Kategorie: Uncategorized

[Blogparade] Kinderbuch-Lieblingszitate. Erratet ihr das Buch?

Mila von dem Blog „100 Bücher“ hat eine Blogparade zum Thema Kinderbuch-Zitate gestartet, die mir so gut gefällt, dass ich einfach mitmachen musste. Wer mitraten will, der sollte erst seine grauen Zellen anstrengen und die eventuell vorhandenen Kommentare erst einmal ignorieren, damit das Rätseln auch richtig Spaß macht.

Da ich bei den Zitaten gerade auf den „Blick ins Buch“ bei Amazon angewiesen bin (meine Bücher stecken schließlich immer noch in Umzugskartons), fürchte ich, dass ich es euch etwas zu leicht gemacht habe, auch wenn an manchen Stellen die Namen gegen er/sie ausgetauscht wurden, damit es nicht zu offensichtlich wird.

Wer ebenfalls noch mitmachen will, der kann Mila eine Mail schreiben oder einen Kommentar unter dem HIER verlinkten Post hinterlassen. Und wer weitere Rätsel sucht, wird ebenfalls in dem verlinkten Beitrag fündig.

1. „Stop, stop! You’re breaking my bones, “ Anna gasped at last.
Laughting, he let go off her. At once she became very buisy picking up the briefcase, dusting it of with part of her skirt and giving it back to him. She kept her head bent so he would not catch her joy at being the first to meet him, at the wonderful hug, at everything. But Papa guessed. He reached down and captured one of her hands and swung it in his as they started for the house.

2. The boy hit the wall. „I don’t want to be a knight! I want to be a great sorcerer! I want to slay demons and walk with the gods-„
„D’you think I want do be a lady?“ his sister asked. „‚Walk slowly, XY,'“ she said primly. „‚Sit still, XY. Shoulder back, XY‘ As if that’s all I can do with myself!“ She paced the floor. „There has to be another way.“

3. The seventh princess really was the loveliest baby imaginable. She was no bigger than one of her sisters‘ dolls, but she was as pink and white and gold as the apple blossoms and the spring sunshine, and her eyes were as blue as the sky above the Forest of Faraway. Her nurses and ladies-in-waiting never tired of admiring and exclaiming over her many perfections, and from the first she was a very good-tempered baby. She never cried or screamed but would lie on her back and smile at the sunbeams dancing on the ceiling, or sleep for hours on end.

4. Obwohl dieser offenbar nicht vorhatte die Hügel zu verlassen, war doch allgemein bekannt, dass er leidenschaftlich gerne junge Mädchen sammelte, um ihnen die Seele auszusaugen. Manche behaupteten auch, er verzehre ihre Herzen. Er war ein durch und durch kaltblütiger und herzloser Zauberer und kein junges Mädchen war vor ihm sicher, wenn es ihm allein über den Weg lief.

5. The Milkman, as he turned into the Lane, could hardly see his way.
„Milk Be-l-o-o-ow!“ he called, outside the Admiral’s door. And his voice sounded so queer and hollow that it gave him quite a fright.
„I’ll go ‚ome till the fog lifts,“ he said to himself. „Ere“ Look where you’re goin‘!“ he went on, as a shape loomed suddenly out of the mist and bumped against his shoulder.
„Bumble, bumble, bum-bur-um-bumble,“ said a gentle, muffled voice.
„Oh, it’s you!“ said the Milkman, with a sigh of relief.
„Bumble,“ remarked the Sweep again. He was holding his brushes in front of his face to keep his moustache dry.

6. Man sieht also, das Land war ziemlich voll. Es passte nicht mehr viel hinein.
Wichtig ist vielleicht noch, dass man sich sehr vorsehen musste die Landesgrenzen nicht zu überschreiten, weil man dann sofort nasse Füße bekam. Das Land war nämlich eine Insel.

7. Er seufzte behaglich: „Hier kann ich ungestört nachdenken. Die Sonne geht auf und unter und tschieht über mich hinweg, und der Mond geht auf und unter und tschieht über mich hinweg …“
X betrachtete seinen Freund interessiert. „Das ist aber ziemlich viel Geziehe!“, sagte er. „Was denkst du so dabei?“

8. „… Her consuls, as she calls them: Florian, Justin, and that other one, Theo. Brigants and cutthroats, all three of them. Those butchers are destroying the aristocracy. They’ve been rewriting most of the laws; they want to slice the noble estates into pieces and turn them over the peasantry. And the queen agrees. Indeed, she encourages and approves. That fellow Theo even expects to marry her.“

9. Es war sehr dunkel, und der Wind heulte gar fürchterlich, doch nach den ersten Umdrehungen fand sie zusehends Gefallen an ihrem Himmelsritt. Nur einmal, als sich das Haus gefährlich zur Seite neigte, wurde ihr flau; abgesehen davon fühlte es sich so an, als wäre sie ein Baby, das sanft in der Wiege hin- und hergeschaukelt wird.

