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Stella Gibbons: Der Sommernachtsball

„Der Sommernachtsball“ von Stella Gibbons war eine „klingt nett und Manhattan hat schon ein paar schöne ältere Titel rausgebracht“-Anschaffung. Über die Autorin habe ich mir keine Gedanken gemacht, sehr große Erwartungen hatte ich nicht, war aber anhand des Klappentextes davon ausgegangen, dass die Handlung mehr Liebesgeschichte sein würde, als sie tatsächlich ist. Erst nachdem ich das Buch beendet hatte, habe ich nach weiteren Informationen über die Autorin geschaut. Dabei habe ich dann prompt festgestellt, dass ich von Stella Gibbons schon mal was gehört habe – unter anderem auf Birthes Blog, wo sie „Cold Comfort Farm“ von der Autorin rezensiert und damit schon mein Interesse geweckt hatte. (Mein Namensgedächtnis ist auch nicht mehr das, was es mal war, wenn es um Autoren geht.)

Wenn man den Klappentext von „Der Sommernachtsball“ anschaut, dann scheint einen nichts anderes als eine Aschenputtel-Variante zu erwarten. Stattdessen bekommt man aber ein detailliertes und spitzzüngiges Abbild einer sehr begrenzten ländlichen Gesellschaft präsentiert. Dabei steht nicht allein die junge Witwe Viola Withers im Mittelpunkt des Geschehens, sondern sämtliche Mitglieder der Familie Withers, die der Familie Spring und noch ein paar andere Personen, die mit diesen Familien in Zusammenhang stehen. Die gesamte Handlung umspannt ein gutes Jahr und beginnt mit Violas Ankunft in der kleinen Ortschaft Sible Pelden.

Obwohl auch Viola aus der Gegend stammt, hat sie einige Zeit in London gelebt und bringt eindeutig einen Hauch von (billigem) Stadtflair in das Haus der Withers‘. Während ihr geiziger und kontrollsüchtiger Schwiegervater schon davon träumt, das (allerdings nicht vorhandene) Erbe seiner Schwiegertochter zu verwalten, wissen ihre Schwiegermutter und ihre beiden Schwägerinnen nicht so recht etwas mit Viola anzufangen. Die beiden Töchter der Familie sind deutlich älter als ihre junge und naive Schwägerin und haben sich mehr schlecht als recht mit der einengenden Situation daheim abgefunden.

Während Madge mit Ende Dreißig ihre Tage an der frischen Luft verbringt, sich selbst nicht eingestehen kann, dass sie ein mehr als freundschaftliches Interesse an dem (verheirateten und inzwischen im Ausland lebenden) Nachbarssohn hat, und heimlich davon träumt, dass ihr Vater ihr endlich das Halten eines Hundes erlaubt, lenkt sich die etwas jüngere Tina (35 Jahre) mit Selbsthilfebüchern von ihrem trostlosen Dasein ab. Erst mit der Hilfe von „Selenes Töchter“ (einem Buch über weibliche Psychologie) wird ihr bewusst, dass sie gern etwas mehr Zeit mit Saxon, dem (sehr viel jüngeren) neuen Chauffeur ihres Vaters verbringen würde – und sei es nur, um davon zu träumen, wie es wohl wäre, wenn auch sie einmal einen Verehrer hätte.

Auch bei den Springs ist nicht alles so harmonisch, wie es von außen wirkt. Victor Spring – der seit Jugendzeiten der heimliche Schwarm sämtlicher Mädchen der umliegenden Dörfer (und somit auch von Viola) ist – steht kurz davor, sich mit einer Jugendfreundin zu verloben. Diese Verbindung wird nicht nur von allen Seiten erwartet, auch die beiden Verlobten in spe sind sich sicher, dass dies die logische Fortführung ihrer jahrelangen Freundschaft ist, ohne sich dabei eingestehen zu können, dass sie so gar nicht zueinander passen. Auch Victors Mutter ist nicht ganz wohl bei dem Gedanken an die bevorstehende Heirat, hatte sie sich doch einen ganz anderen Typ Frau für ihren Sohn vorgestellt.

Victors Cousine Hetty hingegen, die von klein auf bei den Springs lebt, träumt davon, das dekadente Leben dieser Familie hinter sich lassen zu können, um stattdessen studieren, selbstbestimmt leben und den ganzen Tag mit ihren Büchern verbringen zu können. Zu diesen Familien kommen noch die diversen Figuren, die Einfluss auf das Leben der verschiedenen Familienmitglieder haben, wie etwa Victors Verlobte, der attraktive und ehrgeizige Chauffeur der Withers‘, seine Mutter und ein aufdringlicher und ordinärer Einsiedler. Und immer wieder bekommt man auch die Perspektive dieser Personen präsentiert, so dass man diese Charaktere eigentlich genauso gut kennenlernt wie die Familien Withers und Spring.

Stella Gibbons nimmt sich viel Zeit, um dem Leser die Figuren, ihre Leben und ihre (eingestandenen und verborgenen) Träume vorzustellen. Dabei kommt es in der Handlung nur zu wenigen Höhen und Tiefen, und einige entscheidende Wendungen bekommt man als Leser gar nicht so direkt mit, weil man zeitgleich das Leben einer anderen Person verfolgt. Statt also den Leser mit großen Dramen zu fesseln, unterhält einen die Autorin vor allem mit kleinen, fast alltäglichen Szenen, die immer mal wieder liebevolle oder amüsante Momente präsentieren, aber noch viel häufiger die Kleinlichkeit, die Engstirnigkeit oder Dummheit der Personen entlarven.

Das alles führte dazu, dass ich mich zwar beim Lesen sehr über diese zwar häufig überzogenen, aber treffsicheren Beschreibungen amüsiert habe, mir die Personen aber nicht ans Herz gewachsen sind. Viola ist nett, aber ein dummes Gänschen, Madge ist auf ihre Art ebenso konservativ wie ihr Vater und nur ihre Sehnsucht nach einem Hund sorgt dafür, dass man hinter der harten Frau hier und da das einsame kleine Mädchen sehen kann, Mrs. Withers hat kein Rückgrat, auch wenn sie manchmal für ihre Töchter einsteht, Mrs. Spring ist fantasielos und ohne Einfühlungsvermögen, aber immerhin meint sie es gut, und so könnte ich immer weiter machen.

