Lese-Eindrücke Mai 2024

Im Mai habe ich vor allem Fortsetzungen gelesen, was nicht gerade zu vielen Rezensionen geführt hat. Aber ein paar Einzelbände gab es doch, zu denen ich hier noch was sagen kann. Außerdem dachte ich mir, ich könnte hier auch mal Anmerkungen dazu hinterlassen, ob die von mir gelesenen Fortsetzungen mit den ersten Bänden mithalten konnten.

K. J. Charles: Death in the Spires

K. J. Charles gehört zu den Autor*innen, von denen ich seit Jahren immer wieder günstige/kostenlose eBooks runterlade und dann doch erst einmal nicht lese. Umso amüsanter fand ich es, dass mein erster gelesener Roman dann nicht nur eine Neuveröffentlichung, sondern K. J. Charles‘ erster Ausflug ins Krimigenre war. „Death in the Spires“ spielt 1905 und wird aus der Perspektive von Jeremy (Jem) Kite erzählt, der vor zehn Jahren zu einer Gruppe von viel versprechenden Oxford-Student*innen gehörte. Als einer von ihnen ermordet wurde, bedeutete das für Jem das Ende seines Studiums. Die Tatsache, dass der Täter nie gefunden wurde, und die Frage, ob Jem vielleicht der Mörder gewesen sein könnte, verhindertete in den vergangenen Jahren jede Hoffnung auf eine einigermaßen sichere berufliche Position. Als er erneut seinen Arbeitsplatz verliert, ist Jem wild entschlossen endlich herauszufinden, wer seinen Freund Toby damals ermordet hat.

Ich muss zugeben, dass ich normalerweise diese Art von Geschichten wirklich nicht mag. Ich habe einfach schon zu viele Krimis gelesen/gesehen, die an Universitäten spielen und in denen in einer Gruppe eng befreundeter Studenten ein Verbrechen passiert (und manchmal auch vertuscht wird). Trotzdem habe ich mich von „Death in the Spires“ gut unterhalten gefühlt, weil K. J. Charles so viele Aspekte in die Geschichte einfließen lässt, die bei anderen Autor*innen in der Regel keine Erwähnung finden. Ihre Figuren haben unterschiedliche gesellschaftliche Hintergründe, sind queer, behindert oder Schwarz und zwei von ihnen gehören zu den ersten Frauen, die in Oxford studieren durften. Das alles führt dazu, dass in dem relativ kurzem Buch (ca. 270 Seiten) sehr viele Elemente für Unterströmungen sorgen, die dem – anfangs etwas naiven Protagonisten – erst nach und nach auffallen. Auch wenn ich als Leserin Jem da regelmäßig voraus war, hat mich das weiterhin neugierig auf die noch kommenden Entwicklungen gemacht, und so war das Buch deutlich befriedigender zu lesen als „klassische“ Varianten dieses Krimithemas.

H.L. Macfarlane und Adie Hart (Hrsg.): Once Updon a Season 3 – Once Upon a Spring (Anthologie)

Eine Anthologie mit sechzehn sehr unterschiedlichen Geschichten rund um das Thema „Frühling“. Während ich normalerweise einen extra Anthologie-Beitrag anlege, um meine Eindrücke und Gedanken zu den einzelnen Geschichten festzuhalten, bin ich hier auf zu viele Texte gestoßen, die mich nicht überzeugen konnten. Ich mochte von Adie Hart „Far Far Away“, eine ungewöhnliche Dornröschen-Variante, in der eine Bibliothekarin das „Dornröschen“ rettet, indem sie ihm hilft, die verlorenen 100 Jahre an Wissen aufzuholen. Das war eine sehr süße Geschichte, die ich mir Freude bereitet hat. Oh, und die Hades-und-Persephone-Geschichte „She Vanishes“ von Josie Jaffrey war auch sehr nett zu lesen, aber sonst haben die meisten Beiträge leider wenig (gute) Eindrücke bei mir hinterlassen.

Caroline O’Donoghue: The Gifts that Bind Us (The Gifts 2)/Caroline O’Donoghue: Every Gift a Curse (The Gifts 3)

Im Prinzip kann ich hier noch einmal wiederholen, was ich zum ersten Band („All Our Hidden Gifts“) geschrieben hatte: Ich mochte den zweiten und dritten Teil der The-Gifts-Trilogie, auch wenn ich mir wieder relativ viel Zeit mit dem Lesen gelassen habe, weil ich es so unangenehm fand, mehr über die „konservative/religiöse“ Gruppe zu lesen, die in diesen Romanen die Gegenspieler der Protagonistin Maeve und ihrer Freunde sind. Genau genommen finde ich sogar, dass die Geschichte mit jedem Band besser wird, weil Maeve sich – auch wenn sie immer wieder Mist baut – definitiv weiterentwickelt und erwachsener wird. Außerdem führt Caroline O’Donoghue neue Charaktere ein, die den fantastischen Teil ihrer Welt erweitern und so zu überraschenden Lösungen für das eine oder andere Problem sorgen. Ich habe mich mit der Trilogie sehr gut unterhalten gefühlt und bin gespannt, wie sich die Bücher für mich bei einem Reread irgendwann anfühlen werden.

Sandra Wickham: Death Coach, Vampires (Death Coach 2)

Noch eine Fortsetzung, zu der ich eigentlich all das, was ich schon zum ersten Band („Death Coach“) geschrieben hatte, noch einmal wiederholen könnte. Aber da ich mich so darüber gefreut hatte, dass Sandra Wickham das Niveau ihres Debütromans mit dieser Fortsetzung halten kann, wollte ich das hier noch einmal extra betonen. In diesem zweiten Teil der Death-Coach-Reihe lernt die Protagonistin Amy mehr über all die fantastischen Elemente in der Welt, die sie bis vor kurzem ignoriert hatte. Genau genommen lernt sie deutlich mehr über Vampire und über die Geister, mit denen sie kommunizieren kann. Außerdem findet sie sich immer mehr in ihrer Rolle als Death Coach zurecht und sammelt weitere Personen um sich herum, die ihr dabei helfen. Ich muss zugeben, dass ich die Nebenfiguren dieses Mal interessanter fand als Amy selbst, aber das ist ja nicht schlimm. Alles in allem ist das eine ungewöhnliche Urban-Fantasy-Reihe, die ich so unterhaltsam finde, dass ich sie weiter im Auge behalten werde.

Juni-SuB 2024

Auch wenn ich in der vergangenen Woche kaum zum Lesen kam, bin ich wirklich zufrieden damit, wie viel ich im Mai (trotz der einen oder anderen Stressphase) gelesen habe. Mein SuB ist auch spürbar geschrumpft, was ein gutes Gefühl ist! 🙂 Die letzte Maiwoche hingegen hatte mein Mann Urlaub und wir haben einige Zeit bei der „Nippon Connection“ – dem japanischen Filmfest in unserer Stadt – verbracht. So sehr ich es genieße auf diese Weise Filme sehen zu können, die sonst in Europa nicht ausgestrahlt werden, so sehr haben mich in diesem Jahr die Menschenmassen erschlagen.