10. Der alte Mann wirkte heute erregt. Hatte er gemerkt, dass ein paar Spielzeuge fehlten? Na gut, daran war jetzt nichts mehr zu ändern.
Er brauchte die Spielzeuge.
Der alte Mann und das Mädchen stritten noch eine Zeitlang weiter, schließlich schlug es ihr Buch zu und lief fort.

Viel Spaß beim Raten! 🙂

Edit: Um es euch ein kleines bisschen leichter zu machen, gibt es hier einen Tipp: Die Hälfte der von mir zitierten Bücher wurden auf die eine oder andere Weise verfilmt. Mal mit Puppen, mal als Zeichentrickfilm, mal als Realfilm …

Edit 2: Da nur noch die 4, 8 und 10 nicht geraten wurden, ergänze ich meinen Hinweis noch einmal.
Von der 4 gibt es eine Verfilmung aus Japan.
Die 8 stammt von einem Autor, der schon bei Neyasha nur von wenigen erraten wurde, und gehört nicht zu seiner bekanntesten Reihe.
Und die Verfilmung von Nr. 10 hat vor nicht allzu langer Zeit recht viel Aufmerksamkeit bekommen …

[Kurz und knapp] Jason Lethcoe: Der mysteriöse Mr. Spines – Wings

„Wings“ ist der erste Band der dreiteilligen Reihe um „Den mysteriösen Mr. Spines“ und da ich die „Benjamin Piff“-Bücher von Jason Lethcoe so gern mochte, habe ich mir das Buch zum Antesten aus der Bibliothek mitgenommen. Nun bin ich aber nicht sicher, ob ich weiterlesen soll, denn so ganz konnte mich die Geschichte nicht befriedigen. Für die Inhaltsangabe bemühe ich dieses Mal die Verlagsseite:

Es gibt Welten, von denen wir nicht die geringste Ahnung haben.Welten,
die uns nicht einmal in unseren kühnsten Träumen einfallen würden. Und
die doch mit unglaublichen Kräften unser Leben beherrschen – und
unseren Tod!

Edward, gerade mal 14 Jahre alt, gilt als
Sonderling: Er stottert, ist eine fast 2 m lange „Bohnenstange“, baut am
liebsten Kartenhäuser – und dann ist da diese merkwürdige Stelle auf
seinem Rücken, die juckt und juckt … bis ihm eines Tages schwarze Flügel
wachsen! Von diesem Moment an ist nichts mehr wie es einmal war.

Auf
der Flucht vor Whiplash Scruggs, der es auf seine Flügel abgesehen hat,
bekommt Edward unerwartet Unterstützung von dem mysteriösen Mr. Spines.
Mit ihm taucht er ein in eine unbekannte Welt: die Welt nach dem Tod,
die von einem abgrundtief bösen Geschöpf beherrscht wird –. dem Schakal!
Ob Edward tatsächlich der Sohn eines gefallenen Engels und damit der
prophezeite Erlöser ist? Er selbst hat vorerst nur ein Ziel: seine
Mutter aus den Klauen des Schakals zu befreien …

Edward finde ich nicht unsympathisch, aber so richtig ans Herz gewachsen ist er mir noch nicht. Außerdem hat mich der Anfang der Geschichte zu sehr an die „Benjamin Piff“-Bücher erinnert, denn auch Edward ist ein Waisenkind und lebt in einer Einrichtung, die alles andere als kinderfreundlich ist. Dafür sagen mir Jason Lethcoes Ideen rund um die (gefallenen) Engel sehr zu! Er bemüht sich, die verschiedenen Figuren nicht zu direkt beim Namen zu nennen, aber trotzdem liegt schnell auf der Hand, wer sich hinter dem „Schakal“ und anderen gefallenen Wesen verbirgt.

Und während der Schakal und seine Getreuen absolut böse und sadistisch sind, gibt es auch einige wenige „Gefallene“, die sich noch einen guten Kern bewahrt haben. Ihnen ist es noch möglich, Wärme, Zuneigung, Liebe und Mitleid zu spüren, und sie kämpfen mit allen Mitteln gegen die Veränderung, die die Verbannung aus ihrer Welt – „Woodbine“ genannt – mit sich bringen. Und auch „Woodbine“ wird von Jason Lethcoe sehr liebevoll beschrieben – zumindest in den wenigen Passagen, in denen dieser Ort bislang vorgekommen ist.