Am Ende muss ich zugeben, dass mir dieser Roman dank dieser wunderbar treffend beschriebenen kleinen Szenen zwar sehr unterhaltsame Stunden bereitet hat, dass aber zwei Wochen später nicht mehr so viel davon zurückgeblieben ist – eigentlich nur dieser vage Eindruck von „da waren eine Menge seltsamer Leute mit seltsamen Problemen, und am Schluss ist doch irgendwie (fast) alles gut geworden“.

Dies und Das (01) und SuB-Zuwachs Januar

Wenn ich überlege, dass ich in diesem Monat schon fünf Bücher (darunter die 1136 Seiten der „Drachenflüsterer-Saga“) gelesen habe, dann kann ich wohl hoffen, dass meine Neuzugänge nicht so lange auf dem SuB liegen bleiben werden. Vor allem, da mein Mann seit heute wieder zur Arbeit geht und ich so meinen Tag wieder nach meinem Rhythmus strukturieren kann. So schön es ist, wenn wir so viel Zeit miteinander verbringen können, so merke ich nach ein paar Wochen doch auch immer, dass ich mich wieder nach meinem langweiligen Alltag sehne. 😉

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Wobei der Alltag so langweilig nicht ist, solange die Handwerker weiterhin über unserem Kopf die Wohnung renovieren. Allerdings hege ich nach den erhöhten Aktivitäten in den letzten zwei Wochen die Hoffnung, dass die Renovierung in den letzten Zügen liegt. Heute klang es schon nach dem Anbringen von Fußbodenleisten (Hämmern, Schritte, Hämmern) … Jetzt müssen wir nur noch so viel Glück haben, dass die zukünftigen Nachbarn keinen so schweren Schritt haben, bessere Musik hören als die Handwerker und sich nicht regelmäßig quer durch die Wohnung unterhalten. Da ich nicht abschätzen kann, wie weit der Lärm von uns nach oben dringt, sollte ich mir vielleicht auch noch wünschen, dass sie sehr fest schlafen, damit Logans nächtliche Gesangseinlagen sie nicht stören.

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Und da ich schon bei den Nachbarn bin: Nachdem wir in den letzten Monaten immer wieder spontane Kurz-Meetings im Treppenhaus mit unseren Nachbarn abgehalten haben, gibt es nun eine offizielle Regelung zum Treppenhaus Reinigen. (Wobei sich die eine Hälfte der Hausbewohner darüber einig ist, dass die andere das mit dem Putzen wohl nicht hinbekommen wird – aber hey, jede zweite Woche ein geputztes Treppenhaus zu haben ist besser, als gar kein geputztes Treppenhaus zu haben.) Irgendwie finde ich das Leben in so einem Mehrparteienhaus immer wieder faszinierend … 😉 Ein weiteres positives Ergebnis unserer Beratungen ist eine neue Verteilung des Rasenmäh-Dienstes. Nun mähen wir pro Wohnpartei nicht mehr ein Jahr lang am Stück die große Gemeinschaftsfläche, sondern monatlich im Wechsel! Da ich in diesem Jahr wieder dran gewesen wäre (und ich dazu noch in den letzten zwei Jahre regelmäßig für die nicht-mähenden Parteien eingesprungen bin), bin ich sehr glücklich, dass ich in diesem Jahr ab Juni nur noch zugucken muss, wie die anderen sich mit dieser Arbeit abmühen dürfen. 😀

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Jetzt aber zu den Neuzugängen! Schon vor ein paar Tagen kamen drei englische Titel bei mir an, die ich mir zur Reihenergänzung gegönnt habe:

Jennifer Estep: Mythos Academy 4 – Crimson Frost
Jennifer Estep: Mythos Academy 5 – Midnight Frost
Diana Pharaoh Francis: Horngate Witches 4 – Blood Winter

Bei der „Mythos Academy“-Serie überlege ich noch, ob ich sie in absehbarer Zeit lese oder ob ich auf den angekündigten sechsten Band warte, um die Reihe dann in einem Zug genießen zu können.

„Blood Winter“ habe ich – gleich nach dem Vorgängerband „Shadow City“ – schon gelesen. Band 3 fand ich deutlich besser als Band 4, aber insgesamt habe ich mich auch damit gut unterhalten gefühlt. Leider habe ich bislang nicht rausgefunden, ob die Autorin die Reihe weiterführen wird. Wenn ja, dann benötigt sie – angesichts ihres bisherigen Veröffentlichungsrhythmus – vermutlich wieder vier Jahre, bevor der fünfte Teil erscheint.

Heute kamen dann noch – neben einem großen Stapel Manga und drei Comics – vier deutsche Titel bei mir an:

Kelly McCullough: Die Klinge von Namara
[Die Fortsetzung von „Die zerborstene Klinge“ – ich freu mich schon auf weitere Abenteuer mit dem Krieger Aral und seinem Finsterling Triss!]

P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord
[„Ein Hänsel und Gretel Krimi“ wie es im Untertitel heißt. Mal wieder so ein Buch, von dem ich das Schlimmste erwarte und doch meine Neugierde nicht zügeln konnte. *g*]

Bea Rauenthal: Dreikönigsmord
Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
[Band 1 und 2 einer Zeitreise-Krimi-Reihe. Hinter „Bea Rauenthal“ steckt Beate Sauer und nachdem diese auf dem – leider inzwischen gelöschten – Gemeinschaftsblog „Die Seitenspinnerinnen“ ein bisschen darüber erzählt hatte, bin ich sehr neugierig geworden. Mal gucken, was mich da erwartet. Mit dem ersten Teil reise ich ins Mittelalter, der zweite Teil führt einen in die Kaiserzeit – langweilig wird das bestimmt nicht.]

