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Julia Quinn: A Night Like This

Es ist eine ganze Weile her, seitdem ich das letzte Mal einen Julia-Quinn-Roman gelesen habe, umso mehr freute ich mich auf den zweiten Band der Smythe-Smith-Reihe. Ich habe gestern einen netten Nachmittag mit „A Night Like This“ verbracht, obwohl mich der Roman nicht so packen konnte wie andere Titel der Autorin. Aber ich war – dank Irinas Rezension – auch schon vorgewarnt, dass diese Geschichte nicht zu den Besten von Julia Quinn gehört.

Die Grundidee fand ich sehr nett. Daniel Smythe-Smith – ältere Bruder von Honoria, die in „Just Like Heaven“ die Protagonistin war – musste drei Jahre lang außerhalb Englands vor Auftragsmördern flüchten, nachdem er sich betrunken mit einem seiner besten Freunde duelliert und diesen schwer verletzt hatte. Wieder zurück in England verliebt er sich auf den ersten Blick in die Unbekannte, die statt seiner Cousine bei einem der berühmt-berüchtigen Smythe-Smith-Konzerte am Klavier sitzt. Diese Unbekannte ist Anne Wynter, Gouvernante im Haus von Daniels Tante.

Als Leser bekommt man schnell mit, dass Anne stets bestrebt ist kein Aufsehen zu erregen, denn sie hat nicht nur ein großes Geheimnis, sondern muss sich ebenfalls vor einem Verfolger fürchten. Ihr ist nur zu gut bewusst, dass eine Beziehung zwischen einem Earl und einer Gouvernante alles andere als angemessen wäre, aber Daniels sympathisches Wesen und seine Zuneigung zu seiner Familie findet sie trotzdem sehr anziehend. Beide Figuren für sich genommen sind eigentlich etwas langweilig – so nett und so kantenlos -, aber ich muss zugeben, dass ich Annes Geheimnis mal gut und stimmig fand.

Was ihr acht Jahre zuvor passiert ist, wäre zu dieser Zeit und in dieser Schicht der Ruin für eine junge Frau gewesen, was bedeutet, dass es in dieser Geschichte mal kein banales Problem, sondern ein echtes Hindernis für eine Ehe gibt. Allerdings löste sich für meinen Geschmack das Ganze viel zu schnell in Wohlgefallen auf – sogar der große Bösewicht hat am Ende einfach den Schwanz eingezogen und das war es … Auch die – sonst doch so amüsanten Dialoge – litten unter dem Mangel an Ecken und Kanten der Figuren (und daran, dass Anne und Daniel sich aufgrund der gesellschaftlichen Unterschiede nicht auf Augenhöhe unterhalten konnten) und waren deutlich weniger lustig als sonst.

Letztendlich würde ich sagen, dass ich von „A Night Like This“ langfristig nicht viel in Erinnerung behalten werde, aber immerhin einen netten und entspannenden Nachmittag mit dem Buch verbracht habe. Und es war eine lustige Abwechslung zu den ganzen geisterhaft-fantastisch-skurrilen Geschichten, die ich in den letzten Tagen gelesen habe.

Eine Runde Katzenfotos

Ich habe in den letzten Tagen ein paar Fotos von unseren Samtpfoten gemacht, die ich euch noch zeigen wollte …

So sieht Baltimore aus, wenn ich einfach Apfelkuchen frühstücke, während er doch bitte geschmust werden will! Ich war nämlich so unverschämt und habe mich einfach in die Küche gesetzt, statt eine Runde mit ihm auf dem Sofa zu kuscheln, wie er es am Morgen erwartet.

Logan, Baltimore und Christie auf einem Sofa. Ratet mal, welche Heizung zu dem Zeitpunkt gerade angeworfen wurde. 😉

Nachdem der Tierarzt gemeint hatte, dass Christie ein paar Fettreserven benötigen könnte, habe ich sie in den letzten Wochen die Näpfe der Coon-Brüder „ausputzen“ lassen, wenn die mit dem Fressen fertig waren. Und dann kam der Tag, an dem sie „puff“ machte und auf einmal war sie eine ganz schön dicke kleine Katze … 😉

Shandy zu fotografieren ist immer eine Herausforderung und in der Regel bekomme ich auf den Bildern nur eine schwarze Silhouette hin … immerhin dieses Mal eine Silhouette, bei der man erkennen kann, wie schön er sich das Pfötchen wärmt.

Auf dem SuB-Regal sitzen alle unsere Katzen sehr gern, aber Christie hüpft eindeutig ganz besonders elegant hinauf. 😉

Verwöhntag im November

Gestern hatte ich Geburtstag und habe somit wieder meinen jährlichen „Verwöhntag für die Winterkatze“ genossen. Morgens stupste mich mein Mann früh aus dem Bett, damit ich meine Geschenke in seinem Beisein auspacken konnte, bevor er zur Arbeit musste. Wenig später saß ich dann erschlagen vor den Bücherbergen, die sich auf dem Tisch stapelten. Ich hatte mir die Sachen zwar fast alle ausdrücklich gewünscht, aber es ist doch immer wieder erstaunlich wie viele Geschenke zusammenkommen, wenn Familie und Freunde an mich denken.

