Kategorie: Uncategorized

[Kulinarisches] Wirsing-Rouladen mit Reis-Paprika-Füllung

In den letzten Wochen gab es bei all den stressigen Tagen abends doch immer eher simple und wenig zeitaufwändige Gerichte. Trotz Renovierungs- und „ich will noch so viel vor Weihnachten schaffen“-Chaos wollte ich das mal wieder ändern und ein bisschen aufmerksamer kochen, während mein Mann Urlaub hat. Simpel sind diese Wirsing-Rouladen auch, aber dafür brauchen sie schon ein bisschen Zeit bei der Zubereitung.

Zutaten für 8 Rouladen (oder zwei hungrige Personen)

8 große Wirsingblätter in gutem Zustand (also nicht die Blätter ganz außen, die haben regelmäßig kleine Löcher)
250 g Reis
1-2 Paprikaschoten
etwas Öl zum Dünsten
Salz
Pfeffer
Rosenpaprika-Pulver
ca. 300 ml Sahne
(8 Zahnstocher)

Zubereitung:

Bei den Wirsingblättern den mittleren dicken Strunk mit einem scharfen Messer an der Außenseite so weit wegschneiden, dass er nicht mehr viel dicker als das Blatt ist. Dann die Blätter kurz in einem großen Topf in köchelndes Wasser legen, bis sie so weich sind, dass man sie später gut rollen kann. Ich mache das einzeln, damit mir nicht ein Teil zu gar wird, während die oberen noch zu knackig sind. Die Wirsingblätter dann in einem Sieb abtropfen lassen. Dann den Reis in Salzwasser garen, parallel dazu die Paprika säubern, in kleine Stücke schneiden und mit ein bisschen Öl in einer Pfanne andünsten.

Danach den fertig gekochten Reis mit der Paprika mischen und das Ganze kräftig mit Salz, Pfeffer und dem Rosenpaprika-Pulver würzen. Die Masse sollte auf jeden Fall überwürzt schmecken, da der Wirsing ja ungewürzt ist. Dann die Wirsingblätter mit der Reis-Paprika-Mischung füllen – je nach Blattgröße nehme ich da 3-4 Esslöffel pro Blatt, schlage dann die Seiten über der Füllung zusammen und rolle das Ganze vom Stiel her auf, bis eine Roulade entstanden ist, und fixiere dann das Ende des Wirsingblatts mit einem Zahnstocher.

Als Nächstes werden die Wirsingrouladen in die nun leere Pfanne gelegt und mit Sahne angegossen, bis die Rouladen zu einem Viertel bis Drittel in der Sahne liegen. Dann kommt ein Deckel auf das Ganze und die Pfanne wird erhitzt, bis die Sahne leicht köchelt. Hier etwas aufpassen, dass die Hitze wirklich so niedrig ist, dass die Sahne nicht zu sehr hochkocht. Die Wirsingrouladen sollen insgesamt 20 Minuten in der Sahne gar ziehen, die Rouladen nach der Hälfte der Zeit wenden, damit sie von beiden Seiten gleichmäßig garen. In dieser Zeit kocht die Sahne deutlich ein, bekommt ein paar Aromen von dem Wirsing und den Gewürzen ab und ergibt so am Ende eine leckere Sauce für das Essen.

***

Wer sich nun fragt, was mit dem Rest Wirsing gemacht werden könnte: Mein Vorschlag wäre ein Wirsing-Risotto. Einfach ein klassisches Risotto ansetzen und nach dem Angießen der letzten Kelle Brühe kleingeschnittenen Wirsing (und einen Hauch Muskatnuss) unterrühren und mit dem Risotto fertig garen.

Oder man macht ein Resteessen – das gab es am Montag bei uns. Dafür habe ich die restlichen 2 Paprika und den übrigen Wirsing kleingeschnitten und in der Pfanne angebraten, dazu gab es den Rest eines angefangenen Frischkäses (den ich auf Brot nicht so mochte und der langsam mal aufgebraucht werden sollte) und einen Schuss Brühe, damit es nicht so trocken wird. Das Ganze habe ich dann mit Harissa, Salz und Pfeffer scharf abgeschmeckt und am Ende mit ein paar frisch gekochten Nudeln gemischt.

[Blogparade] Zum Jahresende 2014 …

… von Katrin von den BuchSaiten.

Wer ebenfalls Interesse an der Blogparade hat, findet HIER die Fragen und eine Möglichkeit, seinen Blogbeitrag bei Katrin zu registrieren. 

Wie schon in den letzten Jahren bin ich relativ früh mit dem Beantworten der Fragen. Aber ich habe diese Blogparade gern aus dem Kopf, bevor die Feiertage beginnen, sonst denke ich doch immer wieder darüber nach, ob ich nicht doch noch ein schöneres Cover, einen anderen Autor oder sowieso etwas ganz anderes erwähnen sollte.

Wie immer habe ich zum Beantworten der Fragen meine Leselisten gewälzt, trotzdem fand ich es wieder verflixt schwierig – und beschränke mich deshalb bei den Antworten nur selten auf einen einzigen Titel. 😉

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir wenig versprochen habe, das mich dann aber positiv überrascht hat? (und Begründung)

Ich hatte einige Rezensionen zu „Bienensterben“ von Lisa O’Donnell gelesen, bevor ich das Buch in der Bibliothek vorgemerkt hatte. Von mir aus lese ich eigentlich keine Romane (mehr), in denen Kinder – aus welchem Grund auch immer – von ihren Eltern verlassen werden, außerdem hatte ich sehr unterschiedliche Meinungen zu dem Titel gesehen. Deshalb waren meine Erwartungen nicht so hoch, als ich mit dem Buch anfing, aber nach der letzten Seite blieb mir nur noch dieses Fazit, um mal meine eigene Rezension zu zitieren:

„Auch wenn es mir etwas merkwürdig vorkommt ein Buch, in dem es um Vernachlässigung von Kindern, Tod, Misshandlung, Alkohol- und Drogenmissbrauch geht, als „schön“ zu bezeichnen, so hat mir „Bienensterben“ wirklich sehr gut gefallen. Dieser Roman verfügt über individuelle und faszinierende Protagonisten, eine tolle Erzählweise und eine Handlung, die mich – zum Teil gerade wegen diverser skurril wirkender Entwicklungen – sehr gepackt hat.“

Ein Titel, mit dem ich keine Erwartungen verknüpft hatte, war „Der Trümmermörder“ von Cay Rademacher. Das Buch ist bei irgendeiner Aktion auf meinen eReader gehüpft und dann hatte ich es ganz vergessen, bis ich während der „7 Days – 7 Books“ im April auf der Suche nach einem Krimi war, den ich zur Abwechslung lesen konnte. Ich habe den Roman dann an einem Tag durchgelesen und fand vor allem die Atmosphäre und die Darstellung der Nachkriegszeit wirklich gut gemacht. HIER hatte ich etwas mehr dazu geschrieben.

