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Leseeindrücke im Juni und Juli (2)

„Später Frost“ von Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson war mir in diesem Beitrag ins Auge gefallen. Ich habe ja oft genug mein Problem mit skandinavischen Krimis, aber das hier klang gut genug, um mal einen Versuch zu wagen. Am Ende kann ich sagen, dass sich der Roman für mich gelohnt hat, dass man aber meiner Meinung nach auch etwas Durchhaltevermögen dafür benötigt. Am Anfang fühlte ich mich total erschlagen von der Masse an neuen Personen, von individuellen Befindlichkeiten und einem schrecklichen Mordschauplatz, der nicht gerade viele Hinweise auf den Täter liefert.

Dafür fand ich Ingrid Nyström, die zu Beginn des Buches zur Hauptkommissarin befördert wird, sehr sympathisch und stimmig. Eine angenehm normale Polizistin, deren drei Kinder aus dem Haus und zum Teil verheiratet sind, und deren Mann Verständnis für ihren Beruf hat. Auch innerhalb des Teams herrscht grundsätzlich – trotz der einen oder anderen Stichelei – ein angenehmer und respektvolles Miteinander, was gut zu lesen war. Einzig mit der zweiten Protagonistin, Stina Forss, hatte ich ein paar Probleme, weil ich viele ihrer Handlungen überzogen und unverständlich fand – was sich aber gegen Ende der Geschichte nicht schön, aber doch stimmig klärt.

Der Fall an sich war leider überfrachtet und arg konstruiert, aber letztendlich nicht uninteressant. Insgesamt denke ich, dass ich dem zweiten Krimi rund um Ingrid Nyström und Stina Forss eine Chance geben werde, um zu schauen, ob die beiden Autoren die Reihe genauso weiterschreiben wie mit dem Debütroman begonnen oder ob es da noch Entwicklungen geben wird, die den nächsten Band für mich besser oder schlimmer machen. Beides ist möglich, obwohl ich am Ende – trotz all meiner Kritikpunkte – erst einmal damit zufrieden war, wie sich „Später Frost“ entwickelt hatte.

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Auf Frances Hardinge und ihren Roman „Die Herrin der Worte“ bin ich über Birthe gestoßen, die einen anderen Titel der Autorin rezensiert hatte. So nett ich den Anfang fand, als ich ihn vor ein paar Wochen angelesen hatte, so war mir auch klar, dass ich für das Buch aufgrund der Sprache etwas mehr Aufmerksamkeit benötige als für ein „normales“ Kinder- und Jugendbuch. Letztendlich habe ich den Roman aber dann doch erst in den zwei Tagen vor Ablauf der Leihfrist gelesen – und muss gestehen, dass diese intensive Auseinandersetzung mit der Erzählweise, den Figuren und der Geschichte gar nicht so schlecht war.

Frances Hardinge hat wirklich eine ungewöhnliche und sehr schöne Art mit Sprache und Wörtern umzugehen, die gerade bei einem Roman, in dem es um die Schönheit und Macht vonWörtern, um Gefühle weckende Geschichten und um verbotene Schriften geht, sehr gut zur Geltung kommt. Einzig die Ergüsse der Figur des Wortmeister Clent waren mir manchmal etwas zu viel, da er – seinem Charakter entsprechend – sehr lang, blumig und fantasiereich spricht, wenn man ihn zu Wort kommen lässt. Mosca hingegen, die zwölfjährige Hauptfigur, hat mir sehr gut gefallen. Sie ist in vieler Hinsicht naiv und unerfahren, aber sie hat einen eigenständigen und starken Verstand und entwickelt sich im Laufe der Geschichte sehr schön weiter. Die Handlung an sich hat mich in vielen Teilen an die Westmark-Trilogie von Lloyd Alexander erinnert, die ich seit Jahren immer wieder gern lese.

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„Rotwild“ von Roman Voosen und Kerstin Signe Danielsson habe ich nur wenige Tage nach dem oben erwähnten Titel „Später Frost“ gelesen. Auch beim zweiten Band des Autorenteams rund um die beiden Polizistinnen Ingrid Nyström und Stina Forss konnten mich ein Großteil der Charaktere und ihr Umgang miteinander überzeugen. Der Fall hingegen war mir auch dieses Mal wieder viel zu konstruiert. Zwar habe ich bei beiden Romanen etwas über deutsche und schwedische Geschichte gelernt, was mir so zuvor nicht bewusst war (mehr möchte ich nicht ins Detail gehen, weil ich dann die Auflösung des jeweiligen Falls verraten müsste), aber das reicht mir nicht, wenn der Kriminalfall an sich mich nicht überzeugen kann. Auch empfinde ich Stina Forss als Störfaktor in der Geschichte, auch wenn sie aufgrund ihrer Verbindungen und etwas radikaleren Art hier und da an Informationen herankommt, die ihre Kollegen so nicht bekommen hätten. Ich muss zugeben, dass die Romane nicht ohne Reiz sind, aber ich glaube nicht, dass ich die Reihe weiterverfolgen werde.