Jennifer Estep: Spider’s Bite (Elemental Assassin #1)

Im November hatte Melanie von „Books for all Eternity“ einen begeisterten Beitrag zur „Elemental Assassin“-Reihe geschrieben und mich so auf die Serie neugierig  gemacht. Anlässlich der deutschen Veröffentlichung hat sie ein Exemplar des ersten Romans (auf Wunsch entweder auf Deutsch oder auf Englisch) verlost und ich hatte das Glück, es zu gewinnen. So startete ich also das Jahr mit „Spider’s Bite“ und war gespannt, ob ich Mellis Begeisterung teilen kann. Bevor ich detaillierter auf die Geschichte und meine Meinung eingehe, muss ich gestehen, dass ich nicht abschätzen kann, ob sich die Qualität der Bücher im Laufe der Serie verändert und inwieweit das vielleicht Mellis Einschätzung gefärbt hat. 😉

In „Spider’s Bite“ lernt der Leser erst einmal Gin Blanco – „The Spider“ genannt – kennen, die ihren Lebensunterhalt als Auftragskillerin bestreitet. Gleich auf den ersten Seiten erlebt man mit, wie Gin eine Therapeutin in einer geschlossenen Anstalt tötet, und wenig später bekommt sie von ihrem „Handler“ (für dieses Wort finde ich einfach keinen passenden deutschen Begriff – weiß jemand, wie Fletchers Position in der deutschen Ausgabe übersetzt wurde?) schon das nächsten Angebot unterbreitet. Er ist es auch, der sie dazu überredet, diesen Auftrag anzunehmen, denn mit der überraschend hohen Entlohnung könnte sie sich aus dem Geschäft zurückziehen. Doch als sie ihr Ziel, einen betrügerischen Angestellten, schon im Visier hat, wird ihr schmerzlich bewusst, dass sie von ihren unbekannten Auftraggebern hereingelegt wurde. Kurz darauf muss sie sich nicht nur gegen dessen Handlanger verteidigen, sondern wird auch von der Polizei gesucht.

In ihrer Rezension schrieb Melli „Man möchte meinen, dass man für einen Mörder keine Sympathie aufbringen kann, aber Gin kann man nur mögen! Da gibt es keinen Weg dran vorbei.“ – und in gewisser Weise hat sie recht. Gin ist eine Mörderin und Gin ist sympathisch. Doch dabei ist mir Jennifer Estep fast schon einen Schritt zu weit gegangen. Während mir nämlich das ganze Buch hindurch Gin immer wieder versicherte, wie hart und skrupellos sie sei, wie wenig Probleme sie damit hat, wenn sie gezielt einen Menschen tötet, wie wenig es sie interessiert, aus welchen Gründen so ein Auftrag vergeben wird, so wurde mir das doch lediglich erzählt, aber ich habe es nicht selbst erlebt.

Stattdessen lernte ich eine Frau kennen, die gerne liest und kocht, die ein familiäres Verhältnis zu ihrem „Handler“ und seinem Sohn hat, die einen recht übersichtlichen, aber guten Freundeskreis pflegt und die zwar als Auftragsmörderin tätig ist, aber schon bei der Auftragsannahme die Jobs verweigert, bei denen sie Kinder oder Tiere töten müsste. Die Morde, von denen man mehr mitbekommt, geschahen an Menschen, die entweder hilfsbedürftige Schutzbefohlene missbraucht, kleine Kinder vergewaltigt oder ihre Familie regelmäßig krankenhausreif geschlagen haben – und zum Teil lief das sogar pro bono, was keine besonders professionelle Einstellung für einen Auftragskiller ist. Möglicherweise tötet Gin wirklich erbarmungslos, doch (auch wenn sich die Leichen im Laufe der Handlung häufen) die Autorin hat es nicht geschafft, diese Erbarmungslosigkeit zu transportieren vor lauter Bemühungen, Gin liebenswert erscheinen zu lassen.

Weitere Unstimmigkeiten, die mir aufgefallen sind, sind nur Kleinigkeiten, aber unerwähnt lassen möchte ich sie doch nicht. So ist Gin in ihrem Job dringend darauf angewiesen, fit zu bleiben, aber während genügend Zeit bleibt, um diverse Mahlzeiten zu beschreiben (ich gestehe, ich war einmal kurz davor, mit Sandwichbelägen zu experimentieren, so appetitlich fand ich diese Passagen), wird nicht einmal angedeutet, dass die Frau so etwas wie Fitness- oder Dehnübungen macht. Sie wird verletzt (und magisch geheilt), aber es besteht keine Notwendigkeit, sich um ihren Körper zu kümmern? Dabei hätte Jennifer Estep mich da ganz einfach mit ein oder zwei Sätzen über Kniebeugen oder ähnlichem zwischen den Beschreibungen vom Anziehen und Frühstück zufriedenstellen können. Eine kleine Nebenbemerkung zu dem Thema, und ich hätte es innerlich abhaken können.

Auch bei Detectiv Donovan Cain war ich nicht immer ganz glücklich mit der Charakterisierung. Er ist einer von den Guten, ein Polizist, der seinem Job aus Überzeugung nachgeht, der die Bösen bestrafen und die Unschuldigen schützen möchte. Er kommt aus einer Polizistenfamilie und ist in den Beruf hineingewachsen. Loyal, aufrichtig und zielstrebig (und gutaussehend) – so weit ist alles gut, aber mir war er (vor allem zu Beginn) zu einseitig dargestellt und seine Naivität bezüglich der Polizei war mir auch etwas zu viel. Entweder geht er davon aus, dass alle Polizisten grundsätzlich gut sind, oder er lässt sich innerhalb eines kleinen Gespräches davon überzeugen, dass es einen Maulwurf im Revier gibt – aber beides gleichzeitig geht in meinen Augen nicht. Vielleicht bin ich da aber auch einfach zu sehr von den alten amerikanischen Kriminalromanen geprägt, in denen den wenigen aufrechten Polizisten durchaus bewusst ist, dass ihre Kollegen zum Großteil korrupte Verbrecher sind, was sie aber umso mehr darin bestärkt, ihren Grundsätzen und der wahren Aufgabe eines Ordnungshüters treu zu bleiben. 😀