Alles in allem würde ich der Reihe aufgrund der fantastischen Ideen des Autors eine weiter Chance geben, wenn mich nicht gerade das Ende so enttäuscht hätte. Für mich fühlt es sich an, als ob ich bislang nur einen ausschweifenden Prolog gelesen hätte, der am Ende ausläuft, bevor irgendetwas Relevantes passieren kann. Und ich kann nicht mal der Veröffentlichungspolitik des deutschen Verlags die Schuld geben, weil das auch im Original eine dreiteilige Reihe ist. So kommt es mir vor, als ob mich Jason Lethcoe als Leser in Stich gelassen hätte. Als es endlich richtig interessant wird, bricht die Geschichte ab und lässt mich dumm dastehen – und auch wenn das keine besonders erwachsene Reaktion ist, so habe ich jetzt das Bedürfnis, zu schmollen.

Mal gucken, ob sich das in den nächsten Wochen noch ändert und ich doch noch einen Versuch mit den folgenden zwei Bänden starte. 😉

[DVD] Red Cliff

So gern mein Mann und ich asiatische Filme mögen, so wenig haben wir uns in den letzten paar Jahren darüber auf dem Laufenden gehalten. Umso neugieriger waren wir auf „Red Cliff“, als der Film vor ein paar Tagen im Fernsehen lief. Allerdings waren wir auch ziemlich skeptisch, da wir wussten, dass die europäische Fassung deutlich gekürzt wurde. In China kam „Red Cliff“ ursprünglich als Zweiteiler in die Kinos, wobei jeder einzelne Film über zwei Stunden dauerte, während die deutsche Fernsehausstrahlung insgesamt nur gut zwei Stunden dauerte.

Nachdem uns die ersten Szenen gut gefallen hatten, während die deutsche Synchronisation nicht ganz unseren Vorstellungen entsprach, haben wir kurzentschlossen die britische Special-Edition bestellt, die zu dem Zeitpunkt bei Amazon knapp sechs Euro kostete und die nur wenige Minuten kürzer ist als die chinesische Originalfassung. So haben wir am vergangenen Wochenende die Nachmittage genutzt, um die beiden Filme zu gucken – und uns großartig damit unterhalten gefühlt. Ach ja, der Ton auf der DVD ist in Chinesisch und die Untertitel sind in einem stimmigen und gut verständlichen Englisch gehalten.

In „Red Cliff“ erzählt Regisseur John Woo eine bekannte chinesische Geschichte, die zur Zeit der drei Reiche spielt. Dabei hält sich der Film (wie auch die Romanvorlage aus dem 14. Jahrhundert) nur grob an die historischen Ereignisse, gibt aber einen guten Eindruck von der politischen Situation in dieser Epoche. Da sich die Handlung nicht so einfach zusammenfassen lässt, gibt es von mir nur eine ganz kleine Übersicht – wer mehr Details erfahren will, der kann sich zum Beispiel bei wikipedia genauer informieren.

Cao Cao, Premierminister des nördlichen Reichs, bringt seinen Kaiser (der nicht mehr als eine Marionette des machtgierigen Mannes ist) dazu, den südlichen Reichen Wu und Shu den Krieg zu erklären. Mit einer überwältigenden Streitmacht zieht der Premierminister los, um die „Rebellen“ im Süden zu vernichten und ihre Länder dem Kaiserreich einzuverleiben. Dieser drohende Angriff führt zu einer zerbrechlichen Allianz zwischen Liu Bei (König von Shu) und Sun Quan (König von Wu), wobei vor allem die beiden Strategen Zhuge Liang und Zhou Yu für Erfolg oder Scheitern in diesem Krieg verantwortlich sind.

Ich muss gestehen, dass all die vielen chinesischen Namen etwas verwirrend sein könnten, aber während des Guckens hatte ich nie das Gefühl, ich wüsste nicht, von wem gerade die Rede ist. Auf jeder Seite – vor allem auf der der südlichen Reiche – kommen viele verschiedene Figuren zum Tragen, so dass man im Laufe des Film diverse Schicksale verfolgen kann. Dabei empfand ich die Mischung aus ruhigen Szenen, die die sich langsam entwickelnde Freundschaft von Zhuge Liang und Zhou Yu oder Zhou Yus Verhältnis zu seiner schönen Frau Xiao Qiao zeigten, dem Planen von Strategien und den Kriegsszenen sehr reizvoll und überraschend ausgewogen.

