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Gelesen: Oktober, November, Dezember 2011

Januar, Februar, März 2011
April, Mai, Juni 2011
Juli, August, September 2011

Bücher:

  1. Ben Aaronovitch: Die Flüsse von London
  2. Peter Abrahams: Was geschah in Echo Falls (Echo Falls 1)
  3. Peter Abrahams: Hinter dem Vorhang (Echo Falls 2)
  4. Peter Abrahams: … und verliefen sich im Wald (Echo Falls 3)
  5. Sharon Ashwood: Höllenherz (The Dark Forgotten 4)
  6. Robert Asprin und Jody Lynn Nye: Ein Dämon muss die Schulbank drücken
  7. Robert Asprin und Jody Lynn Nye: Des Dämons fette Beute
  8. Helmut Barz: WestEnd Blues
  9. Malorie Blackman: Boys don’t cry
  10. Alan Bradley: Flavia de Luce – Halunken, Tod und Teufel
  11. Jim Butcher: Dead Beat (Dresden Files 7)
  12. Lieneke Dijkzeul: Vor dem Regen kommt der Tod
  13. Thorarinn Eldjarn: Die glücklichste Nation unter der Sonne
  14. Anke Gröner: Nudeldicke Deern – Free your mind and your fat ass will follow
  15. Sarah MacLean: Mit neun verruchten Dingen einen Lord bezwingen
  16. Petros Markaris: Balkan Blues
  17. L. J. McDonald: Die Krieger der Königin
  18. Seanan McGuire: Winterfluch (October Daye 1)
  19. Seanan McGuire: A Local Habitation (October Day 2)
  20. Robin McKinley: Rose Daughter
  21. Kathryn Miller Haines: Miss Winter lässt nicht locker
  22. Rachel Neumeier: Der Greifenmagier 1 – Herr der Winde
  23. Kerstin Pflieger: Die Alchemie der Unsterblichkeit
  24. Phil Rickman: Mittwinternacht (Merrily-Watkins-Mystery Bd. 2)
  25. Rick Riordan: Im Bann des Zyklopen (Percy Jackson 2)
  26. Rick Riordan: Der Fluch des Titanen (Percy Jackson 3)
  27. Rick Riordan: Die Schlacht um das Labyrinth (Percy Jackson 4)
  28. D. E. Stevenson: Stich ins Wespennest
  29. Peter Schwindt: Flüsternde Schatten (Libri Mortis 1)
  30. Peter Schwindt: Schlaflose Stimmen (Libri Mortis 2)
  31. Peter Schwindt: Lauernde Stille (Libri Mortis 3)
  32. Donna VanLiere: Ein Engel zur Weihnacht
  33. Andrea Walter: Wo Elfen noch helfen
  34. Kiersten White: Flames’n’Roses
  35. Susan Wiggs: Versprechen eines Sommers

Comic/Manga:

  • Boyfriend 1 (Manga)
  • Detektiv Conan vs. Kaito Kid (Manga)
  • Detektiv Conan 71 (Manga)
  • Gintou Graveyard (Manga)
  • Hiki (Manga)
  • Mirai Nikki 2 (Manga)
  • Pretty Guardian Sailor Moon 1 (Manga)
  • Sailor Moon 1 (Manga/Alte Ausgabe)
  • Tsumitsuki (Manga)

Hörbücher/Hörspiele:

  • John Sinclair 54 (1 CD)
  • John Sinclair Classics 9 (1 CD)
  • Professor Dr. Dr. Van Dusen 3 – Mord bei Gaslicht (1 CD)
  • Weihnachten mit Agatha Christie (2 CDs)

Angefangene und abgebrochene Bücher zähle ich in der Monatsstatistik ebenso wenig mit wie Titel, die ich zum wiederholten Male lese oder höre. Wobei Bücher wie „Rose Daughter“, die ich seit Jahren nicht mehr in der Hand gehabt hatte, doch einen Platz auf der Liste verdient haben. 😉

Wenn ich mich jetzt beim Eintragen in meine Liste nicht vertan habe, dann habe ich im Jahr 2011 insgesamt 163 Bücher, 67 Comics/Manga und 20 Hörbücher/Hörspiele konsumiert. Was doch etwas weniger ist als im vergangenen Jahr, aber nicht so viel weniger wie ich anhand der Phasen ohne Leselust vermutet hätte.

Hat noch jemand Interesse an der Anzahl der gelesenen Seiten, dann würde ich die nachtragen. Oder seid ihr schon so erschlagen von all den Statistiken, die zur Zeit gepostet werden, dass ihr absolut kein Interesse mehr aufbringen könnt? 😉

Januar-SuB 2012

Leider war der Dezember schon wieder kein so erfolgreicher Lesemonat für mich und so habe ich nur 7 Bücher und 3 Manga geschafft. Dafür gab es einfach andere Sachen in meinem Leben, die mehr Raum in Anspruch genommen haben. Trotzdem gehe ich mit einem deutlich geschrumpfen SuB in diesen Monat, da ich die Zeit nach Weihnachten genutzt habe, um mein SuB-Regal in Ruhe durchzugucken, umzustellen und auszumisten. Sofort werde ich die aussortierten Bücher nicht aus dem Haus schaffen, schließlich gab es eine Zeit, in der ich Lust auf diese Titel gehabt hatte. Aber wenn sie mich in den nächsten Wochen immer noch nicht reizen, dann wandern sie halt ungelesen in andere Hände.