Die Rachel-Morgan-Serie zieht sich ja bei mir schon etwas hin. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist wirklich okay, aber irgendwie besorge ich mir doch immer eher andere Titel von meinem Wunschzettel. Jetzt aber kann ich endlich wieder ein paar Bände am Stück lesen. Darauf freu ich mich schon sehr! 🙂 Ein bisschen musste ich allerdings auch schmunzeln, denn beim Anblick des DS-Spiels und der Kinder-/Jugendbücher könnte man meinen, dass ich noch ein paar Jahre bis zur Führerscheinprüfung vor mir hätte. 😉

Amber Bensons Roman hat nicht die besten Bewertungen bekommen, aber ich bin schon so lange neugierig darauf. Die Märchenadaptionen von Diane Zahler werden bestimmt nicht lange auf dem SuB liegen bleiben, die werde ich bestimmt in der Adventszeit verschlingen, und ich hoffe, dass sie ebenso schön sein werden wie es „The Thirteenth Princess“ war. Außerdem werde ich wohl in den nächsten Wochen viel Zeit mit Brotbacken (die passenden Formen gab es auch gleich dazu) verbringen, während das DS-Spiel eine Weile im Schrank warten darf. Ich habe momentan schon nicht die Zeit für meine angefangenen Spiele, obwohl sie so viel Spaß machen.

Nachdem ich noch ein bisschen in meinen Geschenken gestöbert hatte, bin ich gestern in die Küche gewandert, um mir Scones zum Frühstück zu backen. Da das Telefon klingelte, als ich gerade das Mehl abgemessen hatte, habe ich dann einhändig Teig geknetet, ausgerollt und ausgestochen und die Scones in den Ofen geworfen, während ich mit einer Freundin geschwatzt habe. So mag ich meinen Vormittag! 🙂 Überhaupt habe ich bis zum Mittag unheimlich viel geredet und am Abend ging es dann noch weiter – das bin ich gar nicht mehr gewöhnt. Normalerweise spreche ich tagsüber gerade mal mit den Katzen oder dem Paketboten und alle weitere Kommunikation läuft übers Internet. *g*

Ein wenig Arbeit wartete gestern auch noch auf mich, aber die lief soweit ganz gut, auch wenn ich gern weniger Zeit damit verbracht hätte. Der Nachmittag hingegen war dann deutlich ruhige als der Vormittag, also habe ich es mir mit den Katzen und einem großen Pott Tee auf dem Sofa gemütlich gemacht (und später noch ein Stückchen Schokotorte verspeist :D) und gelesen. Wobei mich der Anblick der neuen Bücher so geplättet hat, dass ich prompt einen Titel vom SuB zog. *g* Und bis jetzt drücke ich mich noch davor all die neuen Romane in der SuB-Liste einzutragen, denn damit wird mein „unter 80“-Ziel zum Jahresende doch recht unwahrscheinlich. Aber im Zweifelsfall kann ich ja kurz vor dem Jahresende noch einmal ausmisten. ;D

Ich hatte in diesem Jahr wieder einen rundum schönen Geburtstag. Es ist so toll, wie viele Leute an mich gedacht haben. Dafür noch einmal ein ganz herzliches Dankeschön! 🙂

Amanda Stevens: Totenhauch (Graveyard Queen 1)

Irgendwie habe ich gerade eine „geisterhafte“ Phase beim meiner Romanwahl. 😉 So habe ich vor ein paar Tagen auch „Totenhauch“ von Amanda Stevens gelesen. Hauptfigur dieser Geschichte ist die Friedhofsrestauratorin Amelia Gray. Die junge Frau kann seit ihrem neunten Lebensjahr Geister sehen und hat deshalb ein sehr reglementiertes Leben geführt. Ihr Vater – der ebenfalls diese zweifelhafte Fähigkeit besitzt – hat ihr beigebracht, dass Geister sich wie Parasiten an Menschen heften und von der Lebensenergie ihrer Wirte zehren. Deshalb darf sie einem Geist nie zeigen, dass sie ihn sehen kann, sollte sich so oft wie möglich in der Nähe von geweihtem Boden aufhalten und Personen meiden, die von Geistern heimgesucht werden.

Da ihr Vater als Friedhofsgärtner arbeitet und Amelia sich auf dort auf geweihtem Boden sicher fühlt, werden die Friedhöfe für das Mädchen zur Zuflucht. Da scheint es eine logische Entwicklung zu sein, dass Amelia sich als Erwachsene darauf spezialisiert historische und vergessene Friedhöfe zu restaurieren. Nebenbei betreibt sie einen Blog, auf dem sie Fotos von besonders schönen Grabstätten und Gedenksteinen präsentiert, über ihren Beruf redet und Kontakt zu anderen Liebhabern alter Friedhöfe pflegt.

