Lisa und Laura Roecker: The Liar Society – The Lies That Bind

Im September hatte ich „The Liar Society“ gelesen und mochte den Roman von Lisa und Laura Roecker so gern, dass ich mir nun die Fortsetzung „The Lies That Bind“ zum Geburtstag gewünscht habe. „The Liar Society“ endete für mich befriedigend, obwohl es einige Aspekte gab, die nicht „gut“ ausgingen, hatte ich nach dem Lesen das Gefühl, dass Kate mit diesem Ergebnis ihrer Nachforschungen leben konnte. In „The Lies That Bind“ wird deutlich, dass sie wirklich versucht hat wieder ein „normales“ Leben zu führen. Sie hat in den vergangenen Monaten herausgefunden wie genau ihrer Freundin Grace gestorben ist und wer für ihren Tod die Verantwortung trägt. Auch weiß sie inzwischen, wo all die mysteriösen Botschaften herkamen, die die verstorbene Grace ihr gesendet hat.

Doch obwohl sie nun relativ zufrieden ist und versucht die Vergangenheit abzuschließen, kann Kate nicht vollständig loslassen. Sie hat immer noch das Bedürfnis diejenigen, die für Grace Tod nicht zur Rechenschaft gezogen würden, im Auge zu behalten – und so beginnt das Buch damit, dass sie aufgrund von Informationen handelt, die sie bekommen hat, weil sie jeden Morgen auf der Jungentoilette der PB Privatschule ein Aufnahmegerät installiert. Ich muss zugeben, dass das einer ihrer „professionelleren“ Momente ist, denn die folgenden Tage werden für Kate so belastend, dass sie wieder relativ planlos in gefährliche Situationen stolpert.

Denn bei einer Art Gedenkveranstaltung verschwindet eine Schülerin (Bethany) und niemand außer Kate und Bethanys bester Freundin Taylor scheint sich Sorgen um ihren Verbleib zu machen. Und da Kate nur zu gut nachvollziehen kann, wie es Taylor nun geht, setzt sie alles daran, um Bethany – die sie eigentlich gar nicht leiden kann – zu retten und herauszufinden, wer hinter dem Verschwinden des Mädchens steckt. Wie schon im ersten Band geht Kate recht kompromisslos zu Werke. Ihr ist bewusst, dass sich ihr Umfeld Sorgen um sie macht, aber sie kann einfach nicht ruhig bleiben und nichts tun, während andere Menschen in Gefahr sein könnten. Das sorgt für ein Zerwürfnis im Laufe der Geschichte, das ich sehr bedauerlich fand, aber auch für einige amüsante Situationen mit Kates einzigem treuem Verbündeten, ihrem Nachbarn Seth.

Letztendlich sind sich die beiden Romane relativ ähnlich, auch wenn Kate nach den Enthüllungen im ersten Band über so viel mehr Wissen verfügt als vorher. Aber das ändert nichts daran, dass sie wieder einmal nicht weiß, wem sie trauen kann und welche Motive die verschiedenen Beteiligten verfolgen. Dazu kommt die Gewissheit, dass die Machenschaften, die in der Privatschule ihren Anfang nahmen, sich über den ganzen Ort ausgeweitet haben, so dass sie sich nicht einmal an die Behörden um Hilfe wenden kann. Das alles führt wieder zu einer sehr atmosphärischen Geschichte, bei der es schwer fällt jemanden als „Freund“ oder „Feind“ einzuordnen. Ich mag das sehr! 🙂

Allerdings bin ich mir nicht sicher, was ich von dem Ende des Romans halten soll. Wieder habe ich das Gefühl, dass das Ganze nicht „gut“ ausgegangen ist. Und obwohl es stimmig ist, wie sich Kate durch die Ereignisse verändert – so wird sie zum Beispiel skrupelloser und sie lernt immer leichter zu lügen, um in Ruhe ihre Nachforschungen anstellen zu können -, gefällt es mir nicht, wie weit sie im Laufe der Zeit geht. Am Schluss habe ich das Gefühl, dass es zwei Möglichkeiten gibt, wie die weitere Schulzeit auf der PB Privatschule für Kate enden könnte und beide gefallen mir nicht so recht. Auf der anderen Seite finde ich es gut, dass die Autorinnen die Handlung nicht zu einem simplen Happy End geführt haben, denn das wäre unglaubwürdig gewesen. So oder so, das Lesen hat wieder sehr viel Spaß gemacht und ich werde die beiden Bände ganz bestimmt nicht zum letzten Mal in der Hand gehalten haben. 😉

SuB-trahiert (1): November

Im Oktober hatte ich einen kleinen Rappel und hätte am Liebsten 90% meines SuBs aus der Wohnung geworfen. Da mir das aber doch etwas zu radikal vorkam und ich mich gut genug kenne, um zu wissen, dass ich das am Ende bedauern würde, hatte ich stattdessen vorgenommen, in den nächsten Wochen den SuB mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Statt mich vor allem auf Leihbücher, Bibliotheksbücher und die Neuankömmlinge zu konzentrieren, wollte ich gezielt Bücher aus dem SuB ziehen und anlesen. Entweder würden sie mich dann doch mal packen, so dass ich sie gleich weiterlese, oder ich könnte sie ohne schlechtes Gewissen aussortieren, weil sich mein Buchgeschmack nun mal im Laufe der letzten Jahre geändert hat.

Weil es mich ja immer motiviert, wenn ich zu meinen Projekten Listen anlegen kann, gibt es hier den ersten „SuB-trahiert“-Beitrag, in dem ich aufliste, welche SuB-Titel welches Schicksal ereilt hat. 😉 Geschrumpft ist der SuB im November (auch dank der Geburtstagszugänge) definitiv nicht, aber immerhin ein paar ältere Titel habe ich mir genauer angeschaut.

1. Thomas Finn: Schwarze Tränen
Zur Rezension geht es HIER

2. Boris Meyn: Die Schattenflotte (Comissarius Bischop Bd. 5)

Dass dieser Krimi der fünfte Band einer Serie rund um den Anwalt (und Hobbydetektiv) Sören Bischop ist, habe ich erst herausgefunden, als ich schon mit dem Lesen angefangen hatte. Der Verlag hat es natürlich nicht für notwendig gehalten, diese Information auf dem Roman oder im Katalog zu vermerken. Die Geschichte war ganz okay und enthielt einige interessante Beschreibungen von Hamburger Gebäuden rund um die Jahrhundertwende (also 1900), hat mich aber nicht richtig fesseln oder gar auf weitere Bücher des Autors neugierig machen können.

3. Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Grundidee klang gut und die Geschichte hat mir definitiv besser gefallen als vor ein paar Jahren „Es muss nicht immer Grappa sein“. Aber so richtig sagen mir die Protagonistin und der Humor dieser Reihe nicht zu. Beendet habe ich das Buch vor allem, weil es so schön dünn war – weitere Grappa-Titel werde ich wohl nicht lesen. Allerdings hätte ich da noch einen historischen Roman von der Autorin …

4. Gabriella Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
…, den ich nach gut 50 gelesenen Seiten aussortiert habe. Eigentlich finde ich die Zeit (1845) und die damalige Situation der Weber in Deutschland, die eine gewisse Rolle im Roman spielt, sehr interessant. Aber mich haben die Charaktere zum Großteil ziemlich kalt gelassen, die meisten fand ich sogar auf Anhieb unsympathisch, und die ständigen Perspektivwechsel und die Ausdrucksweise der Figuren haben mir auch nicht gefallen. Also raus aus dem SuB damit!

Dezember-SuB 2014

Mit dem November bin ich, wenn es ums Lesen geht, eigentlich recht zufrieden. Die Anzahl der gelesenen Bücher ist zwar nur in diesem Maß zustande gekommen, weil ich einige sehr dünne Bücher erwischt hatte, aber trotzdem bin ich insgesamt mehr zum Lesen gekommen als erwartet. So habe ich insgesamt 16 Bücher und 2 Manga gelesen, beim Hören sieht meine Bilanz weniger gut aus – vor allem, weil ich mir mit „Der Anschlag“ einen Titel vorgenommen habe, auf den ich genau genommen nicht so viel Lust hatte. So habe ich dann doch einige Stunden ohne Hörbuch oder mit Musik auf den Ohren verbracht, in denen ich mir sonst hätte vorlesen lassen. So komme ich gerade mal auf 1 Hörbuch und 1 Hörspielbox mit vier CDs. Bei der Sachbuch-Challenge muss ich wirklich endlich mit dem Rezensionsschreiben und Buchbeenden anfangen, das kam im November zu kurz. Dafür habe ich mich doch ganz erfolgreich mit meinem „Alt-SuB“ beschäftigt – die ersten Ergebnisse dazu gibt es in ein paar Tagen auf dem Blog.

Ich weiß nicht, wie viel ich im Dezember zum Lesen kommen werde. Ich werde zwar an Arianas Adventslesen teilnehmen und mir die Sonntage so weit wie möglich dafür freihalten, aber da ich bis Weihnachten noch eine Menge zu tun habe und wir zwischen den Feiertagen Besuch bekommen, wird wohl insgesamt nicht so viel Lesezeit abfallen. Trotzdem möchte ich in dieser Zeit die Sachbuch-Challenge beenden, mich weiter um meinen Alt-SuB kümmern und den einen oder anderen November-Neuzugang lesen.

A (2)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (12)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Quentin Bates: Kalter Trost
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud  
Brom: Krampus
Jim Butcher: Im Schatten des Fürsten (Codex Alera 2)

C (2)
Sebastien de Castell: Blutrecht
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
Larry Correia: Die Monster, die ich rief

D (3)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

E (1)
Akram El-Bahay: Flammenwüste

F (8)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (9)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Will Hill: Department 19 – Die Wiederkehr
Will Hill: Department 19 – Das Gefecht
Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
Daniel Holbe: Giftspur

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (0)

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Jessica Kremser: Frau Maier hört das Gras wachsen

L (2)
Siri Lindberg: Nachtlilien
Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora

M (3)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Jenny Milchman: Eisesgrab

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)

P (3)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Alexey Pehov: Wind
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund

Q (0)

R (10)
Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (8)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (5)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (3)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)

Sonstige (0)

84 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

Marie Brennan: A Natural History of Dragons
Sarah Rees Brennan: Unspoken
Patricia Briggs: Iron Kissed
Jim Butcher: Side Jobs (Harry Dresden Kurzgeschichten)
Jim Butcher: Changes
Jim Butcher: Ghost Story
Jim Butcher: Cold Days
Gail Carriger: Changeless (Parasol Protectorate #2)
Gail Carriger: Blameless (Parasol Protectorate #3)
Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #4)
Gail Carriger: Timeless (Parasol Protectorate #5)
Soman Chainani: The School for Good and Evil 2
Jennifer Estep: By A Thread
Diana Pharaoh Francis: The Cipher
Mira Grant: Feed
Tanya Huff: The Wild Ways
Tanya Huff: The Future Falls
Lynn Kurland: Star of the Morning
Seanan McGuire: Chimes at Midnight (October Daye #7)
Seanan McGuire: The Winter Long (October Daye #8)
Seanan McGuire: Sparrow Hill Road
Anthony Minghella: Jim Henson’s The Storyteller
Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
Nnedi Okorafor: Akata Witch
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
Julia Quinn: Dancing at Midnight
Julia Quinn: Splendid
Julia Quinn: Minx
Julia Quinn: Everything and the Moon
Julia Quinn: Brighter Than the Sun
Philip Reeve: Larklight
A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child
Diane Zahler: Sleeping Beauty’s Daughters

Sonstiges:
West Ward Weird

37 Titel auf dem englischen SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Advent, Advent … Vorweihnachts-Lesewochen: 1. Advent

Wie schon angekündigt, beteilige ich mich auch in diesem Jahr an Arianas Adventslesen und stelle jeden Sonntag einen Beitrag online, in dem ich von den gelesenen adventlichen oder weihnachtlichen Geschichten berichte und auch von den – hoffentlich gemütlichen – Adventssonntagen, die ich ganz im Sinn dieser Vorweihnachts-Leseaktion verbringen möchte.

