Alle Artikel von Konstanze

Sommer-Fotos (2)

Nachdem ich am Mittwoch schon ein paar Fotos gezeigt habe,
die ich am Dienstagnachmittag im Garten gemacht habe,
gibt es hier noch eine Runde.

Obwohl ich die gelbe Rose vor zwei Jahren schon abgeschrieben hatte,
blüht sie in diesem Jahr seit dem Frühling ununterbrochen. Wunderschön! 

Elf Monate im Jahr finde ich die Palmlilie einfach nur fürchterlich hässlich
und will sie nur noch aus meinem Garten haben.
Und dann kommt der Tag, an dem sie blüht:

Patricia C. Wrede und Caroline Stevermer: The Mislaid Magician …

… Or Ten Years After

Der dritte Band der beiden Autorinnen Patricia C.Wrede und Caroline Stevermer rund um die beiden Cousinen Cecelia und Kate spielt zehn Jahre nach der ungewöhnlichen Hochzeitsreise, die in „The Grand Tour“ beschrieben wurde. Sowohl Cecelia als auch Kate sind immer noch glücklich verheiratet und haben inzwischen einen Stall voller Kinder. Das aber hindert Cecy nicht daran gemeinsam mit ihrem Mann James weiterhin Aufträge von Lord Wellington anzunehmen, der inzwischen zum Premierminister aufgestiegen ist.

Und so liefern Cecy und James ihre vier Kinder bei Kate und Thomas ab, als es darum geht in den Norden zu reisen, um einen vermissten deutschen Ingenieur aufzuspüren. Herr Magus Schellen war im Herbst des Vorjahres verschwunden, als er im Auftrag einer Bahngesellschaft etwas untersuchen sollte. Was genau der Ingenieur (und Magier) untersuchen sollte, ist nicht bekannt – und so müssen Cecy und ihr Mann nicht nur den Verbleib des Deutschen herausfinden, sondern auch Details über seine Arbeit. Doch obwohl der Ausländer nachweislich in der Gegend rund um Stockton war, scheint sich kein Mensch an ihr erinnern oder gar über ihn reden zu wollen.

Kate hingegen hat in der Zwischenzeit mit ganz anderen Herausforderungen zu kämpfen. Während ihr neunjähriger Sohn Edward das Kinderzimmer mit Schlangen und anderem Viehzeug überflutet, haben Cecys Zwillinge Eleanor und Arthur einen Spionagezauber gelernt, der es ihnen ermöglicht jederzeit jedes Haushaltmitglied in einer Schale mit Tinte zu sehen. Außerdem fällt überraschend Kates Schwester Georgina bei ihr ein. So verwunderlich es ist, dass Georgy den Beginn der Londoner Saison verpasst, so ist es doch noch beunruhgender, dass die Herzogin anscheinend vor irgendetwas Angst hat, sich aber nicht ihrer Schwester anvertrauen will.

Eine Kindesentführung, geheimnisvolle Zigeuner, ein Spion im Ministerium, ein mysteriöser Turm, Ley-Linien und ihre Beziehung zur Eisenbahn, sowie ein Steinkreis, ein verzauberter Hütehund und andere Aspekte machen „The Mislaid Magician“ wieder zu einer amüsanten und spannenden Lektüre. Dabei hat es mir gefallen, dass in diesem Roman nicht nur Kate und Cecy zu Wort kommen, sondern auch ihre beiden Ehemänner. Aus den Briefen, die sich die vier gegenseitig schreiben, setzt sich die ganze Geschichte auf höchst vergnügliche Weise zusammen. Wobei ich gestehen muss, dass sich die ersten drei Monate (die Einteilung der Kapitel erfolgt monatsweise) ein bisschen hinziehen, während erst einmal die Grundsituation geschaffen wird. Danach aber ist dieses Buch wieder einmal höchst gefährlich, wenn man eigentlich früh schlafen gehen will, da es doch so verlockend ist nur noch eben einen Brief zu lesen oder nur noch eben zu gucken, was die eine der anderen auf ihren Brief antwortet oder wie eine kritische Situation ausgeht oder …

Obwohl Kate und Cecy unübersehbar gereift sind in den Jahren, die seit „The Grand Tour“ vergangen sind, so bleibt doch der vertraute (und humorvolle) Unterton bestehen. Außerdem gelingt es den beiden Autorinnen sehr schön auch die beiden Männer und ihre so unterschiedlichen Charaktere in den jeweiligen Briefen zum Ausdruck zu bringen. Hier merkt man, dass James und Thomas schon seit vielen Jahren eng befreundet sind und deshalb nicht nur offen schreiben können, sondern auch bestimmte Reaktionen des anderen vorhersagen können. Ich mag diesen vertrauten Ton in den Briefen, der trotz der gesellschaftlichen Gepflogenheiten zu dieser Zeit (Februar bis Juni 1828) dafür sorgt, dass man als Leser viele vertrauliche Details und Gedanken erfährt.