John Woo gelingt es, viele unterschiedliche Charaktere mit all ihren Stärken und Schwächen liebevoll darzustellen, ohne dass es mir zu viele Figuren gewesen wären oder der Film überfrachtet gewirkt hätte. Die Schauspieler waren fantastisch, vor allem, wenn es um die kleinen Facetten eines Charakters ging. Oft sagte eine kleine Geste, ein Blick oder ein Schweigen so viel mehr, als man es mit einem Dialog hätte hinbekommen können – wirklich hinreißend! Auch hat es mich beeindruckt, dass der Krieg erbarmungslos schmutzig dargestellt wurde. Am Ende eines jeden Films kommt eine große Schlacht, und so mitreißend es im ersten Moment ist, wenn man sieht, dass die Strategie des Südens funktionieren könnte, so bitter fühlt man sich, wenn man mitansieht, wie erbarmungslos die Gegner aus relativ sicherer Position abgeschlachtet werden. Ebenso furchtbar sind die Szenen, bei denen man mitverfolgen kann, wie eine Seuche, die in dem einen Lager ausbricht, als Waffe gegen die Gegner eingesetzt wird.

Vielleicht kommen da wieder meine Vorurteile gegen amerikanische Filme zum Vorschein, aber ich habe das Gefühl, dass in amerikanischen Kriegsfilmen selten die Verluste auf der „eigenen“ Seite in solcher Klarheit gezeigt werden. Bei „Red Cliff“ bleibt einem nichts anderes übrig, als fassungslos auf all die Gefallenen auf beiden Seiten zu sehen – in dem Bewusstsein, dass selbst ein Sieg eine Niederlage sein wird, weil er so viele Menschenleben gekostet hat. Zum Ausgleich gibt es allerdings auch einige amüsante Szenen, so dass ich versprechen kann, dass man nicht zwei Stunden am Stück nur Drama geboten bekommt.

Ich habe an diesem Wochenende während des Filmguckens herzhaft gelacht, war gerührt, habe geschmunzelt oder mich aufgeregt und immer wieder musste ich mir Tränen aus dem Gesicht wischen, weil ich so bewegt oder geschockt war. Wenn ihr also Lust auf einen mitreißenden historischen Film und tolle Schauspieler habt und euch auf eine erstaunlich ruhige, aber umso intensivere Erzählweise einlassen könnt, dann würde ich euch die Special-Edition (und zwar wirklich nur die! 😉 ) von „Red Cliff“ wirklich ans Herz legen.

Juni-SuB 2012

Wenn ich überlege, dass ich bis zum 21. Mai gerade mal drei Bücher gelesen hatte, dann bin ich mit geschafften 11 Büchern, 2 Hörbüchern und 2 Manga am Monatsende doch ganz zufrieden. Trotzdem hoffe ich, dass der Juni mir wieder mehr Ruhe und Zeit bringt …

A (0)

B (8)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud

 

C (3)
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt (noch im Umzugskarton)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
Colin Cotterill: Der Tote im Eisloch (Dr. Siri 5)

 

D (4)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
Rebecca Drake: Still sollst du sterben

 

E (0)

F (11)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Gayle Forman: Wenn ich bleibe
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym
Earlene Fowler: Tödliche Schatten

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (4)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Michael Herzig: Töte deinen Nächsten 
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (3)
Melanie Lahmer: Knochenfinder
Jay Lake: Die Räder der Welt
Siri Lindberg: Nachtlilien

M (4)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Richelle Mead: Dark Swan – Sturmtochter
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (3)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter
Rachel Neumeier: Der Greifenmagier 2 – Land des Feuers

O (0)

P (4)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund
Ursula Poznanski: Saeculum

Q (0)

R (11)
Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (8)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (11)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Ella Theiss: Neben der Spur
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 3 – Der gläserne Fluch
P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
P.J. Tracy: Memento
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)

V (0)

W (3)
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Fluch des Wendigo

Z (0)

88 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

Seanan McGuire: One Salt Sea (October Daye 5)
Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Patricia C. Wrede und Caroline Stevermer: The Mislaid Magician (Cecelia and Kate #3)

5 Titel auf dem englischen SuB

(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)

Jennifer E. Smith: Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick (Hörbuch)

Ich muss gestehen, dass ich in den letzten Wochen die verschiedenen Rezensionen zu dieser Geschichte mit einem Schmunzeln überflogen habe. Es kommt mir so vor, als ob es nur zwei Standpunkte dazu gäbe. Die einen sind enttäuscht, weil es keine reine Liebesgeschichte ist, und die anderen sind absolut hingerissen von der Handlung. Für mich war „Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick“ einfach ein schönes Hörerlebnis, ein Wohlfühl(hör)buch ohne große Höhen und Tiefen, das ich bestimmt noch einmal hören werde.