A (0)

B (7)

Quentin Bates: In eisigem Wasser

Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)

Bettina Belitz: Dornenkuss

Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger
Frank Bresching: Der Teufel von Grimaud
Lene Rikke Bresson: Das Mädchen am Kreuz

C (3)
Janet Lee Carey: Drachenkuss 
Jennifer Chiaverini: Der Weihnachtsquilt (im Umzugskarton)
Eoin Colfer: Das Zeit-Paradox (Artemis Fowl)

D (5)

John Dickinson: Das Kind des Schicksals

Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften
Rebecca Drake: Still sollst du sterben

F (12)
Melissa Fairchild: Weltenwanderer
Jasper Fforde: Der Fall Jane Eyre
Francecso de Fillipo: Gezeichnet
Alex Finn: Beastly
Gayle Forman: Wenn ich bleibe
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym
Earlene Fowler: Tödliche Schatten
Anthony Francis: Skindancer – Magisches Tattoo

Nicci French: Blauer Montag

G (2)
Yasmine Galenorn: Schwestern des Mondes 8 – Katzenjagd 

Franziska Gehm: Bissgeschick um Mitternacht
Frode Granhus: Der Mahlstrom

Sandra Grimm: Der heimtückische Hühnermord

H (3)
Karola Hagemann: Jung stirbt, wen die Götter lieben
Brendan Halpin: I can see clearly now
Frederike Hieronymi: Silla – Tochter der Wölfin, Die Prophezeiung

I (1)
John Irving: Letzte Nacht in Twisted River

J (1)
P.D. James: Ein makelloser Tod

K (5)
Elisabeth Kabatek: Laugenweckle zum Frühstück
Tom Kahn: Das Tibet-Projekt
Jörg Kastner: Die Tulpe des Bösen
Celine Kiernan: Schattenpfade
Clara Kramer: Eine Handbreit Hoffnung

L (1)
Siri Lindberg: Nachtlilien

M (5)

Chris Marten: Hydra

Christoph Marzi: Lyra
L. L. McDonald: Die Krieger der Königin 2
Michelle Mead: Dark Swan – Sturmtochter
Boris Meyn: Die Schattenflotte

N (2)
Melissa Nathan: Mit Milch und Zucker
Jo Nesbo: Headhunter

P (4)

Jackson Pearce: Blutrote Schwestern

Renata Petry: Hilgensee

Bernd Perplies: Magierdämmerung – In den Abgrund
Ursula Poznanski: Saeculum

Q (0)

R (11)
Jennifer Rardin: Man lebt nur ewig
Sarah Rayner: Das Licht des frühen Tages
Ilkka Remes: Das Erbe des Bösen
Ransom Riggs: Die Insel der besonderen Kinder 
Silvia Roth: Querschläger
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)
Patrick Rothfuss: Die Königsmörder-Chronik 1 – Der Name des Windes
Craig Russel: Lennox
Craig Russel: Walküre

S (7)
Victoria Schlederer: Des Teufels Maskerade
Jens Schumacher: Ambigua – Der Sternstein von Mogonthur
Alexander Schwarz: flip rouge
Ilka Stitz: Wer Fortuna trotzt

Jeff Stone: Drachenfaust

Jonathan Stroud: Bartimäus – Das Amulett von Samarkand
Rosemary Sutcliff: Troja oder die Rückkehr des Odysseus
Rosemary Sutcliff: König Artus und die Ritter der Tafelrunde

T (10)
Amy Tan: Der Geist der Madame Chen
Charles den Tex: Die Zelle
Thomas Thiemeyer: Nebra
Thomas Thiemeyer: Der Palast des Poseidon

Thomas Thiemeyer: Der gläserne Fluch

P.J. Tracy: Der Köder
P.J. Tracy: Mortifer
P.J. Tracy: Memento
Jonathan Tropper: Sieben verdammt lange Tage
Gail Tsukiyama: Die Straße der tausend Blüte

V (1)

Uwe Voehl: Blut und Rüben

W (3)
Lauren Weisberger: Die Party Queen von Manhattan
Gabriele Wollenhaupt: Leichentuch und Lumpengeld
Gabriella Wollenhaupt: Grappa und die keusche Braut

X (2)
Xinran: Gerettete Wort
Xinran: Wolkentöchter

86 deutsche Titel zum Monatsanfang

Englischer SuB:

