Die Mma-Ramotswe-Romane sind auf jeden Fall unterhaltsame Wohfühllektüre und werden von mir auch in Zukunft immer mal wieder aus der Bibliothek mitgenommen – zum Glück gibt es davon dort noch einige Bände, wenn auch leider nicht in meiner Zweigstelle.

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„Das Nebelhaus“ von Eric Berg hatte ich aufgrund von Neyashas Rezension zum Hörbuch aus der Bibliothek ausgeliehen – und dann habe ich das Buch monatelang immer wieder unterbrochen, weil ich die Protagonisten so schrecklich fand und gar nicht wissen wollte, wie es mit ihnen weitergeht. Im Gegensatz zu Neyasha war es mir sogar egal, wer von den Beteiligten am Ende der Geschichte ermordet worden war. Allerdings konnte ich den Roman auch nicht vollständig abbrechen, sondern habe ihn zwischendurch dann doch wieder in die Hand genommen – auch weil ich wissen wollte, was andere Leser daran so fasziniert hat. Vielleicht hätte mir die Geschichte vorgelesen von zwei guten Sprechern besser gefallen, so hatte ich aufgrund meiner Abneigung gegenüber (so gut wie allen) vorkommenden Charakteren wirklich ein Problem mit dem Roman.

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Mit gerade mal 120 Seiten würde ich das eBook „Snow White and Rose Red – The Curse of the Huntsman“ von Lilly Fang als eine „Novelette“ bezeichnen, was auch dafür sorgte, dass die Geschichte gerade mal für einen Wartezimmeraufenthalt reichte. Dafür war die Handlung aber so hübsch erzählt, dass ich mich trotz der unangenehmen Umgebung gut unterhalten fühlte. Lilly Fang siedelt die Geschichte rund um die beiden Schwestern in einem kleinen Dorf inmitten eines verwunschenen Waldes an. Die Ansiedlung überlebt an diesem entlegenen Ort nur aufgrund der einzigartigen Rosen, die das Dorf umgeben und aus denen so exquisite Produkte hergestellt werden, dass einmal im Jahr Besucher den Weg durch den Wald wagen, um diese Waren zu erstehen. Während die ältere Schwester Snow das hübscheste Mädchen im Dorf ist (und ihr Aussehen als Fluch empfindet), ist die jüngere Rose regelmäßig neidisch auf all die Aufmerksamkeit, die ihre Schwester bekommt. Trotzdem sind sich die beiden Schwestern nah und kümmern sich gut umeinander – was besonders wichtig wird, als Fremde zum jährlichen Rosenfest kommen, während Monster die Bewohner des Dorfes bedrohen. Doch, das war eine besonders nette Variante dieses Märchens, vor allem, weil ich der Autorin die Figuren und ihre Motive abnahm und weil sie Elemente anderer Märchen so in ihre Geschichte verwoben hat, dass sie gleichzeitig vertraut und überraschend wirkten. Ich werde mir bestimmt auch noch die Fortsetzung zulegen.

Marissa Doyle: Courtship and Curses

„Courtship and Curses“ von Marissa Doyle wird anscheinend in der Regel als dritter Roman rund um die „Leland Sisters“ angeführt. Da die Geschichte aber einige Jahre früher (1815 statt 1837) spielt und die einzige Gemeinsamkeit die Figur der Lady Parthenope besteht, die später einmal die Mutter der Leland-Geschwister sein wird, sehe ich das Buch nicht als Fortsetzung der Reihe an. „Courtship and Curses“ dreht sich um die achtzehnjährige Lady Sophie Rosier, die kurz vor ihrer Einführung in die Londoner Gesellschaft steht. Schon seit Jahren freut sich Sophie auf diesen Moment, hat ihre Mutter ihr doch von klein auf von der Saison in London vorgeschwärmt und sie mit Hilfe eines extra engagierten Tanzlehrers auf diese Zeit vorbereitet.

Doch dann starben Sophies Mutter und ihre kleine Schwester vor zwei Jahren an einer schweren Erkrankung, die auch Sophie befallen hatte. Das Mädchen hat zwar überlebt, aber seitdem ist ihr eines Bein schwächer und verdreht, so dass sie nur noch mit Hilfe und einem unübersehbaren Hinken laufen kann – und an Tanzen ist mit dem Bein gar nicht erst zu denken. Trotzdem ist Sophie wild entschlossen die Saison zu genießen, auch wenn es immer wieder Momente gibt, in denen sie sich leid tut oder in denen sie mit den Menschen in ihrer Umgebung hadert, weil sie sie behandeln, als wäre nicht nur ihr Bein behindert. Einzig in der Gesellschaft von Madame Amélie Carswell fühlt sie sich wohl, und so ist es ein Glück, dass die Französin, die mit dem besten Freund von Sophies Vater verheiratet war, für einige Zeit als Gast in ihrem Haushalt lebt.

Für Sophie bietet die Saison einige Herausforderungen, die unabhängig von ihrer körperlichen Verfassung entstehen. So vermisst sie nicht nur ihrer Mutter und wünscht sich, ihr Vater würde weniger Zeit im Kriegsministerium, für das er arbeitet, verbringen, sondern sie muss sich auch mit ihren beiden wohlwollenden Tanten auseinandersetzen, die ganz eigene Vorstellungen davon haben, wie ihre Nichte sich zu benehmen und auszusehen hat. Zum Glück findet Sophie schon auf ihrem ersten Ball mit Lady Parthenope eine gute Freundin, die ihr (inklusive spitzer Zunge und Hauspapagei) bei all den Abenteuern in den nächsten Wochen zur Seite steht.

Die impulsive Parthenope bringt frischen Wind in die Geschichte, während Sophie sich immer wieder bemüht die Freundin etwas zu zügeln, ohne dass sie dabei langweilig wirkt. Schließlich ist den beiden Freundinnen schon früh bewusst, dass etwas Seltsames vorgeht. Sie haben sogar den Verdacht, dass es jemand auf das Leben der Mitglieder des Kriegsministeriums abgesehen hat – was kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass der Krieg gegen Frankreich gerade wieder aufgenommen wurde. So besteht der „magische“ Anteil der Geschichte vor allem darin, dass Sophie, die vor ihrer Erkrankung zaubern konnte, an den Schauplätzen der diversen „Unfälle“ den Einfluss von Magie spürt. Aber sie kann niemanden davon erzählen, schließlich weiß nicht einmal ihr Vater darüber Bescheid, dass diese Begabung in der Familie ihrer Mutter vorkommt.

