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Michelle Harrison: Elfenseele 3 – Jenseits der Ferne

Ein bisschen hat es gedauert bis mit „Jenseits der Ferne“ der dritte Band der „Elfenseele“-Reihe von Michelle Harrison erschienen ist. In diesem Buch übernimmt wieder Rowan „Red“ Fox die Hauptrolle, auch wenn Tanya und Fabian ebenfalls auftauchen und ihren Part zur Handlung beitragen. Doch von Anfang an: Nachdem Rowan im vorhergehenden Band endlich ins Elfenreich gelangt war und dort ihren kleinen Bruder James wiedergefunden hatte, lebt sie nun mit Tanyas Großmutter, Fabian und seinem Vater und der Haushälterin Nell auf Elvesden Manor.

Eigentlich fühlt sie sich sehr wohl in ihren neuen Zuhause und auch der Kontakt zu Rose, die sich im letzten Buch als Rowans Mutter entpuppt hat, wird immer besser. Wobei es auch hilft, dass Rose auf dem Gelände von Elvesden Manor ein kleines Tierheim eröffnen durfte und die beiden so täglich miteinander reden können. Und doch gibt es etwas, was dem Mädchen auf der Seele liegt.

Als sie vor einem Jahr ihre Suche im Elfenreich begann, wurde sie (gemeinsam mit Fabians Vater Warwick) von der Heckenhexe gefangen genommen. Bei ihrem Fluchtversuch hätten die beiden auch den dritten Gefangenen, Eldritch, mitnehmen können, doch da dieser an James Entführung beteiligt war, ließ Rowan ihn an eine Mauer gekettet im Keller der Hexe zurück. Inzwischen aber belastet sie der Gedanke, was wohl aus Eldritch geworden ist und lässt sie keine Ruhe mehr finden. Zusätzlich wird ihr Leben von Sperling, Tino und anderen alten Bekannten durcheinander gebracht. Sperling und seine Freunde gehören dem Coven an, der es sich zur Aufgabe gemacht hat Kinder, die durch Wechselbälger ausgetauscht wurde, wieder aus dem Elfenreich zurück zu holen.

Tino will nicht nur, dass Rowan wieder ihre früheren Aufgaben im Coven übernimmt, sondern hat auch selber gravierende Probleme. So sind einige Mitglieder dieses vertrauten Kreises verschwunden und werden nur wenig später ermordet aufgefunden. Dabei wird deutlich, dass die Täter nicht nur von ihrer geheimen Tätigkeit bei der Rückbeschaffung gestohlener Kinder wussten, sondern auch die jeweilige spezielle Aufgabe der Person in diesem Kreis und ihre jeweilige Schwachstelle genau kannten. Auch wenn Rowan mit diesem Teil ihres Lebens eigentlich abgeschlossen hat, kann sie ihre ehemaligen Verbündeten doch nicht im Stich lassen. Und auch Tanya und Fabian wollen ihren Teil dazu beitragen, dass die Morde, die so eindeutig mit dem Elfenreich verbunden sind, aufgeklärt werden. Dabei geraten nicht nur die Jugendlichen in Gefahr, sondern auch alle anderen Bewohner von Elvesden Manor.

Obwohl mir auch dieser dritte Band der „Elfenseelen“-Reihe gut gefallen hat und ich Rowan als Hauptfigur lieber sehe als Tanya, so hat mich dieser Teil nicht ganz so mitgerissen wie ich es gehofft hatte. Zum einen denke ich, dass es daran liegt, dass die Handlung – trotz diverser übernatürlicher Gestalten und Vorgänge – in unserer Welt spielt und daran, dass Elvesden Manor eine deutlich geringere Rolle übernimmt, als mir lieb gewesen wäre. Ich habe eben eine ganz besondere Schwäche für die kleinen Bewohner dieses Hauses, wenn man mal von dem schleimigen Langfinger im Abfluss absieht.

Und dann werden sehr viele Figuren neu in die Handlung eingeführt, so viele, dass ich zu kaum einem der neuen Charaktere eine Beziehung aufbauen konnte. Außerdem wird schnell deutlich gemacht, dass nicht alle Mitglieder des Coven eine reine Weste haben – wobei der Verräter in diesem Kreis in meinen Augen so offensichtlich war, dass in dieser Beziehung keine Spannung bei mir aufkam. Zuletzt störten mich noch ein wenig die beiden „Liebesgeschichten“, die hier und da in der Handlung durchschimmern. Trotzdem habe ich das Lesen dieses Romans genossen, auch wenn sich das bislang vielleicht nicht so angehört hat.