Wer nach diesen drei (*uff*) Absätzen nun den Eindruck hat, dass mir das Buch nicht gefallen hat, der täuscht sich zum Glück. Vielleicht habe ich in den letzten Jahren zu viel Urban Fantasy gelesen, aber neue oder gar überraschende Elemente habe ich in „Spider’s Bite“ kaum gefunden (da fand ich den ersten Teil der „Mythos Academy“ von Jennifer Estep erfrischender und auch emotional berührender). Der Roman bietet trotzdem eine spannende Urban-Fantasy-Welt mit einer schön ausgearbeiteten Elementar-Magie, deren Gesetzmäßigkeiten hoffentlich in den folgenden Bänden noch detaillierter erklärt werden. Dazu kommen sympathische Charaktere, eine angenehme Schreibweise und eine unterhaltsame Handlung. Wenn ich mir so die UF-Reihen durch den Kopf gehen lassen, die ich gern lese, dann gehört „Spider’s Bite“ bislang zwar nicht zu den großen Höhepunkten, ist aber solide und fesselnd genug konzipiert, dass ich die Serie wohl weiter verfolgen werde.

Arianas Hörbuch-Challenge 2014

Eigentlich habe ich mich sehr auf mein „so gut wie challengefreies“ Jahr gefreut. Meine Sachbuch-Challenge ist da natürlich eine Ausnahme, aber davon abgesehen wollte ich mir wirklich nichts vornehmen! Denn so viel Spaß Challenges machen, so läuft es bei mir doch häufig genug auf einen eher anstrengenden Endspurt hinaus.

Tja, und dann veröffentlichte Ariana heute den Post zu ihrer Hörbuch-Challenge …

Ich war mir ganz sicher, dass ich eh nicht genügend ungehörte Hörbücher im Bestand haben würde und fühlte mich beim ersten Lesen ganz sicher. Dann dachte ich, ich könnte ja mal gucken, denn schließlich wollte ich eh wieder mehr Hörbücher hören und ich habe einige Nähprojekte, die dringend fertig werden müssten. Da ich mit der Hand nähe, dauert es nicht nur lange, sondern ist auch eine wunderbar stille Arbeit, bei der ich sehr gut etwas zur Unterhaltung vertragen kann.

Aber ich wollte ja an keiner weitere Challenge mehr teilnehmen!

Zwischen all den Hörspielen im Regal stehen aber auch noch sechs ungehörte Hörbücher, die ich eigentlich mal hören könnte. Dann gibt es noch ein nettes Leihangebot von Natira, die sich gerade erst ein paar Agatha-Christie-Hörbücher gegönnt hat – und mit Agatha Christie kann man mich ja schrecklich schnell verführen – und eigentlich könnte ich (vorausgesetzt, dass Ariana das für die Challenge zählt und ich es in meinen Kartonstapeln finde) das eine oder andere Hörbuch mal wieder hören. Und ganz vielleicht ziehen in diesem Jahr auch noch einmal neue Hörbücher bei mir ein … Deshalb also, komplett gegen sämtliche guten Vorsätze und nur aus einer Laune heraus:

Hier die Regeln, wie Ariana sie in ihrem Beitrag bekannt gegeben hat:

  • Die Challenge läuft vom 1.1.2014 bis zum 31.12.2014.
  • Im Challenge-Zeitraum sollen mindestens 10 Hörbücher gehört und rezensiert werden. Wie ihr euch das einteilt, bleibt euch überlassen. Ideal wäre es, wenn ihr bis zur Jahresmitte 5 Hörbücher schafft, dann kommt ihr zum Jahresende nicht zu sehr in Stress. 😉
  • Jeder Teilnehmer erstellt auf seinem Blog eine Challenge-Seite, auf der die eigenen Fortschritte festgehalten werden. Den Link zu eurer Übersichtsseite teilt ihr mir (also Ariana) bitte mit, damit ich eure Seite auf meiner Übersichtsseite zur Challenge verlinken kann. Dort verlinke ich auch gern eure Rezensionen zu den einzelnen Hörbüchern.
  • Eine Anmeldung zur Challenge ist jederzeit möglich (per Kommentar zu diesem Post oder auf meiner Übersichtsseite zur Challenge), gewertet werden können aber nur die Hörbücher, die ab dem Zeitpunkt der Anmeldung gehört/rezensiert werden.
  • Wenn ihr an meiner Challenge teilnehmt, dürft ihr euch das Logo natürlich gern für eure eigenen Challenge-Seiten mitnehmen.
Meine Challenge-Fortschritte gibt es wie immer auf meiner „Challenge“-Seite.

Gelesen: Oktober, November und Dezember 2013

Frühere Statistiken sind unter „Diverses“ zu finden.

Bücher:

  1. Louisa May Alcott: Little Women
  2. Jane Austen – Überredung
  3. Tiffany Baker: Das Geheimnis der Salzschwestern
  4. Lizzie Beaton: Traummann mit Zuckerkuss
  5. Charlotte Bronte: Jane Eyre
  6. Elizabeth Chandler: Das Wispern der Gräber 
  7. Charles Dickens: A Christmas Carol
  8. Diana Pharaoh Francis: Shadowblade 1 – Dunkle Fesseln
  9. Diana Pharaoh Francis: Shadowblade 2 – Schwarzes Feuer
  10. Stella Gibbons: Der Sommernachtsball
  11. John Green, Maureen Johnson, Lauren Myracle: Tage wie diese
  12. Mark Hodder: Der kuriose Fall des Spring Heeled Jack
  13. John Irving: My Movie Business
  14. Tania Krätschmer: Eva und die Apfelfrauen
  15. Kelly Meding: Wrong Side of Dead
  16. Deon Meyer: Sieben Tage
  17. Angélique Mundt: Nacht ohne Angst
  18. Rebecca Promitzer: Chilischarfes Teufelszeug
  19. Julia Quinn: A Night Like This
  20. Courtney Schafer: Die Chroniken von Ninavel 1 – Die Blutmagier
  21. Jill Smolinski: Fast wie neu
  22. Björn Springorum: Herbstbringer
  23. Amanda Stevens: Totenhauch (The Graveyard Queen Series #1)
  24. Amanda Stevens. Die Verlassenen (The Graveyard Queen Series – Prequel)
  25. Johnathan Stroud: Lockwood&Co. – Die seufzende Wendeltreppe
  26. A Grosvenor Square Chrismas (Anthologie)
  27. Den Nächsten, der Frohe Weihnachten zu mir sagt, bringe ich um (Anthologie)
  28. Süßer die Schreie nie klingen (Anthologie)

