Kategorie: Uncategorized

Seanan McGuire: Chimes at Midnight (October Daye 7)

Obwohl „Chimes at Midnight“ schon der siebte Band der October-Daye-Reihe von Seanan McGuire ist, denke ich, dass ich eine recht spoilerfreie Rezension zu dem Roman schreiben kann. Der Anfang dieser Geschichte fühlt sich vollkommen anders an als die vorhergehenden Bände. Zum ersten Mal scheint October (Toby) Daye an einem Punkt angekommen zu sein, an dem sie zufrieden mit ihrem Leben ist. Natürlich ist das Leben nicht auf einmal unkompliziert geworden, aber es fühlt sich gut an. Toby hat die großen Verluste der letzten Zeit verarbeitet, sie führt mit Tybalt eine wunderbare Beziehung (hach, so schöne Tybalt-Momente!) und es gibt keine aktuelle Bedrohung für ihre Freunde.

Dafür muss sie sich Sorgen um die Wechselbälger in San Francisco machen, da in letzter Zeit ungewöhnlich große Mengen „Goblin Fruit“ auf den Straßen der Stadt zu erstehen sind – und diese Frucht ist tödlich für die Mischlinge, die menschliches Blut in sich haben. Da die „Goblin Fruit“ in der Feenwelt keine verbotene Frucht ist, kann nur ein Gebot der örtlichen Herrscherin dazu führen, dass dieser gefährliche Stoff aus San Francisco verbannt wird. So muss Toby die Königin aufsuchen und von ihrem Anliegen überzeugen – was natürlich gründlich schief läuft und damit endet, dass Toby aus dem Königreich verbannt wird. Gerade mal drei Tage bleiben ihr, um ihre Angelegenheiten zu regeln und die Grenzen des Regierungsbereichs der Königin hinter sich zu lassen.

Trotz ihrer Verbannung behält Toby das erste Drittel des Buches hindurch ihren Optimismus (sagte ich schon, wie schön das ist? ;D) und versucht einen Plan zu entwickeln, durch den sie ihrer Verbannung entgehen und die Wechselbälger vor der Gefahren der „Goblin Fruit“ beschützen kann. Dass bei diesem Plan nicht alles glatt läuft, muss ich ja kaum noch betonen, und dass die ganze Sache dann doch erschreckend schnell ganz schön gefährlich für Toby wird, vermutlich auch nicht.

Nachdem ich mir so lange Zeit gelassen habe, bis ich wieder in Tobys Welt zurückkehrte, habe ich das Lesen dieses Romans umso mehr genossen. Es war schön wieder mehr Details über die verschiedenen Elemente dieser fantastischen Welt zu erfahren, mehr Details über Tobys Familie und über ihre Fähigkeiten und mehr über die Charaktere, die mit ihre befreundet sind. Auch werden in dieser Geschichte neue Figuren eingeführt, die ich auf Anhieb mochte.

Obwohl nicht alle Enthüllungen wirklich überraschend kamen und manches Problem für Toby fast ein bisschen leicht zu lösen war, habe ich den Einfallsreichtum und den Humor (Evil Pie! Ernsthaft? *g*) von Seanan McGuire wieder genossen. Die Autorin nutzt dieses Buch unter anderem, um ihrer Stammbuchhandlung in San Francisco eine Liebeserklärung zu machen – und mit schön beschriebene Buchhandlungen (oder sympathischen Buchhändlern und Bibliothekaren) kann man mich auch immer fangen.

Überhaupt gibt es so viele San-Francisco-Szenen in diesem Buch, dass es sich ein wenig anfühlt, als ob Seanan McGuire mit diesem Band wieder zum Anfang der Geschichte zurückgekehrt wäre, um zu zeigen wie viel sich in der Zwischenzeit in Tobys Leben getan hat und wie sehr sie diesen Teil der Feenwelt durch ihre Aktivitäten verändert hat. Das hat sich – trotz der stellenweise wirklich ernsthaften Entwicklungen – nicht nur gut angefühlt, sondern auch eine schöne Grundlage für einen weiteren größeren Handlungsbogen rund um Toby und ihre Freunde geschaffen. Ich bin gespannt, was die Autorin noch mit dieser Figur vorhat!

P.S.: Ich bin übrigens froh, dass ich vor diesem Roman „Sparrow Hill Road“ gelesen habe. Denn obwohl beide Welten nichts miteinander zu tun haben, gibt es einen Moment, in dem Toby über die Unveränderlichkeit von Straßen nachdenkt und diesen Moment konnte ich – so kurz er war – viel mehr würdigen, weil ich die Geschichte von Rose noch im Hinterkopf hatte.

[Lese-Tag] Ostermontag

Schon der letzte Tag des langen Osterwochenendes … Ich ertappe mich dabei, wie ich schon wieder meine Arbeit für morgen plane, dabei will ich den Tag doch eigentlich nur entspannt verbringen. Gestern Abend habe ich mich dann doch noch für einige Seiten in „The House Called Hadlow“ entschieden – ein märchenhaftes Kinderbuch, angenehm altmodisch und sehr britisch, rund um ein Haus, auf dessen Bewohner ein Fluch liegt. Dieser Fluch wurde ausgesprochen, nachdem eine schöne junge Frau das Vertrauen des Kleinen Volks gebrochen hat – und nun liegt es an zwei Kindern, die in diesem Haus zu Besuch sind, den Fluch zu brechen und das Unrecht, das dem Kleinen Volk angetan wurde, wieder gut zu machen. Ich mag die Geschichte sehr, hebe sie mir aber gerade deshalb auch etwas auf. Schließlich weiß ich nicht, wann ich das nächste Mal ein so angenehm klassisches Kinderbuch für mich neuentdecken darf.