Michelle Harrison hat eine spannende Grundsituation geschaffen und vor allem fand ich es interessant noch mehr über Rowans Zeit auf der Straße und über das Geschäft mit Kindern/Wechselbälgern zu erfahren. Vor allem der Versuch des Coven einem Jungen zu helfen, dessen Mutter anscheinend nicht mehr wie früher ist, hat mir einen fesselnden Einblick in die Schwierigkeiten dieser Aufgabe geboten. Außerdem habe ich die Vorbereitungen für die Endschlacht genossen, ebenso wie das Wiedersehen mit den schon vertrauten Figuren (nur auf die Haushälterin Nell könnte ich verzichten, die nervt mich doch ziemlich). „Jenseits der Ferne“ ist in meinen Augen zwar nicht ganz auf dem Niveau der früheren Romane, aber immer noch ein tolles Buch.

Helmut Barz: WestEnd Blues

Über „WestEnd Blues“ bin ich auf „My Crime Time“ von nantik gestolpert – und habe mir dieses Mal sogar merken können, woher der Tipp kam. 😉 Die sehr begeisterte Rezension hatte mich lustigerweise noch nicht dazu verlockt das Buch auszuprobieren, das Interview mit dem Autor Helmut Barz war ganz interessant, hat mich aber auch noch nicht davon überzeugen können, dass das Buch einen Blick wert ist. Dann kam aber das harte Urteil über den zweiten Band „African Boogie“ und ich wurde doch neugierig auf die Hauptkommissarin Katharina Klein.

Da in „WestEnd Blues“ eine ganze Menge passiert und ein ganzer Haufen Personen vorkommt, beschränke ich mich ausnahmsweise wieder auf den Klappentext des Verlags, damit die Inhaltsbeschreibung keine Romanlänge annimmt:

„Der Partner tot, sie selbst vom Dienst suspendiert, zur Babysitterin degradiert, des Mordes beschuldigt und von einem rachsüchtigen Drogenboss gejagt: Genau der richtige Zeitpunkt für die Frankfurter Kommissarin Katharina Klein, sich in den völlig falschen Mann zu verlieben.


Eigentlich hat Katharina Klein, Hauptkommissarin bei der Frankfurter Kriminalpolizei, genug eigene Probleme: In einer eskalierten Polizeiaktion wurde ihr Partner getötet und sie selbst hat zwei Menschen erschossen. Doch als ihre Nachbarin ermordet wird, muss Katharina deren Tochter, die vierjährige, altkluge Laura bei sich aufnehmen. Und bald setzt sie alles daran, den Mörder von Lauras Mutter zu finden. Unerwartete Hilfe erhält Katharina vom arroganten, undurchsichtigen und leider viel zu attraktiven Gerichtsmediziner Andreas Amendt. Aber alles zu seiner Zeit: Erst muss sie Laura noch in den Kindergarten bringen …“

Ich habe „WestEnd Blues“ so ziemlich in einem Zug durchgelesen und mich dabei sehr gut unterhalten gefühlt. Trotzdem konnte ich die ganze Zeit den Gedanken nicht unterdrücken, dass ich die Charaktere und die verschiedensten Szenen und Grundkonstellationen in einer Fernsehserie vermutlich nicht toleriert hätte, weil es mir zu übertrieben, zu bemüht und zu ausgelutscht gewesen wäre. Aber dieser Krimi ist zum Glück keine Fernsehserie, sondern ein gut geschriebener Roman mit interessanten Charakteren, witzigen Szenen und mehreren parallel laufenden Fällen, die mich zum Mitraten eingeladen haben. Es gab sogar für mich den einen oder anderen Überraschungsmoment, was ich bei deutschen Krimis in letzter Zeit nur selten hatte.

Ob mir Katharina Klein sympathisch war, kann ich gar nicht mal sagen. Sie ist eine energische, impulsive Halbkoreanerin mit einem Faible für Kampfsport, Waffen und Dessous. Dazu kommen noch eine tragische Familiengeschichte, eine Frankfurter Verbrechergröße als Patenonkel und ein in der Regel recht einsames Leben. Aber es hat mir wirklich viel Spaß gemacht von ihr und den sie unterstützenden Menschen zu lesen, mitzuerleben, wie sie mit der kleinen Laura umgeht (und dabei hasse ich sonst altkluge Kinder in Geschichten! 😉 ) und die diversen Wortwechsel zu verfolgen, die sie mit ihren Freunden, Feinden und Vorgesetzten hat.

