Alle Artikel von Konstanze

Herbstlesen im Oktober (6) – Sonntag

Die Nacht war wie immer etwas kurz, aber da ich gerade zu wach bin, um weiter zu schlafen, greife ich jetzt erst einmal zum Buch. Mit dem gestrigen Lesetag bin ich richtig zufrieden. Ich habe relativ viel gelesen, auch wenn ich mich erst spät wirklich auf einen Roman festlegen konnte. Dafür macht mir „Bewitching Season“ von Marissa Doyle sehr viel Spaß und ich freu mich darauf gleich wieder mehr über Pen und Pensy und ihre Such nach ihrer Gouvernante (und einem Ehemann) zu erfahren. 😉 (Und irgendwie mag ich auch den Gedanken, dass es schon mehrere Romane der Autorin gibt, die sich im Umfeld der Leland-Schwestern bewegen, so dass ich – wenn mir die Geschichte denn bis zum Ende gefällt – langfristig Nachschub besorgen kann.)

Aber jetzt erst einmal gibt es einen Ausflug in den Wilden Westen mit der siebten „Westward Weird“-Geschichte. „Coyote, Spider, Bat“ von Steven Saus (noch ein Autor, den ich nicht kenne) beginnt mit dem Tag, an dem Coyote von der Jagd nach Hause kommt und ihren Mann ermordet auffindet. Mal sehen, wie es weitergeht!

Diejenigen Mitleser, die schon für das ganze Wochenende einen Beitrag verfasst haben, verlinke ich jetzt schon unter diesem Post. Die, die sich im Laufe des Tages hier mit einem Kommentar melden,, werden wie immer ergänzt. Ich wünsche euch einen schönen und entspannten Sonntag!

Update 9:30 Uhr

Mir fällt immer wieder auf, wie sehr ich meine durchmischte Timeline (Blogs und Twitter) mag, und wie spannend ich es finde, dass ich über diese Leute über Artikel stolpere, die mir sonst nicht untergekommen wären. Gestern habe ich z.B. von einem Versuch gelesen, bei dem Mast- und Zuchtschweine statt geschlachtet zu werden an ein „normales“ Leben (Wiese, Suhle, Sonnenlicht und verschiedenstes Futter) gewöhnt wurden, heute habe ich in der SZ über die Programmiererinnen gelesen, die während des 2. Weltkriegs den ersten (mit heutigen Geräten vergleichbaren) Computer bedienten und deren Anteil an der Bedienung des Wunderwerks nach dem Krieg totgeschwiegen wurde.

Oh, und bevor ich es vergesse: „Coyote, Spider, Bat“ hat mir ganz gut gefallen. Eine gute Mischung aus „indianisch“ anmutenden Elementen und eingewanderten Legenden, wenn auch wenig überraschend erzählt.

Mit „Bewitching Season“ bin ich weiterhin zufrieden. Die Geschichte ist mehr Jugend-Historical mit magischen Elementen als historische Fantasy, aber wirklich nett zu lesen. Die Cecelia-and-Kate-Romane fand ich besonderer und der Humor hat mich da mehr gepackt, aber Marissa Doyle macht ihre Sache auch nicht schlecht. „Bewitching Season“ ist bislang ein richtiges Wohlfühlbuch, auch wenn ich mir stellenweise wünschte, dass Pensy sich nicht ganz so minderwertig im Vergleich zu ihrer Schwester fühlen würde, nur weil diese sich in Gesellschaft wohler fühlt und weniger unbeholfen mit anderen Menschen ist. Vor allem, da für den Leser ganz klar ist, dass beide Schwestern die andere um die Charaktereigenschaften beneiden, die sie selber nicht haben. Dafür finde ich es nett, dass die Fehlentscheidungen der Schwestern (z.B. im angetrunkenen Zustand einen Liebeszauber zu wirken) so liebevoll beschrieben werden, dass man als Leser keinen Fremdscham empfindet, sondern einfach nur neugierig ist, was nun daraus wird.

Jetzt unterbreche ich aber erst einmal mein Lesen und wandere in die Küche, um mir Frühstück zu machen!

Update 13:30 Uhr

Seit dem letzten Update gab es für mich eigentlich nur mein Frühstück und mein Buch – und eine Diskussion mit meinem Mann über diverse Serien. Er hat gestern eine alte Serie („Callan“) rund um einen Geheimagenten angefangen zu schauen und ist bislang sehr angetan von dem Charakterdesign und hat mir dazu ein bisschen was erzählt. Wobei ich zumindest von der ersten Folge genügend mitbekommen habe, um mitdiskutieren zu können. Sehr interessant, aber ohne Untertitel (hier fehlen die Untertitel, Perry Mason hat welche – ich bekomme es gerade langsam nicht mehr auf die Reihe!) kann ich der Handlung – auch dank der Aussprache der Schauspieler – nicht im Detail folgen, was ich frustrierend finde. Also ist das wieder eine Serie, die er allein schauen kann, während ich lesen will (und dank Geräuschkulisse nur langsam voran komme :D).

Bei „Pretender“ finden wir es hingegen beide auffällig, dass die dritte Staffel bislang keine klassischen „Fall der Woche“-Folgen aufzuweisen hat. Selbst die Folgen, die wie gewohnt anfangen, entpuppen sich am Ende als etwas anderes. Die Geschichte ist selbst in diesen vordergründigen Handlungssträngen komplexer als in den ersten beiden Staffeln und die Hintergrundhandlung erfordert so langsam richtig Aufmerksamkeit, damit man noch mitbekommt, wer was weiß und wer zu welchem Thema welche Aussagen gemacht hat und welche Hinweise es gibt, die diesen Erkenntnissen und Aussagen widersprechen könnten. Ich mag das!

Die Katzen sind inzwischen auch gefüttert und nun drehe ich erst einmal eine Blog- und Kommentar-Runde und schaue, ob es Aktualisierungen gab und wie es den anderen so ergangen ist. 🙂

Update 17:30 Uhr

Schlaf, o süßer Schlaf! 😀 In den letzte vier Stunden habe ich nach meiner Blogrunde noch etwas mit dem DS gespielt – und als mir dabei ständig die Augen zufielen eine Runde Sofaschlaf eingelegt. Sehr erholsam das Ganze! Geweckt wurde ich dann von meinem Mann mit dem letzten Stück Snickers-Kuchen und einem großen Pott Tee, den er für mich gebraut hat. So könnte ich ruhig häufiger geweckt werden. 😉

Während ich dieses Update schreibe, arbeitete ich auch die ganzen Kommentarbenachrichtigungen ab, die während des Nachmittags eingetrudelt sind, und habe die Bilder von den Katzen bearbeitet, die ich im Laufe des Tages gemacht habe. Christie verlässt an solchen Sofatagen meinen Schoß nur, wenn man sie mit Gewalt dazu zwingt, Baltimore ist gerade auch sehr anhänglich (auf dem Foto sieht man leider ganz gut wie sehr er abgenommen hat) und Shandy geht es heute nicht so gut, so dass er zwar Nähe sucht, aber nicht lange bleibt, weil er sich von den beiden anderen Katzen bedrängt fühlt. *seufz*

Bis es Zeit ist Abendessen zu kochen, klappe ich den Laptop erst einmal wieder zu und lese noch ein paar Seiten in „Bewitching Season“ – ich finde das Buch so nett, dass ich die Fortsetzung schon mal auf meinen Merkzettel gepackt habe.

Update 21:15 Uhr

Nach Abendessen (Schweizer Käsemakkaroni) und einer weiteren Folge „Pretender“ ist es nun Zeit für eine weitere Kommentarrunde! Danach werde ich dann mein Buch auslesen und hoffentlich früh ins Bett gehen. Trotz des Sofaschlafs bin ich doch wieder recht müde. Auf jeden Fall habe ich aber den Tag (und meinen Roman) genossen und mich gefreut, dass heute wieder so viele Mitleser dabei waren! Ich hoffe, ihr habt einen entspannten Start in die Woche! 🙂

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Heutige Mitleser:

Mila
Kiya
Hermia
Ariana
Natira
Tessa
Katrin
JED
BücherFähe
Elena

Herbstlesen im Oktober (5) – Samstag

Der heutige Samstag sollte relativ entspannt werden. Der Wochenendeinkauf steht noch an (und wird erledigt, sobald der Laden aufmacht :D), aber das Backen für den Samstagsnachmittagskuchen habe ich schon (am Mittwoch und Donnerstag) gemacht, denn es gibt den Rest vom Snickers-Käsekuchen, der gestern schon für unseren Besuch angeschnitten wurde. Somit habe ich heute nur noch mittags die Katzen zu versorgen und abends das – heute auch recht pflegeleichte – Essen zu kochen. Den Rest der Zeit verbringe ich mit Buch, DS, Laptop und Katzen auf dem Sofa! 😉

An diesem Wochenende gibt es vermutlich keinen Tamora-Pierce-Roman für mich, denn „Mastiff“ habe ich ja letzten Sonntag ausgelesen und die anderen SuB-Titel wollte ich mir noch aufheben – und sei es nur, weil ich Mittwoch ein paar Bibliotheksbücher abzugeben habe und damit mal anfangen sollte (wobei es auch sein kann, dass ich mich spontan doch noch für ein SuB-Buch entscheide). Dafür bin ich in der Woche bei „Westward Weird“ schwach geworden. Mit dem Wissen, dass die nächste Kurzgeschichte von Seanan McGuire sein wird, mochte ich sie mir doch nicht länger aufheben – überhaupt war die letzte Woche eine Kurzgeschichten-Woche für mich.


