Christian Carayon: Dunkler See der Angst

Ich weiß nicht mehr, wo ich über „Dunkler See der Angst“ von Christian Carayon gestolpert bin – vermutlich über Twitter, denn in meinem Feedreader finde ich den Titel bei keinem der abonnierten Blogs. Obwohl ich mit französischen Autoren nur selten warm werde und auch skeptisch bin, wenn es in einer Geschichte um die Tötung mehrerer Kinder geht, die vor Jahren passierte und nie richtig aufgeklärt wurde, wurde ich auf diesen Titel neugierig. Dank der schnellen Verfügbarkeit über die Onleihe konnte ich es mir auch nicht noch einmal anders überlegen und habe so in den Tagen rund um Weihnachten einige Stunden mit diesem Roman verbracht.

„Mein Leben ist von Stillstand geprägt. Ich bewege mich nur vorwärts, wenn mir nichts anderes übrig bleibt. Ansonsten stehe ich nach Möglichkeit auf der Bremse, notfalls laviere ich. Ich sehe auf meinem Weg so viele Hürden, Fallstricke und Gefahren. Sich immerzu verwunderbar zu fühlen, kostet Kraft. Man trägt schwer am Gewicht der Feigheit.“

(1. Absatz des 3. Kapitels von „Dunkler See der Angst“)

Zu Beginn der Geschichte erzählt der Protagonist Marc-Édouard, dass der Auslöser für seine Recherchen rund um die Morde in Basse-Misère sein Psychiater war. Dieser hatte das schon dreißig Jahre zurückliegende Ereignis als Wurzel all der Ängste des Geschichtsprofessors ausgemacht und gemeint, dass nur eine Auseinandersetzung mit dem schrecklichen Vorfall seinem Patienten helfen könne. Obwohl Marc-Édouard die Therapie daraufhin abbricht, lässt ihn der Gedanke nicht los, dass er als Historiker sich mit den Morden in Basse-Misère und den Auswirkungen, die diese auf das gesamte Tal hatten, beschäftigen könnte. So bezieht er das Haus, in dem früher seine Großeltern gelebt hatten, und recherchiert detailliert die Ereignisse rund um das Wochenende, an dem das Sommerfest des Club Nautique stattfand und an dem am Sonntagmorgen die drei Leichen sowie ein weiteres schwer verletztes Kind auf einer kleinen Insel im See gefunden wurden.

Marc-Édouard erinnert sich selber an nur wenige Details aus dieser Zeit. Er war noch relativ jung (Fünftklässler), als die Kinder ermordet wurden, und kannte die Opfer eigentlich nicht. Trotzdem prägte diese schreckliche Tat von nun an sein Leben, sei es, weil seine Eltern ihn übermäßig behüteten vor lauter Angst, dass der unbekannte Mörder auch ihr Kind in die Finger bekommen könnte, oder weil die vielfältigen Gerüchte und Verdächtigungen solche Blüten trieben, dass sich der junge Marc-Édouard in der Gesellschaft seiner Nachbarn nicht mehr sicher fühlte. So ist es für ihn auch als erwachsener Mann belastend, sich mit den Ereignissen zu beschäftigen, die in dieser einen Nacht stattfanden, während er auf der anderen Seite mit den Augen eines Historikers im Laufe seiner Recherchen Unstimmigkeiten in den Aussagen der Beteiligten sowie neue Hinweise findet.

Ich muss gestehen, dass ich die Geschichte an sich recht spannend fand. Die Handlung wird sehr gemächlich erzählt und lange Zeit passiert nichts anderes, als dass Marc-Édouard immer wieder um dieselben Tatsachen und Personen kreist, dabei immer wieder die bekannten Fakten wiederholt und nur wenig neue Informationen entdeckt. Aber da ich es interessant fand, ein Verbrechen mal unter dem Aspekt der Folgen für diejenigen, die eigentlich nicht direkt von der Tat betroffen sind, zu betrachten, fand ich diese gemächliche und repetitive Erzählweise angemessen. Auch mit der Ausdrucksweise des Autors hatte ich keine Probleme, obwohl ich ja sonst französische Romane aufgrund der Blumigkeit der Sprache nicht so gern lese. Dafür war die Sicht, die der Protagonist auf die Welt an sich hat, für mich manchmal etwas schwierig, da mir Marc-Édouard mit seiner Ich-Bezogenheit, seinem ausweichenden Wesen und seiner Besessenheit von den Opfern nicht sehr sympathisch war. Aber da konnte ich noch nachvollziehen, warum Christian Carayon diese Figur so angelegt hat.

Ein wirkliches Problem hatte ich hingegen im Laufe der Geschichte mit all den Bewohnern von Basse-Misère und ihren kleinen dreckigen Geheimnissen, die von der Polizei und später von Marc-Édouard aufgedeckt werden. Denn wenn ich nach dieser Geschichte gehe, dann ist Sex die einzige Triebfeder für jegliche Art von Fehlverhalten. Der Autor hat sich viel Zeit genommen, um lang und breit zu beschreiben, wer sich von wem angezogen fühlte, wer mit wem ein Verhältnis hatte, wie „erwachsen“ der Körper des dreizehnjährige Teenagermädchen, das zu den Opfern gehörte, schon war und welche Wirkung dieser Körper auf all die Männer im Club Nautique hatte. Je mehr Details man als Leser über die verschiedenen Figuren erfuhr, desto schlimmer wurde es, denn entweder war eine Person verdächtig, weil sie bekannt dafür war, dass sie von Bett zu Bett hüpfte (und das vielleicht sogar mit Bettgefährten, die nicht dem anderen Geschlecht angehörten), oder es stellte sich heraus, dass jemand doch ganz überraschend ein Alibi hatte, weil derjenige zum Zeitpunkt der Tat gerade mit jemandem Geschlechtsverkehr hatte, mit dem er nicht verheiratet war.

