Alle Artikel von Konstanze

SuB-Zuwachs im April

Gestern klingelte die Paketbotin mit einem „Päckchen“ voller Bücher, die meinen SuB wieder anwachsen lassen. (Was mich auch daran erinnert, dass ich aus der letzten Lieferung bis zum 19. April noch drei Bücher  lesen will … *g*)

Auf dem SuB landen in diesem Monat folgende Titel:

Caroline Vermalle: Als das Leben überraschend zu Besuch kam
(Mir hatte ihr Debütroman ja so gut gefallen, dass ich nun gespannt auf ihr zweites Buch bin. Hoffentlich ist das wieder so eine niedliche, anrührende und unterhaltsame Geschichte …)

Jay Lake: Die Räder der Welt
(Klingt nach einer ungewöhnlichen Idee für einen reizvollen Steampunkroman.)

Jennifer Estep: Frostkuss
(Klingt zwar nicht ungewöhnlich, aber nett – und ich habe es bislang geschafft, alle Blogrezensionen dazu zu ignorieren! 😉 )

Dermot Bolger: Wo die verlorenen Seelen wohnen
(Ich habe keine Ahnung, was mich da erwartet – aber genau das machte mir Lust auf das Buch.)

Michael Herzig: Töte deinen Nächsten
(Zuletzt gibt es noch einen Titel für die – allerdings langsam etwas abklingende – Krimilust.)

Das macht fünf Bücher, die ich aufgrund meines persönlichen Vorhabens für dieses Jahr bis zum 26. Mai 2012 gelesen haben will.

Nicht auf dem SuB landen Hörbücher oder die Manga-Reihen, die ich weiterlese oder neu anteste, …

… genauso wie die Sachbücher, auf die ich zwar sehr neugierig bin, für ich aber vermutlich wieder viel zu lange brauchen werde).

Seanan McGuire: An Artificial Night (October Daye 3)

„An Artificial Night“ ist der dritte October-Daye-Band und wieder muss sich October „Toby“ Daye – Wechselbalg, Privatdetektivin und Ritterin am Hof des Fae-Fürsten Sylvester – verschiedenen übernatürlichen Herausforderungen stellen, die dem Leser die Möglichkeiten bieten, tiefer in Seanan McGuires fantastische Welt einzutauchen. Dabei beginnt die Geschichte ganz harmlos mit einem Kindergeburtstag bei Tobys Freunden Stacy und Mitch, deren jüngster Sohn Andrew seinen vierten Geburtstag feiert. Im Schnellverfahren lernt man als Leser die Kinder der Familie – Cassandra (19), Karen (11), Anthony (9), Jessica (6), Andrew (4) – kennen und erfährt, wie viel sie Toby (deren eigene Tochter Gillian keinen Kontakt mehr zu ihr haben möchte) bedeuten. Doch so harmonisch geht es in der Geschichte natürlich nicht weiter, und so hält der nächste Morgen für Toby einige Schockmomente bereit.

Erst einmal ruft Connor bei Toby an und bittet um eine Verabredung, obwohl sich die beiden aus dem Weg gehen sollten, da sie ihre Gefühle füreinander trotz Connors Ehe mit Sylvesters Tochter nicht im Griff haben. Dann steht auch noch Tobys „Fetch“ (eine Art magischer Doppelgänger, der als „Leiche“ zurückgelassen wird, wenn eines der übernatürlichen Wesen stirbt) – genannt May Daye – vor der Tür und kündet vom baldigen Tod der Privatdetektivin.  Und zuletzt erfährt Toby nicht nur, dass Karen in ein mysteriöses Koma gefallen ist, sondern auch, dass Andrew und Jessica in der Nacht spurlos aus ihren Betten verschwunden sind.

Doch die Kinder von Stacy und Mitch sind nicht die einzigen, die vermisst werden, auch Tybalt – König der Cait Sidhe – bittet October um Hilfe bei der Suche nach vermissten Kindern, ebenso wie Quentin (siehe „A Local Habitation“), dessen menschliche Freundin Katie verschwunden ist. Letztendlich sieht sich Toby gezwungen, die Luidaeg um Hilfe zu bitten, obwohl sie schon tief in der Schuld der mächtigen Meerhexe steht. Doch nur mit der Unterstützung einer der Erstgeborenen, wie die Luidaeg eine ist, kann die Detektivin die Spur der Kinder aufnehmen. Schnell steht fest, dass sie sich dafür in das Reich des „Blind Michael“ begeben muss, dessen Reiter alle hunderte Jahre auf die Jagd nach Kindern gehen, mit denen sie ihre Reihen aufstocken.