Gail Carriger: Soulless
Seanan McGuire: An Artificial Night (October Daye #3)
Seanan McGuire: Late Eclipses (October Daye #4)
Tamora Pierce: Young Warriors – Stories of Strength
Tamora Pierce: Bloodhound (The Legend of Beka Cooper #2)
Tamora Pierce: Melting Stones (Circle Reforge)
Patricia C. Wrede und Caroline Stevermer: Sorcery and Cecelia (Cecelia and Kate #1)
Patricia C. Wrede und Caroline Stevermer: The Grand Tour (Cecelia and Kate #2)
Patricia C. Wrede und Caroline Stevermer: The Mislaid Magician (Cecelia and Kate #3)

9 englische Titel zum Monatsanfang

(fett markierte Titel habe ich in diesem Monat gelesen)
(kursive Titel sind neu hinzugekommen)
(rot markierte Titel sind die, die ich für meine persönliche Challenge möglichst bald lesen möchte)

Challenges 2011 – Statistik

Challenges 2011
 
„I’m in … Englisch 2011“-Challenge 
Jeden Monat im Jahr 2011 muss ein englisches Buch gelesen werden!

März: Jim Butcher – Fool Moon (Dresden Files 2)

12/12 gelesen und rezensiert
Persönliche Vorhaben für 2011:
1. Neuzugänge sollten innerhalb von sechs Wochen gelesen werden.
SuB-Zuwachs Januar: 7 Bücher bis zum 9.März 2011 lesen (7/7 gelesen)
SuB-Zuwachs Februar: 10 Bücher bis zum 29. März 2011 lesen (8/10 gelesen)
[„Magierdämmerung 2“ am 19.04. gelesen, „Scherbenmond am 27.04. gelesen]
SuB-Zuwachs März: 7 Bücher bis zum 26. April 2011 lesen (7/7) 
SuB-Zuwachs April: 4 Bücher bis zum 2. Juni 2011 lesen (4/4) 
SuB-Zuwachs Juni: 9 Bücher bis zum 5. August 2011 lesen (6/9)
 [„Seelenkuss“ am 30.08. gelesen, „Hydra“, „Der gläserne Fluch“]
SuB-Zuwachs Juli: 3 Bücher bis zum 23. August 2011 lesen (0/3) 
[„Die Krieger der Königin“ am 29.08. gelesen, „Die Alchemie der Unsterblichkeit“am 09.12. gelesen, „Flames’n’Roses“ am 05.12. gelesen]
Sub-Zuwachs August: 5 Bücher bis zum 04. Oktober 2011 lesen (3/5) 
[„Das Kind des Schicksals“, „Boys don’t cry“ am 27.10. gelesen]
SuB-Zuwachs September: 7 Bücher bis zum 06. November 2011 lesen (6/7) 
[„Magierdämmerung 3 – In den Abgrund“] 
SuB-Zuwachs Oktober: 5 Bücher bis zum 09. Dezember 2011 lesen (2/5) 
[„Saeculum“, „In eisigem Wasser“, „Blutrote Schwestern“]
SuB-Zuwachs Dezember: 10 Bücher bis zum 19. Januar 2012 lesen (2/10) 
Stand vom 31.12.2011
2. Serienabbau vom SuB
SuB-Serien:

1.
Robert Asprin: Ein Dämon muss die Schulbank drücken 
Robert Asprin: Des Dämons fette Beute

2.
Alfred Bekker: Drachenring (Die Drachenerde-Saga 2)
Alfred Bekker: Drachenthron (Die Drachen-Erde-Sage 3)

3.
Marie Brennan: Doppelgänger
Marie Brennan: Hexenkrieger

4.
Colin Cotterill: Dr. Siri sieht Gespenster (Dr. Siri 2)
Colin Cotterill: Totentanz für Dr. Siri (Dr. Siri 3)
Colin Cotterill: Briefe an einen Blinden (Dr. Siri 4)

5.
Joe Donnelly: Jack Flint und der Bann des Herzsteins
Joe Donnelly: Jack Flint und der Dämon der Schlangen
Joe Donnelly: Jack Flint und der Raub der Kupferschriften

6.
Alan Dean Foster: Echsenwelt
Alan Dean Foster: Die Stimme des Nichts
Alan Dean Foster: Patrimonium
Alan Dean Foster: Quofum
Alan Dean Foster: Die Spur der Tar-Aiym

7.
Irene Radford: Der letzte Kriegsmagier (Die Historie des Drachen-Nimbus 2)
Irene Radford: Der abtrünnige Drache (Die Historie des Drachen-Nimbus 3)

8.
Michael Rothballer: Tausendsturm (Vermächtnis der Schwerter 1)
Michael Rothballer: Feuerzwinger (Vermächtnis der Schwerter 2)
Michael Rothballer: Götterschild (Vermächtnis der Schwerter 3)

9.
Rob Thurman: Nachtgeister
Rob Thurman: Mondgeister

10.
Darren Shan: Mitternachtszirkus – Willkommen in der Welt der Vampire
Darren Shan: Mitternachtszirkus 2 – Die dunklen Geheimnisse der Vampire
Darren Shan: Mitternachtszirkus 3 – Das Blut der Vampire

3/10 Serien gelesen

Karis SuB-Losverfahren

SuB-Losverfahren #6: Ernst Soler – Staub im Paradies
SuB-Losverfahren #7: Sergej Lukianenko – Trix Solier, Zauberlehrling ohne Fehl und Adel
SuB-Losverfahren #8: Alan Dean Foster – Die Echsenwelt
(abgebrochen, da ich wegen fehlender Vorgängertitel nicht in die Handlung reinkomme)

Gemahlene Vanille?!

