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Challenges 2013 – Statistik

Challenges 2013

Vorweihnachts-Lese-Challenge von Ariana:
Vom 01.12.2013 bis zum 26.12.2013 mit dem Ziel
die Adventszeit mit gemütlichen (weihnachtlichen) Lesestunden zu genießen.

1. Adventssonntag
2. Adventssonntag
3. Adventssonntag
4. Adventssonntag
Fazit

Regeldetails siehe Link, eine grobe Regelaufstellung zur Erinnerung folgt hier:
Jeden Monat muss ein Buch von der „The Big Read“-Liste gelesen und rezensiert werden.
Von jedem Autor darf nur ein Buch gelesen werden.
Wenn in einem Monat kein Buch gelesen wird,
muss im nächsten Monat zusätzlich ein Strafbuch bewältigt werden.
(Milas Übersichtsliste)

Januar: Terry Prattchet – Gevatter Tod
Februar: Dodie Smith – I Capture The Castle
März: Frances Hodgson Burnett – The Secret Garden
April: Daphne du Maurier – Rebecca
Mai: Lucy Maud Montgomery – Anne auf Green Gables
Juni: Harper Lee – Wer die Nachtigall stört
Juli: Jacqueline Wilson – The Story of Tracy Beaker
August: Wilkie Collins – The Woman in White
September: Jane Austen – Überredung
Oktober: Charlotte Brontë – Jane Eyre
November: Louisa May Alcott – Little Women
Dezember: Charles Dickens – A Christmas Carol

12/12 gelesen und rezensiert – beendet am 29.12.2013

Persönliche Vorhaben für 2013:
1. English-Challenge

Da mir die „English-Challenge“ von Katrin und Nina in den letzten zwei Jahren Spaß gemacht hat und das Lesen auf Englisch dadurch wieder viel selbstverständlicher geworden ist, verlängere ich die Challenge für mich um ein weiteres Jahr. Also werde ich wieder ein englisches Buch pro Monat lesen und möglichst zeitnah rezensieren und wenn ich das in einem Monat nicht schaffe, dann gibt es zusätzlich ein Strafbuch!

Januar: Seanan McGuire – Discount Armageddon (InCryptid #1)
Februar: Juliet Blackwell – Secondhand Spirits (Witchcraft Mystery #1)
März: Rhys Bowen – Her Royal Pain (A Royal Spyness Mystery #2)
April: Seanan McGuire – Midnight Blue-Light Special (InCryptid #2)
Mai: Tanya Huff – The Complete Keeper Chronicles
Juni: Tamora Pierce – Tordall and Other Lands
Juli: Juliet Blackwell – Tarnished and Torn (Witchcraft Mystery #5) [nicht rezensiert, da Band 5]
August: Diane Zahler – The Thirteenth Princess
September: Kelly Meding – Another Kind of Dead (Dreg City # 3) [nicht rezensiert, da Band 3]
Oktober: Kelly Meding – Wrong Side of Dead (Dreg City #4) [nicht rezensiert, da Band 4]
November: Julia Quinn – A Night Like This
Dezember: Louisa May Alcott: Little Women

12/12 gelesen (und rezensiert) – beendet am 13.12.2013

2. Individuelle Monatsvorhaben (zum SuB-Abbau)

Januar: 5 Bücher vom SuB lesen (5/5)
Februar: Leih-SuB abarbeiten (3/3) [2 Bücher im März gelesen, 1 Buch im Mai gelesen]
März: 5 Bücher vom SuB lesen (7/5)
April: 3 R-Titel (2/3) und 1 T-Titel (1/1) vom SuB lesen [je 1 R-Titel im April und Mai, 1 T-Titel im August]
Mai: 5 Bücher vom SuB (5/5) lesen [4 im Mai, 1 im August]
Juni: 3 angefangene Serien (soweit vorhanden) beenden [2/3]
Juli: Urlaub von den ganzen Vorhaben!
August: 5 Bücher vom SuB lesen (8/5) [+1 um den Mai auszugleichen]
September: Schwerpunkt Reihenlesen ohne Mengenvorgabe
Oktober: 5 Bücher vom SuB lesen (4/5)
November: 5 Bücher vom Leih-SuB lesen (5/5)
Dezember: 5 Bücher vom SuB lesen (3/5)

Stand 31.12.2013 – Gerade mal die Hälfte der Monate war ich erfolgreich, aber ich habe trotzdem mehr geschafft, als ich ohne diese Vorhaben auf die Reihe bekommen hätte und bin deshalb zufrieden. 