Eine Liste aller Teilnehmer ist bei Ariana unter diesem LINK zu finden – ich freu mich schon auf den Austausch! 🙂

***
Für den 1. Adventssonntag habe ich mir gleich drei Bücher rausgesucht, um mich zu entspannen und vielleicht etwas mehr in Adventsstimmung zu bringen. Zwei der Titel („Mumins lange Reise“ von Tove Jansson und „Sleeping Beauty’s Daugthers“ von Diane Zahler) habe ich gerade erst zum Geburtstag bekommen, den dritten Roman ist eigentlich eine Sammlung von vier Geschichte („Christmas in the Duke’s Arms“), die von vier unterschiedlichen Autorinnen (Shana Galen, Miranda Neville, Carolyn Jewel und Grace Burrowes) rund um ein Gasthaus in England geschrieben wurden – diese Ausgabe habe ich mir extra für das Adventslesen besorgt, weil ich es im letzten Jahr so nett fand, als ich an jedem Wochenende eine historische Liebesgeschichte aus einem Christmas-4er-Bundle gelesen hatte. Die erste Geschichte, „A Knight Before Christmas“ von Grace Burrowes, hatte ich gestern Abend schon angefangen, bin aber nicht sehr weit gekommen. Bislang habe ich gerade erst die Protagonistin (Penelope Carrington, die seit elf Monaten verwitwet ist) und den Protagonisten (Sir Leviticus Sparrow, Penelopes Anwalt und schon seit acht Jahren verwitwet) kennengelernt. Klingt ganz nett, erfordert nicht so viel Aufmerksamkeit und ich denke, damit werde ich ein paar entspannende und unterhaltsame Lesestunden haben. 🙂

Dieser Beitrag wird im Laufe des Tage immer wieder aktualisiert und wenn ich in der Woche in meinen „adventlichen“ Büchern weiterlesen sollte, dann schreibe ich am kommenden Sonntag darüber. Mit den Kommentaren werde ich mich wohl heute etwas zurückhalten müssen. Seit gestern Abend tut mir das Handgelenk beim Tippen etwas weh und da sollte ich mich wohl zumindest am Wochenende etwas schonen, damit ich in der Woche wieder „funktioniere“, aber ganz darauf verzichten mag ich definitiv nicht.

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Update 12:45 Uhr

Die erste Geschichte aus „Christmas in the Duke’s Arms“, „A Knight Before Christmas“ von Grace Burrowes, entwickelt sich leider mehr zu einer Aneinanderreihung von intimen Szenen als zu einer netten Handlung. Wobei ich zugeben muss, das die betreffenden Szenen hübsch geschrieben wurden, aber mir wäre eine intensivere Ausarbeitung der Geschichte lieber gewesen, vor allem, da ich die Grundidee sehr nett fand. Penelope muss nämlich in den nächsten vier Wochen heiraten, um ihrer Familie finanziell helfen zu können, während Sir Levi Penelope gern heiraten würde, aber befürchtet, dass ihn dann eine andere Frau wegen eines gebrochenen Eheversprechens anklagen würde (er hat ihr nie einen Heiratsantrag gemacht, war aber so blöd und hat ihr Gedichte geschickt, die er für seine verstorbene Frau geschrieben hatte und die man im schlimmsten Fall so interpretieren könnte).

Weil ich zum Frühstück dann lieber etwas Märchenhafteres lesen wollte, habe ich mir „Mumins lange Reise“ von Tove Jansson geschnappt und das Büchlein meinem Mann vorgelesen. Ich kann nun versichern, dass Mumin, seine Mutter und das kleine Tier ein Haus gefunden haben, bevor der Winter hereinbrechen konnte – und dass die Geschichte ihren Charme nach all den Jahren für mich nicht verloren hat. 🙂

***

Update 15:15 Uhr

Bislang genieße ich den Sonntag wirklich. Alles ist ruhig und entspannt und durch das Fenster sehe ich heimeliges Novembergrau. 🙂 Ich habe inzwischen „A Knight Before Christmas“ beendet und kann berichten, dass es genauso weiterging wie befürchtet. Dabei fand ich die Charaktere, die Grundidee und sogar den Teil der Handlung, der Handlung war, wirklich sehr nett. Schade, dass die Autorin nicht etwas mehr aus der Geschichte gemacht hat. Immerhin muss ich zugeben, dass die Szenen, in denen sich die beiden körperlich näher kamen, auch so angelegt waren, dass einem berichtet wurde, dass sie die private Zeit auch nutzten, um sich besser kennenzulernen, sich über Hobbies und die Menschen in ihrem Leben, die ihnen wichtig sind, auszutauschen. Aber das bekam man nur zusammengefasst und nicht gezeigt.

 Zu Tee und Butterkuchen (mit etwas mehr Zucker auch aufgetaut sehr lecker!) gab es die ersten Seiten von „Sleeping Beauty’s Daugthers“ von Diane Zahler. Jetzt aber darf ich erst einmal eine Runde Wäsche zusammenlegen, bevor ich weiter lesen und eine Kommentarrunde drehen kann. 🙂

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Update 18:30 Uhr
Uff, diese Kommentarrunde zieht sich ganz schön und so langsam tut die Hand wirklich heftig weh. Wenn ich mit dem FeedReader durch bin, werde ich heute wohl keine Kommentare schreiben, sondern nur noch ein kleines Update vor dem Schlafengehen. 
Dafür habe ich während des Tippens immer wieder Leckereien in den Mund geschoben bekommen … 😀 Besonders die Trüffel und Pralinen waren toll. Zu schade, dass wir so selten zu dem Geschäft bekommen! Aber dafür genießen wir sie dann auch besonders – auch wenn es für jeden immer nur einen halben Bissen gibt, damit wir mehr Sorten ausprobieren können. *g*

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Update 22:15 Uhr

Sehr viel habe ich seit dem letzten Update nicht mehr gelesen, stattdessen haben wir Abendessen (Pizza! 🙂 ) gekocht, ich habe noch etwas kommentiert (ich kann es nicht lassen) und eine weitere Runde Wäsche zusammengelegt. Vor dem Schlafengehen lese ich aber noch etwas in „Der freundliche Feind“ – mein aktuelles Sachbuch für die Challenge. Es geht übrigens um Wehrmachtssoldaten, die im zweiten Weltkrieg in besetzten Ländern wie z.B. Norwegen und Frankreich lebten, und darum, dass das Verhältnis zwischen Besatzern und Besetzten kompliziert war. Mal schauen, ob ich mich darauf noch etwas konzentrieren kann, so viele Seiten fehlen mir nicht mehr. Ansonsten antworte ich morgen auf die restlichen Kommentare und melde mich dann wieder am kommenden Sonntag! Hab eine schön Woche! 🙂

SuB-Zuwachs im November

Der Monat fing im Bereich „Neuzugänge“ ganz harmlos an, als mein Mann mich fragte, ob ihm eben einen Buchtitel von meiner Wunschliste nennen könnte, weil er sonst Porto zahlen müsste …

Jennifer Estep: By a Thread
[Der Band ist ganz einfach die Fortsetzung der Reihe rund um Gin, die Spinne.]

