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Lauren Graham: Lieber jetzt als irgendwann (Hörbuch)

Das Hörbuch zu „Lieber jetzt als irgendwann“ habe ich geliehen bekommen und dachte, dass es doch bestimmt ganz nett sei, eine Geschichte zu hören, die von Lauren Graham (die Schauspielerin, die die Lorelei Gilmore bei den „Gilmore Girls“ spielte) geschrieben und von Melanie Pukaß (Lauren Grahams Synchronsprecherin) gesprochen wurde. Irgendwie nett war es auch, aber leider nicht so nett oder gar amüsant, dass ich große Lust hätte die Geschichte weiter zu hören. Diese mangelnde Motivation die Geschichte zu beenden führte dazu, dass sich das Ganze für mich endlos zog. Dabei hätte die Grundidee eine hübsche Basis für ein unterhaltsames Hörbuch bilden können.

Die Hauptfigur Franny (Francis) Banks lebt seit 2,5 Jahren in New York und versucht ihren Traum von einer Karriere als Schauspielerin zu verwirklichen. Dabei hat sie sich einen Zeitraum von drei Jahren gesetzt, denn sie will nicht endlos erfolglos Energie in dieses Ziel stecken, wenn sich vielleicht herausstellt, dass sie nicht geeignet für ihren Traum von der Bühne ist. Wenn alles scheitern sollte, so hat sie es sich vorgenommen, dann würde sie ihren Studienfreund Clark heiraten, wie ihr Vater Englisch unterrichten und als Vorortehefrau glücklich werden. Doch das es nicht darauf hinauslaufen wird, ist dem Hörer eigentlich von Anfang an klar und so verfolgt man sechs Monate lang Frannys Leben.

Sechs Monate, in denen Franny sich verliebt, in denen sie Vorsprechtermine und Schauspielunterricht hat, Erfahrungen bei Werbespotdreharbeiten sammelt, einen Agenten sucht und immer wieder darauf hoffen muss, noch einen Kellnerjob zu ergattern, damit sie die nächste Miete zahlen kann. Zwischen den verschiedenen Episoden gibt es immer wieder größere Pausen, was dazu führte, dass ich mich immer wieder neu orientieren musste, um herauszufinden, was gerade in Frannys Leben aktuell ist. (In der Buchversion scheint das einfacher zu verfolgen zu sein, da es da – laut den diversen Rezensionen – Kalenderseiten gibt, die mit Diätplänen und Terminen gefüllt sind, um die Lücken zu füllen.) Außerdem gibt es häufig zu Beginn eines neuen Abschnitts Anrufbeantworterpassagen, in denen Frannys Vater und diverse Personen, die beruflich mit ihr zu tun haben, Nachrichten hinterlassen.

Eigentlich war das alles ganz nett (irgendwie komme ich von diesem Wort einfach nicht weg), aber es gab so wenig Höhen und Tiefen. Franny hat als kleines Mädchen ihre Mutter verloren und eine besondere Beziehung zu ihrem Vater, aber ich als Hörer bekam nur seine eher informativen Anrufbeantworternachrichten mit. Franny geht zu einem Casting und statt sich auf die Rolle vorzubereiten, unterhält sie sich mit einer Kollegin (und beneidet diese um Figur, Größe und Frisur) – und anstatt das dieses Verhalten nun irgendwelche Folgen für Franny hätte, geht doch noch irgendwie alles gut. Wenn Franny peinliche Fragen stellt, dann finden die Leute sie witzig, wenn sie unvorbereitet ist, dann findet sie ganz aus Versehen doch den richtigen Ton für das Vorsprechen und so geht es immer weiter.

Natürlich fällt sie auch die eine oder andere falsche Entscheidung, aber nichts davon scheint wirklich spürbare Auswirkungen zu haben. Vielleicht liegt es an den Zeitsprüngen zwischen den verschiedenen Kapiteln, vielleicht auch an der Übersetzung, ich kann mir schon vorstellen, dass einige Szenen im Original pointierter rüberkommen (zumindest hoffe ich das!), aber insgesamt plätschert das alles so vor sich hin und mir ist es egal, ob Franny Erfolg hat oder nicht. Abgesehen davon, dass ich mir wünschte, sie würde hier und da die Klappe halten und erst einmal beobachten, was gerade los ist, statt gleich mit einer naiven Frage rauszuplatzen, berührte sie mich so gar nicht.

Auch die Sprecherin konnte mich nicht überzeugen – es ist zwar theoretisch Lauren Grahams deutsche Stimme, aber die Leistung von Melanie Pukaß als Hörbuchsprecherin ist bedauerlicherweise deutlich schlechter als ihre Arbeit als Synchronsprecherin. Es ist, als ob ihr die Bilder gefehlt hätten, um zu wissen, wie sie jetzt reagieren sollte und welche Stimmung sie den verschiedenen Charakteren jetzt verleihen muss. Jeder einzelne Satz war so gleichförmig „lustig-verzweifelt“, dass es auch hier an Höhen und Tiefen fehlte und ich eventuelle Scham oder Verzweiflung oder Freude nicht wirklich wahrnehmen konnte.

Oh, und die Botschaft des Ganzen? „Gib nicht auf und hör auf dein Bauchgefühl!“ – also ne, das habe ich in anderen Geschichten schon so viel besser, überzeugender und amüsanter verpackt gesehen! Ich kann mir zwar vorstellen, dass die Handlung selber gelesen etwas besser funktioniert, aber ich glaube nicht, dass ich Lauren Graham als Autorin nach diesem Hörbuch noch eine Chance geben möchte.

Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax and the Second Thief (Hörbuch)

Die zehnte Geschichte rund um Mrs. Pollifax führt die engagierte Rentnerin nach Sizilien, da ihr ehemaliger Kollege John Sebastian Farrell einen Hilferuf an die CIA geschickte hat und darum bat, Emily und Cyrus so schnell wie möglich zu ihm zu schicken. Da Cyrus nicht mitkommen kann, besteht er darauf, dass die CIA Emily eine erfahrene Begleitung mitgibt – schließlich hat er in den vergangenen Jahren oft genug mitbekommen, dass scheinbar einfache Aufträge bei seiner Frau schnell zu lebensgefährlichen Herausforderungen werden.

Und wirklich ist es so, dass Mrs. Pollifax und ihre Kollegin Kate Rossiter gleich von drei Parteien verfolgt werden, nachdem sie Kontakt mit Farrell aufgenommen haben. Dieser wiederum kann keine Auskunft darüber geben, wer ihn im Auge behält und warum – er weiß nur, dass er von einem Mann damit beauftragt wurde, einen Safe zu knacken und eine Kunstexpertise zu einem darin befindlichen Gegenstand abzugeben. Doch bevor er noch das gesuchte Schriftstück in den Händen halten konnte, wurde auf ihn geschossen und nun ist er seit zwei Tagen auf der Flucht vor seinen Angreifern.

Dazu kommt, dass Farrell meint, dass er vor ein paar Tagen einen Mann getroffen hat, der zur selben Zeit wie Mrs. Pollifax und er in Sambia war. So recht kann Farrell nicht glauben, dass diese Person sich wirklich in Sizilien befindet und deshalb soll Emily den Mann unter die Lupe nehmen. Doch solche Ermittlungen sind schwierig durchzuführen, wenn man auf Schritt und Tritt verfolgt und angegriffen wird. Zum Glück hat Kate Rossiter eine Tante, die in Sizilien lebt und den dreien Zuflucht gewähren kann.

Mit dieser Geschichte hat Dorothy Gilman wieder einen ganz neuen Ansatz gefunden, um eine „Mrs. Pollifax“-Episode zu erzählen und so ist „Mrs. Pollifax and the Second Thief“ weniger ein Spionageroman als eine Kriminalgeschichte, bei der es diverse Verdächtige gibt und man herausfinden muss, welche Person welches Motiv für welche Handlung hat. Besonders nett ist dabei das Umfeld, in dem die Geschichte spielt, denn Emily und Farrell verlassen überraschend selten das Anwesen von Kates Tante – und auch um die Villa Franca rankt sich das eine oder andere Geheimnis.

Während ich bei anderen Bänden der Reihe Emilys Sicht auf die verschiedenen Länder gern teile, weil diese für mich ebenso fremd sind wie für sie, finde ich es hier stellenweise lustig, wie sie auf manche örtliche Gepflogenheit oder die italienische Sprache reagiert, während ich das Gefühl hatte, dass andere Elemente (gerade bei der Architektur) mir – dank des einen oder anderen Italienurlaubs – sehr vertraut waren. Ein wenig habe ich es vermisst, den Bösewicht richtig kennenzulernen, aber das wird ausgeglichen durch verschiedene Überraschungsmomente und atmosphärische Szenen rund um die Villa Franca. Überhaupt ist Kates Tante Franca eine Erscheinung für sich, die ich immer wieder gern neu kennenlerne – ebenso wie den eigenwilligen Gast im Keller des Gebäudes, über den ich leider so gar nichts schreiben kann, wenn ich nicht die Handlung total spoilern will.

Auch dieses Hörbuch wurde von Barbara Rosenblat gelesen und sie hat ihre Arbeit eigentlich wie immer sehr gut gemacht. Allerdings passt ihre Interpretation der Franca nicht zu meiner Vorstellung von der Frau. Barbara Rosenblats Franca ist zu leise, zu zurückhaltend und zu gemächlich beim Sprechen, während ich sie mir immer als eine energische Dame vorgestellt habe, die kein Wort zu viel von sich gibt und genau weiß, was sie will.

Lola Lafon: Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte

Ich weiß nicht mehr, wo ich über „Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte“ von Lola Lafon gestolpert bin, aber auf das Buch bin ich schon lange neugierig gewesen. Inzwischen habe ich den Roman gelesen und bin davon enttäuscht. Die Anfangsszene, in der beschrieben wird, wie 1976 bei den Olympischen Spielen in Montreal die Anzeige nicht in der Lage war, die 10.0 Punkte für die rumänische Turnerin Nadia Comăneci anzuzeigen – denn niemand hatte erwartet, dass so eine Wertung überhaupt jemals vergeben werden würde -, ist sehr eindringlich. Und auch die folgenden Kapitel, in denen beschrieben wird, wie Nadias Trainer Béla eine Schule gründete, begabte Turnerinnen suchte und mit ihrer Ausbildung begann, fand ich noch interessant. Doch je weiter die Geschichte – und es ist eine Geschichte und keine Biografie! – voranschritt, desto irritierter wurde ich beim Lesen, bis ich mich am Ende regelrecht über die Autorin ärgerte.

Ich wusste – und das wird zu Beginn des Romans auch noch einmal von Lola Lafon betont -, dass „Die kleine Kommunistin“ kein realistischer Bericht ist. Es ist eine romanhafte Auseinandersetzung mit einem Teil der rumänischen Geschichte, bei der eine fiktive Variante der Nadia Comăneci als Aufhänger fungiert. Die Autorin hält sich an bekannte Tatsachen und Daten wie die belegbaren Turniersiege der Sportlerin oder große politische Ereignisse, aber alles andere entspringt ihrer Fantasie – was man sich besonders bei dem fiktiven Mail- und Telefonaustausch zwischen der Autorin und Nadia immer wieder bewusst machen muss.