Was dazu führt, dass ich etwas entspannter in unsere zweite Urlaubswoche (und somit in den Juni) starten möchte. Wenn das Wetter weiterhin so gut (also in meinen Augen „gut“, was bedeutet kühler und regnerischer,) bleibt, müssten noch einige Lesetage für mich drin sein, bevor der Sommer anfängt. Mal schauen, ob ich noch ein paar gedruckte Bücher schaffe, bevor es in unserer Wohnung wieder so heiß wird, dass ich vollständig auf eBooks umschwenken muss …

Belletristik-SuB:

  1. Tomi Adeyemi: Children of Blood and Bone
  2. Sufiya Ahmed: Rosie Raja – Churchill’s Spy
  3. Becky Albertalli: Leah on the Offbeat
  4. Hanna Alkaf: The Weight of our Sky
  5. Kaia Anderson: Sisters in Arms
  6. Sophie Anderson: The Thief Who Sang Storms
  7. Kelley Armstrong: The Gryphon’s Lair (A Royal Guide to Monster Slaying 2)
  8. Kelly Barnhill: Iron Hearted Violet
  9. Kelly Barnhill: The Ogress and the Orphans
  10. Kelly Barnhill: When Women Were Dragons
  11. T. J. Berry: Space Unicorn Blues
  12. Holly Black: The Coldest Girl in Coldtown
  13. Lila Bowen: Conspiracy of Ravens (The Shadow 2)
  14. Natasha Bowen: Skin of the Sea
  15. Nicholas Bowling: Song of the Far Isles
  16. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  17. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  18. Marie Brennan: Within the Sanctuary of Wings – A Memoir by Lady Trent
  19. Sarah Rees Brennan: Tell the Wind and Fire
  20. Sarah Rees Brennan: In Other Lands
  21. Stephanie Burgis: The Raven Throne (The Raven Heir 2)
  22. Rachel Caine: Paper and Fire (The Great Library 2)
  23. Julie Campbell: The Mysterious Visitor (Trixie Belden 4)
  24. Jennifer Carson: To Find a Wonder
  25. Beth Cato: Breath of Earth (Blood of Earth #1)
  26. Amber Chen: Of Jade and Dragons
  27. David Chandler: A Thief in the Night (Ancient Blades 2)
  28. David Chandler: Honor Among Thieves (Ancient Blades 3)
  29. Rin Chupeco: Wicked as You Wish (A Hundred Names for Magic 1)
  30. Rin Chupeco: The Bone Witch
  31. Dhonielle Clayton: The Marvellers
  32. Orlagh Collins: All the Invisible Things
  33. Alyssa Colman: The Gilded Girls (Gilded Magic 1)
  34. Helen Corcoran: Daughter of Winter and Twilight
  35. Leah Cypess: Thornwood (Sisters Ever After 1)
  36. April Daniels: Dreadnought (Nemesis 1)
  37. Benjamin Dean: Me, My Dad and the End of the Rainbow
  38. Sarah Driver: Once we were Witches
  39. Sarah Beth Durst: Race the Sands
  40. Joseph Elliott: The Good Hawk (Shadow Skye 1)
  41. Louise Erdrich: The Birchbark House
  42. Hafsah Faizal: A Tempest of Tea
  43. Catherine Fisher: The Velvet Fox (The Clockwork Crow 2)
  44. Francesca Gibbons: A Clock of Stars 1 – The Shadow Moth
  45. Laura Ann Gilman: Silver on the Road
  46. Nicole Glover: The Conductors
  47. Mira Grant: Parasite (Parasitology 1)
  48. Mira Grant: Symbiont (Parasitology 2)
  49. Mira Grant: Chimera (Parasitology 3)
  50. Alex Grecian: The Black Country (Scotland Yard’s Murder Squat 2)
  51. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  52. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  53. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  54. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  55. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  56. Christian Handel (Hrsg.): Hinter Dornenhecken und Zauberspiegeln (Anthologie)
  57. Rachel Hartman: Seraphina
  58. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  59. Jim C. Hines: Terminal Alliance
  60. Tanya Huff: Wizard of the Grove
  61. D. B. Jackson: Thieves‘ Quarry (Thieftaker #2)
  62. D. B. Jackson: A Plunder of Souls (Thieftaker #3)
  63. Sharna Jackson: The Good Turn
  64. Diana Wynne Jones: Crown of Dalemark (The Dalemark Quartet 4)
  65. Diana Wynne Jones: Dogsbody
  66. Diana Wynne Jones: Power of Three
  67. Diana Wynne Jones: Fire and Hemlock
  68. Kalyn Josephson: Ravenfall
  69. Hisashi Kashiwai: The Kamogawa Food Detectives
  70. Michelle Ruiz Keil: All of Us with Wings
  71. Celine Kiernan: Geisterpfade
  72. Celine Kiernan: Königspfade
  73. Mary Robinette Kowall: The Calculating Stars
  74. Sarah Kuhn: Heroine’s Journey (Heroine Complex 3)
  75. Sarah Kuhn: From Little Tokyo with Love
  76. R. F. Kuang: The Poppy War
  77. Lillie Lainoff: One for All
  78. L. D. Lapinski: The Forgotten Magic (Artezans 1)
  79. E. Latimer: Escape to Witch City
  80. Patrice Lawrence: The Elemental Detectives
  81. Yoon Ha Lee: Dragon Pearl
  82. Y.S. Lee: The Body at the Tower (The Agency 2)
  83. Y.S. Lee: The Traitor in the Tunnel (The Agency 3)
  84. Y.S. Lee: Rivals in the City (The Agency 4)
  85. Elizabeth Lim: Six Crimson Cranes
  86. Ann Sei Lin: Rebel Skies
  87. Judy I. Lin: A Magic Steeped in Poison
  88. Darcie Little Badger: Elatsoe
  89. Cixin Liu: The Three-Body Problem
  90. Kari Maaren: Weave a Circle Round
  91. Janelle McCurdy: Mia and the Lightcasters (Umbra Tales 1)
  92. Seanan McGuire: Middlegame
  93. Seanan McGuire: Angel of the Overpass (Ghost Roads 3)
  94. Hilary McKay: The Time of Green Magic
  95. Robin McKinley: Dragonhaven
  96. Anna-Marie McLemore: Blanca and Roja
  97. Wendy McLeod MacKnight: The Copycat
  98. Sangu Mandanna: Kiki Kallira Conquers a Curse (Kiki Kallira 2)
  99. Karen M. McManus: Two can Keep a Secret
  100. Kate Milford: The Boneshaker
  101. Kate Milford: Bluecrowne
  102. Kate Milford: The Thief Knot
  103. Maya Montayne: Nocturna
  104. Bethany C. Morrow: A Song Below Water
  105. Tamsyn Muir: Gideon the Ninth
  106. Julie Murphy: Faith – Taking Flight
  107. Julie Murphy: Faith – Greater Hights
  108. Bishop O’Connell: The Stolen
  109. Nnedi Okorafor: Akata Warrior (Akata Witch 2)
  110. Claribel A. Ortega: Ghost Squad
  111. Mark Oshiro: The Insiders
  112. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): The Starlit Wood – New Fairy Tales (Anthologie)
  113. Dominik Parisien und Navah Wolfe (Hrsg.): Robots vs. Fairies (Anthologie)
  114. Natalie C. Parker: Seafire
  115. Serena Patel/Robin Stevens (Hrsg.): The Super Sunny Murder Club (Anthologie)
  116. S. A. Patrick: A Vanishing of Griffins (Song of Magic 2)
  117. Tamora Pierce: Tempests and Slaughter
  118. C. L. Polk: Stormsong (Kingston Cycle 2)
  119. C. L. Polk: Soulstar (Kingston Cycle 3)
  120. Cindy Pon: Sacrifice (Serpentine 2)
  121. Sarah Prineas: Dragonfell
  122. Philip Reeve: Larklight
  123. Rebecca Roanhorse: Trail of Lightning (The Sixth World 1)
  124. Rebecca Roanhorse: Race to the Sun
  125. John Scalzi: Fuzzy Nation
  126. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  127. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  128. A. G. Slatter: The Briar Book of the Dead
  129. Barbara Sleigh: The Kingdom of Carbonel
  130. Jessica Spotswood/Tess Sharpe: Toll and Trouble – 15 Tales of Women and Witchcraft (Anthologie)
  131. Helenka Stachera: Fin and the Memory Curse
  132. Esme Symes-Smith: Sir Callie and the Champions of Helston
  133. Emily J. Taylor: Hotel Magnifique
  134. Charles den Tex: Die Zelle
  135. Aiden Thomas: Cemetery Boys
  136. Angie Thomas: Nic Blake and the Remarkables – The Manifestor Prophecy
  137. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  138. Sarah Tolcser: Song of the Current
  139. Hana Tooke: The Unadoptables
  140. Adrienne Tooley: Sweet & Bitter Magic
  141. Tiffany Trent: Unnaturalist
  142. Mizuki Tsujimura: Lonely Castle in the Mirror
  143. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  144. Linda Urban: Almost There and Almost Not
  145. Anne Ursu: Breadcrumbs
  146. Renee Watson: Piecing Me Together
  147. Jaye Wells: Dirty Magic (Prospero’s War 1)
  148. Martha Wells: All Systems Red (Murderbot Diaries 1)
  149. Martha Wells: The Cloud Roads
  150. Jen Williams: The Ninth Rain (The Winnowing Flame Trilogy 1)
  151. Kate Williams: The Babysitter Coven 2 – For Better or Cursed
  152. Amy Wilson: Angel and Bavar
  153. Katherine Woodfine: The Midnight Peacock (The Sinclair’s Mysteries 4)
  154. Katherine Woodfine: Peril in Paris (Taylor and Rose 1)
  155. Katherine Woodfine: Spies in St. Petersburg (Taylor & Rose 2)
  156. Katherine Woodfine: Villains in Venice (Taylor & Rose 3)
  157. Katherine Woodfine: Nightfall in New York (Taylor & Rose 4)
  158. Xinran: Gerettete Worte
  159. Jy Yang: The Black Tides of Heaven
  160. Kelly Yang: Front Desk
  161. Damaris Young: The Switching Hour
  162. Katie Zhao: The Dragon Warrior
  163. Xiran Jay Zhao: Iron Widow
  164. Xiran Jay Zhao: Zachary Ying and the Dragon Emperor
  165. Amélie Wen Zhao: Song of Silver, Flame Like Night
  166. Ibi Zoboi: Pride