Dann kam ein langersehntes Päckchen, das aber erst einmal von Baltimore mit Beschlag belegt wurde. Nach dem Öffnen kamen unter anderem ein paar Bücher (und französische Kekse :D) zum Vorschein, die meinen armen SuB wieder anwachsen lassen.

Jenny Milchman: Eisesgrab
[Neben all den Fantasybüchern brauche ich dann doch mal etwas Abwechslung …]

Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
[Fortsetzung – und ich freu mich schon darauf zu entdecken, auf welche Bücher Jim C. Hines in diesem Band wieder anspielt.]

Akram El-Bahay: Flammenwüste
[Klappentextwunsch – Drachen und Wüste mag ich ja grundsätzlich! Und ich habe es bislang sogar geschafft keine Rezensionen dazu zu lesen.]

Larry Correia: Die Monster, die ich rief
[Noch ein Klappentextwunsch – ich habe eine Schwäche für monsterjagende Geheimorganisationen. ;)]

Will Hill: Department 19 – Das Gefecht
[Fortsetzung! :D]

Außerdem landete noch ein weiteres Buch von meinem Wunschzettel in meinem Briefkasten:

Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
[Noch eine tolle Fortsetzung! :)]

Vor ein paar Tagen war dann mein Geburtstag und gaaaaanz überraschend haben mir ganz viele liebe Menschen, ganz viele Bücher geschenkt. Ich liebe es, wenn mein Wunschzettel geplündert wird! 🙂

Comics und Sachbücher – wie ich gerade merke, fehlt das Buch mit den Anleitungen für Hobo Bags auf dem Foto – landen wie gewohnt nicht auf der SuB-Liste, aber ich wollte sie hier trotzdem vorstellen.

Jim Butcher: Changes/Ghost Story
[Fortsetzungen der Harry-Dresden-Romane – so langsam nähere ich mich dem aktuellen Stand! :D]

Jessica Kremser: Frau Maier hört das Gras wachsen
[Fortsetzung von „Frau Maier fischt im Trüben“, was mir sehr gut gefallen hatte!]

Tove Jansson: Mumins lange Reise
[Kiya hatte mich vor einiger Zeit auf diese Mumins-Ausgaben aufmerksam gemacht – ich hoffe sehr, dass ich die Geschichten heute immer noch ebenso bezaubernd finde wie als Kind. Gehe aber davon aus, dass das der Fall sein wird. :)]

Lisa und Laura Roecker: The Liar Society 2 – The Lies That Bind
[Uuuuund noch eine Fortsetzung!]

Nnedi Okorafor: Akata Witch
[Jugendfantasy-Roman, dessen Geschichte in Afrika spielt und dessen Hauptfigur ein Albino ist. War mal von Jim C. Hines empfohlen worden und seine Beschreibung hatte mich sehr neugierig gemacht.]

Diane Zahler: Sleeping Beauty’s Daughters
[Das neuste Märchen von Diane Zahler – dieses Mal etwas dicker als die anderen Geschichten und im Hardcover erschienen. :)]

Christoph Marx: Geschichte Afrikas – Von 1800 bis zur Gegenwart
[Auch wenn das kleine Schriftbild etwas abschreckend ist, hoffe ich auf spannende und informative Lektüre. Über Afrika weiß ich viel weniger, als ich gern wissen würde – das sollte sich mal ändern!]

Diana Pharaoh Francis: The Cipher
[Trilogie-Auftakt von einer der Autorinnen, von denen ich gern mehr lesen mag.]

Guy Delisle: Aufzeichnungen aus Jerusalem
[Was für ein unglaublich dicker Comic! Oo Nach China, Korea und Birma nun also endlich Guy Delisles Erlebnisse aus der Zeit, als er mit seiner Familie in Jerusalem lebte.]

Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child
[So ein hübsches Buch … *hach* Ähm, und eine Autorin, von der ich bislang alles Gelesene sehr mochte! :)]

Und dann kam noch ein Geburtstagsnachzügler:

Tanya Huff: The Future Falls
[Eine weitere Gale-Geschichte! Jetzt kann ich die drei Bände mal am Stück lesen – also, wenn ich den ersten Band wieder aus meinen Kisten krame. :D]

Leseeindrücke im November

„Fischland-Mord“ von Corinna Kastner war mal wieder eine dieser Spontan-Ausleihen in der Bibliothek. Ein Teil von mir scheint immer noch nach neuen und unterhaltsamen Krimiautoren Ausschau zu halten, denn an ungewöhnlichen Kriminalromanen kann ich zur Zeit nicht vorbeigehen. „Fischland-Mord“ spielt rund um Wustrow an der Ostsee und gehört zu der Sorte Regionalkrimis, die ich mag. Die Hauptfigur Kassandra Voß hat vor einem Jahr ein altes Kapitänshaus in Wustrow gekauft und eine kleine Pension daraus gemacht. Nun findet sie eines Morgens einen ihrer Gäste ertrunken in seinem Bett liegend, dass der Tote ermordet wurde, steht selbst für Kassandra schnell fest und als die Polizei dann auch noch sie zu den Verdächtigen zählt, beginnt sie gemeinsam mit ihrem Nachbarn Jonas und seinem Freund Paul zu ermitteln.