Diese Art, die Handlung zu erzählen, führt dazu, dass ich an vielen Stellen das Gefühl hatte, ich hätte ein Sachbuch in der Hand, bei dem ich mich auf keine einzige Aussage verlassen konnte. Das fand ich wirklich unangenehm. Auch gelingt es der Autorin nicht, sich selbst (als ein Teil des Gedankenaustauschs mit der fiktiven Nadia) oder gar der Sportlerin ein greifbares Profil zu verleihen. Beide Figuren schmollen und trotzen, jede wirft der anderen Manipulation vor, während die eine (die Autorin) das kommunistische Regime und die andere (Nadia) die Heuchelei der demokratischen Welt kritisiert.

Das Interessanteste an diesem Buch war für mich, dass Lola Lafon (u. a.) in Rumänien aufgewachsen ist. Allerdings sorgt diese Information auch für den Eindruck, dass die Autorin mit diesem Roman ihre Enttäuschung und ihre zwiespältigen Gefühle sowohl gegenüber Rumänien als auch gegenüber der berühmten Nadia Comăneci verarbeiten möchte. Immer wieder betont sie, welche Hoffnungen und Wünsche Nadias Erfolg in Montreal in den kleinen Mädchen ihrer Generation weckte, wie all die Mädchen freiwillig hungerten und trainierten, wie sie „Nadia spielten“ und davon träumten, auch einmal so anmutig über den Schwebebalken zu fliegen.

Dann gibt es all die Szenen am Ende des Buches, wo sie beschreibt, wie sie zur Recherche nach Rumänien reist und auf der Suche ist nach den tragischen Geschichten der Opfer der Ceaușescu-Zeit, nach den Frauen, die zum Kinderkriegen gezwungen wurden, nach denjenigen, die unter der gegenseitigen Bespitzelung litten. Doch vor allem fand sie Erinnerungen an glückliche Zeiten, bekam Aussagen präsentiert, deren Fazit nur mit „wir waren arm, aber glücklich“ zusammenzufassen ist und die von der Freiheit innerhalb der Grenzen des Regimes erzählten. Und bei all dem kann ich mir als Leser nie sicher sein, was davon der Fantasie der Autorin, was ihrer eigenen Erinnerung oder vielleicht den (wenigen) aufgeführten Recherchequellen entspringt.

Diese Unsicherheit darüber, was Fiktion und was Fakten sind, macht mich unzufrieden. Hätte ich ein Sachbuch gelesen, hätte ich mich intensiv damit auseinandersetzen können. Aber um so ein Buch zu verfassen, hätte sich Lola Lafon entscheiden müssen, ob sie über Nadia Comăneci oder die rumänische Geschichte schreiben möchte. Und sie hätte intensiver recherchieren und vielleicht sogar tatsächlich das Gespräch mit der Sportlerin (die seit 1989 in den USA lebt) suchen müssen. Ich wäre auch zufrieden gewesen, wenn die Autorin sich konsequent an die Aufgabe gesetzt hätte, einen reinen Roman über Nadia zu schreiben – ich bin mir sicher, das Leben der rumänischen Vorzeigesportlerin hätte vollkommen ausgereicht, um eine mitreißende und spannende Geschichte zu erzählen. Aber dieses Buch ist weder das eine noch das andere – und somit für mich eine wirklich frustrierende Lektüre gewesen.

Marie Brennan: A Natural History of Dragons – A Memoir by Lady Trent

Bislang kannte ich von Marie Brennan nur die beiden Romane „Doppelgänger“ und „Hexenkrieger“, die mir wirklich gut gefallen haben (auch wenn man eigentlich die Inhaltsangabe des zweiten Bandes auf gar keinen Fall lesen sollte, wenn man den ersten Teil noch unvoreingenommen genießen möchte). Aber obwohl ich die Bücher gut fand, habe ich mich nicht aktiv nach weiteren Romanen der Autorin umgeschaut und bin nur durch Zufall vor einiger Zeit mehr als einem Jahr über „A Natural History of Dragons“ gestolpert.

Die Geschichte wird erzählt von der berühmten Drachenforscherin Lady Isabella Trent, die in diesem Band von ihrer Kindheit und ihren Anfängen als Naturwissenschaftlerin berichtet. Als einziges Mädchen wuchs Isabella mit fünf Brüdern auf – und entwickelte auch dementsprechend jungenhafte Interessen, obwohl ihre Mutter alles daran setzte ihre Tochter zur Dame zu erziehen. Aber erst als es zu einem gefährlichen Vorfall kam, konnte sich Isabellas Mutter durchsetzen. Obwohl sich das Mädchen alle Mühe gab, ihre Leidenschaft für die Erforschung von Drachen und die Naturwissenschaft zu unterdrücken, bemerkte ihr Vater wie unglücklich sie war – und gab ihr für ihre erste Saison einen wirklich guten Rat auf den Weg (den ich hier nicht verrate, um nicht eine der schönsten Momente in diesem Buch zu verderben). Einige Jahre später ergibt sich für Isabella die Möglichkeit an einer Expedition teilzunehmen, obwohl sich dies für eine Dame (jener Zeit) in keinster Weise gehört.

