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Advent, Advent … Vorweihnachts-Lesewochen: 1. Advent

Wie schon angekündigt, beteilige ich mich auch in diesem Jahr an Arianas Adventslesen und stelle jeden Sonntag einen Beitrag online, in dem ich von den gelesenen adventlichen oder weihnachtlichen Geschichten berichte und auch von den – hoffentlich gemütlichen – Adventssonntagen, die ich ganz im Sinn dieser Vorweihnachts-Leseaktion verbringen möchte.

Eine Liste aller Teilnehmer ist bei Ariana unter diesem LINK zu finden – ich freu mich schon auf den Austausch! 🙂

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Für den 1. Adventssonntag habe ich mir gleich drei Bücher rausgesucht, um mich zu entspannen und vielleicht etwas mehr in Adventsstimmung zu bringen. Zwei der Titel („Mumins lange Reise“ von Tove Jansson und „Sleeping Beauty’s Daugthers“ von Diane Zahler) habe ich gerade erst zum Geburtstag bekommen, den dritten Roman ist eigentlich eine Sammlung von vier Geschichte („Christmas in the Duke’s Arms“), die von vier unterschiedlichen Autorinnen (Shana Galen, Miranda Neville, Carolyn Jewel und Grace Burrowes) rund um ein Gasthaus in England geschrieben wurden – diese Ausgabe habe ich mir extra für das Adventslesen besorgt, weil ich es im letzten Jahr so nett fand, als ich an jedem Wochenende eine historische Liebesgeschichte aus einem Christmas-4er-Bundle gelesen hatte. Die erste Geschichte, „A Knight Before Christmas“ von Grace Burrowes, hatte ich gestern Abend schon angefangen, bin aber nicht sehr weit gekommen. Bislang habe ich gerade erst die Protagonistin (Penelope Carrington, die seit elf Monaten verwitwet ist) und den Protagonisten (Sir Leviticus Sparrow, Penelopes Anwalt und schon seit acht Jahren verwitwet) kennengelernt. Klingt ganz nett, erfordert nicht so viel Aufmerksamkeit und ich denke, damit werde ich ein paar entspannende und unterhaltsame Lesestunden haben. 🙂

Dieser Beitrag wird im Laufe des Tage immer wieder aktualisiert und wenn ich in der Woche in meinen „adventlichen“ Büchern weiterlesen sollte, dann schreibe ich am kommenden Sonntag darüber. Mit den Kommentaren werde ich mich wohl heute etwas zurückhalten müssen. Seit gestern Abend tut mir das Handgelenk beim Tippen etwas weh und da sollte ich mich wohl zumindest am Wochenende etwas schonen, damit ich in der Woche wieder „funktioniere“, aber ganz darauf verzichten mag ich definitiv nicht.

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Update 12:45 Uhr

Die erste Geschichte aus „Christmas in the Duke’s Arms“, „A Knight Before Christmas“ von Grace Burrowes, entwickelt sich leider mehr zu einer Aneinanderreihung von intimen Szenen als zu einer netten Handlung. Wobei ich zugeben muss, das die betreffenden Szenen hübsch geschrieben wurden, aber mir wäre eine intensivere Ausarbeitung der Geschichte lieber gewesen, vor allem, da ich die Grundidee sehr nett fand. Penelope muss nämlich in den nächsten vier Wochen heiraten, um ihrer Familie finanziell helfen zu können, während Sir Levi Penelope gern heiraten würde, aber befürchtet, dass ihn dann eine andere Frau wegen eines gebrochenen Eheversprechens anklagen würde (er hat ihr nie einen Heiratsantrag gemacht, war aber so blöd und hat ihr Gedichte geschickt, die er für seine verstorbene Frau geschrieben hatte und die man im schlimmsten Fall so interpretieren könnte).

Weil ich zum Frühstück dann lieber etwas Märchenhafteres lesen wollte, habe ich mir „Mumins lange Reise“ von Tove Jansson geschnappt und das Büchlein meinem Mann vorgelesen. Ich kann nun versichern, dass Mumin, seine Mutter und das kleine Tier ein Haus gefunden haben, bevor der Winter hereinbrechen konnte – und dass die Geschichte ihren Charme nach all den Jahren für mich nicht verloren hat. 🙂

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Update 15:15 Uhr

Bislang genieße ich den Sonntag wirklich. Alles ist ruhig und entspannt und durch das Fenster sehe ich heimeliges Novembergrau. 🙂 Ich habe inzwischen „A Knight Before Christmas“ beendet und kann berichten, dass es genauso weiterging wie befürchtet. Dabei fand ich die Charaktere, die Grundidee und sogar den Teil der Handlung, der Handlung war, wirklich sehr nett. Schade, dass die Autorin nicht etwas mehr aus der Geschichte gemacht hat. Immerhin muss ich zugeben, dass die Szenen, in denen sich die beiden körperlich näher kamen, auch so angelegt waren, dass einem berichtet wurde, dass sie die private Zeit auch nutzten, um sich besser kennenzulernen, sich über Hobbies und die Menschen in ihrem Leben, die ihnen wichtig sind, auszutauschen. Aber das bekam man nur zusammengefasst und nicht gezeigt.