163 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Sachbuch-SuB (noch immer unvollständig):

  1. Bernadette Banner: Make, Sew and Mend
  2. Francis Burney: Journals and Letters
  3. Caroline Criado Perez: Invisible Women – Exposing Data Bias in a World Designed for Men
  4. Brunhilde Dähn: Berlin Hausvogteiplatz
  5. Lydia Edwards: How to Read a Suit – A Guide to Changing Men’s Fashion from the 17th to the 20th Century
  6. Ruth Goodman: How to be a Victorian
  7. Molly Guptill Manning: When Books Went to War
  8. Lindsey Fitzharris: The Butchering Art – Joseph Lister’s Quest to Transform the Grisly World of Victorian Medicine
  9. Clare Hunter: Threads of Life – A History of the World Through the Eye of a Needle
  10. Kameron Hurley: The Geek Feminist Revolution
  11. Jennifer Kloester: Georgette Heyer’s Regency World
  12. Bea Koch: Mad & Bad – Real Heroines of the Regency
  13. Natalie Livingstone: The Mistresses of Cliveden
  14. Philip Mansel: Prince of Europe – The Life of Charles-Joseph de Ligne
  15. Catherine Ostler: The Duchess Countess – The Woman who Scandalised a Nation
  16. Molly Peacock: The Paper Garden – An Artist Begins Her Life’s Work at 72
  17. Tom Reiss: The Orientalist – In Search of a Man Caught Between East and West
  18. Hallie Rubenhold: Lady Worsley’s Whim – An Eigtheenth-Century Tale of Sex, Scandal and Divorce
  19. Lauren Stowell/Abby Cox: The American Duchess Guide to 18th Century Dressmaking

18 Titel auf dem SuB zum Monatsanfang

Scavenger Hunt TBR Book Challenge

Nachdem ich vor einigen Wochen noch felsenfest davon überzeugt war, dass ich so schnell keine Challenge mehr mitmachen würde, weil ich in den letzten Jahren einfach keine gefunden hatte, die mich reizte, bin ich Anfang Mai bei The StoryGraph über die „Scavenger Hunt TBR Book Challenge“ von „koala_reader“ gestolpert. Die Challenge ist zum SuB-Abbau gedacht und die „Aufgaben“ sorgen dafür, dass ich relativ frei von meinem SuB Title auswählen kann. Es gibt keine vorgegebene Zeitspanne für die Challenge und eine der Regeln betont sogar, dass man sich nicht zum Lesen eines Buchs zu zwingen soll, wenn einen genau dieser Titel gerade nicht reizt.

Was die Challenge bei mir in den letzten Tagen ausgelöst hat, ist, dass ich Romane in die Hand nehme, dir mir in den letzten Monate aus irgendeinem Grund nicht ins Auge gesprungen sind. Ich habe weiterhin Stapel mit angefangenen Büchern, die ich endlich beenden will, und Bücher, die ich spontan anfange, wenn ich Lust darauf habe – ich lese also so einiges außerhalb der Challenge. Aber wenn ich mich bei der Frage ertappe, was ich denn als nächstes Lesen könnte, schaue ich, was denn die nächste Challenge-Aufgabe wäre und suche mir das dazu passenden Buch aus dem SuB.

Und weil mir in den letzten Tagen durch den Kopf ging, dass ich die Challenge auch gern noch auf meinem Blog festhalten würde, veröffentliche ich nun auch noch hier die Aufgabe und die dafür gelesenen Bücher.

(Mehr Details zu den Aufgaben stehen auf der im ersten Absatz verlinkten Challengeseite bei StoryGraph.)

1. Read the most recently added book in your TBR.

Das Buch "Alliana - Girl of Dragons", dessen Cover ein Mädchen inmitten eines rose-blau-violetten Wolkenmeers auf einem grünen Drachen reitend zeigt.

Das war Anfang Mai „Alliana – Girl of Dragons“ von Julie Abe, das im März bei mir eingetroffen war und noch ungelesen auf dem SuB lag.

Angesichts der zweiten Aufgabe habe ich das Bedürfnis zu betonen, dass das Cover auf meinem Foto weniger pastellig ist als in der Realität und es so schwierig ist zu entscheiden, ob der Großteil der Wolken nun rosa, violett oder himmelblau ist. 😉

2. What colour was mostly on that cover? Read a book with the complimentary colour on the cover.

Ich muss gestehen, das mich hier die Challenge fast verloren hätte, weil das Cover von „Alliana“ alle möglichen wunderschönen Pastelltöne zeigt, aber nicht EINE dominante Farbe. Irgendwann habe ich mich mit mir darauf geeinigt, dass ich den grünen Drachen als dominierendes Farbelement sehen würde. 😉

Also brauche ich ein rotes Cover, was mich zu „Kitty Peck and the Music Hall Murders“ von Kate Griffin führte, das seit Juli 2023 auf meinem SuB lag.

