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[Figurenkabinett] Gretchen Grau

Schon seit ein paar Monaten habe ich das Bedürfnis mal wieder meine Gretchen-Grau-Bücher zu lesen, aber natürlich ruhen die – ebenso wie meine anderen Schätze – immer noch in Kartons. Also habe ich mir gedacht, wenn ich schon nicht die Romane lesen kann, dann stelle ich euch eine meiner Lieblingshexen eben mal in einem Figurenkabinett vor. Dabei ist mir dann sogar aufgefallen, wie lange ich schon eine Schwäche für ungewöhnliche Fantasy-/Märchenfiguren habe, denn die Gretchen-Grau-Geschichten habe ich das erste Mal 1987 gelesen.

Gretchen Grau ist eine ganz gewöhnliche Haus- und Herdhexe, aber wenn man miterlebt, welche Probleme sie mit ihren magischen Fähigkeiten bewältigt, dann bekommt man das Gefühl, dass die „großen“ Hexen in solch schwierigen Situationen doch deutlich eingeschränkter in ihren Möglichkeiten wären. Gemeinsam mit ihrer eigenwilligen Großmutter Maudie kümmert sich die junge Hexe um das Gut von Wilhelm Sturmhaub, während Großmutters Kater Chingachgook auf alles ein aufmerksames Auge behält.

Bei meinem ersten Zusammentreffen mit Gretchen musste ich miterleben, wie Großmutter Maudie eine kleine Spottdrossel mit einem Besen jagte, während sie ihren Kater lauthals aufforderte endlich diesen lästigen Vogel zu fressen. Zum Glück für alle Beteiligten mischte sich Gretchen ein, fand heraus, dass sich hinter der Spottdrossel der Barde Colin Liedschmied verbarg und zwang ihre Großmutter den Sänger wieder zurückzuverwandeln. Auch wenn sie diese gute Tat fast bereut hätte, nachdem sie herausfand, dass dieser ein Lied über Gretchens geliebte Schwester gesungen hatte, welches die Tugend der – aus Sicht ihrer Familie glücklich verheirateten – jungen Frau in Verruf bringt. Und da Colin solche boshaften Gerüchte über Bernsteinwein verbreitet hat, wird er von Gretchen dazu verdonnert gemeinsam mit ihr herauszufinden, was in der Ehe ihrer Schwester los ist.

Ich mag Gretchen, weil sie nicht nur ihre – von anderen magisch Begabten gern als eingeschränkt angesehenen – Fähigkeiten mit viel Fantasie einsetzt, sondern auch weil sie vor keiner Herausforderung zurückschreckt. Irgendeine Lösung findet Gretchen für ein Problem immer, auch wenn ihr Umfeld der intelligenten und tatkräftigen jungen Frau oft nicht folgen kann. Passend zu ihren „häuslichen“ Fähigkeiten ist ihre praktische Art und sie würde einem vermutlich schon etwas auf die Nerven fallen, wenn sie nicht auch sehr loyal gegenüber ihrer Familie und ihren Freunden wäre und Sinn für Humor hätte.

Die Autorin Elizabeth Ann Scarborough lässt Gretchen und Colin allerlei Abenteuer erleben, bis die beiden herausfinden, was es mit Bernsteinweins seltsamer Flucht mit einem Zigeuner auf sich hatte und die Schwestern wieder vereint sind. Und dabei werden die Hexe und der Barde – trotz ihres sehr unterschiedlichen Wesens – gute Freunde. Doch bei einem Band hat es Elizabeth Ann Scarborough nicht belassen und so kann man in vier Teilen von Gretchen und ihrer Familie lesen, in ihre fantastische Welt abtauchen und dabei lauter skurrilen Figuren begegnen.

Lustigerweise fällt mir jetzt erst, da ich diesen Beitrag schreibe auf, dass Gretchen und

Immer wieder Katzen

Während ich die nächsten Sonnentage wohl mit meinem neuen Spielzeug verbringen werde, um den Vorgarten und Garten wieder etwas in den Griff zu bekommen (Da fällt mir ein: Weiß jemand, ob man eine Magnolie im Herbst, Frühling oder gar im Sommer schneiden sollte? Online finde ich nur die Aussage, dass man Magnolien „eigentlich gar nicht schneidet“, aber unsere ist inzwischen eindeutig zu hoch!), …

… genießen die Katzen das Wetter auf ihre Weise:

Fotografieren ist dabei allerdings absolut verpönt, auch wenn Baltimore es mit relativer Gelassenheit über sich ergehen lässt:

Christie hingegen zeigt bei solchen Gelegenheiten gern einmal ihre wahre Persönlichkeit:

An Regentagen sieht es hier übrigens eher so aus:

Und da Baltimore (während ich gerade die Fotos bearbeitet habe) so einen schönen Platz zum Putzen gefunden hat, gibt es davon auch noch Bilder:

Allerdings hoffe ich, dass er da fertig ist, bevor Shandy zu seiner abendlichen Spielrunde aufbricht. 😀

