Was heute schön war …

Café-Frühstück mit der ehemaligen Nachbarin!
(Seitdem wir nicht mehr nebeneinander wohnen, sehen wir uns deutlich häufiger. *g*)

Endlich den großen Bauernmarkt in der Stadt besucht und lauter Leckereien gekauft!
 (Das wollte ich schon seit Jahren, aber normalerweise bin ich samstags nicht in der Nähe.)

Ein neues „Spielzeug“ gegönnt,
damit ich endlich problemlos die Onleihe der Stadtbibliothek nutze kann!

Jetzt lege ich die Füße hoch
und genieße den – gar nicht an eine Großstadt erinnernden – Blick aus dem Fenster. 🙂

Moira J. Moore: Resenting the Hero

„Resenting the Hero“ von Moira J. Moore war ein Weihnachtsgeschenk, das nun schon seit über zwei Jahren auf meinem SuB ruht. Den Titel hatte mir eine sehr gute Freundin viele Jahre lang immer wieder ans Herz gelegt und auch wenn ich beim Lesen des Klappentextes die Idee interessant fand und herausfinden wollte, warum meine Freundin so begeistert von dem Roman ist, habe ich das Lesen doch immer vor mir hergeschoben. Die Grundidee dreht sich um eine Welt, die vor vielen Jahrhunderten von Menschen bevölkert wurde, die dafür durchs All gereist waren. Doch die Welt hat sich bei der ersten Besiedlung als sehr gefährlich herausgestellt, weil eine Naturkatastrophe nach der anderen die Bewohner gefährdete. Ein Teil der Siedler hat sich deshalb wieder auf den Weg ins All gemacht, der Rest hat beschlossen, den Katastrophen zu trotzen und sich ein Leben auf dieser Welt aufzubauen. Generationen später wurden auf einmal Kinder geboren, die in der Lage waren, die Natur zu besänftigen – dummerweise führte ihr Kampf gegen die Naturgewalten aber immer zum Tod dieser Kinder.

Erst als sich zwei Mädchen begegneten, von denen die eine die Naturgewalten zügeln und die andere die Auswirkungen auf das erste Mädchen abfangen konnte, ergab sich daraus eine wirksame Waffe gegen die Katastrophen, die das Leben auf dieser Welt so herausfordernd machten. Seitdem werden „Source“ (die die Katastrophen abfangen können) und „Shield“ (die in der Lage sind, ihre „Source“ zu beschützen) gezielt ausgebildet und erst als Erwachsene einander gegenübergestellt, damit sie – durch eine geheimnisvolle Kraft aneinander gebunden – in einer lebenslangen Paarung die Bevölkerung vor Naturkatastrophen beschützen können. Die Protagonistin Dunleavy „Lee“ Mallourough hat ihr Leben lang darauf gewartet, ihren Dienst als Shield antreten zu können. Doch als sie mit Lord Shintaro Karish zusammenkommt, ist ihre Enttäuschung groß, Taro ist angeblich einer der leichtlebigsten Mitglieder der Source-Academy und weder Wein noch Weib abgetan. Lee hingegen ist eine sehr ernsthafte junge Frau und hatte gehofft, sie würde von einer der ruhigen und ebenso ernsthaften Sources erwählt. Noch irritierender ist für sie der erste Auftrag, den sie und Taro erfüllen sollen, denn sie werden in eine Stadt geschickte, die in einem so gefährlichen Gebiet liegt, dass dort immer sechs Source-Shield-Paare gleichzeitig stationiert sind.

Ich muss gestehen, dass ich es immer etwas doof finde, wenn eine Welt einen SF-Ansatz hat, aber das dann in der Handlung keine wirkliche Rolle spielt (und da ist es mir auch egal, ob das vielleicht in Zukunft in der Reihe noch einmal erwähnenswert sein sollte). Noch blöder finde ich es, wenn ich keine Erklärung dafür bekomme, warum aus einer hochtechnisierten Gesellschaft (die in der Lage ist, durchs All zu reisen) eine mittelalterliche Gesellschaft wird, die auf eine Art Magie zurückgreifen muss und in der per Pferd gereist wird – auch wenn ich jetzt raten könnte, dass das vielleicht an all den Katastrophen lag. Außerdem hatte ich ein Problem mit der Protagonistin, die zwar auf der einen Seite gut ausgebildet und eine sehr genaue Beobachterin ist, auf der anderen Seite aber nicht in der Lage ist, sich eine eigene Meinung über ihren Partner zu bilden. Lee ist so davon überzeugt, dass Taro unzuverlässig ist und Nacht für Nacht von Bett zu Bett hüpft, dass sie sich die ganze Zeit erzählt, dass jede Aufmerksamkeit seinerseits, jedes Pflichtbewusstsein und jeder Spur von Professionalität eine Ausnahme sein muss. Obwohl sie ihn nie anders erlebt hat, glaubt sie lieber all dem Klatsch und Tratsch, den sie vor ihrem Kennenlernen gehört (und selbst weiterverbreitet) hat. Das Ganze wäre für mich einfacher zu ertragen gewesen, wenn die Handlung nicht in der 1. Person erzählt würde, aber so wurde ich von der Autorin gezwungen, jeden Gedanken von Lee zu verfolgen – egal, wie bescheuert sie sich verhalten hat.

Während Lee also Wochen benötigt, um zu kapieren, dass Taro nicht der egoistische Bruder Leichtfuß ist, den sie immer in ihm sehen wollte, findet sie genau einen einzigen neuen Freund in der Stadt, in der sie stationiert ist. Und dieser Freund ist nicht nur extrem eifersüchtig auf Taro, sondern hält auch das gesamte Source-Shield-System für – freundlich ausgedrückt – überholt, was auch damit zusammenhängt, dass er von seinem Bruder, der ebenfalls ein Shield ist, lauter Horrorgeschichten gehört hat. Zu dieser wahnsinnig „spannenden“ Handlung kommen noch zwei Aspekte, die einen Hauch von …. ja, was eigentlich? Krimi? einbringen sollen. Einmal kommt es zu extremen „Katastrophen“, die nicht natürlich zu sein scheinen und die deshalb für Source und Shield tödlich sein können, außerdem wird Taro immer wieder angegriffen. Für Lee ist besonders Letzteres beunruhigend, denn wenn Taro bei einem dieser Attentate getötet würde, würde auch sie sterben. Während alle Beteiligten im Dunkeln tappen, gibt es so viele Hinweise auf die Hintergründe all dieser Dinge, dass ich im Laufe der Zeit immer grummeliger beim Lesen wurde, weil Lee überhaupt nicht kapiert, was los ist, während ich schon längst die Lösung wusste.