Wenn ich mir also vor Augen führe, dass Helmut Barz in seinem Roman unheimlich viele Elemente verwendet hat, die ich sonst gar nicht leiden kann, dann muss es wohl an seiner Erzählweise liegen, dass mir „WestEnd Blues“ und die darin vorkommenden Figuren so viel Vergnügen bereitet haben. Und weil ich das Buch so genossen habe, muss ich mir nun auch noch ein eigenes Urteil über den zweiten Katharina-Klein-Band bilden. Agatha-Christie-Anleihe, sowie Katharina und andere vertraute Charaktere sollten doch eine gute Mischung ergeben. Aber erst einmal befürchte ich das Schlimmste und hoffe, dass meine Erwartungen nicht erfüllt werden. 😉

Petros Markaris: Balkan Blues

Bei meinem letzten Bibliotheksbesuch war mir von einer anderen Nutzerin Petros Markaris empfohlen worden. Der Name war mir zwar schon ein Begriff, aber bislang hatte ich von dem Autor noch nichts gelesen. Der Kurzgeschichtenband “Balkan Blues” schien mir aber die perfekte Gelegenheit zu sein, mal in seine Erzählweise reinzuschnuppern. Wenn es mir nicht gefallen würde, müsste ich ja nach der ersten Geschichte nicht weiterlesen … 😉

Wenn ich das richtig mitbekommen habe, dann gibt es inzwischen sechs Kriminalromane von Petros Markaris rund um Kommissar Kostas Charitos, der auch in der ersten Kurzgeschichte in diesem Band auftaucht und mir schnell sympathisch war. Aber vor allem dreht sich „Balkan Blues“ um das Thema Ausländer – oder besser Einwanderer – in Griechenland und der „Krimianteil“ der Geschichten ist nicht wie in einem klassischen Ermittlerroman gehalten und steht fast nie im Vordergrund.

So habe ich mit diesem Band Athen im Fußballfieber erlebt, gelernt, dass die olympischen Gebäude von Albanern gebaut wurden, mit einem kleinen schwarzen Mädchen den Tag im Park verbracht, hinter die Kulissen eines russischen Restaurants geblickt und habe mich auf den Weg gemacht, um eine Frau umzubringen. Außerdem habe ich mich mit einem Schuhputzer unterhalten, Griechischunterricht in einem Restaurant genommen, auf der Straße gebettelt, Obststeigen getragen und einer Hure bei einer wichtigen Tätigkeit Gesellschaft geleistet.

Die insgesamt neun Geschichten waren sehr abwechslungsreich. Nicht alle haben mir gefallen, aber das ist ja bei Kurzgeschichtensammlungen oft so. Aber die meisten haben ich als gut geschrieben und interessant empfunden. Verschiedene Perspektiven, teil aus Sicht der Einwanderer, teils aus griechischer Sicht, haben mir bestätigt, dass Vorurteile in jedem Land gleich sind. Dabei zeigt Petros Markaris die schmutzige Seite des Ganzen, aber trotzdem weisen ein paar seiner Geschichten so etwas wie Ironie, Mitleid oder gar Hoffnung auf. Mich hat diese Sammlung auf jeden Fall neugierig auf die Kommissar-Kostas-Charitos-Romane gemacht und so habe ich mir den ersten („Hellas Channel“) schon in der Bibliothek vormerken lassen.

Dies und Das (12)

Schon im Frühjahr schickte unser Vermieter einen Gärtner vorbei, damit sich dieser den Obstbaum in unserem Garten anguckte. Das Urteil war vernichtend, so wie wir es uns schon gedacht hatten, aber da die Brut- und Setzzeit schon angefangen hatte, konnte erst einmal nichts gemacht werden.

Ehrlich gesagt waren wir uns ziemlich sicher, dass unser Vermieter das Ganze inzwischen vergessen hatte, aber dann stand er vor ein paar Wochen unangekündigt vor der Tür. Er würde das mit dem Baum jetzt regeln, der Gärtner würde mich bald anrufen und dann einen Termin ausmachen. Tja, und dieser Termin war heute – natürlich am ersten richtig kalten und nassen Tag seit Wochen.