Ich habe mich mit dem Buch wirklich gut unterhalten gefühlt. Der Fall an sich war zwar etwas überkonstruiert, aber nicht so absurd, dass ich nicht hätte weiterlesen mögen. Die Figuren fand ich großteils sympathisch (wenn auch ein paar Nebenfiguren etwas überzogen waren) und die Rolle, die das Fischland in diesem Roman spielt, hat mir auch gefallen. Corinna Kastner lässt Kassandra immer wieder am Meer spazieren gehen oder darüber nachdenken, wie wohl sie sich auf diesem Stückchen Land zwischen Ostsee und Bodden fühlt, ohne dass ich das Gefühl hatte, das wäre jetzt künstlich aufgepropft worden, um für „Lokalkolorit“ zu sorgen. Ich bin jetzt nicht so hingerissen, dass ich mir sofort die Fortsetzung kaufen würde, aber ich würde mich freuen, wenn sie mir in der Bibliothek in die Finger fallen würde. Mit „Fischland-Mord“ habe ich einen angenehmen und entspannten Nachmittag verbracht – und manchmal ist genau das alles, was ich von einem Buch erhoffe.

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„Niemand ist ohne Schuld“ und „Zurück von den Toten“ (Band 3 und 4 der Dark-Village-Reihe) von Kjetil Johnsen haben mich ebenfalls gut unterhalten. Die Handlung ist zwar stellenweise vorhersehbar und entwickelt sich in immer absurdere und unglaubwürdigere Richtungen, aber bei dieser Serie kann ich damit gut leben. Die kurzen Kapitel, die kleinen Informationshäppchen und die verschiedenen Figuren halten mich so weit bei der Stange, dass ich mich beim Lesen wunderbar amüsiere. Inzwischen haben wir vier Tote, eine kriminelle Organisation, eine „Undercover Bösewichtin“, mehrere Mörder und natürlich einige verwirrte Teenager, die nicht so recht wissen, wie sie mit all den Vorfällen umgehen sollen. In der Regel schnappe ich mir den frisch ausgeliehenen Band am selben Tag, an dem ich ihn in der Bibliothek mitnehmen konnte, und gönne mir damit ein paar intensive Lesestunden. „Dark Village“ ist zwar keine Reihe, die ich mir kaufen würde, aber ich genieße die Bücher gerade wirklich und freu mich schon auf all die (vermutlich ziemlich überzogenen) Wendungen, die mich im Abschlussband erwarten. 
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„Smoke and Mirrors“ von Tanya Huff ist der zweite Teil der Serie rund um Tony Foster und hat mich ebenso amüsiert wie schon „Smoke and Shadows“. Nachdem sich Tony im ersten Band mit Schattenwesen herumschlagen musste, die durch ein Dimensionstor das Filmgelände, auf dem er arbeitet, erobern wollten, darf er sich nun mit einem Haus voller Geister beschäftigen. Dass er dabei auch noch auf das Filmteam aufpassen muss, das in dem Haus gerade eine weitere Folge einer bekannten Vampir-Serie drehen will, macht die Aufgabe nicht leichter für ihn. Ich mag es immer wieder, wie Tanya Huff klischeebelastete Elemente in ihren Romanen aufgreift und so verwendet, dass ich mich beim Lesern wunderbar amüsieren kann. Ich mag den Humor der Autorin, ich mag ihre Art ein Geisterhaus zu beschreiben und ich mag die Art und Weise wie ihre Figuren miteinander agieren. So langsam landet Tanya Huff wirklich auf der Liste der Autoren, von denen ich mir jeden verfügbaren Titel besorge. 🙂

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„Mädchenhimmel!“ von Lili Grün war eine Leihgabe von Hermia, die auch eine sehr passende und informative Rezension zu dem Titel geschrieben hat. Ich fand die Gedichte und kurzen Geschichten von Lili Grün wunderbar zu lesen und in vielerlei Hinsicht immer noch aktuell und treffend. Eigentlich könnte ich hier Hermias Rezension hinkopieren, denn sie hat meine Meinung zu dem Buch sehr schön zusammengefasst. 🙂 Gäbe es nicht einen kleinen Punkt, dann würde ich mir diesen Titel sofort auf die Wunschliste setzen. Aber ich muss zugeben, dass ich das Preis-/Leistungsverhältnis nicht so ganz angemessen finde, auch wenn ich verstehen kann, dass ein kleiner Verlag so einen Band nun einmal nicht zum Spottpreis auf den Markt werfen kann. Auch fand ich den Teil mit den Anmerkungen zum Großteil überflüssig, aber das kann an mir liegen, da ich durch mein Quer-durch-alle-Genres-Lesen kein Problem mit etwas altmodischen (oder österreichischen) Begriffen habe. Alles in allem bin ich Hermia sehr dankbar, weil sie mir das Buch geliehen und so sehr schöne Momente mit den Gedichten und Geschichten von Lili Grün bereitet hat.

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„Teatime mit Tante Alwine“ von Ellen Jacobi wird vermutlich meine Mutter zu Weihnachten bekommen und war genau das richtige Buch, als ich vor kurzem wegen Bauchschmerzen eine schlaflose Nacht verbracht habe. Locker, flockig erzählt, nicht besonders anspruchsvoll, aber eine nette Geschichte mit dem einen oder anderen amüsanten (wenn auch arg übertriebenen) Moment. Ich mochte die kleinen „Backszenen“ – mit manchen Themen kann man mich eben immer locken – und die energischen und dickköpfigen Damen, die in der Handlung vorkommen. Es hat mich jetzt nicht so begeistert, dass ich noch mehr von der Autorin lesen müsste, aber die Geschichte bot entspannende Ablenkung und ließ sich auch übermüdet gut lesen. 

Verwöhntag für die Winterkatze

Gestern war wieder der offizielle „Verwöhntag für die Winterkatze“ (auch mein Geburtstag genannt 😉 ). In diesem Jahr begann der Tag mit einer viel zu kurzen Nacht, da mein Mann der Meinung war, er müsse unbedingt dabei sein, wenn ich meine Geschenke auspacke. Das bedeutete allerdings, dass ich zusammen mit ihm aufstehen musste – was mich ungefähr 1,5 Stunden Schlaf gekostet hat -, um schlaftrunken ins Wohnzimmer zu wanken und dort von dem Geschenkstapel erschlagen zu werden.