In meinem neuen Kochbuch „Suppenglück“ gibt es so einige Rezepte, für die gemahlene Vanille benötigt wird. Immer nur zwei Messerspitzen voll, aber ich denke schon, dass ich so eine individuelle Zutat nicht einfach weglassen sollte. Also habe ich nach Weihnachten meinem Mann gesagt, er solle beim Einkaufen die Augen danach aufhalten. Gefunden hat er keine, dafür brachte er mir dann eine Vanilleschote. Ich denke, dass ich damit unserer Linsensuppe heute Abend auch eine nette Note verleihen kann, aber es ist eben nicht genau das, was im Rezept angegeben wurde.

Also habe ich heute beim gemeinsamen Einkauf noch einmal die Augen aufgehalten und wirklich gemahlene Vanille gefunden! Eine Dose mit dem Konterfei eines bayrischen Sternekochs (der mir nicht erst seit der aktuellen McD-Werbung etwas auf die Nerven geht) und bei der ich für 15g fast 14 Euro hätte zahlen müssen!

Versteht mich nicht falsch, für gute Zutaten gebe ich auch gern etwas mehr Geld aus. Aber hier finde ich das Preis-/Mengenverhältnis doch etwas üppig – und um mal eben ein Rezept auszuprobieren, ist mir das eindeutig zu teuer! Auch wenn ich zugeben muss, dass ich allein aufgrund der Tatsache, dass ich überhaupt so eine Dose in dem wirklich großen Gewürzregal unseres Supermarktes gefunden habe, kurz in Versuchung geführt wurde.

Nun würde ich gern wissen, ob jemand von euch schon Erfahrungen mit gemahlener Vanille gemacht hat und mir vielleicht eine Marke (und Bezugsquelle) empfehlen kann. 🙂

Schatz, reichst du mir bitte mal den Ghoul?

Nachdem mein Mann zu Weihnachten das Brettspiel „Arkham Horror“ geschenkt bekomme hat, welches auf den Werken von H. P. Lovecraft basiert, haben wir gestern endlich Zeit gefunden, um es einmal auszuprobieren. Da wir beiden die Geschichten des Autors sehr mögen, waren wir wirklich neugierig – ich muss aber auch zugeben, dass ich vor dem komplexen Regelwerk etwas zurückschreckte. Trotzdem mussten wir das Spiel natürlich antesten und so wurde der Wohnzimmertisch mittags von mir komplett abgeräumt (bei der Gelegenheit habe ich dann auch meine Geschenke fotografiert und kurz darauf noch mein SuB-Regal umsortiert) und gegen 15 Uhr haben wir dann angefangen, das Spiel aufzubauen.

Anfangs ist es nicht gerade leicht, den entsprechenden Platz für die verschiedenen Kartenstapel, Kleinteile, Monster und sonstigen Elemente zu finden, aber irgendwie waren wir nach einer knappen Stunde soweit, dass wir nicht nur alles auf dem Tisch (und dem Beistellhocker) untergebracht und uns mit unseren Charakteren angefreundet hatten, sondern auch eine Vorstellung vom Spielablauf hatten. Ich muss allerdings zugeben, dass man beim ersten Durchlauf das Gefühl hat, dass man an so viele Sachen gleichzeitig denken und so viele Schritte in der richtigen Reihenfolge machen muss, dass dieser erste Durchlauf nicht nur ziemlich lange dauerte, sondern auch ganz schön anstrengend war.

Kurz darauf konnte man dann Gespräche in unserem Wohnzimmer verfolgen, die so nette Sätze beinhalteten wie „Schatz, reichst du mir bitte mal den Ghoul?“, „Ich habe vergessen, mir ein Gehirn zu geben!“, „Das kostet mich jetzt fünf Monster, oder?“, „Würfel mal für deinen Segen“, „Nicht schon wieder ein Kultist!“, „Murphy bringt mir zwei Würfel!“ oder „Hatten wir schon das mystische Ereignis?“ (für Kenner des Spiels: Das bezog sich auf die Mythoskarten!). Es hat wirklich viel Spaß gemacht, aber im Laufe der nächsten Stunden hatten wir wirklich das Gefühl, unsere Köpfe würden anfangen zu rauchen. Außerdem waren wir so ins Spiel vertieft, dass wir unsere Essenszeit total verpasst haben und erst das eintretende Schwindelgefühl hat dann dafür gesorgt, dass wir gegen 19:30 Uhr eine Pause gemacht haben.

