Heute ist der 1. Oktober und damit der erste Herbstlesen-Tag! Wie immer werde ich diejenigen, die sich mir heute beim gemütlichen Lesen (Handarbeiten, Basteln, Spielen oder sonstigen erholsamen Tätigkeiten) anschließen, am Ende des Beitrags auflisten, sobald sie einen dementsprechenden Kommentar unter diesem Post hinterlassen. Außerdem gibt es von mir über den Tag verteilt Updates, in denen ich von meinen Aktivitäten erzähle.
Für mich beginnt der heutige Sonntag recht gemütlich, nachdem mein Mann gerade das Haus verlassen hat, um den heutigen Tag mit Arbeitskollegen und Brettspielen zu verbringen. Abgesehen davon, dass ich noch eine Geburtstagstorte für morgen backen will, habe ich keine konkreten Pläne für den Tag. Also kann ich mich heute vollständig dem Herbstlesen widmen. Nachdem ich in der vergangenen Woche viel um die Ohren hatte, wird es aber auch Zeit, dass ich endlich wieder zu einem meiner angefangenen Bücher greife und weiterlesen. Also starte ich mit „Waistcoats and Weaponry“, dem dritten Teil der Finishing-School-Serie von Gail Carriger, in den Tag. Mal schauen, ob ich den Roman beendet bekomme, bevor es Zeit zum Frühstücken wird!
Update 09:15 Uhr
So langsam haben sich die ersten Mitleser bei mir gemeldet und ich freu mich sehr auf den gemeinsamen Tag! 🙂 Seit dem ersten Lebenszeichen heute morgen, habe ich wirklich viel Zeit mit „Waistcoats and Weaponry“ verbracht, bin aber noch nicht am Ende mit dem Buch, da ich mich ein klitzekleines Bisschen habe ablenken lassen. Auf der einen Seite habe ich die gestern Abend angefangenen Twitterkonversationen weitergeführt und auf der anderen Seite mit der Kamera am Fenster gehangen. Heute früh war der Himmel wunderschön und ich mag dieses Scherenschnitt-artige kurz vor Sonnenaufgang. Und während zwischendurch für zwei Stunden die Sonne schien, als könnte heute kein Wölkchen sie trüben, ist inzwischen gemütlicher Hochnebel aufgezogen. Ich mag das herbstliche Wetter! 🙂 Jetzt schaue ich erst einmal wie die anderen in den Tag gestartet sind und überlege dann, ob es schon Zeit für ein frühes Frühstück ist oder ob ich doch erst meinen Roman beende.
Update 11:30 Uhr
Dieses Update ist JED, Sayuri und Neyasha gewidmet. *g* JED ist der Grund, warum ich eben zum Frühstück meine schrecklich hässliche Schaftasse aus dem Schrank geholt habe, Neyasha hat mich mit ihrem Beitrag daran erinnert, dass ich noch ein Bibliotheksbuch vor dem Abgabetermin lesen muss, und das Buch selber habe ich aufgrund von Sayuris Empfehlung beim letzten (oder vorletzten?) Lese-Sonntag ausgeliehen. 😉
Wie ihr sehen könnt, liegt „Waistcoasts and Weaponry“ immer noch in Reichweite, weil mir immer noch ein paar Seiten bis zum Ende fehlen. So unterhaltsam ich die Geschichte finde (inklusive der Kabbeleien zwischen Sophronia und den beiden Herren, die Interesse an ihr haben, ihren Bemühungen das gelernte Wissen aus ihrer ungewöhnlichen „Finishing School“ anzuwenden, der Zugentführung und all der anderen fantastischen Aspekte), so fällt es mir auch nicht schwer das Buch aus der Hand zu legen, um nur mal kurz einen Kommentar zu schreiben oder mit Madamchen zu schmusen.
Immerhin habe ich schon gefrühstückt und ein paar Seiten in „Von Beruf Schriftsteller“ von Haruki Murakami gelesen. Ich finde es immer wieder faszinierend, dass ich mich bislang nicht auf seine Romane einlassen konnte, aber seine Art ein Sachbuch zu schreiben sehr mag. Ich sollte mir für die Weihnachtsferien, wenn ich definitiv ein paar Tage am Stück Ruhe habe, noch einmal einen von Murakamis Romanen vornehmen.