Sachbuch-Challenge 2014 – Eine Vorauswahl

Nachdem es nur noch zwei Tage bis zum Beginn meiner Sachbuch-Challenge sind, habe ich mich heute mal durch mein Regal gewühlt und eine Vorauswahl getroffen. Einige dieser Titel liegen schon seit Jahren da und warten darauf, dass ich ihnen meine Aufmerksamkeit widme, andere „nur“ seit ein paar Monaten. Immerhin kann ich sagen, dass ich mich immer noch für die verschiedenen Themengebiete interessiere und keines der Bücher als nicht mehr reizvoll empfinde.

1. Cornelia Gerlach: Pionierin der Arktis
Das Buch hatte ich im Sommer schon mal angefangen, bin aber nie über das erste Drittel hinausgekommen. Sollte es in den nächsten Wochen doch mal schneien, werde ich damit von vorne anfangen und hoffen, dass ich dieses Mal auch bis zum Ende komme.

2. Jo Whittingham: Gärtnern ohne Garten
Heute frisch eingetroffen und bislang nur kurz durchblättert. Ein Sachbuch rund um den Anbau von Obst und Gemüse in Kübeln, das mir hoffentlich im nächsten Jahr viel Lust aufs Experimentieren macht.

3. Sven Rausch: 50 Klassiker – Römische Antike
Die „50 Klassiker“ sind mir schon vor einiger Zeit ans Herz gelegt worden und ich dachte, dass das eine gute Gelegenheit wäre, meine paar Wissensbrocken etwas auszuweiten.

4. Barbara Sichtermann: 50 Klassiker – Schriftstellerinnen
Da ich zu den Lesern gehöre, die es spannend finden, wenn sie mehr über die Menschen hinter den Büchern erfahren, musste ich bei dem Buch zugreifen. Tja, und nun steht es schon seit vier Jahren im Regal und wartet auf Aufmerksamkeit.

5. Ebba D. Drolshagen: Der freundliche Feind
Ich gehöre (leider) zu den Leuten, die etwas übersättigt sind von Filmen und Büchern zum Thema „2. Weltkrieg“. Wir haben nicht nur damals in der Schule sehr viele Unterrichtsstunden dafür aufgewandt, ich habe zu der Zeit auch privat sehr viel dazu gelesen. Wenn ich aber über einen Titel stolpere, der mir das Gefühl gibt, dass er andere Facetten dieser Zeit beleuchtet, dann werde ich doch wieder neugierig.

6. Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung
 – siehe Nr. 5 – 😉

7. Laura Thompson: Agatha Christie
Das Buch habe ich mir zu einer Zeit zugelegt, als ich sehr viel über Agatha Christie las – und am Ende etwas genervt war, weil ich in all diese Biografien die gleichen Textpassagen fand. Inzwischen ist etwas Zeit vergangen und ich hoffe, dass Laura Thompson mir vielleicht etwas Neues über die Schriftstellerin zu erzählen hat.

8. Dieter Breuers: Colonia im Mittelalter
Ein bisschen Wissen über die Stadtgeschichte Kölns habe ich, dazu kommen sehr viele Informationsbröckchen aus historischen Romanen, die in der Gegend spielten. Da ich dachte, dass fundiertere Informationen ganz spannend wären, habe ich mir das Buch zugelegt – und bislang nicht einmal aufgeschlagen …

9. Reinhard Osteroth: Erfinderwelten
Was das Thema „Erfindungen“ angeht, so würde ich behaupten, dass ich da ein gut fundiertes Allgemeinwissen habe – und es schadet ja nie, wenn man das noch etwas vertieft. 😉

10. Alberto Angela: Vom Gladiator zur Hure
Vom dem Buch erhoffe ich mir Details über das Römische Reich, die mal andere Bereiche betreffen als die Dinge, die ich im Lateinunterricht, im Studium oder über historische Romane gesammelt habe.

Diese zehn Titel sind nur ein Teil meines Sachbuch-SuBs und wurden von mir heute spontan aus dem Regal gezogen, weil ich darauf momentan die meiste Lust hatte. Ich bin gespannt, ob ich diese zehn Bücher wirklich im kommenden Jahr lesen werden oder mich immer wieder umentscheide. Wie ich mich kenne, wird mich auch der eine oder andere Challenge-Mitstreiter noch mit einer begeisterten Rezension zu einem Sachbuch verführen können. 😉 Auf jeden Fall freu ich mich gerade sehr auf diese Challenge!