Ich fand es wirklich hübsch gemacht, wie sehr der Fokus der Geschichte auf Sophie und ihren – eigentlich ganz normalen – Schwierigkeiten bei ihrer Einführung in die Gesellschaft liegt und wie sehr ihre Freundschaft mit Parthenope thematisiert wird. Natürlich gibt es auch eine Liebesgeschichte in diesem Roman, wobei der betreffende junge Herr sich – auch wenn er sonst für sein diplomatisches Geschick bekannt ist – recht unbeholfen anstellt, so dass Sophie lange Zeit nicht weiß, ob er sie wirklich mag oder nur Mitleid mit ihr hat. Trotzdem fand ich diese Passagen nicht peinlich, gerade weil Parthenope, die seine Cousine ist, mit ihrer spitzen Zunge immer wieder für erfrischende Szenen sorgt.

Was den „Krimianteil“ angeht, so ist es schon recht offensichtlich gewesen, wer hinter den verschiedenen Anschlägen steckt. Aber ich muss zugeben, dass ich trotzdem den Großteil der Geschichte gehofft hatte, die Autorin würde noch irgendeine Wendung einbauen, die für eine der beteiligten Personen ein Happy End bringen würde. Insgesamt hat mir „Courtship and Curses“ noch besser gefallen als „Bewitching Season“ was unter anderem an den wunderbaren Dialogen mit Parthenope lag und daran, dass mir Sophie als Charakter noch ein bisschen mehr lag als Persy. Außerdem muss man einfach einen Roman mögen, in dem Lord Wellington eine verängstigte junge Frau zusammenstaucht. 😉

Sachbuch-Challenge: Ein Anstupser!

Nur noch knapp zwei Monate bis zum Ende der Sachbuch-Challenge und somit wieder Zeit für einen kleinen Anstupser! Ich hatte das Gefühl, dass wir alle nach dem kleinen Zwischenspurt zum Erreichen des Halbzeitziels relativ brav weiter gemacht haben – nur um dann den Sommer über lieber zu anderer Lektüre zu greifen. 😉 Die Liste spricht aber eine etwas andere Sprache und sei es nur, weil ihr vielleicht eure Übersichtsseiten nicht aktualisiert habt. Bevor es also Ende Dezember zu anstrengend wird, wird es wohl Zeit einen Blick auf die Liste der gelesenen und rezensierten Bücher zu werfen und zu überlegen, welche Rezensionen vielleicht noch auf eine Veröffentlichung warten oder welche Titel noch (zuende) gelesen werden könnten.
Ich hoffe, ihr habt weiterhin Spaß mit euren Sachbüchern (und der Challenge). Auf jeden Fall habe ich den Eindruck, dass inzwischen auf dem einen oder anderen Blog häufiger mal eine Sachbuchneuanschaffung oder -besprechung auftaucht und das finde ich sehr erfreulich. Obwohl es dazu führt, dass meine Merkliste so langsam überquilt, die Bibliothek lauter Vormerkungen von mir bekommt (wobei ich die Ausleihen dann in den letzten Wochen prompt nicht gelesen habe, weil die Themen zu kompliziert für meine aktuelle Lesestimmung waren) und ich immer wieder auch an anderen Stellen nach potentiellen Leihtiteln schaue. 😉






Aktueller Stand (vom 02.11.2015):

A.Disia (Variante A)

  1. Adam Fletcher: Wie man Deutscher wird in 50 einfachen Schritten/How to be German 144 S.
  2. Lucinde Hutzenlaub: Hallo Japan – Familie Hutzenlaub wandert aus 288 S.
  3. Dr. Angela Fetzner: Matcha – Gesundheitswunder aus Japan oder teurer Trendtee 100 S.
  4. Linda Seger: Creating Unforgettable Charakters – Practical Guide to Character Development in Films, TV Series, Advertisments, Novels and Short Stories 256 S. 
  5. Ulrich Siegrist und Martin Luitjens: 30 Minuten Resilienz 96 S.

Ariana (Variante A)

  1. Denis O’Connor: Paw Tracks in the Moonlight 226 S.
  2. Steven Gilbar: Bibliomania – Es lebe das Buch! 160 S.
  3. Mark Benecke: Dem Täter auf der Spur – So arbeitet die moderne Kriminalbiologie 335 S.
  4. Marie Kondo: Magic Cleaning – Wie richtiges Aufräumen Ihr Leben verändert 224 S.
  5. Rik Smits: Linkshänder – Geschichten, Geschick, Begabung 238 S.

BücherFähe (Variante A)

  1. Steven Gilbar: Bibliomania – Ein listenreiches Buch über Bücher 154 S.
  2. Denise Zintgraff: Die Frau aus Tausendundeiner Nacht – Mein Leben in einem Harem 283 S.
  3. Giulia Enders: Darm mit Charme – Alles über ein unterschätztes Organ 273 S.
  4. Hans-Dieter Otto: Unser König ist wahnsinnig! Verrückte Herrscher von Caligula bis König Ludwig II 256 S.
  5. Hermann und Georg Schreiber: Geheimbünde von der Antike bis zur Gegenwart (Mafia – Camorra – Ku-Klux-Klan – Freimaurer und viele andere) 283 S.
  6. Steffen Unger: Vorkoster gesucht! 100 Berufe aus der Antike 208 S.
  7. Lesley und Roy Atkins: Die Römer – Kultur und Mythen 123 S. 

cat/Sam (Variante A)

  1. Daniel Kehlmann: Wo ist Carlos Montúfar? 160 S.
  2. Leonard Mlodinow: Euclid’s Window – The Story of Geometry from Parallel Lines to Hyperspace 320 S.
  3. Malala Yousafzai mit Christina Lamb: Ich bin Malala 432 S.
  4. Daniel Pennac: Wie ein Roman 197 S.
  5. Valerie Lawson: Mary Poppins, she wrote – The Life of P.L. Travers 416 S.
  6. Marjane Satrapi: Persepolis 160 S.
  7. Juli Zeh: Die Stille ist ein Geräusch – Eine Reise durch Bosnien 264 S.