So sah also unser Garten heute morgen aus:

Und so heute Nachmittag:

Dank Gestrüpp und Haselnussbaum ist der Unterschied gar nicht so groß, aber wenn man drin steht, dann wirkt es deutlich lichter und heller. Oh, und wer sich jetzt denkt, dass wir mit dem Wetter ja Glück hatten – die Sonne kam in dem Moment heraus, als endlich alle Teile verladen waren. Gefällt wurde unser Baum im strömenden Regen – und weil ich neugierig war, bin ich ebenfalls bis auf die Haut nass geworden.

Immerhin bestätigte nach dem Fällen ein Blick auf dem Stumpf, dass wir kein schlechtes Gewissen haben müssen. Nicht nur die Äste waren morsch, sondern der Baum faulte auch schon von innen heraus:

Zum Schluss habe ich mir von dem Gärtner noch einen letzten Rettungstipp für meine Rosen geholt (und hätte ich etwas Geld im Haus gehabt, dann hätte er mir auch noch die Haselnuss geschnitten *seufz*) und Fotos von den wenigen schönen herbstlichen Sachen im Garten gemacht. Das grüne Pflänzchen gehört übrigens mal wieder zu den unidentifizierten Arten in meinen Beeten. 😉

Jim Butcher: Dead Beat (Dresden Files 7)

Ich kann es einfach nicht lassen, ich mag die Dresden-Files-Romane so gern, dass ich auch in diesem Monat wieder einen davon für die English-Challenge verschlungen habe. „Dead Beat“ ist der siebte Band um den einzigen Magier, der im Chicagoer Telefonbuch steht und sich seinen Lebensunterhalt als Privatdetektiv bzw. Berater der Polizei verdient. Seit den Ereignissen im vorhergehenden Band („Blood Rites“) ist wieder ein Jahr vergangen – und da ich hier nun wirklich keine Spoiler mehr vermeiden kann, sollten nur diejenigen weiterlesen, die zumindest des sechsten Band schon kenne. Verderbt euch nicht die überraschenden Wendungen! 😉

Okay, ein Jahr ist vergangen und Thomas lebt immer noch bei Harry – was für beide nicht gerade einfach ist. Aber als ein Vampir des Weißen Hofes ist es für Thomas fast unmöglich im „normalen“ Leben zu bestehen. Ihm fehlen eindeutig der finanzielle Hintergrund seiner Familie und auch die Verbindungen, die er durch seine Verstoßung durch seine Familie nicht mehr nutzen kann. Auch bei Harry haben die vergangenen Abenteuer deutliche Spuren hinterlassen. Obwohl seine linke Hand nicht amputiert werden musste, ist er doch durch die gravierenden Verbrennungen deutlich behindert.

Auch hat er – seit der Verbrennung bei dem Kampf gegen Mavra (Vampirin des schwarzen Hofes) – Angst davor einen Feuerzauber zu verwenden, was seine Kräfte deutlich einschränkt. Und die Tatsache, dass er mit Thomas nun eine Familie hat und seine Bindungen zu seinen Freunden immer enger werden, stellt auch ein Handicap dar, da ihn die Furcht vor einem möglichen Verlust zögerlich und in gewisser Weise auch ungeduldig und unfreundlich macht. Als wäre das Ganze noch nicht genug, so hat er auch noch gegen den Einfluss des gefallenen Engels Lasciel zu kämpfen.

Dies ist die Ausgangssituation als die Halloween-Nacht naht und Harry von Mavra erpresst wird. Wenn er ihr nicht bis Halloween „The Word of Kemmler“ bringt – und natürlich wird Harry nicht genau mitgeteilt, was das sein könnte -, dann ruiniert Mavra die Polizistin Karrin Murphy. Bei seinen Recherchen findet Harry heraus, dass in den letzten Tagen einige Nekromanten in Chicago aktiv wurden – und einer von ihnen hat es sogar auf Waldo Butters, einen Freund von Harry, der in der Forensik arbeitet, abgesehen. Weitere Ablenkungen entstehen durch eine junge Dame, die eindeutig an Harry interessiert ist und ihn ohne Umstände um ein Date bittet und das Auftauchen des Weißen Rats der Zauberer.