Meine Familie hat sich auch in diesem Jahr auf meinen Wunschzettel gestürzt und ihn mit vereinten Kräften geplündert:

Insgesamt ist da eine bunte Mischung zusammengekommen – und ich bin ehrlich froh, dass nicht alles davon „SuB-relevant“ ist. *g* Die Sachbücher werden wohl noch eine Weile auf meine Aufmerksamkeit warten müssen, bis ich etwas mehr Zeit für sie habe. Die Mumins und die (darunter liegende) Frozen-DVD werde ich – ebenso wie das Märchen von Diane Zahler – in der Adventszeit lesen bzw. anschauen. Das passt einfach zusammen! Und den Rest werde ich wohl in der Reihenfolge verschlingen, in der er mir in die Finger kommt. Ich freu mich auf jeden Fall schon darauf! 🙂

Da ich aber nicht den ganzen Tag nur auf meine schönen neuen Bücher schauen konnte, habe ich mich dann aufgerafft und zwei Runden Hefeteig angesetzt. Ein Teig für die Ciabatta-Brötchen, die wir abends zum Essen haben wollten, und dann noch einen für den Butterkuchen, auf den ich in den letzten Tagen große Lust hatte. Das verlinkte Rezept ist absolut einfach und das Ergebnis wunderbar fluffig und lecker. Ich überlege nur, ob ich beim nächsten Mal ein bisschen mehr Zucker in den Teig gebe, denn ich mag den Butterkuchen einen Tick süßer noch etwas lieber.

Eigentlich wollte ich nach dem Backen mein Frühstück (frischer Butterkuchen! :D) genießen und dabei in meinen neuen Büchern stöbern, aber das Lesen konnte ich dank des klingelnden Telefons vergessen. Stattdessen habe ich mit lauter lieben Menschen gesprochen, die allerdings damit leben mussten, dass ich ihnen fröhlich ins Ohr kaute. 😉 Zum Katzenfüttern wurde es dann etwas ruhiger und nachdem die Viecher versorgt waren, die Küche wieder ordentlich aussah und ich den Salat für den Abend vorbereitet hatte, ging es für mich wieder aufs Sofa. Den Nachmittag habe ich dann weniger kommunikativ verbracht – dafür gab es noch eine Runde Kuchen und Tee und ein Blick in „The Lies That Bind“, das Hobo-Bag-Buch (ich muss mir unbedingt mal ein paar Schnallen, Haken und Ringe für Taschen zulegen! :D) und „The Thirteenth Children“. Außerdem klingelte der Paketbote und brachte ein paar Leckereien für mich, die ich in den nächsten Tagen genießen werde. Geschenke aus der Küche sind einfach eine tolle Sache. Danke! 🙂

Der Einzige, der das mit dem „Verwöhntag für die Winterkatze“ irgendwie falsch verstanden hat, war der Kerl hier:

So musste ich – nachdem die letzten Tagen in der Hinsicht mal ruhiger verlaufe waren – im 2-Stunden-Takt zu Lappen und Eimer greifen und putzen. Wobei ich am späten Nachmittag wenigstens einen Grund für seine Unruhe gefunden hatte, als die Nachbarskatzen sich vor unserem Wohnzimmerfenster eine geräuschintensive Schlacht lieferten. Ich hoffe nur, keines der flüchtenden Tiere rannte in den Feierabendverkehr …  

Den Rest des Tages habe ich dann nur noch mit Abendessen (mit sehr knusprig gewordenem Ofenkäse, da ich abgelenkt wurde) und dem Telefon verbracht. Wie in jedem Jahr habe ich das Gefühl, ich hätte an diesem einen Tag mindestens ebenso viel telefoniert wie sonst innerhalb von sechs Monaten. Vor dem Schlafengehen war ich einfach nur noch müde und glücklich und erschlagen von all den lieben Worten und Wünschen und Gesprächen. Danke an alle, die an diesem Tag an mich gedacht haben!

Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax on the China Station (Hörbuch)

In diesem Monat habe ich mir meine Mrs. Pollifax für besonders unangenehme Arbeiten aufgehoben und die nicht ganz so schlimmen Tätigkeiten entweder ohne Ablenkung oder mit Stephen Kings „Der Anschlag“ auf den Ohren verbracht. Trotz der längeren Pausen und der nicht so schönen Beschäftigung nebenbei, habe ich „Mrs. Pollifax on the China Station“ von Dorothy Gilman wieder sehr genossen. Dieses Mal wird die rüstige Rentnerin von ihrem Auftraggeber Mr. Carstairs nach China geschickt, wobei von Anfang an feststeht, dass ihre Aufgabe nicht ganz ungefährlich ist und dass sie – unter anderem – mit dem Job beauftragt wurde, weil sie spontan handeln kann, auf andere Menschen vertrauenserweckend wirkt und bewiesen hat, dass sie bei Folter (!) nicht so schnell einbricht.

Obwohl Mrs. Pollifax auch auf dieser Reise mit einer geführten Reisegruppe unterwegs ist, so wie schon in „Mrs. Pollifax on Safari“, erwarten sie deutlich größere Herausforderungen. Erst einmal soll sie mit einem anderen – ihr unbekannten – CIA-Mitarbeiter zusammenarbeiten, dann reisen sie nach China, wo sie als westliche Touristen ständig unter Beobachtung stehen, und zuletzt besteht ihr Auftrag darin, dass sie einen chinesischen Ingenieur aus einem Arbeitslager befreien sollen, wo er seit Jahren gefangen gehalten wurde. All die Unwägbarkeiten machen Emily Pollifax verhältnismäßig unsicher, doch trotzdem versucht sie die Reise nach China zu genießen und so viel Kultur wie möglich zu sehen.