Dabei musste mein Mann allerdings, während ich gekocht habe, im Wohnzimmer bleiben, damit die Katzen nicht die verlockenden Kleinteile in die Pfoten bekommen konnten. Ich fühlte mich im Laufe des Spiels ehrlich gesagt oft genug, als ob man mir ein „Fummelbrett“ (für die Nichtkatzenbesitzer: Bretter mit unterschiedlichen Öffnungen und Hindernissen, die mit Leckereien oder Spielzeug gefüllt werden, damit die Katzen beschäftigt sind) vorgesetzt hätte, während ich mit Gehirnen, Herzen, Hinweismarkern und ähnlichen Teilchen jonglierte. Nach ungefähr zwei Stunden Pause haben wir dann weitergespielt. Mein Mann meinte zu dem Zeitpunkt, dass es eigentlich in drei Runden vorbei sein könnte, aber dank einer glücklich gezogenen Karte verschwanden all die Monster vom Spielbrett und wir bekamen eine neue Chance gegen den Großen Alten …

Insgesamt haben wir fast genau sieben Stunden mit „Arkham Horror“ verbracht, bis wir siegreich aus der Schlacht gingen, und fielen dann mit dem Kopf voller Regeln, Monster und Hinweismarker erschöpft ins Bett. Es hat wirklich Spaß gemacht, auch wenn es höllisch lange dauerte. Morgen starten wir eine neue Runde – in der Hoffnung, dass wir dieses Mal nicht so häufig Regeln nachschlagen müssen und die Herausforderung etwas zügiger bewältigt bekommen. Und Anfang des nächsten Jahres werden wir wohl endlich den lang geplanten Beistelltisch besorgen, damit wir den auch beim Spielen benutzen können …

Nach Weihnachten …

Aus meinem Weihnachtspost und diversen Kommentaren konnte man ja schon herauslesen, dass unsere Feiertage sehr geruhsam und gemütlich verlaufen sind. Ich genieße die Zeit mit meinem Mann, dieses Gefühl von „Urlaub“ und dass ich gerade kaum am PC sitze, wo ich doch sonst einen Großteil meines Tages zu finden bin.

Trotzdem habe ich das Gefühl, ich sollte mal wieder ein „Lebenszeichen“ posten und außerdem mag ich ja auch zeigen, wie buchlastig meine Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr waren. Ich muss aber auch zugeben, dass ich meinen Wunschzettel bewusst mit Büchern gefüllt hatte – und zum Glück gab es auch so einige Menschen, die mir meine Wünsche erfüllt haben.

So darf ich mich über Band 3-5 der Rachel-Morgan-Romane freuen (die ersten beiden Bücher habe ich vor über einem Jahr zum Geburtstag bekommen – wird Zeit, dass ich mal ein sehr langes Rachel-Morgan-Wochenende starte), außerdem gab es den letzten Band der Krimireihe von Deborah Crombie (eine der wenigen Autorinnen, deren Romane ich mit dem ersten Band für mich entdeckt habe und die ich nach all den Jahren immer noch mit viel Vergnügen lese) und „Der magische Dieb“, welcher mich schon mal bei einem Leserausch begleitet und sich so einen Platz auf meinem Wunschzettel ergattert hatte.

Dann gab es noch Lesefutter für die kommende English-Challenge – ich hoffe nur, dass ich die drei Bände auch wirklich auf drei Monate verteilt bekomme und so richtig auskosten kann. Denn ein erster Blick in „Sorcery and Cecelia“ hat mir schon so gut gefallen, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen wollte. Aber bei einer an Jane Austen und Georgette Heyer angelehnten fantastischen Geschichte, die zur Hälfte von einer meiner Liebingsautorinnen (Patricia C. Wrede) geschrieben wurde, war ja auch zu erwarten, dass ich schnell davon gefesselt bin. Hach, ich freu mich so, dass diese drei Titel mir endlich gehören und dass mein Mann es sogar geschafft hat, drei zueinander passende Ausgaben zu finden! 🙂

Und drei „nichtbuchige“ Geschenke:
„Pocketknife“ von Kat Frankie – die Sängerin habe ich über TV Noir entdeckt und weil ich die Stimme wirklich faszinierend finde, wollte ich gern eine CD von ihr haben.
„Man From Another Time“ von Seasick Steve – der war mir in irgendeiner Sendung auf einem dritten Programm über den Weg gelaufen und mir hatte der Song gefallen, den ich da von ihm gehört habe.
Beide CDs sind sehr unterschiedlich, gefallen mir aber so gut, dass ich weitere Titel der beiden Interpreten auf meinen Wunschzettel gepackt habe. 😉 Und dann gab es mit „Stirb schön mit Shakespeare“ noch den fünften Teil der „van Dusen“-Hörspiele, womit ich diese tolle Krimi-Reihe (bis zum Januar) auf dem aktuellen Stand habe.

