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Ostern 2017: Lese(sams)tag

Nachdem mein Mann gestern vor dem Schlafengehen durch die Sender zappte und kurz die Sendung laufen hatte, habe ich die „Jeopardy!“-Melodie im Ohr und es macht mich wahnsinnig! Somit war ich heute morgen schon in der richtigen Stimmung für einen Samstagseinkauf an einem Feiertagswochenende, bei dem wir von Laden zu Laden trabten, um verschiedene frische Zutaten zu bekommen. Immerhin ist das jetzt auch erledigt.

Außerdem habe ich den Teig für die Farinata angesetzt, die wir heute Abend essen werden, und einen Rhabarber-Kuchen in den Ofen geschoben. Während der backt, kann ich mir mein Frühstück gönnen und schon mal ein paar Seiten lesen. Dummerweise habe ich gerade keine rechte Lust auf meine angefangenen Bücher. Vielleicht teste ich einfach das letzte unangefangene Bibliotheksbuch an, das noch auf meinem Stapel liegt. „Familienbild mit dickem Kind“ habe ich im März auf Helmas Blog entdeckt und die Bibliothek konnte mir das Buch überraschend schnell zur Verfügung stellen. Wenn mich das auch nicht packt, dann zupfe ich einen Roman aus meinem SuB … da liegen ja noch einer oder zwei rum …



Update 15:30 Uhr

Während wir gerade dabei waren, Christie zu füttern, klingelte überraschend der Paketbote an der Tür und brachte ein Päckchen von einem Freund meines Mannes voll mit DVDs, CDs und Süßigkeiten. Oo Seit ein paar Jahren (in der Regel, wenn er sich aus Versehen etwas doppelt gekauft hat oder eine Deluxe-Version von etwas zugelegt hat) packt er ungefähr zweimal im Jahr alles, was meinen Mann und mich interessieren könnte in einen Karton und füllt die Zwischenräume mit Leckereien. Das ist immer ziemlich überwältigend und lustig auszupacken. 🙂

Ansonsten habe ich ziemlich viel Zeit mit meinem Mann verschwatzt und mir von ihm ein Brettspiel zeigen lassen, für das gerade eine Kickstarter-Kampagne läuft. Ich gebe zu, dass das Spielthema und das Design mir gefallen, aber eigentlich reicht es doch, wenn einer in der Familie verrückt nach Brettspielen ist. 😉 (Habe ich schon erwähnt, dass bei uns gerade jeden Morgen die MarineTraffic-Webseite geöffnet wird, damit mein Mann das Schiff von China bis Hamburg verfolgen kann, das sein „ich habe zwei Jahre darauf gespart“-Spiel transportiert? :D)

Nachdem „Familienbild mit dickem Kind“ für mich heute nicht die richtige Erzählweise hatte, werde ich mir – während der Kuchen im Ofen nachbacken darf *seufz* – „A Tale of Time City“ vornehmen. Wenn mich der Roman nicht zum Lesen verlockt, dann muss ich vielleicht für heute das mit den Büchern aufgeben und mir eine andere entspannende Tätigkeit suchen. 😉

Update 21:00 Uhr

Irgendwie habe ich heute ständig das Gefühl, ich bekäme nichts auf die Reihe – und dann merke ich, dass ich ganz viele Sachen komplett verdränge wie die Wäsche, die Zeit, die wir heute in der Küche verbracht haben, die Planung für die kommenden Tage oder die Tatsache, dass ich mein „Badezimmerbuch“ heute Nachmittag beendet habe. *g*

Ansonsten habe ich Zeit mit „A Tale of Time City“ von Diana Wynne Jones verbracht und bislang gefällt mir die Geschichte sehr gut. Die Handlung beginnt im Jahr 1939 in einem Zug, mit dem ein Haufen Kinder von London aus aufs Land gebracht werden. Eines dieser Kinder ist Vivian Smith, der 1, durchaus bewusst ist, dass man mit dem Nachnamen „Smith“ sehr gut auf seine Sachen aufpassen muss, selbst wenn sie mit dem Namen beschriftet sind, weil es eben sehr, sehr viele Smith im Zug gibt und die sich 2. die ganze Fahrt über vorstellt, was alles schief laufen kann, wenn sie am Zielpunkt ankommt. Doch das, was ihr am Bahnhof dann wirklich passiert, hätte sich selbst das ängstlichste und pessimistischste Mädchen nicht vorstellen können … 😀 Ich habe ja einen starken Verdacht, worauf Diana Wynne Jones mit ihrer Geschichte hinaus will, aber das ist mir egal, weil ich die Erzählweise und die verschiedenen fantastischen Elemente so sehr mag. Außerdem gehe ich davon aus, dass die Autorin genügend Überraschungen in ihrem Roman versteckt hat, selbst wenn ich das Ende wirklich vorherahnen sollte.

Zum Abendessen gab es die morgens angesetzte Farinata (das ist ein Kichererbsenfladen), Feta und einen gemischten Salat mit Joghurtsauce (mein Mann hatte dazu noch den Rest Radieschen-Tzatziki von gestern). Sehr lecker, aber irgendwie haben wir noch keine Möglichkeit gefunden die Farinata problemlos aus der Form zu bekommen. Beim ersten Mal haben wir es – wie im Rezept – empfohlen mit Backpapier versucht, aber da blieb die untere Kruste dann am Papier hängen, heute haben wir die Farinata in einer Auflaufform gemacht. Das war zwar besser, aber wirklich gut ließ sie sich nicht daraus lösen. Nun, ich werde weiter experimentieren …

Für den Rest des Abends muckel ich mich mit meinem Buch ein. Morgen geht es mit dem Lesewochenende weiter. 😉

Ostern 2017: Lese(frei)tag

Nachdem der Lese(sams)tag im März so nett war, werde ich mir über das Osterwochenende auch wieder bewusst Lese- und Auszeiten gönnen und darüber bloggen. Wobei ich zugeben muss, dass ich in den letzten Tagen relativ viel zum Lesen gekommen bin und in diesem Monat schon das eine oder andere Buch beendet habe. Aber es ist immer etwas anderes, ob ich hier aktuell über die Bücher, die ich lese, etwas schreibe und darüber, was ich sonst noch an einem gemütlichen Wochenende mache, oder ob ich mich nur am Ende eines Romans hinsetze und eine Rezension schreibe. Die einzige „Draußen-Verpflichtung“, die ich an diesem Wochenende habe, ist der Samstagseinkauf mit meinem Mann und ansonsten kann ich mich frei zwischen „einrollen und lesen“, handarbeiten und „in der Küche rumwuseln“ entscheiden. Da das kommende Wochenende mit einen Termin und Arbeit verplant ist, werde ich dieses entspannten Feiertagswochenende umso mehr genießen.