(Ich sollte meine Updates nicht nur schreiben, sondern auch dann auch noch den Beitrag aktualisieren … *g*)
Update 15:15 Uhr
Seit dem letzten Update habe ich mich einige Zeit in der Küche rumgetrieben und parallel einen Biskuitboden gebacken, eine Paprika- und eine Paprika-Hackfleisch-Sauce fürs Abendessen gekocht und Christie gefüttert. Ich mag es ja, wenn ich den Großteil meiner Küchenarbeit in einem Rutsch erledigen kann, auch wenn ich dann vielleicht mal aufpassen muss, dass ich nicht wegen „zu viel parallel machen“ mit einem Tomatenmark-verschmutzen Holzspieß in den Biskuitboden piekse. 😉
Danach habe ich erst einmal ein Hörbuch angeworfen und dabei „Blümchen gegossen“. Dank eines dicken Stapels von Leihgaben von Ariana höre ich mich gerade durch diverse Klassiker. Heute habe ich mit „Oberst Chabert“ von Honoré de Balzac angefangen, gesprochen wird der Text von Klaus-Dieter König. Von Balzac habe ich bislang noch nichts gehört oder gelesen und ich wusste auch absolut nichts über den Inhalt der Geschichte, bevor ich eben damit anfing. Den Sprecher mag ich recht gern, was den Text angeht, so scheine ich gerade eine deprimierende Geschichte nach der anderen aus dem Stapel zu ziehen. Ich habe erst eine von drei CDs gehört und weiß noch nicht, ob der Oberst wirklich derjenige ist, der er zu sein behauptet, und in welche Richtung die Handlung noch geht. Aber grundsätzlich finde ich es nicht gerade angenehm von den Erlebnissen eines Soldaten zu hören, der im Krieg so schwer verwundet wurde und danach so leiden musste. Interessant finde ich – wie so oft bei Klassikern – es spannend Informationen über die damalige Zeit zu hören, die zum Beispiel vom Alltag in einer Schreibstube zeugen oder anderen kleinen Elementen, die heute eben nicht mehr zum Alltag gehören.
Bevor ich eine Kommentar- und Blogrunde starte, schaue ich mal, ob der Torteboden soweit ausgekühlt ist, dass ich ihn mit Birnen und Schokosahne belegen kann. Dann hätte ich (abgesehen vom „Zutaten in Auflaufform werfen“ fürs Abendessen und das Kochen des einen oder anderen Tees) für heute alle Küchenaktivitäten erledigt und könnte mich mit gutem Gewissen wieder meinen Büchern widmen. 😉
Update 18:00 Uhr
Einen Schönheitswettbewerb würde meine Torte nicht gewinnen, aber ich habe es immerhin wieder geschafft alle Birnenstückchen erfolgreich zu verstecken. Morgen muss ich nur noch Schokostreusel draufwerfen und dann kann ich das Ganze servieren.