Zuletzt gab es noch ein Suppenkochbuch, welches mir vor einiger Zeit empfohlen wurde. Ich mag gerade im Winter „Löffelessen“ und beim ersten Durchblättern habe ich schon so einige Rezepte gefunden, die ich in nächster Zeit ausprobieren muss. Die Brokkolicremesuppe mit einem Topping aus leicht gesalzener Sahne und Zimtmandeln hat gestern schon mal sehr gut geschmeckt:

Einen Nachteil haben all die Buchgeschenke allerdings: Ich werde in den nächsten Tagen meinen SuB mal gründlich durchgucken und ausmisten müssen, damit ich die Bücher noch unterbekomme. Aber vielleicht ist es gar nicht schlecht, wenn ich ins kommende Jahr mit einem entschlackten SuB starte. 😉

Frohe Feiertage!

Auch wenn der erste Schnee in diesem Jahr (bei uns) nur kurz angehalten hat und schon längst wieder weggetaut ist, hoffe ich, dass ihr alle ein paar gemütliche und friedliche verbringen könnt. Egal, ob ihr inmitten einer trubeligen Familie, zu zweit, allein oder in der Gesellschaft eurer Haustiere seid:

Genießt das Weihnachtswochenende,
lasst euch beschenken, erholt euch vom Alltagstrubel
und habt eine schöne Zeit!

Wir sind in diesem Jahr mit allem früh dran gewesen. Am 14. Dezember haben wir die letzten Weihnachtspakete verschickt und am 23. Dezember haben wir die letzten Lebensmitteleinkäufe erledigt. Die Wohnung ist sauber und aufgeräumt, die Katzen sind extragründlich gebürstet, das Essen ist vorgekocht, der Tisch ist weihnachtlich geschmückt und die Geschenke liegen bereit. Jetzt bleibt und nur noch eins übrig: Entspannt miteinander auf dem Sofa sitzen und die kommenden Tage genießen.

Im Laufe des Abends werden wir in Ruhe die vielen Geschenke von unseren Lieben auspacken, uns an den vielen Grüßen erfreuen und zum Telefon greifen, um ein paar Worte mit  unseren Familien zu reden. Ich hoffe sehr, dass für euch die Feiertage ebenso stressfrei und schön verlaufen werden wie für uns!

I’m in English … reloaded! – noch eine Challenge für 2012

Ich muss gestehen, dass ich schon vor einigen Wochen beschlossen habe, dass ich die „English-Challenge“ im kommenden Jahr auf jeden Fall für mich weiterführen will. Um so größer war meine Freude, als Katrin und Nina sich nun dazu durchgerungen haben, die Challenge offiziell um ein Jahr zu verlängern.

Somit heißt es auch für das Jahr 2012 jeden Monat ein Buch auf Englisch zu lesen – oder sich ein Strafbuch einzuhandeln, wenn es mit dem Lesen nicht geklappt hat. Näheres zu den Regel kann man bei BuchSaiten oder Libromanie nachlesen (die Links führen direkt auf die Challengeposts). Wer ebenfalls Interesse an der Challenge hat, kann sich noch bis zum 15.01.2012 bei Katrin oder Nina dafür anmelden.

Bei mir hat es in diesem Jahr wirklich sehr gut mit dem monatlichen Buch auf Englisch geklappt. In der Regel habe ich mir dafür das erste Wochenende im Monat „reserviert“ und versucht die jeweilige Rezension bis zum letzten Tag des Monats auf die Reihe zu bekommen. So habe ich jeden Monat ein englisches Buch gelesen – und dank eines guten Händchens bei der Lektüre, musste ich mich in der Regel schon fast zügeln, um nicht gleich den nächsten Band auf Englisch anzufangen. Aber ich hatte da ja auch noch ein paar deutsche Titel auf dem SuB, die gelesen werden wollten. 😉

Mit der English-Challenge und der Themenchallenge von Neyasha bin ich dann für das kommende Jahr auch gut versorgt. Vor allem, da ich mir auch wieder persönliche Leseziele setzen werde …

Kiersten White: Flames’n’Roses

Es ist schon ein paar Tage her, dass ich „Flames’n’Roses“ gelesen habe und ich muss gestehen, dass der Roman durch den Abstand zwischen Lesen und Meinung niederschreiben ein paar „Minuspunkte“ bekommt. Denn so unterhaltsam die Lesezeit war, so sympathisch ich die Figuren fand und so wohl ich mich mit der Geschichte gefühlt habe, so hat die Handlung doch keinen tieferen Eindruck bei mir hinterlassen. Trotzdem werde ich das Buch behalten, eben weil es so nett war und weil ich einen schönen Nachmittag damit verbracht habe. Und wenn die Fortsetzung auf Deutsch erscheinen sollte, dann werde ich bestimmt auch wieder zugreifen.

Doch erst einmal kurz zum Inhalt von „Flames’n’Roses“: Die sechzehnjährige Evie lebt und arbeitet seit vielen Jahren für die IBKP (Internationale Behörde zur Kontrolle Paranormaler). Aufgrund ihrer einzigartigen Begabung, die es ihr ermöglich jegliche Tarnung übernatürlicher Wesen zu durchschauen, ist sie von ganz besonderem Nutzen für diese Behörde, die dazu da ist nichtmenschliche Geschöpfe wie Vampire, Werwölfe, Meerjungfrauen usw. zu fangen, bevor sie zu einer Gefahr für die Menschheit werden können. Nicht wenige dieser „Gefangenen“ bekommen später eine Aufgabe innerhalb der Behörde und tragen so wiederum ihren Teil dazu bei, dass die IBKP ihre Arbeit machen kann.