Ansonsten habe ich gestern noch etwas an meinem aktuellen Socken gestrickt – ich muss weiterhin unsere Vorräte aufstocken, nachdem in den letzten Monaten ein Paar nach dem anderen durchgelaufen war. Und da mein Mann gestern „The Sandbaggers“ beendet hat (leider mit einem etwas offenen Ende, aber dafür war das auch eine spannende Folge), werden wir heute gemeinsam mit „The Pretender“ anfangen – wozu ich dann auch wieder stricken kann. Ich mochte die Serie früher sehr gern und inzwischen haben wir die DVD-Box, so dass ich sie nicht nur noch einmal vollständig sehen kann, sondern auch die später gedrehten Filme mal kennenlerne.

Oh, und nachdem mich die Julia-Quinn-Klappentexte spontan nicht so ansprachen, habe ich gestern noch „I can see clearly now“ von Brendan Halpin aus dem Regal gezogen. Von dem Autor habe ich schon mal ein Buch gelesen, das ich unterhaltsam fand – mal schauen, ob mich dieser Titel von ihm heute durch den Tag begleitet oder ob ich mich noch umentscheide. Jetzt koche ich aber erst einmal Chili-Polenta, damit ich die heute Abend nur noch anbraten muss und mache mir Frühstück. 🙂

***

Update 14:45 Uhr

Zum Frühstück ging es dann wirklich mit „I can see clearly now“ los und ich denke, ich werde das Buch heute noch beenden. Es geht um eine Gruppe von Musikern, die von einem Fernsehsender engagiert werden, um lehrreiche Lieder für eine pädagogische Kindersendung zu schreiben. Das Ganze spielt in den 70er Jahren in New York und Sex und Drogen spielen keine geringe Rolle im Alltag dieser Musiker. Zum Schmunzeln bringen mich so „gelungene“ Formulierungen wie „Magnetwellen der Geilheit“, die von dem Bett einer bekannten Sängerin ausgestrahlt werden. Ansonsten wird die Handlung mit sehr vielen Perspektivwechseln erzählt, was dafür sorgt, dass mir keine der Figuren wirklich nahe kommt, aber auch dafür, dass es nicht langweilig wird.

Wenn ich mich richtig erinnere, dann hat der Autor schon bei dem anderen Buch („Song about you“), das ich gelesen habe, mit vielen Perspektivwechseln und massenhafter Musikerwähnung gearbeitet. Genau kann ich das aber nicht mehr sagen, musste ich eben doch erst einmal die Inhaltsbeschreibung durchlesen, um überhaupt ein paar Erinnerungen an den Titel heraufzubeschwören. Außerdem hatte ich mir damals notiert, dass die Geschichte deutlich besser gewesen wäre, wenn die Protagonisten (vor allem die männliche Hauptfigur) nicht so sehr von Sex bzw. dem Mangel daran besessen gewesen wäre. Ich glaube, ich sollte in Zukunft immer erst einmal meine Notizen zu Rate ziehen, bevor ich mir Romane von Autoren besorgen, die ich als „unterhaltsam“ in Erinnerung hatte. *g*

Während ich so lese, hängt Christie auf meinen Beinen ab und sorgt mit grummeligen Blicken dafür, dass ich mich auf keinen Fall bewege.

***

Update 17:30 Uhr

Auch wenn es schön ist, mal wieder ein Buch beendet zu haben (*g* irgendwie fühlt es sich nach all den Abbrüchen an diesem langen Wochenende so an), war „I can see clearly now“ kein Roman, den ich jetzt unbedingt hätte lesen müssen. Genau genommen bin ich mir sogar sicher, dass ich in einer Woche schon wieder Schwierigkeiten haben werde, mich an den Inhalt zu erinnern … Den Rest des Tages werde ich wohl ohne ein neues Buch verbringen und meine Lesezeit (wenn ich mir davon überhaupt noch welche gönne und nicht vor dem DVD-Player und dem DS versumpfe) nur noch mit meinem englischen Kinderbuch verbringen.

So hübsch die von den Nachbarn geschenkte hauchdünne Himbeer- und Kaffee-Schokolade aussieht, geschmacklich kann sie leider nicht so recht überzeugen. Oh, und irgendwie habe ich eine Schwäche für diese Flower-Power-Hippie-Cover – nur dumm, dass die Handlung nicht überzeugen konnte.

***

Update 21:45 Uhr

Uff, war das Abendessen gut! 😀 Theoretisch könnte ich hier zumindest das Rezept für das Radieschen-Tzatziki verlinken. Aber da ich das ziemlich abgeändert habe, habe ich mir überlegt, dass ich eigentlich das gesamte Abendessen in den nächsten Tagen verbloggen könnte.