 Zu Tee und Butterkuchen (mit etwas mehr Zucker auch aufgetaut sehr lecker!) gab es die ersten Seiten von „Sleeping Beauty’s Daugthers“ von Diane Zahler. Jetzt aber darf ich erst einmal eine Runde Wäsche zusammenlegen, bevor ich weiter lesen und eine Kommentarrunde drehen kann. 🙂

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Update 18:30 Uhr
Uff, diese Kommentarrunde zieht sich ganz schön und so langsam tut die Hand wirklich heftig weh. Wenn ich mit dem FeedReader durch bin, werde ich heute wohl keine Kommentare schreiben, sondern nur noch ein kleines Update vor dem Schlafengehen. 
Dafür habe ich während des Tippens immer wieder Leckereien in den Mund geschoben bekommen … 😀 Besonders die Trüffel und Pralinen waren toll. Zu schade, dass wir so selten zu dem Geschäft bekommen! Aber dafür genießen wir sie dann auch besonders – auch wenn es für jeden immer nur einen halben Bissen gibt, damit wir mehr Sorten ausprobieren können. *g*

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Update 22:15 Uhr

Sehr viel habe ich seit dem letzten Update nicht mehr gelesen, stattdessen haben wir Abendessen (Pizza! 🙂 ) gekocht, ich habe noch etwas kommentiert (ich kann es nicht lassen) und eine weitere Runde Wäsche zusammengelegt. Vor dem Schlafengehen lese ich aber noch etwas in „Der freundliche Feind“ – mein aktuelles Sachbuch für die Challenge. Es geht übrigens um Wehrmachtssoldaten, die im zweiten Weltkrieg in besetzten Ländern wie z.B. Norwegen und Frankreich lebten, und darum, dass das Verhältnis zwischen Besatzern und Besetzten kompliziert war. Mal schauen, ob ich mich darauf noch etwas konzentrieren kann, so viele Seiten fehlen mir nicht mehr. Ansonsten antworte ich morgen auf die restlichen Kommentare und melde mich dann wieder am kommenden Sonntag! Hab eine schön Woche! 🙂

SuB-Zuwachs im November

Der Monat fing im Bereich „Neuzugänge“ ganz harmlos an, als mein Mann mich fragte, ob ihm eben einen Buchtitel von meiner Wunschliste nennen könnte, weil er sonst Porto zahlen müsste …

Jennifer Estep: By a Thread
[Der Band ist ganz einfach die Fortsetzung der Reihe rund um Gin, die Spinne.]

Dann kam ein langersehntes Päckchen, das aber erst einmal von Baltimore mit Beschlag belegt wurde. Nach dem Öffnen kamen unter anderem ein paar Bücher (und französische Kekse :D) zum Vorschein, die meinen armen SuB wieder anwachsen lassen.

Jenny Milchman: Eisesgrab
[Neben all den Fantasybüchern brauche ich dann doch mal etwas Abwechslung …]

Jim C. Hines: Die Buchmagier – Angriff der Verschlinger
[Fortsetzung – und ich freu mich schon darauf zu entdecken, auf welche Bücher Jim C. Hines in diesem Band wieder anspielt.]

Akram El-Bahay: Flammenwüste
[Klappentextwunsch – Drachen und Wüste mag ich ja grundsätzlich! Und ich habe es bislang sogar geschafft keine Rezensionen dazu zu lesen.]

Larry Correia: Die Monster, die ich rief
[Noch ein Klappentextwunsch – ich habe eine Schwäche für monsterjagende Geheimorganisationen. ;)]

Will Hill: Department 19 – Das Gefecht
[Fortsetzung! :D]

Außerdem landete noch ein weiteres Buch von meinem Wunschzettel in meinem Briefkasten:

Alan Bradley: Flavia de Luce 6 – Tote Vögel singen nicht
[Noch eine tolle Fortsetzung! :)]

Vor ein paar Tagen war dann mein Geburtstag und gaaaaanz überraschend haben mir ganz viele liebe Menschen, ganz viele Bücher geschenkt. Ich liebe es, wenn mein Wunschzettel geplündert wird! 🙂

Comics und Sachbücher – wie ich gerade merke, fehlt das Buch mit den Anleitungen für Hobo Bags auf dem Foto – landen wie gewohnt nicht auf der SuB-Liste, aber ich wollte sie hier trotzdem vorstellen.

Jim Butcher: Changes/Ghost Story
[Fortsetzungen der Harry-Dresden-Romane – so langsam nähere ich mich dem aktuellen Stand! :D]

Jessica Kremser: Frau Maier hört das Gras wachsen
[Fortsetzung von „Frau Maier fischt im Trüben“, was mir sehr gut gefallen hatte!]

Tove Jansson: Mumins lange Reise
[Kiya hatte mich vor einiger Zeit auf diese Mumins-Ausgaben aufmerksam gemacht – ich hoffe sehr, dass ich die Geschichten heute immer noch ebenso bezaubernd finde wie als Kind. Gehe aber davon aus, dass das der Fall sein wird. :)]

Lisa und Laura Roecker: The Liar Society 2 – The Lies That Bind
[Uuuuund noch eine Fortsetzung!]

Nnedi Okorafor: Akata Witch
[Jugendfantasy-Roman, dessen Geschichte in Afrika spielt und dessen Hauptfigur ein Albino ist. War mal von Jim C. Hines empfohlen worden und seine Beschreibung hatte mich sehr neugierig gemacht.]

Diane Zahler: Sleeping Beauty’s Daughters
[Das neuste Märchen von Diane Zahler – dieses Mal etwas dicker als die anderen Geschichten und im Hardcover erschienen. :)]

Christoph Marx: Geschichte Afrikas – Von 1800 bis zur Gegenwart
[Auch wenn das kleine Schriftbild etwas abschreckend ist, hoffe ich auf spannende und informative Lektüre. Über Afrika weiß ich viel weniger, als ich gern wissen würde – das sollte sich mal ändern!]

Diana Pharaoh Francis: The Cipher
[Trilogie-Auftakt von einer der Autorinnen, von denen ich gern mehr lesen mag.]

Guy Delisle: Aufzeichnungen aus Jerusalem
[Was für ein unglaublich dicker Comic! Oo Nach China, Korea und Birma nun also endlich Guy Delisles Erlebnisse aus der Zeit, als er mit seiner Familie in Jerusalem lebte.]