Für Evie ist es also ganz normal, dass der Umgang mit übernatürlichen Wesen ihren Alltag bestimmt. So ist ihre beste Freundin Alisha eine Meerjungfrau, während eine Werwölfin ihr Unterricht gibt und Feen dafür sorgen, dass sie zu ihren Einsätzen reisen kann. Umso mehr sehnt sich das Mädchen nach einem normalen Teenagerleben mit dem Besuch der Highschool, Verabredungen mit Freunden und Schulfesten. Dass ihre Vorstellung von einem „normalen“ Leben dabei etwas illusorisch ist, ist kein Wunder, wenn man bedenkt, dass Evie ihr Wissen über den menschlichen Alltag vor allem aus dem Fernsehen schöpft.

Für mich ist das auch eine stimmige Erklärung dafür, dass Evie häufiger deutlich jünger wirkt als sechzehn. Sie ist so behütet aufgewachsen und ihre Vorstellung von der Welt außerhalb der IBKP ist vor allem von der Soap-Opera „Easton Heights“ geprägt, dass sie in bestimmten Dingen einfach nicht wie ein normaler Teenager reagiert. Auf der anderen Seite hat sie sich ein paar Eigenheiten angewöhnt, die wohl in einer normalen Umgebung so nicht entstanden wären. So verwendet sie statt eines Fluches immer das Wort „Piep“ (etwas irritierend, wenn man das ständig in der wörtlichen Rede vorfindet, aber man gewöhnt sich daran), weil das zu einem Insider zwischen ihr und Alisha geworden ist.

Erst als ein Gestaltwandler in die Zentrale der IBKP eindringt, der ungefähr Evies Alter hat und anscheinend viele Jahre unerkannt in der normalen Welt lebte, und als es zu unerklärlichen Morden an übernatürlichen Wesen kommt, beginnt Evie über ihr Leben und ihre Tätigkeit für die IBKP nachzudenken. In Lend, dem Gestaltwandler, findet sie einen Freund – auch wenn sie sich anfangs seiner Motive nicht sicher sein kann – und gemeinsam wollen die beiden den Täter stoppen, der so viele auf dem Gewissen hat.

Der Krimianteil der Geschichte ist jetzt nicht gerade herausfordernd oder komplex gestaltet, aber für ein Jugendbuch finde ich den durchaus in Ordnung. Es ist auch in meinen Augen weniger wichtig, dass der Leser miträtseln kann, wer denn nun hinter den Morden steckt. Dafür dreht sich die Handlung eher um die Motive des Täters und um die Erkenntnisse, die Evie bei ihren Ermittlungen für sich gewinnt. Dass sich zwischen Lend und Evie eine kleine Liebesgeschichte entspinnt, ist natürlich vorhersagbar, aber auch in diesem Punkt hat die Autorin in meinen Augen ein gutes Händchen bewiesen. Die beiden Figuren sind für ihr Alter relativ jung und dementsprechend unschuldig ist auch ihre Beziehung. Ich fand die beiden sympathisch und ihre Annäherung war niedlich zu verfolgen.

Und dadurch, dass Kiersten White die Geschichte aus der Ich-Perspektive von Evie erzählt, passt die von der Autorin verwendete lockere und umangssprachliche Ausdrucksweise innerhalb des Romans. Mir kam das Ganze auf jeden Fall nicht unangemessen oder zwanghaft auf „jugendlich“ getrimmt vor. Stattdessen fand ich Evies Ansichten oftmals zum Grinsen oder habe mich über einige ihrer – wenn auch stellenweise etwas kindischen – Einfälle amüsiert. Zuletzt kann ich noch sagen, dass mir auch das Urban-Fantasy-Setting der Autorin gefallen hat, ebenso wie die Einbringung vieler verschiedener Sagengestalten.

Insgesamt ist „Flames’n’Roses“ zwar keine unglaublich mitreißende und superspannende Geschichte, aber ein wirklich netter und unterhaltsamer Roman, bei dem mir die beiden Hauptfiguren wirklich sympathisch waren. Ich habe mich beim Lesen gut amüsiert, fand die eine oder andere Szene sogar bewegend und wenn ich irgendwann mal wieder ein vertrautes Buch für einen entspannten Nachmittag suche, dann wäre das hier nicht die schlechteste Wahl für einen Re-read.

Seanan McGuire: A Local Habitation (October Daye 2)

Seit den Ereignissen in „Winterfluch“ sind ein paar Monate vergangen und October (Toby) Daye scheint es inzwischen wieder ganz gut zu gehen. Schon auf den ersten Seiten erfährt man, dass sie als Privatdetektivin in den letzten Wochen gut zu tun hatte, dass sich der kleine Rosenkobold Spike gut bei ihr eingelebt hat und dass sie inzwischen eine Art Freundschaft mit der Luidaeg (im Deutschen wurde sie, wenn ich mich recht erinnere, als Meerhexe bezeichnet) geschlossen hat. Dann bekommt Toby von ihrem Lehnsherrn Sylvester den Auftrag nach Fremont zu fahren und nach seiner Nichte zu gucken, die sich schon länger nicht gemeldet hat. January und er haben regelmäßig Kontakt, auch wenn sie sich aus politischen Gründen nicht gegenseitig besuchen können.