Als Amelia von der Emerson University engagiert wird, um den seit Jahrzehnten vernachlässigten Oak-Grove-Friedhof wieder in Ordnung zu bringen, wird kurz darauf die Leiche einer unbekannten jungen Frau auf eben diesem Friedhof gefunden. Die Polizei engagiert daraufhin (eher aus PR-Gründen) Amelia als Beraterin, was dazu führt, dass sie immer wieder mit Detective John Devlin zusammenarbeiten muss. Blöderweise sorgt diese Nähe zu dem Polizisten dafür, dass Amelia eine der wichtigsten Regeln ihres Lebens über Bord werfen muss – da der Detective von zwei Geistern heimgesucht wird. Oh, und natürlich fühlt sich die junge Frau von Anfang an zu dem Mann hingezogen. 😉

Ich fand Amelia als Protagonistin sehr interessant. Sie ist eine sehr beherrschte Person, was nicht nur zu einem sachlichen Erzählstil führt, obwohl die Geschichte in der ersten Person erzählt wird, sondern auch zu einer überraschenden Distanz zu der Hauptfigur. Das gibt dem Roman aber einen ganz besonderen Reiz, vor allem durch den Kontrast zu all den Geistererscheinungen, die teils spannend, teils gruselig und schön atmosphärisch geschrieben waren. Diese Spuk-Elemente haben mich wirklich gefesselt (und in der Nacht nach dem Lesen zu lebhaften Träumen geführt :D) – da gab es einige spannende Momente und interessanten Verknüpfungen zwischen bekannteren Geschichten über Geister und Dingen, bei denen ich nicht sicher sagen kann, was vielleicht aus einem mir nicht so bekannten Kulturkreis oder aus der Fantasie der Autorin stammt.

Der „Thrilleranteil“ ist daneben deutlich weniger relevant (obwohl der Verlag den Roman als Thriller bezeichnet), aber nicht uninteressant. Ich fand zwar die eine oder andere Entwicklung etwas vorhersehbar, aber grundsätzlich kann man mich mit mysteriösen Geheimorganisationen, eine Stadt voller Menschen, die ihre eigenen Prioritäten und Verpflichtungen haben, und einem gewissen „Südstaaten“-Filz immer gut unterhalten.Und die Frage, wie viele Opfer es letztendlich gibt und ob man vielleicht jemanden noch retten kann, führt auch zu einer gewissen Spannung beim Lesen.

Was für mich nicht hätte sein müssen, ist die Anziehung auf den ersten Blick zwischen John Devlin und Amelia. Aber da sich diese Sache nicht Hals über Kopf entwickelt und es in Johns Vergangenheit einige ungelöste Fragen gibt – und Amelia mit ihrer eigenen Gabe ringt, wenn sie in Johns Gesellschaft seinen Geistern ausgesetzt ist – konnte ich mit dieser „Beziehung“ gut leben. Ein zweiter Band ist vom Verlag schon angekündigt und ich denke, dass ich mir den auch gönnen werde, um eine weitere Nacht mit gruseligen Geistererscheinungen, tragischen Schicksalsschlägen aus der Vergangenheit und faszinierenden Details zu historischen Friedhöfen zu verbringen.

[Kulinarisches] Apfel-Sandkuchen

Als am Wochenende Besuch da war, habe ich eine Apfel-Tarte gemacht. Die ist einfach immer absolut köstlich, selbst wenn der Teig (so wie es dieses Mal der Fall war) Probleme bereitet. Saftig, voller Apfelaroma und mit zartschmelzender Teigdecke mit einem sehr feinen Geschmack … so gut!

Aber ganz ehrlich, manchmal steht mir der Sinn eher nach handfesterem Kuchen und als unsere Besucherin am Dienstag bei ihrer Abfahrt drei Äpfel hinterließ, habe ich gestern einen Apfel-Sandkuchen gebacken. Der Kuchen basiert auf dem Standard-Sandkuchen-Rezept, das meine Mutter vor vielen Jahren von einer Freundin bekommen hat. Das Rezept nehme ich jedes Mal, wenn ich einen Napfkuchen backen will, egal, ob es am Ende ein Schokokuchen, ein Marmorkuchen oder irgendetwas Fruchtiges werden soll. Am Ende kommt immer ein lockerer, leckerer Kuchen heraus, der – meiner Meinung nach – perfekt in die kühleren Jahreszeiten passt. So ein Kuchen, von dem man sich noch schnell eine Scheibe abschneidet, bevor man mit dem Hund vor die Tür geht, um sie dann im Gehen zu essen. 😉

Zutaten für einen Apfelkuchen:

4 Eier
200g Zucker (wer es nicht so süß mag, sollte etwas weniger nehmen)
1 Päckchen Vanillezucker
250g weiche Butter
250g Mehl
1 gestrichener TL Backpulver
Zimt nach Geschmack (ich habe dieses Mal einen 1/2 TL genommen,
                                   was zu einer sehr feinen Zimtnote führt)
3 mittelgroße Äpfel

Zu Beginn den Backofen auf 180 Grad vorheizen (die Temperatur funktioniert sowohl bei Umluft als auch bei Ober-/Unterhitze) und eine Backform einfetten. Dann die Eier mit dem Zucker und Vanillezucker in einer Schüssel schaumig schlagen, dazu die weiche Butter geben und gründlich unter die Ei-Zuckermasse rühren. Wenn noch kleine Butterflocken zurückbleiben sollten, ist es nicht so schlimm, die lösen sich beim Backen auf. Das Mehl mit dem Backpulver und dem Zimt vermischen und nach und nach zu der Ei-Zucker-Butter-Mischung geben und unterrühren. Zuletzt die Äpfel schälen, in Stücke schneiden und mit dem Teig vermischen. Dabei benötigt es ein bisschen Geduld, da der Teig relativ fest ist. Das Ganze dann in die gefettete Backform geben, grob glattstreichen und in den vorgeheizten Ofen schieben.