„The Flower of Arizona“ gehört zu den InCryptid-Geschichten der Autorin und erzählt die Kennenlerngeschichte von Jonathan Healy und Frances Brown – inklusive Monster und Mäusen. 😉 Nachdem ich endlich diese Geschichte gelesen habe, habe ich gleich die beiden kostenlosen Kurzgeschichten, die chronologisch folgen, auch noch verschlungen (und mir die Anthologie „Dead Man’s Hand“ als eBook besorgt, damit ich die „Jonathan und Fran“-Geschichten mal vollständig habe). Ich glaube, ich muss nicht mehr schreiben, dass mir „The Flower of Arizona“ sehr gut gefallen hat – bislang für mich die unterhaltsamste Geschichte der „Westward Weird“-Anthologie, auch wenn es nicht die beste Kurzgeschichte war, die ich bislang von der Seanan McGuire gelesen habe.

Ebenfalls unterhaltsam (und angenehm überraschend!) fand ich „The Ghost in the Doctor“ von Brenda Cooper. Es handelt sich um eine Geschichte rund um einen Arzt im Wilden Westen, der von dem Geist eines Sioux-Medizinmanns besessen ist. Dieser Geist macht ihm seine Arbeit nicht gerade leichter und sorgt dafür, dass der Arzt immer wieder (fluchtartig) den Ort verlassen muss, in dem er gerade praktiziert. Doch, das war mal eine gute Grundidee für eine Geschichte, dazu noch eine angenehme Erzählweise und ein sympathischer Protagonist – ich bin zufrieden.

Bei „Surveyor of Mars“ von Christopher McKitterick braucht es ein bisschen Zeit, um die Umstände, die dazu führten, dass Menschen im Jahr 1902 auf dem Mars leben, kennenzulernen, Es ist eine Geschichte von der Eroberung eines neuen Landes und von den Entscheidungen, die getroffen werden muss, um Fehler der Vergangenheit nicht zu wiederholen. Doch hat mir gefallen …

Oh, und „Muminvaters wildbewegte Jugend“ von Tove Jansson habe ich in der Woche auch ausgelesen – da fehlten mir auch nicht mehr so viele Seiten, nachdem ich darin schon während des ersten Herbstlesen-Wochenendes gelesen hatte. Ich frage mich übrigens, ob der Erfinder von „Takeshis Castle“ diesen Band kannte und sich davon zu der Sendung inspirieren ließ – soweit ich weiß sind die Mumins in Japan recht bekannt und beliebt, so unwahrscheinlich wäre das gar nicht. *g*

Das war es jetzt aber auch mit den Herbstlesen-Büchern, die ich in der Woche weitergelesen habe! Jetzt muss ich mich nur noch für ein Buch entscheiden, das ich heute lesen kann. Ich sollte mir eins der drei ungelesenen Bibliotheksbücher vornehmen, aber so recht können sie mich gerade alle nicht locken, obwohl ich sie grundsätzlich interessant genug finde, um sie nicht ungelesen wieder zurück zu bringen. Ich stöbere jetzt erst einmal ein bisschen, flitze dann zum Einkaufen und melde mich später dann wieder! Ansonsten werden wie immer alle heutigen Mitleser am Ende des Posts verlinkt – ich wünsche allen viel Spaß und ein wunderbar erholsames Wochenende!

Update 10:30 Uhr

So, der Einkauf ist erledigt, die erste Blogrunde habe ich auch schon gedreht (was aber auch schnell geht, wenn der FeedReader gerade mal sechs Beiträge anzeigt ;D), das Frühstück steht neben mir, die Finger wärme ich mir an einem großen Pott Tee und ich habe meine „die sehen gerade reizvoller aus als andere Romane“-Auswahl auf drei Titel eingrenzen können.

„Sturm im Mumintal“ von Tove Jansson, „Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line“ von Serienschöpfer Rob Thomas und Jennifer Graham (darauf hat mir Neyasha mit ihrer Rezension zum Hörbuch Lust gemacht) und der zweite Codex-Alera-Band von Jim Butcher werden also während des Frühstücks von mir angelesen – und wenn mich davon keiner packt, dann habe ich noch ein Buch im Hinterkopf, dass mir dann mein Mann aus meinem Stapelchaos fischen darf. 😉

Update 14:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich viel Zeit auf dem Sofa verbracht. Christie sitzt wieder auf der Armlehne und verhindert, dass ich die Füße hochlegen kann, mein Mann spielt „Diablo III“, während sich Baltimore an ihn ankuschelt (und verhindert, dass mein Mann sich bequem hinsetzen kann :D), …

… und ich habe inzwischen „The Thousand Dollar Tan Line“ angelesen. Den Veronica-Mars-Ton finde ich von Anfang an gut getroffen, die Geschichte könnte auch sehr typisch werden (ein Mädchen wird seit einer Party vermisst), aber so richtig hat es mich erst einmal nicht gepackt. Es könnte damit zusammenhängen, dass mir ständig die Augen zufielen, also habe ich vor dem Katzenfüttern ein Nickerchen gemacht. 😉 Danach habe ich „Sturm im Mumintal“ angelesen, das auch wieder sehr hübsch anfängt (die Muminmutter bastelt ein Rindenschiffchen, Mumin denkt darüber nach, dass er den Schnupferich, der sein bester Freund ist, vermisst, und das Mumintal wird ständig von Rußflocken „beschneit“, die ein in der Nähe liegender Berg ausstößt). Trotzdem scheint es gerade nicht das richtige Buch zu sein und nun überlege ich, ob ich „Bewitching Season“ von Marissa Doyle anfange, das mir der Postbote gerade gebracht hat.

Die Autorin sagt mir noch gar nichts, aber vom Inhalt her klingt es ein bisschen wie die Cecelia-and-Kate-Romane, also dachte ich, es sei einen Versuch wert. Irgendwie suche ich heute ein „gemütliches Buch“, das aber nicht so gemütlich sein darf, dass ich dabei einschlafe. 😉

Update 17:00 Uhr

„Bewitching Season“ von Marissa Doyle ist die richtige Wahl für heute! Die Geschichte ist leicht und locker geschrieben, lässt sich zügig lesen und es gibt immer mal wieder amüsante Stellen. Die Handlung dreht sich um die siebzehnjährigen Zwillinge Persephone (Persy) und Penelope (Pen) Leland, und spielt in einem fiktiven England im Jahr 1837. Die Zwillinge stehen kurz vor ihrer ersten Saison in London und während Pen sich auf die kommenden Wochen freut, wäre es Persy lieber, wenn sie daheim bleiben und Magie studieren könnte. Dabei ist es nicht ganz ungefährlich mit Magie zu hantieren, denn seit vor hundert Jahren die letzten Hexen hingerichtet wurden, gibt es niemanden mehr, der offen Magie praktiziert. Doch für Persephone ist das Lernen (nicht nur von Magie) deutlich reizvoller als die Vorstellung sich Abend für Abend mit lauter fremden Menschen beschäftigen zu müssen. Sehr gut habe ich die beiden Schwestern noch nicht kennengelernt, aber sie sind mir sympathisch und ich bin schon gespannt wie es mit ihnen weitergeht!

Zu Kaffee und Buch gab es heute den schon erwähnten Snickers-Käsekuchen und auch wenn er recht lecker ist, so schmeckt mir der Oreo-Käsekuchen deutlich besser. Außerdem benötigt man für den Oreo-Kuchen weniger Zutaten und weniger Arbeitsschritte. Allerdings muss ich zugeben, dass die Toffee-Sauce und die knackigen salzigen Erdnüsse schöne Komponenten sind – ich glaube, ich probiere das mal auf Vanilleeis … 😀

Update 20:00 Uhr

Doch, ich mag „Bewitching Season“! Pens und Persys Gouvernante, die die Saison der Zwillinge vorbereiten sollte, ist entführt worden, bevor die beiden Mädchen noch in London ankommen konnten – und nun versuchen die beiden herauszufinden, was passiert ist und das natürlich neben den Ereignissen, die mit ihrer Einführung in die Gesellschaft in Zusammenhang stehen.