Comic/Manga:

  • Canon und Aria (Manga)
  • Das Ende der Welt (Comic)
  • Deiner ist meiner ist deiner 1 (Manga)
  • Detektiv Conan 76 (Manga)
  • Detektiv Conan 77 (Manga)
  • Drei Schatten (Comic)
  • Heartbeat Trio (Manga)
  • Liebespfand (Manga)
  • Limit 3 (Manga)
  • Maintenance 1 – It’s a dirty job (Comic)
  • Meintenance 2 – Fantastic Sewage and other Stories (Comic)
  • Plume 1 – … wie eine Rauchwolke (Comic)
  • Schwur der Zeit 1 (Manga)
  • Sense and Sensibility (Manga)
  • Shi Ki 2 (Manga)
  • Shi Ki 3 (Manga)
  • Toradora 2 (Manga)
  • Tsumikoi (Manga)



Hörbücher/Hörspiel:

Angefangene und abgebrochene Bücher zähle ich in der Monatsstatistik ebenso wenig mit wie Titel, die ich innerhalb kürzerer Zeit zum wiederholten Male lese oder höre.

***
Vorausgesetzt, dass ich mich nicht verrechnet oder in den verschiedenen Listen etwas vergessen habe, dann habe ich im Jahr 2013 insgesamt 162 Bücher (darunter allerdings auch ein paar sehr schmale Edgar-Wallace-Bände Anfang des Jahres), 42 Comics/Manga und nur 5 Hörspiele/Hörbücher konsumiert. Den Comics/Manga und Hörspielen/Hörbüchern möchte ich im kommenden Jahr wieder mehr Aufmerksamkeit widmen. Dazu kommen dann noch die Sachbücher, die ich im Rahmen meiner Sachbuch-Challenge lesen mag und bei den Romanen warte ich einfach mal ab, wie viel Zeit ich dafür finde. 

Januar-SuB 2014

Auch 2014 gibt es als ersten Beitrag im Monat immer meinen aktuellen SuB-Stand – für mich ist das immer die einfachste Möglichkeit, die SuB-Entwicklung etwas detaillierter nachzuvollziehen und mich jeden Monat daran zu erinnern, dass da noch ein paar schöne Bücher auf mich warten.

Im Dezember hatte ich leider keine Zeit für Comics/Manga oder Hörbücher, und die 9 gelesenen Bücher standen vor allem im Zeichen der „100 Bücher“- und der „Vorweihnachts-Lese“-Challenges. Im Januar beginnt meine Sachbuch-Challenge und ein paar Titel habe ich dafür schon aus dem Regal gezogen. Ansonsten werde ich weiterhin versuchen, mindestens ein englisches Buch pro Monat zu lesen und mir für jeden Monat ein persönliches Ziel setzen, das mir helfen soll, den SuB oder den Leih-SuB etwas abzuarbeiten.

A (2)
Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho
Tim Akers: Das Herz von Veridon

B (10)
Quentin Bates: In eisigem Wasser
Quentin Bates: Kalter Trost
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)
Bettina Belitz: Dornenkuss
Jenna Black: Rosendorn
P.J. Brackston: Es war einmal ein Mord
Alan Bradley: Flavia de Luce 5 – Schlussakkord für einen Mord
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud  
Brom: Krampus
Jim Butcher: Die Elementare von Calderon (Codex Alera 1)
Jim Butcher: Im Schatten des Fürsten (Codex Alera 2)

C (2)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)
Deborah Crombie: Wer Blut vergießt

D (3)
John Dickinson: Das Kind des Schicksals
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

E (0)

F (8)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

G (1)
Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (10)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Lotte und Søren Hammer: Das weiße Grab
Kim Harrison: Blutschwur (Rachel-Morgen-Serie)
Kim Harrison: Blutsbande (Rachel-Morgen-Serie)
Kim Harrison: Bluteid (Rachel-Morgen-Serie)
Kim Harrison: Blutdämon (Rachel-Morgen-Serie)
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung
Will Hill: Department 19 – Die Wiederkehr
Mark Hodder: Der wundersame Fall des Uhrwerkmannes

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (0)

K (6)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Boris Koch: Die Drachenflüster-Saga
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (1)
Siri Lindberg: Nachtlilien

M (3)
Chris Marten: Hydra
Christoph Marzi: Lyra
Kelly McCullough: Die Klinge von Namara
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

O (0)

P (3)
Jackson Pearce: Blutrote Schwestern
Renata Petry: Hilgensee
Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund

Q (0)

R (9)
Bea Rauenthal: Dreikönigsmord
Bea Rauenthal: Karfreitagsmord
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Mike Resnick: Mallory und der Taschendrache
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (8)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Helen Simonson: Mrs. Alis unpassende Leidenschaft
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt
Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (7)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 2 – Der Palast des Poseidon
Thomas Thiemeyer: Chroniken der Weltensucher 3 – Der gläserne Fluch
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüten

U (0)

V (1)
Uwe Voehl: Tod und Schinken

W (5)
Danny Wallace: Auf den ersten Blick
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriella Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut
Elizabeth Woods: Caras Schatten