Ich gebe zu, dass Moira J. Moore das ganze Ausbildungssystem für die Shields so konzipiert hat, dass die Leute nach Beendigung der Academy (mit 21 Jahren) vollkommen unwissend und naiv auf die Welt losgelassen werden und alles, was sie wissen und beschäftigt, ist, dass sie ihrer Source (und der Gesellschaft) dienen müssen. Zumindest ist das bei Lee so, und das hat mich in den Wahnsinn getrieben. Wenn es möglich ist, Klatsch und Tratsch über das Liebesleben der Sources zu verbreiten, wieso sollten dann die Academy-Angehörigen nichts über aktuelle politische Unruhen, über den Alltag ihrer Standesschichten (Lee zum Beispiel kommt aus einer Kaufmannsfamilie) oder sonstige Aspekte mitbekommen? Gerade weil Lee während ihrer Ausbildungszeit regelmäßig Besuch von ihrer Familie bekam und ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern und Geschwistern hat, würde ich erwarten, dass sie nicht nur über geänderte Steuern für Kaufleute Bescheid weiß (was sie sogar tut!), sondern auch über alltäglichere Dinge, die ihre Familie und vielleicht sogar andere Menschen beschäftigen. Stattdessen hat die Autorin Lee als komplett unwissende und naive Person dargestellt, die – trotz ihrer wahnsinnig guten Beobachtungsgabe – komplett blind ist für alles, was um sie herum vorgeht. Und selbst wenn Lee mal ein ungutes Gefühl hat, dann ignoriert sie es, weil … ja, warum eigentlich? Weil es für die Autorin so einfacher war, ihre Geschichte zu erzählen?

Um nicht nur zu meckern, muss ich zugestehen, dass es ein paar Aspekte gibt, bei denen die Autorin Gesellschaftskritik übt. So werden Source und Shield nicht bezahlt, sondern bekommen alles, was sie haben wollen, umsonst von Händlern und Restaurants. So angenehm das auf den ersten Blick für die Paare zu sein scheint, weil sie sich um nichts kümmern müssen, so wird schnell klar, dass das auch bedeutet, dass sie keinerlei Freiheiten haben, wenn sie mal nicht in offizieller Mission unterwegs sind, und dass ihnen keine privaten Interessen zugestanden werden. Auch gibt es ein gravierendes Ungleichgewicht zwischen Source und Shield, das von der Academy und der Öffentlichkeit gefördert wird, indem die Fähigkeiten der Sources betont und die Shields wie bessere Diener beschrieben werden. Dabei könnte keiner von beiden seine Arbeit machen, wenn es den anderen nicht gäbe.

So ist es offensichtlich, dass es Unruhen rund um dieses System gibt – einmal innerhalb, weil die Shields keine Anerkennung bekommen und zum Teil sogar von den Menschen, an die sie für den Rest ihres Lebens gebunden sind, misshandelt werden, und dann von außen, weil es eine Menge Leute gibt, die nicht einsehen, dass sie so ein „Schmarotzersystem“ finanzieren sollen. Ich kann hier sogar verstehen, dass Lee mit ihrer Prägung durch die Academy sehr lange benötigt, um die Unzufriedenheit ihrer Kollegen und anderer Personen zu verstehen. Aber wie sie dann am Ende mit dem ganzen Thema umgeht, scheint mir eher zu einer Achtjährigen zu passen als zu einer Frau, die zwar jung ist, aber zumindest seit einigen Monaten schon in der „realen“ Welt lebt und die Möglichkeiten gehabt hätte, zu lernen und sich mit anderen Menschen auszutauschen.

Überhaupt finde ich es unfassbar, dass die Protagonistin anscheinend monatelang mit niemandem wirklich redet. Sie meidet ihren Partner, was schon blöd ist, aber was ich so hätte akzeptieren können. Aber sie lebt mit zwölf anderen Personen in einem Haus und scheint sich nicht einmal mit diesen Menschen, die ja auch ihre Arbeitskollegen sind, auszutauschen – weder über den Job noch über irgendwas Privates. Der einzige Mensch, mit dem Lee redet, ist ihr neu gefundener Freund und mit dem hat sie regelmäßig Auseinandersetzungen, weil er ihr Leben, ihre Ausbildung und ihren Partner kritisiert. Die Autorin führt irgendwann eine „Polizistin“ ein, bei deren Auftauchen ich einen kurzen Moment lang die Hoffnung hatte, dass diese (für mich eine der wenigen sympathischen Figuren in dem Buch) für die Hauptfigur zur Freundin werden könnte – wenn sie schon mit niemandem reden mag, der mit ihrem Job zu tun hat -, aber die Einführung dieser Figur bringt überhaupt nichts für die Handlung und spielt überhaupt keine weitere Rolle mehr. Oh, und Lee redet nicht nur mit niemandem, sie hat auch keine Hobbies oder sonstige Interessen. Sie scheint nicht mal die Stadt zu erkunden, obwohl sie nur an vier von sieben Tagen arbeitet und theoretisch genügend Freizeit hätte, nachdem sie sich erst einmal an den neuen Job gewöhnt hat.