Sprachlich ist auch dieser Band auf Englisch wieder gut zu verstehen gewesen – einzige bei Kleidungsdetails und zwei oder drei Slangausdrücken hatte ich Probleme. Wobei „Probleme“ schon zu hochgegriffen wären, denn die jeweiligen Aussagen habe ich schon verstanden, nur wortwörtlich hätte ich es nicht übersetzen können. Auch wenn der erste Band wohl immer mein Favorit bleiben wird, so habe ich auch diesen letzten Teil der Geschichte rund um Cecelia und Kate genossen und finde es sehr schade, dass keine weiteren Abenteuer der beiden Cousinen auf mich warten. Aber ich werde weiter die Augen nach Geschichten aus der Feder von Patricia C. Wrede (und Caroline Stevermer) aufhalten – ich mag den Humor, die Charaktere und die fantastischen Einfälle wirklich gern!

Juni-Stöckchen

Ich habe im Juni gleich zwei Stöckchen zugeworfen bekommen, die ich bislang nicht aufgehoben habe.

Das erste Stöckchen dreht sich um Filme und wurde mir von Mila überreicht.

1. Ein deiner Meinung nach richtig schlecht gecasteter Buchcharakter?

Gleich zu Beginn so eine schwierige Frage. Ich vermeide Buchverfilmungen, so gut es geht, weil ich mir meine eigene Vorstellung von den Figuren nicht nehmen lassen will. Somit könnte ich natürlich eine endlose Zahl „schlecht gecasteter“ Buchcharaktere aufzählen. Aber ich entscheide mich mal für die letzte Schauspielerin, die mich bei einer Buchverfilmung gestört hat: Charity Wakefield als Marianne Dashwood! Ich hatte mich wirklich darüber gefreut, dass die Miniserie bei Arte ausgestrahlt wurde, aber ich konnte mit der Schauspielerin in dieser Rolle so wenig warm werden, dass ich nicht mal eine Stunde durchgehalten habe.

2. Ein Kinderfilm, der dich jedes mal in nostalgische Stimmung bringt?

Ich weiß, es ist langweilig, aber trotzdem lautet meine Antwort „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ – warum sonst sollte ich jedes Jahr zur Winterzeit einen Film gucken, den ich Zeile für Zeile mitsprechen kann?

3. Welches sind deine Top 3 Lieblingsfilme aller Zeiten und warum?

Es fällt mir schwer, einen Film als „Lieblingsfilm“ zu bezeichnen, auch wenn es so einige Filme gibt, die mich seit Jahren begleiten und die ich immer wieder sehr gern gucke. Ich wähle mal willkürlich drei Filme aus denen aus, die mir am Herzen liegen.

„Labyrinth“ („Die Reise ins Labyrinth“)

Niedliche Grundidee, tolle Henson-Figuren, liebevolle fantastische Details und ein Soundtrack, der mir noch heute gefällt und mit vielen Erinnerungen verknüpft ist. Oh, und natürlich ein wirklich cooler David Bowie! 😉

„Sabrina“ (mit Humphrey Bogart und Audrey Hepburn)

Zuckersüße Liebesgeschichte mit zwei Schauspielern, die für mich etwas Besonderes sind. Ich könnte den Film immer wieder gucken und frage mich gerade, warum der so lange nicht im DVD-Player war!

„Summer Wars“

Für mich eine Neuentdeckung, die aber hoffentlich bald vom Wunschzettel ins DVD-Regal wandert, denn nachdem der Film im Fernsehen ausgestrahlt wurde, will ich ihn unbedingt haben. Ein witziger, bedrückender und niedlicher Anime über die Schatten- und Sonnenseiten der virtuellen Realität.

4. Das dümmste Filmzitat aller Zeiten?

„Hasta la vista, baby!“

5. Und das beste?

„Ach, es ist so anregend, ein Hut zu sein.“

Meine Labyrinth-Schallplatte – was man so alles wiederfindet!