Phil Rickman: Frucht der Sünde

Um „Frucht der Sünde“ von Phil Rickman bin ich eine ganze Weile herum geschlichen, denn auf diversen Seiten kann man sehr unterschiedliche Meinungen dazu lesen. Der Klappentext reizte mich, ein erstes Reinlesen im Buchhandel hat mich auch nicht abgeschreckt, aber für einen Platz auf dem Wunschzettel hat es nicht gereicht. Glücklicherweise hat mir meine Bibliothek den Titel besorgen können, so dass ich meine Neugierde in den letzten Tagen stillen konnte. Allerdings hat Lesen dieses Buches noch nicht gereicht, um zu einer fundierten Meinung zu kommen, deshalb werde ich mir wohl „Mittwinternacht“ auch noch zu Gemüte führen – zumindest hat es der Titel auf meine Vormerkliste geschafft …

Aber erst einmal zum Inhalt von „Frucht der Sünde“, damit ihr überhaupt wisst, worum es in diesem Krimi geht. Ich beschränke mich ausnahmsweise mal wieder auf den Klappentext des Verlags, denn ich würde sonst vermutlich endlos auf die verschiedenen Teile der Handlung eingehen:

Apfelbäume, überall Apfelbäume … sie sind nicht wegzudenken aus Ledwardine, dem kleinen Ort im Westen Englands, in den die junge Witwe Merrily Watkins mit ihrer Tochter Jane zieht. Dort soll sie die Pfarrstelle übernehmen. Doch schnell ist es vorbei mit der ländlichen Ruhe: Bei einer nächtlichen Feier im Apfelgarten kommt es  zu einem grausigen Todesfall, und ein Skandalautor will in der Kirche den Tod eines vor Jahrhunderten als Hexer verfolgten Geistlichen inszenieren. Merrily und ihre Tochter werden derweil in dem großen alten Pfarrhaus von düsteren Visionen geplagt. Und dann verschwindet ein Mädchen …

Dieses Buch hat wirklich einen sehr zwiespältiges Eindruck bei mir hinterlassen. Auf der einen Seite fand ich die Pfarramtsvertreterin Merrily Watkins und ihr Tochter Jane recht sympathisch und dann gab es wieder einige Momente, wo ich beide am Liebsten geschüttelt hätte, weil sie sich so bescheuert verhalten. Die diversen Nebenfiguren haben mir insgesamt deutlich besser gefallen, allen voran Lucy Devenish (Inhaberin eines esoterisch angehauchten Andenkenladens oder besser eines Esoterikladens, in dem es auch Andenken für Touristen zu kaufen gibt), die innerhalb ihrer Ansichten stimmig agiert und die weniger auf sich selbst bezogen zu sein schien als alle anderen Charaktere in dieser Geschichte. Auch wenn ich dafür ihre Glaubensvorstellungen, ihren Aberglauben oder ihre Naturreligion – wie immer man es ausdrücken möchte – etwas zu präsent fand, was aber angesichts der Tatsache, dass genau diese Vorstellungen der Kern der Geschichte sind, verzeihlich ist.

Die Versuche die alten – zum Teil heidnischen – britischen Traditionen aufrecht zu erhalten haben mich an einige Kriminalroman von Ngaio Marsh erinnert, wo dieses Thema auch immer wieder aufgenommen wird. Die Ausrichtung auf den Tourismus, der Versuch die Vergangenheit zu konservieren und die Probleme, die es zwischen den Alteingesessenen und den Zugezogenen gab, hingegen an die Inspector-Barnaby-Fernsehserie. Sowohl die Krimis als auch die Fernsehserie finde ich nett und unterhaltsam und somit haben mir auch in diesem Buch diese Elemente gefallen, auch wenn man das alles deutlich straffer und somit interessanter hätte erzählen können.

Mein größtes Problem liegt wohl darin, dass ich bis zum vierten Teil der Geschichte (Seite 503 von 608!) nicht das Gefühl hatte einen Kriminalroman zu lesen. Obwohl es innerhalb des Prologs schon den ersten Toten gab, dümpelte die Handlung vor sich hin. Es gab Zwistigkeiten im Ort, Probleme rund um ein Theaterstück, das in der Kirche aufgeführt werden sollte, Vermutungen über vergangene Ereignisse, Hinweise auf Merrilys unglückliche Ehe, Erwähnungen von Sagen und Mythen und immer wieder Albträume, Geistererscheinungen, Visionen, Spukelemente und ähnliches. Und nichts davon schien in eine konkrete Richtung zu führen.

Immer wieder hatte ich das Gefühl, dass sich Phil Rickman von seinen eigenen Einfällen und Ideen hat ablenken lassen, dass er einzelne Aspekte eher spontan weiter ausgeführt hat und dass er zu Beginn nicht so recht wusste, ob er eine Geistergeschichte oder einen Krimi schreiben wollte. Das alles hat mich – ebenso wie die Tatsache, dass der Krimianteil wirklich unbefriedigend war – am Ende des Buches ratlos und etwas verärgert zurückgelassen. Auf der anderen Seite beschäftigt mich – so kurz nach dem Lesen – die Frage, wie es mit Merrily und ihrem Amt weitergehen wird, und die Neugierde darauf, ob der Autor vielleicht doch noch den Dreh zwischen unerklärlichen Elementen und einem klassischen britischen Krimi finden kann.

Also ist der zweite Teil „Mittwinternacht“ vorgemerkt und ich geben Phil Rickman noch eine Chance, bevor ich ihn als Autor für mich endgültig abschreibe – und bis dahin gehe ich zu meiner „Miss Daisy“ („Miss Daisy und der Tote auf dem Eis“) zurück und genieße einen schönen britischen Cozy-Krimi!