Am meisten hat mich in der Beziehung das Ende gestört, denn obwohl Marc-Édouard herausfindet, wer die Morde auf der kleinen Insel im See begangen hat, und obwohl er genaue Informationen über Tatablauf und Motive bekommen könnte, bleibt er bei der Version der Geschichte, die er sich selbst anhand der Indizien „erdacht“ hat. Seine erdachte Variante bietet selbstverständlich eine „Erklärung“ für die Verstümmelungen eines der männlichen Opfer sowie für die Vergewaltigung des weiblichen Opfers, aber er kann sich nicht sicher sein, dass sie tatsächlich richtig ist. Hier hätte ich erwartet, dass er – gerade angesichts der Tatsache, dass er Historiker ist und dass er so lange geradezu besessen von der Wahrheit hinter den Morden von Basse-Misère war – am Ende genau wissen möchte, was in dieser einen Nacht passiert ist, doch er nimmt die Gelegenheit, seine Theorie endgültig bestätigt zu bekommen, nicht wahr. Es hätte mir ein einziger Satz gereicht, in dem Marc-Édouard anmerkt, dass durch die erhaltenen Informationen seine Version der Geschichte zum Großteil bestätigt wurde. Mir ist auch bewusst, dass der „Krimianteil“ in der Geschichte nur eine Krücke ist, um die Entwicklung eines schwachen und unglücklichen Protagonisten zu einem mutigeren und zufriedeneren Menschen anzustoßen. Aber das ändert nichts daran, dass ich mich darüber ärgere, dass ein eigentlich vielversprechendes Kriminalroman nach dem Lesen so viel Frustration bei mir hinterlässt.

Sachbücher 2017

Da ich es im vergangenen Jahr so angenehm fand, dass ich dank der „Sachbücher, die ich auch ohne Challenge in diesem Jahr gelesen habe“-Liste eine Übersicht über meine Sachbücher des Jahres hatte, habe ich auch in diesem Jahr wieder eine Liste geführt. Sehr lang ist sie nicht geworden, da ich zwar viele Sachbücher angefangen, aber noch nicht beendet habe.

1. Regina Stürickow: Kommissar Gennat ermittelt – Die Erfindung der Mordkommission

2. Xinran: Wolkentöchter

3. Jared Diamond: Guns, Germs and Steel – A Short History of Everybody for the Last 13.000 Years

4. Rebecca Solnit: Wenn Männer mir die Welt erklären
Gut geschrieben und lesenswert, aber sehr viel Neues habe ich in den Texten nicht gefunden. Dafür bin ich neugierig auf andere Veröffentlichungen der Autorin geworden – zu schade, dass es von ihr nicht mehr im Bibliotheksbestand gibt.

5. Haruki Murakami: Von Beruf Schriftsteller

6. Regina Stürickow: Mörderische Metropole Berlin – Authentische Fälle

7. Emilia Smechowski: Wir Strebermigranten

8. Paul Hawkins: Bad Santas and Other Creepy Christmas Charakters
Interessante Details rund um den Weihnachtsmann (und andere adventliche Figuren), aber ich muss gestehen, dass mich dieses Sachbuch nicht übers Lesen hinaus beschäftigt hat. Auch fehlte mir ein bisschen der Drang zum Weiterlesen, wenn ich es aus der Hand gelegt hatte, was ich etwas schade finde.

***

Ich hoffe ja, dass ich in diesem Jahr wieder ein paar mehr Sachbücher lesen werde. Drei sehr verlockende habe ich in den letzten Wochen geschenkt bekommen, ein weiteres ist gerade in der Bibliothek vorgemerkt … Mal schauen, was das 2018 mit den Sachbüchern so wird.

Gelesen: Oktober, November und Dezember 2017

Frühere Statistiken sind unter „Diverses“ zu finden.

Bücher:

  1. Ben Aaronovitch: Der Galgen der Tyburn (Peter Grant 6)
  2. Kelly Barnhill: The Girl Who Drank the Moon
  3. Marie Brennan: A Natural Historiy of Dragons – A Memoir by Lady Trent 1
  4. Marie Brennan: The Tropic of Serpents – A Memoir by Lady Trent 2
  5. Anna Campbell: The Christmas Stranger
  6. Christian Carayon: Dunkler See der Angst
  7. Gail Carriger: Waistcoats and Weaponry (Finishing School 3)
  8. Gail Carriger: Manners and Mutiny (Finishing School 4)
  9. Jennifer Carson: Tangled Magick (Hapenny Magick 2)
  10. Karen Foxlee: Ophelia and the Marvelous Boy
  11. G. R. Gemin: Milchmädchen
  12. Paul Hawkins: Bad Santas and Other Creepy Christmas Charakters
  13. Tamara Ireland Stone: Mit anderen Worten: ich
  14. Beverly Jenkins: Bring on the Blessings (Blessing Novels 1)
  15. Sarah Kuhn: Heroine Worship (Heroine Complex 2)
  16. Emily Larkin: The Spinster’s Secret (Midnight Quill 2)
  17. Haruki Murakami: Von Beruf Schriftsteller
  18. Erica Ridley: The Vicount’s Christmas Temptation (Dukes of War 1)
  19. Karen Rose: Eiskalt ist die Zärtlichkeit (Chicago-Serie 1)
  20. Karen Rose: Das Lächeln deines Mörders  (Chicago-Serie 2)
  21. Karen Rose: Des Todes liebste Beute  (Chicago-Serie 3)
  22. Karen Rose: Der Rache süßer Klang  (Chicago-Serie 4)
  23. Karen Rose: Nie wirst du entkommen  (Chicago-Serie 5)
  24. Karen Rose: Heiß glüht mein Hass (Chicago-Serie 6)
  25. Karen Rose: Dornenmädchen (Cincinnati-Serie 1)
  26. Karen Rose: Dornenkleid (Cincinnati-Serie 2)
  27. Karen Rose: Every Dark Corner (Cincinnati-Serie 3)
  28. Karen Rose: Todesherz (Baltimore-Serie 1)
  29. Karen Rose: Todeskleid (Baltimore-Serie 2)
  30. Karen Rose: Todeskind (Baltimore-Serie 3)
  31. Karen Rose: Todesschuss (Baltimore-Serie 4)
  32. Karen Rose: Monster in the Closet (Baltimore-Serie 5)
  33. Karen Rose: Feuer (Minneapolis-Serie 2)
  34. Karen Rose: Todesstoß (Minneapolis-Serie 1)
  35. Karen Rose: Todesschrei (Philadelphia-/Atlanta-Serie 1)
  36. Karen Rose: Todesbräute (Philadelphia-/Atlanta-Serie 2)
  37. Karen Rose: Todesspiele (Philadelphia-/Atlanta-Serie 3)
  38. Emilia Smechowski: Wir Strebermigranten
  39. Regina Stürickow: Mörderische Metropole Berlin – Authentische Fälle
  40. Banana Yoshimoto: Tsugumi
  41. Banana Yoshimoto: Kitchen

Kurzgeschichten:

  • Stephanie Burgis: The Dragon with an Unbearable Family
  • Stephanie Burgis: Girl in Boots
  • Seanan McGuire: Heart of Straw

Comics/Manga:

  • Adachitoka: Noragami 1 (Manga)
  • Ari Folman/David Polonsky: Das Tagebuch der Anne Frank (Comic)
  • Ryu Fujisaki: Hoshin Engi 1 (Manga)
  • Kate Leth/Megan Levens/Marissa Louise: Spell on Wheels (Comic)
  • Rin Mikimoto: Close to Heaven 1 (Manga)
  • Rin Mikimoto: Close to Heaven 2 (Manga)
  • Rin Mikimoto: Close to Heaven 3 (Manga)
  • Rin Mikimoto: Close to Heaven 4 (Manga)
  • Rin Mikimoto: Close to Heaven 5 (Manga)
  • Fumio Obata: Irgendwo zu Hause (Manga)
  • Carly Usdin/Nina Vakueva: Hi-Fi Fight Club 1 (Comic)
  • Carly Usdin/Nina Vakueva: Hi-Fi Fight Club 2 (Comic)

Hörbücher/Hörspiele:

Angefangene und abgebrochene Bücher/Hörbücher zähle ich in der Monatsstatistik nicht mit. Dafür kommen auch die Titel auf die Liste, die ich innerhalb kurzer Zeit doppelt lese (oder höre).

***

Vorausgesetzt, dass ich mich nicht verrechnet oder in den verschiedenen Listen etwas vergessen habe, dann habe ich im Jahr 2017 insgesamt 161 Bücher, 48 Kurzgeschichten, 57 Comics/Manga und 21 Hörspiele/Hörbücher konsumiert.

Das hier ist übrigens erst einmal der letzte Beitrag mit meiner Quartalsleseliste. In diesem Jahr versuche ich mich mal an einer Gesamtliste, die ich unter dem Header einrichten werde. Mal schauen, wie das so klappt. 😉

Januar-SuB 2018

Im Dezember habe ich zwar viel gelesen, aber da ich mich vor allem auf eher seichte Thriller gestürzt habe, hat sich dieses Lesen kaum auf den SuB ausgewirkt. Dafür ist er dank der vielen Weihnachtsgeschenke kräftig angewachsen und weißt nun die stolze Zahl von 64 Titeln auf. So viel Bücher hatte ich schon lange nicht mehr ungelesen im Regal liegen, aber da die ja auch bis zum Jahresende wieder reichen müssen, ist es gut, dass mein Vorrat so groß ist.

Ich habe bislang noch keine Lesepläne für den Januar, vermute aber, dass ich mich den Großteil der Zeit nicht entscheiden kann, ob ich mich auf all die Romanen stürzen soll, die in den letzten Jahren in Umzugskartons verstaut waren, oder ob ich mich all den schönen neuen Büchern widmen soll. Es wird Zeit ein intensiveres Wiedersehen mit meinen alten Schätzen zu feiern, aber die Neuzugänge sind auch so verflixt verlockend. 😉