Ich werfe das Stöckchen mit den folgenden fünf Fragen in die Luft und hoffe, dass es von jemandem aufgefangen wird.

1. Gibt es eine Buchverfilmung, die dir besser gefällt als der Roman, auf dem sie basiert?
2. Was war der erste Film-Soundtrack, den du dir je gekauft hast?
3. Gibt es einen Spielfilm, der dich zu einer Reise inspiriert hat?
4. Welchen Schwarzweiß-Film könntest du immer wieder sehen?
5. Gibt es einen allseits beliebten Film, den du überhaupt nicht leiden kannst?

***

Das zweite Stöckchen wurde mir vom Buecherwurm zugeworfen und verlangt von mir, dass ich acht Sachen zum Thema „Sommer 2012“ schreibe.

1. Meine Gedanken kreisen in diesem Sommer vor allem um die neue Küche.
2. Im Sommer 2012 werde ich deshalb hoffentlich ganz viele Ofen-Rezepte ausprobieren können.
3. Außerdem hoffe ich, dass es in den kommenden Sommermonaten nicht zu schwül werden wird, die letzten Wochen haben mir da gereicht.
4. Ich genieße auch in diesem Sommer die blühenden Pflanzen in meinem Garten …
5. … dafür könnte ich auch im Sommer 2012 auf das Unkrautzupfen und Rasenmähen nur zu gut verzichten.
6. Abgesehen davon, dass ich mich auf die Abende auf dem Balkon freue, habe ich noch keine besonderen Pläne für diesen Sommer gemacht.
7. Auf jeden Fall werden wir in diesem Sommer nicht verreisen, aber vielleicht klappt es im Herbst mit einem Wochenende an der Nordsee.
8. Dafür bekommen wir in diesem Sommer (genauer gesagt im August) Besuch, auf den wir uns wieder sehr freuen.

Da ich auch dieses Stöckchen nicht gezielt weitergeben will, werfe ich mal das
Thema „Film-Soundtracks“ in die Luft und bin gespannt, ob es jemand auffängt.

Sommer-Fotos (1)

Am gestrigen Nachmittag war so tolles Wetter, dass ich die Gelegenheit nutzen musste, um mit der Kamera in den Garten zu gehen. Und weil es so viele Fotos geworden sind, mache ich lieber zwei Posts daraus. Den Rest gibt es also in den kommenden Tagen.

Und hier noch mein (gescheiterter) Versuch, Wildbienen im Lavendel zu erwischen:

SuB-Zuwachs im Juli

Nachdem ich im Juni kein einziges neues Buch bekommen habe, traf heute eine Büchersendung für mich ein. Dabei fällt mir wieder einmal bei der Anzahl der Neuzugänge auf, dass ich mich in letzter Zeit brav zurückhalte und mir nur noch „kontrollierten“ Buchzugang erlaube. Ich hoffe, dass sich das auch demnächst mal bei meinem SuB niederschlägt – bislang verhindere ich damit nur weiteres Wachstum, schaffe aber keinen Abbau. Immerhin habe ich meine Neuzugänge vom letzten Monat pünktlich gelesen und somit kann ich mich hemmungslos über meine neuen Romane freuen!

Gil Adamson: Hilf mir, Jacques Cousteau
(Ein Zufallsfund, bei dem ich befürchte, dass er entweder großartig oder grauenhaft sein wird.)

Lotte und Søren Hammer: Schweinehunde
(Dänischer Debütroman – ich muss ja regelmäßig meine Krimilust befriedigen.)

Jim C. Hines: Dämon, Dämon an der Wand
(Langersehnte Fortsetzung – und wohl auch leider der letzte Band. Nur gut, dass er so schön dick ist!)

Sarah-Kate Lynch: Cantucci-Herzen brechen nicht
(Leichte und unterhaltsame Sommerlektüre – zumindest erhoffe ich mir das von dem Buch.)

Kirsten White: Dreams’n’Whispers
(Noch eine Fortsetzung auf die ich mich sehr gefreut habe! Manchmal reicht es eben, wenn eine Geschichte nur nett ist.)