Eigentlich beginnt die Geschichte für den Hörer ganz harmlos. Gemeinsam mit Mrs. Pollifax kann man darüber grübeln, welcher mitreisende Person wohl ebenfalls von der CIA ist, während man die unterschiedlichen Figuren immer besser kennenlernt. Und Emiliys erste Begegnung mit Einheimischen, die nicht tagtäglich mit Ausländern zu tun haben, sind auch ganz wunderbar beschrieben, ebenso ihre Begeisterung für die Geschichte und Kultur. Doch dann wird die Frage immer drängender, wie wohl der zu befreiende Ingenieur aus dem Arbeitslager rausgeholt werden kann – und wer wohl das Gepäck von Mrs. Pollifax durchsucht hat …

„Mrs. Pollifax on the China Station“ ist trotz vieler amüsanter und liebenswerter Momente nicht ganz so leicht geschrieben wie die vorhergehenden „Mrs. Pollifax“-Geschichten. Emily vermisst den Mann, den sie bei ihrem Abenteuer in Afrika kennengelernt hat und muss feststellen, dass es für sie nicht mehr so einfach ist ihr Leben zu riskieren, wenn es doch einen so wichtigen Menschen in ihrem Leben gibt. Auch fühlt sie sich lange Zeit allein auf ihrer Reise, da die Identität ihres Kollegen erst spät gelüftet wird. Was das Lokalkolorit angeht, so gibt es viele atmosphärische Szenen, doch vor allem konzentriert sich die Autorin dabei auf die lange Historie des Landes und weniger auf aktuelle Ereignisse – vielleicht, weil um 1980 zwar viel in China passierte, aber sich nur wenig davon gut in einem Roman darstellen lässt.

Aber auch so mag ich die Geschichten rund um Mrs. Pollifax und freue mich weiterhin darüber, dass ich noch einige Hörbücher mit ihr vor mir habe. Über die Sprecherin Barbara Rosenblat muss ich inzwischen ja wohl nichts mehr sagen – ich mag ihre Stimme und ich mag ihre Art die verschiedenen Figuren darzustellen.

Und was ist mit den Kommentaren?

In diesem November gab es einige Posts zum Thema „Bloggen“. Melanie hat sich zum Beispiel Gedanken über das spontane oder geplante Veröffentlichen von Blogbeiträgen gemacht oder über das Rezensieren von Fortsetzungen. Tina von reading tidbits hat sich hingegen gefragt, „Wie oft bin ich verpflichtet zu bloggen?“, und Annett schreibt über Verrisse. Grundsätzlich finde ich all diese Gedanken und Anregungen rund ums (Buch-)Bloggen gut und spannend, aber bei all diesen Beiträgen fehlt mir das Thema Kommentare.

In meiner Twitter-Timeline haben ein paar Leute vor einiger Zeit festgestellt, dass sie ja in gewisser Weise auch selbst Schuld sind, wenn sie wenige Reaktionen auf ihre Blogbeiträge bekommen, sie würden ja auch nie bei anderen Blogs kommentieren. Letztendlich wurde daraus eine Kommentar-Challenge, von der ich nicht beurteilen kann, ob sie am Ende etwas gebracht hat. Ich bekomme eher die Tweets mit, die sich darum drehen, dass jemand den Überblick über die abgegebenen Kommentare verloren hat oder mal wieder kommentieren müsste, um da noch einigermaßen erfolgreich abzuschneiden.

Ich hingegen frage mich vor allem, warum das Kommentieren und das Reagieren auf Kommentare für manche Blogger so eine Herausforderung zu sein scheint. Zugegeben, ich bin ein schrecklich kommunikativer Mensch, aber sind wir Blogger das nicht in gewisser Weise alle? Schließlich bloggen wir, um uns über Bücher und andere Themen auszutauschen. Zu diesem Austausch gehört meiner Meinung nach auch eine – mehr oder weniger – zeitnahe Reaktion auf Kommentare, die zu den eigenen Beiträgen abgegeben werden, ebenso wie die zeitnahe Freischaltung von Kommentaren, die moderiert werden. Natürlich kann nicht jeder Blogger jeden Tag Zeit für sein Hobby aufwenden, aber ich erwarte schon, dass das jemand innerhalb einer Woche auf die Reihe bekommt. Es würde mir häufig schon reichen, wenn es nur eine „Entschuldigung, ich bin im Stress und schreibe später ausführlicher“-Bemerkung ist, aber als kommentierender Leser möchte ich gern ab und an das Gefühl haben, wahrgenommen worden zu sein. Nicht immer unbedingt bei jedem Kommentar, manchmal hinterlässt man ja auch nur ein „hallo, ich war da und habe deine Meinung gelesen“, auf das nicht leicht zureagieren ist. Aber spätestens bei einem Beitrag, der zu einer Diskussion anregen soll, hätte ich schon gern irgendwann ein Lebenszeichen der Person, die den Post veröffentlicht hat.

Werde ich als Kommentator oft genug von einem Blogger ignoriert, dann fliegt der betreffende Blog aus meinem FeedReader, weil ich es zu frustrierend finde, immer wieder Kommunikationsbereitschaft zu zeigen und nur auf Stillschweigen zu treffen. Ebenso unangenehm finde ich es, wenn ein Blog kein Kommentar-Abo für einzelne Beiträge anbietet, denn ohne eine solche Benachrichtigungsfunktion kann nur sehr schlecht ein Austausch zustandekommen. Ich erinnere mich vielleicht noch ein oder zwei Tage lang daran, dass ich da kommentiert habe und dass ich ja mal nach einer Antwort schauen könnte, aber da ich erst einmal den Blog im FeedReader suchen, ihn aufrufen und ihn dann nach dem entsprechenden Beitrag und einer eventuellen Reaktion durchwühlen muss, bleibt es oft bei dem Gedanken …

Fehlende Reaktionen oder ein nicht vorhandenes Kommentar-Abonnement sind also die beiden Sachen, die mich vom Kommentieren abhalten. Sonst aber finde ich, dass das Kommentieren zum Bloggen ebenso dazugehört wie das Schreiben von Blogbeiträgen. Ich bemühe mich, mindestens einmal am Tag meinen FeedReader zu leeren und dabei auch einen Kommentar bei den Beiträgen zu hinterlassen, zu denen mir spontan etwas einfällt. Das alles kostet mich nur ein paar Minuten (wenn ich nicht gerade ausnahmsweise zu einem komplexeren Thema endlos meine Meinung äußere, was meist bedeutet, dass ich den Beitrag „aufgehoben“ habe, bis ich Ruhe dafür finde 😀 ) – weniger Zeit, als die meisten Leute in meiner Timeline pro Stunde bei Twitter verbringen, um über ihre schlechte Laune oder die fehlende Motivation für diese oder jene Tätigkeit zu schwatzen oder ihr Essen zu präsentieren. 😉 Diese 140 Zeichen für einen Tweet sind so schnell geschrieben – und würden doch oft genug schon für einen Kommentar ausreichen.