Leseeindrücke im Juni und Juli (1)

„Unholy Magic“ und „City of Ghosts“ von Stacia Kane hatte ich – ebenso wie „Unholy Ghosts“– von Hermia ausgeliehen und im Juni gelesen. Beide Bücher sind nicht gerade perfekt, wenn man etwas unkonzentriert ist, und an den Slang habe ich mich bis zur letzten Seite nicht richtig gewöhnen können, auch wenn er sehr gut zum Setting passt. 😉 Aber die Romane haben mir Spaß gemacht und ich finde die Welt, die Stacia Kane für diese Urban-Fantasy-Reihe erdacht hat, wirklich toll. Auch die Protagonisten mag ich und die Fälle, die Chess Putnam lösen muss, finde ich ebenfalls reizvoll. In Band 2+3 fand ich sie auch „professioneller“ in Bezug auf ihre Drogensucht, das hatte ich ja beim ersten Teil nicht so stimmig gefunden.

Allerdings gibt es hier auch ein paar Kritikpunkte von meiner Seite. So finde ich es nach drei Bänden schon etwas schade, wenn sie mit einem offiziellen Auftrag der Kirche und gleichzeitig mit einem „privaten“ Fall beschäftigt ist, dass beide unweigerlich am Ende zusammenhängen. Das nimmt der Handlung doch einiges an Spannung. Ebenso fand ich in allen drei Teilen wichtige Elemente der Auflösung der jeweiligen Fälle sehr vorhersehbar – vor allem durch die Verwendung altbekannter Klischees oder das Ignorieren von Erkenntnissen aus den vorherigen Bänden. Trotzdem habe ich es genossen mich insgesamt drei Romane lang mit dieser wirklich ungewöhnlichen Welt und der ebenso ungewöhnlichen Protagonistin beschäftigen zu können. 🙂

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Ich weiß nicht mehr, auf welchem Blog ich über „Der ungeladene Gast“ von Sadie Jones gestolpert bin, aber es klang nach einer reizvollen und mysteriösen Geschichte, so dass ich den Roman in der Bibliothek vorgemerkt habe. Gelesen habe ich das Buch dann an einem Tag und muss zugeben, dass mir die Handlung ohne den mysteriösen Teil deutlich besser gefallen hätte. Am Anfang bekommt man das Haus „Sterne“ und die im Jahr 1912 darin lebende Familie Torrington vorgestellt.

Emerald Torrington hat an diesem Tag Geburtstag, ihr Stiefvater reist trotzdem nach London, um Geld zum Erhalt des Anwesens aufzutreiben, und die – viel zu wenigen – Angestellten versuchen irgendwie alles für die Abendgesellschaft und die Gäste, die erwartet werden, vorzubereiten. Die zum Teil etwas exzentrischen Torringtons, der Stress, der mit dem Besuch einhergeht, und das Aufeinanderprallen der verschiedenen Charaktere am Abend  – das Alles hätte genügend Stoff für einen amüsante und spannenden Roman geboten. Aber Sadie Jones fügt noch ein weiteres Element hinzu, in dem sie in der Nähe ein Zugunglück geschehen lässt, dass nicht nur eine Gruppe gestrandeter Reisender nach „Sterne“ bringt, sondern auch einen Mann aus der Vergangenheit von Charlotte Torrington, Emeralds Mutter.

Die Passagen rund um diesen ungeladenen Gast und die Reisenden sind sehr atmosphärisch geschrieben, aber wirklich gefallen haben sie mir nicht. Die Auflösung fand ich vorhersehbar und hätte es nicht das Pony am Ende gegeben (mehr will ich wegen Spoilergefahr nicht schreiben), hätte ich das Buch sehr unzufrieden zugeschlagen. Die Idee an sich und den Schreibstil kann ich anerkennen, aber mir persönlich hätte die Geschichte schlichter besser gefallen.

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„A Vision in Velvet“ von Juliet Blackwell ist schon der sechste Band der Witchcraft-Mystery-Serie. Dieses Mal dreht sich die Geschichte rund um einen Baum, unter dem jemand ermordet wurde, und das Verschwinden von Lilys Vertrautem Oscar. Ich fand es besonders niedlich zu lesen, wie Lilys magische Freunde ihr die ganze Zeit erzählen, dass Oscar verloren ist und dass sie sich einen neuen Vertrauten zulegen soll, während gleichzeitig ihre „normalen“ Freunde, die nichts von Oscars wahrer Identität ahnen, einen riesigen Aufstand machen, um das verloren gegangene Hängebauchschwein wiederzufinden. Es bleibt dabei, dass ich die Reihe inklusive Krimianteil, Humor und Charakterentwicklungs sehr mag und ich freu mich jetzt schon darauf irgendwann einen weiteren Band zu lesen.