Das macht fünf Bücher, die ich bis zum 14. August 2012 gelesen haben will, um meine persönliche Challenge zu schaffen. Das dürfte machbar sein … 

***

Und für die, die auch gern Manga lesen, gibt es hier noch einen Blick auf meinen Nachschub:

Gelesen: April, Mai und Juni 2012

Bücher:

  1. Ilona Andrews: Die Nacht der Magie (Stadt der Finsternis Bd. 1)
  2. Nancy Atherton: Tante Dimity und das geheimnisvolle Erbe (Tante Dimity Bd. 1)
  3. Nancy Atherton: Tante Dimity und der verschwiegene Verdacht (Tante Dimity Bd. 2)
  4. Nancy Atherton: Tante Dimity und der unerhörte Skandal (Tante Dimity Bd. 3)
  5. Nancy Atherton: Tante Dimity und der unheimliche Sturm (Tante Dimity Bd. 9)
  6. Nancy Atherton: Tante Dimity und der gefährliche Drache (Tante Dimity Bd. 14)
  7. Nancy Atherton: Tante Dimity und die Geister am Ende der Welt (Tante Dimity Bd. 15)
  8. Nancy Atherton: Tante Dimity und das verhexte Haus (Tante Dimity Bd. 16)
  9. Dermot Bolger: Wo die verlorenen Seelen wohnen
  10. Patricia Briggs: Ruf des Mondes (Mercy Thompson Bd. 1)
  11. Colin Cotterill: Der Tote im Eisfach (Dr. Siri Bd. 5)
  12. Jennifer Estep: Frostkuss (Mythos Academy Bd. 1)
  13. K. L. Going: Evies Garten
  14. John Green: Die erste Liebe (nach 19 vergeblichen Versuchen)
  15. Laura Lee (Guhrke): Ich muss Sie küssen, Miss Dove
  16. Lori Handeland: Wolfskuss (Werwolf-Serie Bd. 1)
  17. Kim Harrison: Blutspur (Rachel Morgan Bd. 1)
  18. Kim Harrison: Blutspiel (Rachel Morgan Bd. 2)
  19. Kim Harrison: Blutjagd (Rachel Morgan Bd. 3)
  20. Kim Harrison: Blutpackt (Rachel Morgan Bd. 4)
  21. Kim Harrison: Blutlied (Rachel Morgan Bd. 5)
  22. Michael Herzig: Töte deinen Nächsten
  23. Kristan Higgins: Fang des Tages
  24. Elizabeth Hoyt: Mylady spielt gefährlich
  25. Elizabeth Hoyt: Verführt von einem Engel
  26. Lisa Kleypas: Herbstfeuer (Mauerblümchen Bd. 2)
  27. Melanie Lahmer: Knochenfinder
  28. Jason Lethcoe: Wings (Der myteriöse Mr. Spines Bd. 1)
  29. Peter May: Blackhouse
  30. Erika Mayr: Die Stadtbienen
  31. Seanan McGuire: An Artificial Night (October Daye Bd.3)
  32. Seanan Mc Guire: Late Eclipses (October Daye Bd. 4)
  33. Seanan McGuire: One Salt Sea (October Daye Bd. 5)
  34. Richelle Mead: Blutsschwestern (Vampire Academy Bd. 1)
  35. Rachel Neumeier: Der Greifenmagier 2 – Land des Feuers
  36. Emilie Richards: Mrs. Wilcox und die Tote auf der Terrasse (Mrs. Wilcox Bd. 1)
  37. Rick Riordan: Die letzte Göttin (Percy Jackson Bd. 5)
  38. Nora Roberts: Frühlingsträume (Jahreszeitenzyklus Bd. 1)
  39. Richard Russo: Diese alte Sehnsucht
  40. Vikram Seth: Eine gute Partie
  41. Mary Stanton: Im Namen der Engel (Bree Winston Bd. 1)
  42. Ella Theiss: Neben der Spur
  43. Caroline Vermalle: Als das Leben überraschend zu Besuch kam

Comic/Manga:

  • Arata Kangatari 4 (Manga)
  • Arata Kangatari 5 (Manga)
  • Arata Kangatari 6 (Manga)
  • Arata Kangatari 7 (Manga)
  • Arata Kangatari 8 (Manga)
  • Arata Kangatari 9 (Manga)
  • Bibliotheca Mystica 1 (Manga)
  • Detektiv Conan 73 (Manga)
  • Di[e]ce 1 (Manga)
  • Eaglet 1 (Manga)
  • Midnight Secretary 1 (Manga)
  • Mirai Nikki 4 (Manga)
  • Monochrome Kids 1 (Manga)
  • Nura – Herr der Yokai 1 (Manga)