Patricia C. Wrede: The Thirteenth Child
[So ein hübsches Buch … *hach* Ähm, und eine Autorin, von der ich bislang alles Gelesene sehr mochte! :)]

Und dann kam noch ein Geburtstagsnachzügler:

Tanya Huff: The Future Falls
[Eine weitere Gale-Geschichte! Jetzt kann ich die drei Bände mal am Stück lesen – also, wenn ich den ersten Band wieder aus meinen Kisten krame. :D]

Leseeindrücke im November

„Fischland-Mord“ von Corinna Kastner war mal wieder eine dieser Spontan-Ausleihen in der Bibliothek. Ein Teil von mir scheint immer noch nach neuen und unterhaltsamen Krimiautoren Ausschau zu halten, denn an ungewöhnlichen Kriminalromanen kann ich zur Zeit nicht vorbeigehen. „Fischland-Mord“ spielt rund um Wustrow an der Ostsee und gehört zu der Sorte Regionalkrimis, die ich mag. Die Hauptfigur Kassandra Voß hat vor einem Jahr ein altes Kapitänshaus in Wustrow gekauft und eine kleine Pension daraus gemacht. Nun findet sie eines Morgens einen ihrer Gäste ertrunken in seinem Bett liegend, dass der Tote ermordet wurde, steht selbst für Kassandra schnell fest und als die Polizei dann auch noch sie zu den Verdächtigen zählt, beginnt sie gemeinsam mit ihrem Nachbarn Jonas und seinem Freund Paul zu ermitteln.

Ich habe mich mit dem Buch wirklich gut unterhalten gefühlt. Der Fall an sich war zwar etwas überkonstruiert, aber nicht so absurd, dass ich nicht hätte weiterlesen mögen. Die Figuren fand ich großteils sympathisch (wenn auch ein paar Nebenfiguren etwas überzogen waren) und die Rolle, die das Fischland in diesem Roman spielt, hat mir auch gefallen. Corinna Kastner lässt Kassandra immer wieder am Meer spazieren gehen oder darüber nachdenken, wie wohl sie sich auf diesem Stückchen Land zwischen Ostsee und Bodden fühlt, ohne dass ich das Gefühl hatte, das wäre jetzt künstlich aufgepropft worden, um für „Lokalkolorit“ zu sorgen. Ich bin jetzt nicht so hingerissen, dass ich mir sofort die Fortsetzung kaufen würde, aber ich würde mich freuen, wenn sie mir in der Bibliothek in die Finger fallen würde. Mit „Fischland-Mord“ habe ich einen angenehmen und entspannten Nachmittag verbracht – und manchmal ist genau das alles, was ich von einem Buch erhoffe.

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„Niemand ist ohne Schuld“ und „Zurück von den Toten“ (Band 3 und 4 der Dark-Village-Reihe) von Kjetil Johnsen haben mich ebenfalls gut unterhalten. Die Handlung ist zwar stellenweise vorhersehbar und entwickelt sich in immer absurdere und unglaubwürdigere Richtungen, aber bei dieser Serie kann ich damit gut leben. Die kurzen Kapitel, die kleinen Informationshäppchen und die verschiedenen Figuren halten mich so weit bei der Stange, dass ich mich beim Lesen wunderbar amüsiere. Inzwischen haben wir vier Tote, eine kriminelle Organisation, eine „Undercover Bösewichtin“, mehrere Mörder und natürlich einige verwirrte Teenager, die nicht so recht wissen, wie sie mit all den Vorfällen umgehen sollen. In der Regel schnappe ich mir den frisch ausgeliehenen Band am selben Tag, an dem ich ihn in der Bibliothek mitnehmen konnte, und gönne mir damit ein paar intensive Lesestunden. „Dark Village“ ist zwar keine Reihe, die ich mir kaufen würde, aber ich genieße die Bücher gerade wirklich und freu mich schon auf all die (vermutlich ziemlich überzogenen) Wendungen, die mich im Abschlussband erwarten. 
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„Smoke and Mirrors“ von Tanya Huff ist der zweite Teil der Serie rund um Tony Foster und hat mich ebenso amüsiert wie schon „Smoke and Shadows“. Nachdem sich Tony im ersten Band mit Schattenwesen herumschlagen musste, die durch ein Dimensionstor das Filmgelände, auf dem er arbeitet, erobern wollten, darf er sich nun mit einem Haus voller Geister beschäftigen. Dass er dabei auch noch auf das Filmteam aufpassen muss, das in dem Haus gerade eine weitere Folge einer bekannten Vampir-Serie drehen will, macht die Aufgabe nicht leichter für ihn. Ich mag es immer wieder, wie Tanya Huff klischeebelastete Elemente in ihren Romanen aufgreift und so verwendet, dass ich mich beim Lesern wunderbar amüsieren kann. Ich mag den Humor der Autorin, ich mag ihre Art ein Geisterhaus zu beschreiben und ich mag die Art und Weise wie ihre Figuren miteinander agieren. So langsam landet Tanya Huff wirklich auf der Liste der Autoren, von denen ich mir jeden verfügbaren Titel besorge. 🙂

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„Mädchenhimmel!“ von Lili Grün war eine Leihgabe von Hermia, die auch eine sehr passende und informative Rezension zu dem Titel geschrieben hat. Ich fand die Gedichte und kurzen Geschichten von Lili Grün wunderbar zu lesen und in vielerlei Hinsicht immer noch aktuell und treffend. Eigentlich könnte ich hier Hermias Rezension hinkopieren, denn sie hat meine Meinung zu dem Buch sehr schön zusammengefasst. 🙂 Gäbe es nicht einen kleinen Punkt, dann würde ich mir diesen Titel sofort auf die Wunschliste setzen. Aber ich muss zugeben, dass ich das Preis-/Leistungsverhältnis nicht so ganz angemessen finde, auch wenn ich verstehen kann, dass ein kleiner Verlag so einen Band nun einmal nicht zum Spottpreis auf den Markt werfen kann. Auch fand ich den Teil mit den Anmerkungen zum Großteil überflüssig, aber das kann an mir liegen, da ich durch mein Quer-durch-alle-Genres-Lesen kein Problem mit etwas altmodischen (oder österreichischen) Begriffen habe. Alles in allem bin ich Hermia sehr dankbar, weil sie mir das Buch geliehen und so sehr schöne Momente mit den Gedichten und Geschichten von Lili Grün bereitet hat.