Die Backzeit hängt etwas von der gewählten Form ab. Wenn man eine Kastenform nimmt, dann benötigt der Kuchen mindestens 45 Minuten und sollte nach der Hälfte der Zeit mit Alufolie abgedeckt werden, damit er nicht zu dunkel wird. Bei einer Springform, so wie ich sie dieses Mal verwendet habe, liegt die Backzeit bei 35 Minuten. Wenn der Kuchen schon goldbraun ist, aber bei der Stäbchenprobe noch zu viel Feuchtigkeit im Teig ist, dann einfach den Ofen auf 150 Grad runterdrehen und noch zehn Minuten backen. Da es hier mehrere Variablen gibt, empfehle ich grundsätzlich nach einer guten halben Stunde eine Stäbchenprobe durchzuführen und sich dann auf das Ende der Backzeit heranzutasten. 😉

Sachbuch-Challenge 2014

Da ich so viele ungelesene Sachbücher im Regal stehen habe, aber doch immer eher zu den Romanen greife als ein Sachbuch zu lesen, habe ich mir für 2014 eine Sachbuch-Challenge ausgedacht.

Die Regeln für die Challenge lauten wie folgt:

  • Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014.
  • In diesem Zeitraum sollen mindestens zehn Sachbücher gelesen werde.
  • Jedes gelesene Sachbuch soll auf dem Blog rezensiert oder zumindest mit einem Leseeindruck bedacht werden, der länger als ein Satz ist.
  • Bis zum 30.06.2014 müssen mindestens 5 Sachbücher geschafft sein. (Ideal wäre also ein Sachbuch pro Monat, der sechste Monat dient als „Puffer“, wenn eines der Bücher so anspruchsvoll oder umfangreich sein sollte, dass es nicht innerhalb eines Monats gelesen werden kann.)
  • Als Sachbuch gilt jedes Buch mit einem nicht-fiktiven Inhalt (Biografien, Reiseberichte, Fachbücher, Kochbücher, Ratgeber usw.) unabhängig von der angestrebten Zielgruppe (also auch Kinder-Sachbücher).
  • Wer ebenfalls Lust auf die Sachbuch-Challenge hat, der sollte sich bitte mittels eines Kommentars unter diesem Beitrag anmelden und mir einen Link zu einer Challenge-Übersichtsseite hinterlassen, auf der die Fortschritte vermerkt werden.

Ein Klick auf dieses Logo in der Seitenleiste bringt euch für das gesamte kommende Jahr zu dieser Challenge-Übersicht. Wer mitmachen mag, darf sich selbstverständlich die Logos mitnehmen. 🙂

Teilnehmer:

Ariana

  1. Ronald Reng: Gebrauchsanweisung für London
  2. Anna Regeniter: Ein Jahr in London
  3. Ditte und Giovanni Bandini: Das Vampirbuch
  4. Gerhard Elfers: 111 Gründe, London zu lieben
  5. Gerhard Wagner: Das geht auf keine Kuhhaut – Redewendungen aus dem Mittelalter
  6. Michael Tsokos: Der Totenleser
  7. Michael Tsokos und Saskia Guddat: Deutschland misshandelt seine Kinder
  8. Alexandra Reinwarth: Das Glücksprojekt
  9. Nigel Goodall: The Secret World of Johnny Depp
  10. Caroline Taggart und J.A. Wines: My Grammar and I (or should that be „Me“?)
  11. Elisabeth Tova Bailey: Das Geräusch einer Schnecke beim Essen

BücherFähe

  1. Charles River Editors: Calico Jack, Anne Bonny and Mary Read – The Lives and Legacies of History’s most famous Pirate Crew
  2. Alan Greenspan: Mein Leben für die Wirtschaft
  3. Luise Schmidt: Canarisches Tagebuch 1904-1906
  4. Richard Louv: Das Prinzip Natur – Grünes Leben im digitalen Zeitalter
  5. Philip Matyszak: Gladiator – Der ultimative Karriereführer
  6. John Douglas und Mark Olshaker: Anatomie des Mörders
  7. Karl-Wilhelm Weeber: Nachtleben im Alten Rom
  8. Alberto Angela: Liebe und Sex im Alten Rom
  9. Anna Eunike Röhrig: Mord oder nicht? Ungewöhnliche Todesfälle in aufgeklärter Zeit
  10. Loel Zwecker: Ein Schritt zurück in die Zukunft – Was wir aus der Geschichte lernen können