Es ist für mich weder nachvollziehbar, was meine Freundin an diesem Roman so toll findet, noch, wieso dieses Buch so viele gute Bewertungen bekommen hat. Die Protagonistin ist mir so auf die Nerven gegangen, der Humor – und ich gehe davon aus, dass all diese Nebenbemerkungen der Protagonistin amüsant sein sollen – liegt mir definitiv nicht, die Handlung ist vorhersehbar und langweilig und die „Liebesgeschichte“ entwickelt sich (wenn auch immerhin angenehm dezent) aus oberflächlichen und für mich nicht nachvollziehbaren Gründen. Außerdem beschleicht mich bei all dem Mangel an Hintergrundinformationen der Verdacht, dass Moira J. Moore keine Antworten auf Nachfragen zu ihrer Welt und ihrer Gesellschaft hätte, was ich frustrierend finde. Normalerweise mag ich es, wenn ich mir Gedanken um den Weltenbau machen kann – aber dafür benötigte ich das Gefühl, dass der Autor diese Informationen ausgelassen hat, weil er sie weiß und sie für die Handlung nur nicht notwendig sind. Alles in allem war das eine sehr ärgerliche Leseerfahrung, die ich nicht wiederholen möchte.

Dies und Das (3): Die Stadtteilbibliothek

Es gibt viele Dinge, die ich am Leben auf dem Land schöner finde als am Stadtleben. Aber es gibt einen riesigen Vorteil, wenn es um die Stadt geht: Die Nähe zur Bibliothek! Ich fand es schon großartig, dass ich von der alten Wohnung aus zu Fuß zur Zweigstelle im Stadtteil gehen konnte (und dass es dort so eine umfangreiche Krimiauswahl gab), aber die neue Wohnung liegt noch näher an der Bibliothekszweigstelle des neuen Stadtteils, so dass ich theoretisch jederzeit dort vorbeispringen könnte. Theoretisch deshalb, weil die Öffnungszeiten schrecklich eingeschränkt sind und die Stadtteilbibliothek nur an drei Nachmittagen in der Woche geöffnet hat.

Die neue Zweigstelle ist nicht nur für mich neu, sondern auch neu für den Stadtteil, denn sie ist erst vor kurzer Zeit überhaupt eröffnet worden. Man merkt dem Bestand an, dass diese Bibliothek noch nicht lange existiert, denn die Bücher sind zum Großteil neuwertig und die Auswahl ist noch nicht sehr groß. Auch gibt es noch keinen nennenswerten Schwerpunkt, während meine alte Zweigstelle eindeutig auf Krimis und Kinderbücher setzte und der Großteil meiner Vormerkungen in Bereichen Fantasy und allgemeine Belletristik aus dem Stadtteil mit dem besonders hohen Studentenaufkommen geliefert werden.

Obwohl die Neue noch nicht so gut ausgestattet ist, bin ich bei meinen zwei Besuchen in den letzten zwei Wochen jedes Mal fündig geworden – dabei wollte ich doch nur meine Vormerkungen abholen. Beim ersten Mal waren mir „Die Seltsamen“ von Stefan Bachmann und „Fight Girl“ von Erika Krouse angekündigt worden – kann mir vielleicht jemand sagen, auf welchen Blogs ich über die beiden Bücher gestolpert bin? – und natürlich musste ich mich beim ersten Besuch auch etwas umschauen, um mich zu orientieren. Dummerweise bin ich beim Durchstreifen der Regale erst durch den Krimibereich gegangen, wo ich dann „Das Buch des Toten“ von Elizabeth Daly im Regal sah. Da Elizabeth Daly zu den „alten“ Schriftstellerinnen gehört, die ich schon lange mal ausprobieren wollte, musste ich den Roman einfach mitnehmen. Und bei einen Blick auf die Kinderbuchempfehlungen sprang mir dann noch „Weltenriss“ von S.E. Grove ins Auge – dummerweise war auf den ersten Blick nicht zu sehen, dass es wohl der Auftaktband einer Trilogie ist, sonst hätte ich mir die Ausleihe vielleicht verkneifen können. 😉

Eine Woche später meldete mir die Bibliothek, dass meine Vormerkung „Familienbild mit dickem Kind“ von Magherita Giacobino abholbereit sei (und dass ich mich beeilen müsste, damit ich den Titel vor der Osterpause noch in die Finger bekomme). Bei diesem Buch kann ich immerhin genau sagen, wer Schuld an meiner Vormerkung ist, hat mich doch dieser Beitrag zum Indiebookday darauf aufmerksam gemacht. Für die weitere Ausleihe, „Guns, Germs and Steel“ von Jared Diamond, bin ich hingegen ganz allein verantwortlich, weil ich entdeckt hatte, dass es doch wirklich ein halbes Regal mit englischsprachigen Titeln in der neuen Zweigstelle gibt. Anscheinend finde ich selbst bei einer geringen Auswahl immer noch ein Buch, in das ich meine Nase stecken mag.

Jetzt bin ich nur gespannt, ob ich all die Bücher auch während der Ausleihzeit gelesen bekomme. Gerade bei „Guns, Germs and Steel“ bin ich etwas skeptisch, da sich Sachbücher auf Englisch ja doch nicht so schnell lesen lassen. Auf der anderen Seite habe ich dank der Osterpause zwei Wochen länger Zeit zum Lesen und kann die meisten Titel – abgesehen von „Die Seltsamen“, das von jemand anderem vorgemerkt wurde – auch noch verlängern. Allerdings gibt es ja auch noch ein paar andere Bücher im Haus … und Manga … und Comics … und überhaupt … ich bin dann mal lesen! 😉

Gelesen: Januar, Februar und März 2017

Frühere Statistiken sind unter „Diverses“ zu finden.

Bücher:

  1. John Joseph Adams (Hrsg.): Dead Man’s Hand – An Anthology of the Weird West
  2. Holly Black: The Darkest Part of the Forest
  3. Stephanie Burgis: Renegade Magic (Kat, Incorrigible #2)
  4. Stephanie Burgis: Stolen Magic (Kat, Incorrigible #3)
  5. Gail Carringer: Curtsies and Conspiracies (Finishing School 2)
  6. Heron Carvic: Miss Seetons erster Fall (Miss Seeton 1)
  7. Heron Carvic: Miss Seeton kann’s nicht lassen (Miss Seeton 2)
  8. Heron Carvic: Miss Seeton und der Hexenzauber (Miss Seeton 3)
  9. Heron Carvic: Miss Seeton riskiert alles (Miss Seeton 5)
  10. Agatha Christie: Miss Marple – The Complete Short Stories
  11. Agatha Christie: Curtain – Poirot’s Last Case
  12. Jennifer Estep: Cold Burn of Magic (Black Blade 1)
  13. Charlie N. Holmberg: Magic Bitter, Magic Sweet
  14. Sarah Kuhn: Heroine Complex (Heroine Complex 1)
  15. Seanan McGuire: Dusk or Dark or Dawn or Day
  16. Seanan McGuire: Magic for Nothing (InCryptid 6)
  17. Luzia Pfyl: Frost & Payne – Die Schlüsselmacherin
  18. Julia Quinn: The Secrets of Sir Richard Kenworthy (The Smythe-Smith Quartet #4)
  19. Paige Shelton: Farm Fresh Murder (A Farmers‘ Market Mystery #1)
  20. Robin Stevens: Murder Most Unladylike (A Murder Most Unladylike Mystery #1)
  21. Regina Stürickow: Kommissar Gennat ermittelt – Die Erfindung der Mordkommision
  22. Holly Webb: Lily (Lily 1)
  23. Holly Webb: Lily and the Shining Dragons (Lily 2)
  24. Holly Webb: Lily and the Prisoner of Magic (Lily 3)
  25. Holly Webb: Lily and the Traitors‘ Spell (Lily 4)
  26. Patricia Wentworth: Rolling Stone (A Frank Garrett Mystery)
  27. Patricia C. Wrede: A Matter of Magic
  28. Patricia C. Wrede: The Seven Towers
  29. Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child (Frontier Magic 1)
  30. Patricia C. Wrede: Across the Great Barrier (Frontier Magic 2)
  31. Patricia C. Wrede: Far West (Frontier Magtic 3)
  32. Xinran: Wolkentöchter

Kurzgeschichten:

  • Amber Benson/Sarah Kuhn/Seanan McGuire: Magical Girls
  • Stephanie Burgis: The Art of Deception
  • Stephanie Burgis: The Unladylike Education of Agatha Tremain
  • Stephanie Burgis: Duelling Magic (Kat, Incorrigible #1.1)
  • Stephanie Burgis: Courting Magic (Kat, Incorrigible #3.1)
  • Stephanie Burgis: Flying Magic (Kat, Incorrigible #3.2) 
  • Ella Lyons: Complementary and Acute
  • Seanan McGuire: Crystal Halloway and the Forgotten Passage
  • Seanan McGuire: Her Heart Never Came Down Again
  • Seanan McGuire: The Act of Hares
  • Seanan McGuire: Threnody for Little Girl, with Tuna, at the End of the World
  • Seanan McGuire: Carry On
  • Seanan McGuire: One Hell of a Ride (Jonathan Healy and Frances Brown 2)
  • Seanan McGuire: No Place Like Home (Jonathan Healy and Frances Brown 3)
  • Seanan McGuire: Married in Green (Jonathan Healy and Frances Brown 5)
  • Seanan McGuire: Sweet Poison Wine (Jonathan Healy and Frances Brown 6)
  • Seanan McGuire: The First Fall (Jonathan Healy and Frances Brown 7)
  • Seanan McGuire: Loch and Key (Jonathan Healy and Frances Brown 8)
  • Seanan McGuire: We Both Go Down Together (Jonathan Healy and Frances Brown 9)
  • Seanan McGuire: Oh Pretty Bird (Jonathan Healy and Frances Brown 10)
  • Seanan McGuire: Bury Me in Satin (Jonathan Healy and Frances Brown 11)
  • Seanan McGuire: Snake and Ladders (Jonathan Healy and Frances Brown 12)
  • Seanan McGuire: Broken Paper Hearts (Jonathan Healy and Frances Brown 13)
  • Seanan McGuire: The Star of New Mexico (Jonathan Healy and Frances Brown 14)

Comics/Manga:

  • Tohru Himuka: Shinobi Quartet 1 (Manga)
  • Tohru Himuka: Shinobi Quartet 2 (Manga)
  • Tohru Himuka: Shinobi Quartet 3 (Manga)
  • Tohru Himuka: Shinobi Quartet 4 (Manga)
  • Tohru Himuka: Shinobi Quartet 5 (Manga)
  • Tooko Miyagi: Oh mein Gott 1 (Manga)
  • Tooko Miyagi: Oh mein Gott 2 (Manga)
  • Reiko Momochi: Daisy aus Fukushima (Manga)
  • Ryo Kawakami/Koudo: Werewolf Game 1 (Manga)
  • Ryo Kawakami/Koudo: Werewolf Game 2 (Manga)
  • Ryo Kawakami/Koudo: Werewolf Game 3 (Manga)
  • Yuu Kuraishi/Kazu Inabe: Fort of Apocalypse 1 (Manga)
  • Yuu Kuraishi/Kazu Inabe: Fort of Apocalypse 2 (Manga)
  • Yuu Kuraishi/Kazu Inabe: Fort of Apocalypse 3 (Manga)
  • Hiroya Oku: Last Hero Inuyashiki 1 (Manga)
  • Ogeretsu Tanaka: Love Whispers in the Rusted Night (Manga)
  • Ema Toyama: Jimikoi – Simple Love (Manga)

Hörbücher/Hörspiele:

Angefangene und abgebrochene Bücher/Hörbücher zähle ich in der Monatsstatistik nicht mit. Dafür kommen auch die Titel auf die Liste, die ich innerhalb kurzer Zeit doppelt lese (oder höre).