Wie viel muss ich über einen Autor wissen, bevor ich seine Bücher lesen „darf“?

Dieser Blogtitel ging mir am Sonntag durch den Kopf, als ich auf Twitter Folgendes in meiner Timeline las:

Als Beleg hinterließ Shiku diesen Link: http://brandonsanderson.com/euology-dumbledores-homosexuality/ .

Ich habe in den letzten Tagen darüber nachgedacht, ob ich nicht – auch im Rahmen der Challenge, die Elena und Crini anbieten – mal einen Roman von Brandon Sanderson lesen sollte. Diverse Buchblogger sind ganz begeistert von seinen Büchern, er scheint eine Menge unterschiedlicher Facetten abzudecken, und ich habe wieder mehr Lust auf Fantasy und SF, mehr Lust, in dem Bereich neue Autoren zu entdecken. Ich glaube nicht, dass dieser Tweet/dieser Link mich beeinflussen wird, während ich überlege, ob ich mal einen Roman von Sanderson lese. Das hängt wohl eher davon ab, ob ich in den nächsten Tagen Lust habe, mich damit auseinanderzusetzen, welches Angebot die Bibliothek mir da bieten kann und inwieweit es etwas bringt, wenn ich zum Beispiel nur zwei Teile einer längeren Serie lesen würde.

Trotzdem veranlassen mich solche Informationen immer wieder zum Nachdenken. Ich frage mich, inwieweit ich überhaupt Wissen über einen Autor haben möchte und inwieweit ich mich davon bei meiner Buchauswahl beeinflussen lassen möchte.

Ich lese geschätzt 150 Bücher im Jahr, dazu kommen Manga, Comics, Hörbücher und Hörspiele. Bei vielen dieser Titeln kann ich gerade mal sagen, dass die Geschichte von einem Mann oder einer Frau geschrieben wurde, bei einigen nicht mal das – entweder weil ein Pseudonym verwendet wurde oder weil das Geschlecht nicht auf den ersten Blick anhand des Namens erkennbar ist. Ich mache mir in der Regel keine Gedanken darüber, was für eine Person hinter einem Buch steht, solange ich die Handlung genießen kann, mir die Charaktere zusagen und ich nicht über Elemente in der Geschichte stolpere, bei denen ich das Gefühl habe, dass da – in meinen Augen – zweifelhafte Gesinnungen durchschimmern. Und selbst dann habe ich erst einmal das Bedürfnis, für mich zu klären, ob solche Aussagen vielleicht im Rahmen der Geschichte zu betrachten sind.

Natürlich gibt es auch Autoren, mit denen ich mich intensiver beschäftige. Bei einigen lese ich zum Beispiel ihre (Auto-)Biografien und finde da vielleicht Informationen, die mich ihre Romane in anderem Licht sehen lassen. Dann wieder gibt es Autoren, bei denen ich das Gefühl habe, ich müsste vielleicht mehr über ihr Leben und ihre Zeit wissen, um ihr Werk besser einschätzen zu können. Bei wieder anderen Autoren, deren Bücher ich besonders mag – nicht nur aufgrund der Handlung, des Humors und der Charaktere, sondern auch, weil ich das Gefühl habe, dass da jemand versucht, mehrere Perspektiven darzustellen oder sich mit Themen außerhalb der sogenannten Norm zu beschäftigen – verfolge ich die Blogs oder Twitteracounts. Hier habe ich oft den Eindruck, dass sie mein Leben nicht nur als Leserin, sondern auch so bereichern, eben weil sie sich kritisch mit Themen auseinandersetzen, die mir persönlich im Alltag nicht regelmäßig begegnen.

Hier und da passiert es mir, dass ich im Nachhinein etwas über einen Autor erfahre, was es mir schwierig macht, weiterhin die Bücher zu lesen. Marion Zimmer Bradley ist so ein Fall. Auf der einen Seite haben ihre Romane (vor allem die Darkover-Bücher) dafür gesorgt, dass ich mit Geschichten aufgewachsen bin, in denen Homosexualität, polyamore Beziehungen und Figuren, die nicht auf ein Geschlecht festgelegt waren, mehr oder weniger selbstverständlich waren, was meine Ansichten zu diesem Thema sehr geprägt hat. Auf der anderen Seite hat Marion Zimmer Bradley nicht nur ihren Mann, Walter Breen, verteidigt, der Kinder missbraucht hat, sondern auch selber Missbrauch betrieben. (Mehr Informationen dazu findet ihr unter Anderem hier: http://www.jimchines.com/2014/06/rape-abuse-and-mzb/ ) Mit diesem Wissen im Hinterkopf fällt es mir schwer, die wenigen Darkover-Romane, die ich noch im Bestand habe, zu behalten.