  1. Joan Aiken: The Wolves of Willoughby Chase
  2. Joan Aiken: The Serial Garden – The Complete Armitage Family Stories
  3. Tracie Baptiste: The Jumbies (The Jumbies #1)
  4. Kelly Barnhill: The Witch’s Boy
  5. Elizabeth Bear: Karen Memory
  6. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  7. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  8. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  9. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  10. Marie Brennan: Within the Sancutary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  11. Marie Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  12. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  13. Jim Butcher u.a.: Urban Enemies (Anthologie)
  14. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  15. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  16. Agatha Christie: Murder at the Vicarage
  17. Jennifer Estep: Poison Promise (Elemental Assassin 11)
  18. Christopher Golden u.a.: Dark Cities (Anthologie)
  19. Mira Grant: Into the Drowning Deep
  20. Mira Grant: Feedback (Newsflash #4)
  21. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 3)
  22. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  23. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  24. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  25. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  26. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  27. Rachel Hartman: Seraphina
  28. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  29. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  30. D. B. Jackson: Thieve’s Quarry (Thieftaker #2)
  31. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  32. Diana Wynne Jones: The Dark Lord of Derkholm
  33. Diana Wynne Jones: Year of the Griffin
  34. Diana Wynne Jones: Cart and Cwidder (The Dalemark Quartet 1)
  35. Diana Wynne Jones: The Spellcoats (The Dalemark Quartet 3)
  36. Diana Wynne Jones: Drowned Ammet (The Dalemark Quartet 2)
  37. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  38. Diana Wynne Jones: Homeward Bounders
  39. Kelly Jones: Murder, Magic, and What We Wore
  40. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  41. Jennifer Mathieu: Moxie – Moxie Girls Fight Back
  42. Seanan McGuire: Beneath the Sugar Sky (Wayward Children) 
  43. Kate Milford: The Boneshaker
  44. Bishop O’Connell: The Stolen
  45. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  46. Laura Powell: The Last Duchess (A Silver Service Mystery 1)
  47. Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
  48. Tamora Pierce: Tortall – A Spy’s Guide
  49. Cindy Pon: Serpentine
  50. Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
  51. Philip Reeve: Larklight
  52. Joan G. Robinson: When Marnie Was There
  53. John Scalzi: Fuzzy Nation
  54. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  55. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  56. Robin Stevens: Arsenic for Tea (Murder Most Unladylike 2)
  57. Robin Stevens: First Class Murder (Murder Most Unladylike 3)
  58. Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
  59. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  60. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  61. Charles den Tex: Die Zelle
  62. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  63. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  64. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  65. Xinran: Gerettete Wort
  66. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

64 Titel auf dem SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Jahresende

Im vergangenen Jahr dachte ich zum Jahresende noch, dass mein Leben nach dem Umzug vielleicht etwas weniger trubelig würde. So ganz hat das nicht geklappt, denn jedes Mal, wenn wir dachten, dass wir uns etwas erholen könnten, kam irgendetwas dazwischen. Immerhin haben wir endlich das Wohnzimmer vollständig mit Regalen bestückt und auch wenn ich mit Sortieren und Einräumen noch nicht ganz fertig bin, bin ich sehr glücklich, dass ich einen Teil meiner Bücher wieder in Regalen und somit in Griffweite stehen habe. Auch scheint bei uns nun wirklich etwas Ruhe einzukehren, zumindest die vergangene Woche war wunderbar entspannt, und ich hoffe, dass das noch ein bisschen so weitergeht – vor allem, da mein Mann noch sieben Tage Urlaub vor sich hat.

Wie immer an Silvester werden wir den heutigen Abend damit verbringen, zu lesen, zu spielen und zu schwatzen. Wir werden etwas Leckeres essen und hoffen, dass die Leute in unserem neuen Stadtteil nicht zu viel Geld für Feuerwerk ausgegeben haben, damit Christie nicht die halbe Nacht verängstigt in einem Versteck zittern muss.

Ich wünsche euch einen guten Übergang ins neue Jahr und greife noch einmal die Wünsche der letzten Jahre auf:

Ich hoffe, das neue Jahr hält für euch Gesundheit
und viele wunderschöne und unvergessliche Momente parat.
Passt gut auf euch auf, verbringt viel Zeit mit Menschen,
die euch guttun und am Herzen liegen,
und viele Lesestunden mit umwerfenden Büchern!

Challenges 2017 – Statistik

Persönliche Vorhaben 2017

Ende 2016 habe ich zwei Dinge zu meinen persönlichen Vorhaben geschrieben:

„Ich will weiter mit meinem SuB experimentieren und versuchen, regelmäßig ein paar ältere Titel in Angriff zu nehmen.“

Nach den Erfahrungen von 2016 sind mir sechs Monate etwas zu wenig, um ein Buch als „Altlast“ zu bezeichnen. Ich versuche es also in diesem Jahr mit zwölf Monaten und schau mal, wie es mir damit so ergeht. Außerdem halte ich weiter die Zusammensetzung meines SuBs im Augen …

1. SuB-trahieren:
(31 Alt-SuB-Titel am 01.01.2017, 62 Titel insgesamt)

Januar: 31 Alt-SuB-Titel/52 Titel insgesamt
Februar: 31 Alt-SuB-Titel/47 Titel insgesamt
März: 30 Alt-SuB-Titel/47 Titel insgesamt
April: 28 Alt-SuB-Titel/43 Titel insgesamt
Mai: 33 Alt-SuB-Titel/43 Titel insgesamt
Juni: 32 Alt-SuB-Titel/44 Titel insgesamt
Juli: 29 Alt-SuB-Titel/44 Titel insgesamt
August: 29 Alt-SuB-Titel/45 Titel insgesamt
September: 29/38 Titel insgesamt
Oktober:
November:
Dezember:

abgebrochen im September

„Außerdem möchte ich versuchen, wieder eine bessere Mischung aus Romanen, Sachbüchern, Comics/Manga und Hörbüchern zu finden. Mal schauen, wie es mit den Hörbüchern weitergeht, wenn ich mich um keinen Garten mehr kümmern muss.“