Für Toby erscheint dieser Fahrt erst einmal nur etwas lästig, vor allem, weil sie Quentin (einen von Sylvesters Schützlingen) mitnehmen soll, damit der Junge etwas lernt. Doch kaum in Fremont angekommen, muss die junge Frau feststellen, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist und dass es Todesfälle gegeben hat. Und da weder January noch ihre Angestellten nicht bereit sind mit offenen Karten zu spielen, ist es an Toby mehr über das Ganze herauszufinden. Letztendlich stellt es sich als überaus passend heraus, dass Toby mit ihren besonderen Fähigkeiten (sie ist ein Wechselbalg, d.h. ihr Vater war ein Mensch, ihre Mutter eine Daoine Sidhe) nach Fremont geschickt wurde, denn ihre Erfahrungen als Ermittlerin sind ebenso gefragt wie ihr Gespür für Blut.

Auch in diesem zweiten October-Daye-Band scheint Toby sehr viel Wegstrecke für sehr wenige Informationen hinter sich bringen zu müssen. Doch dieses Mal fährt sie dafür nicht quer durch San Francisco, sondern läuft durch Januarys „Firmengelände“, da die Adelige nicht nur die Verantwortung für ein kleines und unabhängiges Gebiet zwischen zwei Feen-Herzogtümern hat, sondern auch ein erfolgreiches Unternehmen leitet. Trotzdem hatte ich auch dieses Mal (in der Regel) nicht das Gefühl, dass Seanan McGuire die Handlung dadurch künstlich in die Länge zieht, sondern dies als ein Mittel nutzt, um dem Leser die Umgebung und die vielen verschiedenen Figuren vorzustellen.

Außerdem macht Toby – meiner Ansicht nach – in diesem Band einen professionelleren Eindruck, während sie in „Winterfluch“ nicht wie eine erfolgreiche Privatdetektivin handelte. Viele Sachen, die für mich auf der Hand lagen, während Toby im Dunklen tappte, kann ich zu einem großen Teil auf ihre Unwissenheit bezüglich moderner Technik schieben. Die verlorenen Jahre hat sie in der Beziehung nicht einfach aufholen können, stattdessen hat sie sogar mit den eher altmodischen Geräten in ihrem Besitz Probleme bei der Bedienung. Was mich allerdings etwas stört, ist, dass die Luidaeg bei ihrem letzten Gespräch mit Toby einige „seltsame Äußerungen“ von sich gegeben hat, die ich ganz eindeutig als orakelige Warnung verstanden habe. Toby hingegen misst diesen Sätzen so gar keine Bedeutung bei, was ich doch etwas unbedacht finde, wenn man überlegt, dass die Meerhexe ein mächtiges und allwissendes Wesen mit besonderen Fähigkeiten ist.

Was den Kriminalfall angeht, finde ich wirklich, dass Seanan McGuire in „A Local Habitation“ bessere Arbeit geleistet hat als in „Winterfluch“. Zwar war die Identität wieder weit vor der Lösung offensichtlich, aber dafür gab es mehr Details bezüglich der Morde und der Motivationen der verschiedenen Charaktere, die nicht so klar auf der Hand lagen. Auch die Grundidee, die Handlung als einen Mord in einem „geschlossenen“ Raum anzulegen, hat mir gefallen, auch wenn die Autorin das noch besser hätte machen können. Die „Knoten“, die als Lebensraum der mit der realen Welt verbundenen Feengeschöpfe dienen, haben zwar ihre ganz eigenen Gesetze, sind für mich aber als Handlungsort auf Dauer nicht so reizvoll wie die normale Welt.

Insgesamt habe ich mich – trotz einer Länge im Mittelteil – auch von dem zweiten Band rund um October Daye gut unterhalten gefühlt. Die Reihe werde ich auf jeden Fall weiterverfolgen! Nicht nur, weil mir das Urban-Fantasy-Setting der Autorin gefällt, sondern auch weil ich so einige Charaktere ins Herz geschlossen habe und mehr über sie herausfinden will. Außerdem hoffe ich, dass Seanan McGuire es langfristig auf die Reihe bekommt, dass sie nicht nur gute Ansätze, unterhaltsame Dialoge und sympathische Figuren in ihren Romane nutzt, sondern beweist, dass sie auch den Krimiteil richtig gut hinbekommt.

Mit dem Lesen und Besprechen von „A Local Habitation“ habe ich übrigens die „English“-Challenge abgeschlossen! Wenn ich in diesem Jahr schon sonst nicht so erfolgreich war, so habe ich immerhin eine Herausforderung gemeistert! 😉