Ohje, es ist gar nicht so einfach einen groben Überblick über diesen Roman zu liefern, da hier sehr viele Sachen zusammenlaufen, die ihren Anfang in den vorhergehenden Büchern hatten. Auf jeden Fall hat mir dieses Buch wieder genauso viel Spaß gemacht wie die anderen Titel dieser Reihe. Es ist kurz vor Halloween und dank der Necromanten bekommt es Harry mit Geistern, Zombies und anderen unerfreulichen Gestalten zu tun. Jim Butcher beschreibt diese Erscheinungen der übernatürlichen Welt wieder sehr atmosphärisch, aber vor allem liebe ich diese Mischung aus Humor, Spannung und sympathischen Charakteren.

Es gibt nur wenige Autoren, die mich während des Lesens regelrecht Aufkreischen lassen vor Lachen oder denen es gelingt, dass ich zwei Absätze zuvor noch über das Schicksal einer Figur ein paar Tränchen verdrückte, nur um dann wieder in ein fröhliches Kichern auszubrechen. Trotz all der übernatürlichen Erscheinungen und der kurzen Zeitspanne, habe ich diesen Titel als relativ dialog- und gedankenlastig empfunden, musste aber auch nicht auf gute Actionszenen verzichten. So war es sehr schön mitzuerleben, wie Harry ein Auto auf einen Feind geworfen hat oder einen ungewöhnlichen Spurt zum Endkampf hinlegen muss.

Noch ein Punkt gefällt mir richtig gut an den „Dresden Files“: Jim Butcher gelingt es hervorragend seine Hinweise so in der Geschichte zu platzieren, dass man zwar ahnt, dass das etwas faul ist oder die eine oder andere Wendung vorhersehen kann (was im richtigen Maße sehr befriedigend für den Leser sein kann), aber nie alles errät. So gibt es immer noch genügend überraschende Elemente in der Handlung, dass ich auf den weiteren Verlauf der Geschichte hinfiebere und es mir sehr sehr schwer fällt das Buch aus der Hand zu legen, wenn ich erst einmal in der Handlung drin bin.

All die Andeutungen und Entwicklungen in „Dead Beat“ haben mal wieder dafür gesorgt, dass ich am liebsten sofort zum achten Band greifen würde. Aber da das Lesen dieser Bücher mir nur dann so richtigen Genuss bereitet, wenn ich zwei Tage komplett darin versinken kann und nicht ständig unterbrechen muss, werde ich mir „Proven Guilty“ noch etwas aufheben. Und wer weiß, vielleicht rezensiere ich ja im nächsten Monat mal keinen Roman von Jim Butcher für die English-Challenge.

Susanne Mittag: Melina und die vergessene Magie

Als Melina an ihrem ersten Schultag nach einem Umzug in eine neue Stadt von ihrer Mitschülerin Lisa im Keller der Schule eingesperrt wird, öffnet sich vor ihr urplötzlich ein Fenster in eine fantastische Welt. Und so landet das Mädchen durch ein Versehen des Zauberlehrling Tann in Lamunee. Doch Menschen sind in diesem Land nicht erlaubt und so muss der Tann schnell einen Weg finden, um Melina wieder nach Hause zu bringen.

In der Hoffnung, dass die mächtigen Eiszauberer (zu denen auch Tanns Meister Salius gehört) eine Lösung wüssten, machen sich die beiden auf zum Schloss des Königs. Dort findet nämlich gerade eine geheimnisvolle Konferenz statt, zu der der Herrscher alle Eiszauberer des Landes gerufen hat. Doch noch bevor Melina und Tann ihr Ziel erreichen, finden sie eindeutige Hinweise darauf, dass die Feuerzauberer nach Lamunee zurückgekehrt sind und nun eine Bedrohung für alle Bewohner des Landes darstellen. Aber nicht nur Melinas Perspektive kann man miterleben, sondern auch die der jungen Lianna, die als Lehrling – bzw. Dienstmädchen – bei der Zauberin Morzena angestellt ist.

Wirklich neu ist die Grundidee hinter dieser Geschichte nicht, aber da ich eine Menge wirklich netter Bücher kenne, bei denen Kinder aus unserer Welt in ein fantastisches Land gelangen, stört mich das wirklich nicht. Der Roman von Susanne Mittag strotzt vor lauter niedlichen Elementen, die der Leser gemeinsam mit Melina während ihrer Reise entdecken kann. Man lernt mehr über den Bogan Tann, die Magie im Land und die vielfältigen Geschöpfe, die Lamunee bevölkern. Die Vielfalt der Gestalten, die mit ihnen verbundenen kleinen Sagen und Geschichten sowie die Landschaftsbeschreibungen haben mir wirklich gut gefallen. Selbst die Dinge, die einem vertraut vorkommen, werden von Susanne Mittag mit einem eigenen Touch versehen und erscheinen so individuell.