Jane Austen: Überredung

Seitdem ich vor zwei Jahren den Jane-Austen-Schuber zum Geburtstag bekommen habe, möchte ich die Romane wieder lesen. Als ich dann Mitte November feststellte, dass mir die Zeit für die „100 Bücher“-Challenge davonlief (und dass die Bibliothek die dafür vorgemerkten Titel wohl nicht mehr rechtzeitig zur Verfügung stellen kann), nahm ich mir vor, dass ich diese Challenge – und somit vermutlich auch mein „Lesejahr“ – mit einem Titel von Jane Austen beenden werde. Meine Wahl dafür ist auf „Überredung“ gefallen, eine meiner Lieblingsgeschichten von Jane Austen, die aber – zumindest empfinde ich das so – von den meisten Leuten weniger geschätzt wird als „Stolz und Vorurteil“, „Verstand und Gefühl“ oder „Emma“.

Ich muss zugeben, dass Anne als Hauptfigur deutlich weniger im Mittelpunkt der Geschichte steht als andere Charaktere von Jane Austen. Während sich bei den anderen Romanen die Handlung zum Großteil um die Protagonisten arrangiert und die Nebenfiguren nicht so präsent sind wie diese, habe ich bei „Überredung“ das Gefühl, dass Anne deutlich weniger ins Auge fällt. Sie hat so viele Jahre ihre Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche unterdrückt, dass sie dem Leser vor lauter Zurückhaltung weniger nah kommt – und doch lernt man all die Nebenfiguren vor allem dadurch kennen, wie sie Anne behandeln, wie sie sie und ihre Aufmerksamkeit als selbstverständlich nehmen und wie sie sie ebenso selbstverständlich zugunsten ihrer eigenen (und häufig sehr egoistischen)Wünsche in die Ecke drängen.

Durch diese erzwungene Passivität ist Anne aber auch eine perfekte Beobachterin geworden. Sie sieht die Gefahr, die von einer Bekannten ihrer älteren Schwester Elizabeth ausgeht, sie ist gegenüber dem wiederentdeckten Cousin Mr. Elliot zurückhaltender als der Rest ihres Bekanntenkreises und wenn man es genau nimmt, dann sah sie schon als junge Frau die Qualitäten in Kapitän Wentworth, die letztendlich zu seinem beruflichen und finanziellen Erfolg führten. So bescheiden sie in allen Dingen ist, so haben die Jahre, in denen sie bedauerte, dass sie sich nicht über den Einfluss von Freunden und Verwandten hinweggesetzt hat und dass sie nicht ihrem Herzen gefolgt ist, dann doch dafür gesorgt, dass sie – bei aller Zurückhaltung und Höflichkeit – ein Rückgrat und feste Ansichten entwickelt hat.

Angenehmerweise schreckt sie auch nicht davor zurück, diese Ansichten zu teilen. Für mich sind das häufig die schönsten Szenen im Buch, diese kleinen Momente, in denen sie im Gespräch mit einer anderen Person ist und ihre Meinung äußert. Hier wird oft deutlich, dass die meisten ihrer hochgeborenen Gesprächspartner recht dumm und oberflächlich sind, weil sie Annes wohldurchdachte Meinung herabsetzen oder nicht ernst nehmen. Diese subtile Kritik an der Oberflächlichkeit einer Gesellschaft, die auf den Rang, den Namen und das Äußere einer Person setzt, statt sich auf das Benehmen und die Intelligenz zu konzentrieren, mag ich sehr. Ebenso schön finde ich es, dass in „Überredung“ immer wieder betont wird, dass die Herkunft oder das manchmal etwas ungehobelte Benehmen einer Figur vollkommen verzeihlich ist, wenn Herzensgüte, Bildung und Anstand ihr Verhalten bestimmen.

Und gerade nach dem Lesen von „Jane Eyre“, wo von der Erzählerin auf jede Gemütsregung eingegangen und ständig eine Nabelschau abgehalten wird, genieße ich die Zurückhaltung und Einfachheit der Erzählweise in „Überredung“. Anne ist in allen Belangen sehr vorsichtig, sie will weder verletzen noch verletzt werden, und so kann man als Leser nur hier und da erahnen, wie sehr sie in den vergangenen Jahren gelitten hat und wie sehr sie nun aufgewühlt ist, weil es ein Wiedersehen mit Kapitän Wentworth gibt. Besonders deutlich wird Annes Situation in den kleinen Nebenbemerkungen, wenn sie zum Beispiel über die innige Verbundenheit der Schwestern Musgrove nachdenkt oder über die Ehe der Crofts und dadurch deutlich wird, wie sehr sie eine Vertraute vermissen muss und wie sehr sie sich nach einer harmonischen Beziehung sehnt. Aber nicht einmal in diesen Szenen klagt sie über ihr Schicksal, sondern arrangiert sich mit ihrer lieblosen Familie und versucht, das Beste aus ihrer Situation zu machen.