Welches war das Buch in diesem Jahr, von dem ich mir viel versprochen habe, das mich dann aber negativ überrascht hat? (und Begründung)


Bei dieser Frage ist mir ausnahmsweise sofort ein Buch eingefallen, nämlich „Wunder muss man selber machen“ von Sina Trinkwalder. So toll ich es finde, dass die Frau ein funktionierendes industrielles, ökologisches und soziales Textilunternehmen auf die Beine gestellt hat, so wenig informativ fand ich das Buch, das sie darüber geschrieben hat. Nähere Details kann man in meiner Rezension zu dem Titel nachlesen.

Auch bei „Die Listensammlerin“ von Lena Gorelik hatte ich Erwartungen, die der Roman nicht ganz erfüllen konnte. Dabei hat mir die eine Hälfte der Geschichte (die Passagen, die von Grischa erzählen) gut gefallen, aber bei den anderen Kapiteln hatte ich große Probleme mit der Protagonistin, und insgesamt hatte ich – aus welchen Gründen auch immer – erwartet, dass der Roman einen größeren und länger anhaltenden Eindruck bei mir hinterlassen würde. HIER geht es zu meiner Rezension.

Welches war eure persönliche Autoren-Neuentdeckung in diesem Jahr und warum?

Robert Galbraith – und ja, mir ist bewusst, dass es sich dabei um J.K. Rowling handelt, aber ich hatte nicht erwartet, dass die Autorin in der Lage wäre, einen Krimi zu schreiben, der mir so gut gefallen würde. Ich hatte zu „The Cuckoo’s Calling“ nur einen Leseeindruck geschrieben, aber den relevanten Teil möchte ich hier gern zitieren:

„… ich habe den solide geschriebenen Kriminalroman wirklich genossen. Genau genommen habe ich kaum etwas gefunden, worüber ich mich hätte aufregen können und das ist inzwischen wirklich eine Seltenheit, wenn ich Kriminalromane lese. 😉

J.K. Rolling hat es geschafft, mit „The Cuckoo’s Calling“ einen interessanten Fall mit überraschend realistisch wirkenden Figuren und einem sympathischen Protagonisten zu erzählen. Ich mochte ihren Umgang mit den verschiedenen Charakteren wirklich, niemand ist einfach nur gut oder böse, sie alle haben ihre Ecken und Kanten, und selbst mit der unsympathischsten Figuren gibt es Momente, die sie menschlicher wirken lassen. Die Handlung selbst wird sehr ruhig erzählt. Der Detektiv Cormoran Strike nähert sich dem vermeintlichen Selbstmord des Models Lula sehr systematisch und interviewt einen Zeugen nach dem anderen. So bekommt man Lula, ihren letzten Tag und ihr Umfeld aus den verschiedenen Perspektiven beschrieben und kann sich seine eigenen Gedanken zu den Motiven der Charaktere und zu ihrem Verhältnis zu Lula machen. Wenn es eine Fortsetzung mit Cormoran gibt, dann werde ich sie auf jeden Fall auch lesen!“

„Der Seidenspinner“ ist übrigens schon im Haus und wartet nun darauf, dass ich mal wieder etwas mehr Ruhe zum Lesen habe. 😉

Welches war euer Lieblings-Cover in diesem Jahr und warum?

Mein persönliches Lieblingscover dieses Jahres stammt eigentlich aus dem Jahr 2009, aber da ich den Roman in diesem Jahr zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, ist es mein Coverhighlight 2014. 😉

Genau genommen geht es um die Hardcover-Ausgabe von „The Thirteenth Child“ von Patricia C. Wrede. Abgesehen davon, dass ich die relativ einfache Gestaltung und die Farben des Covers mag, gefällt es mir auch, dass es so viel über den Inhalt des Buches aussagt. Die Geschichte spielt im „Wilden Westen“ einer fantastischen Parallelwelt, in der nicht die dort siedelnden Indianer den Fortschritt der Siedler „beeinträchtigen“, sondern wilde magische Wesen … Nur schade, dass die Gestaltung der Fortsetzungen nicht zu diesem schönen Cover passt.

Welches Buch wollt ihr unbedingt im Jahr 2015 lesen und warum?
Es gibt nicht das eine Buch, das ich unbedingt im kommenden Jahr lesen will. Es gibt eine Handvoll Neuerscheinungen – in der Regel Reihenfortsetzungen -, die 2015 veröffentlicht werden, auf die ich mich freue und die mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bei mir einziehen werden. Aber vor allem möchte ich im nächsten Jahr meinen SuB um ein paar Titel erleichtern. Da gibt es (gerade bei den englischen Romanen) so tolle Geschichten, die ich so gern haben wollte und für die bislang irgendwie keine Zeit war. Das möchte ich in den kommenden Monaten wirklich ändern!

Advent, Advent … Vorweihnachts-Lesewochen: 3. Advent

Am letzten Sonntag habe ich neben dem Muffinbacken und einer weiteren Geschichte aus „Christmas in The Duke’s Arms“ dann doch etwas weniger Zeit zum „Adventslesen“ als ich ursprünglich gedacht hatte. Und auch in der vergangenen Woche war es wieder trubelig (dafür habe ich aber auch eine Menge anderer Dinge geschafft, die ich schon so lange erledigt haben wollte) – nur das Lesen kommt in diesem Monat bislang etwas zu kurz.

