Im November zog „Die Monster, die ich rief“ von Larry Correia bei mir ein und als ich im Februar auf der Suche nach weiterem Lesestoff war, habe ich den Roman aus dem Regal gezogen, angelesen und dann innerhalb von 24 Stunden beendet. Das Buch handelt von Owen Pitt, einem Buchprüfer, der eines Abends seinen Vorgesetzten aus dem Fenster wirft, nachdem dieser sich in einen Werwolf verwandelt hatte. Nach diesem Ereignis klopft eine private Organisation bei ihm an, die ihn als Monsterjäger engagieren will – und natürlich geht Owen auf dieses Angebot ein.
Das Gleiche wie für „Blutrecht“ gilt eigentlich auch für den nächsten Roman, den ich gelesen habe. Auch „Wind“ von Alexey Pehov (Auftaktband der „Chroniken von Hara“) habe ich bei Tine entdeckt, die auch zu diesem Roman eine begeisterte Rezension geschrieben hat. Doch während Tine folgende Aussage zu „Wind“ machte: „… trotzdem hatte ich beim Lesen nie das Gefühl, die Geschichte so – nur etwas anders – schon einmal woanders gelesen zu haben„, hatte ich genau den gegenteiligen Eindruck. Ich fand den Roman zwar unterhaltsam und mochte den Weltenbau, hatte aber das Gefühl, ich hätte all das schon mal in leichter Abwandlung (und mit Figuren, die mir mehr ans Herz gewachsen sind) bei einem anderen Autoren gelesen. Es ist eben nicht einfach für mich, etwas „Neues“ im High-Fantasy-Bereich zu finden, nachdem ich zwanzig Jahre lang fast jeden High-Fantasy-Roman verschlungen habe, der mir in die Finger geriet. Ansonsten mochte ich die Magievarianten und die offenen Fragen am Ende von „Wind“.
„O du Mörderische“, „Mörderische Familienbande“ und „Mörderische Verstrickungen“ von Anne George habe ich an zwei Nachmittagen gelesen, nachdem ich zufällig in der Bibliothek darüber gestolpert war. Eigentlich hatte ich nur ein Buch zum Antesten mitnehmen wollen, war aber vor Ort zu faul herauszufinden, welcher Titel der erste von den vorhandenen wäre. Die Romane rund um die beiden Schwestern Mary Alice (genannt Schwesterherz) und Patricia Anne (genannt Maus) bieten wunderbar entspannende Wohlfühlgeschichten aus Alabama. Die beiden Schwestern sind über sechzig Jahre alt und während Patricia Anne glücklich verheiratet ist, hat Mary Alice schon drei Männer zu Grabe getragen (und hätte grundsätzlich nichts gegen einen vierten Ehemann). Zusammen stolpern die beiden – dank ihres großen Familien- und Freundeskreises – immer wieder über seltsame Begebenheiten und Leichen. Dabei ermitteln die beiden nicht professionell, sondern unterhalten sich nur immer wieder mit Freunden, Verwandten und neuen Bekannten über die Vorfälle, bis sie dadurch so sehr in Schwierigkeiten geraten, dass der Fall irgendwie gelöst wird. Der Krimianteil ist also wirklich nicht mehr als der Rahmen rund um zwei liebenswerte Protagonistinnen, etwas Südstaatenfeeling und viele unterhaltsame (und witzige) Szenen. Mir haben die Romane wirklich gut getan.