Ich habe zwei schöne Tage mit Anne verbracht und mich an all den kleinen Momenten erfreut, in denen sie Hoffnung schöpfte, Rückgrat zeigte und mich mit ihren – zum Teil erstaunlich spitzen – Beobachtungen unterhalten hat. So hat mir die „100 Bücher“-Challenge das Jahr hindurch nicht nur erlaubt, einige Neuentdeckungen zu machen, sondern auch die Gelegenheit gegeben, einige schon bekannte Klassiker neu zu entdecken. Ich finde es immer wieder schön und spannend, welche neuen Facetten mir an einer Geschichte auffallen und an welche Aspekte ich mich noch klar erinnerte, obwohl das letzte Lesen einige Jahre her ist.

Charlotte Brontë: Jane Eyre

Auch „Jane Eyre“ von Charlotte Brontë gehört zu den Romanen, die ich für die „100 Bücher“-Challenge gelesen habe. „Jane Eyre“ habe ich das erste (und letzte) Mal mit ungefähr zwölf Jahren gelesen und inzwischen bin ich mir nicht mehr sicher, ob ich damals eine ungekürzte Fassung in die Hände bekommen hatte oder ob ich in der Zwischenzeit sehr viel vergessen hatte.

So konnte ich mich zum Beispiel nicht mehr daran erinnern, dass in diesem Roman anfangs ein gar nicht so unerheblicher Teil dafür draufgeht, das Leben der kleinen Jane bei ihrer Tante zu beschreiben. Dabei wird deutlich, wie sehr das Mädchen unter der ungerechten Behandlung ihrer Verwandten und den Quälereien durch ihren Cousin leidet. Auch die Zeit im Institut hatte ich ziemlich verdrängt, auch wenn ich mich noch daran erinnerte, dass sie in einem solchen ausgebildet wurde. Und ich muss zugeben, dass ich beim nochmaligen Lesen ganz froh war, dass ich an Janes Freundin Helen zum Beispiel keine Erinnerungen mehr hatte, denn deren langen Monologe fand ich stellenweise doch recht ermüdend.

Erst mit Janes Eintreffen auf Thornfield und ihrer ersten Begegnung mit Mr. Rochester kam ich wieder in vertrautes Gebiet. Allein schon die Szene mit dem Pferd und dem Hund ist ja recht unvergesslich, aber auch das langsame Kennenlernen der beiden Charaktere, Janes Sehnsucht nach mehr Abenteuer, als ihr ihr Leben bieten kann, sein launenhaftes Wesen und natürlich das in Flammen stehende Bett – das alles sind bekannte Fixpunkte. Was ich hingegen vollständig verdrängt hatte, war, dass auch Mr. Rochester eine Neigung zu Monologen hegte – natürlich nur herbeigeführt durch Janes geduldiges Zuhören. Überhaupt habe ich das Gefühl, dass sich alle Menschen in diesem Roman sehr gern selbst reden hören. 😉

Außerdem ist mir der Unterschied zwischen den beiden Männern in Janes Leben nicht mehr so bewusst gewesen. Während ich Mr. Rochester mag und verstehen kann (obwohl er trotz der Dame im dritten Stock Zukunftspläne hegt), ist mir St. John recht zuwider gewesen. Seine Bereitschaft, alle Mittel anzuwenden, um seinen Willen zu bekommen, und dabei immer zu behaupten, es geschehe doch nur im Namen Gottes, fand ich wirklich abschreckend. Ebenso unangenehm war es mir, wie Jane sich in seiner Gegenwart von Woche zu Woche verändert hat.

Am Ende ist es aber – trotz der großen Liebe, die zwischen ihnen herrscht – das Verhältnis zwischen Jane und ihrem Mr. Rochester, das dafür sorgt, dass ich den Roman wohl so schnell nicht noch einmal lesen werde. Jane verhindert anfangs jede Großzügigkeit von seiner Seite, er ist verliebt, er möchte sie erfreuen, aber sie scheint dabei nur das Gefühl zu haben, dass er sie kaufen will. Erst als er derjenigee ist, der abhängig von ihr ist, als sie großzügig und „opferbereit“ sein darf, kann sie ihrer Liebe nachgeben, erst dann gibt es eine Zukunft für die beiden – und das lässt mich das Buch mit einem etwas bitteren Nachgeschmack beenden.