Mir haben auch die verschiedenen Figuren gefallen. Melina versucht, das Beste aus ihrer Situation zu machen, der Zauberlehrling Tann muss sich einigen unangenehmen Wahrheiten stellen, lernt dafür aber viel über seine eigenen Fähigkeiten, der Musiker Erel (der sich mit Melina und Tann anfreundet) wird zu einem hilfreichen Begleiter und Lianna macht ebenfalls eine schöne Entwicklung durch. Doch trotz all dem hat mich das Schicksal dieser Figuren nicht wirklich berührt. Entweder hat die Autorin den Dreh nicht raus, wie man einen Handlungsstrang so spinnt, dass einem die Geschehnisse so nahe gehen, dass der Leser mit den Charakteren mitfiebert – oder es liegt an der „ab zehn Jahre“-Vorgabe. Auf jeden Fall war ich ständig enttäuscht darüber, was in diesem Buch aus den verschiedenen Situationen gemacht wurde.

Ich verstehe, dass in einem Fantasy-Buch für Kinder viele Situationen mit Magie gelöst werden, aber ich hätte mir gewünscht, dass die Figuren trotzdem mal in ernsthafter Gefahr geschwebt hätten. Doch kaum kommt ein Hauch von Spannung auf, da verpufft sie schon wieder, weil das drohende Problem mit einem Fingerschnippen, dem richtigen Wort oder eben dem Griff in den Magiebeutel gelöst wird. Besonders Melinas besondere Fähigkeit, die in Lamunee zum Vorschein kommt, sorgt dafür, dass die Geschichte viel zu glatt läuft. Und am Ende bleiben dann noch Fragen offen, die leicht hätten gelöst werden können und vielleicht zu einem befriedigteren Gefühl am Schluss hätte führen können. So entwickelt Lianna zum Besipiel im Laufe der Geschichte Angst um ihre Eltern – was aber wirklich mit ihnen passiert ist, erfährt der Leser nicht. Ich glaube, ich wäre nicht so enttäuscht von „Melina und die verlorene Magie“ gewesen, wenn die Autorin nicht so viele tolle Ansätze gehabt und atmosphärische Beschreibungen verwendet hätte. So fühlte ich mich beim Lesen, als würde man mir ständig Versprechungen machen, die dann aber nicht eingehalten werden …

Gelesen: Juli, August und September 2011

Bücher:

  1. Sharon Ashwood: Seelenkuss (The Dark Forgotten 3)
  2. Michael Borlik: Scary City 1 – Das Buch der Schattenflüche
  3. Michael Borlik: Scary City 2 – Der Wächter des goldenen Schlüssels
  4. Jim Butcher: Blood Rites (Dresden Files 6)
  5. Patricia Cabot: Lehrstunden einer Lady
  6. David Chandler: They Came to Baghdad
  7. Agatha Christie: Sie kamen nach Bagdad
  8. Agatha Christie: Nikotin
  9. Carola Dunn: Miss Daisy und der Tote auf dem Eis (Bd. 1)
  10. Carola Dunn: Miss Daisy und der Tod im Wintergarten (Bd. 2)
  11. Carola Dunn: Puppenspiele
  12. Jim C. Hines: Die fiese Meerjungfrau (Prinzessinnen 2)
  13. Jim C. Hines: Rotkäppchens Rache (Prinzessinnen 3)
  14. Hiromi Kawakami: Das geheime Tagebuch der Miss Miranda
  15. Mike Resnick: Jäger des verlorenen Einhorns
  16. Phil Rickman: Öland (Öland 1)
  17. Johan Theorin: Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß 2 (Graphic Novel)
  18. Detektiv Conan 70 (Manga)
  19. Kiiri 1 (Manga)
  20. Nausicaä 5 (Manga)
  21. Nausicaä 6 (Manga)
  22. Pandora Hearts 1 (Manga)
  23. Twinkle Stars 2 (Manga)
  24. xx me! 2 (Manga)
  25. Hörbücher/Hörspiele:

    • John Sinclair Classics 5 – Sakuro, der Dämon (1 CD)
    • John Sinclair Classics 6 – Friedhof der Vampire (1 CD)
    • John Sinclair Classics 7 – Die Töchter der Hölle (1 CD)
    • John Sinclair Classics 8 – Das Rätsel der gläsernen Särge (1 CD)
    • Der kleine Wassermann (2 CDs)

    Angefangene und abgebrochene Bücher zähle ich in der Monatsstatistik ebenso wenig mit wie Titel, die ich zum wiederholten Male lese oder höre.