Und dann stehe ich wieder da und wünschte mir, ich könnte unbelastet an diese Bücher herangehen und mich daran freuen, dass da ein Autor Charaktere außerhalb der sogenannten Norm geschaffen hat …

Lesesonntag

Nachdem es gestern so nett war und Natira und Ariana ihren Lesesamstag auch um den Sonntag verlängert haben, gibt es heute wieder einen „Lesetagpost“ von mir. Naja, genau genommen ist es wohl eher ein Nachmittags- und Abendpost. Heute morgen habe ich nämlich erst einmal gründlich ausgeschlafen, mich dann um Wäsche, Katzen und ein bisschen Haushalt gekümmert und nun sitze ich mit meinem Frühstück und einem neuen Buch auf dem Sofa. Dort gedenke ich den Großteil des Tages zu bleiben und einfach zu lesen, während mein Mann auf der Jagd nach verlorenen Seelen ist. 😀

Nachdem mir die ersten beiden Bände rund um Aral so gut gefallen hatten, hoffe ich, dass es mit „Krieg der Klingen“ ebenso unterhaltsam weitergeht. Leider habe ich das Gefühl, dass die Romane immer dünner werden, aber ich hoffe, dass die Qualität immerhin so gut bleibt wie bisher.

Update 18:00 Uhr

Ach, ich mag die Welt, die Kelly McCullough da geschaffen hat, und ich mag Aral! Dieser muss sich gerade damit auseinandersetzen, dass er nach den Ereignissen im vorhergehenden Band sich wieder ein gravierendes Stück verändert hat. Außerdem kommt es zu einem Kontakt mit einer weiteren (ehemaligen) Klinge … sehr vielversprechend!

Ansonsten habe ich mich von einer Diskussion auf Twitter und mit dem Schreiben eines dadurch angestoßenen Blogposts vom Lesen ablenken lassen …

Update 19:15 Uhr

Erkenntnis des Tages: Wenn man Grießpudding nach der Anweisung auf der Grießpackung zubereitet und das Ganze dann auch noch in der Küche vergisst, dann hat man am Ende einen großen topfförmigen Grießklumpen ohne jeglichen Geschmack.

Erkenntnis Nr. 2: Mit Hilfe eines unermüdlich rührenden Mannes, etwas flüssiger Sahne, diverser Gewürze und etwas Zucker bekommt man am Ende trotzdem noch etwas Essbares daraus gemacht – auch wenn das immer noch etwas klumpig ist.

Lesesamstag

Neyasha hatte die nette Idee einen Lesetag zu planen und weil das noch einmal so nett ist, wenn man so etwas mit mehreren genießt, bin ich heute auch dabei. Ich werden den Post im Laufe des Tages immer wieder aktualisieren, im Moment kann ich allerdings nicht mal sagen, welches Buch ich heute lesen werde.

Die letzte Nacht war mal wieder von zu viel Wärme und zu wenig Schlaf geprägt und deshalb sind wir auch etwas spät zum Wochenendeinkauf aufgebrochen. Der ist inzwischen immerhin erledigt und die Wäsche hängt auch auf der Leine. Jetzt muss ich mich nur noch aufraffen und mir ein Frühstück machen und mich währenddessen für ein Buch entscheiden.

Eigentlich wollte ich ja mit der Dorothy-Sayers-Biografie heute weitermachen, aber dafür fühle ich mich gerade zu müde. Vermutlich werde ich eher etwas weniger anspruchsvolles und einfacheres aus einem meiner Stapel fischen.

Update 12:30 Uhr

Käsebrot und Apfel-Kirsch-Schorle zum Frühstück und die ersten Seiten von „Death’s Daughter“. Ich hoffe, dass der Roman der passende Einstieg in die heutige ist. Ich will die Reihe schon so lange antesten – vor allem aus Fan-Girl-Gründen, da ich Amber Benson in „Buffy“ so gern mochte. 😉

Update 15:00 Uhr

Nach dem Frühstück habe ich vor dem Katzenfüttern noch ein paar Seiten lesen können, muss aber zugeben, das sich bislang noch nicht sehr weit gekommen bin. Zwischendurch aufkommender Sekundenschlaf und ein etwas Chick-Lit-mäßiger Erzählton machen es mir nicht gerade einfach in die Geschichte reinzukommen. Ich hoffe aber, dass ich mit Hilfe einer großen Tasse Tee den toten Punkt überwinde und mich dann beim Lesen etwas wohler fühle. Immerhin habe ich jetzt den Rest des Tages absolut nichts anderes mehr vor als zu Lesen. 🙂