Hörbücher/Hörspiele:

Angefangene und abgebrochene Bücher zähle ich in der Monatsstatistik
ebenso wenig mit wie Titel, die ich innerhalb kürzerer Zeit zum
wiederholten Male lese oder höre. Wobei ich dieses Mal eine Ausnahme für „Eine gute Partie“ mache, weil ich davon über 1880 von 2000 Seiten gelesen habe. Und wenn das letzte Lesen schon einige
Jahre her ist, dann haben die Titel ebenfalls einen Platz auf der Liste
verdient. 😉

Juli-SuB 2012

Lustigerweise fing der Juni gar nicht so leseintensiv an. Ich habe zwar versucht meine Bibliotheksbücher und ein paar Leihgaben abzuarbeiten, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass ich viel gelesen hätte. Stattdessen habe ich wegen unserer neuen Küche hin- und hergeplant, hing ständig im Möbelhaus rum, habe mit Handwerkern telefoniert oder zugeguckt wie ein Fachmann unsere Katastrophenküche ausgemessen hat. Trotzdem bin ich in diesem Monat auf insgesamt 18 Romane, 6 Manga und 4 Hörbücher gekommen – darunter auch „Eine gute Partie“ von Vikram Seth. Bei dem Buch muss ich gestehen, dass mir noch gut 100 Seiten bis zum Ende fehlen, aber da ich über 1880 Seiten von diesem Roman im Juni gelesen habe, nehme ich mir die Freiheit das Buch auch für diesen Monat zu zählen. Den Schluss der Geschichte werde ich heute wohl auch noch schaffen.

Außerdem bin ich ganz zufrieden mit meinen Challenge-Erfolgen. Bei der Englisch-Challenge war ich auch im Juni wieder brav und habe mein Buch am ersten Wochenende gelesen und in den folgenden Tagen rezensiert. Bei der Themen-Challenge habe ich endlich ein paar der ausstehenden Rezensionen geschrieben, mein Neuzugänge-Lesevorhaben habe ich auch in diesem Monat mal geschafft und bei meiner privaten Serien-Abbau-Challengen habe ich die fünf Rachel-Morgan-Romane abhaken können, was bedeutet, dass ich nur noch eine Reihe mit sehr dicken Büchern vor mir habe. Und weil die Zahl in diesem Monat so erschreckend ist, poste ich hier mal die gelesenen Seiten:
Inklusive der Manga (und ohne die fehlenden 120 Seiten von „Eine gute Partie“) habe ich 10626 Seiten „verschlungen“.

A (0)
Gil Adamson: Hilf mir Jacques Cousteau

B (8)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud

 

C (2)
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt (noch im Umzugskarton)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl) 

D (4)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
Rebecca Drake: Still sollst du sterben

 

E (0)
–

F (11)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Gayle Forman: Wenn ich bleibe
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym
Earlene Fowler: Tödliche Schatten

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (3)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Lotte und Søren Hammer: Schweinehunde
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Jim C. Hines: Dämon, Dämon an der Wand 

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (2)
Jay Lake: Die Räder der Welt
Siri Lindberg: Nachtlilien
Sarah-Kate Lynch: Cantucci-Herzen brechen nicht

M (4)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Richelle Mead: Dark Swan – Sturmtochter
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)
–

P (4)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund
Ursula Poznanski: Saeculum

Q (0)
–

R (11)
Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (8)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (10)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 3 – Der gläserne Fluch
P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
P.J. Tracy: Memento
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)
–

V (0)
–

W (3)
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Kirsten White: Dreams’n’Whispers
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Fluch des Wendigo

Z (0)
–

83 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Patricia C. Wrede und Caroline Stevermer: The Mislaid Magician (Cecelia and Kate #3)

4 Titel auf dem englischen SuB

(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)

Ich hab die Nase voll!

Obwohl ich meinem Gefühl nach einen recht kleinen und nicht so bekannten Blog habe, häufen sich in letzter Zeit die Kommentare, in denen jemand eine Zeile hinterlässt und um eine gegenseitige Verlinkung bittet.