Marie Brennan hat für ihre Geschichte eine Welt erschaffen, die in vielen Elementen an unsere Welt erinnert. So würde ich behaupten, dass Isabella in eine Art europäischen Land (vielleicht sogar England) aufwächst, das von der technischen Entwicklung her ungefähr dem Stand Mitte des 19. Jahrhunderts entspricht – allerdings gibt es dort im Gegensatz zu unserer Welt Drachen und drachenähnliche Geschöpfe, die zu Zeit von Isabellas Kindheit noch relativ unerforscht sind. So verweist die Erzählerin immer wieder drauf, dass damals bestimmte Wissenschaftler noch von dieser oder jener Annahme ausgingen, dass diese Mutmaßungen aber inzwischen durch vielfältige und intensive Forschungen widerlegt wurden.

Sehr schön finde ich bei diesem Bericht, dass es kein reiner Forschungs- oder Reisebericht ist, sondern die Lebenserinnerung einer alten Frau, die selber entscheidet, welche Schwerpunkte sie setzt. So überspringt die Erzählerin die langweiligeren Stellen, ist an manchen Punkten distanzierter oder objektiver, als sie es direkt nach Erleben der Ereignisse gewesen wäre oder fügt Nebenbemerkungen ein, die dem Leser erklären, warum manche Sachen zu ihrer Zeit noch unerhört oder ungewöhnlich waren. Ich mag diese Art eine Geschichte zu erzählen sehr und ich mag die Protagonisten inklusive der wertenden Nebenbemerkungen, mit denen sie ihr eigenes früheres Verhalten kommentiert. Stellenweise erinnert sie mich an eine jüngere (und höflichere) Amelia Peabody – und überraschenderweise gibt es sogar eine Art „Krimianteil“ in der Geschichte. 😉

Auch habe ich es sehr genossen, dass die Hardcover-Ausgabe so schön gestaltet ist – da verzeihe ich sogar den Rought-Cut-Schnitt der Seiten. Die Zeichnungen und das Papier sind so gehalten, dass es wirkt, als ob man ein altes Buch vor sich hätte (und ja, irgendwie passt da sogar der schreckliche Schnitt des Buchblocks zu), was auf angenehme Weise zusätzlich zu den Beschreibungen in der Geschichte noch zur Atmosphäre beiträgt. Ich mag die Drachenbilder, ich mag die anderen Abbildungen und ich mag Isabella und ihre Leidenschaft für die Drachen und ihre Unbeholfenheit in so vielen anderen Dingen. Leider bedeutet das nun auch, dass ich mir auf jeden Fall noch die anderen beiden inzwischen erschienenen Bücher besorgen muss. 😉

Diana Pharaoh Francis: The Cipher (The Crosspointe Chronicles 1)

„The Cipher“ von Diana Pharaoh Francis gehört zu den Romanen, zu denen ich unglaublich gern eine lange und begeisterte Rezension schreiben möchte – und dann fallen mir tagelang nur so eloquente Aussagen wie „Das war so unglaublich cool!“ ein. 😉 Die Autorin hatte ich im November 2013 durch ihre Urban-Fantasy-Reihe rund um die „Hornblade Witches“ kennengelernt. Schon da hatte mir der Weltenbau sehr gut gefallen, ebenso wie die vielen Details rund um die Hexen, ihre Krieger und das komplexe soziale Gefüge zwischen diesen Personen und ihren Gegnern.

„The Cipher“ ist der Auftakt einer vierteiligen Reihe und dieser erste Band spielt in einem kleinen Inselkönigreich, in dem ganz eigene (strenge) Gesetze herrschen. Anfangs ist es etwas verwirrend, weil einen die Autorin mitten in die Welt wirft und relativ wenig erklärt wird, aber das macht auch einen Reiz des Romans aus, weil man so viel entdecken und zusammenpuzzeln kann. Ich fasse hier ein paar Sachen zusammen, die man eigentlich erst im Laufe des Romans erfährt, werde aber nichts spoilern, was für die Handlung relevant ist.

Crosspointe ist ein kleines Inselkönigreich, das vor allem von den rätselhaften Sylveth lebt. Sylveth sind – und das ist jetzt schwierig zu beschreiben – eine Art wilde und gefährliche Magie, die durch das umliegende Meer immer wieder auf die Insel zugetrieben wird. Einige Magier der Insel sind in der Lage mit diesen Sylveth kleine nützliche Dinge wie zum Beispiel Straßenbeleuchtung herzugestellen – Dinge, die eben auch zu guten Preisen exportiert werden. Import und Export sind von großer Bedeutung für das Königreich und so ist es kein Wunder, dass eine Position beim Zoll eine wichtige Aufgabe in diesem Land ist.

Lucy Trenton, Nichte des Königs und Protagonistin von „The Cipher“, arbeitet beim Zoll und gilt als vertrauenswürdige und zuverlässige Mitarbeiterin – zumindest bis zu dem Tag, an dem sie beschuldigt wird, ein besonders kostbares Stück Fracht gestohlen zu haben. Doch das ist nicht das einzige Problem, mit dem sie sich innerhalb kürzester Zeit herumschlagen muss, und so ändert sich ihr Leben innerhalb weniger Tage radikal. Obwohl Lucy immer – bis auf eine kleine Ausnahme – gesetztestreu war und ein sehr langweiliges und berechenbares Leben geführt hat, wird sie auf einmal von allen Seiten gejagt.