DieJai (Variante A oder B)

  1. Misha Anouk: Goodbye, Jehova – Wie ich die bekannteste Sekte der Welt verließ 544 S.
  2. Julia Korbik: Stand up – Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene 416 S.
  3. Jürgen Becker: Religion ist, wenn man trotzdem stirbt 174 S.
  4. Hape Kerkeling: Ich bin dann mal weg – Meine Reise auf dem Jakobsweg 344 S.
  5. Cheryl Strayed: Der große Trip – Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst 448 S.

glencombscille (Variante A)

  1. Dominic Wallmann und Ben Newman: Professor Astrokatz 32 S.
  2. Margot Käßmann: Das Zeitliche segnen – Voller Hoffnung leben, in Frieden sterben 222 S.
  3. Martina Rosenberg: Mutter, wann stirbst du endlich? – Wenn die Pflege der kranken Eltern zur Zerreißprobe wird 256 S.
  4. Yvonne Hofstetter: Sie wissen alles 352 S.
  5. Jutta Jacobi: Die Schnitzlers – Eine Familiengeschichte 304 S.
  6. Rüdiger Dahlke: Aggression als Chance – Be-Deutung und Aufgabe von Krankheitsbildern wie Infektion, Allergie, Rheuma, Schmerzen und Hyperaktivität 385 S. 
  7. Peter Teuschel: Der Mann, der sich in die Zebrafrau verliebte

Hermia (Variante A oder B)

  1. Wolfgang Putz und Beate Steldinger: Patientenrechte am Ende des Lebens 320 S.
  2. Amanda Adams: Scherben bringen Glück – Pionierinnen der Archäologie 240 S.
  3. Bill Bryson: Frühstück mit Kängurus – Australische Abenteuer (Hörbuch) 416 S.
  4. Michael Prang: Alternativmedizin – Was sie leistet – Wann sie schadet 256 S.
  5. Matthew Goodman: In 72 Tagen um die Welt – Wie sich zwei rasende Reporterinnen im 19. Jahrhundert ein einmaliges Wettrennen lieferten 720 S.
  6. Mark Salisbury: Tim Burton – Der melancholische Magier 348 S.
  7. Simon Winchester: Der Atlantik – Biografie eines Ozeans 528 S.
  8. Haruki Murakami: Untergrundkrieg – Der Anschlag von Tokio
  9. Thomas Jeier: Die ersten Amerikaner – Eine Geschichte der Indianer
  10. Kristín Steinsdóttir: Leben im Fisch – Kristín Steinsdóttir erzählt das Island ihrer Kindheit
  11. Barbara Sichtermann: 50 Klassiker – Frauen

Natira (Variante A)

  1. Fred Bruemmer: Mein Leben mit den Inuit – Reisen zwischen Grönland und Alaska 173 S.
  2. David Bergmann: Der, die, was? Ein Amerikaner im Sprachlabyrinth 212 S.
  3. John Vaillant: Der Tiger 448 S.
  4. Amanda Palmer: The Art of Asking – How I Learned to Stop Worrying and Let People Help 352 S.
  5. Barbara Sichtermann und Ingo Rose: Frauen einfach genial – 14 Erfinderinnen, die unsere Welt verändert haben (Hörbuch) 128 S.
  6. Christiane Kohl: Das Zeugenhaus: Nürnberg 1945 – Als Täter und Opfer unter einem Dach zusammentrafen 256 S. 
  7. Mark Rowlands: The Philosopher and the Wolf: Lessons from the Wild on Love, Death and Happiness 256 S.
  8. Bee Wilson: Am Beispiel der Gabel – Eine Geschichte der Koch- und Esswerkzeuge 373 S.
  9. Farley Mowat: Ein Sommer mit Wölfen 192 S.
  10. Scott Lillie: Tents, Tortoises and Tailgates – My Life as a Wildlife Biologist 144 S.
  11. Louise Berg-Ehlers: Mit Miss Marple aufs Land – Englische Krimischriftstellerinnen zwischen Tearoom und Tatort 144 S. 
  12. Ivan Bargna: Afrika – Kunst und Architektur 72 S.
  13. Ewald Weber: Das kleine Buch der botanischen Wunder 171 S.
  14. Anna Lindsey: Im Dunklen – Mein Leben ohne Licht 257 S.
  15. Henry Keazor: Täuschend echt! Eine Geschichte der Kunstfälschung 224 S.
  16. Véronique Poulain: Worte, die man mir nicht sagt – Mein Leben mit gehörlosen Eltern 160 S. 
  17. Sabine Bode: Die vergessene Generation – Kriegskinder brechen ihr Schweigen 304 S.
  18. Marc Baumann: Richter Ahnungslos – Wie ich unfreiwillig Schöffe wurde und was ich dabei über Recht und Unrecht gelernt habe 160 S.

Neyasha (Variante A oder B)

  1. Karl-Wilhelm Weeber: Baden, spielen, lachen – Wie die Römer ihre Freizeit verbrachten 152 S.
  2. Robyn Davidson: Tracks 280 S.
  3. 3 Kurzrezensionen zu Balkonratgebern (Jo Whittingham: Gärtnern ohne Garten; Karl Ploberger: Die schönsten Balkone und Terrassen für intelligente Faule; Ursula Braun-Bernhart: Balkon und Terrasse – 280 Pflanzen im Porträt insgesamt 456 S.
  4. Matthew Goodman: In 72 Tagen um die Welt – Wie sich zwei rasende Reporterinnen im 19. Jahrhundert ein einmaliges Wettrennen lieferten 721 S.
  5. Jo Walton: What Makes This Book So Great? 448 S.
  6. Alfred Lansing: 635 Tage im Eis – Die Shakelton-Expedition (Hörbuch) 320 S.
  7. Steffen Unger: Vorkoster gesucht! 100 Berufe aus der Antike 208 S.

Sarah (Variante A)

  1. Giulia Enders: Darm mit Charme – Alles über ein unterschätztes Organ 273 S.
  2. Heinrich Böll: Irisches Tagebuch 195 S.
  3. Ursus Wehrli: Kunst aufräumen 48 S.
  4. Cliffs Note on Uncle Tom’s Cabin 122 S.
  5. Ulrich Strunz: Wunder der Heilung: Neue Wege zur Gesundheit – Kenntnisse und Erfahrungen 223 S.