Wie schon bei den beiden vorhergehenden Teilen hatte ich beim Lesen das Gefühl, dass Toby ständig von einem Ort zum anderen unterwegs ist und dabei nicht immer ganz gezielt vorgeht. Aber das gehört wohl zu einer Geschichte von Seanan McGuire dazu, und da die Autorin diese Reisen sehr atmosphärisch beschreibt und immer wieder (neue) Details zu den verschiedenen Figuren und Hintergründen dieser besonderen magischen Welt einbaut, wird es auch nicht langweilig. Im Gegensatz zu dem vorhergehenden Band gibt es hier keinen Kriminalfall, der gelöst werden muss, sondern die gesamte Geschichte dreht sich um Tobys Bemühungen, die Kinder aus der Hand von „Blind Michael“ zu retten. Dabei muss October Daye nicht nur an ihre physischen und psychischen Grenzen gehen, sondern auch in dem ständigen Bewusstsein handeln, dass ihr Tod schon vorhergesagt wurde.

Seanan McGuire beweist bei der Gestaltung von „Blind Michaels“ Reich wieder einmal ein großartiges Händchen für atmosphärische Landschaften. Sein Reich ist abweisend, voller Dornen und Steine und bietet demjenigen, der sich dort hinein verirrt, keinen Schutz und keine Hoffnung. Und die Reiter, die schon seit Jahrhunderten zu seinen Jägern gehören, sind so grausam und so wahnsinnig, wie es nur die Fae sein können. Ich habe diese Variante der „Wilden Jagd“ wirklich genossen – vor allem, da es der Autorin gelingt, durch Toby, ihren Humor, ihren Freundeskreis und Figuren wie die Luidaeg die Geschichte etwas aufzulockern. Auch mag ich es, wie sich die verschiedenen Nebenfiguren im Laufe der Serie immer weiter entwickeln und wie sich ihre Beziehungen zu Toby vertiefen.

Tybalt war mir ja schon bei seinem ersten Auftritt sympathisch (und wenn ich mir die diversen Rezensionen angucke, dann stehe ich damit nicht alleine), aber auch die Luideag gewinnt mit jedem weiteren Band an Tiefe. Und zu Sylvesters Gemahlin Luna (einer dreischwänzigen Kitsune) gibt es in diesem Roman sogar eine ganze Menge Hintergrundinformationen, während mich die kleinen Schnipsel zu der Undine Lily wünschen lassen, dass diese Figur in einem der kommenden Bände noch mehr Raum bekommt.

Auch wenn ich jedes Mal beim Lesen über die eine oder andere Länge in der Handlung stolpere und mir wünsche, dass die Autorin hier und da etwas straffen würde, so mag ich die October-Daye-Serie aufgrund der komplexen Fantasywelt, des souveränen Umgangs mit diversen Mythologien, den liebenswerten Figuren und des Humors wirklich gern und werde mir bestimmt auch die weiteren Bände rund um Toby zulegen. Teil vier habe ich sogar schon im Haus – und nun muss ich mir nur überlegen, ob ich den für die English-Challenge noch etwas aufhebe oder ob ich meiner Neugier nachgebe und das Buch in den nächsten Tagen lese.

Buchrausch und Leseeindrücke II

Weil der gestrige Beitrag sonst zu lang geworden wäre, geht es heute weiter mit den Leseeindrücken …

Am Samstag hatte ich dann das Gefühl, dass ich etwas Abwechslung von den Liebesromanen und Cozies bräuchte und habe zu „Ruf des Mondes“ von Patricia Briggs gegriffen. Leider hat Irina dazu keine Rezension online, also muss ich mir hier doch etwas mehr Mühe geben. 😉 „Ruf des Mondes“ ist der erste Band einer Urban-Fantasy-Reihe rund um die Automechanikerin Mercy Thompson. Doch Mercy ist nicht nur eine Mechanikerin, sondern auch eine Kojotin, d. h., sie hat die angeborene Fähigkeit, ihre Gestalt in die eines Kojoten zu wandeln. Und weil ihre Mutter, die ein ganz normaler Mensch ist, keine andere Lösung fand, ist Mercy bei einem Rudel Werwölfe aufgewachsen, von dem sie sich vor einigen Jahren getrennt hat.