Hermia

  1. Margaret C. Sullivan: The Jane Austen Handbook – Proper Life Skills from Regency England
  2. Thomas de Padova: Leipniz, Newton und die Erfindung der Zeit
  3. Rebecca Skloot: Die Unsterblichkeit der Henrietta Lacks
  4. Roberta S. Kremer: Zerissene Fäden
  5. Sam Wasson: Verlieben Sie sich nie in ein wildes Geschöpf – Audrey Hepburn und „Frühstück bei Tiffany“
  6. Irfan Orga: Das Haus am Bosporus
  7. Ian Mortimer: Im Mittelalter – Handbuch für Zeitreisende
  8. Julia Korbik: Stand Up – Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene 
  9. A Map of the World – The World According to Illustrators and Storytellers
  10. Gero von Boehm: Unterwegs in der Weltgeschichte mit Hape Kerkeling (Hörbuch) 
  11. Meike Winnemuth: Das große Los
  12. Luise Berg-Ehlers: Mit Miss Marple aufs Land
  13. Randall Munroe: What if? Was wäre wenn?
  14. Michel Onfray: Leben und Tod eines Dandys

DieJai

  1. Jinaika Jakuszeit und Miriam Dornemann: Die kreative Manufaktur: Schönheit aus der Natur – Naturkosmetik selbst herstellen
  2. Daniela Matijevic: Mit der Hölle hätte ich leben können – Als deutsche Soldatin im Auslandseinsatz
  3. Birga Dexel: Von Samtpfoten und Kratzbürsten
  4. Martina Kittler: Expresskochen vegetarisch
  5. Ute Hayit und Cornelia Auschra: Kölner Ausflüge
  6. Anna Maria Sigmund: Die Frauen der Nazis
  7. Jan Bredack: Vegan für Alle
  8. Axel Meyer: Die Kunst vegan zu backen
  9. Jürgen Domian: Richtig Leben … und dann tu, was du willst
  10. Rafael Fellmer: Glücklich ohne Geld – Wie ich ohne einen Cent besser und ökologischer lebe
  11. Rüdiger Dahlke: Peace Food

Natira

  1. Lena Gorelik: Lieber Mischa
  2. Richard P. Feynman: Es ist so einfach: Vom Vergnügen, Dinge zu entdecken
  3. E.H. Gombrich: Die Geschichte der Kunst
  4. Charles Darwin: Reise um die Welt (Hörbuch)
  5. Maggie Lane: Understanding Austen
  6. Emma Dickens: Das da Vinci Universum – Die Notizbücher des Leonardo
  7. Charlotte Lyne: Alles über Shakespeare
  8. Florian Heine: Mit den Augen der Maler – Schauplätze der Kunst neu entdeckt
  9. Rebecca Gablé: Von Ratlosen und Löwenherzen (Hörbuch)
  10. Walter Kempowski: Im Block
  11. Ben Crystal: Shakespeare on Toast – Getting a Taste for the Bard
  12. Barbara Rosenblat: Audiobook Narrator – The Art of Recording Audio Books
  13. Suzanne Segal: Kollision mit der Unendlichkeit
  14. Jennifer Croll: Mode – Eine kurze Geschichte
  15. Julia Korbik: Stand up
  16. Guilia Enders: Darm mit Charme
  17. Susan Cain: Still – Die Bedeutung von Introvertierten in einer lauten Welt
  18. Andrea Weißbrod: Madame de Pompadur und die Macht der Inszenierung

Neyasha

  1. Alberto Angela: Vom Gladiator zur Hure – Die Reise einer Münze durch das Römische Reich
  2. Reinhold Messner: Der nackte Berg. Nanga Parbat – Bruder, Tod und die Einsamkeit
  3. Axel N. Halbhuber: Ich geh dann mal heim
  4. Jessica Fellowes: The World of Downton Abbey
  5. Rüdiger Safranski: Goethe und Schiller – Geschichte einer Freundschaft
  6. Judith Schalansky: Atlas der abgelegenen Inseln
  7. Susanne Klingner: Hab ich selbst gemacht – 365 Tage, 2 Hände, 66 Projekte
  8. Michael Wigge: Ohne Geld bis ans Ende der Welt
  9. Tomas Tranströmer: Die Erinnerungen sehen mich
  10. Kathrin Passig und Sascha Lobo: Dinge geregelt kriegen ohne einen Funken Selbstdisziplin
  11. Bärbel Arenz und Gisela Lipsky: Mit Kompass und Korsett – Reisende Entdeckerinnen

Nina

  1. Sabrina Fox: Mrs. Fox will heim
  2. Gayle Tuffs: Miss Amerika
  3. Linda Lovelace: Ich packe aus!
  4. Flavius Josephus: Geschichte des judäischen Krieges
  5. Bernd Senf: Die blinden Flecken der Ökonomie (Teil 1)