Ähnlich halte ich es mit den Kommentaren, die auf  meinem Blog landen. Bekomme ich per Mail die Nachricht, dass da ein Kommentar geschrieben wurde, wird der eben mit einem Klick freigeschaltet und kurz beantwortet. Nur selten unterhalten wir uns über so komplexe Themen, dass es mich mehr als ein oder zwei Minuten kostet, um auf ein „ich teile deine Meinung“ oder „klingt nach einem interessanten Buch“ zu reagieren. Manchmal entstehen so spannende, interessante oder auch nur alberne Unterhaltungen, die für mich einen großen Reiz des Bloggens ausmachen. Denn auch wenn ich das Bloggen für mich betreibe, so ist es doch der Austausch mit den Bloglesern, der für Buchtipps, neue Ideen und frische Motivation in stressigen Zeiten sorgt. Deshalb bemühe ich mich auch selbst in Phasen, in denen ich richtig viel um die Ohren habe, spätestens innerhalb von 24 Stunden auf einen Kommentar zu antworten – ohne, dass mir das Druck bereiten würde, denn es gibt einfach keinen Tag, an dem ich nicht ein paar Minuten Pause mache, in denen ich dann eben auch das Netbook in Reichweite habe.

Natürlich gibt es trotzdem mal Wochen, in denen dieses „normalerweise“ auch bei mir nicht funktioniert. Aber da dieses Hobby „Bloggen“ inzwischen einfach zu meinem Alltag gehört, kommen die an Kommentaren armen Zeiten eigentlich nicht ganz so häufig vor.

Ich weiß nicht, ob ich unter meinen „stillen“ Mitlesern Leute habe, für die das Kommentieren auch problematisch ist. Wenn ja, dann fände ich es spannend zu erfahren, warum es ihnen so schwer fällt, (regelmäßig) eine Meinung zu einem gelesenen Beitrag zu hinterlassen.

Ansonsten bin ich sehr dankbar für die Blogger (und Nichtblogger!), die ebenso wie ich gern regelmäßig kommunizieren und seit Jahren immer wieder bei mir vorbeischauen und mit mir über Bücher und all die anderen Dinge schwatzen, über die ich schreibe.

Caroline Stevermer: Magic Below Stairs

Kiya hat mich vor kurzem unabsichtlich – über einen Link in den Kommentaren – auf „Magic Below Stairs“ von Caroline Stevermer aufmerksam gemacht und ich habe den (viel zu kurzen) Roman auch schon gelesen. Caroline Stevermer ist mir von den „Cecelia and Kate“-Romanen bekannt, die sie zusammen mit Patricia C. Wrede geschrieben hat, und als ich mitbekam, dass „Magic Below Stairs“ in der selben Welt spielt, musste ich das Buch einfach haben – auch wenn die Geschichte sich an ein jüngeres Publikum (10 bis 12 Jahre) richtet als die „Cecelia and Kate“-Bücher.

Protagonist von „Magic Below Stairs“ ist Frederick, den der Leser kennenlernt, als er gerade in einem Waisenhaus eine Strafarbeit verrichten muss. Allerdings es ist Frederick unmöglich die Erbsen und Bohnen, die der Waisenhausleiter in der Küche verteilt hat, aufzusammeln, bevor er mitten in der Nacht erschöpft einschläft. Doch als er am nächsten Morgen aufwacht, findet der Junge die Hülsenfrüchte ordentlich in Schüsseln und den Fußboden blitzeblank vor – und muss sich fragen, ob der grüngekleidete kleine Mann, von dem er geträumt hatte, vielleicht doch real war. In den folgenden Monaten darf der Junge dem Koch des Waisenhauses zur Hand gehen und lernt das eine oder andere Nützliche von dem freundlichen Mann.

Mit elf Jahren wird Frederick dann als Laufjunge im Haushalt von Lord Schofield (jupp, Kates Ehemann) aufgenommen, weil er das Glück hat, dass ihm die Uniform des vorherigen Laufburschen perfekt passt. Wieder ergibt sich so die Gelegenheit für den Jungen ganz viel neues Wissen zu sammeln, während er seinen diversen Aufgaben nachgeht. Viel passiert eigentlich gar nicht in dieser Zeit, aber langweilig wird das Buch trotzdem nicht. Caroline Stevermer erzählt von den vielen kleinen Begebenheiten, die Fredericks neues Leben ausmachen, und beschreibt dabei wunderbar nachvollziehbar die Reaktionen des Jungen auf die neuen Lebensumstände, seine Pflichten und die Menschen um ihn herum. Ich habe zum Beispiel mit glänzenden Augen dagesessen, als Frederick herausfand, dass er als Dienstbote im herrschaftlichen Haushalt frisches Brot zu essen bekommt. Auch mochte ich es von all den kleinen Aufgaben zu lesen, die zu seinem Alltag gehören, und von den Gedanken, die er sich zu den verschiedenen Leuten macht.

Natürlich bleibt Fredericks Leben nicht so geruhsam – schließlich sind Kate und ihr Mann nicht gerade dafür berühmt, dass ihr Alltag langweilig verläuft, was natürlich auch Auswirkungen auf ihr Personal hat. So findet der Junge im Laufe der Zeit eine gute Freundin, einen unerwarteten Verbündeten und sogar eine überraschende Chance für sein zukünftiges Leben, während er mit den Auswirkungen einer magischen Auseinandersetzung konfrontiert wird. Ich habe die heimelige Atmosphäre im Haus der Schofields ebenso genossen wie den Humor, der sich durch das ganze Buch zieht. Frederick ist mir, ebenso wie verschiedene andere Mitglieder des Haushalts, sehr ans Herz gewachsen und ich fand es wunderbar auf diese Weise noch einmal in diese Welt zurückzukehren (auch wenn ich Cecelia etwas vermisst habe).