Trotzdem habe ich mir am Dienstag etwas Zeit genommen, um nachmittags mein aktuelles „SuB-Abbau-Buch“ anzulesen und den letzten Muffin vom Sonntag (und ein paar Kekse) zu vernichten, bevor ich wieder zu Nähnadel gegriffen habe. Zu dem Roman möchte ich lieber noch nichts sagen, aber es ist nicht die qualitativste Lektüre, die ich bislang in dem Bereich gelesen habe. Genau genommen beschäftigen wir uns seit Dienstag jeden Abend damit die widersprüchlichen Theorien und „historischen Details“, die der Protagonist aufstellt bzw. erfährt, auseinander zupflücken. Ich habe nichts dagegen, wenn ein Autor reale Begebenheiten und Personen für einen fiktiven Roman kreativ verarbeitet, aber dann sollte dies wenigstens innerhalb der Geschichte stimmig sein und nicht dazu führen, dass das Ganze innerhalb weniger aufeinanderfolgender Absätze wieder ad absurdum geführt wird.

Am Mittwoch hatte mein Mann noch eine nachträgliche „Nikolausüberraschung“ für mich und überreichte mir den zweiten Mumin-Band. Ich hoffe, dass wir am Wochenende wieder etwas Zeit finden, damit ich meinem Mann „Komet im Mumintal“ wieder vorlesen kann. Und am Freitag habe ich die letzten (Geburtstags- und Weihnachts-)Geschenke eingepackt und verschickt. Da ich nach dieser Woche ziemlich müde bin, kann es sein, dass ich einen Teil des Nachmittags verschlafe, außerdem muss ich noch mal die Farbrolle schwingen und werde heute Abend weiter nähen, aber erst einmal gibt es Frühstück und dazu die Frage, was ich heute lese. 😉

***

Update 14:45 Uhr

Seit dem Frühstück habe ich meine Nase recht konzentriert in „The Spy Beneath the Mistletoe“ von Shana Galen gelesen, das ist die vierte und letzte Geschichte aus „Christmas in The Duke’s Arms“. Vor allem bin ich so hartnäckig dabei geblieben, weil mir die Handlung nicht so recht gefallen hat und auch die Protagonisten fand ich nicht sonderlich sympathisch. Sie designt Waffen für den Geheimdienst, er ist dort Büroangestellter – und aufgrund der feiertagsbedingen Personalknappheit bekommen beide (unabhängig voneinander) den Auftrag den Wegelagerer zu fangen, der seit Wochen sein Unwesen in der Nähe des „The Duke’s Arms“ treibt. Doch vor allem sind die beiden damit beschäftigt zwischen „ich begehre mein Gegenüber“ und „der andere ist doof“ zu schwanken. Immerhin waren die beiden schon mal miteinander im Bett und ihr Fazit dazu ist, dass das Ganze eine unangenehme Angelegenheit war, die viel zu schnell vorbei und nur für einen von beiden befriedigend war. Was doch eine überraschende Abwechslung zu all den Damen ist, die ihre Entjungferung so genossen haben, dass sie zukünftig sämtliche gesellschaftlichen Konventionen vergaßen, um nur bei ihm sein zu können …

Insgesamt haben mir also nur zwei von den vier Geschichten aus „Christmas in The Duke’s Arms“ gefallen. Und da ich mich spontan nicht für eine andere Lektüre entscheiden kann, bügel ich erst einmal die nächste Vorhangnaht. 😉

***

Update 16:45 Uhr

Bei mir ging es seit dem letzten Update mit dem Bügeleisen, Kuchen und Mumin weiter. Ich freu mich so über die Wiederentdeckung der Mumin-Bücher – noch einmal vielen Dank an Kiya, über deren Neuzugänge ich die entdeckt habe. 😀

Viel bin ich nicht zum Lesen gekommen (so ein voller Mund stört doch etwas beim Vorlesen ;)), aber der Muminvater hat eine Brücke über den Fluss gebaut, Mumin und das kleine Tier haben einen unheimlichen Weg, einen Strand und eine Höhle entdeckt und mitten in der Nacht gab es Besuch von einem weltuntergangverkündenden Bisam. Diesen grummeligen Herrn hat mein Mann gleich ins Herz geschlossen, vor allem als er auch noch die Bedeutung der Erde im Universum anhand von Zuckerschalen, Keksen und Krümeln erklärte – und damit Mumin und dem kleinen Tier ordentlich Angst einjagte. 🙂

***

Update 22:45 Uhr 

Heute Abend habe ich nichts mehr gelesen, sondern erst etwas genäht, dann noch etwas genäht und dann Wirsingrouladen (gefüllt mit Reis und Paprika) gekocht. Dann haben wir eine Folge „Die Frau hinter der Ladetisch“ gesehen (die Serie hat uns Natira geliehen und wir finden sie sehr entspannend), während ich noch etwas genäht habe. Morgen noch zwei kurze Nähte und diese Vorhänge sind endlich fertig. Jetzt werde ich nur noch ein paar Kommentare beantworten und dann ins Bett fallen.

Ich wünsche euch eine schöne Adventswoche – spätestens am Sonntag lesen wir uns wieder! 🙂

Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax and the Hong Kong Buddha (Hörbuch)

In Mrs. Pollifax Leben gab es in den letzten Geschichten einige Entwicklungen, die zu Beginn von „Mrs. Pollifax and the Hong Kong Buddha“ dazu führen, dass sich Emily Pollifax mit Handwerkern herumschlagen darf, die ihr neues Haus umbauen sollen. Da passt es eigentlich überhaupt nicht, dass Mr. Carstairs Assistent Bishop plötzlich auftaucht und sie bittet für die CIA nach Hong Kong zu reisen. Aber Mrs. Pollifax hat ja schon früher ihre Spontanität bewiesen und so befindet sie sich kurz darauf in Hong Kong, um ein Treffen mit dem jungen Chinesen Shang Ti zu arrangieren.

Den jungen Mann hatte Emily kennengelernt, als sie vor wenigen Monaten mit einer Reisegruppe in China unterwegs war. Auch aufgrund ihrer Hilfe hat Shang Ti es inzwischen nach Hong Kong geschafft und dort eine Anstellung bei einem Diamentenhändler gefunden. Genau genommen bei einem Diamantenhändler und Informanten der CIA in Hong Kong. Doch seit einiger Zeit kommen nur noch sehr seltsame Berichte bei Mr. Carstairs an und so soll Mrs. Pollifax – mit Shang Tis Hilfe herausfinden, was in Hong Kong los ist. Doch nicht nur Shang Ti trifft die rüstige Spionin in Hong Kong wieder, es kommt auch zu einem Wiedersehen mit dem ehemaligen Juwelendieb Robin, der ebenfalls beruflich in der Region unterwegs ist.