Zum Essen haben wir die Pilotfolge von „The Pretender“ geschaut. Zum ersten Mal mit Originalton und es macht mir höllischen Spaß. Michael T. Weiss hat im Original eine tolle Stimme, dafür finde ich Patrick Bauchau ganz fürchterlich zu verstehen (die Synchronstimme war deutlich angenehmer) und an Miss Parkers Originalstimme muss ich mich auch noch gewöhnen. Aber es ist lustig die Serie nach so langer Zeit mal wieder zu sehen – und ich mag den Humor heute immer noch so gern wie 1997 bei der Erstausstrahlung in Deutschland. 🙂

[Lese-Tag] Ostersonntag

Seit der Zeitumstellung bin ich irgendwie aus dem Tritt und neige dazu regelmäßig erst gegen drei Uhr morgens einzuschlafen. Immerhin habe ich heute Vormittag einigen Schlaf nachgeholt und starte deshalb jetzt erst in den Tag. Gestern habe ich noch etwas über „Des Teufels Maskerade“ von Victoria Schlederer nachgedacht. Es bleibt dabei, dass mir die Geschichte an sich gefällt, ebenso wie die Charaktere und die Erzählweise. Aber trotz diverser interessanter Elemente in der Handlung bin ich bislang nicht gespannt darauf wie es weitergeht. Ich glaube, es liegt daran, dass ich nicht emotional beteiligt bin. Das wiederum könnte daran liegen, dass die ganze Geschichte aus Dejans Perspektive erzählt wird und bei aller Hitzköpfigkeit ist er doch ein recht distanzierter Erzähler, dem es wichtig ist seine Haltung zu waren und der sich selber oft genug belügt, weil bestimmte Gedanken oder Wünsche nicht zu seiner Selbstsicht passen. Oder er verschweigt dem Leser Elemente, weil er sich dessen schämt oder nicht möchte, dass eins seiner Geheimnisse bekannt wird. Die Autorin hat das zwar gut gemacht und ich empfinde die Dejan durchgehend als stimmiger und realistischer Charakter, aber das sorgt eben auch dafür, dass das Erzählte von dieser Figur nur gefiltert wiedergegeben wird, – und eben auch dafür, dass mich die Handlung nicht so richtig packt …

So, jetzt erst einmal Frühstück für mich und dann lese ich weiter!

***

Update 16:00 Uhr

Inzwischen habe ich „Des Teufels Maskerade“ beendet. Das Buch war unterhaltsam und hebt sich angenehm von vielen anderen Werken ab, aber trotzdem fehlte mir das „gewisse Etwas“. Ohne eine emotionale Beteiligung beim Lesen, kann mich ein Roman leider nicht vollständig für sich einnehmen …

Danach habe ich erst einmal eine Lesepaus eingelegt, um mich ganz klassische an einer Ostereier-Suche zu beteiligen. Irgendwie gehört das ja doch zu Ostern dazu, oder? 😉 Wenn ich bedenke, dass ich dieses Animal-Crossing-Spiel schon wieder seit zwei Jahren fast täglich spiele (und sei es nur, dass ich zehn Minuten durch meinen kleinen Ort flitze und Blumen gieße, damit die nicht eingehen), dann finde ich es wirklich faszinierend, wie viel Spaß mir so ein simples Spiel macht. Und davor habe ich auch schon die GameCube-Variante und die erste DS-Ausgabe intensiv gespielt – und so groß waren die Unterschiede zwischen den Spielen nicht. Aber ich mag es einfach immer wieder ein Dorf aufzubauen, mit den Nachbarn (vor allem die grumpigen Kerle!) zu kommunizieren und mit so entspannenden Tätigkeiten wie Angeln oder Obstpflücken mein Leben zu finanzieren. 😉

Zu Tee und Kuchen geht es jetzt trotzdem wieder mit einem Buch weiter. Inzwischen habe ich von meiner Vorauswahl nur noch einen Titel, der in Frage kommt. Mal schauen, ob mich Katja Brandis/Siri Lindberg mich überzeugen kann, wenn sie romantische Fantasy schreibt.

***

Update 21:30 Uhr

Hmmmm … Ich bin mir nicht sicher, ob es grundsätzlich an der Liebesgeschichte oder eher an der Fluch-Grundidee liegt, aber so recht packt mich „Nachtlilien“ nicht. Ich mag wie die Welt in dem Buch aufgebaut ist – soweit ich das bislang sagen kann -, ich mag die vielen Details, die dezent von einem realistischen Alltag zeugen, aber ich war von dem Moment an, als der Fluch erwähnt wurde, irgendwie nicht mehr bereit mich auf die Geschichte einzulassen. Gegen Flüche an sich habe ich nichts, aber dieser spezielle Fluch stört mich irgendwie. Ich habe nicht die Geduld darauf zu warten, dass die Protagonistin sich – schon bei der Suche nach einem Weg aus diesem Fluch – verliebt. Nach dem Abendessen habe ich mich dabei ertappt, wie ich statt bewusst den Text wahrzunehmen die Geschichte querlas.

