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7 Days – 7 Books (Back to the roots …): Tag 2

Das Schlimmste an einem spannenden Buch ist, dass ich es nicht aus der Hand legen kann. Also wurde es gestern doch etwas später bis ich „Sieben Tage“ weglegen und ins Bett gehen konnte – vor allem, da ich noch mein Mailfach aufgeräumt habe, was ja auch nur bis 1:15 Uhr dauerte … *g*

„Sieben Tage“ hat mir wieder richtigen Spaß gemacht, wobei ich diesen Roman nicht ganz so gut fand wie „Dreizehn Stunden“ (den zweiten Band der Benny-Griessel-Reihe). Es ist eben ein Unterschied, ob die Polizei allgemein unter Druck gesetzt wird und jeden Tag ein dem Leser unbekannter Polizist angeschossen wird, oder ob man mit einer bestimmten Person mitfiebert. Trotzdem fand ich es spannend den Fall rund um die getötete Anwältin, über die man selbst als Polizist anfangs so gar nichts privates herausfand, zu verfolgen, einen kleinen Einblick in Bennys Privatleben zu bekommen und gleichzeitig wieder etwas mehr über das heutige Südafrika und die Probleme, die durch das Ende der Apartheid entstanden, zu erfahren. Was Bennys Privat- und Gefühlsleben angeht, so bin ich immer wieder überrascht, dass Deon Meyer das so eingebaut bekommt, dass es mich nicht stört, sondern ich ebenso gespannt auf die Entscheidungen und Erlebnisse des Polizisten bin, wie auf die weitere Entwicklung des Falls. Der nächste Benny-Griessel-Roman wird von mir auf jeden Fall auch gelesen.

Was ich mir heute vornehme, weiß ich nicht so genau. Auf der einen Seite hätte ich jetzt noch einen Tag, um mal ernsthafter in „Die geheime Geschichte“ von Donna Tartt reinzuschnuppern, bevor der Roman auch morgen wieder in die Bibliothek muss, auf der anderen Seite könnte ich auch endlich wieder „Nacht ohne Angst“ weiterlesen. Wobei ich mich da kaum noch an die ersten gelesenen Seiten erinnere und vermutlich von vorne anfangen müsste. Oder ich warte darauf, dass der Paketbote – wie angekündigt – heute kommt und mir neuen Lesenachschub bringt. Immerhin ist mein Vormittag nicht ganz so verplant wie der gestrige, so dass ich tagsüber vielleicht mehr auf die Reihe bekomme.

So sieht es übrigens aus, wenn ich mal ein Buch auf dem Sofa statt auf dem Tisch fotografieren möchte:

Update 10:20 Uhr

Der große Nachteil, wenn man von der eigenen Wohnung aus arbeitet, besteht weniger darin, dass man jeden Tag für sämtliche Anwohner der Straße die Pakete in Empfang nimmt, sondern darin, dass man stets dem Lärm der Nachbarn ausgesetzt ist. Wie ich in den letzten zwei Stunden feststellen durfte, haben sich die Nachbarn nebenan vorgenommen heute ihren Vorgarten mit sämtlichen lärmerzeugenden Geräten zu bearbeiten, die sie zur Verfügung haben, während die Nachbarn über uns mit der Renovierung der gerade gekauften Wohnung beginnen.

Immerhin habe ich inzwischen einen weiteren Blick in „Die geheime Geschichte“ geworfen und beschlossen, dass ich das Buch nicht lese. Ich kann bislang keine einzige Person leiden und habe momentan keine Lust mich mit einer Geschichte zu beschäftigen, bei der ich sämtliche Protagonisten ständig ohrfeigen möchte. 😉

So viel wie möglich … Was bedeutet, dass ich meine Abende – soweit nicht anders verplant – mit einem Buch vor der Nase verbringe. Außerdem werde ich versuchen mir tagsüber ein paar Pausen zu verschaffen, die ich mit Lesen verbringen kann. In letzter Zeit habe ich meine freie Zeit eher weniger mit Büchern verbracht, da ich schon so genügend Stunden mit Texten verbracht habe, aber ich vermisse das entspannte und intensive Lesen.

Update 14:20 Uhr

Meine Frühstückspause brachte mich zu „Das Geheimnis der Salzschwestern“ von Tiffany Baker. Zwei Schwestern, die seit dreizehn Jahren nicht mehr miteinander reden. Die eine einsam und entstellt, die andere wunderschön und mit dem Liebsten ihrer Schwester verheiratet und eine Salzfarm, um die sich so einige Gerüchte ranken und deren Wohlergehen eng mit dem der Stadt verbunden ist. Sehr leise und schön geschrieben, wenige Höhe und Tiefen – soweit ich das bislang beurteilen kann – aber dafür eine ganz feine magische Atmosphäre. Das Ganze erinnert mich sehr an „Im Hexenhaus“ („Zauberhafte Schwestern“) von Alice Hoffman. Nach dem Abendessen geht es damit weiter, jetzt muss ich wohl oder übel erst einmal brav arbeiten.

Update 23:15 Uhr

Schon wieder nach 23 Uhr und ich bin gerade erst auf Seite 126. Je nachdem wie schnell die Blogrunde gleich geht, lese ich noch ein halbes Stündchen vor dem Schlafen oder muss mein Buch bis morgen ruhen lassen. Blöderweise ist der Mittwoch immer gut verplant und abends bin ich auch verabredet, aber vielleicht kann ich mir nachmittags ein bisschen Lesezeit abzwacken.