April-SuB 2017

Im März hatte ich noch einiges um die Ohren und so hat es etwas gedauert, bis ich wieder Ruhe zum Lesen hatte. Auf der anderen Seite musste ich mich regelmäßig zurückhalten, um beim Auspacken meiner alten Schätze nicht gleich mit der Nase im Buch zu verschwinden und den restlichen Tag einfach darin zu versumpfen. 😉 Während die Wohnung langsam wohnlicher wurde, habe ich im Laufe des Monats insgesamt 10 Bücher, 10 Kurzgeschichten und 16 Manga gelesen. Irgendwie klappt es gerade nicht mit den Hörbüchern und auch für Sachbücher hatte ich im März keine Ruhe. Ich bin gespannt, wie es sich im April so entwickeln wird. Auf jeden Fall werde ich ein Auge auf die ganzen Leihgaben werfen, die ich noch habe, damit ich die mal wieder auf den Weg schicken kann, und dann bin ich gespannt, wie viele Rereads mir bei meinen Leseplänen wohl in die Quere kommen. *g*

  1. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  2. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  3. Marie Brennan: The Tropic of Serpents – A Memoir by Lady Trent
  4. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  5. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  6. Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)
  7. Jim Butcher: Der Protektor von Calderon (Codex Alera 4)
  8. Jim Butcher: Die Befreier von Canea (Codex Alera 5)
  9. Jim Butcher: Der erste Fürst (Codex Alera 6)
  10. Jennifer Estep: Dark Heart of Magic (Black Blade 2)
  11. Jennifer Estep: Bright Blaze of Magic (Black Blade 3)
  12. Mira Grant: Deadline (Newsflesh #2)
  13. Mira Grant: Blackout (Newsflesh #3)
  14. Alex Grecian: The Yard
  15. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  16. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  17. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  18. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  19. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  20. Kim Harrison: Bluthexe (Rachel Morgan 12)
  21. Kim Harrison: Blutfluch (Rachel Morgan 13)
  22. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  23. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  24. D. B. Jackson: Thieve’s Quarry (Thieftaker #2)
  25. Diana Wynne Jones: The Islands of Chaldea
  26. Diana Wynne Jones: A Tale of Time City
  27. Diana Wynne Jones: The Dark Lord of Derkholm
  28. Diana Wynne Jones: Year of the Griffin
  29. Morgan Keyes: Darkbeast Rebellion
  30. Lynn Kurland: Star of the Morning
  31. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  32. Moira J. Moore: Resenting the Hero
  33. Bishop O’Connell: The Stolen
  34. Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
  35. Cindy Pon: Serpentine
  36. Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
  37. Philip Reeve: Larklight
  38. John Scalzi: Fuzzy Nation
  39. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  40. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  41. Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
  42. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  43. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  44. Charles den Tex: Die Zelle
  45. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  46. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  47. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  48. Xinran: Gerettete Wort
  49. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

47 Titel auf dem SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

SuB-trahiert 2017 (1)

Im vergangenen Jahr gab es schon deutlich weniger SuB-trahiert-Beitrage von mir als 2015, aber ich hatte ja auch gut aussortiert und weggelesen. Trotzdem gibt es für das Jahr 2017 weitere „Altlasten“ auf dem SuB und so gibt es auch wieder Posts, in denen ich über die SuB-trahierten Titeln schreibe.

1. Brom: Krampus
Ich mochte Broms „Der Kinderdieb“ sehr gern, weil es toll war, was der Autor aus dem Kinderbuch-Klassiker „Peter Pan“ gemacht hat und wie er keltisches Sagengut (rund um Avalon, die Dame vom See und den Jäger Herne) mit den unheimlicheren Elementen der Peter-Pan-Geschichte verwoben hat. Ich fand auch, dass die Figur des Peter Pan in der Geschichte sehr gut funktionierte und in sich stimmig war, weshalb ich wenig Probleme damit hatte, dass Peter nicht wirklich sympathisch war. Bei „Krampus“ hingegen scheitere ich seit Jahren an den ersten Seiten, weil ich mit dem Protagonisten Jesse einfach nichts anfangen kann und total genervt von der Figur bin und davon, dass mir auf den ersten Seiten so plakativ von Jesse, seinem Widersacher und dem Leben in dieser kleinen Stadt erzählt wird. So neugierig ich eigentlich darauf bin, was Brom aus der Krampus-Figur gemacht hat, so sehr treibt mich Jesse immer wieder dazu das Buch aus der Hand zu legen. Und nachdem ich im immer wieder das Lesen vor mir hergeschoben habe und so viel lieber all die anderen Titel auf meinem SuB gelesen hätte, habe ich beschlossen, dass „Krampus“ den Weg in die Bibliothek nehmen wird. Wenn ich dann irgendwann noch einmal Lust auf einen weiteren Versuch mit dem Roman habe, dann kann ich ihn hoffentlich dort ausleihen.

(aussortiert im Dezember 2016)

2. Xinran: Wolkentöchter

Ich habe vor Jahren von Xinran den Roman „Die namenlosen Töchter“ gelesen, in dem die Autorin über all die ungewollten Mädchen schreibt, die als Wanderarbeiterinnen nicht nur ein Auskommen suchen, sondern auch die Anerkennung ihrer Familien gewinnen wollen. Da die in dem Roman erzählte Geschichte auf den Dingen basiert, die Xinran von chinesischen Frauen erzählt bekommen hat, als sie während der 80er und 90er Jahre in Nanjing als Radiojournalistin tätig war, wollte ich unbedingt eins ihrer Sachbücher zu dem Thema lesen. So habe ich „Wolkentöchter“ auch recht schnell nach Eintreffen angefangen, aber zum Teil zwischen den einzelnen Geschichten Jahre verstreichen lassen. Durch einen Tweet von Julia habe ich im Februar wieder zu dem Titel gegriffen und endlich die restlichen Geschichten gelesen. Mehr zu dem Buch findet ihr HIER.

(gelesen im Februar 2017)

3. Holly Black: The Darkest Part of the Forest

„The Darkest Part of the Forest“ gab es für mich im Dezember 2015 zu Weihnachten, womit er gerade so unter die zu SuB-trahierenden Titel fällt. Obwohl ich so lange schon um den Roman herumgeschlichen war und mich wirklich darüber gefreut hatte, dass ich ihn endlich greifbar hatte, hatte ich jetzt fast ein Jahr lang keine Lust auf diese Art von fantastischer Geschichte. Genau genommen war es eher so, dass ich relativ genaue Erwartungen an das Buch hatte und nicht mit dieser Erwartungshaltung ans Lesen gehen wollte. Erst als mir nicht mehr so wichtig war, ob die Geschichte meinen Erwartungen entspricht oder nicht, konnte ich mich wirklich auf den Roman einlassen … Mehr zum Inhalt gibt es in meiner Rezension.