Und um es mir einfach zu machen, gibt es hier erst einmal den Klappentext:

Hadley könnte sich wirklich Schöneres vorstellen, als auf der Hochzeit ihres Vaters Brautjungfer zu spielen. Aber dass sie ihr Flugzeug verpasst und auf dem New Yorker Flughafen festsitzt, hat sie doch nicht gewollt. Und genauso wenig hatte sie vor, sich ausgerechnet hier untersterblich zu verlieben: In den Jungen mit den verwuschelten Haaren und dem Puderzucker auf dem Hemd, der wie sie nach London muss. Hadley bleibt genau eine Fluglänge Zeit, um Olivers Herz zu gewinnen …

Zu allererste für diejenigen, die noch nicht so viel über die Geschichte gehört haben und nur den Klappentext kennen: Es ist keine reine Liebesgeschichte und Hadley verliebt sich nicht unsterblich. Sie fühlt sich wohl in Olivers Gesellschaft, hat ein Kribbeln im Bauch und das Gefühl, dass aus dieser Zufallsbegegnung mehr werden könnte. Ansonsten dreht sich die Geschichte zum Großteil darum, dass Hadley – auch dank Olivers Sicht der Dinge – über die Trennung ihrer Eltern hinwegkommen muss. Sie muss ihrem Vater verzeihen, dass er sie und ihre Mutter verlassen hat, um in England ein neues Leben mit einer neuen Frau aufzubauen. Und sie muss lernen, dass es auch an ihr liegt, wenn sie weiterhin eine Rolle im Leben ihres Vaters spielen will.

Mir haben die unterschiedlichen Charaktere gefallen, auch wenn Oliver, den man nur aus Hadleys Perspektive kennenlernt, etwas blass bleibt. Aber das liegt wohl daran, dass das Mädchen den Großteil der Handlung eben nicht offen genug ist, um sich Gedanken um eine andere Person zu machen, und stattdessen mit Panikattacken, Erinnerungen und ihrer Angst vor der bevorstehenden Hochzeit ihres Vaters mit einer ihr wildfremden Frau beschäftigt ist. Dafür gibt es lustige kleine Begebenheiten auf der Reise, eine Schar Brautjungfern, die Hadley am Ende unter ihre Fittiche nehmen, und viele Momente, die mir gefallen habe, mich aber auch an diverse (amerikanische) Filme erinnerten.

Für mich ist „Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick“ ein nettes, leichtes, unterhaltsames Hörbuch gewesen, welches durch Anna Carlssons tolle Interpretation angenehm zu hören war. Die Sprecherin sorgt dafür, dass Hadley spröde und verletzlich wirkt, aber auch sympathisch-sarkastisch, zärtlich und hoffnungsvoll – ja nachdem, was die Situation gerade verlang. Auch passt ihre Stimme von Klang her sehr gut zu der Rolle, denn sie klingt jung genug für einen Teenager, ohne dass man ihr die Passagen, in denen andere Figuren zur Wort kommen, nicht abnehmen würden.

Und da ich bei ein paar Rezensionen gelesen hatte, dass einige Leser nicht mit den Zeitsprüngen zurechtkamen: Bei dem Hörbuch haben die mich überhaupt nicht gestört. Durch die Angabe der aktuellen Uhrzeit innerhalb der Geschichte oder kleine einleitende Sätze, die deutlich machten, dass diese Passage sich in Hadleys Kindheit oder auf dem Flug ereignet hatte, konnte ich die jeweiligen Szenen jederzeit einordnen und fand es sehr nett, dass die Geschichte stückchenweise erzählt wurde und man so ebenso neugierig auf vergangene Ereignisse wie auf den weiteren Verlauf der Handlung bliebt.

Caroline Vermalle: Als das Leben überraschend zu Besuch kam

Nachdem mir „Denn das Glück ist eine Reise“ von Caroline Vermalle so gut gefallen hatte, war ich sehr neugierig auf ihren neuen Roman „Als das Leben überraschend zu Besuch kam“. Wieder hat die Autorin recht alte Protagonisten für ihre Geschichte gewählt und gemeinsam mit ihren Figuren reist man durch die Bretagne und erlebt viele kleine bezaubernde Augenblicke. Im Zentrum der Geschichte steht die dreiundsiebzigejährige Jacqueline, die von einem Tag auf den anderen ihren Mann Marcel verlässt. Während er absolut keine Ahnung hat, wo seine Frau sein könnte, reist sie anfangs ziellos durch die Gegend. Doch dann erinnert sie sich an ihre Kusine Nane, die sie seit über fünfzig Jahren nicht mehr gesehen hat, und beschließt die Ile d’Yeu, auf der Nane lebt, als Startpunkt für einen Neuanfang zu wählen.