Allerdings musste ich beim Lesen eine Pause machen, um gegrillte Lauch-Käse-Brote zu machen, und gleich schauen mein Mann und ich zusammen eine Folge „Pretender“. Ich versuche vorher noch eine Blogrunde zu drehen – so viel war ja heute bislang bei den anderen Herbstlesern nicht los – und vielleicht klappt es damit auch noch mal vor dem Schlafengehen, wobei das heute (hoffentlich) sehr früh sein wird.

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Heutige Mitleser:

Alysande (in den Kommentaren)
Kiya
Natira
Hermia
JED
Ariana
Elena

Jane Austen: Emma (Hörbuch)

Ich weiß, dass es mehrere Leser meines Blogs gibt, die „Emma“ von Jane Austen sehr mögen. Bei mir hingegen hat Jane Austen ihr Ziel erreicht, eine Figur zu schaffen, die nur die Autorin mögen kann. Dabei kann ich die Erzählweise, die Grundidee und viele kleine Szenen und Dialoge wirklich würdigen, ich habe aber ein so großes Problem mit der Protagonistin, dass ich mich jedes Mal wieder zwingen muss, die Geschichte überhaupt anzufangen – und mich bis zu einem Punkt durchzuarbeiten, an dem ich Emma erträglich finde.

Vielleicht weil Emma in dieser Geschichte so sehr im Mittelpunkt steht und deshalb in meiner Wahrnehmung die vernünftigeren Figuren so wenig präsent sind und mir keine ausreichende Ruhepause vor Emma bieten können. Da hilft es auch nicht, dass ich weiß, dass sie sich weiterentwickelt und einsichtiger wird. Trotzdem habe ich, als mir vor ein paar Wochen bewusst wurde, dass ich gerade riesige Entscheidungsprobleme habe und mich nicht auf ein neues Hörbuch festlegen konnte, zu „Emma“ gegriffen, in der Hoffnung, dass Eva Mattes Vortrag mir über die für mich schwierigen Teile der Geschichte hinweghelfen kann.

Eva Mattes hat ihre Arbeit wie gewohnt gut gemacht. Sie hat die verschiedenen Charaktere wunderbar gelesen und es war ein Vergnügen ihr zuzuhören – trotzdem habe ich Wochen für das Hörbuch benötigt und zwischendurch lieber ohne Unterhaltung etwas gemacht als weiterzuhören. Dabei kann ich es gar nicht mal Emma zum Vorwurf machen, dass sie so von sich überzeugt ist. Ihr Vater, ihre Gouvernante und ihre restliche Umgebung haben sie ihr Leben lang darin bestätigt, dass sie unfehlbar sei. Und als noch die – von ihr eigentlich nur flüchtig angedachte – Verbindung zwischen ihrer Gouvernante Miss Taylor und Mr. Weston zustande kommt, fühlt sie sich in dieser Überzeugung nur noch bestärkt. In den folgenden Monaten versucht Emma weitere Ehen zu stiften und es ist am Ende nicht ihr zu verdanken, dass es für alle Beteiligten gut ausgeht.

Erst ab dem Zeitpunkt, an dem Mrs. Elton und ihr „innerer Reichtum“ auftauchen, kann ich mich mit Emma aussöhnen. Im Vergleich mit dieser Figur wird sie geradezu sympathisch. Denn trotz ihres Selbstbewusstseins, ihres Standesdünkels und ihrer Überzeugung, dass es ihr Recht sei, anderer Menschen Leben zu beeinflussen, ist sie nicht boshaft. Sie ist sogar in der Lage sich selbst gegenüber – wenn sie ihr denn überhaupt bewusst werden – ihre Fehler einzugestehen und daraus (zumindest für kurze Zeit) zu lernen. Trotzdem fällt es mir schwer, ihr ihre Einmischungen zu verzeihen und die Probleme, die sie damit anderen Menschen bereitet. Dabei finde ich schon, dass Emma einige vernünftige Ansichten hat – nur ist sie nicht erwachsen und reif genug, um zu verstehen, dass sie den Personen in ihrer Umgebung keinen Gefallen mit ihren Einmischungen und Beeinflussungen tut.

Komischerweise ist „Emma“ auch der einzige Jane Austen Roman, bei dem sich im Laufe der Zeit meine Sicht auf die Figuren und die Geschichte nicht verändert. Vielleicht hängt es damit zusammen, dass ich in meinem Leben schon genügend Menschen kennengelernt habe, die anderen keine eigenen Entscheidungen zugestehen wollten. Bei allen anderen Werken der Autorin finde ich bei jedem neuen Lesen andere Aspekte, die mich faszinieren, oder Personen, die mir dieses Mal näher stehen als beim vorherigen Lesen. „Emma“ hingegen ist jedes Mal wieder eine Herausforderung für mich und – wie ich inzwischen sagen kann – es ist egal, ob ich die Geschichte lese oder höre, es fällt mir schwer mich darauf einzulassen.

Herbstlesen im Oktober (4) – Sonntag

Heute gibt es den Sonntags-Beitrag zum Herbstlesen schon kurz nach Mitternacht, damit Mila die Chance hat, dass die Nachteulen schon mal auf ihren Blog finden. Sonst ist für sie – dank der Zeitverschiebung – die ganze Aktion schon vorbei, bevor wir richtig angefangen haben. 😉

Ich habe den Samstag sehr genossen, auch wenn ich mit dem Kochen, Backen und Surfen gut beschäftigt war. Heute kann ich hoffentlich „Mastiff“ von Tamora Pierce beenden und vielleicht auch noch etwas Zeit für eine Westward-Weird-Kurzgeschichte abzwacken. Abgesehen von meiner Sofazeit mit Buch, DS und vielleicht noch einer Pretender-Folge, habe ich nur noch etwas Küchenzeit (Abendessen zubereiten und – wenn er noch gut ist – einen abgelaufenen griechischen Joghurt zu etwas Leckerem verarbeiten).

Die heutigen Mitleser werden von mir wieder unter diesem Beitrag verlinkt – diejenigen, deren Posts gleich fürs ganze Wochenende gelten, habe ich schon eingetragen. Viel Spaß beim Lesen und Erholen! 🙂

Update 10:00 Uhr

Mein gestriges „ich lese noch eine halbe Stunde vor dem Schlafengehen“ endete damit, dass ich nach zwei Uhr ins Bett wankte. Trotzdem habe ich noch genügend Seiten in „Mastiff“ vor mir, um damit heute noch etwas Zeit zu verbringen. Deshalb starte ich damit jetzt in den Tag, während ich darauf warte, dass die frisch aufgebackenen Brötchen genügend abkühlen, dass ich sie essen mag.

Update 13:00 Uhr

Zeit Frühstück zu essen! Ich habe in der Woche neue Brötchen gebacken, weil meine Vorräte zur Neige gingen. So gern ich die Curry-Lauch-Brötchen mag, so sind die Nuss-Getreideflocken-Brötchen doch vielseitiger zu belegen und deshalb viel schneller aufgebraucht. *g* Ansonsten sind die Katzen erst einmal versorgt (Christie liegt schon wieder auf der Sofalehne und beäugt den Laptop mit mieseligem Gesicht, weil der verhindert, dass sie auf meinen Beinen liegt :D), ich habe etwas mit dem DS gespielt, den FeedReader geleert und weiter in „Mastiff“ gelesen. Ich mag das Buch wirklich! Wenn ich damit durch bin, muss ich mich sehr zurückhalten, um nicht gleich zu den anderen Tamora-Pierce-Titeln auf meinem SuB zu greifen, denn ich habe auch noch ein paar Bibliothekstitel, die ich endlich lesen und zurückbringen müsste. Dummerweise sind die zum Teil deutlich anstrengender zu lesen – entweder weil das Thema komplexer oder belastender ist oder weil die Schrift so elendig klein und der Text kaum lesbar formatiert ist.

Update 16:15 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich kommentiert und gelesen – wobei mir Christie wieder Gesellschaft geleistet hat. Noch bin ich mit „Mastiff“ nicht am Ende, aber jetzt wechsel ich erst einmal zu „Westward Weird“ – ich möchte mir die letzten Kapitel von Beka Coopers Abenteuern noch ein bisschen aufheben. Was mir auch selten mit Büchern passiert. 🙂 Außerdem habe ich den gestern angesetzten Fladenbrotteig zum Gehen rausgeholt und spontan beschlossen, dass ich aus dem griechischen Joghurt einen Schichtnachtisch im Glas machen könnte. Und da ich von der Apple Tarte noch vier Eier übrig hatte, hat es sich angeboten noch schnell ein paar Mini-Sandkuchen zu backen, von denen einer dann als Nachtischboden enden wird. (Die restlichen Sandkuchen landen dann im Tiefkühler und dürfen mir die nächsten Wochen versüßen, wenn ich denn dann mal wieder Zeit für meine Nachmittagslesepause finde.