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

Y (1)
Rick Yancey: Der Monstrumologe und die Insel des Blutes

Z (0)

Sonstige (0)

85 Titel auf dem SuB

Englischer SuB:

Amber Benson: Death’s Daughter (A Calliope Reaper-Jones-Novel)
Marie Brennan: A Natural History of Dragons
Sarah Rees Brennan: Unspoken
Julie Campbell: The Gatehouse Mystery (Trixie Belden #4)
Gail Carriger: Changeless (Parasol Protectorate #2)
Gail Carriger: Blameless (Parasol Protectorate #3)
Gail Carriger: Heartless (Parasol Protectorate #4)
Gail Carriger: Timeless (Parasol Protectorate #5)
Jennifer Estep: Elemental Assassin 1 – Spider’s Bite
Jennifer Estep: Mythos Academy 1 – Touch of Frost
Jennifer Estep: Mythos Academy 2 – Kiss of Frost
Jennifer Estep: Mythos Academy 3 – Dark Frost
Jennifer Estep: Mythos Academy 4 – Crimson Frost
Jennifer Estep: Mythos Academy 5 – Midnight Frost
Mira Grant: Feed
Tanya Huff: The Wild Ways
Lynn Kurland: Star of the Morning
Seanan McGuire: Chimes at Midnight
Shawn Thomas Odyssey: The Wizard of Dark Street
Diana Pharaoh Francis: Shadow City (Horngate Witches #3)
Diana Pharaoh Francis: Blood Winter (Horngate Witches #4)
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Mastiff (The Legend of Beka Cooper #3)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Tamora Pierce: Battle Magic (Circle Reforge)
Julia Quinn: Dancing at Midnight
Julia Quinn: Splendid
Julia Quinn: Minx
Julia Quinn: Everything and the Moon
Julia Quinn: Brighter Than the Sun
Philip Reeve: Larklight
Diane Zahler: Princess of the Wild Swans
Diane Zahler: A True Princess

Sonstiges:
West Ward Weird
Home Improvement: Undead Edition
Carniepunk

31 Titel auf dem englischen SuB

(durchgestrichene Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind in diesem Monat neu hinzugekommen)

Und dann war das Jahr vorbei …

Heute ist schon der letzte Tag das Jahres und mein Mann, die Katzen und ich werden den Silvesterabend wie immer gemütlich daheim verbringen. Wie jedes Jahr hoffen wir, dass die Nachbarn nicht zu viel Geld für Feuerwerk ausgegeben haben, so dass unsere Samtpfoten nicht zu viele Ängste durchleben müssen.

Das Jahr 2014 wird wieder einige Projekte (Gartengestaltung, Möbel bauen, weiter renovieren) für mich mit sich bringen, hoffentlich viele Bücher bereithalten und vermutlich wird es auch wieder bestätigen, dass die detailliertesten Pläne doch immer wieder an die Realität angepasst werden müssen. Was auch immer kommen wird, ich gehe davon aus, dass ich euch an vielen dieser Dinge über den Blog teilhaben lassen werde. 😉

Aber erst einmal wünsche ich Euch einen guten Übergang ins neue Jahr!
Bleibt (oder werdet) in den kommenden Monaten gesund,
genießt das Leben und erlebt so viele unvergessliche Momente wie möglich,
habt ein gutes Händchen bei der Wahl eurer Lektüre
und verbringt ganz viel Zeit mit den Menschen, die euch am Herzen liegen!

Challenges 2013 – Statistik

Challenges 2013

Vorweihnachts-Lese-Challenge von Ariana:
Vom 01.12.2013 bis zum 26.12.2013 mit dem Ziel
die Adventszeit mit gemütlichen (weihnachtlichen) Lesestunden zu genießen.

1. Adventssonntag
2. Adventssonntag
3. Adventssonntag
4. Adventssonntag
Fazit

Regeldetails siehe Link, eine grobe Regelaufstellung zur Erinnerung folgt hier:
Jeden Monat muss ein Buch von der „The Big Read“-Liste gelesen und rezensiert werden.
Von jedem Autor darf nur ein Buch gelesen werden.
Wenn in einem Monat kein Buch gelesen wird,
muss im nächsten Monat zusätzlich ein Strafbuch bewältigt werden.
(Milas Übersichtsliste)

Januar: Terry Prattchet – Gevatter Tod
Februar: Dodie Smith – I Capture The Castle
März: Frances Hodgson Burnett – The Secret Garden
April: Daphne du Maurier – Rebecca
Mai: Lucy Maud Montgomery – Anne auf Green Gables
Juni: Harper Lee – Wer die Nachtigall stört
Juli: Jacqueline Wilson – The Story of Tracy Beaker
August: Wilkie Collins – The Woman in White
September: Jane Austen – Überredung
Oktober: Charlotte Brontë – Jane Eyre
November: Louisa May Alcott – Little Women
Dezember: Charles Dickens – A Christmas Carol

12/12 gelesen und rezensiert – beendet am 29.12.2013

Persönliche Vorhaben für 2013:
1. English-Challenge

Da mir die „English-Challenge“ von Katrin und Nina in den letzten zwei Jahren Spaß gemacht hat und das Lesen auf Englisch dadurch wieder viel selbstverständlicher geworden ist, verlängere ich die Challenge für mich um ein weiteres Jahr. Also werde ich wieder ein englisches Buch pro Monat lesen und möglichst zeitnah rezensieren und wenn ich das in einem Monat nicht schaffe, dann gibt es zusätzlich ein Strafbuch!