Dabei wird die Geschichte aus der Sicht eines Schmetterlings erzählt, der bei Jaquelines Erscheinen vor Nanes Tür spürt, dass hier etwas Besonderes vor sich geht. Und was dieser Schmetterling nicht selber beobachten kann, wird ihm von den verschiedenen Winden oder andere Insekten zugetragen, so dass sich die Handlung aus vielen kleinen Szenen zusammensetzt. Nur hier und da wechselt Caroline Vermalle die Perspektive, wenn es darum geht dem Leser die unausgesprochenen Gedanken ihrer Figuren zu vermitteln.

Mir sind die drei Hauptfiguren wirklich ans Herz gewachsen, obwohl das aufgrund der Schmetterlings-Perspektive und Jacquelines sprödem Wesen nicht so einfach war. Die alte Dame war eindeutig nicht glücklich in ihrer Ehe, wobei man beim Lesen nicht das Gefühl hat, dass ihr Mann Marcel das Problem war. Stattdessen scheint Jacquelines – schon vor 33 Jahren verstorbene – Mutter einen unguten Einfluss auf das Leben ihrer Tochter genommen und bis zum heutigen Tag vergällt zu haben. Sie war auch der Grund, warum der Kontakt zwischen Jacqueline und Nane abbrach, obwohl sich die Kusinen in den vergangenen Jahrzehnten sehr vermisst haben.

Nane ist ein deutlich lebenslustiger Charakter als Jacqueline. Sie hat früh einen Künstler geheiratet und sich selber als Bildhauerin einen Namen gemacht. Mit inzwischen achtzig Jahren genießt sie ihren Mittagschlaf im Garten, ihr liebevoll zubereitetes Essen und die vielen Besuche von Freunden und Familienmitgliedern. Obwohl auch ihr Leben nicht perfekt ist, scheint sie doch ihren Weg gegangen und letztendlich zufrieden zu sein. Zuletzt ist da noch Marcel, der nach dem Weggang von Jacqueline feststellen muss, dass es sehr vieles gibt, was er über seine Frau nicht wusste. Und weil man nicht über fünfzig Jahre Ehe einfach wegwerfen kann, will er zwei Fliegen mit einer Klappe erlegen. Auf der einen Seite will er sich einen Jugendtraum erfüllen, in dem er die Loire von der Quelle bis zur Mündung hinunter schwimmt und auf der anderen Seite will er so die Ile d’Yeu erreichen und dort – dank seiner großen Leistung – die Bewunderung (und die Liebe) seine Frau wiedererlangen.

Jacqueline stößt nicht nur bei Nane und Marcel viele Gedanken an, es werden auch einige weitere Personen durch ihre Handlungen beeinflusst und dazu veranlasst über ihr Leben und ihre Wünsche nachzudenken. Und je verzweifelter Jacqueline nach dem Punkt sucht, an dem sie sich verloren hat, und Ausschau nach einem Weg für ihre Zukunft hält, desto mehr Bewegung bringt sie in das Leben der Personen, die ihr nahe sind. Für den Leser gibt es so auch genügend Anlässe, um darüber nachzudenken wie wichtig die eigenen Hoffnungen und Wünsche sind und dass es nie zu spät ist, seine Prioritäten neu zu überdenken und sich an die Verwirklichung eines Traumes zu wagen.

Alles in allem hat mir die Geschichte wirklich gefallen, aber es gibt zwei Punkte, die dafür gesorgt haben, dass mich dieser Roman lange nicht so sehr bewegt hat wie „Denn das Glück ist eine Reise“. Erst einmal sind die Passagen, die aus der Sicht des Schmetterlings geschrieben wurden, sehr poetisch erzählt. Es sind bezaubernde kleine Szenen, die mich teilweise an die „windigen“ Passagen aus „Chocolate“ erinnert haben (während Nane Judi Dench Darstellung der Armande Voizin in der Verfilmung entsprach), aber diese Schmetterlingsszenen haben dafür gesorgt, dass ich die gesamte Handlung mit einem gewissen Abstand verfolgt habe. Die Geschichte wäre – in meinen Augen – so viel berührender und magischer gewesen, wenn sich die Autorin auf die einfache und reduzierte Erzählweise beschränkt hätte, die ihr Debüt ausgezeichnet hat.