Gleich dreh ich noch ein Blog- und Kommentarrunde, aber erst einmal gibt es jetzt ein Stück Apple Tarte – heute ohne Foto, weil mein Mann beim Servieren etwas zerstörerisch zu Werke ging. 😀

Update 21:00 Uhr

„Lowstone“ von Anton Strout ist die dritte Kurzgeschichte aus „Westward Weird“ und beginnt damit, dass eine Revolverheldin in einen Saloon kommt. Revolverhelden sieht man in der Stadt oft genug, dass der Neuankömmling allerdings einer Frau ist, ist so ungewöhnlich, dass es prompt Ärger gibt … Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Geschichte mag. Mir gefällt die Grundidee (etwas Böses wurde durch die Suche nach Gold und anderen Metallen erweckt), mir gefallen die Figuren, aber die Erzählweise konnte mich nicht so recht packen und ich habe am Ende ein paar – total nebensächliche, aber für mich ärgerliche – Fragen. So würde ich gern wissen, warum z.B, die Frau, aus deren Perspektive der Großteil der Handlung erzählt wird, mit ihren kleinen Sohn im Saloon ist, während ihr Mann arbeitet. Die nächste Geschichte ist von Seanan McGuire und gehört zu der InCryptid-Welt – ich glaube, die hebe ich mir fürs kommende Wochenende auf.

Nach „Lowstone“ habe ich weiter in „Mastiff“ gelesen und noch etwas gesurft, dann wurde es auch schon Zeit das Abendessen zu machen. Heute gab es bei uns „gehobenes Resteessen“. Ich hatte noch ein paar Sachen im Kühlschrank, die wir im Angebot gekauft und bislang noch nicht verbraucht hatten und so langsam wurde es Zeit sie zu verwenden. Deshalb habe ich Fladenbrotteig mit Kartoffeln, Zwiebel, Paprika und Feta belegt und im Ofen gebacken bis das Brot knusprig und der Belag durch war (der Feta kam kurz vor Ende der Backzeit drauf).

Und um den griechischen Abtropfjoghurt aufzubrauchen, habe ich den heute gebackenen Mini-Sandkuchen als Basis für ein Schichtdessert mit Pfirsichen, Joghurt und einem kleinen Klecks Waldbeerengelee genommen. Von dem Gelee hätte ich ruhig noch einen kleinen Klecks auf den Kuchen setzen können, das hat einen schönen Kontrast zu den Pfirsichen gebracht.

Dazu gab es dann wieder eine Folge „Pretender“ – nur gut, dass ich die Untertitel nicht mehr dringend benötige, um der Handlung zu folgen. Christie macht es mir nämlich manchmal ganz schön schwer sie zu lesen. 😉 Jetzt noch eine Blogrunde, um zu schauen wie es den anderen heute Abend bislang ergangen ist und dann greife ich wieder zum Buch (und vielleicht noch etwas zum DS). 🙂

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Heutige Mitleser:

Mila (Fantasy and more)
Sayuri
Kiya
Ariana
Neyasha
Ina (1000 Worte)
Sayuri
BücherFähe
Elena

Herbstlesen im Oktober (3) – Samstag

Uff, was für eine anstrengende Woche! Aber jetzt ist endlich Apple-Tarte-Day Herbstlesen-Wochenende und ich bin wild entschlossen spätestens ab dem Mittag das Sofa zu entern, mir mein Buch zu schnappen und mich von nichts in meiner Erholung stören zu lassen. Mal sehen, wie weit das dieses Mal klappt. 😉 Immerhin ist der Wochenendeinkauf erledigt, jetzt müssen wir nur noch das Treppenhaus putzen und danach entscheide ich mich, ob ich erst den Apple-Tarte-Teig mache (der muss nämlich vor der weiteren Verarbeitung kühlen) oder frühstücke. 😉

In der Woche habe ich abends etwas Zeit zum Lesen gefunden und so habe ich – nachdem ich am letzten Wochenende „Terrier“ von Tamora Pierce gelesen habe – inzwischen auch den zweiten Teil („Bloodhound“) beendet. Leider habe ich jetzt nur noch einen Band („Mastiff“) rund um Beka Cooper vor mir, aber mit dem sollte das Wochenende ziemlich schön werden. Ich freu mich auf weitere Lesestunden mit der Figur. 🙂 Ansonsten liegen hier noch „Muminvaters wildbewegte Jugend“ von Tove Jansson (was ich schon vor einer Woche angefangen habe) und „Westward Weird“, aus dem ich gern mindestens eine Geschichte lesen würde.

Eventuelle Mitleser werde ich wieder am Ende des Beitrags mit ihrem aktuellen Post zum Herbstlesen verlinken, sobald sie sich hier in einem Kommentar gemeldet haben! Ich wünsche uns allen ein erholsames und entspanntes Wochenende!

Update 13:00 Uhr

Das Treppenhaus ist geputzt, die Apple Tarte soweit vorbereitet, dass ich sie später nur noch in den Ofen schieben muss, die Küche aufgeräumt und geputzt, die Katzen sind versorgt und ich habe noch einen Fladenbrotteig für das Essen morgen Abend angesetzt und in den Kühlschrank gesteckt. Jetzt wird es erst einmal Zeit für mein Frühstück, eine kleine Blogrunde und ein paar Leseminuten. Weiter geht es erst einmal mit „Mastiff“: Beka ist zum Schauplatz eines Verbrechens gerufen worden. Es gab sehr viele Tote (Wächter und Dienstboten) und Entführungen (Kinder und Teenager) und von Anfang an steht fest, dass die Täter nicht nur überaus skrupellos sind, sondern auch mächtige Magier an ihrer Seite haben. Ich bin sehr gespannt wie es weitergeht!

Die ersten Mitleser haben sich auch schon eingefunden – ich freu mich und hoffe, dass ihnen ihre Bücher ebenso gut gefallen wie mir meins! 🙂

Update 17:15 Uhr

Bislang habe ich nur ein paar Seiten in „Mastiff“ gelesen, dafür ist der FeedReader zum Großteil abgearbeitet und ich habe mir angeschaut, was die anderen „Herbstleser“ heute so machen. Außerdem hat mich Shandy eine Zeitlang besucht und sich schmusen lassen, was tagsüber wirklich selten geworden ist und deshalb umso mehr genossen werden musste. Auch die Apple Tarte ist fertig, wobei heute irgendwie kein guter Apple-Tarte-Backtag war, da der Teig nicht ganz so wollte wie ich. Aber geschmacklich ist es wieder genauso lecker wie immer. Ich mag diese Tarte einfach! 🙂 Jetzt werde ich erst einmal den Laptop außer Sichtweite stellen, damit ich nicht weiter abgelenkt werde, und Christie so verrücken, dass ich ihr Gewicht erträglich finde und weiterlesen!

Update 22:00 Uhr

Seit dem letzten Update habe ich weiter in „Mastiff“ gelesen (mein Mann fragt abwechselnd, ob ich gerade Tränen wegschniefe oder lache – und ja, beides ist bei dem Buch immer wieder der Fall), mit meinem Mann eine Folge „Pretender“ geschaut (eine Indianer-Klischee-Folge, die jetzt nicht so aufregend war, aber immerhin die Grundlage für weitere Hintergrundentwicklungen bietet) und Abendessen gekocht und gegessen. Heute habe ich ein noch unerprobtes Rezept aus „Suppenglück“ ausprobiert und so gab es einen Möhren-Süßkartoffel-Eintopf mit Chili – sehr lecker, angenehm leicht und doch mit genügend Schärfe, um bei dem feuchten Wetter zu wärmen.