Nach dem Tortenbasteln habe ich gut eine Stunde mit Bloglesen und Kommentieren verbracht und wie so oft frage ich mich gerade beim Kommentieren regelmäßig, ob ich auch dann Nachrichten hinterlassen soll, wenn ich nur wenig zu sagen habe. Irgendwie ist es dann schon einfacher einen Blogbeitrag nur zu lesen, aber dem Blogger, dessen Beitrag ich ja mit Interesse gelesen habe, bringt das nichts, außerdem führt schnell dazu, dass ich kaum noch kommentiere. Da stelle ich den Verfasser des gelesenen Beitrags lieber vor die Herausforderung eine Erwiderung auf einen nichtssagenden Kommentar verfassen zu dürfen. 😉
Da ich keine Lust hatte zum Tee weiter „Oberst Chabert“ zu hören, habe ich zu „Heart of Straw“ von Seanan McGuire gegriffen. Das ist eine Kurzgeschichte, die sie für ihre Patreon-Unterstützer veröffentlicht hat. Ich muss gestehen, dass ich es wirklich liebe, dass ich für gerade mal einen Dollar im Monat eine Kurzgeschichte bekomme, die jedes Mal wieder überraschend ist. „Heart of Straw“ ist eine Geschichte über drei Kinder, die an Halloween einer Hexe und einer Vogelscheuche begegnen. (Mehr lässt sich ohne zu spoilern wirklich nicht zum Inhalt sagen. 😉 ) Ich mag die Atmosphäre, die die Autorin in dieser Geschichte schafft, ich mag die Sprache und wenn es nicht idiotisch wäre bei einer so kurzen Geschichte ganze Absätze zu zitieren, würde ich hier jetzt lauter Zitate reinsetzen, die ich wunderschön fand. Natürlich wäre es keine Seanan-McGuire-Geschichte, wenn sie nicht neben all den magischen Dingen, die Halloween für Kinder bereit hält, auch von der dunklen Seite dieses Abends erzählen würde. 😀
Bis ich Hunger bekomme, werde ich mich mit dem Strickzeug vor den Fernseher setzen. Wir haben vor einiger Zeit „Erinnerungen an Marnie“ aufgenommen. Ich kenne den Anime noch nicht und da mein Mann von dem Grundthema eher abgeschreckt ist, bietet sich der Film heute für mich an. Ich hoffe nur, dass mein Mann heute wirklich wieder etwas später nach Hause kommt – es wäre schade, wenn ich den Film mittendrin unterbrechen müsste.
Update 20:10 Uhr
„Erinnerungen an Marnie“ habe ich inzwischen gesehen und dabei versucht etwas zu stricken. Doch erst wurde es zu schnell zu dunkel und dann hatte Miss Grumpy dringenden Schmusebedarf. Immerhin habe ich es geschafft das Bündchen meines Socken fertig zu stricken und konnte schon auf die kleineren Nadeln wechseln, die ich für das Schaftmuster verwenden werde.
Der Anime selber war schon sehr vorhersehbar und stellenweise schrecklich kitschig, aber ich mochte ihn. Es wird nicht mein Lieblings-Ghibli-Film werden, aber es gab einige schöne Momente, ich mag die Zeichnungen und regelmäßig habe ich mich über all die kleinen Details gefreut, die bei den Ghibli-Filmen einen Raum so realistisch wirken lassen. Immer wieder habe ich beim Schauen gedacht, dass ich das eine oder andere Element gern nachmachen würde – und dabei habe ich definitiv keinen Bedarf für einen Wandbehang! *g*
Jetzt werfe ich erst einmal mein Essen in den Ofen und schaue dann, wie es den anderen in den letzten Stunden ergangen ist. 🙂
Update 23:00 Uhr
Kurz nachdem ich in die Küche gegangen war, meldete mein Mann seine baldige Rückkehr an, so dass ich doch gleich beide Aufläufe fertig gestellt und in den Ofen geschoben habe. (Sonst hätte er sich bei seiner Heimkehr selber darum kümmern müssen, dass aus Nudeln. Hackfleischsauce und Käse ein Auflauf wird. 😉 )
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| Links vegetarisch, rechts mit Hackfleisch. *g* |
Inzwischen ist die Küche wieder aufgeräumt, die Spülmaschine ist für morgen früh programmiert und ich habe eine letzte Blog- und Kommentarrunde für heute gedreht. Den Rest des Abends werde ich mit „Von Beruf Schriftsteller“ verbringen. Seit dem Frühstück bin ich damit nicht weiter gekommen und ich hätte gern vor dem Wochenanfang das Gefühl, ich hatte diesem Buch schon so viel Zeit gewidmet, dass ich in der Woche auch in kleinen Stückchen weiterlesen kann.
Schön, dass heute so viele mitgelesen und gebloggt haben. Das war ein toller Auftakt fürs Herbstlesen! Danke für eure vielen Kommentare und die Einblicke in eure Erholungstage! Ich hoffe, ihr findet am kommenden Wochenende auch wieder etwas Zeit fürs Herbstlesen. 🙂
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Heutige Mitleser:
JED
Susanne
Natira
Neyasha
Elena
Sam
Ariana