Ich muss zugeben, dass diese Geschichte relativ wenige Spuren in meiner Erinnerung hinterlassen hatte (wobei ich mich inzwischen frage, ob ich den Titel wirklich habe oder ob ich ihn früher nur aus der Bibliothek geliehen hatte) und so fühlte sich das Hören des Hörbuches beinah so an, als ob ich Mrs. Pollifax Abenteuer in Hong Kong zum erste Mal miterleben würde. Die Handlung verläuft lange Zeit sehr ruhig, während Mrs. Pollifax darauf wartet, dass sie Kontakt zu Shang Ti aufnehmen kann. Währenddessen lernt sie einen Mann kennen, der in Hong Kong mit seinen übernatürlichen Fähigkeiten einen verschwundenen Polizisten finden solle und frischt ihre Bekanntschaft mit Robin wiederauf.

Das Ganze fühlt sich ein bisschen schwammig an, weil weder Emily noch der Hörer lange Zeit überhaupt eine Ahnung haben, was überhaupt vor Ort los ist und worum sich die gesamte Angelegenheit dreht – als allerdings dann klar wird, welche Gefahr für die Stadt hinter den seltsamen Vorgängen steckt, wird es auch sehr dramatisch für Mrs. Pollifax. So ist die Geschichte nicht ganz so amüsant wie die anderen Folgen, die ich in den letzten Monaten gehört habe, und man braucht hier ein bisschen Geduld mit der Handlung. Trotzdem habe ich es genossen Mrs. Pollifax immer größer werdende Professionalität als Spionin zu verfolgen und mehr über Robin und Shang Ti herauszufinden.

Zu Barbara Rosenblat muss ich vermutlich nicht mehr viel sagen, obwohl ich doch anmerken möchte, dass ihre „Chinesen“, „Araber“ und „Osteuropäer“ immer mal wieder über ähnliche „Akzente“ verfügen, was mir bei den Asiaten dann doch nicht ganz so stimmig vorkommt. 😉

Ebba D. Drolshagen: Der freundliche Feind – Wehrmachtssoldaten im besetzten Europa

Ich hatte schon bei dem „Vorauswahl-Beitrag“ für die Sachbuch-Challenge geschrieben, dass ich eigentlich etwas übersättigt bin, wenn es um das Thema „2. Weltkrieg“ geht. Aber wenn ich dann über einen Titel stolpere, der mir den Eindruck vermittelt, dass dort eine Seite des Kriegs vorgestellt wird, die ich noch nicht so gut kenne, werde ich doch wieder neugierig. So habe ich über „Eine Handbreit Hoffnung“ nicht nur das Schicksal einer jüdischen Familie in Polen verfolgt, sondern auch wieder mehr über das Verhältnis Polen-Russland-Ukraine gelernt. „Der freundliche Feind“ von Ebba D. Drolshagen hingegen beschäftigt sich mit Wehrmachtsoldaten, die als Besatzer jahrelang – relativ friedlich – außerhalb von Deutschland gelebt haben, und dem Verhältnis zwischen diesen Soldaten und der einheimischen Bevölkerung.

Vor allem konzentriert sich die Autorin dabei auf die Soldaten, die in Norwegen und Frankreich stationiert waren, und erklärt erst einmal die unterschiedlichen Ausgangssituationen in den beiden Ländern. Während Frankreich den Vormarsch der Deutschen genau verfolgen konnte und mit dem Einmarsch der Soldaten rechnen musste, wurden die Norweger über Nacht von der Inbesitznahme überrascht. So hatten auf der einen Seite die Franzosen viel Zeit, um sich die Gräueltaten auszumalen, die die Deutschen nach der Invasion an ihnen ausüben würden, während die Norweger gar nicht fassen konnten, dass sie – trotz erklärter Neutralität – nun unter deutscher Besatzung  standen.

Auch für die deutschen Soldaten brachte diese Besatzungszeit ungewohnte Herausforderungen mit sich. Auf der einen Seite mussten sie jahrelang in einer engen und von oben erzwungenen Kameradschaft leben, die keine Rücksicht auf individuelle Befindlichkeiten nahm, auf der anderen Seite durften sie nur in Uniform aus den Kasernen gehen und bekamen so natürlich die Feindschaft der Einheimischen zu spüren. Dazu kam bei den Soldaten noch das Wissen, dass sie – im Vergleich zu ihren Familien, die in Deutschland von den Alliierten bombardiert wurden, und den Soldaten an den Fronten – in einer sehr friedlichen und sicheren Lage den Krieg erlebten.

Nach dem ersten Schock standen die Einheimischen vor der Frage, wie sie mit den (aufgrund von Befehlen und Propagandaeinflüssen) oft recht freundlich agierenden Soldaten umgehen sollten. Gerade diejenigen, die kaum Kampfhandlungen erlebt hatten, schienen sich zu benehmen, als ob sie im Urlaub wären. So schwankten die Besetzten zwischen der Ablehnung gegenüber den Invasoren und der Höflichkeit gegenüber einem freundlichen Fremden, der nach dem Weg fragt oder für sich und seine Freunde nur ein Eis kaufen möchte – wobei natürlich das Zeigen der Ablehnung überwog, was zum Teil wiederum seltsame Maßnahmen von Seiten der einheimischen Obrigkeit provozierte, die versuchen musste, mit den Besatzern auszukommen. Sehr schön finde ich es auch, wie die Autorin anhand von Zitaten aus Tagebucheinträgen, Briefen und Erinnerungen von Zeitzeugen darstellt, wie unterschiedlich Verhalten oft ausgelegt wurde. So leisteten z. B. Ladenbesitzer Widerstand, indem sie den Deutschen keine Waren verkauften, sondern nur – wie es die Höflichkeit gegenüber Fremden gebot – eine Tasse Kaffee anboten. Das führte wiederum dazu, dass sich einige deutsche Soldaten in solchen Situationen überraschend willkommen fühlten, boten ihnen die Norweger doch trotz ihres Mangels an Waren bei jedem Besuch eine Tasse Kaffee an.