Der Roman "Kitty Peck and the Music Hall Murders" von Kate Griffin. Der Titel steht in schwarzer und goldener Schrift vor einem roten Rechteck und die Typografie sorgt dafür, dass "and the" kaum ins Auge stechen. Unterhalt des Titels ist eine schwarze Feder in dem roten Rechteck zu sehen, das Rechteck wiederum ist schwarz umrahmt.

3. What is the most common letter in the title of the last book you read for this challenge? Find a book with a title that starts with that letter.

Das Kinderbuch "The Troublemakers" - das Cover zeigt ein Segelschiff auf einem bewegten Meer.

Dank der Typografie von „Kitty Peck and the Music Hall Murders“ hatte ich einen kurzen Moment von „aber alle Buchstaben kommen maximal zweimal vor!“ – bis mir auffiel, dass T und E (dank des unauffälligen „and the“) dreimal vorhanden waren. Da mir das T als erstes ins Auge sprang, wurde „The Troublemakers“ von Tamzin Merchant mein nächstes Challenge-Buch. Der Roman war im Januar auf den SuB gewandert und da ich ihn damals nicht direkt gelesen habe, ist es recht wahrscheinlich, dass er ohne die Challenge noch eine Weile im Regel gelegen hätte. (Der Band war übrigens genauso nett wie die anderen beiden „The Hatmakers“-Titel der Autorin.)

4. Go to the acknowledgements of the last book. What name did you first see? Find a book written by an author with that name.

Die erste Person, die in den Danksagungen von „The Troublemakers“ erwähnt wird, ist eine „Nat“ – was mich an „Natalie“ denken ließ, aber bei einem Blick ins Buchregal erst einmal zu „Skin of the Sea“ von Natasha Bowen führte. Leider war ich dann erst einmal nicht in der richtigen Stimmung für das Buch, weshalb ich im Juli zu „Seafire“ von Natalie C. Parker gegriffen habe. Der Roman lag seit Juli 2020 auf meinem SuB – nicht ganz so lange wie „Skin of the Sea“, aber definitiv länger als er verdient hatte.

Die Taschenbuchausgabe von "Seafire" von Natalie C. Parker. Das Cover zeigt eine Art Kompass, deren Mittelteil mit Blüten ausgefüllt ist, darüber liegt der Titel in einem - fast von innen leuchtenden - Weißton.

5. Go to page 34, line 6 of the book you just read. How many words are therein that line? Divide that number by three. That’s the amount of words the title of your next book should be.

Die Taschenbuchausgabe von "Rebel Skies". Das Cover zeigt eine junge Frau mit dem Rücken zum Betrachter, die auf eine schwebende Stadt schaut, vor der ein riesiger weißer Papier-Adler fliegt.

Da die sechste Zeile auf Seite 34 von „Seafire“ sieben Wörter hatte, brauchte ich für die fünfte Challengeaufgabe ein Buch mit einem Titel, der aus zwei Wörtern bestand. Ich habe mich nach einem Blick auf die zur Auswahl stehenden Titel für „Rebel Skies“ von Ann Sei Lin entschieden. Ich hatte mich damals so auf die Geschichte gefreut und dann lag der Roman trotzdem fast zwei Jahre auf meinem SuB …

6. What object did your first see on the cover of the last book? Find another book with the same object in the cover!

Für mich ist das herausstechenste „Objekt“ auf dem Cover von „Rebel Skies“ der weiße Vogel aus Papier über dem Titel. Weshalb ich meinen SuB nach einem Roman mit einem Vogelbild durchwühlt habe und bei „Six Crimson Cranes“ von Elizabeth Lim hängengeblieben bin. Eigentlich hatte ich große Lust auf das Buch, aber dann bin ich immer wieder an den ersten 50 Seiten hängen geblieben. Weshalb es fast ein Jahr gedauert hat, bis ich damit – und der Challenge – weitergemacht habe.

Das Cover von "Six Crimson Cranes" zeigt eine verschneite Landschaft mit einem asiatisch anmutendem Gebäude im Hintergrund. Im Vordergrund ist eine Person vor einem Fluss stehend zu sehen und am Himmel ziehen mehrere Kraniche. Die Farben der Coverzeichnung sind überwiegend Weiß, Rosa und ein dunkles Blaugrün.

7. Find a book with the same amount of pages as the last book and read it.

Da es für diese Aufgabe eine +/-15-Seiten-Toleranz gibt und „Six Crimson Cranes“ 456 Seiten hatte, habe ich meinen SuB nach Titeln zwischen 440 und 470 Seiten durchwühlt und musste feststellen, dass ich so gut wie keine Bücher mit diesem Umfang habe. Immerhin habe ich dann noch mit „Of Jade and Dragons“ einen Roman gefunden, der mit 466 Seiten die richtige Zahl für diese Aufgabe aufweist.

8. Find another book with a title that has the same amount of letters as the last book and read it.

9. Flip to any page in the book you just read and point to a random word. The next book title should have that word in the title.

10. Find something that really sticks out from the cover of the last book and find a book that has that either in the title or in the cover.

11. Read any random book from your TBR. (Bonus)

***

Ich werde den Beitrag in den nächsten Wochen aktualisieren, wenn ich mich weiter durch die Aufgaben gelesen habe. Mal schauen, ob ich die Challenge beende oder irgendwann die Lust daran verliere – oder ob ich gar nach dieser Challenge die Augen nach weiteren aufhalte.

Lese-Sonntag im Mai 2024

Nachdem ich mich gestern den halben Tag nicht so recht für eine Tätigkeit entscheiden konnte, habe ich spontan am Abend das Spiel „Bandle Tale“ runtergeladen und dann hat es mich bis nach ein Uhr nachts gefesselt. Es könnte also sein, dass ich heute nicht nur einen Mittagsschlaf einlegen muss, sondern auch ein wenig Zeit mit Spielen verbringen werde. Aber dafür sind – zumindest in meinem Leben – ja Feiertage da. 😉 Ansonsten lese ich gerade (hauptsächlich) zwei Bücher: die Anthologie „Haunted Hallways – The Mallory Thorne School of Excellence“, deren Kurzgeschichten sehr, sehr unterschiedlich sind, und „Every Gift a Curse“ von Caroline O’Donoghue, das ist der Abschlussband der „The Gifts“-Trilogie. Ich denke, ich werde mit einer der „Haunted Hallways“-Kurzgeschichten in den Lesetag starten. Nachdem die erste Geschichte in der Anthologie etwas unappetitliche Elemente hatte, lese ich lieber früh am Tag in dem Buch, damit ich nichts davon in meine Träume mitnehme. Aber bevor ich anfange zu lesen, muss ich erst einmal wach genug dafür werden …

Update 10:30 Uhr

Ich muss zugeben, dass ich es gerade ein bisschen bereue, dass ich mir gestern keinen „Bettzeit“-Wecker gestellt habe, denn ich bin heute wirklich sehr müde und wenig denkfähig. Der Vormittag ist bislang damit vorbeigegangen, dass ich online versumpft bin und dass ich phasenweise etwas weggedöst bin. Wenn ich den heutigen Abend wieder mit „Bandle Tale“ verbringen sollte, muss ich mir auf jeden Fall einen Wecker stellen, damit ich die Zeit nicht so aus den Augen verliere. Da das eines der Spiele ist, bei denen ich „nur noch eben dieser kleine Aufgabe“ machen will, können ganz schnell zwei weitere Stunden verfliegen, ohne dass ich das mitbekomme. *g* Jetzt greife ich aber erst einmal zu „Haunted Hallways“! Die Anthologie enthält Kurzgeschichten, die alle in einem Internat (The Mallory Thorne School of Excellence) in Großbritannien spielen und von asiatischstämmigen Autor*innen geschrieben wurden. Der Zeitraum, in dem die Geschichten spielen, geht von den 1960er Jahren bis heute und obwohl es wohl ein paar Rahmeninformationen zu dieser fiktiven Schule gab, gibt es deutliche Unterschiede zwischen den Internaten, die in der Geschichte vorkommen – und sei es nur, dass es mal eine Mädchenschule ist und mal ein gemischtes Internat. Ich hätte es als Leserin angenehmer gefunden, wenn die Rahmenbedingungen etwas enger gesteckt worden wären, damit ich nicht beim Lesen immer wieder über diese kleinen und größeren Unterschiede stolpere.