Bevor ich überlege, mit welchem Roman ich heute anfange, nehme ich mir erst einmal meine täglichen Seiten in „Guns, Germs and Steel“ von Jared Diamond vor. Sachbücher, die so viele Informationen auf so wenig Raum packen, muss ich mir immer auf die tägliche To-do-Liste packen, damit ich mich auch wirklich darauf konzentriere. Dabei schreibt der Autor gut verständlich, aber um 13.000 Jahre Menschheitsgeschichte in 480 Seiten zu packen, muss er auch sehr von Thema zu Thema, Zeitalter zu Zeitalter und Kontinent zu Kontinent springen. Also heißt es, beim Lesen gut aufzupassen, damit ich nicht das Gefühl habe, dass die Informationen direkt nach dem Erfassen schon wieder verschwinden.

Update 11:00 Uhr

Es ist wirklich nett, wenn mein Mann daheim ist, so dass ich mit ihm über die Dinge reden kann, die ich gerade lese. Auf der anderen Seite ist es schon etwas ablenkend, wenn er morgens gleich den Fernseher anmacht, damit er Gesellschaft hat, während ich lese. *g* Inzwischen habe mein tägliches „Soll“ bei „Guns, Germs and Steel“ gelesen, etwas in der Küche rumgewuselt, geduscht und mein Frühstück gemacht. Ich liebe den Aronia-Fruchtaufstrich, den wir am vergangenen Wochenende gekauft haben. So lecker! Zum Frühstück gönne ich mir erst einmal ein paar Seiten in „Agatha Raisin und die Tote im Feld“ von M. C. Beaton. Den Titel habe ich aus der Onleihe und da ich die eBooks nur zwei Wochen lang zur Verfügung habe (und die Vormerkzeiten endlos sind, da man die Bücher leider nicht vorzeitig zurückgeben kann), will ich ihn in absehbarer Zeit beendet haben.

Update 15:00 Uhr

In den letzten Stunden habe ich ungefähr die Hälfte von „Agatha Raisin und die Tote im Feld“ gelesen und bin etwas enttäuscht von der Geschichte. Den ersten Agatha-Raisin-Band, den ich vor ein paar Tagen gelesen habe, fand ich wirklich nett und ich mochte die Protagonistin, in diesem Teil habe ich hingegen das Gefühl, dass sie nur schmollt, weil ihr Nachbar sie nicht so behandelt, wie sie es gern hätte. Das liest sich wie diese Teenie-Liebesgeschichten, die ich so sehr hasse … *seufz*

Außerdem haben mein Mann und ich zusammen das Essen für heute Abend (Teig, Gemüsefüllung und Radieschen-Tzatziki) vorbereitet und sehr viel Zeit damit verbracht über einen amerikanischen Artikel zu diskutieren, den er im Internet gefunden hatte und in dem es um Kirk und Feminismus und Verschwörungstheorien ging. Ich habe nur Absätze davon vorgelesen und zusammengefasst bekommen, habe aber das Gefühl, die Autorin gehört zu der Sorte, die man lieber nicht auf seiner Seite hätte, weil ihre Art zu Argumentieren der Sache, für die sie sich engagiert, wenig gut tut.

Ich glaube, ich gönne mir jetzt ein paar Kekse und wechsel erst einmal zu einem anderen Buch …

Update 16:45 Uhr

Christie hatte es sich so schön auf mir gemütlich gemacht, während ich meine Kekse und den Milchkaffee genossen habe. Aber ich fürchte, ich habe sie mit meinem Grummeln irgendwann vertrieben. Gegrummelt habe ich, weil ich mit „Der Weltenriss – Die Karten der verlorenen Zeit“ von S. E. Grove nicht so ganz glücklich bin. Die Grundidee scheint recht interessant zu sein, denn die dreht sich darum, dass am 16. Juli 1799 etwas passierte, das dafür sorgte, dass verschiedene Teile der Welt in unterschiedliche Zeitalter katapultiert wurden. So erinnern sich zum Beispiel einige Jahrzehnte später die Bewohner von Boston daran, dass es in England zwar mal einen Autor namens John Donne gab – aber in England selber ist dieser Autor noch nicht geboren worden und es könnte sogar sein, dass er auch nie geboren wird. Die unterschiedlichen Zeiten machen den Kontakt zwischen den verschiedenen Ländern natürlich sehr schwierig, aber im Laufe der Zeit hat man einen Weg gefunden trotzdem Handel zu treiben und auch von weniger (oder deutlich weiter) entwickelten Gebieten zu profitieren. Sei es durch den Import von Technologien, die in der eigenen Zeit eigentlich noch nicht bekannt sind, oder den Export von Dingen, über die andere Länder eben noch nicht verfügen.

Die Idee finde ich wirklich interessant, aber schon auf den ersten Seiten wird klar, dass es in Boston eine Bewegung gibt – die sich natürlich aus den Reichen und Mächtigen zusammensetzt -, die daran arbeitet die Stadt von der Außenwelt abzukapseln. Auf der einen Seite soll so verhindert werden, dass Piraten und andere Schmarotzer von all der Arbeit, den Technologien und dem Handel der Bostoner (Kaufleute) profitieren, auf der anderen Seite wollen diese Leute ihre eigene Bevölkerung einsperren, weil das Reisen in andere Länder und Zeiten „unpatriotisch“ sei. Oh, und natürlich soll jeder ausgewiesen werden, der nicht die richtigen Papiere hat, während niemand einreisen darf, wenn er nicht beweisen kann, dass er von Geburt an Bostoner ist. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass die erste Veröffentlichung des Titels 2014 war und der Roman für Leser zwischen 12 und 16 Jahren empfohlen wird. Ich habe grundsätzlich wirklich nichts gegen ein Jugendbuch, dass sich um Fremdenfeindlichkeit und viele andere wichtige Themen dreht. Aber ich finde das Ganze bislang so plakativ und schulmeisterlich von der Autorin präsentiert, dass ich das als erwachsener Leser es unerträglich finde. Ich werde noch etwas weiterlesen, weil ich die Charaktere eigentlich ganz nett finde. Aber wenn die Autorin ihre Botschaft nicht bald etwas subtiler in die Geschichte einbindet, dann muss ich mir wohl eine andere Lektüre suchen …