Übersicht:

Tag 1: „Sieben Tage“ (432 Seiten)

7 Days – 7 Books (Back to the roots …): Tag 1

Erster Tag der „7 Days – 7 Books“-Aktion von Melanie und Mandy und obwohl ich diverse Bücher angefangen habe und endlich beenden sollte, schlage ich im Laufe des heutigen Tages definitiv „Sieben Tage“ von Deon Meyer auf. Den Roman muss ich nämlich bis Mittwochvormittag durchgelesen haben, da die Stadtbibliothek das Exemplar gern noch an jemand anderen verleihen würde.

Das bringt mich gleich zur ersten Tagesfrage für diese Woche, die lautet:

Einfach nur täglich so viel Zeit wie möglich mit einem Buch (Hörbuch, Manga) vor der Nase zu verbringen, das Lesen zu genießen und mich immer wieder mit den anderen Bloggern auszutauschen. Allerdings setze ich mir mit „Sieben Tage“ ein Zwischenziel bis zum Mittwochmorgen. (Dass ich theoretisch auch  noch „Die geheime Geschichte“ bis Mittwochfrüh schaffen müsste, ignoriere ich mal – der Roman wandert wohl ungelesen zurück in die Stadtbibliothek.)

So, der Post steht schon mal, jetzt noch die Katzen versorgen und dann kann ich beim Frühstücken die ersten Seiten lesen (und vielleicht eine erste Runde zu den Blogposts der anderen Teilnehmern drehen).

Update 17:30 Uhr

Natürlich habe ich bislang noch keine Seite gelesen. 😉 Dafür habe ich meine Frühstückspause genutzt, um bei den Teilnehmern, die zu dem Zeitpunkt schon einen Beitrag geschrieben hatten, einen Kommentar zu hinterlassen. Da meine Arbeit jetzt aber erst einmal getan ist und ich dank der Reste vom Wochenende heute nicht kochen muss, werde ich mich nun bis zum Abendessen auf mein Buch stürzen und hoffentlich noch ein paar Kapitel schaffen.

Update 00:45 Uhr

Uiui, wie konnte es nur wieder so spät werden? Ich muss gestehen, dass ich „Sieben Tage“ fast in einem Zug ausgelesen habe. Ich mag Deon Meyers Schreibweise total gerne, ich mag seinen Polizisten Benny Griessel – ausnahmsweise sogar samt all seiner persönlichen Probleme – wirklich. Der Fall war spannend und hat mir wieder ein kleines bisschen die Augen für das heutige Südafrika geöffnet. Wer etwas über die Reihe lesen will, kann sich ja meine Rezension zum ersten Band um Benny anschauen: „Der Atem des Jägers“

Ich falle jetzt erst einmal ins Bett und schiebe die Blogrunde, die ich eigentlich noch machen wollten, auf den morgigen Tag (also heute … später … nach ein paar Stunden Schlaf).

7 Days – 7 Books (Back to the roots …)

Als Melli und Mandy vor zwei Wochen kurzfristig ihre nächste „7 Days – 7 Books“-Aktion ankündigten, war ich mir sicher, dass ich nicht dabei sein würde. Schließlich war der Oktober ziemlich verplant und trotz einiger erledigter Projekte will dieses Gefühl von „Stress! Keine Zeit!“ einfach nicht verfliegen. Auf der anderen Seite möchte ich mir im letzten Oktoberdrittel sowieso etwas mehr Ruhe zum Lesen gönnen, und als ich dann heute die konkreten „Teilnahmebedingungen“ las, bin ich doch noch schwach geworden.

Ich zitiere mal aus dem Post, den die beiden dazu heute veröffentlicht haben:

„Bisher haben wir immer Mindestanforderungen aufgestellt, um die Aktionswoche positiv abzuschließen – vier Bücher lesen, regelmäßige Updates etc. Das soll jetzt nicht mehr so sein. Back to the roots heißt für uns lesen ohne Regeln, ohne Stress, einfach um des Lesens willen. Um ein bisschen Struktur rein zu bringen werden wir euch jeden Tag eine neue Frage stellen, um so auch den Austausch unter den Teilnehmern anzuregen und wir fänden es schön, wenn ihr diese beantwortet.“

Lesen ohne Regeln, ohne Stress, rein um des Lesens willen – klingt gut, ich bin dabei – und so werde ich es hoffentlich dann auch in den nächsten sieben Tagen hinbekommen.

Wie immer, wenn ich an solchen Aktionen teilnehme, versuche ich, morgens einen Beitrag dazu zu schreiben und aktualisiere den im Laufe des Tages. Ich kann euch jetzt schon vorwarnen, dass ich auch den einen oder anderen Manga lesen werde. Momentan ist das nämlich genau das Richtige, wenn ich mich abends nicht mehr so recht konzentrieren kann. Oh, und ich werde (abgesehen von einem bestimmten Buch, von dem ich in meinem morgigen Post schreiben werde) vermutlich mehrere Sachen parallel lesen …