Update 13:30 Uhr

Die Kurzgeschichte „Remain Nameless“ von Katalina Watt war – trotz der ganzen CWs – deutlich weniger gruselig als viele andere Beiträge in „Haunted Hallways“. Die Handlung wurde hauptsächlich aus der Perspektive der Schülerin Meli erzählt, die sich anfangs mit einer Freundin darüber austauscht, dass gerade die Leiche einer jüngeren Mitschülerin gefunden wurde. In den folgenden Tagen sieht Meli immer wieder den Geist der Toten (bzw. eine Kaperosa) und findet heraus, was mit dem jungen Mädchen passiert ist. Alles in allem geschieht gar nicht so viel in der Geschichte und die Identität des Mörders fand ich nun auch nicht so überraschend, eher die Tatsache, dass so etwas wie „Gerechtigkeit“ für die Kaperosa keine Rolle zu spielen schien. Bislang haben mich die meisten Beiträge in dieser Anthologie, die ich gelesen habe, mit einem „Okay … und was sollte das jetzt?“-Gefühl zurückgelassen – aber das könnte auch daran liegen, dass ich mit Horror grundsätzlich eher … eigen bin. *g*

Da die Kurzgeschichte nicht so war, dass sie mir auf den Magen schlug, gab es direkt im Anschluss Frühstück für mich (und dazu habe ich ein bisschen bei Youtube rumgestöbert und festgestellt, dass es da gerade so gar nichts interessantes für mich gibt). Und dann wurde es auch schon wieder Zeit zum Buch zu greifen. Da „Every Gift a Curse“ der dritte Teil der „The Gifts“-Trilogie ist, will ich hier eigentlich gar nicht so viel schreiben. Ich kann allerdings anmerken, dass ich für die ersten beiden Bände ziemlich lange gebraucht habe, weil ich immer wieder längere Pausen beim Lesen eingelegt hatte. Was nicht daran lag, dass ich die Geschichte schlecht fand, sondern weil ich die Gegenspieler der Protagonistin und ihrer Freunde so schrecklich unangenehm fand.

Queerfeindliche, religiöse Fanatiker, denen es offensichtlich weniger um Religion als um Macht geht, sind nicht gerade Personen von denen ich gerne lese – vor allem, wenn sich die Figuren, die mir deutlich näher stehen, lange Zeit ziemlich hilf- und hoffnungslos fühlen. In meinem aktuellen Buch hat sich die Lage soweit entwickelt, dass Maeve und die anderen zumindest deutlich mehr Hintergrundwissen zu ihren Gegner zu Verfügung stehen. Außerdem gibt es mehrere Verbündete, die den Teenagern zur Seite stehen – alles in allem liest sich das weniger deprimierend und ich bin neugierig, wie die Geschichte ausgeht. Nach den vorhergehenden Sätzen habe ich das Gefühl, ich müsse betonen, dass ich auch die ersten beiden Romane mochte. Sie waren nur stellenweise nicht so angenehm zu lesen, aber sie sind trotzdem so gut, dass ich wirklich wissen will wie es ausgeht. 😉

Update 17:00 Uhr

Ein grüngemusterter Teller mit zwei Scheiben Brioche mit Erdbeermarmelade. Daneben lässt sich eine große Tasse mit Milchschaumhaube erahnen.

Seit dem letzten Update habe ich in erster Linie weiter in „Every Gift a Curse“ gelesen und nähere mich so langsam dem Ende des Romans. Ich finde es faszinierend, dass Caroline O’Donoghue es gelingt eine Protagonistin zu schaffen, deren Verhalten mich so oft zum Kopfschütteln veranlasst, für die ich aber trotzdem in gewisser Weise Verständnis aufbringen kann. Oder zumindest verstehen kann, dass es nicht so ungewöhnlich ist, dass sich jemand unmöglich verhält, es der Person sogar bewusst ist und sie trotzdem so sehr in Fahrt ist, dass sie ihr eigenes Verhalten nicht ändern kann. Dazu all die fantastischen Elemente und die kleinen Dinge, die davon zeugen, dass die Geschichte in Irland spielt – all das sorgt dafür, dass ich die Trilogie zu meiner eigenen Überraschung wirklich genossen habe. Ich bin gespannt, wie sich alles auf den letzten Seiten noch fügen wird …

Eine Switch, die den Start-Bildschirm von Bandle Tale zeigt. Neben dem Titel und den Menüpunkten sind schwebende kleine Inseln mit niedlichen Kreaturen in Pixelgrafik zu sehen.

Aber da ich eben mein Lesen unterbrochen habe, um Brioche zu essen, und ich so langsam wirklich Lust aufs Spielen habe, werde ich jetzt wohl zur Switch greifen. Als ich heute Nacht mit „Bandle Tale“ aufgehört hatte, hatte ich noch vor einen Essensstand im Universitätsbereich zu eröffnen und eine Party für die Studenten auszurichten. Die ersten Stunden mit dem Spiel haben mir wirklich Spaß gemacht, aber ich wünschte, einige Dinge wären übersichtlicher oder würden besser erklärt werden. Aber insgesamt ist es wunderbar absurd und ich finde es nett all die kleinen und größeren Aufgaben in Angriff zu nehmen.

Update 20:30 Uhr

Mit Spielen, etwas Abwaschen, Kochen und dann zum Essen eine Folge „Delicious in Dungeon“ gucken, ist die Zeit seit dem letzten Update ziemlich schnell rumgegangen. Zum Essen gab es heute Nudeln mit Ketchup für mich, weil mein Mann etwas mit Fleisch essen wollte, und ich keine Lust hatte mich umständlich mit dem Herdplatz zu arrangieren. Es ist seltsam, aber Nudeln mit Ketchup sind so eine zwiespältige Kindheitserinnerung für mich. Auf der einen Seite finde ich es nett, wenn ich alle paar Monate darauf zurückgreifen kann, weil ich dann nur ein paar Nudeln kochen muss. Auf der anderen Seite erinnert es mich an all die vielen Tage, an denen meine Mutter (die bis heute extrem fleischlastig isst) keine Ahnung hatte, was sie ihrer vegetarisch lebenden Tochter servieren sollte. Es gab so viele Tage, an denen ich Nudeln mit Ketchup oder Kartoffeln mit Butter gegessen habe, weil alles andere eben fleischhaltig war …