Update 21:00 Uhr

Nach dem letzten Update habe ich erst einmal ein Stündchen geschlafen und danach haben mein Mann und ich unsere Abendessen gemacht. Die Kombination aus „indisch“ gewürztem Gemüse in den Teigtaschen und dem ziemlich scharf gewordenen Radieschen-Tzatziki war ungewöhnlich, aber sehr lecker. 🙂

Da ich nicht so recht weiß, was ich mit meinen angefangen Büchern machen soll, werde ich den Rest des Abends wohl mit dem 3DS (Blümchen gießen! *g*) und dem Fernseher verbringen. Mein Mann und ich schauen gerade ein paar asiatische Serien auf Netflix – vor allem der „Samurai Gourmet“ hat es uns angetan, weil das so nett ist und die Folgen so kurz, dass man sie schön vor dem Schlafengehen noch einschieben kann.

Morgen werde ich mich wohl erst ab der Mittagszeit melden, weil ich neben dem Einkauf noch ein paar andere Dinge zu tun habe, bevor ich mich zum Lesen einrollen kann.

Elizabeth Daly: Das Buch des Toten (Ein Henry-Gamadge-Kriminalroman)

Elizabeth Daly ist eine amerikanische Autorin, die zwischen den 1930er und 1950er Jahren Kriminalromane schrieb. Da ich eine Schwäche für Krimis aus dieser Zeit habe, wollte ich die Autorin schon lange mal antesten, hatte es aber irgendwie nie auf die Reihe bekommen, mir einen Roman von ihr zu besorgen. Zum Glück bin ich dann bei meinem ersten Besuch in der neuen Bibliothekszweigstelle über „Das Buch des Toten“ gestolpert, das zu mehreren Veröffentlichungen rund um den Bücher-Spezialisten und Gentleman-Detektiv Henry Gamadge gehört. Der Roman wurde im Jahr 1944 herausgegeben und auch die Geschichte spielt zu dieser Zeit. So ist es selbstverständlich, dass Henry Gamadges Assistent als Soldat dient, während er selbst seine normalen Tätigkeiten niedergelegt hat, um dem Kriegsministerium beratend zur Seite zu stehen. Trotzdem kann er nicht widerstehen, als eine junge Dame mit einem ungewöhnlichen Rätsel zu ihm kommt.

Miss Fisher hatte vor einigen Wochen, als sie zu Besuch bei einer Tante war, den schon etwas älteren Howard Crenshaw kennengelernt. Als dieser überraschend aus Vermont abreiste, hatte Miss Fisher noch ein Buch von ihm ausgeliehen, dass sie ihm bei ihrer Rückkehr nach New York zurückgeben wollte. Doch nachdem sie seine Adresse herausgefunden hatte, musste sie feststellen, dass ihr Bekannter im Krankenhaus lag – und dass niemand ihr Auskunft über sein Befinden geben wollte. Das alles hätte Miss Fisher nicht so sehr beunruhigt, hätte sie nicht in dem geliehenen Shakespeare-Band Unterstreichungen und Nebenbemerkungen gefunden, die ihrer Meinung nach darauf hindeuten, dass Mr. Crenshaw in Angst vor seinem Diener Perry lebte.

Während Henry Gamadge eine Theorie nach der anderen ins Auge fasst, um zu erklären, was die Hintergründe von Mr. Crenshaws Verhalten sein könnten, steht der Leser erst einmal vor einem großen Rätsel, bei dem eigentlich nur die Eingangsszene des Romans, in der man einen kleinen Einblick in das Zusammenleben von Mr. Crenshaw und Perry bekommt, darauf hinweist, dass Miss Fisher nicht ohne Grund befürchtet, dass etwas nicht in Ordnung ist. Dabei bietet Elizabeth Daly dem Leser kaum Gelegenheiten mitzuermitteln, da sie auf Hinweise und Indizien verzichtet, sondern sie erzählt die Geschichte Stück für Stück, wie sie passiert – und zwar so, dass man nie das vollständige Bild sehen kann und sich deshalb ständig fragt, was wohl hinter dem Verhalten und den Aussagen der verschiedenen Figuren verbirgt.

Ich fand es hier nicht schlimm, dass ich als Leser nur die Handlung verfolgen konnte, denn ich mochte die Art und Weise, wie mir die Geschichte erzählt wurde. Was ich spannend finde, ist, dass ich im Nachwort ebenso wie auf mehreren Online-Seiten, bei denen Romane der Autorin besprochen wurden, über die Kategorie „Cozy“ gestolpert bin. Für mich ist dieses Buch definitiv kein Cozy, es fehlen fast alle Merkmale, die für mich einen (amerikanischen) Cozy ausmachen (ein gutes Beispiel dafür wären die Bücher von  Mary Roberts Rinehard). Ich gebe zu, es ist auch keine Hardboiled-Novel, aber „Das Buch des Toten“ fühlt sich in vielen Elementen eher danach an, auch wenn die Handlung während des Zweiten Weltkriegs spielt und man nicht das Gefühl hat, dass der Detektiv allein gegen eine korrupte Gesellschaft angehen muss. Vielleicht ist das ja der Grund, warum die Autorin in Europa/Deutschland nie wirklich erfolgreich war – man konnte sie (zumindest wenn ich nach diesem einen Kriminalroman gehen kann) nicht in eine vertraute Schublade stecken. Auf jeden Fall hat es Spaß gemacht, einen für die Zeit, in der er geschrieben wurde, ungewöhnlichen Kriminalroman zu lesen!

Stefan Bachmann: Die Seltsamen

Ich habe keine Ahnung, wo ich über Stefan Bachmanns Titel „Die Seltsamen“ gestolpert bin, aber wer auch immer über das Buch geschrieben hat, hat mich neugierig genug gemacht, dass ich den Roman in der Bibliothek vorgemerkt habe. Ausleihen konnte ich das Buch dann Anfang April und habe es auch zügig durchgelesen. Stefan Bachmann schreibt in einem flüssig zu lesenden Stil und obwohl ich normalerweise mit eher malerischen Formulierungen nichts anfangen kann, haben sie mir hier gefallen – auch weil sie passend und nicht zu übertrieben verwendet wurden. Die Geschichte wird vor allem aus zwei Perspektiven erzählt. Auf der einen Seite lernt man Bartholomew Kettle kennen, einen Jungen, der mit seiner jüngeren Schwester Hettie und seiner Mutter im Feenslum von Bath lebt, und auf der anderen Seite Arthur Jelliby, der Mitglied des Parlaments in London ist und dessen Leben das genaue Gegenteil von Bartholomews zu sein scheint.