2. Romane/Sachbücher/Kurzgeschichten/Comics/Manga/Hörbücher:

Januar: 14 Romane, 1 Sachbuch, 5 Kurzgeschichten, 0 Comics, 1 Manga, 0 Hörbücher
Februar: 6 Romane, 1 Sachbuch, 9 Kurzgeschichten, 0 Comics, 0 Manga, 0 Hörbücher
März: 10 Romane, 0 Sachbücher, 10 Kurzgeschichten, 0 Comics, 16 Manga, 0 Hörbücher
April: 19 Romane, 0 Sachbuch, 6 Kurzgeschichten, 10 Comics, 0 Manga, 0 Hörbücher
Mai: 16 Romane, 2 Sachbücher, 2 Kurzgeschichten, 7 Comics, 7 Manga, 0 Hörbücher
Juni: 19 Romane, 0 Sachbücher, 2 Kurzgeschichten, 4 Comics, 3 Manga, 0 Hörbücher
Juli: 9 Romane, 0 Sachbücher, 3 Kurzgeschichten, 0 Comics, 0 Manga, 4 Hörbücher
August: 12 Romane, 0 Sachbücher, 4 Kurzgeschichten, 0 Comics, 0 Manga, 7 Hörbücher
September:
Oktober:
November:
Dezember:

abgebrochen im September

Neuzugänge: Oktober, November und Dezember 2017

Da ich dieses Mal trotz der Menge an Buchgeschenken zu Geburtstag und Weihnachten einen Quartalsbeitrag mit Neuzugängen mache, wird das hier heute etwas länger. 😉

Im Oktober und November habe ich mir selbst nur zwei Bücher gegönnt:

  • Tamora Pierce: Tortall – A Spy’s Guide
  • Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
„Akata Warrior“ ist die Fortsetzung von „Akata Witch“, das mir wirklich gut gefallen hatte, während „Tortall“ ein wunderschön aufgemachtes Buch ist, in dem Hintergründe über die Tortall-Romane von Tamora Pierce (und Informationen über den Aufbau des Geheimdienstes unter George Cooper :D) zu finden sind.

***

Zum Geburtstag gab es Ende November dann geradezu eine Bücher-Überschwemmung bei mir, was auch damit zusammenhängt, dass meine Eltern überraschend großzügig waren. (Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob das Absicht war oder ob mein Vater beim Bestellen einfach die Übersicht verloren hat.) Oh, und alle Titel kamen von meinem Wunschzettel, worüber ich jedes Jahr wieder sehr dankbar bin. 🙂

  • Astrid Lindgren und Louise Hartung: Ich habe auch gelebt

Mehr über Astrid Lindgrens Leben – dieses Mal durch den Briefwechsel zwischen ihr und Louise Hartung.

  • Agatha Christie: Murder at the Vicarage
  • Mira Grant: Into the Drowning Deep
Agatha Christie ist einfach immer eine gute Wahl und dazu eine Runde wissenschaftlich fundierter Meerjungfrauen-Horror von Mira Grant (Seanan McGuire). 😀

  • Tracie Baptiste: The Jumbies (The Jumbies #1)
  • Karen Foxlee: Ophelia and the Marvelous Boy
  • Mira Grant: Feedback (Newsflash #4)
  • Kelly Barnhill: The Witch’s Boy
  • Elizabeth Bear: Karen Memory
  • Jim Butcher u.a. :Urban Enemies (Anthologie)
Von Kelly Barnhill will ich mehr lesen, seitdem ich ihren Roman „The Girl Who Drank the Moon“ so genossen hatte, „Karen Memory“ ist nach dem Lesen von „Madam Damnable’s Sewing Circle“ auf die Wunschliste gehüpft, „Feedback“ ist eine Reihenfortsetzung (und erzählt die Geschichte von „Feed“ aus einer anderen Perspektive), „Urban Enemies“ beinhaltet einen Haufen Lieblingsautoren und die anderen beiden Titel sind mir in den letzten Monaten auf englischsprachigen Blogs untergekommen und klangen gut genug, um auf der Wunschliste zu landen.

  • Nidhi Chanani: Pashmina (Comic)
  • Kate Leth/Megan Levens/Marissa Louise: Spell on Wheels (Comic)
  • Pamela Ribon/Veronica Fish/Brittany Peer: Slam! #1 (Comic)
  • Ethel Lina White/Alfred Hitchcock: Eine Dame verschwindet (Blu-ray)

Comics über ein Mädchen, das versucht, sich die indische Heimat ihrer Mutter vorzustellen, weil ihre Mutter mit ihr nie über das Land redet, über drei Hexen auf der Suche nach einem Dieb und über Roller Derby. Außerdem ist auf dem Foto das einzige Nicht-Buch-Geschenk zu sehen, die Blu-ray von „Eine Dame verschwindet“, die auf den Wunschzettel musste, nachdem ich mich im Oktober so über die Verfilmung mit Cybill Shepherd geärgert hatte. 

  • Joan Aiken: The Wolves of Willoughby Chase
  • Marie Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  • Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  • Rachel Hartman: Seraphina
  • D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  • Natalie Livingstone: The Mistresses of Cliveden
  • Joan G. Robinson: When Marnie Was There

Die restlichen Bücher sind eine Mischung aus Reihenfortsetzungen (na gut, nur eine), mir unbekannten Büchern erprobter Autoren und „das klang verflixt gut, als es auf Twitter/Blogs empfohlen wurde“. Besonders neugierig bin ich auf das Sachbuch über die Mistresses of Cliveden. 