Jim Butcher: Blood Rites (Dresden Files 6)

Hach, nach dem fünften Dresden-Files-Band („Death Masks“) musste ich natürlich prompt einen Blick in den sechsten Teil „Blood Rites“ werfen – irgendwie will ich immer sofort wissen, wie es weitergeht. Und schon der erste Satz brachte mich zum Grinsen: „The building was on fire, and it wasn’t my fault.“ Blöderweise kam mir dann meine Vernunft dazwischen (ebenso wie Arbeit, Bibliotheksbücher und andere Dinge), und deshalb habe ich mir diesen Teil dann doch für September aufgehoben. Somit habe ich für die English-Challenge im September wieder einen Dresden-Files-Roman gelesen.

Die Harry-Dresden-Geschichten machen mir einfach Spaß und sind relativ flüssig zu verschlingen (auch wenn ich dieses Mal trotzdem eine ganze Woche gebraucht habe). Nachdem ich mich letzten Monat nach dem ersten Kapitel gezügelt hatte, wollte ich unbedingt wissen, wie Harry überhaupt in das brennende Gebäude gekommen ist und was er da zu suchen hatte. Da das schon der sechste Band der „Dresden Files“ ist, kommt meine Meinung dazu leider nicht ohne Spoiler aus, also überlegt euch gut, ob ihr weiterlesen wollt, wenn ihr die vorhergehenden Teile noch nicht kennt. 😉

„Blood Rites“ beginnt recht actionreich in einer brennenden Schule, aus der der Privatermittler und Magier Harry Dresden für einen Auftraggeber einen ganzen Haufen Welpen retten muss. Und auch wenn es nicht ganz so rasant weitergeht, so zeigt sich doch von Anfang an, dass dies wieder eine der weniger gemächlichen Dresden-Files-Geschichten ist. Ausnahmsweise scheint es Harry zu Beginn des Romans recht gut zu gehen. Er ist ausgeglichen, hat regelmäßige Aufträge, die ihm sein Einkommen sichern, und scheint die Trennung von Susan inzwischen auch gut verarbeitet zu haben. Aber so geruhsam kann sein Leben natürlich nicht weitergehen, und so bekommt er es kurz nach seiner Flucht aus der brennenden Schule gleich mit mehreren Problemen zu tun.

Auf der einen Seite vermittelt ihm Thomas Raith (Vampir des weißen Hofes) einen Job bei einem Filmproduzenten, denn bei den Dreharbeiten zu dessen aktuellem (Porno-)Film sind schon zwei Frauen unter sehr merkwürdigen Umständen umgekommen. Auf der anderen Seite stellt sich heraus, dass eine Gruppe von Vampiren des schwarzen Hofes in Chicago angekommen ist. Bevor diese in der Stadt Fuß fassen können, sieht Harry es als seine Pflicht an, diese Monster zu vernichten. Doch ohne Hilfe kommt er dabei nicht aus, und so muss er nicht nur die Polizistin Karrin Murphy, sondern auch Kincaid (Bodyguard des Archives in „Death Masks“) zur Verstärkung rufen.

So habe ich wieder einiges mehr über Jim Butchers Fantasywelt erfahren, in der es zum Beispiel große Unterschiede zwischen den drei Vampirhöfen (schwarz, weiß und rot) gibt, in denen der Weiße Rat der Zauberer nicht ganz so naiv und „gut“ zu sein scheint, wie man in der Vergangenheit manchmal glaube konnte, und in der manch dämonisches Wesen mehr Ehrgefühl und Herz haben kann als viele der Menschen, denen man so begegnet. Auch hat der Autor die Szenen rund um die Dreharbeiten für amüsante Momente genutzt, und so mancher Darsteller entpuppte sich – spätestens auf den zweiten Blick – als jemand, über den man gern mehr erfahren hätte.

„Blood Rites“ gehört wieder zu den actionreicheren Harry-Dresden-Romanen, trotzdem gibt es einige ruhige und nachdenkliche Momente, die sich dieses Mal vor allem um das Thema Familie drehen. Man erfährt als Leser nicht nur deutlich mehr über den Hintergrund von Karrin Murphy, denn auch Harry, der schon als kleines Kind seine Eltern verlor und bislang immer dachte, dass er ohne jegliche Familie auf der Welt wäre, findet heraus, dass er nicht das einzige Kind seiner Mutter ist. Auch wenn er einige Probleme mit der Identität des neuen Familiemitglieds hat, so macht es ihn auch glücklich, dass es jemanden auf der Welt gibt, mit dem er blutsverwandt ist.

Besonders schön finde ich an dieser Geschichte, dass die Handlung für Harry zwar einige harte Momente beinhaltet (so muss er entdecken, dass einer der wenigen Menschen, denen er absolut vertraut, ihn seit Jahren belogen hat), sein Leben regelmäßig in Gefahr ist und er am Ende dauerhaft von seinem Kampf gegen die schwarzen Vampire gezeichnet ist, aber trotzdem gibt es da positive Veränderungen in seinem Leben, die ihn optimistisch in die Zukunft blicken lassen. Ich glaube, das ist der erste Dresden-Files-Roman, bei dem ich das Gefühl hatte, das Harry zwar in Zukunft wieder viele Herausforderungen zu bestehen hat, dass er aber dann endlich mal nicht das Gefühl haben wird, dass er solche Dinge immer allein durchstehen muss. Vielleicht täusche ich mich, aber als so „schön“ habe ich vorher kein Romanende in dieser Reihe empfunden.