Sayuri (Variante B)

  1. Cheryl Strayed: Der große Trip – Tausend Meilen durch die Wildnis zu mir selbst 448 S.
  2. Giulia Enders: Darm mit Charme – Alles über ein unterschätztes Organ 273 S.
  3. Heike Dorsch: Blauwasserleben – Eine Weltumseglung, die zum Albtraum wurde 272 S. 
  4. Anne Stevenson: Sylvia Plath – Eine Biografie 656 S.
  5. Harriet Brown: Brave Eating Girl 256 S.

Winterkatze (Variante A)

  1. Frank Patalong: Der viktorianische Vibrator – Törichte bis tödliche Erfindungen aus dem Zeitalter der Technik 288 S.
  2. Patricia C. Wrede: Wrede on Writing – Tips, Hints and Opinions on Writing 246 S.
  3. Jan Gehl: Städte für Menschen 304 S.
  4. Judith Flanders: The Making of Home – The 500-year story of how our houses became homes 368 S.
  5. Bee Wilson: Am Beispiel der Gabel – Eine Geschichte der Koch- und Esswerkzeuge 373 S.
  6. Luise Berg-Ehlers: Mit Miss Marple aufs Land – Englische Krimischriftstellerinnen zwischen Tearoom und Tatort 144 S.
  7. Simon Winchester: Der Atlantik – Biografie eines Ozeans 528 S.
  8. Ivan Bargna: Afrika – Kunst und Architektur 72 S.
  9. Charlotte Lyne: Alles über Shakespeare 272 S.

Wörterkatze (Variante A oder B)

  1. Dian Fossey: Gorillas im Nebel – Mein Leben mit den sanften Riesen 415 S.
  2. Christine Brügge: Und dann kam Luna 256 S.
  3. Barbara Tuchmann: August 1914 528 S.
  4. Randy Pausch (mit Jeffrey Zaslow): Last Lecture – Die Lehren meines Lebens 240 S.
  5. Jon Spence: Geliebte Jane – Die Geschichte der Jane Austen 379 S.

Herbstlesen im Oktober (10): Die Halloween-Variante

Gestern ist es ja schon etwas später geworden – ich bin gespannt, wie lange ich heute durchhalte, bevor eine Runde Sofaschlaf fällig wird. 😉

Dafür habe ich am Samstag nicht nur „Jack Flint und der Dämon der Schlangen“ von Joe Donnelly, sondern auch mehr als die Hälfte von „Jack Flint und der Raub der Kupferschriften“ gelesen. Außerdem habe ich einige Zeit mit dem DS verbracht und es mir überhaupt recht gut gehen lassen. 🙂 Ich bin fest entschlossen, es heute genauso zu halten – und fange deshalb (sobald ich die Augen weit genug aufbekomme) mit meinem Buch an.

Jack und seine Freunde halten sich gerade in der Burg des bösen Zauberers Bodron auf. So langsam kann ich nicht mehr so viel schreiben, ohne zu spoilern, aber ich kann verraten, dass sie sich mit sehr viel unheimlicher Illusionsmagie herumschlagen müssen, was dazu führt, dass ich vermutlich noch einige sehr halloweenmäßige Szenen vor mir habe. 😉

Die heutigen Mitleser werden wie immer am Ende des Beitrags verlinkt, diejenigen, die gestern schon einen Post fürs ganze Wochenende verfasst haben, habe ich schon aufgeführt und nun bleibt mir nur noch uns allen einen schönen letzten Herbstlesetag zu wünschen! Ich hoffe, ihr habt unterhaltsame (und vielleicht sogar angemessen gruselige) Bücher bei der Hand und verbring einen erholsamen Tag! 🙂

Update 10:30 Uhr

Seit meinem ersten Lebenszeichen heute morgen war ich überraschend fleißig. Die drei Körbe voller Wäsche von gestern sind verstaut, die Küche ist aufgeräumt, die Spülmaschine ausgeräumt und ich habe ein paar Bücherstapel … umgestapelt. *g* Leider hat in der Zwischenzeit meine Kerze ihr Leben ausgehaucht und ich musste feststellen, dass ich gerade keine Balkonkerze habe, die ich „umtopfen“ kann, weil bei der Nachbarschaftsparty meine beiden Windlichter ausgebrannt sind. Normalerweise brenne ich meine Kerzen nämlich in den großen Windlichtern auf dem Balkon an – und wenn sie die passende Größe haben, wandern sie in das Windlicht im Wohnzimmer.

Außerdem habe ich „Jack Flint und der Raub der Kupferschriften“ beendet und bin immer noch zufrieden mit der Trilogie. Der letzte Band ist zwar im Prinzip ein schnelles Zusteuern auf die endgültige Auseinandersetzung mit dem Bösen plus einem ausführlichen Endkampf, aber das passte schon. Einzig eine Sache am Ende der Geschichte war mir persönlich von dem Autor etwas zu harmoniesüchtig aufgelöst worden, da hätte ich mit ein bisschen mehr Tragik leben können. Aber es ist nun mal ein Jugendbuch und mir stieg bei den Szenen trotzdem ein Tränchen der Rührung in die Augen. 😉

Beim Frühstück – genau genommen beim Blick in die Espresso-Dose – ging mir durch den Kopf, dass ich inzwischen doch erstaunlich regelmäßig Milchkaffee trinke. Normalen Kaffee mag ich eigentlich nicht, Milchkaffee war früher so „ganz okay“, wenn ich großzügig Zucker reingetan habe, und ich habe ihn eigentlich nur getrunken, wenn ich mal wieder relativ knapp bei Kasse war und trotzdem mit meinen Freundinnen abends in die Kneipe gehen wollte. So ein großer Pott Milchkaffee hielt für einen noch einigermaßen finanzierbaren Preis den ganzen Abend und machte zur Not auch noch etwas satt. Inzwischen nehme ich weniger Zucker und mag meinen Milchkaffee ziemlich gerne … 😉

Jetzt aber Frühstück und die ersten Zeilen von „Feed“ – ich hoffe, das Buch ist mit Essen kompatibel. 😀