***

Zu Weihnachten ging es weiter mit einer großen Menge Bücher (und wieder fragte ich mich, was mit dem – eigentlich seit Jahren feststehenden – Budget meiner Eltern passiert ist). Aber auch wenn die Menge etwas erschlagend ist, bin ich sehr glücklich darüber, dass mir so viele Wünsche erfüllt wurden. Mit meinem eigenen Buchbudget erscheint die Wunschliste immer so endlos und bis zum nächsten Geburtstag bekomme ich die Geschenke bestimmt gelesen. 😀

  • Katharina Seiser/Ekkehard Lughofer:  30 Minuten Gemüseküche
  • Lindsey Fitzharris: The Butchering Art – Joseph Lister’s Quest to Transform the Grisly World of Victorian Medicine

Das Kochbuch ist eine Sammlung von Rezepten aus den unterschiedlichen „Vegetarisch“-Kochbüchern von Katharina Seiser, die (angeblich) in 30 Minuten zubereitet werden können – ich werde das dann mal ausprobieren. Und so wenig Ahnung ich von Medizin habe, so sehr fasziniert mich Medizingeschichte – mal schauen, was Lindsey Fitzharris da alles Schauriges zu berichten hat.

  • Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squad 3)
  • Diana Wynne Jones: Cart and Cwidder (The Dalemark Quartet 1)
  • Diana Wynne Jones: Drowned Ammet (The Dalemark Quartet 2)
  • Diana Wynne Jones: The Spellcoats (The Dalemark Quartet 3)
  • Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  • Kate Milford: The Boneshaker 

Mehr Futter für meine Diana-Wynne-Jones-Sammlung – zwei Bände davon hatte ich als Jugendliche aus der Bibliothek gelesen, aber nie die ganze Reihe -, eine Reihenfortsetzung und (nachdem mir „Greenglass House“ so gefallen hatte) ein weiteres Buch von Kate Milford.

  • Jennifer Estep: Poison Promise (Elemental Assassin 11)
  • Diana Wynne Jones: Homeward Bounders
  • Robin Stevens: Arsenic for Tea (Murder Most Unladylike 2)
  • Robin Stevens: First Class Murder (Murder Most Unladylike 3)

Weitere Reihenfortsetzungen und ein weiteres Buch für die DWJ-Sammlung – sie wächst stetig, aber es gibt von der Autorin noch so viele Romane, die ich nicht kenne, dass ich damit noch etwas beschäftigt bin. 😉

  • Joan Aiken: The Serial Garden – The Complete Armitage Family Stories
  • Kelly Jones: Murder, Magic, and What We Wore
  • Jennifer Mathieu: Moxie – Moxie Girls Fight Back
  • Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  • Christopher Golden u.a.: Dark Cities (Anthologie)

Lauter unbekannte Geschichten – zum Teil von erprobten Autoren, zum Teil von Autoren, die ich mal ausprobieren wollte.

Falls ich mich in den kommenden Wochen etwas rar machen sollte: Ich bin dann mal lesen! 😀

Dies und Das (5): Weihnachtsgedanken

Auch in diesem Jahr haben mein Mann und ich wieder einen schönen und gemütlichen Weihnachtsabend verbracht. Wir haben uns leckeres Essen gemacht, viel geschwatzt, ein wenig gespielt und natürlich unsere Geschenke geöffnet. Es war genauso, wie wir es gern mögen, und dafür bin ich sehr dankbar.

Ich habe aber auch viel an den 2. Weihnachtsfeiertag vor 16 Jahren denken müssen. Zum Teil liegt das bestimmt daran, dass in den letzten Monaten so einiges in meiner Familie los war, zum Teil aber auch an den ganzen Tweets in den letzten Tagen, in denen auf Sorgentelefonnummern, „wir organisieren Gesellschaft zu Weihnachten“-Aktionen und ähnliches hingewiesen wurde.

Vor 16 Jahren habe ich das letzte Mal Weihnachten mit meiner Familie verbracht. Als ich mich auf den Weg zu meinen Eltern machte, war ich damals sehr glücklich. Ich war frisch verliebt, hatte den ersten guten Job nach dem Studienabschluss, mein Leben lief gerade so richtig gut und ich freute mich auf die Feiertage. Als ich am 2. Feiertag wieder nach Hause fuhr, habe ich die ganzen drei Stunden, die ich bei dichtem Schneetreiben über die Autobahn fahren musste, durchgeheult. Ich fühlte mich unfähig, wertlos und kämpfte gegen das Gefühl an, dass meine Familie bestimmt recht damit hätte, dass mein neuer Freund nicht lange mit mir zusammen sein würde.

Ich weiß, dass meine Familie mich liebhat und auch ich habe sie lieb, aber wir tun einander nicht gut. So liegt es weniger daran, dass wir die Feiertage ungern auf der Straße verbringen, dass ich an Weihnachten nicht zu meinen Eltern fahre, als daran, dass ich mir damals fest vorgenommen habe, dass ich nie wieder in so einem Zustand nach Hause fahren möchte. Seit 15 Jahren verbringen ich also die Weihnachtstage mit dem Menschen, der damals mein „neuer Freund“ war, und seitdem besteht das Jahresende für mich aus einer Reihe von Tagen, in denen wir es uns so gemütlich und schön wie nur irgendwie möglich machen. Wir verbringen diese Zeit miteinander und mit Dingen, die wir gerne tun. Wir schauen Filme, spielen Brettspiele und gönnen dem anderen auch Stunden ganz für sich, um in Ruhe zu Lesen oder Musik zu hören. Es gibt keine überhöhten Erwartungen an den anderen oder an dieses „Familienfest“, sondern nur schöne Stunden zu zweit, die wir sehr genießen. Für dieses ruhige und entspannte Miteinander bin ich sehr dankbar und das macht die Feiertage für mich zu etwas Besonderen – gerade weil sie sich eigentlich nur in ihrer Länge von den meisten Wochenenden, die wir miteinander verbringen, unterscheiden.

Advent, Advent … Vorweihnachts-Lesewochen: 4. Advent und Frohe Feiertage!