Jean G. Goodhind: Mord nach Drehbuch

Ich habe lange darüber nachgedacht, ob ich über dieses Buch überhaupt etwas schreiben soll, schließlich ist das Lesen schon eine Weile her. Aber da der Ärger über diesen Roman immer wieder aufflackert, hoffe ich mal, dass so ein Blogbeitrag mich endlich davon befreit. 😉 Erst einmal die positiven Aspekte:

Nachdem ich endlich über den seltsamen Satz mit der „Gschaftelhuberin“ hinweg war, hat sich das Buch flüssig lesen lassen. Es war überhaupt kein Problem, dass ich die vorhergehenden Bände nicht kannte. Außerdem gab es keine weiteren seltsamen einzelnen Sätze, über die ich mich aufgeregt habe oder bei denen ich (zu Unrecht?) an der Fähigkeit der Übersetzerin zweifeln musste. Oh, und die Grundidee finde ich auch nett: Ein Mordfall bei Dreharbeiten zu einem Jane-Austen-Film in Bath bietet doch viel Potenzial für einen angenehmen und unterhaltsamen Krimi!

Was die negativen Aspekte dieses Buches angeht, so muss ich mich zügeln, um mich nicht zu sehr an Details aufzuhängen. Das passiert mir schon mal, wenn ich so richtig genervt von einer Geschichte – und vor allem der Hauptfigur darin – bin. Und da mir zu diesem Buch keine „anständige“ Rezension gelingen will, gibt es hier eine Liste mit Dingen, die mir nicht gefallen haben:

– Mörder und Motiv waren so vorhersehbar und alle anderen Fährten waren ganz eindeutig nur zur Ablenkung gelegt worden, was mir beim Lesen das Gefühl gab, dass hier ein mangelhafter Plot schrecklich aufgebläht wurde.
– Mörder und Motiv waren nicht nur vorhersehbar, das Motiv war auch so was von lächerlich und unglaubwürdig und unbefriedigend für mich als Leserin, dass ich am Ende das Buch am liebsten in den Kamin geworfen hätte! Zum Glück haben wir keinen Kamin, es wäre eine Verschwendung von Rohstoffen, wenn ich das Buch der Altpapiertonne vorenthalten würde.
– Während ich sonst die gemächliche Erzählweise eines Cozy-Krimis gern mag und die unterschiedlichen Charaktere genießen kann, fand ich hier die verschiedenen Personen entweder langweilig oder total überzeichnet – was vielleicht auch daran lag, dass man die Leute durch die Augen von Honey Driver sieht.
– Honey Driver hingegen kann ich nicht leiden. Okay, ich weiß, dass das keine begründete Aussage ist, aber es ist so. Ich kann diese Figur nicht leiden – wobei ich ihr anfangs sogar noch recht wohlwollend gegenüberstand. Aber sie ist in meinen Augen als Krimicharakter unglaubwürdig, da ihr im Prinzip alle Erkenntnisse in den Schoß fallen. Und wenn sie selbst Schlüsse zieht, dann sind diese selten logisch und überzeugend.
– Eine Szene mit einer Prostituierten in einem Hotel. Ich gebe zu, mein Wissen rund um Geschäftsfrauen in höheren Führungspositionen stammt ebenso wie mein Wissen über Escort-Damen aus dem Fernsehen (das kommt davon, wenn man den Fernseher einfach laufen lässt, während man in sein Buch vertieft ist 😀 ), aber die Wahrscheinlichkeit, dass Honey Driver eine wie eine Geschäftsfrau gekleidete Nutte, die in einem Edelhotel rumhängt, an ihren Schuhen und Netzstrümpfen erkennt, halte ich doch für ziemlich gering – vor allem angesichts der Tatsache, dass die in den TV-Berichten gezeigten hochpreisigen Amüsierdamen oftmals seriöser gekleidet waren als so manche erfolgreiche Managerin. Aber bestimmt lag das dann nur daran, dass die Damen von einem Fernsehteam begleitet wurden, und Honey als Besitzerin eines kleinen Hotels in Bath kann das viel besser beurteilen als ich mit meinem Fernsehwissen. 😉
– Über Honeys Liebesleben (nicht vorhanden, aber ständig ein Thema, da es ja diesen umwerfenden Polizisten gibt, mit dem sie vermutlich nie im Bett landen wird, weil die beiden die Angelegenheit auf ein romantisches Wochenende schieben wollen, das eh nie stattfinden wird. Und wenn es in einem der kommenden Bände dazu kommen sollte, dann wären sie vermutlich enttäuscht, weil so große Erwartungen … okay, lassen wir das Thema!) und ihre Familie (vor allem die Mutter hat mich unglaublich genervt, die ist von der Autorin so berechnend auf „lustige Momente“ konzipiert worden, was aber leider gar nicht funktioniert) will ich gar nicht erst reden … wie man sieht … 😉
– Zuletzt könnte ich noch etwas zu dem verschenkten Potenzial der Grundidee sagen, aber da ich mir nicht sicher bin, ob sich nicht doch jemand auf diesen Blog verirrt, der das Buch noch lesen will, verkneife ich mir diese – zu viel über die Handlung – verratende Anmerkung.