Die Welt, die Stefan Bachmann für seine Geschichte entworfen hat, wurde vor vielen Jahren von einem Haufen Feen überrannt, deren Portal aus der Feenwelt damals Bath auslöschte. Nach einem kurzen und heftigen Krieg wurden die Feen besiegt und – da man sie nicht wieder zurückschicken konnte – notgedrungen in die Gesellschaft integriert. Wobei es tagtäglich viele, viele Versuche gibt, die Feen ihrer Magie zu berauben – was dafür sorgt, dass sie am unteren Ende der Gesellschaft leben und als Dienstboten oder in Fabriken für die Menschen arbeiten. Während es unter den Menschen eine gewisse Faszination für Feenmagie gibt (solange das Ganze unter Kontrolle und nicht zu gefährlich ist), gibt es keinerlei Interesse an den wenigen Mischlinge, die aus Beziehungen zwischen Menschen und Feen entstanden sind.

Diese Mischlinge – „Die Seltsamen“ genannt – werden von beiden Seiten als hässlich und wertlos empfunden und nicht selten werden diese Kinder getötet, ohne dass ihre Eltern (in der Regel sind es die Mütter, die sich um sie kümmern) sie schützen könnten. Auch Bartholomew und Hettie sind Mischlingskinder und da sie so gefährdet sind, lässt ihre Mutter die beiden kaum aus der Wohnung. Gerade Hettie, deren gemischte Herkunft unübersehbar ist, kennt nichts anderes als die kleine Wohnung und die Gesellschaft ihres Bruders, während Bartholomew immerhin ab und an vor die Tür oder zumindest auf den Dachboden des Miethauses schleichen kann, weil er nicht ganz so auffällig ist wie seine Schwester.

Da die Mischlingskinder so einen geringen Wert für die Gesellschaft haben, fällt es erst einmal auch gar nicht auf, dass immer wieder Kinder verschwinden und wenig später tot aufgefunden werden. Einzig die Art und Weise, wie die Kinder sterben, sorgt dafür, dass das Thema überhaupt im Parlament angesprochen wird. Für Bartholomew hingegen ist das Verschwinden der Kinder ein sehr beängstigendes Thema – vor allem, nachdem er mitbekommen hat, wie der Nachbarsjunge entführt wurde. Und als dann auch noch Hettie verschwindet, muss er sich auf die Suche nach seiner Schwester (und dem Mörder der anderen Kinder) machen.

Ich muss gestehen, dass ich etwas zwiegespalten bin. Auf der einen Seite finde ich die Welt, die Stefan Bachmann geschaffen hat, sehr spannend. Diese Mischung aus düsteren Feen samt ihrer Magie, einem britischen Reich, in dem die Industrialisierung radikale Spuren hinterlässt (und für so einige Steampunk-Elemente sorgt), und den gegensätzlichen Perspektiven von Bartholomew und Mr. Jelliby finde ich sehr reizvoll. Allerdings hätte ich mir gewünscht, dass nicht alles so schrecklich und düster und hoffnungslos ist. Auch fand ich die Charaktere zwar interessant, aber nicht wirklich sympathisch, obwohl sie sich im Laufe der Geschichte verändern und gerade Mr. Jelliby an seinen Aufgaben wächst.

Außerdem konnte ich zwar die fantastischen Elemente genießen, hatte aber stellenweise das Gefühl, dass der Autor es übertreibt. Ein Beispiel ist da eine Kutsche, die von zwei riesigen Grashüpfern gezogen wird – auch wenn das vielleicht eine skurrile Vorstellung ist, denkt ein Teil von mir, dass das niemand machen würde, weil Grashüpfer nun mal keinen Fortbewegungsrhythmus haben, der mit dem Ziehen einer Kutsche übereinstimmt. So bringen mich solche Elemente immer wieder raus, weil ich sie – selbst in einem so fantastischen und merkwürdigen Umfeld – als unstimmig und unglaubwürdig empfinde. Insgesamt habe ich einen netten Abend mit „Die Seltsamen“ verbracht, glaube aber nicht, dass ich auch noch zur Fortsetzung greifen werde, weil ich einfach nicht neugierig darauf bin, wie es mit Hettie, Bartholomew und Mr. Jelliby weitergeht.

Was heute schön war …

Café-Frühstück mit der ehemaligen Nachbarin!
(Seitdem wir nicht mehr nebeneinander wohnen, sehen wir uns deutlich häufiger. *g*)

Endlich den großen Bauernmarkt in der Stadt besucht und lauter Leckereien gekauft!
 (Das wollte ich schon seit Jahren, aber normalerweise bin ich samstags nicht in der Nähe.)

Ein neues „Spielzeug“ gegönnt,
damit ich endlich problemlos die Onleihe der Stadtbibliothek nutze kann!

Jetzt lege ich die Füße hoch
und genieße den – gar nicht an eine Großstadt erinnernden – Blick aus dem Fenster. 🙂

Moira J. Moore: Resenting the Hero

„Resenting the Hero“ von Moira J. Moore war ein Weihnachtsgeschenk, das nun schon seit über zwei Jahren auf meinem SuB ruht. Den Titel hatte mir eine sehr gute Freundin viele Jahre lang immer wieder ans Herz gelegt und auch wenn ich beim Lesen des Klappentextes die Idee interessant fand und herausfinden wollte, warum meine Freundin so begeistert von dem Roman ist, habe ich das Lesen doch immer vor mir hergeschoben. Die Grundidee dreht sich um eine Welt, die vor vielen Jahrhunderten von Menschen bevölkert wurde, die dafür durchs All gereist waren. Doch die Welt hat sich bei der ersten Besiedlung als sehr gefährlich herausgestellt, weil eine Naturkatastrophe nach der anderen die Bewohner gefährdete. Ein Teil der Siedler hat sich deshalb wieder auf den Weg ins All gemacht, der Rest hat beschlossen, den Katastrophen zu trotzen und sich ein Leben auf dieser Welt aufzubauen. Generationen später wurden auf einmal Kinder geboren, die in der Lage waren, die Natur zu besänftigen – dummerweise führte ihr Kampf gegen die Naturgewalten aber immer zum Tod dieser Kinder.