Dies und Das (08) – Projekte, UFOs und Katzen

Heute Nachmittag habe ich eins meiner aktuellen Projekte abhaken können – es fehlt nur noch die Nachbesprechung – und nun hoffe ich, dass ich in den nächsten Tagen wieder mehr Zeit und Luft (und Lust) für den Blog habe. Neben der Arbeit beschäftigt mich (mal wieder) der Garten. Bevor der Boden gefriert, will ich noch einige Pflanzen gerodet bekommen. Das wird in den nächsten Wochen noch anstrengend und vermutlich frustrierend werden, aber irgendwann muss ich das ja weiter in Angriff nehmen. (Weiterhin bin ich für jeden „Wie kille ich eine Haselnuss“-Tipp dankbar!) Ansonsten steht Ende nächster Woche noch Besuch ins Haus und ein weiteres Arbeitsprojekt will bis zum Monatsende auch noch bewältigt werden …

***

Zum Lesen bin ich in der letzten Woche kaum gekommen, ich war einfach zu müde und zu unkonzentriert. Stattdessen nehme ich mir gerade meine UFOs (UnFinishedObjekts) vor – da haben sich in den letzten Monaten … ach, wem mache ich was vor … in den letzten Jahren einige angesammelt.

Zu den UFOs gehören:

– Fertig gestrickte Socken, bei denen noch die Fäden vernäht werden müssen.
– Ein Quilt, den ich seit Jahren ständig neu anfange, weil er verschenkt wird und perfekt zu der Empfängerin passen soll.
– Bilderrahmen, die ich passend zur Wandfarbe anstreichen will.
– Bilder, die ich für die Rahmen zeichnen will.
– Gestrickte Wintermützen, die noch gespannt und genäht werden müssen.
– Vorhänge fürs Wohnzimmer und Schlafzimmer (bei denen ich endlich die nächste Naht bügeln und feststecken müsste, um dann weiter zu nähen).
– Flanelltaschentücher, die zugeschnitten sind und noch gesäumt werden müssen.

Von den ganze Projekten, die noch im Planungsstadium sind, will ich gar nicht reden! 😉

Eine Runde Socken habe ich inzwischen vernäht und trage sie bei den kühleren Temperaturen auch fleißig, aber vor allem habe ich mich gerade auf die Flanelltaschentücher gestürzt. Die sollten fertig werden, bevor die nächste Erkältung ins Haus steht, und dann hoffentlich dafür sorgen, dass die Nasen nicht immer so wund werden. 5 von 8 Stück sind fertig, und wenn die ihren Dienst so gut wie erhofft erledigen, dann werde ich wohl noch etwas Stoff kaufen.

***

Ich mag das aktuelle Herbstwetter total gerne – auch wenn ich mir sicher bin, dass es vielen zu kalt und zu nass ist. Ganz besonders schön finde ich gerade meine Teestunde am Nachmittag, zu der nicht nur eine große Tasse Tee, ein paar Kekse (aktuell saftige Vanille-Cranberry-Haferflocken-Kekse) und eine Kuscheldecke gehören, sondern auch die Katzen. Die sind bei dem Wetter auf jedes bisschen Körperwärme scharf und krabbeln auf mich drauf, sobald ich für einen Moment stillsitze. Vor allem Baltimore ist da gerade sehr extrem und krabbelt im Zweifelsfall mit den Vorderpfoten auf meine Schulter und hängt sich dann über meinen Rücken – natürlich muss er sich da dann mit seinen Krallen sichern, damit er nicht abrutscht. *autsch*

Diese Nähe sorgt dann auch dazu, dass ich ab und an dann doch mal ein schönes Foto von meinen Samtpfoten machen kann:

Lesemarathon vom 3. bis 4. Oktober

Nachdem ich im September nur selten längere Zeit am Stück lesen konnte und intensive Lesestunden vermisst habe, nehme ich heute an Neyashas Lesemarathon teil. Der Lesemarathon startet heute um 8 Uhr und endet am 4.10. um 8 Uhr. Ich werde die 24 Stunden nicht durchlesen, aber mir neben den unaufschiebbaren Verpflichtungen so viel Lesezeit wie möglich gönnen und in diesem Beitrag immer wieder berichten, wie es so läuft, was ich gerade lese und wie es mir gefällt.

Ich freu mich schon auf einen Tag voller Bücher, kuscheliger Katzen und Blogbeiträge. Da ich etwas übermüdet bin (ich war erst um zwei Uhr im Bett und bin um halb acht wieder aufgestanden – das wird noch was mit dem Schlafmangel! 😉 ), liege ich mit gemütlicher Kuscheldecke auf dem Sofa. Eine kleine Auswahl an Büchern habe ich mir bereit gelegt:

John Irving: Owen Meany (Challengebuch und bislang gerade mal angeschnuppert)

John Green, Maureen Johnson, Lauren Myracle: Tage wie diese (Wohlfühl-Re-Read)

Kelly Meding: Wrong Siede of Dead (da ich gerade so in der Reihe drin bin, geht es damit auch weiter)

8:00 Uhr
Ich starte mit „Tage wie diese“ – das dürfte das richtige Buch zum Wachwerden sein. 😉
Gesellschaft habe ich auch schon. Christie sorgt dafür, dass ich gemütlich in den Tag starte:

Da ich ab zehn Uhr eine Runde arbeiten muss, unterbreche ich das Lesen erst einmal und beantworte dafür noch schnell Neyashas erste Frage:

1. Auch, wenn der Marathon eher kurzfristig anberaumt wurde – hast du dich irgendwie darauf vorbereitet? Vorgekocht, den Partner aus dem Haus vertrieben, etwas in der Art?