Oktober-SuB

Ich finde es immer wieder seltsam, wie sehr einen das eigene Gefühl doch täuschen kann. Während ich im letzten August dachte, meine Leseflaute hätte die ganze Zeit angehalten, bin ich doch auf 16 Bücher gekommen. Diesen Monat hingegen war ich mir sicher, dass ich ständig die Nase in einem Buch hatte – und bin doch „nur“ auf 17 Bücher gekommen. Naja, und dann gab es ein paar Re-Reads, die ich nicht mitzähle, 8 Manga, 2 Hörbücher (die ebenfalls nicht zählen, da ich eins davon zum zweiten Mal in diesem Jahr höre und ich das andere nach 3 von 4 CDs abgebrochen habe) und 1 kurzes Hörspiel. Da viele der Bücher aus der Bibliothek kamen, ist der SuB leider leicht gewachsen, aber das ändert sich hoffentlich bald auch wieder. 😉

Der Oktober wird für mich etwas stressig, aber spätestens Mitte November hoffe ich auf gemütliche Lesestunden auf dem Sofa, damit vor dem Jahresende der SuB endlich mal langfristig unter die 100 sinkt! Ohje, jetzt ist es schon soweit, dass der „Jahresendspurt“ beginnt …

A (3)

Sharon Ashwood: Höllenherz
Robert Asprin: Des Dämons fette Beute
Robert Asprin: Ein Dämon schafft noch keine Ordnung

B (8)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Sina Beerwald: Die Goldschmiedin

Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Malorie Blackman: Boys don’t cry

Jacques Bonnet: Meine vielseitigen Geliebten
Alan Bradley: Flavia de Luce – Halunken, Tod & Teufel

Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger

Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud

C (3)
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
James Collins: Zauberberg für Anfänger

D (6)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Lieneke Dijkzeul: Vor dem Regen kommt der Tod

Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

Rebecca Drake: Still sollst du sterben

F (13)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Jennifer Fallon: Kind der Götter (Das Dämonenkind 2)
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Gayle Forman: Wenn ich bleibe

Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

Earlene Fowler: Tödliche Schatten
Peter Freund: Laura und das Siegel des Mondes
Luca di Fulvio: Die Rache des Dionysos

G (4)
Francois Gantheret: Das Gedächtnis des Wassers
Michele Giuttari: Rachefeuer
Thomas Görden: Der Mönch und die Jüdin
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (4)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Frederik Hetmann: Zeitenwende
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung

I (2)
Greg Iles: Leises Gift
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (3)
Marc Levy: All die ungesagten Worte
Siri Lindberg: Nachtlilien
Michaela Link: Der Spiegel der Kaiserin

M (8)

Chris Marten: Hydra

Christoph Marzi: Lyra

L. J. McDonald: Die Krieger der Königin

Seanan McGuire: October Daye – Winterfluch
Richelle Mead: Dark Swan – Sturmtochter
Kai Meyer: Hex
Boris Meyn: Die Schattenflotte

Kathryn Miller Haines: Miss Winter lässt nicht locker

N (3)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter
Rachel Neumeier: Der Greifenmagier – Herr der Winde
Elle Newmark: Der Granatapfeldieb

P (6)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund
Renata Petry: Hilgensee

Kerstin Pflieger: Die Alchemie der Unsterblichkeit

Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Ursula Poznanski: Saeculum

Q (0)

R (14)

Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)

Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
John Maddox Roberts: Die Feinde des Imperators – Ein Krimi aus dem Alten Rom
Silvia Roth: Querschläger

Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)

Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Brian Ruckley: Winterwende (Die Welt aus Blut und Eis 1)
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (10)
Régis de Sá Moreira: Das geheime Leben der Bücher
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge

Arthur Slade: Mission Clockwork

Emma Smith: Der Ruf der Ferne
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (10)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon

Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 3 – Der gläserne Fluch

P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Aino Trosell: Eine grenzenlose Liebe
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

V (0)