Möhren-Kartoffelauflauf mit Curry

Für heute breche ich „Nachtlilien“ erst einmal ab, weiß aber nicht, ob ich nicht in den nächsten Tagen noch einen Versuch mit dem Roman wage. Jetzt muss ich mich nur entscheiden, was ich den Rest des Abends lese. Zur Auswahl stehen mein aktuelles eBook, „The House Called Hadlow“, oder einer der anderen SuB-Titel. Vielleicht sollte ich mir mal die Julia-Quinn-Romane vornehmen, die schon so lange auf mich warten, oder doch noch einen Blick auf den deutschen SuB werfen und schauen, ob mich spontan ein weiteres Buch zum SuB-trahieren anspricht. Ich könnte auch mal wieder „Persona Q“ weiterspielen – da bin ich noch lange nicht am Ende. Allerdings hätten wir dann ein Geräuschkulissenproblem, denn mein Mann schaut gerade weiter „The Sandbaggers“ … Mal schauen, ob ich noch zu einer Entscheidung komme. 😉

[Lese-Tag] Ostersamstag

Sehr weit bin ich gestern nicht mehr mit „Des Teufels Maskerade“ von Victoria Schlederer gekommen – dafür habe ich mich von „The Sandbaggers“ und dem Internet zu sehr ablenken lassen. Heute geht aber endlich mit dem Roman weiter. Es ist ganz schön, dass ich heute zumindest weiß, was ich lesen werde und nicht erst rumprobieren muss, bis ich einen Roman finde, der mir zusagt. 😉

Die erste Ladung Wäsche dreht sich im Trockner, der Wochenendeinkauf ist erledigt und im Ofen backt ein Kirsch-Clafoutis für heute Nachmittag. Und nachdem die Nachbarn die halbe Nacht Besuch hatten (viel Gerede, viel Gelächter) und danach bis gegen vier Uhr die Wohnung aufräumten (Stuhlbeingequitsche auf Parkett, schnelle und harte Schritte und Treppe rauf und runter inklusive Tür- und Mülleimerdeckelknallen), habe ich mir das Auspacken des Einkaufs damit versüßt, dass ich meine Rockland-CD (von Katzenjammer) im Wohnzimmer so weit aufgedreht habe, dass ich in der Küche eine angenehme Lautstärke hatte. Das ist vielleicht nicht gerade höflich, hat meine Laune nach der kurzen Nacht aber deutlich gehoben. 😉 Jetzt Frühstücken und Lesen!

Logan sieht heute auch eher aus wie ein verschlafenes Huhn in der Mauser. Oo

***

Update 17:30 Uhr

So viel Zeit, die ich mit Lesen verbringen wollte … Stattdessen habe ich zwei Körbe voll Wäsche zusammengelegt und verstaut, Sahne geschlagen und Kuchen gegessen (sehr lecker, auch wenn „jemand“ den Teig definitiv etwas zu überhastet zusammengerührt hat – das Sofa lockte halt 😉 ) und ganz viel Zeit mit der Recherche nach Pflanzen verbracht. Ich suche immer noch den richtigen Mittelpunkt für mein großes Beet und immer wenn ich eine Pflanze gefunden habe, die ich optisch und zeitlich (Blühzeit) ansprechend finde, dann wird sie entweder zu groß für meinen Garten, soll einzeln gepflanzt werden oder benötigt einen vollkommen anderen Standplatz, als ich ihn anbieten kann. Das finde ich etwas unbefriedigend … Immerhin habe ich inzwischen trotzdem ein paar Seiten gelesen und hoffe, dass ich den Rest des Tages dabei bleibe und mich nicht wieder von etwas ablenken lasse. 😉

***

Update 0:00 Uhr

So ein leckeres Abendessen (Burger mit knusprigen Getreide-Gemüse-Bratlingen)! Ein Essen, das wir nur machen, wenn wir beide Zeit und Ruhe haben, um gemeinsam zu schnippseln und zu braten – was viel zu selten der Fall ist. 😉 Ich mag mein Buch immer noch, muss aber zugeben, dass ich leider recht wenig Probleme damit habe, es aus der Hand zu legen. Mal schaue ich nach Pflanzen, mal lese ich Blogbeiträge oder mache ein kleines Schläfchen, um den Schlafmangel der letzten Nacht aufzuholen.

Dejan finde ich interessant, was seine frühere Freundschaft zu Felix ausmachte, fand ich zu offensichtlich, um das Drumherumgerede zu gerechtfertigen. Mirko erscheint mir etwas zu kopfscheu für jemanden mit seinem Hintergrund. Entweder er ist ein misstrauischer Mensch aufgrund seiner Vergangenheit, dann fände ich es stimmiger, wenn er jemandem sein Vertrauen – so es denn erst einmal geschenkt – nicht so schnell entziehen würde. Oder er ist naiv – und dann frage ich mich, wie er bis zu diesem Zeitpunkt überlebt hat. (Schwierig zu beschreiben, wenn ich nicht zu viel verraten möchte.) Lysander ist wunderbar! Eine tolle Figur, ich kann die Begeisterung für diesen Charakter wirklich verstehen. 😀 Die Handlung … nun … sie braucht etwas, um in die Gänge zu kommen. Was okay ist, denn die Figuren sind interessant genug, aber eben auch dafür sorgt, dass ich so wenig gefesselt von der Geschichte bin. Morgen sollte ich das Buch aber beenden können. 🙂

[Lese-Tag] Karfreitag

Bevor wir uns alle auf unsere geplanten Osteraktivitäten stürzen, wollte ich euch erst einmal frohe Feiertage wünschen! 🙂