Update 15:30 Uhr

Beim Frühstück habe ich dann doch keinen Blick mehr in „Feed“ von Mira Grant (Seanan McGuire) geworfen, inzwischen sind aber doch die ersten Seiten gelesen. Wie eigentlich immer, wenn ich ein neues Buch von der Autorin anfange, fällt mir auf, dass ich ihre Erzählweise wirklich mag. George (Georgia Mason) erzählt recht sachlich (und mit trockenen Nebenbemerkungen) von dem Virus, der beim ersten Aufkommen im Jahr 2014 (mindestens) 32% der Weltbevölkerung vernichtet hat. Wer von dem Virus infiziert wird, wird zum Zombie – wobei das nicht so ganz stimmt, denn eigentlich trägt jeder den Virus in sich, aber es kann sein, dass man Glück hat und der Virus nicht ausbricht oder sich nur in relativ unbedeutenden Erkrankungen zeigt. Ich mag bislang die Protagonistin, ihren Bruder (wobei ich den im realen Leben sehr, sehr anstrengend fände) und ihre Mitarbeiterin „Buffy“, aber vor allem mag ich wie Seanan McGuire ihre Zombie-geplagte Welt bislang aufgebaut hat. Momentan klingt das alles noch so stimmig und richtig – so gibt es gleich zu Beginn eine Erklärung wie die Welt bzw. Industrie und Landwirtschaft trotz der Zombieplage noch funktionieren können und wie der Alltag der meisten Menschen aussieht. Bei vielen Elementen merkt man deutlich, dass sie Biologin ist.

Shandy hat mir heute – wie es sich wohl für einen Halloween-Kater gehört – erst einmal einen gehörigen Schrecken eingejagt, als er vor dem Füttern nicht vom Bücherregal runterkam. Aber er wollte wohl nur etwas Aufmerksamkeit und krähte so lange, bis ich auf einen Tritt stieg und ihn gründlich durchgeschmust hatte. Gut geht es ihm zur Zeit nicht, aber er scheint es zu genießen, dass er deshalb häufiger seinen Dickkopf durchsetzen kann. Nach dem Füttern habe ich mir ein Beispiel an Baltimore genommen …

… und habe tief und fest auf dem Sofa geschlafen, obwohl die Ju heute wieder sehr intensiv über der Stadt kreist und der Motorenlärm immer wieder in meine Träume eindrang. Dieses Nickerchen war nach der kurzen Nacht sehr erholsam, jetzt hoffe ich nur, dass ich heute Abend trotzdem einigermaßen passend wieder müde werde. Bevor ich wieder zu „Feed“ greife, gibt es jetzt erst einmal einen halben Mini-Sandkuchen und Kekse, während ich schaue wie es den anderen Lesern bislang so ergangen ist. Ich hoffe, ihr habt Spaß mit dem, was ihr bislang so gemacht habt. 🙂

(Und dann ging mir irgendwann auf, dass es nicht reicht ein Update zu schreiben – ich sollte auch auf „Aktualisieren“ klicken. ;))

Update 21:30 Uhr 

Sehr viel habe ich heute Abend nicht mehr gelesen, so langsam waren meine Augen dann doch etwas buchstabenmüde. Dafür habe ich mit dem DS gespielt, mit meinem Mann geschwatzt, an einem Text rumgetippt, Abendessen gekocht und danach mit meinem Mann „Perry Mason“ geschaut und dabei gestrickt (die aktuellen Socken brauchen gar nicht mehr so lange, bis sie fertig sind). Die Serie finde ich gerade wirklich erholsam. Die Handlung wird ruhig erzählt, man kann mitermitteln (muss das aber nicht, wenn man sich nur beschallen lassen will) und die Fälle sind – auch wenn es immer auf die Gerichtsverhandlung und eine Überraschungsenthüllung durch den Anwalt hinausläuft – abwechslungsreich. 🙂

Kichererbsen-Spinat-Curry

Ich glaube nicht, dass ich den Beitrag heute noch einmal aktualisiere, denn jetzt gehe ich erst einmal einen Tee kochen für meinen Mann, dann versorge ich die Katzen und lassen den Tag noch ein bisschen ausklingen, bevor ich ins Bett falle.

Auf jeden Fall war es wieder schön mit euch diese Herbstlesen-Wochenenden zu verbringen. Manchmal brauche ich einfach diese Lese-und-Plauderwochenenden, um abzuschalten und mich von der Woche zu erholen, und in Gesellschaft macht das einfach mehr Spaß! Also vielen Dank, dass ihr mitgemacht habt! Ich hoffe, es hat euch ebenso gut getan wie mir! 🙂

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 Heutige Mitleser:

Kiya
Hermia
BücherFähe
Mila
Elena
Natira
Alysande (in den Kommentaren)

November-SuB 2015

Der Oktober war ein guter Lesemonat, auch wenn ich in der Woche (gefühlt) relativ wenig gelesen habe. Aber dafür gab es ja das Herbstlesen am Wochenende, was nicht nur dafür gesorgt hat, dass ich in der Woche regelmäßig Kurzgeschichten las, sondern auch dafür, dass ich häufig die Samstag angefangenen Bücher zu Wochenbeginn beenden konnte. So komme ich für den Oktober auf 14 Bücher (plus zwei Extra-Kurzgeschichten), 1 Manga und 1 Hörbuch.

Ich habe noch keine Ahnung, wie viel Zeit mir der November zum Lesen und Bloggen bringen wird, aber ich will endlich die letzte Sachbuch-Rezension für die Challenge schreiben und dann gibt es da noch ein paar Titel auf dem SuB, auf die ich im letzten Monat schon Lust hatte. Gezielt nehme ich mir das SuB-trahieren zwar nicht vor, aber ich hoffe, dass es genauso gut klappt wie in den vergangenen Monaten. Und wie immer liegen da noch ein paar Leihbücher, die ich eigentlich gern mal zurückgeben würde. Doch da ich für die meisten davon Ruhe und Konzentration benötige, weiß ich noch nicht, ob das in diesem Monat was wird.