Eine Teilschuld daran trägt Kapitän Marten Thorpe – ein fantastischer Seemann und ein fanatischer Spieler und berüchtigter Lebemann. Ich verrate nicht zu viel, wenn ich schreibe, dass zwischen Lucy und Marten sehr schnell eine gewisse Anziehung entsteht und dass ihre „Beziehung“ eine nicht unerhebliche Rolle in der Geschichte spielt. Trotzdem habe ich diesen Roman nicht als „romantisch“ empfunden, denn beide haben ihre eigenen (eigennützigen) Motive, um sich (körperlich) auf den anderen einzulassen. Es ist schwierig mehr dazu zu schreiben, ohne zu viel zu verraten, also lasse ich das jetzt einfach mal so stehen. 😉

Einer der großen Pluspunkte an diesem Roman sind die atmosphärischen Szenen rund um das Leben auf dieser speziellen Insel. Diana Pharaoh Francis spielt mit dem Wetter, mit dem magischen Sturm (so coole Passagen!), mit der Rivalität zwischen dem Königshaus und den Kaufleuten, die der Meinung sind, dass sie die Insel regieren sollten. Das ganze Buch strotzt nur so vor Insel- und Hafenelemente und das macht eine Menge Spaß. Auch die Protagonisten mochte ich sehr gern. Lucy wirkt anfangs etwas langweilig, während sie sehr pflichtbewusst ihrer Arbeit nachgeht und sich abends mit einem Buch vor dem Feuer einrollt, aber sie entpuppt sich als einfallsreiche Kämpferin. An Marten hingegen verzweifelt man beim Lesen immer wieder, aber auf eine Art und Weise, dass ich der Autorin am Ende jede Dummheit, die dieser Charakter zustande bringt, verzeihen kann.

Es gibt allerdings eine Sache, die mir beim Lesen von „The Cipher“ nicht gefallen hat, weil ich das (selbst bei wohwollender Sicht, weil mir die Handlung ansonsten so gut gefallen hat) billig und unüberlegt finde: Die Feinde des Inselkönigreichs, die Jutras, sind dunkelhäutig, haben gelbe Augen und tanzen und stampfen im Kreis, wenn sie ihre Magie wirken. Zum Teil liegt das vermutlich/hoffentlich daran, weil die Insulaner in dieser Geschichte nur in so eindeutig erkennbaren Personen ihre Feinde sehen sollen. Aber eine Autorin, die ansonsten so tolle und ungewöhnliche Einfälle hat, hätte da definitiv einen anderen Weg finden müssen, um ein Feindbild zu schaffen.

SuB-trahiert (4): Februar

Im Februar klappte es wieder ganz gut mit dem SuB-trahieren einiger älterer ungelesener Bücher aus meinem Regal. Auch wenn ich das Verhältnis zwischen gelesenen und aussortierten Romanen im Januar sehr bedauerlich fand, ist es grundsätzlich ein gutes Gefühl, den SuB (mehr oder weniger) systematisch durchzugehen und zu reduzieren – vor allem, wenn man dann auch noch einen Großteil der Bücher wirklich gelesen und nicht nur aussortiert hat.

1. Andreas Schwarz: flip rouge

Eines dieser Bücher, bei denen ich mich nach ca. sechs Jahren auf dem SuB nicht mehr daran erinnern kann, wie es überhaupt in meinen Besitz kam. Es kann sein, dass ich damals neugierig auf das Verlagsprogramm war und deshalb ein paar Titel antesten wollte. „flip“ rouge ist zwar von einem deutschen Autor, aber eine sehr französische Geschichte – und das liegt mir ja oft nicht so recht. In kurzen Abschnitten und mit ständigen Perspektivwechseln erzählt Andreas Schwarz von neuen, tödlichen Drogen, von einem erfahrenen Polizisten, einer Ausreißerin und vielen, vielen anderen Elementen, die zusammengesetzt eine Handlung rund um den Machtkampf zwischen alten und aufstrebenden Drogenkartellen ergeben. Mit gut 250 Seiten war der Titel dann doch schnell gelesen, hat mich aber nicht genügend berührt, um einen nachhaltigen Eindruck zu hinterlassen.

2. Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud

Noch eines dieser Bücher, bei denen ich keine Ahnung habe, wie es auf dem SuB landete. Noch ein französischer Krimi von einem deutschen Autor. Aber dieses Mal geht es um den Mord an einem jungen Mädchen und die Folgen, die dieser auf einen kleinen Ort hat – so eine Krimiphase muss man doch nutzen, um die dementsprechenden Romane aus dem Regal zu ziehen, zu lesen und zu rezensieren.

3. Quentin Bates: In eisigem Wasser

Bei diesem Buch weiß ich immerhin wie es auf dem SuB gelandet ist: Ich mag Island-Krimis eigentlich gern (auch wenn ich keine Reihe wirklich aufmerksam verfolge) und hatte es deshalb ebenso wie den kurz darauf erscheinenden weiteren Island-Titel des Autors auf die Wunschliste gesetzt. Dann habe ich den Roman ab und an aus dem Regal gezogen, angelesen und dann entschieden, dass ich nicht in der richtigen Stimmung dafür wäre. Zum Glück war ich in diesem Februar dann endlich mal bereit für das Buch und somit geht es HIER zur Rezension! 😉

4. Quentin Bates: Kalter Trost

Da mir „In eisigem Wasser“ so gut gefiel, habe ich den zweiten Band rund um Gunnhildur auch noch vom SuB befreit. 🙂 „Kalter Trost“ verfügt über die gleiche angenehme Atmosphäre wie der erste Band, obwohl Island dank der großen Finanzkrise in diesem Roman gerade total zusammenbricht und viele Menschen vor lauter Geldnot nicht wissen, wie es für sie weitergehen soll. Auch hier mochte ich die Charaktere und die ganzen Details zu dem Leben in Island, allerdings fand ich hier den Kriminalfall etwas zu verworren und gewollt und auch in diesem Band hat sich der Autor etwas zu sehr auf all die Klischees über böse Politiker und skrupellose Geschäftsleute gestürzt. Trotzdem hat mir das Lesen wieder viel Spaß gemacht, denn Island, die Figuren und die unaufgeregte Art der Erzählung passten gerade genau zu meiner Leselaune.