Diese Woche war ein bisschen seltsam. Ich habe viel vor mich hingewuselt und eine Menge Kartons geschleppt, damit wir am ersten Urlaubstag meines Mannes endlich die Regale an die Wand dübeln konnten. Sehr viel Zeit für besinnliche Aktivitäten blieb da nicht, auch wenn ich abends zu Faden und Nadel gegriffen und „Geschenkbeutel“ genäht habe. Wobei ich mich darauf konzentriert habe, genügend Beutel für die Geschenke meines Mannes fertigzubekommen – zu mehr hat die Woche nicht gereicht. Mit der Hand dauert das Nähen ja doch immer etwas.

Immerhin haben wir es trotz des ganzen Gewusels geschafft, in diesem Jahr mal auf einen Weihnachtsmarkt zu gehen. Beim bestem Wetter (das Foto mit dem Baum habe ich morgens gegen elf Uhr geschossen) ging es los in Richtung Stadt, da der große Weihnachtsmarkt eine Ecke mit besonderen Spezialitäten haben sollte. Ein Stück vor dem Ziel hielt die Bahn dann an und meldete eine Streckensperrung, so dass wir zu Fuß weitergingen.

Die „Streckensperrung“ stellte sich dann als (zum Glück unbegründete) Bombenwarnung heraus, die dafür sorgte, dass prompt der Teil des Marktes gesperrt war, den wir aufsuchen wollten. Auf dem noch zugänglichen Teil drängten wir uns dann mit Touristen und Schulklassen im Ausflugsmodus zusammen, bis die Sperrung wieder aufgehoben wurde. Die gewünschten Spezialitäten haben wir trotzdem nicht probieren können und da wir in der Zwischenzeit bis auf die Haut nass geworden waren, haben wir uns dann nur noch eine kleine Aufmerksamkeit für eine Freundin und Kuchen für den Nachmittag in einem Lieblingscafé besorgt und uns daheim auf dem Sofa wieder aufgewärmt.

Gelesen habe ich in den letzten Tagen gar nicht mehr, auch wenn ich Anfang der Woche wirklich „Ophelia and the Marvelous Boy“ beendet habe. Sehr viel habe ich mich in diesem Jahr nicht am Adventslesen beteiligt, aber vielleicht wird das im kommenden Jahr wieder besser. Noch einmal vielen Dank an Ariana fürs Organisieren und die anderen für die netten Kommentare! 🙂

Wie immer werden wir die Feiertage so ruhig wie möglich angehen lassen und abgesehen davon, dass wir bestimmt häufiger als nur an den Wochenenden „Gloomhaven“ spielen werden und ich mich in den nächsten Tagen weiter durch Kartons wühlen und Bücher sortieren werde, gibt es keine Pläne. Die Hauptsache ist für uns, dass wir die gemeinsamen Tage miteinander genießen und so viel Zeit wie möglich mit Dingen verbringen, die uns beiden Spaß machen und die wir zusammen tun können.

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Euch wünsche ich, dass die kommenden Tage ganz wunderbar und möglichst harmonisch verlaufen. Habt eine schöne Zeit, egal, ob ihr sie allein, mit einer Katze auf dem Schoß oder inmitten einer trubeligen Familie verbringt. Gönnt euch ein leckeres Essen, genießt die Auszeit vom Alltag und kümmert euch gut um euch und diejenigen, die euch am Herzen liegen.
Ich wünsche euch ruhige, stressfreie und erholsame Feiertage!

Advent, Advent … Vorweihnachts-Lesewochen: 3. Advent und Lesesonntag im Dezember

Heute ist der dritte Sonntag im Dezember und somit ist es wieder Zeit für den regelmäßigen Lesesonntag und außerdem ist da natürlich noch das Arianas Adventslesen. Die vergangene Woche war wieder recht trubelig, aber ich habe es geschafft nicht nur die letzten Weihnachtsgeschenke (Pralinen) anzufertigen und alle Weihnachtskarten zu schreiben, sondern auch alles zeitnah zur Post zu bringen! (Allerdings liegen die Pakete, wenn ich der Sendungsverfolgung glauben darf, seit der Abgabe in der Postfiliale und bewegen sich nicht weiter, was wirklich ärgerlich ist, weil ich eigentlich früh genug für den heutigen Geburtstag eines Familienmitglieds war.) Ansonsten kam in den vergangenen Tagen die erste Weihnachtskarte des Jahres bei uns an und ich habe viel auf angekündigte Paketboten gewartet, die dann doch nicht kamen. Mal schauen, wie sich das so vor Weihnachten noch entwickelt.

In der kommenden Woche werde ich vermutlich noch eine Runde Pralinen gießen (dieses Mal aber nicht zum Verschenken), ein paar Kekse backen und weiter mit den Buchkartons beschäftigt sein. Außerdem hat mein Mann ab Donnerstag Urlaub und wenn das Wetter nicht zu schlimm ist, dann werden wir in die Stadt fahren, ein paar Leckereien auf dem Weihnachtsmarkt essen und in ein Lieblingscafé gehen.