Fern von allem, was sie an ihre Kindheit erinnert, hat sich Mercy ein zufriedenstellendes Leben als Besitzerin einer eigenen Werkstatt aufgebaut. Ab und an bringt sie den Anführer des örtlichen Werwolf-Rudels – der auch noch ihr direkter Nachbar ist – auf die Palme, die Schutzgeld-Zahlungen an den herrschenden Vampir-Clan arbeitet sie als Mechanikerin ab, und ansonsten versucht sie so unauffällig wie möglich zu leben. Zwar haben sich die niedrigeren Angehörigen des Feenvolks schon vor einiger Zeit der Menschheit gegenüber geoutet, aber Werwölfe, Vampire und die mächtigeren Feenvölker verbergen ihre Existenz immer noch vor der Allgemeinheit. Als dann ein junger Werwolf in Mercys Werstatt auftaucht, der keine Ahnung von den Regeln hat, die mit seinem Dasein als Werwolf verbunden sind, und als dieser dann noch von weiteren ungewöhnlichen Werwölfen und einigen soldatisch wirkenden Männern gejagt wird, beginnt für Mercy eine gefährliche Zeit.

Irgendwie beschleicht mich gerade der Eindruck, dass das hier eine richtige Rezension wird, wenn ich mich nicht zügle. 😉 Also gibt es nur noch ein kurzes Fazit: Mir hat die Geschichte wirklich Spaß gemacht! Ich mag die Fantasywelt, die Patricia Briggs da geschaffen hat, die vielen Gedanken, die sich die Autorin um das Rudelleben und die verschiedenen übernatürlichen Wesen gemacht hat, und ich fand die Handlung wirklich spannend. Und nun bin ich ein klitzekleines bisschen sauer auf Irina, weil sie der Grund dafür ist, dass ich nun eine sechsteilige Reihe auf meinen Wunschzettel setzen musste – abgesehen davon, dass die Autorin noch mehr Serien geschrieben hat, die ich mir mal angucken könnte …

Und weil ich es so genossen habe, ein Urban-Fantasy-Buch zu lesen, habe ich Samstagabend zu meiner letzten Wühltischeroberung gegriffen (warum habe ich den Roman eigentlich nicht in meine SuB-Liste eingetragen?). Angenehmerweise hat Irina „Im Namen der Engel“ von Mary Stanton schon gelesen und rezensiert und deshalb mache ich es mir wieder einfach: Solange man keinen Blick auf den Klappentext wirft, ist das ein wirklich netter und amüsanter Reihenauftakt! Mir liegt Mary Stantons Humor, ich fand die Hauptfigur Bree sympathisch und ihre Versuche, mit all den skurrilen Gestalten um sich herum umzugehen, haben mich gut unterhalten. Das Buch ist keines, das man unbedingt gelesen haben muss, und ich werde die restlichen Teile auch nicht auf meine Wunschliste setzen, aber wenn ich jemanden finden sollte, der mir die weiteren Teile leiht (unsere Bibliothek hat die natürlich nicht im Bestand), oder wenn ich wieder einen Band auf dem Wühltisch finden sollte, dann greife ich bestimmt zu.

Sonntagmittag stand ich dann vor der Frage, was ich als nächstes lesen sollte. Ich hatte zwar noch ein paar Liebes- und Urban-Fantasy-Romane in der Leihschublade, außerdem habe ich schon seit Wochen vor, „Die Straße der tausend Blüten“ zu beenden, aber so richtig gereizt hat mich das alles nicht. Schließlich ist mein Blick auf „An Artificial Night“, den dritten October-Daye-Band, gefallen und so habe ich den restlichen Sonntag und einen Teil des Montags mit diesem Roman verbracht. Da ich den noch für die English-Challenge rezensieren werde, gibt es hier keinen Leseeindruck … oder vielleicht doch einen ganz kurzen: Auch der dritte Teil hat wieder eine ganz eigene Atmosphäre, wofür ich die Reihe wirklich mag!