Sayuri

  1. Michael Martin: 30 Jahre Abenteuer – Unterwegs in den Wüsten der Erde
  2. Arnhild Lauveng und Günther Frauenlob: Nutzlos wie eine Rose
  3. Luise Reddemann und Cornelia Dehner-Rau: Trauma
  4. Bill Bryson: A Walk in the Woods
  5. Luise Reddemann, Peter Schellenbaum und Manuela Miller: Das innere Kind
  6. Jessica Wilker: Das Einmaleins der Achtsamkeit
  7. Alice Hart: Gemüse satt
  8. Eric Weiner: Die Geografie des Glücks
  9. Irving D. Yalom: Der Panama-Hut oder Was einen guten Therapeuten ausmacht
  10. Ursula Ferrigno: Risotto

Winterkatze

  1. Sina Trinkwalder: Wunder muss man selber machen
  2. Margaret C. Sullivan: The Jane Austen Handbook – A Sensible Yet Elegant Guide to Her World
  3. Laura Thompson: Agatha Christie
  4. Barbara Sichtermann: Gerstenbergs 50 Klassiker – Schriftstellerinnen
  5. Reinhard Osteroth: Erfinderwelten – Eine kurze Geschichte der Technik
  6. Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung – Die Geschichte meiner wunderbaren Rettung
  7. Reza Aslan: Zelot – Jesus von Nazaret und seine Zeit
  8. Guilia Enders: Darm mit Charme
  9. Ebba D. Drolshagen: Der freundliche Feind – Wehrmachtssoldaten im besetzten Europa
  10. Anke Dörrzapf und Claudia Lieb: Marco Polos wunderbare Reisen

Wörterkatze

  1. Helge Sobik: Das letzte Postamt diesseits des Polarkreises – Finnische Fundstücke
  2. Dick Houston: Bulu – Der afrikanische Wunderhund
  3. Celia Haddon: Tilly- Die Katze, die niemand haben wollte
  4. Richard P. Feynman: Sie belieben wohl zu scherzen
  5. Sabine Kuegler: Dschungelkind
  6. Peter Gethers: Klappohrkatze
  7. Guilia Enders: Darm mit Charme
  8. Thomas Bauer: Möge Allah dir Flügen verleihen – Per Liegerad durch die Türkei
  9. James Bowen: Bob und wie er die Welt sieht
  10. James Bowen: Ein Geschenk von Bob

SuB-Zuwachs November

Ich war mir nicht sicher, ob diese Bücher rechtzeitig bei mir eintreffen würden, aber heute klingelte der Paketbote bei mir und so habe ich einige Titel neu, die ich für die „Vorweihnachts-Lese-Challenge“ von Ariana lesen kann.

Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
(Nachdem mir das Debüt der Geschwister, „Schweinehunde“, eigentlich gut gefallen hatte, bin ich neugierig, ob sie wieder eine ungewöhnliche Geschichte bieten – und vielleicht die eine oder andere Schwäche in ihrem Erzählstil noch ausbügeln konnten.)

Brom: Krampus
(Nach Broms „Der Kinderdieb“ erhoffe ich mir von „Krampus“ wieder eine düstere, erwachsene und fantastische Geschichte mit tollen Zeichnungen.)

„Den Nächsten, der Frohe Weihnachten zu mir sagt, bringe ich um“ und
„Süßer die Schreie nie klingen“
(Mir war – als ich die Bücher auf die Wunschliste setzte – eher weniger nach kitschigen Weihnachtsgeschichten …) 

Zusätzlich gab es wieder ein paar aktuelle Manga, aber da das alles „nur“ Reihenfortsetzungen sind, habe ich davon heute kein Foto gemacht. Dafür muss ich mir jetzt was überlegen, wie ich die Sachen verstaut bekomme. Das SuB-Regal ist recht voll und da wir morgen Besuch bekommen, kann ich nicht an meinem üblichen „Übergangsort“ ein paar Stapelchen aufbewahren. *g*

Und weil sie gestern Abend so süß miteinander kuschelten, nutze ich die Gelegenheit und zeige euch noch meine Coon-Brüder. Die bekommt man zur Zeit nur als Fellklumpen zu Gesicht, aber das wird sich vermutlich auch wieder ändern, wenn wir ab morgen dann doch mal die Heizung anwerfen.

[Kurz und knapp] John Irving: My Movie Business

Ich war im Dezember 1999 mit einer Freundin in New York und an einem Nachmittag bekamen wir Freikarten für einen Film in die Hand gedrückt. So kam es, dass wir nachmittags, während draußen Schneeregen fiel, „The Cider House Rules“ guckten. Für mich war das nicht nur meine erste Irving-Verfilmung, sondern auch die erste Geschichte überhaupt, die ich von John Irving bewusst wahrgenommen habe. Später habe ich dann das Buch (und weitere) gelesen, doch der Film ist immer noch mein Lieblingswerk, weil er einfach toll ist und ich damit John Irving für mich entdeckte. 😉

Umso spannender fand ich es als Natira erzählte, dass sie von John Irving „My Movie Business“ las, und musste das Buch natürlich prompt auf unsere Ausleihliste setzen. Schon die ersten Seiten fand ich faszinierend, auf denen John Irving kurze, aber einprägsame Anekdoten von seinem Großvater erzählte, der ein Gynäkologe mit einem ganz besonderen Humor gewesen sein musste.