(gelesen im Februar 2017)

4. Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child

Auf dieses Buch habe ich mich schon sehr lange gefreut und weil ich die Vorfreude auskosten wollte, habe ich es seit dem November 2014 immer wieder im Regal stehen lassen, wenn ich auf der Suche nach neuer Lektüre war. Aber da ich mir im März nun die beiden Fortsetzungen gegönnt habe, wurde es Zeit den Titel vom SuB zu befreien und endlich zu lesen. Ich mag Patrica C. Wredes Art eine Geschichte zu erzählen und eine Welt zu entwerfen und habe diesen Roman sehr genossen, wie man auch HIER sehen kann. Zu schade, dass ich wohl so schnell keine neuen Bücher von der Autorin mehr in die Hände bekommen werde. Zumindest wüsste ich von keiner Ankündigung.

(gelesen im März 2017)

Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child (Frontier Magic 1)

„The Thirteenth Child“ ist der erste Band der Fontier-Magic-Trilogie von Patricia C. Wrede. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Francis „Eff“ Rothmer erzählt, die zu Beginn des Romans gerade mal fünf Jahre alt ist. Die Autorin hat für diese Trilogie eine Welt geschaffen, die in vielen Aspekten unserer Welt ähnelt, aber voller Magie ist. So müssen die Siedler, die den Westen von Nordamerika in Besitz nehmen wollen, nicht nur gegen das Klima und „normale“ Wildtiere (inklusive Mammuts und Säbelzahnkatzen) und Schädlinge kämpfen, sondern auch befürchten, dass die magischen Elemente dieser Welt ihre Siedlung und ihr Leben bedrohen. Schon vorhandene Bewohner des Landes sind übrigens kein Thema – und nach dem Lesen des ersten Bandes bin ich mir nicht ganz sicher, ob es daran liegt, dass es bis zur Ankunft der Siedler keine Menschen dort gab, oder ob es da noch ein Geheimnis zu entdecken gibt. Aber ich vermute, dass es wirklich keine Menschen vor den Siedlern auf diesem Kontinent gab.

Eff selber ist im zivilisierten Osten geboren worden, wo ihr Vater als Magieprofessor arbeitet, und als zweitjüngstes Kind ihrer Familie könnte sie theoretisch recht behütet aufwachsen, wären da nicht zwei Aspekte, die ihr Leben kompliziert machen. Auf der einen Seite ist Effs Zwillingsbruder Lan der siebte Sohn eines siebten Sohnes, was bedeutet, dass er ein „natürlicher Magier“ ist und über deutlich mehr Potential verfügt als ein „gelernter Magier“. Eff beneidet ihren Bruder nicht darum, dass alle in ihm etwas Besonderes sehen, schließlich ist er für sie einfach nur großartig und der beste Beschützer, den sie sich vorstellen kann. Dass sie überhaupt einen Beschützer nötigt hat, liegt daran, dass sie das dreizehnte Kind der Familie ist und jeder weiß schließlich, dass das dreizehnte Kind einer Familie verflucht und von Grund auf böse ist – und dass die einzige Möglichkeit das Pech abzuwenden, dass von so einem Kind ausgeht, darin besteht, das Kind nach der Geburt zu ertränken.

Zum Glück sind Effs Eltern deutlich weniger abergläubisch als der Rest der Familie und so beschließen sie mitsamt ihren Kindern (also denen, die noch nicht alt genug sind, um auf eigenen Beinen zu stehen) nach Westen zu ziehen, bevor die Situation für ihre Tochter eskaliert. Nicht alle von Effs Geschwistern sind glücklich darüber, dass ihre Eltern bereit sind an die Grenze der zivilisierten Welt zu ziehen – denn auch wenn eine magische Barriere die Stadt Mill City vor den Gefahren des Wilden Westen beschützt und die Stadt groß genug ist, um sogar ein eigenes College zu haben -, so ist der Landstrich deutlich gefährlicher als die östlichen Küstengebiete, die schon seit langer Zeit von den Siedlern urbar gemacht wurden.

Der Leser begleitet Eff bis zu ihrem achtzehnten Lebensjahr und da nicht in all diesen dreizehn Jahren etwas bemerkenswertes geschieht, wird „The Thirteenth Child“ stellenweise etwas episodenhaft erzählt. Aber da man nie das Gefühl hat, man würde eine Entwicklung oder ein wichtiges Ereignis in Effs Leben verpassen, fand ich das in keiner Weise schlimm. Spannend fand ich, dass Patricia C. Wrede den ganzen Roman hindurch einen Ton anschlug, den ich vor allem von Laura Ingalls Wilders Büchern über ihr Leben im Wilden Westen _(oder Lucy Maud Montgomerys „Anne of Green Gables“-Romanen) kenne. Und auch hier ist es so, dass einem vor allem die wichtigen oder besonderen Erinnerungen aus der Kindheit erzählt werden, während man den Alltag nur in den kleinen Nebensätzen mitbekommt. Dabei sind die erzählenswerten Passagen oft gar nicht mal besonders aufsehenserregend, aber eben wichtig für Effs Heranwachsen, für die Veränderungen in ihrer Familie und für ihr Leben an der Grenze.

Erst so nach und nach gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass es Probleme in den Siedlungen außerhalb der Grenzmauer gibt, und dass dies langfristig auch die Städte östlich des magischen Walls beeinflussen könnte. So muss man als Leser nicht auf den dramatischen Höhepunkt am Ende der Geschichte verzichten, wobei ich auch mit all den kleinen Dingen in Effs Leben vollkommen zufrieden war. Sehr gut gemacht fand ich auch Effs Verhältnis zu ihrem Bruder Lan geschildert, ebenso wie ihre Befürchtungen bezüglich der Tatsache, dass sie nun mal das dreizehnte Kind ihrer Familie ist. Da Eff ein wirklich netter Mensch ist, fürchtet sie sich von klein auf davor, dass sie böse werden und ihre Familie oder andere Personen verletzten könnte. Wie schwer sie durch die Behandlung durch ihre Verwandtschaft während ihrer ersten Lebensjahre traumatisiert wurde, wird ihr (und ihrer Familie) erst sehr spät bewusst. Und auch dann fällt es ihr sehr schwer Verhaltensweisen abzulegen, die sie schon so vielen Jahre aufrecht erhalten hat.