Insgesamt habe ich in den letzten Tagen 2624 unterhaltsame Seiten gelesen, ein Buch vom SuB und fünf Leihbücher geschafft und nun stehe ich mal wieder vor der Frage, was ich als nächstes lesen soll. Manchmal ist es nicht gerade einfach, wenn man so viel Auswahl hat. 😉

Buchrausch und Leseeindrücke I

Der April scheint für mich eine Zeit zu sein, in der ich in wenigen Tagen sehr viel lese – zumindest habe ich vor fast genau einem Jahr schon einmal einen Beitrag dazu gebloggt. Dabei kann ich dieses Mal vor allem Irina die Schuld an meinem Buchkonsum geben, denn die hat mir eine Kiste mit Leihbüchern zugeschickt – dabei habe ich noch eine Ladung von ihr im Haus, die ich endlich mal wieder zurückschicken will. Und weil das Zurückschicken vor allem daran scheiterte, dass ich nur riesige Kartons im Haus habe, habe ich mir gedacht, dass ich aus ihren zwei Leihbücher-Päckchen ein großes Paket machen könnte. Doch um das endlich abzuschicken, muss ich ja erst ein paar der neuen Leihbücher gelesen haben …

Deshalb habe ich am Mittwoch zu „Fang des Tages“ und „Tante Dimity und der verschwiegene Verdacht“ gegriffen und da beide Bücher so flüssig zu lesen waren, hatte ich sie auch vor dem Schlafengehen auch beendet. Dass ich an dem Tag sehr spät ins Bett gefunden habe, hat selbstverständlich kaum etwas damit zu tun, dass ich „Tante Dimity“ noch eben abschließen wollte … 😉

Und weil ich hier nur Leseeindrücke posten will, mache ich es mir einfach und verlinke Irinas Rezension (soweit vorhanden) zu dem jeweiligen Titel – da könnt ihr dann mehr über den Inhalt erfahren. 😉

Auf „Fang des Tages“ von Kristan Higgins war ich neugierig geworden, weil so viele Blogger von diesem Buch geschwärmt haben. Ich bin nicht sooo unglaublich hingerissen von der Geschichte (und der männlichen Hauptfigur 😉 ) wie viele andere, habe mich aber beim Lesen gut unterhalten gefühlt. Und ich muss der Autorin zugute halten, dass es ihr gelungen ist, Maggie so zu gestalten, dass man bei all den Fettnäpfchen, die sie mit voller Wucht trifft, weniger Fremdscham verspürt als Mitgefühl – und ich finde, dass das wirklich eine Kunst ist. Außerdem gestehe ich, dass es eine Szene gab, bei der ich ganz schrecklich geheult habe, aber mit alten Hunden kann man mich auch wirklich schnell rühren.

Von „Tante Dimity und der verschwiegene Verdacht“ von Nancy Atherton hatte mir Irina ersthaft abgeraten, aber ich wollte mir einen eigenen Eindruck von der Serie verschaffen. Im Gegensatz zu Irina fand ich den Roman wirklich unterhaltsam. Ich bin nicht überwältigt von den Figuren und der Handlung, und der Krimianteil war auch nicht mitreißend, aber die Geschichte war nett, hatte einige atmosphärische Momente, skurrile bis sympathische Figuren, und ich habe einen wirklich netten Abend damit verbracht. Ich bin jetzt nicht so hingerissen, dass ich mir die Reihe sofort zulegen möchte, aber wenn ich Teile davon in der Bibliothek finden sollte, dann werde ich bestimmt noch den einen oder anderen Band antesten und mir damit ein paar entspannte Stunden gönnen.

Donnerstag ging es dann weiter mit „Frühlingsträume“ von Nora Roberts und ich fürchte, ich bin beim Lesen zu der Erkenntnis gelangt, dass meine Nora-Roberts-Zeiten wirklich vorbei sind. Ich hatte schon vor über zwei Jahren in einem Beitrag geschrieben, dass ich zu der Autorin ein zwiespältiges Verhältnis habe, war aber immer noch davon ausgegangen, dass ich ihre normalen, simplen Liebesgeschichten immer noch  unterhaltsam finde. Doch bei „Frühlingsträume“ war ich ziemlich genervt, weil ich beim Lesen ständig das Gefühl hatte, ich könnte eine langweilige Zutatenliste abhaken. Wenn ich das nächste Mal meine Buchkartons durchwühle, muss ich mal nach meinen Lieblingsreihen von der Autorin gucken und herausfinden, ob ich die immer noch mag oder nicht …