Nein, es gab keine besonderen Vorbereitung. Mein Mann hatte schon am letzten Freitag gemeint, dass er heute kochen würde (ein sehr guter Grund, um ihn nicht aus dem Haus zu treiben 😉 ) und ich hatte mir diesen Tag eh so weit wie möglich freigehalten, um mal wieder in Ruhe zu lesen. Es passt eben heute einfach zusammen. 😉

Auch wenn ich so langsam denke, ich hätte vielleicht die Katzen ausquartieren sollen …

Update 13:00 Uhr

Nachdem ich um 10 Uhr aufhören musste zu lesen, habe ich den ersten Schwung Arbeit nun hinter mich gebracht und kann mich jetzt wieder auf mein Buch stürzen. Da „Tage wie diese“ zwar nett ist, mich aber nicht so recht packen konnte, wechsel ich zu „Wrong Side of Dead“. Eine Tasse Tee steht bereit, das Buch liegt in Reichweite – aber bevor ich mich darin vertiefe, beantworte ich eben noch Neyashas zweite Frage und flitze schnell zu den anderen Teilnehmern, um zu gucken wie sie den Vormittag verbracht haben.

2. Wie muss für dich ein Buch sein, dass du es für Stunden nicht mehr aus der Hand legen kannst?

Auf der einen Seite muss es perfekt zu meiner aktuellen Stimmung passen, auf der anderen Seite muss es sowohl meinen Kopf als auch meinen Bauch ansprechen. Nicht unbedingt zu gleichen Teilen: Ich kann eine nicht so ausgefeilte Geschichte genießen, wenn sie mich bewegt, und ich habe kein Problem mit wenig emotionalen Texten, wenn sie meinen Kopf auf Trab halten.

(14:00 Uhr)
Da ich gerade die Kommentare zum Lesemarathon von drei verschiedenen Blogs (unter anderem meinem eigenen) in einem einzigen Mailverlauf angezeigt bekomme und das etwas lästig ist, habe ich meinen Beitrag jetzt etwas umbenannt – vielleicht hilft das ja.

Update 17:30 Uhr

Ich bin inzwischen wieder richtig schön in der Dreg-City-Reihe drin, auch wenn ich etwas brauchte, um in die Geschichte von „Wrong Side of Dead“ reinzukommen. Ausnahmsweise setzt die Handlung nämlich nicht direkt an den vorherigen Roman an. Außerdem ist der letzte Teil jetzt schon wieder einige Bücher her, so dass ich mir die Details erst einmal wieder in Erinnerung rufen musste (2x gefoltert, 1x gestorben, 1x so gut wie gestorben und Hunter-Zentrale zerstört – die Stichpunkte reichten dann aber wieder, um in die Geschichte zu kommen 😉 ). Als mir dann fast die Augen zufielen, habe ich zur Abwechslung wieder eine Stunde gearbeitet. Nur gut, dass ich mir das so gut einteilen kann bei dem Projekt. Da mein Mann gerade in die Küche gewandert ist, um zu Kochen, beantworte ich jetzt zur Zeitüberbrückung noch ein paar Fragen von Neyasha.

3. War dir schon mal ein Buch, das du gelesen hast, peinlich? Also eines, bei dem du nicht gern zugibst, dass du es gelesen hast?

Da ich schnell neugierig auf Bücher werde, wenn sie mir jemand begeistert ans Herz legt, kann es schon mal sein, dass ich auch Titel lese, die mir peinlich sind. Welche dazu gehören, erzähle ich hier aber nicht – schließlich sind sie mir peinlich! 😉

Eine Begebenheit aber gab es, da musste ich dann dazu stehen, dass ich auch schon mal peinliche Bücher lese. So gern ich (auch mal kitschige) Liebesgeschichten lese: Ich kann mit einer bestimmten Variante historischer Liebesromane überhaupt nichts anfangen. Trotzdem habe ich mir vor vielen Jahren mal genau solche Romane von der Mutter einer Bekannten aufs Auge drücken lassen, weil die Dame so begeistert war. Natürlich habe ich die auch brav gelesen und dann bei der Rückgabe eher höflich als enthusiastisch gemeint, dass ich das wirklich nett fand.

Kurz darauf trat ich einen neuen Job an – einer von der Sorte, bei denen man möglichst respektabel wirken möchte. Und in einer der ersten Mittagspausen, die ich mit den neuen Kollegen verbrachte, trafen wir auf die begeisterte Leserin historischer Schmachtfetzen. Während ich noch hoffte, dass sie mich nicht gesehen hat, brüllte sie quer durch das Lokal, dass sie neue Romane hätte und die mir auch gern wieder leihen könne! *g*

4. Zählst du bei einem Lesemarathon Seiten und Lesezeit oder liest du einfach gemütlich vor dich hin?

Das hängt vom Lesemarathon ab. Heute lasse ich es auf jeden Fall gemütlich angehen. Beim 24-h-read-a-thon hingegen stand von vornherein fest, dass die Veranstalterin erwartet, dass man Stunden und Seiten zählt, woraufhin ich das auch gemacht habe. Das fand ich allerdings recht anstrengend. 😉

Update 20:30 Uhr

Inzwischen haben wir gegessen (inklusive dem absolut leckerem Oreo-Tiramisu-Rest von gestern) und ich habe noch etwas in „Wrong Side of Dead“ gelesen. So langsam bin ich aber zu müde, um eine actionreiche Geschichte auf Englisch zu lesen, während mein Mann ein dialoglastiges Videospiel spielt – vor allem, da das Spiel ebenfalls auf Englisch ist. Also beantworte ich jetzt erst einmal wieder zwei von Neyashas Fragen und lese dann weiter in „Tage wie diese“. Ich finde das Buch wirklich nett, aber ich hatte ganz vergessen wie sehr mir die Cheerleader schon beim ersten Lesen auf die Nerven gefallen sind!