W (4)
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan

Kiersten White: Flames’n’Roses

Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut

X (1)
Xinran: Gerettete Worte

Y (0)

108 Titel zum Monatsanfang
(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)
(blau markierte Titel habe ich für Aktionen vorgesehen)
(rot markierte Titel sind die, die ich für meine persönliche Challenge möglichst bald lesen sollte)
(graublau markierte Titel habe ich auf der Liste für meine persönliche Serien-Challenge)

Julia Quinn: Das geheime Tagebuch der Miss Miranda

Obwohl ich mir mit meinem neuen Julia-Quinn-Roman wieder ein paar nette Stunden gemacht habe, muss ich doch zugeben, dass das wirklich nicht die beste Geschichte ist, die ich bislang von der Autorin gelesen habe. Auf ihrer Homepage kann man nachlesen, dass dieser Roman auf einem ihrer früheren Manuskripte basiert und dass sie nicht so viel an diesem Text geändert hat, um ihn zu veröffentlichen. Ich kann verstehen, dass sie in ihre beiden Hauptfiguren ein bisschen „verliebt“ ist und die Idee immer noch mag, aber ich wünschte mir trotzdem, sie hätte die Handlung noch einmal gründlich umgeschrieben.

Dabei ist der Anfang wirklich bezaubernd. Die zehnjährige Miss Miranda Cheever verliebt sich gleich bei ihrem ersten Treffen in Viscount Turner, den neunzehnjährigen Bruder ihrer besten Freundin Olivia. Turner sieht nicht nur gut aus, sondern benimmt sich dem jungen Mädchen gegenüber sehr freundlich und aufmerksam. Neun Jahre später hat sich an Mirandas Gefühlen für den Viscount nichts geändert, er hingegen musste gerade erst seine junge Ehefrau beerdigen und leidet noch unter den Nachwirkungen dieser Beziehung.

Seine Leticia war nämlich ein berechnendes und untreues Miststück – und auch wenn Turner sich bewusst ist, dass nicht jede Frau so ist, so hat er doch nicht vor sich jemals wieder zu binden. Abgesehen davon, dass seine Ehe mit Leticia ihm nur Qualen bereitet hat, ist er sich sicher, dass sein inzwischen verbittertes Wesen keiner unschuldigen jungen Frau zuzumuten sei. Trotzdem genießt er die Wortwechsel mit Miranda, die gemeinsam mit seiner Schwester Olivia von seiner Mutter in die Gesellschaft eingeführt wird.

Soweit fand ich diese Geschichte wirklich wunderbar. Turner ist – trotz seiner Wesensveränderung – erst einmal kein unsympathischer Charakter, während mir Miranda mit ihrer eigentlich recht vernünftigen Art ans Herz gewachsen ist. Vor allem, da die junge Frau nicht nur intelligent ist, sondern hier und da auch einiges an Temperament zeigt – wobei diese impulsiven Handlungen sie auch immer wieder in Schwierigkeiten bringen. Aber kaum gesteht Miranda Turner ihre Liebe und die beiden kommen sich näher, benimmt er sich wie ein Idiot, während sie irgendwann stumm leidend alles hinnimmt.

Das führte soweit, dass ich im letzten Drittel nur noch das Bedürfnis hatte, die beiden Figuren zu schütteln, damit sie sich wieder etwas mehr so benahmen wie zu Beginn der Geschichte. Vermutlich hätte mich dieses Verhalten auch nicht so extrem gestört, wenn es Julia Quinn gelungen wäre etwas mehr Spannung in ihre Geschichte einzubauen. So aber plätscherte das Ganze ohne Höhepunkte oder besonders witzige Dialoge auf sein vorhersehbares Ende zu – und ich sehnte mich nach einem Roman von Georgette Heyer, da diese Autorin ein deutlich besseres Händchen für solche Handlungen hat.

Auch wenn „Das geheime Tagebuch der Miss Miranda“ für mich keine absolute Zeitverschwendung war und ich bestimmt irgendwann noch einmal zu dem Buch greifen werde (und sei es nur um den Anfang noch einmal zu genießen), so denke ich, dass Julia Quinn heutzutage doch ein deutlich befriedigenderes Ende hinbekommen würde. Wenn sie also schon auf alte Manuskripte zurückgreift (die gewiss nicht ohne Grund in der Schublade dahinvegetieren), dann doch bitte mit einer radikaleren Überarbeitung der Handlung.