Im Moment bin ich noch etwas unschlüssig, was ich bis zum Schlafengehen mache. Eigentlich wäre es nett, wenn ich heute noch mein Buch beenden würde, aber mein Spiel reizt mich auch gerade sehr – vor allem, da ich eben einen neuen Bereich freigeschaltet habe. Mal schauen, wofür ich mich entscheide. 🙂

Update 23:30 Uhr (letztes Update)

Da hatte ich mir extra einen Wecker gestellt, damit ich beim Spielen nicht wieder die Zeit vergesse und dann habe ich nur eben schnell den Alarm ausgestellt, damit ich nur eben noch diese eine Aufgabe bei „Bandle Tale“ erledigen konnte … Das Spiel ist wirklich nicht gut für einen pünktlichen Schlafrhythmus, aber ich finde es angenehm entspannend und habe Freude damit. 🙂 Überhaupt war das heute ein angenehmer und erholsamer Tag mit entspanntem Lesen und Spielen! Schön, dass Anette sich mir heute angeschlossen hat und dass Kiya und Neyasha auch noch in den Kommentaren dabei waren! Ich hoffe, ihr hattet alle einen ebenso netten Sonntag wie ich und könnt morgen noch einen entspannten Feiertag genießen! Gute Nacht! 🙂

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Heutige Mitleser*in:

Kate Griffin: Kitty Peck and the Music Hall Murders

Von Kate Griffin hatte ich vor einigen Jahren ein wirklich ungewöhnliches (Urban-)Fantasybuch („The Madness of Angels“) gelesen, das mich wirklich fasziniert hatte. (Auch wenn ich die Fortsetzungen immer noch ungelesen im Regal stehen habe, weil ich das Gefühl habe, ich müsste mir mal ganz in Ruhe Zeit für die Reihe nehmen.) Als ich also vor einiger Zeit mitbekam, dass die Autorin auch einen historischen Krimi geschrieben hat, dachte ich, das sei eine gute Gelegenheit, mehr von Kate Griffin zu lesen, ohne mich „langfristig“ auf etwas einlassen zu müssen. „Kitty Peck and the Music Hall Murders“ spielt im Jahr 1880 in Limehouse (London), und die Handlung wird aus Sicht der siebzehnjährigen Kitty erzählt, die seit ein paar Jahren hinter den Kulissen einer Music Hall arbeitet.

Diese Music Hall gehört Lady Ginger, einer Drogenbaronin, in deren Händen das Schicksal der meisten Personen in Limehouse liegt und die es als persönlichen Angriff auf ihr Geschäft wertet, als nach und nach Music-Hall-Mädchen verschwinden. Obwohl keine Leichen gefunden werden, steht schnell fest, dass keines der Mädchen freiwillig verschwunden ist, und „natürlich“ kann eine Person wie Lady Ginger nicht die Polizei auf den unbekannten Täter ansetzen. Also wird Kitty damit beauftragt herauszufinden, was mit ihren Kolleginnen passiert ist. Dieser Auftrag sorgt dafür, dass sie – statt weiter hinter den Kulissen von „The Gaudy“ zu arbeiten – ganz neue Fähigkeiten lernt und als neue Sensation auf der Bühne ins Scheinwerferlicht rückt. Allerdings bedeutet das auch, dass ihr Leben keinen Penny mehr wert sein wird, wenn sie Lady Ginger nicht so bald wie möglich den Verantwortlichen für das Verschwinden der Mädchen präsentieren kann.

Es gibt zwei Punkte in der Geschichte, die mir Probleme bereiten. Einmal die Tatsache, dass sexueller Missbrauch ständig ein Thema und eine Bedrohung für Kitty ist, ohne dass diese Szenen mehr zur Handlung beitragen als zu zeigen, wie sehr das Wohlergehen der (noch jungfräulichen) Protagonistin von den Launen der diversen Männer abhängig ist – was spätestens nach der ersten solchen Szene deutlich genug ist, um nicht ständig wieder aufgegriffen werden zu müssen. Den zweiten Punkt finde ich aber noch gravierender, und das ist der Widerspruch, der sich für mich daraus ergibt, dass Kitty auf der einen Seite von anderen Personen immer als intelligent und einfallsreich beschrieben wird, aber auf der anderen Seite so gar keine Initiative entwickelt, wenn es um die Ermittlungen rund um die verschwundenen Mädchen geht.

Es gibt so viele Gründe, wieso es für Kitty wichtig ist, dass sie so schnell wie möglich herausfindet, was mit ihren Kolleginnen passiert sein könnte. Aber sie ist trotzdem wochenlang vollkommen zufrieden damit, als passive Beobachterin zu agieren – und die einzige Begründung, die den Leser*innen dafür geboten wird, ist, dass sie doch gar nicht weiß, wie Ermittlungen geführt werden. Von einer Person, die sonst nicht auf den Mund gefallen ist, die zumindest einige der Opfer sehr gut kannte und deren eigenes Wohlergehen von ihrem Erfolg abhängt, finde ich das etwas … schwach. Es gäbe so viele Dinge, über die sie zumindest hätte nachdenken können, und es gäbe so viele Personen, mit denen sie hätte reden können, aber statt aktiv Erkundigungen anzustellen, lässt sie sich von ihrem Chef und Lady Ginger wochenlang aufwändig für die Bühne trainieren, nur um dann als Köder zu enden.

Ein Köder, dessen Leben (oder Erfolg beim Mörderfang) nicht wichtig genug zu sein scheint, um von irgendjemandem beschützt zu werden. Was mich zu der Frage bringt, welchen Sinn so ein Köder haben soll, wenn eventuell gewonnenes Wissen nicht mehr weitergeleitet werden kann, weil die einzige Person, die darüber verfügt, leider ermordet wurde. Ich muss gestehen, dass ich spätestens nach dem ersten Drittel dieses Romans ziemlich frustriert war, weil ich so viele Punkte schrecklich unrund fand. Der Krimianteil ist von der Autorin wirklich schlecht und unlogisch konstruiert worden, und wenn eine bestimmte Person Kitty zeitnah eine Sache aus der Vergangenheit erzählt hätte, hätte sich der gesamte Fall innerhalb der ersten 100 Seiten erledigt. All diese unstimmigen Elemente rund um Kittys Ausbildung als Bühnen-Künstlerin, die Details rund um das verübte Verbrechen und dazu noch Lady Gingers Verhalten haben mich beim Lesen so unglaublich frustriert.

Ich will gar nicht erst von der Grundidee anfangen, dass eine Verbrecherkönigin eine Siebzehnjährige als Ermittlerin einsetzt, statt einige Polizisten in der Hand zu haben, die für sie die Drecksarbeit machen, auch wenn ich zugeben muss, dass es am Ende der Geschichte fast so etwas wie eine Begründung für Lady Gingers Handeln gibt. Aber da die genauso wenig glaubhaft war wie viele andere Aspekte in diesem Buch, tröstet mich das auch nicht über diese schwache Ausgangsidee hinweg. Dabei hätte ich das Buch mit all seinen Details rund um das Leben in Limehouse wirklich gern genossen. Ich mag normalerweise Romane, die das Leben in einer Gegend zeigt, die so sehr von der Seefahrt und den dazugehörigen Schattenseiten geprägt ist wie das historische Limehouse. Ich freue mich, wenn solche Beschreibungen sich eher realistisch als romantisch anfühlen, und ich genieße es, wenn solche Geschichten dann auch die dementsprechende Vielfalt bei den Charakteren aufweisen. Aber obwohl Kate Griffin wirklich viele atmosphärische Szenen rund um das historische Limehouse in „Kitty Peck and the Music Hall Murders“ eingebaut hat, konnten mich diese nicht über die restlichen Unstimmigkeiten in der Handlung hinwegsehen lassen.