5. Hast du ein Problem damit, deine Bücher Freunden oder Verwandten zu leihen?

Das hängt sehr davon ab, wer sich das Buch von mir ausleihen will. Einige Freunde und mein Mann bekommen von mir jedes Buch geliehen, das sie haben wollen. Bei diesen weiß ich, dass sie aufpassen und nicht achtlos mit meinem Eigentum umgehen. Einige andere Leute bekommen keine Sachen mehr von mir geliehen, weil ich da die Bücher verknickt, mit Flecken und ähnlichen Spuren zurückbekomme. Ich habe ein Jugendbuch, auf dessen Hardcover ich heute noch den Brief lesen kann, den eine Mitschülerin einer Freundin geschrieben hat, weil der Stift so durchdrückte. So etwas ärgert mich unglaublich! Auch meine Eltern bekommen keine Bücher von mir geliehen, da sie beide rauchen, während ich ein geruchsempfindlicher Nichtraucher bin und Papier Gerüche eben sehr schnell annimmt.

6. Gibt es irgendeine Anekdote aus deinem Leben, die mit Büchern zu tun hat?

Sehr viele – was bestimmt damit zusammenhängt, dass ich fast immer ein Buch mitnehme, wenn ich das Haus verlasse. Einen peinlichen Moment habe ich ja vorhin schon erzählt … 😉 Eine schöne Anekdote passierte mir hingegen während des Studiums, als ich zwischen zwei Vorlesungen mein aktuelles Buch zückte und eine – mir bis zu dem Zeitpunkt unbekannte – Kommilitonin auf mich zukam, weil sie den Roman auch gerade erst gelesen hatte und Lust hatte, sich darüber zu unterhalten. Diese Kommilitonin ist bis heute eine meiner besten Freundinnen und war sogar bei meiner Hochzeit meine Trauzeugin. 🙂

Update 23:45 Uhr

„Tage wie diese“ ist ausgelesen, „Owen Meany“ habe ich heute nicht einmal geöffnet und bei „Wrong Side of Dead“ habe ich heute ungefähr ein Drittel geschafft. „Tage wie diese“ war wirklich nett. Ich mag alle drei Geschichten, auch wenn ich die von John Green etwas sehr vorhersehbar und „johngreenig“ finde, während die Hauptfigur der dritten Geschichten nicht sehr sympathisch ist und die ganze Handlung schrecklich verkitscht und überhaupt gibt es ganz viele Kritikpunkte – und trotzdem mag ich diesen Teil des Buchs sehr gern. 😉 Ich glaube, ich spiele jetzt noch ein halbes Stündchen mit dem DS und wandere dann ins Bett. Vorher gibt es aber noch zwei von Neyashas Fragen:

7. Stammt dein Lieblingsbuch auch von deinem Lieblingsautor/deiner Lieblingsautorin?

Ich fürchte, es gibt bei mir nicht EIN Lieblingsbuch, sondern sehr viele Bücher, die mir ganz besonders am Herz liegen. Das Gleiche gilt bei den Autoren, bei denen es auch einige gibt, die ich großartig finde und deren Bücher ich immer wieder lesen kann. Ich habe eine Handvoll Lieblingsbücher für jede Stimmung und Lieblingsautoren, die unterschiedliche Bedürfnisse bei mir befriedigen.

8. Liegt die Lesesucht bei dir in der Familie oder bist du da eine Ausnahme?

Grundsätzlich lesen wir alle sehr gern. Meine Eltern tauschen z.B. seit Jahren kistenweise Bücher mit Freunden und Verwandten, weil sie alle gern lesen und in der Regel auch einen weitgefächerten Geschmack haben. Aber ich bin schon der extremste Bücherwurm in der Familie, dabei habe ich mit dem Lesen nur angefangen, weil ich mich im Urlaub gelangweilt hatte, während meine gesamte Familie mit dem Buch vor der Nase rund um den Wohnwagen herumlungerte. 😉 Das praktischste an dieser weitverbreiteten Lesesucht ist, dass man nie um ein Geschenk verlegen ist, wenn es um meine Familie geht. 😀

Mein „Buchstützenkater“ verlangt inzwischen auch seinen Feierabend und hat sich schon verzogen … *g*

Update 8:00 Uhr

Da ich von der vorletzten Nacht so übermüdet war, habe ich es heute erst etwas später aus dem Bett geschafft und vor 8 Uhr kein Wort gelesen. Aber ich denke, ich kann auch so zufrieden sein mit dem gestern gelesenen Pensum. Zum Abschluss beantworte ich noch die letzten beiden Fragen von Neyasha:

9. Hat dich schon mal ein Buch, das du anfangs furchtbar fandest, später noch richtig begeistert? 

Begeistert eher nicht. Aber es gibt das eine oder andere Buch, bei dem ich die ersten Kapitel schimpfend wie ein Rohrspatz verbrachte und das mich am Ende dann doch noch fesseln konnte. Mir persönlich fällt es aber in der Regel nur auf, wenn mich jemand darauf anspricht, dass ich nach einer Weile gar keinen Meckerbedarf mehr hatte und stattdessen beim Lesen nicht ansprechbar war. 😉

10. Wie ist dein Fazit nach diesem Lesemarathon?

Es hat Spaß gemacht und ich werde bestimmt wieder dabei sein, wenn jemand einen Lesemarathon anbietet. Vor allem dann, wenn es keine strengen Regeln gibt, sondern der Spaß am Lesen und der Austausch mit anderen im Vordergrund stehen. 🙂

Gelesen: Juli, August und September 2013

Frühere Statistiken sind unter „Diverses“ zu finden.