Für uns bedeuten diese kirchliche Feiertage nichts anderes, als dass wir es uns mit den Katzen gemütlich machen und ein angenehm langes Wochenende mit unseren Hobbies und leckerem Essen verbringen werden. Ich habe einen Neustart mit „What Jane Austen ate and Charles Dickens know“ für diese Tage im Hinterkopf. Mal schauen, ob ich bei dem Buch endlich mal über das erste Kapitel hinaus komme. Außerdem habe ich mal wieder Lust einen Plauder-Lese-Tag zu verbringen, so dass ich – zumindest heute, vielleicht aber auch das ganze Wochenende über – im Laufe des Tages immer mal wieder diesen Beitrag aktualisieren und von meinen Tätigkeiten berichten werde. Doch vor allem will ich, da ich im März so gar nicht zum SuB-trahieren gekommen bin, meine Zeit mit ein paar Alt-SuB-Titeln verbringen. Shandy hat mir gestern Abend schon mal bei einer Vorauswahl geholfen:

Doch bevor ich mich auf die Bücher stürze, muss ich noch eine Ladung Wäsche in die Maschine werfen, richtig wach werden und ich denke – trotz der frühen Stunde 😉 – schon ernsthaft über Frühstück nach.

***

Update 14 Uhr

Zum Frühstück habe ich mir einfach blind einen Titel von meinem Stapel gegriffen und bin bei „Hydra“ von Chris Marten gelandet. So recht weiß ich noch nicht, ob ich den Roman weiterlesen oder doch abbrechen werde. Bislang finde ich die Autoreninformation interessanter als die Handlung selber, denn hinter „Chris Marten“ verbergen sich eine ehemalige Lehrerin (Birgit Biehl), die sich intensiv mit Afrika beschäftigt hat, und ihr ehemaliger Schüler (Herbert Knorr), der unter anderem die „Mord am Hellweg“-Veranstaltung leitet. Die Geschichte selber beginnt mit einem Albtraum, einer Mail, einer Lesung, einer gestohlenen Handtasche und diversen Zitaten (von Schiller) – und bislang finde ich das alles eher anstrengend als interessant. Aber ein paar Seiten gebe ich dem Roman noch …

Logan

Außerdem habe ich beim Katzenfüttern (beim Abwasch der Näpfe mit Blick auf den Garten und die Nachbarn, die nebenan eifrig dabei waren Töpfe zu bepflanzen) endlich einen Entschluss zum Thema Gartenneugestaltung gefasst. Mein angedachter „Nutzgarten“ – also die Kübel, die ich mit Salat und Gemüse bepflanzen will – hat zwar in den nächsten Wochen Vorrang, aber das bedeutet ja nicht, dass ich nicht die Beete zumindest im Kopf weiter planen kann.

Aber erst einmal wandere ich mit meinem Buch (und einem Teil der schokoladigen Leckereien, die es von einer Nachbarsfamilie als Dank für das Annehmen der Post gab) wieder aufs Sofa!

***

Update 15:45 Uhr

Inzwischen habe ich „Hydra“ entnervt abgebrochen und nach einem kurzen Anlesen auch „Jung stirbt, wen die Götter lieben“ aussortiert. Weiter geht es mit „Nebra“ von Thomas Thiemeyer – ein Titel, bei dem ich mir nicht sicher bin, ob der wirklich meinem Geschmack entspricht. Ich mochte die ersten Bände der „Chroniken der Weltensucher“ (die Reihe könnte ich eigentlich auch mal beenden) eigentlich ganz gern beim direkten Lesen, aber im Nachhinein fand ich immer mehr Kritikpunkte, wenn ich noch einmal über die Bücher nachdachte. Mal schauen, ob mir ein Roman für Erwachsene von ihm besser gefällt …

***

Update 21:00 Uhr

Nach „Nebra“ habe ich mein Glück noch mit „Lyra“ versucht und bin inzwischen bei „Des Teufels Maskerade“ gelandet. Das erste Buch, bei dem ich heute nicht schon nach den ersten Absätzen von dem einen oder anderen Aspekt genervt bin. Genau genommen fühle ich mich bislang eigentlich gut unterhalten, mag den Schreibstil und bin gespannt, was ich im Laufe der Zeit so alles über die Figuren erfahren werde. Sehr weit bin ich allerdings noch nicht gekommen, da ich eine Pause machen musste, um das Abendessen zu kochen.

Nudelauflauf mit Mais

Ich hoffe, ich kann mich den Rest des Abends ausreichend auf „Des Teufels Maskerade“ konzentrieren, während mein Mann „The Sandbaggers“ schaut. Eigentlich wäre die Serie auch was für mich – Spionage, intelligente Dialoge, abwechslungsreiche Stories und ein genialer Roy Marsden -, aber ich verstehe ohne Untertitel viel zu wenig britisches Englisch, um das Schauen wirklich genießen zu können. So bekomme ich beim „Mitgucken“ ein paar wichtige Aspekte mit und lasse mir am Ende der Folge von meinem Mann den Inhalt zusammenfassen, damit ich auf dem aktuellen Stand bin.

Gelesen: Januar, Februar und März 2015

Frühere Statistiken sind unter „Diverses“ zu finden.