Update 00:00 Uhr

Ich habe noch ein bisschen meine Blümchen gegossen (also „Animal Crossing“ gespielt) und bin bei den Kommentaren versumpft. 😉 Außerdem habe ich den Beitrag für morgen schon geschrieben, damit ich Mila darin verlinken konnte – der Post geht dann kurz nach Mitternacht online. Jetzt fahre ich den Laptop runter und lese noch ein halbes Stündchen vor dem Schlafengehen. Mal schauen, ob ich morgen nach dem Spritzen des Katers noch einmal ins Bett falle. Müde genug bin ich ja immer und sonntags könnte ich mir das ja auch erlauben, allerdings habe ich dann oft genug anstrengende Träume und das Gefühl, dass ich zu viel Tageszeit verschwendet habe und zu wenig Erholung davon hatte … Wir werden ja sehen, wann es das erste Update von mir gibt. Ich wünsche euch eine gute Nacht! Bis morgen! 🙂

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Heutige Mitleser:

Alysande (in den Kommentaren)
Ina (1000 Worte)
Neyasha
Sayuri
Kiya
Ariana
Elena

Tamora Pierce: Terrier (The Legend of Beka Cooper 1)

Ich fürchte, ich muss euch warnen, dass das hier ein längerer Beitrag wird. Ich habe nämlich nicht nur einige Gedanken zu diesem Buch, sondern auch das Bedürfnis die Geschichte in ein Verhältnis zu den anderen Titeln von Tamora Pierce zu setzen. 😉 Wie sehr ich die Alanna-Romane von der Autorin mag, kann man schon in meinem Figurenkabinett-Beitrag zu Alanna von Trebond sehen, und an meiner Begeisterung für die Serie hat sich in den letzten dreißig Jahren nichts geändert. Ich lese sie immer wieder gern, vergieße Tränen. lache und freue mich für Alanna und ihre Freunde. Aber ich muss auch zugeben, dass die Geschichten rund um Alanna relativ gradlinig und einfach konzipiert sind. Nicht nur, weil die Handlung für Jugendliche geschrieben wurde und Tamora Pierce die Abenteuer der jungen Frau erfunden hat, während sie sie einer Gruppe von Mädchen erzählte, sondern auch weil es nun mal das erste Werk der Autorin ist. Die folgenden Serie zeigen deutlich die Entwicklung der Autorin. Ihre Charaktere sind zwar – bei allem Realismus – immer recht klar entworfen (man wird als Leser selten darüber im Umklaren gelassen, wer „gut“ und wer „böse“ ist), aber ihre Welt wird komplexer, sozialkritischer und vielfältiger.

Spielt Alannas Geschichte noch zum Großteil am Hof von Corus, wo sie – trotz aller Herausforderungen – relativ behütet in ihrem kleinen „Hofkosmos“ aufwächst, so tauchen in der dritten Tortall-Serie (rund um Keladry of Mindelan) erstmals Dienstboten auf, bei denen die Abhängigkeit von ihren Arbeitgebern ebenso spürbar ist, wie die Fragilität eines Lebens außerhalb der Adelskreise. Selbst Dhana (Protagonistin der zweiten Serie von Tamora Pierce), die aus kleinen Verhältnissen kommt und in der Vergangenheit unschöne Erlebnisse hatte, wird ab dem Moment, ab dem sie zur Angestellten des königlichen Hofs wird und ihre besondere Gabe entdeckt wird, von ihrer Arbeitgeberin und ihren Freunden behütet. So erlebt man als Leser zwar mit, wie sie Kämpfe ausfechten muss und mit ihrer Magie umzugehen lernen muss, aber sie ist die ganze Zeit über finanziell abgesichert und hat einflussreiche Persönlichkeiten, die hinter ihr stehen.

Erst bei den Emelan-Geschichten beweist Tamora Pierce, dass eine ihrer Welten vielschichtiger sein kann. Dort treffen vier Kinder mit besonderen Fähigkeiten aufeinander – und bei aller Freundschaft macht sich ihre unterschiedliche Herkunft (eine Adelige, eine Kaufmannstochter, eine Angehörige eines anderen Volkes und ein Dieb) immer wieder bemerkbar. Auch reisen die vier in den späteren Büchern mit ihren Ausbilderinnen umher und treffen auf die verschiedensten Gesellschaftsschichten. Diese Entwicklung macht die Emelan-Geschichten für mich ebenfalls zu etwas Besonderem, auch wenn viele Leser die anscheinend nicht ganz so sehr mögen wie die Tortall-Romane. Was mich jetzt endlich zu dem ersten Band rund um Beka Cooper bringt. Für diejenigen, die die Alanna-Bücher kennen: Beka ist George Coopers Vorfahrin, aber das ist auch schon die einzige direkte Verbindung zu den älteren Tortall-Geschichten.

Beka lebt dreihundert Jahre vor Alannas Geschichte in Corus, genauer gesagt wächst sie im Armenviertel der Hauptstadt auf. Zwei einleitende Berichte erzählen auf der einen Seite davon, wie ihre Mutter entdeckt, dass Beka eine (eher geringe magische) Begabung hat, auf der anderen Seite wie das damals achtjährige Mädchen einen der Wächter (Dog) mit Informationen versorgt, die es ihm ermöglichen eine berüchtigte Bande zu stellen. Dieser Tag stellt für Beka und ihre Familie einen Wendepunkt da, denn von diesem Zeitpunkt an gehören sie zu dem Haushalt des Lord of Provost, der für die Wächter verantwortlich ist und dessen Position das Mädchen mit ihren Informationen gerettet hat. Ein paar Jahre später beginnt Beka ihre Ausbildung (als Puppy) bei den Wächtern, wild entschlossen einer der besten Hunde zu werden, die je in Corus Dienst getan haben.

Bekas Geschichte wird von diesem Tag an detailliert von ihr erzählt, denn ihr Ausbilder hat ihr und ihren Kameraden aufgetragen ein Berichtsheft zu führen, um ihre Beobachtungsgabe zu schulen. So bekommt man viele Details von ihrem Alltag mit, aber auch ihre Sicht auf ihre Arbeit, auf das Leben in den Armenvierteln der Stadt – und auf die Kompromisse, die die überarbeiteten und unterbezahlten Wächter jeden Tag eingehen müssen. Sklaverei ist ein – relativ – normales Geschäft, was bedeutet, dass Kinderfänger ein relativ alltäglicher Anblick in den Armenvierteln sind, die Wächter bekommen wöchentliche „Happy Bags“ von den Händlern (und der Diebesgilde) und oft genug wird ein kleiner Verbrecher nur ermahnt, weil eine Verhaftung mehr Zeit und Aufwand bedeuten würde, als die Wächter dafür aufbringen können.

Während ihrer Ausbildung sieht Beka in den Armenvierteln wenig Neues, sie kennt das Leben in diesen Straßen, sie hat selber erlebt, wie ihre Spielgefährten von ihren Eltern verkauft wurden, damit mit dem Geld die anderen Kinder durchgefüttert werden konnten, und sie weiß um die Macht, die der Schurke (der König der Diebe) in Corus hat – oder besser gesagt hatte, denn der aktuelle Schurke ist alt und nachlässig geworden. Aber nun hat sie zum ersten Mal die Gelegenheit aktiv gegen all die Verbrechen, die Tag für Tag in den Straßen von Corus passieren, vorzugehen – und muss dabei entdecken, dass es manchmal ein schwieriger Balanceakt ist, denn nun scheint keine Seite sie mehr als dazugehörig zu empfinden.

Ich mag es, wie Tamora Pierce das Leben in den Armenvierteln beschreibt. Es ist ein schwieriges Leben, voller Armut und Krankheit und Bedrohungen, aber sie zeigt auch die „Tagseite“ dieser Viertel, die Frauen, die an den Brunnen Wasser holen, die Handwerker, die den Tag über in ihren Werkstätten arbeiten, die Händler, die für jeden Geldbeutel Ware anzubieten haben, und die Kinder, die den Tag über den Straßen spielen, bis ihre Eltern von der Arbeit nach Hause kommen. Genauso gibt es auch bei den Dogs Licht und Schatten. Einige sind voller Pflichtgefühl, wollen etwas Gutes bewirken und sich auch nach all den Jahren noch nicht abgestumpft, andere lassen sich bestechen, trinken im Dienst oder sind einfach nur unfähig. Natürlich geht es Beka relativ gut. Sie hat Arbeit, sie hat Ausbilder, die ihren Job beherrschen und sie hat Freunde, denen sie vertrauen kann und die sie unterstützen, trotzdem gibt es immer wieder kleine Momente, die zeigen, dass sie keinen einfachen Weg gewählt hat.

Dazu kommen noch die beiden großen Fälle, die sich durch den ganzen Roman ziehen. Auf der einen Seite wurden mehrere Personen ermordet – wovon Beka aufgrund ihrer Magie erfährt -, aber die Wächter können die Leichen nicht finden, was die Ermittlungen deutlich erschwert. Auf der anderen Seite scheint eine unheimliche Gestalt ihr Unwesen in den Armenvierteln zu treiben und Kinder zu stehlen. Dabei werden die Kinder nicht an die Sklavenhändler verhökert, sondern die Eltern werden um ihre wenigen wertvollen Besitztümer wie Erbstücke oder Zauberbücher gebracht. Wenn sie nicht auf die Erpressung eingehen, stirbt das Kind –  und im schlimmsten Fall wird ein weiteres Kind der Familie entführt. Diese Entführungen nimmt Beka persönlich. Nicht nur wurde der kleine Sohn ihrer Freundin Tansy entführt und getötet, auch hat sie das Gefühl, dass es jederzeit auch sie oder ihrer jüngeren Geschwister hätte treffen können. Die Tatsache, dass ein Erpresser sich auf die ärmsten und hilflosesten Bürger der Stadt stürzt macht Beka wütend und sorgt dafür, dass sie in ihrer Freizeit weiter Spuren verfolgt.