Update 17:45 Uhr

So ganz packt mich das Buch immer noch nicht. Die Grundidee finde ich wirklich nett. Die Hauptfigur Calliope hat die letzten drei Jahre unter einem Vergessenszauber verbracht, weil sie nichts mit dem Familiengeschäft zu tun haben wollte. Nun sind aber ihr Vater und ihre ältere Schwester entführt worden und Calli muss sich wieder daran erinnern, dass sie die Tochter des Todes ist – und Daddys Job übernehmen, bis dieser aus den Händen seines Entführers gerettet wurde. Blöderweise kann ich Calli einfach nicht leiden. Bislang benimmt sie sich wie eine dumme, egozentrische, notgeile Schnepfe – was vermutlich amüsant sein soll, mich aber eher verärgert als unterhält. Ich hoffe sehr, dass das noch besser wird …

Update 20:15 Uhr

Ich muss gestehen, dass ich lieber Fotos von meinen überaus langweiligen und magenschonenden Nudeln in Gemüsebrühe (in meiner absolut genialen Bequem-mit-der-linken-Hand-festhaltbaren-Schüssel) mache als weiterzulesen. Aber jetzt sollte ich mich wieder mehr auf mein Buch konzentrieren. Ich hoffe sehr, dass Calli endlich mal aufhört über Mode nachzudenken und stattdessen lieber mal den Leuten zuhört, die ihr erzählen, wie sie die Herausforderungen überlebt, denen sie sich stellen musst. 😉 Und da Ariana gerade in ihrem Post erwähnte, dass sie morgen weiterlesen wird: Ich habe den Sonntag auch schon als Lesetag verplant und gehe davon aus, dass ich spätestens morgen diesen Roman beenden werde.

Update 00:45 Uhr

„Death’s Daughter“ ist ausgelesen – und hat sich zum Glück in der zweiten Hälfte deutlich besser entwickelt als nach dem Anfang erwartet -, durch das geöffnete Fenster kommt etwas kühlere Luft in die Wohnung und so langsam ist es Zeit ins Bett zu gehen. Gute Nacht! 🙂

August-SuB 2014

Dafür, dass es mir eigentlich für absolut alles in den letzten Wochen zu warm und zu schwül war, bin ich wirklich zufrieden mit dem vergangenen Monat. 😉 Ich habe insgesamt 16 Bücher und 4 Manga gelesen und 3 Hörbücher gehört. Bei den Büchern war auch – ausnahmsweise mal zeitnah – ein Sachbuch für die Challenge dabei und da ich mich (trotz allgemeiner Reziunlust) zu einer Hörbuchrezension aufraffen konnte, habe ich somit auch einen Titel mehr für die Hörbuch-Challenge von Ariana auf  meiner Liste. Der SuB wurde auch wieder etwas abgebaut, wenn auch vor allem der englische SuB und da habe ich prompt wieder gut nachbestellt. Also, insgesamt bin ich mit dem Juli wirklich zufrieden.

Ach ja, die Tapeten habe ich in den letzten Tagen im Flur auch endlich vollständig von den Wänden bekommen! Nun muss ich mir aber noch für die eine oder andere Herausforderung eine Lösung überlegen. Und die Holzdecke werden ich wohl auch erst frühestens Mitte August abreißen … Trotzdem werde ich genügend Gelegenheiten haben, um weiter fleißig Hörbücher zu hören, denn den Garten habe ich in den letzten Wochen doch etwas arg vernachlässigt. Ansonsten versuche ich weiter kontinuierlich an der Dorothy-Sayers-Biografie zu lesen. Wenn ich erst einmal drin bin, dann geht es ganz gut, aber oft genug fühle ich mich abends zu müde, um ein Sachbuch auf Englisch zu lesen, vor allem, wenn die Autorin nicht nur ihr Verständnis von Dorothy Sayers Leben beschreibt, sondern parallel dazu noch Biografien von anderen Autoren zitiert und erzählt, warum das so gar nicht stimmt oder missverstanden wurden. Das ist manchmal alles etwas viel und verlockt mich ein bisschen dazu, dass ich andere Sachbücher „dazwischen“ schiebe. Aktuell habe ich zum Beispiel „Zelot“ von Reza Aslan aus der Bibliothek geliehen – auch wenn das nicht wirklich mein Thema ist, so klang der Titel interessant, da angeblich auch das Alltagsleben zur Zeit Jesus beschrieben wird.