Januar: Seanan McGuire – Discount Armageddon (InCryptid #1)
Februar: Juliet Blackwell – Secondhand Spirits (Witchcraft Mystery #1)
März: Rhys Bowen – Her Royal Pain (A Royal Spyness Mystery #2)
April: Seanan McGuire – Midnight Blue-Light Special (InCryptid #2)
Mai: Tanya Huff – The Complete Keeper Chronicles
Juni: Tamora Pierce – Tordall and Other Lands
Juli: Juliet Blackwell – Tarnished and Torn (Witchcraft Mystery #5) [nicht rezensiert, da Band 5]
August: Diane Zahler – The Thirteenth Princess
September: Kelly Meding – Another Kind of Dead (Dreg City # 3) [nicht rezensiert, da Band 3]
Oktober: Kelly Meding – Wrong Side of Dead (Dreg City #4) [nicht rezensiert, da Band 4]
November: Julia Quinn – A Night Like This
Dezember: Louisa May Alcott: Little Women

12/12 gelesen (und rezensiert) – beendet am 13.12.2013

2. Individuelle Monatsvorhaben (zum SuB-Abbau)

Januar: 5 Bücher vom SuB lesen (5/5)
Februar: Leih-SuB abarbeiten (3/3) [2 Bücher im März gelesen, 1 Buch im Mai gelesen]
März: 5 Bücher vom SuB lesen (7/5)
April: 3 R-Titel (2/3) und 1 T-Titel (1/1) vom SuB lesen [je 1 R-Titel im April und Mai, 1 T-Titel im August]
Mai: 5 Bücher vom SuB (5/5) lesen [4 im Mai, 1 im August]
Juni: 3 angefangene Serien (soweit vorhanden) beenden [2/3]
Juli: Urlaub von den ganzen Vorhaben!
August: 5 Bücher vom SuB lesen (8/5) [+1 um den Mai auszugleichen]
September: Schwerpunkt Reihenlesen ohne Mengenvorgabe
Oktober: 5 Bücher vom SuB lesen (4/5)
November: 5 Bücher vom Leih-SuB lesen (5/5)
Dezember: 5 Bücher vom SuB lesen (3/5)

Stand 31.12.2013 – Gerade mal die Hälfte der Monate war ich erfolgreich, aber ich habe trotzdem mehr geschafft, als ich ohne diese Vorhaben auf die Reihe bekommen hätte und bin deshalb zufrieden. 

Sachbuch-Challenge 2014 – Eine Vorauswahl

Nachdem es nur noch zwei Tage bis zum Beginn meiner Sachbuch-Challenge sind, habe ich mich heute mal durch mein Regal gewühlt und eine Vorauswahl getroffen. Einige dieser Titel liegen schon seit Jahren da und warten darauf, dass ich ihnen meine Aufmerksamkeit widme, andere „nur“ seit ein paar Monaten. Immerhin kann ich sagen, dass ich mich immer noch für die verschiedenen Themengebiete interessiere und keines der Bücher als nicht mehr reizvoll empfinde.

1. Cornelia Gerlach: Pionierin der Arktis
Das Buch hatte ich im Sommer schon mal angefangen, bin aber nie über das erste Drittel hinausgekommen. Sollte es in den nächsten Wochen doch mal schneien, werde ich damit von vorne anfangen und hoffen, dass ich dieses Mal auch bis zum Ende komme.

2. Jo Whittingham: Gärtnern ohne Garten
Heute frisch eingetroffen und bislang nur kurz durchblättert. Ein Sachbuch rund um den Anbau von Obst und Gemüse in Kübeln, das mir hoffentlich im nächsten Jahr viel Lust aufs Experimentieren macht.

3. Sven Rausch: 50 Klassiker – Römische Antike
Die „50 Klassiker“ sind mir schon vor einiger Zeit ans Herz gelegt worden und ich dachte, dass das eine gute Gelegenheit wäre, meine paar Wissensbrocken etwas auszuweiten.

4. Barbara Sichtermann: 50 Klassiker – Schriftstellerinnen
Da ich zu den Lesern gehöre, die es spannend finden, wenn sie mehr über die Menschen hinter den Büchern erfahren, musste ich bei dem Buch zugreifen. Tja, und nun steht es schon seit vier Jahren im Regal und wartet auf Aufmerksamkeit.

5. Ebba D. Drolshagen: Der freundliche Feind
Ich gehöre (leider) zu den Leuten, die etwas übersättigt sind von Filmen und Büchern zum Thema „2. Weltkrieg“. Wir haben nicht nur damals in der Schule sehr viele Unterrichtsstunden dafür aufgewandt, ich habe zu der Zeit auch privat sehr viel dazu gelesen. Wenn ich aber über einen Titel stolpere, der mir das Gefühl gibt, dass er andere Facetten dieser Zeit beleuchtet, dann werde ich doch wieder neugierig.

6. Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung
 – siehe Nr. 5 – 😉

7. Laura Thompson: Agatha Christie
Das Buch habe ich mir zu einer Zeit zugelegt, als ich sehr viel über Agatha Christie las – und am Ende etwas genervt war, weil ich in all diese Biografien die gleichen Textpassagen fand. Inzwischen ist etwas Zeit vergangen und ich hoffe, dass Laura Thompson mir vielleicht etwas Neues über die Schriftstellerin zu erzählen hat.

8. Dieter Breuers: Colonia im Mittelalter
Ein bisschen Wissen über die Stadtgeschichte Kölns habe ich, dazu kommen sehr viele Informationsbröckchen aus historischen Romanen, die in der Gegend spielten. Da ich dachte, dass fundiertere Informationen ganz spannend wären, habe ich mir das Buch zugelegt – und bislang nicht einmal aufgeschlagen …

9. Reinhard Osteroth: Erfinderwelten
Was das Thema „Erfindungen“ angeht, so würde ich behaupten, dass ich da ein gut fundiertes Allgemeinwissen habe – und es schadet ja nie, wenn man das noch etwas vertieft. 😉

10. Alberto Angela: Vom Gladiator zur Hure
Vom dem Buch erhoffe ich mir Details über das Römische Reich, die mal andere Bereiche betreffen als die Dinge, die ich im Lateinunterricht, im Studium oder über historische Romane gesammelt habe.