Bücher:

  1. Quentin Bates: In eisigem Wasser (Gunnhildur #1)
  2. Quentin Bates: Kalter Trost  (Gunnhildur #2)
  3. Saskia Berwein: Todeszeichen
  4. Marie Brennan: A Natural History of Dragons
  5. Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud
  6. Patricia Briggs: Moon Called (Mercy Thompson #1)
  7. Patricia Briggs: Blood Bound (Mercy Thompson #2)
  8. Patricia Briggs: Iron Kissed (Mercy Thompson #3)
  9. Jim Butcher: Side Jobs (Harry-Dresden-Anthologie)
  10. Jim Butcher: Changes (Harry Dresden #12)
  11. Jim Butcher: Ghost Story (Harry Dresden #13)
  12. Jim Butcher: Cold Days (Harry Dresden #14)
  13. Jim Butcher: Skin Game (Harry Dresden #15)
  14. Shannon K. Butcher: Burning Alive (Sentinel Wars #1)
  15. Sebastien de Castell: Blutrecht (Greatcoats #1)
  16. Agatha Christie: Der Tod wartet
  17. Larry Correia: Die Monster, die ich rief
  18. Luke Delaney: Mein bist du
  19. Sara B. Elfgren & Mats Strandberg: Schlüssel (Engelsfors-Trilogie #3)
  20. Jennifer Estep: By a Thread (Elemental Assassin #6)
  21. Diana Pharaoh Francis: The Cipher (The Crosspointe Chronicles #1)
  22. Jan Gehl: Städte für Menschen
  23. Anne George: O du Mörderische (Southern Sisters #2)
  24. Anne George: Mörderische Familienbande (Southern Sisters #3)
  25. Anne George: Mörderische Verstrickungen (Southern Sisters #7)
  26. Tove Jansson: Die Mumins – Eine drollige Gesellschaft
  27. Barry Jonsberg: Das Blubbern von Glück
  28. Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
  29. Lola Lafon: Die kleine Kommunistin, die niemals lächelte
  30. Seanan McGuire: Pocket Apocalypse (InCryptid #4)
  31. Seanan McGuire: Sparrow Hill Road
  32. Seanan McGuire: Chimes at Midnight (October Daye #7)
  33. Seanan McGuire: The Winter Long (October Daye #8)
  34. Kelly Meade: White Knight (Cornerstone Run Trilogy #3)
  35. Jenny Milchman: Eisesgrab
  36. Yoko Ogawa: Das Ende des Bengalischen Tigers
  37. Frank Patalong: Der viktorianische Vibrator
  38. Alexey Pehov: Wind (Die Chroniken von Hara #1)
  39. Renata Petry: Hilgensee
  40. Karen Rose: Todeskleid
  41. Karen Rose: Todeskind
  42. Karen Rose: Todesschuss
  43. Alexander Schwarz: flip rouge
  44. Jonathan Stroud: Lockwood & Co. 2 – Der wispernde Schädel
  45. Patricia C. Wrede: Wrede on Writing

Comic/Manga:

  • Detektiv Conan 82 (Manga)
  • Yorukumo 1 (Manga)
  • Yorukumo 2 (Manga)

Hörbücher/Hörspiele:

Angefangene und abgebrochene Bücher/Hörbücher zähle ich in der Monatsstatistik nicht mit.

April-SuB 2015

Dafür, dass ich viel um die Ohren hatte und relativ wenig fand, über das ich Bloggen konnte, war der März ein fantastischer Lesemonat. Insgesamt habe ich 14 Bücher gelesen und drei Hörbücher gehört. (Außerdem habe ich alle Filme rund um den „dünnen Mann“ und alle Folgen von „The Prisoner“ gesehen und für meinen Mann zwei Paar Socken gestrickt, da er keine heilen Wollsocken mehr hatte.) Ich weiß selber nicht so recht, wann ich die Zeit dafür gefunden habe, aber es war gut so. Auf diese Weise ist mein englischer SuB brav geschrumpft, ich habe etwas für die Hörbuch-Challenge veröffentlicht und es gibt gerade keine ungelesenen Bibliotheksbücher(!) im Haus, aber das SuB-trahieren ist dabei zu kurz gekommen. (Vielleicht hätte ich da noch ein oder zwei Titel geschafft, wenn ich letzte Woche nicht so erkältet gewesen wäre, aber sehr wahrscheinlich ist das nicht.) Im April geht es hoffentlich ähnlich (aber mit mehr SuB-Titeln) weiter, denn so fühlt es sich gerade nach dem richtigen Gleichgewicht zwischen Verpflichtungen und Hobbies an.

A (2)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (9)
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
Brom: Krampus
Jim Butcher: Im Schatten des Fürsten (Codex Alera 2)
Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)

C (1)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)

D (3)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

E (1)
Akram El-Bahay: Flammenwüste

F (7)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Alex Finn: Beastly
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (9)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Will Hill: Department 19 – Die Wiederkehr
Will Hill: Department 19 – Das Gefecht
Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
Daniel Holbe: Giftspur

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (0)

K (3)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Celine Kiernan: Schattenpfade
Jessica Kremser: Frau Maier hört das Gras wachsen

L (2)
Siri Lindberg: Nachtlilien
Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora

M (2)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)

P (2)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund

Q (0)

R (10)
Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (7)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (3)
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (3)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Cinda Williams Chima: Das Vermächtnis der Zauberer
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)

Sonstige (0)

72 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

Sarah Rees Brennan: Unspoken
Gail Carriger: Changeless (Parasol Protectorate #2)
Gail Carriger: Blameless (Parasol Protectorate #3)
Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #4)
Gail Carriger: Timeless (Parasol Protectorate #5)
Soman Chainani: The School for Good and Evil 2
Mira Grant: Feed
Tanya Huff: The Wild Ways
Tanya Huff: The Future Falls
Lynn Kurland: Star of the Morning
Anthony Minghella: Jim Henson’s The Storyteller
Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
Nnedi Okorafor: Akata Witch
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
Julia Quinn: Splendid
Julia Quinn: Dancing at Midnight
Julia Quinn: Minx
Julia Quinn: Everything and the Moon
Julia Quinn: Brighter Than the Sun
Philip Reeve: Larklight
A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child