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„Teatime mit Tante Alwine“ von Ellen Jacobi wird vermutlich meine Mutter zu Weihnachten bekommen und war genau das richtige Buch, als ich vor kurzem wegen Bauchschmerzen eine schlaflose Nacht verbracht habe. Locker, flockig erzählt, nicht besonders anspruchsvoll, aber eine nette Geschichte mit dem einen oder anderen amüsanten (wenn auch arg übertriebenen) Moment. Ich mochte die kleinen „Backszenen“ – mit manchen Themen kann man mich eben immer locken – und die energischen und dickköpfigen Damen, die in der Handlung vorkommen. Es hat mich jetzt nicht so begeistert, dass ich noch mehr von der Autorin lesen müsste, aber die Geschichte bot entspannende Ablenkung und ließ sich auch übermüdet gut lesen. 

Verwöhntag für die Winterkatze

Gestern war wieder der offizielle „Verwöhntag für die Winterkatze“ (auch mein Geburtstag genannt 😉 ). In diesem Jahr begann der Tag mit einer viel zu kurzen Nacht, da mein Mann der Meinung war, er müsse unbedingt dabei sein, wenn ich meine Geschenke auspacke. Das bedeutete allerdings, dass ich zusammen mit ihm aufstehen musste – was mich ungefähr 1,5 Stunden Schlaf gekostet hat -, um schlaftrunken ins Wohnzimmer zu wanken und dort von dem Geschenkstapel erschlagen zu werden.

Meine Familie hat sich auch in diesem Jahr auf meinen Wunschzettel gestürzt und ihn mit vereinten Kräften geplündert:

Insgesamt ist da eine bunte Mischung zusammengekommen – und ich bin ehrlich froh, dass nicht alles davon „SuB-relevant“ ist. *g* Die Sachbücher werden wohl noch eine Weile auf meine Aufmerksamkeit warten müssen, bis ich etwas mehr Zeit für sie habe. Die Mumins und die (darunter liegende) Frozen-DVD werde ich – ebenso wie das Märchen von Diane Zahler – in der Adventszeit lesen bzw. anschauen. Das passt einfach zusammen! Und den Rest werde ich wohl in der Reihenfolge verschlingen, in der er mir in die Finger kommt. Ich freu mich auf jeden Fall schon darauf! 🙂

Da ich aber nicht den ganzen Tag nur auf meine schönen neuen Bücher schauen konnte, habe ich mich dann aufgerafft und zwei Runden Hefeteig angesetzt. Ein Teig für die Ciabatta-Brötchen, die wir abends zum Essen haben wollten, und dann noch einen für den Butterkuchen, auf den ich in den letzten Tagen große Lust hatte. Das verlinkte Rezept ist absolut einfach und das Ergebnis wunderbar fluffig und lecker. Ich überlege nur, ob ich beim nächsten Mal ein bisschen mehr Zucker in den Teig gebe, denn ich mag den Butterkuchen einen Tick süßer noch etwas lieber.

Eigentlich wollte ich nach dem Backen mein Frühstück (frischer Butterkuchen! :D) genießen und dabei in meinen neuen Büchern stöbern, aber das Lesen konnte ich dank des klingelnden Telefons vergessen. Stattdessen habe ich mit lauter lieben Menschen gesprochen, die allerdings damit leben mussten, dass ich ihnen fröhlich ins Ohr kaute. 😉 Zum Katzenfüttern wurde es dann etwas ruhiger und nachdem die Viecher versorgt waren, die Küche wieder ordentlich aussah und ich den Salat für den Abend vorbereitet hatte, ging es für mich wieder aufs Sofa. Den Nachmittag habe ich dann weniger kommunikativ verbracht – dafür gab es noch eine Runde Kuchen und Tee und ein Blick in „The Lies That Bind“, das Hobo-Bag-Buch (ich muss mir unbedingt mal ein paar Schnallen, Haken und Ringe für Taschen zulegen! :D) und „The Thirteenth Children“. Außerdem klingelte der Paketbote und brachte ein paar Leckereien für mich, die ich in den nächsten Tagen genießen werde. Geschenke aus der Küche sind einfach eine tolle Sache. Danke! 🙂

Der Einzige, der das mit dem „Verwöhntag für die Winterkatze“ irgendwie falsch verstanden hat, war der Kerl hier:

So musste ich – nachdem die letzten Tagen in der Hinsicht mal ruhiger verlaufe waren – im 2-Stunden-Takt zu Lappen und Eimer greifen und putzen. Wobei ich am späten Nachmittag wenigstens einen Grund für seine Unruhe gefunden hatte, als die Nachbarskatzen sich vor unserem Wohnzimmerfenster eine geräuschintensive Schlacht lieferten. Ich hoffe nur, keines der flüchtenden Tiere rannte in den Feierabendverkehr …  

Den Rest des Tages habe ich dann nur noch mit Abendessen (mit sehr knusprig gewordenem Ofenkäse, da ich abgelenkt wurde) und dem Telefon verbracht. Wie in jedem Jahr habe ich das Gefühl, ich hätte an diesem einen Tag mindestens ebenso viel telefoniert wie sonst innerhalb von sechs Monaten. Vor dem Schlafengehen war ich einfach nur noch müde und glücklich und erschlagen von all den lieben Worten und Wünschen und Gesprächen. Danke an alle, die an diesem Tag an mich gedacht haben!