Mein Fazit steht so oder so: Nie wieder ein Honey-Driver-Roman für mich – egal wie verlockend der Klappentext klingen sollte! Dafür freue ich mich jetzt schon auf die nächsten „Miss Daisy“-Bände, die ich mir morgen aus der Bibliothek abholen kann. Da wird die manchmal vorhandene Vorhersehbarkeit immerhin durch eine amüsante und unterhaltsame Schreibweise sowie wunderbare Charaktere ausgeglichen!

Dies und Das (11)

Obwohl ich inzwischen schon zwei Jahre in der neuen Wohnung (und dementsprechend auch in der neuen Stadt) lebe, habe ich immer noch nicht das Gefühl, richtig angekommen zu sein, auch wenn ich mich in unserem Stadtteil recht wohl fühle. Dank diverser Problemchen ist die halbe Wohnung immer noch unrenoviert, auch wenn ich mir am letzten Wochenende endlich mal wieder eine der Türen vorgenommen habe. Ein bisschen unzufrieden bin ich da mit mir, denn eigentlich wollte ich doch am Ende dieses Sommers alle sechs Türen fertig abgezogen und neu gestrichen haben – und nun sind es bislang gerade mal zwei geworden. Aber das Wetter, der Hexenschuss und ähnliches waren da nicht gerade hilfreich. Trotzdem bin ich wild entschlossen, den Balkon im nächsten Jahr mal nicht zum Renovieren zu nutzen, sondern ihn mit Tisch und Stühlen, Blumen- und Kräuterkasten auszustatten und dort ein paar schöne Stunden zu verbringen. Gerade an heißen Abenden ist dort viel schöner als in der stickigen Wohnung!

Wie wenig ich bislang „angekommen“ bin, zeigt mir auch immer die Aufregung, wenn ich allein in die Innenstadt muss – was zur Zeit dank der Arzttermine regelmäßig der Fall ist. Bewaffnet mit Stadt- und U-Bahnplan, berechne ich vorher gründlich die Strecke (und löchere meinen armen Mann nach den besten Verbindungen), suche mir den kürzesten Weg und bin schrecklich nervös, bis ich endlich am Ziel angekommen bin. Naja, wohl auch, weil ich es hasse, wenn ich mir unbekannte Ärzte aufsuchen muss … Im Urlaub habe ich übrigens überhaupt kein Problem damit, mich in neues Gebiet zu wagen, aber da muss ich ja auch keine schwer zu erhaltenden Termine einhalten. 😉

Wenn der Arzt morgen sein „Okay“ gibt, dann geht es in den nächsten Wochen dem Garten an den Kragen. Etwas wehmütig habe ich heute eine große gelbe Rosenblüte angesehen, denn das wird vermutlich die letzte Blüte dieser Pflanze gewesen sein. Nur noch ein einziger tapferer Ausläufer hält sich mühsam am Leben, und so sehe ich mich gezwungen, diese Rose – ebenso wie einige andere Pflanzen – auszugraben. Außerdem soll in diesem Herbst ja unser Obstbaum gefällt werden, und danach muss ich mal sehen, wie ich unseren kleinen Garten in Zukunft gestalten werde. Das kommende Frühjahr wird wohl erst einmal keine so üppige Blüte bringen wie das vergangene, aber ich hoffe, dass der Garten langfristig von meiner Arbeit profitiert.

***

Gerade ist mal wieder eine Phase, in der Awards durch die Blogger-Landschaft gereicht werden, und auch ich habe unter überaus amüsanten Umständen einen von Mila (von dem Blog Bibendum – auch wenn du deinen Blog zur Zeit eigentlich eingemottet hast, so passt ein Nice-Guy-Award zu dir und all den Aktivitäten, die ich auf die eine oder andere Weise verfolgen darf.

Natira, Irina – weil aus „normalen Blogbesuchern“ manchmal mehr wird … Danke für die Stunden, die ich dank euch im Chat, mit Mailschreiben, dem Betrachten von Katzenfotos, dem Anschauen von DVDs, dem Lesen von geliehenen Romanen und anderen schönen Dingen wie zum Beispiel dem Ausprobieren neuer Rezepte verbracht habe.

[Kulinarisches] Apfel-Zimt-Muffins

Da ich gestern eine fremde Küche samt Ofen nutzen konnte, gibt es heute mal ein Muffin-Rezept. Trotz fehlendem Backpulver und der Tatsache, dass ich etwas aus der Übung bin, sind die Muffins doch recht lecker geworden – und für den kommenden Herbst sind die einfach nur perfekt!

Zutaten für 12 (bis 20) Muffins:

2 mittelgroße säuerliche Äpfel (in kleine Stücke schneiden)
260 g Mehl
2 TL Backpulver
1/2 TL Natron
1 1/2 TL Zimt
1 Päckchen Vanillezucker
80 g gehackte Mandeln (ich nehme eigentlich immer 100g, weil es kaum 80g-Päckchen gibt)
1 Ei
150 g Zucker
100 ml (neutrales) Pflanzenöl (z.B. Rapsöl, es sollte halt keinen intensiven Eigengeschmack haben)
300 ml Milch (im ursprünglichen Rezept steht Buttermilch, aber mit normaler Milch geht es ebenso gut und die muss ich nicht extra kaufen)

Backofen auf 200 Grad vorheizen. Mehl, Backpulver, Natron und Zimt gut miteinander vermischen. Das Ei mit dem Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen, dann Milch und Öl hinzugeben und verrühren. Wenn die Flüssigkeiten eine homogene Masse bilden, die Mehlmischung unterrühren, zuletzt die Äpfel und Mandeln hinzugeben und gründlich mischen.