Auch die Vergleiche zwischen Roman- und Filmversion fand ich fesselnd. John Irving geht darauf ein, welche Absichten er mit dem Buch hegte, wie er welche Figur aufbaute und warum ihm welche Aspekte wichtig waren – und warum viele dieser Elemente keinen Weg in den Film fanden. Spannend fand ich es, dass er in „My Movie Business“ betont, dass das Buch „The Cider House Rules“ für ihn eine Geschichte mit zwei Protagonisten (Homer Wells und Dr. Larch) ist, während der Film nur eine Hauptfigur hat – nämlich Homer. Lustigerweise finde ich Homer im Film zwar sympathischer als im Buch, aber die Anfangsszenen mit Michael Caine als Dr. Larch gehören für mich zu den eindringlichsten Momenten der Verfilmung. Neben den konkreten Beispielen, die sich mit den beiden Varianten von „The Cider House Rules“ beschäftigen, geht Irving auch immer wieder auf Medizingeschichte (und damit zusammenhängende gesellschaftliche und politische Belange) ein.

Natürlich erzählt Irving in dem Buch auch von weiteren Verfilmungen seiner Werke, wie es für ihn ist, wenn ein anderer Autor seine Figuren und Geschichten verändert und wie er manche Dreharbeiten erlebt hat. Eigentlich besteht „My Movie Business“ aus einer Aneinanderreihung von Anekdoten, die durch berufliche, persönliche und abwegige Beobachtungen ergänzt werden. Doch der Schwerpunkt liegt auf dem langen und mühsamen Weg „The Cider House Rules“ zu verfilmen, was mir persönlich sehr gut gefallen hat – auch wenn es zum Ende hin etwas arg detailliert wurde. Auf jeden Fall ist dieses Buch eine tolle Möglichkeit, um Roman und Film noch einmal mit einem neuen Blick zu betrachten und weitere Facetten rund um Homer und Dr. Larch zu entdecken.

Advent, Advent … Vorweihnachts-Lese-Challenge

Ariana hat sich am Samstag (wohl relativ spontan) eine „Vorweihnachts-Lese-Challenge“ ausgedacht. Da ich gern an solchen entspannten Challenges teilnehme und die Adventszeit für mich eh gemütliche Lesezeit bedeutet, habe ich in den letzten Tagen überlegt, wie ich eine Teilnahme auf die Reihe bekommen könnte. Dabei mangelt es mir nicht an Zeit, sondern an der passenden Lektüre – denn „weihnachtliche“ Geschichten lese ich nur sehr selten.
Dann aber verlinkte Irina in ihrem aktuellen Buchsplitter-Beitrag das kostenlose E-Book „A Grosvenor Square Christmas“ mit vier weihnachtlichen Regency-Kurzgeschichten. Da ich so langsam sowieso wieder Lust auf historische Liebesgeschichten habe, nehme ich die vier Kurzgeschichten mal als Anfang für die Challenge. 
Mein persönliches Ziel für die Challenge lautet, dass ich an jedem Adventssonntag eine dieser weihnachtlichen Kurzgeschichten lesen möchte.
Wenn ich noch weitere „weihnachtliche“ Geschichten in die Finger bekomme, dann werde ich sie auch für die Challenge lesen, aber erst einmal konzentriere ich mich auf die Adventssonntage und diese Liebesgeschichten rund um einen Weihnachtsball.
***
Der Vollständigkeit halber kommen hier noch einmal die allgemeinen Regeln für die Challenge:
  • Es geht darum, sich im Advent und an den Weihnachtsfeiertagen immer wieder etwas Zeit zu nehmen und sich mit passender Literatur auf die “stade Zeit” und Weihnachten einzustimmen.
  • Was genau und wie viel gelesen oder gehört wird, bleibt jedem Teilnehmer selbst überlassen – die (Hör-)Bücher sollten nur was mit der Jahreszeit zu tun haben. Man kann sich z. B. ein weihnachtliches Buch vornehmen, in dem man bis zum 24.12. jeden Tag ein Stück liest – so eine Art literarischen Adventskalender. Oder man sucht sich ein oder mehrere (Hör-)Bücher rund ums Thema und liest oder hört sie über die vier Wochen verteilt. Also: keine anstrengenden Vorgaben, keine Zwänge, einfach nur stimmungsvolles, (vor)weihnachtliches Lesen und Hören. 🙂
  • Die Challenge beginnt am 1. Advent (also am 1.12.2013) und endet am zweiten Weihnachtsfeiertag. 
  • Teilnehmen kann jeder, der möchte – Anmeldung bitte per Kommentar zu diesem Post (also bei Ariana unter diesem Post:  „Vorweihnachts-Lese-Challenge“). Das persönliche Leseziel legt jeder Teilnehmer individuell fest, ein (vor)weihnachtliches oder winterliches (Hör-)Buch, das im Challenge-Zeitraum gelesen oder gehört wird, reicht schon aus.
  • Wenn sich außer mir noch ein paar Mitleser für die Challenge finden, gibt es am Ende auch eine Kleinigkeit zu gewinnen …