Außerdem werde ich – natürlich – wieder ein englisches Buch im August lesen (bei so viel verlockenden Titeln auf dem SuB weiß ich aber noch nicht welches) und habe mir vorgenommen den deutschen SuB mal etwas zu verkleinern. Mindestens drei Titel sollten es schon werden, die ich davon lese. Neben all diesen Vorhaben steht auch der jährliche August-Bibendum-Besuch an und wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit wieder zu ein paar sehr entspannten, amüsanten und sättigenden Tagen führen. Wir haben schon eine Haufen Oreo-Kekse gekauft, damit Bibendum den gewünschten Oreo-Cheesecake probieren kann. 😉

A (2)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (12)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Quentin Bates: Kalter Trost
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
Michael Boccacino: Charlotte und die Geister von Darkling
P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud  
Brom: Krampus
Jim Butcher: Im Schatten des Fürsten (Codex Alera 2)

C (1)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)

D (3)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

E (0)

F (9)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Thomas Finn: Schwarze Tränen
Alex Finn: Beastly
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (8)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Will Hill: Department 19 – Die Wiederkehr
Mark Hodder: Der wundersame Fall des Uhrwerkmannes
Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
Daniel Holbe: Giftspur

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (0)

K (4)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade

L (1)
Siri Lindberg: Nachtlilien

M (3)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)

P (3)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund

Q (0)

R (10)
Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (8)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (5)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (5)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriella Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)

Sonstige (0)

83 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

Amber Benson: Death’s Daughter (A Calliope-Reaper-Jones-Novel)
Marie Brennan: A Natural History of Dragons
Sarah Rees Brennan: Unspoken
Jim Butcher: Side Jobs (Harry Dresden Kurzgeschichten)
Julie Campbell: The Gatehouse Mystery (Trixie Belden #3)
Gail Carriger: Changeless (Parasol Protectorate #2)
Gail Carriger: Blameless (Parasol Protectorate #3)
Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #4)
Gail Carriger: Timeless (Parasol Protectorate #5)
Soman Chainani: The School for Good and Evil 2
Jennifer Estep: Venom (Elemental Assassin #3)
Jennifer Estep: Tangled Threads (Elemental Assassin #4)
Jennifer Estep: Spider’s Revenge (Elemental Assassin #5)
Mira Grant: Feed
Tanya Huff: The Wild Ways
Lynn Kurland: Star of the Morning
Seanan McGuire: Chimes at Midnight (October Daye #7)
Seanan McGuire: Half-Off Ragnarok (InCryptid #3)
Seanan McGuire: Sparrow Hill Road
Anthony Minghella: Jim Henson’s The Storyteller
Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
Julia Quinn: Dancing at Midnight
Julia Quinn: Splendid
Julia Quinn: Minx
Julia Quinn: Everything and the Moon
Julia Quinn: Brighter Than the Sun
Philip Reeve: Larklight
A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line

Sonstiges:
West Ward Weird
Home Improvement: Undead Edition
Carniepunk

32 Titel auf dem englischen SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Höreindrücke im Juli

Es ist lange her, seitdem ich das letzte Mal „Die unendliche Geschichte“ von Michael Ende gelesen habe. Wenn ich die Wahl habe, dann greife ich immer eher zu „Momo“ und bis vor kurzem hätte ich nicht sagen mehr sagen können, warum ich das eine Buch dem anderen vorziehe. Wenn ich mich an „Die unendliche Geschichte“ erinnere, dann denke ich an Phantásien, an die Kindliche Kaiserin, an Fuchur und Atréju und an all die fantastischen Gestalten und Ideen. Als ich also die Gelegenheit bekam den Roman als Hörbuch (von Gert Heidenreich gelesen) zu hören, habe ich mich sehr darüber gefreut. Doch nach ungefähr der Hälfte der Geschichte fiel mir ein, warum ich das Buch so selten lese: Ich kann Bastian nicht leiden! Blöderweise ist er nun mal eine der Hauptfiguren und ich kann ihn nicht ignorieren, wenn ich mich mit der „unendliche Geschichte“ beschäftige – auch wenn ich beim Lesen die unangenehmsten Stellen mit ihm ab und an überblättere. Meine Abneigung gegen Bastian ändert allerdings nichts daran, dass Gert Heidenreich das Ganze wunderbar liest (Natira war seine Art zu lesen übrigens zu getragen). Er verleiht jeder Figur Individualität, ohne seine Stimme groß zu verstellen oder zu übertreiben, und er hat eine natürliche „Märchenerzählerstimme“, die sehr schön zu dieser Geschichte passt.