Heute werde ich meine Nase in ein „märchenhaftes“ Kinderbuch stecken, denn Märchen gehören für mich definitiv in die Weihnachtszeit und wenn die Handlung dann noch auf der Geschichte der „Schneekönigin“ basiert, dann passt es für mich noch besser. „Ophelia and the Marvelous Boy“ von Karen Foxlee ist mir bei Twitter untergekommen (so langsam denke ich, ich sollte den Account von Stephanie Burgis nicht länger verfolgen, denn darüber stolpere ich über viel zu viele interessante Bücher) und die Leseprobe hatte mir dann so gut gefallen, dass ich den Roman auf meine Geburtstagswunschliste gepackt hatte. Die Geschichte beginnt damit, dass die elfjährige Ophelia Jane Worthington-Whittard gemeinsam mit ihrem Vater und ihrer älteren Schwester in eine Stadt reist, in der immer Schnee liegt. In dieser geheimnisvollen Stadt soll ihr Vater, der Experte für alte Schwerter ist, für ein ungewöhnliches Museum arbeiten – und als Ophelia dieses Museum erkundet, stolpert sie über einen Raum, in dem seit langer Zeit ein Junge eingesperrt ist, der jemanden sucht, der gemeinsam mit ihm die Schneekönigin zu besiegt. Wie gesagt, ich mochte die Leseprobe sehr und bin nun gespannt, wie es mit Ophelia und dem wunderbarem Jungen weitergeht und werde jetzt erst einmal meine Nase in das Buch stecken. Später gibt es weitere Updates – bis dahin wünsche ich euch einen schönen Start in den Tag!

Update 14:30 Uhr

Nachdem ich mich heute morgen erst einmal vom Feedreader habe ablenken lassen (und mich sehr geärgert habe, weil der neuen Blog einer Bloggerin von diesem nicht erkannt wurde und auch die Postbenachrichtung per Mail über WordPress nicht klappen wollte), habe ich inzwischen ungefähr 1/3 von „Ophelia and the Marvelous Boy“ gelesen. Ich mag die Protagonistin sehr gern und ich mag den Ton, in dem diese Geschichte erzählt wurde. Auf der einen Seite bekommt man Ophelias Sicht auf die Ereignisse mit, auf der anderen Seite erzählt der namenlose Junge Ophelia seine Geschichte, um diese dazu zu bewegen, dass sie ihm hilft. Denn so einfach ist es nicht Ophelia dazu zu bringen dem geheimnisvollen Jungen beizustehen. Sie ist eine sehr vernünftige Elfjährige, die sich lieber auf Wissenschaft stützt als an etwas so Unbelegbares wie Magie zu glauben. Aber sie ist auch hilfsbereit und neugierig und erledigt genau deshalb all die seltsamen Aufgaben, die ihr der Junge aufträgt. Ich verfolge ihre Streifzüge durchs Museum sehr gern und freu mich über all die Abenteuer, die sie dabei erlebt. Ein bisschen habe ich auch Angst um Ophelias große Schwester. auch wenn ich mir sicher bin, dass alles bis zum Weihnachtstag – die Geschichte spielt in den drei Tagen vor Weihnachten – doch noch irgendwie gut ausgehen wird.

Obwohl ich jetzt gern weiterlesen würde, mache ich erst einmal eine Lesepause, um mit meinem Mann Gloomhaven zu spielen. Christie ist zwar nicht gerade erfreut darüber, dass ich nicht langer wärmender Ruheplatz zur Verfügung stehe, aber die paar Stunden bis ich die Füße wieder hochlege, wird sie wohl durchhalten. 😉



Update 18:30 Uhr

Den Nachmittag haben wir dann wieder mit Gloomhaven verbracht und uns zum zweiten Mal an der Mission versucht, an der wir vor zwei Wochen gescheitert waren. Dieses Mal klappte es ganz gut, obwohl wir im ersten von vier Räumen schon dachten, dass wir keine Hoffnung mehr auf einen Sieg hätten.

Meine Magierin hat sich in dieser Runde gut geschlagen. Ich bin gespannt, ob ich nun den Dreh raushabe. Es macht sich schon bemerkbar, dass die Magierin deutlich weniger Karten (und somit Spielzüge am Stück) hat, als die anderen Charaktere. Aber wenn sie dran ist und ihren Zug wie geplant machen kann, dann ist sie doch überraschend erfolgreich. Für meinen Mann hingegen war das heute etwas frustrierender, weil seine Pläne von mir ständig über den Haufen geworfen wurden, wenn ich Gegner beseitigte, die er sich eigentlich vorgenommen hatte. Dass man sich bei Gloomhaven nicht absprechen darf, macht sich halt schon bemerkbar.

Nachdem wir durch den Sieg über die Kultisten zwei weitere Ziele freigeschaltet haben, füllt sich unsere Landkarte schon sichtbar. Und so langsam wird es schwierig die nächsten Missionen zu planen, weil die Entscheidung für ein Ziel regelmäßig bedeutet, dass man einen weiteren Ort nicht mehr erkunden kann, weil die Handlung das dann nicht mehr hergibt. (Wobei wir nach dem Ende der Geschichte die verpassten Missionen bestimmt nachholen werden. 😉 )

Jetzt werden erst mal wieder die Füße aufgewärmt, Tee und Kekse genossen und ein paar „Blümchen gegossen“, bevor ich später Abendessen kochen muss.

Update 22:00 Uhr

Bis zum Kochen (Brokkolisuppe mit gesalzener Sahne und Mandelblättchen) hatte ich noch etwas gelesen, vermutlich werde ich morgen „Ophelia and the Marvelous Boy“ beenden und ich bin jetzt schon gespannt darauf, wie die Geschichte ausgeht. Da mein Mann – während ich in der Küche war – entdeckte, dass heute die 1974er Verfilmung von „Mord im Orientexpress“, haben wir die vergangenen 1 1/2 Stunden mit dem Film verbracht. Bis zum Schlafengehen werde ich vermutlich mit dem DS spielen, weshalb dies mein letztes Update für heute ist.

Ich wünsche euch einen guten Start in die Woche und hoffe, dass die wenigen Tage bis Weihnachten für euch nicht zu stressig und hektisch werden!