Den Teig in Muffinförmchen geben (ich nehme immer Muffinbleche und lege die noch mit Papierförmchen aus, damit das eine saubere Angelegenheit ist), dabei ungefähr einen halben Zentimeter Luft bis zum Ende der Form lassen, da der Teig ja noch aufgeht. Die Muffins 20-25 Minuten bei 200 Grad backen (die erste Ladung benötigt immer länger, bei einer zweiten Ladung nach zwanzig Minuten mal nachgucken) und dann auf einem Gitter abkühlen lassen. Man sollte die auf gar keinen Fall einfach in den Blechen abkühlen lassen, dann dann können sie nicht „ausdampfen“. Zum Abschluss kann man die Muffins noch mit Puderzucker bedecken, dann sehen sie noch etwas hübscher aus.

Nach dem Abkühlen kann man die Muffins problemlos ein paar Tage in einem geschlossenen Gefäß aufheben oder sogar einfrieren und an einem anderen Tag wieder aufbacken.

Hiromi Kawakami und Jiro Taniguchi: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß (Manga)

Auch wenn es ein bisschen gedauert hat, kommt hier doch endlich meine Meinung zu der Manga-Umsetzung von “Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß” von der Autorin Hiromi Kawakami. Gleich vorweg: Den gleichnamigen Roman habe ich parallel zum Manga gelesen und obwohl es kleine Unterschiede gibt, hat sich der Mangaka Jiro Taniguchi so nah an die Geschichte und den Erzähltext gehalten, dass man schon beide Varianten nebeneinander legen muss, um die Veränderungen bewusst zu erfassen.

In dem Manga-Zweiteiler “Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß” erzählt Jiro Taniguchi in sehr detailreichen und atmosphärischen Bildern die Geschichte von Tsukiko Omachi und ihrem früheren Lehrer Harutsuna Matsumoto. Viele Jahre nach Tsukikos Schulzeit sehen sich die beiden zufällig regelmäßig in einer kleinen Bar. Obwohl sie sich wiedererkennen, suchen die beiden keinen Kontakt zueinander oder überhaupt Gesellschaft. Allerdings fällt ihnen im Laufe der Zeit auf, dass sie den selben – eher altmodischen – Geschmack haben, wenn es ums Essen geht.

Für den Leser wird schnell klar, das Tsukiko und ihr Sensei (wie sie den Lehrer immer noch nennt) recht einsame Menschen sind, die sich davor scheuen den Abend allein daheim zu verbringen. Und vor allem bei Tsukiko sorgt ihre Unbeholfenheit dafür, dass sie sich in der Gesellschaft anderer Menschen nicht wohl fühlt. Im Laufe der Zeit geraten die Frau und ihr ehemaliger Lehrer immer wieder ins Gespräch, trinken gemeinsam an der Theke des Lokals Sake und enden auch mal beim Sensei daheim, um nach Kneipenschluß noch etwas mehr zu trinken.

Von Anfang an fand ich diese beiden einsamen Menschen einfach nur rührend und die Geschichte wunderbar melancholisch. Der Sensei ist mit seinen fast siebzig Jahren ein altmodischer Mann mit festen Vorstellungen und einem nicht selten väterlich-bevormundenden Verhalten gegenüber Tsukiko. Sie hingegen fühlt sich mit anderen Menschen normalerweise sehr unwohl, hat oft das Gefühl, dass sie nicht angemessen reagiert oder die Motive ihres Gegenübers nicht richtig einschätzen kann und bleibt deshalb lieber für sich. Aber in der Gesellschaft des Senseis fühlt sich Tsukiko wohl, bei ihm findet sie eine Wärme und Sicherheit, die die Mitdreißigerin sonst in ihrem Leben vermisst hat. Und auch wenn seine belehrende Art sie immer mal wieder kratzbürstig sein lässt, so schätzt sie doch seine Lebenserfahrung und sein Wissen.

Im ersten Band habe ich mich manchmal gefragt, warum die Handlung als “Liebesgeschichte” bezeichnet wird, denn obwohl Tsukiko und der Sensei immer weiter aufeinander zugehen, immer mehr miteinander unternehmen, scheint sich erst einmal nur eine ungewöhnliche Freundschaft zu entwickeln. Beide bereichern das Leben des anderen, während sie zusammen Ausflüge unternehmen, sich über Essen unterhalten oder sich über Sport streiten (und deshalb auch mal vollständig den Kontakt abbrechen). Erst im zweiten Band wird deutlich wie intensiv die Gefühle der beiden inzwischen füreinander sind. Doch versuchen beide die aufkeimende Liebe zu leugnen. So trifft sich Tsukiko zum Beispiel mit einem alten Schulkameraden, der für sie schwärmt. Doch obwohl dieser an einer Beziehung interessiert wäre, fühlt sich die Frau mit ihm einfach nicht so wohl wie mit ihrem Sensei.

Obwohl der Roman “Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß” nur ein schmaler Band ist, hatte ich beim Lesen das angenehme Gefühl, dass sich Hiromi Kawakami mit der Handlung Zeit gelassen hat. Viele kleine Szenen und Gedanken sorgen dafür, dass die Charaktere dem Leser mit all ihren Eigenheiten immer vertrauter werden, und gerade durch die zum Teil recht alltäglichen und – auf den ersten Blick – belanglosen Momente hat mich diese Geschichte wirklich berührt. Doch noch schöner als das Buch fand ich den Manga, da Jiro Taniguchi so wundervoll ausdrucksvolle Zeichnungen geschaffen hat.