Wenn das Ganze dabei noch den Eindruck erwecken würde, dass die Person meinen Blog wirklich mag, dann wäre ich darüber nicht so sauer. Aber in der Regel ist es eine aussagelose Zeile („Ich finde deinen Blog toll“) und gleich danach kommen diverse Varianten von „Besuch meinen Blog doch auch mal“, „Verlink mich doch“ und „Guck mal, ich habe ein Gewinnspiel – du musst nur Leser werden und auf deinem Blog sowie allen anderen möglichen Plattformen Werbung für mich hinterlassen“.

In Zukunft werde ich jeden Kommentar, der in diese Richtung geht, einfach löschen!

Ich schaue gern nach anderen Blogs und wenn jemand bei mir einen (vernünftigen!) Kommentar hinterlässt und seine Blogadresse beim Kommentieren mit dem Nutzernamen verlinkt hat, dann ist meine Neugier groß genug, um diesem Link zu folgen. Dazu muss mich niemand auffordern! Und wenn dieser Blog auch nur annähernd interessant aussieht, dann landet er „probeweise“ in meinem Feed-Reader.

Aber wer meinen Blog genauer anguckt, dem wird auffallen, dass ich keine Linkliste darauf eingerichtet habe. Ich hatte eines Tages einfach die Nase voll davon, diese Liste zu pflegen und regelmäßig zu entscheiden, ob ich einen Blog „empfehlen“ mag oder nicht.

Stattdessen gibt es bei mir immer wieder Beiträge, in denen ich auf die Blogs verweise, die mich auf eine Idee gebracht haben, deren Betreiber mir Bücher geliehen haben, an deren Blogparaden ich teilnehme oder die mir ein Stöckchen zugeworfen haben. Ich denke, dass es so – zumindest für regelmäßige Leser – genügend Verweise auf die Seiten gibt, die ich mag und weiterempfehlen kann.

Außerdem fällt mir immer wieder auf, dass sich meine Stammleser langfristig auch auf den Blogs rumtreiben, deren Betreiber regelmäßig bei mir kommentieren – genauso wie ich durch die Kommentare auf anderen Blogs immer wieder auf tolle neue Seiten treffe.

Noch bin ich nicht so weit, dass ich GFC (Google Friend Connection) von meinem Blog entferne, da ich das eingerichtet hatte, nachdem ich anfangs von regelmäßigen Besuchern darum gebeten wurde. Aber ich bin nicht der Meinung, dass die Zahl der dort angegebenen Leser oder die Länge einer eventuell vorhandenen Linkliste irgendetwas über einen Blog aussagt.

Mir sind meine regelmäßigen Kommentatoren wichtig. Diejenigen, die dazu beitragen, dass mir das Bloggen auch noch nach (fast) drei Jahren Spaß macht, die, mit denen ich mich auch mal intensiver über ein Thema austauschen kann, oder die, die mir unter einer Rezension Empfehlungen hinterlassen. Und keiner dieser Kommentatoren hatte es je nötig, mich um einen Gegenbesuch zu bitten oder extra Werbung zu hinterlassen, um von mir besucht zu werden.

Also will ich dieses „Gemecker“ gleich noch nutzen, um mich bei meinen regelmäßigen Lesern und Kommentatoren zu bedanken!

Und allen anderen sei gesagt: Lasst diese ärgerlichen Werbekommentare und „erarbeitet“ euch eure Leser, indem ihr interessante Kommentare auf anderen Blogs hinterlasst, euren eigenen Blog mit viel Spaß, Herzblut und Engagement betreibt, statt mit „Gewinnspielen“ Leser kaufen zu wollen! Langfristig habt ihr – da bin ich mir sicher – so viel mehr Freude am Bloggen.

Dermot Bolger: Wo die verlorenen Seelen wohnen

Ich habe anlässlich der Themen-Challengen immer wieder über den Punkt „Das Böse oder Pakt mit dem Bösen/Teufel“ nachgedacht – vor allem, weil ich keinen zu diesem Thema auf der Hand liegenden klassischen Roman lesen wollte. Und dann habe ich mir heute endlich „Wo die verlorenen Seelen wohnen“ für den Blog vorgenommen und hätte beim Schreiben über den Roman am Liebsten mit dem Kopf auf die Tischplatte gehauen, weil ich in den letzten Wochen nicht bemerkt habe, dass dieses Buch perfekt für die Challenge passt.