Und weil ich nach der Enttäuschung mit dem Nora-Roberts-Roman noch etwas Abwechslung vor dem Schlafengehen suchte, habe ich Donnerstagabend noch zu „Mrs. Wilcox und die Tote auf der Terrasse“ von Emilie Richards gegriffen. Für mich nicht der beste Cozy, den ich bislang gelesen habe, aber sehr unterhaltsam. Ich habe das Gefühl, dass die Autorin anfangs selbst noch in die Geschichte und ihre Figuren reinfinden musste, aber spätestens nach der Hälfte hatte sich Emilie Richards dann so gesteigert, dass ich Freitagmittag das Buch erst einmal auslesen musste, bevor ich mich meinen anderen Vergnügungen widmete. Der Krimianteil war nicht so durchschaubar wie bei manch anderem Cozy Mystery, Aggie und ihre Familie waren mir sehr sympathisch und sind mir – ebenso wie einige Freunde und der ermittelnde Polizist – wirklich ans Herz gewachsen. Außerdem lässt mich die Vorschau auf den nächsten Band bedauern, dass meine Bibliothek die Bücher nicht zur Verfügung stellt. Kaufen würde ich mir die Romane vermutlich nicht, dafür gibt es dringendere Titel auf meiner Wunschliste, aber trotzdem würde ich gern weitere Bände der Reihe lesen.

Damit das hier nicht unlesbar lang wird, teile ich den Beitrag lieber und poste den zweiten Teil morgen.

Dies und Das (3): Offline

Obwohl ich das Osterwochenende nicht so geplant hatte, war ich von Donnerstag bis heute offline – und habe es erstaunlicherweise genossen.

Am Donnerstag war ich mittags so genervt davon, dass Internet und PC muckten und schneckten, dass ich einfach beschlossen habe, dass es Zeit wäre für meinen Feierabend. Etwas schmollend (ich kann es wirklich nicht leiden, wenn die Technik mir einen Strich durch die Rechnung macht) bin ich aufs Sofa gekrabbelt und habe mir den Nachmittag mit „Detektiv Conan“ vertrieben (die Videokassette musste eh bis Sonntagfrüh leer sein, damit mein Mann sich den neuen Pokémon-Film aufnehmen konnte … *g*) und irgendwie gab es keinen Anlass PC oder Netbook noch einmal hochzufahren.

Freitags fing der Tag dann ganz gemütlich mit Ausschlafen und Frühstück an und nachdem mein Mann sich aufgemacht hat, um ein paar Freunde zu treffe, habe ich mich bis spät in die Nacht mit lauter Dingen vergnügt, die mein Mann nicht leiden kann. So sehr ich es genieße, wenn wir gemeinsam unsere Zeit verbringen können, so schön ist es auch, wenn ich mal ein paar Stunden für mich habe, die nicht mit Alltagsverpflichtungen vollgestopft sind. Ich habe mein Buch ausgelesen, während meine aktuelle Lieblings-CD durch die Wohnung schallte, „Buffy“ und „Angel“ geguckt, eine Runde „White Knight Chronicles“ gespielt und mir etwas gekocht, was mein Mann nicht essen mag („Miracoli“ – für mich eine Kindheitserinnerung). Und weil ich genau wusste, dass wieder so einige Zeit draufgehen würde, wenn ich erst einmal einen Blick ins Mailfach und den Feed-Reader werfen würde, habe ich das einfach sein gelassen. 😉

Die anderen drei Tage sind dann ähnlich verlaufen. Nachdem mein Mann am Samstag noch frische Brötchen besorgt hatte, haben wir die Vormittage gemütlich mit Frühstücken, Schwatzen und Videogucken verbracht, während die Nachmittage und Abende mit Schwatzen, Spielen, DVD gucken und Lesen gefüllt wurden. Auch wenn wir es wieder nicht auf die Reihe bekommen haben miteinander zu spielen (dabei wollten wir doch mal wieder eine Runde „Arkham Horror“ einlegen), so haben wir diese ungeplanten und überaus erholsamenTage zu zweit genossen. Dabei hatten wir uns eigentlich einiges vorgenommen, das wir gemeinsam erledigen wollten und was schon längere Zeit immer wieder verschoben wurde, aber irgendwie siegte doch der Wunsch nach Ruhe und Entspannung. Ganz ehrlich, dieses lange Wochenende hat sich wie Urlaub angefühlt. 🙂

Ich hoffe, ihr habt ebenso schöne und erholsame Tage – vielleicht sogar mit Familie und Freunden – verbracht!