Dorothy Gilman: Mrs. Pollifax on the China Station (Hörbuch)

In diesem Monat habe ich mir meine Mrs. Pollifax für besonders unangenehme Arbeiten aufgehoben und die nicht ganz so schlimmen Tätigkeiten entweder ohne Ablenkung oder mit Stephen Kings „Der Anschlag“ auf den Ohren verbracht. Trotz der längeren Pausen und der nicht so schönen Beschäftigung nebenbei, habe ich „Mrs. Pollifax on the China Station“ von Dorothy Gilman wieder sehr genossen. Dieses Mal wird die rüstige Rentnerin von ihrem Auftraggeber Mr. Carstairs nach China geschickt, wobei von Anfang an feststeht, dass ihre Aufgabe nicht ganz ungefährlich ist und dass sie – unter anderem – mit dem Job beauftragt wurde, weil sie spontan handeln kann, auf andere Menschen vertrauenserweckend wirkt und bewiesen hat, dass sie bei Folter (!) nicht so schnell einbricht.

Obwohl Mrs. Pollifax auch auf dieser Reise mit einer geführten Reisegruppe unterwegs ist, so wie schon in „Mrs. Pollifax on Safari“, erwarten sie deutlich größere Herausforderungen. Erst einmal soll sie mit einem anderen – ihr unbekannten – CIA-Mitarbeiter zusammenarbeiten, dann reisen sie nach China, wo sie als westliche Touristen ständig unter Beobachtung stehen, und zuletzt besteht ihr Auftrag darin, dass sie einen chinesischen Ingenieur aus einem Arbeitslager befreien sollen, wo er seit Jahren gefangen gehalten wurde. All die Unwägbarkeiten machen Emily Pollifax verhältnismäßig unsicher, doch trotzdem versucht sie die Reise nach China zu genießen und so viel Kultur wie möglich zu sehen.

Eigentlich beginnt die Geschichte für den Hörer ganz harmlos. Gemeinsam mit Mrs. Pollifax kann man darüber grübeln, welcher mitreisende Person wohl ebenfalls von der CIA ist, während man die unterschiedlichen Figuren immer besser kennenlernt. Und Emiliys erste Begegnung mit Einheimischen, die nicht tagtäglich mit Ausländern zu tun haben, sind auch ganz wunderbar beschrieben, ebenso ihre Begeisterung für die Geschichte und Kultur. Doch dann wird die Frage immer drängender, wie wohl der zu befreiende Ingenieur aus dem Arbeitslager rausgeholt werden kann – und wer wohl das Gepäck von Mrs. Pollifax durchsucht hat …

„Mrs. Pollifax on the China Station“ ist trotz vieler amüsanter und liebenswerter Momente nicht ganz so leicht geschrieben wie die vorhergehenden „Mrs. Pollifax“-Geschichten. Emily vermisst den Mann, den sie bei ihrem Abenteuer in Afrika kennengelernt hat und muss feststellen, dass es für sie nicht mehr so einfach ist ihr Leben zu riskieren, wenn es doch einen so wichtigen Menschen in ihrem Leben gibt. Auch fühlt sie sich lange Zeit allein auf ihrer Reise, da die Identität ihres Kollegen erst spät gelüftet wird. Was das Lokalkolorit angeht, so gibt es viele atmosphärische Szenen, doch vor allem konzentriert sich die Autorin dabei auf die lange Historie des Landes und weniger auf aktuelle Ereignisse – vielleicht, weil um 1980 zwar viel in China passierte, aber sich nur wenig davon gut in einem Roman darstellen lässt.

Aber auch so mag ich die Geschichten rund um Mrs. Pollifax und freue mich weiterhin darüber, dass ich noch einige Hörbücher mit ihr vor mir habe. Über die Sprecherin Barbara Rosenblat muss ich inzwischen ja wohl nichts mehr sagen – ich mag ihre Stimme und ich mag ihre Art die verschiedenen Figuren darzustellen.

Und was ist mit den Kommentaren?

In diesem November gab es einige Posts zum Thema „Bloggen“. Melanie hat sich zum Beispiel Gedanken über das spontane oder geplante Veröffentlichen von Blogbeiträgen gemacht oder über das Rezensieren von Fortsetzungen. Tina von reading tidbits hat sich hingegen gefragt, „Wie oft bin ich verpflichtet zu bloggen?“, und Annett schreibt über Verrisse. Grundsätzlich finde ich all diese Gedanken und Anregungen rund ums (Buch-)Bloggen gut und spannend, aber bei all diesen Beiträgen fehlt mir das Thema Kommentare.

In meiner Twitter-Timeline haben ein paar Leute vor einiger Zeit festgestellt, dass sie ja in gewisser Weise auch selbst Schuld sind, wenn sie wenige Reaktionen auf ihre Blogbeiträge bekommen, sie würden ja auch nie bei anderen Blogs kommentieren. Letztendlich wurde daraus eine Kommentar-Challenge, von der ich nicht beurteilen kann, ob sie am Ende etwas gebracht hat. Ich bekomme eher die Tweets mit, die sich darum drehen, dass jemand den Überblick über die abgegebenen Kommentare verloren hat oder mal wieder kommentieren müsste, um da noch einigermaßen erfolgreich abzuschneiden.