Vorweihnachts-Lese-Challenge Fazit

Als Ariana im November ihre „Vorweihnachts-Lese-Challenge“ vorstellte, war ich gleich angetan von dem Gedanken. Sich bewusst während der Adventszeit hinzusetzen und nicht nur zu lesen, sondern Bücher mit Weihnachts- oder Winterbezug zu wählen, fand ich nett. Da ich zu dem Zeitpunkt nicht sicher war, ob ich mehrere Titel zu diesen Themen finden würde, hatte ich mir nur die Anthologie „A Grosvenor Square Christmas“ und regelmäßige Lesestunden an den Adventssonntagen vorgenommen. Heute endet die Challenge offiziell und ich mag noch einmal auf die gelesenen Bücher zurückblicken.

Lustigerweise waren die Advents(sonn)tage für mich von Anthologien geprägt. Neben den Regency-Geschichten aus „A Grosvenor Square Christmas“ hatte ich mir noch „Den Nächsten, der Frohe Weihnachten zu mir sagt, bringe ich um“ vorgenommen. Dieser Titel enthält zwölf sehr unterschiedliche (Krimi-)Kurzgeschichten rund um das Thema Weihnachten – mir persönlich war die Zusammenstellung ehrlich gesagt zu unterschiedlich und so musste ich mich nicht nur durch manche Geschichte hindurchkämpfen, sondern habe mich zum Teil sehr über manchen Autor geärgert.

„A Christmas Carol“ von Charles Dickens hat mir hingegen viel Spaß bereitet und ich war am Ende richtig traurig, weil dieses Buch so schnell gelesen war. Diese Geschichte hatte mich so richtig in Weihnachtsstimmung gebracht (und mein armer Mann durfte sich das eine oder andere „Bah! Humbug!“ anhören. 😉 )

Weiter ging es mit „Süßer die Schreie nie klingen“ – wenn ich nicht so spät damit angefangen hätte, dann wäre diese Anthologie ein schöner Adventskalender geworden. Der Titel beinhaltet 24 weihnachtliche Krimikurzgeschichten von Autoren, die sich zum Großteil auf Regionalkriminalromane spezialisiert haben. Ich fand die Zusammenstellung deutlich harmonischer als in der anderen Weihnachtskrimianthologie und die Geschichten haben mir auch mehr zugesagt. So habe ich mir so gut wie immer gut unterhalten gefühlt und manchmal fröhlich vor mich hingekichert, während ich eine bitterböse Handlung verfolgte, habe mit ein paar unabsichtlichen Mördern mitgefühlt oder ein kleines Tränchen für einen Auftragsmörder verdrückt.

Am vierten Adventssonntag reichte meine Konzentration dann nur noch für das Beenden von „A Grosvenor Square Christmas“ – leider mit einer nicht ganz so hübschen Geschichte wie die vorhergehenden drei Episoden. Trotzdem musste ich feststellen, dass diese netten und manchmal etwas kitschigen Kurzgeschichten fast schon den Höhepunkt meines Advenslesen bildeten. Denn so gern ich die Krimikurzgeschichten aus „Süßer die Schreie nie klingen“ mochte, so erholsam und weihnachtlich fand ich es, wenn sich ein Pärchen auf einem Weihnachtsball am Grosvenor Square einfand.

Eigentlich hatte ich noch gehofft, dass ich in diesen Tagen einen Blick in „Krampus“ werfen könnte, aber wie so oft hatte ich weniger Lesezeit als erwartet zur Verfügung. Aber der Roman läuft mir ja nicht weg und ich werde bestimmt in den nächsten Wochen dazu kommen. Seit dem 4. Adventssonntag habe ich allerdings kein winter-weihnachtliches Buch mehr angefasst, da ich mich im Endspurt für die „100 Bücher“-Challenge befinde. Bis ich „Jane Eyre“ und einen noch unbestimmten Jane-Austen-Roman beendet habe, ist nicht nur die Vorweihnachts-Lese-Challenge vorbei, sondern vermutlich auch das Jahr 2013. 😉

Vielen Dank an Ariana für die tolle Idee! Ohne diese Challenge hätte ich zwar auch im Dezember das eine oder andere Buch gelesen, aber ich weiß nicht, ob ich mir bewusst die Sonntage dafür freigehalten und so viel Weihnachtliches gelesen hätte. Da das aber – trotz der einen oder anderen enttäuschende Geschichte – so viel Spaß gemacht hat, hoffe ich, dass ich mir auch im nächsten Jahr wieder bewusst ein paar Adventslesestunden gönnen werde.