***

„Grabesgrün“ von Tana French war ebenfalls eine Leihgabe und ich habe das Hörbuch vor allem deshalb beendet, weil ich den Sprecher David Nathan eigentlich sehr gern mag (obwohl ich ihn auch schon besser gehört habe als bei diesem Hörbuch, aber das lag wohl eher an dem Protagonisten). Der Anfang der Geschichte kam mir vertraut vor. Ein Prolog erzählt von drei verschwundenen Kindern (Adam, Peter und Jamie), von denen nur ein Junge, Adam Ryan, wiedergefunden wird – traumatisiert und ohne Erinnerungen an die Geschehnisse. Fast 25 Jahre später wird ein Mädchen (Katy Devlin) ermordet auf einem Opfertisch bei einer Ausgrabungsstätte gefunden und in dem Fall ermittelt Adam – inzwischen Rob – Ryan als Polizist. Ich mochte das freundschaftliche Verhältnis zwischen Rob und seiner Kollegin Cassie und seinen Versuch seine Arbeit als Polizist nicht davon beeinflussen zu lassen, was ihm als Zwölfjährigem passiert ist. Aber zwischendrin zieht sich die Handlung viel zu lang hin und Rob baut immer wieder so viel Mist, dass ich wirklich die Geduld mit ihm verloren habe. Und – auch wenn ich das regelmäßig sagen – die Auflösung war erschreckend vorhersehbar und dann ärgert es mich umso mehr, wenn Rob als Ich-Erzähler behauptet, dass ich als Hörer auf die gleichen Elemente hereingefallen wäre wie er. Nein, bin ich nicht! Wie hätte ich auch darauf reinfallen können, wenn die drei Haupthinweise auf die Lösung so offensichtlich platziert wurden?

Juli-Katzen

Während der heißen Tage in den letzten Wochen wäre es theoretisch relativ einfach gewesen die Katzen zu fotografieren, denn keine von ihnen wollte sich groß bewegen. Doch da wir spätestens ab 11 Uhr vormittags die Rollläden runterlassen, damit die Sonne nicht so in die Wohnung knallt, ist es eigentlich zu dunkel, um die Samtpfoten abzulichten. Ich habe trotzdem das eine oder andere Foto gemacht, das ich euch zeigen mag.

Baltimore
Christie ist schon mal versandfertig 😉
Logan und Baltimore – vollkommen erschöpft

Die beiden alten Coon-Herren leiden unter den warmen Temperaturen mindestens ebenso sehr wie ich und haben in den letzten Wochen (wieder mal) radikal abgenommen. So gut kann ich die beiden Kater den Winter über gar nicht füttern, dass sie den Sommer mit einem „normalen“ Gewicht überstehen. Das finde ich jedes Jahr wieder beängstigend …

Dorothy Gilman: The Amazing Mrs. Pollifax (Hörbuch)

Nachdem ich im Juni solchen Spaß mit „The Unexpected Mrs. Pollifax“ hatte, musste ich mir in diesem Monat gleich das zweite Hörbuch rund um diese ungewöhnliche „Hobbyagentin“ besorgen. Seitdem Mrs. Pollifax aufgrund einer kleinen Verwechslung ihren ersten Auftrag von Mr. Carstairs bekommen hat, ist einige Zeit vergangen. Inzwischen lebt sie ganz zufrieden mit all den Verpflichtungen, die eine aktive Rentnerin so umtreibt, vom Gartenclub bist zum Kunstverein – wobei man die wöchentlichen Karatestunden, die Emily Pollifax inzwischen belegt hat, nicht unterschlagen sollte.

Von der CIA hat sie seit ihrem kleinen Kurierauftrag nicht mehr gehört, bis eines Vormittags das Telefon bei ihr klingelt und sie gefragt wird, ob sie innerhalb von zwanzig Minuten abreisebereit sein könne. Auch dieses Mal sucht Mr.Carstairs eine vertrauenswürdige und zuverlässige Person, die in Agentenkreisen unbekannt ist. So reist Mrs. Pollifax Hals über Kopf von ihrem gemütlichen Vorortleben in New Jersey nach Istanbul, um sich in einer Hotellobby mit einer kommunistischen Agentin zu treffen, die anscheinend überlaufen will. Damit Emily nicht wieder spurlos verschwindet und weil schon einer von Carstairs‘ Männern um Leben gekommen ist, bekommt die rüstige Rentnerin einen Aufpasser zur Seite gestellt, doch viel hilft das natürlich nicht.

So sieht sich Mrs. Pollifax wenige Stunden nach ihrer Ankunft in Istanbul von der Polizei befragt, von Unbekannten mit Waffen bedroht und überhaupt in großen Schwierigkeiten, die ihr allen möglichen Einfallsreichtum abverlangen. Zum Glück neigt diese ungewöhnliche Agentin dazu, immer wieder unerwartete Freundschaften zu schließen und so bekommt sie regelmäßig Hilfe von Menschen, von denen man das nicht hätte erwarten können. Viel mehr will ich über den Inhalt gar nicht sagen, denn dann würde ich zu viele amüsante Wendungen vorweg nehmen.