Diese zehn Titel sind nur ein Teil meines Sachbuch-SuBs und wurden von mir heute spontan aus dem Regal gezogen, weil ich darauf momentan die meiste Lust hatte. Ich bin gespannt, ob ich diese zehn Bücher wirklich im kommenden Jahr lesen werden oder mich immer wieder umentscheide. Wie ich mich kenne, wird mich auch der eine oder andere Challenge-Mitstreiter noch mit einer begeisterten Rezension zu einem Sachbuch verführen können. 😉 Auf jeden Fall freu ich mich gerade sehr auf diese Challenge!

Jane Austen: Überredung

Seitdem ich vor zwei Jahren den Jane-Austen-Schuber zum Geburtstag bekommen habe, möchte ich die Romane wieder lesen. Als ich dann Mitte November feststellte, dass mir die Zeit für die „100 Bücher“-Challenge davonlief (und dass die Bibliothek die dafür vorgemerkten Titel wohl nicht mehr rechtzeitig zur Verfügung stellen kann), nahm ich mir vor, dass ich diese Challenge – und somit vermutlich auch mein „Lesejahr“ – mit einem Titel von Jane Austen beenden werde. Meine Wahl dafür ist auf „Überredung“ gefallen, eine meiner Lieblingsgeschichten von Jane Austen, die aber – zumindest empfinde ich das so – von den meisten Leuten weniger geschätzt wird als „Stolz und Vorurteil“, „Verstand und Gefühl“ oder „Emma“.

Ich muss zugeben, dass Anne als Hauptfigur deutlich weniger im Mittelpunkt der Geschichte steht als andere Charaktere von Jane Austen. Während sich bei den anderen Romanen die Handlung zum Großteil um die Protagonisten arrangiert und die Nebenfiguren nicht so präsent sind wie diese, habe ich bei „Überredung“ das Gefühl, dass Anne deutlich weniger ins Auge fällt. Sie hat so viele Jahre ihre Gefühle, Bedürfnisse und Wünsche unterdrückt, dass sie dem Leser vor lauter Zurückhaltung weniger nah kommt – und doch lernt man all die Nebenfiguren vor allem dadurch kennen, wie sie Anne behandeln, wie sie sie und ihre Aufmerksamkeit als selbstverständlich nehmen und wie sie sie ebenso selbstverständlich zugunsten ihrer eigenen (und häufig sehr egoistischen)Wünsche in die Ecke drängen.

Durch diese erzwungene Passivität ist Anne aber auch eine perfekte Beobachterin geworden. Sie sieht die Gefahr, die von einer Bekannten ihrer älteren Schwester Elizabeth ausgeht, sie ist gegenüber dem wiederentdeckten Cousin Mr. Elliot zurückhaltender als der Rest ihres Bekanntenkreises und wenn man es genau nimmt, dann sah sie schon als junge Frau die Qualitäten in Kapitän Wentworth, die letztendlich zu seinem beruflichen und finanziellen Erfolg führten. So bescheiden sie in allen Dingen ist, so haben die Jahre, in denen sie bedauerte, dass sie sich nicht über den Einfluss von Freunden und Verwandten hinweggesetzt hat und dass sie nicht ihrem Herzen gefolgt ist, dann doch dafür gesorgt, dass sie – bei aller Zurückhaltung und Höflichkeit – ein Rückgrat und feste Ansichten entwickelt hat.

Angenehmerweise schreckt sie auch nicht davor zurück, diese Ansichten zu teilen. Für mich sind das häufig die schönsten Szenen im Buch, diese kleinen Momente, in denen sie im Gespräch mit einer anderen Person ist und ihre Meinung äußert. Hier wird oft deutlich, dass die meisten ihrer hochgeborenen Gesprächspartner recht dumm und oberflächlich sind, weil sie Annes wohldurchdachte Meinung herabsetzen oder nicht ernst nehmen. Diese subtile Kritik an der Oberflächlichkeit einer Gesellschaft, die auf den Rang, den Namen und das Äußere einer Person setzt, statt sich auf das Benehmen und die Intelligenz zu konzentrieren, mag ich sehr. Ebenso schön finde ich es, dass in „Überredung“ immer wieder betont wird, dass die Herkunft oder das manchmal etwas ungehobelte Benehmen einer Figur vollkommen verzeihlich ist, wenn Herzensgüte, Bildung und Anstand ihr Verhalten bestimmen.

Und gerade nach dem Lesen von „Jane Eyre“, wo von der Erzählerin auf jede Gemütsregung eingegangen und ständig eine Nabelschau abgehalten wird, genieße ich die Zurückhaltung und Einfachheit der Erzählweise in „Überredung“. Anne ist in allen Belangen sehr vorsichtig, sie will weder verletzen noch verletzt werden, und so kann man als Leser nur hier und da erahnen, wie sehr sie in den vergangenen Jahren gelitten hat und wie sehr sie nun aufgewühlt ist, weil es ein Wiedersehen mit Kapitän Wentworth gibt. Besonders deutlich wird Annes Situation in den kleinen Nebenbemerkungen, wenn sie zum Beispiel über die innige Verbundenheit der Schwestern Musgrove nachdenkt oder über die Ehe der Crofts und dadurch deutlich wird, wie sehr sie eine Vertraute vermissen muss und wie sehr sie sich nach einer harmonischen Beziehung sehnt. Aber nicht einmal in diesen Szenen klagt sie über ihr Schicksal, sondern arrangiert sich mit ihrer lieblosen Familie und versucht, das Beste aus ihrer Situation zu machen.

Ich habe zwei schöne Tage mit Anne verbracht und mich an all den kleinen Momenten erfreut, in denen sie Hoffnung schöpfte, Rückgrat zeigte und mich mit ihren – zum Teil erstaunlich spitzen – Beobachtungen unterhalten hat. So hat mir die „100 Bücher“-Challenge das Jahr hindurch nicht nur erlaubt, einige Neuentdeckungen zu machen, sondern auch die Gelegenheit gegeben, einige schon bekannte Klassiker neu zu entdecken. Ich finde es immer wieder schön und spannend, welche neuen Facetten mir an einer Geschichte auffallen und an welche Aspekte ich mich noch klar erinnerte, obwohl das letzte Lesen einige Jahre her ist.