Julie Abe: Alliana – Girl of Dragons

„Alliana – Girl of Dragons“ spielt in der gleichen Welt wie die „Eva Evergreen“-Bücher von Julie Abe. Genau genommen spielt Allianas Geschichte früher als die beiden Romane rund um Eva. Evas Eltern sind hier noch Teenager, die in diesem Buch als Nebenfiguren auftauchen, so dass sich die Bücher unabhängig voneinander genießen lassen. Wobei „genießen“ bei einer Aschenputtel-Geschichte vielleicht nicht ganz das richtige Wort ist. Alliana lebt gemeinsam mit ihrer Stiefmutter, ihren beiden Stiefgeschwistern und Großmutter Mari (die die Schwiegermutter ihrer Stiefmutter ist) in einem Gasthaus in dem kleinen Ort Narashino am Rande des Abyss. Dieser Abyss war früher das Grenzgebiet zwischen Rivelle und dem benachbarten Constancia, doch ein Streit zwischen den beiden Ländern hat dazu geführt, dass dort ein unheimlicher Abgrund voller Monster entstanden ist.

Eine magische Barriere sorgt dafür, dass die Einwohner von Narashino sicher leben können, aber fast täglich steigen Abenteurergruppen in den Abyss hinab, um Monster zu jagen oder nach Schätzen zu suchen. Die Aufgabe der Elfjährigen im Gasthaus ist die Versorgung dieser Abenteurergruppen. Alliana fungiert als das einzige Dienstmädchen im Haus – und nur wenn sie ihren Aufgaben zur Zufriedenheit ihrer Stiefmutter nachkommt, kann sie die Schulden (die sie laut ihrer Stiefmutter hat) abarbeiten. Nur die wenigen gestohlenen Momente, die Alliana spät abends gemeinsam mit Großmutter Mari verbringt, sorgen für einen Lichtblick im Leben des Mädchens. An ihren Vater, der vor einigen Jahren im Abgrund verschwand, hat sie kaum noch Erinnerungen, aber Großmutter Mari und ihre Geschichten über die Abenteuer von Königin Natsumi geben ihr ein Gefühl von familiärer Geborgenheit. Als Alliana die junge Hexe Nela kennenlernt, die gemeinsam mit ihren ebenso unerfahrenen Kolleg*innen für die Stabilität der Barriere sorgen soll, kann das Mädchen zum ersten Mal zeigen, dass es über mehr Fähigkeiten als die eines Dienstmädchen verfügt.

Ich muss gestehen, dass ich ein bisschen zwiegespalten auf „Alliana – Girl of Dragons“ zurückblicke, obwohl es an der Erzählweise und der Geschichte eigentlich kaum etwas zu kritisieren gibt. Aber Allianas Aschenputtel-Dasein war so deprimierend zu lesen – und jedes Mal, wenn es einen Hauch Hoffnung für sie gab, kam wieder irgendwas dazwischen und es endete für das Mädchen schlimmer als vorher. Das war nicht schön mitzuverfolgen, auch wenn natürlich von Anfang an klar war, dass es ein glückliches Ende für Alliana geben würde. Dass ich so mit Alliana mitgelitten habe, ist vielleicht auch ein Lob für Julie Abes Schreibstil, der dafür gesorgt hat, dass mich die Situation der Protagonistin so frustiert und wütend gemacht hat. *g*

Aber natürlich ist nicht die gesamte Geschichte durchgehend deprimierend gewesen – wobei es das vermutlich nur noch schlimmer gemacht hat, weil eben der Kontrast zwischen den amüsanten oder wohltuenden Szenen und denen, in denen Alliana von ihrer Stieffamilie ausgenutzt und misshandelt wird, so groß war. Ich mag die fantastische Welt mit all ihren magischen Wesen, die Julie Abe für diese Romane geschaffen hat. Außerdem habe ich die heimeligen oder amüsanten Momente in der Handlung wirklich genossen. Allianas gemeinsame Stunden mit Großmutter Mari, in denen sie stickt und näht, während ihr fantastische und mutmachende Geschichten erzählt werden, sind ebenso schön zu verfolgen wie die Momente, in denen sie sich mit ihrem Freund Isao trifft und sein leckeres Backwerk probieren kann. Dazu kommen noch all die Szenen, in denen Alliana ihren Einfallsreichtum und ihr Wissen einsetzen kann, um Nela und all den anderen zu helfen und in denen ihr bewusst wird, dass eine Person keine große Magie benötigt, um etwas bewirken zu können.

All diese Momente sind wunderschön zu lesen – es sind lauter kleine magische Szene, die von der Autorin mit traditionellen japanischen Elementen durchsetzt wurden und die eine wirklich wunderbare Atmosphäre mit sich bringen. Und dieser deutliche japanische Einfluss sorgt auch dafür, dass sich diese Aschenputtel-Variante für mich deutlich von anderen Geschichten dieser Art unterschied. Aber am Ende frage ich mich ein bisschen, ob ich all diese schönen Szenen nicht mehr hätte genießen können, wenn nicht ein Teil von mir die ganze Zeit darauf gewartet hätte, dass Alliana endlich ihrer Stieffamilie hinter sich lassen kann. Was natürlich bedeutet, dass es vor allem an mir lag, dass ich mit „Alliana – Girl of Dragons“ nicht so glücklich war wie mit den Eva-Evergreen-Büchern. Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie es mir irgendwann bei einem erneuten Lesen des Romans ergehen wird, wenn ich mich noch mehr auf diese kleinen Momente einlassen kann, weil ich ja dann schon weiß, wie die Geschichte weitergeht.

Michelle Manus: A Song to Wake a Thousand Sorrows (The Song Duology Book 1)

„A Song to Wake a Thousand Sorrows“ ist der erste High-Fantasy-Roman von Michelle Manus, den ich gelesen habe (nachdem ich die ersten drei Bände ihrer „Nyx Fortuna“-Reihe im vergangenen Jahr schon sehr mochte), und ich war wirklich überrascht davon, wie ungern ich nach über 700 Seiten die Protagonistin Clare verlassen habe. Die Geschichte spielt in einer anfangs nicht näher beschriebenen fantastischen Welt, in der Magie relativ verbreitet ist und die von einem einzigen König, dem Jackal King, regiert wird. Ich muss gestehen, dass ich es ursprünglich etwas seltsam fand, dass die gesamte Welt von einer Person beherrscht wird, aber wie das möglich ist, wird im Laufe des Romans erklärt. Überhaupt musste ich mich zu Beginn einfach erst einmal auf die Welt einlassen, ohne mir zu große Gedanken zu den Hintergründen zu machen. Aber das war in Ordnung, weil ich die Protagonistin und ihre Erlebnisse spannend genug fand, um eventuelle Fragen erst einmal im Raum stehen lassen zu können.