Deutscher SuB:

  1. Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
  2. Tim Akers: Das Herz von Veridon
  3. Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
  4. Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
  5. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  6. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  7. Brom: Krampus
  8. Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)
  9. Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
  10. Melissa Fairchild: Weltenwanderer
  11. Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
  12. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  13. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  14. Daniel Holbe: Giftspur
  15. John Irving: Letzte Nacht in Twisted River
  16. Celine Kiernan: Schattenpfade
  17. Jessica Kremser: Frau Maier sieht Gespenster
  18. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  19. Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
  20. Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund
  21. Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
  22. Silvia Roth: Querschläger
  23. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  24. Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
  25. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  26. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  27. Charles den Tex: Die Zelle
  28. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  29. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  30. Elizabeth Woods: Caras Schatten
  31. Xinran: Gerettete Wort
  32. Xinran: Wolkentöchter
  33. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

32 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

  1. Marie Brennan: The Tropic of Serpents – A Memoir by Lady Trent
  2. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  3. Sarah Rees Brennan: Unspoken
  4. Soman Chainani: The School for Good and Evil 2
  5. Diana Pharaoh Francis: The Black Ship (Crosspointe Novel #2)
  6. Mira Grant: Feed
  7. D. B. Jackson: Thieve’s Quarry (Thieftaker #2)
  8. Morgan Keyes: Darkbeast
  9. Lynn Kurland: Star of the Morning
  10. Anthony Minghella: Jim Henson’s The Storyteller
  11. Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
  12. Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
  13. Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
  14. Cindy Pon: Serpentine
  15. Philip Reeve: Larklight
  16. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  17. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  18. Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child
  19. Patricia C. Wrede: Snow White and Rose Red

12 Titel auf dem englischen SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Herbstlesen im Oktober (9): Die Halloween-Variante

Ich habe für den heutigen Tag das Logo vom letzten Jahr recycelt, damit es zu diesem Wochenende passt. 😉 Ich hoffe, es findet sich wieder der eine oder andere Mitleser – vielleicht sogar mit thematisch passender Lektüre.

Diese Woche war weniger anstrengend als der Rest des Oktobers, da mein Mann sich drei Tage Urlaub genommen hatte, was für mich bedeutet, dass ich auch immer so viel Arbeit wie möglich verschiebe und das Leben etwas langsamer angehen lasse. So haben wir Anfang der Woche viel Zeit mit Schwatzen, Spielen und DVD schauen verbracht.

Heute sollte mein Mann sich eigentlich mit Arbeitskollegen zum „Cthulhu Wars“-Spielen treffen, aber das ist kurzfristig abgesagt worden, was meine ganze Tagesplanung über den Haufen wirft. Grundsätzlich könnte ich mich der Spielrunde natürlich auch anschließen – spannend genug finde ich das Spiel -, aber da die gesamte Konversation auf Englisch stattfindet, verzichte ich dann doch lieber. Komplizierte Spielregeln erfordern schon auf Deutsch einige Konzentration, auf Englisch wäre es mehr anstrengend als unterhaltsam. Auf jeden Fall wird es jetzt nichts mit den DVD-Plänen, die ich hatte, und fürs Essen muss ich gleich mal schauen, ob mir spontan etwas über den Weg läuft, was ich heute Abend machen kann. Ich gebe zu, ich bin immer etwas grummelig, wenn meine Planung so kurzfristig umgeworfen wird. 😉

In der Woche habe ich „Jack Flint und der Bann des Herzsteins“ von Joe Donnelly beendet, heute möchte ich mit der Fortsetzung „Jack Flint und der Dämon der Schlangen“ weitermachen – was dann auch bedeuten würde, dass ich mal wieder einen Titel vom SuB entfernen könnte. 😉 Außerdem habe ich auch noch „Feed“ von Mira Grant aus dem Regal gekramt, falls mir spontan nach einem Zombieroman sein sollte. 😉 Bis wir um acht Uhr zum Einkaufen fahren können, lese ich aber schon mal ein paar Seiten in dem Jack-Flint-Roman.

Mitleser werden wie immer am Ende des Beitrags verlinkt! Ich wünsche uns allen einen angenehmen (und angemessen gruseligen) Lesetag. 🙂

Update 10:10 Uhr

Vor dem Einkaufen hatte ich ja schon mit „Jack Flint und der Dämon der Schlangen“ angefangen und bin mit Jack, Kerry und Corriwen nach Eirinn gereist. Nachdem die drei ihre Abenteuer in Temair überstanden und viel über den Herzstein, das Buch der Wege und die Aufgabe eines Wanderers gelernt haben, werden sie im Steinkreis voneinander getrennt. Um Corriwen, die von den Jungen getrennt wurde, wiederzufinden, müssen Jack und Kerry den Rätseln aus dem Buch der Wege folgen – und stolpern gleich einmal über einen wehrhaften Cluricaun.

Inzwischen ist der Einkauf erledigt und die erste Runde Wäsche wandert gleich von der Maschine in den Trockner, Gefrühstückt habe ich auch schon und dabei weiter gelesen. Eirinn leidet unter einem andauernden Winter, nachdem die Goldene Harfe des Dagda von dem Tyrannen Dermott und seinem Blutmagier Fainn gestohlen wurde. Um nicht zu verhungern, sind die Bewohner des Landes gezwungen zu wildern – womit sie wiederum Dermott provozieren, dessen größtes Vergnügen die Jagd nach zweibeinigem Wild zu sein scheint. Corriwen hat sich auch schon mit zwei Häschern angelegt, die einen Jungen mit einem verletzten Bein jagten, während Jack und Kerry auf die ersten Giftschlangen gestoßen sind.

Die letzte Stunde habe ich mich durch Kommentare, Blogbeiträge und die Sendung, die mein Mann gerade schaut, vom Update-Schreiben etwas ablenken lassen. 😀 Aber jetzt geht das Update mit den ersten verlinkten Mitlesern online!

Update 14:15 Uhr

Nach dem Katzenfüttern ging es direkt weiter mit meinem Roman und ich muss überrascht feststellen, wie schnell ich heute lese. Die Hälfte der Geschichte habe ich schon durch und ich mag wieder die Figuren und die Details und den Umgang mit (keltischer) Mythologie. Der böse Zauberer ist angenehm schaurig (inklusive Umhang aus Fledermausflügeln), seine Magie macht mich neugierig auf seine Tätowierungen und inzwischen haben Jack und seine Freunde auch geklärt wie der tyrannische Dermott trotz des ewigen Winters seine Truppen ernähren kann. Außerdem sind sie auf eine Bande von Vagabunden (die Vaga-Bande *hüstel*) gestoßen und in Dermotts Burg eingebrochen, um zwei Kostbarkeiten zu stehlen. Wenn das so weitergeht, kann ich heute Abend vielleicht schon zum dritten (und leider deutlich dünneren) Abschlussband greifen.