Ich hingegen frage mich vor allem, warum das Kommentieren und das Reagieren auf Kommentare für manche Blogger so eine Herausforderung zu sein scheint. Zugegeben, ich bin ein schrecklich kommunikativer Mensch, aber sind wir Blogger das nicht in gewisser Weise alle? Schließlich bloggen wir, um uns über Bücher und andere Themen auszutauschen. Zu diesem Austausch gehört meiner Meinung nach auch eine – mehr oder weniger – zeitnahe Reaktion auf Kommentare, die zu den eigenen Beiträgen abgegeben werden, ebenso wie die zeitnahe Freischaltung von Kommentaren, die moderiert werden. Natürlich kann nicht jeder Blogger jeden Tag Zeit für sein Hobby aufwenden, aber ich erwarte schon, dass das jemand innerhalb einer Woche auf die Reihe bekommt. Es würde mir häufig schon reichen, wenn es nur eine „Entschuldigung, ich bin im Stress und schreibe später ausführlicher“-Bemerkung ist, aber als kommentierender Leser möchte ich gern ab und an das Gefühl haben, wahrgenommen worden zu sein. Nicht immer unbedingt bei jedem Kommentar, manchmal hinterlässt man ja auch nur ein „hallo, ich war da und habe deine Meinung gelesen“, auf das nicht leicht zureagieren ist. Aber spätestens bei einem Beitrag, der zu einer Diskussion anregen soll, hätte ich schon gern irgendwann ein Lebenszeichen der Person, die den Post veröffentlicht hat.

Werde ich als Kommentator oft genug von einem Blogger ignoriert, dann fliegt der betreffende Blog aus meinem FeedReader, weil ich es zu frustrierend finde, immer wieder Kommunikationsbereitschaft zu zeigen und nur auf Stillschweigen zu treffen. Ebenso unangenehm finde ich es, wenn ein Blog kein Kommentar-Abo für einzelne Beiträge anbietet, denn ohne eine solche Benachrichtigungsfunktion kann nur sehr schlecht ein Austausch zustandekommen. Ich erinnere mich vielleicht noch ein oder zwei Tage lang daran, dass ich da kommentiert habe und dass ich ja mal nach einer Antwort schauen könnte, aber da ich erst einmal den Blog im FeedReader suchen, ihn aufrufen und ihn dann nach dem entsprechenden Beitrag und einer eventuellen Reaktion durchwühlen muss, bleibt es oft bei dem Gedanken …

Fehlende Reaktionen oder ein nicht vorhandenes Kommentar-Abonnement sind also die beiden Sachen, die mich vom Kommentieren abhalten. Sonst aber finde ich, dass das Kommentieren zum Bloggen ebenso dazugehört wie das Schreiben von Blogbeiträgen. Ich bemühe mich, mindestens einmal am Tag meinen FeedReader zu leeren und dabei auch einen Kommentar bei den Beiträgen zu hinterlassen, zu denen mir spontan etwas einfällt. Das alles kostet mich nur ein paar Minuten (wenn ich nicht gerade ausnahmsweise zu einem komplexeren Thema endlos meine Meinung äußere, was meist bedeutet, dass ich den Beitrag „aufgehoben“ habe, bis ich Ruhe dafür finde 😀 ) – weniger Zeit, als die meisten Leute in meiner Timeline pro Stunde bei Twitter verbringen, um über ihre schlechte Laune oder die fehlende Motivation für diese oder jene Tätigkeit zu schwatzen oder ihr Essen zu präsentieren. 😉 Diese 140 Zeichen für einen Tweet sind so schnell geschrieben – und würden doch oft genug schon für einen Kommentar ausreichen.

Ähnlich halte ich es mit den Kommentaren, die auf  meinem Blog landen. Bekomme ich per Mail die Nachricht, dass da ein Kommentar geschrieben wurde, wird der eben mit einem Klick freigeschaltet und kurz beantwortet. Nur selten unterhalten wir uns über so komplexe Themen, dass es mich mehr als ein oder zwei Minuten kostet, um auf ein „ich teile deine Meinung“ oder „klingt nach einem interessanten Buch“ zu reagieren. Manchmal entstehen so spannende, interessante oder auch nur alberne Unterhaltungen, die für mich einen großen Reiz des Bloggens ausmachen. Denn auch wenn ich das Bloggen für mich betreibe, so ist es doch der Austausch mit den Bloglesern, der für Buchtipps, neue Ideen und frische Motivation in stressigen Zeiten sorgt. Deshalb bemühe ich mich auch selbst in Phasen, in denen ich richtig viel um die Ohren habe, spätestens innerhalb von 24 Stunden auf einen Kommentar zu antworten – ohne, dass mir das Druck bereiten würde, denn es gibt einfach keinen Tag, an dem ich nicht ein paar Minuten Pause mache, in denen ich dann eben auch das Netbook in Reichweite habe.

Natürlich gibt es trotzdem mal Wochen, in denen dieses „normalerweise“ auch bei mir nicht funktioniert. Aber da dieses Hobby „Bloggen“ inzwischen einfach zu meinem Alltag gehört, kommen die an Kommentaren armen Zeiten eigentlich nicht ganz so häufig vor.

Ich weiß nicht, ob ich unter meinen „stillen“ Mitlesern Leute habe, für die das Kommentieren auch problematisch ist. Wenn ja, dann fände ich es spannend zu erfahren, warum es ihnen so schwer fällt, (regelmäßig) eine Meinung zu einem gelesenen Beitrag zu hinterlassen.

Ansonsten bin ich sehr dankbar für die Blogger (und Nichtblogger!), die ebenso wie ich gern regelmäßig kommunizieren und seit Jahren immer wieder bei mir vorbeischauen und mit mir über Bücher und all die anderen Dinge schwatzen, über die ich schreibe.

Caroline Stevermer: Magic Below Stairs

Kiya hat mich vor kurzem unabsichtlich – über einen Link in den Kommentaren – auf „Magic Below Stairs“ von Caroline Stevermer aufmerksam gemacht und ich habe den (viel zu kurzen) Roman auch schon gelesen. Caroline Stevermer ist mir von den „Cecelia and Kate“-Romanen bekannt, die sie zusammen mit Patricia C. Wrede geschrieben hat, und als ich mitbekam, dass „Magic Below Stairs“ in der selben Welt spielt, musste ich das Buch einfach haben – auch wenn die Geschichte sich an ein jüngeres Publikum (10 bis 12 Jahre) richtet als die „Cecelia and Kate“-Bücher.