März-SuB 2015

Der Februar war ein ungewöhnlich intensiver Lesemonat. Da ich relativ wenig Verpflichtungen hatte und relativ viele schlaflose Nächte, in denen ich durchgelesen habe, komme ich auf die unfassbare Zahl von 19 gelesenen Büchern, dazu kommen noch 3 Manga, 2 Hörbüchern und 1 Hörspiel. Ich vermute mal, dass ich dieses Ergebnis so schnell nicht wieder erreichen werde. 😉 Bei der Menge gelesener Titel ist es kein Wunder, dass ich mit meinen persönlichen Vorhaben gut voran gekommen bin. Meinen englischen SuB habe ich um fünf Romane erleichtert, meinen deutschen SuB um sechs – darunter vier Bücher vom Alt-SuB. So könnte es gern weitergehen! Rezensionen für die Hörbuch-Challenge gab es auch, nur mein Sachbuch konnte mich im Februar so gar nicht locken.

Da im März einige Aufgaben und Verpflichtungen auf mich warten, werde ich definitiv nicht noch einmal so viel lesen können (was sehr schade ist, denn das habe ich sehr genossen 🙂 ). Aber ich versuche weiterhin mir den Monat ein bisschen aufzuteilen, um mich mehr oder weniger gerecht den verschiedenen Buchstapeln widmen zu können. Erst einmal muss ich mir wieder Bibliotheksbücher vornehmen, denn deren Abgabetermin naht. Ansonsten gibt es noch einige (englische und deutsche) SuB-Titel für mich und hoffentlich endlich wieder ein paar Sachbuchkapitel, damit ich da auch noch voran komme. Und wie so oft, wenn ich den monatlichen SuB-Beitrag schreibe, merke ich gerade mal wieder, wie viel Vorfreude mit dem Wissen verbunden ist, dass ich auch in diesem Monat wieder so einige Bücher lesen kann.

A (2)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (9)
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
Brom: Krampus
Jim Butcher: Im Schatten des Fürsten (Codex Alera 2)

C (2)
Sebastien de Castell: Blutrecht
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)

D (3)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

E (1)
Akram El-Bahay: Flammenwüste

F (7)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Alex Finn: Beastly
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (9)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Will Hill: Department 19 – Die Wiederkehr
Will Hill: Department 19 – Das Gefecht
Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
Daniel Holbe: Giftspur

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (0)

K (3)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Celine Kiernan: Schattenpfade
Jessica Kremser: Frau Maier hört das Gras wachsen

L (2)
Siri Lindberg: Nachtlilien
Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora

M (2)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)

P (3)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Alexey Pehov: Wind
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund

Q (0)

R (10)
Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (7)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (3)
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (3)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)

Sonstige (0)

74 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

Marie Brennan: A Natural History of Dragons
Sarah Rees Brennan: Unspoken
Jim Butcher: Skin Game
Gail Carriger: Changeless (Parasol Protectorate #2)
Gail Carriger: Blameless (Parasol Protectorate #3)
Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #4)
Gail Carriger: Timeless (Parasol Protectorate #5)
Soman Chainani: The School for Good and Evil 2
Mira Grant: Feed
Tanya Huff: The Wild Ways
Tanya Huff: The Future Falls
Lynn Kurland: Star of the Morning
Seanan McGuire: Chimes at Midnight (October Daye #7)
Seanan McGuire: The Winter Long (October Daye #8)
Seanan McGuire: Pocket Apocalypse (InCryptid #4)
Seanan McGuire: Sparrow Hill Road
Anthony Minghella: Jim Henson’s The Storyteller
Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
Nnedi Okorafor: Akata Witch
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
Julia Quinn: Dancing at Midnight
Julia Quinn: Splendid
Julia Quinn: Minx
Julia Quinn: Everything and the Moon
Julia Quinn: Brighter Than the Sun
Philip Reeve: Larklight
A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child

Sonstiges:
West Ward Weird

31 Titel auf dem englischen SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Lynes und Neyashas Lesetag

Heute veranstalten Lyne und Neyasha einen Lesetag mit dem Motto „Lesen gegen das Wintertief“. So richtig winterlich fühlt es sich zwar nicht an, wenn der Tag mit strahlendem Sonnenschein und wolkenlosem blauen Himmel beginnt, aber Lesen kann man ja trotzdem. 😉

Richtig los geht es bei mir mit dem Lesen erst am frühen Nachmittag, bis dahin denke ich aber schon mal darüber nach, was ich überhaupt lesen mag. 🙂 Nachdem ich gestern „The Cipher“ von Diana Pharaoh Francis beendet habe, hätte ich nun Lust auf ein weiteres Fantasybuch, auf der anderen Seite sollte ich bis Mittwoch einen Teil meiner Bibliotheksausleihen gelesen haben. So richtig kann ich mich jetzt noch nicht entscheiden, was mich heute mehr lockt. Zur Auswahl stehen „Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte“, „Wind“ und „Blutrecht“. Die beiden Fantasybücher würde ich eigentlich gern mal in Ruhe anlesen, auf der anderen Seite möchte ich gerade so gern einige Reihen beenden, muss aber ein bisschen schauen, welche Fortsetzungen ich mir leiste – und habe deshalb Hemmungen erste Bände anzufangen. (Was irgendwie bescheuert ist, wenn ich die Bücher doch eh schon im SuB habe …) Bis ich mit dem Wochenendeinkauf und allen anderen Erledigungen fertig bin, habe ich mich hoffentlich für ein Buch entschieden.