Erst als sich zwei Mädchen begegneten, von denen die eine die Naturgewalten zügeln und die andere die Auswirkungen auf das erste Mädchen abfangen konnte, ergab sich daraus eine wirksame Waffe gegen die Katastrophen, die das Leben auf dieser Welt so herausfordernd machten. Seitdem werden „Source“ (die die Katastrophen abfangen können) und „Shield“ (die in der Lage sind, ihre „Source“ zu beschützen) gezielt ausgebildet und erst als Erwachsene einander gegenübergestellt, damit sie – durch eine geheimnisvolle Kraft aneinander gebunden – in einer lebenslangen Paarung die Bevölkerung vor Naturkatastrophen beschützen können. Die Protagonistin Dunleavy „Lee“ Mallourough hat ihr Leben lang darauf gewartet, ihren Dienst als Shield antreten zu können. Doch als sie mit Lord Shintaro Karish zusammenkommt, ist ihre Enttäuschung groß, Taro ist angeblich einer der leichtlebigsten Mitglieder der Source-Academy und weder Wein noch Weib abgetan. Lee hingegen ist eine sehr ernsthafte junge Frau und hatte gehofft, sie würde von einer der ruhigen und ebenso ernsthaften Sources erwählt. Noch irritierender ist für sie der erste Auftrag, den sie und Taro erfüllen sollen, denn sie werden in eine Stadt geschickte, die in einem so gefährlichen Gebiet liegt, dass dort immer sechs Source-Shield-Paare gleichzeitig stationiert sind.

Ich muss gestehen, dass ich es immer etwas doof finde, wenn eine Welt einen SF-Ansatz hat, aber das dann in der Handlung keine wirkliche Rolle spielt (und da ist es mir auch egal, ob das vielleicht in Zukunft in der Reihe noch einmal erwähnenswert sein sollte). Noch blöder finde ich es, wenn ich keine Erklärung dafür bekomme, warum aus einer hochtechnisierten Gesellschaft (die in der Lage ist, durchs All zu reisen) eine mittelalterliche Gesellschaft wird, die auf eine Art Magie zurückgreifen muss und in der per Pferd gereist wird – auch wenn ich jetzt raten könnte, dass das vielleicht an all den Katastrophen lag. Außerdem hatte ich ein Problem mit der Protagonistin, die zwar auf der einen Seite gut ausgebildet und eine sehr genaue Beobachterin ist, auf der anderen Seite aber nicht in der Lage ist, sich eine eigene Meinung über ihren Partner zu bilden. Lee ist so davon überzeugt, dass Taro unzuverlässig ist und Nacht für Nacht von Bett zu Bett hüpft, dass sie sich die ganze Zeit erzählt, dass jede Aufmerksamkeit seinerseits, jedes Pflichtbewusstsein und jeder Spur von Professionalität eine Ausnahme sein muss. Obwohl sie ihn nie anders erlebt hat, glaubt sie lieber all dem Klatsch und Tratsch, den sie vor ihrem Kennenlernen gehört (und selbst weiterverbreitet) hat. Das Ganze wäre für mich einfacher zu ertragen gewesen, wenn die Handlung nicht in der 1. Person erzählt würde, aber so wurde ich von der Autorin gezwungen, jeden Gedanken von Lee zu verfolgen – egal, wie bescheuert sie sich verhalten hat.

Während Lee also Wochen benötigt, um zu kapieren, dass Taro nicht der egoistische Bruder Leichtfuß ist, den sie immer in ihm sehen wollte, findet sie genau einen einzigen neuen Freund in der Stadt, in der sie stationiert ist. Und dieser Freund ist nicht nur extrem eifersüchtig auf Taro, sondern hält auch das gesamte Source-Shield-System für – freundlich ausgedrückt – überholt, was auch damit zusammenhängt, dass er von seinem Bruder, der ebenfalls ein Shield ist, lauter Horrorgeschichten gehört hat. Zu dieser wahnsinnig „spannenden“ Handlung kommen noch zwei Aspekte, die einen Hauch von …. ja, was eigentlich? Krimi? einbringen sollen. Einmal kommt es zu extremen „Katastrophen“, die nicht natürlich zu sein scheinen und die deshalb für Source und Shield tödlich sein können, außerdem wird Taro immer wieder angegriffen. Für Lee ist besonders Letzteres beunruhigend, denn wenn Taro bei einem dieser Attentate getötet würde, würde auch sie sterben. Während alle Beteiligten im Dunkeln tappen, gibt es so viele Hinweise auf die Hintergründe all dieser Dinge, dass ich im Laufe der Zeit immer grummeliger beim Lesen wurde, weil Lee überhaupt nicht kapiert, was los ist, während ich schon längst die Lösung wusste.

Ich gebe zu, dass Moira J. Moore das ganze Ausbildungssystem für die Shields so konzipiert hat, dass die Leute nach Beendigung der Academy (mit 21 Jahren) vollkommen unwissend und naiv auf die Welt losgelassen werden und alles, was sie wissen und beschäftigt, ist, dass sie ihrer Source (und der Gesellschaft) dienen müssen. Zumindest ist das bei Lee so, und das hat mich in den Wahnsinn getrieben. Wenn es möglich ist, Klatsch und Tratsch über das Liebesleben der Sources zu verbreiten, wieso sollten dann die Academy-Angehörigen nichts über aktuelle politische Unruhen, über den Alltag ihrer Standesschichten (Lee zum Beispiel kommt aus einer Kaufmannsfamilie) oder sonstige Aspekte mitbekommen? Gerade weil Lee während ihrer Ausbildungszeit regelmäßig Besuch von ihrer Familie bekam und ein gutes Verhältnis zu ihren Eltern und Geschwistern hat, würde ich erwarten, dass sie nicht nur über geänderte Steuern für Kaufleute Bescheid weiß (was sie sogar tut!), sondern auch über alltäglichere Dinge, die ihre Familie und vielleicht sogar andere Menschen beschäftigen. Stattdessen hat die Autorin Lee als komplett unwissende und naive Person dargestellt, die – trotz ihrer wahnsinnig guten Beobachtungsgabe – komplett blind ist für alles, was um sie herum vorgeht. Und selbst wenn Lee mal ein ungutes Gefühl hat, dann ignoriert sie es, weil … ja, warum eigentlich? Weil es für die Autorin so einfacher war, ihre Geschichte zu erzählen?