Natürlich verschweigt die Autorin nicht, dass die Deutschen – bei aller befohlenen „Freundlichkeit“ – als Invasoren im Land waren, dass Druck auf die Bevölkerung ausgeübt wurde, dass besetzt und geplündert wurde und dass die Einheimischen in Angst vor den fremden Soldaten lebten. Aber je länger man zusammenlebte und je enger man zusammenarbeitete – wie es oft besonders in ländlichen Regionen der Fall war -, desto häufiger haben beide Seiten nicht mehr den „Feind“, sondern auch den Menschen gesehen. Außerdem gab es natürlich – neben denjenigen die mehr oder weniger aktiv Widerstand leisteten – auch diejenigen, die die Besatzungszeit durch die Deutschen nutzten, um gute Geschäfte zu machen, ihre Feinde und Konkurrenten zu denunzieren oder auf andere Weise von den veränderten Machtverhältnissen zu profitieren.

Ebba D. Drolshagen erzählt im letzten Kapitel auch, wie sie als Deutsch-Norwegerin überhaupt auf das Thema gekommen ist – und wie sehr es sie anfangs irritiert hat, als sie sich Erzählungen von Norwegern und Deutschen angehört hat, die von der Kriegszeit erzählten. Denn während die Norweger von der beängstigenden Atmosphäre, von dem Hunger, dem Mangel und dem Zwang berichteten, vermittelten die ehemaligen deutschen Soldaten das Gefühl, als ob sie Norwegen als zweite Heimat empfunden und dort viele einheimische Freunde gefunden hätten. Erst mit viel Geduld und der Einsichtnahme in einige Dokumente aus dieser Zeit kam sie der Realität etwas näher, die eben nicht schwarz-weiß war, sondern aus unendlich vielen Grauschattierungen bestand – und an die man scih im Laufe der Jahre auf beiden Seiten nur noch sehr selektiv erinnerte.

Ich fand es spannend, mal ein Sachbuch zu lesen, das sich nicht in erster Linie mit der Vernichtung der Juden, den Ereignissen an der Front, den großen Schlachten und den unzähligen Verbrechen der Nazis beschäftigte (wobei ich betonen möchte, dass diese Aspekte in dem Buch nicht verschwiegen werden). Über den normalen Alltag in den besetzten Gebieten habe ich mir vorher kaum Gedanken gemacht, wenn ich von dem einen oder anderen Roman absehe, der eine sehr persönliche – und oft auch dramatische – Sicht auf das Thema präsentiert hat. Auch mochte ich den Versuch der Autorin, so neutral wie möglich die Erinnerungen und Ereignisse wiederzugeben. Sie erwähnt zwar, dass erschreckend viele der damals sehr jungen Deutschen auch im hohen Alter noch eine von der Nazi-Propaganda geprägte Sprache (und Gesinnung) zeigten, wenn sie von ihrer Wehrmachtszeit sprachen, betont aber auch, wie sehr das kollektive Schweigen der Besiegten wohl die objektive Auseinandersetzung erschwert hat.

Auf beiden Seiten zeigt die Autorin eine gewissen Schizophrenie auf, wenn es um die Taten aller Kriegsparteien geht sowie um die Wahrnehmung des individuellen Empfindens und der persönlichen Haltung – vor allem in der Rückschau und mit dem Wissen um den Ausgang des Krieges und die Details um die jeweiligen Verbrechen. So endet ihr Buch auch nicht mit dem Kriegsende, sondern geht auch noch kurz darauf ein, wie in den jeweiligen Ländern in den Jahren nach dem Krieg mit den Landsleuten umgegangen wurde, die – aus dem einen oder anderen Grund – den Besatzern vielleicht näher standen (oder von denen dies nur behauptet wurde) und wie dort die Ereignisse dieser Besatzungsjahre in den Geschichtsbüchern festgehalten wurden. Schließlich konzentrieren sich diese Bücher nicht auf die individuellen Erfahrungen der verschiedenen Beteiligten, sondern auf die großen politischen Entscheidungen, die entscheidenden Schlachten und die völkerumfassenden Auswirkungen des Krieges.

Sehr schade finde ich, dass die Quellen und Anmerkungen in einem Anhang zusammengefasst wurden, statt als Fußnoten auf derselben Seite aufgeführt zu werden. So musste ich immer viel blättern, obwohl die gesuchte Information oft nur aus einer kurzen (aber interessanten) Quellenangabe bestand, die ich bei einer anderen Anordnung mit einem kurzem Seitenblick hätte erfassen können, ohne dafür im Lesefluss unterbrochen zu werden.

Diane Zahler: Sleeping Beauty’s Daughters

„Sleeping Beauty’s Daughters“ ist die vierte Märcheadaption, die ich inzwischen von Diane Zahler gelesen habe. „Sleeping Beauty’s Daughters“ wird aus der Perspektive von Aurora erzählt, der ältesten Tochter von Dornröschen. Dabei ist dem Mädchen lange Zeit nicht bewusst, dass ihre Mutter eine „sagenhafte“ Gestalt ist. Sie weiß nur, dass die Mutter empfindlich und nicht ganz gesund ist und immer schonend behandelt werden muss. So hält sie auch immer ein Auge auf ihre jüngere und sehr lebhafte Schwester Luna, damit deren Streiche die Mutter nicht aufregen. Erst mit zwölf Jahren findet Aurora heraus, dass ihre Mutter vor über hundert Jahren bei ihrer Taufe verflucht wurde – und dass auf ihr der gleiche Fluch lastet.

Kurz darauf sticht Aurora sich in den Finger und muss von diesem Moment an gegen den Schlaf kämpfen. Dabei steht ihr ihre Schwester Luna tatkräftig zur Seite und auch in Symon, einem jungen Fischer aus dem naheliegendem Ort, findet die verfluchte Prinzessin einen engagierten und geschickten Helfer. Auroras einzige Hoffnung besteht darin, die Fee zu finden, die schon damals den tödlichen Fluch, der über ihre Mutter ausgesprochen wurde, abmilderte. Doch diese Fee wurde seit über hundert Jahren nicht mehr gesehen, auch wenn es gerüchteweise heißt, dass sie auf einer Insel in einem Ozean leben würde.

Für Aurora bringt die Reise einige Überraschungen mit sich. So muss sie entdecken, dass ihre vorwitzige kleine Schwester schon viel häufiger über die Stränge geschlagen hat, als sie gedacht hätte, findet unerwartete Unterstützung – nicht nur von Symon  – und lernt sich von einer ganz neuen Seite kennen. Dabei verläuft ihre Suche nach der guten Fee auf klassische Märchenart ab, während sie eine Insel nach der anderen ansegeln und dort eine Herausforderung bewältigen müssen, die ihnen eine neue Erkenntnis bringt. Und die ganze Zeit ist ihnen dabei die böse Fee auf den Fersen, die alles dafür tut, damit Aurora endlich dem Fluch erliegt.