Courtney Schafer: Die Blutmagier (Die Chroniken von Ninavel 1)

Als ich den Klappentext von „Die Blutmagier“ von Courtney Schafer las, dachte ich, dass das ganz nett werden könnte, hatte aber keine großen Erwartungen an den Roman. Umso schöner war dann die Lesezeit, die ich mit der Geschichte verbracht habe, denn das Buch gefiel mir sehr gut. „Die Blutmagier“ ist das Debüt der Autorin und Auftakt der „Chroniken von Ninavel“ (der zweite Band ist für den Mai 2014 angekündigt). Für mich hatte die Geschichte drei Pluspunkte: 1. die beiden gegensätzlichen Protagonisten, 2. die von der Autorin entworfene Welt und 3.die Beschreibungen rund um das Klettern im Gebirge.

Die Handlung beginnt relativ gemächlich, da Courtney Schafer erst einmal die Stadt Ninavel, die dank Magie inmitten einer Wüste entstehen konnte, und die beiden Hauptfiguren Dev und Kiran vorstellt. Dev (Devan) lernt man recht schnell kennen, er ist ein Schmuggler und zu Beginn der Geschichte pleite, da ihn seine ehemalige Geschäftspartnerin (und Geliebte) betrogen hat. So ist er gezwungen einen gefährlichen Job anzunehmen, obwohl ihm seine Erfahrung sagt, dass er damit ein höheres Risiko eingeht, als er es sonst jemals tun würde. Dabei setzt er schon bei einem normalen Auftrag stets sein Leben aufs Spiel, da er verbotenerweise magische Amulette von Ninavel ins magiefeindliche Nachbarland Alathien einführt.

Doch nun geht es nicht um ein kleines – und relativ leicht zu versteckendes – Amulett, sondern darum einen ausgewachsenen jungen Mann durch das Weißfeuergebirge und dann über die Grenze zu schmuggeln. Schwieriger wird die Aufgabe noch dadurch, dass Kiran von gefährlichen Personen gejagt wird – und Dev nicht darüber aufklärt, weil er keinem Menschen vertrauen kann. Trotzdem müssen sich die beiden unterschiedlichen Männer während der Gebirgsüberquerung aufeinander verlassen, denn wenn sie nicht zusammenarbeiten, wird keiner von ihnen lebend ans Ziel kommen.

Die Geschichte wird abwechselnd aus Devs Perspektive (in der ersten Person) und Kirans Sicht (in der dritten Person) erzählt, was dem Leser die beiden Figuren näher bringt und dafür sorgt, dass man ihre jeweiligen Motive durchaus verstehen kann. Trotzdem hätte ich sie beide gern zwischendurch geschüttelt, damit sie einander endlich reinen Wein einschenken und sich gegenseitig helfen. 😉 Ansonsten ist diese Mischung aus Misstrauen und langsam wachsender Bewunderung zwischen den beiden Figuren wirklich toll beschrieben worden. Dev beeindruckt Kiran immer wieder mit seinem Wissen über das Klettern und die Natur, seiner Erfahrung als Bergführer und seinem vorausschauendem Verhalten, während der Schmuggler im Laufe der Zeit das Durchhaltevermögen und die Entschlossenheit von Kiran schätzen lernt, obwohl dieser anfangs wie ein verwöhntes Weichei wirkte.

Neben dieser langsam wachsenden Männerfreundschaft bietet die Gebirtsüberquerung auch tolle Gelegenheiten für Naturbeschreibungen. Da merkt man deutlich, dass die Autorin selber begeisterte Kletterin ist und auf eigene Erfahrungen zurückgreifen kann, wenn sie von den Gefahren des Kletterns, dem aufreibenden Wetter und der Euphorie auf dem Gipfel erzählt. Und spannend sind diese Passagen auch zu lesen, nicht nur weil das Klettern an sich riskant ist, sondern weil diese Szenen durch die Angriffe ihrer Verfolger noch gefährlicher werden. Mir hat es sehr gut gefallen, dass sich in diesem Teil die Handlung sehr auf die beiden Protagonisten, ihre unterschiedlichen Charaktere und ihre Stärken und Schwächen konzentrierte.

Ich möchte auf jeden Fall noch mehr über die beiden so gegensätzlichen Länder Ninavel und Alathien erfahren – vor allem Alathien, in dem Magie streng regelmentiert wird, bietet noch sehr viel zu entdecken, da an als Leser das Land vor allem durch Devs Beschreibungen während des Weges und einige spannende Szenen am Ende des Romans kennenlernt. Und da muss ich zugeben, dass ich viel mehr mit dem Schicksal der beiden Charaktere beschäftigt war, als mit den Details des Weltenbaus. 😉 Außerdem hat mich das Ende sehr neugierig auf die weiteren Entwicklungen gemacht … Hach, ich finde es herrlich, dass so langsam wieder High-Fantasy-Geschichten geschrieben werden, die meinen Geschmack absolut treffen.