Um nicht nur zu meckern, muss ich zugestehen, dass es ein paar Aspekte gibt, bei denen die Autorin Gesellschaftskritik übt. So werden Source und Shield nicht bezahlt, sondern bekommen alles, was sie haben wollen, umsonst von Händlern und Restaurants. So angenehm das auf den ersten Blick für die Paare zu sein scheint, weil sie sich um nichts kümmern müssen, so wird schnell klar, dass das auch bedeutet, dass sie keinerlei Freiheiten haben, wenn sie mal nicht in offizieller Mission unterwegs sind, und dass ihnen keine privaten Interessen zugestanden werden. Auch gibt es ein gravierendes Ungleichgewicht zwischen Source und Shield, das von der Academy und der Öffentlichkeit gefördert wird, indem die Fähigkeiten der Sources betont und die Shields wie bessere Diener beschrieben werden. Dabei könnte keiner von beiden seine Arbeit machen, wenn es den anderen nicht gäbe.

So ist es offensichtlich, dass es Unruhen rund um dieses System gibt – einmal innerhalb, weil die Shields keine Anerkennung bekommen und zum Teil sogar von den Menschen, an die sie für den Rest ihres Lebens gebunden sind, misshandelt werden, und dann von außen, weil es eine Menge Leute gibt, die nicht einsehen, dass sie so ein „Schmarotzersystem“ finanzieren sollen. Ich kann hier sogar verstehen, dass Lee mit ihrer Prägung durch die Academy sehr lange benötigt, um die Unzufriedenheit ihrer Kollegen und anderer Personen zu verstehen. Aber wie sie dann am Ende mit dem ganzen Thema umgeht, scheint mir eher zu einer Achtjährigen zu passen als zu einer Frau, die zwar jung ist, aber zumindest seit einigen Monaten schon in der „realen“ Welt lebt und die Möglichkeiten gehabt hätte, zu lernen und sich mit anderen Menschen auszutauschen.

Überhaupt finde ich es unfassbar, dass die Protagonistin anscheinend monatelang mit niemandem wirklich redet. Sie meidet ihren Partner, was schon blöd ist, aber was ich so hätte akzeptieren können. Aber sie lebt mit zwölf anderen Personen in einem Haus und scheint sich nicht einmal mit diesen Menschen, die ja auch ihre Arbeitskollegen sind, auszutauschen – weder über den Job noch über irgendwas Privates. Der einzige Mensch, mit dem Lee redet, ist ihr neu gefundener Freund und mit dem hat sie regelmäßig Auseinandersetzungen, weil er ihr Leben, ihre Ausbildung und ihren Partner kritisiert. Die Autorin führt irgendwann eine „Polizistin“ ein, bei deren Auftauchen ich einen kurzen Moment lang die Hoffnung hatte, dass diese (für mich eine der wenigen sympathischen Figuren in dem Buch) für die Hauptfigur zur Freundin werden könnte – wenn sie schon mit niemandem reden mag, der mit ihrem Job zu tun hat -, aber die Einführung dieser Figur bringt überhaupt nichts für die Handlung und spielt überhaupt keine weitere Rolle mehr. Oh, und Lee redet nicht nur mit niemandem, sie hat auch keine Hobbies oder sonstige Interessen. Sie scheint nicht mal die Stadt zu erkunden, obwohl sie nur an vier von sieben Tagen arbeitet und theoretisch genügend Freizeit hätte, nachdem sie sich erst einmal an den neuen Job gewöhnt hat.

Es ist für mich weder nachvollziehbar, was meine Freundin an diesem Roman so toll findet, noch, wieso dieses Buch so viele gute Bewertungen bekommen hat. Die Protagonistin ist mir so auf die Nerven gegangen, der Humor – und ich gehe davon aus, dass all diese Nebenbemerkungen der Protagonistin amüsant sein sollen – liegt mir definitiv nicht, die Handlung ist vorhersehbar und langweilig und die „Liebesgeschichte“ entwickelt sich (wenn auch immerhin angenehm dezent) aus oberflächlichen und für mich nicht nachvollziehbaren Gründen. Außerdem beschleicht mich bei all dem Mangel an Hintergrundinformationen der Verdacht, dass Moira J. Moore keine Antworten auf Nachfragen zu ihrer Welt und ihrer Gesellschaft hätte, was ich frustrierend finde. Normalerweise mag ich es, wenn ich mir Gedanken um den Weltenbau machen kann – aber dafür benötigte ich das Gefühl, dass der Autor diese Informationen ausgelassen hat, weil er sie weiß und sie für die Handlung nur nicht notwendig sind. Alles in allem war das eine sehr ärgerliche Leseerfahrung, die ich nicht wiederholen möchte.

Dies und Das (3): Die Stadtteilbibliothek

Es gibt viele Dinge, die ich am Leben auf dem Land schöner finde als am Stadtleben. Aber es gibt einen riesigen Vorteil, wenn es um die Stadt geht: Die Nähe zur Bibliothek! Ich fand es schon großartig, dass ich von der alten Wohnung aus zu Fuß zur Zweigstelle im Stadtteil gehen konnte (und dass es dort so eine umfangreiche Krimiauswahl gab), aber die neue Wohnung liegt noch näher an der Bibliothekszweigstelle des neuen Stadtteils, so dass ich theoretisch jederzeit dort vorbeispringen könnte. Theoretisch deshalb, weil die Öffnungszeiten schrecklich eingeschränkt sind und die Stadtteilbibliothek nur an drei Nachmittagen in der Woche geöffnet hat.

Die neue Zweigstelle ist nicht nur für mich neu, sondern auch neu für den Stadtteil, denn sie ist erst vor kurzer Zeit überhaupt eröffnet worden. Man merkt dem Bestand an, dass diese Bibliothek noch nicht lange existiert, denn die Bücher sind zum Großteil neuwertig und die Auswahl ist noch nicht sehr groß. Auch gibt es noch keinen nennenswerten Schwerpunkt, während meine alte Zweigstelle eindeutig auf Krimis und Kinderbücher setzte und der Großteil meiner Vormerkungen in Bereichen Fantasy und allgemeine Belletristik aus dem Stadtteil mit dem besonders hohen Studentenaufkommen geliefert werden.