Sonstiges:
West Ward Weird

27 Titel auf dem englischen SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

SuB-Zuwachs im März

Auch im März halten sich meine Neuzugänge wieder in Grenzen, da ich nur zwei Reihenfortsetzungen angeschafft habe. Beide Romane sind übrigens schon gelesen. 😉

Jim Butcher: Skin Game (Harry Dresden 15)
Seanan McGuire: Pocket Apocalypse (InCryptid 4)

Wenn das mit meinen Neuzugängen so weitergeht, dann sollte ich doch darüber nachdenken einen Sammelpost für mehrere Monate zu erstellen. Auf der anderen Seite mag ich es, wenn ich nachvollziehen kann, in welchem Monat ich welche Bücher neu bekommen habe …

Jan Gehl: Städte für Menschen

Das Sachbuch „Städte für Menschen“ von Jan Gehl beschäftigt sich damit, dass heutige Städte in der Regel von den darin lebenden Menschen nicht in dem Rahmen genutzt werden können, in dem sie genutzt werden sollten. Je mehr Stadtteile veröden, je weniger die Bewohner die öffentlichen Räume nutzen, desto mehr vereinsamen die Menschen, haben Angst, sich durch die Stadt zu bewegen, und letztendlich steigt dadurch sogar die Kriminalitätsrate. Abgesehen von diesem „menschlichen“ Faktor gibt es einen unübersehbaren Umweltaspekt, der in den vergangenen Jahrzehnten bei der Gestaltung von Städten sträflich vernachlässigt wurde, indem die gesamte Stadtplanung rund um den Autoverkehr aufgebaut wurde, statt auf den Menschen, der doch eigentlich die Straßen, Plätze und Gebäude nutzen soll.

Persönlich finde ich es spannend, dass Jan Gehl ganz klassisch Architektur studiert und in dem Bereich gearbeitet hat und erst durch seine Heirat mit einer Psychologin anfing, darüber nachzudenken, was Architektur für Menschen bedeutet und wie wichtig es ist, dass nicht die Form im Vordergrund der Planung steht, sondern der Mensch. In den letzten Jahrzehnten hat er sich dann einen Namen damit gemacht, dass er menschliche Konzepte zur Stadtplanung entwirft. So ist er mitverantwortlich für die vielgepriesene Stadtplanung von Kopenhagen und hat unter anderem die New Yorker Stadtverwaltung in den letzten Jahren bei der Planung von Radwegen und verkehrsberuhigten Zonen beraten.

„Städte für Menschen“ erzählt dem Leser gar nicht so viel Neues (selbst wenn man nicht in der Vergangenheit Innenarchitektur studiert hat), macht einem aber viele Verhaltensweisen und Empfindungen bewusst. So fühlen sich die meisten Menschen unwohl, wenn sie über einen unübersichtlich großen und leeren Platz gehen sollen, wenn sie nachts durch eine schlecht beleuchtete oder gar unbelebte Straße gehen müssen oder wenn sie an einer exponierten Stelle auf einer unbequemen Bank sitzen sollen. Es ist nun einmal so, dass man sich wohler fühlt, wenn man den Eindruck hat, dass andere Menschen in der Nähe sind, wenn man beleuchtete Wohnungen sieht oder z. B. durch eine Wand im Rücken vor Wind und Blicken „geschützt“ wird, während man einen schönen Ausblick genießt. All dies ist einem zumindest unbewusst vertraut, und man erlebt viele der erwähnten Situationen immer wieder im Alltag . So führt das Lesen dieses Buches dazu, dass man sich weniger fragt, wie eine Stadt „menschlicher“ gestaltet werden kann, sondern warum all diese einfachen Regeln in den vergangenen Jahrzehnten so selten angewandt wurden.

Aber nicht nur der „Wohlfühlfaktor“ ist ein großes Thema von Jan Gehl, sondern auch die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer und die Umwelt- und Lärmverschmutzung durch den Autoverkehr. Spannend fand ich die Erfahrungen, die z. B. in San Francisco gemacht wurden, wenn es um die Nutzung von Straßen ging. Da wurde nach einem Erdbeben eine der Hauptzufahrtsstraßen der Stadt gesperrt, und während die Stadt noch die Erneuerung der Straße plante, mussten die Verantwortlichen feststellen, dass diese Straße gar nicht notwendig war, denn die früheren Nutzer hatten sich schon andere Wege in die Stadt gesucht – während die stillgelegte Straße stattdessen von den Anwohnern für sportliche, kommunikative und künstlerische Tätigkeiten genutzt wurde.