Protagonist von „Magic Below Stairs“ ist Frederick, den der Leser kennenlernt, als er gerade in einem Waisenhaus eine Strafarbeit verrichten muss. Allerdings es ist Frederick unmöglich die Erbsen und Bohnen, die der Waisenhausleiter in der Küche verteilt hat, aufzusammeln, bevor er mitten in der Nacht erschöpft einschläft. Doch als er am nächsten Morgen aufwacht, findet der Junge die Hülsenfrüchte ordentlich in Schüsseln und den Fußboden blitzeblank vor – und muss sich fragen, ob der grüngekleidete kleine Mann, von dem er geträumt hatte, vielleicht doch real war. In den folgenden Monaten darf der Junge dem Koch des Waisenhauses zur Hand gehen und lernt das eine oder andere Nützliche von dem freundlichen Mann.

Mit elf Jahren wird Frederick dann als Laufjunge im Haushalt von Lord Schofield (jupp, Kates Ehemann) aufgenommen, weil er das Glück hat, dass ihm die Uniform des vorherigen Laufburschen perfekt passt. Wieder ergibt sich so die Gelegenheit für den Jungen ganz viel neues Wissen zu sammeln, während er seinen diversen Aufgaben nachgeht. Viel passiert eigentlich gar nicht in dieser Zeit, aber langweilig wird das Buch trotzdem nicht. Caroline Stevermer erzählt von den vielen kleinen Begebenheiten, die Fredericks neues Leben ausmachen, und beschreibt dabei wunderbar nachvollziehbar die Reaktionen des Jungen auf die neuen Lebensumstände, seine Pflichten und die Menschen um ihn herum. Ich habe zum Beispiel mit glänzenden Augen dagesessen, als Frederick herausfand, dass er als Dienstbote im herrschaftlichen Haushalt frisches Brot zu essen bekommt. Auch mochte ich es von all den kleinen Aufgaben zu lesen, die zu seinem Alltag gehören, und von den Gedanken, die er sich zu den verschiedenen Leuten macht.

Natürlich bleibt Fredericks Leben nicht so geruhsam – schließlich sind Kate und ihr Mann nicht gerade dafür berühmt, dass ihr Alltag langweilig verläuft, was natürlich auch Auswirkungen auf ihr Personal hat. So findet der Junge im Laufe der Zeit eine gute Freundin, einen unerwarteten Verbündeten und sogar eine überraschende Chance für sein zukünftiges Leben, während er mit den Auswirkungen einer magischen Auseinandersetzung konfrontiert wird. Ich habe die heimelige Atmosphäre im Haus der Schofields ebenso genossen wie den Humor, der sich durch das ganze Buch zieht. Frederick ist mir, ebenso wie verschiedene andere Mitglieder des Haushalts, sehr ans Herz gewachsen und ich fand es wunderbar auf diese Weise noch einmal in diese Welt zurückzukehren (auch wenn ich Cecelia etwas vermisst habe).

Kelly Meade: Gray Bishop (Cornerstone Run Trilogy 2)

Manche Romane finde ich sehr schwer zu rezensieren, weil Verstand und Gefühl da eher getrennte Wege gehen. Mein Verstand sagt mir, dass die „Cornerstone Run Trilogy“ von Kelly Meade (Kelly Meding) ja „nur“ eine unterhaltsame romantische Urban-Fantasy-Geschichte ist, mein Gefühl hingegen ist einfach nur hingerissen, weil ich nach dem Lesen des zweiten Teils, „Gray Bishop“, genauso emotional ausgelaugt war, wie schon nach dem Lesen von „Black Rook“.

Während im ersten Teil der Serie die Urban-Fantasy-Welt inklusive Magi, Loups Garouxs und Vampire ausführlich vorgestellt wurde, konzentriert sich die Autorin in „Gray Bishop“ mehr auf den Ort Cornerstone und darauf wie die unterschiedlichen Werwolf-Gemeinschaften mit der Bedrohung durch die Hybriden umgehen. Dabei stehen dieses Mal Bishop McQueen (grauer Wolf, sowie ältester Sohn und potenzieller Nachfolger des Cornerstone-Alphas) und Jillian Raynolds (schwarze Wölfin und Tochter des Springwell-Alphas) im Mittelpunkt der Geschichte. Ich muss gestehen, dass ich es ein bisschen vermisste habe, die Perspektive von Rook und Brynn zu teilen, vor allem, da man als Leser ziemlich viele Szenen aus Knights Sicht (der dritte der drei McQueen-Brüder) mitbekommt, aber da ich Bishop und Jillian auch sehr sympathisch fand, ist das nun ein winziger Wermutstropfen.

Nach den Ereignissen im ersten Band muss sich die Bevölkerung von Cornerstone erst einmal wieder sammeln. Das Rudel hat einige größere Verluste einstecken müssen und die Flüchtlinge, die dank der Angriffe der unheimlichen Hybriden nicht zurück in ihre Heimatorte können, müssen einen Platz in der Gemeinschaft finden. Dabei ist den Loups Garouxs durchaus bewusst, dass sie sich um die unberechenbaren Schwestern kümmern müssen, weshalb die Alphas beschließen, dass Bishop und Jillian eine Falle für die Hybriden errichten sollen. Bishop und Jillian hingegen haben neben ihrer Sorge um das Wohlergehen ihres Rudels genügend private Probleme.

Bishop muss sich zwar inzwischen keine Gedanken mehr darüber machen, dass ihm sein kleiner Bruder Rook den Platz als Nachfolger ihres Vaters streitig machen könnte, aber trotzdem hat er das Bedürfnis zu beweisen, dass er die Position des Cornerstone-Alphas nach dem Rücktritt von Thomas McQueen ausfüllen kann, obwohl er „nur“ ein grauer Wolf ist. Außerdem macht er sich große Sorgen um seinen Bruder Knight, der sich seit seiner Gefangennahme durch die Hybriden stark verändert hat, und kämpft mit seinen Gefühlen für Jillian Raynolds.