Obwohl Diane Zahler die Handlung sehr schlicht erzählt, so flicht sie doch ein paar ungewöhnliche Elemente in die Geschichte ein, die ich sehr schön fand und die mich über die sehr lineare Erzählweise hinwegsehen ließen. So verwendet die Autorin in diesem Märchen nicht nur keltische/irische Sagenelemente, sondern sie hat sich auch weitere Gedanken über die Motive der guten und der bösen Fee gemacht – und die Grundidee mit dem vererbten Fluch hat mir auch sehr gut gefallen. Anfangs wirken Aurora und Luna noch etwas arg klischeebelastet, die eine die brave und vernünftige Schwester, die andere impulsive und jungenhaft, aber auch hier zeigt sich im Laufe der Zeit, dass sie auch andere Facetten haben. „Sleeping Beauty’s Daughters“ klingt in mir nicht so lange nach wie zum Beispiel „The Thirteenth Princess“, aber ich habe das Lesen dieser Geschichte genossen und freue mich, dass der hübsche Band meine Diane-Zahler-Märchensammlung (erst einmal) vervollständigt.

Advent, Advent … Vorweihnachts-Lesewochen: 2. Advent

Schon ist die erste Dezemberwoche wieder rum und somit Zeit für den zweiten Beitrag zu Arianas Adventslesen am Adventssonntag. 🙂 Am letzten Sonntag habe ich meinem Mann „Mumins lange Reise“ vorgelesen, meine Nase in „Sleeping Beauty’s Daughters“ gesteckt und die erste Geschichte aus „Christmas in The Duke’s Arms“ gelesen. Mit der Anthologie wird es heute auch weitergehen, aber vorher erzähle ich euch noch, wie meine Woche im „weihnachtlichen Bereich“ so verlaufen ist.

Am Montag gab es für mich zum Beispiel gleich zwei Adventskalender. Den einen bekam ich zugeschickt und freue mich noch immer sehr über die lieben Worte, die die Karte beinhaltet. Den anderen haben wir uns am Samstag gegenseitig gekauft, als wir nach Pralinen und Trüffeln geguckt hatten. Dieses Jahr gibt es also für mich bis Weihnachten jeden Tag ein kleines Türchen und ein noch kleineres Stückchen Schokolade. 🙂

Am Dienstag habe ich mir für die Fahrt zum Tierarzt den eReader in die Tasche gesteckt. Stau auf der Autobahn gab es dieses Mal nicht und so hatte ich vor dem Termin und beim Warten auf die Ergebnisse der Blutuntersuchung genügend Zeit, um den Großteil von „In The Duke’s Arms“ von Carolyn Jewel zu lesen (das ist übrigens die zweite Geschichte aus „Christmas at the Duke’s Arms“) Dieses Mal beginnt die Geschichte auch in dem Gasthaus „Duke’s Arms“ und man lernt nicht nur den Duke kennen, sondern auch eine Dame, die vor einem Monat erst in den Ort gezogen ist. Genau genommen bringt Edith (selbstverständlich in Begleitung ihres Mädchens) einen Stiefel ins Gasthaus, den sie vor ihrer Haustür gefunden hat und dessen Besitzer sie sucht. Die Geschichte mochte ich deutlich lieber als die vorherige – es gab sehr viele nette kleine Szenen, in denen sich die beiden auf freundschaftliche Weise näher gekommen sind. Außerdem waren die beiden so angenehm unabhängige Personen und gingen so wunderbar respektvoll miteinander um. Hübsch gemacht. 🙂

Mittwoch, Donnerstag und Freitag hatte ich nicht viel Zeit, habe aber trotzdem inzwischen „Sleeping Beauty’s Daughters“ beenden können. Ich mochte die Geschichte wirklich sehr gern – sehr viele klassische Märchenelemente, nette Grundidee und sympathische Figuren. 🙂

Heute werde ich erst einmal kurz die Farbrolle schwingen (ich streiche gerade einen alten Tisch), dann Teig anrühren und mein Frühstück genießen – danach geht es für den Rest des Tages (naja, den Großteil des Tages) aufs Sofa zum Lesen.

***

Update 16:00 Uhr

So richtig erholsam war es bislang noch nicht, aber jetzt sitze ich wirklich mit Tee und Muffin auf dem Sofa, die Kerze brennt, der eReader ist bei der Hand und Shandy kuschelt sich an meine Beine (nachdem er vorher noch die Laterne inspiziert hat). Ich habe meinen Muffin mal aufgeschnitten, um zu gucken, ob er auch innen „hübsch“ geworden ist und bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis. Insgesamt sind es 12 Muffins geworden und einen Teil wird mein Mann morgen mit zur Arbeit nehmen, aber ich denke, ich habe morgen Nachmittag noch einen zum Tee. 🙂

Jetzt geht es aber erst einmal endlich mit „Licensed to Wed“ von Miranda Neville los – der dritten Geschichte aus „Christmas in The Duke’s Arms“. Mal schauen, ob sie mir ebenso gut gefällt wie die von Carolyn Jewel! (Und bis ich die Geschichte fertig habe, versuche ich den vollen FeedReader und das Mailfach zu ignorieren. 😉 )

***

Update 19:00 Uhr

In den letzten drei Stunden habe ich mich vor allem mit „Licensed to Wed“ beschäftigt. Die Geschichte ist nicht besonderes ausgefallen, aber ich mochte sie gern. Nachdem Robinas Vater gestorben ist und sie nur schlecht versorgt zurückgelassen hat, ist ihr Nachbar Lord Carbury (Wyatt) der Meinung, dass es seine Pflicht sei seine Kindheitsfreundin zu heiraten. Obwohl – oder gerade weil – sie ihn liebt, ist sie entsetzt, dass er ihr aus Pflichtbewusstsein einen Antrag macht und lehnt diesen natürlich ab. Was in ihm so langsam die Erkenntnis aufkommen lässt, dass er doch ein bisschen mehr als Freundschaft für Robina empfindet. Wie gesagt, ich fand das sehr nett und schön zu lesen. Außerdem hat die Autorin es geschafft, kleine Anspielungen an die vorhergehenden beiden Geschichten einzuflechten, was mir auch gefiel. 🙂