Gelesen: Januar, Februar und März 2012

Bücher:

  1. Isabel Abedi: Lucian
  2. Keri Arthur: Full Moon Rising
  3. Helmut Barz: African Boogie
  4. Josh Bazell: Schneller als der Tod
  5. Birgit Böckli: Friesensturm
  6. Lene Rikke Bresson: Das Mädchen am Kreuz
  7. Janet Lee Carey: Drachenkuss
  8. Patrick Carman: Die Rache der Romanows (Die 39 Zeichen Bd. 5)
  9. Gail Carringer: Soulless (The Parasol Protectorate 1)
  10. Linda Castillo: Blutige Stille
  11. Agatha Christie: Der Dienstagabend-Club
  12. Agatha Christie: Die mörderische Teerunde
  13. Agatha Christie: Das Mädchen im Zug und andere seltsame Fälle
  14. Agatha Christie: Das Schicksal in Person
  15. Jacquie D’Alessandro: Sleepless at Midnight
  16. Gitty Daneshvari: Das Geheimnis von Sommerstone 1 – Die furchtlosen Vier
  17. Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins (Jack Flint Bd. 1)
  18. Marlies Ferber: Null-Null-Siebzig – Operation Eaglehurst
  19. Anthony Francis: Skindancer – Das magische Tattoo
  20. Nicci French: Blauer Montag
  21. Yasmin Galenorn: Schwestern des Mondes 8 – Katzenjagd
  22. Franziska Gehm: Die Vampirschwestern 8 – Bissgeschick um Mitternacht
  23. Frode Granhus: Der Mahlstrom
  24. Laura Lee Guhrke: Secret Desires of a Gentleman
  25. Simmone Howell: Kunst, Baby!
  26. Tami Hoag: Sünden der Nacht
  27. Andrea Kane: Ewig bist du mein
  28. Gordon Korman: Mozarts Geheimnis (Die 39 Zeichen Bd. 2)
  29. Peter Lerangis: Das Schwert der Samurai (Die 39 Zeichen Bd. 3)
  30. L. J. McDonald: Die Krieger der Königin 2 – Falkenherz
  31. James A. Owen: Die Chronicen der Imaginarum Geografica1 – Wo Drachen sind
  32. Mike Resnick: Mallory und die Nacht der Toten
  33. Rick Riordan: Die Katakomben von Paris (Die 39 Zeichen Bd. 1)
  34. Bernd Schulz: Moderholz
  35. Sei Shonagon: Das Kopfkissenbuch der Dame Sei Shonagon
  36. Jeff Stone: Drachenfaust (Die fünf Gefährten Bd. 5)
  37. Uwe Voehl: Blut und Rüben
  38. Mark Watson: Elf Leben
  39. Jude Watson: Der Schatz des Pharao (Die 39 Zeichen Bd. 4)
  40. Jude Watson: Gefahr am Ende der Welt (Die 39 Zeichen Bd. 6)
  41. Tad Williams/Deborah Beale: Die Drachen der Tinkerfarm
  42. Patricia C. Wrede und Caroline Stevermer: Sorcery and Cecelia Or The Enchanted Chocolate Pot (Cecelia and Kate 1)
  43. Patricia C. Wrede und Caroline Stevermer: The Grand Tour (Cecelia and Kate #2)

Comic/Manga:

  • Adekan 1 (Manga)
  • Adekan 2 (Manga)
  • Adekan 3 (Manga)
  • Adekan 4 (Manga)
  • Border 2 (Manga)
  • Boyfriend 3 (Manga)
  • Detektiv Conan 72 (Manga)
  • Doubt 3 (Manga)
  • Doubt 4 (Manga)
  • Golden Tales (Manga)
  • Kiiri 2 (Manga)
  • Night Head Genesis 3 (Manga)
  • Mirai Nikki 3 (Manga)
  • Soulless (Manga)
  • Spiral – Gefährliche Wahrheit 11 (Manga)
  • Spiral – Gefährliche Wahrheit 12 (Manga)

Hörbücher/Hörspiele:

  • Josh Bazell: Schneller als der Tod (6 CDs)
  • Professor van Dusen 4 – Der Mann, der seinen Kopf verlor (1 CD)
  • Luther (5 CDs)
  • John Sinclair Classics 10 (1 CD)
  • Die Vampirschwestern 5: Ferien mit Biss (2 CDs)

Angefangene und abgebrochene Bücher zähle ich in der Monatsstatistik ebenso wenig mit wie Titel, die ich innerhalb kürzerer Zeit zum wiederholten Male lese oder höre. Wenn das letzte Lesen schon einige Jahre her ist, dann haben die Titel trotzdem einen Platz auf der Liste verdient. 😉