Weihnachtlicher SuB-Zuwachs

Ach, was ist es doch gemütlich, beieinander zu sitzen, zu schwatzen, zu lesen und zu spielen – und zu wissen, dass all die Menschen, die einem am Herzen liegen, sich an diesem Tag ebenso über die kleinen Aufmerksamkeiten freuen, die man verschenkt hat, wie man selbst sich über die Geschenke freut, die man bekommen hat.

Getränkt von dieser „es ist Weihnachten“-Stimmung, sitze ich seit heute Vormittag auf dem Sofa, schmuse mit den Katzen, telefoniere mit der Familie und stöbere hier und da ein bisschen in den neuen Büchern. Bevor ich mich gleich wieder „Jane Eyre“ (Challenge-Endspurt) widme, stelle ich noch den „weihnachtlichen SuB-Zuwachs“ online, denn ich habe so wunderschöne Titel bekommen, dass ich sie gleich herzeigen mag. 😉

Durch „Täglich vegetarisch“ habe ich gestern Abend schon gründlich geblättert und bin ganz hingerissen. So viele simple, aber lecker klingende Gerichte! Mit einem Schmunzeln musste ich aber auch feststellen, dass ich das eine oder andere Rezept schon gekocht habe, da es (leicht abgewandelt) auf meinem Lieblingsfoodblog zu finden ist. 😀 Mit „Rune Factory 3“ habe ich die Reihe nun komplett – Teil 4 wird bei mir dann aber wohl nicht mehr einziehen, da Nintendo leider mit dem 3DS auch Regionalcodes eingeführt hat und dieses Spiel leider bislang nicht in Europa veröffentlicht wurde.

„Moon Called“ ist der einzige Buch-Zugang, der nicht auf dem SuB landen wird, denn den Band kenne ich schon auf Deutsch. Mit „Shadow City“ geht für mich die „Horngate Witches“-Reihe weiter und auch „Kiss of Frost“ und „Dark Frost“ (Mythos Academy) sind Reihenfortsetzungen, auf die ich mich sehr freue.

Besonder schön finde ich „Battle Magic“ von Tamora Pierce. Ich freue mich sehr darüber, dass mich eine Freundin damit überrascht hat. So sehr ich Tamora Pierce als Autorin schätze und ihre Bücher mag, so sehr habe ich doch – dank der langen Wartezeiten – inzwischen ihre Veröffentlichungen aus den Augen verloren.

Marie Brennans „Natural History of Dragons“ ist innen ebenso schön anzuschauen wie von außen – auch wenn die Ausgabe leider einen Rough Cut hat, was ich wirklich schrecklich finde. So langsam muss ich mir wohl mal wieder einen Buchbinder suchen, der mir diese Ausgaben begradigt. Trotzdem freue ich mich schon sehr darauf, es zu lesen!

Aber erst einmal werde ich mich heute – wie gesagt – mit „Jane Eyre“ einrollen. Das Essen ist so weit fertig und mein Mann ist so lieb und übernimmt später das Servieren. So kann ich den Rest des Tages einfach gemütlich mit den Katzen auf dem Sofa verbringen, während mein Mann auf dem Nachbarsofa ausgiebig sein neues DS-Spiel testet. 😉

Ich hoffe, ihr könnt euren 1. Weihnachtsfeiertag ebenso gemütlich verbringen wie wir.

Frohe Feiertage!

Auch in diesem Jahr können wir von weißen Weihnachten nur träumen, aber das hindert uns ja nicht daran, es uns gemütlich zu machen und die Feiertage zu genießen. Mein Mann und ich werden die kommenden Tage in Ruhe mit den Katzen verbringen und uns von diesem (etwas chaotischen) Jahr erholen.

Ich hoffe, dass auch ihr eine schöne Zeit habt. Egal, ob ihr die Weihnachtstage mit der Familie oder allein, mit oder ohne Haustiere verbringt:

Ich wünsche euch ruhige, stressfreie und erholsame Feiertage!