Seine Charaktere – unabhängig davon, ob es sich dabei um Haupt- oder Nebenfiguren handelt – sind sehr liebevoll und mit sehr ausdrucksvollen Mimik und Gestik dagestellt. So detailreiche Hintergründe wie hier habe ich bislang selten in einem Manga gesehen und auch die Betonung bestimmter Elemente in einzelnen Panels finde ich ganz wunderbar gelungen. Insgesamt finde ich die Geschichte mitsamt dieser schönen melancholischen Atmosphäre dank der stimmungsvollen Bilder noch beeindruckender als beim Lesen des Romans und so sind inzwischen auch noch andere Manga dieses Zeichners auf meinen Wunschzettel gewandert.

Carola Dunn: Miss Daisy und die tote Sopranistin

Nachdem Irina vor einiger Zeit Cozy-Krimis für sich entdeckt hatte, hatte sie mich gefragt, ob ich die „Miss Daisy”-Reihe von Carola Dunn kennen würde. Kannte ich nicht, aber da ich im Bibliothekskatalog ein paar Titel fand, dachte ich, ich sollte diese Wissenslücke mal schließen. Nun allerdings ärgere ich mich, dass ich die Serie nicht ungefähr zehn Jahr früher für mich entdeckt habe, denn als deutsche Ausgaben sind die Bücher regulär über den Handel nicht mehr zu bekommen. In den letzten Wochen habe ich den zweiten („Miss Daisy und der Tod im Wintergarten“) und sechsten („Miss Daisy und der Tote auf dem Wasser“) und  gestern den dritten Teil („Miss Daisy und die tote Sopranistin“) der Serie gelesen und kann so immerhin sagen, dass man die Geschichten unabhängig von der Reihenfolge genießen kann.

„Miss Daisy und die tote Sopranistin“ ist der dritte Band rund um die adelige Daisy Dalrymple. Die junge Frau ist für ihre Zeit ungewöhnlich fortschrittlich und lebt lieber mit einer Freundin zusammen in London, als mit ihrer Mutter auf dem Witwensitz des Familienbesitzes. Man schreibt das Jahr 1923, die Gesellschaft verändert sich spürbar und doch ist es für Daisy nicht einfach als Journalistin Fuß zu fassen. Während die Mitglieder des Adels nicht verstehen können, dass eine der ihren selber Geld verdienen will (ein vermögender Ehemann, wenn möglich mit Adelstitel, wäre doch viel standesgemäßer), stößt Daisy in anderen Gesellschaftsschichten auf die unterschiedlichsten Reaktionen. Von vollkommener Verachtung gegenüber dem veralteten Adel bis zur herzlichen Akzeptanz ist alles dabei. Trotzdem findet es Daisys Umfeld grundsätzlich irritierend, dass sie eine herzliche Freundschaft zu Detective Chief Inspector Alec Fletcher von Scotland Yard pflegt.

Mit diesem genießt Daisy an einem Sonntagnachmittag ein Konzert in der Albert Hall, als die Sopranistin Bettina Westlea nach der Pause auf der Bühne zusammenbricht. Schnell steht fest, dass die Solistin vergiftet wurde und so sieht sich Alec Fletcher gezwungen den Fall zu übernehmen. Auch Daisy mischt kräftig bei den Ermittlungen mit – nicht gerade zur Freude von Alec, obwohl dieser zugeben muss, dass Daisy ohne große Mühe die interessantesten Informationen von den Verdächtigen anvertraut bekommt. Schon während der ersten Befragung der anwesenden Musiker und Familienmitglieder stellt sich heraus, dass die Sängerin nicht gerade beliebt war und dass mehr als eine Person ein Motiv gehabt hätte sie zu ermorden.

Bei Amazon habe ich gesehen, dass einige Rezensenten bei dieser Reihe kritisieren, dass nur geredet wird und keine Spannung aufkommt. Leute, wenn ihr einen Actionthriller lesen wollt, dann greift doch nicht zu einem Cozy! Mir persönlich gefällt nämlich gerade diese Konzentration auf die Menschen, ihr Umfeld, ihre Beziehungen und ihre Gefühle. Carola Dunn hat ein wunderbares Händchen für Dialoge und für die kleinen Details, die bei mir das Gefühl aufkommen lassen, dass diese Zeit besonders stimmig dargestellt wurde. Ihre Charaktere sind mal liebenswert, mal skurril oder unsympathisch, aber immer wirken sie angenehm realistisch.

Obwohl der Krimianteil stellenweise schon sehr vorhersehbar ist, habe ich ihn in allen drei bisher gelesenen Büchern nie als langweilig empfunden. Gerade bei „Miss Daisy und die Sopranistin“ bin ich den ganzen Roman hindurch um einen bestimmten Verdacht herumgeschlichen und habe mich auf jeden kleinen Hinweis gestürzt, dass ein andere Mensch der Mörder sein könnte, weil derjenige, der es vermutlich war, mir so schnell ans Herz gewachsen ist. Die Geschichten sind einfach wunderbar unterhaltsam, zeigen ein – wie ich finde – realistisches Bild der Zeit und sorgen bei mir für angenehme Lesestunden.