Ich mag es, wie Tamora Pierce hier zeigt wie unterschiedlich Menschen auf Unglücksfälle und Erpressungen reagieren. Wie manche Personen die Situation ausnutzen und andere daran zerbrechen – und so sehr ich die Alanna-Bücher mag, so bin ich doch froh, dass sich die Autorin weiterentwickelt hat und nun vielschichtigere Charaktere und Geschichten schreibt. Trotz aller Grauschattierungen gibt es immer noch genügend Momente, die einen zum Lachen bringen oder in denen gezeigt wird, wie wichtig die Freundschaft zwischen Beka und ihren Kollegen und Mitbewohnern ist. Auch wenn einem genau diese Szenen kurz darauf dann die Tränen in die Augen treiben. Letztendlich ist Corus immer noch die Stadt, die der Leser in den ersten Geschichten von Tamora Pierce kennengelernt hat, aber dieses Mal sieht man so viel mehr Menschen und Leben auf den Straßen …

Oh, und noch ein kleiner Hinweis für Alanna-Fans: In gewisser Weise gibt es sogar ein Wiedersehen mit Immertreu. 🙂

Herbstlesen im Oktober (2) – Sonntag

 

Wie immer kann ich am Sonntagmorgen sagen: „So viel wie erhofft habe ich gestern nicht gelesen.“, aber das ist ja auch nicht schlimm, sondern zeigt nur, dass ich meine Zeit eben anderweitig zum Entspannen genutzt habe. 🙂

Die Nacht war etwas arg kurz. Also, noch kürzer als sowieso schon. Eine gute Stunde nach dem Einschlafen bin ich nämlich wieder geweckt worden, weil Shandy auf die Bettdecke meines Mannes gepinkelt hatte. Eigentlich darf ich mich nicht beschweren, denn seitdem er krank ist, hat er kaum noch markiert (früher hingegen mehrmals am Tag), aber morgens um ein Uhr aufzustehen, um das Bett neu zu beziehen, die Matratze trocken zu legen und die ganze Bescherung in den Keller zu bringen, ist nicht gerade meine Vorstellung von einem erholsamen Einschlafen. Für heute Nachmittag plane ich jetzt schon fest ein kleines Sofaschläfchen ein!

Jetzt aber gibt es erst einmal eine schöne große Tasse Tee und einige Seiten in „Terrier“ von Tamora Pierce. Die erste Ladung Wäsche ist angestellt, die Brötchen fürs Frühstück backen im Ofen auf, Baltimore ist versorgt und mein Mann ist wieder ins Bett gegangen, so dass ich erst einmal meine Ruhe haben werde.

 

Diejenigen Mitleser, die gestern einen Beitrag für das gesamte Wochenende erstellt haben, habe ich schon am Ende des Posts verlinkt. Wer sonst noch mitmachen möchte, kann sich wie immer in den Kommentaren melden und wird dann in der Liste ergänzt.

Update 10:15 Uhr

 

Das Wetter ist so grau, dass ich heute morgen schon eine Kerze angezündet habe. Und bevor ich wieder zu „Terrier“ gegriffen habe, habe ich zum Frühstück (ist es nicht toll, dass es endlich wieder leckere Birnen gibt?! Frühstück mit Birnen ist perfektes Frühstück!) die zweite Kurzgeschichte aus „Westward Weird“ gelesen. „The Last Master of Aeronautical Winters“ von Larry D. Sweazy hat mir das Gefühl gegeben, als ob die Geschichte zu einer größeren Reihe gehören würde, aber ich kann sie keiner der Serien zuordnen, die der Autor auf seiner Homepage aufgeführt hat. Umso spannender, dass seine Einführung in die Welt bei mir dieses Gefühl erzeugt hat. Der Protagonist, Ethan Lockwood, ist der illegitime Sohn eines ungenannten Königs, der zwar eine jährliche Apanage erhält (solange er seine Herkunft nicht verrät), aber trotzdem immer wieder gezwungen ist, Geld zu verdienen, um seinen Lebensstandard finanzieren zu können. So führt ein Auftrag von Buffalo Bill den Mann und seinen Leibwächter Raul in die schwebende Stadt New Ithanca, wo das Böse herrschen soll. Die Geschichte ist locker geschrieben, der Protagonist war mir sympathisch, der Leibwächter so gut vorbereitet, dass ich gern mehr von ihm lesen würde, die Handlung unterhaltsam – und wenn es mehr über diese Figuren und die Welt gäbe, würde ich einen Versuch mit einem Roman von dem Autor wagen.

 

So sieht es übrigens aus, wenn ich kurz das Sofa verlasse, um im Keller die nächste Waschmaschine zu starten. Madame war gar nicht erfreut, als sie mir wieder Platz machen musste. Dafür liegt sie jetzt wieder auf meinen Schienbeinen und sorgt dafür, dass sich meine Knie anfühlen, als ob sie gleich durchbrechen würden. 😉

Update 13:15 Uhr

Inzwischen bin ich ein ganzes Stückchen mit „Terrier“ weitergekommen. Vielleicht fange ich heute sogar noch den zweiten Band an, nachdem ich jetzt so schön in der Geschichte und Welt wieder drin bin. Lustigerweise schreibe ich hier immer wieder Absätze über den Inhalt, weil es so viel gibt, was ich euch über das Buch erzählen mag, lösche die dann aber wieder, weil ich denke, dass das besser ausführlicher in einer Rezension dargestellt werden kann. Also verkneife ich mir meine Bemerkungen weiterhin und verfasse einfach heute Nachmittag oder Anfang der Woche eine Rezension zu dem Titel, in der ich euch all meine Gedanken mitteile.

Ansonsten steckt die zweite Ladung Wäsche im Trockner, die Katzen sind gefüttert, der FeedReader ist geleert, die Teilnehmer-Liste aktualisiert und ich greife jetzt erst einmal zum DS, um ein bisschen zu spielen.

Update 17:00 Uhr

 

Eigentlich wollte ich ja schön heute Nachmittag schlafen und zwischendurch habe ich mich wie Baltimore gefühlt, der schon den ganzen Tag nicht von seinem Kissen weggehen mag. Aber als ich dann wirklich einschlafen wollte, klingelte mein „die Wäsche ist fertig“-Wecker und nachdem ich stapelweise Handtücher zusammengelegt und verstaut hatte, war ich auch schon über den toten Punkt hinaus. Dafür nagte so langsam der Hunger an mir und hat mich dazu gebracht mir eine Zimt-Marzipan-Schnecke und zwei Mais-Plätzchen (in Ahornblatt-Form! Gebt es endlich zu! ;D) zu holen. Und weil ich nicht müde genug zum Schlafen, aber zu müde zum englischen Lesen bin, gab es dazu „Muminvaters wildbewegte Jugend“ von Tove Jansson. Das Buch will ich schon lange lesen und es ist perfekt für einen gemütlichen und entspannten Nachmittag (- auch wenn das Wetter vielleicht eher nach „Sturm im Mumintal“ verlangen würde).

 

Die Geschichte beginn damit, dass der Muminvater sich eine ganz schreckliche Erkältung einfängt – und als ihn dann noch die Vorstellung beunruhigt, dass er sterben könnte, ohne dass seine Familien von all seinen Abenteuern gehört hat oder dass sie gar die schon gehörten Erlebnisse vergessen könnten, beginnt er seine Memoiren aufzuschreiben. Sein Leben begann auf die schrecklichste Weise, denn er wurde – obwohl von Anfang an feststand, dass er ein Genie sein müsse – in einer schnöden Einkaufstasche vor einem Waisenhaus ausgesetzt! Einem Waisenhaus, in dem die kleinen Mumintrolle häufiger gewaschen als geschmust wurden und in dem es unnatürlich ordentlich war! Außerdem durfte man dort keine Krabbeltiere halten, es gab keine Geheimverstecke und war überhaupt unerträglich! Und jetzt muss ich bis zum Abendessen weiterlesen, um zu erfahren, wie es dem Muminvater so ergangen ist!

Update 22:30 Uhr

Bis es Zeit wurde zu Kochen habe ich wirklich noch weiter in „Muminvaters wildbewegte Jugend“ gelesen. Das Buch ist so niedlich und erholsam wie ich es erwartet hatte. Zwar kommt kein Muminband für mich an den ersten ran, aber bezaubernd fand ich bis jetzt alle Teile, die ich „wiederentdecken“ konnte.