Christie und Baltimore haben mir beim Lesen wieder Gesellschaft geleistet, wobei Christie dem armen Plüschkater schnell begreiflich gemacht hat, dass sie meinen Schoß gern allein besitzen würde. Baltimore liegt dafür jetzt wieder auf der Sofalehne und kuschelt ab und an seine (sabberige) Schnauze an meinen Hals.

An dieser Stelle wurde ich eben unterbrochen, weil der Paketbote meine halbjährliche Seifenlieferung brachte. Das Auspacken ist jedes Mal wieder wie Weihnachten, obwohl ich doch genau weiß, was in dem Paket ist. 😉 Milch- und Ölseifen, sowie das Solid Shampoo sind bewährte Produkte, den Rest teste ich in den nächsten Woche mal an, in der Hoffnung, dass meiner Haut und (meiner Nase) ein bisschen mehr Fett über den Winter gut tut.

Bevor es mit meinem Buch weitergeht, greife ich erst einmal zum DS …

Update 17:15 Uhr

Heute läuft es mit meinen Updates ungefähr so: Oh, ich könnte mal ein Update schreiben! Ach, erst einmal Tee kochen und schauen, was die anderen gemacht haben … ein paar Kommentare beantworten … etwas schwatzen … Kekse knabbern … Ts, ich sollte nicht immer so rumtrödeln, ich will doch lesen!

Äh, habe ich eigentlich das Update geschrieben?

Hatte ich natürlich nicht. *g* Ich habe also seit dem letzten Update ein bisschen gespielt – heute Abend gibt es dann später noch eine Runde mit „Animal Crossing“, denn schließlich ist Halloween! Außerdem habe ich gelesen und nun nur noch ein paar Kapitel in „Jack Flint und der Dämon der Schlangen“ vor mir, was ein bisschen schade ist, denn ich habe gerade ein ungewöhnliches rothaariges … hm … Kriegsmonster und seine Schmiedin getroffen, das ich gern noch besser kennenlernen würde. Tee und Kekse gab es außerdem und weil ich meine hübsche neue Teedose mal zeigen wollte, gibt es ein Küchenfoto und ein Tee-Kekse-Buch-Kerzen-Foto. 😉 Die Kekse habe ich auch in diesem Jahr wieder von jemandem mitgebracht bekommen, der jeden Sommer in der Bretagne Urlaub macht, den Tee gab es von der selben Person dann als Mitbringsel aus Kanada. Das ist schließlich auch eine Art Auslandsreisen (anderer *g*) zu genießen. ;D

Ich weiß noch nicht, ob ich sofort wieder zum Buch greife oder ob ich jetzt einfach ein bisschen vor mich hinglubsche meinem Mann beim Spielen zuschaue. Momentan werde ich um diese Zeit immer sehr, sehr müde – was etwas ungünstig ist, weil es mich so wenig motiviert zum abendlichen Kochen zurücklässt. 😉

Update 21:45 Uhr

In den letzten vier Stunden habe ich mein Buch ausgelesen (ich mochte es wirklich, auch wenn es einen kleinen Punkt am Ende gab, den ich als nicht ganz so gut gelöst empfand) und weiter mit dem DS gespielt. (Bei dem Kostüm muss ich immer an die Endszene aus dem Film „Zauberhafte Schwestern“ denken. :D) Meine Nachbarn haben sich auch in diesem Jahr wieder von mir erschrecken lassen und mir – deutlich häufiger – Süßigkeiten aus der Tasche gezogen. Nach Abendessen und Eis greife ich jetzt wirklich zu „Jack Flint und der Raub der Kupferschriften“ und schaue mal, wie es Jack und seinen beiden Freunden bei der Suche nach Jacks Vater ergeht. Der Abschlussband ist deutlich schmaler als die anderen beiden Teile – mal sehen, wie lange er hält. 😉 Vorher drehe ich aber noch eine Blog- und Kommentarrunde. 🙂

Update 01:00 Uhr

Ich scheine heute nicht so recht müde zu werden … Bei „Jack Flint und der Raub der Kupferschriften“ bin ich inzwischen aus Seite 186 von 300 – das Buch sollte ich an diesem Wochenende wohl noch beenden können – und auch hier mag ich die Geschichte, obwohl die Protagonisten dieses Mal sehr durch die Welt, in der sie gelandet sind, geführt werden. Kurz nach ihrer Ankunft in Uaine treffen sie auf die Zaubererin Megrin, die drei schon erwartet hat und sie in ihre Aufgabe in dieser Welt einführt. So reisen Jack und seine Freunde recht zielstrebig zur Burg des bösen Bodron, um die 21 Kupferschriften zurück zu holen, die der Zauberer gesammelt und für böse Zwecke missbraucht hat. Irgendwie habe ich das Gefühl, als ob in diesem Band weniger los wäre, als in den beiden vorherigen, aber so ganz stimmt das nicht. Es gibt immer noch gefährliche Situationen, neue Bekanntschaften und Verweise auf keltische Mythologie (auch wenn ich das Gefühl habe, dass sie hier dezenter verwendet werden), aber es scheint weniger Zwischenziele zu geben, um die die Jugendlichen kämpfen müssen. Trotzdem übt auch dieser Roman wieder den „nur noch ein Kapitel“-Sog auf mich aus und ich mag weiterhin die Figuren und die klare Erzählweise und ich freu mich darauf, dass ich morgen später weiterlesen kann. Jetzt überlasse ich aber erst einmal den Katzen das Sofa und wandere ins Bett. Gute Nacht!

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 Heutige Mitleser:

Kiya
Sayuri
Alysande (in den Kommentaren)
Natira
Hermia
BücherFähe

Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins (Jack Flint 1)

„Jack Flint und der Bann des Herzsteins“ von Joe Donnelly ist der erste Band der Jack-Flint-Trilogie. Die Geschichte wird aus der Sicht des vierzehnjährigen Jack Flint erzählt, dessen Vater ihn vor vielen Jahren in die Obhut des Majors gegeben hat. Der Major lebt am Rande des schottischen Cromwath Blackwood – ein von einer hohen Mauer umschlossener Wald, über den im Ort diverse Schauergeschichten im Umlauf sind. Jack und seinem besten Freund Kerry Malone, der ebenfalls beim Major lebt, ist es streng verboten den Wald zu betreten, doch sie sind wild entschlossen sich am kommenden Tag über dieses Verbot hinwegzusetzen und den unheimlichen Wald zu erkunden. Doch erst einmal steht an diesem Abend das Samhain-Fest an – an dem sich Jack und Kerry unverhofft auf der Flucht vor unheimlichen Wesen finden, die in den Besitz des Majors eingedrungen sind.