Jillian hingegen trauert immer noch um ihren vor zwei Jahren umgekommenen Mann und den zeitgleich erlittenen Verlust ihres ungeborenen Kindes. Ihr ist bewusst, dass sie für diese Trauer nicht mehr viel Zeit hat, denn gerade in einer solch gefährlichen Situation ist es notwendig einen Mann zu finden, der als Nachfolger ihres Vaters die Führung des Springwell-Rudels übernehmen kann. Obwohl sich Bishop und Jillian zueinander hingezogen fühlen (das ist wieder diese „mein Wolf erkennt den anderen als den Partner fürs Leben“-Sache *g*), kann sich keiner von ihnen vorstellen die Verpflichtungen gegenüber dem jeweiligen Rudel zugunsten dieser Zuneigung zu vernachlässigen.

So wie schon Rook ist auch Bishop ein wunderbarer Held, er ist stark, pflichtbewusst, aber auch fürsorglich und ein Familienmensch … äh … Familien-Loup-Garoux. 😉 Aber noch mehr als die Männer haben es mir Kelly Meads weibliche Hauptfiguren (nicht nur in dieser Serie) angetan. Jillian ist zwar „nur“ eine Frau und kommt somit nicht als Nachfolgerin ihres Vaters in Frage – dafür steht fest, dass sie den zukünftigen Alpha des Springwell-Rudels heiraten muss -, aber sie ist stark, selbstbewusst und führt ganz selbstverständlich den Teil der Springwell-Loups-Garouxs an, die das Cornerstone-Rudel unterstützen. Eben weil die beiden Protagonisten ihre Prioritäten so setzen, dass das Wohl des Rudels höher gewertet wird als ihre persönlichen Gefühle, machen sie kein großes Drama daraus, dass sie nicht zusammenkommen können. Sie gehen zum Großteil recht rational und „erwachsen“ mit ihren Emotionen um und das hat mir sehr gut gefallen.

Da ich Spoiler vermeiden möchte, kann ich leider nicht auf weitere Details eingehen, aber ich kann verraten, dass ich beim Lesen sehr viel geschmunzelt habe, weil es trotz der bedrohlichen Situation, in der die Wölfe schweben, zu einigen amüsanten Momenten kam. Außerdem habe ich so getrauert und gelitten (und geheult 😉 ), als es zu einem erneuten Kampf gegen die Hybriden kam und dabei Figuren starben, die mir sehr ans Herz gewachsen waren. Und dann gab es da noch einen potenziellen Gegenspieler von Bishop, der mir – trotz eines recht kleinen Auftritts – sehr an die Nieren ging, weil der vermeintliche Feind doch eigentlich ein wirklich sympathischer Kerl war. Alles in allem habe ich „Gray Bishop“ wirklich genossen, ich fand es toll, dass dieser Roman nicht nur ein typischer „mittlerer Teil“ war und ich freu mich jetzt schon auf den Abschluss der Reihe, der Anfang 2015 veröffentlicht wird.

Sofa-Katzen im November

Als Erstes sollte ich wohl erwähnen, dass wir noch nicht heizen und dass ich deshalb nachmittags zum Schreiben häufig mit dem Netbook unter einer Decke auf dem Sofa verschwinde. Christie findet die Wärme, die ich dabei abgebe, ganz toll und sorgt in der Regel dafür, dass sie auch (oft genug ganz allein) davon profitiert – was mir viele Gelegenheiten gibt, um unsere kleine Kampfkatze zu fotografieren.

Christie hängt auf meinen Knien – und mag definitiv nicht von der Kamera gestört werden. 😀

Christie hat sich mal wieder zwischen mich und die Sofalehne gequetscht. 

Manchmal duldet sie auch eine weitere Wärmequelle an ihrer Seite …

… oder sogar zwei. Was dann für mich der Zeitpunkt ist, an dem ich gern mal wieder frei atmen würde.

Arianas Adventslesen …

… oder genauer gesagt Arianas „Advent, Advent … Vorweihnachts-Lesewochen“. Ich zitiere mal einen Teil von Arianas Ankündigungsbeitrag:

Wie sieht die Aktion konkret aus?

Wie schon im letzten Jahr entscheidet jede(r) Mitleser(in) für sich, wie er/sie die Adventswochen gestalten möchte, ob er/sie sich konkrete Ziele setzt oder einfach nur bewusst Zeit zur Entspannung und Besinnung einplant. Schließlich kann man die “staade Zeit” auf so viele verschiedene Arten interpretieren, da soll wirklich jede(r) für sich festlegen, wie die persönlichen Vorweihnachts-Lesewochen aussehen sollen. Allerdings wäre es schön, wenn ihr irgendeinen Bezug zur Advents- und Weihnachtszeit herstellen könntet – das ist ja immerhin der Grundgedanke der Aktion.

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Im Moment habe ich noch keine konkrete Lektüre im Sinn, möchte mir aber schon etwas Adventliches oder Weihnachtliches für diese Zeit zum Lesen raussuchen. Oder vielleicht besorge ich mir in der Bibliothek eine Märchensammlung und stöbere da mal wieder durch – ich habe schon viel zu lange keine Märchen mehr gelesen. Und dann gibt es da ja noch den „Krampus“ auf meinem SuB und das eBook-Angebot auf meinem Kindle, mit dem ich wieder jedes Wochenende eine weihnachtliche Kurzgeschichte lesen könnte. 😀 Auf jeden Fall wird es an jedem Adventssonntag einen Post von mir geben, in dem ich über das (in der Woche) Gelesene plaudern werde. Die Beiträge werden nicht so ausführlich wie beim Herbstlesen – zumindest gehe ich davon aus *g* -, aber ich freu mich schon auf die Möglichkeit zum Austauschen mit den anderen Teilnehmern.