 

Das Kochen hat heute etwas länger gedauert, da es ein Rote-Bete-Risotto gab – und die Rote Bete doch immer eine ganze Weile benötigt, um gar zu werden, bevor es mit dem „richtigen“ Risottokochen überhaupt losgeht. Ich könnte natürlich vorgekochte Rote Bete verwenden, aber das habe ich einmal versucht und fand den Geschmack im Vergleich wirklich enttäuschend.

Jetzt gibt es noch eine Internetrunde für mich – ich muss doch noch schauen, wie es euch den Abend über ergangen ist -, während mein Mann die erste Perry-Mason-Folge schaut (und mich damit nur ein winziges bisschen ablenkt, da ich die Serie wirklich gern mag) und dann wandere ich ins Bett. Morgen muss ich wieder früh raus und hab eine lange To-do-Liste vor mir. Ich hoffe, ihr hattet ein schönes Wochenende und habt morgen einen guten Start in die Woche!

***

Heutige Mitleser:

Ina (1000 Worte)
Kiya (mit Internetproblemen)
Ariana
Alysande (in den Kommentaren)
Hermia
Natira
Mila
Tessa
JED

Herbstlesen im Oktober (1) – Samstag

Da Baltimore zur Zeit jeden Morgen um kurz nach sechs Uhr eine Spritze bekommt, begann der Tag auch heute für uns wieder früh. Immerhin kann ich so auch zeitig mit dem Herbstlesen beginnen und in Ruhe mit einem Buch in den Tag starten. Noch bin ich mir nicht sicher, zu welchem Roman ich greifen werde. Ich habe große Lust auf meine „aufgesparten“ Tamora-Pierce-Bücher, mag aber auch etwas Märchenhaftes lesen – oder vielleicht sollte ich mit einer Kurzgeschichte beginnen? Auf jeden Fall möchte ich in diesem Monat „Westward Weird“ lesen, weshalb ich das Buch schon in Reichweite gelegt habe – Anthologien bieten sich beim Herbstlesen so schön an – , wobei auch „Jim Henson’s The Storyteller“ passend wäre. Beide Titel (ebenso wie „Terrier“) habe ich schon neben mir liegen und werde sie nach der ersten morgendlichen Internetrunde anlesen. Mal schauen, wo ich hängenbleibe.

Eventuelle Mitleser verlinke ich wieder am Ende dieses Beitrags, sobald sie sich hier mit einem Kommentar gemeldet haben. Aber erst einmal versuche ich mich für ein Buch zu entscheiden, mit dem ich den Tag anfange. 😉

Update 10:30 Uhr

Bislang habe ich nur die Einleitung von „The Storyteller“ und die ersten Seiten gelesen und muss feststellen, dass ich heute so früh am Tag noch nicht in Märchenstimmung bin. Also habe ich stattdessen Kommentare beantwortet, ein bisschen im FeedReader gestöbert und mich von meinem Mann ablenken lassen, der gerade unseren neuen Laptop einrichtet. Sehr geschickt, dass er das macht, denn da ich vor allem damit arbeite, muss er mich bei jedem Schritt fragen, wie ich es haben möchte. Auf der anderen Seite wollte er das unbedingt heute morgen machen, während ich doch eigentlich in Ruhe wachwerden und lesen wollte. *g* Ich freu mich auf jeden Fall auf das Arbeiten mit dem neuen Gerät, denn das Netbook ist allein schon mit einfacher Bildbearbeitung ziemlich überfordert und benötigte die gesamte Zeit, die ich zum Essen meines Frühstücksbrötchens brauchte, um das davon geschossene Foto zu verkleinern. Oo

Während ich mich weiter an meinem Milchkaffee festhalte, lese ich mich noch durch die restlichen FeedReader-Beiträge und teste danach mal die beiden Bücher an, in der Hoffnung, dass mich eins davon packt. Oh, und inzwischen haben sich Natira und Ina mir angeschlossen – ihre Beiträge sind unten verlinkt. 🙂

Update 14:30 Uhr

Ich möchte mich jetzt schon entschuldigen für die vielen Tippfehler, die ich in den nächsten Tagen machen werde, aber ich habe seit über einem Jahr keine normale Tastatur mehr verwendet und große Probleme mich gerade wieder auf „übliche“ Tastenabstände umzustellen. Ansonsten habe ich zwei Punkte zum neuen Laptop anzumerken: 1. Wow! Ist das schnell, ist das toll! 2. Ist mein Blog für euch auch so seltsam schmal in der Mitte des Bildschirms angeordnet? Oo (Ich fange jetzt nicht an, über meine Bildschirmsituation in den letzten sechs Jahren zu jammern.)

Ähm, ja … Also, seit dem letzten Update habe ich ein bisschen mit dem neuen Laptop rumgespielt, weiter im FeedReader gestöbert (und inzwischen aufgegeben, bevor ich die letzten Beiträge gelesen habe), die Katzen gefüttert, noch etwas mit dem Laptop experimentiert, ein paar Zeilen zu dem Hörbuch „Emma“ von Jane Austen geschrieben (die Rezension hätte ich gern dieses Wochenende noch fertig, bevor ich Anfang der Woche das nächste Hörbuch beende) und die erste Kurzgeschichte aus „Westward Weird“ gelesen.

Shandy nimmt seine Medizin (mit Katzenmilch)

„Westward Weird“ ist eine Anthologie mit Fantasy- bzw. Sience-Fiction-Kurzgeschichten, deren Gemeinsamtkeit das „Wild West Thema“ ist. Die erste Geschichte in dem Buch ist „The Temptation of Eustace Prudence McAllen“ von Jay Lake. Von dem Autor habe ich vor drei Jahren „Die Räder der Welt“ gelesen und damals mit so gemischter Meinung beendet, dass ich im Prinzip immer noch überlege, ob ich die Fortsetzung lesen soll. Sprachlich fand ich die Geschichte nicht einfach zu lesen – ich bin zu müde, um problemlos Wild-West-Hinterwäldler-Englisch zu verstehen -, inhaltlich ging es um einen Cowboy, der der Legende nach ein Zusammentreffen mit dem Teufel überstanden hat. Das Ganze war schon atmosphärisch geschrieben, aber durch die Erzählweise (direkte Ansprache eines Zuhörers inklusive diverser Nebenbemerkungen) fand ich es auch überraschend ermüden zu lesen für eine Kurzgeschichte. Dafür habe ich mir die ganze Zeit vorgestellt, dass die Geschichte mit einem guten Vorleser und einem gut gemachten Scherenschnitt-Video toll wäre …

Danach habe ich noch mit „Terrier“ von Tamora Pierce angefangen. Für diejenigen, die die Alanna-von-Trebond-Romane kennen: Die Protagonistin Beka Cooper ist eine Vorfahrin von Georg Cooper – und steht auf der anderen Seite des Gesetzes als der König der Diebe. Für mich ist der Roman ein Reread, aber dazu schreibe ich später noch mehr. Jetzt mache ich erst einmal eine Pause vom Lesen und spiele etwas mit dem DS und lege eine erneute Blogrunde ein, da mein Mann einen Film angemacht hat, den er gestern geschenkt bekommen hat und der eine recht schrille Geräuschkulisse schafft.

Update 19:30 Uhr

Nach dem vorherigen Update gab es erst einmal eine Spielrunde für mich. Nachdem ich gestern erst ein neues Spiel bekommen habe (irgendwie bekomme ich in den letzten Jahren rund um den Geburtstag meines Mannes regelmäßig ein neues Spiel von ihm *g*), habe ich erst einmal eine Schule eingerichtet, um die Stadt weiter zu entwickeln und dann einen Auftrag für ein kindgerechtes Familienheim angenommen. 😀
Außerdem gab es eine weitere Tasse Milchkaffee und ein Stück Schoko-Birnen-Torte am Nachmittag. Dabei habe ich noch ein bisschen weiter in „Terrier“ gelesen. Da es so lange her ist, dass ich das Buch gelesen habe, ist es, als ob ich es ganz neu entdecken würde. Ich finde es spannend, wie sehr Tamora Pierce die Welt, die sie für die Alanna-Romane entworfen hat, weiterentwickelt hat, obwohl die Geschichte sehr viel früher spielt. Außerdem mag ich ihre Protagonisten und die vielen kleinen Szenen, die einem die Figuren näher bringen. 🙂

Natürlich habe ich den Nachmittag nicht ohne Gesellschaft verbringen müssen, während ich gespielt, gelesen und mit dem neuen Bildbearbeitungsprogramm experimentiert habe. Baltimore ist heute etwas müde, frisst nur sporadisch, genießt aber jede Aufmerksamkeit, die er bekommen kann. Nur Christies „Aufmerksamkeiten“ werden ihm manchmal etwas viel … 😀

Inzwischen ist es doch etwas sehr spät geworden und bevor ich mir überlege, was ich den Rest des Abends mache, muss ich erst einmal in die Küche flitzen und Abendessen kochen. Da mein Mann gestern von mir Lasagne mit Hackfleisch gekocht bekommen hat (nach Geruch abgeschmeckt und für mich gab es – vegetarische – Tiefkühl-Pizza), bekommt er den aufgewärmten Rest, während ich für mich Reis mit einer Ananas-Curry-Sauce mache. Ich werde heute auf jeden Fall noch einmal den Beitrag aktualisieren, kann aber noch nicht abschätzen, wann das sein wird.