Es ist schwierig mehr zu der Handlung zu schreiben, denn es gibt so viele kleine Dinge und Nebenfiguren, von denen ich erzählen möchte. Aber wenn ich erst einmal damit anfangen würde, dann gäbe es für euch in der Geschichte gar nicht mehr so viel zu entdecken – und gerade dieses Kennenlernen der Charaktere und Erforschen der Welt fand ich während des Lesens so schön. Es gibt Figuren, die man von Anfang an am Liebsten in eine Schublade stecken würde, aber da passen sie einfach nicht rein, und dann gibt es noch all die kleinen Unterschiede, wenn es um Geschichte, Ländernamen, Flora und Fauna und all die anderen Dinge geht, die diese Welt zu einer magischen Version der unseren machen. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht Eff in den magischen Wilden Westen zu folgen – und inzwischen bin ich schon beim zweiten Band angefangen, in dem mir mehr von dieser magischen Welt gezeigt wird (und der eine deutlich geringere Zeitspanne umfasst).

Wenn der Geduldsfaden reißt … ;)

So ganz stimmt die Überschrift nicht, denn mein Geduldsfaden ist noch nicht gerissen. Aber während ich seit Tagen eine Naht nach der anderen auftrennte, ärgere ich mich schon etwas. Es hat so viel Zeit und Mühe gekostet, all diese Nähte mit der Hand zu nähen, und nun trenne ich sie auf, damit ich die Stoffe anderweitig nutzen kann. Und „anderweitig nutzen“ bedeutet eben auch, dass ich für einige Sachen wieder zu Nadel und Faden greife und Zeit und Mühe investiere. So gern ich eigentlich mit der Hand nähe und meine Gedanken dabei schweifen lasse. so können gerade die richtig langen Nähte dann doch zur Geduldsprobe werden – womit wir dann wieder bei der Überschrift wären. 😉

Lese(sams)tag

Da mein Mann heute unterwegs sein wird, habe ich beschlossen, dass ich mir „frei“ nehme und einen gemütlichen Lesetag einlege. Momentan habe ich ein großes Bedürfnis nach Büchern, aber auch nach Wohlfühlfilmen und anderen entspannenden Tätigkeiten auf dem Sofa. Außerdem habe ich in der vergangenen Woche endlich meine Handarbeitssachen ausgebuddelt und die (ehemaligen) Wohnzimmervorhänge wieder in die Finger bekommen. Aus den Vorhängen werden in den nächsten Tagen Kissenbezüge und vielleicht reicht der Stoff noch für einen Bezug für unseren Hocker (der bislang in dem „katzenfreien“ Zimmer stand), damit Christie in Zukunft auf dem hellen Stoff keine Spuren hinterlassen kann. Ich denke, damit habe ich genügend gemütliche Tätigkeiten für den heutigen Tag, an denen ich euch teilhaben lassen kann. 😉

Erst einmal muss ich aber noch eine Runde einkaufen und kann bei der Gelegenheit gleich wieder ein paar Romane in den Bücherschrank nebenan stellen. Trotz gründlichem Ausmisten hat sich doch der eine oder andere Titel, den ich in den letzten Tagen ausgepackt habe, als nicht „regalwürdig“ herausgestellt. Bei manchen Büchern muss ich eben ein bisschen nachdenken, bevor ich sie wirklich aussortieren kann. Ein paar weitere Titel werden am Montag auch noch in die Bibliothek wandern … 😉 Jetzt flitze ich aber erst einmal los und melde mich dann nach dem Einkauf wieder.

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Update 10:15 Uhr

Bei wunderschönem blauem Himmel sind wir zu zweit einkaufen gegangen – und ich muss gestehen, dass ich sehr froh war, dass mein Mann sich mir noch angeschlossen hat, bevor er sich auf den Weg gemacht hat, denn wir haben doch einiges auf dem Einkaufszettel gehabt. Nach dem Umzug fehlen uns immer noch die „Standartvorräte“ und so reicht es nicht, wenn wir nur eben die frische Sachen vor dem Wochenende besorgen, sondern müssen für jedes geplante Essen sämtliche Vorräte neu besorgen.

Mir fällt immer wieder auf, wie viel weniger grün dieser Stadtteil ist als unser alter – und das nicht nur, weil wir keinen Garten und keinen Balkon mehr haben. Es fehlen der große Sportplatz am Ende der Straße mit all den alten Bäumen und die Friedhöfe mit den ebenfalls alten Bäumen. Theoretisch ist der große Fluss in der Nähe, aber ich habe noch keinen Fußweg ans Wasser gefunden und ich sehe es nicht ein mit der Bahn in die Innenstadt zu fahren, um ein begehbares Ufer zu finden. 😉

Jetzt ist es erst einmal Zeit fürs Frühstück und dabei werde ich einen Blick in „The Thirteenth Child“ werfen. Das Buch liegt schon so schrecklich lange auf dem SuB, aber da ich nun endlich die Fortsetzungen habe, kann ich endlich damit anfangen. Vorher muss ich nur Christie davon überzeugen, dass sie mir etwas Platz machen muss. 😉

Oh, und Natira schließt sich mir heute an, auch wenn sie noch keinen „Lesetag“-Post veröffentlich hat. Aber immerhin gibt es schon mal ein erstes Lebenszeichen auf ihrem Blog. 🙂

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Update 12:15 Uhr

Da ich nebenbei noch den FeedReader geleert habe, ging es nicht so gut mit dem Lesen voran. Aber ich mag die Geschichte jetzt schon sehr! Patricia C. Wrede stützt ihren Roman „The Thirteenth Child“ auf die allseits bekannte Tatsache, dass der siebte Sohn eines siebten Sohns natürlich ein geborener Magier sein wird. Niemand – wie die Protagonistin Eff betont – denkt anscheinend daran, dass in einer Familie mehr Kinder geboren werden müssen, damit es überhaupt zu einem siebten Sohn kommt. Vor allem die Töchter werden bei dieser Tatsache gern vergessen. Für Eff hingegen ist es von klein auf eine erschütternde Tatsache, dass ihr Zwillingsbruder Lan der siebte Sohn eines siebten Sohnes ist und dementsprechend jeder erwartet, dass er nicht nur als Magier großes leisten wird, sondern auch dass er Glück über sich und alle in seiner Umgebung bringen wird. Eff hingegen hätte – wie ihre Onkel und Tanten immer wieder betonen – schon bei der Geburt ertränkt werden sollen, denn als das dreizehnte Kind ihrer Familie ist sie dazu verdammt Unglück über all diejenigen zu bringen, die sich in ihrer Nähe aufhalten. So erwarten alle in ihrer Umgebung immer nur das Schlimmste von Eff und schon als kleines Kind wurde jede ihrer Handlungen so gedeutet, als ob sie absichtlich Böses tun würde (statt einfach nur aus Ungeschick ihre Milch zu verschütten oder sich vor lauter Angst vor ihren Cousins zu verstecken). Einzig Lan steht immer an ihrer Seite und beschützt sie vor allen anderen, wobei auch ihre Eltern eine Menge in Bewegung setzen, um Eff ein normales Leben zu ermöglichen.