Mit „Wo die verlorenen Seelen wohnen“ hat Dermot Bolger einen gruseligen und wirklich spannenden Jugendroman geschrieben, der mir sehr gut gefallen hat. Die Geschichte wird aus mehreren Perspektiven erzählt, unter anderem von Thomas, der 1932 als Junge Angst davor hat, dass die Jazz-Musik ihn in die Hölle bringen könnte, von Joey, der 2009 die Schule wechselt, weil er in seiner alten Klasse gemobbt wurde, und von Shane, der 2007 seine Seele für ein anderes Leben geben würde.

Die drei Jungen verbindet, dass sie alle drei nicht glücklich in ihrem Leben sind. Und während Thomas‘ Part die Vorgeschichte zu den Ereignissen im Jahr 2009 bildet, dreht sich die Hauptgeschichte doch vor allem um Shane und Joey. Als Joey die Schule wechselt, ist er scheußlich nervös und hat Angst, dass es in der neuen Klasse genauso schieflaufen wird wie mit seinen früheren Mitschülern. Doch stattdessen findet der schüchterne Junge in dem selbstbewussten und coolen Shane schnell einen Freund.

Einzig seine Mitschülerin Geraldine, die vor zwei Jahren mit Shane gut befreundet war, warnt Joey, dass der Junge nicht normal sei und dass er ihm nicht zu sehr vertrauen solle. Doch so sehr Joey Geraldine mag und davon träumt, dass sie sich mal mit ihm verabreden würde, so wenig kann er ihr glauben, dass Shane einen bösen Kern haben soll. Erst im Laufe der Zeit fallen Joey immer mal wieder kleine Ungereimtheiten in Shanes Geschichte auf. und auch sein Umgang mit einer Gruppe von „verlorenen“ Jungen verwundert ihn. Von Shane lässt er sich immer wieder zu Dingen aufstacheln, die er sonst niemals tun würde und die im Nachhinein ein ungutes Gefühl bei Joey hinterlassen.

Dem Leser wird einige Zeit vor Joey klar, welche Hintergründe hinter Shanes Verhalten stecken, obwohl erst einmal offen bleibt, ob Shanes Persönlichkeitsveränderung darauf zurückzuführen sind, dass der Junge auf die schiefe Bahn geraten ist, oder ob wirklich etwas Altes und Böses dahintersteckt. Und trotz der verschiedenen Verbrechen und Unglücke gelingt es Dermot Bolger, dem Leser immer wieder bewusst zu machen, dass keine der handelnden Personen abgrundtief schlecht ist, selbst wenn sie anscheinend einen Pakt mit dem Bösen eingegangen ist.

Dieses Spiel mit den Perspektiven und die damit verbundenen Zeitsprünge lassen die Geschichte zu einem spannenden Puzzle werden, bei dem die einen Personen sicher sind, dass all die Vorkommnisse nur fantastische Ausgeburten eines psychisch Kranken sind, während die anderen von der Existenz des Bösen überzeugt sind. Unabhängig davon, was genau die Ursache für die Ereignisse ist (es ist ganz schön schwierig, diese Rezension zu schreiben, ohne zu spoilern), fand ich die Geschichte wirklich mitreißend.

Die ganz Zeit über hatte ich eine deutliche Ahnung, worauf es am Ende hinauslaufen würde, und jedes Mal, wenn sich meine Befürchtungen bewahrheitet hatten, bangte ich mehr um Joey und die anderen. Dabei liegt die Stärke von Dermot Bolger vor allem in der Aufrechterhaltung eines leisen Gruselgefühls, was deutlich atmosphärischer ist, als wenn er radikale Actionszenen verwendet hätte. Auf jeden Fall werde ich die Augen nach weiteren Büchern des Autors aufhalten, weil mir diese Geschichte nicht nur gut gefallen hat, sondern sie auch nach dem Lesen noch eine Weile in mir nachgeklungen hat.

[Kurz und knapp] Melanie Lahmer: Knochenfinder

Klappentext: 

Ein Schüler verschwindet spurlos. Wenig später wird in einem Geocaching-Versteck im Rothaargebirge ein Finger gefunden, und an der Schule des Vermissten kursieren brutale Gewaltvideos. Kommissarin Natascha Krüger und ihre Kollegen suchen nach einem Täter – und ahnen nicht, welches grausame Spiel dieser mit ihnen spielt. Denn kurz darauf gibt es einen weiteren Geocaching-Fund …

Theoretisch könnte man fast jeden Krimi unter den Oberbegriff „Suche“ packen, da im Großteil dieser Romane die Suche nach dem Täter im Mittelpunkt steht. Aber ich habe „Knochenfinder“ nicht wegen des Krimianteils für diesen Punkt der Themen-Challenge ausgewählt, sondern wegen der Passagen rund ums Geocaching. Es gelingt Melanie Lahmer, diesen Teil ihrer Geschichte sehr reizvoll zu schildern, gerade in den Szenen, in denen es um Caches geht, bei denen der Suchende auch noch Rätsel zu lösen hat oder sich wie bei einer Schnitzeljagd von Hinweis zu Hinweis bewegt, um am Ende den Cache in die Finger zu bekommen, der die eigentliche „Beute“ darstellt.