Und dann gibt es am Ende des Romans einen Brief, den Jacqueline einer Freundin schreibt, und in dem sie erklärt, welche Teile der Handlung von ihr ausgeschmückt worden wären und welche nicht. Für mich wird damit eine wunderschöne und bewegende Geschichte radikal entzaubert. Ich möchte in so einem Buch keine Auflösung auf den letzten Seiten, die das Ganze „realistischer“ wirken lässt. Ich möchte den Roman zuklappen können und das Gefühl haben, dass da eine Autorin eine wunderschöne Geschichte voller leiser und bezaubernder Momente geschaffen hat, die in mir viele Gedanken und Gefühle ausgelöst hat. Und ich will am Ende eines solchen Buches das Gefühl haben, dass alles möglich ist und alles gut ausgeht, wenn man sich nur Mühe gibt …

Towel Day

In den letzten Tagen habe ich erstaunlich oft an Douglas Adams denken müssen. Auf der einen Seite habe ich überlegt, dass ich seine Figur Dirk Gently mal für mein „Figurenkabinett“ nehmen könnte, auf der anderen Seite bin ich über Katrins Beitrag gestolpert, in dem sie verkündet, dass sie jetzt endlich das Hörbuch von „Das Leben, das Universum und der ganze Rest“ hören würde. Außdem habe ich mich vor wenigen Wochen noch mit meinem Mann über „Die Letzten ihrer Art“ unterhalten und das alles hat dazu geführt, dass ich beschlossen habe, den diesjährigen „Towel Day“ zu begehen.

Vermutlich wird es keinem Menschen auffallen, denn so wie es momentan aussieht, werde ich den Tag mit Gartenarbeit und am PC verbringen, aber das ist zweitrangig. Ich werde heute ein Handtuch bei mir haben, das sich in den letzten Jahren als ungemein praktisch erwiesen hat, und ich bin mir sicher, dass es mir heute von großem Nutzen sein wird. Und immer wenn ich es zur Hand nehme, dann denke ich dabei an Douglas Adams und die amüsanten und nachdenklichen Stunden, die er mir mit seinen Büchern bereitet hat, und an die Menschen, mit denen ich mich über diesen Schriftsteller und sein Werk unterhalten habe.

[Kurz und knapp] Laura Lee Guhrke: Ich muss Sie küssen, Miss Dove

Im März hatte ich mir zu „Secret Desires of a Gentleman“ von Laura Lee Guhrke aufgeschrieben:

„Mehr als drei Anläufe und ich habe es dann doch noch gelesen. Die Zeit liegt mir wirklich nicht – zumindest nicht in dieser Konstellation. Ich mag Maria irgendwie, Phillip hingegen ist mir zu sehr Snob – aber die Schlussszene ist trotzdem *hach*.“

Wenn die Schlussszene nicht gewesen wäre und wenn ich nicht die eine oder andere Nebenfigur gemocht hätte, hätte mir Irina nicht auch noch einen weiteren Band der „Girl Bachelor Chronicles“ aufs Auge drü auf den Ausleihstapel packen können. So aber habe ich gestern Abend zu „Ich muss Sie küssen, Miss Dove“ gegriffen und mich wunderbar bei dem Buch amüsiert.

Klappentext (von mir um zwei Sätze gekürzt):

Eine bessere Sekretärin als Miss Emmaline Dove kann sich der Verleger Harry Marlowe nicht wünschen. Zwar ist sie für seinen Geschmack viel zu sittsam und bieder – aber äußerst zuverlässig! Bis Harry sich weigert, Emmas Ratgeber für Etikette zu veröffentlichen und sie gekränkt fristlos kündigt. Als er sie zu Hause aufsucht, um sie zur Rede zu stellen, erlebt er die Überraschung seines Lebens: Privat ist Emma wie verwandelt. Plötzlich steht eine temperamentvolle, lebenslustige und überaus attraktive Frau vor ihm.

Auch hier geht es um die Liebe zwischen einem Adeligen und einer ehrbaren jungen Frau, die nicht von Stand ist und dafür ihren Lebensunterhalt selber verdienen muss, aber hier kam mir die Beziehung viel natürlicher vor als bei Maria und Phillip. Außerdem mochte ich die Dialoge in dieser Geschichte deutlich lieber, weil sie amüsanter waren und nicht – wie bei „Secret Desires of a Gentleman“ – von einer gemeinsamen Vergangenheit vergiftet.

Bei „Ich muss Sie küssen, Miss Dove“ (Oh, ich hasse solche Titel! Den englischen, „And Then He Kissed Her“, finde ich viel netter …) fand ich die Zeit (die Geschichte spielt 1893 in London) viel schöner beschrieben. Hier wurden die Probleme einer veralteten Adelsgesellschaft, die sich auf der einen Seite an ihre Traditionen klammert, aber auf der anderen Seite einen neuen Weg finden muss, um ihr Leben und ihre Besitztümer zu finanzieren in all den kleinen Nebenbemerkungen viel deutlicher. Während mit Emma und ihren Kolumnen gezeigt wird, wie schwierig es für die Frauen in dieser Zeit war, den richtigen Weg zwischen Etikette und Einkommen zu finden.