Erzählt wird die Handlung aus der Perspektive von Clare Brighton, die in der Hauptstadt Veralna City zu Ruhm (und Geld) kommen will. Clare ist ein Songweaver, eine Sängerin, deren Magie es ihr erlaubt, ihr Publikum zu beeinflussen. Außerdem ist sie – nach all den Misshandlungen, die sie in der Vergangenheit durchleben musste – wild entschlossen, eine Position zu erlangen, die ihr Sicherheit und Reichtum verspricht. Dummerweise ist Clare nicht nur ein Songweaver, sondern sie verfügt über eine weitere Macht (oder verfügt diese Macht über sie?), die sie den „Song“ nennt und die dazu führen würde, dass der Jackal King sie töten würde, wenn er jemals davon erführe. Schnell lernt Clare, dass Ruhm und Geld allein nicht ausreichen, um sich sicher zu fühlen, und obwohl es so einige Personen gibt, die ihr helfen wollen, ist es für eine Frau mit ihrer Vergangenheit nicht so einfach, anderen genügend zu vertrauen, um ihre Unterstützung annehmen zu können.

Ich muss betonen, dass „A Song to Wake a Thousand Sorrows“ kein einfaches Buch ist und eine ganze Reihe an Content Warnings (Missbrauch, Misshandlungen, Völkermord, Mord und noch so einiges mehr) mit sich bringt. Aber für mich persönlich waren all diese Elemente trotzdem gut lesbar, weil sie zum Großteil in der Vergangenheit der Protagonistin lagen und nicht detailliert beschrieben wurden und Michelle Manus es zum anderen geschafft hat, dass ich bei den aktuelleren Ereignissen in der Geschichte daran glauben konnte, dass es irgendwann besser wird – auch wenn ich für dieses „besser werden“ wohl auf das Ende des zweiten Bands warten muss, da das Buch mit einem Cliffhanger endet. Aber den Hauptteil des Romans über habe ich mich – wenn man bedenkt, was für traumatische Themen angedeutet oder sogar gezeigt werden – überraschend gut unterhalten gefühlt. Clare ist natürlich von all der Ereignisse in ihrer Kindheit und Jugend geprägt, was dazu führt, dass dieser Charakter regelmäßig zwischen Wut und Panikattacken schwankt. Aber sie ist auch fest entschlossen, sich eine bessere Zukunft zu erkämpfen – und wenn das nicht immer zu den rationalsten Handlungen führte, so konnte ich ihre Gründe beim Lesen doch zumindest immer nachvollziehen.

Obwohl ich hier so viel über Traumata geschrieben habe, gibt es überraschend viele amüsante und wohltuende Szenen in dem Roman, die ich wirklich genossen habe. Es ist so schön zu verfolgen, wie Clare – obwohl sie sich eigentlich nur um sich selbst kümmern wollte – langsam Freundschaften aufbaut. Ich fand es unterhaltsam zu lesen, wie ihre Weigerung, sich unsinnigen Traditionen zu unterwerfen, im Laufe der Geschichte dazu führt, dass sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen für andere Personen deutlich verbessern. Und die Tatsache, dass ihre verborgene Magie eine Bedrohung für den Jackal King darstellen könnte, lässt anderen Figuren, die ich beim Lesen ebenfalls ins Herz geschlossen habe, auf eine bessere Zukunft hoffen. Es gibt so viele vielschichtige und sympathische Charaktere in der Geschichte, die alles andere als perfekt sind, aber gerade das sorgt dafür, dass mir ihr Wohlergehen am Herzen lag und ich mit ihrem Schicksal mitfieberte. „A Song to Wake a Thousand Sorrows“ war erstaunlich mitreißend zu lesen und – trotz der vielen belastenden Elemente – überraschend schwer aus der Hand zu legen. Es ist lange her, dass ich einen klassischen Fantasyroman so sehr genossen habe, und ich hoffe sehr, dass bald einen Veröffentlichungstermin für die Fortsetzung angekündigt wird, weil ich unglaublich gespannt darauf bin, wie die Geschichte ausgeht.

Lese-Eindrücke April 2024

Eigentlich dachte ich, dass sich dieser Beitrag gar nicht lohnen würde, weil ich für die meisten Titel, die ich im April gelesen habe, eigentlich noch Rezensionen schreiben möchte. Und dann ging mir durch den Kopf, dass ich hier zumindest die Reihenfortsetzungen erwähnen könnte … 😉

Skyla Dawn Cameron: Alone at Night (Waverly Jones 3)

„Alone at Night“ ist der dritte Teil rund um die Privatdetektivin Waverly Jones von Skyla Dawn Cameron, und ich kann nach dem Lesen dieses Bands nur sagen, dass ich die Reihe wirklich liebe. Die wichtigsten Punkte hatte ich eigentlich schon in der Rezension zu dem Waverly-Jones-Auftaktband angesprochen, aber ich möchte hier noch einmal betonen, wie sehr ich es mag, dass sich die Autorin in dieser Reihe vor allem mit der Frage beschäftigt, welche Auswirkungen ein Verbrechen auf die Opfer bzw. ihre Hinterbliebenen und ihre Umgebung hat. Es gibt einen Handlungsfaden, der sich durch alle Bände der Reihe zieht, aber auch für jeden einzelnen Band einen „aktuelleren“ Fall, der eine neue Facette des Grundthemas beleuchtet. Skyla Dawn Cameron hat mit den Waverly-Jones-Büchern eine ungewöhnliche Thriller-/Mystery-Reihe geschaffen, bei der die (für mich) überraschenden Wendungen weniger bei der Enthüllung der Täter als bei den (Re-)Aktionen der Figuren zu finden sind.

Morgan Stang: Murder at Spindle Manor (The Lamplight Murder Mysteries 1)

Dieses Buch hat mich ein bisschen sprachlos gemacht, und am Ende hat mich vor allem die Frage beschäftigt, was ich da eigentlich gerade gelesen habe. Grundsätzlich finde ich die – edwardianisch/viktorianisch angehauchte – Fantasy-Welt, die Morgan Stang für seinen Krimi geschaffen hat, wirklich faszinierend. Ich mochte die Figuren, auch wenn sie so viel Tiefe hatten wie ein Abziehbild, und mir gefiel die Grundidee für diesen Mord in geschlossener Gesellschafft/Mord in verschlossenem Raum. Aber trotz all der theoretisch (!) lustigen Elemente und einem Umfang von knapp 250 Seiten zogen sich die Ermittlungen endlos hin und immer wieder wurden Dinge wiederholt, die auf der Hand lagen. Am Ende fühlte es sich an, als ob ich in einer „Eine Leiche zum Dessert“-Dauerschleife gefangen wäre – und so unterhaltsam ich den Film finde, ich möchte dann doch nicht mehrere Stunden am Stück damit verbringen!

Mara Webb: Better Off Bread (Compass Cove 3)

Nachdem ich den ersten Teil („Cakes to Die For“) von Mara Webbs Compass-Cove-Reihe sehr nett fand und mich über den zweiten Band („A Brunch With Death“) ziemlich geärgert hatte, hat es mir doch keine rechte Ruhe gelassen und ich habe im April doch noch den dritten Roman aus der Reihe gelesen. Immerhin kann ich so nun sagen, dass die Geschichte, die sich um die Ermordung des Jurors eines Brotback-Wettbewerbs dreht, für mich wieder so unterhaltsam war wie der erste Band. Dieses Mal hat die Autorin sich mehr auf weitere fantastische Elemente in Compass Cove konzentriert, der „romantische“ Teil der Handlung war so gut wie nicht vorhanden (yeah!) und die Protagonistin hat ein neues magisches Haustier, das ich wirklich nett fand. Wenn die Serie so bleibt, dann habe ich noch ein paar nette Bücher „für zwischendurch“ vor mir.