Jetzt werde ich erst einmal in die Küche wandern und Essen kochen. Ein weiteres Update wird es von mir wohl nicht geben, da ich heute Abend doch noch etwas arbeiten werde. Aber vielleicht schaffe ich es später noch ein paar Kommentare bei den anderen Mitlesern zu hinterlassen. Ansonsten lesen wir uns im Laufe der Woche wieder oder spätestens am 3. Adventssonntag. Bis dahin hinterlasse ich euch noch ein Video, um für etwas Weihnachtsstimmung zu sorgen. 😉

Lisa und Laura Roecker: The Liar Society – The Lies That Bind

Im September hatte ich „The Liar Society“ gelesen und mochte den Roman von Lisa und Laura Roecker so gern, dass ich mir nun die Fortsetzung „The Lies That Bind“ zum Geburtstag gewünscht habe. „The Liar Society“ endete für mich befriedigend, obwohl es einige Aspekte gab, die nicht „gut“ ausgingen, hatte ich nach dem Lesen das Gefühl, dass Kate mit diesem Ergebnis ihrer Nachforschungen leben konnte. In „The Lies That Bind“ wird deutlich, dass sie wirklich versucht hat wieder ein „normales“ Leben zu führen. Sie hat in den vergangenen Monaten herausgefunden wie genau ihrer Freundin Grace gestorben ist und wer für ihren Tod die Verantwortung trägt. Auch weiß sie inzwischen, wo all die mysteriösen Botschaften herkamen, die die verstorbene Grace ihr gesendet hat.

Doch obwohl sie nun relativ zufrieden ist und versucht die Vergangenheit abzuschließen, kann Kate nicht vollständig loslassen. Sie hat immer noch das Bedürfnis diejenigen, die für Grace Tod nicht zur Rechenschaft gezogen würden, im Auge zu behalten – und so beginnt das Buch damit, dass sie aufgrund von Informationen handelt, die sie bekommen hat, weil sie jeden Morgen auf der Jungentoilette der PB Privatschule ein Aufnahmegerät installiert. Ich muss zugeben, dass das einer ihrer „professionelleren“ Momente ist, denn die folgenden Tage werden für Kate so belastend, dass sie wieder relativ planlos in gefährliche Situationen stolpert.

Denn bei einer Art Gedenkveranstaltung verschwindet eine Schülerin (Bethany) und niemand außer Kate und Bethanys bester Freundin Taylor scheint sich Sorgen um ihren Verbleib zu machen. Und da Kate nur zu gut nachvollziehen kann, wie es Taylor nun geht, setzt sie alles daran, um Bethany – die sie eigentlich gar nicht leiden kann – zu retten und herauszufinden, wer hinter dem Verschwinden des Mädchens steckt. Wie schon im ersten Band geht Kate recht kompromisslos zu Werke. Ihr ist bewusst, dass sich ihr Umfeld Sorgen um sie macht, aber sie kann einfach nicht ruhig bleiben und nichts tun, während andere Menschen in Gefahr sein könnten. Das sorgt für ein Zerwürfnis im Laufe der Geschichte, das ich sehr bedauerlich fand, aber auch für einige amüsante Situationen mit Kates einzigem treuem Verbündeten, ihrem Nachbarn Seth.

Letztendlich sind sich die beiden Romane relativ ähnlich, auch wenn Kate nach den Enthüllungen im ersten Band über so viel mehr Wissen verfügt als vorher. Aber das ändert nichts daran, dass sie wieder einmal nicht weiß, wem sie trauen kann und welche Motive die verschiedenen Beteiligten verfolgen. Dazu kommt die Gewissheit, dass die Machenschaften, die in der Privatschule ihren Anfang nahmen, sich über den ganzen Ort ausgeweitet haben, so dass sie sich nicht einmal an die Behörden um Hilfe wenden kann. Das alles führt wieder zu einer sehr atmosphärischen Geschichte, bei der es schwer fällt jemanden als „Freund“ oder „Feind“ einzuordnen. Ich mag das sehr! 🙂

Allerdings bin ich mir nicht sicher, was ich von dem Ende des Romans halten soll. Wieder habe ich das Gefühl, dass das Ganze nicht „gut“ ausgegangen ist. Und obwohl es stimmig ist, wie sich Kate durch die Ereignisse verändert – so wird sie zum Beispiel skrupelloser und sie lernt immer leichter zu lügen, um in Ruhe ihre Nachforschungen anstellen zu können -, gefällt es mir nicht, wie weit sie im Laufe der Zeit geht. Am Schluss habe ich das Gefühl, dass es zwei Möglichkeiten gibt, wie die weitere Schulzeit auf der PB Privatschule für Kate enden könnte und beide gefallen mir nicht so recht. Auf der anderen Seite finde ich es gut, dass die Autorinnen die Handlung nicht zu einem simplen Happy End geführt haben, denn das wäre unglaubwürdig gewesen. So oder so, das Lesen hat wieder sehr viel Spaß gemacht und ich werde die beiden Bände ganz bestimmt nicht zum letzten Mal in der Hand gehalten haben. 😉

SuB-trahiert (1): November

Im Oktober hatte ich einen kleinen Rappel und hätte am Liebsten 90% meines SuBs aus der Wohnung geworfen. Da mir das aber doch etwas zu radikal vorkam und ich mich gut genug kenne, um zu wissen, dass ich das am Ende bedauern würde, hatte ich stattdessen vorgenommen, in den nächsten Wochen den SuB mal genauer unter die Lupe zu nehmen. Statt mich vor allem auf Leihbücher, Bibliotheksbücher und die Neuankömmlinge zu konzentrieren, wollte ich gezielt Bücher aus dem SuB ziehen und anlesen. Entweder würden sie mich dann doch mal packen, so dass ich sie gleich weiterlese, oder ich könnte sie ohne schlechtes Gewissen aussortieren, weil sich mein Buchgeschmack nun mal im Laufe der letzten Jahre geändert hat.

Weil es mich ja immer motiviert, wenn ich zu meinen Projekten Listen anlegen kann, gibt es hier den ersten „SuB-trahiert“-Beitrag, in dem ich aufliste, welche SuB-Titel welches Schicksal ereilt hat. 😉 Geschrumpft ist der SuB im November (auch dank der Geburtstagszugänge) definitiv nicht, aber immerhin ein paar ältere Titel habe ich mir genauer angeschaut.