Was die restliche Geschichte angeht, so habe ich mich ganz gut unterhalten gefühlt. Kein Roman, der mich mitreißen konnte, aber auch keine Enttäuschung. Die Hauptfigur Natascha Krüger wurde von der Autorin – ebenso wie ihre diversen Kollegen – recht sympathisch angelegt, die Handlung war nicht atemberaubend, hat mich aber immer wieder fesseln können, und ihre Heimat Siegen, wo der Roman spielt, hat Melanie Lahmer sehr liebevoll geschildert. Trotz diverser Details zur Stadt, ihrer Geschichte und ihrer Umgebung hatte ich nicht das Gefühl, dass ich hier einen Regionalkrimi in der Hand hätte – was jetzt vermutlich zu einer Diskussion über die Definition von Regionalkrimi führen könnte. 😉 Stattdessen hatte ich den angenehmen Eindruck, dass da jemand über etwas Vertrautes schreibt, ohne damit zu übertreiben.

Doch bei all den netten Charakteren und den persönlichen Szenen (zum Beispiel zwischen Natascha und ihrem dreibeinigen Kater Fritz oder die, in denen der Leser mehr über das Familienleben von Nataschas Vorgesetztem Winterberg erfährt), fehlte mir das richtige Mitratenkönnen bei diesem Krimi. Es gab eine Menge Personen, die nur kurze Auftritte hatten, und obwohl ich das Buch an einem Tag gelesen habe, gab es immer wieder Momente, in denen ich zurückblättern musste, weil ich mir nicht mehr sicher war, ob ich jetzt die richtige Figur dem richtigen Gespräch zuordnete – und das passiert mir sonst wirklich sehr selten. Bei all der Masse an Dialogen, Wiederholungen von Informationen, Figuren und mehr oder weniger relevanten Hinweisen und Überlegungen blieben bei mir zwar viele Eindrücke zurück, aber vieles davon war nicht greifbar genug, um den Charakteren genug Profil zu verleihen oder mir das Gefühl zu geben, ich könnte mitermitteln.

Und am Ende empfand ich den Täter und sein Motiv als unglaublich unbefriedigend. Ich muss als Leser nicht unbedingt die Gründe für ein Verbrechen nachvollziehen können, aber ich erwarte vom Autor, dass er mir glaubhaft vermittelt, dass der Täter aus einer bestimmten Motivation heraus handelt. Und egal, wie gestört, besessen, wütend, dumm oder was auch immer der Verbrecher ist, ich mag am Ende einer Geschichte nicht dasitzen und mich fragen, ob das wirklich alles gewesen sein soll. Selbst wenn es vielleicht realistischer ist, dass ein Motiv für einen Außenstehenden nicht stimmig zu sein scheint, so sollte es in einem Krimi, bei dem einige Passagen auch aus der Sicht des Täters geschrieben sind, für den Leser nachvollziehbar sein.

Trotz dieses für mich frustrierenden Endes ist „Knochenfinder“ ein solides Debüt – und ich hoffe sehr, dass es irgendwann einen zweiten Roman von Melanie Lahmer geben wird, der zeigt, dass sie nicht nur realistische Ermittlungen, interessante Details über diverse Themengebiete und sympathische Charaktere präsentieren kann, sondern auch eine mitreißendere Handlung mit einem überzeugenderen Bösewicht.

Nachtrag: Beim Thema „Geocaching“ kommt mir zur Zeit übrigens als erstes „Fünf“ von Ursula Poznanski in den Sinn (welches ich hoffentlich auch bald lesen kann). Ich weiß nicht, ob es Zufall ist, dass zwei Romane mit diesem Thema so zeitnah veröffentlicht wurden, finde es aber interessant, dass Melanie Lahmer am Ende ihres Buches einen recht deutlichen Verweis auf „Erebos“ eingebaut hat. 😉