Abgesehen davon, dass ich ein wenig das Kartendeck vermisst habe, das Mrs. Pollifax in ihrem ersten Abenteuer stets begleitete, habe ich mich wieder großartig mit dieser Geschichte amüsiert. Es ist schon wieder ein paar Jahre her, dass ich die Romanvorlage gelesen habe, und obwohl ich mich an viele Details noch erinnerte (oh, dieser Hubschrauberflug oder das „love in“! :D), gab es immer wieder Momente, in denen mich die Ereignisse überrascht haben weil ich bestimmte Elemente nicht mehr parat hatte. Dorothy Gilman versteht es eine witzige Agentengeschichte zu erzählen, ohne dabei die schrecklichen oder bedrohlichen Momente zu vergessen. Dazu kommen noch einige wunderbar sympathische Charaktere, ein angenehmes 70er-Jahre-Feeling und Mrs. Pollifax angenehmer vorurteilsfreier Umgang mit anderen Menschen.

Wie schon beim ersten Teil (und bei „Crocodile on the Sandbank“) sagte mir die Lesung durch Barbara Rosenblat sehr zu. Ihre Mrs. Pollifax klingt alt, aber nicht gebrechlich, und auch wenn ich nicht beurteilen kann, ob ihre Art Akzenten dazustellen wirklich so ganz korrekt ist, so sorgt es für eine angemessene Atmosphäre. Es hat wirklich Spaß gemacht zuzuhören. Bei diesem Hörspiel habe ich mal wieder gemerkt wie viel leichter mir meine Arbeit (die letzten Stunden Tapetenkratzen mit der Flurtapete) von der Hand geht, wenn ich ein gutes Hörbuch auf den Ohren habe und wie viel eher ich das Ganze um einen Tag verschiebe, wenn ich auf mein Hörbuch – sei es wegen des Sprechers oder der Geschichte an sich – nicht ganz so viel Lust habe.

SuB-Zuwachs im Juli

Jim Butcher: Side Jobs

Um das Buch bin ich schon lange herum geschlichen. Eine Sammlung von Kurzgeschichten, die von Sachen erzählen, die Harry Dresden „vor und zwischen“ den Romanen passieren. Bislang kann ich nur drei der darin enthaltenen Geschichten lesen, weil ich für die anderen mehr Harry-Dresden-Romane kennen müsste … 😉

Rob Thomas: Veronica Mars – The Tousand Dollar Tan Line

Ein Veronica-Mars-Roman – darauf bin ich während der letzten „7 Days – 7 Books“-Aktion gekommen, weil eine der anderen Teilnehmerinnen das Buch las. Es hat allerdings etwas gedauert bis ich mir das Buch wirklich bestellt habe. Umso mehr freue ich mich jetzt darauf. 🙂

Juliet Blackwell: A Vision in Velvet

Band 6 der Witchcraft-Mysteries rund um die Hexe und Vintage-Ladenbesitzerin Lily Ivory. Dieses Mal stolpert Lily über einen toten Antiquitätenhändler und bekommt ein Kleidungsstück in die Hände, das vielleicht aus der Zeit der Hexenverbrennungen in Neuengland stammt. Den Roman habe ich gleich angefangen, nachdem ihn mir der Fahrradkurier in die Hand gedrückt hat. Wie immer war es unterhaltsam Lily bei der Suche nach dem Mörder zu begleiten – ich mag die Reihe wirklich sehr.

Jennifer Estep: Venom (Elemental Assassin #3)
Reihenfortsetzung, nachdem ich im Juli den zweiten Band gelesen habe und nun unbedingt wissen will, wie es mit der neuen Polizistin in der Stadt läuft. 😉

A.C.H. Smith: The Dark Crystal

Nachdem ich mit Labyrinth ja schon so einige Kindheitserinnerungen auffrischen konnte, durfte auch die gerade erschienene Ausgabe von „The Dark Crystal“ bei mir einziehen. Der Film ist mir zwar nicht ganz so präsent wie „Labyrinth“ (ich könnte die DVD mal wieder schauen :D), aber auch hier erzählt Jim Henson eine fantastische Geschichte voller bezaubernder Elemente und toller Figuren – mal schauen, wie das Ganze dann als Roman so wirkt. 🙂

Ach ja, dieses Mal sind die Zeichnungen von Brian Froud nicht am Ende angefügt worden, sondern inmitten des Textes zu finden, was ich doch deutlich hübscher finde.