1. Thomas Finn: Schwarze Tränen
Zur Rezension geht es HIER

2. Boris Meyn: Die Schattenflotte (Comissarius Bischop Bd. 5)

Dass dieser Krimi der fünfte Band einer Serie rund um den Anwalt (und Hobbydetektiv) Sören Bischop ist, habe ich erst herausgefunden, als ich schon mit dem Lesen angefangen hatte. Der Verlag hat es natürlich nicht für notwendig gehalten, diese Information auf dem Roman oder im Katalog zu vermerken. Die Geschichte war ganz okay und enthielt einige interessante Beschreibungen von Hamburger Gebäuden rund um die Jahrhundertwende (also 1900), hat mich aber nicht richtig fesseln oder gar auf weitere Bücher des Autors neugierig machen können.

3. Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Grundidee klang gut und die Geschichte hat mir definitiv besser gefallen als vor ein paar Jahren „Es muss nicht immer Grappa sein“. Aber so richtig sagen mir die Protagonistin und der Humor dieser Reihe nicht zu. Beendet habe ich das Buch vor allem, weil es so schön dünn war – weitere Grappa-Titel werde ich wohl nicht lesen. Allerdings hätte ich da noch einen historischen Roman von der Autorin …

4. Gabriella Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
…, den ich nach gut 50 gelesenen Seiten aussortiert habe. Eigentlich finde ich die Zeit (1845) und die damalige Situation der Weber in Deutschland, die eine gewisse Rolle im Roman spielt, sehr interessant. Aber mich haben die Charaktere zum Großteil ziemlich kalt gelassen, die meisten fand ich sogar auf Anhieb unsympathisch, und die ständigen Perspektivwechsel und die Ausdrucksweise der Figuren haben mir auch nicht gefallen. Also raus aus dem SuB damit!

Dezember-SuB 2014

Mit dem November bin ich, wenn es ums Lesen geht, eigentlich recht zufrieden. Die Anzahl der gelesenen Bücher ist zwar nur in diesem Maß zustande gekommen, weil ich einige sehr dünne Bücher erwischt hatte, aber trotzdem bin ich insgesamt mehr zum Lesen gekommen als erwartet. So habe ich insgesamt 16 Bücher und 2 Manga gelesen, beim Hören sieht meine Bilanz weniger gut aus – vor allem, weil ich mir mit „Der Anschlag“ einen Titel vorgenommen habe, auf den ich genau genommen nicht so viel Lust hatte. So habe ich dann doch einige Stunden ohne Hörbuch oder mit Musik auf den Ohren verbracht, in denen ich mir sonst hätte vorlesen lassen. So komme ich gerade mal auf 1 Hörbuch und 1 Hörspielbox mit vier CDs. Bei der Sachbuch-Challenge muss ich wirklich endlich mit dem Rezensionsschreiben und Buchbeenden anfangen, das kam im November zu kurz. Dafür habe ich mich doch ganz erfolgreich mit meinem „Alt-SuB“ beschäftigt – die ersten Ergebnisse dazu gibt es in ein paar Tagen auf dem Blog.

Ich weiß nicht, wie viel ich im Dezember zum Lesen kommen werde. Ich werde zwar an Arianas Adventslesen teilnehmen und mir die Sonntage so weit wie möglich dafür freihalten, aber da ich bis Weihnachten noch eine Menge zu tun habe und wir zwischen den Feiertagen Besuch bekommen, wird wohl insgesamt nicht so viel Lesezeit abfallen. Trotzdem möchte ich in dieser Zeit die Sachbuch-Challenge beenden, mich weiter um meinen Alt-SuB kümmern und den einen oder anderen November-Neuzugang lesen.

A (2)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (12)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Quentin Bates: Kalter Trost
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud  
Brom: Krampus
Jim Butcher: Im Schatten des Fürsten (Codex Alera 2)

C (2)
Sebastien de Castell: Blutrecht
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
Larry Correia: Die Monster, die ich rief

D (3)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

E (1)
Akram El-Bahay: Flammenwüste

F (8)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (9)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Will Hill: Department 19 – Die Wiederkehr
Will Hill: Department 19 – Das Gefecht
Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
Mark Hodder: Auf der Suche nach dem Auge von Naga
Daniel Holbe: Giftspur

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (0)

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Jessica Kremser: Frau Maier hört das Gras wachsen

L (2)
Siri Lindberg: Nachtlilien
Scott Lynch: Die Lügen des Locke Lamora

M (3)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Jenny Milchman: Eisesgrab

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)

P (3)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Alexey Pehov: Wind
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund

Q (0)

R (10)
Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (8)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (5)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (3)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)

Sonstige (0)

84 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

Marie Brennan: A Natural History of Dragons
Sarah Rees Brennan: Unspoken
Patricia Briggs: Iron Kissed
Jim Butcher: Side Jobs (Harry Dresden Kurzgeschichten)
Jim Butcher: Changes
Jim Butcher: Ghost Story
Jim Butcher: Cold Days
Gail Carriger: Changeless (Parasol Protectorate #2)
Gail Carriger: Blameless (Parasol Protectorate #3)
Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #4)
Gail Carriger: Timeless (Parasol Protectorate #5)
Soman Chainani: The School for Good and Evil 2
Jennifer Estep: By A Thread
Diana Pharaoh Francis: The Cipher
Mira Grant: Feed
Tanya Huff: The Wild Ways
Tanya Huff: The Future Falls
Lynn Kurland: Star of the Morning
Seanan McGuire: Chimes at Midnight (October Daye #7)
Seanan McGuire: The Winter Long (October Daye #8)
Seanan McGuire: Sparrow Hill Road
Anthony Minghella: Jim Henson’s The Storyteller
Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
Nnedi Okorafor: Akata Witch
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
Julia Quinn: Dancing at Midnight
Julia Quinn: Splendid
Julia Quinn: Minx
Julia Quinn: Everything and the Moon
Julia Quinn: Brighter Than the Sun
Philip Reeve: Larklight
A.C.H. Smith: Jim Henson’s The Dark Crystal
Rob Thomas: Veronica Mars – The Thousand Dollar Tan Line
Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child
Diane Zahler: Sleeping Beauty’s Daughters

Sonstiges:
West Ward Weird

37 Titel auf dem englischen SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)