Bücher:

  1. Ilona Andrews: Stadt der Finsternis 2 – Die dunkle Flut
  2. Ilona Andrews: Stadt der Finsternis 3 – Duell der Schatten
  3. Ilona Andrews: Stadt der Finsternis 4 – Magisches Blut
  4. Ilona Andrews: Stadt der Finsternis 5 – Ruf der Toten
  5. Juliet Blackwell: Tarnished and Torn (Witchcraft Mystery #5)
  6. Liz Brady: Tod in Toronto
  7. Tania Carver: Entrissen
  8. Sarwat Chadda: Ash Mistry und der Dämonenfürst
  9. Wilkie Collins: The Woman in White
  10. Rebecca Drake: Still sollst du sterben …
  11. Sara Bergmark Elfgren, Mats Strandberg: Feuer (Engelsfor-Trilogie #2)
  12. Kaja Evert: Flügel aus Asche
  13. Earlene Fowler: Tödliche Schatten
  14. Mechthild Gläser: Stadt aus Trug und Schatten
  15. Andrew Gulli/Lamia Gulli (Herausgeber): Letzte Ruhe
  16. P.D. James: Ein makelloser Tod
  17. Gisa Klönne: Nacht ohne Schatten (Judith Kriegers dritter Fall)
  18. Simon Mawer: Die Frau, die vom Himmel fiel
  19. Kelly McCullough: Die zerborstene Klinge
  20. Kelly Meding: In drei Tagen bist du wieder tot (Dreg City #1)
  21. Kelly Meding: As Lie The Dead (Dreg City #2)
  22. Kelly Meding: Another Kind of Dead (Dreg City #3)
  23. Deon Meyer: Der Atem des Jägers
  24. Ursula Poznanski: Blinde Vögel
  25. Chris Priesley: Mister Creecher
  26. Sabine Rennefanz: Eisenkinder
  27. Rick Riordan: Helden des Olymps 1 – Der verschwundene Halbgott
  28. Rick Riordan: Helden des Olymps 2 – Der Sohn des Neptun
  29. Rick Riordan: Die Kane-Chroniken 2 – Der Feuerthron
  30. Jens Schumacher: Frozen – Tod im Eis
  31. Sabine Städing: Magnolia Steel 2 – Hexenflüstern
  32. P. J. Tracy: Der Köder
  33. P.J. Tracy:Mortifer
  34. P.J. Tracy: Memento
  35. Jacqueline Wilson: The Story of Tracy Beaker
  36. Diane Zahner: The Thirteen Princess

Comic/Manga:

Hörbücher/Hörspiele:

Oktober-SuB 2013

Keine Ahnung, was im September los war, aber mit nur 6 Bücher habe ich deutlich weniger gelesen als sonst. Zu den Romanen kamen noch 2 Comics, 1 Manga und 1 Hörbuch – und da wir gerade mal eine knappe Woche lang Besuch hatten, kann ich die Schuld nicht einmal darauf schieben. 😉 Ein englisches Buch für meine Challenge habe ich geschafft, die anderen liefen weniger gut, da muss ich in den kommenden Wochen mal wieder etwas mehr Zeit investieren. Nur dumm, dass ich neben dem privaten Lesen im Oktober noch zwei arbeitsaufwändige Projekte vor mir habe – oh, und Besuch erwarten wir auch wieder!

Trotzdem sollte ich zumindest ein englisches Buch, mein Pensum für die „100 Bücher“-Challenge und fünf Bücher vom SuB schaffen. Und dann gibt es da noch die Bibliotheksbücher, die ich in drei Wochen wieder abgeben muss, und die Manga, die ich auch endlich lesen wollte, und … Vielleicht sollte ich das mit dem Schlafen einfach sein lassen in diesem Monat. 😉

A (2)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (7)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Quentin Bates: Kalter Trost
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud  
Jim Butcher: Die Elementare von Calderon (Codex Alera 1)

C (1)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)

D (3)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

E (0)

F (8)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (6)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Will Hill: Department 19 – Die Wiederkehr
Mark Hodder: Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack
Mark Hodder: Der wundersame Fall des Uhrwerkmannes

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (0)

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Boris Koch: Die Drachenflüster-Saga
Tania Krätschmar: Eva und die Apfelfrauen
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (1)
Siri Lindberg: Nachtlilien

M (3)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)

P (3)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund

Q (0)

R (10)
Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (9)
Courtney Schafer: Die Chroniken von Ninavel – Die Blutmagier
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Björn Springorum: Herbstbringer
Amanda Stevens: Totenhauch
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (7)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 3 – Der gläserne Fluch
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (5)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriella Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)

78 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

Gail Carriger: Changeless (Parasol Protectorate #2)
Gail Carriger: Blameless (Parasol Protectorate #3)
Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #4)
Gail Carriger: Timeless (Parasol Protectorate #5)
Mira Grant: Feed
Tanya Huff: The Wild Ways
Seanan McGuire: Chimes at Midnight
Kelly Meding: Wrong Side of Dead (Dreg City #4)
Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Philip Reeve: Larklight
West Ward Weird