Der Rest der Handlung ist – wie es sich gehört – sehr vorhersehbar, aber durch die sympathischen Figuren, diverse amüsante Szenen und Emmas ungewöhnliche Vorlieben für exotische Geschichten und Einrichtungselemente wurde es wirklich unterhaltsam. Die perfekte Liebesgeschichte für einen viel zu warmen Abend, an dem man einfach nur leichte Unterhaltung sucht.

[Kurz und knapp] Ilona Andrews: Stadt der Finsternis 1 – Die Nacht der Magie

Klappentext:

Kate Daniels verdient ihr Geld damit, die Auswüchse der magischen Wellen, die Atlanta von Zeit zu Zeit heimsuchen, aufzuspüren und zu beseitigen. Ihr Leben nimmt jedoch eine drastische Wende, als ihr bester Freund Greg ermordet wird. Bei der Suche nach dem Täter stößt Kate auf Vampire und andere finstere Kreaturen. Hat womöglich der charismatische Curran, der Anführer der Gestaltwandler, etwas mit den verschwörerischen Umtrieben zu tun?

Heute gibt es hier keine „richtige Rezension“, sondern nur einen kurzen und knappen Leseeindruck. Mir war nämlich gesagt worden, dass ich in letzter Zeit viel zu wenig „Buch“ auf meinem „Buchblog“ habe – und das ist nun der Versuch, es zu ändern. 😉

„Die Nacht der Magie“ war eine Leihgabe von Irina (ja, noch eine – und ich habe da noch ein paar Liebesromane von ihr, die vielleicht ihren Weg auf den Blog schaffen werden) und hat mir grundsätzlich gut gefallen. Eigentlich hat der Roman alles, was ich an einer Urban-Fantasy-Geschichte mag – vor allem reizte mich die Idee mit der „in Wellen“ auftauchenden Magie, aber trotzdem haben mich beim Lesen ein paar Kleinigkeiten gestört:

Kate Daniels ist eine toughe Heldin, die sich in ihrer (magischen) Welt zu behaupten weiß, …
… aber natürlich gibt es ein riesiges Geheimnis in ihrer Vergangenheit.

Es gibt gleich zu Beginn der Geschichte einen richtig netten Mann, der sich für Kate interessiert, obwohl sie doch so „unweiblich“ wirkt, …
… aber jeder Leser kann auf den ersten Blick davon ausgehen, dass seine Bemühungen zu keiner Beziehung führen werden.

Dafür gibt es einen anderen Mann, der zwar gut aussieht, aber saumäßige Manieren an den Tag legt, …
… und auch hier ist abzusehen, dass Kate schnell Interesse an ihm entwickelt.

Kate ist eigentlich eine Einzelgängerin, …
… aber natürlich kommt es irgendwann dazu, dass sie auf eine (zwar starke und mutige, aber auch) deutlich unerfahrenere und jüngere Person „aufpassen“ muss.

Doch vor allem ärgert es mich, dass die grundsätzliche Frage nach dem Mörder von Kates Freund und Mentor Greg sowie nach den Hintergründen dieser Tat eigentlich spannend hätte sein können, …
… wenn die Autoren (hinter dem Pseudonym „Ilona Andrews“ verbirgt sich ein Autorenpaar) nicht gleich zu Beginn einen unübersehbaren Hinweis eingebaut hätten, der vom Leser gar nicht ignoriert werden kann!

Kate hingegen ist so mit ihren Ermittlungen beschäftigt, dass sie diesen Hinweis nicht als solchen wahrnimmt. Dieser Umstand funktioniert zwar innerhalb der Geschichte, ist aber eben für mich als Leser wirklich frustrierend. Mir wäre es deutlich lieber gewesen, wenn es diesen Hinweis nicht gegeben hätte, so dass ich Stück für Stück mit Kate zusammen meine Schlüsse hätte ziehen können.

Trotzdem muss ich zugeben, dass mir die Geschichte und die Charaktere eigentlich sehr gut gefallen haben. Letztendlich komme ich doch immer wieder zu dem Schluss, dass ich schlagkräftigere Figuren sowie mehr Action- und weniger Bettszenen in Urban-Fantasy-Geschichten bevorzuge, vor allem, wenn der Rest der Handlung auch noch gut geschrieben und in eine reizvolle Welt eingebaut ist. Wieder ein Serienauftakt, der mich nicht umgehauen hat, aber bei dem ich andererseits auch nichts dagegen hätte, wenn ich noch weitere Teile der Reihe in die Finger bekäme.