Update 23:15 Uhr

Mhhh, das Abendessen war lecker! Da mein Mann Curry grundsätzlich nicht so gern mag (wenn er mir nicht gerade meine Curry-Lauch-Brötchen mopst) und schon gar nicht die Kombination Curry-Ananas, koche ich das nur sehr selten. Umso mehr genieße ich es, wenn ich mal die Gelegenheit dazu habe.

Abgesehen vom Abendessen gab es heute Abend noch ein paar Seiten in „Terrier“, einen eingerichteten Blumenladen und sehr viel „Top Gear“ als Geräuschkulisse. Immerhin haben wir jetzt auch die allerletzte Folge gesehen und ich habe die Hoffnung, dass es morgen hier etwas ruhiger zugeht. Jetzt erst einmal wandere ich ins Bett – gute Nacht! Ich hoffe, ihr hattet heute einen schönen Tag! 🙂

***

Heutige Mitleser:

Natira
Ina (1000 Worte)
Alysande (per Kommentar)
Mila (Fantasy and more)
Kiya (mit Internetproblemen)
Ariana

Gelesen: Juli, August und September 2015

Frühere Statistiken sind unter „Diverses“ zu finden.

Bücher:

  1. Pierdomenico Baccalario/Enzo D’Alò/Gaston Kaboré: Stadt aus Sand
  2. Ivan Bargna: Afrika – Kunst und Architektur
  3. Bettina Belitz: Dornenkuss
  4. Luise Berg-Ehlers: Mit Miss Marple aufs Land
  5. Juliet Blackwell: Spellcasting in Silk (Witchcraft Mystery #7)
  6. Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #5)
  7. Deborah Crombie: Wer im Dunklen bleibt (Duncan Kincaid und Gemma James #16)
  8. Arthur Conan Doyle: Sherlock Holmes – Die Erzählungen Teil 1 
  9. Arthur Conan Doyle: Sherlock Holmes – Die Erzählungen Teil 2
  10. Arthur Conan Doyle: Sherlock Holmes – Die Romane
  11. Akram El-Bahay: Flammenwüste (Flammenwüste #1)
  12. Jennifer Estep: Widow’s Web (Elemental Assassin #7)
  13. Kerry Greenwood: Miss Phryne Fisher Investigates (Miss Fisher #1)
  14. Suresh und Jyoti Guptara: Calaspia 2 – Der Schwertkodex
  15. Suresh und Jyoti Guptara: Calaspia 3 – Das Erbe der Apheristen
  16. L.P. Hathaway: Murder Offstage (Posie Parker #1)
  17. Keigo Higashino: Verdächtige Geliebte (Professor Yukawa #1)
  18. Will Hill: Department 19 – Die Mission
  19. Will Hill: Department 19 – Die Wiederkehr
  20. Will Hill: Department 19 – Das Gefecht
  21. Avery Hopwood: The Bat 
  22. Tanya Huff: Der Hexenladen (The Entchantment Emporium #1)
  23. Tanya Huff: The Wild Ways (The Entchantment Emporium #2)
  24. Tanya Huff: The Future Falls (The Entchantment Emporium #3)
  25. Maja Ilisch: Das Puppenzimmer
  26. D.B. Jackson: Thieftaker (Thieftaker Chronicles #1)
  27. Emma Kennedy: Wilma und das Rätsel der gefrorenen Herzen
  28. Charlotte Lyne: Alles über Shakespeare
  29. Alexander McCall Smith: Ein Krokodil für Mma Ramotswe
  30. Seanan McGuire: A Red-Rose Chain (October Daye #9)
  31. Nnedi Okorafor: Akata Witch
  32. Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
  33. Michael Ridpath: Fluch
  34. Mary Roberts Rinehart: The Window at the White Cat
  35. Karen Rose: Todesspiele
  36. Karen Rose: Heiß glüht mein Hass
  37. Piers Torday: Die große Wildnis
  38. Cinda Williams Chima: Das Vermächtnis der Zauberer
  39. Simon Winchester: Der Atlantik
  40. Hanna Winter: Stirb
Hörbücher:
  • Jane Austen: Emma (Hörbuch)
  • Jim Butcher: Fool Moon – Harry Dresden 2 (Hörbuch)

Comics/Manga:
  • A+B – Angel+Blood 1 (Manga)
  • A+B – Angel+Blood 2 (Manga)
  • Akuma no Riddle 1 (Manga)
  • Dog & Scissors 1 (Manga)
  • Gosho Aoyama – Short Stories (Manga)
  • Liebe unter einem Dach (Manga)
  • Love Hina 1 (Manga)
  • Love Hina 2 (Manga)
  • Love Hina 3 (Manga)
  • Love Hina 4 (Manga)
  • Love Hina 5 (Manga)
  • Love Hina 6 (Manga)
  • Love Hina 7 (Manga)
  • Love Hina 8 (Manga)
  • Love Hina 9 (Manga)
  • Love Hina 10 (Manga)
  • Love Hina 11 (Manga)
  • Love Hina 12 (Manga)
  • Love Hina 13 (Manga)
  • Love Hina 14 (Manga)
  • Oh mein Gott 1 (Manga)
  • Oh mein Gott 2 (Manga)
  • Train Man 1 (Manga)
  • Train Man 2 (Manga)
  • Train Man 3 (Manga)
  • Who is Sakamoto? 1 (Manga)

Oktober-SuB 2015

Der September war etwas stressig und chaotisch – und trotzdem ein recht guter Lesemonat, wenn auch kein guter Blogmonat. So habe ich insgesamt im vergangenen Monat 14 Bücher und 5 Manga gelesen und 1 Hörbuch („Emma“ ist endlich beendet!) gehört. Außerdem habe ich im September beschlossen, dass ich die Unterteilungen bei meiner SuB-Liste nicht mehr benötige, weil er inzwischen so weit geschrumpft ist, dass man auch ohne einen guten Überblick behalten kann.

Für den Oktober habe ich mir relativ wenig vorgenommen. Natürlich gibt es noch das eine oder andere Bibliotheks- und Leihbuch im Haus und es wäre schön, wenn der Alt-SuB weiter schrumpfen würde. Aber mir ist gerade vor allem danach, es mir gemütlich zu machen, den beginnenden Herbst zu genießen und Romane zu lesen, die sich (hoffentlich) perfekt für kuschelige Stunden auf dem Sofa eignen. Und damit der Blog wieder mit etwas mehr Leben gefüllt wird, gibt es auch in diesem Jahr wieder ein „Herbstlesen“ …

Deutscher SuB:

  1. Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
  2. Tim Akers: Das Herz von Veridon
  3. Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
  4. Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
  5. Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
  6. Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
  7. Brom: Krampus
  8. Jim Butcher: Im Schatten des Fürsten (Codex Alera 2)
  9. Jim Butcher: Die Verschwörer von Kalare (Codex Alera 3)
  10. Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
  11. Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
  12. Melissa Fairchild: Weltenwanderer
  13. Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
  14. Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
  15. Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
  16. Daniel Holbe: Giftspur
  17. John Irving: Letzte Nacht in Twisted River
  18. Tove Jansson: Muminvaters wildbewegte Jugend
  19. Tove Jansson: Sturm im Mumintal
  20. Celine Kiernan: Schattenpfade
  21. Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora
  22. Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
  23. Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund
  24. Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
  25. Silvia Roth: Querschläger
  26. Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
  27. Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
  28. Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
  29. Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde
  30. Charles den Tex: Die Zelle
  31. Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten
  32. Uwe Voehl: Tod und Schinken
  33. Elizabeth Woods: Caras Schatten
  34. Xinran: Gerettete Wort
  35. Xinran: Wolkentöchter
  36. Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

36 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

  1. Sarah Rees Brennan: Unspoken
  2. Soman Chainani: The School for Good and Evil 2
  3. Marissa Doyle: Bewitching Season (Leland Sisters #1)
  4. Marissa Doyle: Courtship and Curses
  5. Mira Grant: Feed
  6. Lynn Kurland: Star of the Morning
  7. Anthony Minghella: Jim Henson’s The Storyteller
  8. Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
  9. Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
  10. Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
  11. Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
  12. Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
  13. Philip Reeve: Larklight
  14. A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
  15. Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
  16. Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child

Sonstiges:

  1. Westward Weird

15 Titel auf dem englischen SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)