SuB-Zuwachs Dezember

In diesem Monat kamen meine Neuzugänge mal nicht gesammelt bei mir an, was dazu geführt hat, dass ich diesen Post fast vergaß. Aber bevor am Weihnachtsabend vielleicht weiterer SuB-Zuwachs zu vermelden ist, möchte ich doch noch – und sei es für meine persönliche Statistik – einen Zugangspost veröffentlichen.

Jennifer Estep: Elemental Assassin 1 – Spider’s Bite
[Mein englischer SuB-Zuwachs kam von Melli, die ihre Begeisterung über diese Serie teilen wollte und deshalb so lieb war und den ersten Band der Elemental-Assassin-Reihe verlost hat.]

Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
[Da ich bislang alle Flavia-Geschichten sehr mochte, musste natürlich auch Band 5 bei mir einziehen.]

Stella Gibbons: Der Sommernachtsball
[Ich mag den Klappentext, ich mag England in den 1930er Jahren und ich hoffe auf wirklich nette Lesestunden.]

Mit drei Titeln hält sich der SuB-Zuwachs noch in Grenzen, was nach den vielen (noch ungelesenen) Büchern, die ich zum Geburtstag bekommen hatte, auch ganz gut ist. 😉

Vorweihnachts-Lese-Challenge am 4.Advent

Der 4. Adventssonntag und somit wieder Zeit für einen „Vorweihnachts-Lese-Challenge-Beitrag“. Ich muss zugeben, dass ich so langsam reif für etwas mehr Weihnachtsruhe bin. Weniger in meinem näheren Umfeld – wir haben es in den letzten Tagen wirklich so gemütlich wie möglich angehen lassen – als in der Nachbarwohnung, mit der es in der vergangenen Woche so viel Stress (durch Lärmbelästigung, in unser Wohnzimmer laufenden Fließestrich und die ganzen folgenden Mails mit unserem Vermieter und dem neuen Besitzer der Nachbarwohnung) gab. Immerhin gab es dann noch gute Nachrichten zum Thema Schallschutz beim weiteren Umbau – trotzdem hätte ich jetzt gern mal eine Phase ohne Lärm und Dreck von oben.

Gelesen habe in der vergangenen Woche nicht so viel, aber „Süßer die Schreie nie klingen“ ist inzwischen trotzdem beendet. So eine Kurzgeschichte kann man ja gut zwischendurch einschieben, wenn man ein paar Minuten zu überbrücken hat. Heute möchte ich ansonsten noch „A Grosvenor Square Christmas“ beenden – und freu mich jetzt schon auf die vierte Liebesgeschichte aus der Anthologie – und dann wird Broms „Krampus“ angelesen. Mal schauen, wie weit ich heute damit komme …

***

„The Last First Kiss“ von Kate Noble bildet den Abschluss der „A Grosvenor Square Chrismas“-Geschichten und handelt von Susannah, die schon seit ihrem neunten Lebensjahr in den Sebastian, den Sohn der Nachbarn, verliebt ist. Während die sechzehnjährige Susannah am Boden zerstört ist, weil Sebastian 1. auf Grand Tour geht und 2. anscheinend nicht mehr als brüderliche Gefühle für sie hegt, macht ihre Tante Julia ihr klar, dass die Abwesenheit ihres Schwarms für sie die Chance ist, sich weiter zu entwickeln. Drei Jahre später treffen sich Susannah und Sebastian auf dem Weihnachtsball am Grosvenor Square wieder …

Die Geschichte war nett, aber auch nicht  mehr. Und ich muss feststellen, dass mir der Schreibstil von Kate Noble nicht so sehr zusagt wie der der anderen Autorinnen. Außerdem bekommen Lucy und Philbert, die schon in den vorhergehenden Episoden etwas Raum hatten, eine Wendung verpasst, die mir nicht so gefällt. Aus den vorherigen Geschichten hatte ich den Eindruck gewonnen, dass sich die beiden sehr nahe stehen, hier hingegen bekomme ich das Gefühl, dass all die kleinen Gesten vorher viel weniger bedeutet haben sollen. Ich hätte lieber die romantischere Sicht der vorhergehenden Geschichten behalten. 😉

Dies und Das (11)

Eigentlich dachte ich, dass ich mit den Pralinen, die ich am Wochenende gemacht habe, nun wirklich durch wäre mit den Weihnachtsgeschenken.