Denjenigen von euch, die heute schon früh mit dem Lesen anfangen, wünsche ich schon mal viel Spaß!

Update 13:00 Uhr

 Inzwischen ist der Einkauf erledigt und sogar gefrühstückt habe ich schon. 😉 Beim Frühstück habe ich mir in Ruhe noch einmal meine drei Bücher angeschaut. Bei „Wind“ hat mich die Sprache nicht auf Anhieb gepackt. Während ich bei „Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte“ von den ersten zwei Seiten schon total gefangen war, aber da ich irgendwie das Gefühl habe, ich könnte den Roman heute nicht angemessen würdigen, habe ich mich doch für „Blutrecht“ entschieden.

Vielleicht gönn ich mir morgen die kleine Kommunistin, wenn ich etwas ausgeschlafener bin als heute. 😉

Bevor ich jetzt die Katzen füttere, eine Kommentarrunde drehe und mich dann mit meinem Buch auf dem Sofa einrolle, beantworte ich noch schnell die Fragen von Neyasha und Lyne:

1. Wurde dir als Kind vorgelesen? Kannst du dich noch an eine der Geschichten erinnern?

Meine ältere Schwester behauptet, dass unsere Mutter uns regelmäßig vorgelesen hat, aber daran kann ich mich nicht mehr erinnern. Ich erinnere mich hingegen daran, dass meine Schwester mir vorgelesen hat, als wir noch in einem Zimmer geschlafen haben. Darunter waren auf jeden Fall Bücher von Erich Kästner. Ansonsten erinnere ich mich noch an eine Bilderbuch-Geschichte, die ich als sehr kleines Kind sehr gern gemocht haben muss. Die Geschichte erzählte von drei kleinen Katzen, die mit Handschuhen ihr Essen gegessen haben und diese Handschuhe dann waschen mussten. Oo Ich weiß nicht, wer mir dieses Buch vorgelesen hat, vermute aber, dass meine gesamte Familie dafür herhalten musste – auf jeden Fall konnte ich die Geschichte irgendwann auswendig und habe sie dann meinem kleinen Cousin „vorgelesen“. *g*

2. Hast du schon mal ein Buch nur wegen eines Covers gekauft?

Nein, definitiv nicht. Ich schaue eh nicht so oft nach Covern, auch wenn ich bei einigen wenigen Romanen schon überlege, welche Ausgabe ich mir anschaffe. Da spielt aber nicht nur das Cover eine Rolle, sondern auch die sonstige Gestaltung. Dass Cover für mich nicht so wichtig sind, schiebe ich immer darauf, dass ich zu einer Zeit angefangen habe, Fantasyromane zu lesen, als die Cover vor allem „echte Kerle“ und halbnackte Frauen zeigten – wenn ich da nach der Optik gegangen wäre, hätte ich eine Menge toller Geschichten verpasst. 😉

Jetzt erst einmal den alten Herren vorsichtig zum Füttern wecken und dann stürze ich mich aufs Buch …

Update 17:00 Uhr

Wie immer an solchen Lesetagen habe ich bislang mehr Zeit mit Blogbeiträgen und Kommentaren verbracht als mit dem eigentlichen Lesen – aber gerade das macht ja auch Spaß dabei! 🙂 Mit meiner Buchwahl bin ich im Moment ganz zufrieden. Der Roman fordert nicht gerade höchste Konzentration beim Lesen und ist bislang flüssig und humorvoll geschrieben. Die drei Greatcoats sind bislang nicht gerade die innovativsten Charaktere, die ich je in einem Fantasyroman gefunden habe, aber damit kann ich leben. Momentan leistet mir Shandy auf dem Sofa Gesellschaft und verhindert erfolgreich, dass ich mich zu weit von meinem Buch wegbewege, …

 …, während Baltimore mit seinem leisen Schnarchen für eine gemütliche Geräuschkulisse sorgt.

Jetzt noch schnell Frage Nr. 3 beantworten, bevor es mit meinem Buch weitergeht. 😉

3. Gibt es einen unbekannten Autor/eine unbekannte Autorin, den/die du anderen gern ans Herz legen würdest?

Ähm … nein. 😉 Ich glaube, ich bin zu sehr von meinen Jahren im Buchhandel geprägt, um eine solch allgemein gestellte Frage mal eben zu beantworten. Einfacher wäre es, wenn ich wüsste, wem ich einen Autor empfehlen sollte. Für jemand, der gern märchenhafte (Kinder-)Bücher liest, würde ich vielleicht Jennifer Carson empfehlen, bei unaufgeregt erzählten Island-Krimis könnte ich auf meine persönliche Neuentdeckung Quentin Bates verweisen und bei humorvollen und häufig ungewöhnlichen Fantasygeschichten wäre da natürlich noch Patricia C. Wrede, die in Deutschland relativ unbekannt ist, aber dafür im englischen Sprachraum einen nicht so geringen Bekanntheitsgrad hat – und wenn ich mir noch ein bisschen mehr Zeit nehmen würde, würden mir bestimmt noch so einige weitere Autoren einfallen, aber eigentlich wollte ich mir doch jetzt meine Teetasse schnappen und weiter lesen. 😉

 Update 21:00 Uhr

Jetzt gibt es nur ein schnelles Update, um mal die letzten drei (!) Fragen zu beantworten. Irgendwie scheine ich immer kurz vor der Aktualisierung auf Lynes und Neyashas Blogs zu schauen – mein Timing ist heute nicht ganz so gut. 😉 Sehr viel gelesen habe ich seit dem letzten Update übrigens nicht, dafür Abendessen gekocht und verspeist.