Noch in den Kostümen (Jack als Cuchulainn inklusive Bogen und Köcher, Kerry als David inklusive Schleuder), die sie für das Samhain-Fest gewählt haben, und ausgestattet mit einem geheimnisvollen Buch und einem ebenso mysteriösen Stein, die ihnen der Major im letzten Moment in die Hand gedrückt hat, fliehen die beiden Jungen in den Cromwath Blackwood. Erst als Jack und Kerry in einen Steinkreis flüchten, können sie die angsteinflößenden Schattenwesen abschütteln, die hinter ihnen her sind, – nur um sich kurz darauf in einer anderen Welt wiederzufinden. Temair ist keine harmlose Welt, was den beiden Jungen schon in den ersten Momenten bewusst wird, finden sie sich doch auf einem Schlachtfeld wieder, auf dem vor kurzem erst viele Kämpfer den Tod gefunden haben.

Wenige Zeit später treffen Jack, der durch die unheimlichen Wesen verletzt wurde, und Kerry auf das Mädchen Corriwen Redthorn, das ihnen mehr über Temair und die Schlacht, die dort vor kurzem stattgefunden hat erzählt. Gemeinsam ziehen die drei los, um das Schwert der Redthorn zu finden, mit dem Corriwen ihr Volk, die Dalriada, wieder vereinigen und in den Kampf gegen den bösen Mandrake führen kann. Die Geschichte ist nicht besonders neu und wird sehr gradlinig erzählt, aber das fand ich angenehm und passend. Joe Donnelly verwendet vertraute keltische Elemente, mischt sie mit eigenen Ideen wie die Scree (monströse Figuren, die im Wasser wie Steine sinken), bei denen ich es schön finde, dass die einzige (englische) Definition, die man für den Begriff findet, sich auf Geröll (am Fuß eines Berges oder Vulkans) bezieht. Man muss keine Ahnung von keltischer Mythologie haben, um die Geschichte zu genießen, aber wenn man etwas Vorwissen hat, ist es umso schöner zu sehen, was der Autor aus den bekannten Elementen gemacht hat.

Jack, Kerry und Corriwen müssen im jedem Kapitel neue Gefahren bestehen und für manche finden sich überraschende Lösungen. Dabei geht Joe Donnelly nicht gerade sanft mit seinen Protagonisten um, auf der anderen Seite ist der Roman aber immer noch für Jugendliche (die Altersangabe des Verlags liegt bei 12-14 Jahren) geeignet. Der Autor bekommt es auch ganz gut hin, dass die Jungen mit dem „Weltenwechsel“ auf einmal besondere Fähigkeiten besitzen, ohne dass sie dabei wie unmenschliche Superhelden wirken. Natürlich wäre es noch schöner gewesen, wenn er darauf verzichtet hätte, dass Jack, der vorher beklagte, dass er nicht kämpfen könnte, nun ein erstklassiger Bogenschütze ist, aber ich kann damit leben.

Insgesamt erinnert mich der erste Jack-Flint-Band vom Aufbau und von der Erzählweise her an so einige fantastische britische Kinder- und Jugendbücher, die ich als Jugendliche gelesen und gemocht habe. Jack, Kerry und Corriwen müssen um das Überleben von Temair und allen anderen Welten kämpfen, wobei Mandrake nur ein Zwischengegner im Kampf gegen das Böse ist. Dabei reisen sie quer durch Temair, begegnen Bösewichten und neuen Freunden und erleben schreckliche und wundersame Sachen. Ich mag Joe Donnellys Variante des „Kleinen Volks“, ich mag es, wie er die Morrigan darstellt und welche Rollen die Barden in dieser Geschichte übernehmen. „Jack Flint und der Bann des Herzsteins“ ist nicht gerade die Neuerfindung des Genres und es gibt einige Kritikpunkte, die ich nicht übersehen kann, aber es ist ein unterhaltsames Jugendbuch mit sympathischen Figuren und ein paar wirklich schönen Ideen rund um bekannte keltische Elemente.

Dies und Das (5): Die Sache mit der Wolle

Dass ich in den letzten Jahren eigentlich nur noch Socken gestrickt habe, dürftet ihr inzwischen alle wissen – die einzigen Ausnahmen in den letzten sechs Jahren waren ein Schal (selten genutzt, weil selbst im allertiefsten Winter schrecklich warm), zwei Mützen (immer noch nicht gespannt und vernäht *hüstel*) und zwei Handtaschen (die ich zwar immer noch hübsch finde, aber eigentlich auch nie nutze, da ich eher ein Rucksack-Mensch – oder ganz ohne Tasche unterwegs – bin). Das ganze Sockenstricken sorgt dafür, dass sich im Laufe der Zeit einige Reste ansammeln.

Manchmal kaufe ich dann einfarbige Wolle, die zu meinen Resten passt, und verarbeite die mit den Resten zu Ringelsocken. Doch irgendwann habe ich dann auch davon ein Reste übrig und dann beginnt das große Puzzeln.

Jedes Mal denke ich, ich sollte nur noch einfarbige Wolle verarbeiten und auf die gemusterten Knäuel verzichten, denn die sind so schlecht kombinierbar. Aber dann sehe ich im Angebotskorb meines Wollladens doch wieder eine Farbkombination, die mich anspricht, und dann werde ich wieder schwach. Also werde ich wohl weiterhin alle paar Monate versuchen mit meinen Resten eine einigermaßen ansprechende Farbzusammenstellung zu finden, bei der die Wollmenge ausreicht, um Ringelsocken zu stricken.

Das erste Sockenpaar wird also aus grauen, blauen, blaugraugemusterten und brombeerfarbenden Ringeln bestehen – und danach versuche ich mich vermutlich an orange, orange-weiß-meliert und mittelgrün … 😉