Bislang habe ich den Eindruck, dass Carola Dunn ein relativ gleichbleibendes Niveau bei ihren Romanen hat, auch wenn ich „Miss Daisy und der Tote auf dem Wasser“ bezüglich des Kriminalfall besonders schwach fand (was vielleicht auch daran liegt, dass ich mit Rudern als Sport nicht so viel anfangen kann). Aber insgesamt hat mich auch dieser Titel gut unterhalten. Deshalb werde ich  mich in den nächsten Tagen noch auf „Miss Daisy und der Mord im Flying Scotsman“ (Bd. 4) stürzen.

Und sobald die Bibliothek mir „Miss Daisy und der Tote auf dem Eis“ (Bd. 1), „Miss Daisy und der tote Professor“ (Bd.7) und „Miss Daisy und die Entführung der Millionärin“ (Bd. 5) liefern kann, werde ich diese Bände auch noch verschlingen. Im Original sind – wenn ich wikipedia glauben kann – sogar schon neunzehn Krimis rund um Miss Daisy erschienen (ein zwanzigster ist für Januar 2012 angekündigt) und so werde ich mir wohl in naher Zukunft überlegen müssen, ob ich die Originalausgaben auf meinen aus den Nähten platzenden Wunschzettel setzen will.

September-SuB

Eigentlich dachte ich ja, dass sich meine Leseflaute den ganzen August über gehalten hätte, aber unmerklich habe ich wohl doch den einen oder anderen Titel verschlungen. So komme ich im August auf 16 gelesene Bücher, allerdings nur auf einen Manga und ein vollständig gehörtes Hörbuch. Der Stapel mit den angefangenen Büchern ist dadurch leider nicht kleiner geworfen und unter 100 ist mein SuB zu diesem Monatsanfang auch nicht. Wer weiß, vielleicht gibt es bei mir ja eine innere Sperre, die sich gegen ein solch radikales Schrumpfen wehrt. Immerhin kann ich sagen, dass der SuB im letzten Monat auch nicht gewachsen ist. 😉

Bei meinen persönlichen Challenges hänge ich ein bisschen hinterher, deshalb markiere ich die Titel neu in meiner monatlichen SuB-Liste, in der Hoffnung, dass mir das den nötigen Ansporn bringt. Immerhin habe ich inzwischen mein SuB-Losverfahren-Buch gelesen (fehlt nur noch die Rezi) und bin bei der English-Challenge immer noch gut dabei. 🙂

A (2)

Sharon Ashwood: Höllenherz
Robert Asprin: Des Dämons fette Beute
Robert Asprin: Ein Dämon schafft noch keine Ordnung

B (8)
Sina Beerwald: Die Goldschmiedin

Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Malorie Blackman: Boys don’t cry

Jacques Bonnet: Meine vielseitigen Geliebten

Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger

Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud

C (3)
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
James Collins: Zauberberg für Anfänger

D (5)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Lieneke Dijkzeul: Vor dem Regen kommt der Tod

Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

Rebecca Drake: Still sollst du sterben

F (13)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Jennifer Fallon: Kind der Götter (Das Dämonenkind 2)
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Gayle Forman: Wenn ich bleibe

Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum

Earlene Fowler: Tödliche Schatten
Peter Freund: Laura und das Siegel des Mondes
Luca di Fulvio: Die Rache des Dionysos

G (4)
Francois Gantheret: Das Gedächtnis des Wassers
Michele Giuttari: Rachefeuer
Thomas Görden: Der Mönch und die Jüdin
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (4)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Michelle Harrison: Elfenseele – Jenseits der Ferne
Frederik Hetmann: Zeitenwende
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung

I (2)
Greg Iles: Leises Gift
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (3)
Marc Levy: All die ungesagten Worte
Siri Lindberg: Nachtlilien
Michaela Link: Der Spiegel der Kaiserin

M (7)

Chris Marten: Hydra

Christoph Marzi: Lyra

L. J. McDonald: Die Krieger der Königin

Seanan McGuire: October Daye – Winterfluch
Richelle Mead: Dark Swan – Sturmtochter
Kai Meyer: Hex
Boris Meyn: Die Schattenflotte

Kathryn Miller Haines: Ein Schlachtplan für Miss Winter
Kathryn Miller Haines: Miss Winter lässt nicht locker

N (3)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter
Elle Newmark: Der Granatapfeldieb

P (5)
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund
Renata Petry: Hilgensee

Kerstin Pflieger: Die Alchemie der Unsterblichkeit

Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)

Q (0)

Julia Quinn: Das geheime Tagebuch der Miss Miranda

R (14)

Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)

Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators – Ein Krimi aus dem Alten Rom
Silvia Roth: Querschläger

Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)

Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Brian Ruckley: Winterwende (Die Welt aus Blut und Eis 1)
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (10)
Régis de Sá Moreira: Das geheime Leben der Bücher
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge

Arthur Slade: Mission Clockwork

Emma Smith: Der Ruf der Ferne
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (10)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon

Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 3 – Der gläserne Fluch

P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Aino Trosell: Eine grenzenlose Liebe
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

V (0)

W (4)
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan

Kiersten White: Flames’n’Roses

Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut

X (1)
Xinran: Gerettete Worte

Y (0)

104 Titel zum Monatsanfang
(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)
(blau markierte Titel habe ich für Aktionen vorgesehen)
(rot markierte Titel sind die, die ich für meine persönliche Challenge möglichst bald lesen sollte)
(graublau markierte Titel habe ich auf der Liste für meine persönliche Serien-Challenge)