Gestern Abend fiel mir dann ein, dass ich heute eigentlich ein Weihnachtspäckchen an eine Freundin schicken wollte – und das ich das dementsprechende Geschenk noch nicht gemacht hatte. Inzwischen kann ich sagen, dass ich gut zwei Stunden brauche, um eine Buchtasche für ein US-Paperback mit der Hand zu nähen. Oh, und dass ich es nie schaffe die Druckknöpfe symmetrisch anzubringen …

„Spider’s Bite“ durfte dann schon mal ausprobieren, ob die Tasche auch wirklich die richtige Größe hat. 😉

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Seitdem wir hier wohnen, nehme ich für die Nachbarn die Pakete an, wenn die nicht da sind. Das ist für die Paketboten angenehmer, deren Arbeitsbedingungen ja nicht gerade ideal sind, und für die Nachbarn auch, da die nächstgelegene Postfiliale keine berechenbaren oder gar arbeitnehmerfreundliche Öffnungszeiten hat. Wenn aber in der Vorweihnachtszeit viermal am Tag der Paketbote klingelt, dann wird es mir doch etwas viel. Und manchmal würde ich gern meinen Küchentisch auch mal problemlos nutzen können, ohne die Nachbarpakete vorher wegräumen zu müssen.

Auf der anderen Seite gab es in den letzten Tagen diese Momente, wenn der Paketbote mir mit einem verlegenen „Danke“ ein paar Bonbons in die Hand gedrückt hat oder die Nachbarin mit einer Weinflasche vor der Tür stand und erzählte, dass der FedEx-Bote sie angerufen hat, um begeistert zu erzählen, dass das Paket von der Nachbarin angenommen wurde und dass er das in dieser Stadt schon seit Monaten nicht mehr erlebt hätte. (Was vermutlich daran lag, dass das der erste FedEx-Bote war, den ich je zu Gesicht bekommen habe. ;D)

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Auf Twitter habe ich heute schon genug darüber gejammert, trotzdem kommt hier noch ein bisschen Gejammer zum Thema Handwerker. Die Nachbarwohnung über uns ging im Sommer auf einen anderen Besitzer über und im August fingen dann die Renovierungen an. Ich weiß nicht, was für eine Firma da beauftragt wurde, aber wir haben in den vergangenen Monaten zwar keinen durchgehenden Baulärm gehabt, dafür aber sehr viel Lärm zu ungewöhnlichen Zeiten. Nicht selten saßen wir hier zu den 20-Uhr-Nachrichten und hofften vergeblich, dass nun endlich mal Ruhe wäre, oder wir mussten Sonntagsvormittags erleben, dass der Sprinter vom Handwerker vor der Tür geparkt wurde und dann die Arbeit losging.

Ich gebe zu, dass diese Handwerker nichts dafür können, dass es keinen nennenswerten (Tritt-)Schallschutz in diesem Haus gibt. Wir wohnen in einem sehr alten und sehr hellhörigem Haus und haben uns im Laufe der Zeit auch daran gewöhnt, dass wir vom Wecker der inzwischen ausgezogenen Nachbarin immer wach wurden, dass wir frühmorgens mitbekommen, wenn der Nachbar von der Arbeit nach Hause kommt oder genau wissen, wann der andere Nachbar wieder seine Tochter zu Besuch hat und morgens mit ihr zum Kindergarten muss. Aber Baumlärm ist eben doch noch etwas anderes als die alltäglichen Nebengeräusche, die gedämpfter und auch vertrauter sind.

Heute hat einer der Handwerker dann wohl die Fußböden in der Wohnung über uns mit schwerem Gerät geschliffen. Das klang, als ob ich mit den Katzen in einer Flugzeugturbine sitzen würde – und im Gegensatz zu dem Handwerker stand mir und den Tieren kein Gehörschutz zu Verfügung. Bei der Gelegenheit hat sich auch mal wieder gezeigt, dass unsere Wohnung auch dringend eine gründliche Renovierung nötig hätte, denn jedes Mal, wenn der Handwerker oben gegen die Wand stieß, rieselten bei mir Putz und Sand von der Decke. Außerdem haben die Vibrationen dazu geführt, dass im Flur die gläsernen Lampenschirme von der Decke gefallen sind – zum Glück sind die sehr robust und sind nicht zersprungen. Außerdem wurden weder die Katzen noch ich davon getroffen.

Laut Flurfunk soll die Wohnung Mitte Januar vermietet werden und ich hoffe, dass sich der Lärm bis dahin (und auch nach einem eventuellen Einzugstermin) in Grenzen hält und wir die kommenden Feiertage (glaubt mir, wir befürchten da inzwischen das Schlimmste) in Ruhe genießen können.