Auch die Erfahrungen, die Jan Gehl in den vergangenen Jahrzehnten in Kopenhagen gemacht hat, zeigen, dass die Menschen recht flexibel sind, wenn es darum geht, ihre Arbeitsplätze zu erreichen, ihren Freizeitaktivitäten nachzugehen und ihre Einkäufe zu erledigen. Allerdings ist der Mensch von Natur aus auch recht faul, so dass man ihm erst einmal einen Anstoß geben muss, um über Alternativen zum Auto nachzudenken. Wenn aber erst einmal die Wege für Fahrradfahrer und Fußgänger attraktiver gemacht wurden (z. B. durch gut ausgebaute Radwegsysteme, erweiterte Angebote durch den Nahverkehr und eine größere Sicherheit etwa durch eine „Zurückstufung“ der Autos in der Priorität bei Ampelschaltungen), dann ändert der Mensch recht schnell seine Gewohnheiten. Sehr cool finde ich es z. B., dass in Kopenhagen ein Taxi nur dann zugelassen wird, wenn es einen Fahrradträger am Fahrzeug hat. Das wäre in Deutschland kaum denkbar …

Manchmal sind es wirklich nur kleine Veränderungen, die eine Stadt sehr viel sicherer für Fußgänger und Radfahrer werden lassen. Während in Deutschland von einer Häuserwand aus gesehen erst ein Bürgersteig, dann ein Streifen für parkende Autos, dann ein Radweg und zuletzt die Fahrbahn für Autos kommt, was immer wieder zu Konflikten zwischen Rad- und Autofahrern führt, werden in Kopenhagen die Radwege zwischen Bürgersteig und Parkstreifen platziert. So gibt es durch die parkenden Autos eine Pufferzone zwischen Radfahrern und Autofahrern, ohne dass die Stadt mehr Platz für die eine oder andere Form von Verkehr einplanen muss. Dass dort trotzdem deutlich mehr Fläche für Fuß- und Fahrradwege eingeplant wird als in vergleichbaren Großstädten, ist wiederum ein anderes Thema und hängt damit zusammen, dass allgemein der Autoverkehr in der Stadt verringert werden soll.

Stellenweise wiederholt sich Jan Gehl in diesem Buch, was damit zusammenhängt, dass eben bestimmte Regeln und Untersuchungsergebnisse auch auf verschiedene Aspekte des Städtebaus angewandt werden können. Außerdem muss ich gestehen, dass ich eines seiner Standardbeispiele für einen alten, perfekt geplanten Platz (den Campo in Siena) persönlich nicht so perfekt finde, aber das kann damit zusammenhängen, dass ich diesen Ort immer nur gesehen habe, wenn ich genervt war von meinen Mitreisenden, von der Hitze und der Tatsache, dass es keinen Schattenplatz gab, der nicht schon von anderen Menschen belegt war. 😉 Ansonsten gibt es am Ende des Buches noch einmal konzentriert die Bildbeispiele als Erinnerungshilfe und „Werkzeug“ für eine aktive und bewusste Stadtplanung. Ich fand „Städte für Menschen“ wirklich interessant, hat mir das Buch doch einige Dinge bewusst vor Augen geführt, die ich sonst eher intuitiv wahrnehme. Ich würde den Titel gern so einigen Leuten in die Hand drücken – allen voran den Stadtplanern meines aktuellen Wohnortes und einigen Professoren, die mir im Studium beibringen wollten, dass die Form eines Gebäudes wichtiger sei als seine Funktionalität.

[Kulinarisches] Eier-Muffins

Mein Mann durfte in den letzten Wochen mal wieder regelmäßig Überstunden bei der Arbeit machen, was unseren normalen Essensrhythmus ziemlich durcheinander bringt. Da er eh immer relativ ausgehungert nach Hause kommt, habe ich also nach etwas gesucht, was ich ihm zusätzlich mitgeben konnte. Es sollte nur eine Kleinigkeit und transportabel sein und etwas, das er besonders gerne mag. Dann bin ich HIER über die Eier-Muffins als Lunchbox-Bestandteil gestolpert und habe damit selber mal rumprobiert. Oh, und da es für meinen Mann ist, ist das mal kein vegetarisches Rezept.

Zutaten für 12 Eier-Muffins:

1/2 rote Paprika
1/4 Zucchini (mittelgroß)
1/2 Zwiebel (klein)
ca. 100 g fertig gewürfelten Frühstücksspeck
ca. 50 g geriebener Gouda
2 Scheiben Toastbrot
6 Eier
ca. 150 ml Milch
Salz
Pfeffer
Rosenpaprika-Pulver
Oregano (getrocknet)
Butter (für die Muffinform)

Die Paprika, Zucchini und Zwiebel habe ich sehr fein gewürfelt, das Toastbrot in eher grobere Würfel geschnitten und das Ganze zusammen mit dem Speck und dem Käse in einer großen Schüssel vermischt. Gewürzt habe ich die Masse dann mit Pfeffer, einer großzügigen Prise Rosenpaprika und Oregano – kein Salz, da der Speck salzig genug sein sollte. Diese Mischung habe ich auf ein gebuttertes 12er-Muffinblech aufgeteilt. Dann habe ich den Ofen auf 200 Grad bei Umluft vorgeheizt und währenddessen die Eier mit der Milch, etwas Salz und noch etwas Pfeffer verquirlt und mit dieser Flüssigkeit die Muffinformen aufgefüllt. Nach 20 Minuten im Ofen waren die Muffins fertig und konnten zum Abkühlen rausgeholt werden.

Laut meinem Mann schmecken sie warum und kalt gut und sie lassen sich prima mitnehmen. 😉 Allerdings muss ich zugeben, dass man schon eine gut beschichtete Muffin-Form benötigt, um die Dinger heil auszulösen …