14 Titel auf dem englischen SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Andrew F. Gulli, Lamia J. Gulli (Herausgeber): Letzte Ruhe

Bei meinem Neuzugangspost vor ein paar Tagen hatte ich „Letzte Ruhe“ kommentiert mit „Ein Teil von mir fürchtet, dass das keine gute Geschichte ist. …“ und leider hat sich diese Befürchtung auch bewahrheitet. „Letzte Ruhe“ zeigt eindeutig, dass es nicht reicht, einen Haufen Autoren* zu einem gemeinsamen Projekt zu bewegen, wenn die Basis nicht stimmt. Dabei finde ich die Grundidee für den Roman gar nicht mal uninteressant.

Christopher Thomas, Kurator des McFall Art Museums in San Francisco, verschwindet nach einem – vor diversen Zeugen geführten – Streit mit seiner Frau Rosemary spurlos. Einige Wochen später wird seine Leiche in Deutschland in einer Eisernen Jungfrau gefunden, die Rosemary Thomas von einem Berliner Museum für eine Ausstellung ausgeliehen hatte. Obwohl der ermittelnde Polizist nicht vollkommen davon überzeugt ist, dass der Kurator von seiner Ehefrau getötet wurde, sprechen alle Indizien für ihre Schuld. Rosemary wird angeklagt, wegen Mordes verurteilt und zwei Jahre später hingerichtet. Zehn Jahre später wird an Rosemarys Todestag eine Gedenkfeier abgehalten, zu der alle eingeladen werden, die von Christophers Tod (und letztendlich auch Rosemarys Hinrichtung) betroffen waren. Für Jon Nunn ist dies die perfekte Gelegenheit, um vielleicht doch noch den wahren Mörder zu stellen …

Die Handlung wird in „Letzte Ruhe“ aus verschiedenen Perspektiven erzählt. So kommen nicht nur Rosemary und Jon Nunn zu Wort, sondern auch diverse Personen, die persönlich oder geschäftlich mit Christopher und Rosemary zu tun hatten. Dabei werden die Passagen mal aus der ersten, mal aus der dritten Person erzählt – ein Wechsel, der auch bei den Kapiteln vorkommt, die sich um Jon drehen, da auch sein „Tagebuch“ (er scheint mir kein Typ zu sein, der Tagebuch führt …) zitiert wird. Das Ganze sorgt dafür, dass man als Leser ständig springen und sich umstellen muss. Man verfolgt Ereignisse, die 1998 (der Mord und die Ermittlungen), 2000 (die Hinrichtung von Rosemary) und 2010 (die Gedenkfeier für Rosemary) passieren. Zu den zeitlichen Sprüngen in der Handlung kommen noch die verschiedenen Charaktere – die zum Teil gerade mal 1,5 Seiten lang zu Wort kommen – und die unterschiedlichen Erzählstile der Autoren.

Das alles führt dazu, dass einem keine einzige Person irgendwie am Herzen liegt. Auch führen all die Absätze, in denen die Figuren, ihre Motivation und ihre aktuelle Situation vorgestellt werden, dazu, dass die Informationen in viel zu viel Füllmaterial verpackt wurden. Wenn es fraglich gewesen wäre, ob Rosemary noch vor ihrer Hinrichtung hätte bewahrt werden können, hätte das vielleicht noch für Spannung gesorgt, aber da sie eh schon hingerichtet worden war, gab es auch da kein Gefühl von Dringlichkeit beim Lesen. Auch einige Details haben mich gestört, bei denen ich mir gewünscht hätte, die Übersetzerin Andrea Brandl hätte recherchiert und das Original bei ihrer Überarbeitung so verändert, dass es stimmig ist. Es sind nur Kleinigkeiten, aber über so etwas stolpere ich beim Lesen eben. Dass die Auflösung mich am Ende auch nicht überzeugen konnte, ist dann nur noch ein relativ unbedeutender Kritikpunkt. Auch wenn es sich vielleicht fies anhört, aber das Positivste waren für mich die kurzen Kapitel, denn so habe ich das Buch trotz mangelnder Motivation recht schnell gelesen, weil ein Kapitel so schnell geschafft war.

* Hier noch die an diesem Roman beteiligten Autoren: Jeff Abbott, Lori Armstrong, Sandra Brown, Thomas Cook, Jeffery Deaver, Diana Gabaldon, Tess Gerritsen, Andrew F. Gulli, Peter James, J.A. Jance, Faye Kellerman, Raymond Khoury, John Lescroart, Jeff Lindsay, Gayle Lynds, Phillip Margolin, Alexander McCall Smith, Michael Palmer, T. Jefferson Parker, Matthew Pearl, Kathy Reichs, Marcus Sakey, Jonathan Santlofer, Lisa Scott, R.L. Stine, Marcia Talley.

Englischer SuB-Zuwachs im September

Ausnahmsweise gibt es mal einen „Sammelpost“, denn die folgenden Bücher kamen in den letzten drei Wochen so nach und nach bei mir an. Ich finde es ja schön, dass der örtliche Buchhändler meine Bestellungen per Fahrradkurier ins Haus liefern lässt, wenn sie vom Importeur eintreffen. Aber er hätte die auch ruhig einfach sammeln und dann eine große Sendung schicken können, statt alle paar Tage den Kurier loszuschicken. Das wäre für uns alle effektiver (und für ihn günstiger) gewesen …

Kelly Meding: Wrong Side of Dead (Dreg City #4)
(Endlich, endlich! Band 5 gibt es nur als E-Book und wartet seit ein paar Tagen darauf, dass ich Band 4 geliefert bekomme.)