4. Welches Genre magst du überhaupt nicht?

Schwierig zu sagen. Grundsätzlich behaupte ich ja immer, dass ich alles lese. Aber es gibt Phasen, in denen ich bestimmte Genres nicht mehr lesen mag. Und bei Horror bin ich auch extrem wählerisch, es muss schon ein Aspekt dabei sein, der mich besonders anspricht, damit ich es lese. Ich bin nicht ängstlich (zumindest nicht mehr, als Kind war das noch ganz anders), aber ich kann in der Regel mit der Erzählweise und der Handlung nicht so viel anfangen. Wobei bei Manga zum Beispiel sehr gern zu (subtil erzählten) Horrorgeschichten greife.

5. In welchem Buch würdest du gern leben wollen?

„Howl’s Moving Castle“ könnte ich mir grundsätzlich gut als Wohnort vorstellen, aber die Welt an sich ist mir doch ein wenig zu sehr in Kriegswirren verstrickt. Also zieht es mich doch eher in die Welt von Cecelia und Kate – modern genug, dass der Kulturschock nicht so groß sein dürfte, aber mit genügend Magie, um das Leben „interessant“ (also „interessant“ im Sinne eines chinesischen Fluches) zu gestalten. 😀

6. Hardcover, Taschenbuch oder eBook – was ist die am liebsten und warum?

In der Regel das Taschenbuch. Manche Hardcoverausgaben sind zwar besonders schön gemacht und ich lerne langsam zu schätzen, dass man bei eBooks die Schrift größer stellen kann, wenn die Augen müde sind, aber mit Taschenbüchern fühle ich mich am wohlsten. Sie liegen nicht so schwer in der Hand, sie haben das beste Preis-/Leistungsverhältnis, nehmen nicht so viel Platz im Regal ein und trotzdem habe ich etwas Greifbares, was ich verleihen, verschenken oder verkaufen kann.

Jetzt stecke ich die Nase erst einmal wieder ins Buch, bevor ich später noch einmal eine Blog- und Kommentarrunde drehe und schaue, wie es euch den Abend über so ergangen ist. 🙂

Update 0:30 Uhr

Da die Handlung in meinem Buch inzwischen etwas mehr angezogen hat und ich nun auch mehr über die Vergangenheit des Protagonisten weiß, gibt es noch schnell ein letztes Update mit den letzten beiden Fragen für heute, damit ich vor dem Schlafengehen noch ein paar Seiten lesen kann.

7, Welches ist das langweiligste Buch, durch das du dich – aus welchen Gründen auch immer – erfolgreich durchgekämpft hast?

Irgendwie ärgere ich mich bei Büchern eher, als dass ich mich langweile, und die langweiligen Titel scheine ich gut zu verdrängen, denn so recht will mir keiner einfallen – abgesehen von „Ansichten eines Clowns“ von Heinrich Böll. Das Buch musste ich für die Prüfung zur Buchhändlerin lesen und konnte mich immer nur mit Mühe und Not zum Weiterlesen überreden, weil ich die Figuren und die Handlung so doof fand.

8. Hast du dich schon mal in eine Romanfigur „verliebt“?

Ähm, nein. Nicht in eine einzige Figur, sondern eher in einen Figurentyp. Auch wenn es schrecklich langweilig ist, so habe ich doch eine Schwäche für Schurken. Gerade in Fantasyromane erobern die schnell meine Sympathie, egal, ob es sich dabei um Georg Cooper, den König der Diebe, handelt, um Silk oder um Drake Magistral (oh, Walter Jon Williams hätte ich bei Frage Nr. 3 nennen können!) handelt. Ich liebe Schurken! 🙂

Mit dem Buchstabenrätsel beschäftige ich mich nun nicht mehr – ohne einen Anhaltspunkt, in welche Richtung das Rätsel geht, käme ich nur mit Fleiß zu einem Ergebnis und dafür ist mir dann doch etwas spät.

Ganz vielen lieben Dank an Neyasha und Lyne und die anderen Blogger für den Lesetag! Es hat viel Spaß gemacht und es war spannend eure Antworten auf die Fragen zu lesen. 🙂

SuB-Zuwachs im Februar

In diesem Monat sind die SuB-Zugänge wieder übersichtlich – und eigentlich ist nichts dabei, was ich offiziell in der SuB-Liste aufführen würde, aber ich mag euch natürlich trotzdem meine neuen Schätze zeigen.

Der zweite Sammelband der Elfquest-Comics – ich freu mich so, dass es damit weitergeht. Ich wollte die Comics schon so lange haben. 🙂

Dazu noch zwei Hörspiele. Ich habe vor nicht allzu lange Zeit einige ältere Paul-Temple-Hörspiele gehört und mich ganz gut amüsiert und war nun neugierig auf diese Version. Zu „Anne of Green Gables“ muss ich vermutlich gar nichts sagen, nachdem es so viele Kommentare auf meine Rezension zu den ersten vier Teilen gab. 🙂