Leider muss ich jetzt erst einmal eine Pause machen und die Katze füttern – und wenn ich das Lesen schon unterbreche, werde ich nach dem Füttern vermutlich einen Blick in die wiedergefundene Wollkiste werfen und schauen, ob ich passende Wolle finde, um mir – nach diesen Socken von Andrea – ein neues Sockenpaar zu machen.

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Update 16:00 Uhr

Inzwischen hat Christie in Ruhe gefressen (und kurz danach, während sie fürs Lüften in die hintere Hälfte der Wohnung gesperrt war, einen großen Pappenstapel umgerissen *seufz*) und schläft nun friedlich in einem Sonnenfleck im Wohnzimmer. Währenddessen habe ich eine Runde Wäsche angeworfen, einen kleinen Kuchen gebacken und meine Wolle gesichtet. Eigentlich war ich ja davon ausgegangen, dass ich gar keine Sockenwolle mehr im Haus habe, aber beim Einpacken der Umzugskartons habe ich noch einen Vorrat gefunden, den ich so gut Motten- und Katzensicher verstaut hatte, dass ich ihn selber vergessen hatte. Wenn ich jetzt noch irgendwie Platz in der Sockenschublade finden würde, müsste ich kein schlechtes Gewissen beim Stricken haben. 😉

Dummerweise habe ich meine guten Nadeln noch nicht wieder bei der Hand (um an den Karton zu kommen, brauche ich die Hebekraft meines Mannes) und so habe ich die ersten zehn Zentimeter mit einem Nadelspiel gestrickt, dass ich schon lange nicht mehr genutzt habe. Inzwischen weiß ich auch wieder warum, denn sie liegen nicht gut in der Hand und so kommt auch kein schönes Maschenbild zustande. Also habe ich alles wieder aufgeribbelt und fange das Ganze später noch einmal mit dünneren Nadeln. Die sind zwar auch nicht ideal, aber besser als die vorher ausprobierten. Jetzt ist es aber erst einmal Zeit für eine Tasse Milchkaffee und ein (oder zwei) Kuchenprobierstückchen. Dabei wird mir Eff dann wieder Gesellschaft leisten. 🙂

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Update 18:30 Uhr

Ich mag Patricia C. Wredes Romane wirklich unheimlich gern. In „The Thirteenth Child“ erinnert mich der Ton stellenweise an Laura Ingalls Wilder, wobei sich die Welt auf der einen Seite moderner anfühlt (weil Eff und ihre Familie anfangs weiter im Osten leben und selbst der Wilde Westen schon über eine Eisenbahn verfügt) und auf der anderen Seite ja noch die Magie und all die unglaublichen Tiere (Mammut, Wollnashorn, Dampfdrachen) existieren und der ganzen Geschichte einen besonderen Touch verleihen. Ich mag Effs Familie und ich mag ihre Erzählstimme. Und gerade weil es mir so leicht fallen würde, mich einfach in die Geschichte zu vertiefen und erst wieder rauszukommen, wenn ich die letzte Seite gelesen habe, habe ich kein Problem den Roman zur Seite zu legen, um ihn Stück für Stüc bewusst zu genießen. So schnell schreibt die Autorin schließlich nicht, da muss ich mir die letzten drei ungelesenen Titel in meinem Regal etwas einteilen. 😉

(Keine Ahnung, wieso meine Mutter meint,
ich sähe immer gleich aus. *g*)

Deshalb habe ich, als der Trockner sich meldete, erst einmal die Wäsche zusammengelegt und dabei „Mein Nachbar Totoro“ angemacht. Mein Mann mag den Film nicht so gern (zu viel quitschende Kinder), während ich ihn unbedingt mal wieder sehen wollte, nachdem ich gerade einen Artikel gelesen habe, der sich darum drehte, warum dieser Film so toll ist, obwohl bei seiner Handlung nicht einer der Punkte beachtet wurde, die beim Storytelling als obligatorisch gelten. Bis zum Ende des Films werde ich noch etwas stricken und danach ist es vermutlich auch schon Zeit zum Kochen. 🙂

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Update 23:00 Uhr

Heute gab es mein Standart-Strohwitwen-Essen – ich liebe dieses Ananas-Curry! – und vom Kochen abgesehen, habe ich die letzten Stunden mit Stricken, Lesen und Katze beschmusen verbracht. Sehr weit bin ich mit dem Socken noch nicht, aber ich denke, dass die beiden Farben das Muster schon herausbringen. Auch wenn man das auf dem Foto kaum sehen kann, so ist die orange Wolle meliert, was einen hübschen Effekt gibt – ich gebe allerdings zu, dass man dafür schon sehr genau hinsehen muss. *g* Bis mein Mann nach Hause kommt und mir von seinem Tag erzählen will, werde ich noch etwas lesen. Morgen wird mir dafür nicht so viel Zeit bleiben, da muss ich die letzte Stunde des heutigen Tages doch noch nutzen. Es war schön mal wieder einen Lesetag einlegen zu können, auch wenn es zwischendurch schon etwas in den Fingern gejuckt hat – ich hätte schließlich zumindest schon mal die Wand abkleben können, die ich nächste Woche streichen will. Aber es war auch notwendig mal wieder einen Tag einzulegen, an dem ich mich auf die Sachen konzentriere, die mir Freude bereiten. 😉