Tanya Huff: The Wild Ways
(Auch eine Fortsetzung …)

Seanan McGuire: Chimes at Midnight
(Der lang erwartete nächste October-Daye-Band!)

West Ward Weird
(Eine Anthologie mit skurrilem Grundthema und einigen meiner amerikanischen Lieblingsautoren.)

Und dann noch ein besonderes Exemplar, das mir – inklusive Signatur – von der San Diego Comic Con mitgebracht wurde und mit der letzten Bücherlieferung bei mir ankam:

Mira Grant: Feed
(Trilogie-Auftakt und SF aus der Feder von Seanan McGuire.)

Jetzt brauche ich nur etwas ungestörte Lesezeit – aber spätestens im Oktober sollte das wieder drin sein. Hoffe ich zumindest! *g*

Agatha Christie: Ruhe unsanft (Hörbuch)

„Ruhe unsanft“ ist eine meiner Lieblingsgeschichten von Agatha Christie, und so habe ich das von Katharina Thalbach gelesene Hörbuch recht schnell in den Player geworfen, nachdem es in der letzten Woche bei mir ankam. Der Roman wurde von Agatha Christie 1940 geschrieben und dann für schlechte Zeiten zur Seite gelegt. Da sie aber bis zu ihrem Tod keinen Bedarf an diesem „Notfallmanuskript“ hatte, wurde die Geschichte posthum veröffentlicht.

In „Ruhe unsanft“ dreht sich die Handlung vor allem um die frischverheiratete Neuseeländerin Gwenda, die gemeinsam mit ihrem Ehemann Giles nach England ziehen will. Da Giles noch aus beruflichen Gründen aufgehalten wird, sucht Gwenda allein nach einem Haus an der Südküste und wird auch schnell fündig. Noch während der Umbauarbeiten zieht die junge Frau nach „Hillside“ und fühlt sich Tag für Tag unwohler in dem hübschen Haus, da es immer wieder zu seltsamen Vorfällen kommt. Gwenda muss nicht nur feststellen, dass all die von ihr gewünschten baulichen Veränderungen dazu führen, dass das Haus in einen früheren Zustand zurückversetzt wird, sondern sie hat auch unheimliche Erinnerungen an eine tote Frau im Treppenhaus – und dies, obwohl sie noch nie zuvor in England war. Während Gwenda so langsam befürchtet, dass sie wahnsinnig wird (oder über übernatürliche Fähigkeiten verfügt), setzt Miss Marple – die Gwenda bei einem Besuch in London kennenlernt – eher auf naheliegendere Erklärungen.

Dieser Krimi gehört nicht gerade zu den ereignisreicheren Werken von Agatha Christie, vor allem, da Gwenda, Giles und Miss Marple sich mit Geschehnissen beschäftigen, die fast zwanzig Jahre zurückliegen. Aber gerade durch diese geruhsame Erzählweise und die eigenwilligen Charaktere, die in „Ruhe unsanft“ vorkommen, finde ich diesen Roman so wunderbar. Sehr schön ist zum Beispiel ein Gespräch, das Gwenda mit dem Gärtner führt. Dieser kümmert sich schon seit Jahrzehnten um den Garten von „Hillside“ und beklagt die ständigen Veränderungen. Er finde es schrecklich, dass es einfach keine Beständigkeit mehr gibt, dass Leute heutzutage Häuser kaufen und nach zehn Jahren wieder verkaufen – und überhaupt war früher alles besser. Während dieses Lamentieren wunderbar die Veränderungen zeigt, die in den letzten Jahren den kleinen Küstenort beeinflusst haben, beweisen die Ermittlungen von Gwenda und Giles, wie viele Menschen in dem Ort fest verwurzelt sind und auch heute noch von den Ereignissen bewegt werden, die doch schon vor zwanzig Jahre passiert sind.

Für die Version, die der Hörverlag veröffentlicht hat, wurde die Geschichte auf drei CDs heruntergekürzt. Aber wer den Roman nicht kennt, wird vermutlich nicht so viel vermissen. Ich hatte auf jeden Fall nicht das Gefühl, dass die Kürzungen zu Unstimmigkeiten geführt hätten. Dafür muss ich die Wahl der Sprecherin aufs Deutlichste beklagen. Katharina Thalbach für eine Geschichte zu wählen, die vor allem aus der Sicht einer Frau Anfang Zwanzig passiert, ist mehr als unpassend. Ihre raue Stimme klingt schon sonst brüchiger und älter, als man es bei einer Frau erwartet, die nicht mal sechzig Jahre alt ist, aber hier ist es mir besonders unangenehm aufgefallen. Dazu kommt, dass ihre englische Aussprache nicht immer erträglich ist – hätte ich nicht gewusst, dass die Protagonistin Gwenda heißt, wäre ich am Ende des Hörbuchs vermutlich davon ausgegangen, dass der richtige Name „Wanda“ lautet. Ich finde Katharina Thalbach als Hörbuchsprecherin selbst dann gerade noch passabel, wenn sie passend besetzt ist, hier aber fand ich sie richtig unangenehm.