Obwohl die Neue noch nicht so gut ausgestattet ist, bin ich bei meinen zwei Besuchen in den letzten zwei Wochen jedes Mal fündig geworden – dabei wollte ich doch nur meine Vormerkungen abholen. Beim ersten Mal waren mir „Die Seltsamen“ von Stefan Bachmann und „Fight Girl“ von Erika Krouse angekündigt worden – kann mir vielleicht jemand sagen, auf welchen Blogs ich über die beiden Bücher gestolpert bin? – und natürlich musste ich mich beim ersten Besuch auch etwas umschauen, um mich zu orientieren. Dummerweise bin ich beim Durchstreifen der Regale erst durch den Krimibereich gegangen, wo ich dann „Das Buch des Toten“ von Elizabeth Daly im Regal sah. Da Elizabeth Daly zu den „alten“ Schriftstellerinnen gehört, die ich schon lange mal ausprobieren wollte, musste ich den Roman einfach mitnehmen. Und bei einen Blick auf die Kinderbuchempfehlungen sprang mir dann noch „Weltenriss“ von S.E. Grove ins Auge – dummerweise war auf den ersten Blick nicht zu sehen, dass es wohl der Auftaktband einer Trilogie ist, sonst hätte ich mir die Ausleihe vielleicht verkneifen können. 😉

Eine Woche später meldete mir die Bibliothek, dass meine Vormerkung „Familienbild mit dickem Kind“ von Magherita Giacobino abholbereit sei (und dass ich mich beeilen müsste, damit ich den Titel vor der Osterpause noch in die Finger bekomme). Bei diesem Buch kann ich immerhin genau sagen, wer Schuld an meiner Vormerkung ist, hat mich doch dieser Beitrag zum Indiebookday darauf aufmerksam gemacht. Für die weitere Ausleihe, „Guns, Germs and Steel“ von Jared Diamond, bin ich hingegen ganz allein verantwortlich, weil ich entdeckt hatte, dass es doch wirklich ein halbes Regal mit englischsprachigen Titeln in der neuen Zweigstelle gibt. Anscheinend finde ich selbst bei einer geringen Auswahl immer noch ein Buch, in das ich meine Nase stecken mag.

Jetzt bin ich nur gespannt, ob ich all die Bücher auch während der Ausleihzeit gelesen bekomme. Gerade bei „Guns, Germs and Steel“ bin ich etwas skeptisch, da sich Sachbücher auf Englisch ja doch nicht so schnell lesen lassen. Auf der anderen Seite habe ich dank der Osterpause zwei Wochen länger Zeit zum Lesen und kann die meisten Titel – abgesehen von „Die Seltsamen“, das von jemand anderem vorgemerkt wurde – auch noch verlängern. Allerdings gibt es ja auch noch ein paar andere Bücher im Haus … und Manga … und Comics … und überhaupt … ich bin dann mal lesen! 😉

Gelesen: Januar, Februar und März 2017

Frühere Statistiken sind unter „Diverses“ zu finden.

Bücher:

  1. John Joseph Adams (Hrsg.): Dead Man’s Hand – An Anthology of the Weird West
  2. Holly Black: The Darkest Part of the Forest
  3. Stephanie Burgis: Renegade Magic (Kat, Incorrigible #2)
  4. Stephanie Burgis: Stolen Magic (Kat, Incorrigible #3)
  5. Gail Carringer: Curtsies and Conspiracies (Finishing School 2)
  6. Heron Carvic: Miss Seetons erster Fall (Miss Seeton 1)
  7. Heron Carvic: Miss Seeton kann’s nicht lassen (Miss Seeton 2)
  8. Heron Carvic: Miss Seeton und der Hexenzauber (Miss Seeton 3)
  9. Heron Carvic: Miss Seeton riskiert alles (Miss Seeton 5)
  10. Agatha Christie: Miss Marple – The Complete Short Stories
  11. Agatha Christie: Curtain – Poirot’s Last Case
  12. Jennifer Estep: Cold Burn of Magic (Black Blade 1)
  13. Charlie N. Holmberg: Magic Bitter, Magic Sweet
  14. Sarah Kuhn: Heroine Complex (Heroine Complex 1)
  15. Seanan McGuire: Dusk or Dark or Dawn or Day
  16. Seanan McGuire: Magic for Nothing (InCryptid 6)
  17. Luzia Pfyl: Frost & Payne – Die Schlüsselmacherin
  18. Julia Quinn: The Secrets of Sir Richard Kenworthy (The Smythe-Smith Quartet #4)
  19. Paige Shelton: Farm Fresh Murder (A Farmers‘ Market Mystery #1)
  20. Robin Stevens: Murder Most Unladylike (A Murder Most Unladylike Mystery #1)
  21. Regina Stürickow: Kommissar Gennat ermittelt – Die Erfindung der Mordkommision
  22. Holly Webb: Lily (Lily 1)
  23. Holly Webb: Lily and the Shining Dragons (Lily 2)
  24. Holly Webb: Lily and the Prisoner of Magic (Lily 3)
  25. Holly Webb: Lily and the Traitors‘ Spell (Lily 4)
  26. Patricia Wentworth: Rolling Stone (A Frank Garrett Mystery)
  27. Patricia C. Wrede: A Matter of Magic
  28. Patricia C. Wrede: The Seven Towers
  29. Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child (Frontier Magic 1)
  30. Patricia C. Wrede: Across the Great Barrier (Frontier Magic 2)
  31. Patricia C. Wrede: Far West (Frontier Magtic 3)
  32. Xinran: Wolkentöchter

Kurzgeschichten:

  • Amber Benson/Sarah Kuhn/Seanan McGuire: Magical Girls
  • Stephanie Burgis: The Art of Deception
  • Stephanie Burgis: The Unladylike Education of Agatha Tremain
  • Stephanie Burgis: Duelling Magic (Kat, Incorrigible #1.1)
  • Stephanie Burgis: Courting Magic (Kat, Incorrigible #3.1)
  • Stephanie Burgis: Flying Magic (Kat, Incorrigible #3.2) 
  • Ella Lyons: Complementary and Acute
  • Seanan McGuire: Crystal Halloway and the Forgotten Passage
  • Seanan McGuire: Her Heart Never Came Down Again
  • Seanan McGuire: The Act of Hares
  • Seanan McGuire: Threnody for Little Girl, with Tuna, at the End of the World
  • Seanan McGuire: Carry On
  • Seanan McGuire: One Hell of a Ride (Jonathan Healy and Frances Brown 2)
  • Seanan McGuire: No Place Like Home (Jonathan Healy and Frances Brown 3)
  • Seanan McGuire: Married in Green (Jonathan Healy and Frances Brown 5)
  • Seanan McGuire: Sweet Poison Wine (Jonathan Healy and Frances Brown 6)
  • Seanan McGuire: The First Fall (Jonathan Healy and Frances Brown 7)
  • Seanan McGuire: Loch and Key (Jonathan Healy and Frances Brown 8)
  • Seanan McGuire: We Both Go Down Together (Jonathan Healy and Frances Brown 9)
  • Seanan McGuire: Oh Pretty Bird (Jonathan Healy and Frances Brown 10)
  • Seanan McGuire: Bury Me in Satin (Jonathan Healy and Frances Brown 11)
  • Seanan McGuire: Snake and Ladders (Jonathan Healy and Frances Brown 12)
  • Seanan McGuire: Broken Paper Hearts (Jonathan Healy and Frances Brown 13)
  • Seanan McGuire: The Star of New Mexico (Jonathan Healy and Frances Brown 14)

Comics/Manga:

  • Tohru Himuka: Shinobi Quartet 1 (Manga)
  • Tohru Himuka: Shinobi Quartet 2 (Manga)
  • Tohru Himuka: Shinobi Quartet 3 (Manga)
  • Tohru Himuka: Shinobi Quartet 4 (Manga)
  • Tohru Himuka: Shinobi Quartet 5 (Manga)
  • Tooko Miyagi: Oh mein Gott 1 (Manga)
  • Tooko Miyagi: Oh mein Gott 2 (Manga)
  • Reiko Momochi: Daisy aus Fukushima (Manga)
  • Ryo Kawakami/Koudo: Werewolf Game 1 (Manga)
  • Ryo Kawakami/Koudo: Werewolf Game 2 (Manga)
  • Ryo Kawakami/Koudo: Werewolf Game 3 (Manga)
  • Yuu Kuraishi/Kazu Inabe: Fort of Apocalypse 1 (Manga)
  • Yuu Kuraishi/Kazu Inabe: Fort of Apocalypse 2 (Manga)
  • Yuu Kuraishi/Kazu Inabe: Fort of Apocalypse 3 (Manga)
  • Hiroya Oku: Last Hero Inuyashiki 1 (Manga)
  • Ogeretsu Tanaka: Love Whispers in the Rusted Night (Manga)
  • Ema Toyama: Jimikoi – Simple Love (Manga)

Hörbücher/Hörspiele:

Angefangene und abgebrochene Bücher/Hörbücher zähle ich in der Monatsstatistik nicht mit. Dafür kommen auch die Titel auf die Liste, die ich innerhalb kurzer Zeit doppelt lese (oder höre).

April-SuB 2017

Im März hatte ich noch einiges um die Ohren und so hat es etwas gedauert, bis ich wieder Ruhe zum Lesen hatte. Auf der anderen Seite musste ich mich regelmäßig zurückhalten, um beim Auspacken meiner alten Schätze nicht gleich mit der Nase im Buch zu verschwinden und den restlichen Tag einfach darin zu versumpfen. 😉 Während die Wohnung langsam wohnlicher wurde, habe ich im Laufe des Monats insgesamt 10 Bücher, 10 Kurzgeschichten und 16 Manga gelesen. Irgendwie klappt es gerade nicht mit den Hörbüchern und auch für Sachbücher hatte ich im März keine Ruhe. Ich bin gespannt, wie es sich im April so entwickeln wird. Auf jeden Fall werde ich ein Auge auf die ganzen Leihgaben werfen, die ich noch habe, damit ich die mal wieder auf den Weg schicken kann, und dann bin ich gespannt, wie viele Rereads mir bei meinen Leseplänen wohl in die Quere kommen. *g*

  1. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  2. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  3. Marie Brennan: The Tropic of Serpents – A Memoir by Lady Trent
  4. Marie Brennan: The Voyage of the Basilisk – A Memoir by Lady Trent
  5. Marie Brennan: In the Labyrinth of Drakes – A Memoir by Lady Trent
  6. Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)
  7. Jim Butcher: Der Protektor von Calderon (Codex Alera 4)
  8. Jim Butcher: Die Befreier von Canea (Codex Alera 5)
  9. Jim Butcher: Der erste Fürst (Codex Alera 6)
  10. Jennifer Estep: Dark Heart of Magic (Black Blade 2)
  11. Jennifer Estep: Bright Blaze of Magic (Black Blade 3)
  12. Mira Grant: Deadline (Newsflesh #2)
  13. Mira Grant: Blackout (Newsflesh #3)
  14. Alex Grecian: The Yard
  15. Kate Griffin: The Midnight Mayor (Matthew Swift #2)
  16. Kate Griffin: The Neon Court (Matthew Swift #3)
  17. Kate Griffin: The Minority Council (Matthew Swift #4)
  18. Kate Griffin: Stray Souls (Magicals Anonymous #1)
  19. Kate Griffin: The Glass God (Magicals Anonymous #2)
  20. Kim Harrison: Bluthexe (Rachel Morgan 12)
  21. Kim Harrison: Blutfluch (Rachel Morgan 13)
  22. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  23. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  24. D. B. Jackson: Thieve’s Quarry (Thieftaker #2)
  25. Diana Wynne Jones: The Islands of Chaldea
  26. Diana Wynne Jones: A Tale of Time City
  27. Diana Wynne Jones: The Dark Lord of Derkholm
  28. Diana Wynne Jones: Year of the Griffin
  29. Morgan Keyes: Darkbeast Rebellion
  30. Lynn Kurland: Star of the Morning
  31. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  32. Moira J. Moore: Resenting the Hero
  33. Bishop O’Connell: The Stolen
  34. Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
  35. Cindy Pon: Serpentine
  36. Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
  37. Philip Reeve: Larklight
  38. John Scalzi: Fuzzy Nation
  39. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  40. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  41. Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
  42. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  43. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  44. Charles den Tex: Die Zelle
  45. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  46. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  47. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  48. Xinran: Gerettete Wort
  49. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

47 Titel auf dem SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)