April-SuB 2012

Mit dem März bin ich als Lesemonat eigentlich sehr zufrieden. Ich habe ein paar meiner Neuzugänge geschafft, ein Buch von meiner Serienabbauliste und diverse (schon lange Zeit vorgemerkte) Bibliotheksbücher gelesen und für die beiden Challenges je einen Roman besprochen. Insgesamt komme ich im März auf 18 Bücher, 10 Manga  und 3 Hörbücher – und das trotz (oder vielleicht gerade wegen) all der erledigten Gartenarbeit. Außerdem habe ich einen Stapel mit Leihbücher endlich vollständig geschafft – auch wenn mir schon wieder ein Karton mit Nachschub geliefert wurde. Für den April kann es mit dem Lesen und Hören so weitergehen, nur ein paar mehr Rezensionen müsste ich für den Blog noch schaffen, dann wäre ich so richtig zufrieden.

A (0)
–

B (8)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
Dermot Bolger: Wo die verlorenen Seelen wohnen
Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud

C (2)
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt (im Umzugskarton)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)

D (4)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
Rebecca Drake: Still sollst du sterben

E (0)
Jennifer Estep: Frostkuss

F (11)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Gayle Forman: Wenn ich bleibe
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym
Earlene Fowler: Tödliche Schatten

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (3)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Michael Herzig: Töte deinen Nächsten 
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (1)
Jay Lake: Die Räder der Welt
Siri Lindberg: Nachtlilien

M (4)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Richelle Mead: Dark Swan – Sturmtochter
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

P (4)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund
Ursula Poznanski: Saeculum

Q (0)
–

R (11)
Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (9)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jeff Strand: Grabräuber gesucht
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (10)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 3 – Der gläserne Fluch
P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
P.J. Tracy: Memento
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

V (0)
Caroline Vermalle: Als das Leben überraschend zu Besuch kam

W (3)
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Fluch des Wendigo 

83 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

Seanan McGuire: An Artificial Night (October Daye #3)
Seanan McGuire: Late Eclipses (October Daye #4)
Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Patricia C. Wrede und Caroline Stevermer: The Mislaid Magician (Cecelia and Kate #3)

6 Titel auf dem englischen SuB
(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)

Simmone Howell: Kunst, Baby!

„Kunst, Baby!“ von Simmone Howell gehört zu den Büchern, die mich sehr zwiespältig zurücklassen. Auf der einen Seite hat mich die Geschichte gefesselt und ich habe den Roman mit einem guten Gefühl aus der Hand gelegt, aber auf der anderen Seite hatte ich die erste Hälfte über den Eindruck, ich würde in Zeitlupe einen Autounfall beobachten. Da war so ein Unbehagen beim Lesen und die Gewissheit, dass es noch deutlich unangenehmer wird, bevor es überhaupt besser werden kann …

Gem (Germaine), Lo und Mira sind beste Freundinnen. Die drei Mädchen sind anders als die anderen in ihrer Klasse, keine „Strichcode“-Schülerinnen, sondern etwas ganz Besonderes – und gemeinsam fühlen sie sich stark, obwohl jede von ihnen auch ihre Schwachstellen hat. Für Gem ist die Freunschaft mit Lo und Mira sehr wichtig. Ihr Leben lang war Gem eine Außenseiterin, was nicht nur daran lag, dass ihre (alleinerziehende) Mutter Bev eine Künstlerin und Feministin mit Alt-Hippie-Angewohnheiten ist, die einen unübersehbaren Einfluss auf ihre Tochter hat. In dem kleinen Vorort, in dem die Mädchen wohnen, fällt jemand wie Bev natürlich besonders aus dem Rahmen, und so passte auch Gem nie so recht zu den anderen. Erst nachdem Lo (zu Beginn der zehnten Klasse) neu in die Schule kam und die Freundschaft der beiden Außenseiterinnen Mira und Gem suchte, gehörte Gem auch endlich einmal zu einer Gruppe dazu.

Während Gem – aus deren Perspektive die Geschichte erzählt wird – Mira und Lo einfach nur cool  findet (und sich selbst daneben so schrecklich unbeholfen und schüchtern), konnte ich ihre beiden Freundinnen von Anfang an nicht so recht leiden. Mira ist vor allem hinter den Jungs her und lässt sich durchgehend von Lo manipulieren, obwohl Lo – meinem Gefühl nach – die beiden anderen Mädchen nur ausnutzt, um selbst cooler zu wirken. Auch Gem sieht nicht, dass ihre beiden Freundinnen nicht gerade freunschaftlich handeln. Sie fühlt sich in der Nähe von Lo und Mira stärker und mutiger und sie liebt es, dass Lo immer so unglaubliche Ideen hat. So war auch das Sommerprojekt Los Idee, bei dem sich die drei Mädchen auf ein Thema konzentrieren, das ihre Außenseiterrolle festigen soll. Im vergangenen Jahr haben sich die drei deshalb mit Okkultismus beschäftigt, und für diesen Sommer wirft Gem das Thema „Underground“ ins Gespräch.

Gem will sich dabei ernsthaft mit dem Thema Kunst und Kunstaktivismus auseinandersetzen, aber Lo fühlt sich eher von dem Bereich Kunst-Terrorismus angezogen – und natürlich zieht Mira bei Los Vorschlägen mit. So werden im Laufe der letzten Schulwochen vor den Ferien die Unterschiede zwischen den Mädchen immer deutlicher. Gem recherchiert intensiv zum Thema Andy Warhol und will einen Film drehen – was auch eine gute Vorbereitung für die Bewerbung an der Filmhochschule wäre -, während Lo und Mira sogenannte „Happenings“ veranstalten, bei denen weniger ein künstlerischer als ein zerstörerischer Aspekt im Mittelpunkt steht. Je weniger Gem bereit ist mitzumachen, desto mehr wird sie von ihren Freundinnen ausgegrenzt …

Ich muss gestehen, dass die Geschichte für mich erst dann erträglich wurde, als Gem erste Anstalten machte, sich aus dem Einfluss von Lo zu lösen – was nicht gerade dadurch erleichtert wurde, dass Gems Mutter selbst von Lo total hingerissen war und in ihr im Prinzip eine Seelenverwandte gefunden zu haben glaubte. Sehr passend fand ich eine Bemerkungung ganz zu Anfang des Romans, als Gem von Lo und Mira aufgezogen wird, die im Prinzip aussagt, dass gute Freunde zwar die Schwachstellen des anderen kennen, aber dieses Wissen nicht ausnutzen. Um so ärgerlicher war es für mich, dass Gem lange Zeit verzeihen konnte, dass ihre besten Freundinnen kurz darauf genau dieses Wissen so sehr missbrauchen.

Erst als Gem bewusst wird, dass Lo und Mira sich schon lange nicht mehr wie Freundinnen benehmen, sie nur noch ausnutzen und sich selbst die Zukunft mit ihren Aktionen auf unsagbar dumme Weise verbauen, sieht sie ein, dass es besser ist, keine Freunde zu haben, als sich weiter von falschen Freunden beeinflussen zu lassen. Ab diesem Punkt hat mich das Buch deutlich besser unterhalten, denn es war wirklich schön zu verfolgen, wie Gem immer erwachsener mit diesem Thema umging und wie sie Entscheidungen traf, die nicht von ihren Freundinnen beeinflusst wurden. Parallel zu Gems Geschichte entwickelt sich auch der Film, den sie am Ende zu ihrem ganz privates Sommerprojekt macht, wobei ich in diesen Passagen eine Menge Neues über Kunst und Film gelernt habe. Stellenweise gab es mir aber auch schon fast zu viele Informationen über Andy Warhol und sein Umfeld, und bevor ich mich das nächste Mal mit dem Thema beschäftige, benötige ich erst einmal wieder eine Auszeit.

Insgesamt hat Simmone Howell mit „Kunst, Baby!“ ein ungewöhnliches und wirklich interessantes Jugendbuch über Freunschaft und Erwachsenwerden geschrieben. Trotzdem war die erste Hälfte für mich regelrecht unangenehm zu lesen und ich musste erstaunlich viele Pausen machen, weil ich mich so über Gem, Mira und Lo aufgeregt habe. Andererseits konnte ich die Finger auch nicht von dem Roman lassen, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht und was aus Gem wird, wenn sie endlich merkt, dass ihre Freundinnen schon lange keine mehr sind. Wer sich mit anfangs etwas sperrigen Figuren abfinden kann, sollte ruhig mal einen Blick in „Kunst, Baby!“ werfen.

Da das Thema „Freundschaft“ bei diesem Roman so unübersehbar im Vordergrund steht, zähle ich ihn als meine zweite Station für die „Themen-Challenge“ von Neyasha.